(19)
(11) EP 2 873 352 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.05.2015  Patentblatt  2015/21

(21) Anmeldenummer: 14003857.1

(22) Anmeldetag:  14.11.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47F 1/04(2006.01)
A21B 3/07(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 18.11.2013 DE 202013010353 U

(71) Anmelder: Kesseböhmer Holding e.K.
49152 Bad Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Wischmeyer, Jens
    49152 Bad Essen (DE)
  • Goda, Mario
    49594 Alfhausen (DE)

(74) Vertreter: Deters, Frank et al
Busse & Busse Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Grosshandelsring 6
49084 Osnabrück
49084 Osnabrück (DE)

   


(54) Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren


(57) Eine Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren weist ein aus Quer-, Längs- und Vertikalstreben gebildetes Rahmengestell auf, wobei dessen gefacheartige Vorratsbereiche auf jeweiligen Auflageböden die Backwaren aufnehmen. Diese können im Bereich jeweiliger, mit einer vorderseitigen Entnahmeöffnung versehener Entnahmevorrichtungen vom Kunden erfasst werden. Das erfindungsgemäße Konzept ist im Bereich der zumindest einen Entnahmevorrichtung dadurch verbessert, dass in deren Bereich jeweils zumindest ein Befestigungsadapter vorgesehen ist, der einerseits die Entnahmevorrichtung aufnimmt und andererseits zum Bereich des Rahmengestells hin eine Verbindung herstellt. Dabei kann der die Entnahmevorrichtungen aufnehmende Befestigungsadapter über zumindest ein Zwischenglied mit dem Rahmengestell verbunden sein. Ebenso ist denkbar, als Zwischenglied für den Befestigungsadapter zwei innenseitig an der vorderseitigen Aufnahmekontur des Rahmengestells unmittelbar festlegbare Vertikalstreben vorzusehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Brot, Brötchen, Baguette o. dgl. Backwaren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

[0002] Vorrichtungen zur Ausgabe von Backwaren o. dgl. Produkten sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Bereits in der Ausführung gemäß G 92 06 904.5 (1992) wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei der ein modulares Selbstbedienungsregalsystem mit einem Ablageflächen bildenden Rahmengestell vorgesehen ist. Die Backwaren sind dabei auf jeweiligen in Gefachen abgestützten Rutschen abgelegt, so dass im Bereich einer vorderen Haube die Entnahme nachrutschender Waren aus dem System möglich ist. Bei einer ähnlichen Konstruktion gemäß DE 203 06 249 U1 (2003) ist ein stationärer Verkaufstresen mit Fächern vorgesehen, aus denen die Backwaren mittels eines Greifelementes zu entnehmen sind. Bei einem modularen System gemäß DE 20 2004 012 335 U1 (2004) sind jeweilige Zugriffsklappen an einem Warengehäuse so angeordnet, dass im Nahbereich zu einer Tütenhalterung eine einfache Übernahme von Waren möglich ist. Bei einer Lösung gemäß DE 10 2005 049 193 sind jeweilige Ausgabemodule vorgesehen, bei denen mittels einer Zuführeinrichtung die Produkte in ein Entnahmefach übergeben werden, so dass danach bei Betätigung eines verschwenkbaren Schwenkteils im Bereich einer Durchgriffssperre die Produkte entnehmbar sind.

[0003] Auch bei den Warenbehältern zur Selbstbedienungsentnahme gemäß DE 20 2007 006 139 U1 (2007) und DE 20 2009 006 755 U1 (2009) können die auf einem Auflageboden im Vorratsbehälter verlagerbaren Waren im Bereich einer Entnahmeöffnung dadurch hygienesicher entnommen werden, dass hier ein entsprechendes Rückhalteteil vom Kunden zu betätigen ist. Die dabei modular aufgebaute Warenausgabeeinheit weist mehrere in einem Rahmengestell gehaltene Auflageböden für die Backwaren auf, so dass für den Kunden mehrere vorderseitig zugängliche Gefache zur Verfügung stehen. Eine Erweiterung dieser modularen Vorrichtungen ist in einer Lösung gemäß EP 2 084 995 A1 (2008) vorgeschlagen, wobei in das Rahmengestell jeweilige als Wechselboxen ausgebildete Vorratsbehälter integriert sind und diese vorderseitig entsprechende Öffnungen und/oder Klappen zur Entnahme der Waren aufweisen.

[0004] Bei einer Verkaufseinrichtung für einzelstückige Waren gemäß DE 201 04 106 U1 (2001) sind kastenförmige Schüttbehälter vorgesehen, die in Form einer Schublade in einem Schubladenkasten verlagerbar gehalten sind. Der Schubladenkasten seinerseits ist im Bereich eines Trägergestells eingehangen. Dabei können mehrere Schubladen übereinander so positioniert werden, dass in einer Auszugstellung ein einfaches Befüllen möglich ist.

[0005] Bei einer Ausgabeeinrichtung für Lebensmittel gemäß DE 20 2008 013 052 U1 (2008) ist das Behältnis im Bereich der Behälteröffnung mit einer als Adapter ausgebildeten Steckplatte versehen, die jeweilige Ausgabeöffnungen aufweist. Damit kann eine Anpassung des Systems an die Entnahme unterschiedlich großer Lebensmittel vorgenommen werden.

[0006] Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren so auszubilden, dass mittels der vorderseitig die Entnahmeöffnung verschließenden Entnahmevorrichtung jeweilige kundenspezifisch variierende Nutzungsbedingungen einfacher realisierbar sind, eine schnelle Umrüstung bei einer Umstellung des Warensortimentes möglich ist und mit geringem technischem Aufwand eine optimale Anpassung an örtlich variable Einsatzbedingungen des vorder- und rückseitig für die Befüllung nutzbaren Rahmengestells erreichbar ist.

[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einer Warenausgabeeinheit für Backwaren mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 19.

