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(11) |
EP 2 865 837 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.11.2017 Patentblatt 2017/48 |
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Anmeldetag: 22.10.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Haltevorrichtung
Clamping device
Dispositif de retenue
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.10.2013 AT 506822013
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.2015 Patentblatt 2015/18 |
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Patentinhaber: forstner glass+ GmbH |
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3300 Amstetten (AT) |
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Erfinder: |
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- FORSTNER, Helmut
3363 Hausmening (AT)
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Vertreter: Jell, Friedrich |
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Bismarckstrasse 9 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 957 227
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EP-A1- 2 444 579
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für eine mehrere nebeneinander angeordnete
Glasscheiben aufweisende Verglasung an einer Stützkonstruktion mit mindestens zwei
mit dem Randbereich jeweils einer Glasscheibe fest verbindbaren Befestigungselementen,
die je mindestens eine Hinterschneidung ausbilden, und mit einem Spannanker, der in
die Hinterschneidungen der beiden Befestigungselemente eingreift und diese mit der
Stützkonstruktion verspannt.
Zum Abstützen von Glasfassaden ist aus dem Stand eine Vielzahl an Haltevorrichtungen
bekannt, die die Glasscheiben an einer Stützkonstruktion befestigen. So schlägt die
EP0628672B1 eine Haltevorrichtung vor, bei der die Befestigungselemente jeweils in eine Ausnehmung
im Steg von zwei nebeneinander angeordneten bzw. angrenzenden Isoliergläsern eingesetzt
werden. Diese Befestigungselemente weisen Hinterschneidungen auf, in die ein Spannanker
eingreifen kann, um damit die Befestigungselemente samt den Isoliergläsern mit der
Stützkonstruktion zu verspannen bzw. an der Stützkonstruktion zu befestigen. Nachteilig
sind derartige Haltevorrichtungen gegenüber Fertigungstoleranzen im Bereich der Ausnehmung
und der Haltevorrichtung empfindlich, was zu Verspannungen im Bereich der Verklebung
der Glasscheiben einzelner Isoliergläser führen und somit in weiterer Folge die Standfestigkeit
derartiger Glasfassaden gefährden kann.
Außerdem sind Haltevorrichtung bekannt (
DE19939172A1), die mit einem Befestigungselement an einer Glasscheibe angreifen und über eine
Schraubverbindung ein Spannstück mit diesem Befestigungselement zur Halterung an einer
Stützkonstruktion verspannen. Zum Befestigen von zwei nebeneinander angeordneten Glasscheiben
ist solch eine Haltevorrichtung allerdings nicht geeignet.
[0002] Die
EP 0 957 227 A1 offenbart in deren Fig. 4 eine Haltevorrichtung mit zwei, mit den Glasscheiben verbundenen
Befestigungselementen, die Hinterschneidungen ausbilden und die durch einen Spannanker
mit einer Stützkonstruktion über ein Spannstück verspannt werden. Hierzu greift das
Spannstück in die Hinterschneidungen der beiden Spannstücke ein. Der Spannanker läuft
an den Spannstücken vorbei und greift in den Schraubenkanal des Tragprofils ein. Es
ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Haltevorrichtung für nebeneinander angeordnete
Glasscheiben einer Verglasung der eingangs geschilderten Art derart konstruktiv zu
verändern, dass diese unempfindlich gegenüber Fertigungstoleranzen ist und somit eine
hohe Standfestigkeit der damit gehaltenen Glasscheiben gewährleisten kann. Zudem soll
die Haltevorrichtung einfach hinsichtlich ihrer Konstruktion und Handhabung sein.
[0003] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Haltevorrichtung ein mit
der Stützkonstruktion verbundenes Spannstück aufweist, in das die Befestigungselemente
mit ihren den jeweiligen Glasscheiben in Richtung der Stützkonstruktion vorstehenden
Spannflächen zumindest bereichsweise einragen, wobei der Spannanker das Spannstück
und die Befestigungselemente zusammenspannt.
