[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung enthaltend mit flüssigem Wasch-
oder Reinigungsmittel befüllte wasserlösliche Folienbeutel, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich der Wasch- und Reinigungsmittel ist eine Reihe von verschiedenen Darreichungsformen
entsprechender Produkte bekannt. Durchgesetzt haben sich vor allem frei dosierbare
flüssige, granulare und/oder pulverförmige Zubereitungen. Aus dem Bereich der frei
dosierbaren Zubereitung ist der Verbraucher gewöhnt, beim Öffnen der die Zubereitung
enthaltene Verpackung, den Duft der Zubereitung, die üblicherweise Duftstoffzusammensetzungen
enthält, wahrzunehmen.
[0003] Es existieren jedoch auch portionierte Darreichungsformen wie zum Beispiel Tabletten
oder Folienbeutel. Zum Beispiel, offenbart
EP 879 874 vorportionierte Beutel die mit Reinigungsmittel gefüllt sind. Mit Wasch- und Reinigungsmittel
befüllte Folienbeutel werden häufig mittels wasserlöslicher Folien gebildet, was für
den Verbraucher den Vorteil hat, dass er einen entsprechenden Beutel ohne ihn öffnen
zu müssen, z.B. in eine Waschmaschine dosieren kann. Bei dieser Darreichungsform besteht
jedoch regelmäßig das Problem, dass die Duftstoffe der in den Folienbeuteln bevorrateten
Zubereitungen die wasserlöslichen Folien nicht passieren, so dass der Konsument den
späteren Dufteindruck der gewaschenen Wäsche nicht unmittelbar an einem solchen Folienbeutel
feststellen kann. Zum Beispiel, offenbart
EP 1256 623 A1 einen Folienbeutel der mit Reinigungsmittel gefüllt ist und auch Duftstoffe umfasst.
Ferner kommt nachteilig hinzu, dass in den wasserlöslichen Folien und/oder in ihnen
bevorratete Wasch- und Reinigungsmittel Aminverbindungen enthalten sind, die die wasserlösliche
Folie passieren bzw. von ihr freigesetzt werden und zu einem sehr deutlich wahrnehmbaren
Schlechtgeruch führen. Dieser Schlechtgeruch wird insbesondere beim erstmaligen Öffnen
einer mit derartigen Folienbeuteln befüllten Verpackung wahrgenommen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Verpackung für wasserlösliche Folienbeutel
bereitzustellen, die die vorgenannten Nachteile vermeidet oder verringert.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Verpackung enthaltend
mit flüssigem Wasch- oder Reinigungsmittel befüllte wasserlösliche Folienbeutel vorgesehen
ist, wobei die wasserlöslichen Folienbeutel ganz oder teilweise aus PVA gebildet sind,
das Wasch- oder Reinigungsmittel eine Quelle von wenigstens einer Aminverbindung enthält,
innerhalb der Verpackung wenigstens eine Duftstoffemissionsquelle angeordnet ist,
welche Duftstoffe mit einem Siedepunkt von >70°C freisetzt, in der Verpackung zumindest
eine Ventilationsöffnung vorgesehen ist, welche dem Betrag nach ein Ventilationsöffnungsflächen-Siedepunktverhältnis
bezogen auf Aminverbindungen zwischen 0,8-50 mm
2/°C, bevorzugt zwischen 1-20 mm
2/°C, insbesondere bevorzugt zwischen 1,1-10 mm
2/°C aufweist.
[0006] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verpackung umfasst der wasserlösliche
Folienbeutel wenigstens eine Quelle von Dimethylamin. In diesem Zusammenhang ist es
besonders zu bevorzugen, dass in der Verpackung zumindest eine Ventilationsöffnung
vorgesehen ist, welche dem Betrag nach ein Ventilationsöffnungsflächen-Siedepunktverhältnis
bezogen auf Dimethylamin 1,1-10 mm
2/°C aufweist.
[0007] Bevorzugt ist es des Weiteren, dass die Verpackung ein Kunststoffbeutel ist. Es ist
jedoch auch möglich, die Verpackung als Kunststoffbox auszubilden.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausbildung der erfindungsgemäßen Verpackung ist/sind die
Ventilationsöffnung oder Ventilationsöffnungen in der Verpackung oberhalb der Füllhöhe
(H) der Folienbeutel angeordnet.
[0009] Ferner wird bevorzugt, dass zwischen einer und vier Ventilationsöffnungen in der
Verpackung vorgesehen ist bzw. sind.
