[0001] Die Erfindung betrifft eine Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von
Brot, Brötchen, Baguette o. dgl. Backwaren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Vorrichtungen zur Ausgabe von Backwaren o. dgl. Produkten sind in unterschiedlichen
Ausführungen bekannt. Bereits in der Ausführung gemäß G 92 06 904.5 (1992) wird eine
Vorrichtung vorgeschlagen, bei der ein modulares Selbstbedienungsregalsystem mit einem
Ablageflächen bildenden Rahmengestell vorgesehen ist. Die Backwaren sind dabei auf
jeweiligen in Gefachen abgestützten Rutschen abgelegt, so dass im Bereich einer vorderen
Haube die Entnahme nachrutschender Waren aus dem System möglich ist. Bei einer ähnlichen
Konstruktion gemäß
DE 203 06 249 U1 (2003) ist ein stationärer Verkaufstresen mit Fächern vorgesehen, aus denen die Backwaren
mittels eines Greifelementes zu entnehmen sind. Bei einem modularen System gemäß
DE 20 2004 012 335 U1 (2004) sind jeweilige Zugriffsklappen an einem Warengehäuse so angeordnet, dass im Nahbereich
zu einer Tütenhalterung eine einfache Übernahme von Waren möglich ist. Bei einer Lösung
gemäß
DE 10 2005 049 193 sind jeweilige Ausgabemodule vorgesehen, bei denen mittels einer Zuführeinrichtung
die Produkte in ein Entnahmefach übergeben werden, so dass danach bei Betätigung eines
verschwenkbaren Schwenkteils im Bereich einer Durchgriffssperre die Produkte entnehmbar
sind.
[0003] Auch bei den Warenbehältern zur Selbstbedienungsentnahme gemäß
DE 20 2007 006 139 U1 (2007) und
DE 20 2009 006 755 U1 (2009) können die auf einem Auflageboden im Vorratsbehälter verlagerbaren Waren im Bereich
einer Entnahmeöffnung dadurch hygienesicher entnommen werden, dass hier ein entsprechendes
Rückhalteteil vom Kunden zu betätigen ist. Die dabei modular aufgebaute Warenausgabeeinheit
weist mehrere in einem Rahmengestell gehaltene Auflageböden für die Backwaren auf,
so dass für den Kunden mehrere vorderseitig zugängliche Gefache zur Verfügung stehen.
Eine Erweiterung dieser modularen Vorrichtungen ist in einer Lösung gemäß
EP 2 084 995 A1 (2008) vorgeschlagen, wobei in das Rahmengestell jeweilige als Wechselboxen ausgebildete
Vorratsbehälter integriert sind und diese vorderseitig entsprechende Öffnungen und/oder
Klappen zur Entnahme der Waren aufweisen.
[0004] Bei einer Verkaufseinrichtung für einzelstückige Waren gemäß
DE 201 04 106 U1 (2001) sind kastenförmige Schüttbehälter vorgesehen, die in Form einer Schublade in einem
Schubladenkasten verlagerbar gehalten sind. Der Schubladenkasten seinerseits ist im
Bereich eines Trägergestells eingehangen. Dabei können mehrere Schubladen übereinander
so positioniert werden, dass in einer Auszugstellung ein einfaches Befüllen möglich
ist.
[0005] Bei einer Ausgabeeinrichtung für Lebensmittel gemäß
DE 20 2008 013 052 U1 (2008) ist das Behältnis im Bereich der Behälteröffnung mit einer als Adapter ausgebildeten
Steckplatte versehen, die jeweilige Ausgabeöffnungen aufweist. Damit kann eine Anpassung
des Systems an die Entnahme unterschiedlich großer Lebensmittel vorgenommen werden.
[0006] Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, eine Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme
von Backwaren so auszubilden, dass mittels der vorderseitig die Entnahmeöffnung verschließenden
Entnahmevorrichtung jeweilige kundenspezifisch variierende Nutzungsbedingungen einfacher
realisierbar sind, eine schnelle Umrüstung bei einer Umstellung des Warensortimentes
möglich ist und mit geringem technischem Aufwand eine optimale Anpassung an örtlich
variable Einsatzbedingungen des vorder- und rückseitig für die Befüllung nutzbaren
Rahmengestells erreichbar ist.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einer Warenausgabeeinheit für Backwaren mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus
den Ansprüchen 2 bis 19.
[0008] Die Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren weist jeweilige
in einem Rahmengestell befindliche Auflageböden auf, von denen die aufgelegten Backwaren
unter Nutzung einer vorderseitigen Entnahmevorrichtung abführbar bzw. entnehmbar sind.
Die erfindungsgemäße Gestaltung dieser Warenausgabeeinheit sieht vor, dass im Bereich
dieser Entnahmevorrichtung nunmehr jeweils zumindest ein diese einerseits aufnehmender
und andererseits mit dem Rahmengestell verbindender Befestigungsadapter so angeordnet
wird, dass bei vereinfachter Montage auch ein Auswechseln von Komponenten schneller
durchführbar ist.
[0009] Dieser Befestigungsadapter ist als ein optimierbares Bindeglied zwischen dem jeweiligen
Gefache des Rahmengestells und der Entnahmevorrichtung mit vom Kunden zu bedienenden
Teilen angeordnet. Damit wird eine konstruktiv variable Möglichkeit geschaffen, im
Adapterbereich jeweils unterschiedliche Ausführungen von Entnahmevorrichtungen oder
Entnahmemodulen mit dem Rahmengestell zu verbinden und damit kunden- und/oder warenspezifische
Einteilungen für die Gefache zu installieren.
[0010] Das Konzept dieser Warenausgabeeinheit ist darauf gerichtet, dass kundenspezifisch
anzupassende Ausführungen von Rahmengestellen - mit jeweils auch unterschiedlichen
Größen und/oder Gefacheanzahlen - mit geringem technischem Aufwand aus jeweiligen
modularen Einzelkomponenten zusammensetzbar sind und danach mittels der Befestigungsadapter
variabel komplettierbare Einheiten bereitgestellt werden.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass der als ein Zusatzteil vorgesehene
Befestigungsadapter unmittelbar am Rahmengestell festgelegt ist. Diese Konstruktion
ist insbesondere bei einer rückseitigen Befüllung des Systems vorgesehen, da die Rückseite
des Rahmengestells dabei frei zugänglich ist.
