[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlosseinrichtung für eine Tür, ein Fenster oder dergleichen.
Die Tür bzw. das Fenster weist einen mit einem ortsfest montierbaren Rahmen und einen
an dem Rahmen bewegbar gelagerten aktiven Flügel auf, der im Folgenden als "Flügel"
bezeichnet ist. Zusätzlich kann an dem ortsfest montierbaren Rahmen noch ein passiver
Flügel gelagert sein, d.h. die Tür kann auch als zweiflügelige Tür ausgebildet sein.
[0002] Die Erfindung geht von einem Stand der Technik aus, bei dem Schlosseinrichtungen
bereits bekannt sind, die die folgenden Merkmale a), b) und c) aufweisen:
Merkmal a): Die Schlosseinrichtung weist ein flügelseitig montierbares Lagergestell,
im Folgenden als "Schlosskasten" bezeichnet und eine darin oder daran gelagerte Schlossmechanik
auf.
Merkmal b): Die Schlossmechanik weist einen Fallenriegel auf, der in dem Schlosskasten
ein- und ausfahrbar in Ausfahrrichtung federbelastet bewegbar gelagert ist unter Ausbildung
einer eingefahrenen ersten Position (vorzugsweise 0 mm Ausfahrlänge), einer ausgefahrenen
zweiten Position (z.B. 13 mm Ausfahrlänge) und in einer noch weiter ausgefahrenen
dritten Position (z.B. 20 mm Ausfahrlänge.) Diese dritte weit ausgefahrene Position
ist die die Tür verriegelnde Position.
Merkmal c): Der Fallenriegel ist selbstverriegelnd ausgebildet. Hierfür ist der Fallenriegel
über eine Feder derart beaufschlagt, dass der Fallenriegel von der ausgefahrenen zweiten
Position (z.B. 13 mm Ausfahrlänge) in die weiter ausgefahrene dritte verriegelnde
Position (z.B. 20 mm Ausfahrlänge) ausgefahren wird, sobald eine Detektoreinrichtung
feststellt, dass der Flügel in Schließstellung steht. Solange der Flügel geöffnet
ist, wirkt auf den Fallenriegel eine Ausfahrbegrenzungseinrichtung ein, die das Ausfahren
des Fallenriegels auf die ausgefahrene zweite Position (z.B. 13 mm Ausfahrlänge) begrenzt.
Die Ausfahrbegrenzungseinrichtung wird ausgeschaltet, sobald die Detektoreinrichtung
feststellt, dass der Flügel in Schließstellung steht.
[0003] Schlosseinrichtungen, die mit diesen Merkmalen a), b) und c) ausgestaltet sind, sind
aus der Praxis, wie gesagt, bereits bekannt. Wesentlich ist, dass der Fallenriegel
gemäß Merkmal b) mehrere Positionen, vorzugsweise 3 Positionen einnehmen kann, d.h.
mindestens eine eingefahrene Position und eine ausgefahrene, die Tür verriegelnde
Position. Vorzugsweise handelt es sich um drei Positionen, nämlich eine eingefahrene
erste Position, eine normal ausgefahrene zweite Position und eine weiter ausgefahrene,
die Tür verriegelnde dritte Position. Wesentlich bei diesen bekannten Schlössern ist
auch, dass gemäß Merkmal c) der Fallenriegel selbstverriegelnd ist, d.h. wenn der
Flügel in Schließstellung ist, fährt der Fallenriegel automatisch in seine weit ausgefahrene
dritte Position. In dieser Position ist der Flügel in der Schließstellung und durch
den weit ausgefahrenen Fallenriegel verriegelt. Der weit ausgefahrene Fallenriegel
ist in dieser Position gegen ein Einschieben blockiert, d.h. verriegelt.
