GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zubehörteil, insbesondere, Schleifplatte,
Schaber, Raspel für eine oszillierende Werkzeugmaschine und eine oszillierende Werkzeugmaschine.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Im Stand der Technik sind oszillierende Werkzeugmaschinen bekannt, für die Zubehörteile
wie Schleifplatten, Raspeln und Schaber zur Verfügung gestellt werden (siehe z.B.
DE 10 2004 047812 A1).
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0003] Werden bei einem Arbeitsprozess durch eine oszillierende Werkzeugmaschine größere
Flächen bearbeitet, können großflächige Zubehörteile die jeweils notwendige Arbeitszeit
verkürzen. Nachteilig bei großflächigen Zubehörteilen ist jedoch, dass das Absaugen
des abgetragenen Materials schwierig wird, da größere Distanzen entlang des Zubehörteils
zur Absaugvorrichtung der Werkzeugmaschine zu überwinden sind. Ferner neigen plattenförmige
großflächige Zubehörteile während des Arbeitsvorgangs zu Verbiegungen bzw. Verformungen,
die zu ihrer Unbrauchbarkeit führen können.
[0004] Eine Aufgabe ist daher, ein Zubehörteil für eine oszillierende Werkzeugmaschine zur
Verfügung zu stellen, das ausreichend mechanisch stabil ist. Eine weitere Aufgabe
ist es, das Zubehörteil derart auszubilden, dass eine ausreichende Absaugung des abgetragenen
Materials sicher gestellt werden kann.
[0005] Als erste Ausführungsform der Erfindung wird ein Zubehörteil, insbesondere Schleifplatte,
Schaber, Raspel, für eine oszillierende Werkzeugmaschine mit einer Oberseite und einer
Unterseite zur Verfügung gestellt, wobei bei der Verwendung des Zubehörteils an einer
oszillierenden Werkzeugmaschine die Unterseite von der Werkzeugmaschine abgewandt
ist und die Oberseite der Werkzeugmaschine zugewandt ist, wobei das Zubehörteil in
die Werkzeugmaschine einspannbar oder eingespannt ist und wobei das Zubehörteil eine
Struktur zur Steigerung der mechanischen Stabilität aufweist, wobei die Struktur an
der Oberseite als Erhebung ausgebildet ist, wobei die Struktur an der Unterseite als
Sicke zur Absaugung von abgetragenem Material, insbesondere Staub, ausgeformt ist,
und wobei das Zubehörteil zum Schleifen, Schaben und/oder Raspeln geeignet ist. Durch
eine Ausbildung einer Struktur kann die mechanische Stabilität des Zubehörteils erhöht
werden, ohne dabei das Gewicht des Zubehörteils erheblich steigern zu müssen. In einem
idealen Fall, kann dadurch sogar das Gewicht gleich gehalten oder sogar reduziert
werden.
[0006] Als zweite Ausführungsform der Erfindung wird eine oszillierende Werkzeugmaschine
zur Verfügung gestellt, wobei in die Werkzeugmaschine ein Zubehörteil nach einem der
Ansprüche 1 bis 3 eingespannt ist. Beispielhafte Ausführungsformen werden in den abhängigen
Ansprüchen beschrieben.
[0007] Gemäß der Erfindung wird ein Zubehörteil zur Verfügung gestellt, wobei die Struktur
an der Unterseite als Sicke zur Absaugung von abgetragenem Material, insbesondere
Staub, ausgeformt ist.
[0008] Die Strukturen können derart ausgebildet sein, dass sie zum einen eine Versteifung
hervorrufen und dadurch eine höhere mechanische Stabilität erzeugen und zum anderen
einen Kanal zur Absaugung abgetragenen Materials bilden. Die Strukturen können dadurch
eine Doppelfunktion erfüllen.
[0009] In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein Zubehörteil zur Verfügung
gestellt, wobei das Zubehörteil einen Rand aufweist, wobei der Rand zur Erhöhung der
Steifigkeit von der Unterseite zur Oberseite gewölbt ausgebildet ist. Der Rand kann
insbesondere das gesamte Zubehörteil umfassen und durch eine abgerundete Wölbung auch
ein besseres Gleiten auf der zu bearbeitenden Fläche sicherstellen, was den Arbeitsprozess
erleichtert.
