TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Ablaufgarnitur nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Ablaufgarnituren zur wahlweisen Auslösung einer Vollmengenspülung
oder Teilmengenspülung bekannt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist ein hydraulisches Ablaufventil bekannt geworden, welches
eine aktive Ansteuerung einer Teilmengenbypassöffnung erlaubt. Nachteilig am hydraulischen
Ablaufventil ist die Tatsache, dass die Spülmenge nicht bzw. nur bedingt einstellbar
ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung eine Aufgabe zugrunde,
eine Ablaufgarnitur anzugeben, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet.
Insbesondere soll mit der Ablaufgarnitur die zu entnehmende Spülwassermenge einfach
eingestellt werden.
[0005] Diese Aufgabe löst der Gegenstand von Anspruch 1. Demgemäss umfasst eine hydraulisch
steuerbare Ablaufgarnitur für einen Spülkasten, einen Ventilkörper mit einem mit einem
Ventilsitz zusammenarbeitenden Dichtungselement und einem Schwimmer, wobei der Ventilkörper
mit dem Dichtungselement vom Ventilsitz entlang einer Bewegungsachse von einer Ruhelage
in Spüllage und von der Spüllage in die Ruhelage bewegbar ist, und eine Schwimmerkammer
mit einer Öffnung, durch welche sich der Ventilkörper hindurch erstreckt, wobei der
Schwimmer innerhalb der Schwimmerkammer entlang der Bewegungsachse bewegbar ist und
mit dieser hydraulisch zusammenarbeitet. Die Schwimmerkammer weist einen Vollmengensteuerungsdurchgang
und einen Teilmengensteuerungsdurchgang auf, durch welche, sobald ein die Ablaufgarnitur
umgebender Spülwasserspiegel auf die Höhe des entsprechenden Durchgangs abgesunken
ist, Luft von Bereichen ausserhalb der Schwimmerkammer in die Schwimmerkammer eintreten
kann, derart dass die Druckverhältnisse zwischen der Schwimmerkammer und den Bereichen
ausserhalb der Schwimmerkammer ausgleichbar sind. Bei Ausgleich der Druckverhältnisse
ist der Schwimmer von der Spüllage in die Ruhelage bewegbar. Die Ablaufgarnitur umfasst
weiter eine Teilmengensteuerungseinheit mit einem Verschlussorgan zur aktiven Ansteuerung
des Teilmengensteuerungsdurchgangs. Durch das Verschlussorgan kann der Teilmengensteuerungsdurchgang
aktiv geöffnet und verschlossen werden. Im Bereich des Teilmengensteuerungsdurchgangs
ist ein Einstellelement angeordnet, mit welchem die für die Schliessbewegung bei der
Teilmengenspülung relevante Höhe des Teilmengensteuerungsdurchgangs ist. Die Höhe
des Teilmengensteuerungsdurchgangs ist insbesondere relativ zum Ventilsitz einstellbar.
[0006] Durch die Einstellung der Höhe des Teilmengensteuerungsdurchgangs lässt sich die
aus dem Spülkasten zu entnehmende Spülwassermenge für die Teilmengenspülung einstellen.
[0007] Die Lage des Teilmengensteuerungsdurchgangs lässt sich durch Platzieren des Einstellelementes
entsprechend verändern, so dass die eigentliche für die Teilmengenspülung relevante
Öffnung in ihrer Höhe einstellbar ist. Das Einstellelement ist dabei bevorzugt getrennt
vom Verschlussorgan ausgebildet.
[0008] Vorzugsweise ist im Bereich des Vollmengensteuerungsdurchgangs ein weiteres Einstellelement
angeordnet, mit welchem die für die Schliessbewegung der Vollmengenspülung relevante
Höhe des Vollmengensteuerungsdurchgangs relativ zum Ventilsitz einstellbar ist. Durch
die Anordnung eines weiteren Einstellelementes kann der Vollmengensteuerungsdurchgang
bezüglich seiner für die Vollmengenspülung relevanten Höhe eingestellt werden.
[0009] Die Anordnung von je einem Einstellelement im Bereich des Vollmengensteuerungsdurchgangs
und im Bereich des Teilmengensteuerungsdurchgangs ist vorteilhaft, denn dadurch kann
sowohl die Spülwassermenge für die Vollmengenspülung als auch für die Teilmengenspülung
eingestellt werden.
[0010] Vorzugsweise umfasst der Teilmengsteuerungsdurchgang eine Steueröffnung, eine Steuerkammer
und eine Passage. Die Steueröffnung mündet von den Bereichen ausserhalb der Schwimmerkammer
in die Steuerkammer und die Steuerkammer mündet über die Passage in die Schwimmerkammer.
Der Teilmengensteuerungsdurchgang wird durch die Steueröffnung, die Steuerkammer und
die Passage definiert. Die Anordnung der Steuerkammer hat den Vorteil, dass die hydraulische
Ablaufgarnitur konstruktiv einfach ausgebildet werden kann. Zudem lässt die Steuerkammer
einen einfachen Einsatz des Einstellelementes zu.
