[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zerkleinerungsmaschinenbaukasten gemäß Anspruch
1, ein Verfahren zum Umbau einer Rotorschere gemäß Anspruch 11, sowie ein Verfahren
zum Umbau eines Rotorreißers gemäß Anspruch 13.
[0002] Zerkleinerungsmaschinen mit mindestens zwei Scherenwellen sind hinreichend bekannt.
Sie dienen beispielsweise der Zerkleinerung von Wertstoffen, wie beispielsweise ummantelten
Kupferkabeln, Reifen, etc., um sie beispielsweise einem weiteren Recyclingprozess
zuzuführen.
[0003] Zerkleinerungsmaschinen können insbesondere als Rotorschere oder Rotorreißer ausgestaltet
sein. Beide haben bevorzugte Anwendungsgebiete und unterschiedlich ausgestaltete Scherenwellen.
Beide eigenen sich jedoch im Wesentlichen zur Zerkleinerung von Müll, Abfall, Schrott
und Wertstoffe.
[0004] Eine Ausführungsform der Zerkleinerungseinrichtung als Rotorschere zeichnet sich
im Vergleich zu der Ausführungsform als Rotorreißer im Hinblick auf die Scherenwellen
bzw. die Scherenscheiben insbesondere dadurch aus, dass die Scherenscheiben enger
oder mit einem größeren Abstand zusammenlaufen, wodurch sich unterschiedliche Zerkleinerungsmechanismen
ergeben. Insbesondere durch den größeren Abstand der Messerschneiden in der Ausführungsform
als Rotorreißer werden die Wertstoffe im Wesentlichen zerrissen und weniger zerschnitten,
wie es bei der Rotorschere der Fall ist, bei der die Scherenscheiben tendenziell mit
geringerem Abstand zueinander zusammenlaufen. Die Durchsatzleistung ist bei der Rotorreißerausführung
verfahrensbedingt in der Regel höher als bei der Rotorscherenausführung.
[0005] Eine Rotorschere eignet sich vorzugsweise zur Zerkleinerung von Reifen, Kabel, Gummimatten,
etc., während sich der Rotorreißer vorzugsweise für Haus- und Gewerbemüll, beispielsweise
Teppiche, Matratzen, Folien, Elektroschrott, etc. eignet.
[0006] Letztendlich muss aber für jeden Anwendungsbereich eine Zerkleinerungseinrichtung
vorgehalten werden, wodurch letztendlich Ressourcen und Raum vergeudet werden.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung hier Abhilfe zu schaffen und die
oben genannten Nachteile zu überwinden.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Zerkleinerungsmaschinenbaukasten zur
Erstellung einer Zerkleinerungsmaschine, umfassend eine Antriebseinrichtung und einen
Rahmen einer Zerkleinerungseinrichtung, wobei der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten
mindestens zwei Scherenwellen und mindestens zwei Reißerwellen zur wahlweisen Ausgestaltung
der Zerkleinerungsmaschine als Rotorschere oder als Rotorreißer umfasst, kann ein
und derselbe Rahmen entweder mit Scherenwellen oder mit Reißerwellen ausgestattet
werden, so dass je nach Bedarf eine Rotorschere oder ein Rotorreißer als Zerkleinerungsmaschine
bereitgestellt werden kann.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich insbesondere
aus den Unteransprüchen. Die Merkmale der Unteransprüche können grundsätzlich beliebig
miteinander kombiniert werden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
erste Stirnwand und die zweite Stirnwand mit Lageraufnahmen zur drehbaren Aufnahme
wahlweise mindestens zweier Scherenwellen oder mindestens zweier Reißerwellen ausgestattet
ist. Dadurch, dass die Lageraufnahmen zur Aufnahme beider Wellentypen eingerichtet
ist, können die Lageraufnahmen als solches beibehalten werden und müssen beispielsweise
nicht verändert oder angepasst werden, um beide Wellentypen aufnehmen zu können.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Abstreifer umfasst, wobei die Zerkleinerungseinrichtung
in einem Ausrüstungszustand als Rotorschere mit Abstreifern ausgestattet ist. Mit
den Abstreifern in dem Zerkleinerungsmaschinenbaukasten kann die Zerkleinerungseinrichtung
entsprechend mit Abstreifern ausgestattet werden, die wiederum mit den Scherenwellen
zusammenwirken können.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Verdichtungsblöcke umfasst, wobei die Zerkleinerungseinrichtung
in einem Ausrüstungszustand als Rotorreißer mit Verdichtungsblöcken ausgestattet ist.