[0012] Ausgehend von diesem mit dem Befestigungsadapter erweiterten modularen System ist
vorgesehen, dass beim späteren Einsatz der Warenausgabeeinheit - entsprechend einem
wechselnden Warensortiment - auch eine weitgehend beliebige Umstrukturierung des vorderseitigen
Entnahme-Systems möglich ist. Dazu kann im Bereich der Befestigungsadapter ein Umstecken
der vorhandenen Entnahmevorrichtungen erfolgen. Ebenso ist denkbar, nicht mehr benötigte
Ausführungen durch neue, insbesondere an das Warensortiment angepasste Entnahmevorrichtungen
zu ersetzten.
[0013] Das Konzept sieht auch vor, dass die Entnahmevorrichtungen gemeinsam mit dem jeweiligen
Befestigungsadapter als eine integrale Einheit zur Verfügung gestellt werden können.
Diese dann nur im Bereich der Steck- und/oder Klemmverbinder anzupassende Baugruppe
kann insgesamt ausgewechselt oder im Bereich eines anderen Gefaches eingesetzt werden.
[0014] Die konstruktive Ausführung dieses Befestigungsadapters ist darauf gerichtet, dass
dieser vorzugsweise mehrere, lösbar am Rahmengestell abstützbare Verbindungskonstruktionen
mit einfachen Rast- und/oder Klemmverbindern aufweisen kann. Damit wird die Auswechselbarkeit
der zumindest einen je Gefache vorgesehenen Entnahmevorrichtung im Bereich des Befestigungsadapters
mit geringem Aufwand erreicht.
[0015] Die konstruktive Gestaltung des Befestigungsadapters sieht vor, dass an diesem auch
mehrere Entnahmevorrichtungen angeordnet sein können. Diese insbesondere mit Klappen,
Schiebern, Durchgriffsöffnungen o. dgl. Funktionsteilen versehenen Entnahmevorrichtungen
können dabei als unterschiedliche - in Reihen- oder Übereinanderlage - Zusammenstellungen
an jeweils einem der Befestigungsadapter fixiert werden. Durch ein dabei vorgesehenes
Steck- und/oder Rastsystem ist ein einfacher Austausch von Entnahmevorrichtungen möglich.
Wahlweise können diese Gruppen von Entnahmevorrichtungen auch im Zusammenwirken mit
dem Befestigungsadapter als Einheit vom Rahmengestell gelöst werden.
[0016] Es versteht sich, dass die jeweiligen Entnahmevorrichtungen jeweils auch mit einer
hygienesicheren Entnahmebaugruppe versehen sein können. Neben einer einfachen, als
Klappe ausgebildeten Konstruktion ist auch die Anwendung an sich bekannter Rückhaltesysteme
mit hygienesicherer Wirkung denkbar, wobei mittels des Befestigungssystems eine einfache
Integration in das Regal-System möglich ist.
[0017] Die modulare Ausführung der Warenausgabeeinheit sieht vor, dass der Befestigungsadapter
am Rahmengestell mittels jeweiliger Steckverbinder austauschbar gehalten ist. Dazu
passend ist vorgesehen, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung ihrerseits mittels
jeweiliger Steckverbinder austauschbar am Befestigungsadapter gehalten und von diesem
lösbar ist.
[0018] Eine für die Entnahme der Waren optimale Gestaltung des Rahmengestells sieht vor,
dass dieses zur vorderseitigen Entnahmeöffnung hin mit schräg abfallend ausrichtbaren
und jeweilige Auflageplatten für die Waren der Gefache aufnehmenden Stützverbindern
versehen ist.
[0019] Der frontseitige Bereich des Rahmengestells ist dabei so gestaltet, dass der Befestigungsadapter
in Form eines als im Wesentlichen geschlossenen Rechteckrahmens zumindest bereichsweise
in das Strebensystem des Rahmengestells integriert werden kann. Dabei weist der Rechteckrahmen
jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben auf, so dass eine insgesamt rechteckige
Kontur so bereitgestellt wird, dass diese in eine entsprechende rechteckige Gegenöffnung
an der Vorderseite der Gefache eingepasst werden kann. Dieser Rechteckrahmen kann
konstruktiv dadurch erweitert sein, dass zwischen den beiden parallelen Querstreben
zumindest eine zu den Seitenstreben parallele Zwischenstrebe integriert ist. Damit
wird eine insbesondere an unterschiedliche Entnahmevorrichtungen anpassbare Einteilung
des Aufnahmeraumes erreicht.
[0020] Der als Baugruppe vorgefertigte Rechteckrahmen wird im Bereich seiner oberen, unteren
und seitlichen Strebenteile mit jeweiligen Verbindungsprofilen versehen, wobei diese
in Form von Steckausnehmungen und/oder Steckstiften besonders effizient konzipierbar
sind. Es versteht sich, dass diese am Rechteckrahmen vorgesehenen Verbindungsprofile
mit jeweiligen am Rahmengestell bzw. dessen Gefachen vorgesehenen korrespondierenden
Gegengliedern verbindbar sind. Damit wird die einfach montierbare und demontierbare
Konstruktion im Bereich des Befestigungsadapters deutlich.
[0021] Die Entnahmevorrichtungen sind ihrerseits mit jeweiligen Verbindern versehen, die
mit Gegenprofilen am Rechteckrahmen korrespondierend ausgebildet sind. Damit wird
ein System mit im Wesentlichen funktionsgleichen Profilteilen bereitgestellt, so dass
für das Bedienpersonal eine einfache Montage und Demontage von Systemkomponenten möglich
ist.
[0022] Das System im Bereich der Zwischenstrebe kann dazu genutzt werden, dass an dieser
zusätzliche Führungsträger fixiert werden, die zur Betätigung bzw. optimalen Fixierung
der Entnahmevorrichtungen genutzt werden können.
[0023] Ausgehend von der vorbeschriebenen Ausgestaltung der Warenausgabeeinheit ist diese
in Erweiterung des optimierten Austauschprinzips der Baugruppen so gestaltet, dass
der die Entnahmevorrichtungen aufnehmende Befestigungsadapter über zumindest ein Zwischenglied
mit dem Rahmengestell verbunden werden kann. Diese erweiterte Ausführung sieht vor,
dass der Befestigungsadapter mit einem entsprechend angepassten Auflageboden, einem
diesen bereichsweise übergreifenden Zwischenglied und jeweiligen, im Verbindungsbereich
von Zwischenglied und Rand des Auflagebodens vorgesehenen Führungsverbindern zum Rahmengestell
hin so abgestützt wird, dass eine schubladenartige Einheit gebildet wird.
[0024] Diese Bauteilkombination aus Befestigungsadapter und randseitig geführtem Auflageboden
ist dabei für Benutzungssituationen ausgelegt, bei denen im Bereich des Rahmengestells
vorzugsweise eine vorderseitige Befüllzone für die Bestückung der Warenausgabeeinheit
gebildet wird. Durch die schubladenartige Einheit ist es möglich, dass diese aus den
jeweiligen Gefachen einzeln oder gemeinsam herausgezogen werden und danach eine Bedienperson
die Befüllung vornehmen kann. Im gefüllten Zustand werden die schubladenartigen Einheiten
in die Gebrauchsstellung zurückverlagert, und der Kunde kann im Bereich der vorderseitigen
Entnahmevorrichtungen die ausgewählten Waren entnehmen.
[0025] Das Konzept der schubladenartigen Einheit aus Befestigungsadapter und Auflageboden
kann auch so erweitert werden, dass eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum
des Rahmengestells hindurch schiebbare Baugruppe gebildet wird. Damit wird eine Warenausgabeeinheit
bereitgestellt, die entsprechend dem Aufstellort mit einer wahlweise vorderseitigen
und/oder rückseitigen Befüllzone genutzt werden kann.
[0026] Die Verbindungssituation der schubladenartigen Einheit ist zum Rahmengesell hin so
ausgeführt, dass jeweilige randseitige Führungsverbinder des Zwischengliedes vorzugsweise
im Bereich von Querstreben mit dem Rahmengestell zusammenwirken und damit eine langzeitstabile
Verbindungszone definiert wird.
[0027] Das Zwischenglied ist in zweckmäßiger Ausführung als ein in Einbaulage auf dem Kopf
stehendes U-Profil geformt, so dass damit der Auflageboden zumindest bereichsweise
übergriffen wird. Dieser U-Profilkörper ist dabei als ein mit einem Basisschenkel
und zwei Seitenschenkeln versehener Konturkörper ausgebildet, wobei im Bereich der
Seitenschenkel jeweilige, zumindest bereichsweise dem Längsrand des Auflagebodens
folgende Ansatzprofile vorgesehen sind. Diese Seitenschenkel sind im Bereich jeweiliger
Ansatzprofile mit Steckaufnahmen versehen, so dass in deren Bereich jeweilige Querwände
den Warenaufnahmeraum begrenzen.
[0028] In vorteilhafter Ausführung ist vorgesehen, dass im Bereich des Auflagebodens eine
diesen zumindest im Bereich von Durchlassöffnungen untergreifende Fangplatte vorgesehen
ist. Diese eine entsprechende Aufnahmekontur bildende Fangplatte ist unterhalb des
Auflagebodens so angeordnet, dass die Fangplatte aus ihrer Gebrauchsstellung gelöst
bzw. verlagert werden kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Fangplatte schwenkbar
gehalten ist und diese damit in eine vorderseitig zugängliche Kippstellung verlagert
werden kann. In dieser Position können jeweilige Krümelstrukturen o. dgl. Backwarenreste
mit geringem Aufwand aus dem jeweilige Gefache entnommen werden. Dabei kann die Fangplatte
mit einer einen Verschlussdeckel aufweisenden Auslassöffnung versehen sein, so dass
die auf der wannenartigen Fangplatte gehaltenen Backwarenreste mit geringem Aufwand
in ein entsprechendes Aufnahmebehältnis ausgefegt werden können.
[0029] Zur Befestigung der Fangplatte im Bereich des Auflagebodens bzw. des Zwischengliedes
ist vorgesehen, dass randseitig an der Fangplatte zwei parallel angreifende Kippstangen
als Halterung angebracht werden. Im Bereich der Vorderkante weist diese Fangplatte
jeweilige Rasthaken auf, die mittels jeweiliger Bedienhebel aus ihrer Halteposition
an der Unterseite des Auflagebodens lösbar sind, so dass die Kippstellung erreicht
wird. Bei einer Rückverlagerung der Fangplatte in die Schließstellung erfolgt im Bereich
der Rasthaken eine federbelastete Rückstellung, und damit ist eine gesicherte Einbaulage
hergestellt.
[0030] Im Bereich der randseitigen Führungsverbinder weist die schubladenartige Einheit
jeweilige Teleskop- oder Rollenauszüge auf, wobei deren äußerer Tragschenkel mit dem
Rahmengestell im Bereich der Querstrebe verbunden sein kann. Ebenso ist denkbar, dass
dieser Tragschenkel nur an den Vertikalstreben des Rahmengestells fixiert ist.
[0031] Auch die Konstruktion mit der schubladenartigen Einheit sieht vor, dass die jeweiligen
Tragschenkel der Führungsverbinder in einer geneigten Einbaulage am Rahmengestell
gehalten sind, so dass für die schubladenartige Einheit eine entsprechende Verlagerungsebene
vorgegeben ist.
[0032] Eine weitere Ausgestaltung der Warenausgabeeinheit sieht vor, dass als Zwischenglied
für den Befestigungsadapter zwei innenseitig an der vorderseitigen Aufnahmekontur
des Rahmengestells unmittelbar festlegbare Vertikalstreben vorgesehen sind. Damit
wird das vorbeschriebene Konzept des für mehrere Einbauvarianten geeigneten einheitlichen
Rahmengestells an eine zweite Ausführung mit rückseitiger Befüllzone angepasst. In
der Einbaulage bilden die Vertikalstreben mit dem zumindest einen Befestigungsadapter
eine randseitige Schließeinheit am Rahmengestell, so dass der für die Aufnahme von
Zwischengliedern mit Führungsverbinder geeignete Konturbereich bei dieser Montagevariante
verschlossen ist. Es versteht sich, dass die Vertikalstreben entsprechend der Anzahl
der Gefache bzw. der Befestigungsadapter in ihrer Länge entsprechend angepasst und
in ihrer Breite als optimal schließende Teile ausgebildet sind.
