[0001] Die Erfindung betrifft eine Beabstandungsvorrichtung zur Befestigung einer Last an
einem Tragwerk eines Gebäudes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bedingt durch die steigenden Energiepreise steigen auch die Anforderungen an die
Dämmung von Gebäuden. Insbesondere eine Außendämmung der Gebäude kann Schichtdicken
von bis zu 30 cm umfassen. Die Außendämmung gewinnt damit immer mehr an Relevanz für
die Betriebskosten eines Gebäudes, womit eine Aufrechterhaltung der Funktion der Dämmung
beim Bau und Umbau von Gebäuden wesentlich ist.
[0003] Bei der Anordnung eines Gegenstands, der allgemein als Last bezeichnet wird, an der
Außenfassade des Gebäudes kann die Dämmung nur bis zu einem gewissen Grad, meist bedingt
durch die Gewichtskraft des anzuordnenden Gegenstandes, belastet werden. So wird beispielsweise
bei Markisen, insbesondere Gelenkarm-Markisen, die zulässige Belastung der Dämmung
überschritten, was zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Dämmung führen kann.
Auch erhöhen sich beispielsweise durch von der Außenfassade sich weg erstreckende
Markisen die Momente, die an dem Gebäude angreifen bzw. an das Gebäude weitergeleitet
werden müssen. Beispielsweise können starke Winde einen abzuleitenden Momenteneintrag
in das Tragwerk erhöhen. Selbst bei einer die Last aufnehmenden Befestigung kann die
Befestigung derart verbiegbar sein, dass sich eine dichte Verbindung zwischen Außenfassade
und Befestigung öffnet und ein nachteiliger Wassereintrag in die Dämmung ermöglicht
wird.
[0004] Aus der
DE 10 2005 022 449 A1 ist ein Abstandshalter für die Befestigung eines Gegenstandes an einem eine Dämmschicht
aufweisenden Untergrund bekannt. Der Abstandshalter weist einen Ankerbolzen und eine
auf den Ankerbolzen aufgeschraubte Abstandshülse auf, wobei die Abstandshülse eine
Aufnahmebohrung für eine Befestigungsschraube aufweist. Die Abstandshülse ist gegenüber
dem Ankerbolzen axial verstellbar.
[0005] Mit dem vorgenannten Abstandhalter können jedoch insbesondere schwere Lasten weder
mit einer gewünscht hohen Biegesteifigkeit über größere Dämmschichtdicken noch mit
einem ausreichenden maximalen Auszugswert an dem entsprechenden Untergrund angeordnet
werden.
[0006] Bei der Befestigung von Markisen an einer Beton-Deckenstirn sind eine Reihe von Parametern
einzuhalten. So müssen beispielsweise Randabstände von ca. 5-6 cm von einem Befestigungsmittel
zum Stirnende der Beton-Deckenstirn eingehalten werden, wobei die Höhe der Beton-Deckenstirn
von beispielsweise ca. 18-20 cm den Bereich zur Anbringung des Befestigungsmittels
stark einschränkt. Des Weiteren müssen Mindestabstände von ca. 6 bis 9 cm zwischen
den Befestigungsmitteln eingehalten werden. Eine Dämmung vor der Beton-Deckenstirn
erschwert die Montage zusätzlich.
[0007] Somit ist es Aufgabe der Erfindung insbesondere schwere Gegenstände oder Gegenstände,
von denen anderweitig hohe Momente ausgehen können, an einer Außenfassade eines Gebäudes
mit einer Dämmschicht anzuordnen.
[0008] Diese Aufgabe wird nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
in den Unteransprüchen angegeben. Für die Erfindung wichtige Merkmale finden sich
ferner in der nachfolgenden Beschreibung und in den Zeichnungen, wobei die Merkmale
sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen für die Erfindung
wichtig sein können, ohne dass hierauf nochmals explizit hingewiesen wird.
[0009] Vorteilhaft ist ein Befestigungsmittel zur Befestigung der Beabstandungsvorrichtung
an einem Tragwerk eines Gebäudes derart radial beabstandet zur Mittenlängsachse der
Beabstandungsvorrichtung angeordnet, so dass ein erster, einem Baugrund zugewandter
Anlagebereich größer ist als ein zweiter, dem Baugrund abgewandter Anlagebereich.
Damit wird vorteilhaft der gesamte Anlagebereich der Beabstandungsvorrichtung zum
Tragwerk zur Schaffung eines ersten größeren Anlagebereichs geschaffen, der so ein
Moment in Richtung der Gewichtskraft besser aufnimmt und gleichzeitig beispielsweise
durch die reduzierte Anzahl der Befestigungsmittel die Wärmeleitfähigkeit des proximalen
Abschnitts, insbesondere durch reduzierte Kontaktbereiche bzw. Anlagebereiche wärmeführender
Elemente zum Tragwerk und/oder durch eine verringerte Anzahl wärmeführender Elemente,
verringert. Durch die zwei Anlagebereiche wird im Vergleich zu einer Ausführung ohne
Anlagebereiche das an dem Befestigungsmittel angreifende Auszugskraft stark reduziert.
Des Weiteren wird vorteilhaft die am Tragwerk wirkende Auszugskraft und das wirkende
Moment vorteilhaft von dem Lochbild der Konsole entkoppelt.
Darüber hinaus kann bei einer Ausführung mit nur einem einzigen Befestigungsmittel
der maximale Auszugswert bezüglich des Tragwerks erhöht werden, wobei der maximale
Auszugswert eine Kraft ist, die entgegen dem Tragwerk wirkt. Bei einem typischen Mauerwerk,
das nicht dem Tragwerk entspricht, beträgt die Auszugskraft hingegen lediglich in
etwa 1 bis 2 kN. Der maximale Auszugswert wird durch verringerte Randabstände zum
Rand des Tragwerks hin und Achsabstände zu anderen Befestigungsmitteln reduziert.
Somit sind beispielsweise einzelne Befestigungsmittel, die mit einem Randabstand von
ca. 5 cm an einer Stirnseite eines Beton-Tragwerks zueinander angeordnet sind, mit
ca. 5 kN Zugkraft belastbar. Ein einziges Befestigungsmittel, das in Beton angeordnet
ist, ist hingegen beispielsweise mit ca. 10 kN Zugkraft belastbar. So kann mit der
vorliegenden Ausführungsform die Auszugskraft wesentlich erhöht werden. Mithin ist
ein einziges Befestigungsmittel pro Beabstandungsvorrichtung vorteilhaft. Darüber
hinaus wird bei einem Befestigungsmittel pro Beabstandungsvorrichtung gegenüber mehreren
Befestigungsmitteln die Wärmeleitung reduziert. Des Weiteren wird das Bohren an sich
vereinfacht, da sich die Armierung des Betons vorwiegend im Bereich eines Stirnendes
einer Beton-Deckenstirn befindet. Vorteilhaft ergeben sich größere Freiheitsgrade
im Hinblick auf die Ausführung der thermischen Entkopplung und der Biegesteifigkeit
der Beabstandungsvorrichtung.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Befestigungsmittel derart ausgestaltet
ist, so dass eine Mittenlängsachse des Befestigungsmittels im Wesentlichen gleich
weit von zwei Stirnenden beabstandet an einer Stirn des Tragwerks anordenbar ist.
