[0001] Die Erfindung betrifft eine wasserlösliche Verpackung, die ein Mittel und eine wasserlösliche
Umhüllung umfasst. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung.
Stand der Technik
[0002] Wasch- oder Reinigungsmittel sind heute für den Verbraucher in vielfältigen Angebotsformen
erhältlich. Neben Pulvern und Granulaten umfasst dieses Angebot beispielsweise auch
Flüssigkeiten, Gele oder Portionspackungen (Tabletten oder gefüllte Beutel).
[0003] Insbesondere Portionspackungen in Form von wasserlöslichen Verpackungen mit flüssigen
Wasch- oder Reinigungsmitteln werden immer beliebter, erfüllen sie einerseits den
Wunsch des Verbrauchers nach vereinfachter Dosierung und andererseits bevorzugen immer
mehr Verbraucher flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0004] So beschreibt die
WO 02/058910 A1 eine wasserlösliche Laminatfolie, die sich zur Herstellung von wasserlöslichen Portionspackungen
für Textilwaschmittel eignet. Dabei werden unter anderem mehrere Schichten der Laminatfolie
zur Herstellung der Portionspackungen verwendet.
[0005] Aus der
WO 92/17382 A1 ist eine vergleichbare wasserlösliche Verpackung für Agrochemikalien bekannt. Die
dortige wasserlösliche Verpackung umfasst zwei Filmlagen, die miteinander versiegelt
sind und so die beutelartige Verpackung ausbilden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Attraktivität und/oder Funktionalität derartiger
wasserlöslicher Portionspackungen weiter zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine wasserlösliche Verpackung nach Anspruch 1 und Anspruch
2 sowie durch Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Verpackungen nach den
Ansprüchen 8-11 gelöst. Danach überdeckt der Folienstreifen, der jede beliebige, flächige
geometrische Ausformung annehmen kann, zwischen 10% und 90% der Oberfläche der wasserlöslichen
Verpackung. Darüber hinaus ist der Folienstreifen mit 5-100% seiner Oberfläche mit
der inneren oder äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Verpackung stoffschlüssig
verbunden. Außerdem ist der Folienstreifen bedruckt. Die Bedruckung kann schriftliche
oder auch schriftbildliche Hinweise für den Benutzer der wasserlöslichen Verpackung
enthalten oder ornamental bzw. graphische Elemente enthalten, wie beispielsweise florale
Abbildungen. Insbesondere kann der Folienstreifen auch mit einem Herstellerhinweis
bedruckt sein.
[0008] Gemäß einer ersten Ausführungsform umfasst die wasserlösliche Verpackung ein Mittel
und eine wasserlösliche Umhüllung wobei an der äußeren Oberfläche der Verpackung mindestens
ein Folienstreifen aus einem wasserlöslichen Material stoffschlüssig angeordnet ist.
[0009] In einer hierzu alternativen Ausgestaltung umfasst die wasserlösliche Verpackung
ein Mittel und eine wasserlösliche Umhüllung wobei an der inneren Oberfläche der Verpackung
mindestens ein Folienstreifen aus einem wasserlöslichen Material stoffschlüssig angeordnet
ist.
[0010] Es ist selbstverständlich möglich, die vorgenannten alternativen Ausgestaltungen
zu kombinieren, so dass eine wasserlösliche Verpackung gebildet ist, welche auf der
inneren und äußeren Oberfläche der Verpackung mindestens einen Folienstreifen aus
einem wasserlöslichen Material aufweist.
[0011] Der Folienstreifen ist insbesondere transparent, transluzent oder opak ausgeformt.
[0012] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist der Folienstreifen
Träger eines Aktivstoffes, insbesondere eines Duftstoffes. Hierdurch kann einem Benutzer
beispielsweise ein entsprechender Dufteindruck der in der wasserlöslichen Verpackung
bevorrateten Zubereitung vermittelt werden.
[0013] Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, weist der Folienstreifen
zwei voneinander beabstandete Klebepunkte auf, die derart auf der äußeren Oberfläche
der wasserlöslichen Verpackung verbunden sind, dass der Folienstreifen eine Schlaufe
bildet.
[0014] Der wasserlösliche Folienbeutel kann bevorzugt auch zwischen 2 und 5 Kammern aufweisen.
[0015] Es ist auch möglich, dass eine Mehrzahl von Folienstreifen auf und/oder in der wasserlöslichen
Verpackung angeordnet sind, wobei sich die Folienstreifen bevorzugt voneinander hinsichtlich
ihrer Bedruckung und/oder enthaltenen Aktivstoffs unterscheiden.
[0016] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel
und eine wasserlösliche Umhüllung enthält, ist ein Verfahren bevorzugt, umfassend
die Schritte:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel,
- c) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn,
- d) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens und
- e) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die wasserlösliche
Verpackung.
[0017] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel
und eine wasserlösliche Umhüllung enthält, ist insbesondere ein Verfahren bevorzugt,
umfassend die Schritte:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens,
- b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die äußere und/oder
innere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn,
- c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn,
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
- e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn.
[0018] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel
und eine wasserlösliche Umhüllung enthält, kann ein Verfahren bevorzugt sein, umfassend
die Schritte:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens,
- b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die innere oder
äußere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn,
- c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
- e) Verschließen der Kavität mit der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn.
[0019] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen, wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel
und eine wasserlösliche Umhüllung enthält, ist auch ein Verfahren besonders bevorzugt,
umfassend die Schritte:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens,
- b) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
- c) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die innere oder
äußere Oberfläche der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen Folienbahn,
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
- e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn.
Wasserlösliche Verpackung
[0020] Gegenstand der Erfindung wie in den Ansprüchen 1-2 offenbart ist eine wasserlösliche
Verpackung, die ein Mittel und eine wasserlösliche Umhüllung enthält.
[0021] Eine wasserlösliche Verpackung enthält eine wasserlösliche Umhüllung, welche eine
geschlossene Struktur ausbildet, die in ihrem Inneren eine oder mehrere Kammern zur
Aufnahme eines oder mehrerer Mittel aufweist. Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise
durch ein wasserlösliches Folienmaterial gebildet.
[0022] Die wasserlösliche Verpackung kann formstabil oder verformbar ausgebildet sein.
[0023] Die wasserlösliche Verpackung ist gemäß einer ersten bevorzugten Ausführung als formstabiler
Behälter, beispielsweise in Form einer Kapsel, Box, Dose oder eines Containers ausgebildet.
[0024] Es ist grundsätzlich jedoch auch möglich und bevorzugt, den Behälter als einen nicht
formstabilen Behälter, beispielsweise als Beutel auszuformen. Die Form eines derartigen
Folienbeutels kann den Gebrauchsgegebenheiten weitgehend angepasst werden. Es kommen
beispielsweise zu verschiedenen Formen (wie Schläuchen, Kissen, Zylindern, Flaschen,
Scheiben o.ä.) gearbeitete bzw. verarbeitete Kunststoff-Folien oder -Platten, Kapseln
und andere denkbare Formen in Frage. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt sind Folien,
die beispielsweise zu Verpackungen wie Schläuchen, Kissen o. ä. verklebt und/oder
versiegelt werden können, nachdem sie mit einem Mittel befüllt wurden.
[0025] Die wasserlösliche Verpackung kann eine oder mehrere Kammern zur Bevorratung eines
oder mehrerer Mittel aufweisen. Bevorzugt weist die wasserlösliche Verpackung, zwischen
2 und 5 Kammern auf.
Wasserlösliche Umhüllung
[0026] Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise aus einem wasserlöslichen Folienmaterial
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polymeren oder Polymergemischen gebildet.
Die Umhüllung kann aus einer oder aus zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen
Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche Folienmaterial der ersten Lage
und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich oder unterschiedlich sein.
[0027] Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält. Wasserlösliche Umhüllungen, die Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthalten, weisen eine gute Stabilität bei einer ausreichend hohen Wasserlöslichkeit,
insbesondere Kaltwasserlöslichkeit, auf.
[0028] Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren
bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen
Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1.000.000 gmol
-1, vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol
-1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmol
-1 liegt.
[0029] Die Herstellung von Polyvinylalkohol geschieht üblicherweise durch Hydrolyse von
Polyvinylacetat, da der direkte Syntheseweg nicht möglich ist. Ähnliches gilt für
Polyvinylalkoholcopolymere, die aus entsprechend aus Polyvinylacetatcopolymeren hergestellt
werden. Bevorzugt ist, wenn wenigstens eine Lage der wasserlöslichen Umhüllung einen
Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis
90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0030] Einem zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetem Polyvinylalkoholenthaltendem
Folienmaterial kann zusätzlich ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend (Meth)Acrylsäure-haltige
(Co)Polymere, Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane,
Polyester, Polyether, Polymilchsäure oder Mischungen der vorstehenden Polymere zugesetzt
sein.
[0031] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren
als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist.
[0032] Ebenfalls bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine
ethylenisch ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt
enthalten solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder Mischungen daraus.
[0033] Es kann bevorzugt sein, dass das Folienmaterial weitere Zusatzstoffe enthält. Das
Folienmaterial kann beispielsweise Weichmacher wie Dipropylenglycol, Ethylenglycol,
Diethyleneglycol, Propylenglycol, Glycerin, Sorbitol, Mannitol oder Mischungen daraus
enthalten. Weitere Zusatzstoffe umfassen beispielsweise Freisetzungshilfen, Füllmittel,
Vernetzungsmittel, Tenside, Antioxidationsmittel, UV-Absorber, Antiblockmittel, Antiklebemittel
oder Mischungen daraus.
[0034] Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den wasserlöslichen Umhüllungen der
wasserlöslichen Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der Firma MonoSol
LLC beispielsweise unter der Bezeichnung M8630, C8400 oder M8900 vertrieben werden.
Andere geeignete Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon®
GA, Solublon® KC oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien
VF-HP von Kuraray.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, kann die wasserlösliche Folie
- zumindest teilweise - auch aus einem zellstoffbasierten Material gebildet sein.
Das zellstoffbasierte Material kann insbesondere ein wasserlösliches Papier sein.
In diesem Zusammenhang ist es besonders zu bevorzugen, dass die wasserlösliche Folie
vollständig aus einem wasserlöslichen Papier gebildet ist. Insbesondere ist es bevorzugt,
dass das wasserlösliche Papier bedruckt ist.
Folienstreifen
[0036] Der Folienstreifen ist aus einem wasserlöslichen Material, insbesondere einer wasserlöslichen
Folie gebildet. Insoweit wird auf den voran stehenden Absatz "wasserlösliche Umhüllung"
verwiesen.
[0037] Der Folienstreifen kann aus der gleichen wasserlöslichen Folie gebildet sein wie
sie in der wasserlösliche Umhüllung eingesetzt wird. Es ist jedoch auch denkbar, den
Folienstreifen aus einer wasserlöslichen Folie zu bilden, die von der wasserlöslichen
Folie, die in der wasserlöslichen Umhüllung verwendet wird, verschieden ist.
[0038] Der Folienstreifen kann jede beliebige, flächige geometrische Ausformung annehmen.