[0008] Die Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren weist jeweilige in einem Rahmengestell befindliche Auflageböden auf, von denen die aufgelegten Backwaren unter Nutzung einer vorderseitigen Entnahmevorrichtung abführbar bzw. entnehmbar sind. Die erfindungsgemäße Gestaltung dieser Warenausgabeeinheit sieht vor, dass im Bereich dieser Entnahmevorrichtung nunmehr jeweils zumindest ein diese einerseits aufnehmender und andererseits mit dem Rahmengestell verbindender Befestigungsadapter so angeordnet wird, dass bei vereinfachter Montage auch ein Auswechseln von Komponenten schneller durchführbar ist.

[0009] Dieser Befestigungsadapter ist als ein optimierbares Bindeglied zwischen dem jeweiligen Gefache des Rahmengestells und der Entnahmevorrichtung mit vom Kunden zu bedienenden Teilen angeordnet. Damit wird eine konstruktiv variable Möglichkeit geschaffen, im Adapterbereich jeweils unterschiedliche Ausführungen von Entnahmevorrichtungen oder Entnahmemodulen mit dem Rahmengestell zu verbinden und damit kunden- und/oder warenspezifische Einteilungen für die Gefache zu installieren.

[0010] Das Konzept dieser Warenausgabeeinheit ist darauf gerichtet, dass kundenspezifisch anzupassende Ausführungen von Rahmengestellen - mit jeweils auch unterschiedlichen Größen und/oder Gefacheanzahlen - mit geringem technischem Aufwand aus jeweiligen modularen Einzelkomponenten zusammensetzbar sind und danach mittels der Befestigungsadapter variabel komplettierbare Einheiten bereitgestellt werden.

[0011] Bei einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass der als ein Zusatzteil vorgesehene Befestigungsadapter unmittelbar am Rahmengestell festgelegt ist. Diese Konstruktion ist insbesondere bei einer rückseitigen Befüllung des Systems vorgesehen, da die Rückseite des Rahmengestells dabei frei zugänglich ist.

[0012] Ausgehend von diesem mit dem Befestigungsadapter erweiterten modularen System ist vorgesehen, dass beim späteren Einsatz der Warenausgabeeinheit - entsprechend einem wechselnden Warensortiment - auch eine weitgehend beliebige Umstrukturierung des vorderseitigen Entnahme-Systems möglich ist. Dazu kann im Bereich der Befestigungsadapter ein Umstecken der vorhandenen Entnahmevorrichtungen erfolgen. Ebenso ist denkbar, nicht mehr benötigte Ausführungen durch neue, insbesondere an das Warensortiment angepasste Entnahmevorrichtungen zu ersetzten.

[0013] Das Konzept sieht auch vor, dass die Entnahmevorrichtungen gemeinsam mit dem jeweiligen Befestigungsadapter als eine integrale Einheit zur Verfügung gestellt werden können. Diese dann nur im Bereich der Steck- und/oder Klemmverbinder anzupassende Baugruppe kann insgesamt ausgewechselt oder im Bereich eines anderen Gefaches eingesetzt werden.

[0014] Die konstruktive Ausführung dieses Befestigungsadapters ist darauf gerichtet, dass dieser vorzugsweise mehrere, lösbar am Rahmengestell abstützbare Verbindungskonstruktionen mit einfachen Rast- und/oder Klemmverbindern aufweisen kann. Damit wird die Auswechselbarkeit der zumindest einen je Gefache vorgesehenen Entnahmevorrichtung im Bereich des Befestigungsadapters mit geringem Aufwand erreicht.

[0015] Die konstruktive Gestaltung des Befestigungsadapters sieht vor, dass an diesem auch mehrere Entnahmevorrichtungen angeordnet sein können. Diese insbesondere mit Klappen, Schiebern, Durchgriffsöffnungen o. dgl. Funktionsteilen versehenen Entnahmevorrichtungen können dabei als unterschiedliche - in Reihen- oder Übereinanderlage - Zusammenstellungen an jeweils einem der Befestigungsadapter fixiert werden. Durch ein dabei vorgesehenes Steck- und/oder Rastsystem ist ein einfacher Austausch von Entnahmevorrichtungen möglich. Wahlweise können diese Gruppen von Entnahmevorrichtungen auch im Zusammenwirken mit dem Befestigungsadapter als Einheit vom Rahmengestell gelöst werden.

[0016] Es versteht sich, dass die jeweiligen Entnahmevorrichtungen jeweils auch mit einer hygienesicheren Entnahmebaugruppe versehen sein können. Neben einer einfachen, als Klappe ausgebildeten Konstruktion ist auch die Anwendung an sich bekannter Rückhaltesysteme mit hygienesicherer Wirkung denkbar, wobei mittels des Befestigungssystems eine einfache Integration in das Regal-System möglich ist.

[0017] Die modulare Ausführung der Warenausgabeeinheit sieht vor, dass der Befestigungsadapter am Rahmengestell mittels jeweiliger Steckverbinder austauschbar gehalten ist. Dazu passend ist vorgesehen, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung ihrerseits mittels jeweiliger Steckverbinder austauschbar am Befestigungsadapter gehalten und von diesem lösbar ist.

[0018] Eine für die Entnahme der Waren optimale Gestaltung des Rahmengestells sieht vor, dass dieses zur vorderseitigen Entnahmeöffnung hin mit schräg abfallend ausrichtbaren und jeweilige Auflageplatten für die Waren der Gefache aufnehmenden Stützverbindern versehen ist.

[0019] Der frontseitige Bereich des Rahmengestells ist dabei so gestaltet, dass der Befestigungsadapter in Form eines als im Wesentlichen geschlossenen Rechteckrahmens zumindest bereichsweise in das Strebensystem des Rahmengestells integriert werden kann. Dabei weist der Rechteckrahmen jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben auf, so dass eine insgesamt rechteckige Kontur so bereitgestellt wird, dass diese in eine entsprechende rechteckige Gegenöffnung an der Vorderseite der Gefache eingepasst werden kann. Dieser Rechteckrahmen kann konstruktiv dadurch erweitert sein, dass zwischen den beiden parallelen Querstreben zumindest eine zu den Seitenstreben parallele Zwischenstrebe integriert ist. Damit wird eine insbesondere an unterschiedliche Entnahmevorrichtungen anpassbare Einteilung des Aufnahmeraumes erreicht.

[0020] Der als Baugruppe vorgefertigte Rechteckrahmen wird im Bereich seiner oberen, unteren und seitlichen Strebenteile mit jeweiligen Verbindungsprofilen versehen, wobei diese in Form von Steckausnehmungen und/oder Steckstiften besonders effizient konzipierbar sind. Es versteht sich, dass diese am Rechteckrahmen vorgesehenen Verbindungsprofile mit jeweiligen am Rahmengestell bzw. dessen Gefachen vorgesehenen korrespondierenden Gegengliedern verbindbar sind. Damit wird die einfach montierbare und demontierbare Konstruktion im Bereich des Befestigungsadapters deutlich.

[0021] Die Entnahmevorrichtungen sind ihrerseits mit jeweiligen Verbindern versehen, die mit Gegenprofilen am Rechteckrahmen korrespondierend ausgebildet sind. Damit wird ein System mit im Wesentlichen funktionsgleichen Profilteilen bereitgestellt, so dass für das Bedienpersonal eine einfache Montage und Demontage von Systemkomponenten möglich ist.

[0022] Das System im Bereich der Zwischenstrebe kann dazu genutzt werden, dass an dieser zusätzliche Führungsträger fixiert werden, die zur Betätigung bzw. optimalen Fixierung der Entnahmevorrichtungen genutzt werden können.

[0023] Ausgehend von der vorbeschriebenen Ausgestaltung der Warenausgabeeinheit ist diese in Erweiterung des optimierten Austauschprinzips der Baugruppen so gestaltet, dass der die Entnahmevorrichtungen aufnehmende Befestigungsadapter über zumindest ein Zwischenglied mit dem Rahmengestell verbunden werden kann. Diese erweiterte Ausführung sieht vor, dass der Befestigungsadapter mit einem entsprechend angepassten Auflageboden, einem diesen bereichsweise übergreifenden Zwischenglied und jeweiligen, im Verbindungsbereich von Zwischenglied und Rand des Auflagebodens vorgesehenen Führungsverbindern zum Rahmengestell hin so abgestützt wird, dass eine schubladenartige Einheit gebildet wird.

[0024] Diese Bauteilkombination aus Befestigungsadapter und randseitig geführtem Auflageboden ist dabei für Benutzungssituationen ausgelegt, bei denen im Bereich des Rahmengestells vorzugsweise eine vorderseitige Befüllzone für die Bestückung der Warenausgabeeinheit gebildet wird. Durch die schubladenartige Einheit ist es möglich, dass diese aus den jeweiligen Gefachen einzeln oder gemeinsam herausgezogen werden und danach eine Bedienperson die Befüllung vornehmen kann. Im gefüllten Zustand werden die schubladenartigen Einheiten in die Gebrauchsstellung zurückverlagert, und der Kunde kann im Bereich der vorderseitigen Entnahmevorrichtungen die ausgewählten Waren entnehmen.

[0025] Das Konzept der schubladenartigen Einheit aus Befestigungsadapter und Auflageboden kann auch so erweitert werden, dass eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum des Rahmengestells hindurch schiebbare Baugruppe gebildet wird. Damit wird eine Warenausgabeeinheit bereitgestellt, die entsprechend dem Aufstellort mit einer wahlweise vorderseitigen und/oder rückseitigen Befüllzone genutzt werden kann.

[0026] Die Verbindungssituation der schubladenartigen Einheit ist zum Rahmengesell hin so ausgeführt, dass jeweilige randseitige Führungsverbinder des Zwischengliedes vorzugsweise im Bereich von Querstreben mit dem Rahmengestell zusammenwirken und damit eine langzeitstabile Verbindungszone definiert wird.

[0027] Das Zwischenglied ist in zweckmäßiger Ausführung als ein in Einbaulage auf dem Kopf stehendes U-Profil geformt, so dass damit der Auflageboden zumindest bereichsweise übergriffen wird. Dieser U-Profilkörper ist dabei als ein mit einem Basisschenkel und zwei Seitenschenkeln versehener Konturkörper ausgebildet, wobei im Bereich der Seitenschenkel jeweilige, zumindest bereichsweise dem Längsrand des Auflagebodens folgende Ansatzprofile vorgesehen sind. Diese Seitenschenkel sind im Bereich jeweiliger Ansatzprofile mit Steckaufnahmen versehen, so dass in deren Bereich jeweilige Querwände den Warenaufnahmeraum begrenzen.

[0028] In vorteilhafter Ausführung ist vorgesehen, dass im Bereich des Auflagebodens eine diesen zumindest im Bereich von Durchlassöffnungen untergreifende Fangplatte vorgesehen ist. Diese eine entsprechende Aufnahmekontur bildende Fangplatte ist unterhalb des Auflagebodens so angeordnet, dass die Fangplatte aus ihrer Gebrauchsstellung gelöst bzw. verlagert werden kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Fangplatte schwenkbar gehalten ist und diese damit in eine vorderseitig zugängliche Kippstellung verlagert werden kann. In dieser Position können jeweilige Krümelstrukturen o. dgl. Backwarenreste mit geringem Aufwand aus dem jeweilige Gefache entnommen werden. Dabei kann die Fangplatte mit einer einen Verschlussdeckel aufweisenden Auslassöffnung versehen sein, so dass die auf der wannenartigen Fangplatte gehaltenen Backwarenreste mit geringem Aufwand in ein entsprechendes Aufnahmebehältnis ausgefegt werden können.

[0029] Zur Befestigung der Fangplatte im Bereich des Auflagebodens bzw. des Zwischengliedes ist vorgesehen, dass randseitig an der Fangplatte zwei parallel angreifende Kippstangen als Halterung angebracht werden. Im Bereich der Vorderkante weist diese Fangplatte jeweilige Rasthaken auf, die mittels jeweiliger Bedienhebel aus ihrer Halteposition an der Unterseite des Auflagebodens lösbar sind, so dass die Kippstellung erreicht wird. Bei einer Rückverlagerung der Fangplatte in die Schließstellung erfolgt im Bereich der Rasthaken eine federbelastete Rückstellung, und damit ist eine gesicherte Einbaulage hergestellt.

[0030] Im Bereich der randseitigen Führungsverbinder weist die schubladenartige Einheit jeweilige Teleskop- oder Rollenauszüge auf, wobei deren äußerer Tragschenkel mit dem Rahmengestell im Bereich der Querstrebe verbunden sein kann. Ebenso ist denkbar, dass dieser Tragschenkel nur an den Vertikalstreben des Rahmengestells fixiert ist.

[0031] Auch die Konstruktion mit der schubladenartigen Einheit sieht vor, dass die jeweiligen Tragschenkel der Führungsverbinder in einer geneigten Einbaulage am Rahmengestell gehalten sind, so dass für die schubladenartige Einheit eine entsprechende Verlagerungsebene vorgegeben ist.

[0032] Eine weitere Ausgestaltung der Warenausgabeeinheit sieht vor, dass als Zwischenglied für den Befestigungsadapter zwei innenseitig an der vorderseitigen Aufnahmekontur des Rahmengestells unmittelbar festlegbare Vertikalstreben vorgesehen sind. Damit wird das vorbeschriebene Konzept des für mehrere Einbauvarianten geeigneten einheitlichen Rahmengestells an eine zweite Ausführung mit rückseitiger Befüllzone angepasst. In der Einbaulage bilden die Vertikalstreben mit dem zumindest einen Befestigungsadapter eine randseitige Schließeinheit am Rahmengestell, so dass der für die Aufnahme von Zwischengliedern mit Führungsverbinder geeignete Konturbereich bei dieser Montagevariante verschlossen ist. Es versteht sich, dass die Vertikalstreben entsprechend der Anzahl der Gefache bzw. der Befestigungsadapter in ihrer Länge entsprechend angepasst und in ihrer Breite als optimal schließende Teile ausgebildet sind.

[0033] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen, die mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Warenausgabeeinheit veranschaulichen. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1
eine Explosivdarstellung einer ersten Ausführung einer Warenausgabeeinheit mit drei unterschiedliche Entnahmevorrichtungen aufweisenden Gefachen im Bereich eines Rahmengestells,
Fig. 2
eine perspektivische Einzeldarstellung eines die Entnahmevorrichtungen mit dem Rahmengestell verbindenden Befestigungsadapters,
Fig. 3 und Fig. 4
jeweilige Einzeldarstellungen unterschiedlicher Entnahmevorrichtungen zur Festlegung am Befestigungsadapter,
Fig. 5
eine zweite Ausführung der Warenausgabeeinheit mit unterteilten Gefachen und einheitlichen Entnahmevorrichtungen,
Fig. 6 und Fig. 7
jeweilige Einzeldarstellungen der Entnahmevorrichtungen gemäß Fig. 5,
Fig. 8
eine Ausführungsform der Entnahmevorrichtung mit drei Öffnungsklappen,
Fig. 9
eine Explosivdarstellung ähnlich Fig. 1 mit einer dritten Ausführung der Warenausgabeeinheit ähnlich Fig. 5,
Fig. 10
eine Explosivdarstellung der Warenausgabeeinheit ähnlich Fig. 1 mit einer zweiten Ausführung von Halteteilen im Bereich des Befestigungsadapters,
Fig. 11
eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 10 mit in das Rahmengestell eingeschobenen schubladenartigen Einheiten,
Fig. 12 und Fig. 13
jeweilige Einzeldarstellungen der schubladenartigen Einheiten mit einer schwenkbaren Fangplatte, und
Fig. 14
eine weitere Ausführung des Systems mit einem Zwischenglied in Form von Vertikalstreben.


[0034] In Fig. 1 ist eine insgesamt mit 1 bezeichnete Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren B in einer Explosivdarstellung gezeigt. Als Basiskonstruktion weist die Warenausgabeeinheit 1 ein Rahmengestell R auf, das in an sich bekannter Ausführung aus jeweiligen Querstreben 2, Längsstreben 3 und Vertikalstreben 4 aufgebaut ist. Ein derartiges Rahmengestell R kann dabei als freistehende Baugruppe (wie dargestellt) mit einem Unterbau U und Stützfüßen S ausgeführt sein oder als eine an einer Raumwand o. dgl. festlegbare Gestellstruktur (nicht dargestellt) bereitgestellt werden.

[0035] Bei einer ersten Ausführung des Rahmengestells R werden jeweilige gefacheartige Vorratsbereiche G gebildet, in denen die Backwaren B auf jeweiligen Auflageböden 5, 5' aufgenommen sind. Diese Bevorratung mit den Backwaren B ist so konzipiert, dass der Kunde die Backware B im Bereich jeweiliger, eine vorderseitige Entnahmeöffnung 6 aufweisender Entnahmevorrichtungen 7 auswählen und weitgehend hygienesicher entnehmen kann.

[0036] Das erfindungsgemäß verbesserte Konzept dieser Warenausgabeeinheit 1 sieht vor, dass in den Bereich zwischen Rahmengestell R und Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" eine deren Austauschbarkeit ermöglichende Verbindungskonstruktion integriert wird. In zweckmäßiger Gestaltung ist dabei jeweils zumindest ein die Entnahmevorrichtung einerseits aufnehmender und andererseits mit dem Rahmengestell R verbindender Befestigungsadapter 8 vorgesehen (Fig. 2).

[0037] Damit wird eine für den Kunden die Waren B präsentierende Auswahlzone derartiger Warenausgabeeinheiten 1 mit einer "Wechselfront" versehen, die mit beispielsweise entsprechend den Waren B variierenden Anbauteilen im Bereich einer einheitlichen frontseitigen "Schnittstelle" einfach umrüstbar ist. Durch eine Steck- und/oder Klemmverbindung ist auch bei bereits in Supermärkten o. dgl. installierten Warenausgabeeinheiten 1 eine schnelle Umrüstung möglich.

[0038] Aus der Explosivdarstellung gemäß Fig. 1 wird deutlich, dass der hier vorgesehene Befestigungsadapter 8 seinerseits ein lösbar mit dem Rahmengestell R verbindbares Zusatzteil definiert. Dieses System der lösbaren Verbindungen ist dadurch erweitert, dass an dem Befestigungsadapter 8 auch die zumindest eine Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" auswechselbar gehalten sein kann. Damit wird deutlich, dass im Unterschied zu bisher vorgesehenen Systemen - mit direkt am Rahmengestell R o. dgl. Basisbaugruppen gehaltenen Bauteilen - nunmehr die jeweilige Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" mit dem zugeordneten Befestigungsadapter 8 eine funktionale Wechseleinheit mit optimierbarer Austauschbarkeit der Baugruppen bildet.

[0039] Aus einer Zusammenschau von Fig. 1, Fig. 5 und Fig. 9 wird deutlich, dass im Bereich des jeweils einen am Gefache G vorgesehenen Befestigungsadapters 8 auch mehrere Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" angeordnet werden können. Dabei ist vorgesehen, dass die Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" auch mit unterschiedlichen Entnahmebaugruppen 9 (Fig. 3, Fig. 4, Fig. 8) komplettierbar bzw. umrüstbar sind.

[0040] Zur Verbindung des Befestigungsadapters 8 am Rahmengestell R ist eine variable Austauschbarkeit dadurch geschaffen, dass jeweilige - nachfolgend näher zu beschreibende - Steckverbinder als effektive Verbindungselemente in das System integriert werden. Dabei ist vorgesehen, dass diese konstruktiv auch als Schraubund/oder Klemmsystem ausführbare Verbindungseinheit insbesondere so ausgelegt wird, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" mittels jeweiliger Steckverbinder austauschbar mit dem Befestigungsadapter 8 zusammenwirkt und damit eine vergleichsweise einfache Umrüstung der Bauteile möglich wird.

[0041] Die jeweiligen Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" können dabei im Bereich des Befestigungsadapters 8 in warenabhängig unterschiedlichen Höhenlagen des Rahmengestells R bzw. dessen Gefache G so angeordnet werden, dass für ein nicht näher dargestelltes Warensortiment jeweils optimale Zugriffslagen für den Kunden definiert werden. Dabei können die am häufigsten ausgewählten Waren B mit der entsprechend angepassten Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" in optimaler Zugriffshöhe kombiniert werden.

[0042] Aus der perspektivischen Einzeldarstellung gemäß Fig. 2 wird deutlich, dass der Befestigungsadapter 8 als ein im Wesentlichen geschlossener Rechteckrahmen 10 ausgebildet sein kann. Dieser weist jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben 11, 11' bzw. 12, 12' auf. Zur optimalen Aufnahme und lagestabilen Abstützung der jeweiligen unterschiedlich konfigurierbaren Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" ist der Rechteckrahmen 10 so konzipiert, dass zwischen den beiden parallelen Querstreben 12, 12' eine zu den Seitenstreben 11, 11' parallele Zwischenstrebe 13 angeordnet wird.

[0043] Aus der vergrößerten Einzeldarstellung gemäß Fig. 2 wird auch deutlich, dass im Bereich der den Rechteckrahmen 10 bildenden Streben 11, 11', 12, 12'jeweilige Verbindungsprofile in Form von Steckausnehmungen 14 und/oder Steckstiften 15 vorgesehen sind. Es versteht sich, dass - ausgehend von dem vorbeschriebenen Austausch-Prinzip - die am Rechteckrahmen 10 vorgesehenen Verbindungsprofile 14, 15 mit jeweiligen am Rahmengestell R bzw. dessen Gefachen G vorgesehenen korrespondierenden Gegengliedern 16 (Fig. 1; Fig. 9) verbindbar sind und damit jeweilige Befestigungspaarungen wirksam werden.

[0044] In der dargestellten Ausführung können die Steckausnehmungen 14 an jeweiligen als Aufnahmezapfen ausgebildeten Gegengliedern 16 angreifen, so dass eine definierte Einbaulage erreicht ist. Denkbar ist dabei, dass in dieser Position jeweilige Sicherungselemente aktiviert werden, so dass eine ungewollte Verlagerung der Baugruppen sicher vermieden wird (nicht dargestellt).

[0045] Das vorbeschriebene Steck-System mit dem Adapter 8 gemäß Fig. 2 kann dadurch variiert werden, dass die Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7", 7'" ihrerseits jeweilige Verbinder in Form von Ausnehmungen 14' aufweisen. Diese können direkt mit den als Gegenprofil wirksamen Steckstiften 15 am Rechteckrahmen 10 korrespondieren. Ebenso ist vorgesehen, dass die in Fig. 3, Fig. 4, Fig. 6 und Fig. 8 dargestellten Entnahmevorrichtungen mit einer als Adapterrahmen 8' einsetzbaren Bauteilkombination versehen sind, die am Rahmengestell R direkt die Austauschverbindung bildet (Fig. 9). Dabei ist das am Befestigungsadapter 8 gemäß Fig. 1 dargestellte Verbindungssystem bei den Ausführungen gemäß Fig. 3 uff. nunmehr in die Einzelteile 11" integriert.

[0046] Die vorbeschriebenen Einzelteile beziehen sich jeweils auf eine Anwendung des Befestigungsadapters 8 in Form des Rechteckrahmens 10. Diese konstruktiv optimierte Gestaltung des als Zwischenstück vorgesehenen Adapters 8 kann beispielsweise auch dadurch verändert werden, dass der Befestigungsadapter 8 in Form eines U-förmigen Bauteils (nicht dargestellt, ähnlich Fig. 10) ausgeführt wird. Damit kann die Einbaulage dieses U-förmigen Adapters im Bereich der Gefache G ebenfalls variabel vorgesehen werden, so dass mit wahlweise am oberen oder unteren Rand der Gefache G verlaufendem Basisschenkel des U-Profil-Adapters unterschiedliche Verbindungskonstruktionen zur Aufnahme der jeweiligen Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" bereitgestellt werden.

[0047] In Fig. 8 wird in Zusammenschau mit Fig. 9 eine weitere Ausführung des Befestigungsadapters 8' deutlich, wobei dieser an Stelle der Zwischenstrebe 13 (Fig. 2) jeweilige in den Innenraum des Rahmengestells R bzw. des Gefaches G gerichtete Führungsträger 17, 18 aufweist. Mit diesen sind jeweilige Dämpfungselemente 19 verbunden, die zur Steuerung der hier vorzugsweise als Klappen 20 ausgebildeten Entnahmebauteile 9 vorgesehen sind.