Mit den Verdichtungsblöcken in dem Zerkleinerungsmaschinenbaukasten kann die Zerkleinerungseinrichtung
entsprechend mit Verdichtungsblöcken ausgestattet werden, die wiederum mit den Reißerwellen
zusammenwirken können. Bei der Rotorschere wird das Material zwischen den Scherenscheiben
zerkleinert. Durch den großen Abstand der Reißermesser geht das bei dem Rotorreißer
nicht. Die Verdichtungsblöcke dienen in diesem Fall als eine Art Gegenhalter oder
Amboss an der das mitgenommene Material beim rotieren der Reißerscheiben zerbrochen
oder zerrissen wird.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass in einer Ausrüstung als Rotorschere Abstreifer entlang der ersten Seitenwand
und Abstreifer entlang der zweiten Seitenwand angeordnet sind, wobei die Abstreifer
senkrecht von den Seitenwänden in den Rahmen hervorstehen, wobei die Abstreifer zumindest
abschnittsweise in die Zwischenräume zwischen den Scherenscheiben der Scherenwellen
hineinragen, wobei das Spaltmaß a zwischen einer Scherenscheibe der ersten Scherenwelle
und einer Scherenscheibe der zweiten Scherenwelle in der Regel zwischen 10 und 200
µm beträgt. Der zumindest im Vergleich zum Rotorreißer geringe Abstand zwischen den
Scherenscheiben und den Abstreifern trägt dazu bei, dass die Scherenscheiben das eingeworfene
Gut vornehmlich zerschneiden und nicht zerreißen.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass in einer Ausrüstung als Rotorreißer Verdichtungsblöcke entlang der ersten Seitenwand
und Verdichtungsblöcke entlang der zweiten Seitenwand angeordnet sind, wobei die Verdichtungsblöcke
senkrecht von den Seitenwänden in den Rahmen hervorstehen, wobei die Verdichtungsblöcke
zumindest abschnittsweise in die Zwischenräume zwischen den Reißerscheiben der Reißerwellen
hineinragen, wobei der Spalt zwischen der Reißerscheibe und den Verdichtungsblöcken
in der Regel zwischen 1 und 200 mm beträgt. Bei größeren Maschinen sind auch noch
größere Abstände nicht ausgeschlossen. Der zumindest im Vergleich zur Rotorschere
große Abstand zwischen den Reißerscheiben und den Verdichtungsblöcken trägt dazu bei,
dass die Reißerscheiben das eingeworfene Gut vornehmlich zerreißen und nicht zerschneiden.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Verdichtungsblockbrücken umfasst, wobei
die Zerkleinerungseinrichtung in einem Ausrüstungszustand als Rotorreißer mit Verdichtungsblockbrücken
ausgestattet ist, wobei die Verdichtungsblockbrücke jeweils zwei gegenüberliegende
Verdichtungsblöcke verbindet. Bei der Rotorschere wird das Material zwischen den Scherenscheiben
zerkleinert. Durch den großen Abstand der Reißermesser geht das bei dem Rotorreißer
nicht. Die Verdichtungsblockbrücken dienen in diesem Fall als eine Art Gegenhalter
oder Amboss an der das mitgenommene Material beim rotieren der Reißerscheiben zerbrochen
oder zerrissen wird.
[0016] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren zum Umbau
einer Rotorschere in einen Rotorreißer vorzuschlagen.
[0017] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 11 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0018] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Verfahren zum Umbau
eines Rotorreißers in eine Rotorschere vorzuschlagen.
[0019] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 13 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0020] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Abbildungen näher beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Zerkleinerungsmaschine in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- ein Zerkleinerungsmaschinenbaukasten in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 3
- eine Zerkleinerungseinrichtung in einer Ausrüstung als Rotorschere in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 3a
- eine Zerkleinerungseinrichtung in einer Ausrüstung als Rotorschere in einer Draufsicht;
- Fig. 3b
- eine Ausschnittvergrößerung zur besseren Darstellung des Spaltmaßes a;
- Fig. 4
- eine Zerkleinerungseinrichtung in einer Ausrüstung als Rotorreißer in einer perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 4a
- eine Zerkleinerungseinrichtung in einer Ausrüstung als Rotorreißer in einer Draufsicht;
- Fig. 5
- eine Scherenwelle in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 6
- eine Reißerwelle in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 7
- Abstreifer für die Ausrüstung als Rotorschere in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 8
- eine Kombination aus Verdichtungsblöcken und Verdichtungsblockbrücken für die Ausrüstung
als Rotorreißer in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 9
- Verdichtungsblöcke in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 10
- eine Verdichtungsblockbrücke in einer perspektivischen Ansicht.