[0033] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen, die mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Warenausgabeeinheit veranschaulichen. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosivdarstellung einer ersten Ausführung einer Warenausgabeeinheit mit drei
unterschiedliche Entnahmevorrichtungen aufweisenden Gefachen im Bereich eines Rahmengestells,
- Fig. 2
- eine perspektivische Einzeldarstellung eines die Entnahmevorrichtungen mit dem Rahmengestell
verbindenden Befestigungsadapters,
- Fig. 3 und Fig. 4
- jeweilige Einzeldarstellungen unterschiedlicher Entnahmevorrichtungen zur Festlegung
am Befestigungsadapter,
- Fig. 5
- eine zweite Ausführung der Warenausgabeeinheit mit unterteilten Gefachen und einheitlichen
Entnahmevorrichtungen,
- Fig. 6 und Fig. 7
- jeweilige Einzeldarstellungen der Entnahmevorrichtungen gemäß Fig. 5,
- Fig. 8
- eine Ausführungsform der Entnahmevorrichtung mit drei Öffnungsklappen,
- Fig. 9
- eine Explosivdarstellung ähnlich Fig. 1 mit einer dritten Ausführung der Warenausgabeeinheit
ähnlich Fig. 5,
- Fig. 10
- eine Explosivdarstellung der Warenausgabeeinheit ähnlich Fig. 1 mit einer zweiten
Ausführung von Halteteilen im Bereich des Befestigungsadapters,
- Fig. 11
- eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 10 mit in das Rahmengestell eingeschobenen schubladenartigen
Einheiten,
- Fig. 12 und Fig. 13
- jeweilige Einzeldarstellungen der schubladenartigen Einheiten mit einer schwenkbaren
Fangplatte, und
- Fig. 14
- eine weitere Ausführung des Systems mit einem Zwischenglied in Form von Vertikalstreben.
[0034] In Fig. 1 ist eine insgesamt mit 1 bezeichnete Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme
von Backwaren B in einer Explosivdarstellung gezeigt. Als Basiskonstruktion weist
die Warenausgabeeinheit 1 ein Rahmengestell R auf, das in an sich bekannter Ausführung
aus jeweiligen Querstreben 2, Längsstreben 3 und Vertikalstreben 4 aufgebaut ist.
Ein derartiges Rahmengestell R kann dabei als freistehende Baugruppe (wie dargestellt)
mit einem Unterbau U und Stützfüßen S ausgeführt sein oder als eine an einer Raumwand
o. dgl. festlegbare Gestellstruktur (nicht dargestellt) bereitgestellt werden.
[0035] Bei einer ersten Ausführung des Rahmengestells R werden jeweilige gefacheartige Vorratsbereiche
G gebildet, in denen die Backwaren B auf jeweiligen Auflageböden 5, 5' aufgenommen
sind. Diese Bevorratung mit den Backwaren B ist so konzipiert, dass der Kunde die
Backware B im Bereich jeweiliger, eine vorderseitige Entnahmeöffnung 6 aufweisender
Entnahmevorrichtungen 7 auswählen und weitgehend hygienesicher entnehmen kann.
[0036] Das erfindungsgemäß verbesserte Konzept dieser Warenausgabeeinheit 1 sieht vor, dass
in den Bereich zwischen Rahmengestell R und Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" eine deren
Austauschbarkeit ermöglichende Verbindungskonstruktion integriert wird. In zweckmäßiger
Gestaltung ist dabei jeweils zumindest ein die Entnahmevorrichtung einerseits aufnehmender
und andererseits mit dem Rahmengestell R verbindender Befestigungsadapter 8 vorgesehen
(Fig. 2).
[0037] Damit wird eine für den Kunden die Waren B präsentierende Auswahlzone derartiger
Warenausgabeeinheiten 1 mit einer "Wechselfront" versehen, die mit beispielsweise
entsprechend den Waren B variierenden Anbauteilen im Bereich einer einheitlichen frontseitigen
"Schnittstelle" einfach umrüstbar ist. Durch eine Steck- und/oder Klemmverbindung
ist auch bei bereits in Supermärkten o. dgl. installierten Warenausgabeeinheiten 1
eine schnelle Umrüstung möglich.
[0038] Aus der Explosivdarstellung gemäß Fig. 1 wird deutlich, dass der hier vorgesehene
Befestigungsadapter 8 seinerseits ein lösbar mit dem Rahmengestell R verbindbares
Zusatzteil definiert. Dieses System der lösbaren Verbindungen ist dadurch erweitert,
dass an dem Befestigungsadapter 8 auch die zumindest eine Entnahmevorrichtung 7, 7',
7" auswechselbar gehalten sein kann. Damit wird deutlich, dass im Unterschied zu bisher
vorgesehenen Systemen - mit direkt am Rahmengestell R o. dgl. Basisbaugruppen gehaltenen
Bauteilen - nunmehr die jeweilige Entnahmevorrichtung 7, 7', 7" mit dem zugeordneten
Befestigungsadapter 8 eine funktionale Wechseleinheit mit optimierbarer Austauschbarkeit
der Baugruppen bildet.
[0039] Aus einer Zusammenschau von Fig. 1, Fig. 5 und Fig. 9 wird deutlich, dass im Bereich
des jeweils einen am Gefache G vorgesehenen Befestigungsadapters 8 auch mehrere Entnahmevorrichtungen
7, 7', 7" angeordnet werden können. Dabei ist vorgesehen, dass die Entnahmevorrichtungen
7, 7', 7" auch mit unterschiedlichen Entnahmebaugruppen 9 (Fig. 3, Fig. 4, Fig. 8)
komplettierbar bzw. umrüstbar sind.
