[0001] Die Erfindung betrifft eine Umlenkvorrichtung für einen Folienschlauch gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Steuern einer Umlenkvorrichtung
gemäß Anspruch 14.
Stand der Technik
[0002] Bei dem Aufbringen von Folienhülsen auf Formflaschen ist eine genaue Ausrichtung
der Folienhülse in Bezug auf die Form der Flasche wichtig. Im Allgemeinen ist der
Aufweitdorn einer Etikettiermaschine in einer festen Position angeordnet, so dass
Behälter, wie beispielsweise Flaschen, in Bezug zu dem Aufweitdorn gedreht werden
müssen, damit die Folienhülsen in einer gewünschten Position auf die Behälter aufgeschossen
und somit darauf angeordnet werden können. Auch können die Folienhülsen in der Zuführung
über den Dorn gedreht werden. Das Drehen der Behälter kann, je nach verwendeter Drehvorrichtung,
Scuffing an den Behälteroberflächen durch die Wechselwirkung der Oberfläche mit Elementen
der Drehvorrichtung begünstigen. Zudem sind behältersortenspezifische Folienhülsenzuführungen
sehr störanfällig und für einen Bediener aufwendig einstellbar.
[0003] US 2010/0037558 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Aufbringen von Hüllen auf vorbeilaufendende Gegenstände.
Die Hüllen werden von einem Endlosschlauch abgeschnitten, der dazu über eine Formgebungsvorrichtung
mit einer Mittelachse geführt und mittels Rollen stromabwärts zu der Schneidvorrichtung
geführt wird.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu Verfügung zu stellen,
die ein positionsgenaues Aufbringen von Folienhülsen auf unterschiedliche Behälter
ermöglicht, ohne dass ein Drehen der Behälter erforderlich ist.
Lösung
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Umlenkvorrichtung für einen Folienschlauch
nach Anspruch 1 und ein Verfahren zum Steuern einer Umlenkvorrichtung nach Anspruch
14. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0006] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind unter dem Begriff "Behälter" alle für die
Aufnahme von beliebigen Produkten wie z.B. Getränken, Lebensmitteln, Arzneimitteln
usw. geeignete Behältnisse wie Gefäße, Flaschen, Dosen, Gläser mit und ohne Schraubverschluss
zu verstehen.
[0007] Eine Umlenkvorrichtung für einen gefalteten Folienschlauch mit einem Aufweitdorn
ist dazu ausgelegt, den gefalteten Folienschlauch, dessen Längsachse in Richtung einer
Längsachse des Aufweitdorns ausgerichtet ist, um die Längsachse des Aufweitdorns um
einen Drehwinkelbereich zu drehen. Eine Drehung des gefalteten Folienschlauchs ermöglicht,
dass eine Folienhülse, die davon abgeschnitten und auf einen Behälter aufgeschossen
wird, eine definierte Ausrichtung in Bezug zu dem Behälter erhält, ohne dass eine
Drehung des Behälters und/oder eine Drehung der Folienhülse auf dem Dom erforderlich
ist. Insbesondere bei Faschen oder Behältern, deren Querschnitt nicht kreissymmetrisch
ist, kann eine definierte Lage der Foliennaht vorgesehen sein, so dass der optische
Eindruck der aufgebrachten Folienhülse und/oder die Lesbarkeit von auf der Folienhülse
befindlichem Text nicht beeinträchtigt werden.
[0008] Der Drehwinkelbereich kann in einem Bereich von ± 180° liegen. Dadurch ist es möglich,
den gefalteten Folienschlauch in allen möglichen Positionen auszurichten, so dass
entsprechend eine davon abgeschnittene Folienhülse in diesen Positionen auf einen
Behälter aufgeschossen werden kann.
[0009] Die Umlenkvorrichtung kann weiter zwei Umlenkrollen oberhalb des Aufweitdorns umfassen
zwischen denen der gefaltete Folienschlauch hindurchläuft und wobei ein Abstand zwischen
den beiden Umlenkrollen derart bemessen ist, dass der gefaltete Folienschlauch zwischen
den beiden Umlenkrollen transportierbar ist. Da der gefaltete Folierischlauch zwischen
den beiden Umlenkrollen hindurchläuft, ist eine Führung des gefalteten Folienschlauchs
mittels der Umlenkrollen möglich.
[0010] In einer Ausführungsform können die beiden Umlenkrollen derart angeordnet sein, dass
ihre Längsachsen auf einer gleichen Höhe liegend und parallel zueinander ausgerichtet
sind und senkrecht zu der Längsachse des Aufweitdorns verlaufen.
[0011] In einer anderen Ausführungsform können die beiden Umlenkrollen derart angeordnet
sein, dass ihre Längsachsen parallel zueinander ausgerichtet sind und sich von einer
ersten Höhe zu einer zweiten Höhe erstrecken. Die geneigte Anordnung der Umlenkrollen
kann vorteilhaft bei einem größeren Drehwinkel der Umlenkrollen sein, um den mechanischen
Einfluss auf den gefalteten Folienschlauch, der durch sie hindurch verläuft, klein
zu halten.
[0012] Die beiden Umlenkrollen können zusammen um die Längsachse des Aufweitdorns um einen
Winkelbereich drehbar sein. Durch die zusammen erfolgende Drehung der beiden Umlenkrollen
kann der gefaltete Folienschlauch weiterhin durch sie hindurch verlaufen und transportiert
werden, jedoch in einem anderen Winkel relativ zu den Behältern. Eine Drehung der
beiden Umlenkrollen kann zusätzlich zu einer Drehung der Umlenkvorrichtung erfolgen,
aber es kann auch eine Drehung der beiden Umlenkrollen ohne eine Drehung der Umlenkvorrichtung
erfolgen.
[0013] Es ist beispielsweise möglich, eine Drehung um einen ersten größeren Winkel mit der
Umlenkvorrichtung vorzunehmen und dann zusätzlich eine Drehung um einen zweiten kleineren
Winkel mit den Umlenkrollen vorzunehmen. So kann eine Feineinstellung der Ausrichtung
des gefalteten Folienschlauchs mittels der Umlenkrollen vorgenommen werden.
[0014] Der Winkelbereich kann in einem Bereich von ± 15° liegen. Eine Drehung der beiden
Umlenkrollen liegt vorzugsweise in diesem Winkelbereich, um eine zu starke mechanische
Wirkung auf den gefalteten Folienschlauch zu vermeiden.
[0015] Die Umlenkvorrichtung kann eine erste Kamera umfassen, die derart angeordnet ist,
dass eine oder mehrere Aufnahmen des gefalteten Folienschlauchs aufnehmbar sind, bevor
er um die Längsachse des Aufweitdorns gedreht wird. Im Allgemeinen hat der gefaltete
Folienschlauch, wenn er von der Endlosschlauchrolle abgewickelt wird, eine definierte
Ausrichtung/Lage. Die mit der ersten Kamera aufgenommenen Aufnahmen können verwendet
werden, um zu ermitteln, ob eine Abweichung von der definierten Ausrichtung/Lage vorhanden
ist, die beispielsweise von einem Wickelfehler der Endlosschlauchrolle und/oder Umkicken
oder Ähnliches des gefalteten Folienschlauchs während des Transports in der Umlenkvorrichtung
herrührt. Die mit der ersten Kamera erstellten Aufnahmen können für eine spätere Verwendung
gespeichert werden. Eine Analyse der Aufnahmen kann durchgeführt werden, um basierend
auf den Ergebnissen eine Drehung der Umlenkvorrichtung und/oder der beiden Umlenkrollen
vorzunehmen oder nicht.
[0016] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Umlenkvorrichtung eine zweite Kamera umfasst,
die derart angeordnet ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen des gefalteten Folienschlauchs
aufnehmbar sind, wenn er die beiden Umlenkrollen durchläuft. Dabei kann überprüft
werden, ob eine erwartete Umlenkung mittels der Umlenkrollen erreicht wird, ohne dabei
den gefalteten Folienschlauch beispielsweise zu sehr zu dehnen. Auch die mit der zweiten
Kamera erstellten Aufnahmen können für eine spätere Verwendung gespeichert werden.
[0017] Zudem kann die Umlenkvorrichtung eine dritte Kamera umfassen, die derart angeordnet
ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen vom geöffneten Folienschlauch auf dem Aufweitdorn
aufnehmbar sind. Mittels der Aufnahmen kann festgestellt werden, ob der Folienschlauch
auf dem Aufweitdorn so angeordnet ist, wie es aufgrund der Umlenkung des gefalteten
Folienschlauchs mittels Umlenkvorrichtung und/oder der beiden Umlenkrollen zu erwarten
ist. Die mit der dritten Kamera erstellten Aufnahmen können für eine spätere Verwendung
gespeichert werden.
[0018] Die Umlenkvorrichtung kann eine vierte Kamera umfassen, die derart angeordnet ist,
dass eine oder mehrere Aufnahmen von bereits etikettierten Behältern aufnehmbar sind.
So kann beispielsweise überprüft werden, wie die Folienhülsen auf den Behältern positioniert
sind. Solch eine Endüberprüfung kann verwendet werden, um mögliche Anpassungen bei
dem Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der beiden Umlenkrollen vorzunehmen,
wenn die Position der Folienhülsen auf den Behältern außerhalb von vordefinierten
Grenzen liegt.
[0019] Aufnahmen der vierten Kamera können neben einer Positionsprüfung oder auch unabhängig
davon dazu verwendet werden, um die Höhe bzw. die Länge der aufgebrachten Folienhülse
zu überprüfen und eventuelle Abweichungen von einer Referenzhöhe bzw. einer Referenzlänge
als Informationen für eine Korrektur zu verwenden.
[0020] Mittels einer oder mehreren Aufnahmen der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten
Kamera kann beispielsweise die Richtigkeit des Etiketts und/oder das Mindesthaltbarkeitsdatum
überprüft werden. Vorzugsweise erfolgt eine solche Überprüfung bevor eine Folienhülse
auf einen Behälter aufgebracht wird.
[0021] Die Aufnahmen der ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Kamera können mittels
einer Auswerteeinheit ausgewertet werden, wobei die Auswerteeinheit die Auswertung
direkt nach dem Aufnehmen einer Aufnahme ausführen kann oder auch gespeicherte Aufnahmen
einlesen und dann auswerten kann. Die Auswerteeinheit kann Software- und Hardwarekomponenten
umfassen, beispielsweise einen Computer, die für eine Auswertung von Kameraaufnahmen
und/oder daraus gewonnen digitalen Daten geeignet sind.
[0022] Um, wenn erforderlich, eine automatische Nachregelung der Zuführung des gefalteten
Folienschlauchs und/oder einer Drehung der Umlenkrollen ausführen zu können, können
die erste, die zweite, die dritte und/oder die vierte Kamera aktiv eingreifen und
ein Signal entsprechend des Auswerteergebnisses einer oder mehrerer Kameraaufnahmen
an eine pneumatische, elektropneumatische oder motorische Nachkorrektur der Zuführung
des gefalteten Folienschlauchs und/oder der Umlenkrollen schicken.
[0023] Der Aufweitdorn kann in zumindest einem Bereich, der sich in einer Auslaufrichtung
eines durch den Aufweitdon geöffneten Folienschlauchs befindet, einen runden, ovalen,
eckigen, rechteckigen oder länglich-flachen Querschnitt aufweisen. Solche verschiedenen
Querschnitte des Aufweitdorns sind sinnvoll, um verschiedene Behälterarten etikettieren
zu können. Durch den Querschnitt des Aufweitdorns erhält der über den Aufweitdorn
geführte geöffnete Folienschlauch und somit auch die abgeschnittene Folienhülse die
Form des Querschnitts und kann dann in dieser Form auf einen zu etikettierenden Behälter
aufgeschossen werden.
[0024] Hierbei kann der Querschnitt des Aufweitdorns einem Behälterquerschnitt von zu etikettierenden
Behältern entsprechen. Vorzugsweise entspricht die Form, d.h. insbesondere der Querschnitt,
des Aufweitdorns zumindest in seinem unteren Bereich, in dem sich die abgeschnittene
Folienhülse befindet, der Form, d.h. insbesondere dem Querschnitt, des Behälters.
Als unterer Bereich des Aufweitdorns ist hierbei derjenige Bereich anzusehen, der
sich in einer Auslaufrichtung des offenen, d.h. durch den Aufweitdorn aufgeweiteten,
Folienschlauchs von dem Aufweitdorn befindet. Von dem offenen Folienschlauch wird
eine Folienhülse abgeschnitten und dann von dem Aufweitdorn aus in der Auslaufrichtung
auf einen zu etikettierenden Behälter geschossen.
[0025] Eine Steuerungsvorrichtung kann dazu ausgelegt sein, mittels Instruktionen, die auf
einem Computer gespeichert sind und von einem Prozessor ausgeführt werden, das folgende
Verfahren auszuführen.
[0026] Dieses Verfahren zum Steuern einer Umlenkvorrichtung kann die folgenden Schritte
umfassen: Aufnehmen einer ersten Aufnahme mit der ersten Kamera; Auswerten von ersten
Daten der ersten Aufnahme und daraus Ermitteln einer ersten Ausrichtung des gefalteten
Folienschlauchs; unter Verwendung der ermittelten ersten Ausrichtung, einer Behälterausrichtung,
von aktuellem Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen, Ermitteln
einer daraus resultierenden ersten Folienhülsenausrichtung auf einem Behälter. Danach
kann ein Vergleichen der ermittelten resultierenden ersten Folienllülsenausrichtung
mit einer Referenzfolienhülsenausrichtung erfolgen. Ergibt das Vergleichen keine Abweichung
der ermittelten resultierenden ersten Folienhülsenausrichtung von der Referenzfolienhülsenausrichtung,
erfolgt ein Beibehalten des aktuellen Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder der
Umlenkrollen. Ergibt das Vergleichen eine Abweichung der ermittelten resultierenden
ersten Folienhülsenausrichtung von der Refierenzfolienhülsenausrichtung, erfolgt ein
Berechnen eines auszuführenden Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen
und ein Ausführen einer Drehung um diesen auszuführenden Drehwinkel, so dass ein neuer
aktueller Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen vorliegt.
[0027] Die Referenzfolienhülsenausrichtung stellt hierbei die Position der Folienhülse auf
einem etikettierten Behälter dar, die erreicht werden soll, um beispielsweise Vorgaben
eines Kunden zu erfüllen oder Lesbarkeit von Text auf der Folienhülse zu gewährleisten.
[0028] Die Behälterausrichtung kann mittels einer weiteren Kamera ermittelt werden, die
beispielsweise Aufnahmen der Behälter macht, bevor sie unter dem Aufweitdorn vorbeitransportiert
werden. Die Daten der Aufnahmen können dann verwendet werden, um daraus die Behälterausrichtung
zu bestimmen; die Daten betreffend die Behälterausrichtung auf dem Transportband können
für das auszuführende Verfahren beispielsweise eingelesen werden.
[0029] Der aktuelle Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen kann bei
einem Beginn des Verfahrens als ein Startwert durch einen Bediener eingegeben werden,
wobei der Bediener den aktuellen Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen
an der Umlenkvorrichtung und/oder den Umlenkrollen selbst abliest oder aus gespeicherten
Betriebsdaten eines zuvor ausgeführten Verfahrens abliest. Auch kann vorgesehen sein,
dass gespeicherte Betriebsdaten eines zuvor ausgeführten Verfahrens und somit der
aktuelle Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen automatisch eingelesen
werden.
[0030] Zudem kann das Verfahren weiter die folgenden Schritte umfassen: Aufnehmen einer
zweiten Aufnahme mit der zweiten Kamera; Auswerten von zweiten Daten der zweiten Aufnahme
und daraus Ermitteln einer zweiten Ausrichtung des gefalteten Folienschlauchs; unter
Verwendung der ermittelten zweiten Ausrichtung, der Behälterausrichtung, von aktuellem
Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen, Ermitteln einer daraus
resultierenden zweiten Folienhülsenausrichtung auf dem Behälter. Danach erfolgt ein
Vergleichen der ermittelten resultierenden zweiten Folienhülsenausrichtung mit der
Referenzfolienhülsenausrichtung. Ergibt das Vergleichen keine Abweichung der ermittelten
resultierenden zweiten Folienhülsenausrichtung von der Referenzfolienhülsenausrichtung,
erfolgt ein Beibehalten des aktuellen Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder der
Umlenkrollen. Ergibt das Vergleichen eine Abweichung der ermittelten resultierenden
zweiten Folienhülsenausrichtung von der Referenzfolienhülsenausrichtung, erfolgt ein
Berechnen eines auszuführenden Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen
und ein Ausführen einer Drehung um diesen auszuführenden Drehwinkel, so dass ein neuer
aktueller Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen vorliegt.
[0031] Das Verfahren kann weiter die folgenden Schritte umfassen: Aufnehmen einer dritten
Aufnahme mit der dritten Kamera; Auswerten von dritten Daten der dritten Aufnahme
und daraus Ermitteln einer Ausrichtung eines geöffneten Folienschlauchs auf einem
Aufweitdom; unter Verwendung der ermittelten Ausrichtung des geöffneten Folienschlauchs,
der Behälterausrichtung, von aktuellem Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der
Umlenkrollen, Ermitteln einer daraus resultierenden dritten Folienhülsenausrichtung
auf dem Behälter. Danach kann ein Vergleichen der ermittelten resultierenden dritten
Folienhülsenausrichtung mit der Referenzfolienhülsenausrichtung erfolgen. Ergibt das
Vergleichen keine Abweichung der ermittelten resultierenden dritten Folienhülsenausrichtung
von der Referenzfolienhülsenausrichtung, erfolgt ein Beibehalten des aktuellen Drehwinkels
der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen. Ergibt das Vergleichen eine Abweichung
der ermittelten resultierenden dritten Folienhülsenausrichtung von der Referenzfolienhülsenausrichtung,
erfolgt ein Berechnen eines auszuführenden Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder
der Umlenkrollen und ein Ausführen einer Drehung um diesen auszuführenden Drehwinkel,
so dass ein neuer aktueller Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen
vorliegt.
[0032] Zudem kann das Verfahren die folgenden Schritte umfassen: Aufnehmen einer vierten
Aufnahme mit der vierten Kamera; Auswerten von vierten Daten der vierten Aufnahme
und daraus Ermitteln einer Ausrichtung einer Folienhülse auf dem Behälter; unter Verwendung
der ermittelten Ausrichtung der Folienhülse, der Behälterausrichtung, von aktuellem
Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen, Ermitteln einer daraus
resultierenden dritten Folienhülsenausrichtung auf dem Behälter. Danach erfolgt ein
Vergleichen der ermittelten Ausrichtung der Folienhülse auf dem Behälter mit der Referenzfolienhülsenausrichtung.
Ergibt das Vergleichen keine Abweichung der ermittelten Ausrichtung der Folienhülse
von der Referenzfolienhülsenausrichtung, erfolgt ein Beibehalten des aktuellen Drehwinkels
der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen. Ergibt das Vergleichen eine Abweichung
der ermittelten Ausrichtung der Folienhülse von der Referenzfolienhülsenausrichtung,
erfolgt ein Berechnen eines auszuführenden Drehwinkels der Umlenkvorrichtung und/oder
der Umlenkrollen und ein Ausführen einer Drehung um diesen auszuführenden Drehwinkel,
so dass ein neuer aktueller Drehwinkel der Umlenkvorrichtung und/oder der Umlenkrollen
vorliegt.
Kurze Figurenbeschreibung
[0033] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen.
In den Zeichnungen zeigt:
Figur 1 eine schematische Seitenansicht einer Umlenkvorrichtung für einen gefalteten
Folienschlauch mit Umlenkrollen in einer ersten Ausrichtung,
Figur 2 eine schematische Seitenansicht der Umlenkvorrichtung für einen gefalteten
Folienschlauch mit den Umlenkrollen in einer zweiten Ausrichtung,
Figur 3 eine Schrägansicht der Umlenkvorrichtung im Bereich der Umlenkrollen und
Figur 4 eine Draufsicht auf die Umlenkvorrichtung in einer ersten Position und in
einer zweiten Position.
Ausführliche Figurenbeschreibung
[0034] Exemplarisch für Behälter sind in den Figuren Flaschen dargestellt.
[0035] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Umlenkvorrichtung für einen gefalteten
Folienschlauch 1. Der gefaltete Folienschlauch 1 kommt von einer (nicht dargestellten)
Endlosschlauchrolle und wird von drei Pufferrollen 2 und drei Führungsrollen 3, 4,
5 auf einer gewissen Spannung gehalten und vorwärts transportiert, um auf einen Aufweitdorn
9 aufgezogen zu werden. Die letzte Führungsrolle 5 ist so oberhalb des Aufweitdorns
9 angeordnet, dass der gefaltete Folienschlauch 1 sich im Wesentlichen parallel zur
Dornachse 10 bewegt und auf den Aufweitdorn 9 aufgebracht werden kann. Ausgehend von
der letzten Führungsrolle 5, über die der gefaltete Folienschlauch 1 verläuft, ist
der gefaltete Folienschlauch 1 parallel zu der Längsachse der letzten Führungsrolle
5 angeordnet. Je nach der Form eines zu etikettierenden Behälters 13 kann es erforderlich
sein, den gefalteten Folienschlauch 1 vor dem Aufbringen auf den Aufweitdorn 9 anders
anzuordnen, so dass beispielsweise die Position der Foliennaht 8 verändert wird.
[0036] Um eine solche andere Anordnung des gefalteten Folienschlauchs 1 vor dem Aufbringen
auf den Aufweitdorn 9 zu ermöglichen, umfasst die Umlenkvorrichtung weiter zwei Umlenkrollen
6, 7, zwischen denen der gefaltete Folienschlauch 1 hindurch verläuft. Die beiden
Längsachsen der beiden Umlenkrollen 6, 7 sind hierbei auf der gleichen Höhe liegend
und parallel ausgerichtet und verlaufen senkrecht zu der Längsachse 10 des Aufweitdorns
9. Der Abstand zwischen den beiden Umlenkrollen 6, 7 ist so gewählt, dass der gefaltete
Folienschlauch 1 dazwischen transportiert werden kann, aber dabei nicht zerknittert.
[0037] Die beiden Umlenkrollen 6, 7 sind zusammen um eine Achse senkrecht zu ihren Längsachsen
und parallel zu der Längsachse 10 des Aufweitdorns 9 drehbar ausgeführt, wobei sie
nach einer Drehung in der erreichten Stellung fixiert werden können, so dass sie sich
nicht weiter um diese Achse drehen. Eine Drehung der beiden Umlenkrollen 6, 7 liegt
vorzugsweise in einem Bereich von ± 15°, um eine zu starke mechanische Wirkung auf
den gefalteten Folienschlauch 1 zu vermeiden. Durch Positionieren der beiden Umlenkrollen
5, 6 in verschiedenen Positionen, kann mittels der beiden Umlenkrollen 6, 7 der gefaltete
Folienschlauch 1 aus der Anordnung, in der er parallel zu der Längsachse der letzten
Führungsrolle 5 verläuft, in eine andere Anordnung verbracht werden, so dass der gefaltete
Folienschlauch 1 nicht mehr parallel, sondern unter einem Winkel zu der Längsachse
der letzten Führungsrolle 5 verläuft. So kann beispielsweise die Foliennaht 8 des
Folienschlauchs an einer gewünschten Position auf einem zu etikettierenden Behälter
13 angeordnet werden, ohne dass es erforderlich ist, den Behälter 13 zu drehen, da
die Relativpositivn von Foliennaht 8 und Behälter 13 durch das Ausrichten des gefalteten
Folienschlauchs erreicht wird.
[0038] Der gefaltete Folienschlauch 1 wird über den Aufweitdorn 9 geführt, der am oberen
Ende konisch und am unteren Ende einen Querschnitt aufweist, der dem Behälterquerschnitt
entspricht, und dadurch zu einem offenen Folienschlauch aufgeweitet. Mittels einer
Schneidevorrichtung 11 am unteren Ende des Aufweitdorns 9 können von dem offenen Folienschlauch
Folienhülsen 12 abgeschnitten werden, die dann auf zu etikettierende Behälter 13 aufgeschossen
werden können. Diese Behälter 13 werden beispielsweise mittels eines Transportbands
14 in einer Transportrichtung 15 unter dem Aufweitdorn 9 und somit unter der Folienhülse
12 vorbeitransportiert.
[0039] Um Überprüfen zu können, wie ein gefalteter Folienschlauch 1 vor Durchlaufen der
beiden Umlenkrollen 6, 7 ausgerichtet ist, ist eine erste Kamera 16 derart angeordnet,
dass sie Aufnahmen von dem gefalteten Folienschlauch 1 vor Durchlaufen der beiden
Umlenkrollen 6, 7 aufnehmen kann, beispielsweise im Bereich vor der letzten Umlenkrolle
5. Im Allgemeinen hat der gefaltete Folienschlauch 1, wenn er von der (nicht dargestellten)
Endlosschlauchrolle abgewickelt wird, eine definierte Ausrichtung/Lage. Die mit der
ersten Kamera 16 aufgenommenen Aufnahmen können verwendet werden, um zu ermitteln,
ob eine Abweichung von der definierten Ausrichtung/Lage vorhanden ist, die beispielsweise
von einem Wickelfehler der Endlosschlauchrolle und/oder Umknicken oder Ähnlichem des
gefalteten Folienschlauchs 1 während des Transports mittels der drei Pufferrollen
2 und der drei Führungsrollen 3, 4, 5 herrührt. Die mit der ersten Kamera 16 erstellten
Aufnahmen können für eine spätere Verwendung gespeichert werden. Eine Analyse der
Aufnahmen kann durchgeführt werden, um basierend auf den Ergebnissen eine Drehung
der beiden Umlenkrollen 6, 7 vorzunehmen oder nicht.
[0040] Mit einer zweiten Kamera 17 wird die Ausrichtung des gefalteten Folienschlauchs 1
bei dem Durchlaufen der beiden Umlenkrollen 6, 7 aufgenommen. Dabei kann überprüft
werden, ob eine erwartete Umlenkung mittels der Umlenkrollen 6, 7 erreicht wird, ohne
dabei den gefalteten Folienschlauch 1 beispielsweise zu sehr zu dehnen. Auch die mit
der zweiten Kamera 17 erstellten Aufnahmen können für eine spätere Verwendung gespeichert
werden.
[0041] Eine dritte Kamera 18 ist derart angeordnet, dass sie den geöffneten Folienschlauch
auf dem Aufweitdorn 9 aufnehmen kann. Mittels der Aufnahmen kann festgestellt werden,
ob der Folienschlauch auf dem Aufweitdorn 9 so angeordnet ist, wie es aufgrund der
Umlenkung des gefalteten Folienschlauchs 1 mittels der beiden Umlenkrollen 6, 7 zu
erwarten ist. Die mit der dritten Kamera 18 erstellten Aufnahmen können für eine spätere
Verwendung gespeichert werden.
[0042] Eine vierte Kamera 19 kann dann Aufnahmen von bereits etikettierten Behältern 13
erstellen, um überprüfen zu können, wie die Folienhülsen 12 auf den Behältern 13 positioniert
sind. Diese Endüberprüfung kann verwendet werden, um mögliche Anpassungen in der Ausrichtung
der beiden Umlenkrollen 6, 7 vorzunehmen, wenn die Position der Folienhülsen 12 auf
den Behältern 13 außerhalb von vordefinierten Grenzen liegt.
[0043] Aufnahmen der vierten Kamera 19 können neben einer Positionsprüfung oder auch unabhängig
davon dazu verwendet werden, um die Höhe bzw. die Länge der aufgebrachten Folienhülse
12 zu überprüfen und eventuelle Abweichungen von einer Referenzhöhe bzw. einer Referenzlänge
als Informationen für eine Korrektur zu verwenden.
[0044] Mittels einer oder mehreren Aufnahmen der ersten 16, zweiten 17, dritten 18 und/oder
vierten 19 Kamera kann beispielsweise die Richtigkeit des Etiketts und/oder das Mindesthaltbarkeitsdatum
überprüft werden. Vorzugsweise erfolgt eine solche Überprüfung bevor eine Folienhülse
12 auf einen Behälter 13 aufgebracht wird.
[0045] Die Aufnahmen der Kameras 16, 17, 18, 19 können mittels einer Auswerteeinheit ausgewertet
werden, wobei die Auswerteeinheit die Auswertung direkt nach dem Aufnehmen einer Aufnahme
ausführen kann oder auch gespeicherte Aufnahmen einlesen und dann auswerten kann.
Die Auswerteeinheit kann Software- und Hardwarekomponenten umfassen, beispielsweise
einen Computer, die für eine Auswertung von Kameraaufnahmen und/oder daraus gewonnen
digitalen Daten geeignet sind.
[0046] Um, wenn erforderlich, eine automatische Nachregelung der Zuführung des gefalteten
Folienschlauchs 1 und/oder einer Drehung der Umlenkrollen 6, 7 ausführen zu können,
können die erste 16, die zweite 17, die dritte 18 und/oder die vierte 19 Kamera aktiv
eingreifen und ein Signal entsprechend des Auswerteergebnisses einer oder mehrerer
Kameraaufnahmen an eine pneumatische, elektropneumatische oder motorische Nachkorrektur
der Zuführung des gefalteten Folienschlauchs 1 und/oder der Umlenkrollen 6, 7 schicken.
[0047] In Figur 2 ist die Umlenkvorrichtung für einen gefalteten Folienschlauch 1 aus der
Figur 1 mit in einer zweiten Ausrichtung angeordneten Umlenkrollen 6, 7 gezeigt. Die
beiden Umlenkrollen 6, 7 sind so positioniert, dass der gefaltete Folienschlauch 1
nicht aus der Anordnung, in der er parallel zu der Längsachse der letzten Führungsrolle
5 verläuft, umgelenkt wird, sondern weiter in dieser Anordnung verläuft. Der gefaltete
Folienschlauch 1 verläuft somit weiterhin parallel zu der Längsachse der letzten Führungsrolle
5. Entsprechend verläuft die Foliennaht 8 in Vergleich zu Figur 1 an einer anderen
Stelle, so dass die Foliennaht 8 auf den etikettierten Behältern 13 ebenfalls anders
positioniert ist.
[0048] Figur 3 zeigt eine Schrägansicht der Umlenkvorrichtung für einen gefalteten Folienschlauch
1. Die beiden Umlenkrollen 6, 7 sind an einer ersten Struktur 20 angebracht. Die beiden
oberen Führungsrollen 4, 5 sind an einer zweiten Struktur 21 angebracht, und die drei
Pufferrollen 2 sowie die untere Umlenkrollen 3 sind an einer dritten Struktur 22 angebracht.
Die erste Struktur 20 ist um ihre Längsachse drehbar, so dass die beiden Umlenkrollen
6, 7 von einer ersten Ausrichtung in eine zweite Ausrichtung verbracht werden können.
Damit der gefaltete Folienschlauch 1 nicht unnötig strapaziert wird, liegt der Drehwinkel
der ersten Struktur 20 vorzugsweise in einem Bereich von ±15°. Die zweite Struktur
21 und die dritte Struktur 22 sind relativ zueinander vorzugsweise nicht drehbar.
[0049] Die erste 20, die zweite 21 und die dritte 22 Struktur sind um die Domlängsachse
10 drehbar ausgeführt, so dass wie in der Figur 4 gezeigt, die gesamte Umlenkvorrichtung
um einen Drehwinkel 23 gedreht werden kann, wobei die Längsachse des gefalteten Folienschlauchs
1 oberhalb des Doms 9 mit der Längsachse 10 des Doms 9 zumindest im Wesentlichen übereinstimmt.
Der Drehwinkel 23 für die gesamte Umlenkvorrichtung liegt vorzugsweise in einem Bereich
von ±180°. Der Ausdruck "gesamte Umlenkvorrichtung" bedeutet für die gezeigte Darstellung,
die drei Pufferrollen 2, die drei Führungsrollen 3, 4, 5, die beiden Umlenkrollen
6, 7. Die beiden Führungsrollen 3, 4 sind optional und können in einer anderen Ausführungsform
der Umlenkvorrichtung auch weggelassen werden.
[0050] Um bei einer Drehung der gesamten Umlenkvorrichtung zu gewährleisten, dass der gefaltete
Folienschlauch 1 ausgehend von einer Endlosschlauchrolle in die drei Pufferrollen
2 gerade einfädelbar ist, ohne auf dem Weg dorthin geknickt und/oder übermäßig gedehnt
zu werden, sind diverse Führungsrollen vorgesehen, die eine solche Führung des gefalteten
Folienschlauchs 1 ausgehend von der im Allgemeinen nicht mitgedrehten Endlosschlauchrolle
ermöglichen.
[0051] Eine Drehung der gesamten Umlenkvorrichtung kann als eine Grobeinstellung zur Ausrichtung
des gefalteten Folienschlauchs 1 ausgeführt werden, wenn größere Drehwinkel, beispielsweise
betragsmäßig größer als 15°, erforderlich sind. Eine Feineinstellung, insbesondere
während des Etikettierprozesses, kann dann durch eine Drehung der Umlenkrollen 6,
7 erfolgen.
[0052] Die gesamte Umlenkvorrichtung kann von den Pufferrollen 2 über die optionalen Führungsrollen
3, 4 bis zu der Führungsrolle 5 mit und ohne die Umlenkrollen 6, 7 zum Einen sortenabhängig
, d.h. entsprechend der zu etikettierenden Behälter 13, eingestellt und zum Anderen
zu einer Ausrichtungsoptimierung vorteilhafterweise elektrisch nachgeregelt werden.
1. Umlenkvorrichtung für einen gefalteten Folienschlauch (1) in Kombination mit einem
Aufweitdorn (9)
dadurch gekennzeichnet, dass
die Umlenkvorrichtung dazu ausgelegt ist, den gefalteten Folienschlauch (1), dessen
Längsachse in Richtung zu einer Längsachse (10) des Aufweitdorns (9) ausgerichtet
ist, um die Längsachse (10) des Aufweitdorns (9) um einen Drehwinkelbereich zu drehen.
2. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Drehwinkelbereich in einem Bereich von
± 180° liegt.
3. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Umlenkvorrichtung weiter zwei
Umlenkrollen (6, 7) oberhalb des Aufweitdorns (9) umfasst zwischen denen der gefaltete
Folienschlauch (1) hindurchläuft und wobei ein Abstand zwischen den beiden Umlenkrollen
(6, 7) derart bemessen ist, dass der gefaltete Folienschlauch (1) zwischen den beiden
Umlenkrollen (6, 7) transportierbar ist.
4. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 3, wobei die beiden Umlenkrollen (6, 7) derart angeordnet
sind, dass ihre Längsachsen auf einer gleichen Höhe liegend und parallel zueinander
ausgerichtet sind und senkrecht zu der Längsachse (10) des Aufweitdorns (9) verlaufen.
5. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 3, wobei die beiden Umlenkrollen (6, 7) derart angeordnet
sind, dass ihre Längsachsen parallel zueinander ausgerichtet sind und sich von einer
ersten Höhe zu einer zweiten Höhe erstrecken.
6. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die beiden Umlenkrollen
(6, 7) zusammen um die Längsachse (10) des Aufweitdorns (9) um einen Winkelbereich
drehbar sind.
7. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Winkelbereich in einem Bereich von ±
15° liegt.
8. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Umlenkvorrichtung eine
erste Kamera (16) umfasst, die derart angeordnet ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen
des gefalteten Folienschlauchs (1) aufnehmbar sind, bevor er um die Längsachse (10)
des Aufweitdorns (9) gedreht wird.
9. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei die Umlenkvorrichtung eine
zweite Kamera (17) umfasst, die derart angeordnet ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen
des gefalteten Folienschlauchs (1) aufnehmbar sind, wenn er die beiden Umlenkrollen
(6, 7) durchläuft.
10. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Umlenkvorrichtung eine
dritte Kamera (18) umfasst, die derart angeordnet ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen
vom geöffneten Folienschlauch auf dem Aufweitdorn (9) aufnehmbar sind.
11. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Umlenkvorrichtung eine
vierte Kamera (19) umfasst, die derart angeordnet ist, dass eine oder mehrere Aufnahmen
von bereits etikettierten Behältern (13) aufnehmbar sind.
12. Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Aufweitdorn (9) in
zumindest einem Bereich, der sich in einer Auslaufrichtung eines durch den Aufweitdon
(9) geöffneten Folienschlauchs befindet, einen runden, ovalen, eckigen, rechteckigen
oder länglich-flachen Querschnitt aufweist.
13. Umlenkvorrichtung nach Anspruch 12, wobei der Querschnitt des Aufweitdorns (9) einem
Behälterquerschnitt von zu etikettierenden Behältern (13) entspricht.
14. Verfahren zum Steuern einer Umlenkvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 umfassend
die folgenden Schritte:
- Aufnehmen einer ersten Aufnahme mit der ersten Kamera;
- Auswerten von ersten Daten der ersten Aufnahme und daraus Ermitteln einer ersten
Ausrichtung des gefalteten Folienschlauchs;
- unter Verwendung der ermittelten ersten Ausrichtung, einer Behälterausrichtung,
von aktuellem Drehwinkel der Umlenkvorrichtung, Ermitteln einer daraus resultierenden
ersten Folienhülsenausrichtung auf einem Behälter;
- danach Vergleichen der ermittelten resultierenden ersten Folienhülsenausrichtung
mit einer Referenzfolienhülsenausrichtung:
- ergibt das Vergleichen keine Abweichung der ermittelten resultierenden ersten Folienhülsenausrichtung
von der Referenzfolienhülsenausrichtung, Beibehalten des aktuellen Drehwinkels der
Umlenkvorrichtung;
- ergibt das Vergleichen eine Abweichung der ermittelten resultierenden ersten Folienhülsenausrichtung
von der Referenzfolienhülsenausrichtung, Berechnen eines auszuführenden Drehwinkels
der Umlenkvorrichtung und Ausführen einer Drehung um diesen auszuführenden Drehwinkel.
1. Deflection device for a folded film tube (1) in combination with an expanding mandrel
(9), characterized in that
the deflection device is configured to rotate the folded film tube (1), the longitudinal
axis of which is oriented towards a longitudinal axis (10) of the expansion mandrel
(9), about the longitudinal axis (10) of the expanding mandrel (9) by a rotational
angle range.
2. Deflection device according to claim 1, wherein the rotational angle range is in a
range of ± 180°.
3. Deflection device according to claim 1 or 2, wherein the deflection device further
comprises two deflection rolls (6, 7) positioned above the expanding mandrel (9),
between which the folded film tube (1) is running through, and wherein a distance
between the two deflection rolls (6, 7) is dimensioned such that the folded film tube
(1) can be transported between the two deflection rolls (6, 7).
4. Deflection device according to claim 3, wherein the two deflection rolls (6, 7) are
arranged such that their longitudinal axes are oriented lying at an identical height
and in parallel with each other and extend in a direction perpendicular to the longitudinal
axis (10) of the expanding mandrel (9).
5. Deflection device according to claim 3, wherein the two deflection rolls (6, 7) are
arranged such that their longitudinal axes are oriented in parallel with each other
and extend from a first height to a second height.
6. Deflection device according to any one of claims 3 to 5, wherein the two deflection
rolls (6, 7) are jointly rotatable about the longitudinal axis (10) of the expanding
mandrel (9) by an angular range.
7. Deflection device according to claim 6, wherein the angular range is in a range of
± 15°.
8. Deflection device according to any one of claims 1 to 7, wherein the deflection device
comprises a first camera (16) which is arranged such that one or plural pictures of
the folded film tube (1) can be taken before it is rotated about the longitudinal
axis (10) of the expanding mandrel (9).
9. Deflection device according to any one of claims 3 to 8, wherein the deflection device
comprises a second camera (17) which is arranged such that one or plural pictures
of the folded film tube (1) can be taken when said tube is passing through the two
deflection rolls (6, 7).
10. Deflection device according to any one of claims 1 to 9, wherein the deflection device
comprises a third camera (18) which is arranged such that one or plural pictures of
the opened film tube on the expanded mandrel (9) can be taken.
11. Deflection device according to any one of claims 1 to 10, wherein the deflection device
comprises a fourth camera (19) which is arranged such that one or plural pictures
of already labeled containers (13) can be taken.
12. Deflection device according to any one of claims 1 to 11, wherein the expanding mandrel
(9) in at least one area positioned in an outlet direction of a film tube opened by
the expanding mandrel (9) has a round, oval, angular, rectangular or elongated-flat
cross-section.
13. Deflection device according to claim 12, wherein the cross section of the expanding
mandrel (9) corresponds to a container cross-section of containers (13) to be labeled.
14. Method for controlling a deflection device according to any one of claims 1 to 13,
comprising the following steps:
- taking a first picture with the first camera;
- evaluating first data of the first picture and determining a first orientation of
the folded film tube therefrom;
- by using the determined first orientation, a container orientation, of a current
rotational angle of the deflection device, determining a resulting first film sleeve
orientation on a container;
- thereafter comparing the determined resulting first film sleeve orientation with
a reference film sleeve orientation:
- if the comparison does not reveal a deviation of the determined resulting first
film sleeve orientation from the reference film sleeve orientation, maintaining the
current rotational angle of the deflection device;
- if the comparison reveals a deviation of the determined resulting first film sleeve
orientation from the reference film sleeve orientation, calculating a rotational angle
of the deflection device to be performed, and performing a rotation about said rotational
angle to be performed.
1. Dispositif de déviation pour un boyau ou tube de film plié (1) en combinaison avec
un mandrin d'évasement (9),
caractérisé en ce que
le dispositif de déviation est configuré pour faire tourner le boyau de film plié
(1), dont l'axe longitudinal est orienté en direction d'un axe longitudinal (10) du
mandrin d'évasement (9), d'une plage angulaire de rotation, autour de l'axe longitudinal
(10) du mandrin d'évasement (9).
2. Dispositif de déviation selon la revendication 1, dans lequel la plage angulaire de
rotation se situe dans un domaine de ± 180°.
3. Dispositif de déviation selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans lequel
le dispositif de déviation comprend, en outre, deux rouleaux déviateurs (6, 7) au-dessus
du mandrin d'évasement (9), entre lesquels circule le boyau de film plié (1), et dans
lequel la distance entre les deux rouleaux déviateurs (6, 7) est dimensionnée de façon
à ce que le boyau de film plié (1) puisse être transporté entre les deux rouleaux
déviateurs (6, 7).
4. Dispositif de déviation selon la revendication 3, dans lequel les deux rouleaux déviateurs
(6, 7) sont agencés de manière telle, que leurs axes longitudinaux soient situés à
une même hauteur et soient orientés parallèlement l'un à l'autre, et s'étendent perpendiculairement
à l'axe longitudinal (10) du mandrin d'évasement (9).
5. Dispositif de déviation selon la revendication 3, dans lequel les deux rouleaux déviateurs
(6, 7) sont agencés de manière telle, que leurs axes longitudinaux soient orientés
parallèlement l'un à l'autre et s'étendent d'une première hauteur à une deuxième hauteur.
6. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 3 à 5, dans lequel les deux
rouleaux déviateurs (6, 7) peuvent être tournés en commun d'une plage angulaire autour
de l'axe longitudinal (10) du mandrin d'évasement (9).
7. Dispositif de déviation selon la revendication 6, dans lequel ladite plage angulaire
se situe dans un domaine de ± 15°.
8. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel le dispositif
de déviation comporte une première caméra (16) qui est agencée de manière telle, qu'il
soit possible de prendre une ou plusieurs prises de vue du boyau de film plié (1)
avant qu'il soit tourné autour de l'axe longitudinal (10) du mandrin d'évasement (9).
9. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 3 à 8, dans lequel le dispositif
de déviation comporte une deuxième caméra (17), qui est agencée de manière telle,
qu'il soit possible de prendre une ou plusieurs prises de vue du boyau de film plié
(1) lorsqu'il traverse les deux rouleaux déviateurs (6, 7).
10. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel le dispositif
de déviation comporte une troisième caméra (18), qui est agencée de manière telle,
qu'il soit possible de prendre une ou plusieurs prises de vue du boyau de film ouvert
sur le mandrin d'évasement (9).
11. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel le dispositif
de déviation comporte une quatrième caméra (19), qui est agencée de manière telle,
qu'il soit possible de prendre une ou plusieurs prises de vue de récipients ou contenants
(13) déjà étiquetés.
12. Dispositif de déviation selon l'une des revendications 1 à 11, dans lequel le mandrin
d'évasement (9) présente, au moins dans une zone qui se trouve dans une direction
de sortie d'un boyau de film ouvert par le mandrin d'évasement (9), une section transversale
ronde, ovale, rectangulaire ou allongéeaplatie.
13. Dispositif de déviation selon la revendication 12, dans lequel la section transversale
du mandrin d'évasement (9) correspond à une section transversale de contenant, de
contenants (13) devant être étiquetés.
14. Procédé pour commander un dispositif de déviation selon l'une des revendications 1
à 13, comprenant les étapes suivante :
- enregistrement d'une première prise de vue avec la première caméra ;
- traitement de premières données de la première prise de vue et, à partir de là,
détermination d'une première orientation du boyau de film plié ;
- au regard de la première orientation déterminée, d'une orientation de contenant,
et de l'actuel angle de rotation du dispositif de déviation, détermination d'une première
orientation de boyau de film, qui en résulte, sur un contenant,
- puis comparaison de la première orientation de boyau de film résultante ayant été
déterminée, avec une orientation de boyau de film de référence :
- si la comparaison ne donne pas d'écart de la première orientation de boyau de film
résultante ayant été déterminée par rapport à l'orientation de boyau de film de référence,
conservation de l'angle de rotation actuel du dispositif de déviation ;
- si la comparaison donne un écart de la première orientation de boyau de film résultante
ayant été déterminée par rapport à l'orientation de boyau de film de référence, calcul
d'un angle de rotation à effectuer par le dispositif de déviation, et exécution d'une
rotation d'une valeur de cet angle de rotation à effectuer.