[0021] Folgende Bezugszeichen werden in den Abbildungen verwendet:
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Zerkleinerungseinrichtung
- 3
- Trichter
- 4
- Gestell
- 5
- Nachdrückeinrichtung
- 11
- erstes Antriebsmittel
- 12
- zweites Antriebsmittel
- 13
- Schnellwechselkupplung
- 21
- erste Scherenwelle
- 21a
- erste Reißerwelle
- 22
- zweite Scherenwelle
- 22a
- zweite Reißerwelle
- 23
- Rahmen
- 24
- Abstreifer (der ersten Seitenwand)
- 24a
- Abstreifer (der zweiten Seitenwand)
- 25
- Lager (der Welle)
- 26
- Flansch (der Welle)
- 27
- erste Seitenwand
- 28
- zweite Seitenwand
- 29
- erste Stirnwand
- 30
- zweite Stirnwand
- 31
- Distanzraum (der Abstreifer)
- 31a
- Distanzraum (der Verdichtungsblöcke)
- 32
- Distanzbuchse / Distanzraum (der Scherenwelle)
- 32a
- Distanzbuchse / Distanzraum (der Reißerwelle)
- 33
- Scherenscheibe
- 33a
- Reißerscheibe
- 34
- Drehachse
- 34a
- Drehachse
- 35
- Grundkörper
- 36
- Lageraufnahmebrücke
- 37
- Lager
- 70
- Welle (der Scherenwelle)
- 70a
- Welle (der Reißerwelle)
- 100
- Verdichtungsblock
- 100a
- Verdichtungsblock
- 101
- Verdichtungsblockbrücke
- 1001
- Anschluss (Verdichtungsblock)
- 1002
- erster Anschluss (Verdichtungsblockbrücke)
- 1003
- zweiter Anschluss (Verdichtungsblockbrücke)
- 1004
- Verdichtungsbereich
- 1005
- Aussparungen
- 1006
- Verdichtungsbereich
[0022] Ein erfindungsgemäßer Zerkleinerungsmaschinenbaukasten zum Aufbau einer Zerkleinerungsmaschine
umfasst im Wesentlichen eine Antriebseinrichtung 1 und einen Rahmen 23 einer Zerkleinerungseinrichtung
2. Ferner umfasst der erfindungsgemäße Zerkleinerungsmaschinenbaukasten zwei Scherenwellen,
insbesondere eine erste Scherenwelle 21 und eine zweite Scherenwelle 22, sowie zwei
Reißerwellen, insbesondere eine erste Reißerwelle 21a und eine zweite Reißerwelle
22a. Der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten kann ferner Abstreifer 24, Verdichtungsblöcke
100 und Verdichtungsblockbrücken 101 umfassen. Die Zerkleinerungsmaschine kann ferner
einen Trichter 3 ggf. mit einer Nachdrückeinrichtung 5 umfassen. Die Antriebseinrichtung
1 und die Zerkleinerungseinrichtung 2 sind vorzugsweise auf einem Gestell 4 angebracht.
[0023] Aus dem Zerkleinerungsmaschinenbaukasten lässt sich eine Zerkleinerungsmaschine zusammensetzten.
Die Zerkleinerungsmaschine umfasst dabei insbesondere die Antriebseinrichtung 1, die
Zerkleinerungseinrichtung 2, den Trichter 3, das Gestell 4 und die Nachdrückeinrichtung
5.
[0024] Die Antriebseinrichtung 1 umfasst im Wesentlichen ein erstes Antriebsmittel 11 und
ein zweites Antriebsmittel 12. Die Antriebsmittel sind im Wesentlichen baugleich ausgestaltet,
so dass nachfolgend lediglich ein Antriebsmittel näher beschrieben werden soll. Das
Antriebsmittel kann beispielsweise einen Elektromotor mit nachgeschaltetem Getriebe
umfassen. Vorzugsweise ist eine Leistung pro Antriebsmittel von mehr als 30 kW vorgesehen.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist jedes Antriebsmittel 95 kW auf.
[0025] Der Rahmen 23 weist im Wesentlichen eine erste Seitenwand 27, eine zweite Seitenwand
28, eine erste Stirnwand 29 und eine zweite Stirnwand 30 auf. Die Seitenwände 27,
28 und die Stirnwände 29, 30 bilden in der Draufsicht einen rechteckförmigen Rahmen.
[0026] In einer üblichen Gebrauchsstellung bzw. Betriebszustand ist der Trichter 3 oberhalb
der Zerkleinerungseinrichtung 2 angebracht. Der Trichter 3 kann aber auch in eine
Wartungsposition bzw. Wartungszustand verschwenkt werden.
[0027] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Zerkleinerungsmaschine bzw. die Zerkleinerungseinrichtung
sowohl als Rotorreißer oder als Rotorschere nutzbar ist, wobei ein Großteil der Bestandteile
der Zerkleinerungsmaschine bzw. der Zerkleinerungseinrichtung beibehalten werden können
und insbesondere die Scherenwellen gegen die Reißerwellen bzw. vice versa ausgetauscht
werden müssen.
[0028] Nachfolgend wird zunächst auf den Zustand der Zerkleinerungsmaschine bzw. Zerkleinerungseinrichtung
als Rotorschere eingegangen werden.
[0029] Entlang der ersten Seitenwand 27 des Rahmens sind Abstreifer 24 und entlang der zweiten
Seitenwand 28 Abstreifer 24a angebracht, die senkrecht von den Seitenwänden 27, 28
in den Rahmen 23 hervorstehen. Die einzelnen Abstreifer 24 bzw. 24a einer Seitenwand
weisen in Längsrichtung zwischen sich einen Abstand auf, so dass Distanzräume 31 zwischen
den Abstreifern 24 bzw. 24a entstehen.
