[0001] Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung gemäß dem Obergriff des Anspruchs 1
bzw. ein Verfahren zum Fördern von Bedruckstoffbogen, insbesondere einer Bedruckstofftafel,
gemäß den Merkmalen des Anspruches 12.
[0002] Durch die
EP 0 412 720 B1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bedrucken von Metallplatten bekannt, wobei
durch Vorschubmittel eine zu bedruckende Metallplatte in die Nippstelle eines Druckwerks
zuführbar ist. Um die Metallplatte hinsichtlich Lage relativ zu den Druckwerkszylindern
registergerecht durch die Nippstelle zu führen, ist am Druckzylinder ein Markenhebel
mit einer Anschlagfläche vorgesehen, welche beim Einlaufen der Metallplatte mit deren
vorlaufenden zur Wegbegrenzung zusammen wirkt. Der Markenhebel ist in einem anschlagfernen
Bereich um eine zur Zylinderachse parallele Achse verschwenkbar. Um dem nachteiligen
Effekt entgegenzuwirken, der sich aus der Überlagerung der Rotation des Zylinders
und der phasenweise gegenläufigen Komponente aus Schwenkbewegung des Markenhebels
ergibt, ist die Schwenkachse außerhalb des Umfangsprofils des Zylinders angeordnet.
Der verschwenkbare Markenhebel trägt im Bereich seines freien Endes ein Anschlagmittel,
welches hinsichtlich seiner Position am Markenhebel derart justierbar befestigt ist,
sodass die wirksame Länge des Hebels zwischen Schwenkachse und Anschlagfläche einstellbar
ist. Der Markenhebel ist zu dessen Bewegung zwischen der Schwenkachse und der Anschlagfläche
durch einen Hebel eines Antriebsmechanismus angelenkt, welcher durch Nockenmittel
korreliert zur Zylinderrotation angetrieben ist.
[0003] Die
US 2 699 940 A betrifft eine Druckmaschine zum Bedrucken steifer bogenförmiger Bedruckstoffe, wobei
ein Druckzylinder Registerelemente umfasst. Die Registerelemente sind an ihrem mit
dem Bedruckstoff zusammenwirkenden aus dem Zylinderumfang herausragenden Ende greiferartig
ausgebildet. Damit das greiferförmige Ende neben einer Auf-/Ab-Bewegung auch eine
tangentiale Bewegungskomponente ausführt, ist es an zwei in Umfangsrichtung beabstandeten
Stellen über zwei verschwenkbare Koppel bewegbar gelagert, welche an ihrem anderen
Ende jeweils an Wellen mit zylinderfester Achse gelagert sind, von welchen eine über
ein Kurvengetriebe korreliert zur Zylinderrotation zwangsangetrieben verschwenkt wird.
In einer alternativen Ausführung ist der greiferartige Hebel verschwenkbar an einer
ersten Welle gelagert, welche ihrerseits über Hebel um eine zweite Welle mit zylinderfester
Achse verschwenkbar ist. Das Verschwenken der ersten Welle um die zweite Welle und
das Verschwenken der Greiferhebel um die erste Welle ist durch je ein Kurvengetriebe
gesteuert.
[0004] Die
EP 1 678 066 B1 betrifft einen Greiferzylinder im Falzapparat einer Rollenrotationsdruckmaschine
mit einer Greifersteuerung, wobei der die Greiferspitze - tragende Greiferarm an zwei
radial beabstandeten Hebeln angelenkt sind, welche jeweils über ein Nockengetriebe
angetrieben sind. Um die Bewegung beim Greifen zwischen eingefahrener und ausgefahrener
Stellung zu verkürzen, wird durch das Zusammenwirken der Hebel die Achse des Greiferarms
als solche in radialer Richtung verschoben. Um die vorlaufende Kante eines Druckerzeugnisses
zu greifen, wird der Greifer zunächst unterhalb des nacheilenden Endes des vorherigen
Erzeugnisses ausgefahren und entgegen der Drehrichtung über das zu greifende Ende
geschwenkt. Auch die
EP 0 931 748 A1 betrifft einen Zylinder im Faltapparat einer bahnverarbeitenden Druckmaschine. Über
das Zusammenwirken einer Steuerrolle mit einer Steuerkurve erfolgt zunächst ein Ausfahren
des Greifers und nachfolgend eine Bewegung entgegen der Rotationsbewegung des als
Falzmesserzylinder ausgebildeten Zylinders.
[0005] Aus der
DE 198 57 507 A1 ist ebenfalls ein Antrieb von Greiferelemente n eines Zylinders
im Falzapparat einer Druckmaschine bekannt, wobei die Greiferelemente an einem verschwenkbaren
Träger über eine Gleit- oder Kulissenführung radialbeweglich gelagert sind. Über die
Führung erfolgt eine Ein- und Ausfahrbewegung des die Greiferelemente tragende Trägers.
Die Ein- und Ausfahrbewegung und die Schwenkbewegung werden jeweils über Steuerkurven
gesteuert.
[0006] Durch die
EP 1 472 164 B3 ist ein Transportsystem einer Blech-Druckmaschine oder
[0007] Blech-Lackiermaschine mit einem Riemensystem bekannt, wobei die Tafeln ohne Hinterschubsysteme
passgenau zuzuführen sein sollen. Dies wird dadurch erreicht, dass durch eine Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen einem Saugriemen und Anlegemarken die Tafelvorderkante bis zum Schließen
des Greifersystems permanent gegen die Anlegemarke geschoben wird, wobei die Blechtafel
durch ein getaktet aktivierbares Vakuum gegen den Saugriemen angezogen wird.
[0008] Aus einem Prospekt der Fa. KBA-MetalPrint GmbH aus dem Jahre 2011 zu einer Blechdruckmaschine
des Typs MAILÄNDER 222 ist ein Förderweg in ein Druckwerk bekannt, welcher einen gegenüber
der stromaufwärtigen Förderrichtung geneigten Förderabschnitt umfasst.
[0009] Durch die
US 5,253,583 A ist eine Druckmaschine für bogenförmiges Material bekannt, wobei an einem Gegendruckzylinder
einen Markenhebel mit Anschlagmitteln für die vorlaufende Kante des Bedruckstoffbogens
vorgesehen sind. Die Anschlagmittel sind zur Einstellung der korrekten Relativlage
des Bogens am Markenhebel entlang der Bewegungsrichtung des Bogens mittels eines Motors
positionierbar. Das Einstellen des Anschlagmittels kann auch während des Druckbetriebes
erfolgen.
[0010] Die
US 2,699,941 A betrifft eine Druckmaschine zum Bedrucken steifer bogenförmiger Bedruckstoffe, wobei
ein Druckzylinder Registerelemente umfasst. Die Registerelemente sind an ihrem mit
dem Bedruckstoff zusammen wirkenden, aus dem Zylinderumfang heraus ragenden Ende greiferartig
ausgebildet. Damit das greiferförmige Ende neben einer reinen Auf-/Ab-Bewegung auch
eine tangentiale Bewegungskomponente ausführt, ist es an zwei in Umfangsrichtung beabstandeten
Stellen an Koppeln schwenkbar gelagert, wobei eine der Koppel n über ein Kurvengetriebe
korreliert zur Zylinderrotation
zwangsangetrieben verschwenkt wird.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung und ein Verfahren
zum Fördern von Bedruckstoffbogen, insbesondere einer Bedruckstofftafel zu schaffen.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 bzw. 12 gelöst.
[0013] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass geringe
Beschleunigungswerte beim Auflaufen eines Bedruckstoffbogens, insbesondere einer Bedruckstofftafel,
auf die Anlagemarke und dadurch ein besonders ruhiger Lauf, ermöglicht werden.
[0014] Für den Fall einer gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders größeren Vorschubgeschwindigkeit
der Förderstrecke ist es durch die Anlagevorrichtung in Weiterbildung auch möglich,
die entlang der Transportrichtung verlaufende Markenbewegung auf ihrem Weg derart
zu variieren, sodass sie für den Bereich des vor dem Druckspalt liegenden Erstkontaktes
im wesentlichen der Vorschubgeschwindigkeit der Förderstrecke und im Bereich der Nippstelle
im wesentlichen der Umfangsgeschwindigkeit des die Anlagevorrichtung tragenden Zylinders
entspricht. Hierdurch ist ein geführtes und kontinuierliches Abbremsen möglich, wodurch
ein Prelleffekt vermieden wird. Bei Erstkontakt bzw. im 0-Punkt (z. B. bei Greiferschluss)
ermöglicht dies die Reduzierung von Einfederungskräfte an ggf. vorhandenen gefederten
Hinterschüben oder am ggf. gefederten Antriebssystem des der Nippstelle vorgeordneten
Förderweges, z. B. an den Fördermitteln eines Zuführrahmens.
[0015] Indem ein abruptes Abbremsen vermieden wird, können als Bedruckstoffbogen, insbesondere
Bedruckstofftafeln, auch weniger steife Tafeln, insbesondere neben dickeren Metalltafeln
(z. B. > 0,1 mm oder gar größer 0,3 mm) auch Metalltafeln geringer Stärke, z. B. Blechtafeln
mit einer Stärke von beispielsweise ≤ 0,1 mm) oder Tafeln aus anderem empfindlicherem
Material (wie z. B. Kunststoff-, Holz- oder Pappetafeln) beschädigungsfrei an der
Anlage ausgerichtet und dem Bearbeitungsaggregat, z. B. einem Druck- oder Lackierwerk,
zugeführt werden.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausführung kann durch die Anlagevorrichtung ein
Erstkontakt zwischen Anlagemarke und Bedruckstoff frühzeitig, d. h. deutlich vor der
Nulllage und/oder Nippstelle erfolgen, z. B. zu einem Zeitpunkt in welchem sich der
Druckzylinder noch mindestens 20°, vorzugsweise mindestens 30° vor dessen Nulllage
befindet, wobei im Druckwerk als Nulllage z. B. die Lage verstanden sein soll, in
welcher die an der Anlagemarke anliegende Tafelvorderkante in die theoretische Nipplinie,
d. h. der die Rotationsachsen der die Druckstelle bildenden Zylinder verbindenden
Ebene, eintritt. Eine frühzeitige "Einspannung" der ankommenden Tafeln zwischen einer
durch die Förderstrecke ausgeübten Schubkraft, z. B. gefederter Hinterschübe und/oder
durch Magnete oder Unterdruck aufgebrachte Reibkräfte, und Marke führt zu einer Beruhigung
des Bogen.- bzw. Tafellaufs.
[0017] Prelleffekte, d. h. stoßartige Berührungen zwischen Marken und Hinterschüben und
ggf. Seitenschüben werden auf diese Weise stark reduziert, was sich positiv auf die
Passergenauigkeit und die Produktionssicherheit auswirkt. Eine ggf. ansonsten erforderliche
Vorsteuerung von Hinterschübe an den Fördermitteln des vorgeordneten Fördermittels,
z. B. eines Zuführrahmens, kann entfallen. Statt dessen kann lediglich eine einfache
Rücksteuerung von ggf. vorgesehenen Hinterschüben vorgesehen sein, die z. B. nach
dem Greiferschluss, d. h. nach Fixierung des Bogens bzw. der Tafel durch zusätzlich
vorgesehene Greifer und/oder durch gleichzeitig als Greifer ausgeführte Markenhebel,
für einen Abstand zwischen ggf. vorhandenen Hinterschüben und der Tafelhinterkante
sorgt.
[0018] Die Anschlagvorrichtung ist zwar mit bewegtem, jedoch im Hinblick auf das Längsregister
mit zu jedem Zeitpunkt definiertem, also "hartem" Anschlag ausgebildet. In vorteilhafter
Weiterbildung wirkt diese Anschlagvorrichtung mit einer Fördereinrichtung zusammen,
die Mittel aufweist, welche - zumindest für eine begrenzte Bewegungsphase - eine Begrenzung
der am Bedruckstoffbogen für den Vorschub angreifenden Kraft bewirken. Obgleich für
die vorlaufende Kante zweckmäßigerweise ein bzgl. des Registers "harter" Anschlag
vorgesehen ist, wird durch den zumindest in gewissen Grenzen "weichen" Vorschub auch
von Seiten der Fördereinrichtung die Gefahr eines Prelleffektes oder gar eines Verformens
des Bedruckstoffbogens vermindert.
[0019] In einer Weiterbildung wird durch einen abknickenden Führungsweg in Verbindung mit
einem die Durchbiegung unterstützenden Mittel eine sichere, und vom spezifischen Gewicht
des Bedruckstoffbogens unabhängigere Versteifung des Bedruckstoffbogens in Querrichtung
erreicht. Infolge des Versteifens in Querrichtung wird gleichzeitig auch ein gestreckter
Verlauf der vorlaufenden, an eine Anschlagvorrichtung heranzuführenden Kante gewährleistet.
Das Mittel, welches den geförderten Bedruckstoffbogen im Bereich der abknickenden
Führung gegen die Auflagefläche drückt, sorgt dafür, dass der Bedruckstoffbogen -
ggf. entgegen seiner Steifigkeit in Längsrichtung - in definierbarer Weise eine Durchbiegung
erfährt.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen eine Anschlagvorrichtung aufweisenden Zylinder mit vorgeordneter Fördereinrichtung
einer ersten Ausführung;
- Fig. 2
- einen eine Anschlagvorrichtung aufweisenden Zylinder mit vorgeordneter Fördereinrichtung
einer zweiten Ausführung;
- Fig. 3
- eine Ausführung eines Zylinders mit Anschlagvorrichtung;
- Fig. 4
- eine erste Ausführung für die Kopplung der Bewegung einer Anlegemarke an die Bewegung
des Markenhebels;
- Fig. 5
- eine zweite Ausführung für die Kopplung der Bewegung einer Anlegemarke an die Bewegung
des Markenhebels;
- Fig. 6
- eine Sequenz von Momentaufnahmen a) bis d) für die Bewegung des Markenhebels und der
Anlegemarke;
- Fig. 7
- ein Anlegediagramm für die Bewegungen des Markenhebels und der Anlegemarke;
- Fig. 8
- ein Druckwerk mit Anschlagvorrichtung und vorgeordneter Fördereinrichtung;
- Fig. 9
- ein Lackierwerk mit Anlegtrommel und vorgeordneter Fördereinrichtung;
- Fig. 10
- eine Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
durch eine einfedernde Antriebseinrichtung;
- Fig. 11
- eine Detailansicht aus der Fördereinrichtung aus Fig. 10;
- Fig. 12
- eine Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
durch Momentenbegrenzung;
- Fig. 13
- eine weitere Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung
des Umlaufmittels durch Momentenbegrenzung;
- Fig. 14
- eine Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
durch Einfederung des Zugmittelverlaufs;
- Fig. 15
- eine weitere Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung
des Umlaufmittels durch Einfederung des Zugmittelverlaufs;
- Fig. 16
- eine weitere Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung
des Umlaufmittels durch Einfederung des Zugmittelverlaufs;
- Fig. 17
- eine weitere Ausführungsvariante für eine Fördereinrichtung mit Vorschubbegrenzung
des Umlaufmittels durch Einfederung des Zugmittelverlaufs;
- Fig. 18
- eine schematische Darstellung unterschiedlicher Betriebssituationen für die Lagen
eines Schlittens aus der Ausführungsvariante gemäß Fig. 17;
- Fig. 19
- eine schematische Schnittdarstellung einer mit einem Lochband zusammen wirkenden Unterdruckkammer.
[0022] In einer Bedruckstoffbogen 01, vorzugsweise als Bedruckstofftafeln 01 ausgebildete
Bedruckstoffbogen 01 bearbeitenden Maschine, insbesondere Druck- und/oder Lackiermaschine,
werden Bedruckstoffbogen 01, vorzugsweise Bedruckstofftafeln 01, durch eine oder mehrere
Fördereinrichtungen 04; 06 entlang eines Förderweges transportiert, auf welchem sie
durch ein oder mehrere Bearbeitungsaggregate 02; 03 auf wenigstens einer ihrer Seiten
bearbeitet, z. B. bedruckt und/oder lackiert werden. Um eine bezüglich des Längsregisters
registergerechte Bearbeitung sicher zu stellen, ist im Förderweg an wenigstens einer
Stelle ein Zylinder 07; 08 mit einer Vorrichtung 09 zur registergerechten Ausrichtung,
kurz Anschlagvorrichtung 09, eines auf der Förderstrecke, insbesondere durch eine
vorgeordnete Fördereinrichtung 04; 06 herangeförderten, Bedruckstoffbogens 01, insbesondere
einer Bedruckstofftafel 01, vorgesehen.