[0004] Weist die Haltevorrichtung ein mit der Stützkonstruktion verbundenes Spannstück auf,
in das die Befestigungselemente mit ihren den jeweiligen Glasscheiben in Richtung
der Stützkonstruktion vorstehenden Spannflächen zumindest bereichsweise einragen,
kann diesen Befestigungselementen ein gemeinsamer Befestigungsbereich zur Verfügung
gestellt werden, was die Montage und Ausrichtung der angrenzenden Glasscheiben erleichtern
kann. Spannt in weiterer Folge der Spannanker das Spannstück und die Befestigungselemente
zusammen, können damit Fertigungs- sowie Montagetoleranzen ausgeglichen werden. Die
Haltevorrichtung kann so eine belastungsarme bzw. schonende Befestigung der Glasscheiben
gewährleisten. Das zusätzliche Bauteil des Spannstücks erhöht den konstruktiven Aufwand
der Vorrichtung unwesentlich, sodass trotz konstruktiver Einfachheit die erfindungsgemäße
Haltevorrichtung standfest Glasscheiben an einer Stützkonstruktion befestigen kann.
[0005] Der Montageaufwand der Haltereinrichtung kann weiter vermindert werden, wenn die
Befestigungselemente auf je einer, der Stützkonstruktion gegenüberliegenden Breitseite
der Glasscheiben befestigt sind. Zudem kann durch solch eine Befestigung der Befestigungselemente
der Stoß zwischen den Glasscheiben klein und damit ein nahezu nahtloser Übergang zwischen
den Glasscheiben erzeugt werden.
[0006] Vereinfachte Montagebedingungen können sich weiter ergeben, wenn diese Befestigungselemente
stoffschlüssig mit den Glasscheiben verbunden sind. Dies kann beispielsweise durch
Ultraschallverschweißen oder unter Verwendung eines Klebstoffs erfolgen, was sowohl
vor deren Anlieferung zur Montage oder am Ort der Montage der Glasscheiben bzw. der
Isolierverglasung erfolgen kann.
[0007] Ein hohes Maß an Fertigungstoleranzen kann ausgeglichen werden, wenn die Befestigungselemente
außen konische Spannflächen aufweisen, die mit einem Innenkonus des Spannstücks zusammenwirken.
Des Weiteren können durch die zusammenwirkenden Spannflächen die Befestigungselemente
zueinander ausgerichtet werden oder auch eine Zentrierung erfolgen, was eine vergleichsweise
hohe Maßgenauigkeit in der Positionierung der Glasscheiben erlaubt.
[0008] Bildet der Spannanker mit seinen, mit den Hinterschneidungen der Befestigungselemente
zusammenwirkenden Schenkeln eine Anschlagbegrenzung für Spannlage der Befestigungselemente
im Spannanker aus, kann dies die Montage der Glasscheiben weiter erleichtern. Zudem
kann durch den Anschlag stets der Spalt zwischen den Glasscheiben fix eingestellt
und damit die Genauigkeit in der Ausrichtung der Glasscheiben erhöht werden. Eine
in der Ausrichtung der Glasscheiben einfache bzw. genau reproduzierbare Haltervorrichtung
kann damit geschaffen werden.
[0009] Die Handhabung der Haltervorrichtung kann weiter vereinfacht werden, wenn das Spannstück
am Spannanker gelagert ist. Zudem ist dadurch sichergestellt, dass der Spannanker
in den Hinterschneidungen der beiden Befestigungselemente sicher positioniert ist.
Spannstück, Befestigungselemente und Spannanker verspannen sich nämlich und sichern
sich dadurch gegenseitig in ihrer Lage, was die Standfestigkeit der Haltervorrichtung
noch weiter erhöhen kann.
[0010] Einfache Konstruktionsverhältnisse können sich weiter ergeben, wenn der Spannanker
ein Außengewinde aufweist.
