[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats
mit einem Aufdruck mit Drucktinte.
[0002] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren mit den folgenden Eigenschaften: Zunächst
wird, etwa mit Hilfe eines oder mehrerer Tintenstrahldruckköpfe (z. B. InkJet-Technologie),
flüssige Drucktinte auf ein (Transfer-)Band gedruckt. Die Drucktinte wird auf dem
Band zu einem zumindest partiellen Trocknen gebracht. Beim Trocknen entweicht Flüssigkeit
(Wasser, Lösungsmittel) aus der Drucktinte, die im Wesentlichen aus dieser Träger-Flüssigkeit
und darin insbesondere dispergierten Pigmentpartikeln, insbesondere mit Durchmessern
zwischen 20 und 100 nm, besteht. Beim partiellen Trocknen verbleibt Restflüssigkeit
in der Drucktinte. Das partielle Trocknen wird insbesondere durch ein Beheizen des
Bandes bewirkt. Die beim Austritt aus dem Tintenstrahldruckkopf flüssige Drucktinte
(niedriger Viskosität) verwandelt sich hierbei in eine festere Paste (hoher Viskosität)
auf dem Band. In einem nachfolgenden Schritt wird die zumindest partiell getrocknete
Drucktinte, also die Paste, von dem Band auf das Substrat übertragen bzw. auf das
Substrat transferiert.
[0003] Durch das Verfahren ist es möglich, besonders kleine Strukturen, insbesondere Punktstrukturen,
im Bereich von zwischen 5 µm und 50 µm Durchmesser zu drucken. Insbesondere verläuft
die Drucktinte nicht auf dem Substrat, weil sie bereits zuvor auf dem Band zu einer
hoch-viskosen Masse getrocknet wird.
[0004] Ein Verfahren, an das das vorliegende Verfahren anknüpft, ist in der
WO 96/31808 A1 beschrieben. Dort ist anstelle eines (Transfer-)Bandes, auf das die flüssige Drucktinte
aufgebracht und auf dem sie getrocknet wird, eine entsprechende Walze vorgesehen.
[0005] Aus der
EP 1 719 622 A2 ist eine Offset-Druckmaschine bekannt, bei der eine Phasenwechseltinte auf eine Transfereinrichtung
der Druckmaschine aufgebracht und mittels dieser auf ein Substrat transferiert wird.
[0006] Die
WO 93/07000 A1 beschreibt ein Tintenstrahldrucksystem, bei dem mittels eines Druckkopfs Tinte auf
eine Transferwalze aufgebracht und mittels dieser auf ein Substrat übertragen wird.
[0007] Die
DE 10 2009 040 359 A1 beschreibt ein Verfahren, bei dem eine Klebstoffschicht auf ein Substrat aufgebracht
wird, welches anschließend mit einer Folientransferschicht versehen wird.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Möglichkeiten zu erweitern,
die das genannte Druckverfahren bietet und hierbei neue Gegenstände zu schaffen.
[0009] Die Aufgabe wird in einem Aspekt durch ein Verfahren zum Versehen eines Substrats
mit einem Aufdruck gelöst, bei dem zunächst flüssige Drucktinte auf ein Band gedruckt
wird und dort zu einem zumindest partiellen Trocknen gebracht wird, und bei dem die
zumindest partiell getrocknete Drucktinte von dem Band auf das Substrat übertragen
wird, wobei außer der Drucktinte auch eine Transferbeschichtung, insbesondere eine
Dekortransferbeschichtung, auf das Substrat aufgebracht wird. Die Transferbeschichtung
ist erfindungsgemäß eine Transferlage einer Transferfolie, wobei die Transferfolie
eine Trägerfolie aufweist, auf der die Transferlage ablösbar festgelegt ist. Die Transferbeschichtung
wird also mittels eines Transferverfahrens von der Trägerfolie abgelöst und auf eine
Oberfläche aufgebracht. In dem vorliegenden Fall ist diese Oberfläche entweder das
Substrat oder das Band.
[0010] Durch eine Transferbeschichtung kann dem Substrat zum einen eine bestimmte, insbesondere
optische Oberflächeneigenschaft verliehen werden oder auch bestimmte andere (z. B.
mechanische und/oder elektrische) Eigenschaften verliehen werden. Insbesondere im
Falle einer Dekortransferbeschichtung lässt sich auch das Aussehen des Substrats unabhängig
von der verwendeten Drucktinte beeinflussen. Beispielsweise kann eine einfarbige Dekortransferbeschichtung
in gelber Farbe die Wirkung eines gelben Hintergrundes für das durch die Drucktinte
bereitgestellte Bild hervorrufen. Eine Transferbeschichtung mit einem reflektierenden
Metall wie zum Beispiel Aluminium, Chrom, Nickel, Kupfer, Gold oder Silber schafft
einen silbrig glänzenden oder anderen metallisch glänzenden Hintergrund. Die Transferbeschichtung
kann auch eine transparente, reflektierende Schicht aufweisen, z. B. Schichten mit
hohem Brechungsindex, sogenannte HRI-Schichten (HRI = High Refractive Index), wodurch
ein leicht reflektierender, schimmernder Hintergrund erzeugt wird. Die vorgenannten
reflektierenden Schichten können bevorzugt mit diffraktiven oder refraktiven Oberflächenreliefs
kombiniert werden.