[0010] Schließlich hat es sich als zu bevorzugen herausgestellt, dass die Duftstoffemissionsquelle
am Boden der Verpackung angeordnet ist.
Wasserlöslicher Folienbeutel
[0011] Ein wasserlöslicher Folienbeutel umfasst eine wasserlösliche Umhüllung. Die wasserlösliche
Umhüllung wird vorzugsweise durch ein wasserlösliches Folienmaterial gebildet.
[0012] Der Folienbeutel kann formstabil oder verformbar ausgebildet sein.
[0013] Der wasserlösliche Folienbeutel ist gemäß einer ersten bevorzugten Ausführung als
formstabiler Behälter, beispielsweise in Form einer Kapsel oder eines Containers ausgebildet.
[0014] Es ist grundsätzlich jedoch auch möglich und bevorzugt, den wasserlöslichen Folienbeutel
als einen nicht formstabilen Behälter, beispielsweise als Beutel auszuformen. Die
Form eines derartigen Folienbeutels kann den Gebrauchsgegebenheiten weitgehend angepasst
werden. Es kommen beispielsweise zu verschiedenen Formen (wie Schläuchen, Kissen,
Zylindern, Flaschen, Scheiben o.ä.) gearbeitete bzw. verarbeitete Kunststoff-Folien
oder -Platten und andere denkbare Formen in Frage. Erfindungsgemäß besonders bevorzugt
sind Folien, die beispielsweise zu Schläuchen, Kissen o. ä. verklebt und/oder versiegelt
werden können, nachdem sie mit Wasch- oder Reinigungsmittelzubereitung befüllt wurden.
[0015] Die wasserlösliche Verpackung kann eine oder mehrere Kammern zur Bevorratung eines
oder mehrerer Mittel aufweisen. Bevorzugt weist die wasserlösliche Verpackung, zwischen
2 und 5 Kammern auf.
[0016] Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung des Folienbeutels Polyvinylalkohol
oder ein Polyvinylalkoholcopolymer enthält. Wasserlösliche Umhüllungen, die Polyvinylalkohol
oder ein Polyvinylalkoholcopolymer enthalten, weisen eine gute Stabilität bei einer
ausreichend hohen Wasserlöslichkeit, insbesondere Kaltwasserlöslichkeit, auf.
[0017] Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise aus einem wasserlöslichen Folienmaterial
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polymeren oder Polymergemischen gebildet.
Die Umhüllung kann aus einer oder aus zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen
Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche Folienmaterial der ersten Lage
und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich oder unterschiedlich sein.
[0018] Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält.
[0019] Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren
bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen
Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1.000.000 gmol-1, vorzugsweise von 20.000
bis 500.000 gmol-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol-1 und insbesondere
von 40.000 bis 80.000 gmol-1 liegt.
[0020] Die Herstellung von Polyvinylalkohol geschieht üblicherweise durch Hydrolyse von
Polyvinylacetat, da der direkte Syntheseweg nicht möglich ist. Ähnliches gilt für
Polyvinylalkoholcopolymere, die aus entsprechend aus Polyvinylacetatcopolymeren hergestellt
werden. Bevorzugt ist, wenn wenigstens eine Lage der wasserlöslichen Umhüllung einen
Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis
90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0021] Einem zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetem Folienmaterial kann
zusätzlich ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Acrylsäure-haltige Polymere,
Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane, Polyester, Polyether
Polymilchsäure oder Mischungen der vorstehenden Polymere zugesetzt sein.
[0022] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren
als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist.
[0023] Ebenso bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine ethylenisch
ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt enthalten
solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylsäureester,
Methacrylsäureester oder Mischungen daraus.
[0024] Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den Umhüllungen der wasserlöslichen
Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der Firma MonoSol LLC beispielsweise
unter der Bezeichnung M8630, C8400 oder M8900 vertrieben werden. Andere geeignete
Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon® GA, Solublon® KC
oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien VF-HP von Kuraray.
[0025] Ein wasserlöslicher Beutel weist bevorzugt eine Länge zwischen 50-80 mm, eine Breite
zwischen 40-70 mm sowie eine Höhe zwischen 15-45 mm auf. Bevorzugt liegt das Füllvolumen
des Beutels zwischen 20-50 ml. Die Oberfläche eines wasserlöslichen Beutels beträgt
bevorzugt zwischen 5.000-10.000 mm2.
[0026] Ferner ist es bevorzugt, dass zwischen 10-100 wasserlösliche Beutel in einer Verpackungseinheit
(Beutel, Box) bevorratet sind.
