(19)
(11) EP 2 866 249 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.04.2015  Patentblatt  2015/18

(21) Anmeldenummer: 14003486.9

(22) Anmeldetag:  10.10.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01J 61/30(2006.01)
H01J 65/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 23.10.2013 DE 102013111652

(71) Anmelder: Karlsruher Institut für Technologie
76131 Karlsruhe (DE)

(72) Erfinder:
  • Hähre, Karsten
    67346 Speyer (DE)
  • Kling, Rainer
    69221 Dossenheim (DE)
  • Ögün, Celal Mohan
    76133 Karlsruhe (DE)

   


(54) Lichterzeugungseinheit und elektrodenlose Entladungslampe


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lichterzeugungseinheit (10), die im Inneren eines Außenkolbens (2) angeordnet ist, für eine elektrodenlose Entladungslampe (1) zur Ultraviolettstrahlungserzeugung sowie eine elektrodenlose Entladungslampe dafür. Die Lichterzeugungseinheit (10) weist ein Entladungsgefäß (3) und eine flache induktive Spulenanordnung (4) auf, die mit dem Entladungsgefäß (3) operativ gekoppelt ist. Dabei ist das Entladungsgefäß (3) in einer ersten Ausdehnungsrichtung (X) und einer zweiten Ausdehnungsrichtung (Y) breiter als in einer dritten Ausdehnungsrichtung (Z). Das Entladungsgefäß (3) weist zumindest eine schlitzförmige Ausnehmung auf, in der die Spulenanordnung (4) angeordnet ist. Dabei teilt die schlitzförmige Ausnehmung das Entladungsgefäß (3) in einen ersten Kammerabschnitt und einen zweiten Kammerabschnitt, wobei zwischen dem ersten Kammerabschnitt und dem zweiten Kammerabschnitt ein Verbindungabschnitt verbleibt. Die Spannungsversorgung (9) versorgt die Spulenanordnung und das Vorschaltgerät (6) mittels eines elektrischen Leiters (7) mit der Spannung, die zum Betrieb der Entladungslampe (1) notwendig ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Lichterzeugungseinheit sowie eine elektrodenlose Entladungslampe mit einer solchen Lichterzeugungseinheit.

[0002] Zur Erzeugung technischer Ultraviolettstrahlung sind elektrodenlose Entladungslampen bekannt, die eine weitgehend homogene Abstrahlung bei flacher Bauweise aufweisen. Dazu sind transparente oder transluzente Entladungsgefäße vorgesehen, die eine ionisierbare Gasmischung mit einem Metall-Halogenid oder einem anderen in einem ionisierbaren Zustand Licht emittierenden Material enthalten.

[0003] Aus der US 6 194 828 B1 ist eine Entladungslampe aus zwei zueinander benachbart angeordneten Entladungsgefäßen bekannt, wobei die Entladungsgefäße zu beiden Längsseiten einer Induktionsspule in einem evakuierten Außenkolben, der aus Glaslinsen aufgebaut ist, angeordnet sind. Diese Entladungslampe wird zur Blinklichterzeugung - wie zur Notbeleuchtung oder Autobahnbeleuchtung - verwendet.

[0004] Die US 5 500 574 offenbart eine Entladungslampe für Allgemeinbeleuchtungsaufgaben, die ein Entladungsgefäß mit einer Induktionsspule zu einer Seite aufweist, wobei das Entladungsgefäß für quecksilberhaltige Füllungen vorgesehen ist. Zwischen Spule und Entladungsgefäß ist ein Reflektor vorgesehen, der das im Entladungsgefäß erzeugte Licht reflektiert und eine erhöhte Ausleuchtung in eine oder zwei Raumrichtungen ermöglicht.

[0005] Im vorgenannten Stand der Technik werden bisher planare Spulen verwendet, die über die gesamte Ausdehnung des Entladungsgefäßes (bspw. in Längsrichtung) ausgebildet sind. Nachteilig hierbei ist, dass die Verteilung des Magnetfeldes zur Leistungseinkopplung in das ionisierbare Gasgemisch, das in dem Entladungsgefäß eingefüllt ist, nicht beeinflusst werden kann. Im Falle einer doppelseitigen Anordnung sind beide Entladungen in den separaten Entladungsgefäßen unabhängig voneinander zu führen, was dazu führt, dass die optimale Einstellung der Entladung für jedes Gefäß separat getätigt werden muss.

