[0001] Die Erfindung betrifft eine Schienenanordnung für mit Spurkranzrädern versehene Schienenfahrzeuge.
[0002] Schienenanordnungen für mit Spurkranzrädern versehene Schienenfahrzeuge, z.B. Straßenbahnen,
sind grundsätzlich bekannt. Beispiele hierfür sind in der
DE 100 11 468 B4,
DE 103 02 521 A1,
DE 44 11 833 A1,
DE 198 01 583 A1 und
WO 92/05313 A1 beschrieben. Derartige Schienenanordnungen umfassen häufig Rillenschienen, bei denen
im Schienenkopf eine Rille ausgebildet ist, die den Spurkranz aufnimmt. Rillenschienen
sind beispielsweise auch aus der
DE 10 2004 018 914 A1,
DE 10 2004 054 794 B3,
DE 20 2004 017 132 U1,
DE 20 2005 004 107 U1,
DE 479 362,
DE 499 056,
DE 608 258,
DE 812 674,
DE 564 508 und
EP 1 462 570 A1 bekannt.
[0003] Die Rille ist jedoch eine potenzielle Gefahrenquelle für Verkehrsteilnehmer wie z.B.
Fahrradfahrer, deren Reifen sich in der Rille verfangen können, wodurch es regelmäßig
zu teils schweren Unfällen kommt. Auch für Fußgänger, z.B. Frauen mit spitzen Absätzen
oder alte Menschen, ist das Passieren von Straßen mit solchen Schienen nicht unproblematisch.
In der
EP 2 298 991 A1 wird daher vorgeschlagen, eine bevorzugt aus Kunststoff, z.B. aufgeschäumtem Polyurethan,
bestehende Schutzeinlage in die Rille einzukleben. Aus der
DE 87 07 445 U1 ist darüber hinaus bekannt, ein Füllprofil aus Gummi oder gummiähnlichem Material
mittels Haltelippen und Verklebung in der Rille zu fixieren. Es hat sich jedoch herausgestellt,
dass derartige Lösungen nicht ausreichen, um die Unfallgefahr für Zweiradfahrer und
Fußgänger weitgehend auszuschließen, insbesondere die Rille trotz ständig wiederkehrender
Be- und Enlastung durch die Spurkranzräder im unbelasteten Zustand zuverlässig und
längerfristig in ausreichender Weise zu verschließen. Insbesondere unterliegen derartige
Füllprofile einem starken Verschleiß und/oder verhindern das Einfädeln von z.B. Fahrradreifen
nicht zuverlässig genug.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die in Zusammenhang mit Rillenschienen
insbesondere für Zweiradfahrer und Fußgänger bestehende Unfallgefahr zuverlässiger
als bisher zu vermindern.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Die Erfindung stellt eine Schienenanordnung für mit Spurkranzrädern versehene Schienenfahrzeuge
bereit, umfassend
- a. eine Schiene mit einem Schienenkopf, einem Schienensteg und einem Schienenfuß,
wobei der Schienenkopf eine Fahrschiene, eine Leitschiene und eine dazwischen liegende
Spurrille umfasst, und wobei die Schiene eine Schienenhöhe HS und die Spurrille eine Rillentiefe TR aufweist und die Rillentiefe TR mindestens 35% der Schienenhöhe HS beträgt, und
- b. ein in der Spurrille angeordnetes Füllprofil, und wobei
das Füllprofil einen zum Schienenkopf weisenden Teil A und einen zum Schienenfuß weisenden
Teil B aufweist, wobei der zum Schienenfuß weisende Teil B elastisch verformbar ist
und der zum Schienenkopf weisende Teil A eine größere Härte und/oder Festigkeit aufweist
als der zum Schienenfuß weisende Teil B.
[0007] Die erfindungsgemäße Schienenanordnung löst die gestellte Aufgabe durch eine Kombination
aus einer vergleichsweise tief ausgebildeten Rille und einem in der Rille angeordneten
Füllprofil, das in einen zum Schienenfuß, und damit zum Rillenboden, weisenden elastisch
verformbaren Teil B und einen zum Schienenkopf, und damit zur Rillenöffnung und dem
Spurkranz, weisenden vergleichsweise harten bzw. festen Teil A untergliedert ist.