Insbesondere der maximale Auszugswert des Befestigungsmittels kann dadurch erhöht
werden, womit auch die Gesamtbelastung der Beabstandungsvorrichtung vorteilhaft erhöht
wird.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Befestigungsmittel derart in der Beabstandungsvorrichtung
angeordnet und ausgestaltet, um ein distales Ende eines proximalen Abschnitts der
Beabstandungsvorrichtung und einen Isolierabschnitt in Richtung des Tragwerks mit
Druck zu beaufschlagen. Damit werden innerhalb der Beabstandungsvorrichtung weitere
Anlagebereiche zwischen unterschiedlichen Elementen, insbesondere dem Isolierabschnitt
und dem proximalen Bereich geschaffen, die dem Prinzip der Aufteilung in unterschiedliche
große Anlagebereiche zwischen Tragwerk und Befestigungsmittel folgen. Damit wird die
Kraftableitung ans Tragwerk wesentlich verbessert.
[0012] Vorteilhaft wird in einer Ausführungsform ein Isolierabschnitt dazu verwendet, einen
proximalen Abschnitt der Beabstandungsvorrichtung und einen distalen Abschnitt der
Beabstandungsvorrichtung thermisch zu entkoppeln. Darüber hinaus wird der Isolierabschnitt
derart mit Druck belastet, so dass der Isolierabschnitt den distalen Abschnitt mit
dem proximalen Abschnitt mechanisch koppelt. Damit kann vorteilhaft der Isolierabschnitt
sowohl die Dämmung des gesamten Gebäudes im Wesentlichen aufrechterhalten und am distalen
Abschnitt angreifende Momente ohne eine wesentliche Verbiegung der Beabstandungsvorrichtung
an ein Tragwerk des Gebäudes ableiten. So müssen beispielsweise keine ineinandergreifenden
Gewinde, insbesondere zwischen Kunststoff und Stahl, die Kräfte ableiten. Darüber
hinaus sorgt die so erreichte Biegesteifigkeit dafür, dass die Abdichtung zwischen
Außenfassade und Beabstandungsvorrichtung am distalen Ende der Beabstandungsvorrichtung
und damit auch die Dämmung selbst nicht beschädigt wird.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform wird der Isolierabschnitt im Wesentlichen
entlang einer Längsachse der Beabstandungsvorrichtung mit Druck belastet. Dadurch
können vorteilhaft große Distanzen von dem Tragwerk des Gebäudes hin zu einem distalen
Ende des distalen Abschnitts überwunden werden, insbesondere dicke Dämmschichten können
bei einer geringen Beeinträchtigung der Dämmung durchdrungen werden.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein erster Unterabschnitt des Isolierabschnitts
zwischen einem distalen Ende des proximalen Abschnitts und einem proximalen Ende des
distalen Abschnitts angeordnet. Der erste Unterabschnitt kann dadurch vorteilhaft
von zwei Seiten mit einer Kraft beaufschlagt werden, wodurch zwei Angriffsflächen
zur Herstellung eines Reibschlusses quer zu einer Längsachse der Beabstandungsvorrichtung
geschaffen werden. Die Angriffsflächen dienen insbesondere der Aufnahme und Weiterleitung
von Zug- und Druckkräften, die durch ein an einem distalen Ende der Beabstandungsvorrichtung
angreifendes Moment verursacht werden. Dadurch wird die Biegesteifigkeit der gesamten
Beabstandungsvorrichtung erhöht und gleichzeitig die thermische Entkopplung aufrechterhalten.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Isolierabschnitt einen zweiten Unterabschnitt
zur Anordnung zwischen einem proximalen Ende des distalen Abschnitts und dem Tragwerk
auf. Damit werden weitere zwei Flächen für einen Reibschluss geschaffen, was sich
vorteilhaft auf die Biegesteifigkeit, die Aufnahme und Weiterleitung von Zug- und
Druckkräften und die thermische Entkopplung auswirkt.
[0016] Bei einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist der zweite Unterabschnitt des
Isolierabschnitts zwischen dem distalen Ende des proximalen Abschnitts und einem Befestigungsabschnitt
des distalen Abschnitts angeordnet. Auch diese Weiterbildung schafft zwei weitere
Reibflächen für den Reibschluss quer zur Längsachse der Beabstandungsvorrichtung.
Durch diese Bildung von Reibflächen kann die Aufnahme und Weiterleitung von Zug- und
Druckkräften verbessert werden.
[0017] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der proximale Abschnitt und/oder der
distale Abschnitt ein sich entlang der Längsachse erstreckendes Hohlelement mit zumindest
abschnittsweise gleichem Durchmesser auf. Dadurch kann vorteilhaft eine stabile Verlängerung
der Beabstandungsvorrichtung entlang ihrer Längsachse geschaffen werden.
[0018] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig
von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der Zeichnung.
Es werden für funktionsäquivalente Größen und Merkmale in allen Figuren auch bei unterschiedlichen
Ausführungsformen die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0019] Nachfolgend werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 bis 4
- sowie
- Fig. 6 bis 8
- jeweils eine Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung in einem Längsschnitt;
- Figur 5
- eine Querschnittansicht aus der Figur 4
- Fig. 9
- eine Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung in einem schematischen Längsschnitt;
und
- Fig. 10 bis 15
- jeweils eine schematische Draufsicht auf Elemente der Beabstandungsvorrichtung aus
Figur 9.
[0020] Figur 1 zeigt eine Beabstandungsvorrichtung 2, die an einem Tragwerk 4 eines Gebäudes
befestigt ist. Die Beabstandungsvorrichtung ist auch als Abstandsvorrichtung bezeichenbar.
Die Beabstandungsvorrichtung 2 durchdringt hierbei eine Dämmschicht 6 und schafft
an ihrem distalen Ende 8 einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung einer Last, beispielsweise
zur Befestigung einer Markise. Entgegen einer z-Richtung ist der Baugrund des Gebäudes
angeordnet. In einer x-Richtung ist das Gebäudeinnere, entgegen der x-Richtung ist
das Gebäudeäußere angeordnet. Die Beabstandungsvorrichtung 2 umfasst einen Isolierabschnitt
10, einen proximalen Abschnitt 12 und einen distalen Abschnitt 14.
[0021] Das Tragwerk 4 unterscheidet sich im Wesentlichen von dem anderen Mauerwerk 5 durch
eine erhöhte Festigkeit und die Eignung ein Befestigungsmittel mit hoher Auszugsfestigkeit
und hoher Drehmomentbelastbarkeit aufzunehmen. Insbesondere ist das Tragwerk 4 in
Beton ausgeführt. Die Beabstandungsvorrichtung 2 ist dazu ausgebildet um an einer
Deckenstirn des Tragwerks 4 anzuliegen.