[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lichterzeugungseinheit für eine elektrodenlose Entladungslampe zur Erzeugung ultravioletter Strahlung bereitzustellen, die eine gleichmäßig hohe optische Abstrahlung bei gleichzeitiger flacher Bauweise ermöglicht

[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Lichterzeugungseinheit mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.

[0008] Die weitere Aufgabe, eine elektrodenlose Entladungslampe zu schaffen, die eine hohe optische Abstrahlung und modularen Aufbau ermöglicht, wird durch die Entladungslampe mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 9 gelöst.

[0009] Bevorzugte Ausführungsformen der Lichterzeugungseinheit sowie der Entladungslampe werden durch die Unteransprüche beschrieben.

[0010] Eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Lichterzeugungseinheit weist ein Entladungsgefäß und eine flache induktive Spulenanordnung auf, die mit dem Entladungsgefäß operativ gekoppelt ist. Dabei ist das Entladungsgefäß in einer ersten Ausdehnungsrichtung und einer zweiten Ausdehnungsrichtung breiter als in einer dritten Ausdehnungsrichtung. Das Entladungsgefäß hat zumindest eine schlitzförmige Ausnehmung, in der die Spulenanordnung angeordnet ist. Dabei teilt die schlitzförmige Ausnehmung das Entladungsgefäß in einen ersten Kammerabschnitt und einen zweiten Kammerabschnitt, wobei zwischen dem ersten Kammerabschnitt und dem zweiten Kammerabschnitt ein Verbindungsabschnitt verbleibt.

[0011] Vorteilhaft sind in der vorliegenden elektrodenlosen Entladungslampe zwei Seiten der Entladungsgefäße miteinander verbunden, wodurch eine gemeinsame Entladung entsteht. Dies hat den Vorteil, dass die Entladung mit nur einer Cold-Spot-Temperatureinstellung auf den optimalen Betriebspunkt gebracht werden kann, was bei separaten Gefäßen, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, nicht funktioniert. Das gesamte Entladungsgefäß kann hierdurch zu den aus dem Stand der Technik bekannten Entladungsgefäßen vergleichsweise flach ausgebildet werden.

[0012] Die schlitzförmige Ausnehmung ist dabei ebenfalls flach ausgestaltet, wobei flach bedeutet, dass sich die schlitzförmige Ausnehmung flächig erstreckt, also im Wesentlichen in die erste und die zweite Ausdehnungsrichtung erstrecken kann. Das Entladungsgefäß kann dabei quadratisch oder alternativ auch rechteckig sein, wobei die schlitzförmige Ausnehmung ebenfalls quadratisch oder rechteckig sein kann.

[0013] Es sind jedoch auch andere Geometrien, wie bspw. im Wesentlichen dreieckige oder auch abgerundete Formen möglich; dann werden die Formen der Ausnehmung hieran angepasst. Es ist vorgesehen, dass die räumliche Ausdehnung der schlitzförmigen Ausnehmung der räumlichen Ausdehnung der Spulenanordnung im Wesentlichen entspricht.

[0014] Es kann vorgesehen sein, dass die Kammerabschnitte des Entladungsgefäßes im Querschnitt rechteckig, rechteckig mit abgerundeten Ecken oder bevorzugt oval sein können. Gerade im Fall eines ovalen Querschnitts kann das Entladungsgefäß schnell und einfach aus vorgefertigten Glasrohren, die entsprechend flachgedrückt und gefaltet werden, hergestellt werden.

[0015] Da die Spulenanordnung bspw. eine Breite von 200 mm, eine Länge von 200 mm sowie eine Tiefe von 10 mm haben kann, ist die schlitzförmige Ausnehmung in jede Ausdehnungsrichtung geringfügig größer dimensioniert. Die Spulenanordnung kann somit gut in der schlitzförmigen Ausnehmung eingesteckt und gehalten werden. Bevorzugt können die Abmessungen eng aufeinander abgestimmt sein (z. B. Differenz zueinander kleiner als 1 mm), um eine gute Passhalterung zu ermöglichen. Bei einer zu weiten Dimensionierung (z. B. Differenz größer als 1 mm) der schlitzförmigen Ausnehmung kann ein einfacher Austausch der Spulenanordnung erfolgen, bspw. falls eines der Bestandteile repariert oder ausgetauscht werden muss.

