[0001] Die Erfindung betrifft allgemein ein Adapterrohr für ein Stecksystem in der Abgas-,
Lüftungs- und/oder Klimatechnik. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Adapterrohr
mit einem Adaptersteckbereich, wobei das Adapterrohr mit einem einen Gegensteckbereich
aufweisendes Gegenrohr allein durch Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs und des
Gegensteckbereichs dichtend verbindbar ist, wobei der Gegensteckbereich des Gegenrohrs
die Form eines Hohlzylinders hat.
[0002] Auf dem Gebiet der Haustechnik sind insbesondere im Bereich der Abgasanlagen und
der Lüftungs- und Klimatechnik Stecksystem für Rohrverbindungen zur Zu- und/oder Ableitung
von Gasen im Einsatz. Ebenso sind Stecksysteme für Rohrverbindungen im Automobilbau
und auch im stationären Bereich, wie z.B. bei Blockheizkraftwerken, wo Abgase aus
einem Motor abgeleitet werden, im Einsatz.
[0003] Die
EP 1 431 659 B1 betrifft beispielsweise ein Stecksystem für einwandige Rohrverbindungen zur Verwendung
in der Abgas-, Lüftungs- oder Klimatechnik, wobei ein Ende eines einwandigen Rohrelements
als Einsteckteil und ein Ende eines anderen einwandigen Rohrelements als Muffenteil
ausgebildet ist, wobei die beiden Enden dichtend zusammengesteckt werden können. Dabei
umfasst dieses Stecksystem Rohrelemente, bei denen sich an einem Ende ein Muffenteil
und am anderen Ende ein Einsteckteil befindet, sodass aus mehreren derartiger Rohrelemente
ein abgedichtetes Gesamtrohr durch Zusammenstecken hergestellt werden kann.
[0004] Hierbei tritt das Problem auf, dass die Rohrelemente in der Regel nur mit Standardlänge
verfügbar sind und die Gesamtlänge des herzustellenden Gesamtrohrs meistens nicht
durch eine Kombination der verfügbaren Standardlängen herstellbar ist. Deswegen muss
zumindest die Länge eines Rohrelements verkürzt werden. Dabei kommt erschwerend hinzu,
dass das verkürzte Rohrelement wieder auf der einen Seite ein Muffenteil und auf der
anderen Seite ein Einsteckteil aufweisen muss.
[0005] Im Stand der Technik sind d Steckverbindungen bekannt, deren Dichtwirkung durch Zusammenstecken
erzielt wird und bei denen das Gegenrohr durch einfaches Abtrennen eines Teils davon
gekürzt werden kann.
[0006] Beispielsweise betrifft die
EP 1 821 019 B1 eine Rohrverbindung bestehend aus einem metallischen Pressfitting, in dem ein Dichtring
angeordnet ist, und einem darin einschiebbaren metallischen Leitungsrohr und einem
die axiale Rückbewegung des Leitungsrohres verhindernden Rückhaltemittel in Form eines
ringförmigen Klemmelements. Zwar kann das metallische Leitungsrohr durch einfaches
Abtrennen gekürzt werden. Jedoch ist mit dieser Rohrverbindung das Problem verbunden,
dass ein Dichtring verwendet wird, welcher den Belastungen in der Abgas-, Lüftungs-
und/oder Klimatechnik nicht standhält.
[0007] Demgegenüber betrifft die
EP 0 611 911 B1 eine abdichtende Rohrverbindung, bei der eine Verbindung zwischen Anschlussteil und
einem Verbundrohr zwar keinen Dichtring erfordert, dafür aber nur über eine Verformung
des Verbundrohrs mit Hilfe einer Presshülse erreichbar ist. Das Herstellen einer derartigen
Verbindung ist aufwendig und erfordert Spezialwerkzeug, welches vor Ort, beispielsweise
auf Baustellen, regelmäßig nicht vorhanden ist. Diese Rohrverbindung erlaubt darüber
hinaus auch kein Anpassen der Länge. Denn das Verbundrohr hat auf der mit dem Anschlussteil
zu verbindenden Seite eine besondere Halterung, die nicht abgetrennt werden kann,
weil ohne sie die Verbindung zum Anschlussteil nicht hergestellt werden kann.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine Adapterrohr bereit zu stellen, mit dem
es möglich ist, ein Rohrelement mit variabler Länge herzustellen, das auf einer Seite
ein Muffenteil und auf der anderen Seite ein Einsteckteil aufweist. Dabei soll die
Herstellung besonders einfach und ohne Spezialwerkzeug möglich sein.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Adapterrohr mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0010] Das erfindungsgemäße Adapterrohr ist geeignet für ein Stecksystem in der Abgas-,
Lüftungs- und/oder Klimatechnik und weist einen Adaptersteckbereich auf. Das Adapterrohr
ist mit einem einen Gegensteckbereich aufweisendes Gegenrohr allein durch Zusammenstecken
des Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs dichtend verbindbar, wobei der
Gegensteckbereich des Gegenrohrs die Form eines Hohlzylinders hat. Das Adapterrohr
ist
dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtelement einstückig an den Adaptersteckbereich angeformt ist. Zusammenstecken
des Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs ist nicht einschränkend dahingehend
zu verstehen, dass Adaptersteckbereich und Gegensteckbereich durch bloßes manuelles
Zusammendrücken zusammengesteckt werden können muss. Vielmehr wird darunter auch verstanden,
dass Adaptersteckbereich und Gegensteckbereich durch Ausübung erhöhter Kräfte, beispielsweise
erzeugt durch Hammerschläge, zusammengesteckt werden.