Beim Passieren des Spurkranzes wird durch den dadurch erzeugten Druck im Wesentlichen
nur der untere Teil B des Füllprofils elastisch verformt, während der feste/harte
Teil A des Füllprofils im Wesentlichen lediglich in vertikaler Richtung verschoben
wird. Nach dem Passieren des Spurkranzes wird der Teil A des Füllprofils durch die
Rückstellkräfte des elastisch verformbaren Teils B wieder noch oben gedrückt, so dass
die Rille zuverlässig verschlossen wird. Die elastischen Eigenschaften des elastisch
verformbaren Teils B sind selbstverständlich auf die Drücke bzw. Gewichtskräfte abgestimmt,
die üblicherweise durch Spurkränze von Schienenfahrzeugen und beispielsweise Zweiradfahrer
ausgeübt werden, so dass eine Verformung des elastisch verformbaren Teils B im Wesentlichen
nur durch das Schienenfahrzeug und nicht durch ein Zweiradfahrzeug, beispielsweise
Fahrrad, und/oder einen Fußgänger bewirkt wird. Auch die Härte/Festigkeit des Teils
A ist entsprechend auf die auftretenden wechselnden Drücke bzw. Kräfte abgestimmt.
[0008] Die rillenseitige Flanke der Fahrschiene und die rillenseitige Flanke der Leitschiene
können einen nach oben, d.h. zur Rillenöffnung, sich leicht öffnenden Winkel bilden,
z.B. einen Winkel von maximal 1-5°, bevorzugt maximal 1-3° oder maximal 1-2° bilden.
Die Flanken können auch im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Erfindungsgemäß
ist es besonders bevorzugt, wenn die rillenseitige Flanke der Fahrschiene und die
rillenseitige Flanke der Leitschiene einen sich zum Schienenfuß hin öffnenden Winkel
α bilden. Auf diese Weise ist eine sich zum Schienenfuß hin aufweitende Rille gebildet,
im Gegensatz zu bisher üblichen Rillengestaltungen, bei denen die Rillenflanken in
Richtung Schienenkopf auseinanderlaufen und eine becherförmige Rille mit vergleichsweise
weiter Öffnung bilden. Auf diese Weise ist das Füllprofil zuverlässig in der Rille
gehalten und muss beispielsweise nicht am Rillenboden festgeklebt werden, obwohl dies
natürlich nach wie vor möglich ist. Es genügt eine minimale Aufweitung zum Schienenfuß
hin. Bevorzugt beträgt der Winkel α mindestens 0,5°, bevorzugt 1°, weiter bevorzugt
1-5° und besonders bevorzugt 1-3°, z.B. 1°, 1,5°, 2°, 2,5° oder 3°.
[0009] Um das Füllprofil weiter in der Rille zu verankern, können die Fahrschiene und/oder
die Leitschiene rillenseitig mit einer oder mehreren Hinterschneidungen, Ausnehmungen,
Vorsprüngen oder dergleichen versehen sein, in die das Füllprofil mit entsprechenden
komplementären vorspringenden Haltelippen oder Aussparungen eingreifen kann.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schienenanordnung beträgt
die Rillentiefe T
R mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 45 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % der
Schienenhöhe H
S. Die Schienenhöhe H
S ist dabei das Maß zwischen der Basis des Schienenfußes und der Oberfläche der Fahrschiene
bzw. der waagerechten Tangente an der Fahrschienenoberfläche, die Rillentiefe T
R das Maß zwischen der Oberfläche der Fahrschiene bzw. der waagerechten Tangente an
der Fahrschienenoberfläche und dem Rillenboden auf Höhe der halben Strecke zwischen
den rillenseitigen Flanken der Fahrschiene und der Leitschiene.
[0011] Der zum Schienenkopf weisende Teil A des Füllprofils kann aus demselben Material
oder einem anderen Material sein als der zum Schienenfuß weisende Teil B. Beide Teile
A und B können beispielsweise aus elastomerem Material bestehen. Geeignete elastomere
Materialien sind beispielsweise solche auf Basis von Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR),
Naturkautschuk (NR), einer Naturkautschuk-Butylkautschuk-Mischung (NR/BR) oder Ethylen-Propylen-Dien-Mischpolymerisat
(EPDM).
[0012] Ein geeignetes Material für das Füllprofil ist beispielsweise SBR mit den in der
folgenden Tabelle 1 angegebenen Eigenschaften.