[0011] Bei einer bevorzugten ersten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Transferbeschichtung
zunächst auf das Band aufgebracht und anschließend von dem Band auf das Substrat übertragen.
Wird die Transferbeschichtung in einem Zug mit dem Druckvorgang des Druckens der flüssigen
Drucktinte auf das Band aufgebracht, so lässt sich die Transferbeschichtung besonders
gut in einer vorbestimmten Lagebeziehung (insbesondere registergenau) auf das Band
und damit letztlich auf das Substrat aufbringen. Gerade, wenn durch die Transferbeschichtung
ein vorbestimmtes Muster bereitgestellt wird, das auf dem fertigen Substrat in einer
bestimmten Lagebeziehung zu dem durch die Drucktinte bereitgestellten Bild stehen
soll, empfiehlt sich die Aufbringung der Transferbeschichtung zunächst auf das Band.
[0012] Um die Transferbeschichtung auf das Band aufzubringen, wird bevorzugt ein härtbarer
Klebstoff (insbesondere ein mit Ultraviolettlicht oder mit einer anderen energiereichen
Strahlung härtbarer Klebstoff) auf das Band aufgedruckt. Bei der Drucktechnik kann
hierbei an die Techniken für die Aufbringung der flüssigen Drucktinte angeknüpft werden,
zum Beispiel ein Tintenstrahldruckkopf verwendet werden. Nach dem Aufdrucken des härtbaren
Klebstoffs auf das Band wird sodann die Transferfolie auf den Klebstoff aufgebracht,
und der Klebstoff wird gehärtet (etwa durch Zufuhr von Ultraviolettlicht). Nach dem
Aushärten des Klebstoffs wird die Trägerfolie von der mittels Klebstoff auf dem Band
fixierten Transferlage bzw. Transferbeschichtung abgezogen. Mittels des Klebstoffs
klebt daher die Transferbeschichtung an dem Band, so dass ihre Lage auf dem Band festgelegt
ist, insbesondere auch in Relation zu der Lage von Aufdrucken mit der flüssigen Drucktinte.
Besonders bevorzugt wird anschließend noch auf die Transferbeschichtung eine weitere
Lage Klebstoff oder eine weitere Lage Drucktinte aufgebracht, wobei dieser Klebstoff
oder diese Drucktinte dann dazu dient, ein Anhaften der Transferbeschichtung an dem
Substrat zu bewirken, auf welches die Transferbeschichtung anschließend übertragen
wird.
[0013] Der Klebstoff, insbesondere der UV-härtbare Klebstoff, umfasst bevorzugt ein polyfunktional
alkoxyliertes oder ein polyalkoxyliertes Acrylat-Monomer sowie einen Photoinitiator.
Als Photoinitiator eignet sich beispielsweise der Photoinitiator Irgacure® 369 der
Firma BASF, Ludwigshafen.
[0014] Ein solcher Klebstoff ist besonders gut zu verdrucken und bewirkt zwar einerseits
eine gute Haftung der Transferbeschichtung an dem Band, andererseits wird dieser Klebstoff
auch problemlos wieder von dem Band entfernt.
[0015] Die Drucktinte und/oder der Klebstoff können so gedruckt werden, dass die gedruckte
Schicht auf dem Band bzw. später auf dem Substrat eine durchgehende homogene und zusammenhängende
Schicht in einem bestimmten Flächenmuster oder vorbestimmten Layout bildet.
[0016] Mittels einer Transferbeschichtung, die eine metallische Schicht enthält, können
somit beispielsweise Leiterbahnen, Antennenleiterbahnen, Touchsensorleiterbahnen oder
andere leitfähige Elemente auf das Band bzw. das Substrat übertragen werden, sodass
elektrische Funktionselemente bereitgestellt werden.
[0017] Mittels einer Transferbeschichtung, die mehrere elektrisch/elektronische Funktionsschichten
aufweist, beispielsweise leitfähige und/oder halbleitende Schichten, können elektronische
Funktionselemente vollständig oder nur in Teilen auf das Band bzw. das Substrat übertragen
werden.
[0018] Mittels einer Transferbeschichtung, die eine oder mehrere optische Funktionsschichten
aufweist, beispielsweise diffraktive und/oder refraktive Oberflächenreliefs, optisch
variable Pigmente oder Farbstoffe, Polarisationsschichten, fluoreszierende und/oder
phosphoreszierende Schichten, Hologrammschichten oder Volumenhologrammschichten können
so bereitgestellte optische Funktionselemente, z. B. als Fälschungsschutz, vollständig
oder nur in Teilen auf das Band bzw. das Substrat übertragen werden.
[0019] Die Drucktinte und/oder der Klebstoff können auch in einem Raster aus Rasterelementen,
insbesondere Rasterpunkten gedruckt werden. Die Größe der Rasterelemente und/oder
die Rasterweite der Raster der Drucktinte und des Klebstoffs können entweder identisch
sein und ein gemeinsames Gesamt-Rasterbild erzeugen. Die Größe der Rasterelemente
und/oder die Rasterweite der Raster der Drucktinte und des Klebstoffs können aber
auch unterschiedlich sein. Beispielsweise kann die Rasterweite und/oder die Größe
der Rasterelemente des Klebstoffs kleiner oder größer sein also die Rasterweite und/oder
die Größe der Rasterelemente der Drucktinte. Somit könnte die Transferbeschichtung
in einem feineren oder gröberen Raster als die Drucktinte vorliegen und damit spezielle
optische Effekte erzeugen.