[0011] Dieses erfindungsgemäße Adapterrohr ist vorteilhaft, weil dadurch im verbundenen
Zustand des Adapterrohrs und des Gegenrohrs nur eine Dichtfläche entsteht, während
bei einem separaten Dichtelement zumindest zwei Dichtflächen entstehen. Damit wird
eine bessere Dichtung erreicht.
[0012] Zudem ist das Dichtelement fest mit dem Adapterrohr verbunden und kann nicht verrutschen.
Dadurch kann ein höherer Kompressionsdruck zwischen Dichtelement und Gegenrohr verwendet
werden, wodurch wiederum eine bessere Dichtung erreicht wird.
[0013] Zudem wird für das Dichtelement das gleiche Material wie für das Adapterrohr verwendet,
welches für den Einsatzweck, nämlich in der Abgas-, Lüftungs- und/oder Klimatechnik,
entsprechend gewählt ist.
[0014] Schließlich erlaubt die Steckverbindung die Verwendung des Adapterrohrs mit einem
Gegenrohr, dessen Gegensteckbereich keine besondere Ausgestaltung aufweist. Vielmehr
muss das Gegensteckbereich lediglich im Wesentlichen kraftschlüssig ausgestaltet sein.
Beispielsweise könnte das Gegenrohr auf der Seite des Gegensteckbereichs die Form
eines Hohlzylinders aufweisen. Dieser lässt sich derart durch Abtrennen verkürzen,
dass wieder ein Gegensteckbereich in Form eines Hohlzylinders entsteht. Für das Abtrennen
wird lediglich ein Abtrennmittel benötigt, beispielsweise einen Trennschleifer, welcher
praktisch auf jeder Baustelle zu finden ist.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Adapterrohr geeignet zur Herstellung
eines Rohrelements mit variabler Länge für ein Stecksystem in der Abgas-, Lüftungs-
und/oder Klimatechnik.
[0016] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Adaptersteckbereich derart ausgebildet,
dass das Adapterrohr mit dem Gegenrohr allein durch Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs
und des Gegensteckbereichs metallisch dichtend verbindbar ist.
[0017] Dabei ist der Begriff "metallisch dichtend" in Abgrenzung zu sogenannten weichdichtenden
Anordnungen zu verstehen und insbesondere nicht auf die Verwendung von metallischen
Materialien beschränkt, sondern umfasst auch Anordnungen, bei denen die Dichtflächen
aus anderen Hartmaterialien wie beispielsweise Keramik ausgebildet sind und auch sogenannte
metallisch geschliffene Dichtungen.
[0018] Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil das Dichtelement und das Adapterrohr
aus Metall, vorzugsweise Edelstahl, bestehen und damit gegenüber bekannten Dichtmaterialien,
wie beispielsweise Kautschuke auf Silikonbasis oder Fluorbasis, besonders widerstandsfähig
sind. Dies ist insbesondere für die Verwendung in der Abgastechnik von Vorteil. Denn
dort können Temperaturen von über 600° C und Drücke über 50 hPa auftreten. Weiterhin
enthalten die Abgase aggressive Bestandteile, wie z.B. SO2, SO3, NO, NO2, NO3. Lösen
sich diese in Wasser, das auch in Form von Wasserdampf Bestandteil der Verbrennungsluft
ist, so bildet sich ein höchst aggressives Kondensat. Bei diesen Anforderungen sind
bekannte Dichtmaterialien wie z.B. Kautschuke auf Silikonbasis oder Fluorbasis nicht
oder nur mit Einschränkungen verwendbar, da diese durch schweflige Bestandteile, wie
z.B. schweflige Säure oder Schwefelsäure, und / oder salpetrige Bestandteile, wie
z.B. salpetrige Säure oder Salpetersäure, in den Abgasen bzw. dem Kondensat der Verbrennungsluft
angegriffen und sogar durch Aufkonzentration zerstört werden können. Weiterhin sind
diese Dichtmaterialien in der Regel nur bis zu einer Dauertemperatur von ca. 200°C
einsetzbar.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Adapterrohr aus Metall,
vorzugsweise aus Edelstahl, besonders vorzugsweise aus einem von Edelstahl 1.4404
und 1.4301, gefertigt.