[0011] Dieses Außengewinde des Spannankers kann beispielsweise dazu verwendet werden, auf
diesem das Spannstück passend zu lagern. Mit einer entsprechenden Drehung des Spannstücks
kann einerseits die Verspannung des Spannankers in den Hinterschneidungen und anderseits
auch die Verspannung der Befestigungselemente mit dem Spannstück eingestellt werden.
Damit ist eine besonders einfache Handhabung in der Montage der Glasscheiben erreichbar.
[0012] Diese Verspannung kann gesichert werden, dass das Spannstück eine an seinem Außengewinde
passend gelagerte Spannmutter aufweist, die mit dem am Spannanker zum Zusammenspannen
der Befestigungselemente zusammenwirkt. Zudem kann mit solch einer Spannmutter ein
lose am Spannanker gelagertes Spannstück verspannt werden. Letztes führt zu vereinfachten
Konstruktionsverhältnissen und erlaubt zudem auch ein Spiel des Spannankers gegenüber
dem Spannstück, um damit Toleranzen in der Befestigungslage der Befestigungselemente
an den Glasscheiben weiter ausgleichen zu können.
[0013] Exakte Abstände zwischen den Glasscheiben können einfach handhabbar eingestellt werden,
wenn das Spannstück im Bereich des Stoßes der nebeneinander angeordneten Glasscheiben
vorgesehen ist.
[0014] Stehen die Befestigungselemente jeweils dem Rand der Glasscheibe über, kann über
diese Auskragung der minimale Abstand zwischen den Glasscheiben einfach handhabbar
vorgegeben werden, was die Montage erleichtern kann.
[0015] Eine standfeste Halterung kann bereits durch zwei Befestigungselemente ausgebildet
werden, wenn ein Spannstück mit zwei Befestigungselementen an je einer Glasscheibe
und einem damit zusammenwirkenden Spannanker eine Einspannung für die Glasscheiben
ausbildet. Auf eine aufwendige Befestigung der Ecken von vier angrenzenden Glasscheiben
kann damit verzichtet werden. Zudem kann dies auch die Montage erleichtern, weil so
erfindungsgemäß lediglich zwei Glasscheiben gegeneinander auszurichten sind.
[0016] Besonders kann sich die erfindungsgemäße Haltevorrichtung bei einer Anordnung auszeichnen,
die eine mehrere nebeneinander angeordnete Glasscheiben aufweisende Verglasung, insbesondere
Isolierverglasung, aufweist, und mit einer Haltervorrichtung an einer Stützkonstruktion
zu befestigen ist.
[0017] Solch eine Anordnung kann sich für eine Glasfassade oder ein Glasdach zudem besonders
eignen.
[0018] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand eines Ausführungsbeispiels
dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Schnittansicht auf eine teilweise dargestellte Glasfassade mit der erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung
- Fig. 2
- eine vergrößerte Teilansicht der Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Schnittansicht nach III-III der Fig. 1.
[0019] Gemäß der abgerissenen Schnittansicht nach den Figuren 1 und 2 ist eine Verglasung
1 mit zwei Isoliergläsern 2, 3 dargestellt. Deren Glasscheiben 4, 5, 40, 50 sind nebeneinander
angeordnet, wobei diese Isoliergläser 2, 3 über eine Halteeinrichtung 6 an einer Stützkonstruktion
7 befestigt sind. Hierzu weist die Halteeinrichtung 6 im jeweiligen Randbereich 27,
28 der inneren Glasscheiben 4, 5 angeordnete Befestigungselemente 8, 9 auf, die an
der jeweiligen Glasscheibe 4, 5 über eine stoffschlüssige Verbindung 10 mithilfe eines
Klebstoffs 11 befestigt sind. Die Befestigungselemente 8, 9 bilden jeweils eine Hinterschneidung
12, 13 aus, um damit einem Spannanker 14 der Halteeinrichtung 6 ein formschlüssiges
Eingreifen zu ermöglichen. Dieser Spannanker 14 dient zudem zum Verspannen der Befestigungselemente
8, 9 mit der Stützkonstruktion 7, was die Verglasung 1 an der Stützkonstruktion 7
festhält.