[0027] Das Füllvolumen der Verpackung beträgt bevorzugt zwischen 1-10 Liter.
Wasch- und Reinigungsmittel zur Bevorratung im wasserlöslichen Beutel
[0028] Im wasserlöslichen Folienbeutel ist ein oder sind mehrere Wasch- und Reinigungsmittel
bevorratet. Diese Wasch- und Reinigungsmittel sind flüssig bis gelförmig.
[0029] Auch als Suspensionen oder Dispersionen sind bei vorliegenden Wasch- oder Reinigungsmittelzubereitungen
denkbar und von der Erfindung umfasst, die allein, mit anderen flüssigen waschaktiven
Zubereitungen kombiniert oder mit festen waschaktiven Zubereitungen kombiniert in
einer einzelnen Umfassung oder in einer Kombination mehrerer, gegebenenfalls miteinander
verbundener Umfassungen bereitgestellt werden können.
[0030] Das Mittel enthält Inhaltsstoffe, die die strukturelle Integrität der wasserlöslichen
Umhüllung nicht zerstören. Ist das eingesetzte Mittel ein flüssiges Wasch- oder Reinigungsmittel
kann es einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Tenside, Gerüststoffe, Bleichmittel,
Enzyme, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, nicht-wässrigen Lösungsmittel, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Haut-pflegende Wirkstoffe, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten
sowie UV-Absorber enthalten.
[0031] Die Wasch- oder Reinigungsmittel können Wasser enthalten, wobei der Gehalt an Wasser
weniger als 10 Gew.-% und mehr bevorzugt weniger als 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das gesamte flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel, beträgt.
Verpackung
[0032] Die erfindungsgemäße Verpackung umfasst einen verschließbaren Behälter, der zur Aufnahme
insbesondere einer Mehrzahl von wasserlöslichen Folienbeuteln ausgebildet ist.
[0033] Ein Behälter im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die dazu bestimmt ist,
eine Mehrzahl wasserlöslicher Folienbeutel derart zu umhüllen, dass sie versand-,
lager- und/oder verkaufsfähig sind.
[0034] Der Behälter weist üblicherweise einen Boden und eine Mantelfläche auf, durch die
ein Volumen zur Aufnahme der Folienbeutel geformt wird. Ferner weist der Behälter
regelmäßig eine Öffnung zur Entnahme der Folienbeutel aus dem Behälter auf, wobei
die Öffnung durch einen Verschluss, verschließbar ist.
[0035] Bevorzugt weist der Behälter zur Aufnahme der wasserlöslichen Folienbeutel eine möglichst
geringe Wasserdampfpermeabilität auf, um die in ihm bevorrateten wasserlöslichen Folienbeutel
vor ungewollter Wasserdampfexposition zu schützen.
[0036] Der Behälter ist gemäß einer ersten bevorzugten Ausführung als formstabiler Behälter,
beispielsweise in Form einer verschließbaren Box, Dose, Flasche oder Schachtel ausgebildet.
[0037] Es ist grundsätzlich auch möglich, den Behälter als einen nicht formstabilen Behälter,
beispielsweise als Beutel oder Tüte auszuformen. Insbesondere vorteilhaft ist es in
diesem Zusammenhang, den nicht formstabilen Behälter als einen Standbodenbeutel auszuführen.
[0038] Der Behälter ist bevorzugt aus einem Kunststoff gebildet. Es ist auch möglich, den
Behälter aus einem zellstoffhaltigen Material wie etwa Papier, Karton oder Pappe zu
bilden. Selbstverständlich kann der Behälter auch aus Mehrschichtmaterialen umfassend
Kunststoffe, zellstoffhaltige Materialen und/oder metallische Materialen hergestellt
sein. Hier bieten sich Verbundwerkstoffe bestehend aus einem zellstoffhaltigen Trägermaterial
an, welches mit Kunststoff- und/oder metallischen Folien kaschiert ist.
[0039] Bei Dosen kann es sich insbesondere um eine abgestreckte Dose, Aufreisdose, Eindrückdeckeldose,
eingezogene Dose, Falzdeckeldose, Falzdeckelfülllochdose, gefalzte Dose, gezogene
Dose, Kolbendose, Wickeldose, Reißbanddose, Sickendose, Stülpdeckeldose oder Stufenranddose
handeln.
[0040] Eine Flasche kann beispielsweise als Durchsichtflasche, Aleflasche, Bocksbeutel,
Kropfhalsflasche, Schlegelflasche, Steinieflasche, Stubbyflasche, Vichyflasche, Weithalsflasche,
sowie Megplatflasche, Quetschflasche, Tropfflasche, oder als Verpackungsflasche wie
etwas ein Flakon, ausgeführt sein.
[0041] Ein flexibler Behälter im Sinne dieser Anmeldung ist ein Packmittel, das bereits
unter geringer Belastung bei bestimmungsgemäßen Gebrauch seine Form wesentlich verändert.
Insbesondere ist das flexible Packmittel als Beutel ausgebildet.
[0042] Der Beutel kann beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Bodenbeutel, Blockbeutel,
Klotzbeutel, Blockbodenbeutel, Klotzbodenbeutel, Stehbodenbeutel, Bodenfaltenbeutel,
Kreuzbodenbeutel, Rundbodenbeutel, Standbeutel, Doppelbeutel, Fensterbeutel, Flachbeutel,
Klappenbeutel, Klapptaschenbeutel, konische Beutel, Schlauchbeutel, Seitenfaltenbeutel,
Faltenbeutel, Siegelrandbeutel, Dreirandsiegelbeutel, Zweinahtbeutel, Stülpklappenbeutel,
Tragebeutel und/oder Ventilbeutel.
Ventilationsöffnung
[0043] Erfindungsgemäß ist in der Verpackung zumindest eine Ventilationsöffnung vorgesehen,
welche dem Betrag nach ein Ventilationsöffnungsflächen-Siedepunktverhältnis bezogen
auf Aminverbindungen zwischen 0,8-50 mm
2/°C, bevorzugt zwischen 1-20 mm
2/°C, insbesondere bevorzugt zwischen 1,1-10 mm
2/°C aufweist.
[0044] Hierdurch wird erreicht, dass die unerwünschten Aminverbindungen durch die Ventilationsöffnungen
aus der Verpackung austreten können, während die erwünschten Duftstoffe in der Verpackung
verbleiben um beim erstmaligen Öffnen der Verpackung das vom Verbraucher erwünschte
Dufterlebnis zu bewirken.
[0045] Das Ventilationsöffnungsflächen-Siedepunktverhältnis ergibt sich aus der Summe der
Ventilationsöffnungsflächen in der ansonsten verschlossenen Verpackung, bezogen auf
den Siedepunkt einer oder einer Gruppe von Aminverbindungen.
[0046] Keine Ventilationsöffnungsflächen im Sinne dieser Anmeldung sind Öffnungen zur Entnahme
von Folienbeuteln aus der Verpackung. Ventilationsöffnungen sind folglich kleiner
als die in der Verpackung bevorrateten Folienbeutel, so dass die Folienbeutel nicht
durch eine Ventilationsöffnung entnehmbar sind.
[0047] Bei einer Gruppe von Aminverbindungen ergibt sich der zur Ermittlung des Ventilationsöffnungsflächen-Siedepunktverhältnis
heranzuziehende Siedepunkt aus der Aminverbindung, welche den geringsten Siedepunkt
aufweist und welche mit wenigstens 5 Gew.-% in der Gruppe der zugrunde liegenden Aminverbindungen
vorhanden ist.
[0048] Die Ventilationsöffnung kann beispielsweise durch Stanzen, Schlitzen oder aber auch
durch Schmelzen mittels einer heißen Nadel in die Verpackung eingebracht werden.
[0049] Bevorzugt sind die Ventilationsöffnung oder Ventilationsöffnungen in der Verpackung
oberhalb der Füllhöhe (H) der Folienbeutel angeordnet.
[0050] Es ist ferner bevorzugt, dass zwischen einer und vier Ventilationsöffnungen in der
Verpackung vorgesehen ist bzw. sind.
[0051] Auch ist es zu bevorzugen, dass die Ventilationsöffnung eine von den Folienbeuteln
abweichende Grundform aufweist.
Duftstoffemissionsquelle
[0052] Erfindungsgemäß ist wenigstens eine Duftstoffemissionsquelle in der Verpackung angeordnet.
Die Duftstoffemissionsquelle setzt Duftstoffe mit einem Siedepunkt von >70°C frei.
[0053] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Duftstoffemissionsquelle
frei im Behälter angeordnet, d.h. sie kann von einem Benutzer bei Bedarf dem Behälter
entnommen werden. Bevorzugt ist die Duftstoffemissionsquelle am Boden des Behälters
angeordnet.
