[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern einer Magnetschienenbremsvorrichtung
eines Schienenfahrzeugs, welche wenigstens eine von einer elektrischen Energiequelle
über eine elektrische Verbindung gespeiste Magnetspule einer elektrischen Magnetschienenbremse
beinhaltet, wobei auf ein Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die elektrische
Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule
der Magnetschienenbremse hergestellt und auf ein Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin getrennt wird, um die wenigstens eine Magnetspule zur Erzeugung einer Magnetkraft
zu erregen bzw. zu entregen, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie von einer
Magnetschienenbremsvorrichtung eines Schienenfahrzeugs, welche wenigstens eine von
einer elektrischen Energiequelle über eine elektrische Verbindung gespeiste Magnetspule
einer elektrischen Magnetschienenbremse beinhaltet, sowie eine elektronische Steuereinrichtung,
wobei auf ein in die Steuereinrichtung eingesteuertes Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
hin die elektrische Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und der wenigstens
einen Magnetspule der Magnetschienenbremse hergestellt und auf ein in die Steuereinrichtung
eingesteuertes Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin getrennt wird, um die
wenigstens eine Magnetspule zur Erzeugung einer Magnetkraft zu erregen bzw. zu entregen,
nach dem Oberbegriff von Anspruch 9.
[0002] Eine solche Magnetschienenbremsvorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 101 11 685 A1 bekannt. Die krafterzeugende Hauptkomponente einer elektrischen Magnetschienenbremse
ist der Bremsmagnet. Er ist im Prinzip ein Elektromagnet, bestehend aus einer sich
in Schienenrichtung erstreckenden, von einem Magnetspulenkörper getragenen Magnetspule
und einem hufeisenähnlichen Magnetkern, welcher den Grund- oder Trägerkörper bildet.
Der hufeisenförmige Magnetkern bildet an seiner der Fahrzeugschiene zugewandten Seite
Polschuhe aus. Der in der Magnetspule fließende Gleichstrom bewirkt eine magnetische
Spannung, die in dem Magnetkern einen magnetischen Fluss erzeugt, der sich über den
Schienenkopf kurzschließt, sobald der Bremsmagnet mit seinen Polschuhen auf der Schiene
aufliegt. Die in dem Zwischenraum zwischen den Polschuhen befindliche Zwischenleiste
aus nicht magnetischem Material verhindert, dass sich der magnetische Fluss bereits
über die Polschuhe kurzschließt. Durch den sich über den Schienenkopf kurzschließenden
magnetischen Fluss kommt eine magnetische Anziehungskraft zwischen Bremsmagnet und
Schiene zustande. Durch die kinetische Energie des bewegten Schienenfahrzeugs wird
die Magnetschienenbremse über Mitnehmer entlang der Schiene gezogen. Hierbei entsteht
durch die Gleitreibung zwischen Bremsmagnet und Schiene in Verbindung mit der magnetischen
Anziehungskraft eine Bremskraft.
[0003] Magnetschienenbremsen werden durch Einschalten des Erregerstroms, d.h. durch Bestromung
der Magnetspule in den aktiven Zustand gebracht, in welchem die Bremskraft wirkt,
oder durch Ausschalten des Erregerstroms, d.h. durch Entstromen der Magnetspule in
den deaktiven Zustand gebracht, in dem keine Bremskraft wirkt. Beim Ein- bzw. Ausschalten
des Erregerstroms bringt die Magnetschienenbremse die Bremskraft schlagartig auf bzw.
entlastet das Schienenfahrzeug schlagartig von der Bremskraft, was jeweils einen unerwünschten
Bremszuspannruck bzw. Bremslöseruck mit sich bringt. Ein solcher Ruck stellt ein Gefährdungspotential
für die mit dem Schienenfahrzeug mitfahrenden Personen dar.
[0004] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der der eingangs erwähnten Art derart fortzubilden, dass der Ruck beim Ein- oder Ausschalten
der Magnetschienenbremse möglichst gering ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der nebengeordneten Ansprüche
1 und 9 gelöst.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass
- auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die einmal hergestellte elektrische
Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule
der Magnetschienenbremse in einer festgelegten Folge von Zyklen getrennt und wieder
hergestellt wird, als Mittel gegen den sich beim Einschalten der Magnetschienenbremse
einstellenden Bremszuspannruck, oder
- auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin die einmal getrennte elektrische
Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule
der Magnetschienenbremse in einer festgelegten Folge von Zyklen hergestellt und wieder
getrennt wird, als Mittel gegen den sich beim Ausschalten der Magnetschienenbremse
einstellenden Bremslöseruck.
[0007] Unter einem "Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal" soll dabei ein Signal verstanden
werden, durch welches die Magnetschienenbremse grundsätzlich zugespannt wird. Im Gegensatz
dazu soll unter einem "Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal" ein Signal verstanden
werden, durch welches die Magnetschienenbremse grundsätzlich gelöst wird. Das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
kann auch aus der Negation des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals gebildet werden,
d.h. sobald das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal nicht mehr ansteht wird das
Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal zum grundsätzlichen Lösen der Magnetschienenbremse
erzeugt oder gebildet.
[0008] Mit anderen Worten wird der Erregerstrom der Magnetspule bzw. die an der Magnetspule
anliegende Spannung beim grundsätzlichen Wechsel vom aktivierten (Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal)
in den deaktivierten Zustand (Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal) oder umgekehrt
über einen definierten Verlauf gesteuert. Dies erfolgt jeweils durch mehrmaliges und
kurzzeitiges Aus- und Einschalten des Erregerstroms der Magnetspule, so dass sich
der Erregerstrom und damit die Bremskraft über einen bestimmten Zeitraum verzögert
vom Maximalwert auf Null reduziert. Die Ein-/Ausschaltdauern bzw. Verbindungs-/Trennzeitdauern
liegen dabei in einem Bereich der mit konventionellen elektrischen oder elektronischen
Schaltern erreicht werden kann. Durch den langsameren Aufbau bzw. Abbau der Bremskraft
der Magnetschienenbremse gegenüber dem Stand der Technik wird der Bremszuspannruck
bzw. Bremslöseruck reduziert, besonders hoch ist die Wirksamkeit des Verfahrens, wenn
die Magnetschienenbremse bis zum Fahrzeugstillstand genutzt wird und die gestufte
Abschaltung des Erregerstroms synchron mit der Verzögerung des Schienenfahrzeugs bis
in den Fahrzeugstillstand erfolgt.
[0009] Während bisher aufgrund des Rucks beim Ein- bzw. Ausschalten die Verwendung einer
Magnetschienenbremse beim Bremsen bis in den Stillstand problematisch war, können
mit Hilfe der Erfindung Magnetschienenbremsen nun auch zum Bremsen bis in den Stillstand
eingesetzt werden, entweder ausschließlich oder im Rahmen von Bremsenblending zusammen
mit anderen Bremsen was zu einer Verkürzung des Bremswegs führt.
[0010] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der in den unabhängigen Ansprüchen angegebenen Erfindung möglich.