[0040] Zur Verbindung des Befestigungsadapters 8 am Rahmengestell R ist eine variable Austauschbarkeit
dadurch geschaffen, dass jeweilige - nachfolgend näher zu beschreibende - Steckverbinder
als effektive Verbindungselemente in das System integriert werden. Dabei ist vorgesehen,
dass diese konstruktiv auch als Schraubund/oder Klemmsystem ausführbare Verbindungseinheit
insbesondere so ausgelegt wird, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung 7, 7',
7" mittels jeweiliger Steckverbinder austauschbar mit dem Befestigungsadapter 8 zusammenwirkt
und damit eine vergleichsweise einfache Umrüstung der Bauteile möglich wird.
[0041] Die jeweiligen Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" können dabei im Bereich des Befestigungsadapters
8 in warenabhängig unterschiedlichen Höhenlagen des Rahmengestells R bzw. dessen Gefache
G so angeordnet werden, dass für ein nicht näher dargestelltes Warensortiment jeweils
optimale Zugriffslagen für den Kunden definiert werden. Dabei können die am häufigsten
ausgewählten Waren B mit der entsprechend angepassten Entnahmevorrichtung 7, 7', 7"
in optimaler Zugriffshöhe kombiniert werden.
[0042] Aus der perspektivischen Einzeldarstellung gemäß Fig. 2 wird deutlich, dass der Befestigungsadapter
8 als ein im Wesentlichen geschlossener Rechteckrahmen 10 ausgebildet sein kann. Dieser
weist jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben 11, 11' bzw. 12, 12' auf.
Zur optimalen Aufnahme und lagestabilen Abstützung der jeweiligen unterschiedlich
konfigurierbaren Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7" ist der Rechteckrahmen 10 so konzipiert,
dass zwischen den beiden parallelen Querstreben 12, 12' eine zu den Seitenstreben
11, 11' parallele Zwischenstrebe 13 angeordnet wird.
[0043] Aus der vergrößerten Einzeldarstellung gemäß Fig. 2 wird auch deutlich, dass im Bereich
der den Rechteckrahmen 10 bildenden Streben 11, 11', 12, 12'jeweilige Verbindungsprofile
in Form von Steckausnehmungen 14 und/oder Steckstiften 15 vorgesehen sind. Es versteht
sich, dass - ausgehend von dem vorbeschriebenen Austausch-Prinzip - die am Rechteckrahmen
10 vorgesehenen Verbindungsprofile 14, 15 mit jeweiligen am Rahmengestell R bzw. dessen
Gefachen G vorgesehenen korrespondierenden Gegengliedern 16 (Fig. 1; Fig. 9) verbindbar
sind und damit jeweilige Befestigungspaarungen wirksam werden.
[0044] In der dargestellten Ausführung können die Steckausnehmungen 14 an jeweiligen als
Aufnahmezapfen ausgebildeten Gegengliedern 16 angreifen, so dass eine definierte Einbaulage
erreicht ist. Denkbar ist dabei, dass in dieser Position jeweilige Sicherungselemente
aktiviert werden, so dass eine ungewollte Verlagerung der Baugruppen sicher vermieden
wird (nicht dargestellt).
[0045] Das vorbeschriebene Steck-System mit dem Adapter 8 gemäß Fig. 2 kann dadurch variiert
werden, dass die Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7", 7'" ihrerseits jeweilige Verbinder
in Form von Ausnehmungen 14' aufweisen. Diese können direkt mit den als Gegenprofil
wirksamen Steckstiften 15 am Rechteckrahmen 10 korrespondieren. Ebenso ist vorgesehen,
dass die in Fig. 3, Fig. 4, Fig. 6 und Fig. 8 dargestellten Entnahmevorrichtungen
mit einer als Adapterrahmen 8' einsetzbaren Bauteilkombination versehen sind, die
am Rahmengestell R direkt die Austauschverbindung bildet (Fig. 9). Dabei ist das am
Befestigungsadapter 8 gemäß Fig. 1 dargestellte Verbindungssystem bei den Ausführungen
gemäß Fig. 3 uff. nunmehr in die Einzelteile 11" integriert.
[0046] Die vorbeschriebenen Einzelteile beziehen sich jeweils auf eine Anwendung des Befestigungsadapters
8 in Form des Rechteckrahmens 10. Diese konstruktiv optimierte Gestaltung des als
Zwischenstück vorgesehenen Adapters 8 kann beispielsweise auch dadurch verändert werden,
dass der Befestigungsadapter 8 in Form eines U-förmigen Bauteils (nicht dargestellt,
ähnlich Fig. 10) ausgeführt wird. Damit kann die Einbaulage dieses U-förmigen Adapters
im Bereich der Gefache G ebenfalls variabel vorgesehen werden, so dass mit wahlweise
am oberen oder unteren Rand der Gefache G verlaufendem Basisschenkel des U-Profil-Adapters
unterschiedliche Verbindungskonstruktionen zur Aufnahme der jeweiligen Entnahmevorrichtungen
7, 7', 7" bereitgestellt werden.
[0047] In Fig. 8 wird in Zusammenschau mit Fig. 9 eine weitere Ausführung des Befestigungsadapters
8' deutlich, wobei dieser an Stelle der Zwischenstrebe 13 (Fig. 2) jeweilige in den
Innenraum des Rahmengestells R bzw. des Gefaches G gerichtete Führungsträger 17, 18
aufweist. Mit diesen sind jeweilige Dämpfungselemente 19 verbunden, die zur Steuerung
der hier vorzugsweise als Klappen 20 ausgebildeten Entnahmebauteile 9 vorgesehen sind.
[0048] Das Konzept der Warenausgabeeinheit 1 sieht vor, dass für die insbesondere unverpackten
Backwaren B auch Entnahmevorrichtungen 7', 7", 7'" mit einer hygienesicheren Entnahmebaugruppe
20' vorgesehen sein können.
[0049] In der Ausführung gemäß Fig. 1 ist diese hygienesichere Entnahmebaugruppe 20' in
einer "Wechselposition" vor dem Einbau in das System dargestellt. In der Einbaulage
dieser Baugruppe (nicht dargestellt) sind die Backwaren B aus den jeweiligen, durch
Querwände 21 (Fig. 5, Fig. 9) abgeteilten Teilbereichen der Gefache G zu einer hoch
liegenden Entnahmeöffnung 6 hin anzuheben, so dass danach die ausgewählte Ware B nicht
mehr in den Innenraum der Gefache G zurückgeführt werden kann.
