Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur pneumatischen Manipulation eines Betonbauteils
mit in dem Betonbauteil integrierter und im Querschnitt im Wesentlichen C-förmiger
Ankerschiene mit einem zur Außenseite des Betonbauteils weisendem Ankerschienenschlitz,
wobei in die Ankerschiene ein Füllstoff eingebracht wird, wobei zumindest ein pneumatisches
Hebeelement auf das Betonbauteil zumindest auf einen die Ankerschiene enthaltenden
Teilbereich gesetzt wird, so dass sich die Ankerschiene zumindest teilweise unter
dem pneumatischen Hebeelement befindet, wobei in dem durch das pneumatische
Hebeelement und das Betonbauteil gebildeten abgeschlossenen Volumen ein Unterdruck
erzeugt wird, wobei das Füllelement entweder über mindestens den Bereich der Ankerschiene
ausgeführt ist, der von dem Unterdruck betroffen ist oder, bei mit zusätzlichen Füllelementen
geschlossenen Querschnittsteilen, welche nach Einbringung des Füllelements weiterhin
offen sind, gezielt nur dort eingesetzt wird, wo eine Dichtung des pneumatischen Hebeelementes
ansetzt, wobei
durch Betätigung des pneumatischen Hebeelements mit daran angesaugtem Betonbauteil
das Betonbauteil angehoben und an einen Zielort und in eine Zielposition bewegt wird,
wobei der Unterdruck in dem abgeschlossenen Volumen soweit abgeschwächt wird, bis
dass das Betonbauteil und das pneumatische Hebeelement voneinander trennbar sind,
und wobei anschließend der Füllstoff aus der Ankerschiene zumindest teilweise entfernt
wird.
[0002] Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung Die pneumatische Hebetechnologie
ist in verschiedenen bereichen wohl bekannt, sei es in der automatischen Fertigung
im Rahmen der Robotik, zum Heben von Coils, aber auch für große und schwere Bauteile,
beispielsweise aus Beton. Dabei ist das Prinzip dadurch gekennzeichnet, dass auf ein
zu handhabendes Bauteil ein Saugnapf oder eine Saugglocke aufgesetzt wird und zwischem
dem Bauteil und dem Saugnapf bzw. der Saugglocke ein Unterdruck erzeugt wird. Je nach
Maß des Unterdrucks in Verbindung mit der Fläche des Bauteils, in welcher dieser Unterdruck
wirkt, entsteht eine Haltekraft zwischen Bauteil und Saugnapf bzw. Saugglocke, welche
die Gewichtskraft des Bauteils erreicht und überschreitet. Durch Bewegung des Saugnapfes
bzw. der Saugglocke kann das Bauteil dann manipuliert werden, i.e. an einen Zieort
und eine Zielposition verbracht werden. Solch ein Saugnapf bzw. Saugglocke wird folgend
als pneumatisches Hebeelement bezeichnet.
[0003] Ein solches pneumatisches Hebelelement ist typischerweise Teil einer Manipulationsvorrichtung
und an einem meist in allen drei Raumdimensionen, zumindest einer, bewegbaren Manipulatorarm
befestigt. Oftmals kann das pneumatische Hebeelement gegenüber dem Manipulatorarm
auch eine Rotationsbewegung ausführen. Weitere Teile einer solchen Manipulationsvorrichtung
umfassen Mittel zur Erzeugung eines Unterdrucks, typischerweise eine Vakuumpumpe,
und pneumatischen Leitungen, Rohre, Schläuche und dergleichen, durch welche Gas bzw.
Luft von dem Inneren des pneumatischen Hebeelements in Richtung der Saugeinlasses
der Mittel zur Erzeugung eines Unterdrucks gefördert wird, wodurch im durch das Bauteil
mit aufgesetztem pneumatischen Hebeelement gebildeten Volumen der gewünschte Unterdruck
erzeugt wird. Weiterhin umfasst eine solche Manipulationsvorrichtung typischerweise
mechanische, hydraulische und/oder pneumatische Mittel zur Bewegung des Armes in den
gewünschten Freiheitsgraden.