[0020] Es kann vorgesehen sein, dass die Transferbeschichtung nach einem ersten Druckvorgang,
bei dem Drucktinte auf das Band gedruckt wird, auf das Band aufgebracht wird. Sieht
man die Transferbeschichtung als "Zusatz" zu dem Drucktintenbild an, so hat es seine
Konsequenz, diese Transferbeschichtung nach der Drucktinte aufzubringen. Hierbei kann
die Transferbeschichtung zum einen neben die Drucktinte aufgebracht werden, also in
Bereichen, die sich mit den Bereichen der Aufbringung der Drucktinte nicht überlappen.
Genauso gut kann die Transferbeschichtung auch so aufgebracht werden, dass sie die
Drucktinte in ersten Bereichen überdeckt. Wird das Ganze dann auf ein Substrat übertragen,
kommt die Transferbeschichtung unterhalb der Drucktinte zu liegen und kann einen Hintergrundeffekt
zu dem Drucktintenbild bereitstellen. Je nachdem, welche Opazität die Drucktinte aufweist,
kann die Transferbeschichtung insbesondere teilweise durch die Drucktinte hindurch
sichtbar sein und die Farbe der Transferbeschichtung mit der Farbe der Drucktinte
einen zusätzlichen Farbeffekt oder anderen optischen Effekt hervorrufen.
[0021] Alternativ oder zusätzlich wird die Transferbeschichtung vor einem zweiten Druckvorgang,
bei dem Drucktinte auf das Band gedruckt wird, auf das Band aufgebracht. Der zweite
Druckvorgang ist hier lediglich gesondert bezeichnet, und seine Durchführung bedingt
nicht notwendigerweise die gleichzeitige Durchführung des ersten Druckvorgangs.
[0022] Bei dieser Ausführungsform steht im Vordergrund, dass die Transferbeschichtung auf
dem fertigen Substrat in einem oberen Oberflächenbereich vorgesehen sein soll. Es
kann die Drucktinte im zweiten Druckvorgang neben der Transferbeschichtung aufgedruckt
werden, d. h., dass sich die Bereiche des Drucktintenaufdrucks mit denen der Transferbeschichtung
nicht überlappen. Insbesondere aber kann die Drucktinte im zweiten Druckvorgang auch
so aufgedruckt werden, dass sie die Transferbeschichtung in zweiten Bereichen überdeckt.
In diesem Falle kommt auf dem fertigen Substrat die Transferbeschichtung zuoberst
zu liegen und bedeckt die Drucktintenbereiche. Dadurch kann sowohl ein Schutz der
Drucktinte auf dem fertigen Substrat bewirkt werden, als auch ein bestimmter ästhetischer
Effekt erzielt werden. Beispielweise kann eine metallisch reflektierende Transferbeschichtung
die Drucktinte überdecken.
[0023] Bei einer zweiten Variante der Erfindung wird die Transferbeschichtung vor dem Übertragen
der Drucktinte auf das Substrat aufgebracht. Hier kann an bekannte Techniken zur Aufbringung
von Transferbeschichtung auf andere Gegenstände wie beispielsweise ein Papiersubstrat
angeknüpft werden. Der Transfer der zumindest partiell getrockneten Drucktinte auf
das Substrat erfolgt also entweder unmittelbar auf die Transferbeschichtung und/oder
in Bereichen zwischen Bereichen mit der Transferbeschichtung. Die Drucktinte kann
so ausgebildet sein, dass sie besonders gut an der Transferbeschichtung haftet. Auch
können bestimmte ästhetische Effekte erzielt werden, wenn die Drucktinte an der Transferbeschichtung
selbst haftet und/oder alternativ in Bereichen zwischen Transferbeschichtungsbereichen.
[0024] Bevorzugt wird bei dieser Variante in einem kontinuierlichen Prozess die Transferbeschichtung
auf das Substrat aufgebracht, das Substrat sodann zu dem Band geführt und die zumindest
partiell getrocknete Drucktinte übertragen. (Alternativ ist es möglich, die Transferbeschichtung
in irgendeinem Arbeitsgang auf das Substrat zu übertragen und das Substrat erst später
in Zusammenhang mit dem Aufbringen des Aufdrucks in einer anderen entsprechenden Vorrichtung
zu verwenden).
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Versehen eines
Substrats mit einem Aufdruck gemäß Anspruch 11 bereitgestellt. Bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist das Verfahren in seiner ersten Variante realisierbar, und die oben
hierzu genannten Vorteile gelten auch für den Betrieb der Vorrichtung.
[0026] Bevorzugt umfasst die Einrichtung zum Aufbringen einer Transferbeschichtung:
- eine Einrichtung zum Aufdrucken eines ersten UV-härtbaren Klebstoffs auf das Band,
und/oder
- eine Folienzufuhreinrichtung und/oder eine
Restfolienaufwickeleinrichtung und/oder
- eine Ultraviolett-Lampe oder eine andere energiereiche Strahlungsquelle zum Härten
des ersten Klebstoffs und/oder
- eine Einrichtung zum Aufdrucken eines zweiten Klebstoffs auf das Band.
[0027] In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats
mit einem Aufdruck gemäß Anspruch 13 bereitgestellt. Bei dieser Vorrichtung ist das
Verfahren nach der zweiten Variante der Erfindung realisierbar, und die dort genannten
Vorteile gelten entsprechend für den Betrieb der Vorrichtung.
[0028] Bei den bisher genannten Vorrichtungen ist bevorzugt das Band beheizbar, um ein zumindest
partielles Trocknen der Drucktinte zu bewirken. Hier kann das Trocknen der Drucktinte
aktiv gefördert werden.
[0029] Es kann ein durch Einsatz des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10 mit einem
Aufdruck versehenes Substrat bereitgestellt werden, das zumindest partiell eine Transferbeschichtung,
insbesondere Dekortransferbeschichtung, umfasst.
[0030] Durch das Druckverfahren, von dem die Erfindung ausgeht, sind ganz bestimmte Arten
von Drucken auf einem Substrat möglich. Wird hier zusätzlich noch eine Transferbeschichtung
bereitgestellt, sind ganz neuartige Gegenstände mit erhöhter Resistenz gegenüber Verschleiß
und Beschädigung und mit verbesserten ästhetischen Effekten und/oder funktionalen
Eigenschaften realisierbar.
[0031] Bei dem Substrat kann sich auf und/oder unter der Transferbeschichtung Drucktinte
befinden, und hierbei können ganz neuartige ästhetische Effekte erzielt werden. Die
Transferbeschichtung kann eine Dekorschicht, eine metallische Schicht oder sonstige
Schicht zur Bereitstellung eines elektrischen Funktionselementes und/oder ein oder
mehrere optische Funktionselemente umfassen.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben, in
der
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats mit einem Aufdruck in einer Grund-Anordnung
in schematischer Schnittdarstellung veranschaulicht,
- Fig. 2
- eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats mit einem Aufdruck gemäß einem ersten
Aspekt der Erfindung in schematischer Schnittdarstellung veranschaulicht,
- Fig. 3
- eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats mit einem Aufdruck gemäß einem zweiten
Aspekt der Erfindung in schematischer Schnittdarstellung veranschaulicht,
- Fig. 4
- veranschaulicht, wie Transferbeschichtungsteile neben getrockneter Drucktinte vorgesehen
werden können,
- Fig. 5
- veranschaulicht, wie Transferbeschichtungsteile zumindest partiell auf getrockneter
Drucktinte angeordnet werden können,
- Fig. 6
- veranschaulicht, wie getrocknete Drucktinte zumindest partiell auf Transferbeschichtungsteilen
angeordnet werden kann, und
- Fig. 7
- veranschaulicht, wie Transferbeschichtungsteile zumindest partiell auf getrockneter
Drucktinte und auf den Transferbeschichtungsteilen wiederum getrocknete Drucktinte
angeordnet werden können,
- Fig. 8
- eine Vorrichtung zum Versehen eines Substrats mit einem Aufdruck gemäß einer weiteren
Ausführungsform in stark schematischer Schnittdarstellung veranschaulicht,
- Fig. 9
- den Aufbau einer Transferfolie zeigt.
[0033] Vorliegend soll ein im Ganzen mit S bezeichnetes Substrat, beispielsweise eine Papierbahn,
mit einem Aufdruck versehen werden. Bei dem hierzu eingesetzten Verfahren druckt man
Drucktinte nicht unmittelbar auf das Substrat S auf, sondern zunächst auf ein Band
B. Das Substrat wird über Rollen R geführt und gelangt zu einer Kontaktstelle KT,
an der die Drucktinte von dem Band B auf das Substrat S übertragen wird.
[0034] Die Figur 1 zeigt eine Grund-Anordnung. Diese umfasst vier Tintenstrahldruckereinheiten
C, M, Y und K, die vier unterschiedliche Farben (C = Cyan, M = Magenta, Y = Gelb (Yellow)
und K = Schwarz (Black)) drucken, die sich zu sämtlichen möglichen Farben mischen
lassen. Das Band B ist beheizbar, in Figur 1 symbolisiert durch eine Heizschleife
H. Die Heizung kann auch innerhalb des Bandes durch ein feines Geflecht von Heizdrähten
bereitgestellt sein. Das Band kann aus Silikon oder Gummi (mit oder ohne Faserverstärkung)
bestehen oder aus einem besonders festen Kunststoffmaterial. Genauso kann das Band
B auch Metallteile aufweisen, die unmittelbar beheizbar sind. Die Oberfläche des Bandes
B ist dergestalt, dass einerseits die von den Tintenstrahldruckereinheiten C, M, Y
und K aufgedruckte Drucktinte gut an der Oberfläche haftet, dass sie sich andererseits
aber beim Kontakt mit dem Substrat S an der Kontaktstelle KT gut löst und rückstandslos
von der Oberfläche des Bandes B entfernt wird.
[0035] Bei der Vorrichtung nach Figur 2 ist von der Vorrichtung nach Figur 1 ausgegangen,
diese aber um zusätzliche Komponenten ergänzt:
Nach der Einrichtung für den ersten Druckvorgang mit den Tintenstrahldruckereinheiten
C, M, Y und K gibt es eine weitere Tintenstrahldruckereinheit AD 1, die einen UV-härtbaren
Klebstoff auf das Band B aufdruckt. Dieser Klebstoff umfasst ein polyfunktionales
alkoxyliertes oder ein polyalkoxyliertes Acrylat-Monomer (80 bis 95 Gewichtsprozent)
und einen Photoinitiator (1 bis 15 Gewichtsprozent). Es kann auch zusätzlich noch
ein Farbstoff (zum Beispiel mit einem Anteil von zwischen 1 und 10 Gewichtsprozent)
hinzugefügt werden.
[0036] Der Tintenstrahldruckereinheit AD 1 nachgeordnet ist eine Einrichtung 10. Es handelt
sich um eine Einrichtung zum Aufbringen einer Transferbeschichtung F auf das Band
B. Dabei wird eine im einzelnen in Fig. 9 gezeigte Transferfolie TF eingesetzt, die
eine Trägerfolie Trä aufweist, auf der eine Transferlage, die der hier genannten Transferbeschichtung
F entspricht, durch das Vorsehen einer Ablöseschicht AL ablösbar festgelegt ist. Die
Transferbeschichtung wird also mittels eines Transferverfahrens von der Trägerfolie
abgelöst und auf das Band B insbesondere mittels eines UV-härtbaren Klebers aufgebracht.
Es handelt sich bei der Trägerfolie Trä insbesondere um Folie aus Polyethylenterephthalat
(PET), aus Polycarbonat, oder aus BOPP, ABS, PE, PP mit einer Dicke zwischen 6 µm
und 250 µm. Die Transferbeschichtung F hat eine Dicke von zwischen 100 nm und 2000
nm. Die Transferfolie TF wird von einer Vorratsrolle VR abgerollt, zum Beispiel in
Bewegungsrichtung des Bandes B. Dort, wo die Transferfolie TF mit der Transferbeschichtung
F in Kontakt mit dem zuvor aufgedruckten Klebstoff kommt, wird mit Hilfe einer Ultraviolettlampe
UV Ultraviolettstrahlung appliziert, so dass der Klebstoff gehärtet wird. Damit klebt
die Transferbeschichtung F nun an dem Band B fest und die Trägerfolie Trä kann abgezogen
und auf die Restfolienaufwickelrolle HR aufgewickelt werden. In einem nachfolgenden
Schritt wird dann durch eine weitere Tintenstrahldruckereinheit AD 2 ein zweiter Klebstoff
oder eine zweite Drucktinte aufgedruckt, und zwar auf die Transferbeschichtung F.
Dieser Klebstoff oder diese zweite Drucktinte dient dazu, den Halt der Transferbeschichtung
F an dem Substrat S in der Nachfolge zu bewirken.
[0037] Unter Abwandlung der Ausführungsform gemäß Figur 2 ist bei der Ausführungsform gemäß
Figur 3 nach der Tintenstrahldruckereinheit AD 2 nochmals eine zweite Gruppe mit vier
Tintenstrahldruckereinheiten C', M', Y', K' vorgesehen, die dieselben Farben wie die
Tintenstrahldruckereinheiten C, M, Y und K verdrucken. Die zweite Gruppe von Tintenstrahldruckereinheiten
können aber auch andere Farben verdrucken, beispielsweise Sonderfarben insbesondere
aus dem HKS-Farbsystem oder dem Pantone®-Farbsystem.
[0038] In weiterer Abwandlung könnte auch vorgesehen sein, dass ausschließlich die Tintenstrahldruckereinheiten
C', M', Y', K' vorgesehen sind, um Drucktinte aufzudrucken, also nicht die Tintenstrahldruckereinheiten
C, M, Y und K.
[0039] Die Vorrichtungen nach den Figuren 2 und 3 können verwendet werden, um Druckbilder
wie in Figur 4 und 5 dargestellt zu erzielen.
[0040] Zunächst kann die Transferbeschichtung F auf dem Substrat S neben Punkten mit Drucktinte
aus den Tintenstrahldruckereinheiten C, M, Y, K in den entsprechenden Farben angeordnet
sein. Die im unteren Teil in Figur 4 mit "C" markierten Bereiche, in denen Druckertinte
vorgesehen ist, überlappen sich nicht mit den mit "F" für "Transferbeschichtung" bezeichneten
Bereichen, in denen die Transferbeschichtung vorgesehen ist.
[0041] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 5 hingegen ist die Transferbeschichtung F partiell
auf Bereiche aufgebracht, die zuvor mit Drucktinte bedruckt wurden. Insbesondere gibt
es Überlappungsbereiche B1, in denen die Transferbeschichtung F auf Punkten aus Drucktinte
aufgebracht ist. Dies betrifft die Situation auf dem Band B. Auf dem Substrat S ist
die Situation genau umgekehrt, d. h. die Transferbeschichtung F befindet sich partiell
unterhalb der Druckertinte und bildet daher einen Hintergrundbereich.
[0042] Mit der Vorrichtung gemäß Figur 3 lässt sich ein Bild wie in den Figuren 6 und 7
gezeigt erzielen:
Hier befindet sich in Bereichen B2 Transferbeschichtung auf dem Band B unterhalb von
Drucktinte C. Auf dem Substrat später ist die Situation umgekehrt: Die Drucktinte
C befindet sich unterhalb der Transferbeschichtung F, so dass die Transferbeschichtung
F die Drucktinte C in dem Bereich B2 schützt.
[0043] Das Bild gemäß Figur 6 ist gegebenenfalls auch ohne die Tintenstrahldruckeinheiten
C, M, Y, K verwirklichbar.
[0044] Der vollständigen Vorrichtung gemäß Figur 3 bedarf es, um ein Bild gemäß Figur 7
hervorzurufen:
Hier gibt es Bereiche B3, in denen sich die Transferbeschichtung F auf dem Band B
auf Drucktinte C befindet. Es gibt Bereiche B4, in denen sich Drucktinte M partiell
auf einem Teil Transferbeschichtung F befindet. Schließlich gibt es Bereiche B5, in
denen sich die Transferbeschichtung F zwischen zwei Lagen Drucktinte, C und M, befindet.
Je nach Opazität der Transferbeschichtung F und der Drucktinten können durch jeweiliges
Durchscheinen, d. h. teilweise Sichtbarkeit der jeweils darunterliegenden Schicht,
unterschiedliche, zusätzliche optische Effekte oder auch zusätzliche funktionale Eigenschaften
erzielt werden.
[0045] Anhand der Vielfalt der erzielbaren Bilder gemäß Figuren 4 bis 7 wird ersichtlich,
welche neuen Möglichkeiten durch die Erfindung bereitgestellt werden.
[0046] Bei den Ausführungsformen gemäß Figur 2 und 3 befindet sich die Einrichtung 10 zum
Aufbringen einer Transferbeschichtung unmittelbar im Bereich des Bands B, so dass
die Transferbeschichtung auf das Band aufgebracht wird.
[0047] Es ist gleichermaßen auch möglich, eine solche Einrichtung 10' zum Aufbringen von
Transferbeschichtung gemäß Figur 8 im Bereich einer Zufuhr des Substrats S anzuordnen,
so dass das Substrat S unmittelbar mit der Transferbeschichtung F beschichtet wird,
gegebenenfalls nach Zufuhr von Klebstoff aus einer Tintenstrahldruckereinheit AD 3
und bei Härtung des Klebstoffs im Bereich der Aufbringung der Transferbeschichtung
F auf das Substrat S. Das so gewonnene Substrat wird dann in einem ununterbrochenen
(inline) Prozess der Kontaktstelle KT der Vorrichtung zugeführt. Dort wird die Drucktinte
übertragen. Die Ausführungsform gemäß Figur 8 kann mit den Ausführungsformen gemäß
Figur 2 und 3 kombiniert werden, so dass sowohl auf das Substrat S einmal unmittelbar
Transferbeschichtung F aufgebracht wird und sodann auch auf das Band B gleichzeitig
Transferbeschichtung aufgebracht wird, die später zusätzlich auf das Substrat S übertragen
wird.
Bezugszeichenliste
[0048]
- AD 1
- Tintenstrahldruckereinheit
- AD 2
- Tintenstrahldruckereinheit
- AD 3
- Tintenstrahldruckereinheit
- AL
- Ablöseschicht
- B
- Band
- B1
- Bereiche
- B2
- Bereiche
- B3
- Bereiche
- B4
- Bereiche
- B5
- Bereiche
- C
- Tintenstrahldruckereinheit
- C'
- Tintenstrahldruckereinheit
- F
- Transferbeschichtung
- H
- Heizschleife
- HR
- Restfolienaufwickelrolle
- K
- Tintenstrahldruckereinheit
- K'
- Tintenstrahldruckereinheit
- KT
- Kontaktstelle
- M
- Tintenstrahldruckereinheit
- M'
- Tintenstrahldruckereinheit
- R
- Rollen
- S
- Substrat
- TF
- Transferfolie
- Trä
- Trägerfolie
- UV
- UV-Lampe
- VR
- Vorratsrolle
- Y
- Tintenstrahldruckereinheit
- Y'
- Tintenstrahldruckereinheit
- 10
- Einrichtung zum Aufbringen einer Transferbeschichtung
- 10'
- Einrichtung zum Aufbringen einer Transferbeschichtung
1. Verfahren zum Versehen eines Substrats (S) mit einem Aufdruck, bei dem zunächst flüssige
Drucktinte auf ein Band (B) gedruckt wird und dort zu einem zumindest partiellen Trocknen
gebracht wird, und bei dem die zumindest partiell getrocknete Drucktinte von dem Band
(B) auf das Substrat (S) übertragen wird, wobei außer der Drucktinte auch eine Transferbeschichtung
(F), insbesondere Dekortransferbeschichtung, auf das Substrat (S) aufgebracht wird,
wobei die Transferbeschichtung (F) eine Transferlage einer Transferfolie ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Transferbeschichtung (F) zunächst auf das Band
(B) aufgebracht wird und von dem Band (B) auf das Substrat (S) übertragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem ein härtbarer Klebstoff auf das Band (B) gedruckt
wird, so dass dann die Transferbeschichtung (F) auf den Klebstoff aufgebracht wird
und der Klebstoff gehärtet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem auf die Transferbeschichtung (F) eine weitere Lage
Klebstoff aufgebracht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem die Transferbeschichtung (F) nach
einem ersten Druckvorgang, bei welchem Drucktinte auf das Band (B) gedruckt wird,
auf das Band (B) aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Transferbeschichtung neben die Drucktinte aufgebracht
wird, oder so aufgebracht wird, dass sie die Drucktinte in ersten Bereichen (B1) überdeckt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem die Transferbeschichtung (F) vor
einem zweiten Druckvorgang, bei welchem Drucktinte auf das Band (B) gedruckt wird,
auf das Band (B) aufgebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem die Drucktinte im zweiten Druckvorgang neben der
Transferbeschichtung (F) aufgedruckt wird, oder so aufgedruckt wird, dass sie die
Transferbeschichtung (F) in zweiten Bereichen (B2, B4, (B5) überdeckt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Transferbeschichtung (F) vor dem Übertragen
der Drucktinte auf das Substrat (S) aufgebracht wird, wobei insbesondere in einem
kontinuierlichen Prozess die Transferbeschichtung (F) auf das Substrat (S) aufgebracht
wird und das Substrat (S) zu dem Band (B) geführt wird, wo die zumindest partiell
getrocknete Drucktinte übertragen wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Transferbeschichtung
eine metallische Schicht oder eine sonstige elektrische Funktionsschicht oder eine
oder mehrere optische Funktionsschichten enthält.
11. Vorrichtung zum Versehen eines Substrats (S) mit einem Aufdruck, mit einem Band (B),
einer Einrichtung (C, M, Y, K) zum Aufdrucken von flüssiger Drucktinte auf das Band
(B), mit einer Einrichtung (R) zum Führen des Substrats (S) zu dem Band (B), um Drucktinte
von dem Band (B) auf das Substrat (S) zu übertragen, und mit einer Einrichtung (10)
zum Aufbringen einer Transferbeschichtung (F) auf das Band (B), wobei die Transferbeschichtung
(F) eine Transferlage einer Transferfolie ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die Einrichtung (10) zum Aufbringen einer Transferbeschichtung
umfasst:
- eine Einrichtung (AD 1) zum Aufdrucken eines ersten UV-härtbaren Klebstoffs auf
das Band, und/oder
- eine Folienzufuhreinrichtung (VR) und/oder eine Restfolienaufwickeleinrichtung (HR),
und/oder
- eine UV-Lampe (UV) oder eine andere energiereiche Strahlungsquelle zum Härten des
ersten Klebstoffs, und/oder
- eine Einrichtung (AD 2) zum Aufdrucken eines zweiten UV-härtbaren Klebstoffs auf
das Band.
13. Vorrichtung zum Versehen eines Substrats (S) mit einem Aufdruck, mit einem Band (B),
einer Einrichtung (C, M, Y, K) zum Aufdrucken von flüssiger Drucktinte auf das Band,
und mit einer Einrichtung (R) zum Führen des Substrats (S) zu dem Band, um Drucktinte
von dem Band (B) auf das Substrat (S) zu übertragen, wobei die Vorrichtung ferner
eine der Einrichtung (R) zum Führen des Substrats (S) bezüglich einer Transportrichtung
des Substrats (S) vorgelagerte Einrichtung (10') zum Aufbringen einer Transferbeschichtung
(F) auf das Substrat (S) aufweist, wobei die Transferbeschichtung (F) eine Transferlage
einer Transferfolie ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei der das Band (B) heizbar ausgebildet
ist, um ein zumindest partielles Trocknen der Drucktinte zu bewirken.
1. Method for providing a substrate (S) with an imprint, in which initially liquid printing
ink is printed onto a strip (B) and is at least partially dried there, and in which
the at least partially dried printing ink is transferred onto the substrate (S) from
the strip (B), wherein, apart from the printing ink, a transfer coating (F), in particular
a decorative transfer coating, is also applied to the substrate (S), wherein the transfer
coating (F) is a transfer ply of a transfer foil.
2. Method according to claim 1, in which the transfer coating (F) is initially applied
to the strip (B) and is transferred from the strip (B) onto the substrate (S).
3. Method according to claim 2, in which a hardenable adhesive is printed onto the strip
(B), such that the transfer coating (F) is applied to the adhesive and the adhesive
is hardened.
4. Method according to claim 3, in which a further ply of adhesive is applied to the
transfer coating (F).
5. Method according to one of claims 2 to 4, in which the transfer coating (F) is applied
to the strip (B) after a first printing process, in which printing ink is printed
onto the strip (B).
6. Method according to claim 5, in which the transfer coating is applied alongside the
printing ink or applied in a way such that it overlaps with the printing ink in first
regions (B1).
7. Method according to one of claims 2 to 6, in which the transfer coating (F) is applied
to the strip (B) before a second printing process, in which printing ink is printed
onto the strip (B).
8. Method according to claim 7, in which the printing ink is imprinted in the second
printing process alongside the transfer coating (F) or imprinted in a way that it
overlaps with the transfer coating (F) in second regions (B2, B4, (B5).
9. Method according to claim 1, in which the transfer coating (F) is applied to the substrate
(S) before the printing ink is transferred, wherein, in particular in a continuous
process, the transfer coating (F) is applied to the substrate (S), and the substrate
(S) is guided to the strip (B) where the at least partially dried printing ink is
transferred.
10. Method according to one of the preceding claims, in which the transfer coating contains
a metallic layer or an otherwise electric functional layer or one or several optical
functional layers.
11. Apparatus for providing a substrate (S) with an imprint, having a strip (B), a device
(C, M, Y, K) for imprinting liquid printing ink onto the strip (B), having a device
(R) for guiding the substrate (S) to the strip (B), in order to transfer printing
ink from the strip (B) onto the substrate (S), and having a device (10) for applying
a transfer coating (F) to the strip (B), wherein the transfer coating (F) is a transfer
ply of a transfer foil.