[0004] Derartige Schlosseinrichtungen mit Fallenriegel sind aus der Praxis bekannt. In der
DE 20 2011 011 842 U1 ist eine solche Schlosseinrichtung beschrieben. Bei der dort beschriebenen konkreten
Ausführung ist in dem Fallenriegel die Detektoreinrichtung integriert, und zwar als
ein Schwenkhebel, der auf der von der Einlaufschräge des Fallenriegels abgewandten
Seite gelagert ist. Wenn der Flügel in Schließlage gelangt, schlägt der zweiarmige
Hebel am ortsfesten Rahmen an und hebt damit die Ausfahrbegrenzung des Fallenriegels
auf, sodass der Fallenriegel federbelastet in seine weit ausgefahrene dritte Position
verfährt. Nachteil dieses Schlosses ist, dass eine Manipulation durch Einschieben
des Fallenriegels in der Schließstellung der Tür möglich ist.
[0005] Aus der
DE 196 52 601 C1 ist eine Schlosseinrichtung für eine zweiflügelige Tür mit einem schwenkbar gelagerten
aktiven Flügel (Gangflügel) und einem schwenkbar gelagerten passiven Flügel (Standflügel)
bekannt. Die Schlosseinrichtung weist an dem aktiven Flügel ein Schloss mit einer
herkömmlichen Schlossfalle mit Fallenschräge und einem herkömmlichen Riegel mit ebener
Stirnfläche ohne Fallenschräge auf. Das heißt, das Schloss weist eine herkömmliche
Schlossfalle und einen herkömmlichen Riegel und keine Fallenriegel auf. Die Schlossfalle
und der Riegel sind über eine Handhabe und einen Schließzylinder betätigbar. Am passiven
Flügel ist ein Gegenkasten mit entsprechenden Aufnahmen für die Schlossfalle und den
Riegel des aktiven Flügels vorgesehen. Im verriegelten Zustand der Schlosseinrichtung
greifen die Schlossfalle und der Riegel des aktiven Flügels in die entsprechenden
Aufnahmen des passiven Flügels ein. Der Riegel ist hierbei durch eine Blockiereinrichtung
gegen ein Rückschließen in den Schlosskasten gesperrt. Im Riegel ist ein Auslöseglied
beweglich gelagert, mit dem die Blockiereinrichtung wirklos geschaltet werden kann.
Die Schlosseinrichtung kann auch durch Betätigen einer Handhabe auf der passiven Seite
entriegelt werden. Hierzu ist im Gegenkasten des passiven Flügels eine Aushebeeinrichtung
vorgesehen. Beim Entriegeln über den passiven Flügel schiebt die Aushebeinrichtung
das Auslöseglied in den Riegel hinein, wodurch die Blockiereinrichtung wirklos geschaltet
ist. Im weiteren Verlauf der Entriegelung schiebt dann die Aushebeeinrichtung den
Riegel in den Schlosskasten des aktiven Flügels ein. Die Schlosseinrichtung ist dann
entriegelt. Die Schlosseinrichtung mit Falle und Riegel und zugeordnetem Passivflügelgegenkasten
mit Aushebeeinrichtung jeweils für Falle und Riegel erfordert einen komplexen Aufbau.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlosseinrichtung zu entwickeln,
die einfach aufgebaut und manipulationssicher ist und dabei auch in Türen in Flucht-
und Rettungswegen, z. B. als Panikschloss einsetzbar ist.
[0007] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1.
[0008] Der Gegenstand des Patentanspruchs 1 ist eine Schlosseinrichtung für eine Tür, ein
Fenster oder dergleichen mit einem ortsfest montierbaren Rahmen und mindestens einem
an dem Rahmen bewegbar gelagerten aktiven Flügel, im Folgenden als "Flügel" bezeichnet
und gegebenenfalls einem an dem Rahmen gelagerten passiven Flügel. Im letzteren Fall
handelt es sich also um eine zweiflügelige Tür mit einem aktiven Flügel, in oder an
der die Schlosseinrichtung montiert wird, und einem passiven Flügel, die eine Passivflügelschlosseinrichtung
aufweisen kann.
[0009] Die Schlosseinrichtung des Aktivflügels gemäß Patentanspruch 1 weist einen Schlosskasten
mit darin gelagerter Schlossmechanik mit Fallenriegel auf. Der Fallenriegel weist
eine Einlaufschräge auf. Er ist in dem Schlosskasten ein- und ausfahrbar in Ausfahrrichtung
federbelastet bewegbar gelagert. Er kann eine eingefahrene Position und eine ausgefahrene,
die Tür verriegelnde Position einnehmen und vorzugsweise zusätzlich eine zwischen
der eingefahrenen und der die Tür verriegelnden ausgefahrenen Position liegende Zwischenposition.