[0020] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Gegenrohr aus Metall,
vorzugsweise aus Edelstahl, besonders vorzugsweise aus einem von Edelstahl 1.4404
und 1.4301, gefertigt.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform liegt der Durchmesser des Adapterrohrs
zwischen 80 mm und 200 mm. Bei diesen Abmessungen ist die Dichtung am besten.
[0022] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform liegt die Wanddicke des Adapterrohrs
Durchmesser des Hohlzylinders zwischen 0,6 mm und 1,0 mm. Bei diesen Abmessungen ist
die Dichtung am besten.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Dichtelement derart ausgestaltet,
dass das Dichtelement eine dichtende Presspassung zwischen dem Adaptersteckbereich
und dem Gegensteckbereich vermittelt, wenn das Gegenrohr mit dem Adapterrohr durch
Zusammenstecken verbunden ist.
[0024] Das Dichtelement ist im verbundenen Zustand zwischen dem Adaptersteckbereich und
dem Gegensteckbereich angeordnet. Dort vermittelt es die Presspassung zwischen dem
Adaptersteckbereich und dem Gegensteckbereich. Es wird also beim Zusammenstecken des
Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs unter anderem das Dichtelement zwischen
dem Adaptersteckbereich und der Gegensteckbereich komprimiert, was zu einer dichtenden
Verbindung führt.
[0025] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Adaptersteckbereich derart
ausgebildet, dass der Adaptersteckbereich und der Gegensteckbereich im zusammengesteckten
Zustand eine kraftschlüssige Steckverbindung bilden, wobei das Dichtungselement dem
Adaptersteckbereich gegenüber dem Gegensteckbereich eine derartiges Übermaß verleiht,
dass der Adaptersteckbereich und das Gegensteckbereich im zusammengesteckten Zustand
eine Kompressionsdichtung bilden.
[0026] Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass auf besonders effektiver Weise sowohl
eine mechanische Steckverbindung zwischen dem Adapterstecken und dem Gegensteckbereich
als auch eine Kompressionsdichtung erreicht wird. Die Kompressionsdichtung verhindert
ein Austreten von Fluiden durch die Verbindung zwischen Adaptersteckbereich und Gegensteckbereich.
Die Steckverbindung und die Kompressionsdichtung gemeinsam verhindern eine axiale
Verschiebung des Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs zueinander.
[0027] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform hat das Dichtelement die Form
eines Hohlzylinder, vorzugsweise eines geraden hohlen Kreiszylinders.
[0028] Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil ein derartiges Dichtelement eine gleichmäßige
umlaufende Kompressionsdichtung erzeugt, wobei der Kompressionsdruck im Idealfall
umlaufend homogen ist. Dadurch kann die Kompressionsdichtung höheren Drücken widerstehen.
Die Länge und die Wanddicke des Hohlzylinders bestimmen den Kompressionsdruck und
auch die Kraft, die erforderlich ist, um das Adapterstückende und den Gegensteckbereich
zusammenzustecken. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Kanten
des Hohlzylinders derart geformt sind, dass das Adaptersteckbereich und das Gegensteckbereich
zusammensteckbar sind.
[0029] Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil zur dichtenden Verbindung zwischen Adapterrohr
und Gegenrohr unter Umständen (je nach Material und Geometrie der beiden Rohre) ein
sehr hoher Kompressionsdruck erforderlich ist. Diese kann nur durch ein Dichtelement
erreicht werden, dass dem Adaptersteckbereich gegenüber dem Gegensteckbereich ein
entsprechend großes Übermaß verleiht. Aufgrund des großen Übermaßes kann es schwierig
sein, die beiden Bereiche zusammenzustecken. Entsprechend geformte Kanten erleichtern
das Zusammenstecken.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Wanddicke des Dichtelements
derart, dass das Dichtelement eine dichtende Presspassung zwischen dem Adaptersteckbereich
und dem Gegensteckbereich vermittelt, wenn das Gegenrohr mit dem Adapterrohr durch
Zusammenstecken verbunden ist..
[0031] Als Wanddicke wird hier die Differenz des Innen- und Außendurchmesser des Dichtelements
in Form eines Hohlzylinders verstanden. Weil das Dichtelement einstückig an den Adaptersteckbereich
angeformt ist, entspricht die Wanddicke der Erhebung des Dichtelements gegenüber der
umliegenden Oberfläche des Adaptersteckbereichs.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform liegt die Wanddicke des Dichtelements
zwischen 0,05 mm und 2,2 mm, vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,4 mm, und besonders
vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,2 mm. Diese Wanddicken des Dichtelements sind besonders
geeignet, um eine saubere Verpressung mit Hammerschlägen zu erreichen.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform liegt die Länge des Dichtelements
zwischen 10 mm und 200 mm, vorzugsweise zwischen 30 und 90 mm. Diese Länge des Dichtelements
ist besonders vorteilhaft, weil sie lang genug ist, um eine gute Dichtung zu vermitteln
und nicht zu lang ist, so dass die Kräft für das Verpressen zu hoch werden und dadurch
die Kanten der benötigten Muffe oder des Steckendes deformiert werden.