[0020] Die Halteeinrichtung 6 weist zudem ein mit der Stützkonstruktion 7 verbundenes Spannstück
15 auf, mit dem die beiden Befestigungselemente 8, 9 zusammengespannt werden. Hierzu
ragen die den jeweiligen Glasscheiben 4, 5 in Richtung der Stützkonstruktion 7 vorstehenden
Spannflächen 16, 17 der beiden Befestigungselemente 8, 9 in das Spannstück 15 ein.
Das damit die Befestigungselemente 8, 9 übergreifende Spannstück 15, bewirkt beim
Verspannen des Spannankers 14 ein Einziehen der Befestigungselemente 8, 9 in das Spannstück
15, das sich selbst an der Stützkonstruktion 7 abstützt, wodurch die Befestigungselemente
8, 9 zusammengespannt werden. Der Spannanker 14 spannt damit nämlich das Spannstück
15 und die Befestigungselemente 8, 9 zusammen. Fertigungstoleranzen, beispielsweise
in der Montagelage der Befestigungselemente 8, 9, sowie Montagetoleranzen sind damit
auf einfache Weise auszugleichen.
[0021] Zudem ist damit der Sitz des Spannankers 14 in den beiden Hinterschneidungen 12,
13 der Befestigungselemente 8, 9 fixiert, was die Halteeinrichtung 6 äußerst standfest
- etwa gegenüber Erschütterungen - an der Verglasung 1 macht.
[0022] Wie in den Figuren 1, 2 und 3 zu erkennen, sind die Befestigungselemente 8, 9 je
auf einer Breitseite 18, 19 der inneren Glasscheiben 4, 5 stoffschlüssig befestigt,
nämlich auf der der Stützkonstruktion 7 gegenüberliegenden Breitseite 18, 19 der Glasscheiben
4, 5. Der Stoß 20 der Isoliergläser 2, 3 kann damit frei von Elementen der Haltervorrichtung
6 bleiben, was nicht nur Kältebrücken vermeidet, sondern auch den mit einem Dichtmaterial
21 ausgefüllten Stoß 20 klein hält.
[0023] Die Befestigungselemente 8, 9 werden durch das Spannstück 15 zentrierend zusammengezogen,
indem diese außen konische Spannflächen 16, 17 aufweisen, die mit einem Innenkonus
22 des Spannstücks 15 zusammenwirken.
[0024] Über die Auskragung der seitlich abstehenden Schenkel 23, 24 des Spannankers 14 sind
die Schubkräfte auf die Klebeverbindungen der Befestigungselemente 8, 9 einstellbar.
Die Schenkel 23, 24 bilden nämlich eine Anschlagbegrenzung für die Spannlage der Befestigungselemente
8, 9 im Spannstück 15 aus, indem diese das maximale Zusammenziehen der Befestigungselemente
8, 9 begrenzen.
[0025] Das Spannstück 15 ist über den Spannanker 14 mit der Stützkonstruktion 7 verbunden,
indem dieses am Spannanker 14 verstellbar gelagert ist. Um das Spannstück 15 am Spannanker
14 in dessen Spannlage zu fixieren bzw. damit die Spannlage einzustellen, ist am Spannanker
14 ein Außengewinde 25 mit einer darauf passend gelagerten Spannmutter 26 vorgesehen.
Mit einem Verdrehen der Spannmutter 26 kann das frei am Spannanker 14 gelagerte Spannstück
15 entlang des Spannankers 14 verlagert werden. Eine einfache Handhabung der Halteeinrichtung
6 ist damit gegeben.