[0016] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass sich der Verbindungsabschnitt entlang einer oder mehrerer Seitenkante(n) des Entladungsgefäßes erstrecken kann. Alternativ kann sich der Verbindungsabschnitt entlang zweier oder dreier Seitenkanten des Entladungsgefäßes erstrecken, so dass eine taschenförmige Ausnehmung für die Spulenanordnung gebildet werden kann. Somit kann ein flaches Entladungsgefäß realisiert werden, das durch die verbundenen Kanten, d. h. den gemeinsamen Verbindungsabschnitt des Entladungsgefäßes, auch Strahlung seitlich abgeben kann. Die Strahlungsausrichtung kann dadurch wesentlich erhöht werden. Bei Anregen des im Entladungsgefäßes befüllten ionisierbaren Gasgemisches kann damit eine Lichtabstrahlung in alle drei Raumrichtungen erfolgen.

[0017] Nach einer noch weiteren Ausführungsform kann die Spulenanordnung durch eine Einzelspule, deren Ausdehnung der Ausdehnung der Spulenanordnung selbst entspricht, gebildet werden. Alternativ kann die Spulenanordnung aus einer Vielzahl an Kleinspulen gebildet werden. Durch die Aufteilung einer einzelnen flachen Spule in viele kleinere Spulen kann eine homogenere Entladung im Entladungsgefäß erreicht werden. Diese kann je nach verwendetem Entladungsmaterial vorteilhaft im Entladungsgefäß voreingestellt werden. Hier kann die flache Lampengeometrie bspw. durch ein flaches Rundrohr preiswert hergestellt werden.

[0018] Dazu kann ferner vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Kleinspulen zueinander parallel oder alternativ in Reihe geschaltet sind. Dadurch kann von Seiten des Vorschaltgerätes eine verbesserte Einstellung erfolgen, wie viel Strom durch die einzelnen Spulen fließen kann bzw. soll. Damit kann das System auf unterschiedliche Versorgungsspannungen angepasst werden. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Einzelspule oder eine oder mehrere Kleinspule(n) planar quadratisch oder planar kreisförmig sein. Gerade bei rechteckig oder quadratisch geformten Entladungsgefäßen kann mittels einer quadratischen Spulenanordnung eine noch homogenere Entladung in dem Entladungsgefäß erreicht werden. Vor allem kann bei einem eckigen Gefäß mit eckigen Spulen die Einkopplungsfläche besser ausgenutzt werden, weil in den Eckbereichen keine freien Flächen übrig bleiben. Die Verteilung des Magnetfelds zur Leistungseinkopplung kann dadurch auf einfache Weise gesteuert werden.

[0019] Die Spulenanordnung selbst kann im Wesentlichen planar ausgebildet sein, so dass sie sich im Wesentlichen in die erste Ausdehnungsrichtung und die zweite Ausdehnungsrichtung erstreckt.

[0020] Um die Strahlungsausbeute der Lichterzeugungseinheit noch zu erhöhen, kann in der schlitzförmigen Ausnehmung zwischen einer oder mehreren Innenwandung(en) des Entladungsgefäßes und der Spulenanordnung ein Reflektor angeordnet sein, womit die Strahlungsausbeute wesentlich erhöht werden kann. Der Reflektor kann aus Schichten aus Phosphor und Al2O3 oder anderen dafür geeigneten Materialien aufgebaut sein; die Schichten können dabei auf die Innenwandung des Entladungsgefäßes aufgedampft sein. Jedoch sind auch andere Varianten denkbar, wie flexibel einsetzbare bedampfte Plättchen, die je nach Anwendung zwischen Spulenanordnung und Innenwandung eingeschoben werden können, möglich. Es sind auch Reflektoren denkbar, die in vorbestimmten Abschnitten angebracht werden können, so dass die Abstrahlung in bestimmte Richtungen gelenkt werden kann. Dabei kann es ermöglicht werden, unterschiedliche Ausleuchtungsbereiche zu erhalten, indem der Reflektor nur zu einer Seite oder in einem bestimmten Abschnitt realisiert ist oder strukturelle Durchbrüche oder Muster aufweist. Insbesondere ist hierbei ein einfacher Aufbau z. B. ein einfaches Blech vorteilhaft.

[0021] Die Entladungslampe kann vorteilhaft eine Spannungsversorgung aufweisen, die mit der Spulenanordnung elektrisch verbunden ist. Die Spannungsversorgung kann hierbei für die Lichterzeugungseinrichtung als solche mit einem Vorschalt- oder Betriebsgerät zur Steuerung ausgestattet sein.

[0022] Eine erfindungsgemäße elektrodenlose Entladungslampe zur Ultraviolettstrahlungserzeugung weist einen zumindest teilweise lichtdurchlässigen Außenkolben und eine oder mehrere in dem Außenkolben angeordnete Lichterzeugungseinheit(en) auf. Die Lichterzeugungseinheit liegt dabei in einer der vorgenannten Ausführungsformen vor.

[0023] Die Entladungslampe kann als quecksilberhaltige oder quecksilberfreie Lampe betrieben werden. Die Füllung des Entladungsgefäßes der Lichterzeugungseinheit kann dazu mit einer ionisierbaren Gasmischung befüllt sein, die u. a. ein verdampftes Metall oder verdampftes Metall- Halogenid, Stickstoff und auch ein Edelgas, vorzugsweise Argon, umfassen kann. Weitere geeignete Materialmischungen können in das Entladungsgefäß gefüllt sein, je nachdem für welche Anwendung und welche Beleuchtungssltuation die Entladungslampe genutzt werden soll.

[0024] Vorteilhaft kann mit der erfindungsgemäßen Entladungslampe technische UV-Strahlung mit homogener, flächiger Abstrahlung ohne in das Entladungsgefäß integrierte Elektroden erzeugt werden; bei gleichzeitig flacher Bauweise desselben.

[0025] Die teilweise Lichtdurchlässigkeit des Außenkolbens kann dabei durch ein transparentes oder transluzentes Material (bspw. ein Borsilikatglas) realisiert werden, je nach Anwendungserfordernis. Demgemäß kann auch das Entladungsgefäß aus einem transparenten oder transluzenten Material, vorzugsweise ein Glas wie Quarzglas oder andere temperatur- und druckfeste Gläser gefertigt sein. Auch können transluzente Keramikmaterialien bspw. aus Al2O3 verwendet werden.

[0026] Weitere Ausführungsformen, sowie einige der Vorteile, die mit diesen und weiteren Ausführungsformen verbunden sind, werden durch die nachfolgende ausführliche Beschreibung deutlich und besser verständlich. Unterstützend hierbei ist auch der Bezug auf die Figuren in der Beschreibung. Gegenstände oder Teile derselben, die im Wesentlichen gleich oder sehr ähnlich sind, können mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Es zeigen:
Fig. 1
einen schematischen Aufbau einer erfindungsgemäßen Entladungslempe;
Fig. 2a bis 2c
schematische Ansichten einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lichterzeugungseinheit;
Fig. 3a bis 3c
schematische Ansichten einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lichterzeugungseinheit;
Fig. 4
eine weitere alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lichterzeugungseinheit; und
Fig. 5 bis 8
alternative Spulenamordnungen für die erfindungsgemäße Lichterzeugungseinheit.


[0027] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Entladungslampe 1 gezeigt, die einen Außenkolben 2 und eine im Inneren des Außenkolbens 2 angeordnete Lichterzeugungseinheit 10 aufweist. Die Lichterzeugungseinheit 10 weist ferner neben dem Entladungsgefäß. 3, das mit einer ionisierbaren Gasmischung befüllt ist, eine Spulenanordnung 4 auf, die dazu dient, hochfrequente Leistung in die ionisierbare Gasmischung einzukoppeln. Mit der Spulenanordnung 4 und folglich mit der Lichterzeugungseinheit 10 ist ein Vorschaltgerät 6 zur Bereitstellung der hochfrequenten Leistung elektrisch verbunden. Die Spannungsversorgung 9 versorgt die Spulenanordnung und das Vorschaltgerät 6 mittels eines elektrischen Leiters 7 mit der Spannung, die zum Betrieb der Entladungslampe 1 notwendig ist.

[0028] Die Fig. 2a bis 2c zeigen eine Ausführungsform des Entladungsgefäßes 3, wobei zur besseren Orientierung die jeweiligen Ausdehnungsrichtungen X, Y und Z bezeichnet sind. Die Fig. 2a zeigt das Entladungsgefäß 3 in einer Vorderansicht, Fig. 2b in einer Seitenansicht und Fig. 2c in einer Schnittansicht entlang des Schnitts A-A aus Fig. 2a.