[0010] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird ein Zubehörteil
zur Verfügung gestellt, wobei die Struktur länglich und/oder von einem mittleren Bereich
des Zubehörteils zum Rand gerichtet ausgebildet ist.
[0011] Durch eine längliche und strahlenförmig von einem Zentrum des Zubehörteils ausgehende
Ausbildung der Strukturen kann eine kostengünstige Herstellung bei hoher Steifigkeit
und guter Absaugmöglichkeit von abgetragenem Material ermöglicht werden.
[0012] Gemäß der Erfindung wird ein Zubehörteil zur Verfügung gestellt, wobei das Zubehörteil
zum Schleifen, Schaben und/oder Raspeln geeignet ist.
[0013] Als eine Idee der Erfindung kann angesehen werden, Zubehörteile, wie beispielsweise
Schleifplatten, Schaber oder Raspeln, für ein oszillierendes Werkzeug mit einer Oberflächenstruktur
zu versehen. Die Oberflächenstruktur kann aus einzelnen Strukturen aufgebaut sein,
die auf der Oberseite des Zubehörteils eine Erhebung zur Steigerung der mechanischen
Stabilität und Steifigkeit bilden und die auf der Unterseite als Sicke ausgeformt
sind und dadurch einen Absaugkanal für abgetragenes Material, beispielsweise Staub,
darstellen können. Zubehörteile für oszillierende Werkzeugmaschinen können dadurch
großflächiger ausgeformt werden bei gleichbleibender mechanischer Stabilität gegenüber
Verformungen und ausreichender Absaugung abgetragenen Materials. Eine Anpassung oder
Änderung der Absaugglocke/Absaughaube einer Absaugvorrichtung der Werkzeugmaschine
an erfindungsgemäße Zubehörteile ist daher nicht notwendig.
[0014] Die einzelnen Merkmale können selbstverständlich auch untereinander kombiniert werden,
wodurch sich zum Teil auch vorteilhafte Wirkungen einstellen können, die über die
Summe der Einzelwirkungen hinausgehen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele deutlich. Es zeigen
Fig. 1 eine oszillierende Werkzeugmaschine in einer Seitenansicht,
Fig. 2 die oszillierende Werkzeugmaschine mit einem teilweisen Längsschnitt einer
Absaugvorrichtung,
Fig. 3 eine Unterseite einer Schleifplatte oder Raspel mit einer Hartmetallgranulatschicht,
Fig. 4 die Schleifplatte oder Raspel in einem Längsschnitt,
Fig. 5 die Oberseite der Schleifplatte oder Raspel in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 6 die Unterseite der Schleifplatte oder Raspel in einer perspektivischen Ansicht.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0016] Fig. 1 zeigt eine oszillierende Werkzeugmaschine 1 mit einer Absaugvorrichtung 3
in einer Seitenansicht, wobei die Werkzeugmaschine 1 eine Absaugglocke/Absaughaube
2 aufweist. Die Absaugglocke 2 dient der Absaugung abgeschliffenem/abgeschabtem/abgesägtem/weggeraspeltem
Materials, also durch den Arbeitsvorgang abgetragenen Materials, insbesondere Staubs.
Beispielsweise können Fliesenkleberreste von Estrichböden abgeraspelt werden und der
dabei abgeschliffene Kleber oder Mörtel kann durch die Absaugvorrichtung 3 von der
entsprechenden Fläche gesaugt werden. Zur Bearbeitung, beispielsweise der Fläche,
dient ein Zubehörteil 5, das in die Werkzeugmaschine 1 eingespannt werden kann. Das
Zubehörteil 5 kann beispielsweise ein Schaber, eine Raspel oder eine Schleifplatte
sein.
[0017] Fig. 2 zeigt die oszillierende Werkzeugmaschine 1 in einer Längsschnittdarstellung
des vorderen Bereichs der Absaugvorrichtung 2.
[0018] Fig. 3 zeigt ein Zubehörteil 5 mit seiner Unterseite. Das Zubehörteil 5 weist eine
Aufnahmeöffhung 9 zum Einspannen in eine oszillierende Werkzeugmaschine auf. An der
Unterseite ist eine Beschichtung angeordnet, beispielsweise mit Hartmetallgranulat.