[0011] Besonders bevorzugt liegt die Steuerkammer in der Schwimmerkammer, wodurch die Kompaktheit
der Ablaufgarnitur erhöht werden kann. Zudem können direkt die Seitenwände der Schwimmerkammer
zur Begrenzung der Steuerkammer eingesetzt werden.
[0012] Vorzugsweise arbeitet das Einstellelement mit der Passage zusammen und ist relativ
zur Passage verschiebbar, so dass die besagte Höhe einstellbar ist. Die Passage bildet
den Durchbruch von der Steuerkammer in die Schwimmerkammer. Beim relativen Verschieben
des Einstellelementes zur Passage lässt sich die Form der Passage verändern, so dass
der Durchbruch von der Steuerkammer in die Schwimmerkammer je nach Position des Einstellelementes
auf einer anderen Höhe liegt.
[0013] Besonders bevorzugt ist das Einstellelement ein Drehschieber, welcher sich über die
lichte Weite der Passage erstreckt und eine Mehrzahl von beabstandet zueinander und
den Drehschieber in unterschiedlichen Richtung durchdringende Öffnungen umfasst, mit
welchen Öffnungen die besagte Höhe einstellbar ist. Je nach Lage des Drehschiebers
bildet eine andere Öffnung die eigentliche Passage bzw. den Durchbruch von der Steuerkammer
in die Schwimmerkammer. Aufgrund der Anordnung der Öffnungen auf verschiedenen Höhen,
kann hierdurch die relevante Höhe eingestellt werden.
[0014] Alternativ kann das Einstellelement auch die Gestalt eines Längsschiebers aufweisen,
welcher sich über die lichte Weite der Passage erstreckt und mit seiner Unterkante
die besagte Höhe einstellbar ist. Die Unterkante des Längsschieber bildet dabei das
relevante Kriterium für die Höhe.
[0015] Die Steuerkammer kann nach unten hin in Richtung der Schwimmerkammer offen sein oder
mit einer Wandung verschlossen sein.
[0016] In Einbaulage liegt die Steueröffnung vorzugsweise oberhalb der Passage und die Steueröffnung
liegt in Einbaulage gesehen vorzugsweise an der höchsten Stelle der Steuerkammer.
[0017] Das Verschlussorgan der Teilmengensteuerungseinheit arbeitet mit der Steueröffnung
zusammen und gibt bei Einleiten der Teilmengensteuerung die Steueröffnung frei.
[0018] Vorzugsweise umfasst die Teilmengensteuerungseinheit eine Stange, wobei an einem
vorderen Endbereich das Verschlussorgan angeordnet ist.
[0019] Vorzugsweise umfasst die Teilmengensteuerungseinheit eine Manschette, welche den
Ventilkörper mindestens teilweise umgibt, wobei der Ventilkörper einen Anschlag aufweist,
an welchem die Manschette bei der Teilmengenspülung derart ansteht, dass der Ventilkörper
anhebbar ist.
[0020] Vorzugsweise umfasst die Teilmengensteuerungseinheit ein Schaltorgan, das beim Anheben
der Teilmengensteuerungseinheit selbsttätig mit dem Ventilkörper eine Rastverbindung
eingeht.
[0021] Vorzugsweise wird das Verschlussorgan bei der Betätigung der Teilmengensteuerungseinheit
von der Teilmengensteuerungsöffnung angehoben. Das Verschlussorgan liegt bevorzugt
ausserhalb der Schwimmerkammer.
[0022] Vorzugsweise ist das dem Vollmengensteuerungsdurchgang zugeordnete Einstellelement
ein Längsschieber oder ein Drehschieber und in der die Schwimmerkammer begrenzende
Wandung sind vorzugsweise eine Mehrzahl von Öffnungen oder ein Schlitz angeordnet,
wobei durch das Einstellelement jeweils eine Öffnung wählbar oder die relative Position
des Schiebers zum Schlitz einstellbar ist.
[0023] Vorzugsweise weist die Ablaufgarnitur weiter ein Gehäuse auf, welches mit dem Spülkasten
fest verbindbar ist, wobei im Gehäuse der Ventilkörper bewegbar gelagert ist.
[0024] Vorzugsweise weist der Ventilkörper eine Aufnahmeöffnung auf, welche mit der Betätigungsvorrichtung
im Eingriff steht und die Teilmengensteuerungseinheit weist eine Aufnahmeöffnung auf,
welche mit der Betätigungsvorrichtung im Eingriff steht. Über diese Aufnahmeöffnungen
werden die Elemente von der Ruhelage in die Spüllage bewegt.
[0025] Vorzugsweise erstreckt sich die Schwimmerkammer von der Stelle, in welcher der Schwimmer
in der Spüllage liegt, weiter nach oben in Richtung der Bewegungsachse , wobei die
Schwimmerkammer in diesem Bereich den Ventilkörper ganz oder teilweise umgibt. Mit
anderen Worten gesagt, verfügt die Schwimmerkammer im Wesentlichen über zwei Abschnitte,
nämlich über einen ersten Abschnitt, in welchem der Schwimmer bewegbar ist, und über
einen sich dem ersten Abschnitt anschliessenden zweiten Abschnitt. Der zweite Abschnitt
verlängert den ersten Abschnitt in Richtung der Betätigungsachse.
[0026] Vorzugsweise weist die Ablaufgarnitur weiterhin eine Betätigungsvorrichtung auf.
Die Betätigungsvorrichtung wirkt bei der Vollmengenspülung direkt auf den Ventilkörper.
Vorzugsweise wird der Ventilkörper entsprechend angehoben. Die Vollmengensteuerungseinheit
wirkt für die Bewegung von der Spüllage in die Ruhelage auf den Ventilkörper. Bei
der Teilmengenspülung wirkt die Betätigungsvorrichtung über die Teilmengensteuerungseinheit
auf den Ventilkörper, wobei die Teilmengensteuerungseinheit bei der Betätigung angehoben
wird und zugleich den Ventilkörper anhebt, wobei die Teilmengensteuerungseinheit mit
dem Ventilkörper, insbesondere über das Schaltorgan, temporär verbindbar ist.
[0027] Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0028] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung einer Ablaufgarnitur nach einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung in der Ruhelage;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung der Ablaufgarnitur nach Figur 1 in der Spüllage
für eine Vollmengenspülung;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung der Ablaufgarnitur nach Figur 1 in der Spüllage
für eine Teilmengenspülung;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung durch eine in den vorhergehenden Figuren gezeigte Ablaufgarnitur;
und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Ablaufgarnitur.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0029] In der Figur 1 wird eine hydraulisch steuerbare Ablaufgarnitur 1 für einen Spülkasten
gezeigt. Die Ablaufgarnitur 1 ist in einem Spülkasten anordbar und dient der Einleitung
einer Vollmengenspülung bzw. einer Teilmengenspülung, wobei dann Spülwasser einer
Sanitärarmatur, wie einem Urinal oder einer Toilette zugeführt wird.
[0030] Die Ablaufgarnitur 1 umfasst einen Ventilkörper 2 mit einem mit einem Ventilsitz
3 zusammenarbeitenden Dichtungselement 4 und einen Schwimmer 5. Der Ventilkörper 2
ist mit dem Dichtungselement 4 vom Ventilsitz 3 entlang einer Bewegungsachse B von
einer Ruhelage in eine Spüllage bewegbar und dann wiederum von der Spüllage in die
Ruhelage zurückbewegbar. In der Figur 1 befindet sich der Ventilkörper 2 in der Ruhelage
und in den Figuren 2 und 3 ist der Ventilkörper 2 in der Spüllage gezeigt. Der Ventilkörper
2 wird aufgrund eines hydraulischen Zusammenwirkens mit einer Schwimmerkammer 6 in
der Spüllage gehalten.
[0031] Der Ventilkörper 2 weist hier die Gestalt eines länglichen Rohrs, wobei im oberen
Bereich der Schwimmer 5 und unter dem Schwimmer 5 das Dichtungselement 4 angeordnet
ist. Das längliche Rohr dient zugleich als Überlauf für den Spülkasten.
[0032] Die hydraulisch steuerbare Ablaufgarnitur 1 umfasst nebst dem Ventilkörper 2 eine
Schwimmerkammer 6 mit einer Öffnung 26, durch welche sich der Ventilkörper 2 hindurch
erstreckt. Der Schwimmer 5 ist innerhalb der Schwimmerkammer 6 entlang der Bewegungsachse
B zwischen der Ruhelage und der Spüllage bewegbar und arbeitet mit der Schwimmerkammer
6 hydraulisch zusammen. Befindet sich der Ventilkörper 2 in der Spüllage so wird der
Ventilkörper 2 aufgrund der Ausbildung der Schwimmerkammer 6 in der Spüllage gehalten.
Es bildet sich ein hydraulisches Gleichgewicht bzw. ein Unterdruck in der Schwimmerkammer
6, wobei der Ventilkörper 2 dadurch in der Spüllage gehalten wird. Das hydraulische
Gleichgewicht bzw. der Unterdruck wird dann aufgehoben, wenn Luft in die Schwimmerkammer
6 eintreten kann. Für den Lufteintritt weist die Schwimmerkammer 6 einen Vollmengensteuerungsdurchgang
7 und einen Teilmengensteuerungsdurchgang 8 auf. Durch diese beiden Durchgänge 7,
8 kann Luft von Bereichen 9 ausserhalb der Schwimmerkammer 6 in die Schwimmerkammer
6 eintreten, sobald ein die Ablaufgarnitur 1 umgebender Spülwasserspiegel auf die
Höhe des entsprechenden Durchgangs 7, 8 abgesunken ist. Bei Lufteintritt werden die
Druckverhältnisse zwischen der Schwimmerkammer 6 und den Bereichen 9 ausserhalb der
Schwimmerkammer 6 ausgeglichen, wobei der Schwimmer 5 dann bei Ausgleich der Druckverhältnisse
von der Spüllage in die Ruhelage bewegbar ist.