[0034] Diese Ausführungsformen sind vorteilhaft, weil Experimente ergeben haben, dass mit
Dichtelemente mit genannten Abmessungen besonders stabile Steckverbindungen und besonders
dichte Kompressionsdichtungen hergestellt werden können. Zudem ist, gemäß dieser Ausführungsform,
die Kraft, die mit einem Hammer ausgeübt werden kann, ausreichend zur Verbindung des
Adapterrohrs und des Gegenrohrs durch Zusammenstecken.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Dichtelement eine umlaufende
Vertiefung auf.
[0036] Die umlaufende Vertiefung dient als Kapillarsperre und/oder als Feuchtigkeitssammler
und verhindert beispielsweise einen Austritt von Kondensat.
[0037] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Adapterrohr einen Anschlag,
insbesondere eine Anschlagsicke, auf, welcher beim Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs
und des Gegensteckbereichs eine maximale Stecktiefe bestimmt.
[0038] Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil durch den Anschlag eine genaue Anpassung
der Gesamtlänge eines aus der Verbindung zwischen einem Adapterrohr und Gegenrohr
hergestellten Rohrelements ermöglicht wird. Um diejenige Kürzlänge, um die das Gegenrohr
auf der Seite des Gegensteckbereichs gekürzt wird, ist auch die Gesamtlänge des mit
dem gekürzten Gegenrohr hergestellten Rohrelements gegenüber einem mit einem ungekürzten
Gegenrohr hergestellten Rohrelements gekürzt, wenn das Adapterrohr und des Gegenrohr
jeweils bis zur maximalen Stecktiefe zusammengesteckt wird.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Adaptersteckbereich derart
ausgebildet ist, dass das Adapterrohr mit dem Gegenrohr weiterhin allein durch Zusammenstecken
des Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs dichtend verbindbar ist, wenn
das Gegenrohr allein durch Abtrennen eines Teils auf der Seite des Gegensteckbereichs
um eine Kürzlänge gekürzt worden ist.
[0040] Unter "allein durch Abtrennen eines Teils auf der Seite des Gegensteckbereichs" ist
zu verstehen, dass lediglich eine einzige Bearbeitungshandlung am Gegenrohr vorgenommen
wird, und zwar das Abtrennen eines Teils auf der Seite des Gegensteckbereichs, z.B.
mit Hilfe eines Trennschleifers. Weitere Bearbeitungshandlungen, wie beispielsweise
Aufweiten, Erzeugen von Strukturen, wie beispielsweise für eine Schraub- oder Schnappverbindung,
werden also gerade nicht vorgenommen. Vorteilhaft ist das Entgraten der Trennkante.
[0041] Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, weil mit lediglich zwei auch auf
Baustellen weit verbreiteten Werkzeugen die Länge eines Rohrs, bestehend aus einer
Verbindung des erfindungsgemäßen Adapterrohrs und des Gegenstücks, angepasst werden
kann. Bei diesen Werkzeugen handelt kann es sich um einen Trennschleifer zum Abtrennen
eines Teils des Gegenrohrs und einen Hammer zum Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs
und des Gegensteckbereichs. Spezialwerkzeug wird indes keines benötigt.
[0042] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist es dabei nicht erforderlich,
dass die Kürzlänge einer vorbestimmten diskreten Länge oder einer von mehreren vorbestimmten
diskreten Längen entspricht.
[0043] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Rohrelement für ein Stecksystem in der Abgas-,
Lüftungs- und/oder Klimatechnik. Das Rohrelement weist das Adapterrohr nach einer
der oben beschriebenen Ausführungsformen und ein Gegenrohr mit einem Gegensteckbereichs
auf, welcher die Form eines Hohlzylinders hat.
[0044] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das Gegenrohr allein durch
Abtrennen eines Teils auf der Seite des Gegensteckbereichs so um eine Kürzlänge gekürzt
werden, dass das gekürzte Gegenrohr wieder einen Gegensteckbereich aufweist, wobei
es vorzugsweise nicht erforderlich ist, dass die Kürzlänge einer vorbestimmten diskreten
Länge oder einer von mehreren vorbestimmten diskreten Längen entspricht.