Außerdem ist am Zubehörteil 5 eine Oberflächenstruktur angebracht mit einem Rand 10,
der zur Oberseite des Zubehörteils 5 erhaben bzw. aufgewölbt sein kann. Ferner sind
als weitere Anteile der Oberflächenstruktur des Zubehörteils 5 Strukturen 6, 7 angeordnet,
die ausgehend vom Zentrum bzw. einem mittleren Bereich des Zubehörteils 5 zum Rand
10 weisen können. Die Strukturen 6, 7 sind auf der Unterseite des Zubehörteils 5 als
Sicken/Nuten/Vertiefung ausgebildet und können auf der Oberseite des Zubehörteils
5 als Erhebung ausgeformt sein. Die Sicken/Nuten/Vertiefungen 6, 7 können länglich
ausgebildet sein und als Absaugkanal/Absaugnut für abgetragenes Material, beispielsweise
abgeschliffenen Fliesenkleber oder Staub, vorgesehen sein. Eine zusätzliche Funktion
der Strukturen 6, 7 ist die Erhöhung der Stabilität des Zubehörteils 5 durch Versteifung.
Hierdurch können die Zubehörteile 5 bei gleichbleibender hoher mechanischer Stabilität
des Zubehörteils 5 gegenüber Verbiegen/Umbiegen/Umknicken des Zubehörteils 5 großflächiger
ausgebildet werden. Außerdem ist durch die Anordnung der Strukturen 6, 7 eine gute
Absaugung auch bei einem großflächigen Zubehörteil 5 sichergestellt. Durch die Absaugkanäle
der Strukturen 6, 7 kann ferner gewährleistet werden, dass vorhandene Absaugglocken/Absaugvorrichtungen
bei einem großflächigen Zubehörteil 5 weiterhin verwendet werden können.
[0019] Fig. 4 zeigt das Zubehörteil in einem Längsschnitt mit einem zur Oberseite 11 des
Zubehörteils hochgewölbtem Rand 10 und Strukturen 6, 7, die auf der Unterseite 12
des Zubehörteils als Sicke und auf der Oberseite 11 des Zubehörteils als Erhebungen
ausgebildet sind. Es ist eine zentrale Erhebung 4 dargestellt, die als Schnittstelle
für eine entsprechende Absaugglocke/Absaughaube dient.
[0020] Fig. 5 zeigt die Oberseite des Zubehörteils 5 in einer perspektivischen Darstellung
mit Saugschlitzen 8 zur Absaugung abgeschliffenem/abgeraspeltem Materials, insbesondere
Staubs, von der Unterseite des Zubehörteils 5. Es ist ferner der hochgewölbte Rand
10 und die Aufhahmeöffnung 9 zum Anschluss/zum Ankuppeln an eine oszillierende Werkzeugmaschine
(nicht gezeigt) dargestellt. Die Strukturen 6, 7 sind als Erhebungen zur Versteifung
des Zubehörteils 5 ausgebildet, womit ein Verbiegen/Verformen des Zubehörteils 5 während
eines Arbeitsprozesses weitgehend ausgeschlossen werden kann.
[0021] Fig. 6 zeigt die Unterseite des Zubehörteils 5 mit den Strukturen 6, 7, die als Vertiefungen/Sicken
zur Unterstützung der Absaugung ausgebildet sind, sowie eine Aufnahmeöffnung 9 als
Kupplungsschnittstelle zu einer oszillierenden Werkzeugmaschine (nicht dargestellt).
Am Zubehörteil 5 angeordnete Absaugschlitze 8 ermöglichen die Absaugung von der Unterseite
des Zubehörteils 5 durch eine Absaugvorrichtung.
[0022] Es sei angemerkt, dass der Begriff "umfassen" weitere Elemente oder Verfahrensschritte
nicht ausschließt, ebenso wie der Begriff "ein" und "eine" mehrere Elemente und Schritte
nicht ausschließt.
