[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prüfung der Verklebungen zwischen
den Artikeln eines Gebindes aus durch Verklebungen unmittelbar miteinander verbundenen
Artikeln gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, sowie eine Vorrichtung
zu dessen Durchführung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 7.
[0002] Gebinde stellen eine effektive Art dar, den gleichzeitigen Umgang mit mehreren Artikeln
zu ermöglichen, beispielsweise um den Transport mehrerer Artikel zugleich zu erleichtern.
[0003] Die Herstellung von Gebinden ist meist unumgänglich, da solche Gebinde die häufigste
Variante von Verkaufseinheiten für diverse Artikel, wie beispielsweise Getränkebehälter
und Flaschen aus PET-Kunststoff bilden.
[0004] Um ein Gebinde zu erzeugen, ist bekannt, eine auch als Gebindegröße bezeichnete Anzahl
A von Artikeln, die in dem Gebinde zusammengefasst sein sollen, zunächst entsprechend
einer gewünschten Anordnung innerhalb des Gebindes zu gruppieren. So können bspw.
Getränkebehälter zu Gebinden von vier, sechs oder mehr Behältern zusammengefasst werden.
Anschließend wird die so hergestellte Artikelgruppe entsprechend der Ausführung des
Gebindes zusammengehalten.
[0005] Die Artikel eines Gebindes können beispielsweise in einer Reihe geradlinig hintereinander
angeordnet sein, oder die Artikel eines Gebindes können in rechtwinklig zueinander
verlaufenden Reihen und Zeilen regelmäßig angeordnet sein.
[0006] Um Artikel mit abschnittsweise zylindrischen oder annähernd zylindrischen Formen
wie bspw. Getränkedosen oder Getränkeflaschen, möglichst platzsparend und mit möglichst
geringer Relativbeweglichkeit zueinander zusammenzufassen, ist außerdem bekannt, einen
sog. Waben oder Kugelverbund zu bilden, der auch als genestete Anordnung bezeichnet
wird. Hierbei stehen die in benachbarten Reihen im Gebinde angeordneten Artikel jeweils
derart versetzt zueinander, dass die zwischen den Behältern gebildeten Lücken möglichst
gering ausfallen. Die Zeilen verlaufen dabei nicht im rechten Winkel zu den Reihen,
sondern diagonal. Die Zeilen können dabei gerade verlaufen oder V-förmig abgewinkelt,
oder Zickzackförmig abgewinkelt schräg zu den Reihen verlaufen. Eine solche Waben-
oder Kugelanordnung stellt einen Verbund einer gegebenen Anzahl von Artikeln mit der
geringstmöglichen Grundfläche dar.
[0007] Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die Artikel einer Artikelgruppe
zu einem Gebinde zusammenzuhalten. Eine erste Möglichkeit stellt die Verwendung einer
Umfassung dar, welche die Artikel des Gebindes an der Peripherie der Artikelgruppe
umgibt. Die Artikel eines Gebindes können beispielsweise vermittels einer Umfassung
in Form einer Umreifung, einer Umverpackung, wie etwa einer Umwickelung, einem Schrumpfschlauch
oder eines Kartons, einer Kartonschachtel oder eines Tragegestells zusammengehalten
werden, um nur einige denkbare Ausführungen zu nennen. Gleichzeitig mit dem Zusammenhalten
kann vermittels einer Umfassung auch ein Verpacken des Gebindes erfolgen. So können
bspw. Getränkebehälter mittels Schrumpffolienumhüllungen, Umwicklungen oder eines
Kartons zu Gebinden nicht nur zusammengehalten, sondern gleichzeitig auch verpackt
werden.
[0008] An der Umfassung kann ein Tragegriff oder eine oder mehrere Eingriffsmöglichkeiten
vorgesehen sein, um das fertige Gebinde mit einer Hand leichter fassen zu können.
[0009] Darüber hinaus sind Gebinde bekannt, die ohne eine Umfassung auskommen. Bei derartigen
Gebinden sind die Artikel selbst unmittelbar miteinander verbunden, beispielsweise
durch lösbare Rastverbindungen, Sollbruchstellen, wie beispielsweise Perforationen,
oder vermittels Klebeverbindungen der Artikel untereinander.
[0010] Durch
DE 23 31 193 ist ein Gebinde aus in rechtwinklig zueinander verlaufenden Reihen und Zeilen angeordneten
Artikeln bekannt, dessen Artikel durch Verklebungen unmittelbar miteinander verbunden
sind. Das Gebinde ist frei von einer Umfassung ausgebildet. Die Verklebungen sind
durch auf den in der Gebindeanordnung zusammenstoßenden Mantelflächen der Artikel
angebrachte Klebepunkte ausgebildet.
[0011] Durch
DE 203 10 721 U1 ist ein Gebinde aus durch Verklebungen unmittelbar miteinander verbundenen Artikeln
in genesteter Anordnung bekannt. Das Gebinde ist frei von einer Umfassung ausgebildet.
Die Verklebungen sind durch auf den in der Gebindeanordnung zusammenstoßenden Mantelflächen
der Artikel angebrachte Klebestreifen ausgebildet.
[0012] Durch
DE 10 2009 044 271 A1 ist bekannt, zu einem Gebinde zusammengestellte PET-Behälter an in der Gebindeanordnung
zusammenstoßenden Mantelflächen miteinander zu verkleben.
[0013] DE 10 20011 106 759 B3 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Gebinden aus durch Verklebungen unmittelbar
miteinander verbundenen Artikeln. Die Gebinde können mit einem Tragegriff versehen
sein.
[0014] Ein Nachteil von beispielsweise frei von einer Umfassung ausgeführten Gebinden, dessen
Artikel durch Verklebungen unmittelbar miteinander verbunden sind, ist, dass nur eine
oder wenige mangelhaft ausgeführte Verklebungen innerhalb eines Gebindes zu einem
unbeabsichtigten Auseinanderfallen des Gebindes bei einem sich an dessen Herstellung
anschließenden gewöhnlichen Umgang mit dem Gebinde führen können, der für ein Gebinde
mit einwandfrei hergestellten Verklebungen ansonsten folgenfrei bliebe. Ein solches
Auseinanderfallen ist dann besonders schmerzhaft, wenn es sich auch auf einwandfrei
hergestellte Gebinde auswirkt. Werden die hergestellten Gebinde zu deren weiterem
Umgang beispielsweise palettiert, kann ein Auseinanderfallen eines Gebindes während
des Palettierens beispielsweise während des Aufstapelns zu einem Stapel oder bei einer
Umwicklung eines fertig gestellten Stapels einen Totalverlust aller gemeinsam palettierter
Gebinde nach sich ziehen. Werden die Artikel eines Gebindes zunächst durch Verklebungen
unmittelbar miteinander verbunden und sieht der darauffolgende Umgang mit dem Gebinde
dann vor, eine Umfassung in Form beispielsweise einer Umreifung vorzusehen, kann ein
Auseinanderfallen des Gebindes während des Anbringens der Umreifung zu einem kostspieligen
Stillstand einer zur Herstellung der Gebinde vorgesehenen Anlage führen.
[0015] Eine Aufgabe der Erfindung ist, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung der
Verklebungen zwischen den Artikeln eines Gebindes anzugeben, welches Gebinde frei
von einer Umfassung ausgeführt ist, und dessen Artikel durch Verklebungen unmittelbar
miteinander verbunden sind.
[0016] Ein erster Gegenstand der Erfindung betrifft demnach ein Verfahren nach Anspruch
1 zur Prüfung der Verklebungen zwischen den Artikeln eines Gebindes aus in mindestens
einer Reihe und/oder mindestens einer Zeile zu mindestens zwei Artikeln unmittelbar
miteinander durch Verklebungen verbundenen Artikeln. Die Artikel des Gebindes können:
- in einer Reihe oder in einer Zeile in Bezug beispielsweise auf eine Transportrichtung
geradlinig hintereinander oder nebeneinander angeordnet sein, oder
- in rechtwinklig zueinander verlaufenden Reihen und Zeilen regelmäßig angeordnet sein,
oder
- in zwei oder mehr parallelen Reihen beispielsweise zu jeweils zwei oder mehr Artikeln
mit schräg hierzu verlaufenden Zeilen beispielsweise zu jeweils einer der Anzahl der
Reihen entsprechenden Zahl von Artikeln genestet versetzt zueinander angeordnet sein.
[0017] Bevorzugt weist das Gebinde eine Anordnung seiner Artikel in mindestens zwei Reihen
und mindestens drei Zeilen oder in mindestens drei Reihen und mindestens zwei Zeilen
auf. Beispielsweise kann das Gebinde eine Anordnung seiner Artikel in mindestens drei
oder mehr Reihen und drei oder mehr Zeilen aufweisen.
[0018] Das fertige Gebinde ist frei von einer Umfassung ausgeführt.
[0019] Eine Verklebung zwischen zwei Artikeln des Gebindes kann durch jeweils einen, zwei
oder mehrere auf den in der Gebindeanordnung zusammenstoßenden Mantelflächen der Artikel
angebrachte Klebepunkte eines Klebstoffs hergestellt sein. Die Mantelflächen müssen
hierbei in der Gebindeanordnung nicht tatsächlich zusammenstoßen; es genügt hierbei,
dass sie sich so nahe kommen, dass ein beim Zusammenführen zweier Artikel zur Gebindeanordnung
gegebenenfalls zwischen ihnen verbleibender Spalt vom Klebstoff überbrückt wird. Dabei
muss nicht jeder Artikel mit all seinen im fertigen Gebinde benachbarten Artikeln
durch Verklebungen verbunden sein. Beispielsweise kann ein Artikel im Inneren des
Gebindes, der beispielsweise zu vier, fünf oder sechs im fertigen Gebinde um ihn herum
angeordneten Artikeln, mit denen er an seiner Mantelfläche zusammenstößt, durch eine
Verklebung verbunden sein, sondern er kann nur mit beispielsweise zwei oder drei seiner
benachbarten Artikel durch eine Verklebung verbunden sein.
[0020] Bei einem Klebstoff im Sinne der Erfindung handelt es sich bevorzugt um ein oder
mehrere Materialien oder Massen, mit denen eine Klebeverbindung zwischen Artikeln
möglich ist, insbesondere zusammengesetzte, heterogene Komposite oder homogene Materialien
oder Massen, die im flüssigen oder zähflüssigen Zustand aufgebracht einen selbstklebenden
Auftrag bilden und/oder unter Anwendung von Druck und/oder durch Energieeintrag und/oder
nach einem Aushärten oder Vernetzen, beispielsweise nach oder unter einem Energieeintrag,
eine Klebeverbindung bewirken. Klebstoffe im Sinne der Erfindung sind u.a. auch Mehrschichtmaterialien,
z.B. solche aus wenigstens einem Trägermaterial, welches mit einem Material beschichtet
ist, mit dem eine Verklebung zwischen Artikeln möglich ist, also mindestens zweiseitig
haftend- und/oder klebend aktiv sind. Solche Haft- oder Klebemittel können als Pads
bezeichnet werden. Der Klebstoff ist bevorzugt derart gewählt, dass die unmittelbar
miteinander durch unter Verwendung des Klebstoffs hergestellter Verklebungen verbundenen
Artikel händisch und zerstörungsfrei aus dem Gebinde lösbar bzw. voneinander trennbar
sind. Denkbar ist, dass der Klebstoff zunächst flüssig oder pastös vorliegt. Denkbar
ist beispielsweise ein bei seinem Auftragen niedrigviskoser, UV-aushärtender Klebstoff.
Geeignet ist auch ein Heißleim, der erst abkühlt, und so seine Klebeigenschaften erreicht,
wenn die Artikel des Gebindes zusammengeführt und an ihren beispielsweise mit Klebepunkten
versehenen, in der Gebindeanordnung zusammenstoßenden Mantelflächen der Artikel gegeneinander
gepresst und gehalten werden, bis der Klebstoff hinreichend ausgehärtet ist. Ein UV-aushärtender
Klebstoff ist auch vorteilhaft hinsichtlich der besonders leichten Einstellung seiner
gewünschten Eigenschaften. Eine entsprechende Aushärtstation bzw. eine Aushärtstrecke
ist in sinnvoller Weise in einer Transport- oder Förderrichtung der fertig hergestellten
Gebinde gesehen stromauf eines Streckenabschnitts angeordnet, entlang dem die Prüfung
der Verklebungen auf deren ordnungsgemäße Herstellung stattfindet. Eine Aushärtstation
kann beispielsweise eine Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen geeigneter, beispielsweise
infraroter (IR) oder ultravioletter (UV) Wellenlänge sein.
[0021] Bevorzugt können die Verklebungen durch einen Klebstoff hergestellt werden, der nach
dem Aufbringen auf miteinander zu verbindende Verbindungsstellen der Artikel untereinander
zunächst aushärtet, beispielsweise beschleunigt unter Einwirkung elektromagnetischer
Strahlung, wie beispielsweise langwelliger Wärmestrahlung oder kurzwelliger Strahlung
(UV-Strahlung; UV-Licht). Dadurch kann die Aushärtung des Klebstoffs der Klebepunkte
an ausgewählten Verbindungsstellen gezielt durch entsprechende Einwirkung elektromagnetischer
Strahlung gesteuert werden, wohingegen der Klebstoff von Klebepunkten an Verbindungsstellen,
an denen erst zu einem späteren Zeitpunkt im laufenden Herstellungsverfahren eine
Verbindung bzw. Verklebung mit einem anderen Artikel hergestellt wird, zunächst frei
von einer Einwirkung bleibt und dadurch noch nicht aushärtet. Der Klebstoff der Klebepunkte
an den Verbindungsstellen, an denen erst zu einem späteren Zeitpunkt im laufenden
Herstellungsverfahren eine Verbindung bzw. Verklebung mit einem anderen Artikel hergestellt
wird, erfährt bevorzugt erst dann eine Einwirkung der elektromagnetischen Strahlung,
sobald ein Aushärten des Klebstoffs zur Herstellung einer Verklebung an der entsprechenden
Verbindungsstelle im laufenden Verfahren vorgesehen ist. Diese Vorgehensweise ermöglicht
es, grundsätzlich den Klebstoff zur Erzeugung der Klebepunkte an allen Verbindungsstellen
gleichzeitig aufzubringen und eine zeitliche Steuerung dessen Aushärtens gezielt für
jede Verbindungsstelle durch Einwirkung der elektromagnetischen Strahlung vorzunehmen.
[0022] Wichtig ist hervorzuheben, dass unter Aushärten des Klebstoffs im Sinne der Erfindung
verstanden wird, dass der Klebstoff aus einem Zustand bei dessen Auftragen der Klebepunkte
nach dem Aneinanderpressen in einen Zustand übergeht, bei dem er nach Aufhebung des
Pressens und des Haltens in der Lage ist, die beim weiteren Umgang mit dem Zwischengebinde
oder dem fertigen Gebinde auftretenden Belastungen durch zwischen den miteinander
durch Verklebungen verbundenen Artikeln wirkende Kräfte und Momente zu ertragen. Je
nach verwendetem Klebstoff kann dieser Zustand bereits auftreten, bevor der Klebstoff
beispielsweise tatsächlich vollständig durchgehärtet ist.
[0023] In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls wichtig hervorzuheben, dass ein Klebepunkt
im Sinne der Erfindung keinesfalls im mathematisch-geometrischen Sinne zu verstehen
ist, sondern es sich hierbei um ein gedankliches Hilfskonstrukt handelt, welches veranschaulichen
soll, dass das Auftragen des Klebstoffs bevorzugt berührungsfrei und dabei besonders
bevorzugt impulsartig oder zumindest innerhalb einer nur kurzen Zeitdauer erfolgt.
Im Sinne der Erfindung umfasst der Ausdruck Klebepunkt damit zumindest am fertigen
Gebinde sowohl einen punktförmigen, als auch linien- oder streifenförmigen, sowie
ebenfalls flächigen Klebstoffauftrag und sogar einen sich hieraus ergebenden dreidimensionalen
Klebstoffkörper bzw. Verbindungskörper aus Klebstoff an den durch einen ein- oder
beidseitigen Klebstoffauftrag hergestellten Verbindungsstellen zwischen den Artikeln.
[0024] Das Verfahren sieht vor, nach der Fertigstellung des Gebindes die Verklebungen zwischen
mindestens zwei Artikeln des Gebindes gleichzeitig und/oder kurz nacheinander zu prüfen.
Bevorzugt werden dabei zumindest die Verklebungen zwischen den Artikeln entlang der
Peripherie des Gebindes gleichzeitig und/oder kurz nacheinander geprüft. Besonders
bevorzugt sieht das Verfahren vor, die Verklebungen zwischen allen Artikeln des Gebindes
gleichzeitig und/oder kurz nacheinander zu prüfen, indem alle Artikel des Gebindes
gleichzeitig beispielsweise gefasst, insbesondere gegriffen, und einer Krafteinwirkung
aus Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus Einzelmomenten ausgesetzt
werden, wobei:
- jeweils ein Artikel einer Einzelkraft und/oder einem Einzelmoment ausgesetzt wird,
und
- sich die auf jeweils einen Artikel des Gebindes einwirkenden Einzelkräfte und/oder
Einzelmomente:
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise
in Betrag und/oder Richtung unterscheiden.
[0025] Das Verfahren sieht vor, dass durch die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung sämtliche
Verklebungen zwischen den Artikeln zumindest eine Zugbelastung und/oder eine Scherbelastung
beispielsweise in Form einer Zugbelastungskomponente und/oder einer Scherbelastungskomponente
erfahren und/oder einer Momentenbeanspruchung ausgesetzt werden.
[0026] Das Verfahren sieht außerdem vor, die Reaktionen der Artikel des Gebindes auf die
Kraft- und/oder Momenteneinwirkung zu überwachen.
[0027] Um sicherzustellen, dass die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung innerhalb der durch
die Verklebungen beispielsweise bei gewöhnlichem Umgang mit dem Gebinde zu ertragenden
Grenzen liegt, kann das Verfahren vorsehen, dass die beim Umgang mit dem Gebinde auftretenden
Kräfte beispielsweise experimentell oder rechnerisch bestimmt werden und die eine
entsprechende Kraft- und/oder Momenteneinwirkung bei der Prüfung bewirkenden Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente dem Betrage und bevorzugt auch der Richtung nach entsprechend
der experimentellen oder rechnerischen Bestimmung vorgegeben werden.
[0028] Ferner sieht das Verfahren vor, dass wenn bei der Überwachung festgestellt wird,
dass sich alle Artikel des Gebindes beispielsweise innerhalb von der Elastizität der
Verklebungen und der Kraft- und/oder Momenteneinwirkung proportionaler Grenzen gleich
verhalten, auf ordnungsgemäß hergestellte Verklebungen zwischen den Artikeln des Gebindes
rückgeschlossen wird.
[0029] Darüber hinaus sieht das Verfahren vor, dass wenn bei der Überwachung festgestellt
wird, dass sich mindestens zwei Artikel des Gebindes unterschiedlich verhalten, beispielsweise
indem sie die der Elastizität der Verklebungen und der Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
proportionale Grenzen überschreiten, auf eine mangelhaft hergestellte Verklebung rückgeschlossen
wird.
[0030] Dabei sind die der Elastizität der Verklebungen und der Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
proportionale Grenzen dadurch vorgegeben, dass bei ordnungsgemäß hergestellten Verklebungen
diese intakt sind oder nicht beschädigt werden, wenn eine Auslenkung der Artikel erfolgt,
welche die Verklebungen innerhalb ihrer Dehngrenzen reversibel und zerstörungsfrei
ertragen. Der Begriff Dehngrenze kann hierbei im Rahmen der Erfindung mit der Elastizitätsgrenze
und der Streckgrenze gleich gesetzt werden und als Werkstoffkennwert des für die Verklebungen
verwendeten Klebstoffs diejenige Spannung bezeichnen, bis zu der der Klebstoff keine
wesentliche dauerhafte plastische Verformung zeigt. Die Dehngrenze kann damit maximal
einer Fließgrenze gleichgesetzt werden.
[0031] Das Überwachen der Reaktionen bzw. des Verhaltens der Artikel des Gebindes auf die
Kraft- und/oder Momenteneinwirkung kann direkt berührungsfrei erfolgen, beispielsweise
optisch und/oder sensorisch, beispielsweise vermittels eines oder mehrerer auch als
Näherungsschalter bezeichnete Näherungssensoren, beispielsweise aus der Gruppe:
- induktive Näherungsschalter, welche sowohl bei ferromagnetischen, als auch bei nichtmagnetischen
aber metallischen Gegenständen auf das Auftreten eines Wirbelstroms reagieren,
- kapazitive Näherungsschalter, welche auch auf nicht leitende Werkstoffe reagieren,
- magnetische Näherungsschalter, wie beispielsweise Reedschalter oder Reedkontakte oder
auch Hall-Sensoren, welche auf ein Magnetfeld und/oder dessen Änderung reagieren,
- optische Näherungsschalter, welche auf Lichtreflexion reagieren,
- Lichtschranken, welche auf eine Unterbrechung eines Lichtstrahls reagieren,
- Ultraschallsensoren, welche die Reflexion eines Ultraschallsignals an einem Hindernis
auswerten,
- elektromagnetische Näherungsschalter, welche sowohl auf leitende als auch auf nicht
leitende Werkstoffe reagieren und bei denen sich durch eine Annäherung die Schwingfrequenz
eines Schwingkreisen ändert.
[0032] Alternativ oder zusätzlich kann die Überwachung vermittels einer oder mehrerer Kontaktschalter
und/oder mindestens einer Videokamera nebst mindestens einen Bilderkennungsalgorithmus
ausführender Bilderfassungsmittel ebenfalls direkt durchgeführt werden. Bei letztgenanntem
kann mindestens eine mit einer Videokamera verbundene Datenverarbeitungseinrichtung
und/oder mindestens ein mit mindestens einer Videokamera verbundener Mikroprozessor
vorgesehen sein, welche bzw. welcher den Bilderkennungsalgorithmus ausführt. Mit dem
Bilderkennungsalgorithmus sind die einzelnen Artikel des Gebindes im erfassten Videobild
identifizierbar. Dadurch können deren Reaktionen auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
in Echtzeit überwacht werden.
[0033] Den Methoden der direkten Überwachung ist eine Erfassung der Bewegungen oder Positionsänderungen
der einzelnen Artikel des Gebindes auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung gemein.
[0034] Alternativ oder zusätzlich können die Reaktionen der Artikel des Gebindes indirekt
überwacht werden, beispielsweise indem die Einzelkräfte und/oder Momente mittels jeweils
mindestens eines elektrischen oder elektromagnetischen Antriebs und/oder Aktors je
Artikel erzeugt werden. Werden beispielsweise elektromagnetische Aktoren verwendet,
deren Zugkraft- und/oder Druckkraft- und/oder Drehmomentenverlauf ihrer Stromaufnahme
proportional ist, so kann die Stromaufnahme der Aktoren überwacht werden, um auf den
Kraftverlauf und damit auf die Reaktion des jeweiligen Artikels rückzuschließen. Ein
plötzliches Absinken der Stromaufnahme eines oder mehrerer Aktoren würde auf ein Versagen
wenigstens einer Verklebung rückschließen lassen.
[0035] Eine alternative oder zusätzliche Methode zur indirekten Überwachung der Reaktion
der Artikel des Gebindes auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung kann eine Überwachung
der Stellwege von die Einzelkräfte und/oder-momente auf die einzelnen. Artikel des
Gebindes ausübender Antriebe oder Aktoren vorsehen. Beispielsweise können hierzu ohnehin
zur Positionsbestimmung der Antriebe oder Aktoren vorgesehene Geber, allen voran in
den meisten Stellantrieben ohnehin verbaute Inkrementalgeber, wie beispielsweise Drehwinkelgeber,
abgefragt werden, um die Position eines auf einen Artikel einwirkenden Antriebs oder
Aktors zu bestimmen. Ergibt die Positionsbestimmung, dass sich ein Artikel beispielsweise
trotzdem die von dem auf diesen einwirkenden Antrieb oder Aktor aufbringbare oder
- wie bei der Überwachung beispielsweise dessen Stromaufnahme festgestellt - aufgebrachte
Kraft nicht ausreicht, um eine ordnungsgemäß hergestellte Verklebung zu zerstören,
über ein dem Quotienten aus maximal durch den Aktor aufbringbare Kraft und Elastizitätsmodul
proportionales Maß und/oder über ein der Dehngrenze des Klebstoffs proportionales
Maß hinaus von seinen benachbarten Artikeln entfernt hat, kann auf eine nicht ordnungsgemäß
hergestellte Verklebung rückgeschlossen werden.
[0036] Den indirekten Methoden ist dabei gemein, dass eine zum Umgang mit dem Gebinde oder
zur Aufbringung der auch als Prüfkraft bezeichnebaren Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
auf die Artikel des Gebindes zusätzliche oder bevorzugt ohnehin vorhandene Einrichtung
ein Verhalten zeigt, welches der Reaktion der Artikel des Gebindes auf die Kraft-
und/oder Momenteneinwirkung zumindest proportional ist.
[0037] Gemäß des Verfahrens können:
- die insgesamt auf das Gebinde einwirkenden Einzelkräfte zumindest Einzelkraftkomponenten
aufweisen, welche die Artikel des Gebindes von einem Ursprung aus gesehen, beispielsweise
von einem geometrischen Mittelpunkt des Gebindes ausgehend, auseinandertreiben bzw.
auseinanderziehen, in einem gedachten Resultat, wenn die zum Gebinde zusammengestellten
Artikel frei beweglich und frei von Verklebungen untereinander ausgeführt wären, einer
Explosionszeichnung entsprechend, so dass die Verklebungen zwischen den Artikeln zumindest
eine Zugbelastungskomponente erfahren, und/oder
- sich die auf im Gebinde benachbarte Artikel einwirkende Einzelkräfte zumindest paarweise
in deren Betrag und/oder Richtung unterscheiden, so dass von beispielsweise in einer
Reihe benachbarten Artikeln ein erster Artikel eine Einzelkraft oder eine hieraus
resultierende Einzelkraftkomponente in einer ersten Richtung und ein zum ersten Artikel
benachbarter zweiter Artikel eine Einzelkraft oder eine hieraus resultierende Einzelkraftkomponente
in einer der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung erfährt, welche Einzelkräfte
oder hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten die benachbarten Artikel in entgegengesetzten
Richtungen normal zu einer parallel zu den Unterseiten der Artikel entsprechenden
Boden- oder Aufstandsflächen der Artikel eines Gebindes verlaufenden Ebene aus dem
Gebinde herauszutreiben versuchen. Für in einer Zeile benachbarte Artikel gilt das
Selbe. Bei einer geraden Anzahl von Artikeln im Gebinde wird hierdurch bei dem Betrage
nach gleichen Einzelkräften oder hieraus resultierenden Einzelkraftkomponenten ein
Kräfteausgleich geschaffen, da die Summe der auf die Artikel einwirkenden Einzelkräfte
oder hieraus resultierenden Einzelkraftkomponenten gleich Null ist. Bei einer ungeraden
Anzahl von Artikeln, müssen sich zumindest zwei in entgegengesetzten Richtungen wirkende
Einzelkräfte oder hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten zusätzlich dem Betrage
nach unterscheiden, um einen Kräfteausgleich herzustellen. Indem auf benachbarte Artikel
dem Betrage nach gleiche oder verschiedene Einzelkräfte oder hieraus resultierende
Einzelkraftkomponenten einwirken, die paarweise in entgegengesetzten Richtungen wirken,
erfahren die Verklebungen zwischen den benachbarten Artikeln jeweils wenigstens eine
Scherbelastungskomponente, und/oder
- sich die auf im Gebinde benachbarte Artikel einwirkende Einzelmomente in deren Betrag
und/oder Richtung unterscheiden, so dass von beispielsweise in einer Reihe benachbarten
Artikeln ein erster Artikel ein Einzelmoment in einer ersten Richtung und ein zum
ersten Artikel benachbarter zweiter Artikel ein Einzelmoment in einer der ersten Richtung
entgegengesetzten Richtung erfährt. Für in einer Zeile benachbarte Artikel gilt dasselbe.
Bei einer geraden Anzahl von Artikeln im Gebinde wird hierdurch bei dem Betrage nach
gleichen Einzelmomenten ein Momentenausgleich geschaffen, da die Summe der auf die
Artikel einwirkenden Drehmomente gleich Null ist. Bei einer ungeraden Anzahl von Artikeln,
müssen sich zumindest zwei in entgegengesetzten Richtungen wirkende Einzelmomente
zusätzlich dem Betrage nach unterscheiden, um einen Momentanausgleich zu erzeugen.
Indem auf benachbarte Artikel dem Betrag nach gleiche oder verschiedene Einzelmomente
einwirken, die paarweise in entgegengesetzten Richtungen wirken, erfahren die Verklebungen
zwischen den benachbarten Artikeln jeweils wenigstens eine Scherbelastungskomponente.
[0038] Vorteilhaft wird:
- ein sich im Ursprung befindender Artikel einem Einzelmoment ausgesetzt, welches durch
die vektorielle Summe der auf die verbleibenden Artikel des Gebindes einwirkende Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente ausgeglichen wird, so dass zumindest die Verklebungen des im
Ursprung befindenden Artikels mit seinen im Gebinde benachbarten und durch Verklebungen
mit ihm unmittelbar verbunden Artikeln wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren,
und/oder
- ein sich im Ursprung befindlicher Artikel einer Einzelkraft ausgesetzt, welche den
im Ursprung befindlichen Artikel normal zu einer parallel zu den den Unterseiten der
Artikel entsprechenden Boden- oder Aufstandsflächen der Artikel eines Gebindes verlaufenden
Ebene aus dem Gebinde herauszutreiben vesucht, welche Einzelkraft durch die vektorielle
Summe der auf die verbleibenden Artikel des Gebindes einwirkende Einzelkräfte ausgeglichen
wird, so dass zumindest die Verklebungen des im Ursprung befindenden Artikels mit
seinen im Gebinde benachbarten und durch Verklebungen mit ihm unmittelbar verbunden
Artikeln wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren.
[0039] Das oder die Einzelmomente werden bevorzugt um eine normal zu einer auf einer die
typischerweise den Unterseiten der Artikel entsprechenden Boden- oder Aufstellflächen
der Artikel eines Gebindes einschließenden Ebene aufstehende Hochachse wirkend aufgebracht.
[0040] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass die Summe der auf
die Artikel des Gebindes einwirkenden Einzelkräfte und/oder -momente gleich Null ist
und dementsprechend ein Momenten- und Kräfteausgleich hergestellt ist.
[0041] Erfindungsgemäß erfolgt die Prüfung nach der Fertigstellung des Gebindes und vor
dessen Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz.
[0042] Besonders bevorzugt erfolgt die Prüfung mit dem bei ordnungsgemäß hergestellten Verklebungen
zum Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz vorgesehenen
Greifen des Gebindes, wobei das Gebinde gegriffen wird, indem alle Artikel des Gebindes
im Bereich deren Oberseiten gefasst werden, beispielsweise vermittels jeden Artikel
individuell fassender Greiftulpen, Saugglocken, Klemmgreifern oder dergleichen. Im
Falle von PET- oder Glasflaschen werden diese hier insbesodnere an ihren Mündungsbereichen
gehandhabt.
[0043] Beispielsweise kann dies über einen zum auch als Palettieren bezeichneten Aufstapeln
zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz schon vorhandenen
Greiferkopf des Palettierers geschehen, indem die einzelnen Packtulpen des Greiferkopfs
individuell ansteuerbar sind und somit eine Prüfkraft auf jeden einzelnen Artikel
eines Gebindes aufbringen können.
[0044] Insbesondere weisen alle Packtulpen des Greiferkopfs hierfür einen eigenen elektrischen
Antrieb auf, mit dem sie verbunden sind, es kann beispielsweise aber auch nur jede
zweite oder dritte oder sogar nur eine mit einem derartigen Antrieb ausgestattet werden.
Es können auch bestimmte Antriebe in Prüfkraftaufbringrichtung für kurze Zeit arretiert
werden - zumindest im Moment der Prüfkraftaufbringung.
[0045] Besonders bevorzugt sieht das Verfahren vor, dass ein Gebinde, bei dem zumindest
eine Verklebung zwischen seinen Artikeln als mangelhaft identifiziert wurde, von einem
weiteren Umgang ausgeschlossen wird, indem es beispielsweise aussortiert wird, oder
vermittels einer Kennzeichnung versehen und durch eine vermittels der Kennzeichnung
möglichen Identifikation als mangelhaft von den im Verlauf eines weiteren Umgangs
stattfindenden Behandlungen ausgeschlossen wird.
[0046] Alternativ oder zusätzlich kann das Verfahren vorsehen, dass die auf jeweils einen
Artikel des Gebindes einwirkenden Einzelkräfte und/oder Einzelmomente gezielt die
eine oder mehreren Verklebungen des jeweiligen Artikels mit seinem oder seinen benachbarten
Artikeln einer Zugbelastungskomponente und/oder einer Scherbelastungskomponente und/oder
einer Momentenbeanspruchung aussetzen, beispielsweise indem die Einzelkräfte und/oder
Einzelmomente in einer Richtung auf einen Artikel einwirken, in welcher zumindest
eine Verklebung mit einem benachbarten Artikel die Einzelkraft und/oder das Einzelmoment
aufnehmen kann. Dabei wirken auf den oder die mit dem jeweiligen Artikel durch eine
oder mehrere Verklebungen verbundenen benachbarten Artikel eine bzw. mehrere entsprechend
ausgleichende Einzelkräfte und/oder Einzelmomente ein. Ist beispielsweise ein Artikel
nur mit einem einzigen benachbarten Artikel mittels einer Verklebung verbunden, so
wirkt die auf den Artikel einwirkende Einzelkraft und/oder das auf den Artikel einwirkende
Einzelmoment bevorzugt so, dass die Verklebung durch die Einzelkraft einer Zugbelastung
ausgesetzt wird. Die auf den Artikel einwirkende Einzelkraft wirkt dabei auf der der
Verklebung abgewandten Seite des Artikels in Richtung weg von der Verklebung. Ein
gegebenenfalls zusätzlich aufgebrachtes Einzelmoment kann eine zusätzliche Scherbelastungskomponente
besorgen. Bei einem Artikel, der mit zwei benachbarten Artikeln via zwei beispielsweise
im 180°, 90°, 60° Winkel angeordneten Verklebungen verbunden ist, kann die auf den
Artikel einwirkende Einzetkraft auf der den Verklebungen abgewandten Seite des Artikels
in Richtung weg von der Winkelhalbierenden zwischen den Verklebungen aufgebracht sein.
Hierdurch können auch Gebinde geprüft werden, bei denen zumindest nicht alle Artikel
mit all ihren benachbarten Artikeln durch eine Verklebung verbunden sind.
[0047] Grundsätzlich ist auch denkbar, die Richtungen der auf die Artikel eines Gebindes
einwirkenden Einzelkräfte während der Prüfung zu verändern. Hierdurch können gezielt
zumindest nacheinander alle Verklebungen jeden Artikels des Gebindes mit seinen im
Gebinde benachbarten Artikeln überprüft werden, indem durch entsprechende Richtungsvorgabe
und -änderung gezielt jede Verklebung eines mit mehreren benachbarten Artikeln durch
Verklebungen verbundenen Artikels einer Zugbelastungskomponente ausgesetzt wird.
[0048] Als Reaktion auf eine fehlerhafte Verklebung zweier oder mehrerer Artikel kann es
möglich sein, eine oder mehrere der nachfolgend angeführten Maßnahmen automatisch
einzuleiten:
- Ausgeben einer Fehlermeldung an einen Bediener, beispielsweise in Form eines akustischen
Signals oder in einem Pop-up-Fenster in einem Display eines Bedienpanels einer das
Verfahren ausführenden Vorrichtung und/oder
- Ausschleusen des Artikels und/oder des Gebindes, an welchem der Fehler aufgetreten
ist und/oder
- Stoppen der Vorrichtung sowie gegebenenfalls einer die Vorrichtung umfassenden oder
von der Vorrichtung umfassten Anlage zur Herstellung von Gebinden aus in mindestens
einer Reihe und/oder mindestens einer Zeile zu mindestens zwei Artikeln unmittelbar
miteinander durch Verklebungen verbundenen Artikeln, um dem Bediener beispielsweise
Zeit zu geben, den Fehler zu beheben und/oder
- Steuern weiterer Komponenten der Anlage derart, dass der Fehler berücksichtigt wird,
wie etwa wenn ein Gebinde ausgeworfen wurde, Auffüllen der entstandenen Lücke im Gebindestrom
durch ein weiteres nachzuförderndes Gebinde und/oder
- Regeln bestimmter Komponenten der Vorrichtung und/oder der Anlage.
[0049] Die Regelung kann auch bei Gut-Messungen vorgenommen werden.
[0050] Die Regelung kann beispielsweise umfassen, dass:
- die Menge an Klebstoff einzelner Klebstoffapplikatoren auf Basis des Messergebnisses
für die darauffolgenden Artikel beispielsweise durch Ventilschaltzeitänderungen bei
einer Klebepistole verändert wird, beispielsweise wenn es häufiger die gleiche Klebeverbindung
innerhalb eines Gebindes ist, welche bei der Prüfung reißt und zurückverfolgt wird,
dass in diesen Fällen immer derselbe Klebstoffapplikator verantwortlich war. Insbesondere
wird die Menge an Klebstoff an der bestimmten Klebepistole oder an allen Klebstoffapplikatoren
erhöht, wenn eine oder mehrere fehlerhafte Verklebungen festgestellt werden;
- die Menge an Klebstoff aller Klebstoffapplikatoren auf Basis des Messergebnisses für
die darauffolgenden Artikel verändert wird, insbesondere hinsichtlich der minimal
aufzubringenden Menge an Klebstoff. Hierfür können auch in bestimmten Abständen Testläufe
gefahren werden, in denen auch Kräfte eingesetzt werden, welche die Gebinde auf jeden
Fall zerstören, um festzustellen, wieviel weniger Klebstoff eingesetzt werden kann,
bis eine Zerstörungskraft, bei der eine Verbindung reißt, einen Sollwert gerade noch
erreicht. Es ist auch hier möglich, einzelne Klebstoffapplikatoren unterschiedlich
zu regeln. Auf diese Weise ist es möglich, den Klebstoffverbrauch zu reduzieren.
- die Behälter vor dem Aufbringen des Klebstoffs anders zu den Klebstoffapplikatoren
orientiert werden, so dass der Klebstoff auf andere Bereiche des Artikels aufgetragen
wird, welche bevorzugt weiter entfernt von der Mittelachse des Artikels liegen, so
dass der Kleber beim Zusammenführen der Artikel näher zum benachbarten Artikel liegt.
Dies ist insbesondere bei Artikeln relevant, deren äußere Fläche von einem Zylinder
abweicht, beispielsweise wenn der Artikel Konturen, wie etwa Panels, Griffmulden,
dreidimensionale Verzierungen oder dergleichen aufweist, um nur einige der denkbaren
Ausgestaltungen zu erwähnen. Der Klebstoff wird dann bevorzugt an den erhabenen Stellen
angebracht, an denen der Artikel eine im fertigen Gebinde benachbarten Artikel auch
berühren kann.
- In Anlehnung an die zuvor beschriebene Orientierung der Artikel die Klebstoffapplikatoren
orientiert werden, wenn sie mit Antrieben versehen sind.
[0051] Bei der Regelung und deren Varianten kann es sich auch um eine unabhängige Erfindung
handeln, wenn beispielsweise eine Prüfung durchgeführt wird, bei welcher keine Kräfte
auf die Artikel aufgebracht werden.
[0052] Insbesondere werden die einzelnen Behälter eines Gebindes während des gesamten Verfahrens
kontinuierlich transportiert.
[0053] In bestimmten Fällen kann es aber auch vorkommen, dass die Behälter für die Überprüfung
kurz stoppen.
[0054] Vorteile gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich durch einen sicheren Umgang
der fertiggestellten Gebinde nach der Prüfung deren Verklebungen, da hierdurch sichergestellt
werden kann, dass mit einer oder mehreren mangelhaften Verklebungen ausgeführten Gebinde
vom weiteren Umgang zumindest derart ausgeschlossen werden können, dass durch sie
keine Gefahr einer Beeinträchtigung oder Inmitleidenschaftziehung von einwandfrei
ausgeführten Gebinden ausgeht. Insbesondere erlaubt die Erfindung eine sichere Palettierung
von als mit einwandfreien Verklebungen ausgeführt geprüften Gebinden.
[0055] Ein zweiter Gegenstand der Erfindung betrifft eine zur Durchführung eines zuvor beschriebenen
Verfahrens geeignete und die Vorteile eines solchen Verfahrens nutzbar machende Vorrichtung.
[0056] Eine solche Vorrichtung zur Prüfung der Verklebungen zwischen den Artikeln eines
Gebindes aus in mindestens einer Reihe und/oder mindestens einer Zeile zu mindestens
zwei Artikeln unmittelbar miteinander durch Verklebungen verbundenen Artikeln zeichnet
sich durch Prüfmittel aus, welche mindestens zwei Artikel des Gebindes gleichzeitig
und/oder kurz nacheinander einer Krafteinwirkung aus Einzelkräften und/oder einer
Momenteneinwirkung aus Einzelmomenten aussetzen. Bevorzugt werden dabei zumindest
die Artikel entlang der Peripherie des Gebindes gleichzeitig und/oder kurz nacheinander
einer Krafteinwirkung aus Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus Einzelmomenten
ausgesetzt. Besonders bevorzugt werden alle Artikel des Gebindes gleichzeitig und/oder
kurz nacheinander einer Krafteinwirkung aus Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung
aus Einzelmomenten aussetzen, wobei:
- jeweils ein Artikel einer Einzelkraft und/oder einem Einzelmoment ausgesetzt wird,
und
- sich die auf jeweils einen Artikel des Gebindes einwirkenden Einzelkräfte und/oder
Einzelmomente:
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise
in Betrag und/oder Richtung unterscheiden, und wobei durch die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
sämtliche Verklebungen zwischen den Artikeln zumindest eine Zugbelastung und/oder
eine Scherbelastung beispielsweise in Form einer Zugbelastungskomponente und/oder
einer Scherbelastungskomponente erfahren und/oder einer Momentenbeanspruchung ausgesetzt
werden. Außerdem überwachen die Prüfmittel direkt oder indirekt die Reaktionen der
Artikel des Gebindes auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung und werten diese aus,
um festzustellen, ob alle Verklebungen zwischen den Artikeln des Gebindes ordnungsgemäß
hergestellt sind, oder ob eine oder mehrere Verklebungen zwischen den Artikeln des
Gebindes mangelhaft sind.
[0057] Die Prüfmittel umfassen bevorzugt Krafteinwirkungsmittel, welche alle Artikel eines
Gebindes einzeln fassen und einer Krafteinwirkung aus gleichzeitig auf jeden Artikel
des Gebindes einwirkenden Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus gleichzeitig
auf jeden Artikel des Gebindes einwirkenden Einzelmomenten aussetzen.
[0058] Besonders bevorzugt umfassen die Prüfmittel eine Greifeinrichtung als Krafteinwirkungsmittel
mit einer zumindest der Anzahl der Artikel im Gebinde entsprechenden Zahl von Greiftulpen,
welche die Artikel eines Gebindes aus durch Verklebungen miteinander verbundenen Artikeln
beispielsweise von deren Oberseiten her zu fassen in der Lage sind. Die Greiftulpen
sind innerhalb einer parallel zu den durch die Unterseiten der Artikel gebildeten
Aufstell- bzw. Aufstandsflächen verlaufenden Ebene in zwei linear voneinander unabhängigen
Richtungen relativ zueinander beweglich angeordnet. Die Greiftulpen können außerdem
in einer dritten linear unabhängigen Richtung aus der Ebene heraus beweglich angeordnet
sein. Ferner können die Greiftulpen alternativ oder zusätzlich individuell um normal
zu der Ebene aufstehende Hochachsen verdrehbar angeordnet sein. Jede Richtung, in
der eine Greiftulpe beweglich angeordnet ist, und auch die verdrehbare Anordnung stellen
eine auch als Freiheitsgrad bezeichenbare Bewegungsrichtung der Greiftulpen dar.
[0059] Die Greiftulpen sind insbesondere in ihren sämtlichen Bewegungsrichtungen beweglich
angetrieben angeordnet.
[0060] Durch entsprechend angetriebene Bewegungen der Greiftulpen in jeweils einer oder
in mehreren ihrer Bewegungsrichtungen können alle Verklebungen eines Gebindes, dessen
miteinander durch Verklebungen verbundene Artikel sämtliche von jeweils einer Greiftulpe
der Greifeinrichtung gegriffen sind, gleichzeitig auf deren ordnungsgemäße Herstellung
überprüft werden.
[0061] Die Greifeinrichtung kann als ein zum Aufstapeln von mit ordnungsgemäß hergestellten
Verklebungen ausgeführten, gleichartigen Gebinden zu einem Stapel an einem Stapelplatz
vorgesehener Greiferkopf mit einer Anzahl von unabhängig voneinander in jeweils mindestens
einer zur Prüfung der Verklebungen zwischen den Artikeln der Gebinde vorgesehenen
Bewegungsrichtung beweglich angetrieben angeordneten Greiftulpen ausgeführt sein,
die mindestens der Zahl der Artikel des Gebindes entspricht. Beispielsweise kann die
Greifeinrichtung als ein durch
EP 2 183 162 B1 bekannter, als ein so genannter Packer oder Packerkopf ausgeführter Greiferkopf ausgeführt
sein. Hierdurch erfolgt die Prüfung nach der Fertigstellung des Gebindes und vor dessen
Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz.
[0062] Das Gebinde kann hierbei gegriffen werden, indem alle Artikel des Gebindes im Bereich
deren Oberseiten vermittels jeden Artikel individuell fassender Greiftulpen, Saugglocken
oder dergleichen gefasst werden.
[0063] Hierdurch geschieht die Prüfung eines Gebindes über einen zum auch als Palettieren
bezeichneten Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz
ohnehin notwendigen Greiferkopf des Palettierers, bei dem die einzelnen, auch als
Packtulpen bezeichneten Greiftulpen des Greiferkopfs in den zur Prüfung der Verklebungen
zwischen den Artikeln des Gebindes vorgesehenen Bewegungsrichtungen individuell ansteuerbar
sind und somit eine Prüfkraft auf jeden einzelnen Artikel eines Gebindes aufbringen
können.
[0064] Die Prüfmittel können darüber hinaus Überwachungsmittel umfassen, welche Überwachungsmittel
beispielsweise mindestens einer der Anzahl der Artikel im zu prüfenden Gebinde entsprechende
Zahl von Ausgangssignalen erzeugen. Jedes Ausgangssignal der Überwachungsmittel ist
einer durch eine Bewegung und/oder eine Positionsänderung gebildeten Reaktion eines
Artikels des Gebindes auf die Krafteinwirkung und/oder Momenteneinwirkung aus auf
den entsprechenden Artikel einwirkenden Einzelkräften und/oder Einzelmomenten proportional.
[0065] Alternativ können die Überwachungsmittel ein Ausgangssignal erzeugen, welches entweder
einer gleichartige Reaktion aller Artikel des Gebindes auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
oder einer verschiedenartiger Reaktion zumindest eines Artikels gegenüber den verbleibenden
Artikeln des Gebindes proportional ist.
[0066] Die Überwachungsmittel können beispielsweise Sensoren oder Einrichtungen umfassen,
die durch Kontakt mit den Artikeln des zu prüfenden Gebindes oder berührungsfrei deren
Reaktion auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung durch auf die einzelnen Artikel
des Gebindes einwirkende Einzelkräfte und/oder Einzelmomente erfassen.
[0067] Beispielsweise können die Überwachungsmittel einen oder mehrere auch als berührungsfreie
Näherungssensoren bezeichnete Näherungsschalter vorzugsweise aus der Gruppe:
- induktive Näherungsschalter, welche sowohl bei ferromagnetischen, als auch bei nichtmagnetischen
aber metallischen Gegenständen auf das Auftreten eines Wirbelstroms reagieren,
- kapazitive Näherungsschalter, welche auch auf nicht leitende Werkstoffe reagieren,
- magnetische Näherungsschalter, wie beispielsweise Reedschalter oder Reedkontakte oder
auch Hall-Sensoren, welche auf ein Magnetfeld und/oder dessen Änderung reagieren,
- optische Näherungsschalter, welche auf Lichtreflexion reagieren,
- Lichtschranken, welche auf eine Unterbrechung eines Lichtstrahls reagieren,
- Ultraschallsensoren, welche die Reflexion eines Ultraschallsignals an einem Hindernis
auswerten,
- elektromagnetische Näherungsschalter, welche sowohl auf leitende als auch auf nicht
leitende Werkstoffe reagieren und bei denen sich durch eine Annäherung die Schwingfrequenz
eines Schwingkreisen ändert.
[0068] Alternativ oder zusätzlich können die Überwachungsmittel einen oder mehrere Kontaktschalter
und/oder mindestens eine Videokamera nebst mindestens einen Bilderkennungsalgorithmus
ausführender Bilderfassungsmittel umfassen. Bei letztgenanntem kann mindestens eine
mit einer Videokamera verbundene Datenverarbeitungseinrichtung und/oder mindestens
ein mit mindestens einer Videokamera verbundener Mikroprozessor vorgesehen sein, welche
bzw. welcher den Bilderkennungsalgorithmus ausführt. Mit dem Bilderkennungsalgorithmus
sind die einzelnen Artikel des Gebindes im erfassten Videobild identifizierbar. Dadurch
können deren Reaktionen auf die Einzelkräfte und/oder Einzelmomente in Echtzeit überwacht
werden.
[0069] Alternativ oder zusätzlich zu den beschriebenen Überwachungsmitteln, welche jeweils
eine Überwachung auf Grundlage einer direkten Erfassung der Reaktionen der Artikel
auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung aus jeweils auf die Artikel des zu prüfenden
Gebindes einwirkenden Einzelkräften und/oder Einzelmomenten erlauben, können die Überwachungsmittel
auch Einrichtungen umfassen, welche eine indirekte Erfassung der Reaktionen der Artikel
des zu prüfenden Gebindes auf die einwirkenden Einzelkräfte und/oder Einzelmomente
vorsehen. Eine solche indirekte Überwachung kann beispielsweise vermittels Einrichtungen
zur Erfassung der Stromaufnahmen der Einzelkräfte und/oder Einzelmomente auf jeweils
einen Artikel des zur prüfenden Gebindes erzeugender Antriebe und/oder Aktoren der
Krafteinwirkungsmittel erfolgen. Dies entspricht einer Überwachung des Kräfte- und/oder
Momentenverlaufs der auf die einzelnen Artikel des zu prüfenden Gebindes einwirkenden
Einzelkräfte und/oder Einzelmomente. Ein plötzlicher Abfall der Stromaufnahme eines
Antriebs und/oder Aktors vor Abschluss der Prüfung bedeutet, dass für eine einer weiter
ansteigenden Einzelkraft und/oder einem weiter ansteigenden Einzelmoment gleichkommende
weitere Auslenkung eines Artikels gegenüber den verbleibenden Artikeln des Gebindes
keine oder eine plötzlich verminderte Einzelkraft und/oder kein oder ein plötzlich
vermindertes Einzelmoment benötigt wird, was auf ein Versagen wenigstens einer Verklebung
des betreffenden Artikels mit einem seiner benachbarten Artikel rückschließen lässt.
Auch kann hierbei eine Mindeststromaufnahme vorgegeben sein, um bei Nichterreichen
der Mindeststromaufnahme von vornherein auf eine mangelhafte Verklebung rückschließen
zu können. Eine weitere Möglichkeit zur indirekten Erfassung ergibt sich über die
Abfrage von Gebern, beispielsweise von Inkrementalgebern, die bei den meisten Stellantrieben
ohnehin zur Erfassung deren momentanen Zustands verbaut sind. Dementsprechend können
die Überwachungsmittel in die jeweils mindestens eine auf einen Artikel des zu prüfenden
Gebindes einwirkende Einzelkraft und/oder ein auf einen Artikel des zu prüfenden Gebindes
einwirkendes Einzelmoment erzeugende Antriebe und/oder Aktoren der Krafteinwirkungsmittel
verbaute Inkrementalgeber umfassen. Dies entspricht einer Überwachung des Stellweg-
bzw. Stelldrehwinkelverlaufs der die auf die einzelnen Artikel des zu prüfenden Gebindes
einwirkenden Einzelkräfte und/oder Einzelmomente erzeugenden Antriebe und/oder Aktoren,
mit dem Resultat, dass bei Überschreitung einer der Elastizität der Verklebungen und
der beispielsweise durch einen maximalen Speisestrom vorgegebenen Einzelkraft- und/oder
Einzelmomenteneinwirkung proportionalen Grenze auf ein Versagen wenigstens einer Verklebung
des entsprechenden der Einzelkraft- und/oder dem Einzelmoment ausgesetzten Artikels
mit einem seiner im zu prüfenden Gebinde benachbarten Artikel rückgeschlossen wird.
[0070] Die Prüfmittel können außerdem mit den Überwachungsmitteln verbundene Auswertungsmittel
umfassen. Die Auswertungsmittel empfangen die Ausgangssignale der Überwachungsmittel
und werten diese aus. Abhängig von der Auswertung erzeugen die Auswertungsmittel zumindest:
- ein erstes Prüfsignal, welches ordnungsgemäß hergestellte Verklebungen zwischen den
Artikeln des geprüften Gebindes anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale
ergibt, dass sich die überwachten Artikel alle in dem Sinne gleich verhalten, dass
die Artikel des Gebindes beispielsweise kollektiv keine oder die selben Positionsänderungen
auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung aus auf alle einzelnen Artikel des Gebindes
einwirkenden Einzelkräften und/oder Einzelmomenten erfahren, und
- ein zweites Prüfsignal erzeugen, welches mindestens eine mangelhaft hergestellte Verklebung
zwischen den Artikeln des geprüften Gebindes anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale
ergibt, dass sich zumindest ein Artikel beispielsweise hinsichtlich einer Positionsänderung
anders verhält, als die verbleibenden Artikel des geprüften Gebindes.
[0071] Die Vorrichtung kann ferner Ausscheidungsmittel umfassen, welche ein Gebinde, bei
dem zumindest eine Verklebung zwischen seinen Artikeln als mangelhaft identifiziert
wurde, von einem weiteren Umgang ausscheiden, idem die Ausscheidungsmittel ein entsprechendes
Gebinde beispielsweise aussortieren, oder vermittels einer Kennzeichnung versehen
und durch eine vermittels der Kennzeichnung möglichen Identifikation als mangelhaft
von den im Verlauf eines weiteren Umgangs stattfindenden Behandlungen ausschließen.
[0072] Die Vorrichtung kann über eine Steuerungseinrichtung verfügen, welche die oben genannte
Regelung der Klebstoffapplikatoren oder der Artikelausrichtung vornimmt.
[0073] Die Ausscheidungsmittel können beispielsweise durch einen zum auch als Palettieren
bezeichneten Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden an einem Stapelplatz
ohnehin notwendigen Greiferkopf eines Palettierers verwirklicht sein, welcher Gebinde
mit als ordnungsgemäß ausgeführt identifizierten Verklebungen einem am Stapelplatz
entstehenden Stapel zuführt und Gebinde mit als mangelhaft ausgeführt identifizierten
Verklebungen einem abseits des Stapelplatzes vorgesehenen Sammelplatz für Schlechtartikel
und/oder Schlechtgebinde zuführt. Bei dem Greiferkopf können die einzelnen, auch als
Packtulpen bezeichneten Greiftulpen in den zur Prüfung der Verklebungen zwischen den
Artikeln des Gebindes vorgesehenen Bewegungsrichtungen individuell ansteuerbar sein
und somit in der Lage sein, eine Prüfkraft auf jeden einzelnen Artikel eines Gebindes
aufzubringen. Dadurch können die Ausscheidungsmittel von den Krafteinwirkungsmitteln
umfasst sein.
[0074] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind. Für gleiche oder gleich wirkende
Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der
Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die
Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die dargestellten Ausführungsformen
stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße Vorrichtung oder das erfindungsgemäße
Verfahren ausgestaltet sein können und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein 3x2 Gebinde aus vermittels Verklebungen unmittelbar miteinander verbundenen Artikeln
mit drei Reihen und zwei rechtwinklig zu diesen angeordneten Zeilen in einer Draufsicht.
- Fig. 2
- ein 3x3 Gebinde aus vermittels Verklebungen unmittelbar miteinander verbundenen Artikeln
in genesteter Anordnung mit drei Reihen und drei schräg zu diesen verlaufenden Zeilen
in einer Draufsicht, wobei n Fig. 2 a) dessen schräg zu den Reihen angeordnete Zeilen
V-förmig abgewinkelt sind und in Fig. 2 b) dessen schräg zu den Reihen angeordnete
Zeilen gerade verlaufen.
- Fig. 3
- eine Verklebung zwischen zwei innerhalb eines Gebindes unmittelbar miteinander verbunden
Artikeln mit nur einem Klebepunkt in Fig. 3 a), mit zwei über die Höhe der Artikel
verteilt angeordneten Klebepunkten in Fig. 3 b) und mit drei über die Höhe der Artikel
verteilt angeordneten Klebepunkten in Fig. 3 c), jeweils in einer Seitenansicht.
- Fig. 4
- eine Prüfkraftaufbringung gemäß der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht.
- Fig. 5
- eine Greiftulpe einer zumindest einen Teil zumindest von Krafteinleitungsmitteln einer
Vorrichtung zur Prüfung der Verklebungen zwischen den Artikeln eines Gebindes aus
in mindestens einer Reihe und/oder mindestens einer Zeile zu mindestens zwei Artikeln
unmittelbar miteinander durch Verklebungen verbundenen Artikeln bildenden Greifeinrichtung
in perspektivischer Ansicht.
- Fig. 6
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Herstellungsmittel zur Herstellung von 2x3 Gebinden
mit rechtwinklig zueinander angeordneten Reihen und Zeilen umfassenden und/oder im
Anschluss an Herstellungsmittel zur Herstellung von 2x3 Gebinden mit rechtwinklig
zueinander angeordneten Reihen und Zeilen angeordneten Vorrichtung zur Prüfung der
Verklebungen zwischen den Artikeln eines Gebindes aus in mindestens einer Reihe und/oder
mindestens einer Zeile zu mindestens zwei Artikeln unmittelbar miteinander durch Verklebungen
verbundenen Artikeln in einer Draufsicht.
- Fig. 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Herstellungsmittel zur Herstellung von 2x3 Gebinden
mit rechtwinklig zueinander angeordneten Reihen und Zeilen umfassenden und/oder im
Anschluss an Herstellungsmittel zur Herstellung von 2x3 Gebinden mit rechtwinklig
zueinander angeordneten Reihen und Zeilen angeordneten Vorrichtung zur Prüfung der
Verklebungen zwischen den Artikeln eines Gebindes aus in mindestens einer Reihe und/oder
mindestens einer Zeile zu mindestens zwei Artikeln unmittelbar miteinander durch Verklebungen
verbundenen Artikeln in einer Draufsicht.
[0075] Ein in Fig. 1, Fig. 2, Fig. 3 ganz oder in Teilen dargestelltes Gebinde 01 besteht
aus einer Anzahl A von unmittelbar miteinander durch Verklebungen 02 verbundenen Artikeln
03, Die Artikel 03 des Gebindes 01 sind in einer Reihe 04 oder in einer Zeile 05 angeordnet,
oder sie sind in zwei oder mehr parallelen Reihen 04 und/oder in zwei oder mehr parallelen
Zeilen 05 zu jeweils zwei oder mehr Artikeln 03 regelmäßig in rechtem Winkel oder
genestet versetzt zueinander angeordnet. Die Artikel 03 des Gebindes 01 sind demnach
in R Reihen 04 und Z Zeilen 05 angeordnet, wobei die Anzahl der Artikel 03 je Reihe
04 beispielsweise der Anzahl Z der Zeilen 05 im Gebinde 01 entspricht. Es können jedoch
grundsätzlich auch Reihen mit unterschiedlicher Anzahl von Artikeln 03 zu einem Gebinde
01 zusammengefügt sein.
[0076] Ein Gebinde 01 umfasst demnach beispielsweise A=RxZ Artikel 03 in R Reihen. 04 und
Z Zeilen 05 mit E≥2 und Z≥1 oder mit R≥1 und Z≥2.
[0077] Ein Gebinde 01 mit rechtwinklig zueinander verlaufenden Reihen 04 und Zeilen 05 ist
in Fig. 1 dargestellt. Ein Gebinde 01 mit genestet angeordneten Artikeln 03 ist in
Fig. 2 dargestellt. Im Fall eines Gebindes 01 mit genestet angeordneten Artikeln 03
verlaufen die Reihen 04 und Zeilen 05 schräg bzw. diagonal zueinander, wobei die schräg
zu den Reihen 04 verlaufenden Zeilen in einer Draufsicht wie in Fig. 2 a) dargestellt
V-förmig abgewinkelt verlaufen können, oder wie in Fig. 2 b) dargestellt gerade verlaufen
können.
[0078] Insbesondere bilden drei der Verbindungen der Mittelpunkte dreier Artikel 03 innerhalb
einer rechtwinkligen Anordnung ein gleichschenkliges und rechtwinkliges Dreieck, insbesondere,
wenn die Artikel im Wesentlichen zylindrisch sind.
[0079] Insbesondere bilden drei der Verbindungen der Mittelpunkte dreier Artikel 03 innerhalb
einer genesteten Anordnung ein gleichseitiges Dreieck, insbesondere, wenn die Artikel
im Wesentlichen zylindrisch sind.
[0080] Die Verklebungen 02 sind durch jeweils einen, zwei oder mehrere auf den in der Gebindeanordnung
zusammenstoßenden Mantelflächen der Artikel 03 angebrachte Klebepunkte 20 eines Klebstoffs
gebildet. Eine Verklebung 02 zwischen zwei Artikeln 03 kann demnach wie in Fig. 3
a) dargestellt einen, oder wie in Fig. 3 b) dargestellt zwei oder wie in Fig. 3 c)
dargestellt drei oder mehrere, beispielsweise entlang einer auf einer die Unterseiten
07 der Artikel 03 einschließenden Ebene aufstehenden Hochachse verteilt angeordnete
Klebepunkte 20 umfassen. Die Mantelflächen der Artikel müssen sich dabei keinesfalls
ganzflächig oder überhaupt berühren, es genügt, wenn die Artikel 03 zur Herstellung
des fertigen Gebindes 01 zusammengeführt und dabei einander derart angenähert werden,
dass der mindestens eine zumindest auf der Mantelfläche eines Artikels aufgebrachte
Klebepunkt einen anderen Artikel wenigstens berührt.
[0081] Grundsätzlich müssen nicht alle Artikel 03 innerhalb des Gebindes 01 mit allen ihren
benachbarten Artikeln 03 unmittelbar miteinander verbunden sein. Beispielsweise kann
ein Artikel 03 im Inneren des Gebindes 01 nur mit einem, zwei oder drei Artikeln 03
aller seiner benachbarten Artikel 03 unmittelbar verbunden sein.
[0082] Das fertige Gebinde 01 kann mit einem Tragegriff 06 versehen sein. Insbesondere wird
der Tragegriff 06 direkt auf die Oberflächen eines Artikels oder bevorzugt zweier
Artikel aufgebracht.
[0083] Um sicherzugehen, dass die Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 zumindest Belastungen
ertragen, wie sie bei einem normalen Umgang mit dem Gebinde 01 auftreten, und es bei
diesen Belastungen zu keiner Zerstörung der Verklebungen 02 oder der Mantelflächen,
auf welchen die Verklebungen 02 aufgebracht sind, kommt, und/oder ob die Verklebungen
02 belastbare Verbindungen mit den Mantelflächen eingegangen sind, auf welche sie
aufgebracht wurden, oder es zu einer Ablösung der Verklebungen 02 von den entsprechenden
Mantelflächen bei auftretenden Belastungen innerhalb der bei einem normalen Umgang
mit dem Gebinde 01 liegenden Grenzen kommt, sieht die Erfindung eine Prüfung der Verklebungen
02 am fertig gestellten Gebinde 01 vor.
[0084] Ein hierzu vorgesehenes Verfahren zur Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den Artikeln
03 eines Gebindes 01 aus in mindestens einer Reihe 04 und/oder mindestens einer Zeile
05 zu mindestens zwei Artikeln 03 unmittelbar miteinander durch Verklebungen 02 verbundenen
Artikeln 03 zeichnet sich dadurch aus, dass nach der Fertigstellung des Gebindes 01
die Verklebungen 02 zwischen mindestens zwei Artikeln des Gebindes gleichzeitig und/oder
kurz nacheinander geprüft werden. Bevorzugt werden dabei zumindest die Verklebungen
02 zwischen den Artikeln 03 entlang der Peripherie des Gebindes 01 gleichzeitig und/oder
kurz nacheinander geprüft.
[0085] Besonders bevorzugt sieht das Verfahren vor, dass die Verklebungen 02 zwischen allen
Artikeln 03 des Gebindes 01 gleichzeitig und/oder kurz nacheinander geprüft werden.
[0086] Hierzu sieht das Verfahren vor, dass alle Artikel 03 des Gebindes 01 beispielsweise
gefasst, insbesondere gegriffen, und wie in Fig. 4 am Beispiel eines 3x3 Gebindes
01 bestehend aus insgesamt neun in drei Reihen 04 und drei hierzu im rechten Winkel
verlaufenden Zeilen 05 zu je drei Artikeln 03 angeordneten Artikeln 03 (R=3; Z=3;
A=3x3) dargestellt, gleichzeitig einer Krafteinwirkung aus durch Pfeile F angedeuteten
Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus durch Pfeile M angedeuteten Einzelmomenten
ausgesetzt werden. Dabei wird jeweils ein Artikel 03 einer Einzelkraft und/oder einem
Einzelmoment ausgesetzt. Die auf jeweils einen Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden
Einzelkräfte und/oder Einzelmomente unterscheiden sich:
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise
in Betrag und/oder Richtung. Durch die aus den auf die einzelnen Artikel 03 des Gebindes
01 einwirkenden Einzelkräften und/oder Einzelmomenten hervorgehende Kraft- und/oder
Momenteneinwirkung erfahren sämtliche Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 des
zu prüfenden bzw. der Prüfung unterzogenen Gebindes 01 zumindest eine Zugbelastung
und/oder eine Scherbelastung beispielsweise in Form einer Zugbelastungskomponente
und/oder einer Scherbelastungskomponente und/oder werden einer Momentenbeanspruchung
ausgesetzt.
[0087] Das oder die in Fig. 4 durch Pfeile M angedeutete Einzelmomente werden bevorzugt
um eine normal zu einer auf einer die typischerweise den Unterseiten 07 der Artikel
03 entsprechenden Boden- oder Aufstellflächen der Artikel 03 eines Gebindes 01 einschließenden
Ebene aufstehende Hochachse wirkend aufgebracht.
[0088] Das Verfahren sieht außerdem vor, die Reaktionen der Artikel 03 des Gebindes 01 auf
die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung zu überwachen und auszuwerten. Die Auswertung
sieht vor, dass wenn bei der Überwachung festgestellt wird, dass sich alle Artikel
03 des Gebindes 01 beispielsweise innerhalb von der Elastizität der Verklebungen 02
und der Kraft- und/oder Momenteneinwirkung proportionaler Grenzen gleich verhalten,
auf ordnungsgemäß hergestellte Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 des Gebindes
01 rückgeschlossen wird. Die Auswertung sieht ferner vor, dass wenn bei der Überwachung
festgestellt wird, dass sich mindestens zwei Artikel 03 des Gebindes 01 unterschiedlich
verhalten, beispielsweise indem sie die der Elastizität der Verklebungen 02 und der
Kraft- und/oder Momenteneinwirkung proportionale Grenzen überschreiten, auf eine mangelhaft
hergestellte Verklebung 02 rückgeschlossen wird.
[0089] Vorzugsweise ist die Summe der auf die Artikel 03 des der Prüfung seiner Verklebungen
02 unterzogenen Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräfte und/oder - momente gleich Null.
Dementsprechend ist vorteilhaft ein Momenten- und Kräfteausgleich der Summe der auf
die einzelnen Artikel 03 das Gebinde 01 einwirkenden Einzelkräfte und/oder Einzelmomente
hergestellt.
[0090] Das Verfahren kann vorsehen, dass die beim Umgang mit dem Gebinde 01 auftretenden
Kräfte vor der Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 des Gebindes 01
experimentell und/oder rechnerisch bestimmt werden und als eine entsprechende Kraft-
und/oder Momenteneinwirkung bei der Prüfung bewirkende Einzelkräfte und/oder Einzelmomente
dem Betrage und bevorzugt auch der Richtung nach entsprechend der experimentellen
und/oder rechnerischen Bestimmung vorgegeben werden. Hierdurch wird sichergestellt,
dass die bei der Prüfung auftretende Kraft- und/oder Momenteneinwirkung innerhalb
der durch die Verklebungen 02 beispielsweise bei gewöhnlichem Umgang mit dem Gebinde
01 zu ertragenden Grenzen liegt.
[0091] Die Überwachung der Reaktionen der Artikel 03 des Gebindes 01 auf die Kraft- und/oder
Momenteneinwirkung kann direkt berührungsfrei erfolgen, beispielsweise optisch und/oder
sensorisch, beispielsweise vermittels eines oder mehrerer auch als Näherungsschalter
bezeichnete Näherungssensoren, beispielsweise aus der Gruppe:
- induktive Näherungsschalter, welche sowohl bei ferromagnetischen, als auch bei nichtmagnetischen
aber metallischen Gegenständen auf das Auftreten eines Wirbelstroms reagieren,
- kapazitive Näherungsschalter, welche auch auf nicht leitende Werkstoffe reagieren,
- magnetische Näherungsschalter, wie beispielsweise Reedschalter oder Reedkontakte oder
auch Hall-Sensoren, welche auf ein Magnetfeld und/oder dessen Änderung reagieren,
- optische Näherungsschalter, welche auf Lichtreflexion reagieren,
- Lichtschranken, welche auf eine Unterbrechung eines Lichtstrahls reagieren,
- Ultraschallsensoren, welche die Reflexion eines Ultraschallsignals an einem Hindernis
auswerten,
- elektromagnetische Näherungsschalter, welche sowohl auf leitende als auch auf nicht
leitende Werkstoffe reagieren und bei denen sich durch eine Annäherung die Schwingfrequenz
eines Schwingkreisen ändert.
[0092] Denkbar ist auch, über einen Antrieb des Packer- bzw. Greiferkopfs 118 oder über
die Linearantriebe der Pack- bzw. Greiftulpen 112 oder über eine Waage festzustellen,
welches Gewicht das Gebinde hat, um so auf die Anzahl der aufgetragenen Klebstoffpunkte
und evtl. auf deren Position im Gebinde zu schließen, da das Gesamtgewicht der Verpackung
und des Inhalts in manchen Fällen ziemlich genau bekannt ist, beispielsweise bei gewichtsgesteuerter
Abfüllung. Auf diese Weise kann auf fehlerhafte Klebstoffapplikatoren rückgeschlossen
werden. Dies ist vor allem dann möglich, wenn jede oder die meisten Pack- bzw. Greiftulpen
112 mit einer Waage oder einem Linearantrieb ausgestattet sind.
[0093] Alternativ oder zusätzlich kann die direkte Überwachung vermittels einer oder mehrerer
Kontaktschalter und/oder mindestens einer Videokamera nebst mindestens einen Bilderkennungsalgorithmus
ausführender Bilderfassungsmittel ebenfalls direkt durchgeführt werden. Bei letztgenanntem
kann mindestens eine mit einer Videokamera verbundene Datenverarbeitungseinrichtung
und/oder mindestens ein mit mindestens einer Videokamera verbundener Mikroprozessor
vorgesehen sein, welche bzw. welcher den Bilderkennungsalgorithmus ausführt. Mit dem
Bilderkennungsalgorithmus sind die einzelnen Artikel 03 des Gebindes 01 im erfassten
Videobild identifizierbar. Dadurch können deren Reaktionen auf die Kraft- und/oder
Momenteneinwirkung in Echtzeit überwacht werden.
[0094] Die Überwachung der Reaktionen der Artikel 03 des Gebindes 01 auf die Kraft- und/oder
Momenteneinwirkung kann alternativ oder zusätzlich indirekt erfolgen, beispielsweise
indem die Einzelkräfte und/oder Momente mittels jeweils mindestens eines elektrischen
oder elektromagnetischen Antriebs und/oder Aktors je Artikel 03 erzeugt werden. Werden
beispielsweise elektromagnetische Aktoren verwendet, deren Zugkraft- und/oder Druckkraft-
und/oder Drehmomentenverlauf ihrer Stromaufnahme proportional ist, so kann die Stromaufnahme
der Aktoren überwacht werden, um auf den Kraftverlauf und damit auf die Reaktion des
jeweiligen Artikels 03 rückzuschließen. Ein plötzliches Absinken der Stromaufnahme
eines oder mehrerer Aktoren würde auf ein Versagen wenigstens einer Verklebung 02
rückschließen lassen.
[0095] Wichtig ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass bereits aus dem Versagen eines
Klebepunkts 20 einer mehrere Klebepunkte 20 umfassenden Verklebung 02 auf ein Versagen
und damit auf eine mangelhaft hergestellte Verklebung 02 rückgeschlossen werden kann.
Bei einem Versagen eines Klebepunkts 20 einer mehrere Klebepunkte 20 umfassenden Verklebung
02 wird sich sowohl eine direkt erfassbare Reaktion zeigen, beispielsweise indem zwei
über die betroffene Verklebung 02 miteinander verbundene Artikel 03 mit dem Versagen
eines Klebepunkts 20 plötzlich ihren Abstand zueinander vergrößern, als auch eine
indirekt erfassbare Reaktion, indem beim Versagen eines Klebepunkts 20 die Stromaufnahmen
der jeweils Einzelkräfte und/oder Einzelmomente auf die mittels der betroffenen Verklebung
02 miteinander verbundenen Artikel 03 ausübenden Stellantriebe und/oder Aktoren zunächst
abfallen, um nach dieser Unstetigkeit im weiteren Verlauf dann wieder anzusteigen.
Genauso verhält es sich bei alternativen indirekten Methoden, wie etwa der Stellwegüberwachung,
da dieser eine plötzliche, unstete Zunahme zeigen kann.
[0096] Wie in Fig. 4 dargestellt können die insgesamt auf das Gebinde 01 einwirkenden Einzelkräfte
zumindest innerhalb einer zu einer die typischerweise den Unterseiten 07 der Artikel
03 entsprechenden Boden- oder Aufstellflächen der Artikel 03 eines Gebindes 01 einschließenden
Ebene parallelen Ebene durch Pfeile Fx und Pfeile Fy angedeutete Einzelkraftkomponenten
aufweisen, welche die Artikel 03 des Gebindes von einem Ursprung 10 aus gesehen, beispielsweise
von einem geometrischen Mittelpunkt 09 des Gebindes 01 ausgehend, auseinandertreiben
bzw auseinanderziehen, so dass die Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 zumindest
eine Zugbelastungskomponente erfahren. Dies entspricht in einem gedachten Resultat,
wenn die zum Gebinde 01 zusammengestellten Artikel 03 frei beweglich und frei von
Verklebungen 02 untereinander ausgeführt wären, einer Explosionszeichnung.
[0097] Alternativ oder zusätzlich können sich die auf im Gebinde 01 benachbarte Artikel
03 einwirkende Einzelkräfte wie in Fig. 4 durch Pfeile Fz angedeutet zumindest paarweise
in deren Betrag und/oder Richtung unterscheiden, so dass von beispielsweise in einer
Reihe 04 oder in einer Zeile 05 benachbarten Artikeln 03 ein erster Artikel 03 eine
Einzelkraft oder eine hieraus resultierende Einzelkraftkomponente in einer ersten
Richtung und ein zum ersten Artikel 03 benachbarter zweiter Artikel 03 eine Einzelkraft
oder eine hieraus resultierende Einzelkraftkomponente in einer der ersten Richtung
entgegengesetzten Richtung erfährt. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um Einzelkräfte
oder hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten, welche die benachbarten Artikel
03 in entgegengesetzten Richtungen normal zu einer parallel zu den den Unterseiten
07 der Artikel 03 entsprechenden Boden- oder Aufstandsflächen der Artikel 03 eines
Gebindes 01 verlaufenden Ebene aus dem Gebinde 01 herauszutreiben versuchen. Bei einer
geraden Anzahl A von Artikeln 03 im Gebinde 01 wird hierdurch bei dem Betrage nach
gleichen Einzelkräften oder hieraus resultierenden Einzelkraftkomponenten ein Kräfteausgleich
geschaffen, da die Summe der auf die Artikel 03 eines einer Prüfung der Verklebungen
02 zwischen seinen Artikeln 03 unterzogenen Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräfte
oder hieraus resultierenden
[0098] Einzelkraftkomponenten gleich Null ist. Bei einer ungeraden Anzahl von Artikeln 03
müssen sich zumindest zwei in entgegengesetzten Richtungen wirkende Einzelkräfte oder
hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten zusätzlich dem Betrage nach unterscheiden,
um einen Kräfteausgleich herzustellen. Indem auf benachbarte Artikel 03 dem Betrage
nach gleiche oder verschiedene Einzelkräfte oder hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten
einwirken, die paarweise in entgegengesetzten Richtungen wirken, erfahren die Verklebungen
zwischen den benachbarten Artikeln jeweils wenigstens eine Scherbelastungskomponente.
[0099] Alternativ oder zusätzlich können sich die auf im Gebinde 01 benachbarte Artikel
03 einwirkende Einzelmomente in deren Betrag und/oder Richtung unterscheiden, so dass
von beispielsweise in einer Reihe 04 oder in einer Zeile 05 benachbarten Artikeln
03 ein erster Artikel 03 ein Einzelmoment in einer ersten Richtung und ein zum ersten
Artikel 03 benachbarter zweiter Artikel 03 ein Einzelmoment in einer der ersten Richtung
entgegengesetzten Richtung erfährt. Bei einer geraden Anzahl A von Artikeln 03 im
Gebinde 01 wird hierdurch bei dem Betrage nach gleichen Einzelmomenten ein Momentenausgleich
geschaffen, da die Summe der auf die Artikel 03 einwirkenden Drehmomente gleich Null
ist. Bei einer ungeraden Anzahl A von Artikeln 03 müssen sich zumindest zwei in entgegengesetzten
Richtungen wirkende Einzelmomente zusätzlich dem Betrage nach unterscheiden, um einen
Momentanausgleich zu erzeugen. Indem auf benachbarte Artikel 03 dem Betrage nach gleiche
oder verschiedene Einzelmomente einwirken, die paarweise in entgegengesetzten Richtungen
wirken, erfahren die Verklebungen 02 zwischen den benachbarten Artikeln 03 jeweils
wenigstens eine Scherbelastungskomponente.
[0100] Ein sich im beispielsweise durch den geometrischen Mittelpunkt 09 eines Gebindes
01 gebildeten Ursprung 10 befindender Artikel 03, von welchem Ursprung 10 aus gesehen,
beispielsweise auf die einzelnen Artikel 03 des einer Prüfung der Verklebungen 02
zwischen seinen Artikeln 03 unterzogenen Gebindes 01 einwirkende Einzelkräfte das
Gebinde 01 auseinandertreiben bzw. auseinanderziehen, wie in Fig. 4 dargestellt vorteilhaft
einem durch einen Pfeil M angedeuteten Einzelmoment ausgesetzt werden. Dieses Einzelmoment
kann durch die vektorielle Summe der auf die verbleibenden Artikel 03 des Gebindes
01 einwirkenden, in Fig. 4 durch die Pfeile F bzw. Fx und Fy angedeutete Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente ausgeglichen werden. Hierdurch erfahren zumindest die Verklebungen
02 zwischen dem im Ursprung befindenden Artikel 03 und den zu diesem im Gebinde 01
benachbarten und durch Verklebungen 02 mit ihm unmittelbar verbunden Artikel 03 wenigstens
eine Scherbelastungskomponente.
[0101] Alternativ oder zusätzlich kann ein sich im beispielsweise durch den geometrischen
Mittelpunkt 09 eines Gebindes 01 gebildeten Ursprung 10 befindender Artikel 03, von
welchem Ursprung 10 aus gesehen, beispielsweise auf die einzelnen Artikel 03 des einer
Prüfung der Verklebungen 02 zwischen seinen Artikeln 03 unterzogenen Gebindes 01 einwirkende
Einzelkräfte das Gebinde 01 auseinandertreiben bzw. auseinanderziehen, vorteilhaft
einer Einzelkraft ausgesetzt werden, welche den im Ursprung 10 befindlichen Artikel
03 normal zu einer die typischerweise die Boden- bzw. Aufstellflächen der Artikel
03 des Gebindes 01 bildenden Unterseiten 07 der Artikel 03 einschließenden Ebene aus
dem Gebinde 01 herauszutreiben versucht. Eine solche alternativ oder zusätzlich auf
den im Ursprung 10 befindlichen Artikel 03 einwirkende Einzelkraft ist in Fig. 4 durch
die Pfeile Fz angedeutet. Eine solche, in Fig. 4 durch die Pfeile Fz angedeutete,
auf den im Ursprung 10 befindlichen Artikel 03 einwirkende Einzelkraft kann durch
die vektorielle Summe der auf die verbleibenden Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden
und in Fig. 4 durch Pfeile F angedeutete Einzelkräfte ausgeglichen werden, so dass
zumindest die Verklebungen 02 des im Ursprung 10 befindenden Artikels 03 mit seinen
im Gebinde 01 benachbarten und durch Verklebungen 02 mit ihm unmittelbar verbunden
Artikeln 03 wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren.
[0102] Gemäß dem Verfahren kann die Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03
eines Gebindes 01 wie in Fig. 7 dargestellt nach der Fertigstellung des Gebindes 01
und vor dessen Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden 01 an einem Stapelplatz
122 erfolgen.
[0103] Besonders vorteilhaft erfolgt die Prüfung mit dem bei ordnungsgemäß hergestellten
Verklebungen 02 zum Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden 01 an einem
Stapelplatz vorgesehenen Greifen des Gebindes 01. Das Gebinde 01 wird hierbei gegriffen,
indem alle Artikel 03 des Gebindes 01 im Bereich deren Oberseiten 08 gefasst werden,
beispielsweise vermittels jeden Artikel 03 individuell fassender Greiftulpen, Saugglocken
oder dergleichen. Die zur Prüfung erforderliche Erzeugung der Krafteinwirkung aus
Einzelkräften und/oder Momenteneinwirkung aus Einzelmomenten erfolgt, indem die im
Bereich deren Oberseiten 08 gefassten Artikel 03 des Gebindes 01 jeweils gedrückt
und/oder gezogen und/oder gedreht und dadurch Einzelkräften und/oder Einzelmomenten
ausgesetzt werden.
[0104] Beispielsweise kann dies über einen zum auch als Palettieren bezeichneten Aufstapeln
zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden 01 an einem Stapelplatz schon vorhandenen
Greiferkopf des Palettierers geschehen, indem die einzelnen Packtulpen des Greiferkopfs
individuell ansteuerbar sind und somit eine Prüfkraft auf jeden einzelnen Artikel
03 eines Gebindes 01 aufbringen können.
[0105] Das Verfahren kann außerdem vorsehen, dass ein Gebinde 01, bei dem zumindest eine
Verklebung 02 zwischen seinen Artikeln 03 als mangelhaft identifiziert wurde, von
einem weiteren Umgang ausgeschlossen wird, indem es beispielsweise wie in Fig. 6 durch
eine vermittels Gebinde 01 mit ordnungsgemäß und mangelhaft hergestellten Verklebungen
02 identifizierende Auswertemittel 140 ansteuerbare Weiche 141 angedeutet, aussortiert
wird. Alternativ ist denkbar, ein Gebinde 01, bei dem zumindest eine Verklebung 02
zwischen seinen Artikeln 03 als mangelhaft identifiziert wurde mit einer Kennzeichnung
zu versehen und durch eine vermittels der Kennzeichnung mögliche Identifikation als
mangelhaft von den im Verlauf eines weiteren Umgangs stattfindenden Behandlungen auszuschließen
und/oder auszusortieren und/oder anders damit umzugehen.
[0106] Ein zuvor beschriebenes Verfahren kann beispielsweise vermittels einer in Fig. 6
oder in Fig. 7 dargestellten Vorrichtung 100 zur Prüfung der Verklebungen 02 zwischen
den Artikeln 03 eines Gebindes 01 aus in mindestens einer Reihe 04 und/oder mindestens
einer Zeile 05 zu mindestens zwei Artikeln 03 unmittelbar miteinander durch Verklebungen
02 verbundenen Artikeln 03 durchgeführt werden.
[0107] Die Vorrichtung 100 zeichnet sich durch Prüfmittel 101 aus, welche mindestens zwei
Artikel 03 des Gebindes 01 gleichzeitig und/oder kurz nacheinander einer Krafteinwirkung
aus in Fig. 4 durch Pfeile F angedeuteten Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung
aus in Fig. 4 durch Pfeile M angedeuteten Einzelmomenten aussetzen. Bevorzugt setzen
die Prüfmittel 101 dabei zumindest die Artikel 03 entlang der Peripherie des Gebindes
01 gleichzeitig und/oder kurz nacheinander einer Krafteinwirkung aus in Fig. 4 durch
Pfeile F angedeuteten Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus in Fig.
4 durch Pfeile M angedeuteten Einzelmomenten aus.
[0108] Besonders bevorzugt setzen die Prüfmittel 101 alle Artikel 03 des Gebindes 01 gleichzeitig
und/oder kurz nacheinander einer Krafteinwirkung aus in Fig. 4 durch Pfeile F angedeuteten
Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung aus in Fig. 4 durch Pfeile M angedeuteten
Einzelmomenten aus.
[0109] Hierdurch erfahren sämtliche Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 zumindest eine
Zugbelastung und/oder eine Scherbelastung beispielsweise in Form einer Zugbelastungskomponente
und/oder einer Scherbelastungskomponente und/oder sie werden einer Momentenbeanspruchung
ausgesetzt. Die Prüfmittel 101 überwachen direkt oder indirekt die Reaktionen der
Artikel 03 des Gebindes 01 auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung und werten diese
Reaktionen aus um festzusfellen, ob alle Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03
des Gebindes 01 ordnungsgemäß hergestellt sind, oder ob eine oder mehrere Verklebungen
02 zwischen den Artikeln 03 des Gebindes 01 mangelhaft sind.
[0110] Die Prüfmittel 101 können Krafteinwirkungsmittel 110 umfassen, welche alle Artikel
03 eines Gebindes 01 einzeln fassen und einer Krafteinwirkung aus gleichzeitig auf
jeden Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräften und/oder einer Momenteneinwirkung
aus gleichzeitig auf jeden Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden Einzelmomenten
aussetzen. Dabei wird jeweils ein Artikel 03 einer Einzelkraft und/oder einem Einzelmoment
ausgesetzt, und die auf jeweils einen Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente unterscheiden sich:
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise
in Betrag und/oder Richtung.
[0111] Die Krafteinwirkungsmittel 110 umfassen bevorzugt eine Greifeinrichtung 111 mit einer
zumindest der Anzahl A der Artikel 03 im Gebinde 01 entsprechenden Zahl von in Fig.
5 dargestellten Greiftulpen 112. Mittels der Greiftulpen 112 können die Artikel 03
eines Gebindes 01 aus durch Verklebungen 02 miteinander verbundenen Artikeln 03 beispielsweise
von deren Oberseiten 08 her gefasst werden (Fig. 4), beispielsweise im Bereich der
Behältermündungen von durch Behälter 11 gebildeten Artikeln 03 (Fig. 5). Die Greiftulpen
112 sind jeweils in mindestens einer Bewegungsrichtung, vorzugsweise in mindestens
zwei, bevorzugt in drei und besonders bevorzugt in vier Bewegungsrichtungen zur Aufbringung
einer Prüfkraft relativ zueinander beweglich angetrieben angeordnet. Bei den vier
Bewegungsrichtungen handelt es sich um:
- zwei beispielsweise entlang der x- und y-Koordinatenachsen in Fig. 5 verlaufende,
linear voneinander unabhängige Richtungen innerhalb einer parallel zu den durch die
Unterseiten 07 der Artikel 03 gebildeten Aufstell- bzw. Bodenflächen verlaufenden
Ebene,
- eine beispielsweise entlang der z-Koordinatenachsen in Fig. 5 verlaufende, dritte
linear unabhängige Richtung aus der Ebene heraus, und
- wenigstens eine rotatorische Richtung um eine normal auf der Ebene aufstehende Hochachse.
[0112] Dementsprechend kann jede Greiftulpe 112 einer Greifeinrichtung 111 entlang einer
ersten Achse 113 und/oder entlang einer hierzu senkrecht stehenden Achse 114 beweglich
angetrieben angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann jede Greiftulpe 112 einer
Greifeinrichtung 111 entlang einer normal auf einer die Achse 113 und die Achse 114
einschließenden Ebene aufstehenden Achse 115 beweglich angetrieben angeordnet sein.
Wiederum alternativ oder zusätzlich kann jede Greiftulpe 112 einer Greifeinrichtung
111 um eine normal auf einer die Achse 113 und die Achse 114 einschließenden Ebene
aufstehende Achse 115 beweglich angetrieben angeordnet sein (Fig. 5).
[0113] Durch entsprechend angetriebene Bewegungen der Greiftulpen 112 in jeweils einer oder
in mehreren ihrer Bewegungsrichtungen können alle Verklebungen 02 eines Gebindes 01,
dessen miteinander durch Verklebungen 02 verbundene Artikel 03 sämtliche von jeweils
einer Greiftulpe 112 der Greifeinrichtung 111 gegriffen sind, gleichzeitig auf deren
ordnungsgemäße Herstellung überprüft werden.
[0114] Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Greifeinrichtung 111 mit ihren unabhängig
voneinander in jeweils mindestens einer zur Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den
Artikeln 03 eines Gebindes 01 vorgesehenen Bewegungsrichtung beweglich angetrieben
angeordneten Greiftulpen 112 als ein zum Aufstapeln von mit ordnungsgemäß hergestellten
Verklebungen 02 ausgeführten, gleichartigen Gebinden 01 zu einem Stapel an einem Stapelplatz
vorgesehenen Greiferkopf 118, der mit einer Anzahl von Greiftulpen 112 ausgeführt
ist, die mindestens der Zahl A der Artikel 03 des Gebindes 01 entspricht.
[0115] Hierdurch geschieht die Prüfung der Verklebungen 02 eines Gebindes 01 über einen
zum auch als Palettierer bezeichneten Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen
Gebinden 01 an einem Stapelplatz 122 ohnehin notwendigen Greiferkopf 118 eines Palettierers
119, bei dem die einzelnen, auch als Packtulpen bezeichneten Greiftulpen 112 des Greiferkopfs
118 in den zur Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 des Gebindes 01
vorgesehenen Bewegungsrichtungen individuell ansteuerbar sind und somit eine Prüfkraft
auf jeden einzelnen Artikel 03 eines Gebindes 01 aufbringen können.
[0116] Das Gebinde 01 kann hierbei gegriffen werden, indem alle Artikel 03 des Gebindes
01 im Bereich deren Oberseiten 08 vermittels jeden Artikel 03 individuell fassender
Greiftulpen 112 gefasst werden.
[0117] Die Prüfmittel 101 umfassen außerdem bevorzugt Überwachungsmittel 130, welche mindestens
einer der Anzahl A der Artikel 03 im zu prüfenden Gebinde 01 entsprechende Zahl von
Ausgangssignalen erzeugen, von denen jedes einer durch eine Bewegung und/oder eine
Positionsänderung gebildeten Reaktion eines Artikels 03 des Gebindes 01 auf die Krafteinwirkung
und/oder Momenteneinwirkung aus auf den entsprechenden Artikel 03 einwirkenden Einzelkräften
und/oder Einzelmomenten proportional ist.
[0118] Die Überwachungsmittel 130 können Sensoren oder Einrichtungen umfassen, die durch
Kontakt mit den Artikeln 03 oder berührungsfrei deren Reaktion auf die Kraft- und/oder
Momenteneinwirkung direkt oder indirekt erfassen.
[0119] Beispielsweise können die Überwachungsmittel 130 einen oder mehrere auch als berührungsfreie
Näherungssensoren bezeichnete Näherungsschalter vorzugsweise aus der Gruppe:
- induktive Näherungsschalter, welche sowohl bei ferrömagnetischen, als auch bei nichtmagnetischen
aber metallischen Gegenständen auf das Auftreten eines Wirbelstroms reagieren,
- kapazitive Näherungsschalter, welche auch auf nicht leitende Werkstoffe reagieren,
- magnetische Näherungsschalter, wie beispielsweise Reedschalter oder Reedkontakte oder
auch Hall-Sensoren, welche auf ein Magnetfeld und/oder dessen Änderung reagieren,
- optische Näherungsschalter, welche auf Lichtreflexion reagieren,
- Lichtschranken, welche auf eine Unterbrechung eines Lichtstrahls reagieren,
- Ultraschallsensoren, welche die Reflexion eines Ultraschallsignals an einem Hindernis
auswerten,
- elektromagnetische Näherungsschalter, welche sowohl auf leitende als auch auf nicht
leitende Werkstoffe reagieren und bei denen sich durch eine Annäherung die Schwingfrequenz
eines Schwingkreisen ändert
umfassen.
[0120] Alternativ oder zusätzlich können die Überwachungsmittel 130 einen oder mehrere Kontaktschalter
und/oder mindestens eine Videokamera nebst mindestens einen Bilderkennungsalgorithmus
ausführender Bilderfassungsmittel umfassen. Bei letztgenanntem kann mindestens eine
mit einer Videokamera verbundene Datenverarbeitungseinrichtung und/oder mindestens
ein mit mindestens einer Videokamera verbundener Mikroprozessor vorgesehen sein, welche
bzw. welcher den Bilderkennungsalgorithmus ausführt. Mit dem Bilderkennungsalgorithmus
sind die einzelnen Artikel des Gebindes im erfassten Videobild identifizierbar. Dadurch
können deren Reaktionen auf die Eimzelkräfte und/oder Einzelmomente in Echtzeit überwacht
werden.
[0121] Alternativ oder zusätzlich können die Überwachungsmittel 130 Einrichtungen umfassen,
welche eine indirekte Erfassung der Reaktionen der Artikel 03 des zu prüfenden Gebindes
01 auf die einwirkenden Einzelkräfte und/oder Einzelmomente vorsehen. Eine solche
indirekte Überwachung kann beispielsweise vermittels Einrichtungen zur Erfassung der
Stromaufnahmen der Einzelkräfte und/oder Einzelmomenten auf jeweils einen Artikel
03 des zur prüfenden Gebindes 01 erzeugneder Stellantriebe und/oder Aktoren der Krafteinwirkungsmittel
110 erfolgen. Dies entspricht einer Überwachung des Kräfte- und/oder Momentenverlaufs
der auf die einzelnen Artikel 03 des zu prüfenden Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente. Ein plötzlicher Abfall der Stromaufnahme eines Stellantriebs
und/oder Aktors vor Abschluss der Prüfung bedeutet, dass für eine einer weiter ansteigenden
Einzelkraft und/oder einem weiter anstengenden Einzelmoment gleichkommende weitere
Auslenkung eines Artikels gegenüber den verbleibenden Artikeln 03 des Gebindes 01
keine oder eine plötzlich verminderte Einzelkiraft und/oder kein oder ein plötzlich
vermindertes Einzelmoment benötigt wird, was auf ein Versagen wenigstens einer Verklebung
02 oder mindestens eines Klebepunkts 20 zumindest einer aus mehreren Klebepunkten
20 bestehenden Verklebung 02 des betreffenden Artikels 03 mit einem seiner benachbarten
Artikel 03 rückschließen lässt Auch kann hierbei eine Mindeststromaufnahme vorgegeben
sein, um bei Nichterreichen der Mindeststromaufnahme von vornherein auf eine mangelhafte
Verklebung 02 rückschließen zu können. Eine weitere Möglichkeit zur indirekten Erfassung
ergibt sich über die Abfrage von Gebern, beispielsweise von Inkrementalgebern, die
bei den meisten Stellantrieben ohnehin zur Erfassung deren momentanen Zustands verbaut
sind. Dementsprechend können die Überwachungsmittel 130 in die jeweils mindestens
eine auf einen Artikel 03 des zu prüfenden Gebindes 01 einwirkende Einzelkraft und/oder
ein auf einen Artikel 03 des zu prüfenden Gebindes 01 einwirkendes Einzelmoment erzeugende
Stellantriebe und/oder Aktoren der Krafteinwirkungsmittel 110 verbaute Inkrementalgeber
umfassen. Dies entspricht einer Überwachung des Stellweg- bzw. Stelldrehwinkelverlaufs
der die auf die einzelnen Artikel 03 des zu prüfenden Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräfte
und/oder Einzelmomente erzeugenden Stellantriebe und/oder Aktoren, mit dem Resultat,
dass bei Überschreitung einer der Elastizität der Verklebungen 02 und der beispielsweise
durch einen maximalen Speisestrom vorgegebenen Einzelkraft- und/oder Einzelmomenteneinwirkung
proportionalen Grenze auf ein Versagen wenigstens einer Verklebung 02 oder mindestens
eines Klebepunkts 20 zumindest einer aus mehreren Klebepunkten 20 bestehenden Verklebung
02 des entsprechenden der Einzelkraft- und/oder dem Einzelmoment ausgesetzten Artikels
03 mit einem seiner im der Prüfung unterliegenden Gebinde 01 benachbarten Artikel
03 rückgeschlossen wird.
[0122] Die Prüfmittel 101 können außerdem mit den Überwachungsmitteln 130 verbundene Auswertungsmittel
140 umfassen. Die Auswertungsmittel 140 empfangen die Ausgangssignale der Überwachungsmittel
130 und werten diese aus. Auf Grundlage der Auswertung erzeugen die Auswertungsmittel
140 zumindest:
- ein erstes Prüfsignal, welches ordnungsgemäß hergestellte Verklebungen 02 zwischen
den überwachten Artikeln 03 anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale ergibt,
dass sich alle Artikel 03 des der Prüfung unterzogenen Gebindes (01) zumindest in
dem Sinne gleich verhalten, dass die Artikel 03 des Gebindes 01 beispielsweise kollektiv
keine oder die selben Positionsänderungen auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung
aus auf alle einzelnen Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräften und/oder
Einzelmomenten erfahren, und
- ein zweites Prüfsignal, welches mangelhaft hergestellte Verklebungen 02 zwischen den
überwachten Artikeln 03 anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale ergibt,
dass sich zumindest zwei Artikel 03 des Gebindes 01 unterschiedlich verhalten, beispielsweise
dass sich zumindest ein Artikel beispielsweise hinsichtlich einer Positionsänderung
anders verhält, als die verbleibenden Artikel 03 des geprüften Gebindes 01.
[0123] Die Vorrichtung 100 kann ferner Ausscheidungsmittel 144 umfassen, welche ein Gebinde
01, bei dem zumindest eine Verklebung 02 zwischen seinen Artikeln 03 als mangelhaft
identifiziert wurde, von einem weiteren Umgang ausscheiden. Dies kann geschehen, indem
die Ausscheidungsmittel 144 ein entsprechendes Gebinde 01 beispielsweise aussortieren,
oder vermittels einer Kennzeichnung versehen und durch eine vermittels der Kennzeichnung
möglichen Identifikation als mangelhaft von den im Verlauf eines weiteren Umgangs
stattfindenden Behandlungen ausschließen.
[0124] Die Ausscheidungsmittel 144 können wie in Fig. 6 dargestellt durch eine vermittels
der Auswertemittel 140 ansteuerbare Weiche 141 gebildet sein, welche mit nicht ordnungsgemäß
hergestellten Verklebungen 02 ausgeführte Gebinde 01 beispielsweise direkt einer Sammelstelle
145 in Form beispielsweise eines Sammelbehälters oder einem zu einer Sammelstelle
145 in Form beispielsweise eines Sammelbehälters führenden Abtransportband 146 zuführt.
[0125] Prinzipiell ist es denkbar, die Artikel nach deren Aussortierung und/oder Ausschluss
zum Zweck eines erneuten Zusammenklebens automatisch wieder zurückzuführen. Hierfür
könnten die Prüfmittel bei einer als fehlerhaft erkannten Verklebungen 02 zweier Artikel
03 eines Gebindes 01 alle Artikel 03 des Gebindes 01 mit einer Kraft größer als die
Prüfkraft auseinanderreißen, um die Artikel 03 einem nochmaligen Verkleben zurückzuführen.
Dazwischen kann vorgesehen sein, beispielsweise vermittels einer Reinigungsvorrichtung
alten Klebstoff von den Artikeln 03 abzutrennen.
[0126] Die Ausscheidungsmittel 144 können alternativ wie in Fig. 7 dargestellt durch einen
zum auch als Palettieren bezeichneten Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen
Gebinden 01 an einem Stapelplatz 122 ohnehin notwendigen Greiferkopf 118 eines Patettierers
119 verwirklicht sein, welcher Gebinde 01 mit als ordnungsgemäß ausgeführt identifizierten
Verklebungen 02 einem am Stapelplatz 122 entstehenden Stapel zuführt, und Gebinde
01 mit als mangelhaft ausgeführt identifizierten Verklebungen 02 einem abseits des
Stapelplatzes 122 vorgesehenen Sammelplatz für Schlechtartikel und/oder Schlechtgebinde
zuführt, beispielsweise indem der Palettierer 119 Gebinde 01 mit als mangelhaft ausgeführt
identifizierten Verklebungen 02 direkt einer Sammelstelle 145 in Form beispielsweise
eines Sammelbehälters oder via einem zu einer Sammelstelle 145 in Form beispielsweise
eines Sammelbehälters führenden Abtransportband 146 indirekt zuführt.
[0127] Bei dem Greiferkopf 118 können die einzelnen, auch als Packtulpen bezeichneten Greiftulpen
112 in den zur Prüfung der Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 des Gebindes 01
vorgesehenen Bewegungsrichtungen individuell ansteuerbar sein und somit in der Lage
sein, eine Prüfkraft auf jeden einzelnen Artikel 03 eines Gebindes 01 aufzubringen.
Dadurch können die Ausscheidungsmittel 144 von den Krafteinwirkungsmitteln 110 umfasst
sein.
[0128] Es ist ersichtlich, dass die Erfindung verwirklicht sein kann, indem jeweils eine
Prüfkraft auf die Verklebungen 02 zwischen den Artikeln 03 eines aus unmittelbar miteinander
durch Verklebungen 02 verbundenen Artikeln 03 bestehenden Gebindes 01 ausübende Kraft-
und/oder Momenteneinwirkung aus auf mindestens zwei, besonders bevorzugt jedoch auf
alle einzelne Artikel 03 des Gebindes 01 einwirkenden Einzelkräften und/oder Einzelmomenten
aufgebracht wird. Am einfachsten kann dies über einen sowieso schon vorhandenen Greiferkopf
118 eines Palettierers 119 erfolgen, dessen einzelne Pack- bzw. Greiftulpen 112 in
zur Erzeugung von Einzelkräften und/oder - momenten notwendigen Bewegungsrichtungen
individuell ansteuerbar sind und somit eine Prüfkraft auf jede einzelne Verklebung
02 zwischen im zu prüfenden Gebinde 01 benachbarten Artikeln 03 aufbringen können.
Eine Variante besteht darin, direkt über einen die jeweils einen Artikel 03 fassenden
Greiftulpen 112 ansteuernden Stellantriebe in Form beispielsweise eines Linear- oder
Drehantriebs, beispielsweise eines Servomotors, eine vorbestimmte Einzelkraft aufzubringen.
Wird ein gewisser Stellweg, der mit einem im Stellantrieb sitzenden Geber bestimmt
werden kann, überschritten, so ist die Verklebung 02 gerissen und das Gebinde 01,
oder - sofern mehrere Gebinde 01 gleichzeitig vom Greiferkopf 118 gefasst und durch
Aufbringung von Prüfkräften geprüft werden - die Gebindelage wird nicht als oberste
Stapellage auf einem bis dato am Stapelplatz 122 beispielsweise auf einer Palette
errichteten Stapel abgesetzt, sondern an einem als Sammelplatz für Schlechtartikel
und/oder Schlechtgebinde dienenden Sammelstelle 145 oder einem dorthin führenden Abtransportband
146. Bei 3x3-Gebinden 01 ist es möglich, die äußeren Artikel 03 einer Krafteinwirkung
aus entgegengesetzten Einzelkräften und den sich im geometrischen Mittelpunkt 09 des
Gebindes 01, der bevorzugt gleichzeitig einen Ursprung 10 der auf die umliegenden
Artikel 03 einwirkenden und diese vom Mittelpunkt 09 wegziehenden Einzelkräfte bildet,
einem Einzelmoment auszusetzen, und/oder sie durch eine Einzelkraft nach unten oder
oben aus dem Gebinde 01 heraus zu drücken versuchen. Generell sind bei der Aufbringung
der Einzelkräfte alle Richtungen denkbar. Am einfachsten sind ein Verdrehen bewirkende
Einzelmomente aufzubringen. Die Erfindung ist nicht auf einen das Aufstapeln an einem
Stapelplatz 122 besorgenden Greiferkopf 118 beschränkt, sondern kann auch in einem
separaten Modul stattfinden, welches einem Palettierer 119 beispielsweise vorgelagert
ist und auf welchem die Prüfkräfte beispielsweise über Drehteller via der Unterseiten
07 der Artikel 03 eines zu prüfenden Gebindes 01 im so genannten Basehandling, oder
während des Greifens mit Klammern, insbesondere unmittelbar nach einem Aushärten des
Klebers aber noch auf der gleichen Aushärtestrecke, aufgebracht werden.
[0129] Die Vorrichtung 100 kann wie in Fig. 6 und in Fig. 7 dargestellt Herstellungsmittel
150 zur Herstellung eines Gebindes 01 aus miteinander unmittelbar durch Verklebungen
02 miteinander verbundenen Artikeln 03 umfassen, oder im Nachgang solcher Herstellungsmittel
150 angeordnet sein.
[0130] Die Herstellungsmittel 150 umfassen beispielsweise Bereitstellungsmittel 160 für
eine der Anzahl R der Reihen 04 im fertigen Gebinde 01 entsprechende Zahl von Artikelsträngen
30 aus jeweils einer der Anzahl der Artikel 03 in den einzelnen Reihen 04 oder in
der einzigen Reihe 04 im fertigen Gebinde entsprechenden Zahl von Artikeln 03, wie
in Fig. 6 und in Fig. 7 dargestellt.
[0131] Die Bereitstellungsmittel 160 können einen Zulauf von einer der Anzahl R der Reihen
04 im fertigen Gebinde 01 entsprechenden Zahl von Artikelströmen 31 aus jeweils unmittelbar
aufeinander folgenden Artikeln 03 umfassen. Die Bereitstellungsmittel 160 können außerdem
je Artikelstrom 30 Abtrennungsmittel 161 umfassen, welche Abtrennungsmittel 161 einen
Artikelstrang 30 mit einer der Anzahl von Artikeln 03 je Reihe 04 im fertigen Gebinde
01 vom jeweiligen Artikelstrom 30 entsprechende Zahl von Artikeln 03 vom jeweiligen
Artikelstrom 31 abtrennen.
[0132] Die Abtrennungsmittel 161 können beispielsweise nach dem Prinzip arbeiten, wonach
durch eine Beschleunigung der Artikel 03 eines von einem Artikelstrom 31 abzutrennenden
Artikelstrangs 30 auf eine höhere Geschwindigkeit, als diejenige des Artikelstroms
31, der Artikelstrang 30 vom Artikelstrom 31 abgetrennt wird.
[0133] Die Herstellungsmittel 160 umfassen außerdem Anbringungsmittel 162, um einzelne,
ausgewählte oder alle Artikel 03 des oder der Artikelstränge 30 zumindest an ihren
in der Gebindeanordnung des fertigen Gebindes 01 mit mindestens einer Mantelfläche
eines weiteren Artikels 03 zusammenstoßende Mantelflächen bzw. an Partien von ihren
in der Gebindeanordnung des fertigen Gebindes 01 mit mindestens einer Mantelfläche
eines weiteren Artikels 03 zusammenstoßenden Mantelflächen mit Klebepunkten 20 zu
versehen.
[0134] Die Anbringungsmittel 162 können durch eine oder mehrere Düsen 163 verwirklicht sein,
mittels denen zur Herstellung von Verklebungen 02 dienende Klebepunkte 20 auf die
Mantelflächen zumindest ausgewählter Artikel 03 aufbringbar sind, aufgebracht werden
oder aufgebracht werden können.
[0135] Die eine oder mehreren Düsen 163 können durch eine oder mehrere, insbesondere V-förmige
Doppeldüsen verwirklicht sein, mit denen ein gleichzeitiger Auftrag von jeweils zwei
oder mehreren Klebepunkten 20 auf einen Artikel 03 oder maximal ein gleichzeitiger
Auftrag von jeweils einem Klebepunkt 20 auf eine der Anzahl der Düsenaustrittsöffnungen
der Doppeldüsen entsprechende Zahl von Artikeln 03 möglich ist.
[0136] Eine durch eine Doppeldüse verwirklichte Düse 163 kann beispielsweise zwischen zwei
noch nicht zusammengeführten Artikelsträngen 30 bzw. zwischen den Transportwegen zweier
Artikelstränge 30 beispielsweise von deren Abtrennung von deren jeweiligem ursprünglichen
Artikelstrom 31 zu deren Zusammenführung miteinander zu einem Gebinde 01 oder zu einem
Zwischengebinde angeordnet sein, wo sie gleichzeitig einen Artikel 03 des einen Artikelstrangs
30 und einen Artikel 03 des anderen Artikelstrangs 30 mit je einem Klebepunkt 20 versehen
kann.
[0137] Alternativ kann eine durch eine Doppeldüse verwirklichte Düse 163 seitlich eines
noch nicht mit einem anderen Artikelstrang 30 zusammengeführten Artikelstrangs 30
bzw. seitlich dessen Transportwegs von der Abtrennung des Artikelstrangs 30 beispielsweise
von dessen ursprünglichem Artikelstrom 31 bis zu dessen Zusammenführung mit einem
oder mehreren anderen Artikelsträngen 30 zu einem fertigen Gebinde 01 oder einem Zwischengebinde
angeordnet sein, wo sie einen Artikel 03 des Artikelstrangs 30 mit zwei beispielsweise
entlang dessen sich normal zu einer parallel zu den Reihen 04 und Zeilen 05 im fertigen
Gebinde 01 verlaufenden Ebene erstreckender Hochachse verteilt angeordneten Klebepunkten
20, oder zwei in ein und demselben Artikelstrang 30 aufeinander folgende Artikel 03
mit je einem Klebepunkt 20 versehen kann. Eine Doppeldüse ist auch durch zwei einfache
Düsen 163 ersetzbar.
[0138] Die Verwendung von Doppel- oder Mehrfachdüsen als Düsen 163 verringert die Anzahl
der benötigten Düsenelemente maßgeblich und trägt dadurch einer Vereinfachung und
Verringerung des Aufstellungsplatzbedarfs von zur Herstellung eines beschriebenen
Gebindes 01 geeigneten Herstellungsmitteln 150 bei. Dies ermöglicht Kosteneinsparungen
bei der Entwicklung, der Konstruktion, der Montage und dem Betrieb entsprechender
Herstellungsmittel 150, letzteres auch wegen des durch eine Verkürzung geringeren
Flächenbedarfs für die Aufstellung der Herstellungsmittel 150.
[0139] Die Herstellungsmittel 150 können darüber hinaus mindestens ein Zusammenführungsmittel
170 umfassen, um die mit und/oder ohne Klebepunkte 20 versehenen Artikel 03 entsprechend
ihrer Anordnung im fertigen Gebinde 01 derart zusammenzuführen, dass zwischen den
im fertigen Gebinde 01 durch jeweils mindestens eine Verklebung 02 miteinander unmittelbar
verbundenen Artikeln 03 eine entsprechende Verklebung 02 hergestellt wird.
[0140] Dies kann dadurch erfolgen, dass im Anschluss an das Aufbringen von Klebepunkten
20 mindestens zwei Artikel 03 zusammengeführt und dabei einander derart angenähert
werden, dass der mindestens eine zumindest auf der Mantelfläche eines Artikels 03
aufgebrachte Klebepunkt 20 einen anderen Artikel 03 wenigstens berührt. Das oder die
Zusammenführungsmittel 170 sehen daraufhin vor, dass die Artikel 03 für eine gewisse
Zeit aneinander gepresst oder aneinander gehalten werden, bis der Klebstoff an der
so hergestellten Verklebung 02 zwischen den Artikeln 03 zumindest entsprechend der
einleitenden Definition ausgehärtet ist.
[0141] Wenn die zu verbringende Zeit der Artikel 03 im Packer- bzw. Greiferkopf 118 ausreichend
groß ist, kann auch zuerst von diesem ein weiteres zusammenpressen ausgeführt werden,
bevor in einem zweiten Schritt im Packer- bzw. Greiferkopf 118 die Prüfkraft aufgebracht
wird.
[0142] Beispielsweise können die Herstellungsmittel 150 erste und zweite sowie gegebenenfalls
weitere Zusammenführungsmittel 170 umfassen, um zunächst vermittels erster Zusammenführungsmittel
170 einen eine erste Reihe 04 im fertigen Gebinde 01 bildenden ersten Artikelstrang
30 und einen eine zweite Reihe 04 im fertigen Gebinde 01 bildenden zweiten Artikelstrang
30, deren Artikel 03 zumindest zum Teil mit Klebepunkten 20 versehen sind, entsprechend
der Anordnung der Artikel 03 der ersten und der zweiten Reihe 04 im fertigen Gebinde
01 zunächst zu einem Zwischengebinde zusammenzuführen, anschließend an den Klebepunkten
20 gegeneinander zu pressen und dann zumindest bis zum Aushärten des Klebstoffs zu
halten. Im Anschluss hieran können zweite Zusammenführungsmittel 170 vorgesehen sein,
um ein Zwischengebinde und mindestens einen wenigstens eine weitere Reihe 04 im fertigen
Gebinde 01 bildenden weiteren Artikelstrang 30, dessen Artikel 03 - i.e. die Artikel
03 des Zwischengebindes und/oder des mindestens einen weiteren Artikelstrangs 30 -
zumindest zum Teil mit Klebepunkten 20 versehen sind, entsprechend der Anordnung der
Artikel 03 des Zwischengebindes und der mindestens einen weiteren Reihe 04 im fertigen
Gebinde 01 zunächst zu einem weiteren Zwischengebinde oder zum fertigen Gebinde 01
zusammenzuführen, anschließend an den Klebepunkten 20 gegeneinander zu pressen und
dann zumindest bis zum Aushärten des Klebstoffs zu halten. Wird hierauf immer noch
eine weitere Reihe 04 von Artikeln 03 einem Zwischengebinde zugeführt, können die
Herstellungsmittel 150 außerdem dritte, vierte und so weiter Zusammenführungsmittel
170 umfassen, um entsprechend weitere Reihen 04 den immer weiter anwachsenden Zwischengebinden
hinzuzufügen.
[0143] Die Zusammenführungsmittel 170 können ganz oder teilweise längs einer Transportrichtung
F beweglich ausgeführt sein, um ein Zwischengebinde und/oder ein fertiges Gebinde
01 während des Aushärtens des Klebstoffs in Transportrichtung F zu transportieren.
[0144] Die Zusammenführungsmittel 170 können beispielsweise mindestens eine Anpresseinheit
171 umfassen, welche die zuvor mit Klebepunkten 20 versehenen Artikel 03 der zu einem
fertigen Gebinde 01 oder zu einem Zwischengebinde zusammenzuführenden Artikelstränge
30 oder eines zu einem fertigen Gebinde 01 zusammenzuführenden Zwischengebindes und
wenigstens eines weiteren Artikelstrangs 30 gegeneinander presst und zumindest bis
zum Aushärten des Klebstoffs gegeneinander hält.
[0145] Eine Anpresseinheit 171, kann beispielsweise umlaufende Klemmeinheiten 172 umfassen,
welche einzeln und unabhängig voneinander steuerbar sind und somit auch während des
Anpressens und Haltens an unterschiedlichen Positionen in Transportrichtung T gesehen
gefahren werden können.
[0146] Die Herstellungsmittel 150 können außerdem eine Applikationseinheit zum Applizieren
eines Tragegriffs 06 an das fertige Gebinde 01 aufweisen.
[0147] Eine mögliche Applikationseinheit zum Applizieren eines Tragegriffs 06 kann oberhalb
der Zusammenführungsmittel 170 beispielsweise mittig und gegebenenfalls in Transportrichtung
T mitbeweglich angeordnet sein. Der Tragegriff 06 wird insbesondere direkt auf die
Mantelfläche zweier im Gebinde 01 befindlichen Artikel 03 aufgeklebt.
[0148] Die Herstellungsmittel 150 können außerdem Ausrichtungsmittel umfassen, welche zumindest
die mit Klebepunkten 20 versehenen Artikel 03 entsprechend deren zur Herstellung von
durch Verklebungen 02 gebildeter unmittelbarer Verbindungen der Artikel 03 untereinander
im fertigen Gebinde 01 erforderlichen Orientierung ausrichten.
[0149] Die fertig hergestellten Gebinde 01 aus miteinander durch Verklebungen 02 unmittelbar
verbundenen Artikeln 03 werden wie in Fig. 6 und Fig. 7 dargestellt bevorzugt vermittels
einer beispielsweise als Bandförderer 121 ausgebildeten Transporteinrichtung 120 von
den Herstellungsmitteln 150 zu den Prüfmitteln 101 der Vorrichtung 100 transportiert.
[0150] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0151]
- 01
- Gebinde
- 02
- Verklebung
- 03
- Artikel
- 04
- Reihe
- 05
- Zeile
- 06
- Tragegriff
- 07
- Unterseite
- 08
- Oberseite
- 09
- Mittelpunkt
- 10
- Ursprung
- 11
- Behälter
- 20
- Klebepunkt
- 21
- obere Verklebung, von den Unterseiten 07 entfernt angeordnet
- 22
- untere Verklebung, von den Oberseiten 08 entfernt angeordnet
- 23
- mittlere Verklebung
- 30
- Artikelstrang
- 31
- Artikelstrom
- 100
- Vorrichtung
- 101
- Prüfmittel
- 110
- Krafteinwirkungsmittel
- 111
- Greifeinrichtung
- 112
- Greiftulpe
- 113
- Achse
- 114
- Achse
- 115
- Achse
- 118
- Greiferkopf
- 119
- Palettierer
- 120
- Transporteinrichtung
- 121
- Bandförderer
- 122
- Stapelplatz
- 130
- Überwachungsmittel
- 140
- Auswertungsmittel
- 141
- Weiche
- 144
- Ausscheidungsmittel
- 145
- Sammelstelle
- 146
- Abtransportband
- 150
- Herstellungsmittel
- 160
- Bereitstellungsmittel
- 161
- Abtrennungsmittel
- 162
- Anbringungsmittel
- 163
- Düse
- 170
- Zusammenführungsmittel
- 171
- Anpresseinheit
- 172
- Klemmeinheit
- F
- Einzelkraft
- Fx
- Einzelkraft in X-Richtung
- Fy
- Einzelkraft in Y-Richtung
- Fz
- Einzelkraft in Z-Richtung
- M
- Einzelmoment
- T
- Transportrichtung
- A
- Anzahl von Artikeln 03 in einem Gebinde 01
- R
- Anzahl der Reihen 04 in einem Gebinde 01
- Z
- Anzahl der Zeilen 05 in einem Gebinde 01
1. Verfahren zur Prüfung der Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) eines Gebindes
(01) aus in mindestens einer Reihe (04) und/oder mindestens einer Zeile (05) zu mindestens
zwei Artikeln (03) unmittelbar miteinander durch Verklebungen (02) verbundenen Artikeln
(03),
dadurch gekennzeichnet, dass
nach der Fertigstellung des Gebindes (01) die Verklebungen (02) zwischen Artikeln
(03) des Gebindes (01) geprüft werden, wobei die Verklebungen (02) zwischen mindestens
zwei, vorzugsweise allen Artikeln (03) des Gebindes (01) geprüft werden, indem mindestens
zwei, vorzugsweise alle Artikel (03) des Gebindes (01) und/oder zumindest die Artikel
(03) an der Peripherie des Gebindes (01) gleichzeitig und/oder kurz nacheinander einer
Krafteinwirkung von Prüfkräften aus Einzelkräften (F, Fx, Fy, Fz) und/oder einer Momenteneinwirkung
aus Einzelmomenten (M) ausgesetzt werden, wobei die Prüfkräfte mittels Prüfmittel
auf die einzelnen Artikel aufgebracht werden und sich die auf jeweils einen Artikel
(03) des Gebindes (01) einwirkenden Einzelkräfte (F, Fx, Fy, Fz) und/oder Einzelmomente
(M):
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise
in Betrag und/oder Richtung unterscheiden, wodurch sämtliche Verklebungen (02) zwischen
den Artikeln (03) zumindest eine Zugbelastung und/oder eine Scherbelastung erfahren
und/oder einer Momentenbeanspruchung ausgesetzt werden, wobei die Reaktionen der Artikel
(03) des Gebindes (01) auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung überwacht werden,
wobei die Prüfung nach der Fertigstellung des Gebindes (01) und vor dessen Aufstapeln
zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden (01) an einem Stapelplatz (122) erfolgt
und die Prüfmittel (101) direkt oder indirekt die Reaktionen der Artikel (03) des
Gebindes (01) auf die Kraft - und/oder Momenteneinwirkung überwachen und auswerten,
um festzustellen, ob alle Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) des Gebindes
(01) ordnungsgemäß hergestellt sind, oder ob eine oder mehrere Verklebungen (02) zwischen
den Artikeln (03) des Gebindes (01) mangelhaft sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei, wenn bei der Überwachung festgestellt wird, dass
sich alle Artikel (03) des Gebindes (01) gleich verhalten, auf ordnungsgemäß hergestellte
Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) des Gebindes (01) rückgeschlossen wird,
und wenn bei der Überwachung festgestellt wird, dass sich mindestens zwei Artikel
(03) des Gebindes (01) unterschiedlich verhalten, auf mindestens eine mangelhaft hergestellte
Verklebung (02) rückgeschlossen wird
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei:
- die insgesamt auf das Gebinde (01) einwirkenden Einzelkräfte (F, Fx, Fy, Fz) zumindest
Einzelkraftkomponenten aufweisen, welche die Artikel (03) des Gebindes (01) von einem
Ursprung (09, 10) aus gesehen auseinandertreiben, bzw. auseinanderziehen, so dass
die Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) zumindest eine Zugbelastungskomponente
erfahren, und/oder
- sich die auf im Gebinde (01) benachbarte Artikel (03) einwirkende Einzelkräfte (F,
Fx, Fy, Fz) zumindest paarweise in deren Betrag und/oder Richtung unterscheiden, so
dass ein erster Artikel (03) eine Einzelkraft (F, Fz) oder eine hieraus resultierende
Einzelkraftkomponente in einer ersten Richtung und ein zum ersten Artikel (03) benachbarter
zweiter Artikel (03) eine Einzelkraft (F, Fx, Fy, Fz) oder eine hieraus resultierende
Einzelkraftkomponente in einer der ersten Richtung entgegengesetzten Richtung erfährt,
welche Einzelkräfte (F, Fz) oder hieraus resultierende Einzelkraftkomponenten die
benachbarten Artikel (03) in entgegengesetzten Richtungen normal zu einer parallel
zu den Unterseiten (07) der Artikel (03) eines Gebindes (01) verlaufenden Ebene aus
dem Gebinde (01) herauszutreiben versuchen, wodurch die Verklebungen (02) zwischen
den benachbarten Artikeln (03) jeweils wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren,
und/oder
- sich die auf im Gebinde (01) benachbarte Artikel (03) einwirkende Einzelmomente
(M) in deren Betrag und/oder Richtung unterscheiden, so dass ein erster Artikel (03)
ein Einzelmoment (M) in einer ersten Richtung und ein zum ersten Artikel (03) benachbarter
zweiter Artikel (03) ein Einzelmoment (M) in einer der ersten Richtung entgegengesetzten
Richtung erfährt, so dass die Verklebungen (02) zwischen den benachbarten Artikeln
(03) jeweils wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei ein sich im Ursprung (09, 10) befindender Artikel
(03) einem Einzelmoment (M) ausgesetzt wird, welches durch die vektorielle Summe der
auf die verbleibenden Artikel (03) des Gebindes (01) einwirkende Einzelkräfte (F,
Fx, Fy, Fz) und/oder Einzelmomente (M) ausgeglichen wird, so dass zumindest die Verklebungen
(02) des im Ursprung (09, 10) befindenden Artikels (03) mit seinen im Gebinde (01)
benachbarten und durch Verklebungen (02) mit ihm unmittelbar verbundenen Artikeln
(03) wenigstens eine Scherbelastungskomponente erfahren, und/oder ein sich im Ursprung
(09, 10) befindlicher Artikel (03) einer Einzelkraft (F, Fz) ausgesetzt wird, welche
den im Ursprung (09, 10) befindlichen Artikel (03) normal zu einer parallel zu den
Unterseiten (07) der Artikel (03) eines Gebindes (01) verlaufenden Ebene aus dem Gebinde
(01) herauszutreiben versucht, welche Einzelkraft (F, Fz) durch die vektorielle Summe
der auf die verbleibenden Artikel des Gebindes (01) einwirkende Einzelkräfte (F, Fx,
Fy, Fz) ausgeglichen wird, so dass zumindest die Verklebungen (02) des im Ursprung
(09, 10) befindenden Artikels (03) mit seinen im Gebinde (01) benachbarten und durch
Verklebungen (02) mit ihm unmittelbar verbundenen Artikeln (03) wenigstens eine Scherbelastungskomponente
erfahren.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Prüfung mit dem bei ordnungsgemäß hergestellten
Verklebungen (02) zum Aufstapeln zu einem Stapel aus gleichartigen Gebinden (01) an
einem Stapelplatz (122) vorgesehenen Greifen des Gebindes (01) erfolgt, wobei das
Gebinde (01) gegriffen wird, indem alle Artikel (03) des Gebindes (01) im Bereich
deren Oberseiten (08, 11) gefasst werden, und zur Prüfung die Artikel (03) des Gebindes
(01) mit dem Fassen jeweils Einzelkräften (F, Fx, Fy, Fz) und/oder Einzelmomenten
(M) ausgesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei ein Gebinde (01), bei dem
zumindest eine Verklebung (02) zwischen seinen Artikeln (03) als mangelhaft identifiziert
wurde, von einem weiteren Umgang ausgeschlossen wird.
7. Vorrichtung (100) zur Prüfung der Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) eines
Gebindes (01) aus in mindestens einer Reihe (04) und/oder mindestens einer Zeile (05)
zu mindestens zwei Artikeln (03) unmittelbar miteinander durch Verklebungen (02) verbundenen
Artikeln (03), gekennzeichnet durch Prüfmittel (101), welche mindestens zwei, vorzugsweise alle Artikel (03) des Gebindes
(01) und/oder zumindest die Artikel (03) an der Peripherie des Gebindes (01) gleichzeitig
und/oder kurz nacheinander einer Krafteinwirkung von Prüfkräften aus Einzelkräften
(F, Fx, Fy, Fz) und/oder einer Momenteneinwirkung aus Einzelmomenten (M) aussetzen,
wobei die Prüfkräfte mittels des Prüfmittels auf die einzelnen Artikel aufgebracht
werden, wodurch sämtliche Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) zumindest eine
Zugbelastung und/oder eine Scherbelastung erfahren und/oder einer Momentenbeanspruchung
ausgesetzt werden, und die Prüfmittel (101) direkt oder indirekt die Reaktionen der
Artikel (03) des Gebindes (01) auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung überwachen
und auswerten, um festzustellen, ob alle Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03)
des Gebindes (01) ordnungsgemäß hergestellt sind, oder ob eine oder mehrere Verklebungen
(02) zwischen den Artikeln (03) des Gebindes (01) mangelhaft sind , wobei die Prüfung
nach der Fertigstellung des Gebindes (01) und vor dessen Aufstapeln zu einem Stapel
aus gleichartigen Gebinden (01) an einem Stapelplatz (122) erfolgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Prüfmittel (101) Krafteinwirkungsmittel (110)
umfassen, welche alle Artikel (03) eines Gebindes (01) einzeln fassen und einer Krafteinwirkung
aus gleichzeitig auf jeden Artikel (03) des Gebindes (01) einwirkenden Einzelkräften
(F, Fx, Fy, Fz) und/oder einer Momenteneinwirkung aus gleichzeitig auf jeden Artikel
(03) des Gebindes (01) einwirkenden Einzelmomenten (M) aussetzen, wobei sich die auf
jeweils einen Artikel (03) des Gebindes (01) einwirkenden Einzelkräfte (F, Fx, Fy,
Fz) und/oder Einzelmomente (M):
- alle oder
- gruppenweise oder
- paarweise in Betrag und/oder Richtung unterscheiden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Krafteinwirkungsmittel (110) eine Greifeinrichtung
(111) mit einer zumindest der Anzahl der Artikel (03) im Gebinde (01) entsprechenden
Zahl von Greiftulpen (112) umfassen, von denen jede einen Artikel (03) eines Gebindes
(01) aus durch Verklebungen (02) miteinander verbundenen Artikeln (03) zu fassen in
der Lage ist, und welche jeweils in mindestens einer Bewegungsrichtung zur Aufbringung
einer Prüfkraft relativ zueinander beweglich angetrieben angeordnet sind, bei welcher
mindestens einen Bewegungsrichtungen es sich um:
- zwei linear voneinander unabhängigen Richtungen innerhalb einer parallel zu den
Unterseiten (07) der Artikel (03) verlaufenden Ebene und/oder
- eine dritte linear unabhängige Richtung aus der Ebene heraus, und/oder
- wenigstens eine rotatorische Richtung um eine normal auf der Ebene aufstehende Hochachse
handelt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Greifeinrichtung (111) als ein zum Aufstapeln
von mit ordnungsgemäß hergestellten Verklebungen (02) ausgeführten, gleichartigen
Gebinden (01) zu einem Stapel an einem Stapelplatz (122) vorgesehener Greiferkopf
(118) mit einer Anzahl von unabhängig voneinander in jeweils mindestens einer zur
Prüfung der Verklebungen (02) zwischen den Artikeln (03) der Gebinde (01) vorgesehenen
Bewegungsrichtung beweglich angetrieben angeordneten Greiftulpen (118) ausgeführt
ist, die mindestens der Zahl der Artikel (03) des Gebindes (01) entspricht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7, 8, 9 oder 10, wobei die Prüfmittel (101) Überwachungsmittel
(130) umfassen, welche mindestens einer der Anzahl der Artikel (03) im zu prüfenden
Gebinde (01) entsprechende Zahl von Ausgangssignalen erzeugen, von denen jedes einer
durch eine Bewegung und/oder eine Positionsänderung gebildeten Reaktion eines Artikels
(03) des Gebindes (01) auf die Krafteinwirkung und/oder Momenteneinwirkung aus auf
den entsprechenden Artikel (03) einwirkenden Einzelkräften (F, Fx, Fy, Fz) und/oder
Einzelmomenten (M) proportional ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Überwachungsmittel (130) Sensoren oder Einrichtungen
umfassen, die durch Kontakt mit den Artikeln (03) oder berührungsfrei deren Reaktion
auf die Kraft- und/oder Momenteneinwirkung direkt oder indirekt erfassen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei die Prüfmittel (101) mit den
Überwachungsmitteln (130) verbundene Auswertungsmittel (140) umfassen, wobei die Auswertungsmittel
(140) die Ausgangssignale der Überwachungsmittel (130) empfangen und auswerten und
zumindest:
- ein erstes Prüfsignal erzeugen, welches ordnungsgemäß hergestellte Verklebungen
(02) zwischen den überwachten Artikeln (03) anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale
ergibt, dass sich alle Artikel (03) eines Gebindes (01) gleich verhalten, und
- ein zweites Prüfsignal erzeugen, welches mangelhaft hergestellte Verklebungen (02)
zwischen den überwachten Artikeln (03) anzeigt, wenn eine Auswertung der Ausgangssignale
ergibt, dass sich zumindest zwei Artikel (03) eines Gebindes (01) unterschiedlich
verhalten.
1. A method for testing the glued joints (02) between the articles (03) of a bundle (01)
from articles (03) connected immediately with each other by means of glued joints
(02) in at least one row (04) and/or in at least one line (05) of at least two articles
(03),
characterised in that the glued joints (02) between articles (03) of the bundle (01) are tested after the
completion of the bundle (01), wherein the glued joints (02) between at least two,
preferably between all articles (03) of the bundle (01) are tested by exposing at
least two, preferably all articles (03) of the bundle (01) and/or at least the articles
(03) at the periphery of the bundle (01) simultaneously and/or shortly after one another
to an application of force of testing forces from single forces (F, Fx, Fy, Fz) and/or
to a moment effect of single moments (M), wherein the testing forces are applied to
the individual articles by means of testing means and the single forces (F, Fx, Fy,
Fz) and/or single moments (M) impinging on respectively one article (03) of the bundle
(01):
- all or
- group-wise or
- pair-wise
differ in amount and/or direction, whereby all glued joints (02) between the articles
(03) undergo at least a tensile stress and/or a shear stress and/or are exposed to
a moment stress, wherein the reactions of the articles (03) of the bundle (01) to
the application of force and/or to the moment effect are monitored, wherein the test
is carried out after the completion of the bundle (01) and prior to the bundle (01)
being stacked at a stacking station (122) into a stack of uniform bundles (01),
and the testing means (101) directly or indirectly monitor and evaluate the reactions
of the articles (03) of the bundle (01) to the application of force and/or to the
moment effect
in order to assess whether all glued joints (02) between the articles (03) of the
bundle (01) have been properly produced or whether one or more glued joints (02) between
the articles (03) of the bundle (01) are faulty.
2. The method as recited in claim 1 wherein, on detecting by way of the monitoring that
all articles (03) of the bundle (01) react in the same manner, it is concluded that
the glued joints (02) between the articles (03) of the bundle (01) have been properly
produced, and, on detecting by way of the monitoring that at least two articles (03)
of the bundle (01) react differently, it is concluded that at least one glued joint
(02) has been faultily produced.
3. The method as recited in claim 1 or 2 wherein:
- the total of the single forces (F, Fx, Fy, Fz) impinging on the bundle (01) have
at least single force components, which, as seen from a source (09, 10), drive apart
or pull apart the articles (03) of the bundle (01) such that the glued joints (02)
between the articles (03) undergo at least a tensile stress component, and/or
- the single forces (F, Fx, Fy, Fz) impinging on adjacent articles (03) in the bundle
(03) at least pair wise differ in their amount and/or direction such that a first
article (03) undergoes a single force (F, Fz) or a single force component resulting
herefrom in a first direction and a second article (03) adjacent to the first article
(03) undergoes a single force (F, Fx, Fy, Fz) or a single force component resulting
herefrom in a direction opposite to the first direction, which single forces (F, Fz)
or single force components resulting herefrom attempt to drive the adjacent articles
(03) out of the bundle (01) in opposite directions normal to a plane running in parallel
to the undersides (07) of the articles (03) of a bundle (01), whereby the glued joints
(02) between the adjacent articles (03) respectively undergo at least a shear stress
component, and/or
- the single moments (M) impinging on adjacent articles (03) in the bundle (01) differ
in their amount and/or direction such that a first article (03) undergoes a single
moment (M) in a first direction and a second article (03) adjacent to the first article
(03) undergoes a single moment (M) in a direction opposite to the first direction
such that the glued joints (02) between the adjacent articles (03) respectively undergo
at least a shear stress component.
4. The method as recited in claim 3 wherein an article (03) located in the source (09,
10) is exposed to a single moment (M), which is compensated for by the vectorial sum
of the single forces (F, Fx, Fy, Fz) and/or single moments (M) impinging on the remaining
articles (03) of the bundle (01) such that at least the glued joints (02) of the article
(03) located in the source (09, 10) with the articles (03) adjacent to it in the bundle
(01) and immediately connected with it by means of glued joints (02) undergo at least
a shear stress component, and/or an article (3) located in the source (09, 10) is
exposed to a single force (F, Fz), which attempts to drive the article (03) located
in the source (09, 10) out of the bundle (01) normal to a plane running in parallel
to the undersides (07) of the articles (03) of a bundle (01), which single force (F,
Fz) is compensated for by the vectorial sum of the single forces (F, Fx, Fy, Fz) impinging
on the remaining articles (03) of the bundle (01) such that at least the glued joints
(02) of the article (03) located in the source (09, 10) with the articles (03) adjacent
to it in the bundle (01) and immediately connected with it by means of glued joints
(02) undergo at least a shear stress component.
5. The method as recited in claim 1 wherein the test is carried out with the gripping
of the bundle (01) provided for stacking the bundle (01) at a stacking station (122)
into a stack of uniform bundles (01) in the instance of properly produced glued joints
(02), wherein the bundle (01) is gripped by seizing all articles (03) of the bundle
(01) in the area of their top sides (08, 11), and, for the purpose of the test, the
articles (03) of the bundle (01) are respectively exposed to single forces (F, Fx,
Fy, Fz) and/or single moments (M) on being seized.
6. The method as recited in one of the previous claims wherein a bundle (01), in which
at least one glued joint (02) between its articles (03) has been identified as faulty,
is excluded from a further handling.
7. An apparatus (100) for testing the glued joints (02) between the articles (03) of
a bundle (01) from articles (03) connected immediately with each other by means of
glued joints (02) in at least one row (04) and/or in at least one line (05) of at
least two articles (03), characterised by testing means (101), which expose at least two, preferably all articles (03) of the
bundle (01) and/or at least the articles (03) at the periphery of the bundle (01)
simultaneously and/or shortly after one another to an application of force of testing
forces from single forces (F, Fx, Fy, Fz) and/or to a moment effect of single moments
(M), wherein the testing forces are applied to the individual articles by means of
the testing means, whereby all glued joints (02) between the articles (03) undergo
at least a tensile stress and/or a shear stress and/or are exposed to a moment stress,
and the testing means (101) directly or indirectly monitor and evaluate the reactions
of the articles (03) of the bundle (01) to the application of force and/or to the
moment effect in order to assess whether all glued joints (02) between the articles
(03) of the bundle (01) have been properly produced or whether one or more glued joints
(02) between the articles (03) of the bundle (01) are faulty, wherein the test is
carried out after the completion of the bundle (01) and prior to the bundle (01) being
stacked at a stacking station (122) into a stack of uniform bundles (01).
8. The apparatus as recited in claim 7 wherein the testing means (101) comprise force
application means (110), which seize all articles (03) of a bundle (01) individually
and expose them to an application of force of single forces (F, Fx, Fy, Fz) impinging
simultaneously on each article (03) of the bundle (01) and/or to a moment effect of
single moments (M) impinging simultaneously on each article (03) of the bundle (01),
wherein the single forces (F, Fx, Fy, Fz) and/or single moments (M) impinging on respectively
one article (03) of the bundle (01):
- all or
- group-wise or
- pair-wise
differ in amount and/or direction.
9. The apparatus as recited in claim 9 wherein the force application means (110) comprise
a gripping device (111) with tulip-shaped grippers (112) of a number corresponding
at least to the number of the articles (03) in the bundle (01), of which tulip-shaped
grippers (112) each is able to seize one article (03) from a bundle (01) of articles
(03) connected with each other by glued joints (02), and which tulip-shaped grippers
(112) are respectively arranged movably driven in relation to each other in at least
one direction of movement for applying a testing force, which at least one direction
of movement involves:
- two directions, which are linearly independent from each other, within a plane running
in parallel to the undersides (07) of the articles (03), and/or
- a third direction, which is linearly independent, out of the plane, and/or
- at least one rotatory direction about a vertical axis that stands normal upon the
plane.
10. The apparatus as recited in claim 9 wherein the gripping device (111) is constructed
as a gripper head (118) provided for stacking uniform bundles (01) made with properly
produced glued joints (02) into a stack at a stacking station (122), said gripper
head (118) having tulip-shaped grippers (118), which are respectively arranged movably
driven independently from each other in at least one direction of movement provided
for testing the glued joints (02) between the articles (03) of the bundle (01), the
number of which tulip-shaped grippers (118) corresponds at least to the number of
the articles (03) in the bundle (10).
11. The apparatus as recited in claim 7, 8, 9, or 10 wherein the testing means (101) comprise
monitoring means (130), which generate a number of output signals corresponding at
least to the number of articles (03) in the bundle (01) to be tested, of which output
signals each is proportional to a reaction, which is formed by a movement and/or position
change, of an article (03) of the bundle (01) to the application of force and/or to
the moment effect of the single forces (F, Fx, Fy, Fz) and/or of the single moments
(M) impinging on the corresponding article (03).
12. The apparatus as recited in claim 11 wherein the monitoring means (130) comprise sensors
or devices, which directly or indirectly, by contact with the articles (03) or contact-free,
detect the reaction of said articles (03) to the application of force and/or to the
moment effect.
13. The apparatus as recited in one of the claims 11 or 12 wherein the testing means (101)
comprise evaluation means (140), which are connected with the monitoring means (130),
wherein the evaluation means (140) receive and evaluate the output signals of the
monitoring means (130) and at least:
- produce a first test signal, which indicates properly produced glued joints (02)
between the monitored articles (03) if an evaluation of the output signals has the
result that all articles (03) of a bundle (01) react in the same manner, and
- produce a second test signal, which indicates faultily produced glued joints (02)
between the monitored articles (03) if an evaluation of the output signals has the
result that at least two articles (03) of a bundle (01) react differently.
1. Procédé de vérification des encollages (02) entre les articles (03) d'un colis (01)
composé d'articles (03) reliés directement les uns aux autres par encollages (02)
pour former au moins une rangée (04) et/ou au moins une ligne (05) à au moins deux
articles (03),
caractérisé en ce qu'une fois le colis (01) fini les encollages (02) entre les articles (03) du colis (01)
sont vérifiés, les encollages (02) entre au moins deux, de préférence entre tous les
articles (03) du colis (01), étant vérifiés en soumettant au moins deux, de préférence
tous les articles (03) du colis (01) et/ou au moins les articles (03) se trouvant
en périphérie du colis (01), en même temps et/ou rapidement l'un après l'autre à l'exercice
de forces de contrôle composées de forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) et/ou à l'exercice
d'un moment composé de moments ponctuels (M), les forces de contrôle étant appliquées
à l'aide de moyens de contrôle sur les différents articles et les forces ponctuelles
(F, Fx, Fy, Fz) et/ou moments ponctuels (M) exercés sur chacun des articles (03) du
colis (01) se distinguant :
- tous ou
- par groupe ou
- par paire
dans leur somme et/ou direction, ce faisant la totalité des encollages (02) entre
les articles (03) subit au moins un effort de traction et/ou une contrainte de cisaillement
et/ou est soumise à une sollicitation d'un moment, les réactions des articles (03)
du colis (01) à l'exercice de la force et/ou du moment étant surveillées, le contrôle
étant effectué une fois que le colis (01) est réalisé et avant qu'il ne soit empilé
sur un tas de colis (01) analogues à un emplacement d'empilement (122), et les moyens
de contrôle (101) surveillant et analysant directement ou indirectement les réactions
des articles (03) du colis (01) aux forces et/ou moments exercés pour constater si
tous les encollages (02) réalisés entre les articles (03) du colis (01) sont bien
corrects ou si un ou plusieurs encollages (02) réalisés entre les articles (03) du
colis (01) sont défectueux.
2. Procédé selon la revendication 1, étant conclu que les encollages (02) entre les articles
(03) du colis (01) ont été réalisés correctement, lorsqu'est constaté pendant la surveillance
que tous les articles (03) du colis (1) se comportent de la même manière, et lorsqu'est
constaté pendant la surveillance qu'au moins deux articles (03) du colis (01) se comportent
différemment l'un de l'autre, on en conclut qu'au moins un encollage (02) réalisé
est défectueux.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2:
- les forces individuelles (F, Fx, Fy, Fz) exercées sur le colis (01) présentant au
moins des composantes de force ponctuelles qui éloignent ou écartent les articles
(03) du colis (01) les uns des autres, vus d'un état d'origine (09, 10), de telle
sorte que les encollages (02) entre les articles (03) subissent au moins une composante
d'effort de traction, et/ou
- les forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) exercées sur les articles (03) voisins dans
le colis (01) se distinguant au moins par paire dans leur somme et/ou direction, de
telle sorte qu'un premier article (03) subit une force ponctuelle (F, Fz) ou une composante
de force ponctuelle en résultant dans une première direction, et un deuxième article
(03) voisin du premier article (03) une force ponctuelle (F, Fx, Fy, Fz) ou une composante
de force ponctuelle en résultant dans une direction opposée à la première direction,
lesquelles forces ponctuelles (F, Fz) ou composantes de forces ponctuelles en résultant
essaient de repousser les articles (03) voisins en dehors du colis (01) dans des directions
opposées, normalement sur un plan parallèle à l'envers (07) des articles (03) d'un
colis (01), faisant ainsi subir à chaque encollage (02) existant entre les articles
(03) voisins au moins une composante de contrainte de cisaillement, et/ou
- les moments ponctuels (M) exercés sur les articles (03) voisins dans le colis (01)
se distinguant dans leur somme et/ou direction, de telle sorte qu'un premier article
(03) subit un moment ponctuel (M) dans une première direction, et un deuxième article
(03) voisin du premier article (03) un moment ponctuel (M) dans une direction opposée
à la première direction, de telle sorte que chaque encollage (02) existant entre les
articles (03) voisins subit au moins une composante de contrainte de cisaillement.
4. Procédé selon la revendication 3, un article (03) qui se trouve dans l'état d'origine
(09, 10) étant soumis à un moment ponctuel (M), lequel est compensé par la somme vectorielle
des forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) et/ou moments ponctuels (M) exercés sur le
reste des articles (03) du colis (01), de telle sorte que ce sont au moins les encollages
(02) de l'article (03) se trouvant dans l'état d'origine (09, 10) avec ses articles
(03) voisins dans le colis (01) et qui sont directement reliés à lui par encollages
(02), qui subissent au moins une composante de contrainte de cisaillement, et/ou un
article (03) se trouvant en l'état d'origine (09, 10) est soumis à une force ponctuelle
(F, Fz) qui essaie de repousser l'article (03) se trouvant en l'état d'origine (09,
10), en dehors du colis (01) normalement sur un plan parallèle à l'envers (07) des
articles (03) d'un colis (01), ladite force ponctuelle (F, Fz) étant compensée par
la somme vectorielle des forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) exercées sur le reste
des articles du colis (01), de telle sorte qu'au moins les encollages (02) de l'article
(03) se trouvant dans l'état d'origine (09, 10) avec ses articles (03) voisins dans
le colis (01) et directement reliés à lui par encollages (02) subissent au moins une
composante de contrainte de cisaillement.
5. Procédé selon la revendication 1, la vérification s'effectuant, si les encollages
(02) réalisés sont corrects, en saisissant comme prévu le colis (01) pour l'empiler
sur un tas de colis (01) analogues à un emplacement d'empilement (122), le colis (01)
étant saisi en ce que tous les articles (03) du colis (01) sont pris au niveau de
leurs parties supérieures (08, 11), et à titre de contrôle les articles (03) du colis
(01) étant chacun soumis, par leur préhension, à des forces ponctuelles (F, Fx, Fy,
Fz) et/ou moments ponctuels (M).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, un colis (1) dont au
moins un des encollages (02) réalisés entre ses articles (03) a été identifié comme
défectueux, étant exclu de la suite des opérations.
7. Dispositif (100) de vérification des encollages (02) entre les articles (03) d'un
colis (01) composé d'articles (03) reliés directement les uns aux autres par encollages
(02) en au moins une rangée (04) et/ou au moins une ligne (05) d'au moins deux articles
(03), caractérisé par des moyens de contrôle (101), lesquels soumettent au moins deux, de préférence tous
les articles (03) d'un colis (01) et/ou au moins les articles (03) situés en périphérie
du colis (01), et ce au même moment et/ou rapidement l'un après l'autre, à l'exercice
de forces de contrôle composées de forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) et/ou à l'exercice
de moments ponctuels (M), les forces de contrôle étant appliquées sur les différents
articles par les moyens de contrôle, tous les encollages (02) existant entre les articles
(03) subissant au moins un effort de traction et/ou une contrainte de cisaillement
et/ou étant soumis à la sollicitation d'un moment, et les moyens de contrôle (101)
surveillant et analysant directement ou indirectement les réactions des articles (03)
du colis (01) aux forces et/ou moments exercés pour constater si tous les encollages
(02) réalisés entre les articles (03) du colis (01) sont bien corrects ou si un ou
plusieurs encollages (02) réalisés entre les articles (03) du colis (01) sont défectueux,
le contrôle étant effectué une fois que le colis (01) est réalisé et avant qu'il ne
soit empilé sur un tas de colis (01) analogues à un emplacement d'empilement (122).
8. Dispositif selon la revendication 7, les moyens de contrôle (101) comprenant des moyens
d'application de force (110) qui se saisissent de chaque article (03) d'un colis (01)
et les soumettent à l'application d'une force composée des forces ponctuelles (F,
Fx, Fy, Fz) exercées en même temps sur chaque article (03) du colis (01) et/ou à l'application
d'un moment composé des moments ponctuels (M) exercés en même temps sur chaque article
(03) du colis (01), les forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) et/ou les moments ponctuels
(M) exercés sur chacun des articles (03) du colis (01) se distinguant :
- tous ou
- par groupe ou
- par paire
dans leur somme et/ou leur direction.
9. Dispositif selon la revendication 8, les moyens d'exercice de force (110) comprenant
un dispositif de préhension (111) doté d'un nombre de tulipes de préhension (112)
correspondant au moins au nombre d'articles (03) dans le colis (01), chacune desdites
tulipes étant en mesure de saisir un article (03) d'un colis (01) composé d'articles
(03) reliés les uns aux autres par encollages (02) et étant agencée mobile les unes
par rapport aux autres, entraînée dans au moins une direction de déplacement pour
appliquer une force de contrôle, s'agissant en ce qui concerne au moins une des directions
de déplacement, de :
- deux directions linéaires indépendantes l'une de l'autre, au sein d'un plan parallèle
à l'envers (07) des articles (03) et/ou
- une troisième direction linéaire indépendante sortant du plan, et/ou
- au moins une direction rotative autour de l'axe vertical dressé normalement à la
verticale du plan.
10. Dispositif selon la revendication 9, le dispositif de préhension (111) étant réalisé
sous la forme d'une tête de préhension (118) dédiée à l'empilage en un tas, sur un
emplacement d'empilement (122), de colis (01) analogues réalisés par des encollages
(02) corrects, et doté d'un nombre de tulipes de préhension (118), agencées entraînées
mobiles et indépendantes les unes des autres dans respectivement au moins une direction
de déplacement prévue pour vérifier les encollages (02) entre les articles (03) du
colis (01), lequel nombre correspond au moins au nombre d'articles (03) du colis (01).
11. Dispositif selon la revendication 7, 8, 9 ou 10, les moyens de contrôle (101) comprenant
des moyens de surveillance (130) qui émettent au moins un nombre de signaux correspondant
au nombre d'articles (03) contenus dans le colis (01) à vérifier, chacun d'entr'eux
étant proportionnel à une réaction, sous la forme d'un mouvement et/ou d'un changement
de position, d'un article (03) du colis (01) provoquée par l'exercice d'une force
et/ou d'un moment composés des forces ponctuelles (F, Fx, Fy, Fz) et/ou moments ponctuels
(M) exercés sur les articles (03) correspondants.
12. Dispositif selon la revendication 11, les moyens de surveillance (130) comprenant
des capteurs ou dispositifs qui détectent directement ou indirectement, au contact
des articles (03) ou sans contact, leur réaction à la force ou au moment appliqué.
13. Dispositif selon l'une des revendications 11 ou 12, les moyens de contrôle (101) comprenant
des moyens d'analyse (140) reliés aux moyens de surveillance (130), les moyens d'analyse
(140) recevant et analysant les signaux émis par les moyens de surveillance (130)
et au moins:
- émettent un premier signal de contrôle affichant les encollages (02) réalisés correctement
entre les articles (03) surveillés s'il s'avère d'une analyse des signaux émis que
tous les articles (03) d'un colis (01) se comportent de la même manière, et
- émettent un deuxième signal de contrôle affichant les encollages (02) défectueux
réalisés entre les articles (03) surveillés s'il s'avère d'une analyse des signaux
émis qu'au moins deux articles (03) d'un colis (01) ne se comportent pas de la même
manière.