[0045] Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil das Gegenrohr auf der Seite des Gegensteckbereichs
beliebig - begrenzt lediglich durch eine maximale Kürzlänge - gekürzt werden kann,
so dass auch die Gesamtlänge des aus einer Verbindung des Adapterrohrs und des Gegenrohrs
hergestellten Rohrelements entsprechend beliebig gekürzt werden kann. Damit lässt
sich auch vor Ort, z.B. auf einer Baustelle, ein Rohrelement zur Verwendung in einem
Stecksystem mit einer benötigten Gesamtlänge auf einfache Weise, nämlich durch Abtrennen
und Zusammenstecken, herstellen. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform,
kann die Gesamtlänge des Rohrelements im Zustand, in dem das Gegenrohr mit dem Adapterrohr
durch Zusammenstecken verbunden ist, allein durch Abtrennen eines Teils auf der Seite
des Gegensteckbereichs vor dem Verbinden um eine Kürzlänge gekürzt werden.
[0046] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform hat das Gegenrohr auf der Seite
des Gegensteckbereichs die Form eines geraden Hohlzylinders, welcher vorzugsweise
länger als der Gegensteckbereich ist, so dass auch der Gegensteckbereich selber die
Form eines geraden Hohlzylinders hat.
[0047] Dies ist vorteilhaft, weil das Gegenrohr auf der Seite des Gegensteckbereichs allein
durch Abtrennen eines Teils des Gegenrohr derart verkürzt werden kann, dass das verkürzte
Gegenrohr wieder eine Gegensteckbereich aufweist, wobei es nicht erforderlich ist,
dass eine diskrete Länge abgetrennt wird. Vielmehr kann eine beliebige Länge abgetrennt
werden - allerdings beschränkt durch die Länge der hohlzylindrischen Form auf der
Seite des Gegensteckbereichs des Gegenrohrs.
[0048] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das dem Adaptersteckbereich
gegenüberliegende Ende des Adapterrohrs ein Muffenteil und das dem Gegensteckbereich
gegenüberliegende Ende des Gegenrohrs ein Einsteckteil auf.
[0049] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das dem Adaptersteckbereich
gegenüberliegende Ende des Adapterrohrs ein Einsteckteil und das dem Gegensteckbereich
gegenüberliegende Ende des Gegenrohrs ein Muffenteil auf.
[0050] Diese Ausführungsformen sind vorteilhaft, weil durch ein derartiges Rohrelement ein
Bauteil für Stecksystem bereitgestellt wird, dessen Länge variabel ist und auf einer
Seite ein Muffenteil und auf der anderen Seite ein Einsteckteil aufweist und sich
demnach ohne weiteres in das Stecksystem integrieren lässt.
[0051] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Rohrelement Dichtpaste,
insbesondere Keramikdichtpaste, am Adaptersteckbereich und/oder am Gegensteckbereich
auf. Diese Ausführungsform ist vorteilhaft, weil die Keramikpaste im verbundenen Zustand
eine noch bessere Dichtung zwischen Adaptersteckbereich und Gegensteckbereich bereitstellt.
Denn Keramikpaste schützt Verbindungen, auch nach lang andauernder Einwirkung von
Wärme und atmosphärischen Einflüssen. Dabei hat Keramikpaste wasserverdrängende Eigenschaften
und schützt gegen Korrosion.
[0052] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Innenwand des Adapterrohrs und/oder
die Innenwand des Gegenrohrs eine kreiszylindrische Form auf.
[0053] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind das Adaptersteckbereich und/oder
der Gegensteckbereich derart ausgestaltet, dass das Adaptersteckbereich in den Gegensteckbereich
hingeschoben werden kann.
[0054] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind das Adaptersteckbereich und/oder
der Gegensteckbereich derart ausgestaltet, dass der Gegensteckbereich in den Adaptersteckbereich
hingeschoben werden kann.
[0055] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform, hat das Gegenrohr am Gegensteckbereich
kein Gewinde, Klemmelement, ringförmige Umfangsvertiefung, Spanneinrichtung, Manschette.
[0056] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Adapterrohr ein Klemmband auf zum
Sichern der Verbindung zwischen dem Adapterrohr und dem Gegenrohr. Zwar ist das Adapterrohr
mit einem ein Gegensteckbereich aufweisendes Gegenrohr allein durch Zusammenstecken
des Adaptersteckbereichs und des Gegensteckbereichs dichtend verbindbar. Allerdings
kann es vorteilhaft sein, ein Klemmband zur Sicherung anzubringen, wenn beispielsweise
extrem hohe Druckbelastungen zu erwarten sind.
[0057] Die vorgenannten Rohre und Rohrelemente können sowohl ein- als auch doppelwandig
ausgeführt sein und bei einer doppelwandigen Ausführung entweder mit isolierenden
Material und / oder der Möglichkeit zur Führung eines weiteren Gases vorgesehen sein.
[0058] Bei doppelwandigen Rohren kann zusätzliche eine Stabilisierung zwischen den Rohren
eingefügt werden, entweder durch Einbringen eines Isolationsmaterials, oder durch
Abstandshalter. Typische Isolationsmaterialien sind z.B. Mineralfasern, Keramikgewebe,
Keramikvlies, oder dergleichen hergestellt. Als bevorzugtes Material zur Isolierung
wird Mineralfaserbasiertes Isolationsmaterial bevorzugt.
[0059] Die erfindungsgemäßen Rohre und Rohrelemente sind für sämtliche Nennweiten, die für
die Abgas- oder Lüftungsanlagen gemäß technischer Auslegung / Berechnung erforderlich
sind, anwendbar.
[0060] Im Folgenden werden anhand der Zeichnung weitere Ausführungsformen und Vorteile der
Erfindung ausführlich erläutert.
[0061] Es zeigt:
Fig. 1 eine aus dem Stand der Technik bekanntes Rohrelement zur Verwendung in einem
Stecksystem, welches typischerweise nur in Standardlängen verfügbar ist;
Fig. 2a ein Rohrelement mit variabler Länge gemäß der Erfindung, wobei das Rohrelement
sowohl ein Adapterrohr als auch ein Gegenrohr aufweist, welche noch nicht durch Zusammenstecken
dichtend verbunden sind;
Fig. 2b ein Rohrelement mit variabler Länge gemäß der Erfindung, wobei das Rohrelement
sowohl ein Adapterrohr als auch ein Gegenrohr aufweist, welche durch Zusammenstecken
dichtend verbunden sind;
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt des Adaptersteckbereichs des Adapterrohrs.
[0062] Fig. 1 zeigt ein aus dem Stand der Technik bekanntes Rohrelement zur Verwendung in
einem Stecksystem, welches typischerweise nur in Standardlängen verfügbar ist.
[0063] Das Rohrelement 100 weist einen Hauptkörper 102 auf, der die Form eines hohlen, geraden
Kreiszylinders aufweist. An einem seiner beiden Enden hat dieser Hauptkörper ein Muffenteil
104 und an dem gegenüberliegenden Ende ein Einsteckteil 106. Das Rohrelement ist aus
Metall gefertigt, sodass es beispielsweise zur Ableitung von heißen Abgasen geeignet
ist.
[0064] Das Muffenteil 104 und das Einsteckteil 106 sind derart ausgestaltet, dass das Einsteckteil
106 in ein entsprechendes Muffenteil 104 eines identischen anderen Rohrelements hineingesteckt
werden kann, so dass sich eine dichtende Verbindung zwischen dem Rohrelement 100 und
dem anderen Rohrelement ergibt.
[0065] Mehrere identische Rohrelemente 100 können folglich über ihre jeweiligen Muffen-
und Endteile 104, 106 zu einem Gesamtrohr zusammengesteckt werden. Allerdings ergibt
sich hier das Problem, dass nicht ein Gesamtrohr mit einer beliebigen Länge hergestellt
werden kann. Denn üblicherweise sind derartige Rohrelemente nur in einigen Standardlängen
verfügbar.
[0066] Figur 2a zeigt ein Rohrelement 200, welches ein Adapterrohr 200 und ein Gegenrohr
300 umfasst.
[0067] Das Adapterrohr 200 weist einen Hauptkörper 202 auf, der die Form eines hohlen, geraden
Kreiszylinders aufweist. An einem seiner beiden Enden hat dieser Hauptkörper 202 ein
Muffenteil 204 und an dem gegenüberliegenden Ende einen Adaptersteckbereich 306. Das
Muffenteil 204 des Adapterrohrs 200 ist genauso ausgestaltet wie das Muffenteil 104
des Rohrelements 100.
[0068] Das Gegenrohr 300 weist einen Hauptkörper 302 auf, der auch die Form eines hohlen,
geraden Kreiszylinders aufweist. An einem seiner beiden Enden hat dieser Hauptkörper
302 ein Einsteckteil 306. Das Einsteckteil 306 des Gegenrohrs 300 ist genauso ausgestaltet
wie das Einsteckteil 106 des Rohrelements 100. An dem dem Einsteckteil gegenüberliegenden
Ende hat der Hauptkörper 302 einen Gegensteckbereich 310, der die Form eines Hohlzylinders
hat.