[0033] Weiter umfasst die Ablaufgarnitur 1 eine Teilmengensteuerungseinheit 10 mit einem
Verschlussorgan 11 zur aktiven Ansteuerung des Teilmengensteuerungsdurchganges 8.
Mit dem Verschlussorgan 11 lässt sich also der Zustand des Teilmengensteuerungsdurchgangs
8 aktiv ansteuern. Der Teilmengensteuerungsdurchgang 8 ist bei der Nichtbetätigung
der Teilmengensteuerungseinheit 10 verschlossen und bei Betätigung der Teilmengensteuerungseinheit
10 offen, sodass Luft den Teilmengensteuerungsdurchgang 8 passieren kann.
[0034] Weiter ist im Bereich des Teilmengensteuerungsdurchganges 8 ein Einstellelement 12
angeordnet. Mit dem Einstellelement 12 lässt sich die für die Schliessbewegung bei
der Teilmengenspülung relevante Höhe des Teilmengensteuerungsdurchgangs 8 einstellen.
Die Höhe zum Teilmengensteuerungsdurchgang 8 ist dabei relativ zum Ventilsitz 3 definiert.
Die relevante Höhe wird in den Figuren mit HTM angegeben. Das Einstellelement 12 lässt
sich verschiedenartig einstellen, sodass die Höhe HTM entsprechend einstellbar ist.
Die relevante Höhe des Teilmengensteuerungsdurchgangs 8 definiert die aus dem Spülkasten
zu entnehmende Wassermenge für die Teilmengenspülung.
[0035] Die in den Figuren gezeigte Ausführungsform der Ablaufgarnitur 1 weist auch im Bereich
des Vollmengensteuerungsdurchgangs 7 ein Einstellelement 24 auf. Das Einstellelement
im Bereich des Vollmengensteuerungsdurchgangs 7 kann als weiteres Einstellelement
24 bezeichnet werden. Mit dem Einstellelement 24 lässt sich die für die Schliessbewegung
der Vollmengenspülung relevante Höhe des Vollmengensteuerungsdurchganges 7 relativ
zum Ventilsitz 3 einstellen. Die relevante Höhe ist in den Figuren mit dem Bezugszeichen
HVM angegeben. Folglich lässt sich also das Einstellelement 24 entsprechend verschieben,
sodass der Benutzer die Höhe HVM entsprechend einstellen kann.
[0036] In der Figur 2 wird die Ablaufgarnitur 1 in Spüllage gezeigt. Hier ist der Ventilkörper
2 entlang der Bewegungsachse B nach oben gezogen und es entsteht zwischen Ventilsitz
3 und Dichtungselement 4 ein Durchgang 27, durch welchen das Spülwasser dem Abflussrohr
28, das sich dem Ventilsitz 3 anschliesst, strömen kann. Aufgrund des Durchgangs 27
sinkt der die Ablaufgarnitur 1 umgebende Spülwasserspiegel kontinuierlich ab. Sobald
der Spülwasserspiegel das Niveau VM erreicht hat kann die Luft durch den Vollmengensteuerungsdurchgang
7 in die Schwimmerkammer 6 gelangen. Hierdurch wird, wie oben bereits beschrieben,
das hydraulische Gleichgewicht innerhalb der Schwimmerkammer 6 aufgehoben und der
Ventilkörper 2 bewegt sich entlang der Bewegungsachse B von der Spüllage in die Ruhelage,
in welcher der Ventilsitz 3 mit dem Dichtungselement 4 in Kontakt steht. Während der
Vollmengenspülung verbleibt der Teilmengensteuerungsdurchgang 8 durch die Teilmengensteuerungseinheit
10 entsprechend verschlossen, sodass über diesen Durchgang 8 keine Luft in die Schwimmerkammer
6 gelangen kann.
[0037] In der Figur 3 wird die Teilmengenspülung gezeigt. Auch hier befindet sich der Ventilkörper
2 in der Spüllage und wird aufgrund der hydraulischen Prinzipien in der Schwimmerkammer
6 in der Spüllage gehalten. Sobald das Niveau TM erreicht, kann Luft über den Teilmengensteuerungsdurchgang
8 in die Schwimmerkammer 6 gelangen, wodurch das hydraulische Gleichgewicht in der
Schwimmerkammer 6 entsprechend gestört wird und der Ventilkörper 2 von der Spüllage
in die Ruhelage zurückbewegt wird. Das Niveau der Teilmengenspülung ist dabei höher
als dasjenige der Vollmengenspülung. Aufgrund der hydraulischen Funktionsweise der
Ablaufgarnitur 1 muss der Vollmengensteuerungsdurchgang 8 bei der Teilmengenspülung
nicht aktiv durch ein bewegbares Element angesteuert werden, weil dieser tiefer liegt
als die Teilmengensteuerungsöffnung und somit bei Auslösen der Teilmengensteuerung
immer im Spülwasser liegt.
[0038] Die Figur 4 zeigt eine Schnittansicht einer möglichen Ausführungsform einer Ablaufgarnitur
1 gemäss der vorliegenden Erfindung. Anhand der Figur 3 und der Figur 4 wird nun eine
bevorzugte Ausführungsform des Teilmengensteuerungsdurchganges 8 genauer erläutert.
