(19)
(11) EP 2 873 625 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.05.2015  Patentblatt  2015/21

(21) Anmeldenummer: 14161636.7

(22) Anmeldetag:  26.03.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65D 5/66(2006.01)
B65D 5/30(2006.01)
B65D 5/24(2006.01)
B65D 5/54(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 25.10.2013 DE 102013111820

(71) Anmelder: Van Genechten Packaging N.V.
2300 Turnhout (BE)

(72) Erfinder:
  • Engel, Gottfried
    87452 Altusried (DE)
  • Schmid, Wolfgang
    87484 Nesselwang (DE)

(74) Vertreter: Hutzelmann, Gerhard 
Patentanwaltskanzlei Hutzelmann Schloss Osterberg
89296 Osterberg
89296 Osterberg (DE)

   


(54) Faltschachtel


(57) Faltschachtel, aus einem Kartonzuschnitt (1,21) aufgerichtet, mit einem Boden (2,22) und vier Seitenwänden (3,4,5,6; 23,24,25,26), wobei an eine Seitenwand (3,23) eine Deckfläche (7,27) angelenkt ist und die Seitenwände (3 bis 6 bzw. 23 bis 26) untereinander durch an ihnen angelenkte Lappen (11,12,13,14 ;31,32,33,34) verbindbar sind, wobei an den Seitenwänden nach innen oder aussen faltbare Dichtungslappen (8,9,10) angelenkt sind, die sich im geschlossenen Zustand der Faltschachtel an die Innenseite der Deckfläche anlegen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Faltschachtel, aus einem Kartonzuschnitt aufgerichtet, mit einem Boden und vier Seitenwänden, wobei an eine Seitenwand eine Deckfläche angelenkt ist und die Seitenwände untereinander durch an ihnen angelenkte Lappen verbindbar sind.

[0002] Bei den bekannten Faltschachteln dieser Art wird ein sicherer Verschluss dadurch erreicht, dass an der Deckfläche an allen drei freien Kanten Stütz- bzw. Verschlusslappen angelenkt sind, die sich an die Außenseiten der Seitenwände anlegen.

[0003] Das bedingt einen sehr hohen Materialverbrauch, der gemäß der Erfindung vermieden werden soll.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an den Seitenwänden nach innen einfaltbare Stützlappen angelenkt sind, die sich im geschlossenen Zustand der Faltschachtel an die Innenseite der Deckfläche anlegen.

[0005] Damit wird die Deckfläche an ihren Rändern sicher abgestützt und verschlossen.

[0006] Eine weitere vorteilhafte Lösung der genannten Aufgabe liegt darin, dass an einer Seitenwand ein Verschlusslappen angelenkt ist, während an der Deckfläche beiderseits je ein Verschlusslappen angelenkt ist.

[0007] Auch hiermit wird trotz reduziertem Materialbedarf ein sicherer Verschluss der Faltschachtel erreicht.

[0008] Die Verbindungslappen können sich dabei in den Ecken überlappen und eventuell im Überlappungsbereich miteinander verbunden sein.

[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stützlappen sich von der Anlenklinie an der Seitenwand weg verjüngen.

[0010] Damit ist keine Überlappung der Stützlappen vorgesehen, die Stützlappen können jedoch sehr eng aneinander anliegen und somit eine gute Dichtigkeit erzeugen.

[0011] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Deckfläche mit seitlichen Verschlusslappen versehen ist, welche sich im aufgerichteten Zustand an die Außenseite der Seitenwände anlegen.

[0012] Damit ist trotz erheblicher Materialeinsparung ein sicherer Halt der Deckfläche an den Seitenwänden gewährleistet.

[0013] Ebenfalls sehr vorteilhaft ist es, wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die seitlichen Verschlusslappen wenigstens annähernd bis an die Anlenklinie der Seitenwände am Boden reichen.

[0014] Dabei kann dann erfindungsgemäß wenigstens in einem der seitlichen Verschlusslappen eine Grifföffnung zum Öffnen der Faltschachtel vorgesehen sein.

[0015] Damit ist zusätzlich eine leichte Öffenbarkeit der Faltschachtel erreicht.

[0016] Weiter verbessert wird dies, wenn erfindungsgemäß von der Grifföffnung ausgehende Aufreißlinien im Verschlusslappen vorgesehen sind.

[0017] Mittels dieser Aufreißlinien ist ein problemloses Öffnen der Faltschachtel ermöglicht.

[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Grifföffnung in der Mitte der seitlichen Erstreckung des Verschlusslappens vorgesehen ist und sich die Aufreißlinien nach oben und außen erstrecken.

[0019] Damit liegt beim Aufreißen die Deckfläche frei und kann leicht angehoben werden.

[0020] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Dabei zeigen:
Fig. 1
einen flachliegenden Kartonzuschnitt mit seitlichen Stützlappen an den Seitenwänden,
Fig. 2
einen weiteren Kartonzuschnitt mit zusätzlichen Verschlusslappen an der Deckfläche und
Fig. 3
einen ebenfalls flachliegenden Kartonzuschnitt mit nur einem Stützlappen und zwei Verschlusslappen.