[0054] Die Duftstoffemissionsquelle kann beispielsweise als eine beduftete Papier oder Kartonkarte
ausgebildet sein. Es ist auch denkbar, Duftstoffträger aus anderen geeigneten Materialen
zu fertigen, wie zum Beispiel Kunststoff oder Klebstoffmassen.
[0055] Die Erfindung wird anhand des folgenden Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- Fig. 1
- Verpackung mit Schüttung aus wasserlöslichen Folienbeuteln
[0056] Fig. 1 zeigt eine Verpackung 1, die im gezeigten Beispiel als Standbeutel ausgebildet
ist. Innerhalb der Verpackung 1 sind in einer losen Schüttung eine Mehrzahl von mit
flüssigem Wasch- oder Reinigungsmittel 2 befüllte Folienbeutel 3 bevorratet.
[0057] Die wasserlöslichen Folienbeutel 3 sind aus einer PVA-Folie gebildet, wobei der wasserlösliche
Folienbeutel 3 und/oder die Wasch- und Reinigungsmittelzubereitung 2 eine Quelle von
wenigstens einer Aminverbindung umfasst
[0058] Die Folienbeutel 3 weisen innerhalb der Verpackung die Schütthöhe H auf. Oberhalb
der Schütthöhe H ist eine Ventilationsöffnung 5 angeordnet.
Beispiel:
[0059] Standbodenbeutel (Füllvolumen 2 Liter) wurden mit je 16 wasserlöslichen Folienbeuteln
(gefüllt mit 35g), hergestellt mit wasserlöslicher Folie M8630, 76 µm, Fa Monosol
und wahlweise einer mit Parfümöl beladenen Duftkarte (40x40 mm, 1 mm Dicke) (mit 75
mg Persil Stardust CB2 11-11366) wurden bei unterschiedlichen Klimabedingungen, die
der nachfolgenden Tabelle entnehmbar sind, gelagert. Nach dem Öffnen wurde der Inhalt
des Beutels sofort durch ein Expertenpanel abgerochen und der Dufteindruck bewertet.
Als Gesamtbewertung kamen drei Bewertungsnoten in Frage:
nicht o.k. - akzeptabel - o.k..
[0060] Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
| Anzahl/Art Belüftungsöffnungen |
2 Wochen @RT |
2 Wochen @40°C |
| ohne Ventilationsöffnung, mit |
• starke Aminnote |
• starke Aminnote |
| Parfümkarte |
• starke Lösungsmittelnote |
• starke Lösungsmittelnote |
| |
• parfümiert |
• parfümiert |
| |
• nicht o.k. |
nicht o.k. |
| ohne Ventilationsöffnung, |
• starke Aminnote |
• starke Aminnote |
| ohne Parfümkarte |
• starke Lösungsmittelnote |
• starke Lösungsmittelnote |
| |
• nicht o.k. |
nicht o.k. |
| 1 x 3 mm Ø, |
• keine Aminnote |
• keine Aminnote |
| ohne Parfümkarte |
• leichte Lösungsmittelnote |
• leichte Lösungsmittelnote |
| |
• akzeptabel |
• akzeptabel |
| 2 x 3 mm Ø, |
• keine Aminnote |
• keine Aminnote |
| mit Parfümkarte |
• leichte Lösungsmittelnote |
• leichte Lösungsmittelnote |
| |
• parfümiert |
• parfümiert |
| |
• o.k. |
• o.k. |
| 4 x 3 mm Ø, |
• keine Aminnote |
• keine Aminnote |
| mit Parfümkarte |
• leichte Lösungsmittelnote |
• leichte Lösungsmittelnote |
| |
• parfümiert |
• parfümiert |
| |
• o.k. |
• o.k. |
| 2 x 5 mm Ø, |
• keine Aminnote |
• keine Aminnote |
| mit Parfümkarte |
• leichte Lösungsmittelnote |
• leichte Lösungsmittelnote |
| |
• parfümiert |
• parfümiert |
| |
• o.k. |
• o.k. |
| 4 x 5 mm Ø, |
• keine Aminnote |
• keine Aminnote |
| mit Parfümkarte |
• leichte Lösungsmittelnote |
• leichte Lösungsmittelnote |
| |
• parfümiert |
• parfümiert |
| |
• o.k. |
• o.k. |
[0061] Durch die Ventilationsöffnungen wird die Lösemittel- sowie die Aminnote sehr stark
reduziert, hingegen bleibt der durch die Duftkarte erzeugte Parfümgeruch erhalten.