[0050] In der Darstellung gemäß Fig. 3 weist die Entnahmevorrichtung 7 die Klappen 20 ähnlich
Fig. 8 auf, in Fig. 4 ist die Entnahmeöffnung 6 in einer Frontplatte 22 vorgesehen,
und aus der Zusammenschau von Fig. 6 und Fig. 7 werden die durchsichtigen Steckplatten
23 im Bereich der Entnahmevorrichtung 7" deutlich, wobei in der Einbaulage (Fig. 6)
ein für ein nicht dargestelltes Entnahmewerkzeug vorgesehener Schlitz 24' nutzbar
ist.
[0051] Die Konstruktion des Rahmengestells R sieht für eine optimale Gestaltung der Warenausgabeeinheit
1 vor, dass die Querstreben 2 zu den vorderseitigen Entnahmeöffnungen der Gefache
G hin jeweils als geneigt ausgerichtete Stützverbinder (Neigung N, Fig. 9) angeordnet
werden. Ersichtlich wird damit eine zur Entnahmeöffnung 6 hin jeweils schräg nach
vorn abfallende Ausrichtung vorgegeben, so dass die auf den Auflageteilen 5, 5' befindlichen
Waren B selbsttätig nachrutschen und im Bereich der Entnahmevorrichtungen 7, 7', 7"
- nach Auswahl des Kunden durch jeweils durchsichtige Verschlussteile 20, 23 hindurch
- sichtbar und entnehmbar sind.
[0052] In Fig. 10 und Fig. 14 sind weitere Ausführungen der Warenausgabeeinheit 1 ähnlich
Fig. 1 dargestellt. Es versteht sich, dass in den Figurendarstellungen nicht sämtliche
der bereits in den Zeichnungen gemäß Fig. 1 bis Fig. 9 enthaltenen Einzelteile nochmals
beschrieben sind, da diese sich aus der Gesamtdarstellung ergeben.
[0053] Die Erweiterung des Systems gemäß Fig. 10 sieht vor, dass die hier mit 7' bezeichneten
Entnahmevorrichtungen in den wahlweise als Zusatzteil 8 vorgesehenen oder als integrierte
Einheit 8' ausgebildeten Befestigungsadapter aufnehmbar sind. Dieser Befestigungsadapter
8 (hier nicht dargestellt) bzw. 8' kann seinerseits über zumindest ein Zwischenglied
ZG (Fig. 14: zweite Ausführung - ZG') mit dem Rahmengestell R verbunden werden.
[0054] Dabei wird deutlich, dass der Befestigungsadapter 8, 8' mit einem Auflageboden 5"',
einem diesen bereichsweise übergreifenden Zwischenglied ZG und jeweiligen, im Verbindungsbereich
von Zwischenglied ZG und Rand des Auflagebodens 5'" vorgesehenen Führungsverbindern
FV eine schubladenartige Einheit bildet (Verlagerungsrichtung: Pfeil E, Fig. 11).
Damit wird - im Unterschied zu den Ausführungen gemäß Fig. 1 und Fig. 9 - ein verbessertes
System bereitgestellt, bei dem die erfindungsgemäße Bauteilkombination aus Befestigungsadapter
8, 8' und randseitig geführtem Auflageboden 5'" eine vorderseitige Befüllzone BZ'
definieren kann.
[0055] Eine weitere denkbare Ausführung dieser Warenausgabeeinheit 1 kann so konzipiert
werden, dass zumindest die schubladenartige Einheit aus Befestigungsadapter 8' und
Auflageboden 5'" eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum des Rahmengestells
R hindurch schiebbare Baugruppe bilden kann. Damit könnte ein System bereitgestellt
werden, das wahlweise eine vorderseitige und/oder eine rückseitige Befüllzone BZ,
BZ' nutzt.
[0056] Die konstruktive Umsetzung des Systems gemäß Fig. 10 sieht vor, dass das randseitige
Führungsverbinder FV aufweisende Zwischenglied ZG mit dem Rahmengestell R im Bereich
dessen Querstreben 2 zusammenwirkt. Denkbar ist auch, dass die randseitigen Führungsverbinder
FV lediglich im Bereich der Vertikalstreben des Rahmengestells R abgestützt werden
(nicht dargestellt).
[0057] Die Zusammenschau von Fig. 10 und Fig. 12 zeigt, dass das Zwischenglied ZG als ein
in Einbaulage auf dem Kopf stehendes U-Profil geformt ist. Damit wird ein mit Basisschenkel
25 und zwei Seitenschenkeln 26, 27 versehener Konturkörper 24 so in das System integriert,
dass optimale Stütz- und/oder Klemmbedingungen erreicht werden. Die Perspektivdarstellung
gemäß Fig. 12 verdeutlicht, dass der Seitenschenkel 26, 27 ein zumindest bereichsweise
dem Längsrand des Auflagebodens 5'" folgendes Ansatzprofil 28 aufweist. Dabei sind
die Seitenschenkel 26, 27 im Bereich ihrer Ansatzprofile 28 mit jeweiligen Steckaufnahmen
29 versehen, so dass eine jeweilige Querwand 21' als optimale Begrenzung des jeweiligen
Gefaches G gehalten wird.
[0058] Aus der Zusammenschau von Fig. 12 und Fig. 13 wird die vorzugsweise Gestaltung im
Bereich des Auflagebodens 5'" deutlich, wobei dieser mit einer zumindest im Bereich
von Durchlassöffnungen D untergreifenden Fangplatte 30 (Fig. 10) versehen ist. Diese
wannenartig profilierte Fangplatte 30 kann aus ihrer jeweiligen Gebrauchsstellung
(Fig. 12) gelöst und/oder verlagert werden (Fig. 13). Vorzugsweise ist die Fangplatte
30 schwenkbar gehalten. Damit kann diese in eine vorderseitig zugängliche Kippstellung
(Fig. 13, Pfeil K) verlagert werden, derart, dass in dieser Stellung jeweilige Krümelstrukturen
o. dgl. Backwarenreste aus dem jeweiligen Gefache G des Systems entnehmbar sind.
