| (19) |
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(11) |
EP 2 874 753 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.12.2016 Patentblatt 2016/49 |
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Anmeldetag: 16.05.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2013/100183 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/015851 (30.01.2014 Gazette 2014/05) |
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| (54) |
VOLLMANTELSCHNECKENZENTRIFUGE MIT EINER ENERGIERÜCKGEWINNUNGSEINRICHTUNG
SOLID BOWL CENTRIFUGE HAVING AN ENERGY-RECOVERY DEVICE
CENTRIFUGEUSE À VIS SANS FIN À BOL PLEIN MUNIE D'UN DISPOSITIF DE RÉCUPÉRATION D'ÉNERGIE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.07.2012 DE 102012014563
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.05.2015 Patentblatt 2015/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Flottweg SE |
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84137 Vilsbiburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHLARB, Manfred
84137 Vilsbiburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rothkopf, Ferdinand |
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ROTHKOPF
Patent- und Rechtsanwälte
Isartorplatz 5 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
JP-A- 2009 136 790
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US-A- 5 147 277
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Hintergrund der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vollmantelschneckenzentrifuge mit einer um eine Längsachse
drehbaren Zentrifugentrommel, mindestens einem Auslass zum Auslassen von geklärtem
Gut aus der Zentrifugentrommel und einer am Auslass angeordneten Einrichtung.
[0002] Zum Drehen der Zentrifugentrommel einer Vollmantelschneckenzentrifuge ist bekanntlich
Antriebsenergie erforderlich, weil beim Einbringen des zu klärenden bzw. zu zentrifugierenden
Gutes diesem Gut kinetische Energie mitgegeben wird. Umgekehrt wird beim Entleeren
die kinetische Energie des geklärten, ausströmenden Gutes in Reibungsenergie umgewandelt.
[0003] Es sind Bestrebungen bekannt, die kinetische Energie des ausströmenden Gutes möglichst
derart zu nutzen, dass diese Energie wieder zum Antrieb der Drehbewegung der Zentrifugentrommel
beiträgt. Dazu sind unter anderem an Auslassöffnungen an der Stirnseite der Zentrifugentrommel
Auslasskanäle bekannt, die den Gutstrom in tangentialer Richtung umleiten. Das dann
nicht in axialer, sondern in tangentialer Richtung austretende Gut führt der Zentrifugentrommel
aufgrund seiner Fliehkraftenergie einen Impuls in Drehrichtung zu, der die Zentrifugentrommel
in Drehrichtung antreibt. Solche Auslasskanäle sind z.B. aus
WO 2012 013624 A1 und
US 5 147 277 A bekannt.
Zugrundeliegende Aufgabe
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vollmantelschneckenzentrifuge zu schaffen,
bei der die Energierückgewinnung aufgrund einer Impulsrückführung des ausströmenden
Gutes besonders kostengünstig und zugleich besonders wirkungsvoll bereitgestellt wird.
Erfindungsgemäße Lösung
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß mit einer Vollmantelschneckenzentrifuge gelöst,
die eine um eine Längsachse drehbare Zentrifugentrommel umfasst. Die Zentrifugentrommel
weist mindestens einen Auslass zum Auslassen von geklärtem Gut aus der Zentrifugentrommel
auf. An dem Auslass ist eine Einrichtung angeordnet. Im Betrieb der Vollmantelschneckenzentrifuge
kann sich die Zentrifugentrommel in einer ersten Drehrichtung und in einer zweiten,
der ersten Drehrichtung entgegengesetzten Drehrichtung drehen. Die Einrichtung weist
eine erste Wirkfläche auf, über die bei Drehung der Zentrifugentrommel in der ersten
Drehrichtung geklärtes Gut abströmen kann. Zugleich ist an der Einrichtung eine zweite
Wirkfläche ausgebildet, über die bei Drehung der Zentrifugentrommel in der zweiten
Drehrichtung geklärtes Gut abströmen kann. Die Einrichtung ist als eine Energierückgewinnungseinrichtung
gestaltet, die in eine erste Stellung bringbar ist, bei der die erste Wirkfläche in
Funktion ist, sowie in eine zweite Stellung bringbar ist, bei der die zweite Wirkfläche
in Funktion ist. Bei den beiden Stellungen ist die Energierückgewinnungseinrichtung
jeweils in Bezug auf eine Radialrichtung des Auslasses in einem Winkel von zwischen
+/- 2° und +/- 20° schräg gestellt.