[0026] Wie vor allem auch aus der Figur 3 zu entnehmen, ist das Spannstück 15 im Bereich
des Stoßes 20 der nebeneinander angeordneten Glasscheiben 4, 5 vorgesehen. Das Spannstück
15 wird dadurch optisch verdeckt und befindet sich dadurch außerhalb des frontalen
Sichtbereichs der Verglasung 1, womit die erfindungsgemäße Halteeinrichtung 6 für
Glasfassaden oder Glasdächer mit Mehrscheiben-Isolierverglasung besonders gut geeignet
ist.
[0027] Bei der Montage stellt sich zudem vorteilhaft heraus, dass die Befestigungselemente
8, 9 jeweils dem Rand 29, 30 der Glasscheibe 4, 5 überstehen, wie dies der Fig. 2
insbesondere zu entnehmen ist. Durch dieses randseitige Auskragen der Befestigungselemente
8, 9 kann zudem ein Überstehen der Abstandshalter 31, 32 auf der Sichtseite der Glasscheiben
4, 5 vermieden werden, was die Befestigungselemente 8, 9 vorteilhaft optisch verdeckt.
[0028] In dieser Fig. 2 kann zudem die Wirkungsweise von Spannstück 15, Befestigungselementen
8, 9 und Spannanker 14 erkannt werden, indem diese Komponenten der Haltevorrichtung
6 eine Einspannung 33 der Glasscheiben 4, 5 ausbilden. Diese beiden Befestigungselemente
8, 9 an den Glasscheiben 4, 5 reicht sohin aus, eine standfeste Montage der Verglasung
sicherzustellen, was den Konstruktionsaufwand erheblich reduziert.
[0029] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass als Glasscheiben 4, 5, 40, 50 jegliches Bauglas
vorstellbar ist, was unter anderem auch Brandschutzglas, Sicherheitsglas, Verbundglas,
Funktionsisolierglas etc. einschließt.
1. Haltevorrichtung für eine mehrere nebeneinander angeordnete Glasscheiben (4, 5) aufweisende
Verglasung (1) an einer Stützkonstruktion (7) mit mindestens zwei mit dem Randbereich
(27, 28) jeweils einer Glasscheibe (4, 5) fest verbindbaren Befestigungselementen
(8, 9), die je mindestens eine Hinterschneidung (12, 13) ausbilden, und mit einem
Spannanker (14), der in die Hinterschneidungen (12, 13) der beiden Befestigungselemente
(8, 9) eingreift und im Einbauzustand diese mit der Stützkonstruktion (7) verspannt,
wobei die Haltevorrichtung (6) ein mit der Stützkonstruktion (7) verbundenes Spannstück
(15) aufweist, in das die Befestigungselemente (8, 9) mit ihren den jeweiligen Glasscheiben
(4, 5) in Richtung der Stützkonstruktion (7) vorstehenden Spannflächen (16, 17) zumindest
bereichsweise einragen, wobei der Spannanker (14) das Spannstück (15) und die Befestigungselemente
(8, 9) zusammenspannt.
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (8, 9) auf je einer, der Stützkonstruktion (7) gegenüberliegenden
Breitseite (18, 19) der Glasscheiben (4, 5) befestigt sind.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (8, 9) stoffschlüssig mit den Glasscheiben (4, 5) verbunden
sind.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (8, 9) außen konische Spannflächen (16, 17) aufweisen, die
mit einem Innenkonus (22) des Spannstücks (15) zusammenwirken.
5. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannanker (14) mit seinen mit den Hinterschneidungen (12, 13) der Befestigungselemente
zusammenwirkenden Schenkeln (23, 24) eine Anschlagbegrenzung für die Spannlage der
Befestigungselemente (8, 9) im Spannstück (15) ausbildet.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (15) am Spannanker (14) gelagert ist.
7. Haltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannanker (14) ein Außengewinde (25) aufweist.
8. Haltevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (15) auf dem Außengewinde (25) des Spannankers (14) passend gelagert
ist.
9. Haltevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (15) eine an seinem Außengewinde (25) passend gelagerte Spannmutter
(26) aufweist, die mit dem Spannanker (14) zum Zusammenspannen der Befestigungselemente
(8, 9) zusammenwirkt.
10. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (15) im Bereich des Stoßes (20) der nebeneinander angeordneten Glasscheiben
(4, 5) vorgesehen ist.
11. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (8, 9) jeweils dem Rand (29, 30) der Glasscheibe (4, 5)
überstehen.
12. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannstück (15) mit zwei Befestigungselementen (8, 9) an je einer Glasscheibe
(4, 5) und einem damit zusammenwirkenden Spannanker (14) eine Einspannung (33) für
die Glasscheiben (4, 5) ausbildet.
13. Anordnung mit einer mehrere nebeneinander angeordnete Glasscheiben (4, 5), insbesondere
Isolierverglasungen (2, 3), aufweisenden Verglasung (1), mit einer Stützkonstruktion
(7) und mit einer Haltevorrichtung (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Befestigung
der Verglasung (1) an der Stützkonstruktion (7).
14. Glasfassade oder Glasdach mit einer Anordnung nach Anspruch 13.
1. Retaining device for a glazing (1) comprising a plurality of adjacently arranged glass
panes (4, 5) on a support structure (7) comprising at least two fastening elements
(8, 9) which can be connected firmly to the edge zone (27, 28) of respectively one
glass pane (4, 5), which fastening elements (8, 9) each form at least one undercut
(12, 13) and comprising a clamping anchor (14) which engages in the undercuts (12,
13) of the two fastening elements (8, 9) and clamps these to the support structure
(7) in the installed state, wherein the retaining device (6) has a clamping piece
(15) connected to the support structure (7), into which the fastening elements (8,
9) project with their clamping surfaces (16, 17) protruding in the direction of the
support structure (7) beyond the respective glass panes (4, 5) at least in some regions,
wherein the clamping anchor (14) clamps together the clamping piece (15) and the fastening
elements (8, 9).
2. The retaining device according to claim 1, characterized in that the fastening elements (8, 9) are fastened on respectively one broad side (18, 19)
of the glass panes (4, 5) opposite the support structure (7).
3. The retaining device according to claim 2, characterized in that the fastening elements (8, 9) are connected in a firmly bonded manner to the glass
panes (4, 5).
4. The retaining device according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the fastening elements (8, 9) have externally conical clamping surfaces (16, 17)
which cooperate with an internal cone (22) of the clamping piece (15).
5. The retaining device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the clamping anchor (14) with its legs (23, 24) cooperating with the undercuts (12,
13) of the fastening elements forms a stop delimitation for the clamping position
of the fastening elements (8, 9) in the clamping piece (15).
6. The retaining device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the clamping piece (15) is mounted on the clamping anchor (14).
7. The retaining device according to claim 6, characterized in that the clamping anchor (14) has an external thread (25).
8. The retaining device according to claim 7, characterized in that the clamping piece (15) is mounted in a fitting manner on the external thread (25)
of the clamping anchor (14).
9. The retaining device according to claim 7 or 8, characterized in that the clamping piece (15) has a clamping nut (26) mounted in a fitting manner on its
external thread (25) which cooperates with the clamping anchor (14) for clamping together
the fastening elements (8, 9).
10. The retaining device according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the clamping piece (15) is provided in the region of the abutment (20) of the adjacently
arranged glass panes (4, 5).
11. The retaining device according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the fastening elements (8, 9) each project beyond the edge (29, 30) of the glass
panes (4, 5).
12. The retaining device according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the clamping piece (15) with two fastening elements (8, 9) on respectively one glass
pane (4, 5) and a clamping anchor (14) cooperating therewith forms a clamp (33) for
the glass panes (4, 5) .