[0029] Das Entladungsgefäß 3 ist ein Glasgefäß 3, das eine Kammer umschließt, die eine ionisierbare Gasmischung (ev. mit einem in ionsiertem Zustand lichtemittierenden Metall, bspw. Quecksilber) in einem ersten Kammerabschnitt 3a und einem zweiten Kammerabschnitt 3b aufweist.

[0030] Der erste Kammerabschnitt 3a und der zweite Kammerabschnitt 3b sind über den Verbindungsabschnitt 3c als gemeinsamen Gefäßabschnitt miteinander verbunden, wodurch eine durchgängige Entladungskammer gebildet ist und die ionisierbare Gasmischung auch dort gezündet werden kann. In der Seitenansicht in Fig. 2b ist die aus den Kammerabschnitten 3a, 3b und dem Verbindungsabschnitt 3c zusammengesetzte Entladungskammer Uförmig. Der Verbindungsabschnitt 3c erstreckt sich dabei an einer unteren Seitenkante des Entladungsgefäßes 3 in X-Richtung und entlang zweier Seitenkanten, die in Y-Richtung verlaufen.

[0031] Die Innenwandung 3d des Entladungsgefäßes 3, die die Kammerabschnitte 3a, 3b und den Verbindungsabschnitt 3c begrenzt, begrenzt dabei auch die schlitzförmige Ausnehmung 5. Das Entladungsgefäß 3 ist in Fig. 2a quadratisch dargestellt, so dass die schlitzförmige Ausnehmung 5 ebenfalls quadratisch ist. In der Schnittansicht in Fig. 2c wird deutlich, dass die von der Innenwandung 3d des Entladungsgefäßes 3 umgrenzte schlitzförmige Ausnehmung 5 flach rechteckig ausgebildet ist.

[0032] Zur Erhöhung der Strahlungsausbeute ist zwischen Innenwandung 3d und Spulenanordnung 4 ein Reflektor 8 angeordnet. In dieser Ausführungsform liegt der Reflektor 8 an der Innenwandung 3d des Entladungsgefäßes vollständig an.

[0033] Die Spulenanordnung 4 ist in die schlitzförmige Ausnehmung 5 eingesteckt. Eine Dimensionierung der schlitzförmigen Ausnehmung 5 ist dabei auf die Abmessungen der Spulenanordnung 4 abgestimmt. Somit kann eine gleichmäßige Anregung des ionisierbaren Gasgemischs im Entladungsgefäß 3 erfolgen.

[0034] In den Fig. 3a bis 3c ist eine weitere Ausführungsform des Entladungsgefäßes 3 gezeigt, wobei der Verbindungsabschnitt 3c nur entlang einer Seitenkante, hier der unteren Seitenkante in der ersten Ausdehnungsrichtung X, ausgebildet ist. Auch hier wird eine durchgehende Entladungskammer gebildet, deren Gasbefüllung einheitlich gezündet und abstrahlen kann. In der Schnittdarstellung der Fig. 3b ist das Entladungsgefäß 3 ebenfalls U-förmig.

[0035] In der Fig. 4 ist ein alternatives Entladungsgefäß im Querschnitt dargestellt, dessen Grundform nicht rechteckig, sondern oval ist. Diese Form ist besonders leicht herzustellen, da ebenfalls leicht herzustellende Glasrohre einfach flachgedrückt werden können und sich ein ovaler Querschnitt von selbst einstellt.

[0036] In den Fig. 5 bis 5 sind mögliche Ausgestaltungen der Spulenanordnung 4 dargestellt, wobei in Fig. 5 die Spulenanordnung 4 als quadratische Einzelspule 4a ist. Die zu der bspw. in Fig. 1 gezeigten runden Einzelspule kann die quadratische Einzelspule die Eckbereiche des Entladungsgefäßes 3 wirkungsvoller abdecken und bei angelegter Spannung mit Magnetfeld durchdringen. Die Anregung des emittierenden Materials wird dadurch im gesamten Entladungsgefäß ermöglicht und die Abstrahlung verbessert.

