[0001] Die Erfindung betrifft eine Beckentransporteinheit, insbesondere eine Spülbeckentransporteinheit,
mit einer Transportverpackung und einem darin angeordneten und aus einem Kompositwerkstoff
hergestellten Beckenformteil.
[0002] Aus der
EP 0 361 101 B1 oder der
DE 10 2004 055 365 A1 ist ein solches aus einem Kompositwerkstoff hergestelltes Beckenformteil sowie ein
zugehöriges Herstellverfahren bekannt. Derart hergestellte Beckenformteile weisen
eine hohe optische Qualität auf sowie sehr gute Gebrauchseigenschaften, insbesondere
eine hohe Abriebfestigkeit und eine hohe Langzeitstabilität des optischen Erscheinungsbildes.
Durch die Verwendung geeigneter Bindemittel und darin eingelagerter Füllstoffe für
den Kompositwerkstoff kann in hoher Qualität beispielsweise das Erscheinungsbild von
Naturstein nachgebildet werden bei gleichzeitig verbesserten Gebrauchseigenschaften
des Beckenformteils.
[0003] Insbesondere großvolumige und/oder von einer Flächenform abweichende, dreidimensional
sich erstreckende Beckenformteile, wie beispielsweise eine Küchenspüle, weisen eine
Masse von beispielsweise mehr als 10 kg auf. Daher müssen insbesondere beim Transport
Vorkehrungen für eine Bruchsicherung getroffen werden, was einen entsprechenden Aufwand
erfordert und die Handhabung erschwert.
[0004] Während für den Transport vom Hersteller oder Händler zum Kunden die Bruchsicherung
noch durch eine aufwendige Verpackungstechnik gewährleistet werden kann, kommt es
insbesondere bei einem Rücktransport vom Kunden zurück an den Händler erfahrungsgemäß
nicht mehr zu einer optimalen Transportsicherung, so dass beim Auftreten von Stößen
eine mechanische Überbeanspruchung des Beckenformenteiles auftritt, die im Extremfall
zu einem Bruch des Beckenformteils führen kann. So werden bei einem Rücktransport
häufig die für die Transportsicherung vorgesehenen und beispielsweise aus einem Schaumstoff
bestehenden Einlageteile nicht mehr vollständig und/oder nicht mehr an den hierfür
vorgesehenen Stellen positioniert, wodurch die Transportsicherung nicht mehr gewährleistet
ist.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beckentransporteinheit, insbesondere
eine Spülbeckentransporteinheit, bereitzustellen, durch welche die Bruchsicherheit
des Beckenformteils beim Transport verbessert ist und der zugehörige Aufwand reduziert
ist.
[0006] Die Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 bestimmte Beckentransporteinheit gelöst.
Weitere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.
[0007] In einer Ausführungsart betrifft die Erfindung eine Beckentransporteinheit, insbesondere
eine Spülbeckentransporteinheit, mit einer Transportverpackung und einem darin angeordneten
und aus einem Kompositwerkstoff hergestellten Beckenformteil. Das Beckenformteil weist
einen ersten Abschnitt mit einem Becken und einen zweiten Abschnitt mit einer Abtropffläche
oder einem weiteren Becken auf. Außerdem weist die Beckentransporteinheit eine Latte
auf, die an einem den ersten Abschnitt mit dem zweiten Abschnitt verbindenden Rand
des Beckenformteils in Anlage ist und dadurch das Beckenformteil beim Auftreten von
Stößen stabilisiert und gegen eine mechanische Überbeanspruchung schützt.
[0008] Der Kompositwerkstoff kann beispielsweise wie in der
EP 0 361 101 B1 oder der
DE 10 2004 055 365 A1 beschrieben zusammengesetzt sein, beispielsweise aus einem ausgehärteten Harz, insbesondere
Acrylharz, mit darin eingelagerten, vorzugsweise partikelförmigen anorganischen Füllstoffen,
beispielsweise Sand oder Quarz. Der Anteil des Füllstoffes beträgt vorzugsweise zwischen
55 und 85 Gew.%, insbesondere zwischen 60 und 80 Gew.% und vorzugsweise zwischen 65
und 75 Gew.%, jeweils bezogen auf die Gesamtmasse des Beckenformteils. Die damit erzielbare
Ästhetik und die guten Gebrauchseigenschaften des Beckenformteils gehen einher mit
einer verhältnismäßig großen Masse des Beckenformteils. Untersuchungen haben ergeben,
dass insbesondere im Bereich des Überganges von einem Beckenabschnitt zu einem angrenzenden,
gegebenenfalls ein weiteres Becken oder einen flächigen Bereich aufweisenden Abschnitt
des Beckenformteils bei Stoßbelastungen hohe Knickkräfte auftreten, die beispielsweise
zu Spannungsrissen an der Oberfläche oder sogar zum Bruch des Beckenformteils führen
können.