[0030] Eine Scherenwelle 21, 22 weist im Wesentlichen eine Welle 70, eine Anzahl von Scherenscheiben
33 und eine Anzahl von Distanzbuchsen 32 auf. Die Scherenscheiben 33 sind im Wesentlichen
als um die Welle umlaufende Erhöhungen gegenüber der Welle ausgestaltet, die umfangsseitig
mit Einzugshaken versehen sind. Zwischen den Scherenscheiben 33 sind Distanzbuchsen
32 vorgesehen, die entsprechend Distanzräume zwischen den Scherenscheiben 33 ausbilden.
Die Scherenwelle 21, 22 weist eine Drehachse 34 auf. Bezogen auf die Drehachse 34
weisen die Scherenscheiben 33 einen größeren Radius als die Welle 70 bzw. die Distanzbuchsen
32 auf. Die Scherenwelle 21, 22 kann einteilig, sprich aus einem Stück, aber auch
mehrteilig ausgestaltet sein.
[0031] Es sind mindestens zwei Scherenwellen, sprich eine erste Scherenwelle 21 und eine
zweite Scherenwelle 22, in der Zerkleinerungseinrichtung, insbesondere in dem Rahmen
23, drehbar aufgenommen. Die Scherenwellen 21, 22 bzw. die Drehachsen 34 der Scherenwellen
verlaufen dabei parallel zu den Seitenwänden 27, 28 des Rahmens. Die erste Scherenwelle
21 ist dabei der ersten Seitenwand 27 zugewandt und die Scherenscheiben 33 der ersten
Scherenwelle 21 laufen durch die Distanzräume 31 der Abstreifer 24 der ersten Seitenwand
27. Die zweite Scherenwelle 22 ist der zweiten Seitenwand 28 zugewandt und die Scherenscheiben
33 der zweiten Scherenwelle 22 laufen durch die Distanzräume 31 der Abstreifer 24a
der zweiten Seitenwand 28. Ferner laufen die Scherenscheiben 33 der ersten Scherenwelle
21 durch die Distanzräume 32 der zweiten Scherenwelle 22 und die Scherenscheiben 33
der zweiten Scherenwelle 22 durch die Distanzräume 32 der ersten Scherenwelle 21.
[0032] In einem Zustand der Zerkleinerungsmaschine bzw. Zerkleinerungseinrichtung als Rotorreißer
weist die Zerkleinerungsmaschine bzw. Zerkleinerungseinrichtung statt der Scherenwellen
Reißerwellen 21a und 22a auf. Ferner sind statt der Abstreifer 24 Verdichtungsblöcke
100 und 100a vorgesehen. Es sind ferner Verdichtungsblockbrücken 101 vorgesehen, die
in einem Zustand als Rotorschere nicht vorgesehen sind.
[0033] Entlang der ersten Seitenwand 27 des Rahmens sind Verdichtungsblöcke 100 und entlang
der zweiten Seitenwand 28 Verdichtungsblöcke 100a angebracht, die senkrecht von den
Seitenwänden 27, 28 in den Rahmen 23 hervorstehen. Die einzelnen Verdichtungsblöcke
100 bzw. 100a einer Seitenwand weisen in Längsrichtung zwischen sich einen Abstand
auf, so dass Distanzräume 31a zwischen den Verdichtungsblöcken 100 bzw. 100a entstehen.
Die Verdichtungsblöcke 100 und 100a, zumindest einige, weisen einen Anschluss 1001
für die Verdichtungsblockbrücke 101 auf. Die Anschlüsse 1001 können beispielsweise
als Bohrung ausgeführt sein.
[0034] Eine Reißerwelle 21a, 22a weist im Wesentlichen eine Welle 70a, eine Anzahl von Reißerscheiben
33a und eine Anzahl von Distanzbuchsen 32a auf. Die Reißerscheiben 33a sind im Wesentlichen
als um die Welle umlaufende Erhöhungen gegenüber der Welle ausgestaltet, die umfangsseitig
mit Einzugshaken versehen sind. Zwischen den Reißerscheiben 33a sind Distanzbuchsen
32a vorgesehen, die entsprechend Distanzräume zwischen den Reißerscheiben 33a ausbilden.
Die Reißerwelle 21a, 22a weist eine Drehachse 34a auf. Bezogen auf die Drehachse 34a
weisen die Reißerscheiben 33a einen größeren Radius als die Welle 70a bzw. die Distanzbuchsen
32a auf. Die Reißerwelle 21a, 22a kann einteilig, sprich aus einem Stück, aber auch
mehrteilig ausgestaltet sein.