13. Arrangement comprising a glazing (1) comprising a plurality of adjacently arranged
glass panes (4, 5), more particularly insulating glazings (2, 3), having a support
structure (7) and having a retaining device (6) according to one of claims 1 to 12
for fastening the glazing (1) on the support structure (7).
14. Glass facade or glass roof with an arrangement according to claim 13.
1. Dispositif de retenue pour un vitrage (1) présentant plusieurs vitres (4, 5) disposées
l'une à côté de l'autre sur une structure de support (7) avec au moins deux éléments
de fixation (8, 9) pouvant être reliés de manière fixe à la zone de bordure (27, 28)
de chaque fois une vitre (4, 5), qui forment chacun au moins une contre-dépouille
(12, 13), et avec un tirant de serrage (14) qui s'engage dans les contre-dépouilles
(12, 13) des deux éléments de fixation (8, 9) et, à l'état monté, serre ceux-ci avec
la structure de support (7), dans lequel le dispositif de retenue (6) présente une
pièce de serrage (15) reliée à la structure de support (7), dans laquelle les éléments
de fixation (8, 9) pénètrent au moins dans certaines zones par leurs surfaces de serrage
(16, 17) faisant saillie des vitres (4, 5) respectives en direction de la structure
de support (7), le tirant de serrage (14) serrant ensemble la pièce de serrage (15)
et les éléments de fixation (8, 9).
2. Dispositif de retenue selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de fixation (8, 9) sont fixés sur chaque fois un grand côté (18, 19)
des vitres (4, 5) opposé à la structure de support (7).
3. Dispositif de retenue selon la revendication 2, caractérisé en ce que les éléments de fixation (8, 9) sont reliés aux vitres (4, 5) par liaison de matière.
4. Dispositif de retenue selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les éléments de fixation (8, 9) présentent des surfaces de serrage (16, 17) coniques
extérieurement qui coopèrent avec un cône intérieur (22) de la pièce de serrage (15).
5. Dispositif de retenue selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le tirant de serrage (14) forme avec ses branches (23, 24) qui coopèrent avec les
contre-dépouilles (12, 13) des éléments de fixation une limite de butée pour la position
de serrage des éléments de fixation (8, 9) dans la pièce de serrage (15).
6. Dispositif de retenue selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la pièce de serrage (15) est montée sur le tirant de serrage (14).
7. Dispositif de retenue selon la revendication 6, caractérisé en ce que le tirant de serrage (14) présente un filetage extérieur (25).
8. Dispositif de retenue selon la revendication 7, caractérisé en ce que la pièce de serrage (15) est montée de manière ajustée sur le filetage extérieur
(25) du tirant de serrage (14).
9. Dispositif de retenue selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la pièce de serrage (15) présente un écrou de serrage (26) monté de manière ajustée
sur son filetage extérieur (25), qui coopère avec le tirant de serrage (14) pour serrer
ensemble les éléments de fixation (8, 9).
10. Dispositif de retenue selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la pièce de serrage (15) est prévue dans la zone du joint (20) des vitres (4, 5)
disposées l'une à côté de l'autre.
11. Dispositif de retenue selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les éléments de fixation (8, 9) dépassent chaque fois du bord (29, 30) de la vitre
(4, 5).
12. Dispositif de retenue selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la pièce de serrage (15) forme avec deux éléments de fixation (8, 9) sur chaque fois
une vitre (4, 5) et un tirant de serrage (14) coopérant avec eux un moyen de fixation
(33) pour les vitres (4, 5).
13. Ensemble formé d'un vitrage (1) présentant plusieurs vitres (4, 5), en particulier
vitrages isolants (2, 3), disposé(e)s l'un(e) à côté de l'autre, d'une structure de
support (7) et d'un dispositif de retenue (6) selon l'une des revendications 1 à 12
pour fixer le vitrage (1) sur la structure de support (7).
14. Façade en verre ou toit en verre avec un ensemble selon la revendication 13.
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