[0037] Die weiteren Figuren zeigen jeweils eine Vielzahl an Kleinspulen 4b, die sich in Form und Verschaltung untereinander unterscheiden. In Fig. 6 sind neun Kleinspulen 4b gezeigt, die quadratisch und zueinander parallel verschaltet sind. In Fig. 7 sind sechzehn runde Kleinspulen 4b miteinander in Reihe geschaltet und in Fig. 8 sind neun quadratische Kleinspulen 4b dargestellt, die ebenfalls miteinander in Reihe verschaltet sind. Durch die unterschiedliche Größe und Anzahl der Kleinspulen 4b ist je nach Befüllung des Entladungsgefäßes eine entsprechend gleichmäßige Anregung des ionisierbaren Gasgemisches möglich.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Entladungslampe
2 Außenkolben
3 Entladungsgefäß
3a Erster Kammerabschnitt
3b Zweiter Kammerabschnitt
3c Verbindungsabschnitt
3d Innenwandung Entladungsgefäß
4 Spulenanordnung
4a Einzelspule
4b Kleinspule
5 Schlitzförmige Ausnehmung
6 Spannungsversorgung
7 Elektrischer Leiter
8 Reflektor
9 Vorschaltgerät Entladungslampe
10 Lichterzeugungseinheit
   
X Erste Ausdehnungsrichtung
Y Zweite Ausdehnungsrichtung
Z Dritte Ausdehnungsrichtung
   



Ansprüche

1. Lichterzeugungseinheit (10) für eine elektrodenlose Entladungslampe (1) zur Ultraviolettstrahlungserzeugung, die ein Entladungsgefäß (3) und eine flache induktive Spulenanordnung (4) aufweist, die mit dem Entladungsgefäß (3) operativ gekoppelt ist, wobei das Entladungsgefäß (3) in einer ersten Ausdehnungsrichtung (X) und einer zweiten Ausdehnungsrichtung (Y) breiter ist als in einer dritten Ausdehnungsrichtung (Z).
dadurch gekennzeichnet, dass
das Entladungsgefäß (3) zumindest eine schlitzförmige Ausnehmung (5) aufweist, in der die Spulenanordnung (4) angeordnet ist, wobei die schlitzförmige Ausnehmung (5) das Entladungsgefäß (3) in einen ersten Kammerabschnitt (3a) und einen zweiten Kammerabschnitt (3b) unterteilt, wobei zwischen dem ersten Kammerabschnitt (3a) und dem zweiten Kammerabschnitt (3b) ein Verbindungsabschnitt (3c) verbleibt.
 
2. Lichterzeugungseinheit (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die schlitzförmige Ausnehmung (5) im Wesentlichen in die erste Ausdehnungsrichtung (X) und die zweite Ausdehnungsrichtung (Y) erstreckt.
 
3. Lichterzeugungseinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich der Verbindungsabschnitt (3c) entlang zumindest einer Seitenkante des Entladungsgefäßes (3) erstreckt.
 
4. Lichterzeugungseinheit (10) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spulenanordnung (4) durch eine Einzelspule (4a) oder aus einer
Velzahl an Kleinspulen (4b) gebildet wird.
 
5. Lichterzeugungseinheit (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kleinspulen (4b) zueinander parallel oder in Reihe geschaltet sind.
 
6. Lichterzeugungseinheit (10) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einzelspule (4a) oder zumindest eine Kleinspule (4b) der Vielzahl an Kleinspulen (4b) planar quadratisch oder planar kreisförmig ausgebildet ist.
 
7. Lichterzeugungseinheit (10) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der schlitzförmigen Ausnehmung (6) zwischen zumindest einer Innenwandung (3d) des Entladungsgefäßes (3) und der Spulenanordnung (4) ein Reflektor (8) angeordnet ist.
 
8. Lichterzeugungseinheit (10) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Entladungslampe (1) eine Spannungsversorgung (6) aufweist, die mit der Spulenanordnung (4) elektrisch verbunden ist.
 
9. Elektrodenlose Entladungslampe (1) zur Ultraviolettstrahlungserzeugung, wobei die Entladungslampe (1) einen zumindest teilweise lichtdurchlässigen Außenkolben (2) und eine in dem Außenkolben (2) angeordnete Lichterzeugungseinheit aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichterzeugungseinheit eine Lichterzeugungseinheit (10) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8 ist.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente