[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kotaufnahmevorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie ein Kotaufnahmesystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
[0002] Unter einer Kotaufnahmevorrichtung wird allgemein eine Vorrichtung verstanden, mit
der Kot, insbesondere von Tieren und v. a. von Hunden, vom Boden oder anderen Oberflächen
aufgenommen werden kann, um den Kot anschließend zu entsorgen. Ein wesentlicher Anwendungsfall
ist das Gassi gehen mit Hunden. Hunde, die in privaten Haushalten gehalten werden,
müssen in der Regel mehrfach täglich nach draußen gelassen werden, da ihnen die Verwendung
eines Klos, wie das beispielsweise bei Katzen der Fall ist, in der Regel nicht antrainierbar
ist. Die beim Gassi gehen oder Ausführen von Hunden hinterlassenen Kothaufen sorgen
jedoch oftmals für Verärgerung, insbesondere wenn sie sich beispielsweise auf Gehwegen
befinden. Aus diesem Grund sind insbesondere in Städten Hundebesitzer angewiesen,
den Kot zu entfernen. Wird dies unterlassen, so stellt dies vielerorts eine Ordnungswidrigkeit
dar, die mit Ordnungsgeld oder Bußgeld belegt ist.
[0003] Das Entfernen des Kots stellt jedoch oftmals ein Problem dar, da der Kot selbstverständlich
nicht mit den Händen berührt werden soll. Aus diesem Grund gibt es an einigen Orten
inzwischen öffentliche Tütenspender, aus denen eine Tüte entnommen werden kann, mittels
der der Kot aufgenommen werden kann. Hierzu zieht man in der Regel die Tüte wie einen
Handschuh über eine Hand, greift dann mit dieser Hand den Kothaufen und sieht die
Tüte dann ausgehend von ihrem offenen Ende auf links, wodurch sich der Kothaufen in
der Tüte befindet und auf diese Weise entsorgt werden kann. Einige Hundebesitzer führen
auch Tüten bei sich, falls kein Tütenspender vorhanden sein sollte.
[0004] Jedoch schrecken einige Menschen auch vor der Entfernung eines Kothaufens mittels
einer Tüte zurück, da sie sich, obwohl sie den Kot nicht berühren, vor dem Gefühl
diesen zu greifen ekeln. Die Verwendung von einfachen Schaufeln oder Spaten zur Entfernung
von Kot ist zwar generell möglich, jedoch muss die Schaufel hiernach gereinigt werden,
da sie mit dem Kot in Berührung gekommen ist.
U.S 2004/0188443 beschreibt eine Kotaufnahmevorrichtung nach Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, mittels der
eine einfache Entfernung von Kot von einer Oberfläche in verbesserter Weise möglich
ist.
[0006] Dieser Aufgabe wird durch eine Kotaufnahmevorrichtung gemäß Anspruch 1 sowie durch
ein Kotaufnahmesystem gemäß Anspruch 6 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
[0008] Die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung weist eine im Wesentlichen flächige Grundplatte
zur Aufnahme des Kots und einen Griff zum Führen der Kotaufnahmevorrichtung auf. Die
Grundplatte ist im Wesentlichen flächig, d. h. sie weist zumindest einen flächigen
Abschnitt auf. Dabei kann die Grundfläche jedoch verschiedene Formen aufweisen. Insbesondere
kann sie im Querschnitt V-förmig ausgebildet sein, sie kann jedoch auch eine rechteckige
bzw. quaderförmige Grundform aufweisen. Die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung
zeichnet sich erfindungsgemäß insbesondere dadurch aus, dass sie einen Haltebügel
aufweist, der sich zumindest bereichsweise über der Grundplatte und im Wesentlichen
quer zu einer Kotaufnahmebewegungsrichtung erstreckt. Die Kotaufnahmebewegungsrichtung
ist dabei die Bewegungsrichtung, die mit der Kotaufnahmevorrichtung durchgeführt werden
muss, um die Aufnahme des Kots von der Oberfläche auf die Grundplatte zu ermöglichen.
Unter im Wesentlichen quer wird dabei eine Spanne von +/- 25 Grad angesehen. Der Haltebügel
befindet sich über der Grundplatte, d. h. ausgehend von der Grundplatte in Richtung
des sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auf der Grundplatte befindlichen Kots.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung ist ein Aufnahmekäfig vorgesehen,
der bei bestimmungsgemäßem Gebrauch im Wesentlichen für die Aufnahme des Aufnahmebehälters
verantwortlich ist. An diesem Aufnahmekäfig ist dann die Grundplatte angeordnet, wobei
sich diese dann in einem vorderen Bereich der Kotaufnahmevorrichtung befindet. Der
Aufnahmekäfig weist vorzugsweise zumindest eine Wandung auf, an die sich der Aufnahmebehälter
bei bestimmungsgemäßen Gebrauch legen kann. Die Wandung wird bevorzugt durch Stege
gebildet, wodurch die Kotaufnahmevorrichtung insgesamt relativ leicht ausgeführt werden
kann. Der Haltebügel und der Griff sind bei diesen Ausführungsformen vorteilhafterweise
an dem Aufnahmekäfig befestigt.
[0010] Die Grundplatte ist bevorzugt als flache Scheibe ausgebildet und weist vorteilhafterweise
an ihrem vorderen Ende eine scharfe Kante auf. Diese Kante ermöglicht eine einfache
und im Wesentlichen vollständige Aufnahme des Kots. Die Grundplatte geht bevorzugt
fließend, das heißt ohne Stufe, in den Aufnahmekäfig über, sodass der Kot bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch, durch den Aufnahmebehälter von der Kotaufnahmevorrichtung isoliert, an der
Grundplatte entlang und dann in den Aufnahmekäfig geführt werden kann.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung weist die Grundplatte eine bügeleisenartige
Form auf. Bei dieser Form weist die Grundplatte eine Spitze auf, von der aus sich
die Seitenränder der Grundplatte bogenförmig weg und in Richtung des Aufnahmekäfigs
erstrecken. Diese Form hat sich für eine möglichst gründliche Aufnahme des Kots als
besonders vorteilhaft erwiesen.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
erstreckt sich der Haltebügel von einem ersten Seitenbereich der Grundplatte zu einem
zweiten Seitenbereich der Grundplatte und vorzugsweise über die gesamte Breite, d.
h. von einem sich in dem ersten Seitenbereich der Grundplatte befindlichen Rand zu
einem sich in dem zweiten Seitenbereich der Grundplatte befindlichen Rand der Grundplatte.
Vorteilhafterweise ist der Haltebügel dabei bogenförmig ausgestaltet, d. h. er erstreckt
sich ausgehend von dem ersten Seitenbereich und ausgehend von dem zweiten Seitenbereich
von der Grundplatte weg und überspannt somit die Grundplatte. Unter bogenförmig ist
dabei nicht nur ein kontinuierlich gekrümmter Haltebügel zu verstehen. Vielmehr kann
der Haltebügel auch abgewinkelte Abschnitte aufweisen.
[0013] Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung wird vorzugsweise
ein tütenartiger Behälter an der Kotaufnahmevorrichtung angebracht. Der tütenartige
Aufnahmebehälter weist dabei eine im Wesentlichen schlauchförmige Gestalt auf, wobei
ein Ende des Aufnahmebehälters ein offenes Ende und das andere Ende ein geschlossenes
Ende ist. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch wird der tütenartige Aufnahmebehälter nun
mit dem geschlossenen Ende voran in den Zwischenraum zwischen Grundplatte und Haltebügel
geführt. Anschließend wird der tütenartige Aufnahmebehälter beginnend an seinem offenen
Ende auf links gedreht und somit zumindest teilweise über den Haltebügel und die Grundplatte
gestülpt. Auf diese Weise ist eine Unterseite der Grundplatte, d. h. die Seite, die
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Kotaufnahmevorrichtung mit der Oberfläche, auf
der sich der Kot befindet, in Berührung käme, durch den tütenartigen Aufnahmebehälter
vor Verschmutzung, insbesondere durch den Kot, geschützt. Geschützt durch den tütenartigen
Aufnahmebehälter kann nun mittels der Kotaufnahmevorrichtung der Kot von der Oberfläche
aufgenommen werden, wobei sich der Kot nach der Aufnahme in dem tütenartigen Aufnahmebehälter
befindet. Anschließend kann der Anwender den tütenartigen Aufnahmebehälter aus der
Kotaufnahmevorrichtung entfernen und den Kot mit samt dem tütenartigen Aufnahmebehälter
entsorgen. Da die Kotaufnahmevorrichtung nicht mit dem Kot oder der Oberfläche in
Berührung kommt, ist eine Reinigung dieser nach der Anwendung nicht nötig. Auf diese
Weise ist eine hygienische und einfache Entfernung des Kots möglich.
[0014] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
ist in dem ersten Seitenbereich und/oder in dem zweiten Seitenbereich eine Wandung
vorgesehen. Diese schließt vorzugsweise bündig mit der Grundplatte ab. Diese Wandungen
begrenzen die Aufnahmefläche für den Kot, so dass dieser nicht seitlich von der Grundplatte
herunterfallen kann. Gleichzeitig dienen die Wandungen zur Stabilisierung der Aufnahmebehälter.
[0015] Da die Kotaufnahmevorrichtung in der Regel beim Gassi gehen mitgeführt werden soll
und daher möglichst wenig Platz einnehmen sollte, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, dass der Griff und die Grundplatte relativ zueinander bewegt
und/oder verdreht werden können. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Griff zumindest
eine Transportstellung und zumindest eine Verwendungsstellung aufweist. In einer Transportstellung
ist der Griff so an der Grundplatte angeordnet, dass die Kotaufnahmevorrichtung eine
möglichst kompakte Gestalt annimmt. Vorteilhafterweise befindet sich der Griff in
diesem Fall auf der Grundplatte, und zwar an der Stelle, an der sich bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch der Kot befindet. In einer Verwendungsstellung befindet sich der Griff gegenüber
der Grundplatte in einer Position, in der der bestimmungsgemäße Gebrauch der Kotaufnahmevorrichtung
ermöglicht wird.
[0016] Bei der Erfindung können der Haltebügel und die Grundplatte relativ zueinander bewegt
und/oder verdreht werden. Auch der Haltebügel weist dann vorteilhafterweise zumindest
eine Transportstellung und zumindest eine Verwendungsstellung auf, wobei für diese
beiden Stellungen das bezüglich des Griffs beschriebene entsprechend gilt.
[0017] Bei der Kotaufnahmevorrichtung sind Haltebügel und Griff so angeordnet, dass eine
automatische Mitnahme eines dieser Elemente durch das jeweils andere Element beim
Zusammen- und/oder Auseinanderklappen erfolgt. Konkret bedeutet dies, dass bei einer
Variante manuell nur der Griff in die Transportstellung geklappt werden muss und dieser
dabei automatisch den Haltebügel ebenfalls in die Transportstellung überführt. Vorteilhafterweise
ist hierfür an dem Griff eine Leitfläche angeordnet, die beim Überführen des Griffs
in die Transportstellung mit dem Haltebügel in Berührung kommt und diesen in dessen
Transportstellung drückt.
[0018] Um auch für das Überführen in die Verwendungsstellung eine automatische Mitnahme
zu ermöglichen ist bei vorteilhaften Weiterbildungen zumindest ein Federelement an
dem Haltebügel und/oder dem Griff vorgesehen. Das zumindest eine Federelement wird
dabei an dem Element angeordnet, welches mitgenommen wird. Das zumindest eine Federelement
bewirkt dabei eine Federkraft, die bei einer ausbleibenden Beeinflussung durch das
jeweils andere Element eine Bewegung in die Verwendungsstellung bewirkt. Wird also
der Griff manuell betätigt, so ist zumindest ein Federelement an dem Haltebügel angeordnet,
welches den Haltebügel in Richtung der Verwendungsstellung drückt. Beim Überführen
in die Transportstellung muss daher der Anwender gegen diese Federkraft arbeiten.
In der Transportstellung ist vorzugsweise eine Verrastung oder eine anderweitige Fixierung
des Griffs vorgesehen, sodass auch bei einem anschließendem Loslassen des Griffs die
Federkraft nicht zu einer Rückstellung des Griffs und des Haltebügels in die Verwendungsstelle
erfolgt.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Grundplatte in einem
vorderen Bereich eine wellige und/oder zackige Form auf. Der vordere Bereich ist dabei
der Bereich der Grundplatte, der bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und insbesondere
bei der Aufnahme des Kots durch die Kotaufnahmevorrichtung zuerst mit dem Kot in Berührung
kommt (wenngleich der vordere Bereich der Grundplatte nicht tatsächlich mit dem Kot
in Berührung kommt, da er ja durch den Aufnahmebehälter geschützt ist). Die wellige
und/oder zackige Ausbildung des vorderen Bereichs der Grundplatte ermöglicht eine
verbesserte Aufnahme des Kots. Dies gilt insbesondere dann, wenn Kot von einer aus
Gras gebildeten Oberfläche aufgenommen werden soll.
[0020] Weist der Griff und/oder der Haltebügel eine Transportstellung und zumindest eine
Verwendungsstellung auf, so ist es vorteilhaft, wenn die Überführung des Griff und/oder
des Haltebügels aus der Transportstellung in die zumindest eine Verwendungsstellung
möglichst einfach für den Benutzer ist. Bei besonders vorteilhaften Weiterbildungen
der Erfindung ist hierzu vorgesehen, dass der Griff und/oder der Haltebügel in der
Transportstellung und/oder zumindest in einer Verwendungsstellung so verrastet werden
kann, dass in einem verrasteten Zustand keine Relativbewegung gegenüber der Grundplatte
vorgenommen werden kann. Auf diese Weise wird in der Transportstellung und/oder in
der Verwendungsstellung eine stabile Verbindung des Griffs und/oder des Haltebügels
mit der Grundplatte ermöglicht, was eine angenehme und einfache Handhabung der Kotaufnahmevorrichtung
bewirkt.
[0021] Um eine individuelle Anpassung der Kotaufnahmevorrichtung an verschiedene Benutzer
oder verschiedene Umstände zu ermöglichen, ist bei vorteilhaften Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung vorgesehen, dass mehrere Verwendungsstellungen
möglich sind. Vorteilhafterweise ist dabei der Griff und/oder der Haltebügel in sämtlichen
Verwendungsstellungen verrastbar oder arretierbar. Auf diese Weise kann der Benutzer
vor dem bestimmungsgemäßen Gebrauch den Griff und/oder den Haltebügel in die gewünschte
Verwendungsstellung bringen, dort verrasten oder arretieren und die Kotaufnahmevorrichtung
dann verwenden.
[0022] Um die Verrastung oder Arretierung aus dem Transportzustand und/oder aus einem oder
mehreren der Verwendungszustände zu lösen, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung vorgesehen, dass zumindest ein Auslöseelement
vorgesehen ist, mittels dem der Griff und/oder der Haltebügel aus dem verrasteten
Zustand gelöst werden kann. Das Auslöseelement kann dabei sowohl an dem Griff oder
an dem Haltebügel oder aber auch an der Grundplatte angeordnet sein. Bei einer weiter
vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung ist darüber
hinaus vorgesehen, dass der Griff und/oder der Haltebügel durch die Überführung von
der Transportstellung in eine Verwendungsstellung verrastet wird. Diese Verrastung
geschieht dabei vorzugsweise automatisch, beispielsweise durch ein Hervorschnappen
eines Elements, welches bei einem bestimmten Punkt während der Überführung von der
Transportstellung in eine Verwendungsstellung in den Griff oder den Haltebügel oder
die Grundplatte einschnappt, wodurch der Griff oder der Haltebügel verrastet wird.
[0023] Der Griff und der Haltebügel können in einer gemeinsamen Achse oder Richtung oder
alternativ in unterschiedlichen Achsen oder Richtungen gegenüber der Grundplatte und/oder
verdreht werden. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können der Griff
und der Haltebügel an zumindest einem gemeinsam von dem Griff und dem Haltebügel genutzten
Gelenk gegenüber der Grundplatte bewegt und/oder verdreht werden.
[0024] Der Griff muss nicht zwingend stielförmig ausgebildet sein. Vielmehr kann der Griff
bei vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung auch schlaufenförmig, bandförmig,
kugelförmig oder andersartig ausgebildet sein. Entscheidend ist, dass der Griff eine
angenehme und einfache Handhabung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung ermöglicht.
Hierzu ist der Griff vorteilhafterweise mit einer ausreichenden Steifigkeit versehen.
[0025] Die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung kann ein- oder mehrteilig ausgebildet
sein. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besteht die Kotaufnahmevorrichtung
im Wesentlichen aus drei Teilen, nämlich der Grundplatte, dem Griff und dem Haltebügel.
Alternativ oder zusätzlich zu der Möglichkeit, dass der Griff und/oder der Haltebügel
relativ zu der Grundplatte bewegt und/oder verdreht werden können, ist es möglich,
den Griff und/oder den Haltebügel lösbar an der Grundplatte zu befestigen. Dabei ist
es denkbar, dass ein als separates Bauteil vorliegender Griff und/oder ein als separates
Bauteil vorliegender Haltebügel aus der Transportstellung heraus an der Grundplatte
befestigt werden, wodurch eine Verwendungsstellung erreicht wird. Bei dieser Weiterbildung
der Erfindung bewirkt das Auslöseelement ein Loslösen des Griffs und/oder des Haltebügels
von der Grundplatte, wonach diese wieder in die Transportstellung oder eine weitere
Verwendungsstellung verbracht werden können.
[0026] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
ist vorgesehen, dass der Griff und/oder der Haltebügel hinsichtlich Form, Größe, Befestigung
und Bewegungsrichtung gegenüber der Grundplatte so ausgestaltet sind, dass sie vollständig
in zumindest einen von der Grundplatte und den Wandungen aufgespannten Transportraum
überführbar sind. Auf diese Weise weist die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung
in der Transportstellung ein Volumen auf, welches durch eine die Grundplatte umhüllende
Form bestimmt wird, aus der der Griff und/oder der Haltebügel nicht hervortreten.
Auf diese Weise ist eine sehr kompakte Bauweise der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
realisiert.
[0027] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
weist die Grundplatte auch in einem hinteren Bereich, d. h. einem im Verhältnis zu
dem vorderen Bereich entgegensetzten Ende der Grundplatte angeordneten Bereich eine
Wandung auf. Diese dient, ähnlich wie die Wandungen in dem ersten und dem zweiten
Seitenbereich der Stabilisierung des Aufnahmebehälters.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Kotaufnahmevorrichtung
zumindest eine Fixiereinrichtung auf, an der ein tütenartiger Aufnahmebehälter befestigtbar
ist. Auch diese Befestigung des Aufnahmebehälters an der Kotaufnahmevorrichtung dient
der Stabilisierung des Aufnahmebehälters, damit eine einfache Aufnahme bzw. Entfernung
des Kots ermöglicht werden kann. Der Aufnahmebehälter weist hierbei vorzugsweise ein
Fixierungselement auf, welches zusammen mit der Fixiereinrichtung die Befestigung
realisiert. Eine Möglichkeit wäre hierbei, dass die Fixiereinrichtung durch einen
hakenförmigen Vorsprung und das Fixierungselement durch eine Lasche mit einem Loch
gebildet wird, wodurch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Lasche mit dem Loch über
den Haken gezogen werden kann, wodurch der Aufnahmebehälter an der Kotaufnahmevorrichtung
befestigt wird. Ebenfalls wäre es jedoch beispielsweise auch möglich, die Verbindung
durch eine Klettverbindung, eine temporäre Klebeverbindung oder auf andere Weise sicherzustellen.
[0029] Die Fixiereinrichtung ist vorzugsweise im hinteren Bereich der Grundplatte angeordnet.
Eine Anordnung der Fixiereinrichtung an anderen Stellen der Grundplatte oder an dem
Griff ist jedoch auch möglich.
[0030] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
weist der Haltebügel einen an sich in oder entgegen der Kotaufnahmebewegungsrichtung
erstreckenden Vorsprung auf. Dieser Vorsprung dient einer zusätzlichen Stabilisierung
des Aufnahmebehälters bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Kotaufnahmevorrichtung.
[0031] Die einzelnen Teile der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung oder auch die gesamte
Kotaufnahmevorrichtung sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt. Dabei ist es
ebenfalls möglich, dass die einzelnen Teilen, also insbesondere der Griff, der Haltebügel
und die Grundplatte aus dem gleichen oder unterschiedlichen Kunststoffen bestehen.
Vorzugsweise bestehen die Grundplatte und/oder der Haltebügel und/oder der Griff aus
einem ersten Kunststoff. Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besteht die Grundplatte in dem vorderen Bereich aus einem zweiten Kunststoff, wobei
der zweite Kunststoff vorzugsweise weicher ist als der erste Kunststoff. Die Herstellung
aus Kunststoff der einzelnen Teile der Kotaufnahmevorrichtung oder der Kotaufnahmevorrichtung
insgesamt hat sich bereits in anderen Bereichen als besonders kostengünstig und einfach
erwiesen. Die Herstellung des vorderen Bereichs der Grundplatte aus einem unterschiedlichen
Kunststoff fördert die einfache Handhabung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung.
Insbesondere die Verwendung eines weichen Kunststoffs in dem vorderen Bereich führt
dazu, dass mittels der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung der Kot besser aufgenommen
werden kann.
[0032] Werden Teile der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung aus Kunststoff hergestellt,
so werden diese Teile bevorzugt durch Spritzguss oder im 3D-Druck-Verfahren hergestellt.
[0033] Da die Kotaufnahmevorrichtung wie bereits erwähnt vorzugsweise beim Gassi gehen zur
Anwendung kommt, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
vorgesehen, dass diese ein Befestigungselement aufweist, mittels dem die Kotaufnahmevorrichtung
an einem Gegenbefestigungselement, insbesondere einem Gürtel und/oder einer an einem
Gürtel befestigten Aufhängung befestigtbar ist. Auf diese Weise ist ein einfaches
Mitführen der Kotaufnahmevorrichtung beim Gassi gehen oder auch sonst gegeben ohne
dass die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung beispielsweise in einer Tasche untergebracht
werden muss.
[0034] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Kotaufnahmevorrichtung
eine Vorratseinrichtung auf, die eine Mehrzahl von tütenartigen Aufnahmebehältern
aufnehmen kann. Vorteilhafterweise ist diese Vorratseinrichtung in oder an dem Griff
untergebracht. Die vorzugsweise als Tütenspender ausgebildete Vorratseinrichtung dient
der Bereitstellung von Aufnahmebehältern, so dass diese nicht separat mitgeführt werden
müssen.
[0035] Um den Einsatz der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung auch bei Dunkelheit zu
gewährleisten, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen,
dass die Kotaufnahmevorrichtung eine Lichtquelle aufweist, die vorzugsweise an dem
Griff angeordnet ist. Unter einer Lichtquelle kann dabei sowohl eine Aufnahmeeinrichtung
zur Aufnahme einer Taschenlampe oder eine eigenständige Lichtquelle verstanden werden.
Als besonders vorteilhaft hat sich eine in den Griff integrierte LED-Lampe erwiesen.
[0036] Griff und Grundplatte stehen bei vorteilhaften Weiterbildungen der Kotaufnahmevorrichtung
in Verwendungsstellung in einem Winkel zueinander, der zwischen 90° und 135°, insbesondere
zwischen 100° und 120° beträgt. Winkel in diesem Bereich sind besonders ergonomisch
und ermöglichen eine einfache Handhabung der Kotaufnahmevorrichtung.
[0037] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird darüber hinaus auch durch ein Kotaufnahmesystem
gelöst, welches eine erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung und zumindest einen tütenartigen
Aufnahmebehälter aufweist. Für den bestimmungsgemäßen Gebrauch wird der tütenartige
Aufnahmebehälter so an der Kotaufnahmevorrichtung befestigt, dass sich ein geschlossenen
Ende des Aufnahmebehälters zumindest teilbereichsweise in einem Aufnahmeraum zwischen
dem Haltebügel und der Grundplatte befindet und dass ein offenes Ende des Aufnahmebehälters
zumindest teilbereichsweise eine Unterseite der Grundplatte überdeckt. Der Aufnahmeraum
ist dabei der Raum, der sich zwischen Grundplatte und Haltebügel aufspannt. Alternativ
kann der Aufnahmeraum auch zumindest teilweise von dem Aufnahmekäfig gebildet werden.
[0038] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems sind
dabei mehrere tütenartigen Aufnahmebehälter in einer Vorratseinrichtung der Kotaufnahmevorrichtung
aufgewickelt und/oder ineinander gefaltet, so dass nach der Entnahme eines Aufnahmebehälters
ein weiterer Aufnahmebehälter zu einem Teil aus der Vorratseinrichtung hervorsteht.
Dies ermöglicht eine einfache Entnahme der Aufnahmebehälter aus der Vorratseinrichtung.
Es können auch mehrere Aufnahmebehälter aneinander befestigt sein, wobei vorzugsweise
eine Perforation vorgesehen ist, die bei Beanspruchung reißt, wodurch zwei Aufnahmebehälter
voneinander getrennt werden.
[0039] Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems
weist der Aufnahmebehälter eine Schließeinrichtung auf. Mittels der Schließeinrichtung
ist ein einfaches Verschließen des Aufnahmebehälters möglich, wodurch dieser beispielsweise
nach der Aufnahme von Kot auch verschlossen und mitgeführt werden kann, falls beispielsweise
kein Mülleimer in der Nähe ist. Die Schließeinrichtung kann unter anderem durch einen
Faden, einen Draht, eine Klammer, einen Klebstreifen, oder ineinander greifende Ränder
an dem offenen Ende des Aufnahmebehälters gebildet werden. Da das offene Ende gegebenenfalls
mit Kot verunreinigt sein kann, ist bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Kotaufnahmesystems vorgesehen, dass der Aufnahmebehälter zunächst zumindest teilweise
eingerollt oder in sich gefaltet und anschließend verschlossen wird.
[0040] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems weist
der Aufnahmebehälter kuppenartige Elemente auf, die in Form, Größe und Anzahl an die
im vorderen Bereich der Grundplatte der Kotaufnahmevorrichtung vorhandenen Vorsprünge
angepasst sind.
[0041] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems
weist der Aufnahmebehälter eine konische Grundform auf. Dadurch wird sowohl das Einführen
des Aufnahmebehälters in den Bereich zwischen Grundplatte und Haltebügel als auch
das anschließende Umstülpen des offenen Endes des Aufnahmebehälters vereinfacht.
[0042] Bei vorteilhaften Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems weist
der Aufnahmebehälter eine zumindest teilbereichsweise Verstärkung auf. Besonders bevorzugt
weist der Aufnahmebehälter dann ein flexibles Teil, welches an die Form der Kotaufnahmevorrichtung
und insbesondere die Form von Grundplatte und/oder Aufnahmekäfig angepasst werden
kann, und ein Verstärkungsteil auf. Das Verstärkungsteil ist bevorzugt taschenartig
ausgestaltet, wobei in die durch das Verstärkungsteil gebildete Tasche das vordere
Ende der Grundplatte eingeführt werden kann. Das Verstärkungsteil ist daher vorteilhafterweise
an die Form der Grundplatte angepasst. Es hat sich gezeigt, dass der Aufnahmebehälter
ohne eine Verstärkung leicht reißt, was wiederum zu einer Verschmutzung der Kotaufnahmevorrichtung
durch Kot führen kann. Durch die Verstärkung wird dies verhindert. Die Verstärkung
ist Teil des Aufnahmebehälters und wird somit zusammen mit dem Kot entsorgt. Das flexible
Teil kann aus Kunststoff-Folie ausgebildet werden.
[0043] Das Verstärkungsteil weist bevorzugt eine flache Form mit einer scharfen Kante auf.
Diese scharfe Kante ermöglicht ein präzises und vollständiges Aufnehmen des Kots.
Bei bestimmungsgemäßem Gebraucht ist das Verstärkungsteil das Teil, welches als erstes
mit dem Kot in Berührung kommt. Nach dem Entfernen des Aufnahmebehälters mit dem Kot
aus der Kotaufnahmevorrichtung und dem dabei erfolgenden auf links Drehen befindet
sich das Verstärkungsteil bevorzugt in dem Aufnahmebehälter bzw. in dem durch das
flexible Teil gebildeten Behälter.
[0044] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems
werden mehrere Aufnahmebehälter an der Kotaufnahmevorrichtung befestigt. Die Kotaufnahmevorrichtung
wird dadurch mit Aufnahmebehältern "aufmunitioniert". Auf diese Weise ist es nicht
notwendig, die Kotaufnahmevorrichtung vor dem bestimmungsgemäßem Gebrauch mit einem
Aufnahmebehälter zu versehen, da bereits mehrere vorgesehen sind. Beim Gassi gehen
kann es durchaus vorkommen, dass die Kotaufnahmevorrichtung mehrfach zur Anwendung
kommen muss. Auch dies ist bei dieser Ausführungsform unproblematisch, da nach der
ersten Verwendung der verschmutzte Aufnahmebehälter entfernt und entsorgt werden kann
und dann sofort ein weiterer Aufnahmebehälter zur Verfügung steht.
Bei besonderen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung ist
ein Haltebügel nicht vorhanden. Bei diesen Ausführungsformen wird die erfindungsgemäße
Aufgabe durch die oben beschriebenen weiteren Merkmale der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
einzeln oder in Kombination gelöst.
[0045] Die Erfindung wird anhand von 67 Zeichnungen beispielhaft erläutert, es zeigen dabei:
- Figur 1a
- eine Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
- Figur 1b
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
- Figur 1c
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
- Figur 2
- eine Anleitung zum bestimmungsgemäßen Gebrauch eines Kotaufnahmesystems;
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 4
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 5a
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Seitenansicht;
- Figur 5b
- eine Grundplatte einer weiteren Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer
Seitenansicht;
- Figur 5c
- eine Grundplatte einer weiteren Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer
Seitenansicht;
- Figur 6a
- eine perspektivische Ansicht auf einer weiteren Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung;
- Figur 6b
- eine abweichende perspektivische Ansicht auf die Ausführungsform der Figur 6a;
- Figur 7a
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Verwendungsstellung
in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 7b
- eine perspektivische Ansicht auf die Ausführungsform der Figur 7a in einer Transportstellung;
- Figur 8
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 9
- Kotaufnahmevorrichtungen in einer weiteren Ausführungsform in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 10
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung;
- Figur 11a
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer Verwendungsstellung;
- Figur 11b
- die Ausführungsform der Figur 11a in einer Transportstellung;
- Figur 12a
- eine Detailansicht auf ein Auslöseelement gemäß einer Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung;
- Figur 12b
- das gleiche Detail der Figur 12a mit betätigtem Auslöseelement;
- Figur 13
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in Verwendungsstellung und
angedeuteter Transportstellung;
- Figur 13a
- das Detail a der Figur 13;
- Figur 14a
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 14b
- die Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 14a in einer Transportstellung
und angebracht an einen Gürtel;
- Figur 15
- eine Ausführungsform eines Kotaufnahmesystems in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 16
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 17
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 18
- eine weitere Ausführungsform eines Kotaufnahmesystems in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 19
- eine weitere Ausführungsform eines Kotaufnahmesystems in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 20a
- eine weitere Ausführungsform eines Kotaufnahmesystems vor der Anbringung des Aufnahmebehälters
an der Kotaufnahmevorrichtung;
- Figur 20b
- die Ausführungsform der Figur 20a nach der Anbringung des Aufnahmebehälters an der
Kotaufnahmevorrichtung;
- Figur 21
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 22
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 23
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 24
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 25
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 26
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 27
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 28
- eine Anleitung für das Verschließen einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Aufnahmebehälters;
- Figur 29
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 30
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 31
- eine weitere Ausführungsform einer Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 32
- eine weitere Ausführungsform eines Aufnahmebehälters für ein Kotaufnahmesystem;
- Figur 33
- eine weitere Ausführungsform eines Kotaufnahmesystems mit dem Aufnahmebehälter der
Figur 32;
- Figur 34
- eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 35a
- den Verbund aus Aufnahmekäfig und Grundplatte gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kotaufnahmevorrichtung in einer Draufsicht;
- Figur 35b
- die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 34 in einer Draufsicht in
Verwendungsstellung;
- Figur 35c
- die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 34 in einer Draufsicht in
Transportstellung;
- Figur 36a
- die Verwendung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung (der Übersichtlichkeit
halber ohne Aufnahmebehälter) in einer ersten Phase vor der Aufnahme des Kots;
- Figur 36b
- die Verwendung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung (der Übersichtlichkeit
halber ohne Aufnahmebehälter) in einer zweiten Phase nach der Aufnahme des Kots;
- Figur 37a
- die Überführung der Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 34 von der Transportstellung
in die Verwendungsstellung in einer ersten Phase;
- Figur 37b
- die Überführung der Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 34 von der Transportstellung
in die Verwendungsstellung in einer zweiten Phase;
- Figur 37c
- die Überführung der Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 34 von der Transportstellung
in die Verwendungsstellung in einer dritten Phase;
- Figur 38
- die Überführung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung aus der Verwendungsstellung
in die Transportstellung in einer ersten Phase;
- Figur 38b
- die Überführung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung aus der Verwendungsstellung
in die Transportstellung in einer zweiten Phase;
- Figur 38c
- die Überführung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung aus der Verwendungsstellung
in die Transportstellung in einer dritten Phase;
- Figur 39
- eine perspektivische Ansicht der Kotaufnahmevorrichtung gemäß Figur 37b;
- Figur 40a
- eine perspektivische Ansicht eines Aufnahmebehälters mit Verstärkung;
- Figur 40b
- einen Schnitt durch den Aufnahmebehälter in Figur 40a;
- Figur 41a
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer ersten
Phase;
- Figur 41b
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer zweiten
Phase;
- Figur 41c
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer dritten
Phase;
- Figur 41d
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer vierten
Phase;
- Figur 41e
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer fünften
Phase;
- Figur 41f
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer sechsten
Phase;
- Figur 41g
- den Ablauf des bestimmungsgemäßen Gebrauchs des Kotaufnahmesystems in einer siebten
Phase;
- Figur 42
- eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems mit mehreren
Aufnahmebehältern.
[0046] Die Figuren 1a, 1b und 1c zeigen drei Ausführungsformen einer Kotaufnahmevorrichtung
1. Jede dieser drei Ausführungsformen weist eine Grundplatte 2 auf, an der ein Griff
3 befestigt ist. Die Grundplatte 2 weist in einem ersten Seitenbereich 5, einem zweiten
Seitenbereich 6 sowie einem hinteren Bereich 17 jeweils eine Wandung 7 auf. In einem
vorderen Bereich 8 der Grundplatte 2 weist diese eine wellige Form auf, die sich jedoch
bei den drei Ausführungsformen unterscheidet. Der Griff 3 ist drehbar an der Grundplatte
2 mittels eines Gelenks 10 befestigt. In den Figuren 1a, 1b und 1c befindet sich die
Kotaufnahmevorrichtung 1 in einer Verwendungsstellung, wobei der Griff 3 gegenüber
der Grundplatte 2 verrastet ist. Zur Lösung dieser Verrastung ist ein Auslöseelement
9 vorgesehen. Die wellige Form der Grundplatte 2 in dem vorderen Bereich 8 unterscheidet
sich sowohl hinsichtlich der Länge als auch der Breite der durch die wellige Form
gebildeten Vorsprünge 28.
[0047] Alle drei Ausführungsformen einer Kotaufnahmevorrichtung 1 weisen einen Haltebügel
4 auf, der sich quer zu einer Kotaufnahmebewegungsrichtung R erstreckt. Der Haltebügel
ist an den Wandungen 7 in dem ersten Seitenbereich 5 und dem zweiten Seitenbereich
6 und damit an der Grundplatte 2 befestigt.
[0048] Die Figur 2 zeigt den bestimmungsgemäßen Gebrauch eines Kotaufnahmesystems mittels
einer Bilderfolge. Im ersten Bild (links oben) befindet sich eine erfindungsgemäße
Kotaufnahmevorrichtung 1 in einer Transportstellung. Zur Verwendung des erfindungsgemäßen
Kotaufnahmesystems werden der Griff 3 und der Haltebügel 4 aus der Transportstellung
in eine Verwendungsstellung überführt. Anschließend wird ein Aufnahmebehälter 12 mit
seinem geschlossenen Ende 21 in einen Aufnahmeraum der Kotaufnahmevorrichtung 1 eingebracht
und ein offenes Ende 22 des Aufnahmebehälters 12 wird außen über den Haltebügel 4
und den vorderen Bereich 8 der Grundplatte 2 gestülpt. Zur Aufnahme des Kots 24 wird
die Kotaufnahmevorrichtung 1 in der Kotaufnahmebewegungsrichtung R bewegt.
[0049] Die in der Figur 3 dargestellte Ausführungsform der Kotaufnahmevorrichtung 1 weist
ebenfalls eine Grundplatte 2 und einen Griff 3 auf, die mittels eines Gelenks 10 relativ
zueinander verdreht werden können. Die Grundplatte 2 weist drei Wandungen 7 auf, zwischen
denen sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Kot befindet. In dem vorderen Bereich
8 ist die Grundplatte 2 wellenförmig ausgebildet. In der Figur 3 befindet sich der
Griff 3 in einer Verwendungsstellung und der Haltebügel 4 in einer Transportstellung.
Der Haltebügel 4 weist einen sich in die Kotaufnahmebewegungsrichtung R erstreckenden
Vorsprung in Form einer Auskragung 14 auf. Der in der Figur 3 dargestellte Pfeil zeigt
die Bewegungsrichtung des Bügels 4 aus der Transportstellung in eine Verwendungsstellung
an.
[0050] Bei der in der Figur 4 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 befinden sich sowohl der Griff 3 als auch der Haltebügel 4 in einer Verwendungsstellung.
Der Haltebügel 4 erstreckt sich bogenförmig von einer Wandung 7 in einem ersten Seitenbereich
5 der Grundplatte 2 bis zu einem zweiten Seitenbereich 6 der Grundplatte 2. Der Griff
3 ist in dem Verwendungszustand gegenüber der Grundplatte 2 verrastet und kann aus
diesem verrasteten Zustand mittels eines Auslöseelements 9 gelöst werden.
[0051] Die Figuren 5a, 5b und 5c zeigen drei unterschiedliche Ausgestaltungen der Grundplatte
2. In der Figur 5a ist die Grundplatte auf einer Unterseite 13 gleichmäßig gekrümmt.
In der Figur 5b weist die Grundplatte in dem vorderen Bereich eine flache Unterseite
13 auf und geht anschließend in eine bauchige Form über. Die Grundplatte 2 der Ausführungsform,
welche in der Figur 5c dargestellt ist, verläuft auf der Unterseite 13 ebenfalls zunächst
flach, an diese flachen Abschnitte schließt sich dann eine gekrümmte Form in dem hinteren
Bereich 17 der Grundplatte an.
[0052] Die Figuren 6a und 6b zeigen eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kotaufnahmevorrichtung 1. Auch bei dieser Ausführungsform weist die Kotaufnahmevorrichtung
1 Wandungen 7 in dem ersten Seitenbereich, in dem zweiten Seitenbereich 6 und in dem
hinteren Bereich 17 auf. Sowohl der Griff 3 als auch der Haltebügel 4 sind gegenüber
der Grundplatte 2 verdrehbar. Die Besonderheit dieser Ausführungsform liegt darin,
dass sowohl auf der Unterseite 13 der Grundplatte 2 als auch in dem Bereich, in dem
sich bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Kot befindet jeweils ein Transportraum 26
vorhanden ist, in denen der Griff 3 und der Haltebügel 4 in der Transportstellung
einklappbar sind. Auf diese Weise nimmt die erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung
1 in Transportstellung lediglich ein Volumen ein, welches in der Grundform die Ausmaße
der Grundplatte 2 und in der Höhe die der Wandungen 7 nicht überschreitet. Dieser
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung 1 zeichnet sich besonders
durch ihre Kompaktheit aus.
[0053] Bei der Ausführung der Kotaufnahmevorrichtung 1 gemäß Figuren 7a und 7b sind in dem
ersten Seitenbereich und dem zweiten Seitenbereich 6 ebenfalls Wandungen 7 vorhanden.
In dem hinteren Bereich 17 ist keine Wandung angeordnet. Stattdessen ist das Gelenk
10, mittels dem der Griff 3 an der Grundplatte 2 befestigt ist, massiv ausgeführt
und bietet auf diese Weise ebenfalls eine Begrenzung für den aufzunehmenden Kot. Der
Haltebügel 4 ist bogenförmig und im vorliegenden Fall insbesondere U-förmig ausgebildet
und mittels zwei Gelenken 10 an der Grundplatte 2 befestigt. Die Figur 7a zeigt den
Griff 3 und den Haltebügel 4 in einer Verwendungsstellung, die Figur 7b zeigt den
Griff 3 und den Haltebügel 4 in einer Transportstellung.
[0054] Die Ausführungsform der Figur 8 der Kotaufnahmevorrichtung 1 weist einen ergonomisch
geformten Griff auf, welcher an seinem freien Ende Elemente aufweist, die ein sicheres
Greifen der Kotaufnahmevorrichtung 1 ermöglichen. Die Grundplatte 2 weist mehrere
Durchbrüche 29 auf. Diese dienen zum einen der Gewichtsreduzierung der Kotaufnahmevorrichtung
1 und lassen zudem die Grundplatte 2 der Kotaufnahmevorrichtung 1 wie die Tatze eines
Tieres aussehen. Der Haltebügel 4 befindet sich in einer Transportstellung.
[0055] In der Figur 9 ist eine weitere Ausführungsform der Kotaufnahmevorrichtung 1 zweifach
dargestellt. Der Pfeil 30 zeigt von der Kotaufnahmevorrichtung 1 in Verwendungsstellung
zu einer Kotaufnahmevorrichtung 1 in Transportstellung. Am freien Ende des Griffs
3 ist eine Vorratseinrichtung 18 angeordnet, aus der Aufnahmebehälter 12 entnommen
werden können. Bei der gezeigten Ausführungsform ist kein Haltebügel 4 vorgesehen,
es wäre jedoch möglich auch diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 mit einem Haltebügel 4 zu versehen.
[0056] Die Figur 10 zeigt eine relativ schlichte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 mit einer Grundplatte 2 und einem Griff 3. Der Griff 3 ist dabei U-förmig ausgebildet
und an zwei Gelenken 10 drehbar relativ zu der Grundplatte 2. Die Grundplatte 2 weist
auch hier in dem vorderen Bereich 8 eine wellige Form auf.
[0057] Die Figuren 11a und 11b zeigen eine weitere Ausführungsform der Kotaufnahmevorrichtung
1, bei der die Grundplatte 2 im Querschnitt V-förmig ist. Die beiden Schenkel dieser
V-Form sind jedoch konvex, so dass eine ausreichende Aufnahmefläche für den Kot zur
Verfügung steht. Der Griff 3 ist mittels eines Gelenks 10 drehbar an der Grundplatte
angeordnet, wobei die Figur 11a den Griff in der Verwendungsstellung und die Figur
11b den Griff in der Transportstellung darstellt. Der Haltebügel 4 ist lösbar an der
Grundplatte befestigt. In der Verwendungsstellung in Figur 11a ist dieser an der Grundplatte
befestigt und wird beim Übergang in die Transportstellung von der Grundplatte entfernt,
wie das in Figur 11b dargestellt ist.
[0058] Die Figuren 12a und 12b zeigen die Funktionsweise des Auslöseelements 9 bei einer
vorteilhaften Weiterbildung einer Kotaufnahmevorrichtung 1. Auch bei dieser Ausführungsform
ist der Griff 3 mittels eines Gelenks 10 an der Grundplatte 2 drehbar angeordnet.
Beim Überführen des Griffs 3 aus der Transportstellung in eine Verwendungsstellung
rastet das Auslöseelement 9 in einer Ausnehmung 31 ein, wodurch der Griff 3 relativ
zu der Grundplatte 2 fixiert wird. Um diese Verrastung zu lösen, kann der Benutzer
mit dem Finger auf das Auslöseelement 9 drücken, wodurch dieses aus der Ausnehmung
31, in die es eingerastet ist, bewegt wird und der Griff 3 aus dem verrasteten Zustand
freigegeben wird. An dem Gelenk 10 ist außerdem eine weitere Ausnehmung 31 angeordnet,
in die das Auslöseelement in der Transportstellung einrasten kann, wodurch der Griff
3 auch in der Transportstellung relativ zu der Grundplatte 2 fixiert ist. Das Lösen
des Griffs 3 aus der Transportstellung findet dann vorteilhafterweise auf die gleiche
Weise statt wie das Lösen aus einer Verwendungsstellung.
[0059] In der Figur 13 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 dargestellt, bei der der Griff mehrere Verwendungsstellungen aufweist. Der Griff
3 ist auch hier mittels eines Gelenks 10 an der Grundplatte 2 befestigt. Die Grundplatte
2 weist mehrere Wandungen 7 und in dem vorderen Bereich 8 eine gewellte Form auf.
Der Haltebügel 4 befindet sich in seiner Transportstellung, der Griff 3 in einer Verwendungsstellung.
In der Figur 13 ist außerdem die relative Anordnung der Grundplatte 2 zu dem Griff
3 in der Transportstellung angedeutet.
[0060] In der Figur 13a, die das Detail A der Figur 13 darstellt, ist ersichtlich, dass
das Gelenk 10 der dargestellten Ausführungsform mehrere Ausnehmungen 31 aufweist,
in denen jeweils das Auslöseelement 9 einrasten kann. Auf diese Weise weist der Griff
3 mehrere Verwendungsstellungen auf, wobei der Benutzer auswählen kann, welche der
Verwendungsstellungen er bevorzugt.
[0061] Die Figuren 14a und 14b zeigen eine weitere Ausführungsform der Kotaufnahmevorrichtung
1, die an einem Gürtel 16 befestigtbar ist. Der Griff 3 der Kotaufnahmevorrichtung
1 weist hierzu ein Befestigungselement 15 auf, welches bei dieser Ausführungsform
als hakenartiges Element an dem freien Ende des Griffs 3 vorliegt. Während sich die
erfindungsgemäße Kotaufnahmevorrichtung 1 in der Figur 14a in einer Verwendungsstellung
befindet, d. h. dass sich sowohl der Griff 3 als auch der Haltebügel 4 in einer Verwendungsstellung
befinden, zeigt die Figur 14b die Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 in ihrer Transportstellung. Zur Befestigung der Kotaufnahmevorrichtung 1 an dem
Gürtel 16 hintergreift das Befestigungselement 15 den Gürtel 16, wodurch die Kotaufnahmevorrichtung
1 an dem Gürtel 16 befestigt wird und von dem Benutzer nicht getragen werden muss.
[0062] Die Figur 15 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems
bestehend aus einer Kotaufnahmevorrichtung 1 und einem Aufnahmebehälter 12. Der Aufnahmebehälter
12 wurde mit seinem geschlossenen Ende 21 in den Raum, der von dem Haltebügel 4 und
der Grundplatte 2 aufgespannt wird, eingeführt. Zur Befestigung des Aufnahmebehälters
12 an der Kotaufnahmevorrichtung 1 muss das offene Ende 22 des Aufnahmebehälters 12
nun, wie das mit Pfeilen angedeutet ist, über den Haltebügel 4 und die Grundplatte
2 gestülpt werden. Die dargestellte Kotaufnahmevorrichtung 1 weist ein Befestigungselement
15 auf, mittels dem die Kotaufnahmevorrichtung 1 beispielsweise an einer Hose oder
einem Gürtel oder einer Tasche befestigt werden kann. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist das Befestigungselement 15 als Karabinerhaken ausgeführt, was eine einfache Befestigung
der Kotaufnahmevorrichtung 1 ermöglicht.
[0063] In der Figur 16 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 dargestellt, bei der der Griff 3 ebenfalls verschiedene Verwendungsstellungen aufweist,
obwohl das dem Griff 3 mit der Grundplatte 2 verbindende Gelenk 10 nur eine Ausnehmung
31 für das Auslöseelement 9 aufweist. Die verschiedenen Verwendungsstellungen werden
bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung 1 dadurch
realisiert, dass der Griff 3 teleskopierbar ist. Das bedeutet, dass der Griff 3 aus
mehreren, ineinander gesteckten Elementen besteht, die eine Variation der Länge des
Griffs 3 ermöglichen. Auch hier ist vorgesehen, dass diese Elemente an verschiedenen
Positionen verrasten können, wodurch verschiedene Verwendungsstellungen des Griffs
3 möglich sind. Um eine Verrastung des Griffs 3 aus einer der Verwendungsstellungen
zu ermöglichen, ist ein weiteres Auslöseelement 9 vorgesehen. Auch wenn bei dieser
Ausführungsform das Gelenk 10 nur eine Ausnehmung 31 aufweist, so ist es grundsätzlich
auch möglich, dass mehrere Ausnehmungen 31 vorgesehen sind und zusätzlich der Griff
3 teleskopierbar ausgestaltet ist. Auf diese Weise ist eine sehr variable Einstellung
des Griffs 3 relativ zu der Grundplatte 2 möglich, was als besonders benutzerfreundlich
anzusehen ist.
[0064] Die Figur 17 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßgen Kotaufnahmevorrichtung
1 in Verwendungsstellung. Der Griff 3 dieser Ausführungsform weist eine integrierte
Vorratseinrichtung 18 auf, die eine Mehrzahl von Aufnahmebehältern 12 aufnehmen kann.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Kotaufnahmesystems mit dieser Kotaufnahmevorrichtung
1 entnimmt der Benutzer der Vorratseinrichtung 18 einen Aufnahmebehälter 12 und bringt
diesen wie beschrieben an der Kotaufnahmevorrichtung 1 an. Der Griff 3 weist auch
ein Befestigungselement 15 auf, welches in diesem Fall als elastischer Ring ausgebildet
ist, mittels dem die Kotaufnahmevorrichtung 1 an einem Haken oder ähnlichem angebracht
werden kann.
[0065] Die in der Figur 18 dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems
weist eine Fixiereinrichtung 11 auf, welche an dem Griff 3 angebracht ist. Die Fixiereinrichtung
11 ist bei dieser Ausführungsform als mit einer Federkraft beaufschlagter Schenkel
ausgebildet, wobei die Federkraft den Schenkel mit der dem Gelenk 10 zugewandten Seite
zum Griff hin beaufschlagt, wobei ein Drücken auf das entgegen gesetzte Ende des Schenkels
eine der Federkraft entgegen gesetzt wirkende Kraft bewirkt, wodurch die Fixiereinrichtung
11 geöffnet wird. Die Fixiereinrichtung 11 dient der temporären Fixierung des Aufnahmebehälters
12 bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Kotaufnahmesystems gemäß Figur 18. Hierzu wird
beim Einführen des Aufnahembehälters 12 in die Kotaufnahmevorrichtung 1 der Aufnahmebehälter
12 an seinem geschlossenen Ende 21 in die Fixiereinrichtung 11 eingeklemmt, d. h.
zwischen dem Schenkel der Fixiereinrichtung 11 und dem Griff 3 festgelegt. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass der Aufnahmebehälter 12 nicht aus der Kotaufnahmevorrichtung
1 heraus fällt. Die Fixierung des Aufnahmebehälters 12 im Bereich des Griffs 3 ist
dabei besonders vorteilhaft, da der Aufnahmebehälter 12 auf diese Weise regelrecht
aufgespannt wird, was eine Aufnahme des Kots besonders erleichtert.
[0066] Bei der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems, welches in Figur
19 dargestellt ist, ist die Fixiereinrichtung 11 als hakenförmiges Element ausgebildet,
welches an einer Wandung 7 der Grundplatte 2 angeordnet ist. Bei der gezeigten Ausführungsform
ist dies die Wandung 7, welche sich im hinteren Bereich 17 der Grundplatte befindet.
Bei anderen Ausführungsformen kann die Fixiereinrichtung 11 auch durch ein oder mehrere
hakenförmige Elemente gebildet sein, die sich an einem oder mehreren der Wandungen
7 in dem ersten Seitenbereich 5 oder dem zweiten Seitenbereich 6 befinden.
[0067] Bei dem Kotaufnahmesystem gemäß Figur 19 weist der Aufnahmebehälter 12 an seinem
geschlossenen Ende 21 ein Fixierungselement 23 auf, welches mit dem hakenförmigen
Element der Fixiereinrichtung zusammenwirkt. Das Fixierungselement 23 ist bei der
gezeigten Ausführungsform als schlitzförmige Öffnung ausgebildet. Mittels dieser kann
der Aufnahmebehälter 12 an dem hakenförmigen Element der Fixiereinrichtung 11 befestigt
werden.
[0068] Die Figuren 20a und 20b zeigen eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kotaufnahmesystems. In Figur 20a ist der Aufnahmebehälter 12 noch nicht an der Kotaufnahmevorrichtung
1 angebracht, in der Figur 20b ist dies der Fall. Die Kotaufnahmevorrichtung 1 weist
auch hier eine Grundplatte 2, einen Griff 3 und einen Haltebügel 4 auf. Der Griff
3 und die Grundplatte 2 sind mittels eines Gelenks 10 drehbar miteinander verbunden.
An dem Griff 3 ist eine Fixiereinrichtung 11 angeordnet, die als hakenförmiges Element
ausgebildet ist. Der Aufnahmebehälter 12 weist ein Fixierungselement 23 auf, welches
aus einer Öffnung besteht, die sich an einer Lasche 32 befindet. Die Lasche 32 ist
an dem offenen Ende 22 des Aufnahmebehälters 12 angeordnet. Zur Befestigung des Aufnahmebehälters
12 wird nun das geschlossene Ende 21 des Aufnahmebehälters 12 in einen Aufnahmeraum
27, der von der Grundplatte 2 und dem Haltebügel 4 aufgespannt wird, gesteckt. Anschließend
wird die Lasche 32 über den Haltebügel 4 in Richtung des Griffs 3 gestülpt und dann
mittels das Fixierungselement 23 an der Fixiereinrichtung 11 befestigt, wie das in
Figur 20b dargestellt ist.
[0069] Der Aufnahmebehälter 12 dieser Ausführungsform weist eine Verschlusseinrichtung 25
auf, die bei dieser Ausführungsform durch einen auf der Außenseite des Aufnahmebehälters
12 aufgebrachten Klebestreifen gebildet wird. Vor und während der Aufnahme von Kot
mittels der Kotaufnahmevorrichtung 1 ist dieser Klebestreifen durch eine Abziehfolie
abgedeckt. Nach der Aufnahme des Kots kann diese Abziehfolie entfernt und der Aufnahmebehälter
12 verschlossen werden, in dem die Lasche 32 über das offene Ende 22 des Aufnahmebehälters
12 gestülpt wird, womit die Lasche 32 das offene Ende 22 überdeckt, und anschließend
auf dem Klebestreifen fixiert wird. Der Aufnahmebehälter 12 kann daraufhin entsorgt
werden.
[0070] In den Figuren 21 bis 28 sind verschiedene Ausführungsformen des Aufnahmebehälters
12 dargestellt, die auf verschiedene Weise verschlossen werden. Jede der einzelnen
Figuren zeigt dabei den Ablauf des Verschlussvorgangs eines Aufnahmebehälters 12.
[0071] In der Figur 21 weist der Aufnahmebehälter 12 eine Verschlusseinrichtung 25 auf,
die durch einen auf der Außenseite des Aufnahmebehälters 12 aufgebrachten Klebestreifen
und einem auf dem Klebestreifen fixierten Drahtstück gebildet ist. Der Klebestreifen
und ein Teil des Drahtstücks werden von einer Abziehfolie abgedeckt. Zum Verschließen
des Aufnahmebehälters 12 wird nun die Abziehfolie von dem Klebestreifen entfernt und
der Aufnahmebehälter 12 wird ausgehend von seinem offenen Ende 22 aufgerollt, wodurch
sich das aufgerollte Stück dann auf dem Klebestreifen festklebt. Anschließend werden
die freien Enden des Drahtstücks zueinander gebogen und miteinander verzwirbelt. Auf
diese Weise ist ein besonders sicherer Verschluss des Aufnahmebehälters 12 verwirklicht.
[0072] Bei der in Figur 22 dargestellten Ausführungsform des Aufnahmebehälters 12 weist
dieser an seinem offenen Ende 22 einen in den Rand des offenen Endes 22 integrierten
Faden auf, der an zwei Punkten aus dem Aufnahmebehälter 12 hervorsteht. Zieht der
Benutzer nun an den beiden Enden des Fadens bzw. zieht der Benutzer die beiden Enden
des Fadens aus dem Aufnahmebehälter hinaus, so verschließt sich der Aufnahmebehälter
12 auch an seinem offenen Ende 22.
[0073] In der Figur 23 ist eine der Ausführungsform der Figur 22 ähnliche Ausführungsform
des Aufnahmebehälters 12 dargestellt. Hier steht der Faden der Verschlusseinrichtung
25 nur an einer Stelle aus dem Rand des offenen Endes 22 des Aufnahmebehälters 12
hervor, ist jedoch an seinen Enden miteinander verbunden, wodurch es auch hier möglich
ist, den Faden aus dem Rand herauszuziehen, wodurch der Aufnahmebehälter 12 verschlossen
wird.
[0074] Bei der Ausführungsform des Aufnahmebehälters 12, die in Figur 24 dargestellt ist,
weist der Aufnahmebehälter 12 am Rand seines offenen Endes 22 eine Verschlusseinrichtung
25 auf, die durch einen Klebestreifen gebildet wird, welcher mit einer Abziehfolie
überdeckt ist. Zum Verschließen des Aufnahmebehälters 12 wird die Abziehfolie entfernt
und der Aufnahmebehälter 12 kann ineinander gefaltet, ineinander geknüllt oder auf
andere Weise verschlossen werden, wobei der Klebestreifen für eine Fixierung des Aufnahmebehälters
in sich sorgt.
[0075] Bei der Ausführungsform des Aufnahmebehälters 12 gemäß Figur 25 befindet sich eine
Klebelasche an dem Aufnahmebehälter 12, die die Verschlusseinrichtung 25 bildet. Zum
Verschließen des Aufnahmebehälters 12 wird die Klebelasche um das offene Ende 22 gewickelt,
wodurch der Aufnahmebehälter 12 verschlossen wird.
[0076] Die Figur 26 zeigt eine weitere Ausführungsform des Aufnahmebehälters 12, der eine
Verschlusseinrichtung 25 an dem Rand seines offenen Endes 22 aufweist. Der Rand ist
dabei in zwei Hälften geteilt, wobei die zwei Hälften eine Verstärkung aufweisen,
die im Querschnitt so ausgestaltet ist, dass die zwei Ränder ineinander greifen und
den Aufnahmebehälter 12 auf diese Weise verschließen können.
[0077] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 27 ist die Verschlusseinrichtung 25 durch ein
clipsartiges Element gebildet. Dieses Element weist zwei Schenkel auf, die miteinander
verbunden und zueinander verschwenkbar sind. Die beiden freien Enden der beiden Schenkel
können dabei so ineinander greifen, dass die Verschlusseinrichtung 25 das offene Ende
22 des Aufnahmebehälters 12 zwischen ihren Schenkeln aufnimmt, diese dann aufeinander
verschwenkt werden und die freien Enden dann ineinander greifen, wodurch ein Verschließen
des Aufnahmebehälters 12 realisiert werden kann.
[0078] Die Figur 28 zeigt eine weitere Ausführungsform des Aufnahmebehälters 12, bei der
die Verschlusseinrichtung 25 durch ein Element gebildet wird, welches ebenfalls zwei
Schenkel aufweist, die jedoch nicht zueinander verschwenkbar sind. Die freien Enden
der Schenkel sind so angeordnet, dass eine Passage für das komprimierte offene Ende
22 des Aufnahmebehälters 12 möglich ist, weisen also einen geringen Abstand zueinander
auf. In den mittleren Bereichen der Schenkel weisen diese einen größeren Abstand zueinander
auf, wodurch sich in der Mitte des Elements, welches die Verschlusseinrichtung 25
ausbildet, eine ringförmige Aufnahmezone für den Aufnahmebehälter befindet. Zum Verschließen
des Aufnahmebehälters 12 wird das offene Ende, z. B. durch Zusammenknüllen, komprimiert
und bevorzugt einfach nach unten geklappt. Anschließend wird die Verschlusseinrichtung
über das offene Ende gezogen, wodurch es sich in der zentralen Aufnahmezone befindet
und der Aufnahmebehälter 12 somit verschlossen ist.
[0079] Die Figur 29 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 mit einer Grundplatte 2, einem Griff 3 und einem Haltebügel 4. An dem Griff 3 ist
eine Aufnahmeeinrichtung 19 angeordnet, die zur Aufnahme einer Taschenlampe geeignet
ist. Im vorliegenden Fall wird die Taschenlampe in die Aufnahmeeinrichtung eingeclipst.
Die Aufnahmeeinrichtung kann jedoch auch beispielsweise über einen Klettverschluss
verfügen, mittels dem die Taschenlampe an dem Griff 3 befestigt werden kann.
[0080] In der Figur 30 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 dargestellt, die eine integrierte Lichtquelle in Form einer LED-Lampe 20 aufweist.
[0081] Die LED-Lampe 20 kann bevorzugt mittels eines Tasters 33 aktiviert werden, der ebenfalls
an dem Griff 3 angeordnet und somit leicht erreichbar ist.
[0082] Die Figur 31 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 mit einer Grundplatte 2, einem Griff 3 und einem Haltebügel 4. Der Griff 3 und der
Haltebügel 4 sind mittels gemeinsamer Gelenke 10 an Wandungen 7 der Grundplatte 2
befestigt. Die Schwenkachse des Griffs 3 gegenüber der Grundplatte 2 und die des Haltebügels
4 gegenüber der Grundplatte 2 sind somit identisch. Der Griff 3 verbreitert sich zu
seinem freien Ende hin, was eine angenehme Handhabung der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1 ermöglicht.
[0083] In der Figur 32 ist ein Aufnahmebehälter 12 gemäß einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems dargestellt. Dieser Aufnahmebehälter 12 weist
an seinem geschlossenen Ende 21 eine Mehrzahl von kuppenartigen Elementen 34 auf,
die in das geschlossene Ende 21 des Aufnahmebehälters 12 integriert sind. Die Anzahl,
Größe und Form dieser kuppenartigen Elemente 34 richtet sich nach der jeweiligen Kotaufnahmevorrichtung
1 des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems. Weist die Kotaufnahmevorrichtung 1 beispielsweise
vier Vorsprünge 28 auf, so weist der entsprechende Aufnahmebehälter ebenso vier kuppenartige
Elemente 34 auf. Im Bereich seines offenen Endes 22 weist der Aufnahmebehälter 12
eine Verschlusseinrichtung 25 in Form eines Metalldrahts, welcher mit einer Abziehfolie
überdeckt ist, auf. Der Aufnahmebehälter 12 weist eine leicht konische Form auf, die
das Anbringen des Aufnahmebehälters 12 an der Kotaufnahmevorrichtung 1 erleichtert.
[0084] Die Figur 33 zeigt den Aufnahmebehälter 12 der Figur 32, angebracht an eine erfindungsgemäße
Kotaufnahmevorrichtung 1, wobei die Kotaufnahmevorrichtung 1 nur bereichsweise dargestellt
ist. Da sich die kuppenartigen Elemente 34 am geschlossenen Ende 21 des Aufnahmebehälters
12 befinden, ist der Aufnahmebehälter 12 im vorliegenden Fall nicht mit seinem geschlossenen
Ende 21 in den Bereich zwischen Haltebügel 4 und Grundplatte 2 eingeführt. Hierzu
dient im vorliegenden Fall ein Teil der Wandung des Aufnahmebehälters 12. Derartige
Ausführungsformen des Aufnahmebehälters 12 bzw. eines mit einem derartigen Aufnahmebehälter
12 ausgestatteten Kotaufnahmesystems sind jedoch explizit ebenfalls als zur Erfindung
zugehörig anzusehen. Bei anderen Ausführungsformen wäre es ebenfalls möglich, dass
sich die kuppenartigen Elemente 34 nicht im Bereich des geschlossenen Endes 21, sondern
vielmehr im Bereich einer Wandung des Aufnahmebehälters 12 befinden. Bei derartigen
Ausführungsformen kann dann weiterhin das geschlossene Ende 21 des Aufnahmebehälters
in den Bereich zwischen Grundplatte 2 und Haltebügel 4 eingebracht werden.
[0085] Die kuppenartigen Elemente 34 sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Kotaufnahmesystems
jeweils einem Vorsprung 28 zugeordnet und liegen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch möglichst
eng an diesem an. Dadurch geht die wellige Form der Grundplatte 2 in dem vorderen
Bereich 8 auch bei an der Kotaufnahmevorrichtung 1 angebrachtem Aufnahmbehälter 12
nicht verloren, so dass die Vorteile dieser Form des vorderen Bereichs 8 auch in Verbindung
mit dem Aufnahmebehälter 12 genutzt werden können. Auf diese Weise ist v. a. eine
einfache Aufnahme des Kots 24 aus einer Grasfläche möglich.
[0086] Die Figur 34 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kotaufnahmevorrichtung
1. Bei dieser Ausführungsform weist die Kotaufnahmevorrichtung 1 einen Aufnahmekäfig
35 auf, der bei bestimmungsgemäßen Gebrauch die Aufnahmebehälter (nicht dargestellt)
teilweise aufnimmt. Der Aufnahmekäfig 35 weist eine bauchige Form auf, die durch Wandungen
7 in Form von Stegen gebildet wird. An die innere Form des Aufnahmekäfigs 35 können
sich bei bestimmungsgemäßen Gebrauch die Aufnahmebehälter anlegen, wodurch ein Aufnahmeraum
27 gebildet wird.
[0087] Bei dieser Ausführungsform der Kotaufnahmevorrichtung 1 sind der Griff 3 und der
Haltebügel 4 an dem Aufnahmekäfig 35 und nicht an der Grundplatte 2 angeordnet. Griff
3 und Haltebügel 4 sind jeweils relativ zu den Aufnahmekäfig 35 verschwenkbar. Für
den Griff 3 ist hierzu ein Gelenk 10 vorgesehen. Die Figur 34 zeigt die Kotaufnahmevorrichtung
1 in der Verwendungsstellung. Zum Lösen dieser Verwendungsstellung wird ein Auslöseelement
9 an dem Griff 3 betätigt, wodurch eine Verrastung des Griffs 3 gelöst wird und dieser
in Richtung des Haltebügels 4 bewegt werden kann.
[0088] Die Grundplatte 2 ist an dem Aufnahmekäfig 35 angeordnet und geht in diesen über.
Die Grundplatte 2 weist eine bügeleisenartige Form auf, wobei in einem vorderen Bereich
8 eine Spitze vorgesehen ist.
[0089] Der Haltebügel 4 wird von zwei Federelementen 38 in der Verwendungsstellung gehalten.
Bei dem Überführen des Haltebügels 4 in die Transportstellung muss gegen die Federkraft
dieser Federelemente 38 bearbeitet werden. An dem Haltebügel 4 ist ein Leitelement
37 angeordnet, welches mit einer Leitfläche 36 des Griffs 3 zusammenwirkt, wie später
beschrieben wird. An dem Leitelement 37 werden bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die
Aufnahmebehälter fixiert.
[0090] Die Figur 35a zeigt den Verbund aus Aufnahmekäfig 35 und Grundplatte 2 in einer Draufsicht.
In dieser Ansicht wird es deutlich, wie gut sich die Aufnahmebehälter (nicht dargestellt)
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch an die Grundplatte 2 und den Aufnahmekäfig 35 anlegen
können. In der Figur 35b sind zusätzlich der Griff 3 und der Haltebügel 4 dargestellt,
wobei sich diese in Verwendungsstellung befinden. Die Figur 35c zeigt die Transportstellung
der Kotaufnahmevorrichtung 1.
[0091] Aus den Figuren 36a und 36b wird der bestimmungsgemäße Gebrauch der Kotaufnahmevorrichtung
1 ersichtlich, wobei hier der Übersichtlichkeit halber die Aufnahmebehälter nicht
dargestellt sind. Die Kotaufnahmevorrichtung 1 befindet sich in Verwendungsstellung
und die Grundplatte 2 wird möglichst vollständig auf einer Oberfläche 44, auf der
sich der Kot 24 befindet, abgelegt. Anschließend wird die Kotaufnahmevorrichtung 1
auf den Kot 24 zubewegt. Befindet sich der Kot 24 auf der Grundplatte 2 wird die Kotaufnahmevorrichtung
1 gekippt. Hierzu weist die Kotaufnahmevorrichtung 1 eine abgerundete Bodenfläche
43 auf, die ein leichtes Abkippen ohne ein Anheben der Kotaufnahmevorrichtung 1 ermöglicht.