[0022] Die Beabstandungsvorrichtung 2 ist im Wesentlichen rotationssymmetrisch zu ihrer
Mittenlängsachse 16 ausgebildet. Selbstverständlich kann die Beabstandungsvorrichtung
2 aus Figur 1, wie auch alle anderen vorgestellten Beabstandungsvorrichtungen, im
Querschnitt, also im Schnitt zur Mittenlängsachse 16, im Wesentlichen rechteckig ausgeführt
sein. Die rotationsförmige Ausführung bietet sich an, wenn eine bestehende Dämmung
mit einer Bohrung zur Einfügung der Beabstandungsvorrichtung 2 versehen wird. Eine
rechteckige Ausführung bietet sich an, wenn die Dämmung beispielweise noch nicht an
dem Gebäude angebracht wurde und die Dämmung nach Anordnung der Beabstandungsvorrichtung
2 an dem Tragwerk 4 um die Beabstandungsvorrichtung 2 herum angeordnet wird.
[0023] Der Isolierabschnitt 10 umfasst eine Scheibe 18, die allgemein als erster Unterabschnitt
bezeichnet wird, einen im Wesentlichen zylindrischen Block 20, der allgemein als zweiter
Unterabschnitt bezeichnet wird, und eine Scheibe 22, die allgemein als dritter Unterabschnitt
bezeichnet wird. Eine Scheibe wie die Scheibe 18 ist beispielsweise ein flächig ausgestalteter
Gegenstand, der auch von einzelnen quer zur flächigen Ausbildung verlaufenden Durchgängen
unterbrochen sein kann. Des Weiteren ist die Begrenzung der Fläche der Scheibe rechteckig,
rund oder kann jede beliebige andere Ausformung annehmen.
[0024] Der dritte Unterabschnitt 22 kann in der gezeigten ersten Ausführung als Einzelteil
ausgeführt sein. Selbstverständlich kann der dritte Unterabschnitt 22 auch wegelassen
werden. In einer weiteren Ausführung ist der dritte Unterabschnitt 22 mit dem ersten
Unterabschnitt 18 einteilig ausgeführt. In einer weiteren Ausführung ist der dritte
Unterabschnitt 22 mit dem zweiten Unterabschnitt 22 einteilig ausgeführt.
[0025] Der proximale Abschnitt 12 umfasst ein Befestigungsmittel 24, insbesondere ein Dübelsystem
mit möglichst hoher maximaler Auszugskraft, zur Befestigung der Beabstandungsvorrichtung
2 in dem Tragwerk 4. Des Weiteren umfasst der proximale Abschnitt 12 eine Scheibe
26, die allgemein auch als distales Ende bezeichnet wird, die mittels einer auf das
Befestigungsmittel 24 aufgebrachten Mutter in Richtung des Tragwerks 4 mit einer Kraft
beaufschlagt wird. Der distale Abschnitt 14 umfasst eine Scheibe 28, die allgemein
als proximales Ende bezeichnet wird, die in einer Ausnehmung des Isolierabschnitts
10 angeordnet ist. Die Scheibe 28 ist quer zur Mittenlängsachse 16 orientiert. An
dem proximalen Ende 28 greifen Distanzmittel 30 an, die vorliegend als Gewindestangen
ausgeführt sind. Die Distanzmittel 30 verbinden das proximale Ende 28 mit dem distalen
Ende 8, wobei das distale Ende 8 eine Konsole umfasst, wobei an der Konsole die Last
befestigt wird. Somit dient die Beabstandungsvorrichtung 2 zur Herstellung eines Abstands
zwischen dem Tragwerk 4 und dem distalen Ende 8, welches als Konsole ausgeführt sein
kann, um insbesondere einen Abstand zwischen einer Außenfassade 37 und dem Tragwerk
4 zu überbrücken, welcher beispielsweise durch die Dämmung 6 verursacht ist. Zwischen
dem distalen Ende 26 des proximalen Abschnitts 12 und dem distalen Ende 8 des distalen
Abschnitts 14 wird ein Raum 32 freigegeben, der entweder mit Luft befüllt oder mit
einem Dämmschaum oder einem Dämmstoff ausgefüllt werden kann. Ist der erste Unterabschnitt
18 beispielsweise in x-Richtung größer ausgeführt als in Figur 3 gezeigt, verringert
sich das Volumen des Raumes 32. Durch die exzentrische Anordnung des Befestigungsmittels
24 beabstandet zur Mittenlängsachse 16 werden zwischen dem proximalen Ende 28 und
dem zweiten Unterabschnitt 20 sowie zwischen dem proximalen Ende 28 und dem ersten
Unterabschnitt 18 jeweils Anlagebereiche gebildet, wobei der jeweilige dem Baugrund
zugewandte Anlagebereich größer ist als der dem Baugrund abgewandte Anlagebereich.
[0026] Das distale Ende 26 umfasst eine Durchführung für das Befestigungsmittel 24, wobei
das Befestigungsmittel 24 eine wärmeleitende Verbindung mit dem distalen Ende 26 eingehen
kann. Des Weiteren ist das distale Ende 26 so ausgebildet, dass keine Kontaktierung
mit den Distanzmitteln 30 stattfindet. Hierzu ist das distale Ende 26 entweder mit
Ausnehmungen in Längsrichtung der Beabstandungsvorrichtung 2 ausgestattet oder im
Querschnitt zu den Distanzmitteln 30 beabstandet. Der erste Unterabschnitt 18 umfasst
ebenfalls Durchgänge für die Distanzmittel 30 oder ist von den Distanzmitteln 30 im
Querschnitt der Figur 1 beabstandet. Der erste Unterabschnitt 18 kann jedoch auch
mit den Distanzmitteln 30 kontaktiert sein.
[0027] Das proximale Ende 28 umfasst eine Ausnehmung für den dritten Unterabschnitt 22 des
Isolierabschnitts 10, wobei der dritte Unterabschnitt 22 im Wesentlichen rotationssymmetrisch
zur Achse 36 ausgebildet ist. Die Ausnehmung dient zu einer Vermeidung des Kontakts
zwischen dem Befestigungsmittel 24 und dem proximalen Ende 28. Des Weiteren sind die
Distanzmittel 30 mit dem proximalen Ende 28 verbunden, beispielsweise durch eine Eindrehung
in ein Innengewinde des proximalen Endes 28 oder aber mittels einer materialschlüssigen
Verbindung zwischen den Distanzmitteln 30 und dem proximalen Ende 28. Der zweite Unterabschnitt
20 des Isolierabschnitts 10 umfasst einen Durchgang für die Durchführung des Befestigungsmittels
24.
[0028] In nicht gezeigter Form kann der proximale, dem Tragwerk 4 zugewandte Anlagebereich
des zweiten Unterabschnitts 20 einen Rücksprung in distaler Richtung aufweisen. Dieser
Rücksprung kann sich beispielsweise radial von außen bis zur Mittenlängsachse 36 oder
zur Mittenlängsachse 16 erstrecken und sich beispielsweise parallel zur x-Achse in
etwa 1-3 mm in den zweiten Unterabschnitt 20 hinein erstrecken. Durch den Rücksprung
wird vorteilhaft die Bildung einer im Wesentlichen planen Anlage zwischen der Stirn
des Tragwerks 4 und dem zweiten Unterabschnitt 20 unterstützt. Weitergehend wird dadurch
gewährleistet, dass ein möglichst großer, zu den Mittenlängsachsen 16 und 36 radial
außen liegender Bereich an dem Tragwerk 4 anliegt. Darüber hinaus behindern Schmutzteilchen
beispielsweise aus der Dämmung nicht die Anlage der Beabstandungsvorrichtung 2 an
dem Tragwerk 4. Der zweite Unterabschnitt 20 weist hierzu eine entsprechende Flexibilität
auf, um bei der vorangehend erläuterten Druckbelastung möglichst plan an der Stirn
des Tragwerks anzuliegen. Selbstverständlich können auch die mit dem Bezugszeichen
56 bezeichneten Elemente aus den Figuren 6 bis 8 einen derartigen Rücksprung aufweisen.
[0029] Der Isolierabschnitt 10 sorgt für eine thermische Entkopplung des proximalen Abschnitts
12 und des distalen Abschnitts 14. Unter einer thermischen Entkopplung ist zu verstehen,
dass der Isolierabschnitt 10 einen höheren Wärmeleitwiderstand aufweist als der proximale
Abschnitt 12 und/oder als der distale Abschnitt 14. Vorliegend sind insbesondere der
Wärmeleitwiderstand des proximalen Abschnitt 12, der Wärmeleitwiderstand des Isolierabschnitts
10 und der Wärmeleitwiderstand des distalen Abschnitt 14 in dieser Reihenfolge in
Serie angeordnet.
[0030] Das Befestigungsmittel 24 fungiert vorliegend auch als Zugmittel, um mittels der
Mutter 34 das distale Ende 26 des proximalen Abschnitts 12 in x-Richtung mit einem
Druck zu belasten. Das distale Ende 26 wiederum belastet den Isolierabschnitt 10 derart
mit Druck, so dass der Isolierabschnitt 10 den distalen Abschnitt 14 mit dem proximalen
Abschnitt 12 mechanisch koppelt. Die Druckbelastung führt zum einen dazu, dass sich
entlang dem Isolierabschnitt 10 mehrere Flächen quer zu einer Längsachse der Beabstandungsvorrichtung
2 zwischen dem Isolierabschnitt 10 und dem proximalen Abschnitt 12 sowie zwischen
dem Isolierabschnitt 10 und dem distalen Abschnitt 14 bilden. Selbstverständlich kann
die vorgenannte Ausführung der Abschnitte 12 und 14 mit dem Isolierabschnitt 10 auch
mit einem entlang der Achse 16 angeordneten Befestigungsmittel 24 kombiniert werden.
Darüber hinaus bildet sich ein Formschluss zumindest zwischen dem Befestigungsmittel
24 und jeweils dem Isolierabschnitt 10, dem proximalen Abschnitt 12 und dem distalen
Abschnitt 14. Durch die mechanische Kopplung wird eine an den distalen Abschnitt 14
angreifende Kraft für ein angreifendes Moment mittels des Isolierabschnitts 10 an
den proximalen Abschnitt 12 und damit an das Tragwerk 4 abgeleitet. Unter einem Moment
ist das Produkt von Länge eines Hebelarms und der am Ende des Hebelarms angreifenden
Kraft zu verstehen.
[0031] Das distale Ende 8 umfasst die Konsole, in der die Beabstandungsvorrichtung 2 angeordnet
ist und schließt diese mit einer Außenfassade 37 ab. Das Befestigungsmittel 24 umfasst
die Mittenlängsachse 36. Die Mittenlängsachse 36 ist beabstandet von der Mittenlängsachse
16 und im Wesentlichen parallel zu der Mittenlängsachse 16. Selbstverständlich sind
die beiden Achsen 16 und 36 unter einer Belastung der Beabstandungsvorrichtung nicht
mehr exakt parallel. Bevorzugt wird das Befestigungsmittel 24 in vertikaler Richtung
im Wesentlichen mittig an dem Tragwerk 4 angeordnet, um den beidseitigen Abstand zu
dem oberen und unteren Abschluss des Tragwerks 4 zum Mauerwerk 5 zu vergrößern. Das
Befestigungsmittel 24 ist mit seiner Mittenlängsachse 36 derart radial beabstandet
von der Mittenlängsachse 16 angeordnet, dass ein erster einen Baugrund zugewandter
Anlagebereich 38, insbesondere in vertikaler Richtung, also im Wesentlichen parallel
zur z-Achse, größer ist als ein zweiter dem Baugrund abgewandter Anlagebereich 40.
Die Anlagebereiche 38 und 40 befinden sich zwischen der Beabstandungsvorrichtung 2
und dem Tragwerk 4. Des Weiteren sind die Anlagebereiche 38 und 40 nicht durch weitere
Befestigungsmittel unterbrochen, womit in horizontaler Richtung, d.h. im Wesentlichen
parallel zum Baugrund, zumindest ein (Zahl) Befestigungsmittel angeordnet ist. Selbstverständlich
können in horizontaler Richtung weitere Befestigungsmittel angeordnet sein, bevorzugt
jedoch nicht in vertikaler Richtung, um die unterschiedliche Größe der Anlagebereiche
aufrechtzuerhalten. In vertikaler Richtung umfasst der Anlagebereich 40 im Wesentlichen
ein Drittel des Durchmessers der Beabstandungsvorrichtung 2 und der Anlagebereich
38 im Wesentlichen zwei Drittel. Bevorzugt ist das Befestigungsmittel in einem Bereich
zwischen oder bei einem Viertel und einem Drittel des Durchmessers der Beabstandungsvorrichtung
2 angeordnet. Selbstverständlich kann die vorgenannte Ausführung mit unterschiedlich
großen Anlagebereichen 38 und 40 mit einem andersgearteten Isolierabschnitt als dem
Isolierabschnitt 10 kombiniert werden.
[0032] Das Befestigungsmittel 24 durchläuft in Figur 1 den Isolierabschnitt in der vorangehend
erläuterten radial von der Mittenlängsachse 16 beabstandeten Form und greift distal
mittels der Mutter 34 an das distale Ende 26 an, um das distale Ende 26, das proximale
Ende 28 und den Isolierabschnitt 10 in x-Richtung mit Druck zu beaufschlagen. Das
Befestigungsmittel 24 ist damit derart in der Beabstandungsvorrichtung 2 angeordnet
und ausgestaltet ist, um das distales Ende 26 und den Isolierabschnitt 10 in Richtung
des Tragwerks 4 mit Druck zu beaufschlagen.
[0033] Das Befestigungsmittel 24 stellt ein Zugmittel dar, mittels dessen das distale Ende
26 des proximalen Abschnitts 12 mit dem Tragwerk 4 verbunden ist, um den Isolierabschnitt
10 mit Druck zu belasten.
[0034] In nicht dargestellter Form kann sich zwischen der Konsole 8 und der Außenfassade
37 ein oder mehrere Abdichtelemente angeordnet sein. Das Abdichtelement dient zur
Verhinderung eines Feuchtigkeitseintrags in die Dämmung 6. Das Abdichtelement ist
in einer ersten Ausführungsform ein in einer yz-Ebene orientiertes Blech, das mittels
Kontermuttern und Unterlegscheiben zwischen der proximalen Seite der Konsole 8 und
der Außenfassade 37 angeordnet wird. In einer zweiten Ausführungsform wird zusätzlich
zu dem vorgenannten Blech ein im Wesentlichen torusförmiger Abdichtschlauch gemeinsam
mit dem Blech zwischen der Konsole 8 und der Außenfassade 37 angeordnet, insbesondere
eingeklemmt. Selbstverständlich ist der Abdichtschlauch und/oder das Blech bei einer
im Querschnitt nicht runden Form der Beabstandungsvorrichtung 2 der entsprechenden
Form angepasst.
[0035] Zu einer verbesserten Handhabung bei der Montage der Beabstandungsvorrichtung 2 können
beispielsweise einzelne Elemente derart vormontiert werden, dass eine komplizierte
Montage auf der Baustelle entfällt. Am Beispiel der Figur 1 können beispielsweise
der Isolierabschnitt 10 mit dem proximalen Ende 28 und dem distalen Ende 26 zu einem
Block verklebt sein. Darüber hinaus kann auch eine Einklebung des Befestigungsmittels
24 in den vorgenannten Block vorhanden sein. Ebenso sind eine Vormontage und damit
eine Verbindung zwischen den Distanzmitteln 30 und dem proximalen Ende 28 denkbar.
Die vorgenannte Verbindung kann sich selbstverständlich auch anders realisieren lassen.
Darüber hinaus dient die Verklebung nicht dazu, eine spätere Kraftweiterleitung zwischen
den Elementen herzustellen, sondern dient lediglich dazu, um die Montage zu erleichtern.
Insbesondere sind der proximale Abschnitt 12 und der Isolierabschnitt 10 vormontiert.
Das vorgenannte Prinzip ist selbstverständlich auch für die weiteren hier gezeigten
Ausführungsformen der Beabstandungsvorrichtung 2 gültig.
[0036] Das Befestigungsmittel 24 ist bezüglich dem Tragwerk 4 im Wesentlichen zentrisch
zwischen zwei Stirnenden 39 und 41 der Stirn des Tragwerks 4 angeordnet. Die Stirnenden
39 und 41 bilden den Abschluss der Stirn des Tragwerks 4, wobei die Stirn in einer
yz-Ebene verläuft. Die Stirnenden 39 und 41 verlaufen quer zur Blattebene im Wesentlichen
parallel zur y-Achse. Das Befestigungsmittel 24 ist in der Beabstandungsvorrichtung
2 radial beabstandet von der Mittenlängsachse 16 angeordnet. Des Weiteren ist insbesondere
die Anlagefläche 38 entgegen der z-Richtung nur so groß, dass ein Anliegen an dem
Tragwerk 4 aber kein Anliegen an dem Mauerwerk 5 realisiert wird. Die Größe der Anlagefläche
38 wird durch die Anordnung der Mittenlängsachse 36 in der Beabstandungsvorrichtung
2 festgelegt. Das Befestigungsmittel 24 ist damit derart ausgestaltet und in der Beabstandungsvorrichtung
2 angeordnet, so dass die Mittenlängsachse 36 des Befestigungsmittels 24 im Wesentlichen
gleich weit von den zwei Stirnenden 39, 41 beabstandet an der Stirn des Tragwerks
4 anordenbar ist.
[0037] Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2. Im Unterschied
zu Figur 1 ist die Beabstandungsvorrichtung 2 der Figur 2 mit verstärkten Gewindestangen
30 ausgestattet. Eine verstärkte Gewindestange 30 umfasst einen ersten Abschnitt 42,
der hin zu der Scheibe 28 orientiert ist und einen größeren Durchmesser aufweist als
ein zweiter, zur Konsole 8 hin orientierter Abschnitt 44. Durch diesen vergrößerten
Durchmesser wird die Biegesteifigkeit erhöht, insbesondere erhöht sich der Kontaktbereich
zu dem proximalen Abschnitt 28. Die verstärkten Gewindestangen 30 verjüngen sich somit
in distaler Richtung, also entgegen der x-Richtung, hin zu der Konsole 8. Damit wird
die Biegesteifigkeit der Beabstandungsvorrichtung 2 erhöht. Selbstverständlich lassen
sich die hier gezeigten verstärkten Gewindestangen 30 auch mit den anderen Ausführungsformen
kombinieren.
[0038] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2. Im Unterschied
zu der Figur 1 umfasst die Beabstandungsvorrichtung der Figur 3 ein Hohlelement 46,
das sich entlang der Mittenlängsachse 16 erstreckt. Entlang der Längsachse 16 weist
das Hohlelement 46 einen im Wesentlichen gleichen Durchmesser auf und gibt im Inneren
einen Hohlraum 48 frei, der beispielsweise mit einem Dämmschaum befüllbar ist. Das
Hohlelement 46 ist vorliegend als Zylinder ausgeführt. Das Hohlelement 46 erhöht die
Biegesteifigkeit der Beabstandungsvorrichtung 2. Das Hohlelement 46 weist einen Zylinderdeckel
28 auf, der allgemein als proximales Ende des distalen Abschnitts 14 bezeichnet wird.
In distaler Richtung weist das Hohlelement 46 einen weiteren Zylinderdeckel 50 auf,
an dem mittels Schrauben die Konsole 8 befestigbar ist. Zwischen der Konsole 8 und
dem Zylinderdeckel 50 können Distanzscheiben 52 um die entsprechenden Gewindestangen
angeordnet werden, die mit unterschiedlichen Dicken in x-Richtung einen dichten Abschluss
zwischen der Konsole 8 und der Außenfassade 37 ermöglichen.
[0039] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2. Im Unterschied
zu Figur 3 besteht zwischen dem Zylinderdeckel 50 und der Außenfassade 37 ein größerer
Abstand als in Figur 3. Der Abstand in x-Richtung zwischen dem Zylinderdeckel 50 und
der Konsole 8 wird mittels Gewindestangen 52, die auch als Distanzmittel bezeichnet
werden, überbrückt. Die Gewindestangen 52, die den Zylinderdeckel 50 und die Konsole
8 verbinden, dienen dazu, um eine bessere Anpassbarkeit der Beabstandungsvorrichtung
2 bezüglich unterschiedlicher Distanzen zwischen Tragwerk und Außenfassade 37 auszugleichen.
Gegenüber der Figur 3 wird vorteilhaft die Wärmeleitung weiter reduziert.
[0040] Figur 5 zeigt in schematischer Ansicht einen Schnitt III aus Figur 4. Selbstverständlich
ist diese Ansicht auch auf einen entsprechenden Schnitt durch die Elemente 52 der
Figur 3 übertragbar. Die Scheibe 26 ist rechteckig ausgeführt und wird teilweise von
dem Zylinderdeckel 50 in der gezeigten Ansicht verdeckt.
[0041] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2. Der proximale
Abschnitt 12 umfasst das Befestigungsmittel 24, und das Hohlelement 54, das vorliegend
als sich längs der Mittenlängsachse 16 erstreckender Zylinder ausgeführt ist. Das
Hohlelement 54 umfasst einen proximalen Deckel 56, der zur Anlage an das Tragwerk
4 vorgesehen ist. In distaler Richtung umfasst das Hohlelement 54 ein Innengewinde,
in das ein distales Zwischenelement 26, das auch als distales Ende des proximalen
Abschnitts 12 bezeichnet wird, eindrehbar ist. Alternativ ist anstatt des Innen- und
Außengewindes ein Bajonettverschluss zwischen dem Hohlelement 54 und dem Zwischenelement
26 angeordnet. Das Zwischenelement 26 ist ebenfalls dem proximalen Abschnitt 12 zugeordnet
und im Wesentlichen rotationssymmetrisch zur Mittenlängsachse 16 ausgebildet.
[0042] Das Zwischenelement 26 umgreift den ersten Unterabschnitt 18 des Isolierabschnitts
10. Der erste Unterabschnitt 18 verjüngt sich in distaler Richtung. Der zweite Unterabschnitt
20 des Isolierabschnitts 10 ist gegenüber dem ersten Unterabschnitt 18 in distaler
Richtung angeordnet. Der zweite Unterabschnitt 20 ist zwischen dem Zwischenelement
26 und einer Platte bzw. Scheibe 58 angeordnet. Die Scheibe 58 wird allgemein auch
als Befestigungsabschnitt bezeichnet.
[0043] Der distale Abschnitt 14 umfasst eine Scheibe 28, die auch als proximales Ende des
distalen Abschnitts 14 bezeichnet wird. Des Weiteren umfasst der distale Abschnitt
14 die Platte bzw. Scheibe 58. Die Scheibe 28 und die Scheibe 58 werden mittels zumindest
eines Zugmittels 60, das vorliegend als Gewindestange mit Muttern ausgebildet ist,
mit Zug beaufschlagt. Das Zugmittel lässt sich selbstverständlich auch anders als
in der Figur gezeigt anordnen. Dadurch wird der Isolierabschnitt 10 mit einem Druck
belastet. Insbesondere bilden sich den Elementen 18 und 28, 18 und 26, 26 und 20,
und 20 und 58 jeweilige quer zur Mittenlängsachse verlaufende Anlagebereiche, die
unter der Druckbeaufschlagung eine reibschlüssige Verbindung ergeben, um an der Konsole
8 angreifende Momente an das Tragwerk 4 zu leiten. Der distale Abschnitt 14 umfasst
des Weiteren Gewindestangen 52, die die Konsole 8 mit der Scheibe bzw. Platte 58 verbinden.
Die Gewindestangen 52 können auch verstärkt wie die Gewindestangen 30 ausgeführt sein.
[0044] Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2. Im Unterschied
zu Figur 6 weist der proximale Abschnitt 12 ein Erweiterungselement 62 auf. Das Erweiterungselement
62 ist bei Anbringung des Hohlelements 54 an dem Tragwerk 4 derart in einer Ausnehmung
64 des proximalen Deckels 56 angeordnet, dass sich das Hohlelement 64 durch die eine
Öffnung in der Dämmschicht 6 ohne weiteres führen lässt. Vor einer endgültigen Fixierung
des Hohlelements 54 an dem Tragwerk 4 wird eine Schraubverbindung 66, die mit dem
Deckel 56 über ein entsprechendes Innengewinde verbunden ist, gelöst, so dass das
Erweiterungselement 62 entgegen der z-Richtung mittels der eigenen Gewichtskraft und/oder
über eine Ausnehmung in dem Deckel 56 in Richtung eines Baugrunds des Bauwerks geführt
werden kann. In der in Figur 4 gezeigten Stellung des Erweiterungselements 62 wurde
der erste Anlagebereich 38 radial ausgehend von der Mittenlängsachse 16 auf den dritten
Anlagebereich 68 erweitert. Das Erweiterungselement 64 kann ein sich in z-Richtung
orientiertes Langloch aufweisen, das zum Eingriff der Schraubverbindung 66 ausgebildet
ist.
[0045] In Figur 8 ist eine weitere Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2 gezeigt.
Der zweite Unterabschnitt 20 des Isolierabschnitts 10 verjüngt sich in proximaler
Richtung. Der verjüngte Abschnitt des zweiten Unterabschnitts 20 des Isolierabschnitts
10 ist von dem Zwischenelement 26 umschlossen, das mittels eines Außengewindes in
das Innengewinde des Hohlelements 54 eingreift. Mittels des Zugmittels 60 wird der
Isolierabschnitt 10 mit einem Druck beaufschlagt, wobei das Zugmittel 60 die Scheibe
28 und die Scheibe 58 mit Zug beaufschlagt und somit den Isolierabschnitt 10 mit Druck
beaufschlagt. Das Zugmittel 60 wird gleichzeitig als Distanzmittel verwendet, um die
Konsole 8 von der Scheibe 58 zu beabstanden. Des Weiteren ist das Befestigungsmittel
24 längs der Mittenlängsachse 16 angeordnet. Selbstverständlich kann das Befestigungsmittel
24 auch radial beabstandet zur Mittenlängsachse 16 angeordnet sein.
[0046] Die einzelnen Elemente des proximalen Abschnitts 12 und des distalen Abschnitts 14
sind bevorzugt aus einem Metall, vorzugsweise aus Edelstahl, gefertigt. Der distale
Abschnitt 14 und insbesondere die distalen Elemente mit Außenkontakt sind bevorzugt
aus Edelstahl gefertigt. Der proximale Abschnitt 12 kann auch aus kostengünstigerem
verzinktem Stahl gefertigt sein. Die einzelnen Elemente des Isolierabschnitts 10 sind
bevorzugt aus einem Kunststoff, beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyamid,
gefertigt. Selbstverständlich kann der Isolierabschnitt 10 auch aus einem anderen
Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit und hohem Elastizitätsmodul gefertigt sein.
Vorgenanntes zu den Materialeigenschaften gilt selbstverständlich auch für alle anderen
hier gezeigten Ausführungsformen.
[0047] Figur 9 zeigt einen Teil einer Ausführungsform der Beabstandungsvorrichtung 2 in
einem schematischen Längsschnitt. Zwei erste Befestigungsmittel 24 greifen in nicht
dargestellter Form in das Tragwerk 4 ein und die ersten Befestigungsmittel 24 drücken
das distale Ende 26, den ersten Unterabschnitt 18, das proximale Ende 28 und den zweiten
Unterabschnitt 20 in x-Richtung auf das Tragwerk 4.
[0048] Im Vergleich zu Figur 1 greift der erste Unterabschnitt 18 des Isolierabschnitts
10 in eine Ausnehmung des proximalen Endes 28. Selbstverständlich kann der Eingriff
in das proximale Ende 28 auch als separates Element 22 wie in Figur 1 ausgeführt sein.
Des Weiteren weist der erste Unterabschnitt 18 entgegen der x-Richtung eine Ausnehmung
zur Aufnahme des distalen Endes 26 auf. Mithin wird die Kraftableitung vorteilhaft
durch einen Formschluss zwischen den Elementen 18 und 28 sowie durch einen Formschluss
zwischen den Elementen 18 und 26 unterstützt.
[0049] An den ersten Unterabschnitt 18 schließt sich entgegen der x-Richtung ein weiterer
Unterabschnitt 70 des Isolierabschnitts 10 an. An den weiteren Unterabschnitt 70 schließt
sich entgegen der x-Richtung ein Zwischenabschnitt 72 des distalen Abschnitts 14 an.
Mittels zumindest eines zweiten, in Figur 9 nicht gezeigten Befestigungsmittels, beispielsweise
einer Befestigungsschraube, wird der Zwischenabschnitt 72 bezüglich des proximalen
Endes 28 festgelegt, so dass die zwischen den Elementen 28 und 72 angeordneten Elemente
18, 26 und 70 insbesondere in x-Richtung mit Druck beaufschlagt werden, so dass sich
im Bereich der zur z-Achse parallelen Anlageflächen zwischen den vorgenannten Elementen
ein Reibschluss ergibt. Selbstverständlich kann anstatt nur einem zweiten Befestigungsmittel
auch eine Anzahl von zweiten Befestigungsmitteln zur Verbindung des Zwischenabschnitts
72 mit dem proximalen Ende 28 verwendet werden.
[0050] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Beabstandungsvorrichtung 2 zumindest
ein zweites Befestigungsmittel auf der dem Baugrund abgewandten Seite des mindestens
einen ersten Befestigungsmittels 24 auf und weist auf der dem Baugrund zugewandten
Seite des ersten Befestigungsmittels 24 kein zweites Befestigungsmittel auf. Damit
wird das obere zweite Befestigungsmittel mit einer Zugkraft beansprucht, wobei eine
Druckkraft auf der dem Baugrund zugewandten Seite des ersten Befestigungsmittels 24
über die vergrößerten Anlageflächen abgeleitet wird.
[0051] Das distale Ende 26, der weitere Unterabschnitt 70 und der Zwischenabschnitt 72 sind
so aufeinander abgestimmt, dass sich eine Ausnehmung 74 ergibt, die in einem montierten
Zustand des Zwischenabschnitts 72 die Aufnahme eines Überstandes insbesondere eines
Schraubenkopfes oder einer Mutter-Scheibenverbindung bzw. der Vaterschraube des ersten
Befestigungsmittels 24 ermöglicht. Der Zwischenabschnitt 72 weist sowohl Mittel zur
Befestigung des Zwischenabschnitts 72 an dem proximalen Ende 28 als auch Mittel zur
Befestigung eines in Figur 9 nicht gezeigten distalen Endes 8 des distalen Abschnitts
14 auf. Das zumindest eine zweite Befestigungsmittel zur Festlegung des Zwischenabschnitts
72 zu dem proximalen Ende 28 greift in ein in Figur 9 nicht gezeigtes Innengewinde
in dem proximalen Ende 28 ein und die Elemente 18, 70 und 72 weisen entsprechende,
in Figur 9 nicht gezeigte Durchführungen für das zumindest eine zweite Befestigungsmittel
auf. Selbstverständlich kann der weitere Unterabschnitt 70 eine formschlüssige Verbindung
mit dem ersten Unterabschnitt 18 aufweisen. Selbstverständlich kann auch der Zwischenabschnitt
72 eine formschlüssige Verbindung mit dem weiteren Unterabschnitt 70 aufweisen.
[0052] Die im Wesentlichen parallel zur z-Achse verlaufenden Anlagebereiche zwischen dem
zweiten Unterabschnitt 20 und dem proximalen Ende 28 sowie zwischen dem proximalen
Ende 28 und dem ersten Unterabschnitt 18 sowie zwischen dem Unterabschnitt 18 und
dem distalen Ende 26 sowie zwischen dem weiteren Unterabschnitt 70 und dem Zwischenabschnitt
72 sind so ausgestaltet, dass ein dem Baugrund abgewandter jeweiliger Anlagebereich,
d.h. in z-Richtung orientierter Bereich, kleiner ist als ein dem Baugrund zugewandter
Anlagebereich, d.h. entgegen der z-Richtung. Der weitere Unterabschnitt 70 liegt sowohl
an dem ersten Unterabschnitt 18 als auch an dem distalen Ende 26 an. Der dem Baugrund
abgewandte Anlagebereich zwischen den Elementen 70 und 18 ist kleiner als der dem
Baugrund abgewandte Anlagebereich zwischen den Elementen 70, 26 und 18.
[0053] Figur 10 zeigt eine Draufsicht auf den zweiten Unterabschnitt 20 der Figur 9. Der
zweite Unterabschnitt 20 weist einen Durchgang 76 für das bzw. die Befestigungsmittel
24 auf. Gemäß Figur 10 kann die Beabstandungsvorrichtung 2 mittels eines Befestigungsmittels
24 oder mittels mehrerer Befestigungsmittel 24 an dem Tragwerk 4 befestigt werden,
wobei eine Anzahl von Befestigungsmitteln 24 parallel zur y-Achse und damit im Wesentlichen
parallel zu dem Baugrund in einer Linie angeordnet werden können.
[0054] Figur 11 zeigt das proximale Ende 28 aus Figur 9 mit einem Durchgang 78. Des Weiteren
weist das proximale Ende 28 entgegen der x-Richtung Innengewinde 80 auf, die zur Aufnahme
eines Außengewindes der zweiten Befestigungsmittel ausgebildet sind. Der Durchgang
78 ist zur Aufnahme des ersten Unterabschnitts 18 ausgebildet.
[0055] Figur 12 zeigt den ersten Unterabschnitt 18 mit einem Durchgang 82 für das erste
mindestens eine Befestigungsmittel 24 und Durchgängen 84 für das jeweilige zweite
Befestigungsmittel. Des Weiteren weist der erste Unterabschnitt 18 des Isolierabschnitts
10 in x-Richtung einen T-förmigen Rücksprung 86 auf. In dem Rücksprung 86 ist das
distale Ende 26 anordenbar. Der schematische Schnitt der Figur 9 ist zwischen den
Elementen 18 und 26 gemäß der Linie 88 gezeigt.
[0056] Figur 13 zeigt das T-förmig ausgebildete distale Ende 26 mit einem Durchgang 90 für
das erste Befestigungsmittel 24 bzw. die ersten Befestigungsmittel 24. Das Element
26 ist gemäß Figur 9 sowohl form- als auch kraftschlüssig zwischen den Elementen 18
und 70 aufgenommen. Die T-Form des distalen Endes 26 erlaubt vorteilhaft die Anordnung
zweier Befestigungsmittel 24 mit größtmöglichem Abstand in y-Richtung, einen Formschluss
in einer xy-Ebene, und eine Kraftableitung über dem Baugrund zugewandte Anlageflächen
durch eine Abragung 89.
[0057] Figur 14 zeigt den weiteren Unterabschnitt 70. Beispielhaft sind in gestrichelter
Form Schnitte der Befestigungsmittel 24 gezeigt. In der Draufsicht in Figur 14 weist
der weitere Unterabschnitt 70 Durchführungen bzw. Durchgänge 90 für die zweiten Befestigungsmittel
auf.
[0058] Der weitere Unterabschnitt 70 weist einen Durchgang 94 auf, der die Ausnehmung 74
zwischen den Elementen 26, 70 und 72 mitbegrenzt. Durch den Durchgang 94 ist in der
Draufsicht aus Figur 14 das Element 26 sichtbar, an dem das bzw. die ersten Befestigungsmittel
24 angreifen.