[0023] Durch Zusammenwirken der den Bedruckstoffbogen 01 fördernden Fördereinrichtung 04;
06 mit der Anschlagvorrichtung 09 wird der Bedruckstoffbogen 01 an letzterer registergerecht
angelegt und ggf. im Fall einer Schräglage korrekt ausgerichtet. Hierzu ist bzw. wird
die dem Zylinder 07; 08 direkt vorgeordnete Fördereinrichtung 04; 06 vorzugsweise
zumindest zeitweise mit einer gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders 07;
08 höheren Vorschub- bzw. Fördergeschwindigkeit betrieben. Durch die, z. B. zumindest
vorübergehend, höhere Vorschubgeschwindigkeit wird eine vorlaufende Kante 13 des Bedruckstoffbogens
01 an wenigstens ein Anschlagmittel 11 der Anschlagvorrichtung 09 gedrückt.
[0024] Die Fördereinrichtung 04; 06 umfasst wenigstens ein Bedruckstoffbogen 01 förderndes
Mittel 05, beispielsweise Umlaufmittel 05 bzw. ein umlaufendes, Bedruckstoffbogen
01 transportierendes Fördermittel 05, beispielsweise umfass sie ein Bandsystem mit
einem oder mehreren z. B. als umlaufende Bänder 05 ausgebildeten Umlaufmitteln 05,
auf welchem bzw. welchen der Bedruckstoffbogen 01 in Transportrichtung durch Formschluss
mit einem am Band 05 oder einem davon verschiedenen, ebenfalls umlaufenden Zugmittel
angeordneten und am nachlaufenden Ende des Bedruckstoffbogens 01 angreifenden Anschlag
15, z. B. Hinterschub 15, oder aber durch Kraftschluss (Reibung) mit dem Bandsystem
durch lediglich das Eigengewicht oder unterstützt durch reibungserhöhende Maßnahmen,
z. B. durch ein die Auflagekraft und damit die Reibung erhöhendes Mittel 25, insbesondere
ein Mittel 25 zur Erzeugung eines Unterdruckes P -, beispielsweise eine als Unterdruckkammer
25 ausgebildete Drucksenke 25, oder einer magnetischen Kraft, beispielsweise eines
Magneten 25, insbesondere Elektromagneten, gefördert wird. Vorzugsweise ist die Wirkung
des Mittels 25 variierbar und/oder wahlweise aktivier- und deaktivierbar ausgebildet.
[0025] Um nach dem Erstkontakt eine Verformung des Bedruckstoffbogens 01 durch die voneinander
abweichenden Geschwindigkeiten zu vermeiden, ist die mit dem die Anschlagvorrichtung
09 aufweisenden Zylinder 07; 08 zusammen wirkende Fördereinrichtung 04; 06 vorzugsweise
mit Mitteln 53; 54; 67; 56; 81; 82; 83; 84; 98 ausgebildet, welche eine Begrenzung
der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden Kraft bewirken. Diese die
Vorschubkraft am Bedruckstoffbogen 01 begrenzenden Mittel können - z. B. abhängig
von der Ausprägung des Fördermittels - grundsätzlich auf unterschiedliche Weise realisiert
sein (siehe hierzu auch unten zu Fig. 10 bis Fig. 18).
[0026] Exemplarisch und stellvertretend für mögliche Ausführungsformen der dem Zylinder
07; 08 vorgeordneten Fördereinrichtung 04; 06 ist in Fig. 1 die Fördereinrichtung
04; 06 schematisch als wenigstens ein umlaufendes Band 05 mit einem Hinterschub 15
aufweisendes Bandsystem und in Fig. 2 mit einem ein die die Reibung bzw. Auflagekraft
erhöhendes Mittel 25 dargestellt.
[0027] Wie bereits dargelegt, umfasst die Bedruckstoffbogen 01 bzw. Bedruckstofftafeln 01
bearbeitende Maschine wenigstens ein Bearbeitungsaggregat 02; 03, z. B. wenigstens
ein Druckwerk 02 (z. B. Fig. 8) und/oder wenigstens ein Lackierwerk 03 (z. B. Fig.
9), durch welches der insbesondere als Bedruckstofftafel 01 ausgebildete Bedruckstoffbogen
01 auf mindestens einer Seite bedruckbar bzw. lackierbar ist. Es können in einer selben
Bearbeitungsstraße der Maschine in Förderrichtung hintereinander auch mindestens ein
Druckwerk 02 und mindestens ein Lackierwerk 03 vorgesehen sein.
[0028] Der Zylinder 07; 08 mit vorgeordneter Fördereinrichtung 04; 06 kann grundsätzlich
ein oder mehrfach im Förderweg der Maschine vorgesehen sein. So kann ein derartiger,
die Anschlagvorrichtung 09 umfassender Zylinder 07; 08 beispielsweise als Korrektiv
auf einer freien Förderstrecke und/oder im Eingangsbereich eines Bearbeitungsaggregates
03 in Art eines Anlegezylinders 08 bzw. einer Anlegetrommel 08 und/oder als Funktionsteil
eines Bearbeitungsaggregates 02 mit Anschlagvorrichtung 09, beispielsweise als ein
die Anlagevorrichtung 09 aufweisender Zylinder 07, insbesondere Druckwerkszylinder
07, ausgeführt sein.
[0029] Die zu fördernden und durch die Maschine zu bearbeitenden Bedruckstoffbogen 01 können
grundsätzlich auch als Papierbogen, z. B. als Papierbogen oder Karton größerer Stärke,
beispielsweise bis zu mindestens 1 mm Materialstärke ausgebildet sein, sind jedoch
in bevorzugter Ausgestaltung als steife Bedruckstoffbogen 01 bzw. aus einem steifen
Werkstoff, beispielsweise in der Art von Tafeln 01, z. B. Bedruckstofftafeln 01, ausgebildet.
Die Bedruckstofftafeln 01, können vorzugsweise als metallische Tafeln 01, insbesondere
als Blechtafeln 01 ausgebildet sein. Die Bedruckstoffbogen 01 bzw. Bedruckstofftafeln
01 im hier bevorzugten Sinne zeichnen sich z. B. im Gegensatz zu dünnen Papierbogen
beispielsweise dadurch aus, dass sie bezogen auf ihre in Transportrichtung verlaufende
Längsausdehnung eine erheblich höhere Biegesteifigkeit und/oder ein höheres Flächengewicht
von z. B. mindestens 1 kg/m
2, insbesondere 1 bis 3 kg/m
2 aufweisen als dünne Papierbogen. Sie zeichnen sich beispielsweise dadurch aus, dass
sie nicht auf den gekrümmten Oberflächen rotierender Transportzylinder oder Walzen
aufgewickelt, sondern über derartige Walzen und Zylinder, ggf. unter geringfügiger
Durchbiegung und/oder ggf. einer vernachlässigen Umschlingung, z. B. über weniger
als 20°, lediglich im wesentlichen geradlinig transportiert werden. Als Tafeln 01
in diesem Sinne kommen daher neben der bevorzugten Ausführung als Metalltafeln 01,
z. B. Blechtafeln 01 beispielsweise aus Weissblech oder Aluminiumblech, auch Tafeln
01 aus empfindlicherem Material wie z. B. Tafeln aus Kunststoff-, aus Holz-, einem
Verbundwerkstoff oder Pappe in Betracht, insbesondere sofern sie z. B. im o. g. Sinne
biegesteif ausgebildet sind. Wo im Folgenden nicht explizit unterschieden wird, ist
unter dem allgemein gefassten Ausdruck "Bedruckstoffbogen" auch eine der speziellen
Ausbildungen, insbesondere als Bedruckstofftafel 01 in einer der genannten Formen,
vorzugsweise aus Metall, zu verstehen.
[0030] Der Zylinder 07; 08 wirkt mit dem insbesondere tafelartigen Bedruckstoffbogen 01
diesen führend und ausrichtend zusammen, wobei dieser auf dem Zylinder 07; 08 am Zylinderumfang
im wesentlichen tangential abrollt, sich insbesondere nicht an einen signifikanten
Umfangsbereich anlegt. Die Anschlagvorrichtung 09 sorgt hierbei für die korrekte,
bezüglich der Transportrichtung registergerechte Anlage einer vorlaufenden Kante 13
der auf dem Förderweg durch die vorgeordnete Fördereinrichtung 04; 06 herangeförderten
Bedruckstofftafel 01. Sie umfasst mindestens ein Anschlagmittel 11 mit einer Anschlagfläche
12, vorzugsweise mehrere, z. B. zwei, axial voneinander beabstandete Anschlagmittel
11, welche in der Weise durch einen ersten Antriebsmechanismus periodisch und/oder
korreliert zur Zylinderrotation bewegbar sind, sodass ein die Anschlagfläche 12 tragendes
Ende entlang einer definierten ersten Bewegungsbahn mit zuminderst einer in Bezug
auf den Zylinder 07; 08 radialen Bewegungskomponente zwischen einer ersten und einer
radial von der ersten Lage beabstandeten zweiten Lage bewegbar ist. In der zweiten
Lage tritt das die Anschlagfläche 12 tragende freie Ende vorzugsweise weiter aus der
Umfangslinie des Zylinders 07; 08 heraus als in der ersten Lage, in welcher es beispielsweise
zum größten Teil innerhalb der Umfangslinie aufgenommen ist.
[0031] Das sich periodisch und/oder korreliert zur Zylinderrotation bewegbare Anschlagmittel
11, z. B. sog. Markenhebel 11, kann grundsätzlich in beliebiger Weise ausgebildet,
im Zylinder 07; 08 gelagert und durch einen ersten Antriebsmechanismus angetrieben
sein, sofern hierdurch die o. g. periodische und/oder korrelierte Bewegung des die
Anschlagfläche 12 tragenden freien Endes mit zumindest einer radialen Bewegungskomponente
zwischen einer inneren und einer äußeren Lage realisierbar bzw. realisiert ist. Beispielsweise
kann das z. B. als Markenhebel 11 bezeichnete Anschlagmittel 11 in einer Führung gelagert
und in dieser Führung insgesamt entlang einer Geraden oder entlang eines kurvenförmigen
Weges hin und her bewegbar sein, wobei zumindest eine, insbesondere überwiegende,
radiale Weg- bzw. Bewegungskomponente vorgesehen ist.
[0032] Bevorzugt ist das Anschlagmittel 11 als Markenhebel 11 in der Art eines verschwenkbaren
Hebels ausgebildet, wobei die Radialbewegung des freien, antriebseitenfernen Endes
zwischen der ersten und der zweiten Lage bevorzugt durch Verschwenken des Markenhebels
11 um eine zur Zylinderachse parallele, vorteilhaft innerhalb der Umfangslinie liegenden
Achse A, insbesondere einer zylinderfesten Achse A, erfolgt. Hierzu kann der Markenhebel
11 bzw. können die beiden Markenhebel 11 verdrehfest an einer Welle 14, insbesondere
einer verschwenkbar aber zylinderfest gelagerten Welle 14 angeordnet sein. Exemplarisch
und stellvertretend für die möglichen Ausführungen des Zylinders 07; 08 (24, s. u.)
ist in Fig. 3 der Zylinder 07 in der Ausführung als Druckwerkszylinder 07 dargestellt.
[0033] Der mit der Zylinderrotation korrelierte Antrieb der Markenhebel 11 bzw. der Welle
14 kann grundsätzlich über ein mechanisch von der Zylinderrotation unabhängiges Antriebsmittel
erfolgen, wobei die Korrelation hierbei dann z. B. auf elektronischem oder schaltungstechnischem
Wege realisiert sein kann.
[0034] Vorzugsweise erfolgt der mit der Zylinderrotation korrelierte Antrieb der Markenhebel
11 bzw. der Welle 14 jedoch über ein erstes Nockengetriebe 16, welches beispielsweise
zusammen mit der den bzw. die Markenhebel 11 tragenden Welle 14 und ggf. weiteren
Zwischengliedern den ersten Antriebsmechanismus bildet. Hierbei rollt z. B. eine am
freien Ende eines mit der Welle 14 drehfest verbundenen Hebels 17 angeordnete Rolle
18 auf einer raumfest angeordneten Kurvenscheibe 19 ab, deren Ausformung bei Rotation
des Zylinders 07; 08 über die Rolle 18, den Hebel 17 und die Welle 14 die Auf- und
Abwärtsbewegung des Markenhebels 11 vorgibt.
[0035] Eine an den Zylinder 07; 08 heranzuführende Tafel 01 wird durch die vorgeordnete
Fördereinrichtung 04; 06 derart gefördert, dass die vorlaufende Kante 13 der Tafel
01 zumindest direkt vor dem Auflaufen auf dem Zylinder 07; 08, z. B. zumindest auf
einer Streckenlänge von wenigstens 5 cm, vorzugsweise mindestens 10 cm, vor der Erstberührung,
entlang einer nahezu geradlinigen Bewegungsbahn B
T verläuft, welche bevorzugt mit einer Tangente oder alternativ mit einer zur Tangente
parallelen, um wenige Millimeter, z. B. um bis zu 10 mm versetzten, Sekante zusammen
fällt.
[0036] Infolge des sinusförmigen Geschwindigkeitsverlaufs der auf die Bewegungsbahn B
T projizierten Bewegung eines mit konstanter Umfangsgeschwindigkeit umlaufenden zylinderfesten
Zylindermantelpunktes einerseits, und der einer konstanten Zylinderrotation überlagerten
Bewegung des freien Endes des entlang der ersten Bewegungsbahn (z. B. Schwenkbewegung)
relativ am Zylinder 07; 08 bewegten Anschlagmittels 11 andererseits, erfährt das freie
Ende, und mit diesem die Anschlagfläche 12, ohne weitere Maßnahmen eine auf die Bewegungsbahn
B
T projizierte ungleichförmige Bewegung. Hieraus resultierende negative Einflüsse für
das Förderverhalten der Tafel 01 sind unter diesen Voraussetzungen nur zu vermindern,
indem ein Kontakt zwischen Anschlagfläche 12 und vorlaufender Kante 13 auf einen möglichst
kurzen Streckenabschnitt, vorzugsweise auf den Bereich des Berührpunktes mit einer
tangential verlaufenden Bewegungsbahn B
T reduziert wird.
[0037] Dies steht jedoch einem hier verfolgten Ziel entgegen, die zuzuführende Tafel 01
möglichst frühzeitig und auf einem signifikanten, insbesondere möglichst großen Streckenabschnitt,
z. B. auf mindestens einem Streckenabschnitt von 5 cm bzw. einer Zylinderbewegung
um mindestens 20°, bis zum Auflaufen der Tafel 01 auf dem Zylinder 07; 08 an der Anschlagfläche
12 zu führen. Hierbei sollte auf diesem Abschnitt der zum jeweiligen Zeitpunkt wirksame
Teil der Anschlagfläche 12 mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit entlang
der Bewegungsbahn B
T bewegt werden bzw. sein, welche vorzugsweise der Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders
07; 08 entspricht.
[0038] Um dies zu ermöglichen oder zumindest diesem Ziel möglichst nahe zu kommen ist erfindungsgemäß
das insbesondere als Markenhebel 11 ausgebildete Anschlagmittel 11 z. B. derart mehrteilig
mit einem Anschlagelement 21 und einem das Anschlagelement 21 tragenden Arm 22, z.
B. Hebelarm 22, ausgebildet, dass ein die Anschlagfläche 12 umfassendes Anschlagelement
21 nicht starr und ggf. lediglich justierbar an einem entlang der ersten Bewegungsbahn
bewegbaren Hebel angeordnet, entlang einer (zweiten) Bewegungsbahn translatorisch
relativbeweglich, an dem Arm 22, z. B. Hebelarm 22, angeordnet und durch einen (zweiten)
Antriebsmechanismus 23 hinsichtlich seiner Bewegung relativ zum Arm 22 periodisch
und/oder in Korrelation zur Bewegung des Arms 22 zwangsantreibbar ist.
[0039] Der das Anschlagelement 21 aufweisende Markenhebel 11 ist somit insgesamt durch einen
ersten Antriebsmechanismus mit zumindest einer, insbesondere einer überwiegenden,
Radialkomponente, periodisch und/oder in Korrelation zur Zylinderrotation bewegbar
bzw. bewegt, insbesondere verschwenkbar, wobei das die Anschlagfläche 12 aufweisende
Anschlagelement 21 selbst am Markenhebel 11, insbesondere im Bereich des freien Endes,
relativbeweglich gelagert und durch einen zweiten Antriebsmechanismus 23, vorzugsweise
periodisch und/oder in Korrelation zur Bewegung des Arms 22, zwangsantreibbar bzw.
zwangsangetrieben ist. Die zweite Bewegung erfolgt ebenfalls entlang einer definierten
zweiten Bewegungsbahn mit zuminderst einer in Bezug auf den Zylinder 07; 08 tangentialen
Bewegungskomponente, insbesondere überwiegenden tangentialen Komponente, zwischen
einer ersten und einer in Umfangsrichtung des Zylinders 07; 08 von der ersten Lage
beabstandeten zweiten Lage.