12. Apparatus according to claim 11, in which the device (10), for applying a transfer
coating, comprises:
- a device (AD 1) for imprinting a first UV-hardenable adhesive onto the strip, and/or
- a foil supply device (VR) and/or a residual foil winding device (HR), and/or
- a UV lamp (UV) or another high-energy source of radiation for hardening the first
adhesive, and/or
- a device (AD 2) for imprinting a second UV-hardenable adhesive onto the strip.
13. Apparatus for providing a substrate (S) with an imprint, having a strip (B), a device
(C, M, Y, K) for imprinting liquid printing ink onto the strip, and having a device
(R) for guiding the substrate (S) to the strip in order to transfer printing ink from
the strip (B) onto the substrate (S), wherein the apparatus further has a device (10')
placed upstream of the device (R) for guiding the substrate (S) in relation to a direction
of transport of the substrate (S), for applying a transfer coating (F) to the substrate
(S), wherein the transfer coating (F) is a transfer ply of a transfer foil.
14. Apparatus according to one of claims 11 to 13, in which the strip (B) is formed to
be heated, in order to cause an at least partial drying of the printing ink.
1. Procédé servant à pourvoir un substrat (S) d'une impression, où d'abord une encre
d'impression liquide est imprimée sur une bande (B) et y est amenée à sécher au moins
en partie, et où l'au moins une encre d'impression séchée au moins en partie est transférée
depuis la bande (B) sur le substrat (S), dans lequel en dehors de l'encre d'impression,
également un revêtement de transfert (F), en particulier un revêtement de transfert
de motif décoratif, est appliqué sur le substrat (S), dans lequel le revêtement de
transfert (F) est une couche de transfert d'un film de transfert.
2. Procédé selon la revendication 1, où le revêtement de transfert (F) est appliqué d'abord
sur la bande (B) et est transféré depuis la bande (B) sur le substrat (S).
3. Procédé selon la revendication 2, où une colle durcissable est imprimée sur la bande
(B) de sorte qu'alors le revêtement de transfert (F) est appliqué sur la colle et
la colle est durcie.
4. Procédé selon la revendication 3, où une autre couche de colle est appliquée sur le
revêtement de transfert (F).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, où le revêtement de transfert
(F) est appliqué sur la bande (B) après une première opération d'impression, où de
l'encre d'impression est imprimée sur la bande (B).
6. Procédé selon la revendication 5, où le revêtement de transfert est appliqué outre
l'encre d'impression ou est appliqué de telle sorte qu'il recouvre l'encre d'impression
dans des premières zones (B1).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, où le revêtement de transfert
(F) est appliqué sur la bande (B) avant une deuxième opération d'impression, où de
l'encre d'impression est imprimée sur la bande (B).
8. Procédé selon la revendication 7, où l'encre d'impression est appliquée par impression
lors de la deuxième opération d'impression outre le revêtement de transfert (F) ou
est appliquée par impression de telle sorte qu'elle recouvre le revêtement de transfert
(F) dans des deuxièmes zones (B2, B4, B5).
9. Procédé selon la revendication 1, où le revêtement de transfert (F) est appliqué avant
le transfert de l'encre d'impression sur le substrat (S), dans lequel en particulier
dans un processus continu le revêtement de transfert (F) est appliqué sur le substrat
(S) et le substrat (S) est guidé vers la bande (B), où l'encre d'impression séchée
au moins en partie est transférée.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, où le revêtement de
transfert contient une couche métallique ou une autre couche fonctionnelle électrique
ou une ou plusieurs couches fonctionnelles optiques.
11. Dispositif servant à pourvoir un substrat (S) d'une impression, avec une bande (B),
un système (C, M, Y, K) servant à appliquer par impression de l'encre d'impression
liquide sur la bande (B), avec un système (R) servant à guider le substrat (S) vers
la bande (B) pour transférer de l'encre d'impression depuis la bande (B) sur le substrat
(S), et avec un système (10) servant à appliquer un revêtement de transfert (F) sur
la bande (B), dans lequel le revêtement de transfert (F) est une couche de transfert
d'un film de transfert.
12. Dispositif selon la revendication 11, où le système (10) servant à appliquer un revêtement
de transfert comprend :
- un système (AD 1) servant à appliquer par impression une première colle durcissable
par UV sur la bande, et/ou
- un système d'amenée de film (VR) et/ou un système d'enroulement de film restant
(HR), et/ou
- une lampe UV (UV) ou une autre source de rayonnement riche en énergie servant à
faire durcir la première colle, et/ou
- un système (AD 2) servant à appliquer par impression une deuxième colle durcissable
par UV sur la bande.
13. Dispositif servant à pourvoir un substrat (S) d'une impression, avec une bande (B),
un système (C, M, Y, K) servant à appliquer par impression une encre d'impression
liquide sur la bande, et avec un système (R) servant à guider le substrat (S) vers
la bande pour transférer de l'encre d'impression depuis la bande (B) sur le substrat
(S), dans lequel le dispositif présente en outre un système (10') installé en amont
du système (R) servant à guider le substrat (S) par rapport à une direction de transport
du substrat (S), servant à appliquer un revêtement de transfert (F) sur le substrat
(S), dans lequel le revêtement de transfert (F) est une couche de transfert d'un film
de transfert.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, où la bande (B) est
réalisée de manière à pouvoir être chauffée pour entraîner un séchage au moins partiel
de l'encre d'impression.