Besonders bevorzugt sind rechteckige, quadratische, ovale, runde Grundformen. Es ist
jedoch auch möglich, den Folienstreifen ornamental, z.B. in Blumenform, Blütenform,
Tierform oder dergleichen auszuformen.
[0039] Der Folienstreifen ist bedruckt. In diesem Zusammenhang ist es insbesondere zu bevorzugen,
dass die Bedruckung des Folienstreifens wasserlöslich ist.
[0040] Die Bedruckung kann vorzugsweise Schrift und/oder Symbole und/oder Formen umfassen.
Insbesondere kann die Bedruckung als Herkunftshinweis der wasserlöslichen Verpackung
dienen, beispielsweise durch Aufdruck einer Marke und/oder Produktnamens. Ferner kann
die Bedruckung als ein Benutzungs- und/oder Warnhinweis in Verbindung mit der wasserlöslichen
Verpackung ausgebildet sein.
[0041] Methoden zur Bedruckung des wasserlöslichen Folienstreifens sind aus dem Stand der
Technik bekannt. Grundsätzlich kann jede Form des Bedruckens verwendet werden wie
beispielsweise Rotogravure, Lithographie, Flexographie, Tintenstrahldruck, Tampographie
oder beliebige Kombinationen dieser Drucktechnologie.
[0042] Die Bedruckung des Folienstreifens erfolgt bevorzugt mit einer wasserlöslichen Tinte
oder einem anderen, geeigneten wasserlöslichen Farbe. Wasserlösliche Tinten sind beispielsweise
unter dem Handelsnamen SunChemical Aquadestruct der Fa. SunChemical, Aqua Poly Super
Opaque White QW000046 der Fa. Environmental Inks oder Opta Film OPQ White W0L009656
der Fa. Water Ink Technologies Inc. bekannt.
[0043] Alternativ kann der Folienstreifen mit einer farbgebenden Substanz, welche ein Farbstoff,
ein Pigment oder Perlglanzmittel ist, eingefärbt sein. Geeignete Farbstoffe umfassen
Farbstoffe, die in der Color Index (C.I.) Klassifikation als Acid Dye, Direct Dye
oder Basic Dye bezeichnet werden.
[0044] Geeignete Pigmente, welche in dem Folienmaterial enthalten sind, sind beispielsweise
Ultramarin oder Titandioxid.
[0045] Perlglanzmittel, die in dem Folienmaterial enthalten sein können, sind Glimmer, Metalloxid
beschichteter Glimmer, Silica beschichteter Glimmer, Bismutoxychlorid beschichteter
Glimmer, Bismutoxychlorid, Glass, Metalloxid beschichteter Glass, Polyester-Glitter
und/oder Metallglitter.
[0046] Um einen zusätzlichen mechanischen Schutz insbesondere vor Abrieb bereitzustellen,
kann die bedruckte Seite des Folienstreifens von einer wasserlöslichen Folie überdeckt
sein, wobei diese Deckfolie insbesondere transparent ausgebildet ist, so dass das
Druckbild des Folienstreifens sichtbar ist. Der Folienstreifen und die Deckschicht
können stoffschlüssig miteinander verbunden sein, beispielsweise mittels Befestigungspunkten,
durch eine umlaufende Verbindungskante oder einer teil- oder vollflächigen Verbindung.
Die Verbindung kann mittels einer separaten Klebstoffs ausgebildet sein oder durch
ein leichtes Anfeuchten wenigstens einer der wasserlöslichen Folien.
[0047] Alternativ zu einer aus einer wasserlöslichen Folie gebildeten Deckschicht eines
bedruckten Folienstreifens kann der bedruckte Folienstreifen auch mit einem wasserlöslichen
Lack versehen werden, der beispielsweise auf das Druckbild aufgesprüht wird. Der Lack
ist hierbei bevorzugt transparent, damit das Druckbild des Folienstreifens sichtbar
bleibt.
[0048] Der Folienstreifen kann transparent, transluzent oder opak ausgebildet sein.
[0049] Der Folienstreifen überdeckt zwischen 10% und 90% der inneren oder äußeren Oberfläche
der wasserlöslichen Verpackung, wodurch eine hinreichend große Kontaktfläche für den
Stoffschluss zwischen den Oberflächen der wasserlöslichen Verpackung und des Folienstreifens
bereitgestellt wird.
[0050] Es ist ferner möglich eine Mehrzahl von Folienstreifen auf und/oder in der wasserlöslichen
Verpackung anzuordnen, wobei sich die Folienstreifen bevorzugt voneinander hinsichtlich
ihrer Bedruckung und/oder enthaltenen Aktivstoffs unterscheiden.
[0051] Der Folienstreifen kann auch fähnchenartig mit der wasserlöslichen Verpackung verbunden
sein, wobei er mit 5-100% seiner Oberfläche mit der inneren oder äußeren Oberfläche
der wasserlöslichen Verpackung stoffschlüssig verbunden ist. Hierbei ist nahe dem
äußeren Rand des Folienstreifens ein Klebepunkt vorgesehen.
[0052] Um mit Hilfe des Folienstreifens eine Schlaufe an der wasserlöslichen Verpackung
auszubilden ist es bevorzugt, dass der Folienstreifen mit zwei voneinander beabstandeten
Klebepunkten derart auf der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Verpackung verbunden
ist, dass der Folienstreifen eben eine solche Schlaufe bildet. Die Schlaufe kann insbesondere
als Greifhilfsmittel für einen Benutzer dienen.
[0053] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, dass die Klebepunkte mittels
eines wasserlöslichen Klebstoffs, wie z.B. eines Acrylat-Haftklebestoffs, gebildet
sind.