[0039] Der Teilmengensteuerungsdurchgang 8 umfasst eine Steueröffnung 13, eine Steuerkammer
14 und eine Passage 15. Die Steueröffnung 13 mündet von den Bereichen 9 ausserhalb
der Schwimmerkammer 6 in die Steuerkammer 14. Die Steueröffnung 13 stellt also die
Schnittstelle zwischen den Bereichen 9 ausserhalb der Schwimmerkammer 6 und der Steuerkammer
4 bereit. Die Steuerkammer 14 mündet dann über die Passage 15 in die Schwimmerkammer
6. Mit anderen Worten gesagt wird der Teilmengensteuerungsdurchgang 8 im Wesentlichen
durch die Steueröffnung 13, die Steuerkammer 14 und die Passage 15 bereitgestellt,
wobei der am tiefsten liegende Punkt dieses Teilmengensteuerungsdurchgangs 8 für die
Definition der Höhe HTM relevant ist. Der tiefstliegende Punkt ist dabei der Punkt,
der mit dem geringsten Abstand zum Ventilsitz 3 liegt.
[0040] Bei Auslösen einer Teilmengenspülung wird nun das mit der Steueröffnung 13 zusammenarbeitende
Verschlussorgan 11 von der Steueröffnung 13 wegbewegt und gibt die Steueröffnung 13
entsprechend frei. Dies wird in der Figur 3 gezeigt. Gleichzeitig wird, wie oben beschrieben,
der Ventilkörper 3 nach oben bewegt und wird aufgrund des hydraulischen Gleichgewichts
in der Schwimmerkammer 6 in der Spüllage gehalten. Das Wasser sinkt nun ab auf das
Niveau der Steueröffnung 13. Sobald das Wasser dann das Niveau der Passage 15, welche
hier den tiefsten Punkt darstellt, erreicht hat, wird ein Lufteintritt in die Schwimmerkammer
6 ermöglicht und das hydraulische Gleichgewicht wird entsprechend aufgehoben. Dieser
Lufteintritt ist in der Figur 3 mit einer gestrichelten Linie L dargestellt. Auch
in der Figur 4 wurde die gestrichelte Linie L entsprechend eingezeichnet.
[0041] In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform liegt die Steuerkammer 14 innerhalb
der Schwimmerkammer 6. Die Steuerkammer 14 ist vorzugsweise durch eine in der Schwimmerkammer
6 angeordnete Wandung 18 begrenzt. Die Wandung 18 kann dabei die Schwimmerkammer 6
seitlich und nach unten hin entsprechend begrenzen.
[0042] In einer anderen Ausführungsform ist es auch denkbar, dass die Steuerkammer 14 nach
unten in die Schwimmerkammer 6 ohne die Wandung 18 ausgebildet ist. Man spricht dann
von einer nach unten offenen Steuerkammer 14.
[0043] Die Steueröffnung 13 liegt tiefer als die Wand 32, während die Passage 15 in einer
in Einbaulage in der Vertikalen liegenden Wandung liegt. Die Wandung ist die Wandung
mit dem Bezugszeichen 18.
[0044] Das Einstellelement 12 arbeitet mit der Passage 15 zusammen und ist relativ zu Passage
15 verschiebbar, sodass die besagte Höhe entsprechend einstellbar ist. In der Figur
5 weist das Einstellelement 12 die Gestalt eines Drehschiebers auf, welcher sich über
die lichte Weite der Passage 15 erstreckt und eine Mehrzahl von dem Drehschieber in
unterschiedlichen Richtungen durchdringende Öffnungen 17 umfasst. Der Drehschieber
lässt sich um die eigene Achse drehen, sodass immer eine andere Öffnung 17 in die
lichte Weite der Passage 15 zu liegen kommt und somit einen Durchbruch bereitstellt,
durch welchen die Luft von der Steuerkammer 13 in die Schwimmerkammer 6 gelangen kann.
Ein Drehschieber ist vorteilhaft, weil dieser bezüglich der Einstellbarkeit komfortabler
ist.
[0045] In einer alternativen Ausführungsform kann das Einstellelement 16 auch ein Längsschieber
sein, welcher sich ebenfalls über die lichte Weite der Passage 15 erstreckt und relativ
zu dieser Passage 15 bewegbar ist. Der Längsschieber kann dabei mit seiner Unterkante
die besagte Höhe entsprechend einstellen. Die Unterkante kann entweder die Unterkante
eines Schiebers sein oder aber die Unterkante einer entsprechenden Öffnung im Schieber
selbst.
[0046] Bezüglich der Anordnung der Steueröffnung 13 in der Höhe kann gesagt werden, dass
diese vorzugsweise oberhalb der Passage 15 liegt, und dass die Steueröffnung 13 in
Einbaulage gesehen vorzugsweise an der höchsten Stelle der Steuerkammer 14 liegt.
Vorteilhafterweise liegt die Passage 15, welche letztendlich das Niveau der Teilmengenspülung
definiert, höher als der Vollmengensteuerungsdurchbruch 8.
[0047] Von den Figuren 1 bis 3 kann gut erkannt werden, dass die Teilmengensteuerungseinheit
10 eine Stange 19 umfasst. Am vorderen Ende der Stange 19, welches mit dem Bezugszeichen
20 versehen ist, ist das Verschlussorgan 11 angeordnet. Die Stange 19 wird bei der
Betätigung entsprechend entlang der Bewegungsachse B angehoben und das Verschlussorgan
11 wird von der Steueröffnung 13 wegbewegt. Die Teilmengensteuerungseinheit 10 weist
eine Manschette 22 auf, welche den Ventilkörper 2 mindestens teilweise umgibt. Der
Ventilkörper 2 weist einen Anschlag 23 auf, an welchem die Manschette 22 bei der Teilmengenspülung
derart anstrebt dass der Ventilkörper 2 entsprechend abhebbar ist. Um die Steueröffnung
13 bei der Teilmengenspülung entsprechend geöffnet zu halten, wird die Teilmengensteuerungseinheit
10 mit der Stange 19 und dem Verschlussorgan 11 entsprechend mit dem Ventilkörper
2 verrastet. Hierfür ist ein Schaltorgan 21 vorgesehen, welches beim Anheben der Teilmengensteuerungseinheit
12 selbsttätig mit dem Ventilkörper 2 eine Rastverbindung eingeht. Die Rastverbindung
wird in der Figur 3 gezeigt, wo gut erkannt werden kann, dass das Schaltorgan 21 zum
Ventilkörper zugeschaltet wurde und dort auf einem unteren Anschlag 23 anliegt. Der
Kontakt zwischen Schaltorgan 21 und Anschlag 23 verhindert, dass sich die Teilmengensteuerungseinheit
10 während der Teilmengensteuerung nach unten bewegt. Sobald dann das Wasser auf das
Niveau TM abgesunken ist, wird der Ventilkörper 2 und somit auch die Teilmengensteuerungseinheit
entlang der Bewegungsachse B in die Ruhelage bewegt. In der Ruhelage wird dann auch
der Eingriff zwischen Schaltorgan 21 und Anschlag 23 aufgehoben.
[0048] In der Figur 2 und 4 kann erkannt werden, dass der Vollmengensteuerungsdurchgang
7 ebenfalls ein Einstellelement 24 aufweist. Das dem Vollmengensteuerungsdurchgang
7 zugeordnete Einstellelement 24 ist ein Längsschieber oder ein Drehschieber. Für
die Zusammenarbeit mit dem Einstellelement 24 weist die die Schwimmerkammer 6 begrenzende
Wandung 29 eine Mehrzahl von Öffnung oder aber einen Schlitz 31 auf. Die Höhenlage
der Öffnung oder des Schlitzes kann dabei durch das Einstellelement entsprechend gewählt
und definiert werden. Der Vollmengensteuerungsdurchgang ist passiv offen und wird
nicht während der Spülung aktiv angesteuert.
[0049] Von den Figuren kann weiter erkannt werden, dass die Schwimmerkammer 6 ein Entlüftungsventil
25 aufweist, welches die Funktion der Entlüftung der Schwimmerkammer 6 hat, wenn diese
entsprechend gefüllt wird.
[0050] Der Teilmengensteuerungsdurchgang 8 liegt in Einbaulage höher als der Vollmengensteuerungsdurchgang
7.
[0051] Die Schwimmerkammer 6 wird nach oben hin durch die Wand 32 begrenzt. Nach unten erstreckt
sich eine Seitenwand 29 von der Trennwand 18 weg und begrenzt die Schwimmerkammer
6 seitlich. In der Wand 32 ist die Öffnung 26 angeordnet. Die Seitenwand 29 schliesst
sich der Wand 32 an und umgibt diese umlaufend. Nach unten hin, also gegen den Ventilsitz
3 weist die Seitenwand 29 einen Randbereich 34 auf. Dieser Randbereich 34 liegt beabstandet
zum Ventilsitz 3, sodass zwischen dem Ventilsitz 3 und dem Randbereich 34 ein Zwischenraum
27 geschaffen wird, durch welchen das Spülwasser fliessen kann.
[0052] Die Öffnung 26 mit einem Rand 33 liegt beabstandet vom oberen Ende der Schwimmerkammer
6 und bildet zugleich einen Anschlag für den Schwimmer 5 in der Spüllage. Weiter erstreckt
sich die Schwimmerkammer 6 von der Stelle, in welcher der Schwimmer 5 in der Spüllage
liegt, weiter nach oben in Richtung der Bewegungsachse B. Die Schwimmerkammer 6 erstreckt
sich also vom Randbereich 34 im Wesentlichen über zwei Abschnitte, nämlich über einen
ersten Abschnitt 35, in welchem der Schwimmer 5 bewegbar ist, und über einen sich
dem ersten Abschnitt 35 anschliessenden zweiten Abschnitt 36. Der zweite Abschnitt
36 verlängert den ersten Abschnitt 35. Die Schwimmerkammer 6 umgibt im Bereich des
zweiten Abschnittes den Ventilkörper 2 ganz oder teilweise. Bezüglich des Querschnittes
können die beiden Abschnitte 35, 36 unterschiedlich ausgebildet sein.