[0040] Im vorliegenden Zusammenhang soll unter einer Bewegung mit überwiegend radialer Komponente
eine Bewegung verstanden sein, deren radialer Hub größer ist als der durch diese Bewegung
ggf. gleichzeitig erfolgende Tangentialhub. Umgekehrt soll unter einer Bewegung mit
überwiegend tangentialer Komponente eine Bewegung verstanden sein, deren tangentialer
Hub größer ist als der durch diese Bewegung ggf. gleichzeitig erfolgende Radialhub.
[0041] Die Anschlagfläche 12 ist somit während des gesamten Bewegungszyklus einer vollen
Drehung des Zylinders 07; 08 betriebsmäßig nicht starr am bewegten Anschlagmittel
11 angeordnet, sondern ist Bestandteil eines Anschlagelementes 21, welches seinerseits
relativbeweglich am Anschlagmittel 11 angeordnet und ebenfalls periodisch zwangsbewegt
ist bzw. wird.
[0042] Das Anschlagelement 21 ist am Markenhebel 11, z. B. auf dessen Arm 22, derart relativbeweglich
angeordnet und/oder wird bzw. ist durch den zweiten Antriebsmechanismus 23 in der
Weise angetrieben bzw. antreibbar ausgebildet, dass es in zumindest einer Phase, in
welcher es mit der Kante 13 eines herangeförderten Bedruckstoffbogens 01 in Kontakt
tritt, der Bedruckstoffbogen 01 vorzugsweise jedoch noch nicht auf den Zylinder 07;
08 (24) aufgelaufen ist, am Markenhebel 11 in eine Richtung mit zumindest einer Bewegungskomponente
in Drehrichtung des Zylinders 07; 08 (24) und/oder entlang der Bewegungsbahn B
T des Bedruckstoffbogens 01 bewegt wird bzw. bewegbar ist
[0043] Die Ausbildung des Anschlagmittels 11 und die Antriebsmechanismen (23) für den Arm
22 und das Anschlagelement 21 sind derart aufeinander abgestimmt, dass sich das in
Kontakt mit dem Bedruckstoffbogen 01 befindliche Anschlagelement 21 in Umfangsrichtung
des Zylinders 07; 08 (24) betrachtet in Drehrichtung bzw. in Bewegungsrichtung des
Bedruckstoffbogens 01 bewegt.
[0044] Eine erfindungsgemäß ausgeführte Anschlagvorrichtung 09 mit einem in genannter Art
eine erste, überwiegend radiale Bewegung ausführenden Anschlagmittel 11 und einem
an diesem eine, insbesondere überwiegend tangentiale, Relativbewegung ausübenden Anschlagelement
21, wird im Folgenden auch als vorsteuerbare bzw. vorsteuernde Anschlagvorrichtung
09 bezeichnet.
[0045] Der periodische Antrieb des Anschlagelementes 21 kann grundsätzlich ebenfalls zur
Zylinderrotation korreliert und ggf. direkt mechanisch oder elektronisch an diese
gekoppelt sein. Für den Fall einer elektronischen oder schaltungstechnischen Kopplung
kann ein eigenes Antriebsmittel für die Bewegung des Anschlagelementes 21 vorgesehen
sein. Vorzugsweise kann jedoch ein eigenes Antriebsmittel entfallen, indem das Anschlagelement
21 über den zweiten Antriebsmechanismus 23, z. B. über ein Getriebe 23, direkt an
die Rotationsbewegung des Zylinders 07; 08 (24) oder vorzugsweise indirekt über die
Bewegung des Anschlagmittels 11, insbesondere des Arms 22, welche mit der Rotationsbewegung
korreliert, an die Rotationsbewegung des Zylinders 07; 08 (24) gekoppelt ist.
[0046] Für den Fall einer direkten Kopplung an die Rotationsbewegung des Zylinders 07; 08
(24) kann neben der ersten betriebsmäßig raumfesten Kurvenscheibe 19 eine weitere,
nicht dargestellte raumfeste Kurvenscheibe vorgesehen sein, welche in der Art eines
Nockengetriebes mit einer Rolle und einem mit dem Anschlagelement 21 verbundenen Hebel
den zweiten Antriebsmechanismus 23 bildet. In bevorzugter Ausführung ist die erzwungene
Relativbewegung des Anschlagelementes 21 jedoch nicht durch eine raumfeste Kurvenscheibe,
sondern durch die Bewegung des das Anschlagelement 21 tragenden Anschlagmittels 11
(Markenhebels 11) bzw. dessen Arm 22 in Verbindung mit einer zylinderfesten Anlenkung
(z. B. über eine Koppel 28 oder ein zweites Nockengetriebe 32, siehe unten zu Fig.
4 und Fig. 5) veranlasst.
[0047] Die Relativbewegung des Anschlagelementes 21 kann grundsätzlich entlang unterschiedlicher
Bewegungsbahnen B
R erfolgen, sofern sich diese von der Bewegungsrichtung der ersten Bewegung unterscheidet
und eine (signifikante) Komponente in Umfangsrichtung und/oder in tangentialer Richtung
des Zylinders 07; 08 (24) aufweist. So kann eine z. B. zur ersten Bewegung Gegenläufige
Schwenkbewegung um eine markenhebelfeste Schwenkachse vorgesehen sein, welche beispielsweise
dem o. g. sinusförmigen Tangentialgeschwindigkeitsprofil entgegenwirkt. Ebenso kann
eine Translationsbewegung entlang einer Führung vorgesehen sein, welche gekrümmt sein
kann oder zumindest nicht im gesamten Bewegungsbereich geradlinig ausgebildet ist.
Eine derartige Bewegungsbahn B
R für die Relativbewegung kann dann konkret an die durch die Superposition mit der
ersten Bewegung geforderte Bewegung angepasst sein.
[0048] In einer dargestellten und bevorzugten Ausführung erfolgt die Relativbewegung des
Anschlagelementes 21 am Arm 22 entlang einer geradlinigen Bewegungsbahn B
R. Die geradlinige Bewegungsbahn B
R ist vorzugsweise derart am Arm 22 orientiert, dass diese im wesentlichen (z. B. mit
einer maximalen Abweichung von ± 5°, insbesondere maximal ± 3°) tangential zum Zylinder
07; 08 (24) verläuft, wenn sich das Anschlagmittel 11, also der Arm 22 samt Anschlagelement
21, in derjenigen Position befindet, in welcher die Anschlagfläche 12 eine Nulllage
L
0 durchschreitet.
[0049] Unter der Nulllage L
0 ist die auf die Rotationsachse des Zylinders 07; 08 (24) bezogene Winkellage zu verstehen,
zu welcher der Radius des Zylinders 07; 08 (24) und die Transportrichtung T
0 der Tafel 01 im Berührpunkt (bzw. der axial verlaufenden Berührlinie) mit dem Zylinder
07; 08 (24) senkrecht aufeinander stehen. Für den Fall, dass die Tafel 01 den Zylinder
nicht näherungsweise auf einer Berührlinie, sondern durch elastische und/oder kompressible
Verformung der Zylinderoberfläche und/oder durch geringfügige Durchbiegung der Tafel
01 in einem kleinen Winkelbereich berührt, soll als Nulllage L
0 die diesen Winkelbereichs halbierende Lage verstanden werden. Für den Fall, dass
der erste Zylinder 07 mit einem anderen Zylinder 24, z. B. einem Druckwerkszylinder
24, über den zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 bzw. Tafel 01 eine Nippstelle bildet,
fällt die Nulllage L
0 beispielsweise mit der die Rotationsachsen der beiden Zylinder 07; 24 verbindenden
Linie zusammen.
[0050] Grundsätzlich unabhängig von der konkreten Ausprägung der zweiten Bewegungsbahn B
R, jedoch vorzugsweise in Verbindung mit deren geradlinigen Ausprägung umfasst das
die Relativbewegung des Anschlagelementes 21 herbeiführende Getriebe 23 bzw. der zweite
Antriebsmechanismus 23 eine über eine ein- oder mehrgliedrige Verbindung erfolgende
Anlenkung des Anschlagelements 21 an ein zylinderfestes Widerlager 26; 31, sodass
sich bei Bewegung des das Anschlagelement 21 tragenden Anschlagmittels 11 das Anschlagelement
21 an dem zylinderfesten Widerlager 26; 31 abstützt.
[0051] In einer ersten Ausführung weist die Kopplung zwischen einem Angriffspunkt des Anschlagelementes
21 und dem für die zylinderfeste Anlenkung wirksamen Angriffspunkt eine feste (effektive)
Koppellänge I auf.
[0052] In einer bezüglich einer mechanisch wenig aufwändigen vorteilhaften ersten Ausführungsform
dieser ersten Ausführung ist die Kopplung durch eine Koppel 28 gegeben, welche einerseits
über beispielsweise einen Zapfen 29 oder eine Welle 29 drehbeweglich am Anschlagelement
21, z. B. an einer am Anschlagelement 21 angeordneten Tragelement 35, und andererseits
über einen Zapfen 31 oder eine Welle 31 drehbeweglich am Zylinder 07; 08 angelenkt
ist, wobei die Achsen der drehbeweglichen Verbindung jeweils vorzugsweise parallel
zur Zylinderachse verlaufen. Die zylinderfeste Drehachse, d. h. das Zentrum des Zapfens
31 bzw. der Welle 31, verläuft beabstandet zur Zylinderachse und beabstandet zur Schwenkachse
des Markenhebels 11. Die Welle 31 wird hierbei als Widerlager 31 gegen welches sich
das Anschlagelement 21 über die Koppel 28 abstützt. Durch ein Bewegen, insbesondere
Verschwenken des gesamten Anschlagmittels 11, insbesondere des Markenhebels 11, bzw.
dessen Arms 22 wird das z. B. beabstandet zur Schwenkachse des Markenhebels 11 angelenkte
Anschlagelement 21 durch die Kopplung zur o. g. Relativbewegung gezwungen.
[0053] In einer alternativen Ausführungsform der ersten Ausführung ist die Kopplung bzw.
Anlenkung durch ein zweites Nockengetriebe 32 gegeben, welche einerseits eine über
beispielsweise einen Zapfen 33 oder eine Welle 33 drehbeweglich am Anschlagelement
21, z. B. an dem Anschlagelement 21 fest angeordneten Tragelement 35, angeordnete
Rolle 34 umfasst, welche mit einem über beispielsweise einen Zapfen 31 oder in sonstiger
Weise am Zylinder 07; 08 angeordneten, insbesondere zylinderfesten Anschlagelement
26 als Widerlager 21 zusammenwirkt, wobei in dieser Ausführungsform zumindest der
mit der Rolle 34 während des Bewegungszyklus zusammenwirkende Umfangsabschnitt des
Anschlagelementes 26 eine kreisringabschnittförmige Kontur aufweist. Die Achse der
drehbeweglichen Rolle 34 sowie das Zentrum der kreisringförmigen Kontur verlaufen
jeweils vorzugsweise parallel zur Zylinderachse. Das Zentrum des kreisring- oder kreisringabschnittförmigen
Anschlagelementes 26 verläuft beabstandet zur Zylinderachse und vorzugsweise beabstandet
zur Schwenkachse des Markenhebels 11. Durch die Radien der Rolle 34 und des kreisring(abschnitt)förmigen
Anschlagelementes 26 ist eine effektive Koppellänge I gegeben. Um eine beiderseitige
Wirkung der Kopplung zu erzielen, ist der Kopplung des weiteren ein Federelement 27,
beispielsweise eine Druckfeder 27, zugeordnet, durch welches die Rolle 34 eine Kraft
in Richtung Anschlagelement 26 erfährt. Das Federelement 27 greift hierfür z. B. direkt
oder indirekt am Arm 22 des Anschlagmittels 11, und andererseits an dem die Rolle
34 tragenden Anschlagelement 21 an. Statt einer Druckfeder 27 kann unter Beachtung
der Kraftrichtung auch eine Zugfeder Anwendung finden. Vorzugsweise wird durch das
Federelement 27 eine Vorspannung Richtung Anschlagelement 26 aufgebracht. Das zylinderfeste
Anschlagelement 26 stellt hierbei - ggf. zusammen mit dem Federelement 27 - das Widerlager
dar, gegen welches sich das Anschlagelement 21 über die Rolle 34 abstützt. Durch ein
Bewegen, insbesondere Verschwenken des gesamten Anschlagmittels 11, insbesondere des
Markenhebels 11, bzw. dessen Arms 22 wird das z. B. beabstandet zur Schwenkachse des
Markenhebels 11 angelenkte Anschlagelement 21 durch die als vorgespanntes zweites
Nockengetriebe 32 ausgebildete Kopplung zur o. g. Relativbewegung gezwungen.
[0054] In einem zweiten, nicht explizit dargestellten Ausführungsbeispiel, welches beispielsweise
eine vorteilhafte Weiterbildung zur zweiten Ausführungsform des ersten Ausführungsbeispiels
darstellt, ist das Anschlagelement 26 im Wirkbereich, d. h. im relevanten Kurvenabschnitt
bzw. -segment, nicht mit einer kreisringabschnittförmige Kontur, sondern einer hiervon
abweichenden Kontur ausgebildet. Diese Kontur des während eines Bewegungszyklus mit
der Rolle 34 zusammen wirkenden Kurvenabschnittes des Anschlagelementes 26 ist beispielsweise
in der Weise mit unregelmäßiger Krümmung ausgebildet, dass im Ergebnis der Überlagerung
der Bewegungen des gesamten Anschlagmittels 11 und der Bewegung des Anschlagelementes
26 ein gewünschtes Bewegungsprofil modellierbar ist. So kann beispielsweise eine Bewegung
mit einer bzgl. der Tangentialrichtung konstanten Bewegung der am Anschlagelement
21 befindlichen Anschlagfläche 12 oder eine Bewegung mit zumindest bereichsweise abnehmender
Geschwindigkeit erforderlich und/der erzeugbar sein. Andererseits kann die Bewegungslinie
beeinflusst werden, wobei beispielsweise eine im wesentlichen geradlinige, ggf. tangentiale
Bewegung oder eine zur Tangente geneigte Bewegung erwünscht und/oder erzeugt sein
kann. Eine hinsichtlich der speziellen Erfordernisse modellierte Kontur des Anschlagelementes
26 eröffnet somit einen großen Spielraum für die Optimierung der Bewegung der für
das Ausrichten wirksamen Anschlagfläche(n) 12.
[0055] In der Ausführung der Relativbewegung entlang einer geradlinigen Bewegungsbahn B
R ist das Anschlagelement 21 beispielsweise über eine Linearführung 38 am Arm 22 im
Bereich dessen freien Endes, d. h. im Kopfbereich, angeordnet. Das z. B. als Markenhebel
11 ausgebildete Anschlagmittel 11 ist z. B. durch eine Klemmverbindung 39 drehsteif
an der Welle 14 angeordnet, wobei die Klemmverbindung 39 durch ein Federelement, z.
B. eine Druckfeder, vorgespannt sein kann.
[0056] Die dem Zylinder 07; 08 zugeordnete Vorrichtung 09 kann als reine Anschlagvorrichtung
09 oder in einer vorteilhaften Weiterbildung als Anschlag- und Greifvorrichtung 09
ausgebildet sein. Im letzteren Fall können bevorzugter Weise am Anschlagmittel 11,
insbesondere am Anschlagelement 21, Greifelemente 36, z. B. Greiferspitzen 36, vorgesehen
sein, welche in tangentialer Richtung betrachtet über die Anschlagfläche 12 hinausragen
und in der Phase des Absenkens des Anschlagelements 11 auf den an der Anschlagfläche
12 anliegenden Bedruckstoffbogen 01 drücken. Stattdessen oder zusätzlich können jedoch
auch an der selben Welle 14 axial beabstandet oder an einer gesondert vorgesehenen
und in ähnlicher Weise zwangsangetriebenen Welle ein oder mehrere Greifer 37 vorgesehen
sein, welchen im Gegensatz zu den ggf. zusätzlich Greiferspitzen 36 aufweisenden Anschlagmitteln
11, z. B. keine ausrichtende, sondern lediglich haltende Funktion zukommt.