Tabelle: 1 Werkstoffeigenschaften eines geeigneten Füllprofilmaterials (SBR-Polymer,
gemessen an Platten, d = Tage, RT = Raumtemperatur):
| Eigenschaft |
Messmethode |
Wert |
Einheit |
| Shore-Härte A |
DIN 53505 |
62 ± 5 |
SHE |
| |
ISO 7619 |
|
|
| Reißfestigkeit |
DIN 53504 |
>10,0 |
N/mm2 |
| |
ISO 37 |
|
|
| Reißdehnung |
DIN 53504 |
>380 |
% |
| |
ISO 37 |
|
|
| |
|
|
|
| Alterung 7d/70 °C |
ISO 53508 |
|
|
| (relative Änderung) |
ISO 188 |
|
|
| Shore-Härte A |
DIN 53505 |
8 |
SHE |
| |
ISO 7619 |
|
|
| Reißfestigkeit |
DIN 53504 |
±15 |
% |
| |
ISO 37 |
|
|
| Reißdehnung |
DIN 53504 |
±25 |
% |
| |
ISO 37 |
|
|
| |
|
|
|
| Weiterreißwiderstand |
DIN 53507 |
≥8 |
N/mm |
| (Methode A) |
ISO 34 |
|
|
| |
|
|
|
| Rückprallelastizität |
DIN 53512 |
≥25 |
% |
| (bei RT) |
ISO 815 |
|
|
| |
|
|
|
| Druckverformungsrest |
DIN 53517 |
|
|
| |
ISO 815 |
|
|
| 72h / RT |
|
≤30 |
% |
| 24h / 70°C |
|
<35 |
% |
| |
|
|
|
| Ozon 0,5 ppm / 48h / RT |
DIN 53509 |
0 |
Stufe |
| |
ISO 1431 A |
|
|
| Abrieb |
DIN 53516 |
<200 |
mm2 |
| |
ISO 4649 A |
|
|
| Spez. Durchgangswiderstand |
DIN IEC 93 |
>1*109 |
Ohm*cm |
| Temperaturbereich |
|
-30 bis 80 |
°C |
[0013] Der zum Schienenkopf weisende Teil A des Füllprofils kann dabei aus einem härteren
Elastomer bestehen als der zum Schienenfuß weisende Teil B, beispielsweise eine höhere
Shore-Härte A aufweisen. Alternativ oder zusätzlich können beide Teile A und B aus
einem Elastomer desselben Härtegrades bestehen, wobei der Teil A jedoch massiv ausgestaltet
ist, während der Teil B mit gasgefüllten, z.B. luftgefüllten, Kammern oder schaumartig
ausgestaltet ist. In den Teil B können auch gasgefiillte Mikrosphären eingebracht
sein. Der Teil A des Füllprofils kann auch zumindest teilweise aus einem thermoplastischen
Elastomer, einem Duroplasten, Metall oder dergleichen bestehen, während der Teil B
des Füllprofils aus einem Elastomer besteht. Der Teil A kann, z.B. auch wenn er aus
einem Elastomer besteht, eine zusätzliche Beschichtung aus einem thermoplastischen
Elastomer, z.B. eine PolyethylenSchicht, aufweisen. Grundsätzlich ist es auch möglich,
als Teil B eine Metallfeder vorzusehen, obwohl es bevorzugt ist, wenn der Teil B aus
einem elastomeren Material besteht.
[0014] Der Teil A des Füllprofils ist vorzugsweise möglichst verschleißfest ausgestaltet,
so dass er der Belastung durch das Befahren mit dem Radkranz möglichst lange standhalten
kann, ohne ausgetauscht werden zu müssen bzw. ohne einem starken Abrieb zu unterliegen,
der zu einer tiefer in der Rille versenkten Oberfläche des Füllprofils und damit zu
einem Freilegen der Rille führen würde. Zu diesem Zweck können auch Hartpartikel,
beispielsweise Metall- oder Kunststoffpartikel, in den Teil A eingebracht sein.
[0015] Die Teile A und B des Füllprofils sind vorzugsweise fest miteinander verbunden oder
einstückig miteinander ausgebildet. Im Falle unterschiedlicher Elastomermaterialien
können die Teile A und B beispielsweise stoffschlüssig mittels Koextrusion untereinander
verbunden sein. Auch eine Verbindung mittels Verklebens, Verschraubens, Vulkanisierens
etc. ist selbstverständlich möglich.
[0016] Bevorzugt macht der zum Schienenfuß weisende elastisch verformbare Teil B des Füllprofils
den größten Teil des Füllprofils aus. Beispielsweise beträgt die Höhe H
FB des Teils B des Füllprofils mindestens 60 %, bevorzugt mindestens 65 %, beispielsweise
70 %, 75 %, 80 % oder 85 % der Gesamthöhe H
F des Füllprofils. Der Teil A weist bevorzugt eine Mindesthöhe, d.h. Mindestschichtdicke,
auf. Besonders bevorzugt beträgt die Höhe H
FA des zum Schienenkopf weisenden Teils A des Füllprofils mindestens 15 %, weiter bevorzugt
mindestens 20 %, besonders bevorzugt 25 %. 30 % oder 45 % der Gesamthöhe H
F des Füllprofils. Beispiele für geeignete prozentuale Verhältnisse zwischen den Höhen
der Teile A und B sind 60/40, 65/35, 70/30, 75/25, 80/20 und 85/15. Die Gesamthöhe
H
F des Füllprofils sowie die Höhenverhältnisse der Teile A und B zueinander können beispielsweise
anhand der Radkranzhöhe bestimmt werden.
[0017] Bevorzugt ist die obere Oberfläche, d.h. die befahrene Oberfläche, des Füllprofils
rutschfest ausgestaltet, beispielsweise profiliert oder aufgeraut. Hierzu ist es auch
möglich, Hartpartikel in die Oberfläche des Füllprofils einzubringen.
[0018] Die Leitschiene kann einstückig mit der Fahrschiene oder, was bevorzugt ist, als
gesondertes Teil ausgebildet sein. Im letzteren Fall ist die Leitschiene vorzugsweise
in geeigneter Weise mit der Fahrschiene verbunden, beispielsweise mit dem Schienensteg
verschraubt oder verschweißt. Beispielsweise kann die Fahrschiene eine übliche Vignolschiene
oder Kranschiene sein, an deren Schienensteg die Leitschiene befestigt ist. Fahr-
und Leitschiene bestehen vorzugsweise aus üblichen Schienenmaterialien, typischerweise
Metall.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schienenanordnung
sind die Seiten des Füllprofils, d.h. die den Flanken der Fahrschiene und Leitschiene
zugewendeten Flächen, insbesondere die des Teils A, mit einem gleitfähigen Material,
beispielsweise einem glatten Kunststoffmaterial beschichtet. Bevorzugt sind die Seiten
mit Polytetrafluorethylen (PTFE), beschichtet. Auf diese Weise ist das Entlanggleiten
des Füllprofils an den Flanken von Fahr- und Leitschiene beim Herabdrücken durch den
Spurkranz und bei der Rückstellung des Füllprofils erleichtert, so dass das Füllprofil
nach dem Passieren des Spurkranzes rasch seine Ausgangslage wieder einnimmt und der
Verschleiß durch Reibung minimiert ist.
[0020] Bevorzugt weist das Füllprofil einen zum Schienenfuß hin sich aufweitenden Querschnitt
auf, d.h. das Füllprofil verbreitert sich zum Rillenboden hin. Dadurch wird ein besserer
Sitz des Füllprofils ermöglicht, insbesondere bei einer Ausgestaltung, bei der auch
die rillenseitigen Flanken von Fahr- und Leitschiene zum Schienenfuß hin auseinanderlaufen
und sich ein zum Schienenfuß hin erweiternder Rillenquerschnitt ergibt.
[0021] Das Füllprofil kann einstückig, zweistückig oder mehrstückig ausgebildet sein. Es
kann zum Beispiel im Fall einer Ausgestaltung, bei der eine Kombination aus Vignolschiene
und am Schienensteg angeschraubter oder angeschweißter Leitschiene vorgesehen ist,
vorteilhaft sein, in dem Hohlraum, der sich rillenseitig zwischen dem Schienensteg,
der Leitschiene und der Unterseite des Fahrkopfes bildet, einen separaten Profilteil,
z.B. einen im Querschnitt kreisförmigen Profilteil, anzuordnen. Auf diese Weise ist
auch die Montage des Füllprofils beispielsweise für den Fall erleichtert, dass die
Leitschiene an der Fahrschiene angeschweißt ist. In diesem Fall kann zunächst ein
schnurförmig ausgebildeter Profilteil in den erwähnten Hohlraum eingebracht und anschließend
der Rest des Füllprofils angeordnet werden. Der separate Profilteil kann aus demselben
Material wie der Teil A und/oder B des Füllprofils oder aus einem anderen Material
oder einer anderen Materialkombination bestehen.
[0022] Das Füllprofil liegt im unbelasteten Zustand vorzugsweise mit seiner oberen Oberfläche
im Wesentlichen in der Ebene des Leitschienenkopfes. Dadurch wird im Rillenbereich
eine im Wesentlichen ebene Fläche geschaffen, die auch von Fahrradfahrern ohne erhöhtes
Sturzrisiko befahren und von Fußgängern begangen werden kann.
[0023] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren zu bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung rein zu Veranschaulichungszwecken näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schienenanordnung im
Querschnitt.
Fig. 2 Ein Ausschnitt der Schienenanordnung gemäß Fig. 1 unter Belastung.
Fig. 3 Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schienenanordnung im Querschnitt.
Fig. 4 Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schienenanordnung im Querschnitt.