[0009] In der
DE 10 2009 025 225 A1 wird vorgeschlagen, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Schlag- und Stoßbelastungen
aufgrund der durch den hohen Füllstoffgehalt bedingten relativen Sprödigkeit des Kompositwerkstoffes
durch eine Zugabe von Keratinfasern zu verbessern, wobei es als wesentlich für das
Erzielen einer Verbesserung herausgestellt ist, dass die Fasern gleichmäßig in den
Formkörper verteilt sind und eine Länge von maximal 10 mm aufweist.
[0010] Demgegenüber löst die vorliegende Erfindung die Aufgabe durch die Verwendung einer
stabilisierenden Latte, die insbesondere in dem Bereich eines Übergangs von einem
Beckenabschnitt zu einem angrenzenden Abschnitt des Beckenformteils in Anlage an dem
Beckenformteil ist, insbesondere in Anlage an einem den Beckenabschnitt mit dem angrenzenden
Abschnitt verbindenden Rand des Beckenformteils. Insbesondere dadurch, dass die Latte
in Anlage an dem Rand des Beckenformteils gehalten ist, wird beim Auftreten von Stößen
eine mechanische Überbeanspruchung des Beckenformteils zuverlässig verhindert. Hierzu
kann die Latte beispielsweise klemmend oder mit Hilfe eines Spanngurtes in Anlage
an dem Beckenformteil gehalten sein.
[0011] Die Latte ist dabei vorzugsweise aus einem nicht geschäumten Werkstoff mit hoher
Biegesteifigkeit hergestellt, wobei insbesondere die Verwendung einer Holzlatte sowohl
aus ökonomischen Gründen als auch aus ökologischen Gründen besonders vorteilhaft ist.
Vorteilhaft ist außerdem, dass die Latte allein aufgrund ihrer Länge und der damit
verbundenen Sperrigkeit und dem damit verbundenen Entsorgungsaufwand vom Kunden im
Falle eines Rücktransportes wieder in der Transporteinheit eingesetzt wird, und nicht
weggelassen und anderweitig entsorgt wird, wie dies erfahrungsgemäß etwa beim Schaumstoffverpackungen
häufig der Fall ist. Die Latte kann ergänzend eine Auflage aus einem federnden Element
aufweisen, beispielsweise eine Schaumstoffauflage, beispielsweise um sie innerhalb
der Transporteinheit gegen Stöße zu sichern.
[0012] In einer Ausführungsart ist die Latte insbesondere an der Unterseite des den ersten
Abschnitt mit dem zweiten Abschnitt verbindenden Randes des Beckenformteils in Anlage;
die Unterseite ist dabei jene Seite des Beckenformteils, in dessen Richtung sich das
Becken erstreckt. Untersuchungen haben ergeben, dass dadurch die Knickbelastung verhindert
wird, die zu Spannungsrissen oder Spannungsbrüchen an der Oberseite und damit an der
Sichtseite des Beckenformteils aufgrund der dort auftretenden überhöhten Zugspannungen
führen kann.
[0013] In einer Ausführungsart weist die Latte einen sich in Längsrichtung erstreckenden
Absatz auf, an dem der Rand des Beckenformteils in Anlage ist. Dadurch ist eine klemmende
oder gespannte Sicherung der Latte an dem Beckenformteil vereinfacht und zuverlässig
gewährleistet. Die Latte kann insbesondere eine sich in Längsrichtung erstreckende
Absatzfläche aufweisen, an welche die Unterseite des Randes des Beckenformteils in
Anlage ist, die insbesondere dann, wenn es sich bei dem Beckenformteil um ein Einbauformteil
handelt, beispielsweise um ein Einbauküchenspülbecken, eine plane Oberfläche aufweist,
gegebenenfalls auch aufgrund einer nach einem Gießformvorgang des Beckenformteils
vorgenommenen mechanischen Bearbeitung.
[0014] In einer Ausführungsart ist das Beckenformteil sowohl an der Unterseite des den ersten
Abschnitt mit dem zweiten Abschnitt verbindenden Randes als auch an dessen Oberseite
in Anlage an der Latte. Dadurch ist eine mechanische Stabilisierung und Bruchsicherung
in beiden Stoßrichtungen gewährleistet.
[0015] In einer Ausführungsart weist die Latte eine sich in Längsrichtung vorzugsweise durchgehend
erstreckende Nut auf, in welche der Rand des Beckenformteils einsetzbar ist. Dadurch
ist nicht nur eine Bruchsicherung des Beckenformteils gewährleistet, sondern der Rand
des Beckenformteils ist auch gegen sonstige, sowohl beim Transport als auch beim Auspacken
möglicherweise auftretende Stoßbelastungen geschützt.
[0016] In einer Ausführungsart ist die Latte selbsthaltend an dem den ersten Abschnitt mit
dem zweiten Abschnitt verbindenden Rand des Beckenformteils in Anlage. Beispielsweise
kann die lichte Weite der Nut im Wesentlichen der Dicke des Randes des Beckenformteils
entsprechen oder sogar geringfügig kleiner sein, so dass die Latte mittels einer elastischen
oder sogar abschnittsweise plastischen Verformung auf den Rand des Beckenformteils
aufsteckbar ist. Alternativ kann die Latte auch adhäsiv, beispielsweise durch ein
auf den Auflageabsatz aufgebrachtes Klebeband, an dem Rand des Beckenformteils selbsthaltend
in Anlage sein.
[0017] Alternativ oder ergänzend kann die Latte in einer Ausführungsart auch mittels eines
Spanngurtes an dem Beckenformteil festgelegt sein. Dies ist insbesondere auch dann
vorteilhaft, wenn auf einander gegenüberliegenden Rändern des Beckenformteils, insbesondere
entlang den parallel verlaufenden Längsrändern des Beckenformteils, jeweils mindestens
eine Latte angeordnet ist. Vorzugsweise erstreckt sich die Latte über mehr als 50
%, insbesondere mehr als 70 % und vorzugsweise mehr als 80 % der Länge des Beckenformteils.
In einer Ausführungsart weist die Latte eine Länge auf, die weniger als 100 % der
Länge des Beckenformteils entspricht.
[0018] In einer Ausführungsart ist esvorteilhaft, wenn die Latte ausgehend vom Übergang
des Beckenabschnitts zu dem angrenzenden Abschnitt sich über eine Länge, die mehr
als das Zehnfache, insbesondere mehr als das Zwanzigfache und vorzugsweise mehr als
Dreißigfache der Dicke des Beckenformteils im Bereich des Überganges von dem Beckenabschnitt
zu dem angrenzenden Abschnitt beträgt, sowohl in Richtung auf den Beckenabschnitt
als auch in Richtung auf den angrenzenden Abschnitt erstreckt.
[0019] In einer Ausführungsart weist das Beckenformteil an oder nahe dem Übergang vom ersten
Abschnitt zum zweiten Abschnitt mindestens eine Aussparung oder eine Öffnung auf,
beispielsweise für eine Wasserarmatur, einen Seifenspender, eine Betätigungseinrichtung
zum Verschließen einer Ablauföffnung des Beckens oder dergleichen. Im Transportzustand
kann es sich dabei bereits um eine Durchgangsöffnung handeln, in welche das Zubehörteil
nur eingesetzt werden muss. Alternativ hierzu kann es sich auch lediglich um eine
Aussparung handeln, beispielsweise um eine gegebenenfalls auch nur ringförmige Sacklochbohrung,
die bei der Montage des Beckenformteils entsprechend dem Wunsch des Kunden oder der
jeweiligen Einbausituation als Sollbruchstelle für das Durchbrechen der benötigten
Öffnung dient.