[0053] Vorzugsweise weist die Ablaufgarnitur 1 eine hier nicht gezeigte Betätigungsvorrichtung
auf. Die Betätigungsvorrichtung wirkt bei der Vollmengenspülung direkt auf den Ventilkörper
2. Hierfür weist der Ventilkörper 2 an seinem oberen Ende eine Aufnahmeöffnung 37
auf, in welche die Betätigungsvorrichtung entsprechend eingreifen kann. Die Betätigungsvorrichtung
wirkt bei der Teilmengenspülung über die Teilmengensteuerungseinheit 10 auf den Ventilkörper
2. Die Teilmengensteuerungseinheit 10 weist hierfür eine Aufnahmeöffnung 38, welche
mit der Betätigungsvorrichtung zusammenarbeitet. Bei der Betätigung wird die Teilmengensteuerungseinheit
10 entsprechend angehoben und hebt zugleich den Ventilkörper 2 an.
[0054] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass aufgrund der Einstellelemente die Höhe der
jeweiligen Durchgänge 7, 8 eingestellt werden können, so kann der Benutzer die dem
Spülkasten zu entnehmende Spülwassermenge entsprechend einstellen.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Ablaufgarnitur |
27 |
Durchgang |
| 2 |
Ventilkörper |
28 |
Abflussrohr |
| 3 |
Ventilsitz |
29 |
Wandung Schwimmerkammer |
| 4 |
Dichtungselement |
31 |
Öffnungen/Schlitz |
| 5 |
Schwimmer |
32 |
Wand |
| 6 |
Schwimmerkammer |
33 |
Rand |
| 7 |
Vollmengensteuerungsdurchgang |
34 |
Randbereich |
| 8 |
Teilmengensteuerungsdurchgang |
35 |
erster Abschnitt |
| 9 |
Bereiche ausserhalb Schwimmerkammer |
36 |
zweiter Abschnitt |
| |
37 |
Aufnahmeöffnung |
| 10 |
Teilmengensteuerungseinheit |
38 |
Aufnahmeöffnung |
| 11 |
Verschlussorgan |
40 |
Gehäuse |
| 12 |
Einstellelement |
B |
Bewegungsachse |
| 13 |
Steueröffnung |
L |
Linie |
| 14 |
Steuerkammer |
TM |
Teilmenge |
| 15 |
Passage |
VM |
Vollmenge |
| 16 |
Drehschieber |
HTM |
Höhe Teilmenge |
| 17 |
Öffnungen |
VTM |
Höhe Vollmenge |
| 18 |
Wandung |
|
|
| 19 |
Stange |
|
|
| 20 |
vorderer Endbereich |
|
|
| 21 |
Schaltorgan |
|
|
| 22 |
Manschette |
|
|
| 23 |
Anschlag |
|
|
| 24 |
Einstellelement |
|
|
| 25 |
Entlüftungsventil |
|
|
| 26 |
Öffnung |
|
|
1. Hydraulisch steuerbare Ablaufgarnitur (1) für einen Spülkasten, umfassend
einen Ventilkörper (2) mit einem mit einem Ventilsitz (3) zusammenarbeitenden Dichtungselement
(4) und einem Schwimmer (5), wobei der Ventilkörper (2) mit dem Dichtungselement (4)
vom Ventilsitz (3) entlang einer Bewegungsachse (B) von einer Ruhelage in Spüllage
und von der Spüllage in die Ruhelage bewegbar ist, und
eine Schwimmerkammer (6) mit einer Öffnung (26), durch welche sich der Ventilkörper
(2) hindurch erstreckt, wobei der Schwimmer (5) innerhalb der Schwimmerkammer entlang
der Bewegungsachse (B) bewegbar ist und mit dieser hydraulisch zusammenarbeitet,
wobei die Schwimmerkammer (6) einen Vollmengensteuerungsdurchgang (7) und einen Teilmengensteuerungsdurchgang
(8) aufweist, durch welche, sobald ein die Ablaufgarnitur (1) umgebender Spülwasserspiegel
auf die Höhe des entsprechenden Durchgangs (7, 8) abgesunken ist, Luft von Bereichen
(9) ausserhalb der Schwimmerkammer in die Schwimmerkammer (6) eintreten kann, derart
dass die Druckverhältnisse zwischen der Schwimmerkammer (6) und den Bereichen (9)
ausserhalb der Schwimmerkammer (6) ausgleichbar sind, wobei der Schwimmer (5) bei
Ausgleich der Druckverhältnisse von der Spüllage in die Ruhelage bewegbar ist,
wobei die Ablaufgarnitur (1) weiter eine Teilmengensteuerungseinheit (10) mit einem
Verschlussorgan (11) zur aktiven Ansteuerung des Teilmengensteuerungsdurchgangs (8)
umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des Teilmengensteuerungsdurchgangs (8) ein Einstellelement (12) angeordnet
ist, mit welchem die für die Schliessbewegung bei der Teilmengenspülung relevante
Höhe (HTM) des Teilmengensteuerungsdurchgangs (8) einstellbar ist.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Vollmengensteuerungsdurchgangs (7) ein weiteres Einstellelement (24)
angeordnet ist, mit welchem die für die Schliessbewegung der Vollmengenspülung relevante
Höhe des Vollmengensteuerungsdurchgangs (7) einstellbar ist.
3. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilmengsteuerungsdurchgang (8) eine Steueröffnung (13), eine Steuerkammer (14)
und eine Passage (15) umfasst, wobei die Steueröffnung (13) von den Bereichen ausserhalb
der Schwimmerkammer (6) in die Steuerkammer (14) mündet und wobei die Steuerkammer
(14) über die Passage (15) in die Schwimmerkammer (6) mündet.
4. Ablaufgarnitur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichet, dass die Steuerkammer (14)
in der Schwimmerkammer (6) liegt und/oder dass die Steueröffnung (13) in einer in
Einbaulage in der Horizontalen liegender Wand (32) liegt, während die Passage (15)
in einer in Einbaulage in der Vertikalen liegenden Wandung (18) liegt, welche Wandung
die Steuerkammer (1) begrenzt.
5. Ablaufgarnitur nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (12) mit der Passage (15) zusammenarbeitet und relativ zur Passage
(15) verschiebbar ist, so dass die besagte Höhe einstellbar ist.
6. Ablaufgarnitur nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellelement (12) ein Drehschieber (16) ist, welcher sich über die lichte
Weite der Passage (15) erstreckt und eine Mehrzahl von beabstandet zueinander und
den Drehschieber in unterschiedlichen Richtung durchdringende Öffnungen (17) umfasst,
mit welchen die besagte Höhe einstellbar ist, oder dass das Einstellelement (12) ein
Längsschieber ist, welcher sich über die lichte Weite der Passage (15) erstreckt und
mit seiner Unterkante die besagte Höhe einstellbar ist.
7. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkammer (14) nach unten hin in Richtung der Schwimmerkammer (6) offen ist
oder mit einer Wandung (18) verschlossen ist.
8. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Einbaulage die Steueröffnung (13) oberhalb der Passage (15) liegt und dass die
Steueröffnung (13) in Einbaulage gesehen vorzugsweise an der höchsten Stelle der Steuerkammer
(14) liegt.
9. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan (11) mit der Steueröffnung (13) zusammenarbeitet und bei Einleiten
der Teilmengensteuerung die Steueröffnung (13) frei gibt.
10. Ablaufgarnitur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilmengensteuerungseinheit (10) eine Stange (19) umfasst, wobei an einem vorderen
Endbereich (20) das Verschlussorgan (11) angeordnet ist.
11. Ablaufgarnitur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilmengensteuerungseinheit (10) eine Manschette (22) aufweist, welche den Ventilkörper
(2) mindestens teilweise umgibt, wobei der Ventilkörper (2) einen Anschlag (23) aufweist,
an welchem die Manschette (22) bei der Teilmengenspülung derart ansteht, dass der
Ventilkörper (2) anhebbar ist.
12. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilmengensteuerungseinheit (10) ein Schaltorgan (21) umfasst, das beim Anheben
der Teilmengensteuerungseinheit (10) selbsttätig mit dem Ventilkörper (2) eine Rastverbindung
eingeht.
13. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussorgan (11) bei der Betätigung der Teilmengensteuerungseinheit (10)
von der Teilmengensteuerungsöffnung (13) angehoben wird und/oder dass das Verschlussorgan
(11) ausserhalb der Schwimmerkammer (9) liegt.
14. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Vollmengensteuerungsdurchgang zugeordnete Einstellelement (24) ein Längsschieber
oder ein Drehschieber ist und dass in der die Schwimmerkammer (6) begrenzende Wandung
(29) eine Mehrzahl von Öffnungen (31) oder ein Schlitz angeordnet ist, wobei durch
das Einstellelement jeweils eine Öffnung wählbar oder die relative Position des Schiebers
zum Schlitz einstellbar ist.
15. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Vollmengensteuerungsdurchgang (7) passiv geöffnet ist und nicht aktiv ansteuerbar
ist, und/oder
dass die Schwimmerkammer (6) ein Entlüftungsventil (25) aufweist, und/oder
dass der Teilmengensteuerungsdurchgang (8) in Einbaulage höher liegt als der Vollmengensteuerungsdurchgang
(7), und/oder
dass die Schwimmerkammer (6) sich von der Stelle, in welcher der Schwimmer (5) in der
Spüllage liegt, weiter nach oben in Richtung der Bewegungsachse (B) ausdehnt, wobei
die Schwimmerkammer (6) in diesem Bereich den Ventilkörper (2) ganz umgibt.
16. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufgarnitur (1) weiter ein Gehäuse (40), welches mit dem Spülkasten fest verbindbar
ist, umfasst, wobei im Gehäuse (40) der Ventilkörper (2) bewegbar gelagert ist.