[0024] Figur 1 zeigt schematisch eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Schienenanordnung
1. Die Schienenanordnung 1 umfasst eine Schiene 2 mit einem Schienenkopf 3, einem
Schienensteg 4 und einem Schienenfuß 5. Der Schienenkopf 3 umfasst eine Fahrschiene
6 mit einem Fahrschienenkopf 16 und eine Leitschiene 7 mit einem Leitschienenkopf
17. Die Schiene 2 ist hier als Vignolschiene ausgebildet, die im Wesentlichen symmetrisch
in Bezug auf ihre Mittellängsachse 29 ist, und deren Schienensteg 4 über einen Flansch
18 und eine Schraubverbindung 19 mit einer Leitschiene 7 verbunden ist. In der Figur
1 sind gestrichelte Linien 21, 22 entlang der rillenseitigen Flanke 10 der Fahrschiene
6 bzw. des Fahrschienenkopfes 16 und der rillenseitigen Flanke 11 der Leitschiene
7 eingezeichnet. Die gestrichelte Linie 22a, die parallel zur Linie 22 verläuft, wurde
als Hilfslinie eingezeichnet, um den Winkel α, der zwischen den rillenseitigen Flanken
10, 11 gebildet ist, zu verdeutlichen. Die Flanken 10, 11 laufen zum Schienenfuß 5
hin auseinander, so dass zwischen den Flanken 10, 11 ein Winkel α gebildet ist. Die
Spurrille 8 verbreitert sich somit im Querschnitt von ihrer Öffnung 23 zu ihrem Boden
24 hin. Die Rillentiefe T
R , d.h. das Maß zwischen der waagerechten Tagente 27 an der Oberfläche 28 des Fahrschienenkopfes
16 und dem Rillenboden 24 in Höhe der Hälfte der Strecke zwischen den beiden Flanken
10, 11, beträgt hier etwa 40 % der Schienenhöhe H
S, d.h. dem Maß zwischen der waagerechten Tagente 27 an der Oberfläche 28 des Fahrschienenkopfes
16 und der Basis 26, d.h. der unteren Fläche, des Schienenfußes 5.
[0025] Zwischen Fahrschiene 6 und Leitschiene 7 ist eine Rille 8 gebildet, in die ein Füllprofil
9 eingesetzt ist, das hier aus zwei Teilen 9a, 9b besteht. Das Füllprofil 9 besteht
aus einem oberen, d.h. zum Schienenkopf 3 oder zur Rillenöffnung 23 weisenden Teil
A und einem unteren, d.h. zum Schienenfuß 5 oder Rillenboden 24 weisenden Teil B.
Die Grenze zwischen dem Teil A und dem Teil B ist hier lediglich zu Illustrationszwecken
als gestrichelte Linie 20 angedeutet, da beide Teile einstückig miteinander ausgebildet
sind. Der Teil A des aus elastomerem Material bestehenden Füllprofils 9a ist hier
massiv ausgeführt, während der Teil B des ebenfalls aus elastomerem Material bestehenden
Füllprofils 9a gas- bzw. luftgefüllte Kanäle 25 aufweist. Die Oberfläche 12 des Teils
A ist profiliert. Die Oberfläche 12 des Teils A liegt mit dem Leitschienenkopf 17
im Wesentlichen in einer Ebene 15. Das Füllprofil 9 hintergreift mit einer Haltelippe
31 den Fahrschienenkopf 16.
[0026] Figur 2 zeigt schematisch die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Schienenanordnung
1 in einer Belastungssituation. Ein nur angedeutet eingezeichnetes auf dem Fahrschienenkopf
16 fahrendes Spurkranzrad 32 presst mit seinem Spurkranz 33 das Füllprofil 9a in die
Rille. Der Teil A des Füllprofils 9a gleitet mit seinen PTFE-beschichteten Seiten
13, 14, an den Flanken 10, 11 der Fahrschiene 6 bzw. Leitschiene 7 entlang in Richtung
Rillenboden 24. Während der Teil A im Wesentlichen unverformt bleibt, wird der Teil
B elastisch verformt. Dabei werden die luftgefüllten Kanäle 25 komprimiert. Auch der
in dem Hohlraum 30 unterhalb der rillenseitigen Unterseite des Fahrschienenkopfes
16 angeordnete strangförmige Füllprofilteil 9b wird hier verformt, so dass er den
Hohlraum 30 im Wesentlichen ausfüllt. Er kann aber auch so ausgestaltet sein, dass
er im Wesentlichen unverformt bleibt. Sobald das Spurkranzrad 32 mit Spurkranz 33
weitergerollt und das Füllprofil 9 entlastet ist, nimmt das Füllprofil 9 die ursprüngliche
Form wieder ein. Der Teil A, im Wesentlichen getrieben von den Rückstellkräften des
Teils B, gleitet in Richtung Spurrillenöffnung 23 und schließt auf diese Weise die
Spurrille 8. Das Füllprofil 9 wird in der Spurrille gehalten, ohne dass es einer Verklebung
oder dergleichen bedarf. Für eine zuverlässige Halterung sorgen hier zusammen die
Querschnittsverbreiterung des Füllprofils 9 und der Spurrille 8 zum Rillenboden 23
hin sowie die Haltelippe 31.
[0027] Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schienenanordnung 1. Die Schienenanordnung 1 unterscheidet sich von der in Fig. 1
oder 2 dargestellten lediglich dadurch, dass der Teil A des Füllprofils 9 aus Metall
besteht. Das Teil A ist mit dem elastisch verformbaren Teil B des Füllprofils 9 durch
Kleben fest verbunden. Auch hier kann eine Beschichtung, z.B. eine PTFE-Beschichtung,
an den Seiten des Füllprofils 9, vorzugsweise im Bereich des Teils A, vorgesehen sein.
Ansonsten stimmt die Schienenanordnung 1 gemäß Fig. 3 mit der in Fig. 1 und 2 dargestellten
überein, so dass auf die dortige Beschreibung verwiesen wird.
[0028] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schienenanordnung 1, wobei gleiche Bezugsziffern entsprechende Merkmale der in Figur
1 dargestellten Ausführungsform bezeichnen. Bei dieser Ausführungsform sind die Fahrschiene
6 und die separate Leitschiene 7 auf einer gemeinsamen Unterlage 36 angeordnet, die
hier aus geeignetem Metall gefertigt ist, jedoch auch aus Kunststoff oder einem Elastomer
bestehen kann. Fahrschiene 6 und Leitschiene 7 liegen jeweils an den einander zugewandten
Seiten an einen von der Unterlage 36 gebildeten Vorsprung 37 an, während sie außen
mit der Unterlage 36 verschweißt und auf diese Weise fixiert sind. Fahrschiene 6 und
Leitschiene 7 sind hier über eine Schraubverbindung 19 miteinander verbunden, wobei
eine metallene Hülse 34 als Abstandhalter fungiert. Den Rillenboden 24 bildet hier
eine auf der Hülse 34 angeordnete Auflageplatte 35, die parallel zur Schiene 2 zwischen
Fahrschiene 6 und Leitschiene 7 verläuft, und mit der die Unterseite des auf der Auflageplatte
35 angeordneten Füllprofils 9 verklebt ist. Die Fahrschiene 6 ist hier mit ihrer Längsachse
29 leicht, z.B. 1:40, gegenüber der Horizontalen in Richtung Spurrille 8 bzw. Leitschiene
7 geneigt. Die rillenseitigen Flanken 10, 11 von Fahrschiene 6 und Leitschiene 7 verlaufen
hier nahezu parallel, mit einer leichten Öffnung zur Rillenöffnung 23 hin. Durch entsprechende
Ausgestaltung der Leitschiene 7 kann aber auch hier gegebenenfalls ein zum Schienenfuß
5 hin sich öffnender Winkel realisiert werden. Das Füllprofil 9 weist eine Haltelippe
31 auf, mit der das Füllprofil 9 den Fahrschienenkopf 16 hintergreift. Die Haltelippe
31 sorgt für eine zusätzliche Fixierung des Füllprofils 9 in der Spurrille 8. Sowohl
die Haltelippe 31 als auch die Verklebung des Füllprofils 9 auf der Auflageplatte
35 sind nicht unbedingt erforderlich, um das Füllprofil 9 an der vorgesehenen Position
zu halten, sind aber dazu geeignet, eine unvorhergesehene oder mutwillige Entfernung
des Füllprofils 9 zu erschweren. Die Teile A und B des Füllprofils 9 sind mittels
Coextrusion einstückig miteinander ausgebildet. Die Rillentiefe T
R beträgt hier etwa 48 % der Schienenhöhe H
S. Beim Befahren des aus verschleißfestem Material ausgebildeten Teils A des Füllprofils
9 durch eine Bahn, z.B. Straßenbahn, verformt sich das Füllprofil 9 elastisch, wird
in senkrechter Richtung gestaucht und weicht in den Hohlraum 30 aus. Anschließend
sorgen entsprechend ausgebildete Rückstellkräfte dafür, dass das Füllprofil 9 in seine
Ausgangsposition zurückgeht. Die Elastizitätseigenschaften des Füllprofils 9 sind
derart ausgestaltet, dass die von einer Bahn beim Befahren ausgeübte Gewichtskraft
zur Verpressung des Füllprofils 9 führt, während das Gewicht eines Fahrradfahrers
oder Fußgängers keine oder nur eine unwesentliche Verpressung des Füllprofils 9 bewirkt.