[0020] Der Abstand der Aussparung oder Öffnung von dem Übergang zwischen den beiden Abschnitten
des Beckenformteils beträgt typischerweise weniger als das Zwanzigfache, insbesondere
weniger als das Fünfzehnfache, und vorzugsweise weniger als das Zehnfache der Dicke
des Beckenformteils. Es ist vorteilhaft, wenn die Latte auch in dem Bereich, in dem
die Aussparung oder Öffnung angeordnet ist, an dem Rand des Beckenformteils in Anlage
ist, da Untersuchungen ergeben haben, dass der Bereich des Beckenformteils, in dem
die Aussparung oder Öffnung angeordnet ist, beim Transport besonders bruchgefährdet
ist, insbesondere durch die Nähe zu dem Übergang zwischen den beiden Abschnitten des
Beckenformteils. Es ist vorteilhaft, wenn die Latte sich ausgehend von der Position
der Aussparung oder Öffnung in beide Richtungen des Randes mehr als das Zehnfache,
insbesondere mehr als das Zwanzigfache und vorzugsweise mehr als Dreißigfache der
Dicke des Beckenformteils im Bereich der Aussparung oder Öffnung erstreckt.
[0021] In einer Ausführungsart weist die Beckentransporteinheit außerdem ein das Beckenformteil
aufnehmendes und in die Transportverpackung eingesetztes Inlayelement auf. Dieses
Inlayelement kann insbesondere das Beckenformteil innerhalb der Transportverpackung
federnd lagern, beispielsweise indem das Beckenformteil auf dem elastisch verformbaren
Inlayelement aufliegt. Das Inlayelement kann beispielsweise wannenförmig ausgebildet
sein und in dem wannenförmigen Hohlraum insbesondere den Beckenabschnitt des Beckenformteils
aufnehmen. In einer Ausführungsart ist das Inlayelement aus Pappe hergestellt, insbesondere
aus Wellpappe.
[0022] In einer Ausführungsart ist das Beckenformteil mit seinem Rand oder mit der an dem
Rand des Beckenformteils anliegenden Latte in Anlage an dem Inlayelement, so dass
das durch die Latte ausgesteifte Beckenformteil mittels des Inlayelements federnd
innerhalb der Transportverpackung angeordnet ist.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein
Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in den Ansprüchen
und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein.
- Fig. 1
- zeigt eine Draufsicht auf ein Beckenformteil eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Beckentransporteinheit,
- Fig. 2
- zeigt die zugehörige Seitenansicht,
- Fig. 3
- zeigt die zugehörige Frontansicht,
- Fig. 4
- zeigt eine perspektivische Seitenansicht des in ein Inlayelement der Beckentransporteinheit
eingesetzten Beckenformteils, und
- Fig. 5
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Beckentransporteinheit.
[0024] Die Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Beckenformteil 10 eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Beckentransporteinheit 1 (Fig. 5), die Fig. 2 zeigt die zugehörige
Seitenansicht, und die Fig. 3 zeigt die zugehörige Frontansicht.
[0025] Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem Beckenformteil 10 um ein aus einem
Kompositwerkstoff hergestelltes Spülbeckenformteil, insbesondere um eine Kücheneinbauspüle.
Das Beckenformteil 10 weist einen ersten Abschnitt 12 mit einem Becken 14 und einen
zweiten Abschnitt 16 mit einer Abtropffläche 18 auf. In der Bodenfläche des Beckens
14 ist eine Ablauföffnung 22 angeordnet, im Ausführungsbeispiel zentrisch in der Bodenfläche.
Nahe dem den ersten Abschnitt 12 mit dem zweiten Abschnitt 16 verbindenden Rand 24,
26 ist eine Aussparung oder weitere Öffnung 28, 32 in das Beckenformteil 10 eingebracht,
nämlich im Ausführungsbeispiel an oder nahe einem ersten, sich entlang der Längsseite
des Beckenformteils 10 erstreckenden ersten Rand 24 eine erste Öffnung 28, beispielsweise
für eine Wasserarmatur, und an oder nahe einem dem ersten Rand 24 gegenüberliegenden
und parallel zu diesem verlaufenden zweiten Rand 26 eine zweite Öffnung 32, beispielsweise
für eine Betätigungseinrichtung einer Verschlusseinrichtung der Ablauföffnung 22.
[0026] Entlang den Rändern 24, 26 ist jeweils eine aus einem Kantholz hergestellte Latte
30 angeordnet, die sich im Ausführungsbeispiel über mehr als 90 % und weniger als
100 % der Länge des jeweiligen Randes 24, 26 oder des Beckenformteils 10 erstreckt.