Die Schlossmechanik weist ferner eine Selbstverriegelungseinrichtung auf, mit der
der Fallenriegel zum Selbstverriegeln, d.h. zum selbsttätigen Ausfahren zusammenwirkt
und die von einer Detektoreinrichtung steuerbar ist. Die Detektoreinrichtung ist vorzugsweise
Teil der Schlossmechanik und im Schlosskasten aus- und einfahrbar gelagert. Sie kann
z.B. als an sich bekannte Hilfsfalle ausgebildet sein, die im Bereich der Schließlage
der Tür mit dem angrenzenden ortsfesten Rahmen oder dem Passivflügel zusammenwirkt,
um in der Schließstellung der Tür zu detektieren, dass der Türflügel in Schließlage
steht und/oder in der Offenstellung der Tür zu detektieren, dass der Türflügel nicht
in seiner Schließlage steht, sondern geöffnet ist.
[0010] Wesentlich ist, dass die Schlossmechanik eine Blockiereinrichtung aufweist, über
die der Fallenriegel in seiner ausgefahrenen, die Tür verriegelnden Position blockierbar
ist.
[0011] In diesem Zusammenhang ist wesentlich, dass in und/oder an dem Fallenriegel ein Auslöseglied
ein- und ausfahrbar gelagert ist, und dass das Auslöseglied mit der Blockiereinrichtung
derart zusammenwirkt, dass bei maximal ausgefahrener Position des Auslöseglieds und
maximal ausgefahrener Position des Riegels die Blockiereinrichtung wirksam geschaltet
ist und bei zumindest zum Teil eingefahrener Position des Auslöseglieds und weiterhin
maximal ausgefahrener Position des Riegels die Blockiereinrichtung wirklos geschaltet
ist.
[0012] Diese Lösung nach Patentanspruch 1 sieht somit vor, dass der Fallenriegel mit einer
Blockiereinrichtung zusammenwirkt, über die der Fallenriegel in seiner weit ausgefahrenen
Position, in der er die Tür verriegelt, gegen ein Einfahren blockierbar, d.h. verriegelbar
ist. Unter dem Begriff Blockiereinrichtung wird eine Verriegelungseinrichtung verstanden,
die den Fallenriegel in seiner ausgefahrenen Position gegen ein Einfahren verriegelt.
Diese Blockiereinrichtung wird vorzugsweise so geschaltet, dass sie den Fallenriegel
nur in seiner die Tür verriegelnden ausgefahrenen Position verriegelt. Wenn der Fallenriegel
bei offener Tür eine ausgefahrene Zwischenposition einnimmt, ist die Einrichtung ausgeschaltet,
d.h. auf nicht blockierend geschaltet. Die den Fallenriegel verriegelnde Blockiereinrichtung
ist über eine im oder am ortsfesten Rahmen oder in oder an einem angrenzenden Passivflügel
montierbare Einrichtung ausschaltbar, d.h. entriegelbar. Bei dieser Einrichtung zum
Ausschalten der Blockiereinrichtung und damit zum Entriegeln des Fallenriegels handelt
es sich um eine Einrichtung, wie sie für die Entriegelung von herkömmlichen Riegeln
als sog. Aushebeeinrichtung an sich bekannt ist. Bei dem Gegenstand des Patentanspruchs
1 ist sie einsetzbar, um den Fallenriegel zu entriegeln und einzufahren. Bei der vorliegenden
Erfindung nach Patentanspruch 1 weist der Fallenriegel ein Auslöseglied auf, welches
in oder an dem Fallenriegel ein- und ausfahrbar gelagert ist.