[0059] In zweckmäßiger Ausführung ist die Fangplatte 30 dabei mit einer verschließbaren
Auslassöffnung 31 (Fig. 13) versehen. Damit wird ein für die Backwarenreste nutzbarer
Bereich vorgegeben, in dem in einer Säuberungsphase die mit einer Schubplatte 37 verschließbare
Auslassöffnung 31 freigegeben wird und danach die Backwarenreste optimal in einen
Behälter o. dgl. abfüllbar sind. Aus der Darstellung gemäß Fig. 13 wird deutlich,
dass die Fangplatte 30 zwei randseitig parallel angreifende Kippstangen 32, 33 als
Halterung aufweist. Denkbar sind dabei auch anderen Ausführungen von Halteteilen,
die optimal in die Konstruktion integriert werden können (nicht dargestellt).
[0060] Für die Betätigung der Fangplatte 30 sind jeweilige vorderseitige Rasthaken 34, 35
vorgesehen, die mittels jeweiliger Bedienhebel 36 aus ihrer Halteposition lösbar sind,
so dass die in Fig. 13 dargestellte Kippstellung erreicht wird. Bei einem Rückschwenkvorgang
des Systems werden die Rasthaken in entsprechende Gegenglieder (nicht dargestellt)
eingefügt und durch einen federnden Rücksteller in dieser Schließposition gehalten.
[0061] Im Bereich der randseitigen Führungsverbinder FV an den Zwischengliedern ZG werden
an sich bekannte Standardbauteile verwendet. Vorzugsweise können dabei jeweilige Teleskop-
oder Rollenauszüge 38 vorgesehen sein, wobei deren äußerer Tragschenkel 39 im Bereich
des Rahmengestells R ortsfest gehalten ist und damit die Schubbewegung gemäß Pfeil
E realisiert werden kann. Auch bei dieser Ausführung mit dem Zusatzglied ZG ist vorgesehen,
dass die jeweiligen Tragschenkel 39 des Führungsverbinders FV in einer geneigten Einbaulage
(Pfeil N', Fig. 10) am Rahmengestell R gehalten sind und damit die für die Verlagerung
der schubladenartigen Einheit bzw. für die Entnahme der Waren optimale Einbaulage
der Komponenten gewährleistet ist.
[0062] In der Ausführung gemäß Fig. 14 ist eine zweite Ausführung des Systems mit einem
Zwischenglied ZG' dargestellt, wobei dieses zur Aufnahme des Befestigungsadapters
8' (bzw. 8) so angeordnet wird, dass im Bereich der vorderseitigen Aufnahmekontur
AK des Rahmengestells R eine zusätzliche Halteverbindung hergestellt wird. Das Zwischenglied
ZG' ist dabei in Form einer unmittelbar am Rahmengestell R festlegbaren Vertikalstrebe
40 ausgeführt, so dass ein geschlossenes System ähnlich Fig. 1 gebildet wird. Die
Vertikalstreben 40 bilden dabei mit dem zumindest einen Befestigungsadapter 8 eine
randseitige Schließeinheit am Rahmengestell R, so dass dieses Rahmengestell R mit
einer der Ausführung gemäß Fig. 10 entsprechenden Gestaltung eingesetzt werden kann.
Durch die Vertikalstreben 40 wird eine Anpassung an die durch das Zwischenglied ZG
in Fig. 10 "erweiterte Ausführung" des Rahmengestells R geschaffen. Damit kann das
baukastenartige System optimal an die unterschiedlichen Befestigungsadapter 8, 8'
angepasst werden.
[0063] Die Ausführung gemäß Fig. 14 sieht insbesondere vor, dass das Rahmengestell R mit
der hier vorgesehenen Schließeinheit aus Befestigungsadapter 8' und Vertikalstreben
40 so kombiniert wird, dass hier eine rückseitige Befüllzone BZ" (ähnlich Fig. 1)
geschaffen ist.
[0064] Die vorbeschriebenen Systeme mit unterschiedlichen Ausführungen der Warenausgabeeinheit
1 zeigen ein bodenseitig aufstellbares System. Es versteht sich, dass die vorbeschriebenen
Ausführungen auch als hängende Schränke (nicht dargestellt) ausgeführt sein können,
dabei eine variable Gestaltung der Gefache-Aufteilung möglich ist und in das jeweilige
System neben den in Fig. 11 dargestellten Zubehörgefachen TG auch andere Zusatzbaugruppen
integriert werden können.
1. Warenausgabeeinheit zur Selbstbedienungsentnahme von Backwaren (B), mit einem aus
Quer-, Längs- und Vertikalstreben (2, 3, 4) gebildeten Rahmengestell (R), dessen gefacheartige
Vorratsbereiche (G) auf jeweiligen Auflageböden (5, 5') die Backwaren (B) so aufnehmen,
dass diese im Bereich jeweiliger mit einer vorderseitigen Entnahmeöffnung (6) versehener
Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7", 7'") erfassbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7'") jeweils zumindest ein diese einerseits
aufnehmender und andererseits zum Bereich des Rahmengestells (R) hin eine Verbindung
herstellender Befestigungsadapter (8, 8') vorgesehen ist, derart, dass der mit dem
Rahmengestell (R) verbundene Befestigungsadapter (8, 8') mit der Entnahmevorrichtung
(7, 7', 7", 7"') eine vorderseitige Einbaulage definiert und dabei rückseitig im Bereich
des Rahmengestells (R) eine Befüllzone (BZ) begrenzt ist.
2. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der jeweiligen Befestigungsadapter (8, 8') die jeweils zumindest eine Entnahmevorrichtung
(7, 7', 7", 7"') jedes Gefaches (G) auswechselbar mit dem Rahmengestell (R) verbindbar
ist, wobei die jeweilige Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') mit dem Befestigungsadapter
(8, 8') insbesondere eine funktionale Wechseleinheit bildet.
3. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des jeweils einen Befestigungsadapters (8, 8') mehrere Entnahmevorrichtungen
(7, 7', 7", 7"') aufnehmbar und dabei insbesondere unterschiedliche Entnahmebaugruppen
(9) kombinierbar sind.
4. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Entnahmevorrichtung (7, 7', 7", 7"') mittels jeweiliger als Steckverbinder
ausgebildeter Elemente austauschbar am Befestigungsadapter (8, 8') festlegbar und
von diesem lösbar ist.
5. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der als Zusatzteil vorgesehene Befestigungsadapter (8) am Rahmengestell (R) mittels
jeweiliger Verbindungselemente austauschbar gehalten ist.
6. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsadapter (8) als ein im Wesentlichen geschlossener Rechteckrahmen
(10) ausgebildet ist, der jeweils paarweise parallele Seiten- und Querstreben (11,
11'; 12, 12') aufweist, wobei zwischen den beiden parallelen Querstreben (12, 12')
insbesondere eine zu den Seitenstreben (11, 11') parallele Zwischenstrebe (13) vorgesehen
ist.
7. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der den Rechteckrahmen (10) bildenden Streben (11, 11'; 12, 12') jeweilige
Verbindungsprofile in Form von Steckausnehmungen (14) und/oder Steckstiften (15) vorgesehen
sind, die am Rechteckrahmen (10) vorgesehenen Verbindungsprofile mit jeweiligen am
Rahmengestell (R) bzw. dessen Gefachen (G) vorgesehenen korrespondierenden Gegengliedern
(16) verbindbar sind und die Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7") ihrerseits jeweilige
Verbinder (14) aufweisen, die mit als Gegenprofil vorgesehenen Steckstiften (15) am
Rechteckrahmen (10) zusammenwirken.
8. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Zwischenstrebe (13) ein in den Innenraum des Rahmengestells (R) gerichteter
Führungsträger (17, 18) an den jeweiligen Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7") vorgesehen
ist.
9. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Entnahmevorrichtung (7, 7', 7") mit einer hygienesicheren Entnahmebaugruppe
versehen ist.
10. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengestell (R) zu vorderseitigen Entnahmeöffnungen hin mit jeweils schräg
abfallend ausrichtbaren (Pfeil N) und zumindest eine Auflageplatte (5, 5') für die
Waren (B) aufnehmenden Stützverbindern versehen ist.
11. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der die Entnahmevorrichtungen (7, 7', 7", 7'") aufnehmende Befestigungsadapter (8,
8') über zumindest ein Zwischenglied (ZG, ZG') mit dem Rahmengestell (R) verbindbar
ist.
12. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsadapter (8, 8') mit einem Auflageboden (5"'), einem diesen bereichsweise
übergreifenden Zwischenglied (ZG) und jeweiligen, im Verbindungsbereich von Zwischenglied
(ZG) und Rand des Auflagebodens (5"') vorgesehenen Führungsverbindern (FV) eine schubladenartige
Einheit (Pfeil E) bildet.
13. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilkombination aus Befestigungsadapter (8, 8') und randseitig geführtem Auflageboden
(5"') vorzugsweise ein System mit vorderseitiger Befüllzone (BZ') im Bereich des Rahmengestells
(R) bildet.
14. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die schubladenartige Einheit aus Befestigungsadapter (8, 8') und Auflageboden
(5"') eine zumindest bereichsweise durch den Innenraum des Rahmengestells (R) hindurch
schiebbare Baugruppe bildet, derart, dass wahlweise eine vorderseitige und eine rückseitige
Befüllzone (BZ, BZ') nutzbar ist/sind.
15. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (ZG) als ein in Einbaulage auf dem Kopf stehendes U-Profil geformter
sowie mit Basisschenkel (25) und zwei Seitenschenkeln (26, 27) versehener Konturkörper
(24) ausgebildet ist, wobei der Seitenschenkel (26, 27) vorzugsweise ein zumindest
bereichsweise dem Längsrand des Auflagebodens (5"') folgendes Ansatzprofil (28) aufweist,
dabei die Seitenschenkel (26, 27) im Bereich ihrer Ansatzprofile (28) mit Steckaufnahmen
(29) versehen sind und diese jeweilige Querwände (21') halten.
16. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Auflagebodens (5"') jeweils eine diesen zumindest im Bereich von Durchlassöffnungen
(D) untergreifende sowie aus ihrer Gebrauchsstellung lösbare und/oder verlagerbar
gehaltene Fangplatte (30) vorgesehen ist, wobei die Fangplatte (30) in eine vorderseitig
zugängliche Kippstellung (Pfeil K) verlagerbar ist, derart, dass in dieser Stellung
jeweilige Krümelstrukturen o. dgl. Backwarenreste aus dem jeweiligen Gefache (G) im
Bereich von verschließbaren Auslassöffnungen (31) entnehmbar sind.
17. Warenausgabeeinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Backwarenreste im Bereich der mit einer Schubplatte (37) verschließbaren Auslassöffnung
(31) ausleitbar sind, dazu die Fangplatte (30) zwei randseitig parallel angreifende
Kippstangen (32, 33) als Halterung aufweist und die Fangplatte (30) mit vorderseitigen
Rasthaken (34, 35) versehen ist, die mittels jeweiliger Bedienhebel (36) aus ihrer
Halteposition an der Unterseite des Auflagebodens (5"') oder des Befestigungsadapters
(8) lösbar und federnd rückstellbar sind.
18. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass als randseitige Führungsverbinder (FV) jeweilige Teleskop- oder Rollenauszüge (38)
vorgesehen sind und deren Tragschenkel (39) mit dem Rahmengestell (R) im Bereich der
Querstrebe (2) verbindbar ist, derart, dass jeweilige Tragschenkel (39) der Führungsverbinder
(FV) in einer geneigten Einbaulage (N') am Rahmengestell (R) gehalten sind.
19. Warenausgabeeinheit nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwischenglied (ZG') für den Befestigungsadapter (8, 8') zwei innenseitig an der
vorderseitigen Aufnahmekontur (AK) des Rahmengestells (R) unmittelbar festlegbare
Vertikalstreben (40) vorgesehen sind und mit dem zumindest einen Befestigungsadapter
(8, 8') eine randseitige Schließeinheit am Rahmengestell (R) bilden, derart, dass
das Rahmengestell (R) mit der Schließeinheit aus Befestigungsadapter (8, 8') und Vertikalstreben
(40) eine rückseitige Befüllzone (BZ") bildet.