[0048] Das Konzept der Warenausgabeeinheit 1 sieht vor, dass für die insbesondere unverpackten Backwaren B auch Entnahmevorrichtungen 7', 7", 7'" mit einer hygienesicheren Entnahmebaugruppe 20' vorgesehen sein können.

[0049] In der Ausführung gemäß Fig. 1 ist diese hygienesichere Entnahmebaugruppe 20' in einer "Wechselposition" vor dem Einbau in das System dargestellt. In der Einbaulage dieser Baugruppe (nicht dargestellt) sind die Backwaren B aus den jeweiligen, durch Querwände 21 (Fig. 5, Fig. 9) abgeteilten Teilbereichen der Gefache G zu einer hoch liegenden Entnahmeöffnung 6 hin anzuheben, so dass danach die ausgewählte Ware B nicht mehr in den Innenraum der Gefache G zurückgeführt werden kann.

[0050] In der Darstellung gemäß Fig. 3 weist die Entnahmevorrichtung 7 die Klappen 20 ähnlich Fig. 8 auf, in Fig. 4 ist die Entnahmeöffnung 6 in einer Frontplatte 22 vorgesehen, und aus der Zusammenschau von Fig. 6 und Fig. 7 werden die durchsichtigen Steckplatten 23 im Bereich der Entnahmevorrichtung 7" deutlich, wobei in der Einbaulage (Fig. 6) ein für ein nicht dargestelltes Entnahmewerkzeug vorgesehener Schlitz 24' nutzbar ist.

[0051] Die Konstruktion des Rahmengestells R sieht für eine optimale Gestaltung der Warenausgabeeinheit 1 vor, dass die Querstreben 2 zu den vorderseitigen Entnahmeöffnungen der Gefache G hin jeweils als geneigt ausgerichtete Stützverbinder (Neigung N, Fig. 9) angeordnet werden. Ersichtlich wird damit eine zur Entnahmeöffnung 6 hin jeweils schräg nach vorn abfallende Ausrichtung vorgegeben, so dass die auf den Auflageteilen 5, 5' befindlichen Waren B selbsttätig nachrutschen und im Bereich der Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" - nach Auswahl des Kunden durch jeweils durchsichtige Verschlussteile 20, 23 hindurch - sichtbar und entnehmbar sind.

[0052] In Fig. 10 und Fig. 14 sind weitere Ausführungen der Warenausgabeeinheit 1 ähnlich Fig. 1 dargestellt. Es versteht sich, dass in den Figurendarstellungen nicht sämtliche der bereits in den Zeichnungen gemäß Fig. 1 bis Fig. 9 enthaltenen Einzelteile nochmals beschrieben sind, da diese sich aus der Gesamtdarstellung ergeben.

[0053] Die Erweiterung des Systems gemäß Fig. 10 sieht vor, dass die hier mit 7' bezeichneten Entnahmevorrichtungen in den wahlweise als Zusatzteil 8 vorgesehenen oder als integrierte Einheit 8' ausgebildeten Befestigungsadapter aufnehmbar sind. Dieser Befestigungsadapter 8 (hier nicht dargestellt) bzw. 8' kann seinerseits über zumindest ein Zwischenglied ZG (Fig. 14: zweite Ausführung - ZG') mit dem Rahmengestell R verbunden werden.

[0054] Dabei wird deutlich, dass der Befestigungsadapter 8, 8' mit einem Auflageboden 5"', einem diesen bereichsweise übergreifenden Zwischenglied ZG und jeweiligen, im Verbindungsbereich von Zwischenglied ZG und Rand des Auflagebodens 5'" vorgesehenen Führungsverbindern FV eine schubladenartige Einheit bildet (Verlagerungsrichtung: Pfeil E, Fig. 11). Damit wird - im Unterschied zu den Ausführungen gemäß Fig. 1 und Fig. 9 - ein verbessertes System bereitgestellt, bei dem die erfindungsgemäße Bauteilkombination aus Befestigungsadapter 8, 8' und randseitig geführtem Auflageboden 5'" eine vorderseitige Befüllzone BZ' definieren kann.

[0055] Eine weitere denkbare Ausführung dieser Warenausgabeeinheit 1 kann so konzipiert werden, dass zumindest die schubladenartige Einheit aus Befestigungsadapter 8' und Auflageboden 5'" eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum des Rahmengestells R hindurch schiebbare Baugruppe bilden kann. Damit könnte ein System bereitgestellt werden, das wahlweise eine vorderseitige und/oder eine rückseitige Befüllzone BZ, BZ' nutzt.

[0056] Die konstruktive Umsetzung des Systems gemäß Fig. 10 sieht vor, dass das randseitige Führungsverbinder FV aufweisende Zwischenglied ZG mit dem Rahmengestell R im Bereich dessen Querstreben 2 zusammenwirkt. Denkbar ist auch, dass die randseitigen Führungsverbinder FV lediglich im Bereich der Vertikalstreben des Rahmengestells R abgestützt werden (nicht dargestellt).

[0057] Die Zusammenschau von Fig. 10 und Fig. 12 zeigt, dass das Zwischenglied ZG als ein in Einbaulage auf dem Kopf stehendes U-Profil geformt ist. Damit wird ein mit Basisschenkel 25 und zwei Seitenschenkeln 26, 27 versehener Konturkörper 24 so in das System integriert, dass optimale Stütz- und/oder Klemmbedingungen erreicht werden. Die Perspektivdarstellung gemäß Fig. 12 verdeutlicht, dass der Seitenschenkel 26, 27 ein zumindest bereichsweise dem Längsrand des Auflagebodens 5'" folgendes Ansatzprofil 28 aufweist. Dabei sind die Seitenschenkel 26, 27 im Bereich ihrer Ansatzprofile 28 mit jeweiligen Steckaufnahmen 29 versehen, so dass eine jeweilige Querwand 21' als optimale Begrenzung des jeweiligen Gefaches G gehalten wird.