Aktivstoff in oder auf Folienstreifen
[0054] In einer erfindungsgemäßen Weiterentwicklung der wasserlöslichen Verpackung ist der
Folienstreifen Träger eines Aktivstoffes, insbesondere eines Duftstoffes oder einer
Duftstoffzusammensetzung. Ein weiterer bevorzugter Aktivstoff ist ein Bläuungsmittel.
Duftstoffzusammensetzung
[0055] Duftstoffe werden Mitteln, insbesondere Wasch- oder Reinigungsmitteln, zugesetzt,
um den ästhetischen Gesamteindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher
neben der technischen Leistung (z.B. Reinigungsleistung) ein sensorisch typisches
und unverwechselbares Produkt zur Verfügung zu stellen. Wasserlösliche Verpackungen
besitzen jedoch üblicherweise die Eigenschaft, dass Duftstoffzusammensetzungen aus
den in ihnen bevorrateten Mitteln schlecht oder gar nicht durch die wasserlösliche
Umhüllung hindurch an die Umgebung abgegeben werden. Somit kann der Dufteindruck derartiger
in wasserlöslichen Verpackungen bevorrateter Mittel von einem Benutzer nicht oder
nur sehr unzureichend wahrgenommen werden. Von daher ist es vorteilhaft, dass in oder
auf dem Folienstreifen als Aktivstoff ein Duftstoff oder eine Duftstoffzusammensetzung
umfasst ist.
[0056] Als Duftstoffe können einzelne Verbindungen verwendet werden, beispielsweise die
synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe.
Riechstoff-Verbindungen vom Typ der Ester sind beispielsweise Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat,
p-t-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat,
Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat,
Styrallylpropionat und Benzylsali-cylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether.
Zu den Aldehyden zählen z. B. lineare Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal,
Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lileal und Bourgeonal.
Zu den Ketonen zählen beispielsweise die Ionone, α-Isomethylionon, und Methylcedrylketon.
Zu den Alkoholen zählen beispielsweise Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool,
Phenylethylalkohol und Terpineol. Zu den Kohlenwasserstoffen zählen hauptsächlich
Terpene wie Limonen und Pinen.
[0057] Bevorzugt werden Duftstoffzusammensetzungen verschiedener Duftstoffe verwendet, die
so aufeinander abgestimmt sind, dass sie gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen.
Solche Duftstoffzusammensetzungen können auch natürliche Duftstoff-Gemische enthalten,
wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
Bläuungsmittel
[0058] Seit langem ist es üblich, den Weißgrad von Textilien mit Hilfe von optischen Aufhellern
oder Bläuungsmittel zu verbessern. Insbesondere soll mit diesen Verbindungen ein Gelbstich
von weißen Textilien, der mit der Zeit auftritt, kompensiert werden. Beim Bläuen verwendet
man blaue bzw. blauviolette Farbstoffe geringer Faseraffinität in sehr niedriger Konzentration,
um eine egale, mit freiem Auge nicht sichtbare Anfärbung der Textilien zu erhalten.
Der beim Bläuen erzielte verbesserte Weißeffekt beruht auf einer Senkung der gelben
Anteile des ins Auge des Beobachters reflektierten Lichtes.
[0059] Um eine Anreicherung des Bläuungsmittels auf den Textilien zu verhindern, werden
Bläuungsmittel nur in geringer Konzentration eingesetzt. Die Einsatzmenge an Bläuungsmittel
kann mit Hilfe einer Dosierung über den Folienstreifen besser kontrolliert werden.
[0060] Geeignete Bläuungsmittel sind beispielsweise Farbstoffe, die in der Color Index (C.I.)
Klassifikation als Direct Blue, Direct Red, Direct Violet, Acid Blue, Acid Red, Acid
Violet, Basic Blue, Basic Violet oder Basic Red bezeichnet werden. Alternativ können
auch polymere Farbstoffe wie sie beispielsweise von der Firma Milliken unter der Bezeichnung
"Liquitint(R)" erhältlich sind. Auch Pigmente wie Ultramarin eignen sich als Bläuungsmittel.
[0061] Besonders bevorzugte Bläuungsmittel sind Basic Violet 10, Ultramarin, Liquitint(R)
Blue HP oder Verbindungen der folgenden Formel:

worin jedes R
1 und R
2 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus R, - [(CH
2CR'HO)
x(CH
2CR"HO)
yH] und Mischungen daraus, worin jedes R unabhängig voneinander ausgewählt ist aus
H, linearen oder verzweigten C
1-C
4-Alkylgruppen, Benzyl und Mischungen daraus; jedes R' unabhängig voneinander ausgewählt
ist aus H, CH
2O(CH
2CH
2O)
ZH und Mischungen daraus und jedes R" unabhängig voneinander ausgewählt ist aus H,
CH
3, CH
2O(CH
2CH
2O)
ZH und Mischungen daraus; worin x + y < 5; y ≥ 1 und z = 0 bis 5 ist.
Mittel, insbesondere flüssige, gelförmige oder feste Wasch- oder Reinigungsmittel
zur Bevorratung in der wasserlöslichen Verpackung
[0062] Neben der wasserlöslichen Umhüllung weist die wasserlösliche Verpackung ein Mittel
auf. Dieses Mittel kann beispielsweise ein festes Mittel sein und ein Pulver, ein
Granulat oder eine Tablette umfassen. Alternativ kann das Mittel ein flüssiges Mittel
sein und ein Gel oder eine Flüssigkeit umfassen. Insbesondere bevorzugt ist das Mittel
ein flüssiges oder festes Wasch-oder Reinigungsmittel.