[0013] Das Auslöseglied kann auch als Entriegelungsglied bezeichnet werden. In seiner konstruktiven
Ausführung kann es vorzugsweise als zylindrischer Stift ausgebildet sein. Das Auslöseglied
ist mit seinem freien Ende aus dem Fallenriegel, d.h. aus dem Hauptkörper und dem
Kopf des Fallenriegels ausfahrbar, wenn der Fallenriegel in seiner weit ausgefahrenen
vorzugsweise dritten Position steht. In dieser Position ist dann das Auslöseglied
über die Blockiereinrichtung verriegelt. Zum Ausschalten der Blockiereinrichtung ist
das Auslöseglied durch die Ausschalteinrichtung, auch Aushebeeinrichtung genannt,
einfahrbar. Als Ausschalteinrichtung kann eine motorische Einrichtung, vorzugsweise
im ortsfesten Rahmen in entsprechender Weise wie ein herkömmlicher elektrischer Türöffner
montiert sein. Als motorische Einrichtung kann eine motorische Aushebeeinrichtung,
z.B. ein effeff-Mediator eingesetzt werden. Es kann aber auch eine manuell betätigbare
Ausschalteinrichtung vorgesehen sein, z. B. über eine Panikdruckstange betätigt. Dies
kann vorzugsweise dann vorgesehen sein, wenn der Flügel, der die Schlosseinrichtung
aufweist, an einen passiven Flügel angrenzt, d. h, wenn die Tür als zweiflügelige
Tür ausgebildet ist. Um herkömmliche Aushebeeinrichtungen einsetzen zu können, ist
bei bevorzugten Ausführgen der Erfindung vorgesehen, dass das Auslöseglied in seiner
maximal ausgefahrenen Position über die vordere Stirnfläche des Fallenriegels vorsteht.
[0014] Was die Anordnung des Auslöseglieds in oder an dem Fallenriegel betrifft, ist bei
bevorzugten Ausführungen vorgesehen, dass das Auslöseglied in oder an dem Fallenriegel
im Bereich der Einlaufschräge des Fallenriegels angeordnet ist.
[0015] Es kann vorgesehen sein, dass das Auslöseglied in einer in dem Fallenriegel ausgebildeten
Lageraufnahme bewegbar gelagert ist, wobei die Lageraufnahme eine in der Einlaufschräge
des Fallenriegels ausgebildete Austrittsöffnung für das Auslöseglied aufweist.
[0016] In bevorzugter Weiterbildung kann hierbei vorgesehen sein, dass das Auslöseglied
als stiftförmiger Körper ausgebildet ist und die Lageraufnahme als Linearführungseinrichtung
des stiftförmigen Körpers ausgebildet ist. Es ergeben sich damit konstruktiv besonders
einfache und besonders zuverlässig funktionierende Ausführungen.
[0017] Besonders vorteilhaft sind Ausführungen, bei denen das Auslöseglied als zylindrischer
Stift ausgebildet ist, der vorzugsweise den Fallenriegel über seine gesamte Längserstreckung
durchgreift.
[0018] Für das Einfahren des Auslöseglieds kann bei besonders bevorzugten Ausführungen vorgesehen
sein, dass das Auslöseglied unmittelbar oder mittelbar mit einem Kraftspeicher zusammenwirkt,
der das Auslöseglied in seine eingefahrene Stellung beaufschlagt. Der Kraftspeicher
kann als Feder ausgebildet sein, die sich mit ihrem einen Ende an dem Auslöseglied
und mit ihrem anderen Ende am Fallenriegel oder am Schlosskasten abstützt.
[0019] In bevorzugter Weiterbildung kann hierbei vorgesehen sein, dass das Auslöseglied
mit einem mit dem Kraftspeicher zusammenwirkenden Accelerator-Getriebe zusammenwirkt,
welches beim Einfahren des Fallenriegels das Auslöseglied unter Relativbewegung zum
Fallenriegel zwangsweise einfährt, wobei das Auslöseglied eine höhere Bewegungsgeschwindigkeit
als der Fallenriegel aufweist. Es kann vorgesehen sein, dass der Accelerator ein Acceleratorgetriebe
aufweist, welches dem Auslöseglied beim Einfahren eine Bewegungsgeschwindigkeit vermittelt,
die höher ist als die Bewegungsgeschwindigkeit des Fallenriegels beim Einfahren.