[0058] Aus der Zusammenschau von Fig. 12 und Fig. 13 wird die vorzugsweise Gestaltung im Bereich des Auflagebodens 5'" deutlich, wobei dieser mit einer zumindest im Bereich von Durchlassöffnungen D untergreifenden Fangplatte 30 (Fig. 10) versehen ist. Diese wannenartig profilierte Fangplatte 30 kann aus ihrer jeweiligen Gebrauchsstellung (Fig. 12) gelöst und/oder verlagert werden (Fig. 13). Vorzugsweise ist die Fangplatte 30 schwenkbar gehalten. Damit kann diese in eine vorderseitig zugängliche Kippstellung (Fig. 13, Pfeil K) verlagert werden, derart, dass in dieser Stellung jeweilige Krümelstrukturen o. dgl. Backwarenreste aus dem jeweiligen Gefache G des Systems entnehmbar sind.

[0059] In zweckmäßiger Ausführung ist die Fangplatte 30 dabei mit einer verschließbaren Auslassöffnung 31 (Fig. 13) versehen. Damit wird ein für die Backwarenreste nutzbarer Bereich vorgegeben, in dem in einer Säuberungsphase die mit einer Schubplatte 37 verschließbare Auslassöffnung 31 freigegeben wird und danach die Backwarenreste optimal in einen Behälter o. dgl. abfüllbar sind. Aus der Darstellung gemäß Fig. 13 wird deutlich, dass die Fangplatte 30 zwei randseitig parallel angreifende Kippstangen 32, 33 als Halterung aufweist. Denkbar sind dabei auch anderen Ausführungen von Halteteilen, die optimal in die Konstruktion integriert werden können (nicht dargestellt).

[0060] Für die Betätigung der Fangplatte 30 sind jeweilige vorderseitige Rasthaken 34, 35 vorgesehen, die mittels jeweiliger Bedienhebel 36 aus ihrer Halteposition lösbar sind, so dass die in Fig. 13 dargestellte Kippstellung erreicht wird. Bei einem Rückschwenkvorgang des Systems werden die Rasthaken in entsprechende Gegenglieder (nicht dargestellt) eingefügt und durch einen federnden Rücksteller in dieser Schließposition gehalten.

[0061] Im Bereich der randseitigen Führungsverbinder FV an den Zwischengliedern ZG werden an sich bekannte Standardbauteile verwendet. Vorzugsweise können dabei jeweilige Teleskop- oder Rollenauszüge 38 vorgesehen sein, wobei deren äußerer Tragschenkel 39 im Bereich des Rahmengestells R ortsfest gehalten ist und damit die Schubbewegung gemäß Pfeil E realisiert werden kann. Auch bei dieser Ausführung mit dem Zusatzglied ZG ist vorgesehen, dass die jeweiligen Tragschenkel 39 des Führungsverbinders FV in einer geneigten Einbaulage (Pfeil N', Fig. 10) am Rahmengestell R gehalten sind und damit die für die Verlagerung der schubladenartigen Einheit bzw. für die Entnahme der Waren optimale Einbaulage der Komponenten gewährleistet ist.

[0062] In der Ausführung gemäß Fig. 14 ist eine zweite Ausführung des Systems mit einem Zwischenglied ZG' dargestellt, wobei dieses zur Aufnahme des Befestigungsadapters 8' (bzw. 8) so angeordnet wird, dass im Bereich der vorderseitigen Aufnahmekontur AK des Rahmengestells R eine zusätzliche Halteverbindung hergestellt wird. Das Zwischenglied ZG' ist dabei in Form einer unmittelbar am Rahmengestell R festlegbaren Vertikalstrebe 40 ausgeführt, so dass ein geschlossenes System ähnlich Fig. 1 gebildet wird. Die Vertikalstreben 40 bilden dabei mit dem zumindest einen Befestigungsadapter 8 eine randseitige Schließeinheit am Rahmengestell R, so dass dieses Rahmengestell R mit einer der Ausführung gemäß Fig. 10 entsprechenden Gestaltung eingesetzt werden kann. Durch die Vertikalstreben 40 wird eine Anpassung an die durch das Zwischenglied ZG in Fig. 10 "erweiterte Ausführung" des Rahmengestells R geschaffen. Damit kann das baukastenartige System optimal an die unterschiedlichen Befestigungsadapter 8, 8' angepasst werden.

[0063] Die Ausführung gemäß Fig. 14 sieht insbesondere vor, dass das Rahmengestell R mit der hier vorgesehenen Schließeinheit aus Befestigungsadapter 8' und Vertikalstreben 40 so kombiniert wird, dass hier eine rückseitige Befüllzone BZ" (ähnlich Fig. 1) geschaffen ist.

[0064] Die vorbeschriebenen Systeme mit unterschiedlichen Ausführungen der Warenausgabeeinheit 1 zeigen ein bodenseitig aufstellbares System. Es versteht sich, dass die vorbeschriebenen Ausführungen auch als hängende Schränke (nicht dargestellt) ausgeführt sein können, dabei eine variable Gestaltung der Gefache-Aufteilung möglich ist und in das jeweilige System neben den in Fig. 11 dargestellten Zubehörgefachen TG auch andere Zusatzbaugruppen integriert werden können.


Ansprüche

1. Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren (B), mit einem aus Quer-, Längs- und Vertikalstreben (2, 3, 4) gebildeten Rahmengestell (R), dessen gefacheartige Vorratsbereiche (G) auf jeweiligen Auflageböden (5, 5') die Backwaren (B) so aufnehmen, dass diese im Bereich jeweiliger mit einer vorderseitigen Entnahmeöffnung (6) versehener Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7", 7'") erfassbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7'") jeweils zumindest ein diese einerseits aufnehmender und andererseits zum Bereich des Rahmengestells (R) hin eine Verbindung herstellender Befestigungsadapter (8, 8') vorgesehen ist, derart, dass der mit dem Rahmengestell (R) verbundene Befestigungsadapter (8, 8') mit der Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') eine vorderseitige Einbaulage definiert und dabei rückseitig im Bereich des Rahmengestells (R) eine Befüllzone (BZ) begrenzt ist.
 
2. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der jeweiligen Befestigungsadapter (8, 8') die jeweils zumindest eine Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') jedes Gefaches (G) auswechselbar mit dem Rahmengestell (R) verbindbar ist, wobei die jeweilige Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') mit dem Befestigungsadapter (8, 8') insbesondere eine funktionale Wechseleinheit bildet.
 
3. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des jeweils einen Befestigungsadapters (8, 8') mehrere Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7", 7"') aufnehmbar und dabei insbesondere unterschiedliche Entnahmebaugruppen (9) kombinierbar sind.
 
4. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') mittels jeweiliger als Steckverbinder ausgebildeter Elemente austauschbar am Befestigungsadapter (8, 8') festlegbar und von diesem lösbar ist.
 
5. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der als Zusatzteil vorgesehene Befestigungsadapter (8) am Rahmengestell (R) mittels jeweiliger Verbindungselemente austauschbar gehalten ist.
 
6. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsadapter (8) als ein im Wesentlichen geschlossener Rechteckrahmen (10) ausgebildet ist, der jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben (11, 11'; 12, 12') aufweist, wobei zwischen den beiden parallelen Querstreben (12, 12') insbesondere eine zu den Seitenstreben (11, 11') parallele Zwischenstrebe (13) vorgesehen ist.
 
7. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der den Rechteckrahmen (10) bildenden Streben (11, 11'; 12, 12') jeweilige Verbindungsprofile in Form von Steckausnehmungen (14) und/oder Steckstiften (15) vorgesehen sind, die am Rechteckrahmen (10) vorgesehenen Verbindungsprofile mit jeweiligen am Rahmengestell (R) bzw. dessen Gefachen (G) vorgesehenen korrespondierenden Gegengliedern (16) verbindbar sind und die Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7") ihrerseits jeweilige Verbinder (14) aufweisen, die mit als Gegenprofil vorgesehenen Steckstiften (15) am Rechteckrahmen (10) zusammenwirken.
 
8. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Zwischenstrebe (13) ein in den Innenraum des Rahmengestells (R) gerichteter Führungsträger (17, 18) an den jeweiligen Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7") vorgesehen ist.
 
9. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Entnahmevorrichtung (7, 7', 7") mit einer hygienesicheren Entnahmebaugruppe versehen ist.
 
10. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengestell (R) zu vorderseitigen Entnahmeöffnungen hin mit jeweils schräg abfallend ausrichtbaren (Pfeil N) und zumindest eine Auflageplatte (5, 5') für die Waren (B) aufnehmenden Stützverbindern versehen ist.
 
11. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der die Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7", 7'") aufnehmende Befestigungsadapter (8, 8') über zumindest ein Zwischenglied (ZG, ZG') mit dem Rahmengestell (R) verbindbar ist.
 
12. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsadapter (8, 8') mit einem Auflageboden (5"'), einem diesen bereichsweise übergreifenden Zwischenglied (ZG) und jeweiligen, im Verbindungsbereich von Zwischenglied (ZG) und Rand des Auflagebodens (5"') vorgesehenen Führungsverbindern (FV) eine schubladenartige Einheit (Pfeil E) bildet.
 
13. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilkombination aus Befestigungsadapter (8, 8') und randseitig geführtem Auflageboden (5"') vorzugsweise ein System mit vorderseitiger Befüllzone (BZ') im Bereich des Rahmengestells (R) bildet.
 
14. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die schubladenartige Einheit aus Befestigungsadapter (8, 8') und Auflageboden (5"') eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum des Rahmengestells (R) hindurch schiebbare Baugruppe bildet, derart, dass wahlweise eine vorderseitige und eine rückseitige Befüllzone (BZ, BZ') nutzbar ist/sind.
 
15. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (ZG) als ein in Einbaulage auf dem Kopf stehendes U-Profil geformter sowie mit Basisschenkel (25) und zwei Seitenschenkeln (26, 27) versehener Konturkörper (24) ausgebildet ist, wobei der Seitenschenkel (26, 27) vorzugsweise ein zumindest bereichsweise dem Längsrand des Auflagebodens (5"') folgendes Ansatzprofil (28) aufweist, dabei die Seitenschenkel (26, 27) im Bereich ihrer Ansatzprofile (28) mit Steckaufnahmen (29) versehen sind und diese jeweilige Querwände (21') halten.
 
16. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Auflagebodens (5"') jeweils eine diesen zumindest im Bereich von Durchlassöffnungen (D) untergreifende sowie aus ihrer Gebrauchsstellung lösbare und/oder verlagerbar gehaltene Fangplatte (30) vorgesehen ist, wobei die Fangplatte (30) in eine vorderseitig zugängliche Kippstellung (Pfeil K) verlagerbar ist, derart, dass in dieser Stellung jeweilige Krümelstrukturen o. dgl. Backwarenreste aus dem jeweiligen Gefache (G) im Bereich von verschließbaren Auslassöffnungen (31) entnehmbar sind.
 
17. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Backwarenreste im Bereich der mit einer Schubplatte (37) verschließbaren Auslassöffnung (31) ausleitbar sind, dazu die Fangplatte (30) zwei randseitig parallel angreifende Kippstangen (32, 33) als Halterung aufweist und die Fangplatte (30) mit vorderseitigen Rasthaken (34, 35) versehen ist, die mittels jeweiliger Bedienhebel (36) aus ihrer Halteposition an der Unterseite des Auflagebodens (5"') oder des Befestigungsadapters (8) lösbar und federnd rückstellbar sind.
 
18. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass als randseitige Führungsverbinder (FV) jeweilige Teleskop- oder Rollenauszüge (38) vorgesehen sind und deren Tragschenkel (39) mit dem Rahmengestell (R) im Bereich der Querstrebe (2) verbindbar ist, derart, dass jeweilige Tragschenkel (39) der Führungsverbinder (FV) in einer geneigten Einbaulage (N') am Rahmengestell (R) gehalten sind.
 
19. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwischenglied (ZG') für den Befestigungsadapter (8, 8') zwei innenseitig an der vorderseitigen Aufnahmekontur (AK) des Rahmengestells (R) unmittelbar festlegbare Vertikalstreben (40) vorgesehen sind und mit dem zumindest einen Befestigungsadapter (8, 8') eine randseitige Schließeinheit am Rahmengestell (R) bilden, derart, dass das Rahmengestell (R) mit der Schließeinheit aus Befestigungsadapter (8, 8') und Vertikalstreben (40) eine rückseitige Befüllzone (BZ") bildet.
 




Zeichnung































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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