[0059] In Figur 15 ist in schematischer Form eine Draufsicht auf den Zwischenabschnitt 72
gezeigt. Der Zwischenabschnitt 72 weist Durchgänge 96 auf, an die sich entgegen der
x-Richtung zylindrische Bohrungen 98 anschließen, die eine Anlagefläche für Schraubenköpfe
der zweiten Befestigungsmittel bereitstellen. Des Weiteren weist der Zwischenabschnitt
72 Innengewinde 100 auf, die zur Anordnung von Gewindestangen dienen, die den Zwischenabschnitt
72 mit einem distalen Ende 8 des distalen Abschnitts 14 verbinden.
[0060] Durch die Beabstandungsvorrichtung 2 nach Figur 9 wird durch den Zwischenabschnitt
72 der Reibschluss zwischen den Elementen 28 und 72 angeordneten Elementen insbesondere
in z-Richtung vergrößert. Zusätzlich wird der Zugang zu den ersten Befestigungsmitteln
24 verbessert.
1. Beabstandungsvorrichtung (2) zur Befestigung einer Last an einem Tragwerk (4) eines
Gebäudes mit einem Befestigungsmittel (24) zur Befestigung der Beabstandungsvorrichtung
(2) an dem Tragwerk (4) des Gebäudes, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (24) derart radial beabstandet zu einer Mittenlängsachse (16)
der Beabstandungsvorrichtung (2) angeordnet ist, so dass ein erster, einem Baugrund
zugewandter Anlagebereich (38; 68) größer ist als ein zweiter, dem Baugrund abgewandter
Anlagebereich (40).
2. Beabstandungsvorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei das Befestigungsmittel (24) derart
ausgestaltet und angeordnet ist, so dass eine Mittenlängsachse (36) des Befestigungsmittels
(24) im Wesentlichen gleich weit von zwei Stirnenden (39, 41) beabstandet an einer
Stirn des Tragwerks (4) anordenbar ist.
3. Beabstandungsvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Befestigungsmittel
(24) derart in der Beabstandungsvorrichtung (2) angeordnet und ausgestaltet ist, um
ein distales Ende (26) eines proximalen Abschnitts (12) der Beabstandungsvorrichtung
(2) und einen Isolierabschnitt (10) in Richtung des Tragwerks (4) mit Druck zu beaufschlagen.
4. Beabstandungsvorrichtung (2) einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Beabstandungsvorrichtung
(2) einen distalen und einen proximalen Abschnitt (12, 14) umfasst, wobei ein Isolierabschnitt
(10) den proximalen und distalen Abschnitt (12, 14) thermisch im Wesentlichen entkoppelt,
und wobei der Isolierabschnitt (10) derart mit Druck belastbar ist, so dass der Isolierabschnitt
(10) den distalen mit dem proximalen Abschnitt (12, 14) mechanisch koppelt.
5. Beabstandungsvorrichtung (2) nach Anspruch 4, wobei der Isolierabschnitt (10) mittels
eines Zugmittels (24; 60) im Wesentlichen in Längsrichtung der Beabstandungsvorrichtung
(2) mit Druck belastet wird.
6. Beabstandungsvorrichtung (2) nach Anspruch 4 oder 5, wobei ein erster Unterabschnitt
(18) des Isolierabschnitts (10) zwischen einem distalen Ende (26) des proximalen Abschnitts
(12) und einem proximalen Ende (28) des distalen Abschnitts (14) angeordnet ist.
7. Beabstandungsvorrichtung (2) nach dem Anspruch 6, wobei der Isolierabschnitt (10)
einen zweiten Unterabschnitt (20) zur Anordnung zwischen dem proximalen Ende (28)
des distalen Abschnitts (14) und dem Tragwerk (4) aufweist.
8. Beabstandungsvorrichtung (2) nach dem Anspruch 6, wobei der Isolierabschnitt (10)
einen zweiten Unterabschnitt (20) zur Anordnung zwischen dem distalen Ende (26) des
proximalen Abschnitts (12) und einem ersten Befestigungsabschnitt (58) des distalen
Abschnitts (14) aufweist.
9. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei der proximale
Abschnitt (12) und/oder der distale Abschnitt (14) ein sich im Wesentlichen entlang
der Mittenlängsachse (16) erstreckendes, insbesondere zylinderförmiges Hohlelement
(46; 54) aufweist.
10. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein distales
Ende (8) des distalen Bereichs (14) eine Konsole zu einer Befestigung der Last, insbesondere
einer Markise, umfasst, und wobei die Konsole die Beabstandungsvorrichtung (2) mit
einer Außenfassade (37) abschließt.
11. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der erste
Anlagebereich (38) mittels eines Erweiterungselements (62) auf einen dritten Anlagebereich
(68) vergrößerbar ist.
12. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Beabstandungsvorrichtung
(2) einen distalen Abschnitt (14) und einen Isolierabschnitt (10) umfasst, und wobei
das Befestigungsmittel (24) derart radial beabstandet zu der Mittenlängsachse (16)
der Beabstandungsvorrichtung (2) angeordnet ist, so dass ein erster, einem Baugrund
zugewandter Anlagebereich (38; 68) zwischen der Beabstandungsvorrichtung (2) und dem
Tragwerk (4) größer ist als ein zweiter, dem Baugrund abgewandter Anlagebereich (40)
zwischen der Beabstandungsvorrichtung (4) und dem Tragwerk (4) und so dass ein weiterer
erster, dem Baugrund zugewandter Anlagebereich zwischen dem distalen Abschnitt (14)
und dem Isolierabschnitt (10) größer ist als ein weiterer zweiter, dem Baugrund abgewandter
Anlagebereich zwischen dem distalen Abschnitt (14) und dem Isolierabschnitt (10).
13. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein dem
Baugrund zugewandter Anlagebereich zwischen einem Unterabschnitt (20; 18; 70) des
Isolierabschnitts (10) und einem Unterabschnitt (28; 72) des distalen Abschnitts (14)
größer ist als ein dem Baugrund abgewandter Anlagebereich zwischen dem Unterabschnitt
(20; 18; 70) des Isolierabschnitts (10) und dem Unterabschnitt (28; 72) des distalen
Abschnitts (14), und/oder wobei ein dem Baugrund zugewandter Anlagebereich zwischen
einem Unterabschnitt (18; 70) des Isolierabschnitts (10) und einem distalen Ende (26)
des proximalen Abschnitts (12) größer ist als ein dem Baugrund abgewandter Anlagebereich
zwischen dem Unterabschnitt (18; 70) des Isolierabschnitts (10) und dem distalen Ende
(26) des proximalen Abschnitts (12).
14. Beabstandungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Befestigungsmittel
(24) zur Druckbeaufschlagung und/oder Festlegung eines distales Endes (26) eines proximalen
Abschnitts (12) in Richtung des Tragwerks (4) ausgebildet ist, und wobei ein weiteres,
zweites Befestigungsmittel einen in distaler Richtung sich an den Isolierabschnitt
(10) anschließenden Zwischenabschnitt (72) des distalen Abschnitts (14) bezüglich
eines proximalen Endes (28) des distalen Abschnitts (14) festlegt.
15. Beabstandungsvorrichtung (2) nach dem vorstehenden Anspruch, wobei zwischen einem
distalen Ende (26) des proximalen Abschnitts (12) und dem Zwischenabschnitt (72) eine
Ausnehmung (74) zur Aufnahme eines Überstandes des Befestigungsmittels (24) ausgebildet
ist.