[0020] Es sind also Ausführungen möglich, bei denen das Auslöseglied in seiner eingefahrenen
Stellung durch einen Kraftspeicher unter Zwischenschaltung eines Accelerator-Getriebes
oder unmittelbar durch den Kraftspeicher in seine eingefahrene Stellung beaufschlagt
wird. Der Kraftspeicher kann vorzugsweise als Feder, insbesondere mechanische Federeinrichtung,
z. B. Schraubendruckfeder oder Schenkelfeder, ausgeführt sein. Ausführungen, bei denen
der Kraftspeicher unmittelbar auf das Auslöseglied einwirkt, um das Auslöseglied nach
Ausschaltung der Blockiereinrichtung einzufahren, können konstruktiv besonders einfach
ausgeführt sein. Wenn die Feder mit ihrem einen Ende auf dem Fallenriegel und mit
ihrem anderen Ende auf dem Auslöseglied abgestützt ist, ist gewährleistet, dass das
Einfahren des Auslöseglieds vorrangig, vorzugsweise schneller erfolgt, als das Einfahren
des Fallenriegels.
[0021] Es kann vorgesehen sein, dass der Kraftspeicher und/oder das Accelerator-Getriebe
bei eingeschalteter Blockiereinrichtung wirklos geschaltet ist.
[0022] Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass das Auslöseglied mit der Blockiereinrichtung
derart zusammenwirkt, dass bei einem Einfahren des Auslöseglieds aus seiner maximal
ausgefahrenen Position mit Erreichen einer vorbestimmten eingefahrenen Position die
Blockiereinrichtung zwangsweise wirklos geschaltet wird und dadurch der Kraftspeicher
oder das Accelerator-Getriebe in Einwirkung auf das Auslöseglied kommt.
[0023] Ausführungen mit Accelerator-Getriebe können bevorzugt so ausgebildet sein, dass
zwischen dem Auslöseglied und dem Fallenriegel eine Getriebeeinrichtung einwirkt,
die als Accelerator-Getriebe ausgebildet ist. Sie kann vorzugsweise eine Hebeleinrichtung
aufweisen, die unmittelbar oder mittelbar an dem Fallenriegel drehbar gelagert ist.
Die Hebeleinrichtung kann einen zweiarmigen Hebel aufweisen, dessen erster Hebelarm
mit dem Auslöseglied zusammenwirkt und dessen zweiter Hebelarm mit einer am Schlosskasten
gelagerten Steuereinrichtung zusammenwirkt. Die Steuereinrichtung kann eine mit dem
Schlosskasten feste Anschlageinrichtung aufweisen, vorzugsweise als Lippe ausgebildet
sein, die eine Steuerkurve aufweist, die mit dem zweiarmigen Hebel zusammenwirkt.
[0024] Die Steuereinrichtung kann auch eine in oder an dem Schlosskasten federbeaufschlagt
gelagerte Hebeleinrichtung aufweisen, die mit der an dem Fallenriegel gelagerten Hebeleinrichtung
zusammenwirkt. Die Steuereinrichtung kann einen in oder an dem Schlosskasten federbeaufschlagt
gelagerten Schieber aufweisen, der mit der an dem Fallenriegel gelagerten Hebeleinrichtung
zusammenwirkt.
[0025] Die Blockiereinrichtung ist vorgesehen, um den Fallenriegel in seiner ausgefahrenen
Position, in der er die Tür in der Schließlage verriegelt, gegen ein Einfahren zu
blockieren, d.h. dass der Fallenriegel in dieser ausgefahrenen Position verriegelt
ist. Eine besonders konstruktiv vorteilhafte Gestaltung ergibt sich, wenn vorgesehen
ist, dass die Blockiereinrichtung ein Blockierglied aufweist, welches im Schlosskasten
bewegbar gelagert ist und mit dem Fallenriegel beaufschlagt durch eine im Schlosskasten
abgestützte Feder derart zusammenwirkt, dass einem Rückschluss des ausgefahrenen Fallenriegels
entgegengewirkt wird.
[0026] Eine besonders günstige Gestaltung in Verbindung mit der Blockiereinrichtung ergibt
sich, wenn vorgesehen ist, dass die Blockiereinrichtung ein Blockierglied aufweist,
welches im Schlosskasten bewegbar gelagert ist und mit dem Auslöseglied beaufschlagt
durch eine im Schlosskasten abgestützte Feder derart zusammenwirkt, dass das Auslöseglied
in Ausfahrrichtung beaufschlagt wird.