1. Schienenanordnung (1) für mit Spurkranzrädern versehene Schienenfahrzeuge umfassend
a. eine Schiene (2) mit einem Schienenkopf (3), einem Schienensteg (4) und einem Schienenfuß,
(5), wobei der Schienenkopf (3) eine Fahrschiene (6), eine Leitschiene (7) und eine
dazwischen liegende Spurrille (8) umfasst, und wobei die Schiene (2) eine Schienenhöhe
HS und die Spurrille (8) eine Rillentiefe TR aufweist und die Rillentiefe TR mindestens 35 % der Schienenhöhe HS beträgt, und
b. ein in der Spurrille (8) angeordnetes Füllprofil (9),
dadurch gekennzeichnet, dass das Füllprofil (9) einen zum Schienenkopf (3) weisenden Teil A und einen zum Schienenfuß
(5) weisenden Teil B aufweist, wobei der zum Schienenfuß (5) weisende Teil B elastisch
verformbar ist und der zum Schienenkopf (3) weisende Teil A eine größere Härte und/oder
Festigkeit aufweist als der zum Schienenfuß (5) weisende Teil B.
2. Schienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rillenseitige Flanke (10) der Fahrschiene (6) und die rillenseitige Flanke (11)
der Leitschiene (7) einen sich zum Schienenfuß (5) hin öffnenden Winkel α bilden.
3. Schienenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel α mindestens 0,5°, bevorzugt mindestens 1°, weiter bevorzugt 1-5° und
besonders bevorzugt 1-3° beträgt.
4. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillentiefe TR mindestens 40 %, bevorzugt mindestens 45 %, besonders bevorzugt mindestens 50 % der
Schienenhöhe HS beträgt.
5. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet, dass der zum Schienenkopf
(3) weisende Teil A des Füllprofils (9) zumindest teilweise aus Metall und der zum
Schienenfuß (5) weisende Teil B des Füllprofils (9) aus einem Elastomer besteht.
6. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile A und B des Füllprofils (9) beide aus elastomerem Material bestehen, wobei
der zum Schienenkopf (3) weisende Teil A des Füllprofils (9) aus einem härteren Elastomer
besteht als der zum Schienenfuß (5) weisende Teil B des Füllprofils (9).
7. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe HFA des zum Schienenkopf (3) weisenden Teils A des Füllprofils (9) mindestens 15 %, weiter
bevorzugt mindestens 20 %, besonders bevorzugt 25 %. 30 % oder 45 % der Gesamthöhe
HF des Füllprofils (9) beträgt.
8. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Oberfläche (12) des Füllprofils profiliert ist.
9. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiene (2) einstückig ausgebildet ist oder die Leitschiene (7) als gesondertes
Teil ausgebildet und mit dem Schienensteg (4) verschraubt oder verschweißt ist.
10. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten (13, 14) des Füllprofils (9) mit einem gleitfähigen Material, bevorzugt
Polytetrafluorethylen (PTFE), beschichtet sind.
11. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllprofil (9) einen zum Schienenfuß (5) hin sich aufweitenden Querschnitt aufweist.
12. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllprofil (9) einstückig, zweistückig oder mehrstückig ausgebildet ist.
13. Schienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllprofil (9) mit seiner oberen Oberfläche (12) im Wesentlichen in der Ebene
(15) des Leitschienenkopfes (17) liegt.
1. A rail arrangement (1) for rail vehicles furnished with flanged wheels, comprising
a. a rail (2) having a rail head (3), a rail web (4) and a rail base (5), the rail
head (3) comprising a drive rail (6), a guide rail (7) and a rail groove (8) lying
therebetween, and the rail (2) having a rail height HS, the rail groove (8) having a groove depth TR and the groove depth TR being at least 35% of the rail height HS, and
b. a filler profile (9) arranged in the rail groove (8),
characterized in that the filler profile (9) has a part A pointing towards the rail head (3) and a part
B pointing towards the rail base (5), part B pointing towards the rail base (5) being
elastically deformable and part A pointing towards the rail head (3) having a greater
hardness and/or rigidity than part B pointing towards the rail base (5).
2. The rail arrangement according to claim 1, characterized in that the flank (10) of the drive rail (6) on the groove side and the flank (11) of the
guide rail (7) on the groove side form an angle α that opens towards the rail base
(5).
3. The rail arrangement according to claim 2, characterized in that the angle α is at least 0.5°, preferably at least 1°, more preferably 1-5° and particularly
preferably 1-3°.
4. The rail arrangement according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the groove depth TR is at least 40%, preferably at least 45%, particularly preferably at least 50% of
the rail height HS.