Durch diese Bewegung und die entstehende Schräglage der Grundplatte 2 fällt der Kot
24 in Richtung des Aufnahmekäfigs 34. Der Kot 24 kann somit auf einfache Weise an
der Oberfläche 44 entfernt werden.
[0092] Griff 3 und Grundplatte 2 sind in Verwendungsstellung zueinander in einem Winkel
α angeordnet. Bei dieser Ausführungsform beträgt dieser Winkel 105°.
[0093] In den Figuren 37a und 37b und 37c ist das Überführen des Griffs 3 und des Haltebügels
4 aus der Transportstellung in die Verwendungsstellung dargestellt. Der Aufnahmekäfig
35 weist zwei Rastöffnungen 39 auf, in die eine Rastnase 40 des Griffs 3 eingreifen
kann. Die Rastnase 40 greift dabei in der Verwendungsstellung in die eine Rastöffnung
39 und in der Transportstellung in die andere Rastöffnung 39 ein. Zum Lösen der Fixierung
des Griffs 3 drückt der Anwender die Rastnase 40 mittels des Auslöseelements 9 aus
der Rastöffnung 39 und klappt den Griff 3 in Richtung des dargestellten Pfeils nach
oben. Da der Haltebügel 4 durch Federelemente 38 mit einer Federkraft beaufschlagt
wird, bewegt sich der Haltebügel 4 automatisch ebenfalls in Richtung der Verwendungsstellung.
Dabei wird das Leitelement 37 des Haltebügels 4 an der Leitfläche 36 des Griffs 3
geführt, sodass es nicht zu einem schlagartigen Aufklappen des Haltebügels 4 kommt.
Ist der Griff 3 in der Verwendungsstellung angekommen greift die Rastnase 40 in die
Rastöffnung 39 ein und der Griff 3 wird dadurch fixiert. Die Kotaufnahmevorrichtung
1 kann nun mit einem Aufnahmebehälter (nicht dargestellt) bestückt und anschließend
verwendet werden.
[0094] Alternativ ist es auch möglich, dass die Rastnase 40 in einer oder beiden Rastöffnungen
39 nicht oder nur teilweise, insbesondere nur hinsichtlich einer Bewegungsrichtung,
verrastet wird. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass für ein Überführen des
Griffs 3 aus der Transportstellung in die Verwendungsstellung kein Drücken des Auslöseelements
9 notwendig ist. Hierzu können beispielsweise eine Seitenfläche der Rastöffnung 39
und eine Seitenfläche der Rastnase 40, die bei der Überführung aus der Transportstellung
in die Verwendungsstellung aufeinander zu bewegt werden und durch deren Berührung
ansonsten die Verrastung bewirkt wird, aufeinander gleiten. Dies kann beispielsweise
durch eine Abschrägung oder Abrundung zumindest einer dieser Seitenflächen realisiert
werden. Sind beispielsweise beide Flächen abgeschrägt, so laufen die Seitenflächen
bei der Überführung des Griffs 3 aus der Transportstellung in die Verwendungsstellung
aufeinander auf und gleiten dann aneinander ab, wodurch die Rastnase 40 aus der Rastöffnung
39 bewegt wird, ohne dass es einer Betätigung des Auslöseelements 9 bedarf. Die entsprechende
Funktionalität ist auch hinsichtlich der weiteren Rastöffnung 39 möglich.
[0095] Die Figuren 38a, 38b und 38c zeigen das Überführen des Griffs 3 und des Haltebügels
4 aus der Verwendungsstellung in die Transportstellung. Hierzu übt der Anwender einen
Druck auf das Auslöseelement 9 aus, wodurch die Rastnase 40 aus der Rastöffnung 39
entfernt wird. Anschließend bewegt der Anwender den Griff 3 in Richtung des dargestellten
Pfeiles um das Gelenk 10. Wie aus Figur 38b ersichtlich kommt ab einem gewissen Kippwinkel
die Leitfläche 36 mit dem Leitelement 37 in Berührung. Dadurch wird der Haltebügel
4 aus der Verwendungsstellung in Richtung der Transportstellung mit bewegt. In der
Transportstellung angekommen verriegelt sich der Griff 3 automatisch durch das Einschnappen
der Rastnase 40 in eine Rastöffnung 39. Der Haltebügel 4 wird dabei durch den Griff
3 ebenfalls in der Transportstellung gehalten.
[0096] Die Figur 39 zeigt den Zeitpunkt, zu dem die Leitfläche 36 mit dem Leitelement 37
bei der Überführung aus der Verwendung in die Transportstellung in Kontakt kommt.
Bei einer weiteren Bewegung des Griffs 3 in Richtung der Transportstellung fährt das
Leitelement 37 nach und nach die Leitfläche 36 ab. Auf diese Weise wird der Haltebügel
4 in Richtung der Transportstellung bewegt.
[0097] Die Figuren 40 a und 40b zeigen eine Ausführungsform des Aufnahmebehälters mit Verstärkung.
Der Aufnahmebehälter 12 weist dabei ein Verstärkungsteil 42 auf, welches taschenartig
ausgebildet ist. An dem Verstärkungsteil 42 ist ein flexibles Teil 41 angeordnet,
welches aus einer Folie besteht. Das Verstärkungsteil 42 weist eine scharfe Kante
auf, die ein leichtes Aufnehmen des Kots ermöglicht. Das flexible Teil 41 ist flexibel
und kann daher sehr gut an dem Aufnahmekäfig (nicht dargestellt) angepasst werden.
Das flexible Teil 41 liegt dadurch eng an dem Aufnahmekäfig an, wodurch ein großer
Aufnahmeraum für Kot geschaffen wird.
[0098] In den Figuren 41a bis 41g wird die Verwendung der Kotaufnahmevorrichtung 1 bzw.
des Kotaufnahmesystems näher erläutert. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wird ein Aufnahmebehälter
12 an der Kotaufnahmevorrichtung 1 befestigt. Hierzu wird das flexible Teil 41 über
die Kotaufnahmevorrichtung 1 gestülpt und das Verstärkungsteil 42 auf die Grundplatte
2 aufgesteckt. Anschließend wird das flexible Teil 41 in den Aufnahmeraum 27 der Kotaufnahmevorrichtung
1 gedrückt und an die Wandungen 7 des Aufnahmekäfigs 35 angepasst. Mittels eines Fixierungselementes
23 wird der Aufnahmebehälter 12 dann an dem Leitelement 37 des Haltebügels 4 fixiert,
hier durch umwickeln. Das Leitelement 37 bildet in diesem Fall die Fixiereinrichtung
11 aus. Die Bodenfläche 43 des Aufnahmekäfigs 35 wird von dem Aufnahmebehälter 12
vor Verschmutzung geschützt.
[0099] Wie in Figur 41e ersichtlich wird das Kotaufnahmesystem dann auf dem Kot zubewegt
durch eine Bewegung in Richtung der Kotaufnahme Bewegungsrichtung. Befindet sich der
Kot 24 in dem Aufnahmekäfig 35 wird der Aufnahmebehälter 12 von der Kotaufnahmevorrichtung
1 abgezogen. Sämtliche Verschmutzungen an dem Aufnahmebehälter 12 werden durch das
auf links Drehen in das Innere des Aufnahmebehälters 12 verlagert. Der Aufnahmebehälter
12 kann dann beispielsweise durch Verknoten verschlossen und anschließend entsorgt
werden.
[0100] Die Figur 42 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kotaufnahmesystems.
Dort ist angedeutet, dass mehrere Aufnahmebehälter 12 an der Kotaufnahmevorrichtung
1 angebracht werden. Auf diese Weise ist eine mehrfache Verwendung des Kotaufnahmesystems
ohne ein zwischenzeitliches Nachfüllen eines Aufnahmebehälters 12 möglich. Jeder der
Aufnahmebehälter 12 wird dabei auf die gleiche Weise an der Kotaufnahmevorrichtung
1 befestigt. Nach einer Verwendung des Kotaufnahmesystems wird dann jeweils nur der
äußerste Aufnahmebehälter 12 von der Kotaufnahmevorrichtung 1 entfernt.
Bezugszeichenliste
[0101]
- 1
- Kotaufnahmevorrichtung
- 2
- Grundplatte
- 3
- Griff
- 4
- Haltebügel
- 5
- erster Seitenbereich
- 6
- zweiter Seitenbereich
- 7
- Wandung
- 8
- vorderer Bereich
- 9
- Auslöseelement
- 10
- Gelenk
- 11
- Fixiereinrichtung
- 12
- Aufnahmebehälter
- 13
- Unterseite
- 14
- Auskragung
- 15
- Befestigungselement
- 16
- Gürtel
- 17
- hinterer Bereich
- 18
- Vorratseinrichtung
- 19
- Aufnahmeeinrichtung
- 20
- LED-Lampe
- 21
- geschlossenes Ende
- 22
- offenes Ende
- 23
- Fixierungselement
- 24
- Kot
- 25
- Verschlusseinrichtung
- 26
- Transportraum
- 27
- Aufnahmeraum
- 28
- Vorsprung
- 29
- Durchbruch
- 30
- Pfeil
- 31
- Ausnehmung
- 32
- Lasche
- 33
- Taster
- 34
- kuppenartige Elemente
- 35
- Aufnahmekäfig
- 36
- Leitfläche
- 37
- Leitelement
- 38
- Federelement
- 39
- Rastöffnung
- 40
- Rastnase
- 41
- flexibles Teil
- 42
- Verstärkungsteil
- 43
- Bodenfläche
- 44
- Oberfläche
- R
- Kotaufnahmebewegungsrichtung
- α
- Winkel