[0004] Ein grundsätzliches Problem besteht in der Dichtheit zwischen pneumatischem Hebeelement
und zu hebendem Bauteil, weil eine angeschlossene Unterdruckpunmpe eine Förderleistung
habe muss, welche ausreicht, um auch trotz Leckströme an Luft zwischen dem Bauteil
und dem aufgesetzten pneumatischen Hebeelement einen vorgegebenen Unterdruck in hinreichendem
Maß zu erzeugen. Dies ist insbesondere problematisch bei Betonbauteilen mit darin
integrierten Ankerschienen, weil ein pneumatisches Hebeelement kaum dergestalt ausbildbar
ist, jedenfalls unter vertretbarem technischen und wirtschaftlichem Aufwand, dass
seine Abdichtung zum Bauteil hin auch bis in den Grund und in den Hinterschnitt eines
Ankerschienenschlitzes reicht. Die Längsrichtung des Ankerschienenschlitzes kann somit
einen Luftkanal zwischen dem von dem Hebeelement und dem Bauteil gebildeten Volumen
und der Außenatmosphäre bilden mit der Folge kaum beherrschbarer großer Leckströme.
[0005] Aus der Praxis ist ein Verfahren bekannt, wobei Füllstoffe in die Ankerschiene bzw.
den Ankerschienenschlitz eingearbeitet werden, beispielsweise Hartschäume oder Gips.
Dieser Füllstoff
muss dann später mühsam wieder aus dem Ankerschienenschlitz entfernt bzw. heraus gekratzt
werden. Zudem ist die Unterdruckstabiltät beispielsweise von solchen Schäumen problematisch.
Schließlich ist deren Einbringung umständlich und zeitaufwändig, nicht zuletzt aufgrund
der notwendigen Aushärtezeit.
[0007] DE 43 27 663 A1 offenbart weiter ein Verfahren zur pneumatischen Mainpulation eines Betonbauteils
und wird als nächstliegender Stand der Technik zum Anspruch 1 angesehen.
Technisches Problem der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt daher das technische Problem zugrunde, ein Verfahren zur pneumatischen
Manipulation eines Betonbauteils mit integrierter Ankerschiene anzugeben, welches
einfach, kostengünstig und zuverlässig ausführbar ist.
Grundzüge der Erfindung und bevorzugte Ausführungsformen
[0009] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung ein Verfahren nach Anspruch
1.
[0010] Eine C-förmige Ankerschiene im Sinne der Erfindung umfasst verschiedene Detailformen
mit im Querschnitt betrachtet geraden Teilbereichen oder auch gekrümmt verlaufenden
Teilbereichen, beispielsweise insgesamt in Elipsenform. In jedem Fall weist die Ankerschiene
einen in Längsrichtung verlaufenden Ankerschienenschlitz auf, dessen Schlitzweite
B (s. beispielsweise Figur 3) kleiner als die Innenraumbreite U ist. Dadurch sind
die beiden Enden des "C" einander zugewandt und es lassen sich Bauteile mit einer
Länge von mehr als die Schlitzweite B in den Ankerschienenschlitz einführen und um
90° drehen, wodurch ein solches Bauteil dann mit seinen Längsenden die im Querschnitt
der Ankerschiene ersichtlichen nach innen weisenden Enden des "C" hintergreift. Diese
typische Ausbildung von Ankerschienen wird im Rahmen der Erfindung genutzt.
[0011] Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann das Füllelement bereits vor der Betonage des
Betonbauteils in die Ankerschiene eingesetzt werden und ersetzt dann (zusätzlich)
ganz oder teilweise eine Füllung des Standes der Technik, die das Eindringen von Frischbeton
in den Ankerschienenschlitz verhindert.
[0012] Das Füllelement in der Anwendung der Erfindung dichtet den Ankerschienenschlitz ab,
so dass hierüber kein Luftstrom (insbesondere in Richtung der Querschnittsebene des
Ankerschienenschlitzes, aber ggf. in Längsrichtung der Ankerschiene) möglich ist.
Um einen Luftstrom durch den Querschnitt der Ankerschiene (also in deren Längsrichtung)
zu verhindern, wird das Füllelement entweder über mindestens den Bereich der Ankerschiene
ausgeführt, der von einem Unterdruck betroffen sein wird oder gezielt nur dort eingesetzt,
wo die Dichtung des pneumatischen Hebeelements ansetzt. Bei letzterer Variante müssen
die Querschnittsteile, die nach Einbringen des eigentlichen Füllelements weiterhin
offen sind, mittels zusätzlicher Füllelemente o. ä. geschlossen werden. Das Füllelement
kann auch bereits vor der Betonage des Bauteils eingesetzt werden und ersetzt dann
ganz oder teilweise die Füllung, die das Eindringen von Frischbeton in den Ankerschienenschlitz
verhindert.
[0013] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass sich aufgrund der Ausbildung des Füllelements
und dessen gummielastischen Eigenschaften ein Ankerschienenschlitz in einer Ebene
der Oberfläche des Betonbauteiles abdichten läßt. Dadurch kann ein pneumatisches Hebeelement
an beliebiger Stelle des Betonbauteils aufgesetzt werden, ohne dass störende Leckströme
durch den Ankerschienenschlitz bzw. den darunter liegenden Kanal den erzeugten Unterdruck
nennenswert mindern können. Andererseits ist ein solches Füllelement aufgrund seiner
gummielastischen Eigenschaften nach der Manipulation des Betonbauteils auch leicht
durch Herausziehen von einem oder von beiden Enden her wieder entfernbar. Insgesamt
werden eine erhöhte Sicherheit, Zuverlässigkeit in Verbindung mit arbeitschritt- und
kostenmäßigen Erleichterungen erreicht.
[0014] Bevorzugt ist es, wenn der gummielastische Werkstoff eine Härte von Shore A im Bereich
von 4 bis 80, insbesondere 8 bis 50, aufweist. Der gummielastische Werkstoff hat vorzugsweise
eine Reißfestigkeit von zumindest 1 N/mm
2, insbesondere zumindest 5 N/mm
2.
[0015] Grundsätzlich sind beliebige handelsübliche gummielastische Werkstoffe einsetzbar,
wie beispielsweise thermoplastische Elastomere. Hierzu zählen beispielsweise Elastomere
auf Olefinbasis (wie PP/EPDM, beispielsweise Santoprene, Sarlink, Forprene), auf Urethanbasis
(wie Desmopan, Texin, Utechllan), auf Polyesterbasis bzw-Copolyester (wie Hytrel,
Riteflex), Styrol-Blockcopolymere (wie SBS, SEBS, SEEPS, MBS, beispielsweise Styroflex,
Septon Thermolast, oder auf Copolyamidbasis (wie PEBAX). Besonders bevorzugt ist es
jedoch, wenn der Gummiwerkstoff ein Silikongummi bzw. Silikonkautschuk ist. Des Weiteren
ist es möglich, dass das Füllelement als Verbundwerksoff bzw. Hybridwerkstoff ausgebildet
ist. Hierzu können insbesondere Gewebe- oder Fasereinlagen beispielsweise aus organischen
Polymerwerkstoffen oder Metall bzw. Stahl vorgesehen sein, beispielsweise in einem
Teilbereich (bezogen auf die Längserstreckung) oder die gesamte Länge des Füllelementes
durchspannend. Solche Einlagen können auch an den Enden oder zwischen den Enden eines
Füllelementes aus diesem heraus ragen, insbesondere auch aus dem Ankerschienenschlitz
heraus (bei in dem Ankerschienenschlitz eingebautem Füllelement). Dann bietet eine
solche Einlage eine Handhabe, um das Füllelement wieder aus dem Ankerschienenschlitz
herauszuziehen. Zu dem gleichen Zweck kann vor dem Einführen des Füllelements in den
Ankerschienenschlitz auch ein Ausreissband in den Ankerschienenschlitz, insbesondere
dessen Grund, eingelegt und ggf. dort (leicht lösbar) befestigt werden.
[0016] Ein Füllelement kann massiv (im Wesentlichen) aus dem gummielastischen Werkstoff
gebildet sein, oder auch Hohlräume, Kammern und dergleichen enthalten, ggf. auch als
Ballondichtung ausgebildet. Ebenso kann die Oberfläche Schlitze oder Lamellen aufweisen.
Solche Maßnahmen können die Kompressibilität des Füllelementes und so dessen Montierbarkeit
in einer Ankerschiene ebenso verbessern, wie den späteren Ausbau des Füllelementes
aus der Ankerschiene.
[0017] Im Rahmen der Erfindung kann es sich als zweckmäßig erweisen, wenn Montagehilfen
eingesetzt werden. Denn das Füllelement muss gleichsam in eine Ankerschiene "eingequetscht"
werden, insbesondere müssen die Rastelemente in den Ankerschienenschlitz hinein gedrückt
werden. Insbesondere bei Verwendung eher harter Gummiwerkstoffe erleichtern Montagehilfen
das Einsetzen des Füllelements in eine Ankerschiene. Als Montagehilfen kommen beispielsweise
im Querschnitt (der Ankerschiene bzw. des Füllelementes betrachtet) trichterförmig
ausgebildete Einführtrichter oder Kompressionselemente, welche ein Füllelement in
der Querschnittsebene zumindest in Richtung der beiden einander gegenüberliegenden
C-Schenkel der Ankerschiene komprimieren, in Frage. Solche Montagehilfen können ggf.
in Längsrichtung der Ankerschiene wieder entfernt werden. Als einfachste Montagehilfe
kommen natürlich geeignete Schmiermittel in Frage, wie beispielsweise Seifenlösung,
Öl oder Fett, insbesondere niedrigviskose Silikonfette oder Silikonöle, in Frage,
welche (vorzugsweise unmittelbar) vor dem Eindrücken auf die Ankerschiene im Bereich
des Ankerschienenschlitzes und/oder auf das Füllelement aufgetragen werden.
[0018] Die Form des Füllelements, im Querschnitt der aufzurastenden Ankerschiene betrachtet,
umfasst typischerweise ein Sockelteil, zwei einander gegenüberliegende Rastelemente,
welche den Ankerschienenschlitz hintergreifen, und, optional, ein Stützteil, welches
sich bei aufgerasteter Ankerschiene gegen den Grund des Ankerschienenschlitzes abstützt.
Ein solches Füllelement kann, in Längsrichtung der Ankerschiene betrachtet, eine Länge
aufweisen, welche der Länge der Ankerschiene entspricht. Dies ist insbesondere deshalb
vorteilhaft, weil das Füllelement dann nur den Bereich der Öffnung des Ankerschienenschlitzes
gegenüber dem Füllelement abzudichten braucht, nicht jedoch den gesamten Raum des
Ankerschienenschlitzes ausfüllen muss. Es ist aber auch möglich, dass das Füllelement
eine Länge aufweist, welche (nur) zumindest den Teilbereich des Betonbauteils durchspannt,
auf welchen das pneumatische Hebeelement aufgesetzt wird. Wenn ein solches gegenüber
der Ankerschiene verkürztes Füllement nicht über seine gesamte Länge den Ankerschienenschlitz
ausfüllt, so empfiehlt es sich, wenn zumindest an den beiden Enden weitere, den Ankerschienenschlitz
vollständig ausfüllende Dichtelemente, beispielsweise aus einem gummielalstischen
Werkstoff, angeordnet und mit dem Füllelement verbunden oder ein Teil hiervon sind.
[0019] Für die Erfindung einsetzbar ist ein Füllelement mit einem Sockelteil, mit zwei einander
gegenüberliegenden Rastelementen und mit einem Stützteil, wobei die Höhe des Sockelteils
der Schlitztiefe eines Ankerschienenschlitzes einer zugeordneten Ankerschiene entspricht,
wobei die Rastelemente zum Hintergreifen des Ankerschienenschlitzes ausgebildet sind
und wobei das Stützteil zum Anliegen an den Grund des Ankerschienenschlitzes bei aufgerasteter
Ankerschiene ausgebildet ist. Das Stützteil ist vorteilhafterweise im Querschnitt
durch die Rastelemente betrachtet dreieckig oder trapezförmig, in Richtung von dem
Sockelteil weg sich verjüngend, ausgebildet. Hierdurch läßt sich das Füllement unschwer
in den Ankerschieneschlitz einführen und darin einrasten.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein mittels eines pneumatischen Hebeelementes angesaugtes Betonbauteil, im Querschnitt
durch eine Ankerschiene betrachtet,
- Figur 2:
- den Gegenstand der Figur 1, im Schnitt der Ebene A-A betrachtet.
[0021] In der Figur 1 erkennt man ein Betonbauteil 1 mit in dem Betonbauteil 1 integrierter
und im Querschnitt im Wesentlichen C-förmiger Ankerschiene 2 mit einem zur Außenseite
des Betonbauteils 1 weisendem Ankerschienenschlitz 3. In die Ankerschiene 2 ist ein
vorzugsweise geschlossenes Füllement 5 aus einem gummielastischen Werkstoff mit, im
Querschnitt der Ankerschiene 2 betrachtet, einander gegenüberliegenden Rastelementen
6, welche die Ankerschiene 2 im Bereich des Ankerschienenschlitzes 3 hintergreifen,
eingerastet. Ein pneumatisches Hebeelement 4, hier nur teilweise ersichtlich, ist
auf das Betonbauteil in einem die Ankerschiene enthaltenden Teilbereich aufgesetzt.
In dem durch das pneumatische Hebeelement 4 und das Betonbauteil 1 gebildeten abgeschlossenen
Volumen ist ein Unterdruck erzeugt ("p<0").
[0022] In dem Status der Figur 1 läßt sich durch Betätigung des pneumatischen Hebeelements
4 mit daran angesaugtem Betonbauteil 1 das Betonbauteil 1 anheben und an einen Zielort
und in eine Zielposition bewegen. Ist dieser Bewegungsvorgang abgeschlossen, so wird
der Unterdruck in dem abgeschlossenen Volumen soweit abgeschwächt, bis das Betonbauteil
1 und das pneumatische Hebeelement 4 voneinander trennbar sind. Das Füllelement 5
kann dann aus der Ankerschiene 2 zumindest teilweise entfernt werden.
[0023] Der Figur 1 ist weiterhin zu entnehmen, dass das Füllelement 5 ein Sockelteil 7,
ein Stützteil 8 und zwei Rastelemente 6 umfasst. Das Füllelement 5 ist aus einem gummielastischen
Werkstoff, im Ausführungsbeispiel einem Silikongummi, gebildet. Die Härte dieses gummielastischen
Werkstoffes liegt typischerweise im Bereich von 4 bis 80 Shore A.
[0024] In der Figur 2 erkennt man, das Füllelement 5 (in der eingebauten Lage) eine Länge
aufweist, welche der Länge der Ankerschiene 2 entspricht. Hierdurch ist der Ankerschienenschlitz
3 vollständig zur Oberfläche des Betonbauteils 1 hin abgedichtet.
[0025] Wird das Füllelement nur abschnittsweise dort eingesetzt, wo die Dichtung des pneumatischen
Hebeelements ansetzt, müssen die Querschnittsteile, die nach Einbringen des eigentlichen
Füllelements weiterhin offen sind, mittels zusätzlicher Füllelemente o. ä. geschlossen
werden.
[0026] In der Betrachtung der Figur 1 wiederum wird ersichtlich, dass - in dieser Querschnittsdarstellung
- die Höhe des Sockelteils 7 bis zu den Rastelementen 6 der Schlitztiefe S des Ankerschienenschlitzes
3 entspricht. Die Gesamthöhe des Füllelements 5 entspricht der Gesamtschlitztiefe
T. Weiterhin ist zu entnehmen, dass - in dem dargestellten Querschnitt betrachtet
- das Stützteil 8 eine Trapezform aufweist, wobei die Breite des dem Sockelteil gegenüberliegenden
Endes des Stützteils kleiner als die Schlitzbreite B der Ankerschiene 2 ist.
1. Verfahren zur pneumatischen Manipulation eines Betonbauteils (1) mit in dem Betonbauteils
(1) integrierter und im Querschnitt im Wesentlichen C-förmiger Ankerschiene (2) mit
einem zur Außenseite des Betonbauteils (1) weisendem Ankerschienenschlitz (3),
wobei in die Ankerschiene (2) ein vorzugsweise geschlossenes Füllement (5) aus einem
gummielastischen Werkstoff mit, im Querschnitt der Ankerschiene (2) betrachtet, einander
gegenüberliegenden Rastelementen (6), welche die Ankerschiene (2) im Bereich des Ankerschienenschlitzes
(3) hintergreifen, eingerastet wird,
wobei zumindest ein pneumatisches Hebeelement (4) auf das Betonbauteil (1) zumindest
in einem die Ankerschiene (2) enthaltenden Teilbereich aufgesetzt wird, so dass sich
die Ankerschiene (2) zumindest teilweise unter dem pneumatischen Hebelelement (4)
befindet,
wobei in dem durch das pneumatische Hebeelement (4) und das Betonbauteil (1) gebildeten
abgeschlossenen Volumen ein Unterdruck erzeugt wird,
wobei das Füllelemente (5) entweder über mindestens den Bereich der Ankerschiene (2)
ausgeführt ist, der von dem Unterdruck betroffen ist, oder, bei mit zusätzlichen Füllelementen
geschlossenen Querschnittsteilen, welche nach Einbringen des Füllelements (5) weiterhin
offen sind, gezielt nur dort eingesetzt wird, wo eine Dichtung des pneumatischen Hebeelementes
(4) ansetzt,
wobei durch Betätigung des pneumatischen Hebeelements (4) mit daran angesaugtem Betonbauteil
(1) das Betonbauteil (1) angehoben und an einen Zielort und in eine Zielposition bewegt
wird,
wobei der Unterdruck in dem abgeschlossenen Volumen soweit abgeschwächt wird, bis
dass das Betonbauteils (1) und das pneumatische Hebeelement (4) voneinander trennbar
sind, und
wobei das Füllelement (5) optional aus der Ankerschiene (2) zumindest teilweise entfernt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der gummielastische Werkstoff ein Silikongummi ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der gummielastische Werkstoff eine Härte von
Shore A im Bereich von 4 bis 80, insbesondere 8 bis 50, aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der gummielastische Werkstoff eine
Reißfestigkeit von zumindest 1 N/mm2, insbesondere zumindest 5 N/mm2, aufweiset.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Füllelemente (5), im Querschnitt
der aufzurastenden Ankerschiene (2) betrachtet, ein Sockelteil (7), zwei einander
gegenüberliegende Rastelemente (6), welche den Ankerschienenschlitz (3) hintergreifen,
und optional ein Stützteil (8), welches sich bei aufgerasteter Ankerschiene (2) gegen
den Grund (9) des Ankerschienenschlitzes (3) abstützt, aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Füllelemente (5) eine Länge
aufweist, welche der Länge der Ankerschiene (2) entspricht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Füllelemente (5) eine Länge
aufweist, welche zumindest den Teilbereich des Betonbauteils (1) durchspannt, auf
welchen das pneumatische Hebeelement (4) aufgesetzt wird.
1. A process for pneumatic manipulation of a concrete member (1) having an anchor rail
(2) integrated in the concrete member (1) and being in cross-section substantially
C-shaped with an anchor rail slot (3) showing toward the outside of the concrete member
(1),
wherein in the anchor rail (2) a preferably closed filler element (5) made of a rubber-elastic
material having, as seen in the cross-section of the anchor rail (2), opposed latching
elements (6), which engage behind the anchor rail (2) in the area of the anchor rail
slot (3), is snapped-in,
wherein at least one pneumatic lifting element (4) is placed on the concrete member
(1) at least in a partial section comprising the anchor rail (2), such that the anchor
rail (2) is positioned at least partially under the pneumatic lifting element (4),
wherein in the closed volume formed by the pneumatic lifting element (4) and the concrete
member (1) an underpressure is created,
wherein the filler element (5) is provided either over at least the section of the
anchor rail (2) that is exposed to the underpressure, or, with cross-section portions
closed by additional filler elements, which after placement of the filler element
(5) are still open, is specifically employed only there, where a seal of the pneumatic
lifting element (4) is provided,
wherein by actuation of the pneumatic lifting element (4) with sucked-on concrete
member (1), the concrete member (1) is lifted and moved to a target site and into
a target position,
wherein the underpressure in the closed volume is reduced to such an extent that the
concrete member (1) and the pneumatic lifting element (4) can be separated from one
another, and
wherein optionally the filler element (5) is removed at least partially from the anchor
rail (2) .
2. The process according to claim 1, wherein the rubber-elastic material is a silicone
rubber.
3. The process according to claim 1 or 2, wherein the rubber-elastic material has a hardness
of Shore A in the range from 4 to 80, in particular 8 to 50.
4. The process according to one of claims 1 to 3, wherein the rubber-elastic material
has tear strength of at least 1 N/mm2, in particular at least 5 N/mm2.
5. The process according to one of claims 1 to 4, wherein the filler element (5), as
seen in the cross-section of the anchor rail (2) to be snapped-on, includes a base
part (7), two opposed latching elements (6), which engage behind the anchor rail slot
(3), and optionally a support part (8), which is supported on the bottom (9) of the
anchor rail slot (3), when the anchor rail (2) is snapped-on.
6. The process according to one of claims 1 to 5, wherein the filler element (5) has
a length, which corresponds to the length of the anchor rail (2).
7. The process according to one of claims 1 to 5, wherein the filler element (5) has
a length, which spans at least the partial section of the concrete member (1), onto
which the pneumatic lifting element (4) is fitted.
1. Procédé de manipulation pneumatique d'un élément en béton (1) ayant un rail d'ancrage
(2) intégré dans l'élément en béton (1) et une section transversale essentiellement
en C avec une fente (3) du rail d'ancrage tournée vers l'extérieur de l'élément en
béton (1),
dans lequel dans le rail d'ancrage (2) un élément de remplissage (5) de préférence
fermé en un matériau élastique du type du caoutchouc avec, vu en section transversale
du rail d'ancrage (2), des éléments d'encliquetage (6) opposés, qui viennent en prise
derrière le rail d'ancrage (2) dans la zone de la fente (3) du rail d'ancrage, est
encliqueté en place,
dans lequel au moins un élément de levage (4) pneumatique est mis en place sur l'élément
en béton (1) au moins dans une partie comportant le rail d'ancrage (2), de façon que
le rail d'ancrage (2) soit positionné au moins partiellement au-dessous de l'élément
de levage (4) pneumatique,
dans lequel dans le volume fermé réalisé par l'élément de levage (4) pneumatique et
l'élément en béton (1) une dépression est créée,
dans lequel l'élément de remplissage (5) est prévu sur au moins la section du rail
d'ancrage (2) qui est exposée à la dépression, ou bien, des parties de la section
transversale étant fermées par des éléments de remplissage additionnels, qui après
la mise en place de l'élément de remplissage (5) sont encore ouverts, est spécifiquement
utilisé seulement là, où un joint d'étanchéité de l'élément de levage (4) pneumatique
est prévu, dans lequel par actionnement de l'élément de levage (4) pneumatique avec
l'élément en béton (1) aspiré, l'élément en béton (1) est levé et déplacé à un site
cible et dans une position cible,
dans lequel la dépression dans le volume fermé est réduite de telle façon que l'élément
en béton (1) et l'élément de levage (4) pneumatique puissent être séparés l'un de
l'autre, et
dans lequel optionnellement l'élément de remplissage (5) est enlevé au moins partiellement
du rail d'ancrage (2).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel le matériau élastique du type du caoutchouc
est un caoutchouc de silicone.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le matériau élastique du type du
caoutchouc a une dureté shore A située entre 4 et 80, en particulier 8 et 50.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, dans lequel le matériau élastique du type
du caoutchouc a une résistance au déchirement d'au moins 1 N/mm2, en particulier d'au moins 5 N/mm2.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, dans lequel l'élément de remplissage (5),
vu en section transversale du rail d'ancrage (2) à être encliqueté, comporte une partie
de base (7), deux éléments d'encliquetage (6) opposés, qui viennent en prise derrière
la fente (3) du rail d'ancrage, et optionnellement une partie de support (8), qui
s'appuie sur le fond (9) de la fente (3) du rail d'ancrage, si le rail d'ancrage (2)
est encliqueté.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, dans lequel l'élément de remplissage (5)
a une longueur, qui correspond à la longueur du rail d'ancrage (2).
7. Procédé selon une des revendications 1 à 5, dans lequel l'élément de remplissage (5)
a une longueur, qui s'étend sur au moins la partie de l'élément en béton (1), sur
laquelle l'élément de levage (4) pneumatique est mis en place.