[0057] Im Folgenden (siehe z. B. Fig. 6a bis d) wird die Funktion und die Bewegung des oben
beschriebenen Anschlagmittels 11 anhand einer Sequenz von Momentaufnahmen für den
Fall eines mit Greiferspitze 36 ausgebildeten Anschlagmittels 11 und zusätzlichem
Greifer 37 dargelegt, wobei an betreffenden Stellen auf mögliche Abweichungen für
den Fall einer Ausbildung ohne Greiferspitze 36 als reines Anschlagmittels 11 hingewiesen
wird. Die Erläuterung erfolgt des weiteren am Beispiel eines als Druckwerkzylinder
07 ausgebildeten Zylinders 07, ist jedoch auch auf andere im Förderweg angeordnete
Zylinder 08 mit Anschlagvorrichtung 09 anzuwenden.
[0058] Die Drehrichtung D des Zylinders 07 (08) wird hier, wie z. B. aus Fig. 6a ersichtlich,
als entgegen dem Uhrzeigersinn angenommen. Ebenfalls erkennbar ist z. B. die mit der
Rolle 18 zusammen wirkende Kurvenscheibe 19, die das Anschlagmittel 11 tragende Welle
14, einen (reinen) Greifer 37 im Vordergrund, und teils verdeckt ein als Markenhebel
11 ausgebildetes Anschlagmittel 11 mit dem Arm 22 und dem die Anschlagfläche 12 aufweisenden,
hier geradlinig relativbeweglichen Anschlagelement 21 sowie der zylinderfesten Kopplung,
hier exemplarisch durch Anlenken an ein zylinderfestes Anschlagelement 26 (siehe z.
B. Fig. 6a). Die Nulllage L
0 ist an der Stelle gekennzeichnet, wo die Bewegungsbahn B
T der Tafel 01 den Zylinderumfang tangiert. Der Zylinder 07 (08) befindet sich in seiner
Nulllage L
0, wenn die wirksame Anschlagfläche 12 mit der Nulllage L
0 zusammenfällt.
[0059] Die Kontur der Kurvenscheibe 19 und die Kopplung des Anschlagelementes 21 an den
Zylinder 07 (08) sind derart aufeinander abgestimmt, dass in der Bewegungsphase des
Zylinders 07 (08) nach der Abgabe einer vorherigen Tafel 01 und vor Kontakt mit einer
zunächst anzulegenden Tafel 01 der Markenhebel 11 durch die erste Bewegung, insbesondere
durch Verschwenken, insgesamt weiter aus der Zylinderumfangsfläche heraus tritt und
das Anschlagelement 21 durch die zweite Bewegung mit einer entgegen der Drehrichtung
gerichteten Komponente in eine relativ am Zylinderumfang weiter zurück liegende Lage
verbracht wird. Die Anschlagfläche 12 wird hierdurch weit vor der Nulllage L
0, z. B. bei einer Winkellage α zwischen 65° und 55° vor Nulllage L
0, bereits in die Bewegungsbahn B
T verbracht. D. h., die Anschlagfläche 12 tritt z. B. bereits bei einer Winkellage
α zwischen 65° und 55° in die Bewegungsbahn B
T der Tafel 01 ein (siehe z. B. Fig. 6a). Für den Fall, dass das Anschlagmittel 11
zusätzlich eine Greiferspitze 36 aufweist und als Greifer 37 dienen soll, durchdringt
das Anschlagmittel 11 mit deiner Greiferspitze 36 die Bewegungsbahn B
T bis auf eine Höhe oberhalb der aufzunehmenden Tafel 01 und nähert sich im weiteren
Verlauf beispielsweise auf einer geradlinigen, z. B. um einen kleinen Winkel δ von
beispielsweise 2° bis 4° zur Bewebungsbahn B
T der Tafel 01 geneigten, Bewegungsbahn B
G einem z. B. radial um die Stärke der Tafel 01 von der Zylinderumfangslinie beabstandeten,
in der Flucht der Nulllage L
0 angesiedelten Punkt. Diese zur Tafelbewegung geneigte Bewegung wird ebenfalls durch
das Zusammenspiel der ersten und zweiten Bewegung erreicht. Ist das Anschlagmittel
11 ohne Greiferfunktion ausgebildet, so kann die geneigte Bewegung durch eine zur
Bewegungsbahn B
T der Tafel 01 parallele geradlinige Bewegungsbahn, vorzugsweise durch eine Bewegung
in der Bewegungsbahn B
T der Tafel 01, ersetzt sein.
[0060] Um eine gute und ruhige Führung der Tafel 01 zu gewährleisten, sind die beiden Bewegungen
von Anschlagmittel 11 und Anschlagelement 21 sowie die Phase und Fördergeschwindigkeit
der vorgeordneten Fördereinrichtung 04; 06 derart ausgelegt und aufeinander abgestimmt,
sodass der Erstkontakt (L
K) zwischen der Anschlagfläche 12 und der vorlaufenden Kante 13 der Bedruckstofftafel
01 möglich frühzeitig, beispielsweise bereits bei einer Winkellage β des Zylinders
07 (08) von z. B. mindestens 20°, vorzugsweise mindestens 30°, insbesondere zwischen
35° und 45° (im Beispiel der Fig. 6b ca. 40°) vor der Nulllage L
0 zustande kommt. Spätestens ab dem Erstkontakt beginnt die Gleichlaufphase, in welcher
sich die als Anschlag wirksame Anschlagfläche 12 auf einer geradlinigen, zur Bewebungsbahn
B
T der Tafel 01 geneigten oder parallelen Bewegungsbahn mit einer entlang der Bewebungsbahn
B
T der Tafel 01 z. B. im wesentlichen einer der Umfangsgeschwindigkeit des Zylinders
07 (08) entsprechenden Geschwindigkeit bewegt.
[0061] Bei Erreichen der Nulllage L
0 durch die Anschlagfläche 12 kommt es vorzugsweise gleichzeitig zum Greiferschluss
der ggf. am Anschlagmittel 11 angeordneten Greiferspitze 36 und/oder des bzw. der
zusätzlich angeordneten Greifer 37. In dieser Lage, d. h. der Nulllage L
0, befindet sich das Anschlagmittel 11 samt Anschlagelement 21 vorzugsweise in einer
Relativlage zum Zylinder 07 (08) und/oder zur Bewegungsbahn B
T der Tafel 01, sodass die geradlinige Bewegungsbahn B
R im wesentlichen (z. B. mit einer maximalen Abweichung von ± 5°, insbesondere maximal
± 3°) tangential zum Zylinder 07 (08) und/oder entlang der Bewegungsbahn B
T der Tafel 01 verläuft (siehe z. B. Fig. 6d).
[0062] Zur Verdeutlichung des Mechanismus und dessen Funktion ist in Fig. 7 exemplarisch
ein schematisches Anlegediagramm für die Bewegungen des Anschlagmittels 11 und des
Anschlagelementes 21 bezogen auf die Zylinderwinkellage sowie relativ zur Bewegung
eines anzulegenden Bedruckstoffbogens 01 dargestellt.
[0063] Für das Beispiel ist die Definition der Lage eines herannahenden Bedruckstoffbogens
01 in der Weise definiert, dass dessen Nullpunkt am Ort der Nulllage L
0 bezogen auf den Zylinder 07; 08 und/oder im Ort der tangentialen Berührung des geförderten
Bedruckstoffbogens 01 zu liegen kommt, welche sich alle 360° in der Winkellage des
Zylinders 07; 08 wiederholt. Der herannahende Bedruckstoffbogen 01 wird hier beispielsweise
mit einer konstanten Geschwindigkeit herangefördert, während sich das Anschlagmittel
11 noch in einer Ruhephase P
r befindet. In diesem Winkelbereich des Zylinders 07; 08 befindet sich das Anschlagmittel
11 insgesamt in eingefahrener Stellung und das Anschlagelement 21 befindet sich in
einer Ausgangsposition, in welcher es sich am Arm 22 in einer ausgefahrenen, den Arm
22 z. B. verlängernden und/oder bzgl. der Schwenkachse entfernt liegenden Lage befindet.
Das Anschlagelement 21 befindet sich in seiner Ruhephase Z
r relativ zum Arm 22 in einer ersten Lage, aus welcher es - z. B. während des Kontaktes
mit der vorlaufenden Kante 13 und/oder während einer späteren Arbeitsphase P
a - relativ zum Arm 22 in Drehrichtung D des Zylinders 07; 08 in eine zweite, am Umfang
in Drehrichtung D zur ersten Lage beabstandete Lage verbringbar ist.
[0064] Die erste Bewegung, z. B. das Verschwenken des Anschlagmittels 11 als Ganzes, und
die zweite Bewegung, d. h. die Relativbewegung des Anschlagelementes 21 zum Arm 22
des Anschlagmittels 11, können wie im Beispiel dargelegt gleichzeitig oder aber zeitlich
bzw. winkelmäßig versetzt zueinander erfolgen. In der Winkellage bzw. zu dem Zeitpunkt
(Lage L
1; L
2), wo wenigstens eine der beiden Elemente, z. B. infolge der o. g. Kopplung der Bewegungen
zumindest in der Lage L
1, in welcher der Arm 22, durch den entsprechende Antriebsmechanismus aus seiner Ruheposition
bewegt wird, beginnt die Arbeitsphase P
a der Anschlagvorrichtung 09. In dieser wird das insbesondere als Markenhebel 11 ausgebildete
Anschlagmittel 11 aus einer in der Ruheposition zurückgezogenen, d. h. mit seinem
freien Ende rotationsachsennäheren, ersten Lage durch die erste, mittels des ersten
Antriebsmechanismus bewirkte erste Bewegung in eine ausgefahrene, d. h. mit seinem
freien Ende bzgl. des Zylinders 07; 08 rotationsachsfernere, zweite Lage verbracht.
Gleichzeitig oder hierzu versetzt wird das insbesondere als Anlegemarke 21 ausgebildete
Anschlagelement 21 aus einer z. B. in der Ruheposition ausgefahrenen, d. h. mit seinem
freien Ende schwenkachsferneren, ersten Lage durch die zweite, mittels des zweiten
Antriebsmechanismus 23 bewirkte zweite Bewegung, insbesondere Linearbewegung, in eine
bezüglich des Armes 22 rückgezogene und/oder in eine bezüglich der Umfangsrichtung
in Drehrichtung D weiter vorn befindliche und/oder schwenkachsnähere, zweite Lage
verbracht.
[0065] Während der Arbeitsphase P
a kommt es in einer bestimmten Winkellage β zum Erstkontakt L
K zwischen dem Anschlagelement 21 und dem insbesondere als Bedruckstofftafel 01 ausgebildeten
Bedruckstoffbogen 01. Dieser Kontakt wird - z. B. durch eine entsprechend ausgebildete
Fördereinrichtung 04; 06 - bis mindestens zum Erreichen der Nulllage L
0, vorzugsweise darüber hinaus bis zu einem späteren Winkel bzw. Zeitpunkt, z. B. einer
Ablöselage L
a, aufrechterhalten. D. h., in zumindest einem Teil der Arbeitsphase P
a, insbesondere während eines Kontaktes mit dem Bedruckstoffbogen 01, bewegt sich das
Anschlagelement 21 mit zumindest einer Bewegungskomponente in Umfangsrichtung des
Zylinders 07; 08 betrachtet am Arm 22 vorwärts und/oder relativ zum Zylinderumfang
in Bewegungsrichtung des Bedruckstoffbogens 01.
[0066] Für den Fall, dass das Anschlagelement 11 eine Greiferspitze 36 aufweist und/oder
dass ein zusätzlicher Greifer 37 vorgesehen ist, schließt dieser spätestens bei erreichen
der Nulllage L
0.
[0067] Der Kontakt zum Bedruckstoffbogen 01 und ggf. der Greiferschluss kann grundsätzlich
direkt im Erreichen der Nulllage L
0 wieder gelöst werden, indem nach Erreichen der Nulllage L
0 durch den ersten Antriebsmechanismus ein Rückschwenken des Markenhebels 11 in die
Ruheposition eingeleitet wird. Dabei kann gleichzeitig oder versetzt auch die Anlagemarke
21 in die Ausgangslage verbracht werden. In einer dargestellten Variante verbleiben
Arm 22 und Anlegemarke 21 nach dem Durchtritt durch die Nulllage L
0 für einen Winkelbereich, z. B. für 10° bis 40°, in ihrer im Bereich der Nulllage
L
0 eingenommenen Endlage, bevor sie zurück in die Ausgangslage verbracht werden und
sie sich für den Rest der Zylinderumdrehung bis zum Beginn der nachfolgenden Arbeitsphase
P
a in ihrer Ruhephase P
r befinden.
[0068] Wie bereits angedeutet, kann ein die Anschlagvorrichtung 09 aufweisender Zylinder
07; 08 ein oder mehrfach im Förderweg zwischen einer nicht dargestellten Zuführeinrichtung,
z. B. einer Stapelanlage, durch welche die zu bearbeitenden Bedruckstoffbogen 01 der
Förderstrecke zuführbar sind, und einer Auslageeinrichtung, an welche die bearbeiteten
Bedruckstoffbogen 01 durch die Förderstrecke ausgegeben wird.
[0069] In einer besonders vorteilhaften Ausführung ist zumindest ein die Nippstelle bildender
Druckwerkszylinder 07 (24) wenigstens eines Druckwerkes 02, insbesondere eines Offsetdruckwerks
02, als Zylinder 07 (24) mit einer o. g. Anschlagvorrichtung 09, z. B. einer Anschlag-
und Greifvorrichtung 09, ausgebildet. Dieser wirkt mit dem anderen die Nippstelle
bildenden Zylinder 24 (07), welcher z. B. für den vorteilhaften Fall des Offsetdruckes
als Drucktuchzylinder 24, insbesondere als Gummituchzylinder 24, ausgebildet ist,
die als Druckstelle wirksame Nippstelle bildend zusammen. Für den Fall des Direktdruckes,
kann der zweite Zylinder 24 auch als Formzylinder ausgebildet sein. Mit dem zweiten
Zylinder 24 wirkt für den Fall eines Offsetdruckwerks 02 ein eine Druckform aufweisender
dritter Zylinder 42, z. B. Formzylinder 42, insbesondere Plattenzylinder 42, zusammen,
siehe z.B. Figur 8. Mit dem Formzylinder 42 wirkt in üblicher Weise eine hier nicht
weiter dargestelltes Farbauftragvorrichtung, z. B. ein Farbwerk, zusammen. Im Fall
des Nassoffset wirkt mit dem Formzylinder 42 auch eine Feuchtmittelauftragvorrichtung,
z. B. ein Feuchtwerk zusammen. Drucktuchzylinder 24 und Formzylinder 42 befinden sich
im Farbweg und stellen somit farbführende Druckwerkszylinder 24; 42 dar.
[0070] Die Vorrichtung 09 kann grundsätzlich an einem der beiden die Druckstelle bildenden
Druckwerkszylinder 07; 24 vorgesehen ein. Im Fall des den Bedruckstoffbogen 01 einseitig
bedruckenden Druckwerks 02 ist einer der beiden die Druckstelle bildenden Druckwerkszylinder
07; 24, z. B. der erste Zylinder 07 als Druckzylinder 07 bzw. Gegendruckzylinder 07
ausgebildet, welcher dem anderen, farbführenden Druckwerkszylinder 24, z. B. Gummituch-
oder Übertragungszylinder 24, als Widerlager dient. Die Vorrichtung 09 kann dann grundsätzlich
am farbführenden Druckwerkszylinder 24 oder dem Druckzylinder 07 vorgesehen sein.
Vorzugsweise ist sie im Fall des einseitigen Druckwerks 02 am Druckzylinder 07 vorgesehen.
[0071] Für den Fall eines den Bedruckstoffbogen 01 beidseitig bedruckenen Druckwerks 02
stellt der erste Zylinder 07 beispielsweise einen zweiten Übertragungszylinder 07
dar, welcher mit einem zweiten nicht dargestellten Formzylinder zusammenwirkt. Hierbei
kann einer der beiden Übertragungszylinder 07; 24, vorzugsweise der unterhalb der
Bewegungsbahn der Bedruckstoffbogen 01 angeordnete Übertragungszylinder 07 die Vorrichtung
09 umfassen.
[0072] Die an einem Druckwerkszylinder 07 (24) vorgesehene Vorrichtung 09 ist vorzugsweise
als Anschlag- und Greifvorrichtung 09 ausgebildet.
[0073] In einer anderen vorteilhaften Ausführung ist ein auf dem Förderweg, z. B. vor oder
im Eingangsbereich eines Bearbeitungsaggregates 02; 03 angeordneter Zylinder 08, mit
einer o. g. Anschlagvorrichtung 09 ausgebildet. Vorzugsweise ist ein dem als Lackierwerk
03 ausgebildeten Bearbeitungsaggregat 03 vor- oder im Eingangsbereich zugeordneter
Zylinder 08 als Anlegezylinder 08 bzw. Anlegetrommel 08 mit einer Anschlagvorrichtung
09 ausgeführt.
[0074] Dieser Anlegezylinder 08 ist z. B. weder selbst, noch als Widerlager als Funktionsteil
an der konkreten Bearbeitung des Bedruckstoffbogens 01 beteiligt, sondern dient der
registergerechten Ausrichtung und/oder Zuführung in ein beispielsweise stromabwärts
sich anschließendes Bearbeitungsaggregat 03 (02). Der Anlegezylinder 08 ist vorzugsweise
unterhalb der auf der Bewegungsbahn B
T geführten Bedruckstoffbahn 01 angeordnet und kann in einer nicht dargestellten Ausführung
über die Bedruckstoffbogen 01 zu deren sicherer Auflage mit einer Walze oder mit Rollen
als Widerlager zusammenwirken.
[0075] In einer hier dargelegten Ausführung umfasst der Anlegezylinder 08 in zumindest einem
im Betrieb auf die Vorrichtung 09 nachfolgenden Umfangsbereich reibungserhöhende Maßnahmen,
z. B. durch ein die Auflagekraft und somit die Reibkraft zwischen Bedruckstoffbogen
01 und Mantelfläche erhöhendes Mittel 43, insbesondere ein Mittel 43 zur Erzeugung
eines Unterdruckes P - oder vorzugsweise einer magnetischen Kraft.
[0076] Beispielsweise schließt sich im bevorzugten Fall metallischer Bedruckstoffbogen 01,
z. B. Metall- oder Blechtafeln, im Bereich der Mantelfläche, z. B. direkt oder um
maximal 45°, insbesondere maximal 30° beabstandet, ein als Magnetsegment 43 ausgebildetes
Mittel 43 an die Vorrichtung 09 an, welches sich über einen signifikanten Umfangsbereich,
z. B. über wenigstens 20°, vorzugsweise wenigstens 30°, erstreckt. Dieses Magnetsegment
43 kann einen oder mehrere direkt mit dem zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 zusammenwirkende
Magnete oder einen oder mehrere die Mantelfläche des Zylinders 08 in diesem Segment
von Innen magnetisierende Magnete umfassen. Ein zu fördernder Bedruckstoffbogen 01
wird dann durch die Magnetkraft an die Mantelfläche herangezogen.
[0077] In alternativer Ausführung, in welcher auch nichtmagnetisierbare Bedruckstoffbogen
01, z. B. Kunststoff-, Holz-, Pappe oder Papierbogen, durch ein Reibung erhöhendes
Mittel 43 an den Zylinder 08 gezogen werden sollen, ist als Mittel 43 beispielsweise
eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Unterdruckes P - vorgesehen, wobei in o. g. Umfangsbereich
z. B. durch die Vorrichtung von Innen mit Unterdruck P - beaufschlagbare Öffnungen
in der Mantelfläche vorgesehen sind. Ein zu fördernder Bedruckstoffbogen 01 wird dann
durch den Unterdruck P - an die Mantelfläche herangezogen.
[0078] In den genannten Ausführungen mit einem die Reibkraft zwischen Bedruckstoffbogen
01 und Mantelfläche erhöhenden Mittel 43 muss zwar nicht, aber kann grundsätzlich
eine o. g. zusätzliche Andrückwalze oder-rolle vorgesehen sein.
[0079] Der Anlegezylinder 08 kann in einer vorteilhaften Ausführung vor- oder im Eingangsbereich
von Bearbeitungswerkzeugen, z. B. eines Druckwerkszylinders 07; 24 oder insbesondere
eines Zylinders 47, beispielsweise eines Lackierzylinders 47, eines stromabwärtigen
Bearbeitungsaggregates 03 (02) derart angeordnet sein, dass es stromaufwärts dieses
Bearbeitungswerkzeug auf dem Förderweg höchstens um die Länge des Bedruckstoffbogens
01 von dem nachgeordneten Bearbeitungswerkzeug beabstandet ist.
[0080] Im z. B. in Fig. 9 dargelegten Ausführungsbeispiel befindet sich der Zylinder 08
stromaufwärts, z. B. im Eingangsbereich eines Lackierwerkes 03. Dieses weist z. B.
einen ersten Zylinder 46, z. B. Gegendruckzylinder 46 auf, welcher als Widerlager
mit dem als zweite Zylinder 47 ausgebildeten Lackierzylinder 47, eine Nippstelle bildet,
in welcher der durchzuführende Bedruckstoffbogen 01 durch den Lackierzylinder 47 zu
lackieren ist. Der z. B. eine Gummiauflage aufweisende Lackierzylinder 47 erhält den
aufzutragenden Lack beispielsweise von einer mit dem Lackierzylinder 47 zusammenwirkenden
Auftragwalze 48, welche ihrerseits z. B. über eine Dosierwalze 49 einer Lackzuführung
mit der erforderlichen Menge Lack versorgt wird.
[0081] Zwischen dem Anlagezylinder 08 und der Nippstelle des Lackierwerks 03 kann im Förderweg
eine Walze 51, z. B. Führungswalze 51, mit einem die Auflagekraft und somit die Reibkraft
zwischen Bedruckstoffbogen 01 und Mantelfläche erhöhendes Mittel 52, insbesondere
ein Mittel 52 zur Erzeugung eines Unterdruckes P - oder vorzugsweise einer magnetischen
Kraft, vorgesehen sein. Diese Walze 51 weist das Mittel 52 vorzugsweise im gesamten
Umfangsbereich auf. Vorzugsweise ist die Walze 51 dem Anlegzylinder 08 im Förderweg
in einem Abstand nachgeordnet, welche maximal der Länge des zu bearbeitenden Bedruckstoffbogens
01 beträgt.
[0082] In einer dritten, nicht dargestellten Ausführung kann der Zylinder 08 als Anlegezylinder
08 auch zwischen zwei Förderstreckenabschnitten der Maschine, ohne direkte bauliche
oder funktionale Verbindung vorgesehen sein.
[0083] Zwischen der jeweiligen Fördereinrichtung 04; 06 und dem die Anschlag- bzw. Anschlag-und
Greifvorrichtung 09 aufweisenden Zylinder 07; 08 (24) ist beispielsweise eine z. B.
gestellfeste (in Fig. 1 und Fig. 2 und aus Fig. 12 und Fig. 13) zwar nicht dargestellte,
jedoch auch hier jeweils vorsehbare Führung 44, z. B. eine ein ein- oder mehrteiliges
Führungselement 45, z. B. Gleitblech 45 umfassende Führungsvorrichtung 44, vorgesehen,
über welche bzw. welches der Bedruckstoffbogen 01 durch die Fördereinrichtung 04;
06 dem Zylinder 07; 08 (24) zugeführt wird (siehe z. B. Fig. 8 und Fig. 9). Diese
Führung 44 kann der horizontalen Ausrichtung und Stütze dienen und ggf. eine nicht
dargestellte Vorrichtung zur seitlichen Ausrichtung des Bedruckstoffbogens 01 umfassen.
[0084] Eine z. B. wenigstens ein Druckwerk 02 aufweisende Maschine weist in einer Ausführung
zumindest ein Druckwerk 01 mit einem eine Anschlagvorrichtung 09 aufweisenden Druckwerkszylinder
07 (24) auf. In einer Weiterbildung ist zusätzlich auf dem Förderweg ein als Anlegtrommel
08 ausgebildeter, eine o. g. Anschlagvorrichtung 09 umfassender Zylinder 08 vorgesehen.
[0085] In einer alternativen Ausführung einer z. B. wenigstens ein Druckwerk 02 aufweisenden
Maschine ist dem Druckwerk 02 im Eingangsbereich ein Anlegzylinder 08 mit der Anschlagvorrichtung
09 vorgeordneten. Die die Nippstelle bildenden Druckwerkszylinder 07; 24 können dann
ohne Anschlagvorrichtung 09 ausgeführt sein.
[0086] Eine z. B. wenigstens ein Lackierwerk 03 aufweisende Maschine weist in einer Ausführung
zumindest einen dem Lackierwerk 03 im Eingangsbereich vorgeordneten Anlegzylinder
08 mit der Anschlagvorrichtung 09 auf.
[0087] In einer Bearbeitungsstraße einer Maschine können in Weiterbildung jeweils wenigstens
ein Druckwerk 02 mit einem eine Anschlagvorrichtung 09 aufweisenden Druckwerkszylinder
07 (24) sowie mindestens ein Lackierwerk 03 mit einem in o. g. Weise vorgeordneten
Anlegzylinder 08 vorgesehen sein.
[0088] In den Beispielen der Fig. 8 und Fig. 9 ist die jeweils dem die Anschlagvorrichtung
09 umfassenden Zylinder 07; 08 vorgeordnete Fördereinrichtung 04; 06 der Einfachheit
wegen und stellvertretend für geeignete Ausführungsformen der betreffenden Fördereinrichtung
04; 06 sowohl mit angedeuteten Hinterschüben 15 als auch mit strichliert dargestellten
Mitteln 25 zur Erhöhung der Auflagekraft dargestellt. Vorzugsweise kann eine der beiden
Maßnahmen entfallen, wobei die Anwendung von die Auflagekraft erhöhenden Mitteln 25
zu bevorzugen ist.
[0089] Die Ausführung der Anschlagvorrichtung 09 mit dem eine erste Bewegung ausführenden
Anschlagmittel 11 und dem an diesem eine, insbesondere translatorische, Relativbewegung
ausübenden Anschlagelement 21 dient einem "Vorsteuern" der mit der vorlaufenden Kante
13 zusammen wirkenden Anschlagfläche 12. Das Vorsteuern dient dem möglichst prallfreien
und/oder möglichst beschleunigungsarmen anlegen an die Anschlagfläche 12 zur registergerechten
Ausrichtung. Hierzu ist durch die dargelegte Ausführung der Anschlagvorrichtung 09
eine definierte, z. B. zumindest in einer Gleichlaufphase in Richtung der Bewegungsbahn
B
T verlaufende Bewegung der Anschlagfläche 12 gegeben, die jedoch zu jedem Zeitpunkt
während des Zusammenwirkens mit der Kante 13 einen fest definierten "harten" Anschlag
ausbildet. Das Anlegen des Bedruckstoffbogens 01 mit seiner vorlaufenden Kante 13
an die Anschlagfläche(n) 12 der Anschlagvorrichtung 09 erfolgt mittels einer durch
die vorgeordnete Fördereinrichtung 04; 06 auf den Bedruckstoffbogen 01 reib- und/oder
formschlüssig aufgebrachte Schubkraft.
[0090] Die in o. g. Weise ausgeführte vorsteuerbare Anschlagvorrichtung 09 mit einem in
genannter Art eine erste, überwiegend radiale Bewegung ausführenden Anschlagmittel
11 und einem an diesem eine, insbesondere überwiegend tangentiale, Relativbewegung
ausübenden Anschlagelement 21 und/oder der eine solche Anschlagvorrichtung 09 umfassende
Zylinder 07; 08 (24) und/oder eine einen solchen Zylinder 07; 08 (24) umfassende Förderstrecke
einer bogenbearbeitenden Maschine kann grundsätzlich mit einer beliebig ausgebildeten,
die Schubkraft auf den Bedruckstoffbogen 01 aufbringenden Fördereinrichtung 04; 06
zusammen wirkend vorgesehen sein.
[0091] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung ist die Anschlagvorrichtung 09 bzw.
der diese umfassende Zylinder 07; 08 (24) jedoch mit einer nachfolgend beschriebenen
Ausführung der Fördereinrichtung 04; 06 zusammen wirkend vorgesehen, welche Mittel
zur Begrenzung der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden Kraft umfasst.
Umgekehrt bildet die nachfolgend beschriebene Fördereinrichtung 04; 06, insbesondere
einer Fördereinrichtung 04; 06 mit Mitteln zur Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
05, für sich betrachtet eine besonders vorteilhafte Lösung zur Aufbringung der Schubkraft
und kann einer beliebig im Förderweg ausgestalteten Anschlagvorrichtung 09, insbesondere
einem eine beliebig ausgestaltete Anschlagvorrichtung 09 aufweisenden Zylinder 07;
08 (24), vorgeordnet sein. Sie ist jedoch in einer vorteilhaften Ausführung einem
Zylinder 07; 08 (24) mit einer oben dargelegten Anschlagvorrichtung 09 mit einem in
genannter Art eine erste Bewegung ausführenden Anschlagelement 11 und einem an diesem
eine Relativbewegung ausübenden Anschlagelement 21 vorgeordnet.
[0092] Die Fördereinrichtung 04; 06 ist mit Mitteln 53; 54; 67; 56; 81; 82; 83; 84; 98 ausgebildet,
welche eine Begrenzung der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden Kraft
bewirken. Abhängig von der Ausprägung der Fördereinrichtung 04; 06 und/oder der Art
der Aufbringung der Schubkraft können diese Mittel 53; 54; 67; 56; 81; 82; 83; 84;
98 auf unterschiedliche Weise realisiert sein. Durch das Mittel 53; 54; 67; 56; 81;
82; 83; 84; 98 ist die durch der Fördereinrichtung 04; 06 auf den Bedruckstoffbogen
01 entgegen des durch die Anschlagvorrichtung 09 gebildeten Widerstandes aufzubringende
Vorschubkraft zumindest vorübergehend, z. B. auf einen Schwellwert, begrenzbar. Bei
Überschreitung des Schwellwertes setzt eine Reaktion des Mittels 53; 54; 67; 56; 81;
82; 83; 84; 98 in der Weise ein, dass die Kraft auf den an der Anschlagvorrichtung
09 angelegten Bedruckstoffbogen 01 nicht weiter ansteigt.
[0093] In der auf Formschluss basierenden Ausführung der Fördereinrichtung 04; 06 mit am
Umlaufmittel 05 angeordneten, am nachlaufenden Ende des Bedruckstoffbogens 01 angreifenden
Anschlägen 15, z. B. Hinterschüben 15, können diese zur Begrenzung der Vorschubkraft
in einer einfachen Ausführungsvariante am entsprechenden Zugmittel, z. B. am Band
05 selbst oder einem die Hinterschübe 15 tragenden ebenfalls umlaufenden Riemen oder
einer Kette, entgegen der an der Fördereinrichtung 04; 06 vorliegenden Transportrichtung
T federnd gelagert sein. Als die Schubkraft begrenzendes Mittel 53 kann hierbei z.
B. ein (in Fig. 1 exemplarisch lediglich angedeutetes) Federelement 53, z. B. eine
Druckfeder 53, vorgesehen sein, durch welche der Hinterschub 15 relativ zum zur Begrenzung
der Vorschubkraft relativ zum Bandlauf entgegen der Transportrichtung T federnd gelagert
sein. Das selbe gilt für ein als Zugfeder ausgebildetes Federelement 53 in entsprechend
umgekehrter Anordnung. Jedoch kann es in dieser Ausführung der Kraftbegrenzung durch
Relativbewegung zwischen dem weiter geförderten Band 05 und dem einfedernden Bedruckstoffbogen
01 beim "Abriss" der Haftreibung zu unerwünschten Beschleunigungen kommen.
[0094] In einer Ausführung der Fördereinrichtung 04; 06 mit lediglich auf Reib- bzw. Kraftschluss
zwischen Umlaufmittel 05 und Bedruckstoffbogen 01 basierendem Transport unter Anwendung
von (in Fig. 2 exemplarisch lediglich angedeuteten) reibungserhöhenden Maßnahmen,
z. B. mit Mitteln 25 zur Aufbringung eines Unterdruck P - oder einer Magnetkraft,
kann zur Begrenzung der Vorschubkraft in einer einfachen Ausführungsvariante die Stärke
der Maßnahme derart dosiert bzw. dosierbar sein, dass bei Förderung des Bedruckstoffbogens
01 ab einem bestimmten, durch Auflaufen an das Anschlagmittel 11 bewirkten Widerstand
der in dieser Weise durch die Stärke eingestellte Schwellwert der Haftreibung überschritten
wird. Dies kann jedoch im Punkt der Überwindung der Haftreibung aufgrund des sich
spontan ändernden Reibungskoeffizienten wieder zu ungewollten Beschleunigen und/oder
Verlagerungen führen.
[0095] In bevorzugter Ausführung der bzgl. der Vorschubkraft begrenzbaren Fördereinrichtung
04; 06 ist der Vorschub des den Bedruckstoffbogen 01 reib- oder formschlüssig fördernden
Umlaufmittels 05, z. B. eines den Bedruckstoffbogen 01 reibschlüssig fördernden Bandes
05 oder eines einen Hinterschub 15 tragenden Zugmittels (z. B. Band, Kette oder Riemen)
zumindest im mit dem Bedruckstoffbogen 01 zusammenwirkenden Förderabschnitt 55 entgegen
der Förderrichtung betriebsmäßig nachgiebig, z. B. federbedämpft und/oder momentenbegrenzt,
ausgebildet. Dies kann z. B. realisiert sein, indem in einer ersten Ausführungsform
die das Umlaufmittel 05 antreibende Antriebseinrichtung des Umlaufmittels 05 selbst
für den Fall eines der Transportrichtung T entgegen gesetzten Widerstandsanstieges
einfedern kann oder ab einem Schwellwert für den Widerstand nachgiebig ist oder aber
in einer zweiten Ausführungsform der Band- bzw. Umlaufmittelverlauf für den Fall eines
der Transportrichtung T entgegen gesetzten Widerstandsanstieges einfedern kann. Das
betriebsmäßige Einfedern bzw. Nachgeben muss durch das den Vorschub begrenzende Mittel
hierbei nicht unbegrenzt erfolgen können. Das den Vorschub des Umlaufmittels 05 begrenzende
Mittel 54; 67; 56; 81; 82; 83; 84; 98 ist z. B. derart ausgebildet, dass es zumindest
einen Mindesthub zwischen dem durch Widerstandsanstieg gestörten Bandvorschub und
dem ohne Störung zu erwartenden Bandvorschub (zerstörungsfrei) ermöglicht. Dieser
Mindesthub beträgt z. B. mehrere Millimeter, insbesondere wenigstens 2 mm, vorzugsweise
mindestens 5 mm. Das betriebsmäßige Einfedern bzw. Nachgeben erfolgt dann zumindest
durch einen Hub, der sich im Bandvorschub zumindest des dem Bedruckstoffbogen 01 zusammenwirkenden
Förderabschnittes 55 im Ergebnis durch eine zumindest zeitweise Verzögerung des Umlaufmittels
05 von bis zu mehreren Millimetern, z. B. mindestens 5 mm, relativ zur ungestörten
Bewegung ergibt. Der betriebsmäßig zu ermöglichende Mindesthub meint ein zerstörungsfreies
und auch nicht im Bereich ungewollter bleibender Materialverformungen liegendes Nachgeben.
[0096] Die Begrenzung der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden Kraft erfolgt
hierbei somit dadurch, dass beispielsweise die Antriebseinrichtung des Zugmittels
oder der Zugmittelverlauf selbst für den Fall einer der Transportrichtung T entgegen
gesetzten Widerstandserhöhung nachgeben, z. B. einfedern bzw. für den Fall der Antriebseinrichtung
z. B. "durchrutschen", können.
[0097] In einer zu bevorzugenden Ausführungsform der auf Reibschluss zwischen Umlaufmittel
05 und Bedruckstoffbogen 01 basierenden Fördereinrichtung 04; 06 kann der Vorschub
des Umlaufmittels 05, z. B. Bandes 05, in o. g. Weise betriebsmäßig nachgiebig, z.
B. federbedämpft und/oder momentenbegrenzt ausgebildet sein, wobei die Haftreibung
zwischen dem Umlaufmittel 05 und dem zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 im Betrieb
so groß gewählt ist, dass unterhalb einer die Einfederung auslösenden oder bewirkenden
Kraft, insbesondere zumindest innerhalb des Mindesthubes, noch kein Lösen des Kraftschlusses
erfolgt. In anderen Worten wird die reibungserhöhende Maßnahme und die Federkraft
oder Schwellenkraft des Mittels 54; 67; 56; 81; 82; 83; 84; 98 derart abgestimmt aufeinander
eingestellt, sodass die entgegen der Transportrichtung T wirksame Haftreibungskraft
zwischen dem Umlaufmittel 05 und dem zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 größer ist
als die das Einfedern bzw. Nachgeben innerhalb des Mindesthubes bewirkende Kraft.
Wird die vorlaufende Kante 13 des Bedruckstoffbogens 01 durch die Fördereinrichtung
04; 06 mit einer einen Schwellwert übersteigenden Kraft gegen die im Förderweg nachgeordnete
Anschlagvorrichtung 09 gedrückt, so federt der Vorschub des Umlaufmittels 05 entsprechend
ein, sodass eine Begrenzung der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden
Kraft bewirkt wird. Damit wird eine Kraft, welche zwischen der Anschlagvorrichtung
09 auf der einen Seite und der reibschlüssig angreifenden Fördereinrichtung 04; 06
auf der anderen Seite auf den Bedruckstoffbogen 01 wirkt, begrenzbar bzw. begrenzt.
[0098] In einer zu bevorzugenden Ausführungsform zur auf Formschluss basierenden Fördereinrichtung
04; 06 mit am Umlaufmittel 05 angeordneten, am nachlaufenden Ende des Bedruckstoffbogens
01 angreifenden Anschlägen 15, z. B. Hinterschüben 15, kann der Vorschub des den mindestens
einen Hinterschub 15 aufweisenden Umlaufmittels 05 in o. g. Weise betriebsmäßig nachgiebig,
z. B. federbedämpft und/oder momentenbegrenzt ausgebildet sein. Der Hinterschub 15
ist am Umlaufmittel 05 hierbei bezüglich der Umlaufrichtung bzw. entlang der Transportrichtung
T ortsfest angeordnet und unnachgiebig ausgebildet. Wird die vorlaufende Kante 13
des Bedruckstoffbogens 01 durch die Fördereinrichtung 04; 06 mit einer einen Schwellwert
übersteigenden Kraft gegen die im Förderweg nachgeordnete Anschlagvorrichtung 09 gedrückt,
so federt der Vorschub des Umlaufmittels 05 entsprechend ein, sodass eine Begrenzung
der am Bedruckstoffbogen 01 für den Vorschub angreifenden Kraft bewirkt wird. Damit
wird eine Kraft, welche zwischen der Anschlagvorrichtung 09 auf der einen Seite und
der formschlüssig angreifenden Fördereinrichtung 04; 06 auf der anderen Seite auf
den Bedruckstoffbogen 01 wirkt, begrenzbar bzw. begrenzt.
[0099] Nachfolgend werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele für die hinsichtlich der Vorschubkraft
begrenzbaren Fördereinrichtung 04; 06 dargelegt, in welchen der Vorschub des den Bedruckstoffbogen
01 reib- oder formschlüssig fördernden Umlaufmittels 05 zumindest im mit dem Bedruckstoffbogen
01 zusammenwirkenden Förderabschnitt 55 entgegen der Förderrichtung betriebsmäßig
nachgiebig, z. B. federbedämpft und/oder momentenbegrenzt, ausgebildet ist. Obwohl
die Beispiele für die bzgl. des Vorschubes des Umlaufmittels 05 nachgiebige Ausbildung
anhand einer bevorzugten Ausführung mit auf Reibschluss basierendem Kraftangriff zwischen
Umlaufmittel 05 und Bedruckstoffbogen 01 dargelegt sind, sind diese gleichermaßen
auf Fördereinrichtungen 04; 06 mit formschlüssigem Kraftangriff zwischen einem am
Umlaufmittel 05 angeordneten Anschlag 15 und dem Bedruckstoffbogen 01 anzuwenden.
In diesem Fall kann ein die Reibkraft erhöhendes Mittel entfallen. In den Ausführungen
mit auf Reibschluss basierendem Kraftangriff zwischen Umlaufmittel 05 und Bedruckstoffbogen
01 können vorteilhaft reibungserhöhende Mittel 25 vorgesehen sein oder ggf. - z. B.
für den Fall von Bedruckstoffbogen 01 einer hohen Flächendichte wie beispielsweise
aus Metall, z. B. Metall eine Stärke von mindestens 0,5 mm - auch entfallen.
[0100] In einer ersten Gruppe von Ausführungsbeispielen einer Fördereinrichtung 04; 06 mit
einem hinsichtlich des Vorschubes auf zumindest der Förderstrecke nachgiebig ausgebildeten
Umlaufmittel 05 ist im Antriebsstrang der das Umlaufmittel 05 antreibenden Antriebseinrichtung
ein Mittel 54; 67; 56 zur Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels 05 vorgesehen.
[0101] In einer ersten Ausführung der ersten Gruppe ist der Antriebsstrang in zumindest
einem Übertragungsglied 57 des Antriebesmomentes zwischen einem Antriebsmittel 56,
z. B. einen Antriebsmotor 56, und einem mit dem Umlaufmittel 05 zu dessen Vorschub
zusammen wirkenden Glied 58, z. B. Abtriebsglied 58 nicht gänzlich steif, sondern
- z. B. im Rahmen eines von Null verschiedenen Mindestfederweges - federelastisch
ausgebildet. Dieser betriebsmäßig vorgesehene Mindestfederweg korreliert mit dem sich
am Förderabschnitt 55 ergebenden Mindesthub des Umlaufmittels 05 zwischen ungestörtem
und durch Widerstandserhöhung gestörtem Umlaufmittelvorschub. In der (rein) auf Reibschluss
basierenden Ausführung der Fördereinrichtung 04; 06 ist vorzugsweise ein Schwellwert
für das federelastische Nachgeben vorgesehen. Dieser ist für die Ausführung der (rein)
reibschlüssigen Beförderung in der Weise in Beziehung zur - mit oder ohne reibungserhöhende
Maßnahmen - zwischen Bedruckstoffbogen 01 und Umlaufmittel 05 vorliegenden Haftreibungskraft
eingestellt bzw. gewählt, dass durch Auflaufen der vorlaufenden Kante 13 auf die Anschlagvorrichtung
09 ein Erreichen dieses das Nachgeben des Umlaufmittelvortriebes auslösenden Schwellwertes
bereits erfolgt, bevor durch das Auflaufen der Haftreibungswiderstand, d. h. die Grenze
zum "Abriss" der Haftreibung, erreicht wird.
[0102] Eine erste Ausführungsvariante dieser ersten Ausführung der ersten Gruppe beruht
darauf, dass im Antriebsstrang zwei im Antriebsstrang eine Drehbewegung übertragende
Glieder 58; 59 bzgl. der Drehübertragung über ein in Umfangsrichtung im Rahmen des
Federweges nachgiebiges Übertragungsglied 57 gekoppelt sind. Das Übertragungsglied
57 umfasst hierbei als Mittel 54 zur Vorschubbegrenzung ein federelastisch wirksames
Element 54, z. B. ein Federelement 54 oder ein pneumatisch federnd wirksames Element
54, welches z. B. zwischen in Umfangsrichtung wirksamen Anschlägen 61; 62 der beiden
nachgiebig gekoppelten Glieder 58; 59 angeordnet ist. In der im Betrieb vorliegenden
Drehrichtung wird das Drehmoment dann vorzugsweise vom antriebsseitennäheren Glied
58 über das federelastisch wirksames Element 54 entgegen der Federkraft, d. h. in
der Art einer gefederten Mitnehmerverbindung, auf das abtriebseitennähere Glied 59
übertragen. Über die Wahl der Steifheit bzw. Federkonstanten des Elementes 54 kann
die "Härte" bzw. Nachgiebigkeit der Vorschubbegrenzung beeinflusst werden. Vorzugsweise
ist die federelastisch wirksame Kopplung bzw. das Übertragungsglied 57 in einer definierten
Nulllage L
0 mit einer von Null verschiedenen Kraft, welche z. B. den Schwellwert für ein Einfedern
bzw. das Nachgeben vorgibt, vorgespannt ausgeführt. Hierzu sind an den Gliedern 58;
59 weitere in Umfangsrichtung wirksame Anschlägen 63; 64 vorgesehen, welche der Kraft
des vorgespannten Federelementes 54 entgegenwirkend zusammen wirken. Ist das Federelement
54 gegen ein Federelement 54 anderer Federhärte austauschbar und/oder bzgl. der Federkennlinie
veränderbar und/oder die Relativlage zwischen den die Nulllage L
0 bildenden Anschläge 63; 64 veränderbar, so lässt sich der Schwellwert für die Einfederung
der Antriebseinrichtung und dadurch der Schwellwert für das Einfedern der Vorschubbegrenzung
des Umlaufmittels 05 variieren. Die Nulllage L
0 wird beispielsweise im belastungsfreien Betriebszustand, z. B. im Stillstand oder
insbesondere in der Betriebsphase des Transportes, in welcher keine über den erlaubten
Schwellwert hinausgehende widerstandserhöhende Störung durch das Auflaufen der vorlaufenden
Kante 13 an der Anschlagvorrichtung 09 mit einer unzulässig hohen Kraft vorliegt.
Wird dieser durch das Federelement 54 bzw. des das Federelement 54 umfassende Übertragungsglied
57 bestimmte Schwellwert in der Anlagekraft überschritten, so federt das Federelement
54 ein. Das Einfedern bewirkt den Hub zwischen dem tatsächlichen Vorschub des Umlaufmittels
05 und dem ohne Störung in der selben Bewegungsphase zu erwartenden Vorschubes. Der
maximal mögliche Hub im Bereich des Förderabschnittes 55 wird z. B. über den maximal
möglichen, z. B. durch die Anschläge 61; 62; 63; 64 und/oder das Federelement 54 bestimmten,
Federweg bzw. Einfederwinkel ε des vorzugsweise vorgespannten Federelementes 54 bzw.-Übertragungsgliedes
57 bestimmt.
[0103] In vorteilhafter Ausgestaltung dieser ersten Ausführungsvariante (siehe z. B. Fig.
10, Fig. 11) ist das federnd wirksame Übertragungsglied 57 antriebsseitig drehsteif
mit einer Welle 66, z. B. einer Antriebswelle 66, verbunden und zwischen dieser und
einer auf der Welle 66 drehbeweglich (z. B. über ein Wälzlager) gelagerten, vorzugsweise
das Abtriebsglied 58 bildende Antriebsscheibe 58 zu dessen Mitnahme angeordnet (siehe
z. B. in Fig. 11 die offene Darstellung des Antriebsrades 69 aus Fig. 10). Vorzugsweise
ist das Übertragungsglied 57 zwischen einem mit der Welle 66 drehsteif verbundenen
Antriebsinnenring 59 als Glied 59 und der drehbeweglich auf der Welle 66 angeordneten
Antriebsscheibe 58, wobei die Antriebsscheibe 58 zusammen mit dem Antriebsinnenring
68 und dem die beiden Glieder koppelnden Übertragungsglied 57 als drehgefedertes Antriebsrad
69 in Art einer Baueinheit ausgebildet sein kann. Das Federelement 54 ist vorteilhaft
als Druckmittelzylinder 54 ausgebildet, in welchem kompressibles Fluid, z. B. ein
Gas oder Gasgemisch, die federelastische Wirkung zwischen dem Zylinder einerseits
und einem den Fluidraum abschließenden Kolben andererseits hervorruft.
[0104] In der ersten Ausführungsvariante ist das Umlaufmittel 05 z. B. als mit dem Bedruckstoffbogen
01 diesen fördernd zusammen wirkendes Band 05 ausgebildet. Das Fördern in Transportrichtung
T erfolgt hier beispielsweise nicht durch Hinterschübe 15, sondern auf Reibung beruhent.
Zur Erhöhung der Reibung kann ein o. g. reibkrafterhöhendes Mittel 25, z. B. ein Magnet
25 oder wie dargestellt vorteilhaft eine Unterdruckkammer 25, vorgesehen sein. Das
z. B. als Unterdruckkammer 25 ausgebildete Mittel 25 kann grundsätzlich in Quer- und
Längsrichtung an beliebiger Stelle im Förderabschnitt 55 den Bedruckstoffbogen 01
anziehend ausgebildet sein. Es kann lediglich auf einem Längenabschnitt der Förderstrecke
vorgesehen sein, wobei dessen Abstand zur Anschlagvorrichtung 09 vorzugsweise kleiner
ist als die Bedruckstoffbogenlänge. In einer vorteilhaften Ausbildung ist das Mittel
25 in Querrichtung betrachtet direkt unterhalb des Bandes 05 angeordnet, sodass der
Bedruckstoffbogen 01 an das zwischen diesem und dem Mittel 25 verlaufende Band 05
angezogen wird. Das Band 05 kann hierbei vorteilhafter Weise als sog. Vakuumriemen
05 in der Art eines Lochbandes 05 ausgebildet sein, d. h. eine Lochstruktur mit das
Band 05 von unten in Richtung des zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 durchsetzenden
Löchern 71 aufweisen, welche von der dem zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 gegenüber
liegenden Seite her mittels des z. B. als Unterdruckkammer 25 ausgebildeten Mittels
25 mit einem Unterdruck P - beaufschlagbar sind. Dies ist auf eine Ausbildung der
Unterdruckkammer 05 in bewegter (s. u.) als auch gestellfester Ausführung anzuwenden.
[0105] In dieser, in einer, in mehreren oder in sämtlichen nachfolgenden Ausführungen und
Ausführungsvarianten der Fördereinrichtung 04; 06 können quer zur Transportrichtung
T beabstandet mehrere, insbesondere zwei den Bedruckstoffbogen 01 fördernde, den definierten
Vorschub des Bedruckstoffbogens 01 über Reibkraft oder Formschluss bestimmenden Umlaufmittel
05, insbesondere Bänder 05 vorgesehen sein. Dieses Band 05 bzw. diese Bänder 05 verlaufen
im Betrieb im Förderbereich, d. h. im mit dem Bedruckstoffbogen 01 zusammen wirkenden
Bereich, in Transportrichtung T, wobei der insbesondere ebene Förderbereich z. B.
durch ein in Transportrichtung T eingangseitiges und ein ausgangseitiges, vom Umlaufmittel
05 zumindest teilweise umschlungenes Mittel 81; 82, beispielsweise Führungselement
81; 82, z. B. Umlenkelement 81; 82, insbesondere Umlenkrolle 81; 82, begrenzt ist.
Im Hinblick auf die Bandführung des Umlaufmittels 05 wird durch diese Umlenkrollen
81; 82 ein insbesondere eben verlaufender Führungsabschnitt 65 begrenzt, in welchem
das Umlaufmittel 05 mit dem Bedruckstoffbogen 01 zusammen wirken kann.
[0106] Zusätzlich zu diesen Umlaufmitteln 05 können zur Sicherung des Bedruckstofflaufs
weitere Umlaufmittel 72 vorgesehen sein, welche über hier nicht näher beschriebene
Antriebs- und Umlenkmittel parallel zu dem mindestens einen den Vorschub bestimmenden
Umlaufmittel 05 umlaufen. Das zusätzliche Umlaufmittel 72 kann auch Anschläge 76,
z. B. Vorderanschläge 76, tragen. An diese können die durch die Fördereinrichtung
04; 06 zu fördernden Bedruckstoffbogen 01 angelegt werden. Diese dienen z. B. der
vorderen Anlage des Bedruckstoffbogens 01, wenn dieser von einem stromaufwärtigen,
beispielsweise ebenfalls über wenigstens ein umlaufendes Band 75 z. B. etwas schneller
fördernden Förderabschnitt 74 z. B. der selben Fördereinrichtung 04; 06 oder einer
hiervon verschiedenen vorgeordneten Fördereinrichtung an den der Anschlagvorrichtung
09 direkt vorgeordneten, das Umlaufmittel 05 ausweisenden Förderabschnitt 55 übergeben
werden. Durch die höhere Fördergeschwindigkeit des vorgeordneten Förderabschnittes
74 und die z. B. zum Umlaufmittel 05 synchron bewegten Vorderanschläge 76 werden die
Bedruckstoffbogen 01 für die der Anschlagvorrichtung 09 direkt vorgeordnete Förderstrecke
in eine bzgl. ihrer vorlaufenden Kante 13 definierte Lage verbracht.
[0107] Der Antrieb des bzw. der den Vorschub bestimmenden Umlaufmittel 05 kann in dieser
oder anderen Ausführungen bzw. Ausführungsvarianten, ggf. über eine Kupplung (s. u.),
direkt an der das Antriebsrad 69 bzw. die Antriebsräder 69 tragenden Welle 66 oder
wie dargestellt über ein oder mehrere Getriebe 73, z. B. ein Zugmittelgetriebe 73,
von dem lediglich schematisch angedeuteten Mittel 56, z. B. Antriebsmittel 56, vorzugsweise
einem der Fördereinrichtung 04; 06 zugeordneten Antriebsmotor 56, oder ggf. von einem
Antriebsverbund her über eine entsprechende Antriebsverbindung angetrieben werden
bzw. sein. Das den Vorschub bestimmende Umlaufmittel 05 und ggf. zusätzliche Umlaufmittel
72 ist bzw. sind hierbei endlos ausgebildet.
[0108] In einer zweiten, nicht explizit dargestellten Ausführungsvariante der ersten Ausführung
aus der ersten Gruppe beruht die Nachgiebigkeit darauf, dass im Antriebsstrang ein
die Drehbewegung übertragendes Übertragungsglied 80 selbst in der Art einer Drehstabfeder
im Umfang eines erforderlichen Federweges (bzw. Einfederwinkels ε') nachgiebig, d.
h. bzgl. einer Torsion weich, ausgebildet ist. Als in dieser Weise federelastisch
wirksames Übertragungsglied 80 kann eine im Antriebszug der Antriebseinrichtung angeordnete
Welle 80 ausgebildet sein. Diese Welle 77 ist dann in Art einer Drehstabfeder ausgebildet.
[0109] In einer dritten, ebenfalls nicht explizit dargelegten Ausführungsvariante der ersten
Ausführung aus der ersten Gruppe kann des weiteren ein im Antriebsstrang angeordnetes
Übertragungsglied 77, z. B. ein Zugmittel 77, bzgl. seines räumlichen Verlaufs federnd
gelagert sein. Hierbei kann beispielsweise zwischen Antriebsseite und Abtriebsseite,
d. h. im Zugmittelumlauf zwischen einem Eintriebsrad 78 und einem Abtriebsrad 79,
wenigstens eine nicht dargestellte Einfederungsrolle, z. B. eine federgelagerte Spannrolle,
vorgesehen sein, durch welche eine effektive Zugmittellänge beispielsweise des hinlaufenden
Trums gegen die Federkraft verlängerbar, und damit zumindest zeitweise ein o. g. Hub
im Zugmittelvorschub erreichbar ist. Im rücklaufenden Trum ist vorzugsweise eine korrespondierende
Einfederungsrolle vorgesehen oder umgekehrt.
[0110] In einer zweiten Ausführung der ersten Gruppe ist der Vorschub des Umlaufmittels
05 dadurch nachgiebig ausgebildet, dass die in den Antriebsstrang durch das Antriebsmittel
56 eingangsseitig eingebrachte und/oder im Antriebsstrang durch z. B. wenigstens ein
Übertragungsglied 67 übertragene Antriebskraft, insbesondere in Form des ein- und/oder.
übertragenen Drehmomentes, hinsichtlich z. B. eines Schwellwertes begrenzbar ist.
Es wird hierbei z. B. selbst bei steigendem Widerstand, der beispielsweise von einem
Auflaufen der vorlaufenden Kante 13 auf die Anschlagvorrichtung 09 herrührt, ein dem
Schwellwert entsprechendes Drehmoment in den Antriebsstrang des Umlaufmittels 05 eingetragen
und/oder in diesem Antriebsstrang auf das Umlaufmittel 05 übertragen.
[0111] In einer ersten Ausführungsvariante der zweiten Ausführung aus der ersten Gruppe
(siehe z. B. Fig. 12) ist im Antriebsstrang zwischen Antriebsmittel 56 und dem mit
dem Umlaufmittel 05 zu dessen Antrieb zusammen wirkenden Abtriebglied 58 ein als Kupplung
67 ausgebildetes Übertragungsglied 67 vorgesehen, deren maximal zu übertragendes Drehmoment
auf einen Schwellwert begrenzt bzw. begrenzbar ist. Die derart ausgebildete Kupplung
67 ist hierbei in obigem Sinne als Mittel 67 zur Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
05 wirksam. Die Kupplung 67 ist vorzugsweise bzgl. der Höhe des Schwellwertes einstellbar,
insbesondere zumindest innerhalb eines Stellbereichs vorzugsweise stufenlos einstellbar
ausgeführt. Der Schwellwert für das Drehmoment ist für die Ausführung der (rein) reibschlüssigen
Beförderung in der Weise in Beziehung zur-mit oder ohne reibungserhöhende Maßnahmen
- zwischen Bedruckstoffbogen 01 und Umlaufmittel 05 vorliegenden Haftreibungskraft
eingestellt bzw. gewählt, dass durch Auflaufen der vorlaufenden Kante 13 auf die Anschlagvorrichtung
09 ein Erreichen dieses das Nachgeben des Umlaufmittelvortriebes auslösenden Schwellwertes
bereits erfolgt, bevor durch das Auflaufen der Haftreibungswiderstand, d. h. die Grenze
zum "Abriss" der Haftreibung, erreicht wird.
[0112] Die Kupplung 67 kann hinsichtlich ihres zugrunde liegenden Wirkprinzips grundsätzlich
beliebig ausgeführt sein, sofern sie eine Drehmomentübertragung definiert begrenzt.
In vorteilhafter Ausführung ist sie als Magnetkupplung 67, insbesondere als Magnetpulverkupplung,
ausgebildet. In einer alternativen Ausführung kann hierfür auch eine als Druckluft-Kupplung
67 ausgebildete Kupplung 67 Anwendung finden.
[0113] In einer zweiten Ausführungsvariante der zweiten Ausführung aus der ersten Gruppe
(siehe z. B. Fig. 13) ist das als Antriebsmotor 56 ausgebildete Antriebsmittel 56
bzgl. des durch den Antriebsmotor 56 bereitgestellten Antriebsmomentes begrenzbar
ausgeführt. Der derart ausgebildete Antriebsmotor 56 ist hierbei in obigem Sinne als
Mittel 56 zur Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels 05 wirksam. Vorzugsweise ist der
Antriebsmotor 56 als bzgl. des Drehmomentes begrenzbarer, insbesondere einstellbarer
Servomotor 56 ausgeführt. Für die Einstellung eines das Drehmoment begrenzenden Schwellwertes
oder eines das Antriebsdrehmoment vorgebenden Sollwertes gilt das oben zum Schwellwert
ausgeführte in gleicher Weise.
[0114] In einer zweiten Gruppe von Ausführungsbeispielen einer Fördereinrichtung 04; 06
mit einem auf zumindest dem Förderabschnitt 55 hinsichtlich des Vorschubes nachgiebig
ausgebildeten Umlaufmittel 05 ist der räumliche Umlaufmittelverlauf bzw. die Umlaufmittelführung
derart nachgiebig ausgebildet, dass zumindest ein die Zugmittelführung in räumlicher
Hinsicht mitbestimmendes Führungselement 81; 82; 83; 84; 98, vorzugsweise zwei derartige
Führungselemente 81; 82; 83; 84; 98, infolge eines der Transportrichtung T entgegen
gesetzten, z. B. durch Auflaufen des Bedruckstoffbogens 01 auf die Anschlagvorrichtung
09 verursachten Widerstandsanstieges in einer radialen Richtung einfedern kann bzw.
können, und hiermit zumindest zeitweise eine Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels
05 im Führungsabschnitt 65 des Förderabschnittes 55 bewirkt bzw. bewirken. Das in
dieser Weise nachgiebig bzw. federnd in der Umlaufmittelführung angeordnete Führungselement
81; 82; 83; 84; 98 (ggf. zusammen mit einem zugehörigen Federelement 94; 104) ist
im obigen Sinne als ein den Vorschub, insbesondere Bandvorschub begrenzendes Mittel
81; 82; 83; 84; 98 wirksam. Durch das Einfedern wird der Vorschub des Umlaufmittels
05 im mit dem Bedruckstoffbogen 01 zusammen wirkenden Förderabschnitt 55 bzw. im dem
Förderabschnitt 55 zugeordneten Führungsabschnitt 65 vorübergehend gehemmt oder gar
zum Stillstand gebracht.
[0115] Die Vorschubbegrenzung des Umlaufmittels 05, d. h. die widerstandsbedingte Verminderung
der im Förderbereich bzw. im entsprechenden Führungsabschnitt 65 vorliegenden Bandgeschwindigkeit,
kann in einer ersten Ausführung der zweiten Gruppe durch Einfederung lediglich von
Führungs- bzw. Umlenkelementen 83; 84 erfolgen, welche den im Führungsabschnitt 65
des Förderbereichs des Umlaufmittels 05, d. h. im mit dem Bedruckstoffbogen 01 zusammen
wirkenden Bereich, vorliegenden Umlaufmittel- bzw. Bandverlauf unbeeinflusst lässt.
Die Vorschubbegrenzung erfolgt bei unveränderter Länge und Lage des Führungsabschnittes
65 durch eine Verminderung der auf diesem Abschnitt vorliegenden Umlaufmittel- bzw.
Bandgeschwindigkeit, wobei diese Verminderung an anderer, außerhalb des Förderbereichs
liegender Stelle des Umlaufmittelverlaufs durch Einfederung bewirkt wird. Vorzugsweise
ist jeweils ein Führungselement 83 im Führungsabschnitt 86 zwischen der ausgangseitigen
Umlenkrolle 81 und der Stelle des Bandantriebes, z. B. dem Antriebsrad 69, und ein
Führungselement 84 im Führungsabschnitt 87 zwischen der Stelle des Bandantriebs, z.
B. des Antriebsrades 69, und der eingangsseitigen Umlenkrolle 82 vorgesehen. Hierdurch
kann einer der Führungsabschnitte 86; 87, insbesondere der bzgl. des Antriebsrades
69 vorlaufende Führungsabschnitt 86, durch Einfedern verkürzt und gleichzeitig der
andere um die entsprechende Länge verlängert werden. Der dem Antrieb vorgeordnete
Führungsabschnitt 86 ist hinsichtlich der Streckenlänge somit nachgiebig ausgebildet.
Infolge des Verkürzens wirkt sich das durch den Antrieb erfolgende Fördern nicht,
oder zumindest nicht in vollem Maße auf den Vorschub des Umlaufmittels 05 im Förderbereich
aus, sondern wird zumindest zum Teil durch das Nachgeben im insbesondere dem Antrieb
vorlaufenden Führungsabschnitt 86; 87 aufgenommen.
[0116] In einer ersten Ausführungsvariante dieser ersten Ausführung der zweiten Gruppe (siehe
z. B. Fig. 14, in welcher exemplarisch lediglich Verlauf und Führung des Umlaufmittels
05 mit Führungselementen 81; 82; 83; 84 und das angedeutete Antriebsrad 69 dargestellt
sind) sind die im dem Antriebsrad 69 vorgeordneten und dem Antriebsrad 69 nachgeordneten
Führungsabschnitt 86; 87 nachgiebig bzw. federnd gelagerten Umlenkelementen 83; 84,
z. B. Umlenkrollen 83; 84 bzgl. einer radialen Richtung linearbeweglich gelagert.
Insbesondere können sie auf einem gemeinsamen Träger 88, z. B. einem Schlitten 88,
drehbeweglich gelagert, welcher seinerseits gegenüber einer gestellfesten Führung
linearbeweglich angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Schlitten 88 über ein hier nicht
dargestelltes Federelement gegen einen gestellfesten Punkt in der Weise vorgespannt,
dass die mit dem vorlaufenden Führungsabschnitt 86 zusammen wirkende Umlenkrolle 81
diesen Führungsabschnitt 86 gegenüber einem möglichen kürzeren Verlauf zu einem längeren
Verlauf hin auslenkt und umgekehrt die mit dem nachlaufenden Führungsabschnitt 87
zusammen wirkende Umlenkrolle 82 den nachlaufenden Führungsabschnitt 87 gegenüber
einem möglichen längeren Verlauf verkürzt. In vorteilhafter Weiterbildung ist ein
die Linearbewegung entgegen der Federkraft begrenzender Anschlag vorgesehen, durch
welchen das Federelement bereits in Nulllage L
0 des Schlittens 88 eine Federkraft entfaltet und somit einen von Null verschiedenen
Schwellwert für das durch eine Widerstandserhöhung bewirkte Auslenken definiert.
[0117] Grundsätzlich können die beiden Umlenkrollen 83; 84 auch unabhängig voneinander in
der genannten Weise in den Führungsabschnitten 86; 87 jeweils linearbeweglich gelagert
sein.
[0118] In einer zweiten, nicht dargestellten Ausführungsvariante dieser ersten Ausführung
der zweiten Gruppe ist eine mit dem vorlaufenden Führungsabschnitt 86 zusammen wirkende
Umlenkrolle 81 an einem schwenkbaren Hebel 89 derart gelagert, dass sie diesen Führungsabschnitt
86 in unbelastetem Zustand gegenüber einem möglichen kürzeren Verlauf zu einem längeren
Verlauf hin auslenkt. Wird nun der Widerstand beispielsweise durch Auflaufen des Bedruckstoffbogens
01 erhöht, so wird der Hebel 89 entgegen der Kraft eines am Hebel 89 angreifenden
Federelementes 94, z. B. einer Druck- oder Zugfeder oder eines pneumatisch wirkenden
Zylinders, in eine den Förderabschnitt 86 verkürzende Position bewegt. Korrespondierend
hierzu ist im nachlaufenden Führungsabschnitt 87 eine Umlenkrolle 83 derart federnd
gelagert, dass sie die Länge des nachlaufenden Förderanschnittes entsprechend der
aus dem vorlaufenden Förderabschnitt 86 durch Auslenkung des Hebels 89 frei gewordene
Umlaufmittel- bzw. Bandlänge verlängert. In vorteilhafter Weiterbildung ist ein die
Schwenkbewegung des Hebels 89 entgegen der Federkraft begrenzender Anschlag 96 vorgesehen,
durch welchen das Federelement 94 bereits in Nulllage L
0 des Hebels 89 eine von Null verschiedene Federkraft entfaltet und somit einen von
Null verschiedenen Schwellwert für das durch eine Widerstandserhöhung bewirkte Auslenken
definiert. Die im nachlaufenden Führungsabschnitt 87 federnd angeordnete Umlenkrolle
84 kann in der Art eines gefederten Riemenspanners ausgebildet sein.