[0011] Auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin wird über einen
definierten Zeitraum vor dem letzten und finalen Ausschaltzeitpunkt der Magnetschienenbremse,
in dem das Schienenfahrzeug beispielsweise gerade zum Stillstand gekommen ist, der
Erregerstrom durch einen Schalter aus- und dann wieder eingeschaltet, wobei sich das
Verhältnis zwischen den Trennzeitdauern, in denen die Magnetspule entregt bzw. von
der elektrischen Energiequelle getrennt ist, und den Verbindungszeitdauern, in denen
die Magnetspule erregt bzw. mit der elektrischen Energiequelle verbunden ist, bevorzugt
zu Gunsten der Trennzeitdauern verschiebt, bis der Erregerstrom und damit die Bremswirkung
praktisch den Wert Null erreicht.
[0012] Mit anderen Worten werden auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin mit fortschreitender Zeit die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung
zwischen Magnetspule und elektrischen Energiequelle getrennt ist, bevorzugt länger
und die Verbindungszeitdauern, in denen diese elektrische Verbindung hergestellt ist,
bevorzugt kürzer.
[0013] Umgekehrt werden auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin
mit fortschreitender Zeit die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung
getrennt ist, bevorzugt kürzer und die Verbindungszeitdauern, in denen die elektrische
Verbindung hergestellt ist, bevorzugt länger.
[0014] Zur Vermeidung von Resonanzen wird bevorzugt die Periodendauer jedes Aus/Einschalt-
bzw. Verbindungs-/Trennzyklus geändert. Die Anzahl der Zyklen ist von der Induktivität
der Magnetspule und der gewünschten Zeitdauer bis zur Aktivierung/Deaktivierung abhängig.
[0015] Besonders bevorzugt erfolgt eine Auswertung eines die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs
repräsentierenden Geschwindigkeitssignals dahingehend, ob zum Zeitpunkt der Erzeugung
des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals oder des Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals
die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs zwischen einer unteren Grenzgeschwindigkeit
und einer oberen Grenzgeschwindigkeit liegt, und falls dies der Fall ist: Trennen
und Wiederherstellen der einmal hergestellten elektrischen Verbindung zwischen der
elektrischen Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule der Magnetschienenbremse
in der festgelegten Folge von Zyklen, und falls dies nicht der Fall ist: Aufrechterhalten
der einmal hergestellten elektrischen Verbindung bis wenigstens zum Stillstand des
Schienenfahrzeugs, oder Herstellen und wieder Trennen der einmal getrennten elektrischen
Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule
der Magnetschienenbremse in der festgelegten Folge von Zyklen, und falls dies nicht
der Fall ist: Aufrechterhalten der Trennung der einmal getrennten elektrischen Verbindung.
[0016] Mit anderen Worten wird das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt in einem Geschwindigkeitsbereich
zwischen einer unteren Grenzgeschwindigkeit, diese kann auch dem Fahrzeugstillstand
gleich sein, und einer oberen Grenzgeschwindigkeit durchgeführt, weil zum einen bei
höheren Geschwindigkeiten oberhalb der oberen Grenzgeschwindigkeit ein schnelles Einsetzen
der Magnetschienenbremse entscheidend ist, insbesondere wenn die Magnetschienenbremse
für eine Not- oder Schnellbremsung des Schienenfahrzeugs eingesetzt wird. Dann kommt
es auf maximale Bremsleistung an und das erfindungsgemäße Ein-/Ausschalten der Magnetschienenbremse
wird nicht durchgeführt. Zum andern ist bei Geschwindigkeiten von mehr als z.B. 50
km/h als obere Grenzgeschwindigkeit ein beim Aktivieren der Magnetschienenbremse eintretender
Einschaltruck relativ schwach und hat daher wenig Auswirkung auf den Komfort.
[0017] Besonders bevorzugt wird die einmal hergestellte elektrische Verbindung oder die
einmal getrennte elektrische Verbindung zwischen der elektrischen Energiequelle und
der wenigstens einen Magnetspule der Magnetschienenbremse über eine vorgegebene Zeitdauer
in der festgelegten Folge von Zyklen getrennt und wieder hergestellt oder hergestellt
und wieder getrennt.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung sind die Periode von Zyklen der Herstellung der elektrischen
Verbindung und die Periode von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung jeweils
konstant. Alternativ könnte die Periode von Zyklen der Herstellung der elektrischen
Verbindung und die Periode von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung jeweils
variiert werden, um insbesondere eine Schwingungsanregung im Resonanzbereich zu vermeiden.
[0019] Gemäß einer Weiterbildung wird auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin
die festgelegte Folge von Zyklen des Trennens und Wiederherstellens der elektrischen
Verbindung nur einmal ausgeführt. In analoger Weise und bevorzugt wird auch auf das
Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin die festgelegte Folge von Zyklen des
Wiederherstellens und Trennens der elektrischen Verbindung nur einmal ausgeführt.
[0020] Die Erfindung betrifft auch ein Wirbelstrombremssystem eines Schienenfahrzeugs, welches
eine vorstehend beschriebene Magnetschienenbremsvorrichtung enthält.
[0021] Das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal ist bevorzugt ein Not-, Schnell-, Zwangs-
oder Betriebssignal, d.h., dass die Magnetschienenbremse im Rahmen einer Not-, Schnell
oder Zwangs- oder Betriebsbremsung aktiviert (Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal)
bzw. nach einer solchen Not-, Schnell oder Zwangs- oder Betriebsbremsung deaktiviert
(Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal) wird.
[0022] Zur Ausführung des oben beschriebenen Verfahrens wird eine eingangs genannte Magnetschienenbremsvorrichtung
vorgeschlagen, bei welcher in der elektrischen Verbindung zwischen der elektrischen
Energiequelle und der wenigstens einen Magnetspule der Magnetschienenbremse wenigstens
ein Schalter angeordnet ist, welcher von einer elektronischen Steuereinrichtung derart
angesteuert wird, dass sich das oben beschriebene Verhalten der Magnetschienenbremse
ergibt. Weiterhin ist wenigstens ein Geschwindigkeitssensor zur Einsteuerung eines
die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs repräsentierenden Geschwindigkeitssignals
in die Steuereinrichtung vorgesehen.
[0023] Der genaue Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung einer Magnetschienenbremsvorrichtung
bzw. der genaue Aufbau der Magnetschienenbremsvorrichtung wird durch die nachfolgende
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels deutlich.
Zeichnung
[0024] In der Zeichnung zeigt
- Fig.1
- ein Schaltschema einer Magnetschienenbremsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig.2
- ein Spannungs-Zeitdiagramm, welches den zeitlichen Verlauf einer an einer Magnetspule
der Magnetschienenbremsvorrichtung von Fig.1 anliegenden Spannung darstellt;
- Fig.3
- ein Strom-Zeitdiagramm, welches den zeitlichen Verlauf des Erregerstroms der Magnetspule
der Magnetschienenbremsvorrichtung von Fig.1 darstellt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0025] Die Erfindung ist in einer elektrischen Magnetschienenbremsvorrichtung 1 verwirklicht,
bei welcher die krafterzeugende Hauptkomponente ein Bremsmagnet ist, der im Prinzip
ein Elektromagnet ist, bestehend aus einer sich in Schienenrichtung erstreckenden,
von einem Magnetspulenkörper getragenen Magnetspule 6 und einem hufeisenähnlichen
Magnetkern, welcher den Grund- oder Trägerkörper bildet. Der hufeisenförmige Magnetkern
bildet an seiner der Fahrzeugschiene zugewandten Seite Polschuhe aus. Der in der Magnetspule
6 fließende Gleichstrom bewirkt eine magnetische Spannung, die in dem Magnetkern einen
magnetischen Fluss erzeugt, der sich über den Schienenkopf kurzschließt, sobald der
Bremsmagnet mit seinen Polschuhen auf der Schiene aufliegt. Die in dem Zwischenraum
zwischen den Polschuhen befindliche Zwischenleiste aus nicht magnetischem Material
verhindert, dass sich der magnetische Fluss bereits über die Polschuhe kurzschließt.