[0035] Es sind mindestens zwei Reißerwellen, sprich eine erste Reißerwelle 21a und eine
zweite Reißerwelle 22a, in der Zerkleinerungseinrichtung, insbesondere in dem Rahmen
23, drehbar aufgenommen. Die Reißerwellen 21a, 22a bzw. die Drehachsen 34a der Reißerwellen
verlaufen dabei parallel zu den Seitenwänden 27, 28 des Rahmens. Die erste Reißerwelle
21a ist dabei der ersten Seitenwand 27 zugewandt und die Reißerscheiben 33a der ersten
Reißerwelle 21a laufen durch die Distanzräume 31a der Verdichtungsblöcke 100 der ersten
Seitenwand 27. Die zweite Reißerwelle 22a ist der zweiten Seitenwand 28 zugewandt
und die Reißerscheiben 33a der zweiten Reißerwelle 22a laufen durch die Distanzräume
31 a der Verdichtungsblöcke 100a der zweiten Seitenwand 28. Ferner laufen die Reißerscheiben
33a der ersten Reißerwelle 21a durch die Distanzräume 32a der zweiten Reißerwelle
22a und die Reißerscheiben 33a der zweiten Reißerwelle 22a durch die Distanzräume
32a der ersten Reißerwelle 21a.
[0036] Bei der Verdichtungsblockbrücke 100 handelt es sich im Wesentlichen um ein längliches
Formteil mit einem ersten Anschluss 1002 und einem zweiten Anschluss 1003, die beispielsweise
als Bohrungen ausgestaltet sind. Ferner ist die Verdichtungsblockbrücke mit einem
Verdichtungsbereich 1004 und jeweils zwei etwa viertelkreisförmigen Aussparungen 1005
ausgestattet. Es sind mehrere Verdichtungsblockbrücken 100 vorgesehen, die jeweils
zwischen einem Verdichtungsblock 100 und einem Verdichtungsblock 100a angeordnet sind.
Hierzu ist beispielsweise der erste Anschluss 1002 der Verdichtungsblockbrücke mit
dem Anschluss 1001 eines Verdichtungsblocks 100 und der zweite Anschluss 1003 der
Verdichtungsblockbrücke mit dem Anschluss 1001 eines gegenüberliegenden Verdichtungsblocks
100a verbunden. Dies kann beispielsweise durch Schrauben geschehen, die durch die
Bohrungen hindurchgesteckt sind. Die Verdichtungsblöcke einer Seite, sprich also beispielsweise
die Verdichtungsblöcke 100, können zu einer Einheit zusammengefasst sein. Der Verdichtungsblock
kann einen Verdichtungsbereich 1006 aufweisen. Die Verdichtungsbereiche 1004 und 1006
können als zwei im Querschnitt dreiecksförmige Erhöhungen ausgeführt sein. Die Verdichtungsbereiche
1004 und 1006 dienen im Wesentlichen als Widerhaken beim Zerkleinern. Die Verdichtungsbereiche
1004 und 1006 dienen im Wesentlichen zum Verdichten und Aufbrechen des Zerkleinerungsguts
beim Rotieren der Reißerscheiben.
[0037] Im Hinblick auf die bereits oben beschriebene Anordnung der Reißerwellen bzw. Scherenwellen
in dem Rahmen, sind die Reißerwellen bzw. Scherenwellen mit Lagern 25 ausgestattet.
Die Lager wiederum sind in Lageraufnahmen aufgenommen. Die Lageraufnahmen sind in
den Stirnwänden 29, 30 vorgesehen bzw. die Lageraufnahmen werden durch die Stirnwände
des Rahmens gebildet. Da die Lageraufnahmen im Wesentlichen identisch ausgebildet
sind, wird nachfolgend im Wesentlichen auf eine Lageraufnahme Bezug genommen.
[0038] Die Reißerwellen bzw. Scherenwellen 21 und 22 bzw. 21a und 22a sind grundsätzlich
mittels Wälzlagern, beispielsweise mittels Kugel- oder Rollenlager, in dem Rahmen
23 bzw. den Lageraufnahmen gelagert. Es kommen aber auch andere Lagerarten, beispielsweise
Gleitlager, in Frage. Die Lager 25 sitzen endseitig der Reißerwellen bzw. Scherenwellen
21 und 22 bzw. 21a und 22a. Soweit das Lager 25 einen Außenring und einen Innenring
aufweist, wird der Innenring mit der Reißerwelle bzw. Scherenwelle 21 und 22 bzw.
21 a und 22a und der Außenring mittels der Lageraufnahme mit dem Rahmen 23 verbunden.
[0039] Die Lageraufnahme umfasst im Wesentlichen einen Grundkörper 35, eine Lageraufnahmebrücke
36, ein Schwenklager 37 und lösbare Fixiermittel. Bei den Fixiermitteln kann es sich
beispielsweise um eine Kombination aus Konsole und Gewindestange handeln. Auch Schraubverbindungen
sind denkbar. Die Lageraufnahme kann auch gänzlich anders aufgebaut sein, beispielsweise
nicht schwenk, sondern steckbar.