[0069] Das Gegenrohr 300 kann allein durch Abtrennen eines Teils 304 auf der Seite des Gegensteckbereichs
310 so um eine Kürzlänge gekürzt werden, dass das gekürzte Gegenrohr 300 wieder einen
Gegensteckbereich 312 aufweist, wobei es nicht erforderlich ist, dass die Kürzlänge
einer vorbestimmten diskreten Länge oder einer von mehreren vorbestimmten diskreten
Längen entspricht. Dies wird dadurch erreicht, dass das Gegenrohr 300 auf der Seite
des Gegensteckbereichs 310 die Form eines geraden Hohlzylinders hat, welcher länger
als der Gegensteckbereich 310 ist, so dass auch der Gegensteckbereich 310 selber die
Form eines geraden Hohlzylinders hat. Wird nun von dem Gegenrohr der Teil 304 abgetrennt,
dann entsteht ein Bereich 312, welche dem vorherigen Gegensteckbereich 310 entspricht.
[0070] Figur 2a zeigt das Rohrelement, wobei das Adapterrohr 200 und das Gegenrohr 300 allein
durch Zusammenstecken metallisch dichtend verbunden sind. Zur besseren Darstellung
ist der Hauptkörper 202 des Adapterrohrs 200 lediglich im Querschnitt zu sehen.
[0071] Wenn das Gegenrohr 300 mit dem Adapterrohr 200 durch Zusammenstecken dichtend verbunden
ist, dann wird diese dichtende Verbindung durch ein an den Adaptersteckbereich 210
einstückig angeformtes Dichtelement 220 vermittelt.
[0072] Dabei ist der Adaptersteckbereich 210 derart ausgebildet, dass der Adaptersteckbereich
210 und der Gegensteckbereich 310 im zusammengesteckten Zustand eine kraftschlüssige
Steckverbindung bilden, wobei das Dichtungselement 220 dem Adaptersteckbereich 210
gegenüber dem Gegensteckbereich 310 eine derartiges Übermaß verleiht, dass der Adaptersteckbereich
210 und das Gegensteckbereich 310 im zusammengesteckten Zustand eine Kompressionsdichtung
bilden.
[0073] Zu diesem Zweck hat das Dichtelement 220 die Form eines geraden, hohlen Kreiszylinders,
wobei die Kanten 228 des Hohlzylinders derart geformt sind, dass das Adaptersteckbereich
210 und das Gegensteckbereich 310 zusammensteckbar sind.
[0074] Die Wanddicke 222 des Dichtelements 220 ist derart, dass das Dichtelement 220 eine
dichtende Presspassung zwischen dem Adaptersteckbereich 210 und dem Gegensteckbereich
220 vermittelt, wenn das Gegenrohr 300 mit dem Adapterrohr 200 durch Zusammenstecken
dichtend verbunden ist.
[0075] Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt des Adaptersteckbereichs 210 des Adapterrohrs 200.
[0076] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Wanddicke 222 des Dichtelements
220 zwischen 0,05 mm und 2,2 mm, vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,4 mm, und besonders
vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,2 mm.
[0077] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform liegt die Länge 224 des Dichtelements
220 zwischen 10 mm und 200 mm, vorzugsweise zwischen 30 und 90 mm.
[0078] Das Dichtelement 220 eine umlaufende Vertiefung 226 aufweist. Die umlaufende Vertiefung
226 dient als Kapillarsperre und/oder als Feuchtigkeitssammler und verhindert beispielsweise
einen Austritt von Kondensat durch Kapillarwirkung.
[0079] Außerdem weist das Adapterrohr 200 eine Anschlagsicke 230, auf, welche beim Zusammenstecken
des Adaptersteckbereichs 210 und des Gegensteckbereichs 310 eine maximale Stecktiefe
D bestimmt.
[0080] Es ist zu beachten, dass in den Figuren die Größenverhältnisse der einzelnen Komponenten
des Rohrelements zur besseren Darstellung nicht maßstabsgetreu wiedergegeben sind.
Insbesondere ist die Wanddicke 222 des Dichtelements 220 vergrößert dargestellt und
der Außendurchmesser des Hauptkörpers 202 des Adapterrohrs 200 verkleinert dargestellt.
1. Ein Adapterrohr (200) für ein Stecksystem in der Abgas-, Lüftungs- und/oder Klimatechnik,
aufweisend einen Adaptersteckbereich (210),
wobei das Adapterrohr (200) mit einem einen Gegensteckbereich (310) aufweisendes Gegenrohr
(300) allein durch Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs (210) und des Gegensteckbereichs
(310) dichtend verbindbar ist, wobei der Gegensteckbereich (310) des Gegenrohrs (300)
die Form eines Hohlzylinders hat,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Dichtelement (220) einstückig an den Adaptersteckbereich (220) angeformt ist.
2. Das Adapterrohr (200) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Adaptersteckbereich (220) derart ausgebildet ist, dass das Adapterrohr (200)
mit dem Gegenrohr (300) allein durch Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs (210)
und des Gegensteckbereichs (310) metallisch dichtend verbindbar ist.