Vorteilhaft ist dabei, dass sich die Latte 30 ausgehend von dem Übergang 38 des ersten
Abschnitts 12 zum zweiten Abschnitt 16 ausreichend weit sowohl in den ersten Abschnitt
12 als auch in den zweiten Abschnitt 16 hinein erstreckt, um eine Bruchsicherung im
Bereich oder an der Stelle des Überganges 38 zu gewährleisten. Damit ist die Latte
30 auch in dem Bereich des Beckenformteils 10, in dem die Aussparung oder weitere
Öffnung 28, 32 angeordnet ist, in Anlage an dem Rand 24, 26 des Beckenformteils 10.
[0027] Die zu beiden Seiten des Beckenformteils 10 anbringbaren Latten 30 sind als Gleichteile
ausgeführt und weisen im Ausführungsbeispiel jeweils eine, vorzugsweise mittig verlaufende
Nut 34 auf, in welche der Rand 24, 26 des Beckenformteils 10 vorzugsweise klemmend
einsteckbar ist. Die Tiefe 52 (Fig. 3) der Nut 34 kann dabei weniger als 50 %, insbesondere
weniger als 40 % und vorzugsweise weniger als 30 % der Tiefe 54 der Latte 30 betragen,
so dass eine ausreichende Stabilisierung des Randes 24, 26 und damit des Beckenformteils
10 gewährleistet ist.
[0028] Alternativ oder ergänzend kann die Höhe 56 der Nut 34, die beispielsweise im Wesentlichen
der Dicke 60 (Fig. 2) des Randes 24, 26 des Beckenformteils 10 entsprechen kann, weniger
als 30 %, insbesondere weniger als 20 % der Höhe 58 der Latte 30 betragen. Die Nut
34 kann in Bezug auf die Höhe 58 der Latte 30 im Wesentlichen mittig sein, wie dies
in der Fig. 3 dargestellt ist. Alternativ hierzu kann die Nut 34 auch derart außermittig
an der Latte 30 angebracht sein, dass die beiden Schenkel 62, 66 der Nut 34 eine unterschiedliche
Höhe 64, 68 aufweisen, insbesondere dass sich ein zur Unterseite des Beckenformteil
10 erstreckender erster Schenkel 62 der Nut 34 eine um mehr als 10 %, insbesondere
mehr als 20 % und vorzugsweise mehr als 30 % größere Höhe 64 aufweist, als der sich
zur Oberseite des Beckenformteil 10 erstreckende zweite Schenkel 66 der Nut 34, wie
dies in der Fig. 2 dargestellt ist.
[0029] Die Kontur der Nut 34 kann im Wesentlichen rechteckförmig oder trapezförmig sein,
so dass die mindestens abschnittsweise planen Oberflächen des Randes 24, 26 des Beckenformteils
10 in flächiger Anlage an der Nut 34 und damit an der Latte 30 sind. Vorteilhaft ist,
wenn zumindest die Unterseite 36 des Randes 24, 26 des Beckenformteils 10 plan ist,
so dass eine ausreichende flächige Anlage der Unterseite 36 des Randes 24, 26 an der
jeweiligen Latte 30 gewährleistet ist.
[0030] Die Latte 30 kann anstelle einer Nut 34 auch lediglich einen Absatz 70 aufweisen,
an dem der Rand 24, 26 der Spüle, beispielsweise mit seiner Unterseite, in Anlage
ist. Die Latte 30 kann beispielsweise im Querschnitt nicht C-förmig, wie in den Figuren
dargestellt, sondern L-förmig sein.
[0031] Die Fig. 4 zeigt eine perspektivische Seitenansicht des in ein Inlayelement 40 der
Beckentransporteinheit 1 eingesetzten Beckenformteils 10. Das Inlayelement 40 ist
aus Pappe hergestellt, vorzugsweise aus Wellpappe. Das Inlayelement 40 ist im Wesentlichen
wannenförmig mit zwei vertikal aufgestellten Seitenwänden 42, auf deren obere Kanten
das Beckenformteil 10 mit seinen Rändern 24, 26 aufgelegt ist. Die Seitenwände 42
sind dabei aus der Vertikalen um mehr als 5° nach innen geneigt, so dass einerseits
durch eine weitere Neigung der Seitenwand 42 eine federnde Aufagerung für das Beckenformteil
10 gegeben ist, andererseits aber ein stabiles Auflager durch die Seitenwand 42 gewährleistet
ist. Nahe den stirnseitigen Enden weist die Seitenwand 42 eine Aussparung 44 auf,
in welche ein quer verlaufendes Sicherungselement 46, im Ausführungsbeispiel bestehend
aus einem verklebten Wellpappestapel, einsetzbar ist und dadurch das Beckenformteil
10 bereits innerhalb des Inlayelements 40 gegen eine Verschiebung entlang seiner Längsrichtung
gesichert ist.