[0040] Letztendlich ergibt sich eine Lageraufnahme, die über die lösbaren Fixiermittel relativ
unproblematisch ver- bzw. entriegelt werden kann. In einem entriegelten Zustand kann
die Lageraufnahmebrücke 36 aufgeschwenkt und beispielsweise in dem Rahmen 23 aufgenommene
Scherenwellen 21, 22 können samt Lager 25 herausgenommen werden. Anschließend können
beispielsweise Reißerwellen 21a, 22a eingesetzt werden. Für den Austausch sind die
Wellen entsprechend von der Antriebseinrichtung 1 zu trennen bzw. wieder mit der Antriebseinrichtung
zu koppeln. Hier kommen beispielsweise Schnellwechselkupplungen 13 als Verbindung
zwischen Antriebseinrichtung 1 bzw. Antriebsmittel 11, 12 und den Wellen in Frage.
[0041] Im Zuge dieses Umtausches können auch die Abstreifer 24, 24a entnommen und durch
Verdichtungsblöcke 100, 100a ersetzt werden. Ferner können Verdichtungsblockbrücken
101 zwischen den Verdichtungsblöcken 100 und 100a eingesetzt werden.
[0042] Anschließend kann die Lageraufnahmebrücke 36 wieder geschlossen und durch die Fixiermittel
verriegelt werden. Die Zerkleinerungseinrichtung 2 kann nunmehr als Rotorreißer betrieben
werden.
[0043] Für einen Wechsel vom Rotorreißer zur Rotorschere, werden ebenfalls die Fixiermittel
gelöst und die Lageraufnahmebrücken 36 aufgeklappt. Die Reißerwellen 21a, 22a können
samt Lagern 25 entnommen werden. Auch die Verdichtungsblöcke 100, 100a und Verdichtungsblockbrücken
101 können entnommen werden. Für den Austausch sind die Wellen entsprechend von der
Antriebseinrichtung 1 zu trennen bzw. wieder mit der Antriebseinrichtung 1 zu koppeln.
Hier können die Schnellwechselkupplungen 13 zum Einsatz kommen.
[0044] Anschließend können die Abstreifer 24 und die Scherenwellen 21, 22 eingesetzt werden.
Die Lageraufnahmebrücke 36 kann wieder verriegelt werden. Die Zerkleinerungseinrichtung
2 kann nunmehr als Rotorschere betrieben werden.
[0045] Die Zerkleinerungseinrichtung 2 umfasst im Wesentlichen den Rahmen 23, sowie je nach
Anwendungsfall Scherenwellen 21, 22 oder Reißerwellen 21a, 22a, sowie je nach Anwendungsfall
die Abstreifer 24 oder die Verdichtungsblöcke 100 und Verdichtungsblockbrücken 101.
Die Funktion der Zerkleinerungseinrichtung 2 stellt sich wie folgt dar. Die erste
Scherenwelle 21 bzw. erste Reißerwelle 21a wird von dem ersten Antriebsmittel 11 und
die zweite Scherenwelle 22 bzw. Reißerwelle 22a wird von dem zweiten Antriebsmittel
12 in Drehung versetzt. Vorzugsweise ist das erste Antriebsmittel 11 hierzu auf einer
Seite des Rahmens 23 und das zweite Antriebsmittel 12 auf der anderen Seite des Rahmens
23 angebracht. Im normalen Betriebszustand ist die Drehrichtung der beiden Scherenwellen
21 und 22 bzw. Reißerwellen 21a und 22a vorzugsweise zur Maschinenmitte gesteuert.
Die Antriebseinrichtung lässt sich auch reversieren, so dass die Wellen, bspw. zum
Lösen einer festgefahrenen Welle, andersherum gedreht werden können.
[0046] Nunmehr können Wertstoffe bzw. Gewerbe- und Hausmüll, wie beispielsweise ummantelte
Kupferkabel, Reifen, Elektroschrott, etc. in den Trichter 3 eingeworfen werden. Durch
die Zerkleinerungseinrichtung, insbesondere zwischen den Scherenwellen 21, 22 bzw.
den Abstreifern 24 oder zwischen den Reißerwellen 21a, 22a und den Verdichtungsblöcken
100, 100a bzw. den Verdichtungsblockbrücken 101, werden die Wertstoffe zerkleinert
und teilweise in ihre Bestandteile zerlegt. Die zerkleinerten Wertstoffe fallen aus
der Zerkleinerungseinrichtung 2 heraus, beispielsweise in einen Auffangbehälter (nicht
dargestellt), der unter der per Gestell 4 aufgeständerten Zerkleinerungseinrichtung
2 aufgestellt ist.
[0047] Das Reißen läuft im Wesentlichen dergestalt ab, dass das zu zerreißende Gut von zweien
oder mehreren der Einzugshaken eingefangen wird und in Richtung der Verdichtungsblöcke
gezogen wird. Da die Verdichtungsblöcke feststehen, wird das Gut so sehr auf die Verdichtungsblöcke
gepresst, sprich verdichtet, bis es reißt. Im Gegensatz hierzu wird das zu zerkleinernde
Gut bei der Rotorschere vornehmlich zerschnitten.
[0048] Zusammenfassend wird eine "Hybrid Zerkleinerungsmaschine" vorgeschlagen, die mit
wenigen Handgriffen wahlweise in eine Rotorschere oder einen Rotorreißer umgebaut
werden kann. Im Wesentlichen müssen hier nur wenige Teile ausgetauscht werden, wobei
beispielsweise der Rahmen 23 und die Antriebseinrichtung 1 beibehalten werden kann.
Im Ergebnis kann mit dem Zerkleinerungsmaschinenbaukasten eine Zerkleinerungsmaschine
aufgebaut werden, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist - jeweils wahlweise als Rotorschere
oder als Rotorreißer.
[0049] Hinsichtlich des Wirkprinzips unterscheiden sich die Rotorschere und der Rotorreißer
insbesondere wie folgt. Eine Ausführungsform der Zerkleinerungseinrichtung als Rotorschere
zeichnet sich im Vergleich zu der Ausführungsform als Rotorreißer im Hinblick auf
die Scherenscheiben bzw. die Reißerscheiben insbesondere dadurch aus, dass die Scherenscheiben
enger bzw. die Reißerscheiben mit einem größeren axialen Abstand zusammenlaufen, wodurch
sich unterschiedliche Zerkleinerungsmechanismen ergeben. Insbesondere durch den größeren
axialen Abstand der Reißerscheiben in der Ausführungsform als Rotorreißer werden die
Wertstoffe im Wesentlichen zerrissen und weniger zerschnitten, wie es bei der Rotorschere
der Fall ist, bei der die Scherenscheiben tendenziell mit geringerem Abstand zueinander
zusammenlaufen. Die Durchsatzleistung ist bei der Rotorreißerausführung verfahrensbedingt
in der Regel höher als bei der Rotorscherenausführung.
[0050] Das Spaltmaß a zwischen einer Scherenscheibe 33 der ersten Scherenwelle 21 und einer
Scherenscheibe 33 der zweiten Scherenwelle 22 beträgt beispielsweise zwischen 10 und
200 µm. Das Spaltmaß b zwischen einem Verdichtungsblock 100 und einer Reißerscheibe
33a beträgt beispielsweise zwischen 1 und 200 mm. Bei größeren Maschinen sind auch
noch größere Abstände nicht ausgeschlossen.
[0051] Durch den hier vorgeschlagenen Zerkleinerungsmaschinenbaukasten kann der Benutzer
individuell auf die Anforderungen an die Zerkleinerung reagieren und muss dabei insbesondere
nur einen Rahmen 23 und eine Antriebseinrichtung 1 vorhalten. Während sich die als
Rotorschere ausgerüstete Zerkleinerungsmaschine bzw. Zerkleinerungseinrichtung vorzugsweise
zur Zerkleinerung von Reifen, Kabel, Gummimatten, Hanf, etc. eignet, kann die als
Rotorreißer ausgerüstete Zerkleinerungsmaschine bzw. Zerkleinerungseinrichtung vorzugsweise
für Haus- und Gewerbemüll, beispielsweise Teppiche, Matratzen, Folien, Elektroschrott,
etc. eignen.
1. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten zur Erstellung einer Zerkleinerungsmaschine, umfassend
eine Antriebseinrichtung (1) und einen Rahmen (23) einer Zerkleinerungseinrichtung
(2), wobei der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten mindestens zwei Scherenwellen (21,
22) und mindestens zwei Reißerwellen (21a, 22a) zur wahlweisen Ausgestaltung der Zerkleinerungsmaschine
als Rotorschere oder als Rotorreißer umfasst.
2. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (23) mindestens eine erste Seitenwand (27), eine zweite Seitenwand (28),
eine erste Stirnwand (29) und eine zweite Stirnwand (30) umfasst, die einen vorzugsweise
rechteckförmigen Rahmen bilden.
3. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stirnwand (29) und die zweite Stirnwand (30) mit Lageraufnahmen zur drehbaren
Aufnahme wahlweise mindestens zweier Scherenwellen (21, 22) oder mindestens zweier
Reißerwellen (21a, 22a) ausgestattet ist.
4. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Abstreifer (24, 24a) umfasst, wobei die Zerkleinerungseinrichtung
in einem Ausrüstungszustand als Rotorschere mit Abstreifern (24, 24a) ausgestattet
ist.
5. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Verdichtungsblöcke (100, 100a) umfasst, wobei
die Zerkleinerungseinrichtung in einem Ausrüstungszustand als Rotorreißer mit Verdichtungsblöcken
(100, 100a) ausgestattet ist.
6. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Scherenwelle (21, 22), eine Welle (70), eine Anzahl von Scherenscheiben (33)
und eine Anzahl von Distanzbuchsen (32) aufweist, wobei die Distanzbuchsen Distanzräume
zwischen den Scherenscheiben (33) ausbilden.
7. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Reißerwelle (21a, 22a) eine Welle (70a), eine Anzahl von Reißerscheiben (33a)
und eine Anzahl von Distanzbuchsen (32a) aufweist, wobei die Distanzbuchsen Distanzräume
zwischen den Reißerscheiben (33a) ausbilden.
8. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ausrüstung als Rotorschere Abstreifer (24) entlang der ersten Seitenwand
(27) und Abstreifer (24a) entlang der zweiten Seitenwand (28) angeordnet sind, wobei
die Abstreifer senkrecht von den Seitenwänden (27, 28) in den Rahmen (23) hervorstehen,
wobei die Abstreifer (24, 24a) zumindest abschnittsweise in die Zwischenräume (32)
zwischen den Scherenscheiben (33) der Scherenwellen (21, 22) hineinragen, wobei der
Spalt (a) zwischen einer Scherenscheibe (33) der ersten Scherenwelle (21) und einer
Scherenscheibe (33) der zweiten Scherenwelle (22) beispielsweise zwischen 10 und 200
µm beträgt.
9. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ausrüstung als Rotorreißer Verdichtungsblöcke (100) entlang der ersten Seitenwand
(27) und Verdichtungsblöcke (100a) entlang der zweiten Seitenwand (28) angeordnet
sind, wobei die Verdichtungsblöcke (100, 100a) senkrecht von den Seitenwänden (27,
28) in den Rahmen (23) hervorstehen, wobei die Verdichtungsblöcke (100, 100a) zumindest
abschnittsweise in die Zwischenräume (32a) zwischen den Reißerscheiben (33a) der Reißerwellen
hineinragen, wobei der Spalt (b) zwischen der Reißerscheibe (33a) und dem Verdichtungsblock
(100 bzw. 100a) zwischen 1 und 200 mm beträgt.
10. Zerkleinerungsmaschinenbaukasten nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zerkleinerungsmaschinenbaukasten Verdichtungsblockbrücken (101) umfasst, wobei
die Zerkleinerungseinrichtung in einem Ausrüstungszustand als Rotorreißer mit Verdichtungsblockbrücken
(101) ausgestattet ist, wobei die Verdichtungsblockbrücke (101) jeweils zwei gegenüberliegende
Verdichtungsblöcke (100 und 100a) verbindet.
11. Verfahren zum Umbau einer als Rotorschere ausgestalteten Zerkleinerungsmaschine, umfassend
einen Rahmen (23), zwei mittels Lagern (25) drehbar in Lageraufnahmen des Rahmens
aufgenommene Scherenwellen (21, 22), sowie eine Antriebseinrichtung (1) für die Scherenwellen,
in eine als Rotorreißer ausgestaltete Zerkleinerungsmaschine,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Lösen der Verbindung zwischen Antriebseinrichtung (1) und Scherenwellen (21 , 22);
- Öffnen der Lageraufnahmen;
- Herausnehmen der Scherenwellen (21, 22) aus den Lageraufnahmen;
- Einsetzen von Reißerwellen (21a, 22a) in die Lageraufnahmen und schließen der Lageraufnahmen;
- Verbinden der Reißerwellen (21a, 22a) mit der Antriebseinrichtung (1).
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Rotorschere Abstreifer (24, 24a) umfasst,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Entnehmen der Abstreifer (24, 24a) aus dem Rahmen;
- Einsetzen von Verdichtungsblöcken (100, 100a);
- Einsetzen von Verdichtungsblockbrücken (101), die jeweils zwei gegenüberliegende
Verdichtungsblöcke (100 und 100a) verbinden.
13. Verfahren zum Umbau einer als Rotorreißer ausgestalteten Zerkleinerungsmaschine, umfassend
einen Rahmen (23), zwei mittels Lagern (25) drehbar in Lageraufnahmen des Rahmens
(23) aufgenommene Reißerwellen (21a, 22a), sowie eine Antriebseinrichtung (1) für
die Reißerwellen, in eine als Rotorschere ausgestaltete Zerkleinerungsmaschine,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Lösen der Verbindung zwischen Antriebseinrichtung (1) und Reißerwellen (21a, 22a);
- Öffnen der Lageraufnahmen;
- Herausnehmen der Reißerwellen (21a, 22a) aus den Lageraufnahmen;
- Einsetzen von Scherenwellen (21, 22) in die Lageraufnahmen und schließen der Lageraufnahmen;
- Verbinden der Scherenwellen (21, 22) mit der Antriebseinrichtung (1).
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei der Rotorreißer Verdichtungsblöcke (100, 100a) und
Verdichtungsblockbrücken (101) umfasst,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Entnehmen der Verdichtungsblöcke (100, 100a) und Verdichtungsblockbrücken (101);
- Einsetzen von Abstreifern (24, 24a);
15. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfahren gemäß mindestens einem der Ansprüche 11 bis 14 mit einem Zerkleinerungsmaschinenbaukasten
gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 durchgeführt wird.