[0063] In einer Ausführungsform weist die wasserlösliche Verpackung eine Kammer zur Aufnahme
des Mittels auf. Das Mittel kann in dieser Ausführungsform vorzugsweise ein Pulver,
ein Granulat, ein Gel oder eine Flüssigkeit umfassen.
[0064] In einer weiteren Ausführungsform weist die wasserlösliche Verpackung zwei Kammern
auf. In dieser Ausführungsform enthält die erste Kammer vorzugsweise ein flüssiges
Mittel und die zweite Kammer ein festes oder ein flüssiges Mittel. Alternativ können
beide Kammern ein festes Mittel enthalten.
[0065] Weist die wasserlösliche Verpackung drei Kammern auf, können diese alle jeweils ein
flüssiges oder ein festes Mittel enthalten. Möglich ist aber auch, dass eine Kammer
ein festes Mittel und zwei Kammern ein flüssiges Mittel enthalten. Außerdem ist es
möglich, dass in zwei Kammern ein festes Mittel und in einer Kammer ein flüssiges
Mittel enthalten ist.
[0066] Bei wasserlöslichen Verpackungen mit vier oder mehr Kammern bestehen entsprechend
noch mehr Kombinationsmöglichkeiten im Hinblick auf die Zahl der Kammern mit einem
festen oder einem flüssigen Mittel.
[0067] Die Mittel, die in den unterschiedlichen Kammern einer wasserlöslichen Verpackung
enthalten sind, können dieselbe Zusammensetzung aufweisen. Vorzugsweise weisen die
Mittel in einer wasserlöslichen Verpackung mit mindestens zwei Kammern Zusammensetzungen
auf, die sich mindestens in einem Inhaltsstoff unterscheiden.
[0068] Das Mittel enthält Inhaltsstoffe, die die strukturelle Integrität der wasserlöslichen
Umhüllung nicht zerstören. Ist das eingesetzte Mittel ein flüssiges oder festes Wasch-
oder Reinigungsmittel kann es einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Tenside,
Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, Enzyme, Enzymstabilisatoren,
Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, nicht-wässrigen Lösungsmittel, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Trübungsmittel, Haut-pflegende Wirkstoffe, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden
Komponenten, Füllstoffe sowie UV-Absorber enthalten.
[0069] Die flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittel können Wasser enthalten, wobei der Gehalt
an Wasser weniger als 10 Gew.-% und mehr bevorzugt weniger als 8 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das gesamte flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel, beträgt.
Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Beutels
[0070] Es existieren mehrere Verfahrensalternativen zur Herstellung der erfindungsgemäßen
wasserlöslichen Verpackung wie in den Ansprüchen 1-2 offenbart ist.
[0071] Gemäß einer ersten Verfahrensalternative zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung
mit außen liegendem Folienstreifen umfasst diese die Schritte:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt
- c) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn
- d) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens
- e) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf den wasserlöslichen
Folienbeutel
[0072] Alternativ ist es auch möglich, dass Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen
Beutels mit innen- und/oder außen anliegendem Folienstreifen so auszugestalten, dass
es die folgenden Schritte umfasst:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens
- b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die äußere und/oder
innere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn
- c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt
- e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn
[0073] In einer weiteren, alternativen Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung
einer wasserlöslichen Verpackung mit innen- und/oder außen anliegendem Folienstreifen
umfasst dieses die Schritte:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens
- b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die innere und/oder
äußere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn
- c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt
- e) Verschließen der Kavität mit der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn.
[0074] Schließlich ist es auch möglich, das Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen
Verpackung mit innen- und/oder außen anliegendem Folienstreifen derart auszubilden,
dass es die folgenden Schritte umfasst:
- a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens
- b) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn
- c) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens auf die innere und/oder
äußere Oberfläche der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen Folienbahn
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt
- e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn
[0075] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Abbildungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Wasserlösliche Verpackung mit einem Folienstreifen
- Fig. 2
- Wasserlösliche Verpackung mit zwei Folienstreifen
- Fig. 3
- Wasserlösliche Verpackung mit einem fähnchenartigen Folienstreifen
- Fig. 4
- Wasserlösliche Verpackung mit einem fähnchenartigen Folienstreifen
- Fig. 5
- Wasserlösliche Verpackung mit einem fähnchenartigen Folienstreifen
- Fig. 6
- Wasserlösliche Verpackung mit einem schlaufenartigen Folienstreifen
- Fig. 7
- Wasserlösliche Verpackung mit einem schlaufenartigen Folienstreifen
- Fig. 8
- Folienstreifen mit Deckschicht in Querschnittsansicht
Bezuqszeichenliste
[0076]
- 1
- Wasserlösliche Verpackung
- 2
- Kammer
- 3
- Kammer
- 4
- Folienstreifen
- 5
- Verbindungsfläche
[0077] In den nachfolgenden Abbildungen werden wasserlösliche Verpackungen mit zwei Kammern
beschrieben. Selbstverständlich ist die Erfindung ebenso gut für wasserlösliche Verpackungen
mit einer Kammer oder mehr als 2 Kammern geeignet und nicht auf die gezeigten Zweikammer-Ausführungen
beschränkt.
[0078] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen, wasserlöslichen
Verpackung 1. Die wasserlösliche Verpackung 1 weist eine erste Kammer 2 zur Aufnahme
eines ersten Mittels und eine zweite Kammer 3 zur Aufnahme eines zweiten Mittels auf.
Die wasserlösliche Verpackung 1 ist aus einer wasserlöslichen Folie gebildet, wobei
die Folie durch eine umlaufende Siegelnaht verschlossen ist, wodurch die erste und
zweite Kammer ausgebildet wird. Auf der äußeren Oberfläche der zweiten Kammer 3 der
wasserlöslichen Verpackung 1 ist ein ovaler Folienstreifen 4 vollflächig stoffschlüssig
angeordnet. Der Folienstreifen 4 weist eine Bedruckung auf, was durch die Schraffur
des Folienstreifens 4 symbolisiert ist.
[0079] Selbstverständlich ist es auch möglich, dass jede der beiden Kammern 2,3 der aus
Fig. 1 bekannten Verpackung 1 einen Folienstreifen 4 trägt, was in Fig. 2 gezeigt
ist. In diesem Ausführungsbeispiel unterscheidet sich die Bedruckung des ersten Folienstreifens
4a von dem des zweiten Folienstreifens 4b, was wiederum durch die unterschiedlichen
Schraffuren kenntlich gemacht wurde.
[0080] Neben der vollflächigen, stoffschlüssigen Verbindung eines Folienstreifens 4 mit
der wasserlöslichen Verpackung 1 ist es auch möglich, dass der Folienstreifen lediglich
mit einem Teil seiner Oberfläche stoffschlüssig mit der wasserlöslichen Verpackung
verbunden ist. Dies wird anhand einiger Ausführungsbeispiele gemäß den Fig. 3-7 näher
erläutert.
[0081] Fig. 3 zeigt die aus den Fig. 1-2 bekannte Zweikammerverpackung. Auf der äußeren
Oberfläche der zweiten Kammer 3 der Verpackung 1 ist ein Folienstreifen 4 lediglich
über die Verbindungsfläche 5 stoffschlüssig mit der Kammer 3 verbunden, während die
übrigen Flächen des Folienstreifens 4 keine Verbindung zu der wasserlöslichen Verpackung
1 aufweisen. Somit ist der Folienstreifen 4 fähnchenartig mit der wasserlöslichen
Verpackung 1 verbunden. Durch diese Art der Ausgestaltung ist es beispielsweise möglich,
dass der derart fähnchenartig ausgebildete Folienstreifen 4 auch als Griffelement
für einen Benutzer dienen kann. Dies ist insoweit von Bedeutung, da die wasserlöslichen
Verpackungen 1 empfindlich gegenüber Feuchtigkeit sind, also auch hinsichtlich nasser
oder feuchter Finger eines Benutzers. Wird eine wasserlösliche Verpackung 1 mit nassen
Fingern gegriffen, so kann es zu einem ungewollten Auflösen und Auslaufen der wasserlöslichen
Verpackung kommen. Dieses Risiko wird minimiert, wenn der Benutzer die Verpackung
an dem fähnchenartig angeordneten Folienstreifen 4 greifen kann, so dass kein unmittelbarer
Kontakt zwischen den Findern des Benutzers und den Kammern 2,3 der Verpackung 1 entsteht.
Zwar könnte es auch auch zu einem Anlösen des Folienstreifens 4 kommen, doch hätte
dies lediglich ästhetische Nachteile und kein - in der Wahrnehmung eines Benutzers
- Versagen der Verpackung 1 zur Folge.
[0082] Es ist natürlich möglich, ein fähnchenartig auf bzw. an der Verpackung 1 angeordnetes
Streifenelement 4, wie es auf Fig. 3 bekannt ist, an jeder geeigneten Stelle der Verpackung
zu platzieren. So kann zwischen dem Streifenelement 4 und der Verpackung 1 beispielsweise
auch auf einem Abschnitt der Siegelnaht der wasserlöslichen Verpackung 1 eine Verbindungsfläche
5 ausgebildet sein, was in Fig. 4 gezeigt ist. Die Verbindungsfläche 5 kann sich,
wie in Fig. 5 gezeigt, auch über eine gesamte Kantenlänge einer Siegelnaht erstrecken.
Durch die gegenüber in den vorangestellten Ausführungsbeispielen vergrößerte Kontaktfläche
kann eine besonders feste formschlüssige Verbindung zwischen dem Folienstreifen 4
und der wasserlöslichen Verpackung 4 erzielt werden.
[0083] Neben einer Verbindungsfläche 5, welche zwischen dem Folienstreifen 4 und der Verpackung
1 ausgebildet ist, ist es auch möglich, zwei voneinander beabstandete Verbindungsflächen
5 an der Verpackung vorzusehen, was nachfolgend anhand der Ausführungsbeispiele der
Fig. 6-7 erläutert wird.
[0084] In Fig. 6 ist der Folienstreifen 4 so durch seine distalen Enden mit einer Verbindungsfläche
5 am Kopf und am Boden (nicht sichtbar) der wasserlöslichen Verpackung 1 verbunden,
dass sich eine Schlaufe ausbildet. Diese Schlaufe kann als Griffelement für einen
Benutzer dienen, so dass er die wasserlösliche Verpackung 1 nicht unmittelbar mit
seinen Fingern berühren muss. Neben der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform ist es
alternativ auch möglich, die Schlaufe so auszubilden, dass die Verbindungsflächen
5a,5b des Folienstreifens 4 auf der Kopfseite der wasserlöslichen Verpackung 1 angeordnet
sind.
[0085] Fig. 8 zeigt einen Folienstreifen 4b mit Deckschicht 4a in Querschnittsansicht. Hierbei
ist der Folienstreifen 4b, der mit der wasserlöslichen Verpackung 1 verbunden ist,
bedruckt. Der bedruckte Folienstreifen 4b ist mit einer transparenten, wasserlöslichen
Deckschicht 4a überdeckt, so dass der bedruckte Folienstreifen 4b vor mechanischen
Einflüssen oder einer unmittelbaren Exposition mit Wasser oder Wasserdampf geschützt
ist.
1. Wasserlösliche Verpackung (1), die ein Mittel und eine wasserlösliche Umhüllung enthält,
mit mindestens einem Folienstreifen (4) aus einem wasserlöslichen Material, der mit
5-100% seiner Oberfläche mit der äußeren Oberfläche der Umhüllung der Verpackung (1)
stoffschlüssig verbunden ist und zwischen 10% und 90% der Oberfläche der wasserlöslichen
Verpackung (1) überdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienstreifen (4), der jede beliebige, flächige geometrische Ausformung annehmen
kann, bedruckt ist.
2. Wasserlösliche Verpackung (1), die ein Mittel und eine wasserlösliche Umhüllung enthält,
mit mindestens einem Folienstreifen (4) aus einem wasserlöslichen Material, der mit
5-100% seiner Oberfläche mit der inneren Oberfläche der Umhüllung der Verpackung (1)
stoffschlüssig verbunden ist, wobei der Folienstreifen (4) zwischen 10% und 90% der
Oberfläche der wasserlöslichen Verpackung (1) überdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienstreifen (4)), der jede beliebige, flächige geometrische Ausformung annehmen
kann, bedruckt ist.
3. Wasserlösliche Verpackung (1), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienstreifen (4) transparent, transluzent oder opak ist.
4. Wasserlösliche Verpackung (1), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienstreifen (4) Träger eines Aktivstoffes, insbesondere eines Duftstoffes,
ist.
5. Wasserlösliche Verpackung (1), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Folienstreifen (4) auf und/oder in der wasserlöslichen Verpackung
(1) angeordnet sind, wobei sich die Folienstreifen (4) bevorzugt voneinander hinsichtlich
ihrer Bedruckung und/oder enthaltenen Aktivstoffs unterscheiden.
6. Wasserlösliche Verpackung (1), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienstreifen (4) mit zwei voneinander beabstandeten Klebepunkten derart auf
der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Verpackung (1) verbunden ist, dass der
Folienstreifen (4) eine Schlaufe bildet.
7. Wasserlösliche Verpackung (1), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, der wasserlöslichen Folienbeutel zwischen 2 und 5 Kammern (2, 3) aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung (1), die ein Mittel und
eine wasserlösliche Umhüllung enthält, nach einem der vorherigen Ansprüche, umfassend
die Schritte:
a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel,
c) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn,
d) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens (4) und
e) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens (4) auf die wasserlösliche
Verpackung (1).
9. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung (1), die ein Mittel und
eine wasserlösliche Umhüllung enthält, nach einem der vorherigen Ansprüche 1-9, umfassend
die Schritte:
a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens (4),
b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens (4) auf die äußere
und/oder innere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn,
c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn,
d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn.
10. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung (1), die ein Mittel und
eine wasserlösliche Umhüllung enthält, nach einem der vorherigen Ansprüche 1-9, umfassend
die Schritte:
a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens (4),
b) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens (4) auf die innere
oder äußere Oberfläche einer wasserlöslichen Folienbahn,
c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
e) Verschließen der Kavität mit der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen
Folienbahn.
11. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung (1), die ein Mittel und
eine wasserlösliche Umhüllung enthält, nach einem der vorherigen Ansprüche 1-9, umfassend
die Schritte:
a) Anfeuchten eines wasserlöslichen Folienstreifens (4),
b) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer wasserlöslichen Folienbahn,
c) Andrücken des angefeuchteten, wasserlöslichen Folienstreifens (4) auf die innere
oder äußere Oberfläche der in Prozessschritt b) gebildeten wasserlöslichen Folienbahn,
d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
e) Verschließen der Kavität mit einer wasserlöslichen Folienbahn.
1. A water-soluble packaging (1) containing an agent and a water-soluble wrapping, which
packaging comprises at least one film strip (4) made of a water-soluble material,
which film strip is integrally bonded by means of 5-100% of the surface thereof to
the outer surface of the wrapping of the packaging (1) and covers between 10% and
90% of the surface of the water-soluble packaging (1), characterized in that the film strip (4), which can have any planar geometric shape, is printed.
2. The water-soluble packaging (1) containing an agent and a water-soluble wrapping,
which packaging comprises at least one film strip (4) made of a water-soluble material,
which film strip is integrally bonded by means of 5-100% of the surface thereof to
the inner surface of the wrapping of the packaging (1), the film strip (4) covering
between 10% and 90% of the surface of the water-soluble packaging (1), characterized in that the film strip (4), which can have any planar geometric shape, is printed.
3. The water-soluble packaging (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the film strip (4) is transparent, translucent or opaque.
4. The water-soluble packaging (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the film strip (4) is a carrier of an active substance, in particular an aromatic
substance.
5. The water-soluble packaging (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of film strips (4) are arranged on and/or in the water-soluble packaging
(1), the film strips (4) preferably differing from one another with regard to their
printing and/or contained active substance.
6. The water-soluble packaging (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the film strip (4) is connected to two mutually spaced adhesive points on the outer
surface of the water-soluble packaging (1) such that the film strip (4) forms a loop.
7. The water-soluble packaging (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the water-soluble film pouch comprises between 2 and 5 chambers (2, 3).
8. A method for producing a water-soluble packaging (1), containing an agent and a water-soluble
wrapping, according to one of the preceding claims, comprising the steps of:
a) forming at least one cavity in a water-soluble film web,
b) filling the at least one cavity with an agent,
c) sealing the cavity using a water-soluble film web,
d) wetting a water-soluble film strip (4) and
e) pressing the wetted, water-soluble film strip (4) onto the water-soluble packaging
(1).
9. A method for producing a water-soluble packaging (1), containing an agent and a water-soluble
wrapping, according to one of the preceding claims 1-9, comprising the steps of:
a) wetting a water-soluble film strip (4),
b) pressing the wetted, water-soluble film strip (4) onto the outer and/or inner surface
of a water-soluble film web,
c) forming at least one cavity in the water-soluble film web formed in method step
b),
d) filling the at least one cavity with an agent and
e) sealing the cavity using a water-soluble film web.
10. A method for producing a water-soluble packaging (1), containing an agent and a water-soluble
wrapping, according to one of the preceding claims 1-9, comprising the steps of:
a) wetting a water-soluble film strip (4),
b) pressing the wetted, water-soluble film strip (4) onto the inner or outer surface
of a water-soluble film web,
c) forming at least one cavity in a water-soluble film web,
d) filling the at least one cavity with an agent and
e) sealing the cavity using the water-soluble film web formed in method step b).
11. A method for producing a water-soluble packaging (1), containing an agent and a water-soluble
wrapping, according to one of the preceding claims 1-9, comprising the steps of:
a) wetting a water-soluble film strip (4),
b) forming at least one cavity in a water-soluble film web,
c) pressing the wetted, water-soluble film strip (4) onto the inner or outer surface
of the water-soluble film web formed in method step b),
d) filling the at least one cavity with an agent and
e) sealing the cavity using a water-soluble film web.
1. Emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe hydrosoluble, comportant
au moins une bande de film (4) constituée d'un matériau hydrosoluble, dont 5 à 100
% de la surface est relié par une liaison de matière à la surface extérieure de l'enveloppe
de l'emballage (1), et laquelle bande de film couvre entre 10 % et 90 % de la surface
de l'emballage hydrosoluble (1), caractérisé en ce que la bande de film (4), pouvant prendre toute forme géométrique plane, est imprimée.
2. Emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe hydrosoluble, comportant
au moins une bande de film (4) constituée d'un matériau hydrosoluble, dont 5 à 100
% de la surface est relié par une liaison de matière à la surface intérieure de l'enveloppe
de l'emballage (1), la bande de film (4) couvrant entre 10 % et 90 % de la surface
de l'emballage hydrosoluble (1), caractérisé en ce que la bande de film (4), pouvant prendre toute forme géométrique plane, est imprimée.
3. Emballage hydrosoluble (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de film (4) est transparente, translucide ou opaque.
4. Emballage hydrosoluble (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de film (4) est un support d'une substance active, en particulier d'un parfum.
5. Emballage hydrosoluble (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs bandes de film (4) sont disposées sur et/ou dans l'emballage hydrosoluble
(1), les bandes de film (4) se distinguant de préférence par leur impression et/ou
par la substance active présente.
6. Emballage hydrosoluble (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de film (4) est reliée à deux points adhésifs espacés sur la surface extérieure
de l'emballage hydrosoluble (1), de sorte que la bande de film (4) forme une boucle.
7. Emballage hydrosoluble (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce queledit emballage comporte des poches en film hydrosolubles entre 2 et 5 chambres
(2, 3).
8. Procédé de fabrication d'un emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe
hydrosoluble selon l'une des revendications précédentes, comprenant les étapes :
a) de formation d'au moins une cavité dans une bande de film hydrosoluble,
b) de remplissage d'au moins une cavité d'un agent,
c) de scellage de la cavité à l'aide d'une bande de film hydrosoluble,
d) d'humidification d'une bande de film hydrosoluble (4), et
e) de pressage de la bande de film hydrosoluble humidifiée (4) sur l'emballage hydrosoluble
(1).
9. Procédé de fabrication d'un emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe
hydrosoluble selon l'une des revendications 1 à 9 précédentes, comprenant les étapes
:
a) d'humidification d'une bande de film hydrosoluble (4),
b) de pressage de la bande de film hydrosoluble humidifiée (4) sur la surface extérieure
et/ou intérieure d'une bande de film hydrosoluble,
c) de formation d'au moins une cavité dans la bande de film hydrosoluble formée à
l'étape de processus b),
d) de remplissage d'au moins une cavité d'un agent, et
e) de scellage de la cavité à l'aide d'une bande de film hydrosoluble.
10. Procédé de fabrication d'un emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe
hydrosoluble selon l'une des revendications 1 à 9 précédentes, comprenant les étapes
:
a) d'humidification d'une bande de film hydrosoluble (4),
b) de pressage de la bande de film hydrosoluble humidifiée (4) sur la surface intérieure
ou extérieure d'une bande de film hydrosoluble,
c) de formation d'au moins une cavité dans une bande de film hydrosoluble,
d) de remplissage d'au moins une cavité d'un agent, et
e) de scellage de la cavité à l'aide de la bande de film hydrosoluble formée à l'étape
de processus b).
11. Procédé de fabrication d'un emballage hydrosoluble (1) contenant un agent et une enveloppe
hydrosoluble selon l'une des revendications 1 à 9 précédentes, comprenant les étapes
:
a) d'humidification d'une bande de film hydrosoluble (4),
b) de formation d'au moins une cavité dans une bande de film hydrosoluble,
c) de pressage de la bande de film hydrosoluble humidifiée (4) sur la surface intérieure
ou extérieure de la bande de film hydrosoluble formée à l'étape de processus b),
d) de remplissage d'au moins une cavité d'un agent, et
e) de scellage de la cavité à l'aide d'une bande de film hydrosoluble.