5. The rail arrangement according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the part A of the filler profile (9) pointing towards the rail head (3) is composed
at least partially of metal and the part B of the filler profile (9) pointing towards
the rail base (5) is composed of an elastomer.
6. The rail arrangement according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the parts A and B of the filler profile (9) both are composed of elastomeric material,
wherein the part A of the filler profile (9) pointing towards the rail head (3) is
composed of a harder elastomer than the part B of the filler profile (9) pointing
towards the base foot (5).
7. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the height HFA of the part A of the filler profile (9) pointing towards the rail head (3) is at
least 15%, more preferably at least 20%, particularly preferably 25%, 30% or 45% of
the total height HF of the filler profile (9).
8. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the upper surface (12) of the filler profile is profiled.
9. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the rail (2) is formed in one piece or the guide rail (7) is formed as a separate
part and is screwed or welded to the rail web (4).
10. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the sides (13, 14) of the filler profile (9) are coated with a low-friction material,
preferably polytetrafluoroethylene (PTFE).
11. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the filler profile (9) has a cross-section that widens towards the rail base (5).
12. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the filler profile (9) is formed in one piece, two pieces or multiple pieces.
13. The rail arrangement according to any one of the preceding claims, characterized in that the upper surface (12) of the filler profile (9) substantially lies in the plane
(15) of the guide rail head (17).
1. Agencement de rails (1) pour des véhicules ferroviaires à roues à boudin comprenant
a. un rail (2) comprenant un champignon de rail (3), une âme de rail (4) et un patin
de rail (5), dans lequel le champignon de rail (3) comprend un rail de roulement (6),
un rail de guidage (7) et une ornière (8) entre ceux-ci, et dans lequel le rail (2)
présente une hauteur de rail HS et l'ornière (8) une profondeur d'ornière TR et la profondeur d'ornière TR fait au moins 35 % de la hauteur de rail HS, et
b. un profilé de remplissage (9) disposé dans l'ornière (8),
caractérisé en ce que le profilé de remplissage (9) présente une partie A orientée vers le champignon de
rail (3) et une partie B orientée vers le patin de rail (5), sachant que la partie
B orientée vers le patin de rail (5) est déformable élastiquement et la partie A orientée
vers le champignon de rail (3) présente une dureté et/ou une rigidité plus élevée
que la partie B orientée vers le patin de rail (5).
2. Agencement de rails selon la revendication 1, caractérisé en ce que le flanc (10) côté ornière du rail de roulement (6) et le flanc (11) côté ornière
du rail de guidage (7) forment un angle α ouvrant en direction du patin de rail (5).
3. Agencement de rails selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'angle α fait au moins 0,5°, de préférence au moins 1°, plus encore de préférence
1-5° et particulièrement de préférence 1-3°.
4. Agencement de rails selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la profondeur d'ornière TR fait au moins 40 %, de préférence au moins 45 %, particulièrement de préférence au
moins 50 % de la hauteur de rail HS.
5. Agencement de rails selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie A du profilé de remplissage (9) orientée vers le champignon de rail (3)
est constituée au moins partiellement de métal et la partie B du profilé de remplissage
(9) orientée vers le patin de rail (5) est constituée d'un élastomère.
6. Agencement de rails selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les parties A et B du profilé de remplissage (9) sont constituées toutes deux de
matériau élastomère, sachant que la partie A du profilé de remplissage (9) orientée
vers le champignon de rail (3) est constituée d'un élastomère plus dur que la partie
B du profilé de remplissage (9) orientée vers le patin de rail (5).
7. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la hauteur HFA de la partie A du profilé de remplissage (9) orientée vers le champignon de rail
(3) fait au moins 15 %, de manière plus préférée au moins 20 %, particulièrement de
préférence 25 %, 30 % ou 45 % de la hauteur totale HF du profilé de remplissage (9).
8. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface supérieure (12) du profilé de remplissage est profilée.
9. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le rail (2) est conçu monobloc ou bien le rail de guidage (7) est formé en tant que
pièce particulière et est vissé ou soudé à l'âme de rail (4).
10. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les côtés (13, 14) du profilé de remplissage (9) sont revêtus d'un matériau pouvant
glisser, de préférence de polytétrafluoréthylène (PTFE).
11. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé de remplissage (9) présente une section transversale s'évasant en direction
du patin de rail (5).
12. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé de remplissage (9) est conçu monobloc, en deux parties ou en plusieurs
parties.
13. Agencement de rails selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé de remplissage (9) repose essentiellement dans le plan (15) du champignon
du rail de guidage (17) par son côté supérieur (12).