[0032] Die Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Beckentransporteinheit 1. Das Beckenformteil 10 ist in das Inlayelement 40 eingesetzt,
wobei in Ergänzung zu der Darstellung der Fig. 4 nun entlang der beiden Längsränder
24, 26 jeweils eine Latte 30 angebracht ist und der Verbund aus Beckenformteil 10
und Latten 30, im Ausführungsbeispiel zusammen mit dem Inlayelement 40, mittels einem
oder mehrerer Spanngurte 48 oder einer entsprechenden Umreifung, beispielsweise durch
ein geeignetes Band, fixiert ist. Anschließend ist die Einheit aus Beckenformteil
10 und Inlayelement 40 in die Transportverpackung 50 eingesetzt, bei der es sich um
einen handelsüblichen Transportkarton handeln kann.
1. Beckentransporteinheit (1), insbesondere Spülbeckentransporteinheit, mit einer Transportverpackung
(50) und einem darin angeordneten und aus einem Kompositwerkstoff hergestellten Beckenformteil
(10), wobei das Beckenformteil (10) einen ersten Abschnitt (12) mit einem Becken (14)
und einen zweiten Abschnitt (16) mit einer Abtropffläche (18) oder einem weiteren
Becken aufweist, und wobei die Beckentransporteinheit (1) eine Latte (30) aufweist,
die an einem den ersten Abschnitt (12) mit dem zweiten Abschnitt (16) verbindenden
Rand (24, 26) des Beckenformteils (10) in Anlage ist und dadurch das Beckenformteil
(10) beim Auftreten von Stößen stabilisiert und gegen mechanische Überbeanspruchung
schützt.
2. Beckentransporteinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) an der Unterseite des den ersten Abschnitt (12) mit dem zweiten Abschnitt
(16) verbindenden Randes (24, 26) des Beckenformteils (10) in Anlage ist.
3. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) einen sich in Längsrichtung erstreckenden Absatz (70) aufweist, an
dem der Rand (24, 26) des Beckenformteils (10) in Anlage ist.
4. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beckenformteil (10) sowohl mit der Unterseite des den ersten Abschnitt (12) mit
dem zweiten Abschnitt (16) verbindenden Randes (24, 26) als auch mit dessen Oberseite
in Anlage an der Latte (30) ist.
5. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) eine sich in Längsrichtung erstreckende Nut (34) aufweist, in welche
der Rand des Beckenformteils (10) einsetzbar ist.
6. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) selbsthaltend an dem den ersten Abschnitt (12) mit dem zweiten Abschnitt
(16) verbindenden Rand (24, 26) des Beckenformteils (10) in Anlage ist.
7. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) klemmend auf den Rand (24, 26) des Beckenformteils (10) aufgesteckt
ist.
8. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) mittels eines Spanngurtes (48) an dem Beckenformteil (10) festgelegt
ist.
9. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am einander gegenüberliegenden Rändern (24, 26) des Beckenformteil (10) jeweils eine
Latte (30) angeordnet ist.
10. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Latte (30) aus einem biegesteifen Werkstoff hergestellt ist, insbesondere aus
Holz, vorzugsweise aus einem Kantholz.
11. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beckenformteil an oder nahe dem Übergang (38) vom ersten Abschnitt (12) zum zweiten
Abschnitt (16) mindestens eine Aussparung oder eine Öffnung (28, 32) aufweist, und
dass die Latte (30) in dem Bereich, in dem die Aussparung oder Öffnung (28, 32) angeordnet
ist, an dem Rand (24, 26) des Beckenformteils (10) in Anlage ist.
12. Beckentransporteinheit (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beckentransporteinheit (1) weiterhin ein das Beckenformteil (10) aufnehmendes
und in die Transportverpackung (50) eingesetztes Inlayelement (40) aufweist.
13. Beckentransporteinheit (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Beckenformteil (10) mit seinem Rand (24, 26) oder mit der an dem Rand (24, 26)
des Beckenformteils (10) anliegenden Latte (30) in Anlage an dem Inlayelement (40)
ist, insbesondere auf das Inlayelement (40) aufgelegt ist.