Durch den sich über den Schienenkopf kurzschließenden magnetischen Fluss kommt eine
magnetische Anziehungskraft zwischen Bremsmagnet und Schiene zustande. Durch die kinetische
Energie des bewegten Schienenfahrzeugs wird die Magnetschienenbremse 8 über Mitnehmer
entlang der Schiene gezogen. Hierbei entsteht durch die Gleitreibung zwischen Bremsmagnet
und Schiene in Verbindung mit der magnetischen Anziehungskraft eine Bremskraft. Der
generelle Aufbau und die generelle Funktionsweise solcher Magnetschienenbremsvorrichtungen
sind hinlänglich bekannt, weshalb darauf nicht weiter eingegangen werden soll.
[0026] Gemäß Fig.1 weist die Magnetschienenbremsvorrichtung 1 daher eine von einer elektrischen
Energiequelle 2 über eine elektrische Verbindung 4 gespeiste Magnetspule 6 einer Magnetschienenbremse
8 auf, sowie eine elektronische Steuereinrichtung 10. Dabei wird die elektrische Verbindung
4 zwischen der elektrischen Energiequelle 2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse
8 auf ein in die Steuereinrichtung 10 eingesteuertes Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
hin hergestellt und auf ein in die Steuereinrichtung 10 eingesteuertes Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin getrennt, um die Magnetspule 6 zur Erzeugung einer Magnetkraft zu erregen bzw.
zu entregen. Die elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen Energiequelle
2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 ist durch eine entsprechende elektrische
Verkabelung 4 realisiert.
[0027] Dabei ist in der elektrischen Verbindung bzw. Verkabelung 4 zwischen der elektrischen
Energiequelle 2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 ein elektrischer
oder elektronischer Schalter 12 angeordnet, welcher von der Steuereinrichtung 10 zum
Herstellen bzw. zum Trennen der elektrischen Verbindung 4 zwischen Magnetspule 6 und
elektrischer Energiequelle 2 angesteuert wird. Bei dem Schalter 12 kann es sich beispielsweise
um ein Relais handeln.
[0028] Weiterhin ist wenigstens ein Geschwindigkeitssensor 14 zur Einsteuerung eines die
Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs repräsentierenden Geschwindigkeitssignals in
die Steuereinrichtung 10 vorgesehen. Hierzu ist eine elektrische Signalleitung 16
von dem Geschwindigkeitssensor 14 zu der elektronischen Steuereinrichtung 10 gezogen.
[0029] Das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal ist bevorzugt ein Not-, Schnell-, Zwangs-
oder Betriebsbremssignal, d.h., dass die Magnetschienenbremse im Rahmen einer Not-,
Schnell-, Zwangs- oder Betriebsbremsung aktiviert bzw. nach einer solchen Bremsung
deaktiviert wird. Hierzu ist die elektronische Steuereinrichtung 10 über eine weitere
elektrische Signalleitung 18 mit einer Bremssteuerebene 20 verbunden, die beispielsweise
über eine Sicherheitsschleife oder einen Fahrzeugdatenbus den Befehl zur Aktivierung
oder Deaktivierung der entsprechenden Bremsenart erhält.
[0030] Die in einem Speicher der Steuereinrichtung 10 implementierten Steuerroutinen sind
dabei derart ausgebildet, dass der in der elektrischen Verbindung 4 zwischen der elektrischen
Energiequelle 2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 angeordnete Schalter
12 derart angesteuert wird, dass auf ein Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin
die einmal hergestellte elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen Energiequelle
2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 in einer festgelegten Folge von
Zyklen getrennt und wieder hergestellt wird.
[0031] Mit anderen Worten wird auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
hin, z.B. im Rahmen einer Notbremsung, durch Schließen des Schalters 12 die elektrische
Verbindung 4 hergestellt und die Magnetschienenbremse 8 zunächst aktiviert bzw. zugespannt.
Danach wird die einmal hergestellte elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen
Energiequelle 2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 in einer festgelegten
Folge von Zyklen getrennt und wieder hergestellt, jeweils durch eine entsprechende
Ansteuerung des Schalters 12.
[0032] Auf der anderen Seite wird auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin, z.B., wenn eine einmal eingeleitete Bremsung bzw. Notbremsung insgesamt wieder
aufgehoben werden soll, die elektrische Verbindung 4 zwischen der Energiequelle 2
und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 in einer festgelegten Folge von Zyklen
hergestellt und getrennt.
[0033] Mit anderen Worten wird auf ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin, z.B. zum gänzlichen Auflösen einer sich im Ablauf befindlichen Notbremsung durch
Öffnen des Schalters 12 bzw. Trennen der elektrischen Verbindung 4 die Magnetschienenbremse
8 zunächst deaktiviert bzw. gelöst. Danach wird die einmal getrennte elektrische Verbindung
4 zwischen der elektrischen Energiequelle 2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse
8 in einer festgelegten Folge von Zyklen hergestellt und getrennt, jeweils durch eine
entsprechende Ansteuerung des Schalters 12 durch die Steuereinrichtung 10.
[0034] Diese Art der zyklischen Steuerung der Magnetschienenbremse 8 erfolgt bevorzugt geschwindigkeitsabhängig,
d.h. abhängig von der zum Zeitpunkt der Erzeugung des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals
bzw. Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals herrschenden Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs,
wobei der Geschwindigkeitssensor 14 der Steuereinrichtung 10 ein entsprechendes Geschwindigkeitssignal
liefert.
[0035] Die Steuereinrichtung 10 ist ausgebildet, um eine Auswertung des Geschwindigkeitssignals
dahingehend vorzunehmen, ob zum Zeitpunkt der Erzeugung des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals
oder des Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs
zwischen einer unteren Grenzgeschwindigkeit und einer oberen Grenzgeschwindigkeit
liegt. Dabei beträgt die obere Grenzgeschwindigkeit beispielsweise 50 km/h.
[0036] Falls dies im Rahmen eines anstehenden Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals der
Fall ist, dann wird der Schalter 12 durch die Steuereinrichtung 10 derart angesteuert,
dass die einmal hergestellte elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen Energiequelle
2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 in der festgelegten Folge von Zyklen
getrennt und wieder hergestellt wird. Falls dies nicht der Fall ist, wird der Schalter
12 durch die Steuereinrichtung 10 derart angesteuert, dass die einmal hergestellte
elektrische Verbindung 4 aufrecht erhalten wird und die Magnetschienenbremse 8 dadurch
permanent zugespannt gehalten wird, beispielsweise bis wenigstens zum Stillstand des
Schienenfahrzeugs.
[0037] Falls dies im Rahmen eines anstehenden Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals
der Fall ist, dann wird der Schalter 12 durch die Steuereinrichtung 10 derart angesteuert,
dass die einmal getrennte elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen Energiequelle
2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 in der festgelegten Folge von Zyklen
hergestellt und wieder getrennt wird. Falls dies nicht der Fall ist, wird der Schalter
12 durch die Steuereinrichtung 10 angesteuert, dass die Trennung der einmal getrennten
elektrischen Verbindung 4 permanent aufrecht erhalten wird und die Magnetschienenbremse
8 dadurch gelöst bleibt.
[0038] Besonders bevorzugt wird die einmal hergestellte elektrische Verbindung 4 oder die
einmal getrennte elektrische Verbindung 4 zwischen der elektrischen Energiequelle
2 und der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 über eine vorgegebene Zeitdauer
in der festgelegten Folge von Zyklen getrennt und wieder hergestellt oder hergestellt
und wieder getrennt. Diese festgelegte Zeitdauer wird dabei vom Zeitpunkt der Erzeugung
des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals bzw. des Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals
gemessen.
[0039] Die Zyklen des Aus-/Einschaltens bzw. der Verbindung/Trennung können alternativ auch
ohne zeitliche Begrenzung derart durchgeführt werden, dass sich ein mittlerer Strom
in einem Bereich von 10% bis 90% des Nennstromes der Magnetschienenbremse einstellt.
Bei Zyklen ohne zeitliche Begrenzung können bevorzugt das Tastverhältnis und die Periode
in einer Relation so zueinander variieren, dass der mittlere Strom konstant bleibt,
aber Resonanzfrequenzen vermieden werden.
[0040] Weiterhin kann auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die festgelegte
Folge von Zyklen des Trennens und Wiederherstellens der elektrischen Verbindung nur
einmal ausgeführt werden. In analoger Weise und bevorzugt wird auch auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin die festgelegte Folge von Zyklen des Wiederherstellens und Trennens der elektrischen
Verbindung nur einmal ausgeführt.
[0041] In Fig.2 ist ein Spannungs-Zeitdiagramm dargestellt, welches den zeitlichen Verlauf
einer an der Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 von Fig.1 anliegenden Spannung
zeigt, wenn die Magnetspule 6 wie oben beschrieben erregt bzw. entregt wird. Fig.3
zeigt das entsprechende Strom-Zeitdiagramm, welches den daraus resultierenden zeitlichen
Verlauf des Erregerstroms der Magnetspule 6 darstellt.
[0042] Als Ausgangspunkt wird bei diesem Beispiel angenommen, dass die Geschwindigkeit des
mit der Magnetschienenbremsvorrichtung ausgerüsteten Schienenfahrzeugs größer als
die untere Grenzgeschwindigkeit von ca. 5 km/h und auch größer als eine obere Grenzgeschwindigkeit
von ca. 50 km/h ist, so dass der Geschwindigkeitssensor 14 ein entsprechendes Signal
an die Steuereinrichtung 10 sendet. Weiterhin ist die Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse
8 entregt, weil ein Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal an der Steuereinrichtung
10 ansteht bzw. bisher kein Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal in die Steuereinrichtung
10 eingesteuert worden ist. Dieser Zustand besteht bezogen auf die Diagramme von Fig.2
und Fig.3 noch bis kurz vor dem Zeitpunkt t
1.
[0043] Wenn dann zum Zeitpunkt t
1 ein grundsätzliches Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal beispielsweise in einem
Notbremsfall von einer Sicherheitsschleife des Schienenfahrzeugs in die Steuereinrichtung
10 eingesteuert wird, so wird der Schalter von der Steuereinrichtung 10 in seine Schließstellung
gesteuert und die Magnetspule 6 der Magnetschienenbremse 8 dadurch zunächst dauerhaft
mit der einer Spannung U von beispielsweise 110 V beaufschlagt, wie aus Fig.2 hervorgeht.
Diese Spannung ruft in der Magnetspule 6, etwas zeitverzögert, einen Strom I hervor,
der sich während der Verbindungszeitdauer, in der die Magnetspule 6 durch den Schalter
12 mit der elektrischen Energiequelle 2 verbunden ist, also im Zeitraum zwischen t
1 und t
2 bis auf ca. 10 A aufbaut, wie Fig.3 zeigt. Da die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs
zum Zeitpunkt t
1 der Aktivierung der Magnetschienenbremse größer als die obere Grenzgeschwindigkeit
ist, wird die Magnetspule 6 dauerhaft mit der Spannung U beaufschlagt. Es findet bevorzugt
keine zyklische Taktung statt.
[0044] Es wird dann angenommen, dass in dem Zeitraum zwischen t
1 (Aktivierung der Magnetschienenbremse) und einem Zeitpunkt t
2, bei dem welchem das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal nicht mehr ansteht bzw.
ein Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal erzeugt oder gebildet wird (Deaktivierung
der Magnetschienenbremse), die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs auf eine Geschwindigkeit
abgefallen ist, welche zwischen der unteren und der oberen Grenzgeschwindigkeit liegt,
beispielsweise bei 30 km/h.
[0045] Der Zeitpunkt t
2 markiert daher den Zeitpunkt, zu welchem das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
ansteht bzw. das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal nicht mehr ansteht. Zum Zeitpunkt
t
2 wird daher die Magnetspule 6 von der elektrischen Energiequelle 2 durch den Schalter
12 getrennt, der hierzu vom Algorithmus der Steuereinrichtung 10 entsprechend angesteuert
wird.
[0046] Nach einer Trennzeitdauer zwischen t
2 und t
3, wird zum Zeitpunkt t
3 der Schalter 12 wieder in Schließstellung gesteuert, wodurch wiederum eine Spannung
U bevorzugt in gleicher Höhe an der Magnetspule 6 während eines Verbindungszeitraums
zwischen t
3 und t
4 anliegt. Auf diese Art entstehen Zyklen der Trennung bzw. der Verbindung der Magnetspule
6 von bzw. mit der elektrischen Energiequelle 2, bis zu einem Zeitpunkt t
5, an dem der Schalter letztmalig in Trennstellung geschaltet wird, um die Magnetspule
6 final von der elektrischen Energiequelle 2 zu trennen und damit zu entregen. Zum
Zeitpunkt t
5 befindet sich das Schienenfahrzeug dann bereits im Stillstand und wird beispielsweise
von einer Feststellbremse im eingebremsten Zustand gehalten, weshalb ein Zugespannthalten
der Magnetschienenbremse 8 nicht notwendig ist.
[0047] Hierbei werden in dem Zeitfenster zwischen t
2 und t
5 mit fortschreitender Zeit t die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung
4 zwischen Magnetspule und elektrischen Energiequelle 2 getrennt ist, länger und die
Verbindungszeitdauern, in denen diese elektrische Verbindung 4 hergestellt ist, kürzer,
wie insbesondere der Spannungsverlauf von Fig.2 zeigt. Der zeitliche Stromverlauf
ist dann, bedingt durch eine gewisse zeitliche Verzögerung, durch ein sägezahnartiges
Profil gekennzeichnet, wie Fig.3 zeigt.
[0048] Dabei ist die Periode P
ein von Zyklen der Herstellung der elektrischen Verbindung 4 und die Periode P
aus von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung 4 bevorzugt jeweils konstant
und beispielsweise gleich groß. Alternativ können die Periode Pein und die Periode
P
aus jeweils variiert werden, um insbesondere eine Schwingungsanregung im Resonanzbereich
zu vermeiden. Die Periode P
ein/P
aus eines Verbindungs-/Trennzyklus kann dabei beispielsweise von 50 bis 2000 ms variieren.
[0049] Zusammenfassend wird daher bei dem Beispiel von Fig.2 und Fig.3 auf ein Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
zum Verbindungs- oder Einschaltzeitpunkt t
1 hin und auf das darauf folgende Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal zum Trennungs-
oder Ausschaltzeitpunkt t
2 hin über einen definierten Zeitraum (t
2 bis t
5) bis zum letzten und finalen Trennungs- oder Ausschaltzeitpunkt t
5, in dem das Schienenfahrzeug beispielsweise gerade zum Stillstand gekommen ist, der
Erregerstrom durch den Schalter 12 zyklisch aus-, ein- und wieder ausgeschaltet. Dadurch
wird der durch das grundsätzliche Deaktivieren der Magnetschienenbremse 8 auf das
Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin entstehende Bremslöseruck begrenzt.
[0050] Im Beispiel von Fig.2 und Fig.3 wird daher der Fall betrachtet, in denen das sich
in Fahrt befindliche Schienenfahrzeug (auch) von der Magnetschienenbremse 8 eingebremst
wird.
[0051] Weiterhin ist der Fall vorstellbar, in dem die Magnetschienenbremse 8 bei einem sich
in Fahrt mit einer Geschwindigkeit größer als die untere Grenzgeschwindigkeit und
kleiner als die obere Grenzgeschwindigkeit befindlichem Schienenfahrzeug aktiviert
wird (Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal), wodurch ein unerwünschter Bremszuspannruck
entstehen würde.
[0052] Dann wird zur Minderung des Bremszuspannrucks bzw. zu dessen Vermeidung die Verbindung
zwischen der elektrischen Energiequelle und der Magnetspule der Magnetschienenbremse
8 ebenfalls in einer festgelegten Folge von Zyklen hergestellt und wieder getrennt,
wie oben bereits beschrieben wurde. In diesem Fall können auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
hin mit fortschreitender Zeit t die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung
4 zwischen Magnetspule 6 und elektrischer Energiequelle 2 getrennt ist, bevorzugt
kürzer und die Verbindungszeitdauern, in denen diese elektrische Verbindung 4 hergestellt
ist, bevorzugt länger ausfallen.
[0053] Die oben beschriebene Erfindung ist nicht nur bei rein elektrischen Magnetschienenbremsen
8 bzw. Magnetschienenbremsvorrichtungen 1 anwendbar. Sie kann auch bei elektrisch
schaltbaren Permanentmagnetschienenbremsen angewendet werden, um ein magnetisches
Gegenfeld zur Aufhebung der Bremskraftwirkung zu erzeugen.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 1
- Magnetschienenbremsvorrichtung
- 2
- Energiequelle
- 4
- elektrische Verbindung
- 6
- Magnetspule
- 8
- Magnetschienenbremse
- 10
- Steuereinrichtung
- 12
- Schalter
- 14
- Geschwindigkeitssensor
- 16
- Signalleitung
- 18
- Signalleitung
- 20
- Bremssteuerebene
1. Verfahren zum Steuern einer Magnetschienenbremsvorrichtung (1) eines Schienenfahrzeugs,
welche wenigstens eine von einer elektrischen Energiequelle (2) über eine elektrische
Verbindung (4) gespeiste Magnetspule (6) einer Magnetschienenbremse (8) beinhaltet,
wobei auf ein Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die elektrische Verbindung
(4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen Magnetspule
(6) der Magnetschienenbremse (8) hergestellt und auf ein Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin getrennt wird, um die wenigstens eine Magnetspule (6) zur Erzeugung einer Magnetkraft
zu erregen bzw. zu entregen,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die einmal hergestellte elektrische
Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen
Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in einer festgelegten Folge von Zyklen
getrennt und wieder hergestellt wird, oder
b) auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin die einmal getrennte elektrische
Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen
Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in einer festgelegten Folge von Zyklen
hergestellt und wieder getrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Auswertung eines die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs repräsentierenden
Geschwindigkeitssignals dahingehend, ob zum Zeitpunkt der Erzeugung des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals
oder des Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs
zwischen einer unteren Grenzgeschwindigkeit und einer oberen Grenzgeschwindigkeit
liegt, und falls dies der Fall ist:
a) Trennen und Wiederherstellen der einmal hergestellten elektrischen Verbindung (4)
zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen Magnetspule (6)
der Magnetschienenbremse (8) in der festgelegten Folge von Zyklen, und falls dies
nicht der Fall ist: Aufrechterhalten der einmal hergestellten, elektrischen Verbindung
(4) bis wenigstens zum Stillstand des Schienenfahrzeugs, oder
b) Herstellen und wieder Trennen der einmal getrennten elektrischen Verbindung (4)
zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen Magnetspule (6)
der Magnetschienenbremse (8) in der festgelegten Folge von Zyklen, und falls dies
nicht der Fall ist: Aufrechterhalten der Trennung der einmal getrennten elektrischen
Verbindung (4).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einmal hergestellte elektrische Verbindung (4) oder die einmal getrennte elektrische
Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen
Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) über eine vorgegebene Zeitdauer in der
festgelegten Folge von Zyklen getrennt und wieder hergestellt oder hergestellt und
wieder getrennt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Periode (Pein) von Zyklen der Herstellung der elektrischen Verbindung (4) und die Periode (Paus) von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung (4) jeweils konstant gesetzt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Periode (Pein) von Zyklen der Herstellung der elektrischen Verbindung (4) und
die Periode (Paus) von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung (4) jeweils
variiert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin mit fortschreitender Zeit (t)
die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung (4) getrennt ist, kürzer
und die Verbindungszeitdauern, in denen die elektrische Verbindung (4) hergestellt
ist, länger werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin mit fortschreitender Zeit (t)
die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische Verbindung (4) getrennt ist, länger
und die Verbindungszeitdauern, in denen die elektrische Verbindung (4) hergestellt
ist, kürzer werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal ein Not-, Schnell-, Zwangs-, oder Betriebsbremssignal
ist.
9. Magnetschienenbremsvorrichtung (1) eines Schienenfahrzeugs, welche wenigstens eine
von einer elektrischen Energiequelle (2) über eine elektrische Verbindung (4) gespeiste
Magnetspule (6) einer Magnetschienenbremse (8) beinhaltet, sowie eine elektronische
Steuereinrichtung (10), wobei auf ein in die Steuereinrichtung (10) eingesteuertes
Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die elektrische Verbindung (4) zwischen
der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse
(8) hergestellt und auf ein in die Steuereinrichtung (10) eingesteuertes Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin getrennt wird, um die wenigstens eine Magnetspule (6) zur Erzeugung einer Magnetkraft
zu erregen bzw. zu entregen,
dadurch gekennzeichnet, dass in der elektrischen Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und
der wenigstens einen Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) wenigstens ein Schalter
(12) angeordnet ist, welcher von der Steuereinrichtung (10) derart angesteuert wird,
dass
a) auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die einmal hergestellte elektrische
Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen
Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in einer festgelegten Folge von Zyklen
getrennt und wieder hergestellt wird, oder
b) auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin die einmal getrennte elektrische
Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen
Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in einer festgelegten Folge von Zyklen
hergestellt und wieder getrennt wird.
10. Magnetschienenbremsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen Geschwindigkeitssensor (14) zur Einsteuerung eines die Geschwindigkeit
des Schienenfahrzeugs repräsentierenden Geschwindigkeitssignals in die Steuereinrichtung
(10) beinhaltet, wobei die Steuereinrichtung (10) ausgebildet ist, eine Auswertung
des Geschwindigkeitssignals dahingehend vorzunehmen, ob zum Zeitpunkt der Erzeugung
des Magnetschienenbrems-Aktivierungssignals oder des Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignals
die Geschwindigkeit des Schienenfahrzeugs zwischen einer unteren Grenzgeschwindigkeit
und einer oberen Grenzgeschwindigkeit liegt, und falls dies der Fall ist:
a) Ansteuern des Schalters (12) durch die Steuereinrichtung (10) derart, dass die
einmal hergestellte elektrische Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle
(2) und der wenigstens einen Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in der festgelegten
Folge von Zyklen getrennt und wieder hergestellt wird, und falls dies nicht der Fall
ist: Ansteuern des Schalters (12) durch die Steuereinrichtung (10) derart, dass die
einmal hergestellte elektrischen Verbindung (4) bis wenigstens zum Stillstand des
Schienenfahrzeugs aufrecht erhalten wird, oder
b) Ansteuern des Schalters (12) durch die Steuereinrichtung (10) derart, dass die
einmal getrennte elektrische Verbindung (4) zwischen der elektrischen Energiequelle
(2) und der wenigstens einen Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse (8) in der festgelegten
Folge von Zyklen hergestellt und wieder getrennt wird, und falls dies nicht der Fall
ist: Ansteuern des Schalters (12) durch die Steuereinrichtung (10) derart, dass die
Trennung der einmal getrennten elektrischen Verbindung (4) aufrecht erhalten wird.
11. Magnetschienenbremsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) den Schalter (12) derart ansteuert, dass die einmal hergestellte
elektrische Verbindung (4) oder die einmal getrennte elektrische Verbindung (4) zwischen
der elektrischen Energiequelle (2) und der wenigstens einen Magnetspule (6) der Magnetschienenbremse
(8) über eine vorgegebene Zeitdauer in der festgelegten Folge von Zyklen getrennt
und wieder hergestellt oder hergestellt und wieder getrennt wird.
12. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) den Schalter (12) derart ansteuert, dass die Periode (Pein)
von Zyklen der Herstellung der elektrischen Verbindung (4) und die Periode (Paus) von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung (4) jeweils konstant ist.
13. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) den Schalter (12) derart ansteuert, dass die Periode (Pein) von Zyklen der Herstellung der elektrischen Verbindung (4) und die Periode (Paus) von Zyklen der Trennung der elektrischen Verbindung (4) jeweils variiert wird.
14. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) den Schalter (12) derart ansteuert, dass auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal
hin mit fortschreitender Zeit (t) die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische
Verbindung (4) getrennt ist, kürzer und die Verbindungszeitdauern, in denen die elektrische
Verbindung (4) hergestellt ist, länger werden.
15. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) den Schalter (12) derart ansteuert, dass auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal
hin mit fortschreitender Zeit (t) die Trennzeitdauern, in welchen die elektrische
Verbindung (4) getrennt ist, länger und die Verbindungszeitdauern, in denen die elektrische
Verbindung (4) hergestellt ist, kürzer werden.
16. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal ein in die Steuereinrichtung eingesteuertes
Not-, Zwangs-, Schnell- oder Betriebsbremssignal ist.
17. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (12) ein elektrischer oder elektronischer Schalter ist, der von der
Steuereinrichtung elektrisch gesteuert wird.
18. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Magnetschienenbrems-Aktivierungssignal hin die Steuereinrichtung (10) die
festgelegte Folge von Zyklen des Trennens und Wiederherstellens der elektrischen Verbindung
nur einmal ausführt.
19. Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Magnetschienenbrems-Deaktivierungssignal hin die Steuereinrichtung (10) die
festgelegte Folge von Zyklen des Wiederherstellens und Trennens der elektrischen Verbindung
nur einmal ausführt.
20. Wirbelstrombremssystem eines Schienenfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Magnetschienenbremsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 19 enthält.
1. Method for controlling a magnetic rail brake device (1) of a rail vehicle, which device
comprises at least one solenoid (6) of a magnetic rail brake (8), said solenoid being
fed from a source of electrical energy (2) via an electrical connection (4), wherein,
upon a magnetic rail brake activation signal, the electrical connection (4) between
the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the magnetic
rail brake (8) is established and, upon a magnetic rail brake deactivation signal,
said connection is disconnected, in order to excite the at least one solenoid (6)
to generate a magnetic force or in order to de-excite said at least one solenoid,
characterised in that
a) upon the magnetic rail brake activation signal, the electrical connection (4) between
the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the magnetic
rail brake (8), once established, is disconnected and re-established in a fixed sequence
of cycles, or
b) upon the magnetic rail brake deactivation signal, the electrical connection (4)
between the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the
magnetic rail brake (8), once disconnected, is established and disconnected again
in a fixed sequence of cycles.
2. Method according to claim 1,
characterised by an evaluation of a speed signal representing the speed of the rail vehicle in respect
of whether, at the moment of generation of the magnetic rail brake activation signal
or of the magnetic rail brake deactivation signal, the speed of the rail vehicle is
between a lower limit speed and an upper limit speed, and, if this is the case:
a) the electrical connection (4) between the source of electrical energy (2) and the
at least one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8), once established, is disconnected
and re-established in the fixed sequence of cycles, and, if this is not the case:
the electrical connection (4), once established, is maintained at least until standstill
of the rail vehicle, or
b) the electrical connection (4) between the source of electrical energy (2) and the
at least one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8), once disconnected, is established
and disconnected again in the fixed sequence of cycles, and, if this is not the case:
the disconnection of the electrical connection (4), once discinnected, is maintained.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the electrical connection (4) between the source of electrical energy (2) and the
at least one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8), once established, or the
electrical connection (4) between the source of electrical energy (2) and the at least
one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8), once disconnected, is disconnected
and re-established or established and disconnected again respectively in the fixed
sequence of cycles over a predefined period of time.
4. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the period (Pein) of cycles of establishment of the electrical connection (4) and the period (Paus) of cycles of disconnection of the electrical connection (4) is held constant in
each case.
5. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that the period (Pein) of cycles of establishment of the electrical connection (4) and
the period (Paus) of cycles of disconnection of the electrical connection (4) is varied
in each case.
6. Method according to any of the preceding claims, characterised in that, upon the magnetic rail brake activation signal, the disconnection periods, in which
the electrical connection (4) is disconnected, become shorter over time (t), and the
connection periods, in which the electrical connection (4) is established, become
longer.
7. Method according to any of the preceding claims, characterised in that, upon the magnetic rail brake activation signal, the disconnection periods, in which
the electrical connection (4) is disconnected, become longer over time (t), and the
connection periods, in which the electrical connection (4) is established, become
shorter.
8. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the magnetic rail brake activation signal is an emergency, rapid, enforced or service
brake signal.
9. Magnetic rail brake device (1) of a rail vehicle, which device comprise at least one
solenoid (6) of a magnetic rail brake (8), said solenoid being fed from a source of
electrical energy (2) via an electrical connection (4), and also an electronic control
device (10), wherein, upon a magnetic rail brake activation signal triggered in the
control device (10), the electrical connection (4) between the source of electrical
energy (2) and the at least one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8) is established
and, upon a magnetic rail brake deactivation signal triggered in the control device
(10), said connection is disconnected in order to excite the at least one solenoid
(6) to generate a magnetic force or in order to de-excite said at least one solenoid,
characterised in that at least one switch (12) is arranged in the electrical connection (4) between the
source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the magnetic
rail brake (8) and is actuated by the control device (10) in such a way that
a) upon the magnetic rail brake activation signal, the electrical connection (4) between
the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the magnetic
rail brake (8), once established, is disconnected and re-established in a fixed sequence
of cycles, or
b) upon the magnetic rail brake deactivation signal, the electrical connection (4)
between the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6) of the
magnetic rail brake (8), once disconnected, is established and disconnected again
in a fixed sequence of cycles.
10. Magnetic rail brake device according to claim 9,
characterised in that it contains in the control device (10) at least one speed signal (14) for triggering
a speed signal representing the speed of the rail vehicle, wherein the control device
(10) is designed to evaluate the speed signal in respect of whether the speed of the
rail vehicle, at the moment of generation of the magnetic rail brake activation signal
or of the magnetic rail brake deactivation signal, is between a lower limit speed
and an upper limit speed, and, if this is the case:
a) the switch (12) is actuated by means of the control device (10) in such a way that
the electrical connection (4) between the source of electrical energy (2) and the
at least one solenoid (6) of the magnetic rail brake (8), once established, is disconnected
and re-established in the fixed sequence of cycles, and, if this is not the case:
the switch (12) is actuated by means of the control device (10) in such a way that
the electrical connection (4), once established, is maintained at least until standstill
of the rail vehicle, or
b) the switch (12) is actuated by the control device (10) in such a way that the electrical
connection (4) between the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid
(6) of the magnetic rail brake (8), once disconnected, is established and disconnected
again in the fixed sequence of cycles, and, if this is not the case: the switch (12)
is actuated by the control device (10) in such a way that the disconnection of the
electrical connection (4), once disconnected, is maintained.
11. Magnetic rail brake device according to claim 9 or 10, characterised in that the control device (10) actuates the switch (12) in such a way that the electrical
connection (4) between the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid
(6) of the magnetic rail brake (8), once established, or the electrical connection
(4) between the source of electrical energy (2) and the at least one solenoid (6)
of the magnetic rail brake (8), once disconnected, is disconnected and re-established
or is established and disconnected again respectively in the fixed sequence of cycles
over a predefined period of time.
12. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 11, characterised in that the control device (10) actuates the switch (12) in such a way that the period (Pein) of cycles of establishment of the electrical connection (4) and the period (Paus) of cycles of disconnection of the electrical connection (4) is constant in each
case.
13. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 11, characterised in that the control device (10) actuates the switch (12) in such a way that the period (Pein) of cycles of establishment of the electrical connection (4) and the period (Paus) of cycles of disconnection of the electrical connection (4) is varied in each case.
14. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 13, characterised in that the control device (10) actuates the switch (12) in such a way that, upon the magnetic
rail brake activation signal, the disconnection periods, in which the electrical connection
(4) is disconnected, become shorter over time (t), and the connection periods, in
which the electrical connection (4) is established, become longer.
15. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 14, characterised in that the control device (10) actuates the switch (12) in such a way that, upon the magnetic
rail brake deactivation signal, the disconnection periods, in which the electrical
connection (4) is disconnected, become longer over time (t), and the connection periods,
in which the electrical connection (4) is established, become shorter.
16. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 15, characterised in that the magnetic rail brake activation signal is an emergency, enforced, rapid or service
brake signal triggered in the control device.
17. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 16, characterised in that the switch (12) is an electrical or electronic switch, which is controlled electrically
by the control device.
18. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 17, characterised in that, upon the magnetic rail brake activation signal, the control device (10) performs
the fixed sequence of cycles of disconnection and re-establishment of the electrical
connection only once.
19. Magnetic rail brake device according to any of claims 9 to 18, characterised in that, upon the magnetic rail brake deactivation signal, the control device (10) performs
the fixed sequence of cycles of re-establishment and disconnection of the electrical
connection only once.
20. Eddy current brake system of a rail vehicle, characterised in that said system comprises a magnetic rail brake device according to any of claims 9 to
19.
1. Procédé de commande d'un dispositif (1) de frein électromagnétique sur rail d'un véhicule
ferroviaire qui comporte au moins une bobine (6) d'électroaimant d'un frein (8) électromagnétique
sur rail, alimenté par une source (2) d'énergie électrique par l'intermédiaire d'une
liaison (4) électrique, la liaison (4) électrique étant, sur un signal d'activation
du frein électromagnétique sur rail, établie entre la source (2) d'énergie électrique
et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail,
et étant coupée sur un signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail
pour exciter et désexciter au moins une bobine (6) d'électroaimant de production d'une
force magnétique,
caractérisé en ce que
a) sur le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail, la liaison (4)
électrique, une fois établie entre la source (2) d'énergie électrique et la au moins
une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail, est, suivant
une succession fixée de cycles, coupée et rétablie, ou
b) sur le signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, la liaison
(4) électrique, une fois coupée entre la source (2) d'énergie électrique et la au
moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail, est,
suivant une succession fixée de cycles, établie et recoupée.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que par une exploitation d'un signal de vitesse représentant la vitesse du véhicule ferroviaire,
on détermine si à l'instant de la production du signal d'activation du frein électromagnétique
sur rail ou du signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, la vitesse
du véhicule ferroviaire est comprise entre une vitesse limite inférieure et une vitesse
limite supérieure, et si cela est le cas :
a) on coupe et on rétablit la liaison (4) électrique une fois établie, entre la source
(2) d'énergie électrique et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8)
électromagnétique sur rail, dans la succession fixée de cycles, et si cela n'est pas
le cas : on maintient la liaison (4) électrique, une fois établie jusqu'à au moins
l'arrêt du véhicule ferroviaire, ou
b) on établit et on recoupe la liaison (4) électrique, une fois coupée, entre la source
(2) d'énergie électrique et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8)
électromagnétique sur rail dans la succession fixée de cycles, et si cela n'est pas
le cas : on maintient la coupure de la liaison (4) électrique une fois coupée.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que on coupe et on rétablit ou on établit et on recoupe, dans la succession fixée de
cycles pendant une durée donnée à l'avance, la liaison (4) électrique une fois établie
ou la liaison (4) électrique une fois coupée entre la source (2) d'énergie électrique
et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on donne une valeur respectivement constante à la période (Pein) de cycle de l'établissement de la liaison (4) électrique et à la période (Paus) de cycle de la coupure de la liaison (4) électrique.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on fait varier respectivement la période (Pein) de cycle de l'établissement de la liaison (4) électrique et la période (Paus) de cycle de la coupure de la liaison (4) électrique.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail, au fur et à mesure
que le temps (t) s'écoule, les durées de temps de coupure, dans lesquelles la liaison
(4) électrique est coupée, deviennent plus courtes, et les durées de temps de liaison,
dans lesquels la liaison (4) électrique est établie, deviennent plus longues.
7. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur le signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, au fur et à
mesure que le temps (t) s'écoule, les durées de temps de coupure, dans lesquelles
la liaison (4) électrique est coupée, deviennent plus longues, et les durées de temps
de liaison, dans lesquelles la liaison (4) électrique est établie, deviennent plus
courtes.
8. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal d'activation de frein électromagnétique sur rail est un signal de freinage
d'urgence, de freinage rapide, de freinage forcé ou de freinage de service.
9. Dispositif (1) de frein électromagnétique sur rail d'un véhicule ferroviaire, qui
comporte au moins une bobine (6) d'électroaimant d'un frein (8) électromagnétique
sur rail, alimentée par une source (2) d'énergie électrique par l'intermédiaire d'une
liaison (4) électrique, ainsi qu'un dispositif (10) électronique de commande, dans
lequel, sur un signal d'activation du frein électromagnétique sur rail entré dans
le dispositif (10) de commande, la liaison (4) électrique entre la source (2) d'énergie
électrique et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique
sur rail est établie, et sur un signal de désactivation du frein électromagnétique
sur rail, entré dans le dispositif (10) de commande, est coupée, pour exciter et désexciter
la au moins une bobine (6) d'électroaimant de production d'une force magnétique,
caractérisé en ce que au moins un interrupteur (12) est monté dans la liaison (4) électrique entre la source
(2) d'énergie électrique et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8)
électromagnétique sur rail, interrupteur qui est commandé par le dispositif (10) de
commande, de manière à ce que :
a) sur le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail, la liaison (4)
électrique, une fois établie entre la source (2) d'énergie électrique et la au moins
une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail, est, suivant
une succession fixée de cycles, coupée et rétablie, ou
b) sur le signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, la liaison
(4) électrique, une fois coupée entre la source (2) d'énergie électrique et la au
moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail, est,
suivant une succession fixée de cycles, établie et recoupée.
10. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant la revendication 9,
caractérisé en ce qu'il comporte, au moins, un capteur (14) de vitesse pour l'entrée d'un signal de vitesse
représentant la vitesse du véhicule ferroviaire dans le dispositif (10) de commande,
le dispositif (10) de commande étant constitué pour effectuer une exploitation du
signal de vitesse, sur le point de savoir si, à l'instant de la production du signal
d'activation du frein électromagnétique sur rail ou du signal de désactivation du
frein électromagnétique sur rail, la vitesse du véhicule ferroviaire est comprise
entre une vitesse limite inférieure et une vitesse limite supérieure, et si cela est
le cas :
a) commande de l'interrupteur (12) par le dispositif (10) de commande de manière à
ce que la liaison (4) électrique une fois établie entre la source (2) d'énergie électrique
et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail,
soit coupée et rétablie dans la succession fixée de cycles, et si cela n'est pas le
cas : commande de l'interrupteur (12) par le dispositif (10) de commande de manière
à ce que la liaison (4) électrique une fois établie soit rétablie jusqu'à au moins
l'arrêt du véhicule ferroviaire, ou
b) commande de l'interrupteur (12) par le dispositif (10) de commande de manière à
ce que la liaison (4) électrique une fois coupée entre la source (2) d'énergie électrique
et la au moins une bobine (6) d'électroaimant du frein (8) électromagnétique sur rail,
soit établie dans la succession fixée de cycles et soit recoupée, et si cela n'est
pas le cas :
commande de l'interrupteur (12) par le dispositif (10) de commande de manière à ce
que la coupure de la liaison (4) électrique, une fois coupée, soit maintenue.
11. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que le dispositif (10) de commande commande l'interrupteur (12) de manière à ce que la
liaison (4) électrique une fois établie, ou la liaison (4) électrique une fois coupée
entre la source (2) d'énergie électrique et la au moins une bobine (6) d'électroaimant
du frein (8) électromagnétique sur rail soit, pendant une durée donnée à l'avance
dans la succession fixée de cycles, coupée et rétablie, ou établie et recoupée.
12. Dispositif (1) de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications
9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif (10) de commande commande l'interrupteur (12) de manière à ce que la
période (Pein) de cycle de l'établissement de la liaison (4) électrique et la période (Paus) de cycle de la coupure de la liaison (4) électrique soient chacunes constantes.
13. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 11, caractérisé en ce que le dispositif (10) de commande commande l'interrupteur (12) de manière à ce que l'on
fait varier respectivement la période (Pein) de cycle de l'établissement de la liaison (4) électrique et la période (Paus) de cycle de la coupure de la liaison (4) électrique.
14. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 13, caractérisé en ce que le dispositif (10) de commande commande l'interrupteur (12) de manière à ce que,
sur le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail, au fur et à mesure
que le temps (t) s'écoule, les durées de temps de coupure dans lesquelles la liaison
(4) électrique est coupée, deviennent plus courtes, et les durées de temps de liaison
dans lesquels la liaison (4) électrique est établie, deviennent plus longues.
15. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 14, caractérisé en ce que le dispositif (10) de commande commande l'interrupteur (12) de manière à ce que,
sur le signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, au fur et à mesure
que le temps (t) s'écoule, les durées de temps de coupure dans lesquelles la liaison
(4) électrique est coupée, deviennent plus longues, et les durées de temps de liaison
dans lesquelles la liaison (4) électrique est établie, deviennent plus courtes.
16. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 15, caractérisé en ce que le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail est un signal de freinage
d'urgence, forcé, rapide ou de service, entré dans le dispositif de commande.
17. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 16, caractérisé en ce que l'interrupteur (12) est un interrupteur électrique ou électronique qui est commandé
électriquement par le dispositif de commande.
18. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 17, caractérisé en ce que, sur le signal d'activation du frein électromagnétique sur rail, le dispositif (10)
de commande n'exécute qu'une fois la succession fixée de cycles de coupure et de rétablissement
de la liaison électrique.
19. Dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications 9
à 18, caractérisé en ce que, sur le signal de désactivation du frein électromagnétique sur rail, le dispositif
(10) de commande n'exécute qu'une fois la succession fixée de cycles de rétablissement
et de coupure de la liaison électrique.
20. Système de frein à courant de Foucault d'un véhicule ferroviaire caractérisé en ce qu'il comporte un dispositif de frein électromagnétique sur rail suivant l'une des revendications
9 à 19.