3. Das Adapterrohr (200) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (220) derart ausgestaltet ist, dass das Dichtelement (220) eine
dichtende Presspassung zwischen dem Adaptersteckbereich (220) und dem Gegensteckbereich
(310) vermittelt, wenn das Gegenrohr (300) mit dem Adapterrohr (200) durch Zusammenstecken
dichtend verbunden ist.
4. Das Adapterrohr (200) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Adaptersteckbereich (210) derart ausgebildet ist, dass der Adaptersteckbereich
(210) und der Gegensteckbereich (310) im zusammengesteckten Zustand eine kraftschlüssige
Steckverbindung bilden, wobei das Dichtungselement (220) dem Adaptersteckbereich (210)
gegenüber dem Gegensteckbereich (310) eine derartiges Übermaß verleiht, dass der Adaptersteckbereich
(210) und das Gegensteckbereich (310) im zusammengesteckten Zustand eine Kompressionsdichtung
bilden.
5. Das Adapterrohr nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (220) die Form eines Hohlzylinder, vorzugsweise eines geraden hohlen
Kreiszylinders, hat, wobei die Kanten (228) des Hohlzylinders vorzugsweise derart
geformt sind, dass das Adaptersteckbereich (210) und das Gegensteckbereich (310) zusammensteckbar
sind, und
dass vorzugsweise die Wanddicke (222) des Dichtelements (220) derart ist, dass das Dichtelement
(220) eine dichtende Presspassung zwischen dem Adaptersteckbereich (210) und dem Gegensteckbereich
(310) vermittelt, wenn das Gegenrohr (300) mit dem Adapterrohr (200) durch Zusammenstecken
dichtend verbunden ist.
6. Das Adapterrohr (200) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wanddicke (222) des Dichtelements (220) zwischen 0,05 mm und 2,2 mm liegt, vorzugsweise
zwischen 0,1 mm und 0,4 mm, und besonders vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,2 mm;
und/oder dass die Länge (224) des Dichtelements (220) zwischen 10 mm und 200 mm liegt,
vorzugsweise zwischen 30 und 90 mm.
7. Das Adapterrohr (200) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das Dichtelement (220) eine umlaufende Vertiefung (226) aufweist.
8. Das Adapterrohr (200) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Adapterrohr (200) einen Anschlag (230), insbesondere eine Anschlagsicke (230),
aufweist, welcher beim Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs (210) und des Gegensteckbereichs
(310) eine maximale Stecktiefe (D) bestimmt.
9. Das Adapterrohr (200) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Adaptersteckbereich (210) derart ausgebildet ist, dass das Adapterrohr (200)
mit dem Gegenrohr (300) weiterhin allein durch Zusammenstecken des Adaptersteckbereichs
(210) und des Gegensteckbereichs (310) dichtend verbindbar ist, wenn das Gegenrohr
(300) allein durch Abtrennen eines Teils (304) auf der Seite des Gegensteckbereichs
(310) um eine Kürzlänge gekürzt worden ist.
10. Ein Rohrelement für ein Stecksystem in der Abgas-, Lüftungs- und/oder Klimatechnik,
aufweisend:
das Adapterrohr (200) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, und
ein Gegenrohr (300) mit einem Gegensteckbereich (310), welcher die Form eines Hohlzylinders
hat.
11. Das Rohrelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
das Gegenrohr (300) allein durch Abtrennen eines Teils (304) auf der Seite des Gegensteckbereichs
so um eine Kürzlänge gekürzt werden kann, dass das gekürzte Gegenrohr wieder einen
Gegensteckbereich aufweist, wobei es vorzugsweise nicht erforderlich ist, dass die
Kürzlänge einer vorbestimmten diskreten Länge oder einer von mehreren vorbestimmten
diskreten Längen entspricht.
12. Das Rohrelement nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gegenrohr (300) auf der Seite des Gegensteckbereichs (310) die Form eines geraden
Hohlzylinders hat, welcher vorzugsweise länger als der Gegensteckbereich (310) ist,
so dass auch der Gegensteckbereich (310) selber die Form eines geraden Hohlzylinders
hat.
13. Das Rohrelement nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
entweder dass das dem Adaptersteckbereich (210) gegenüberliegende Ende des Adapterrohrs
(200) ein Muffenteil (204) aufweist und das dem Gegensteckbereich (310) gegenüberliegende
Ende des Gegenrohrs (300) ein Einsteckteil (306) aufweist,
oder dass das dem Adaptersteckbereich (210) gegenüberliegende Ende des Adapterrohrs
(200) ein Einsteckteil aufweist und das dem Gegensteckbereich (310) gegenüberliegende
Ende des Gegenrohrs (300) ein Muffenteil aufweist.
14. Das Rohrelement nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
dass das Rohrelement Dichtpaste, insbesondere Keramikdichtpaste, am Adaptersteckbereich
(210) und/oder am Gegensteckbereich (310) aufweist.