[0023] Die verwendeten Bezugszeichen dienen lediglich zur Erhöhung der Verständlichkeit
und sollen keinesfalls als einschränkend betrachtet werden, wobei der Schutzbereich
der Erfindung durch die Ansprüche wiedergegeben wird.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0024]
- 1
- oszillierende Werkzeugmaschine
- 2
- Absaugglocke
- 3
- Absaugvorrichtung
- 4
- Erhebung als Schnittstelle
- 5
- Zubehörteil, beispielsweise Sägeblatt, Trennscheibe, Schaber
- 6
- Struktur
- 7
- Struktur
- 8
- Absaugschlitz
- 9
- Aufnahmeöffnung
- 10
- Rand
- 11
- Oberseite
- 12
- Unterseite
1. Zubehörteil (5), insbesondere Schleifplatte, Schaber, Raspel, für eine oszillierende
Werkzeugmaschine mit einer Oberseite (11) und einer Unterseite (12), wobei bei der
Verwendung des Zubehörteils an einer oszillierenden Werkzeugmaschine die Unterseite
(12) von der Werkzeugmaschine abgewandt ist und die Oberseite (11) der Werkzeugmaschine
zugewandt ist, wobei das Zubehörteil (5) in die Werkzeugmaschine einspannbar oder
eingespannt ist und wobei das Zubehörteil (5) eine Struktur (6, 7) zur Steigerung
der mechanischen Stabilität aufweist, wobei die Struktur (6, 7) an der Oberseite (11)
als Erhebung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur (6, 7) an der Unterseite (12) als Sicke zur Absaugung von abgetragenem
Material, insbesondere Staub, ausgeformt ist und dass das Zubehörteil (5) zum Schleifen,
Schaben und/oder Raspeln geeignet ist.
2. Zubehörteil (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zubehörteil (5) einen Rand (10) aufweist, wobei der Rand (10) zur Erhöhung der
Steifigkeit von der Unterseite (12) zur Oberseite (11) gewölbt ausgebildet ist.
3. Zubehörteil (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur (6, 7) länglich und/oder von einem mittleren Bereich des Zubehörteils
(5) zum Rand (10) gerichtet ausgebildet ist.
4. Oszillierende Werkzeugmaschine, wobei in die Werkzeugmaschine ein Zubehörteil (5)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche eingespannt ist.
1. Accessory (5), especially grinding plate, scraper, rasp for an oscillating power tool
with an upper side (11) and a lower side (12), wherein, when using the accessory on
an oscillating power tool, the lower side (12) faces away from the power tool and
the upper side (11) faces towards the power tool, wherein the accessory (5) can be
clamped, or is clamped, in the power tool and wherein the accessory (5) has a structure
(6, 7) for increasing the mechanical stability wherein the said structure (6, 7) is
formed on the upper side (11) as a protrusion, characterised in that the structure (6, 7) on the lower side (12) is formed as a hollow rib for the removal
by suction of debris, especially dust, and that the accessory (5) is suitable for
grinding, scraping and/or rasping.
2. Accessory (5) according to claim 1, characterised in that the accessory (5) has an edge (10) wherein the edge (10) is convexly formed to increase
the stiffness of the lower side (12) relative to the upper side (11).
3. Accessory (5) according to one of the preceding claims, characterised in that the structure (6, 7) is formed lengthwise and/or with an orientation from a central-area
of the accessory (5) towards the edge (10).
4. Oscillating power tool, wherein an accessory (5) is clamped in the power tool according
to one of the preceding claims.
1. Elément accessoire (5), en particulier disque abrasif, racloir, râpe pour une machine-outil
oscillante, avec une face supérieure (11) et une face inférieure (12), où, lors de
l'utilisation dudit élément accessoire sur une machine-outil oscillante, la face inférieure
(12) est distante de la machine-outil et la face supérieure (11) tournée vers la machine-outil,
où ledit élément accessoire (5) peut être fixé, ou est fixé dans la machine-outil,
et où ledit élément accessoire (5) présente une structure (6, 7) destinée à élever
la stabilité mécanique, la structure (6, 7) étant réalisée sous forme de bossage sur
la face supérieure (11), caractérisé en ce que la structure (6, 7) est formée comme nervure sur la face inférieure (12) pour l'aspiration
de matériau enlevé, en particulier de poussière, et en ce que ledit élément accessoire (5) est approprié pour meuler, racler et/ou râper.
2. Elément accessoire (5) selon la revendication 1, caractérisé en ce que ledit élément accessoire (5) présente un bord (10), ledit bord (10) est de forme
cintrée pour élever la rigidité de la face inférieure (12) vers la face supérieure
(11).
3. Elément accessoire (5) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la structure (6, 7) est de forme oblongue et/ou s'étend vers le bord (10) depuis
une partie centrale dudit élément accessoire (5).
4. Machine-outil oscillante, un élément accessoire (5) selon l'une des revendications
précédentes étant fixé dans ladite machine-outil.