[0006] Erfindungsgemäß ist eine Energierückgewinnungseinrichtung geschaffen, die sowohl
bei einer voreilenden Fahrweise einer Zentrifugentrommel als auch einer nacheilenden
Fahrweise genutzt werden kann. Bei bisher bekannten Vollmantelschneckenzentrifugen
mussten stattdessen für solche verschiedenen Trommeldrehrichtungen auch verschiedene
Energierückgewinnungseinrichtungen vorgesehen werden. Mit der erfindungsgemäßen Lösung
kann daher einfacher und kostengünstiger zwischen den verschiedenen Betriebsarten
einer Vollmantelschneckenzentrifuge gewechselt werden. Die Anpassung an die jeweilige
Fahrweise der Vollmantelschneckenzentrifuge wird einfach dadurch erreicht, dass an
der Energierückgewinnungseinrichtung gemäß der Erfindung verschiedene dort vorgesehene
Wirkflächen genutzt werden.
[0007] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vollmantelschneckenzentrifuge
sind die beiden Wirkflächen mit einer einzigen Schale gebildet. An der derartigen
Schale befinden sich dann mehrere Flächenbereiche, die einzeln für das jeweilige Ableiten
von ausströmendem, geklärtem Gut angepasst sind. Die Teilflächen weisen dabei insbesondere
eine besonders angepasste Erstreckung, Krümmung und/oder auch Schrägstellung in Bezug
auf die Zentrifugentrommel auf. Ferner kann an den Teilflächen jeweils eine Abströmkante
vorgesehen sein, über die hinweg das ausströmende, geklärte Gut schließlich die Energierückgewinnungseinrichtung
verlässt. Insbesondere sind vorteilhaft eine erste und eine zweite Abströmkante vorgesehen,
die einander gegenüberliegend an einer solchen schalenförmigen bzw. konkaven Gesamtabströmfläche
vorgesehen sind.
[0008] Die derartige Schale ist vorzugsweise mit einem Radius gestaltet, der im Wesentlichen
gleich dem Radius des an dem Auslass ausgelassenen Gutes ist. Der Radius des ausströmenden,
geklärten Gutes wird bei Vollmantelschneckenzentrifugen auch als Teichoberfläche bezeichnet.
Dieser Radius ist deshalb für die Krümmung einer erfindungsgemäßen, konkaven Abströmfläche
vorteilhaft, weil sich mit einem solchen Radius ein besonders verlustarmes Überströmen
aus der Zentrifugentrommel heraus und über die Abströmfläche hinweg ergibt. Die Abströmfläche
kann präzise vor dem Ausgang positioniert und an die jeweiligen Betriebsbedingungen
angepasst werden. Dabei kann insbesondere sehr vorteilhaft eine Anpassung an die jeweiligen
Trommeldrehzahlen und Produktdurchsätze an der Zentrifugentrommel vorgenommen werden.
[0009] Alternativ ist die Schale vorteilhaft mit einem Radius gestaltet, der größer als
der Radius des an dem Auslass ausgelassenen Gutes ist. Ein solcher Radius führt zwangsweise
zu einem Abgleiten von ausgeleitetem Gut nach radial außen. Die derartige Energierückgewinnungseinrichtung
ist daher unempfindlicher gegen möglicherweise sich ergebende Fehleinstellungen. Vorteilhaft
ist ferner die erfindungsgemäß vorgesehene Schale zur Richtung der Tangente am Auslass
zumindest leicht gekippt angeordnet. Besonders bevorzugt beträgt der Winkel zwischen
der Tangenten am Auslass mit dessen Teichoberfläche und der Tangenten der dort positionierten
Schale zwischen 5° und 20° entgegen der Drehrichtung der Zentrifugentrommel nach radial
außen. Besonders bevorzugt wird ein Winkel von 12°.
[0010] Besonders bevorzugt ist bei der Vollmantelschneckenzentrifuge gemäß der Erfindung
die Energierückgewinnungseinrichtung flächensymmetrisch gestaltet. Bei einer solchen
Energierückgewinnungseinrichtung kann diese bei umgekehrter Drehrichtung die an sich
gleiche, im Übrigen nur gespiegelte Stellung an der Zentrifugentrommel einnehmen.
Eine solche Energierückgewinnungseinrichtung ist entsprechend zwischen den Betriebsarten
besonders einfach umzupositionieren.
[0011] Die Energierückgewinnungseinrichtung ist ferner erfindungsgemäß in eine erste Stellung
bringbar, bei der die erste Wirkfläche in Funktion ist, sowie in eine zweite Stellung
bringbar, bei der die zweite Wirkfläche in Funktion ist. Diese beiden Stellungen können
sehr leicht durch Umschrauben der Energierückgewinnung an der Zentrifugentrommel eingerichtet
werden. Alternativ kann auch eine Umschaltung vorgesehen sein, so dass die Energierückgewinnung
fremdgesteuert oder auch selbsttätig von der einen Drehrichtung in die andere Drehrichtung
umschaltet. Bei den beiden Stellungen ist erfindungsgemäß die Energierückgewinnungseinrichtung
jeweils in Bezug auf eine Radialrichtung des Auslasses in einem Winkel von zwischen
+/- 2° und +/- 20° schräg gestellt.
[0012] Der Auslass ist aus diesem Grund auch vorzugsweise als eine Auslassöffnung in einer
Trommelstirnwand der Zentrifugentrommel gestaltet und die Energierückgewinnungseinrichtung
ist an der Trommelstirnwand in zumindest zwei, zur radialen Richtung symmetrischen
Stellungen jeweils ortsfest anbringbar. Mit dieser symmetrischen Stellungsvorgabe
ist es besonders einfach, die Energierückgewinnung an der Trommelstirnwand umzumontieren.
[0013] Die Energierückgewinnungseinrichtung weist vorzugsweise ferner eine erste Umlenkfläche
auf, von der bei Drehung der Zentrifugentrommel in der ersten Drehrichtung geklärtes
Gut aus einer weitgehend axialen Bewegungsrichtung in eine weitgehend tangentiale
Bewegungsrichtung umlenkbar ist. Die Energierückgewinnungseinrichtung weist darüber
hinaus vorteilhaft eine zweite Umlenkfläche auf, von der bei Drehung der Zentrifugentrommel
in der zweiten Drehrichtung geklärtes Gut aus einer weitgehend axialen Bewegungsrichtung
in eine weitgehend tangentiale Bewegungsrichtung umlenkbar ist. Die derartigen Umlenkflächen
tragen erheblich zur Rückgewinnung von Energie bei und ermöglichen es zugleich, die
Energierückgewinnungseinrichtung sowohl für einen vorauseilenden Trommelbetrieb als
auch einen nacheilenden Trommelbetrieb zu verwenden.
[0014] Eine solche an einer Energierückgewinnungseinrichtung vorgesehene Umlenkfläche ist
in Längsschnitt der zugehörigen Zentrifugentrommel betrachtet vorzugsweise zur Längsachse
der Zentrifugentrommel schräg vom Auslass zumindest abschnittsweise schräg nach radial
innen gerichtet angeordnet. Auf der derart angeordneten Umlenkfläche wird das geklärte
Gut beim Ausströmen aus dem Auslass nicht nur von der axialen Richtung in die im Wesentlichen
tangentiale Richtung umgelenkt, sondern es bewegt sich dabei zugleich auch axial entlang
der Umlenkfläche von radial außen nach radial innen. Bei dieser Bewegung von außen
nach innen sinkt die potentielle Energie des Gutes, weil es sich radial innen mit
einer geringeren Umlaufgeschwindigkeit bewegt. Das Gut gibt also Energie an die Energierückgewinnungseinrichtung
ab, welche zur Beschleunigung der Zentrifugentrommel beiträgt. Die Bewegung des Gutes
auf der zur Längsachse schräg gestellten Umlenkfläche, welche dabei in axialer Richtung
eben oder auch gekrümmt sein kann, ist ein sich selbst regelnder Vorgang. Je größer
die Energieabgabe, desto weiter wandert das Gut in axialer Richtung und dabei von
radial außen nach radial innen. Der Winkel der Schrägstellung beträgt vorzugsweise
zwischen 5° und 45°, bevorzugt zwischen 10° und 20°, besonders bevorzugt 15°.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Vollmantelschneckenzentrifuge sind ferner in Entsprechung
zur oben genannten Ausgestaltung vorzugsweise die beiden Wirkflächen und die beiden
Umlenkflächen mit einer einzigen Schale gebildet.
[0016] Schließlich ist bei der Vollmantelschneckenzentrifuge gemäß der Erfindung vorzugsweise
eine Wehreinrichtung vorgesehen, die zusammen mit der Energierückgewinnungseinrichtung
in mindestens zwei Stellungen bringbar ist und insbesondere einteilig mit der Energierückgewinnungseinrichtung
ausgebildet ist. Die Wehreinrichtung ermöglicht es, dass mit dem Positionieren der
Energierückgewinnungseinrichtung zugleich auch in darauf abgestimmter Weise eine Wehrkante
der Wehreinrichtung an der Zentrifugentrommel platziert wird. Insbesondere kann eine
Wehrkante der Wehreinrichtung dabei in zwei symmetrischen Positionen angeordnet werden,
bei denen die erfindungsgemäß ausgebildete Schale an der Energierückgewinnung ebenfalls
vorteilhaft platziert ist. Bei diesen Stellungen ist sowohl die Schale als auch die
Wehrkante zur zugehörigen radialen Richtung hin gekippt positioniert. Dadurch strömt
an der Wehrkante das abströmende Gut prinzipiell durch einen Dreiecksbereich ab. Dieser
Dreiecksbereich ermöglicht es, dass der Strom an geklärtem Gut insbesondere bei kleinen
Durchsatzmengen durch die Vollmantelschneckenzentrifuge genau dosiert werden kann.
Das Überströmen der Wehrkante findet ferner in einem Bereich statt, der für das Umleiten
und Ableiten in tangentialer Richtung einen langen Strömungsweg auf der oben genannte
Wirkfläche erlaubt.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung anhand der
beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Energierückgewinnungseinrichtung,
- Fig. 2
- den Schnitt II gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Energierückgewinnungseinrichtung,
- Fig. 4
- den Schnitt IV gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Vorderansicht eines dritten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Energierückgewinnungseinrichtung,
- Fig. 6
- den Schnitt VI gemäß Fig. 5
- Fig. 7
- eine Vorderansicht der Energierückgewinnungseinrichtung gemäß Fig. 5 bei einem für
eine erste Drehrichtung an einer Zentrifugentrommel montierten Zustand und
- Fig. 8
- eine Vorderansicht der Energierückgewinnungseinrichtung gemäß Fig. 5 bei einem für
eine zweite Drehrichtung an einer Zentrifugentrommel montierten Zustand.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0018] In den Fig. sind Energierückgewinnungseinrichtungen 10 dargestellt, die jeweils zum
Anordnen an einer Trommelstirnwand bzw. Stirnwand 12 einer weiter nicht veranschaulichten
Zentrifugentrommel vorgesehen sind. In der Stirnwand 12 sind dabei kreisförmig um
die Drehachse der Zentrifugentrommel herum mehrere Auslässe 14 in Form je einer kreisrunden
Auslassöffnung ausgebildet. Von diesen Auslässen 14 ist in den Fig. jeweils einer
veranschaulicht.
[0019] Die Zentrifugentrommel ist in eine erste Drehrichtung 16 und in eine, zu dieser ersten
Drehrichtung 16 entgegengesetzte, zweite Drehrichtung 18 drehbar. Die Energierückgewinnungseinrichtung
10 dient zum Rückgewinnen von Energie von aus dem Auslass 14 ausströmenden, geklärten
Gut. Das dort ausströmende Gut hat eine der Drehgeschwindigkeit entsprechende kinetische
Energie, die es beim Übergang in einen ortsfesten Ablass der zugehörigen Zentrifuge
weitgehend verliert. Diese kinetische Energie kann mit der Energierückgewinnungseinrichtung
10 teilweise abgefangen und auf die Zentrifugentrommel rückübertragen werden, so dass
für das Drehen der Zentrifugentrommel insgesamt weniger Rotationsenergie aufzubringen
ist.
[0020] Die Energierückgewinnungseinrichtung 10 umfasst dazu eine erste Wirkfläche 20, über
die bei Drehung der Zentrifugentrommel in der ersten Drehrichtung 16 geklärtes Gut
abströmen kann. Ferner ist an der Energierückgewinnungseinrichtung 10 eine zweite
Wirkfläche 22 ausgebildet, über die bei Drehung der Zentrifugentrommel in der zweiten
Drehrichtung 18 geklärtes Gut abströmen kann. Die beiden Wirkflächen 20 und 22 sind
beide mit einer einzigen Schale 24 ausgebildet, die unmittelbar vor dem zugehörigen
Auslass 14 weitgehend senkrecht von der Stirnwand 12 der Zentrifugentrommel absteht
und dabei ortsfest befestigt ist.
[0021] Über die Wirkfläche 20 kann (siehe Fig. 7) das ausströmende Gut ausgehend von dem
Auslass 14 im Wesentlichen nur tangential und dabei geringfügig nach radial außen
strömen. Insbesondere ist der radiale Strömungsweg von der Mitte des Auslasses 14
ausgehend auf ca. 8° nach radial außen begrenzt, bis das ausströmende Gut über eine
erste Überströmkante 26 bezogen auf Fig. 7 am rechten Rand der Schale 24 schließlich
frei nach radial außen wegtreten kann. Das gleiche gilt für die zweite Wirkfläche
22 und eine zweite Überströmkante 28 in Bezug auf die zweite Drehrichtung 18 (siehe
Fig. 8).
[0022] Die Schale 24 weist dazu in Bezug auf die Drehachse der Zentrifugentrommel einen
Radius 30 auf, der einem Radius 32 des an dem Auslaß 14 ausgelassenen Gutes, der so
genannten Teichoberfläche, entspricht.
[0023] Die derart mit der Schale 24 und deren beiden Wirkflächen 20 und 22 gebildete Abströmfläche
kann dazu auf einfache Weise an der Stirnwand 12 in zwei Stellungen, einer ersten
Stellung 34 (Fig. 7) und einer zweiten Stellung 36 (Fig. 8) positioniert werden.
[0024] Bei den beiden Stellungen 34 und 36 ist die Schale 24 jeweils in Bezug auf eine Radialrichtung
bzw. radiale Richtung 38 des zugehörigen Auslasses 14 in einem Winkel von zwischen
+/- 2° und +/- 20°, bevorzugt +/- 10° schräg gestellt. Um diese Positionierung zu
ermöglichen ist die Schale 24 einfach mittels einer Rückenplatte 40 gestützt, in der
zwei Langlöcher 42 zum Befestigen an der Stirnwand 12 mittels nicht dargestellter
Schrauben ausgeformt sind.
[0025] Die Schale 24 gemäß den Fig. 1 und 2 ist mittels der Rückenplatte 40 von der Stirnwand
12 senkrecht abstehend gehalten. Gemäß den Fig. 3 bis 6 ist die Schale 24 von dem
Auslass 14 ausgehend nach axial außen ansteigend gestaltet. Dabei wird an einer ersten
Umlenkfläche 44 und einer zweiten Umlenkfläche 46 je nach Drehrichtung eine Umlenkung
des ausströmenden Gutes in eine weitgehend tangentiale Bewegungsrichtung 48 mit der
oben erläuterten, kontrolliert radialen Auswärtsbewegung unterstützt. Die Schale 24
bildet also eine Umlenkfläche für das ausströmende, geklärte Gut, welche in Längsrichtung
der Zentrifugentrommel sich von radial außen schräg nach radial innen erstreckt. Dabei
ist die Schale 24 gemäß Fig. 3 und 4 im Längsschnitt eben bzw. gerade (insbesondere
nicht gekrümmt) gestaltet, während die Schale 24 gemäß Fig. 5 und 6 auch eine Krümmung
in axialer Richtung aufweist.
[0026] Das ausströmende Gut tritt an einer innerhalb der Rückenplatte 40 ausgebildeten Wehreinrichtung
50 auf die Schale 24. Die Wehreinrichtung 50 ist mit einer Wehrkante 52 an der Rückenplatte
40 gebildet, welche mit der schrägen Positionierung der Rückenplatte 40 dann je nach
Drehrichtung ebenfalls vorteilhaft geringfügig schräg gestellt wird.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 10
- Energierückgewinnungseinrichtung
- 12
- Stirnwand einer Zentrifugentrommel
- 14
- Auslass in Form einer Auslassöffnung
- 16
- erste Drehrichtung
- 18
- zweite Drehrichtung
- 20
- erste Wirkfläche
- 22
- zweite Wirkfläche
- 24
- Schale
- 26
- erste Überströmkante
- 28
- zweite Überströmkante
- 30
- Radius der Schale
- 32
- Radius des an dem Auslass ausgelassenen Gutes (Teichoberfläche)
- 34
- erste Stellung
- 36
- zweite Stellung
- 38
- radiale Richtung
- 40
- Rückenplatte
- 42
- Langloch
- 44
- erste Umlenkfläche
- 46
- zweite Umlenkfläche
- 48
- weitgehend tangentiale Bewegungsrichtung
- 50
- Wehreinrichtung
- 52
- Wehrkante
1. Vollmantelschneckenzentrifuge mit einer um eine Längsachse drehbaren Zentrifugentrommel,
mindestens einem Auslass (14) zum Auslassen von geklärtem Gut aus der Zentrifugentrommel
und einer am Auslass (14) angeordneten Einrichtung (10),
wobei im Betrieb der Vollmantelschneckenzentrifuge sich die Zentrifugentrommel in
einer ersten Drehrichtung (16) und in einer zweiten, der ersten Drehrichtung (16)
entgegengesetzten Drehrichtung (18) drehen kann, und
die Einrichtung (10) eine erste Wirkfläche (20) aufweist, über die bei Drehung der
Zentrifugentrommel in der ersten Drehrichtung (16) geklärtes Gut abströmen kann, sowie
eine zweite Wirkfläche (22) aufweist, über die bei Drehung der Zentrifugentrommel
in der zweiten Drehrichtung (18) geklärtes Gut abströmen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (10) als eine Energierückgewinnungseinrichtung (10) gestaltet ist,
die in eine erste Stellung (34) bringbar ist, bei der die erste Wirkfläche (20) in
Funktion ist, sowie in eine zweite Stellung (36) bringbar ist, bei der die zweite
Wirkfläche (22) in Funktion ist,
und bei den beiden Stellungen (34, 36) die Energierückgewinnungseinrichtung (10) jeweils
in Bezug auf eine Radialrichtung (38) des Auslasses (14) in einem Winkel von zwischen
+/- 2° und +/- 20° schräg gestellt ist.
2. Vollmantelschneckenzentrifuge nach Anspruch 1,
bei der die beiden Wirkflächen (20, 22) mit einer einzigen Schale (24) gebildet sind.
3. Vollmantelschneckenzentrifuge nach Anspruch 2,
bei der die Schale (24) mit einem Radius (30) gestaltet ist, der gleich dem Radius
(32) des an dem Auslass (14) ausgelassenen Gutes ist.
4. Vollmantelschneckenzentrifuge nach Anspruch 2,
bei der die Schale (24) mit einem Radius gestaltet ist, der größer als der Radius
(32) des an dem Auslass (14) ausgelassenen Gutes ist.
5. Vollmantelschneckenzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei der die Energierückgewinnungseinrichtung (10) flächensymmetrisch gestaltet ist.
6. Vollmantelschneckenzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
bei der der Auslass (14) als eine Auslassöffnung in einer Trommelstirnwand (12) der
Zentrifugentrommel gestaltet und die Energierückgewinnungseinrichtung (10) an der
Trommelstirnwand (12) in zumindest zwei, zur radialen Richtung (38) symmetrischen
Stellungen (34, 36) jeweils ortsfest anbringbar ist.
7. Vollmantelschneckenzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
bei der die Energierückgewinnungseinrichtung (10) eine erste Umlenkfläche (44) aufweist,
von der geklärtes Gut bei Drehung der Zentrifugentrommel in der ersten Drehrichtung
(16) aus einer weitgehend axialen Bewegungsrichtung in eine weitgehend tangentiale
Bewegungsrichtung (48) umlenkbar ist, und eine zweite Umlenkfläche (46) aufweist,
von der geklärtes Gut bei Drehung der Zentrifugentrommel in der zweiten Drehrichtung
(18) aus einer weitgehend axialen Bewegungsrichtung in eine weitgehend tangentiale
Bewegungsrichtung (48) umlenkbar ist.
8. Vollmantelschneckenzentrifuge nach Anspruch 7,
bei der die beiden Wirkflächen (20, 22) und die beiden Umlenkflächen (44, 46) mit
einer einzigen Schale (24) gebildet sind.
9. Vollmantelschneckenzentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
bei der eine Wehreinrichtung (50) vorgesehen ist, die zusammen mit der Energierückgewinnungseinrichtung
(10) in mindestens zwei Stellungen (34, 36) bringbar ist, insbesondere einteilig mit
der Energierückgewinnungseinrichtung (10) ausgebildet ist.
1. Solid bowl screw centrifuge having a centrifuge drum that is rotatable about a longitudinal
axis, at least one outlet (14) for discharging clarified material from the centrifuge
drum, and a device (10) arranged at the outlet (14),
wherein when the solid bowl screw centrifuge is in operation, the centrifuge drum
can rotate in a first direction of rotation (16) and in a second direction of rotation
(18) opposite to the first direction of rotation (16), and
the device (10) has a first active surface (20), via which clarified material can
flow out when the centrifuge drum is rotated in the first direction of rotation (16),
and a second active surface (22), via which clarified material can flow out when the
centrifuge drum is rotated in the second direction of rotation (18),
characterised in that the device (10) is designed as an energy recovery device (10) which is able to be
brought into a first position (34) in which the first active surface (20) is in operation,
and able to be brought into a second position (36) in which the second active surface
(22) is in operation,
and in the two positions (34, 36), the energy recovery device (10) is in each case
in an inclined position at an angle of between +/- 2° and +/- 20° with regard to a
radial direction (38) of the outlet (14).
2. Solid bowl screw centrifuge according to claim 1, wherein the two active surfaces
(20, 22) are formed with a single dish (24).
3. Solid bowl screw centrifuge according to claim 2, wherein the dish (24) is formed
with a radius (30) that is the same as the radius (32) of the material discharged
at the outlet (14).
4. Solid bowl screw centrifuge according to claim 2, wherein the dish (24) is formed
with a radius that is greater than the radius (32) of the material discharged at the
outlet (14).
5. Solid bowl screw centrifuge according to one of claims 1 to 4,
wherein the energy recovery device (10) is formed in an area-symmetrical manner.
6. Solid bowl screw centrifuge according to one of claims 1 to 5,
wherein the outlet (14) is formed as an outlet opening in a drum end wall (12) of
the centrifuge drum, and the energy recovery device (10) is attachable to the drum
end wall (12), in each case in a stationary manner, in at least two positions (34,
36) that are symmetrical to the radial direction (38).
7. Solid bowl screw centrifuge according to one of claims 1 to 6,
wherein the energy recovery device (10) has a first deflecting surface (44) by way
of which clarified material is deflectable from a largely axial direction of movement
into a largely tangential direction of movement (48) when the centrifuge drum is rotated
in the first direction of rotation (16), and has a second deflecting surface (46)
by way of which clarified material is deflectable from a largely axial direction of
movement into a largely tangential direction of movement (48) when the centrifuge
drum is rotated in the second direction of rotation (18).
8. Solid bowl screw centrifuge according to claim 7, wherein the two active surfaces
(20, 22) and the two deflecting surfaces (44, 46) are formed with a single dish (24).
9. Solid bowl screw centrifuge according to one of claims 1 to 8,
wherein provision is made of a weir device (50) which is able to be brought into at
least two positions (34, 36) together with the energy recovery device (10), and is
formed in particular in one piece with the energy recovery device (10).
1. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein munie d'un tambour de centrifugeuse pouvant
tourner autour d'un axe longitudinal, d'au moins une sortie (14) pour faire sortir
le produit décanté hors du tambour de centrifugeuse et d'un dispositif (10) disposé
au niveau de la sortie (14) ;
en situation de fonctionnement de la centrifugeuse à vis sans fin à bol plein, le
tambour de centrifugeuse pouvant tourner dans une première direction de rotation (16)
et dans une deuxième direction de rotation (18) opposée à la première direction de
rotation (16) ; et
le dispositif (10) comportant une première surface active (20) via laquelle le produit
décanté peut s'écouler lors de la rotation du tambour de centrifugeuse dans la première
direction de rotation (16) ainsi qu'une deuxième surface active (22) via laquelle
le produit décanté peut s'écouler lors de la rotation du tambour de centrifugeuse
dans la deuxième direction de rotation (18) ;
caractérisée en ce que :
le dispositif (10) est réalisé sous la forme d'un dispositif de récupération d'énergie
(10) pouvant être amené dans une première position (34) dans laquelle la première
surface active (20) est en fonction ainsi que dans une deuxième position (36) dans
laquelle la deuxième surface active (22) est en fonction ; et
dans les deux positions (34, 36), le dispositif de récupération d'énergie (10) est
respectivement placé de façon oblique par rapport à une direction radiale (38) de
la sortie (14) selon un angle compris entre +/- 2° et +/- 20°.
2. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon la revendication 1, dans laquelle les
deux surfaces actives (20, 22) sont formées au moyen d'une coque (24) unique.
3. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon la revendication 2, dans laquelle la
coque (24) est réalisée avec un rayon (30) égal au rayon (32) du produit sortant au
niveau de la sortie (14).
4. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon la revendication 2, dans laquelle la
coque (24) est réalisée avec un rayon supérieur au rayon (32) du produit sortant au
niveau de la sortie (14).
5. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, dans laquelle le dispositif de récupération d'énergie (10) est agencé avec
des surfaces symétriques.
6. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, dans laquelle la sortie (14) est réalisée sous la forme d'une ouverture de
sortie dans une paroi avant de tambour (12) du tambour de centrifugeuse et le dispositif
de récupération d'énergie (10) peut être placé respectivement fixement sur place au
niveau de la paroi avant de tambour (12) dans au moins deux positions (34, 36) symétriques
par rapport à la direction radiale (38).
7. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, dans laquelle le dispositif de récupération d'énergie (10) comporte une première
surface de déviation (44) pouvant être déviée par le produit décanté, par rotation
du tambour de centrifugeuse, dans la première direction de rotation (16), en partant
d'une direction de déplacement principalement axiale jusque dans une direction de
déplacement (48) principalement tangentielle et comporte une deuxième surface de déviation
(46) pouvant être déviée par le produit décanté, par rotation du tambour de centrifugeuse
dans la deuxième direction de rotation (18), en partant d'une direction de déplacement
principalement axiale jusque dans une direction de déplacement (48) principalement
tangentielle.
8. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon la revendication 7, dans laquelle les
deux surfaces actives (20, 22) et les deux surfaces de déviation (44, 46) sont formées
d'une coque (24) unique.
9. Centrifugeuse à vis sans fin à bol plein selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, dans laquelle un dispositif de barrage (50) est prévu, celui-ci pouvant être
amené, conjointement avec le dispositif de récupération d'énergie (10), dans au moins
deux positions (34, 36), notamment en étant réalisé d'un seul tenant avec le dispositif
de récupération d'énergie (10).


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