[0119] In einer zweiten Ausführung der zweiten Gruppe erfolgt die Einfederung der Umlaufmittelführung
durch wenigstens ein Führungs- bzw. Umlenkelementen 81; 82, welches die Länge und/oder
Lage des den Förderbereich betreffenden Führungsabschnittes 65 mitbestimmt. Vorzugsweise
ist zumindest die ausgangseitige Umlenkrolle 81 mit zumindest einer entlang der Transportrichtung
T verlaufenden Komponente beweglich, insbesondere entgegen der Transportrichtung T
gegen die Federkraft eines Federelementes nachgiebig bzw. federnd gelagert.
[0120] In einer ersten Ausführungsvariante dieser zweiten Ausführung der zweiten Gruppe
(siehe z. B. Fig. 15) ist die ausgangseitige Umlenkrolle 81 in genannter Weise federnd
gelagert, indem sie an einem um eine Schwenkachse 92 schwenkbaren Hebel 93 exzentrisch
gelagert ist. Der Hebel 93 ist entgegen der Kraft eines Federelementes 94 aus einer
Nulllage L
0 in eine Position verschwenkbar, in welcher die Umlenkrolle 81 in einer gegenüber
der Nulllage L
0 näher zur eingangseitigen Umlenkrolle 82 zu liegen kommt. Durch das Einfedern wird
die gesamte Länge der den Förderbereich und den Antriebsvorlauf betreffenden Führungsabschnitte
65; 86 verkürzt, wodurch zumindest zeitweise die im Förderbereich wirksame Geschwindigkeit
reduziert wird. Wie oben kann durch die entsprechende Anordnung eines Anschlages 96
eine Vorspannung an dem Federelement 94 eingestellt, und dadurch ein Schwellenwert
für die Auslösung des Einfederns vorgesehen sein. Im nachlaufenden Führungsabschnitt
87 ist wiederum eine zu den o. g. Beispielen vergleichbar federnd gelagerte Umlenkrolle
84 vorgesehen, durch deren Bewegung der nachlaufende Führungsabschnitt 87 um die überschüssige
Länge verlängert wird. Je nach Lage des Antriebsrades 69 kann das Umlaufmittel 05
zur Erzielung der erforderlichen Einfederkraft zwischen ausgangsseitiger Umlenkrolle
81 und Antriebsrad 69 über eine oder mehrere ortsfest angeordnete Leit- oder Umlenkelemente
95, z. B. Umlenkrollen 95, geführt sein.
[0121] In einer zweiten Ausführungsvariante dieser zweiten Ausführung ist die ausgangseitige
Umlenkrolle 81 im Unterschied zur vorgehenden Variante an einem Hebelarm eines zweiarmigen,
um die Schwenkachse 92 verschwenkbaren Hebel 97, wobei am zweiten Hebelarm eine weitere,
vom Umlaufmittel teilumschlungene Umlenkrolle 98 vorgesehen ist. Durch Verschwenken
des Hebels 97 wird wie oben die Gesamtlänge der den Förderbereich und den Antriebsvorlauf
betreffenden Führungsabschnitte 65; 86 verkürzt, wobei jedoch durch die S-Führung
um die beiden Umlenkrollen 81; 98 bei einem vergleichbaren Weg der ausgangsseitigen
Umlenkrolle 81 eine größere Verkürzung der Gesamtlänge ermöglicht wird. Für das Federelement
94, einen Anschlag 96 und die im nachlaufenden Führungsabschnitt 87 angeordnete Umlenkrolle
84 gilt das oben dargelegte.
[0122] In einer z. B. in Fig. 17 dargestellten dritten Ausführungsvariante dieser zweiten
Ausführung ist die ausgangsseitige Umlenkrolle 81 linearbeweglich, insbesondere parallel
zur Transportrichtung T, gelagert. Hierzu wirken beispielsweise gestellfeste Führungselemente
101, z. B. Führungsbolzen 101, mit Führungselementen 102 eines Schlittens 103, z.
B. im Schlitten 103 vorgesehene Langlöcher 102, in der Weise zusammen, dass sie eine
parallel zur Transportrichtung T verlaufende Bewegung des die ausgangsseitige Umlenkrolle
81 tragenden Schlittens 103 erlauben. Der Schlitten 103 ist wieder entgegen der Kraft
eines Federelements 104, hier z. B. einer Druckfeder, einfederbar, wobei sich das
Federelement 104 an einem gestellfesten Anschlag 106 abstützt. Mit der Bewegung des
Schlittens 103 bewegt sich entsprechend die ausgangsseitige Umlenkrolle 81 sowie das
ebenfalls mit dem Schlitten 103 verbundene, z. B. als Unterdruckkammer 25 ausgebildete
reibungserhöhende Mittel 25. Zur Beaufschlagung des als Unterdruckkammer 25 ausgebildete
reibungserhöhende Mittels 25 mit Unterdruck P - kann ein gestellfest angeordneter
Anschlussstutzen 107 vorgesehen sein, welcher beispielsweise kontaktlos oder über
einen Gleitkontakt mit einer saugseitigen Öffnung 108 der Unterdruckkammer 25 zusammen
wirkt. Am Anschlussstutzen 107 und/oder im Bereich der Öffnung 108 kann ein Dichtelement
109, z. B. eine Dichtplatte 109, vorgesehen sein. Eine Öffnung 111, z. B. Stutzenöffnung
111, des Anschlussstutzens 103 ist derart in Deckung mit der Öffnung 108 angeordnet,
dass in jeder der Betriebslagen des Schlittens 103 zumindest eine Überdeckung besteht.
Der Anschlussstutzen 107 ist über eine Leitung 99, z. B. eine ein Fluid eines gegenüber
der Umgebung niedrigeren Druckes führenden Saugleitung 99, mit einem nicht dargestellten
Mittel zur Bereitstellung eines gegenüber der Umgebung niedrigeren Unterdruckes P-,
z. B. der Saugseite einer Pumpe, einer Turbine oder eines Ventilators, verbunden.
Der P
--Anschluss der beweglichen Unterdruckkammer 25 kann alternativ auch mit einem flexiblen
Schlauch fest verbunden werden bzw. sein, so dass die Bewegung der Saugkammer nahezu
nicht behindert wird (nicht dargestellt)
[0123] In Fig. 18 sind schematisch für unterschiedliche Betriebssituationen und damit verbundene
Belastungszustände die Lagen des Schlittens 103 aus der dritten Ausführungsvariante
anhand der Relativstellung der zusammen wirkenden Führungselemente 101; 102 dargestellt:
Eine erste Relativlage (a), wobei der Schlitten 103 bzw. die ausgangseitige Umlenkrolle
81 in eine der eingangsseitigen Umlenkrolle 82 nähere Lage verbracht ist, wird z.
B. für den Fall eingenommen, dass allein die Riemenspannung, also die Spannung des
unbelasteten Umlaufmittels 05 ohne aktives reibungserhöhendes Mittel 25, anliegt.
Erfolgt eine Fördern eines Bedruckstoffbogens 01 unter Anwendung von Unterdruck P
- (Mittel 25 aktiv), so stellt sich infolge der Mitnahme des Mittels 25 in Transportrichtung
T beispielsweise eine von der eingangsseitigen Umlenkrolle 82 weiter entfernt liegende
Lage (b) ein. Überträgt sich nun ein durch Auflaufen einer Kante 13 erhöhter Widerstand
über die reibschlüssige Verbindung auf das Umlaufmittel 05 und von dort durch Erhöhung
der Spannung im Umlaufmittel 05 auf die einfedernde Umlenkrolle 81, so wird durch
den Schlitten 103 beispielsweise wieder eine der eingangsseitigen Umlenkrolle 82 nähere
Lage eingenommen (c). Liegt weder eine Riemenspannung noch eine andere Belastung an,
so wird der Schlitten 103 beispielsweise ins seine eingangsseitenferne Endlage (d)
verbracht.
[0124] In einer nicht eigens dargestellten vierten Ausführungsvariante dieser zweiten Ausführung
ist die ausgangsseitige Umlenkrolle 81 im Unterschied zu den beiden ersten Varianten
ebenfalls nicht verschwenkbar, sondern linearbeweglich, insbesondere parallel zur
Transportrichtung T linearbeweglich, gelagert. Gegenüber der dritten Ausführungsvariante
unterscheidet sich diese funktional lediglich dadurch, dass das reibungserhöhende
Mittel 25, z. B. die Unterdruckkammer 25, gestellfest angeordnet ist. Das zum Federelement
104, zu einem ggf. entsprechend der zweiten Variante vorzusehenden Anschlag 96 und
das zur federnd gelagerten Umlenkrolle 84 im dem Antrieb nachlaufenden Führungsabschnitt
87 Genannte ist entsprechend anzuwenden.
[0125] Wie exemplarisch in Fig. 19 für die Ausführungen einer Unterdruckkammer 25 dargestellt,
weist diese auf der dem zu transportierenden Bedruckstoffbogen 01 und/oder dem Umlaufmittel
05 zugewandten Seite mindestens eine Öffnung 91, z. B. eine großflächige Öffnung 91
oder mehrere voneinander beabstandete Öffnungen 91, z. B. Saugöffnungen 91, auf. Durch
diese Saugöffnung(en) 91 wirkt ein in der Unterdruckkammer 25 vorherrschender Unterdruck
P - den geförderten Bedruckstoffbogen 01 an das Umlaufmittel 05 anziehend. Die Öffnung
91 bzw. Öffnungen kann bzw. können in vorteilhafter Weise direkt unterhalb des hierbei
beispielsweise als Lochband 05 ausgebildeten Umlaufmittels 05 angeordnet sein. Hierbei
kann die bzw. können die beispielsweise schlitzförmig ausgebildete(n) Öffnung(en)
91 direkt mit Löchern 112 des die Öffnung(en) 91 im übrigen im wesentlichen abdeckenden
Lochbandes 05 derart zusammen wirkend angeordnet sein, sodass durch die Löcher 112
hindurch der Bedruckstoffbogen 01 gegen das Lochband 05 gezogen wird. Das zur Funktion
und Einbindung der Unterdruckkammer 25 genannte ist sowohl auf eine Ausbildung der
Unterdruckkammer 25 in gestellfester Ausführung (d. h. ohne bewegbaren Schlitten 103
und z. B. mit fest verbundenem bzw. verbindbarem Anschlussstutzen 107) als auch auf
die Ausführung mit bewegbarem Schlitten 103 anzuwenden.
Bezugszeichenliste
[0126]
- 01
- Bedruckstoffbogen, Tafel, Bedruckstofftafel, Blechtafel, Metalltafel
- 02
- Bearbeitungsaggregat, Druckwerk, Offsetdruckwerk
- 03
- Bearbeitungsaggregat, Lackierwerk
- 04
- Fördereinrichtung
- 05
- Mittel, Umlaufmittel, Fördermittel, Band, Vakuumriemen, Lochband
- 06
- Fördereinrichtung
- 07
- Zylinder, erster, Druckwerkszylinder, Druckzylinder, Gegendruckzylinder, Übertragungszylinder
- 08
- Zylinder, Anlegzylinder, Anlegtrommel
- 09
- Vorrichtung, Anschlagvorrichtung, Anschlag- und Greifvorrichtung
- 10
- -
- 11
- Anschlagmittel, Markenhebel
- 12
- Anschlagfläche
- 13
- Kante, vorlaufend
- 14
- Welle
- 15
- Anschlag, Hinterschub
- 16
- erstes Nockengetriebe
- 17
- Hebel
- 18
- Rolle
- 19
- Kurvenscheibe
- 20
- -
- 21
- Anschlagelement, Anlegemarke
- 22
- Arm, Hebelarm
- 23
- Antriebsmechanismus, Getriebe
- 24
- Zylinder, Druckwerkszylinder, Drucktuchzylinder, Gummituchzylinder, Übertragungszylinder
- 25
- Mittel, reibkrafterhöhend, Drucksenke, Unterdruckkammer, Magnet
- 26
- Widerlager, Anschlagelement
- 27
- Federelement, Druckfeder
- 28
- Koppel
- 29
- Zapfen, Welle
- 30
- -
- 31
- Widerlager, Zapfen, Welle
- 32
- zweites Nockengetriebe
- 33
- Zapfen, Welle
- 34
- Rolle
- 35
- Tragelement
- 36
- Greiferelement, Greiferspitze
- 37
- Greifer
- 38
- Linearführung
- 39
- Klemmverbindung
- 40
- -
- 41
- -
- 42
- Zylinder, Formzylinder, Plattenzylinder, Druckwerkszylinder
- 43
- Mittel, reibkrafterhöhend, Magnetsegment
- 44
- Führung, Führungsvorrichtung
- 45
- Führungselement, Gleitblech
- 46
- Zylinder, Gegendruckzylinder
- 47
- Zylinder, Lackierzylinder
- 48
- Auftragwalze
- 49
- Dosierwalze
- 50
- -
- 51
- Walze, Führungswalze
- 52
- Mittel, reibkrafterhöhend
- 53
- Mittel zur Schubkraftbegrenzung, Federelement, Druckfeder
- 54
- Mittel zur Vorschubbegrenzung, Element, Federelement, Druckmittelzylinder
- 55
- Förderabschnitt
- 56
- Mittel, Antriebsmittel, Antriebsmotor, Servomotor
- 57
- Übertragungsglied,
- 58
- Glied, Abtriebsglied, Antriebsscheibe
- 59
- Glied, Antriebsinnenring
- 60
- -
- 61
- Anschlag
- 62
- Anschlag
- 63
- Anschlag
- 64
- Anschlag
- 65
- Führungsabschnitt
- 66
- Welle, Antriebswelle
- 67
- Mittel zur Vorschubbegrenzung, Übertragungsglied, Kupplung, Magnetkupplung, Druckluft-Kupplung
- 68
- -
- 69
- Antriebsrad
- 70
- -
- 71
- Loch
- 72
- Umlaufmittel
- 73
- Getriebe, Zugmittelgetriebe
- 74
- Förderabschnitt
- 75
- Band
- 76
- Anschlag, Vorderanschlag
- 77
- Übertragungsglied, Welle, Zugmittel
- 78
- Eintriebsrad
- 79
- Abtriebsrad
- 80
- Übertragungsglied
- 81
- Mittel, Führungselement, Umlenkelement, Umlenkrolle, vordere
- 82
- Mittel, Führungselement, Umlenkelement, Umlenkrolle, hintere
- 83
- Mittel, Führungselement, Umlenkelement, Umlenkrolle
- 84
- Mittel, Führungselement, Umlenkelement, Umlenkrolle
- 85
- -
- 86
- Führungsabschnitt
- 87
- Führungsabschnitt
- 88
- Träger, Schlitten
- 89
- Hebel
- 90
- -
- 91
- Öffnung, Saugöffnung
- 92
- Schwenkachse
- 93
- Hebel
- 94
- Federelement
- 95
- Leit- oder Umlenkelement, Umlenkrolle
- 96
- Anschlag
- 97
- Hebel
- 98
- Mittel, Führungselement, Umlenkrolle
- 99
- Leitung, Saugleitung
- 100
- -
- 101
- Führungselement, Führungsbolzen
- 102
- Führungselement, Langloch
- 103
- Schlitten
- 104
- Federelement
- 105
- -
- 106
- Anschlag
- 107
- Anschlussstutzen
- 108
- Öffnung
- 109
- Dichtelement, Dichtplatte
- 110
- -
- 111
- Öffnung, Stutzöffnung
- 112
- Loch (05)
- A
- Achse
- D
- Drehrichtung
- S
- Schnittlinie
- T
- Transportrichtung
- BG
- Bewegungsbahn (36)
- BR
- Bewegungsbahn (21)
- BT
- Bewegungsbahn (01)
- L0
- Nulllage
- L1
- Lage
- L2
- Lage
- LK
- Erstkontakt
- P -
- Unterdruck
- Pa
- Arbeitsphase
- Pr
- Ruhephase (11)
- T0
- Transportrichtung (Nulllage)
- Zr
- Ruhephase (21)
- α
- Winkellage
- β
- Winkellage
- δ
- Winkel
- ε
- Einfederwinkel