[0021] Mit 1 ist in Fig. 1 ein Kartonzuschnitt bezeichnet, der einen Boden 2 aufweist, an dem vier Seitenwände 3, 4, 5 und 6 angelenkt sind. An der einen Seitenwand 3 ist eine Deckfläche 7 angelenkt, während die gegenüberliegende Seitenwand 5 einen Stützlappen 8 trägt. An den beiden anderen Seitenwänden 4 und 6 sind weitere Stützlappen 9 und 10 angelenkt. Die vier Seitenwände 3, 4, 5 und 6 sind durch insich faltbare Zwickelecken 11, 12, 13 und 14 miteinander verbunden.

[0022] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.2 sind an den Zwickelecken 11,12,13,14 je ein Verschlussansatz 15 angeformt , die ein Festlegen der zusammengefalteten Zwickelecken an einer der Seitenwände erleichtern.

[0023] Darüber hinaus sind an der Deckfläche seitlich Verschlusslappen 16 bzw. 17 angelenkt.

[0024] Im übrigen entspricht der Kartonzuschnitt 21 nach Fig.2 dem Kartonzuschnitt nach Fig.1.

[0025] In Fig.3 ist ein weiterer Kartonzuschnitt 30 gezeigt, der ebenfalls einen Boden 22 aufweist, an dem Seitenände 23, 24, 25 und 26 angelenkt sind.

[0026] Über die Seitenwand 23 ist wieder eine Deckfläche 27 angelenkt, die ihrerseits Verschlusslappen 36 und 37 trägt.

[0027] An den Seitenwänden 23 und 25 sind darüber hinaus Verschlusslappen 31, 32, 33 und 34 angelenkt, die hakenförmig ausgebildet sind und in entsprechende schlitzförmige Einschnitt 38 in den Seitenwänden 24 und 26 einzugreifen vermögen.

[0028] An der Seitenwand 25 ist wiederum eine Stützlasche 39 angelenkt, die beim Aufrichten nach innen eingefaltet wird und die Deckfläche 27 abstützt und mit dieser verklebt oder versiegelt werden kann.

[0029] Der eine Verschlusslappen 36 ist mit einer Grifföffnung 40 versehen, von der aus sich zwei Aufreisslinien 41 und 42 nach oben und außen erstrecken.

[0030] Beim Aufrichten des Kartonzuschnittes 21 zu einer Faltschachtel werden zunächst die Seitenwände 23 bis 26 nach oben gefaltet. Dabei werden die hakenförmigen Verschlusslappen 31 bis 34 in die schlitzförmigen Einschnitte 38 eingefügt.

[0031] Die Deckfläche 27 wird heruntergefaltet und auf die nach innen gefaltete Stützlasche 39 aufgelegt und mit dieser verklebt oder versiegelt; gleichzeitig werden die Verschlusslappen 36 und 37 auf die Seitenwänden 24 und 26 aufgelegt und mit diesen verklebt.

[0032] Zum Öffnen der Faltschachtel wird über die Grifföffnung 40 der obere Abschnitt des Verschlusslappens 36 abgelöst und damit die Deckfläche 27 zum weiteren Öffnen freigelegt.


Ansprüche

1. Faltschachtel, aus einem Kartonzuschnitt (1) aufgerichtet, mit einem Boden (2) und vier Seitenwänden (3,4,5,6), wobei an eine Seitenwand eine Deckfläche (7) angelenkt ist und die Seitenwände untereinander durch an ihnen angelenkte Lappen verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Teil der Seitenwände (4,6) nach innen einfaltbare Stützlappen (9,10) angelenkt sind, die sich im geschlossenen Zustand der Faltschachtel an die Innenseite der Deckfläche (7) anlegen.
 
2. Faltschachtel, aus einem Kartonzuschnitt (21) aufgerichtet, mit einem Boden (22) und vier Seitenwänden (23,24,25,26), wobei an eine Seitenwand (23) eine Deckfläche (27) angelenkt ist und die Seitenwände untereinander durch an ihnen angelenkte Lappen (31,32,33,34) verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Seitenwände ein nach innen einfaltbarer Stütz- und Verschlusslappen (39) angelenkt ist, während die Deckfläche (27) zwei Verschlusslappen (36,37) trägt, die auf die Seitenwände (24,26) auffaltbar sind.
 
3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützlappen (9,10) sich von ihrer Anlenklinie an der Seitenwand (4,6) weg verjüngen.
 
4. Faltschachtel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckfläche (7,27) mit seitlichen Verschlusslappen (16,17; 36,37) versehen ist, welche sich im aufgerichteten Zustand an die Außenseite der Seitenwände (4,6; 24,26) anlegen.
 
5. Faltschachtel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Verschlusslappen (35,36)wenigstens annähernd bis an die Anlenklinie der Seitenwände (24,26) am Boden (22) reichen.
 
6. Faltschachtel nach einem der vorherhehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens in einem der seitlichen Verschlusslappen (35,36) eine Grifföffnung (40) zum Öffnen der Faltschachtel vorgesehen ist.
 
7. Faltschachtel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass von der Grifföffnung (40) ausgehende Aufreißlinien (41,42) im Verschlusslappen (36) vorgesehen sind.
 
8. Faltschachtel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grifföffnung (40) in der Mitte der seitlichen Erstreckung des Verschlusslappens (36) vorgesehen ist und sich die Aufreißlinien (41,42) nach oben und außen erstrecken.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht