[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung für einzeldosierte wirkstoffhaltige Filme
oder Pflaster, umfassend ein oberes Packstoff-Element und ein unteres Packstoff-Element,
die mittels einer umlaufenden Siegelfläche bzw. Siegelnaht derart miteinander verbunden
sind, dass ein allseitig umschlossener Hohlraum zur Aufnahme des Films oder Pflasters
gebildet wird, wobei das obere Packstoffelement und das untere Packstoffelement im
Bereich der Siegelfläche bzw. der Siegelnaht jeweils mindestens einen Schnitt aufweisen,
die deckungsgleich sind, und mindestens ein Schnitt durch eine Falz- oder Knicklinie
gekreuzt wird.
[0002] Transdermale Therapeutische Systeme (TTS) sind pflasterähnliche Arzneiformen zur
Abgabe von Wirkstoffen an die Haut. TTS bestehen im einfachsten Fall aus einer sehr
dünnen Rückschicht, einer haftklebenden Polymerschicht, die einen Wirkstoff enthält
und ggf. einer wieder ablösbaren Schutzschicht, die vor der Applikation des TTS entfernt
wird. Rückschicht und Polymerschicht müssen sehr dünn sein, damit beim Tragen des
TTS kein Fremdkörpergefühl entsteht. Durch diese Eigenschaft sind beide Schichten
anfällig, beim Aufreißen der Verpackung beschädigt zu werden (nachstehend "Pflaster"
genannt).
[0003] Dieses gilt auch für folienförmige orale Arzneiformen, auch so genannte Oral Thin
Films (OTF) oder Wafer, die nur aus einer Polymerschicht bestehen (nachstehend "Film"
genannt).
[0004] Grundsätzlich besteht ein Bedarf an kindersicheren Verpackungen für solche Arten
von Arznei- bzw. Darreichungsformen, die aber gleichzeitig von Erwachsenen leicht
zu öffnen sein müssen.
[0005] Aus der
DE 10 2004 047 445 A1 ist eine nicht wiederverschließbare Verpackung für gesundheitsgefährdende Erzeugnisse
insbesondere pharmazeutische Erzeugnisse, umfassend ein erstes Packstoff-Element und
eine zweites Packstoff-Element bekannt. Dabei sind die beiden Packstoff-Elemente übereinanderliegend
angeordnet und die Verpackung weist mindestens einen ersten Flächenabschnitt auf,
an dessen Rand oder Rändern die beiden Packstoff-Elemente lösbar miteinander verbunden
sind, wobei zwischen den beiden Packstoff-Elementen mindestens ein allseitig umschlossener
Hohlraum zur Aufnahme des Packgutes gebildet wird. Die Verpackung weist mindestens
einen zweiten Flächenabschnitt auf, der außerhalb des genannten ersten Flächenabschnitts
liegt oder an diesen angrenzt, und an dessen Rand oder Rändern die beiden Packstoff-Elemente
lösbar miteinander verbunden sind und wobei zumindest eines der beiden Packstoff-Elemente
mit mindestens einer Struktur versehen ist, die innerhalb des zweiten Flächenabschnitts
verläuft und die das Einreißen des/der Packstoff-Elements/Elemente ermöglicht.
[0006] Aus der
DE 10 2006 041 921 A1 ist eine Verpackung für wirkstoffhaltige Filme, die eine Trägerschicht und eine mit
dieser lösbar verbundene Deckschicht aufweist, bekannt. Die Verpackung weist dabei
in einer paarweisen Anordnung zwei gegenüberliegende, durch einen Steg voneinander
getrennten Flächenbereiche auf, innerhalb welcher die Deckschicht nicht mit der Trägerschicht
verbunden ist, wodurch zwei voneinander getrennte, allseitig umschlossene Räume zur
paarweisen Aufnahme der genannten Filme gebildet werden. Innerhalb des genannten Stegs
ist ein weiterer Flächenbereich vorhanden, in welchem die Trägerschicht nicht mit
der Deckschicht verbunden ist, wodurch ein allseitig umschlossener Hohlraum gebildet
wird und innerhalb des Stegs mindestens eine Perforationslinie vorhanden ist.
[0007] Bei diesen bekannten Ausführungen sind das obere Packstoffelement und das untere
Packstoffelement lösbar (peelbar) miteinander verbunden.
[0008] In einer anderen Ausführung werden bei Einzeldosisverpackungen die beiden Packstoffelemente
unlösbar miteinander verbunden. Dieses geschieht vorzugsweise durch eine Heißsiegelung,
kann aber auch mit jedem anderen geeigneten Siegelverfahren wie Kaltsiegeln, Ultraschallsiegeln,
Lasersiegeln oder vergleichbaren, dem Fachmann bekannten Folienschweißverfahren erfolgen,
solange eine nichtlösbare Siegelnaht erhalten wird.
[0009] Eine derartige Verpackung ist z.B. aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2009 008 217 A1 bekannt.
[0010] Bei den bekannten Ausführungen der Verpackung muss der Nutzer einen Teil der Verpackung
entlang einer aufgedruckte Markierungslinie umknicken, um anschließend an einer ebenfalls
markierten Stelle die Verpackung durch Reißen entlang einer Schwächungslinie zu öffnen.
Das Umknicken entlang der aufgedruckten Markierungslinie verändert die Lage einer
Struktur oder eines Schnittes im Bereich der Siegelfläche bzw. Siegelnaht der beiden
Packstoffelementen an den Rand der Verpackung und ermöglicht so ein aufreißen der
Verpackung, um den Inhalt aus dem Hohlraum entnehmen zu können. Die Struktur oder
der Schnitt hat eine Länge von ca. 3 bis 5 mm. Die aufgedruckte Markierungslinie kreuzt
die Struktur bzw. den Schnitt vorzugsweise rechtwinklig oder unter einem ausgewählten
Winkel.
[0011] Bereits in der
DE 10 2009 008 217 A1 wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass die Siegelnaht und die Packstoffelemente
das Diffusionsverhalten des Inhalts der Verpackung berücksichtigen müssen. Als kritisch
ist bei den bekannten Ausführungen die Anordnung der Schnitte zu sehen.
[0012] Der Stand der Technik übersieht hierbei, dass die Verpackung wesentlich zur Stabilität
der verpackten Arzneiform beiträgt, denn die Verpackung schützt die Arzneiform vor
Licht, Feuchte, Sauerstoff und Mikroorganismen. Die erwähnte Schwächungslinie schwächt
dadurch, dass sie eine Lücke in der Siegelung herbeiführt, die Verpackung, weil durch
die unterbrochene Siegelung mehr Feuchtigkeit und Sauerstoff in das Innere der Verpackung
diffundieren kann. Hierbei ist zu beachten, dass sowohl Wasserdampf als auch Sauerstoff
sehr kleine Moleküle sind und die Lagerung des Arzneimittels vor der Anwendung mindestens
zwei Jahre, idealerweise aber drei Jahre und mehr betragen soll.
[0013] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Einzeldosisverpackung
zu schaffen, welche die oben beschriebenen Ausführungen verbessert. Insbesondere soll
die Diffusion von Stoffen in das Innere der Verpackung verhindert werden.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Schnitt im oberen Packstoffelement
und der deckungsgleiche Schnitt im unteren Packstoffelement so ausgebildet ist, dass
der jeweilige Endpunkt der Schnitte einen Abstand zum Hohlraum aufweist, der mindestens
der Breite der Siegelnaht entspricht. Daher löst der Anspruch 1 die gestellte Aufgabe.
[0015] Weiterhin wird vorteilhaft der Aspekt der Kindersicherung gelöst, so dass diese Erfindung
die geforderte DIN EN 14375 (Kindergesicherte, nichtwiederverschließbare Verpackungen
für pharmazeutische Produkte - Anforderungen und Prüfungen) erfüllt.
[0016] Daher betrifft die Erfindung eine Verpackung für einzeldosierte wirkstoffhaltige
Filme oder Pflaster, umfassend ein oberes Packstoff-Element und ein unteres Packstoff-Element,
die mittels einer umlaufenden Siegelfläche oder Siegelnaht derart miteinander verbunden
sind, dass ein allseitig umschlossener Hohlraum zur Aufnahme des Films oder Pflasters
gebildet wird, wobei
- i.) das obere Packstoffelement und das untere Packstoffelement im Bereich der Siegelfläche
oder der Siegelnaht jeweils mindestens einen Schnitt aufweisen, die deckungsgleich
sind, und
- ii.) mindestens ein Schnitt aus i.) durch eine Falz- oder Knicklinie gekreuzt wird,
und
- iii.) der Schnitt aus i.) im oberen Packstoffelement und der deckungsgleiche Schnitt
im unteren Packstoffelement so ausgebildet ist, dass der jeweilige Endpunkt der Schnitte
aus i.) einen Abstand (M1) zum Hohlraum bzw. Hohlraumkante aufweist, der mindestens
der Breite (M2) der Siegelnaht entspricht.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt die Breite der
Siegelnaht (M2) 1 bis 25 mm, vorzugsweise 2 bis 10 mm, besonders bevorzugt 4 bis 8
mm. Entsprechend beträgt der erfindungsgemäße Abstand M1 aus iii.) mindestens die
Länge von M2 oder mehr, bevorzugt ist jedoch, dass M1 nicht gleich, sondern länger
als M2 ist, insbesondere einen zusätzlichen Betrag von 20 % bis 30 % gegenüber M2
aufweist. Ein nicht-abschließendes Beispiel ist in Figur 1 dargestellt. Weiterhin
ist bevorzugt, dass die Siegelnähte gleichförmig ausgebildet sind. Wird beipielsweise
eine Breite (M2) der Siegelnaht von 5 mm gewählt, kann M1 5 mm und mehr betragen,
vorzugsweise 6 bis 10 mm.
[0018] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0019] Die Erfindung sieht somit vor, dass die Endpunkte der Schnitte mindestens so weit
von dem Hohlraum entfernt sind, wie die maximale Breite der übrigen Siegelnähte. Jede
Verpackung weist mindestens an drei Seiten Siegelnähte auf, die eine Breite berücksichtigen,
um eine Diffusion für den Zeitraum der maximalen Aufbewahrung zu vermeiden bzw. zu
verhindern.
[0020] Die äußere Schicht ist vorzugsweise bedruckbar, so dass z.B. Produktkennzeichnungen
und Aufreißhilfen angebracht werden können.
[0021] Eine zweite bzw. bei dreischichtigem Aufbau die mittlere Schicht besteht aus einer
Metallfolie, vorzugsweise Aluminium, mit einer Dicke von 9 - 25 Mikrometer. Diese
Metallschicht sorgt für die Dichtigkeit der Verpackung gegenüber Feuchtigkeit und
Luft.
[0022] Die innere Schicht ist eine siegelfähige Kunststoffschicht, wobei die durch diese
Schicht erzeugte Siegelnaht nicht wieder geöffnet werden kann.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform besitzen das obere Packstoffelement und das
untere Packstoffelement einen identischen Aufbau. Dieses hat den Vorteil, dass nur
eine Sorte von Packstoffen zum Einsatz und damit eine Verwechslung ausgeschlossen
wird.
[0024] Eine zweckmäßige Weiterbildung sieht vor, dass der Schnitt im oberen und der Schnitt
im unteren Packstoffelement in der Siegelnaht so angebracht ist, dass er rechtwinklig
zur nächstliegenden Außenkante des Hohlraums ausgerichtet ist. Hiermit ist gewährleistet,
dass der Schnitt genau an einem einzigen Punkt mit der umlaufenden Siegelfläche bzw.
Siegelnaht in Berührung kommt, während bei den bekannten Ausführungen eine Berührung
über eine längere Strecke vorliegt.
[0025] Weiterhin ist bevorzugt, dass die besagten Schnitte einen hinreichenden Abstand entlang
einer Schnittlinie zum eingebrachten Film oder Pflaster aufweist, so dass keine Beschädigung
beim Aufreissen erfolgt. In Figur 1 ist beispielhaft ein geeigneter Abstand M3 ausgewiesen.
[0026] In einer besonderen Ausführung sind das obere Packstoffelement und das untere Packstoffelement
einteilig ausgebildet und werden dabei um eine Biegekante geklappt.
[0027] Die Verbindung zwischen den beiden Packstoffelementen wird vorzugsweise durch Siegeln
oder Schweißen erzeugt. Geeignete Mittel und Verfahren zum Erzeugen der Siegelflächen
bzw. der Siegelnähte sind dem Fachmann bekannt. Die Siegelung dient als Diffusions-
und Permeationsbarriere und ist im allgemeinen undurchlässig für Wirkstoffe und Luftfeuchtigkeit.
Es kommen sowohl Heißsiegelverfahren als auch Kaltsiegelverfahren in Betracht. Als
Material für Siegelschichten können z.B. Schmelzkleber, Siegellacke, Siegeldispersionen
oder Klebstoffe verwendet werden.
[0028] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung für
einzeldosierte wirkstoffhaltige Filme oder Pflaster, umfassend die Schritte
- i.) Bereitstellung eines oberen Packstoff-Elements und eines unteren Packstoff-Elements,
die mittels einer umlaufenden Siegelfläche bzw. Siegelnaht derart miteinander verbunden
sind, dass ein allseitig umschlossener Hohlraum zur Aufnahme des Films oder Pflaster
gebildet wird, wobei
- ii.) dem oberen Packstoffelement und dem unteren Packstoffelement im Bereich der Siegelfläche
bzw. der Siegelnaht jeweils mindestens ein Schnitt zugefügt wird, die deckungsgleich
sind, und
- iii.) Anbringen einer Falz- oder Knicklinie, welche mindestens einen vorgenannten
Schnitt aus ii.) kreuzt,
wobei der besagte Schnitt aus ii.) im oberen Packstoffelement und der deckungsgleiche
Schnitt im unteren Packstoffelement so ausgebildet ist, dass der jeweilige Endpunkt
dieser Schnitte einen Abstand (M1) zum vorgenannten Hohlraum aufweist, der mindestens
der Breite (M2) der Siegelnaht aus i.) entspricht.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren kann nach einem der vor- und nachstehenden Merkmale
weiter ausgestaltet sein. Insbesondere kann mindestens ein Schnitt aus ii.) rechtwinklig
zur nächstliegenden Außenkante des Hohlraumes aus i.) ausgerichtet sein.
[0030] Weiterhin betrifft die Erfindung die Verwendung einer Verpackung (1) nach Anspruch
1 zur Aufnahme von Einzeldosen, wie wirkstoffhaltigen Filmen, Wafer oder Pflaster,
insbesondere TTS-Pflaster.
[0031] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung von in schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
der Erfindung. Es zeigen:
- Fig. 1
- in Draufsicht eine Verpackung für wirkstoffhaltige Filme;
- und Fig. 2
- in geschnittener Seitenansicht die Verpackung aus Figur 1;
[0032] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Verpackung 1 in Draufsicht dargestellt. Bei der
Verpackung 1 handelt es sich um einen Siegelrandbeutel aus einem oberen Packstoffelement
3 und einem unteren Packstoffelement 4. Zwischen dem oberen Packstoffelement 3 und
dem unteren Packstoffelement 4 ist ein wirkstoffhaltiger Film 2 in einem allseitig
umschlossenen Hohlraum 6 angeordnet. Der Hohlraum 6 wird durch eine umlaufende Siegelfläche
bzw. Siegelnaht 5 erzeugt, die die beiden Packstoffelemente 3, 4 unlösbar verbindet.
Der Hohlraum 6 und die Siegelfläche bzw. Siegelnaht 5 weisen eine gemeinsame Außenkante
6a auf. In der Siegelfläche bzw. Siegelnaht 5 befindet sich in dem oberen Packstoffelement
3 ein Schnitt 7 und in dem unteren Packstoffelement 4 ein Schnitt 8. Die beiden Schnitte
7 und 8 sind deckungsgleich. Der Schnitt 7 wird durch eine Falz- oder Knicklinie 10
gekreuzt.
[0033] Eine gedachte Verlängerung der Schnitte 7 und 8, die identisch ist mit der Aufreißkante,
weist einen Abstand M3 von der nächstliegenden Kante des wirkstoffhaltigen Films 2
auf. In einer bevorzugten Ausführung beträgt der Abstand M3 4 bis 5 mm.
[0034] Bei einer anderen Ausführung ist das obere und untere Packstoffelement 3, 4 einteilig
ausgebildet und wird um eine Biegekante 17 geklappt. Dabei entfällt die Siegelnaht
5 in diesem Bereich.
[0035] In Fig. 2 ist der Aufbau der Verpackung in geschnittener Darstellung entlang der
Linie A - A in Fig. 1 dargestellt. Die einzelnen Teile sind stark vergrößert und getrennt
gezeichnet, um den Aufbau zu verdeutlichen. Das obere Packstoffelement 3 besteht mindestens
aus einer oberen, äußeren Schicht 11 und einer nachfolgenden oberen Metallschicht
13.
[0036] Die untere Packstoffschicht 4 besteht ebenfalls aus einer unteren, äußeren, Schicht
12 und einer nachfolgenden unteren Metallschicht 14.
[0037] Die Metallschichten 13, 14 bestehen verzugsweise aus einer Aluminiumfolie mit einer
Dicke von 9 bis 25 Mikrometer. Diese Folie sorgt dafür, dass das eingelegte Produkt
nicht mit Luft in Berührung kommt und keinerlei Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
[0038] Mindestens im Bereich der Siegelfläche bzw. der Siegelnaht 5 weist das obere oder
das untere Packstoffelement 3, 4 eine siegelfähige Schicht bzw. Siegelschicht 9 auf.
Die Siegelschicht 9 kann aber auch auf beiden, dem oberen und dem unteren, Packstoffelementen
3, 4 angebracht sein. Die durch diese Schicht 9 erzeugte Siegelfläche bzw. Siegelnaht
5 kann nicht wieder getrennt werden.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 1
- Verpackung
- 2
- wirkstoffhaltiger Film
- 3
- oberes Packstoffelement
- 4
- unteres Packstoffelement
- 5
- Siegelfläche bzw. Siegelnaht
- 6
- Hohlraum
- 6a
- Außenkanten des Hohlraums 6
- 7
- Schnitt
- 8
- Schnitt
- 9
- Siegelschicht
- 10
- Falz- oder Knicklinie
- 11
- obere, äußere Schicht
- 12
- untere, äußere Schicht
- 13
- obere Metallschicht
- 14
- untere Metallschicht
- 15
- Endpunkt von Schnitt 7
- 16
- Endpunkt von Schnitt 8
- 17
- Biegekante
- M1
- Abstand 1
- M2
- Abstand 2
- M3
- Abstand 3
1. Verpackung (1) für einzeldosierte wirkstoffhaltige Filme oder Pflaster (2), umfassend
ein oberes Packstoff-Element (3) und ein unteres Packstoff-Element (4), die mittels
einer umlaufenden Siegelfläche bzw. Siegelnaht (5) derart miteinander verbunden sind,
dass ein allseitig umschlossener Hohlraum (6) zur Aufnahme des Films oder Pflasters
(2) gebildet wird, wobei
i.) das obere Packstoffelement (3) und das untere Packstoffelement (4) im Bereich
der Siegelfläche bzw. der Siegelnaht (5) jeweils mindestens einen Schnitt (7, 8) aufweisen,
die deckungsgleich sind, und
ii.) mindestens ein Schnitt (7, 8) durch eine Falz- oder Knicklinie (10) gekreuzt
wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass iii.) der Schnitt (7) im oberen Packstoffelement (3) und der deckungsgleiche Schnitt
(8) im unteren Packstoffelement (4) so ausgebildet ist, dass der jeweilige Endpunkt
(15, 16) der Schnitte (7, 8) einen Abstand (M1) zum Hohlraum (6) aufweist, der mindestens
der Breite (M2) der Siegelnaht (5) entspricht.
2. Verpackung (1) nach Anspruch 1.
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schnitt (7) und der Schnitt (8) rechtwinklig zur nächstliegenden Außenkante (6a)
des Hohlraums (6) ausgerichtet ist.
3. Verpackung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das obere Packstoffelement (3) und das untere Packstoffelement (4) einteilig ausgebildet
sind und eine Biegekante (17) bilden.
4. Verpackung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere äußere Schicht (11) und/oder die untere äußere Schicht (12) bedruckbar
ausgebildet sind/ist.
5. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Siegelfläche bzw. die Siegelnaht (5) nicht peelbar ist.
6. Verpackung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Packstoffelement (3, 4) eine äußere Schicht (11, 12) und eine Metallschicht
(13, 14) und mindestens eine der beiden Packstoffelemente (3, 4) eine Siegelschicht
(9) aufweist.
7. Verpackung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Siegelschicht ausgewählt ist aus Schmelzkleber, Siegellacke, Siegeldispersionen
oder Klebestoffe.
8. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) für einzeldosierte wirkstoffhaltige
Filme oder Pflaster, umfassend die Schritte:
i.) Bereitstellung eines oberen Packstoff-Elements (3) und eines unteren Packstoff-Elements
(4), die mittels einer umlaufenden Siegelfläche bzw. Siegelnaht (5) derart miteinander
verbunden sind, dass ein allseitig umschlossener Hohlraum (6) zur Aufnahme der Filme
gebildet wird, wobei
ii.) dem oberen Packstoffelement (3) und dem unteren Packstoffelement (4) im Bereich
der Siegelfläche bzw. der Siegelnaht jeweils mindestens ein Schnitt (7,8) zugefügt
wird, die deckungsgleich sind, und
iii.) Anbringen einer Falz- oder Knicklinie (10), welche mindestens einen vorgenannten
Schnitt (7,8) kreuzt,
wobei der Schnitt (7) im oberen Packstoffelement (3) und der deckungsgleiche Schnitt
(8) im unteren Packstoffelement (4) so ausgebildet ist, dass der jeweilige Endpunkt
(15, 16) der Schnitte einen Abstand (M1) zum Hohlraum (6) aufweist, der mindestens
der Breite (M2) der Siegelnaht (5) entspricht.
9. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) für einzeldosierte wirkstoffhaltige
Filme nach Anspruch 8 umfassend einen weiteren Schritt iv.), wobei mindestens ein
Schnitt (7,8) rechtwinklig zur nächstliegenden Außenkante (6a) des Hohlraumes (6)
ausgerichtet ist.
10. Verwendung einer Verpackung (1) nach Anspruch 1 zur Aufnahme von Einzeldosen, wie
wirkstoffhaltigen Filmen, Wafer oder Pflaster, insbesondere TTS-Pflaster.
1. An item of packaging (1) for single-dose films or patches (2) which contain an active
ingredient, comprising an upper packaging-material element (3) and a lower packaging-material
element (4) which are connected to one another by means of an encircling sealing face
or sealing seam (5), respectively, in such a manner that a cavity (6), enclosed on
all sides, for receiving the film or patch (2) is formed, wherein
i.) the upper packaging-material element (3) and the lower packaging-material element
(4) in the region of the sealing face or the sealing seam (5), respectively, display
in each case at least one incision (7, 8) which are congruent, and
ii.) at least one incision (7, 8) is intersected by a fold or kink line (10), characterized in
that iii.) the incision (7) in the upper packaging-material element (3) and the congruent
incision (8) in the lower packaging-material element (4) is configured such that the
respective terminal point (15, 16) of the incisions (7, 8) displays a spacing (M1)
from the cavity (6) which corresponds to at least the width (M2) of the sealing seam
(5).
2. The item of packaging (1) as claimed in claim 1, characterized in that the incision (7) and the incision (8) are oriented so as to be perpendicular to the
nearest outer edge (6a) of the cavity (6).
3. The item of packaging (1) as claimed in claim 1, characterized in that the upper packaging-material element (3) and the lower packaging-material element
(4) are configured so as to be in one part and form a bending edge (17).
4. The item of packaging (1) as claimed in claim 1, characterized in that the upper outer layer (11) and/or the lower outer layer (12) are/is configured so
as to be printable.
5. The item of packaging (1) as claimed in one of claims 1 to 4, characterized in
that the sealing face or the sealing seam (5), respectively, is not peelable.
6. The item of packaging (1) as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in
that each packaging-material element (3, 4) displays an outer layer (11, 12) and a metallic
layer (13, 14), and at least one of the two packaging-material elements (3, 4) displays
a sealing layer (9).
7. The item of packaging (1) as claimed in claim 6, characterized in that the sealing layer is selected from hotmelt adhesives, sealing waxes, sealing dispersions,
or adhesives.
8. A method for manufacturing an item of packaging (1) for single-dose films or patches
which contain an active ingredient, comprising the steps of:
i. providing an upper packaging-material element (3) and a lower packaging-material
element (4) which are connected to one another by means of an encircling sealing face
or sealing seam (5), respectively, in such a manner that a cavity (6), enclosed on
all sides, for receiving the films is formed, wherein
i.) in each case at least one incision (7, 8) which are congruent is inflicted on
the upper packaging-material element (3) and the lower packaging-material element
(4) in the region of the sealing face or the sealing seam, respectively, and
ii.) applying a fold or kink line (10) which intersects at least one aforementioned
incision (7, 8),
wherein the incision (7) in the upper packaging-material element (3) and the congruent
incision (8) in the lower packaging-material element (4) is configured such that the
respective terminal point (15, 16) of the incisions displays a spacing (M1) from the
cavity (6) which corresponds to at least the width (M2) of the sealing seam (5).
9. The method for manufacturing an item of packaging (1) for single-dose films which
contain an active ingredient, as claimed in claim 8, comprising a further step iv.),
wherein at least one incision (7, 8) is oriented so as to be perpendicular to the
nearest outer edge (6a) of the cavity (6).
10. The use of an item of packaging (1) as claimed in claim 1, for receiving single doses,
such as films, wafers or patches, in particular TTS patches, which contain an active
ingredient.
1. Emballage (1) pour films ou pansements (2) contenant une dose unitaire de substance
active, comprenant un élément d'emballage supérieur (3) et un élément d'emballage
inférieur (4) qui sont connectés l'un à l'autre au moyen d'une surface de scellage
ou d'un cordon de scellage (5) périphériques, de telle sorte qu'une cavité (6) entourée
de tous les côtés soit formée pour recevoir le film ou le pansement (2),
i.) l'élément d'emballage supérieur (3) et l'élément d'emballage inférieur (4) présentant,
dans la région de la surface de serrage ou du cordon de serrage (5), à chaque fois
au moins une découpe (7, 8), celles-ci étant en coïncidence, et
ii.) au moins une découpe (7, 8) étant intersectée par une ligne de pliure ou de flexion
(10), caractérisé en ce que
iii.) la découpe (7) dans l'élément d'emballage supérieur (3) et la découpe coïncidente
(8) dans l'élément d'emballage inférieur (4) sont réalisées de telle sorte que le
point d'extrémité respectif (15, 16) des découpes (7, 8) présente une distance (M1)
à la cavité (6) qui correspond au moins à la largeur (M2) du cordon de scellage (5).
2. Emballage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la découpe (7) et la découpe (8) sont orientées à angle droit par rapport à l'arête
extérieure la plus proche (6a) de la cavité (6).
3. Emballage (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément d'emballage supérieur (3) et l'élément d'emballage inférieur (4) sont réalisés
d'une seule pièce et forment une arête de flexion (17).
4. Emballage (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la couche extérieure supérieure (11) et/ou la couche extérieure inférieure (12) sont
réalisées de manière à pouvoir être imprimées.
5. Emballage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la surface de scellage ou le cordon de scellage (5) ne sont pas pelables.
6. Emballage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
chaque élément d'emballage (3, 4) présente une couche extérieure (11, 12) et une couche
métallique (13, 14) et au moins l'un des deux éléments d'emballage (3, 4) présente
une couche de scellage (9).
7. Emballage (1) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la couche de scellage est choisie parmi un adhésif thermofusible, un vernis de scellage,
des dispersions de scellage ou des adhésifs.
8. Procédé de fabrication d'un emballage (1) pour films ou pansements contenant une dose
unitaire de substance active, comprenant les étapes suivantes
i.) fourniture d'un élément d'emballage supérieur (3) et d'un élément d'emballage
inférieur (4), qui sont connectés l'un à l'autre au moyen d'une surface de scellage
ou d'un cordon de scellage (5) périphériques, de telle sorte qu'une cavité (6) entourée
de tous les côtés soit formée pour recevoir les films,
ii.) au moins une découpe (7, 8) étant réalisée à chaque fois au niveau de l'élément
d'emballage supérieur (3) et de l'élément d'emballage inférieur (4) dans la région
de la surface de scellage ou du joint de scellage, lesquelles découpes sont en coïncidence,
et
iii.) application d'une ligne de pliure ou de flexion (10), qui intercepte au moins
une dite découpe (7, 8),
la découpe (7) dans l'élément d'emballage supérieur (3) et la découpe coïncidente
(8) dans l'élément d'emballage inférieur (4) étant réalisées de telle sorte que le
point d'extrémité respectif (15, 16) des découpes présente une distance (M1) à la
cavité (6) qui correspond au moins à la largeur (M2) du cordon de scellage (5).
9. Procédé de fabrication d'un emballage (1) pour films contenant une dose unitaire de
substance active selon la revendication 8, comprenant une étape supplémentaire iv.),
au moins une découpe (7, 8) étant orientée à angle droit par rapport à l'arête extérieure
la plus proche (6a) de la cavité (6).
10. Utilisation d'un emballage (1) selon la revendication 1 pour recevoir des doses unitaires,
tel que des films, des timbres ou des pansements, en particulier des pansements TTS,
contenant une substance active.