[0027] Einfacher konstruktiver Aufbau und hohe Funktionssicherheit und Kompaktheit der Konstruktion
kann insbesondere erhalten werden, wenn vorgesehen ist, dass das Blockierglied der
Blockiereinrichtung als ein im Schlosskasten linear geführter Schieber ausgebildet
ist.
[0028] Besonders vorteilhaft sind Ausführungen, bei denen die mit dem Fallenriegel zusammenwirkende
Blockiereinrichtung in dem Schlosskasten abgestützt ist, und bei eingeschalteter Blockiereinrichtung
den Fallenriegel mit dem Schlosskasten verriegelt und bei ausgeschalteter Blockiereinrichtung
den Fallenriegel mit dem Schlosskasten nicht verriegelt.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass die Blockiereinrichtung mindestens ein Blockierelement
aufweist, welches in eine schlosskastenfeste Blockierelementaufnahme eingreift. Hierbei
kann der Fallenriegel mit mindestens einem Blockierelement zusammenwirken, wobei das
mindestens eine Blockierelement auf dem Fallenriegel abgestützt sein kann und die
Blockierelementaufnahme am Schlosskasten gestützt ist oder wobei das mindestens eine
Blockierelement an dem Schlosskasten und die Blockierelementaufnahme an dem Fallenriegel
ausgebildet ist.
[0030] In bevorzugter Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Fallenriegel mit dem
mindestens einen Blockierelement zusammenwirkt, wobei das mindestens eine Blockierelement
auf dem Fallenriegel abgestützt ist und die Blockierelementaufnahme am Schlosskasten
abgestützt ist oder wobei das mindestens eine Blockierelement an dem Schlosskasten
und die Blockierelementeaufnahme an dem Fallenriegel abgestützt ist.
[0031] Besonders bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass die Schlossmechanik einen mit einer
Nuss der Schlossmechanik zusammenwirkenden Nusshebel aufweist, der unmittelbar oder
mittelbar sowohl mit dem Blockierglied als auch mit dem Fallenriegel sowie mit dem
Auslöseglied zusammenwirkt.
[0032] In Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Nusshebel unmittelbar oder mittelbar
mit einem im Schlossgehäuse gelagerten Schließzylinder zusammenwirkt.
[0033] Bevorzugte Ausführungen sehen vor, dass der Nusshebel außerhalb der Nuss, aber der
Nuss benachbart gelagert ist.
[0034] Es kann vorgesehen sein, dass der Nusshebel mit einem freien Ende mit dem Blockierglied,
dem Fallenriegel und dem Auslöseglied zusammenwirkt.
[0035] Insbesondere kann auch vorgesehen sein, dass der Nusshebel als zweiarmiger Hebel
ausgebildet ist, der mit seinem ersten freien Ende mit dem Blockierglied, dem Fallenriegel
und dem Auslöseglied zusammenwirkt und mit seinem zweiten freien Ende unmittelbar
oder mittelbar unter Zwischenschaltung der Nuss und/oder eines Schiebers mit dem Schließzylinder
zusammenwirkt.
[0036] Was die Detektoreinrichtung betrifft, kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die
Detektoreinrichtung als eine in der Schließstellung des Flügels eine zwangsweise in
eine eingefahrene Position beaufschlagbare Hilfsfalle ausgebildet ist.
[0037] In besonderer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Detektoreinrichtung in
oder auf dem Fallenriegel gelagert ist, vorzugsweise als schwenkbar gelagerte Hebeleinrichtung.
[0038] Besondere Vorteile beim praktischen Einsatz ergeben sich mit Ausführungen, bei denen
vorgesehen ist, dass der Fallenriegel als ein für linke und rechte Flügel einsetzbarer
Wendefallenriegel ausgebildet ist.
[0039] In den Figuren sind konkrete Ausführungsbeispiele exemplarisch dargestellt. Die Figuren
zeigen:
- Figuren 1-5
- ein erstes Ausführungsbeispiel;
- Figuren 6 bis 10
- ein zweites Ausführungsbeispiel;
- Figuren 11 bis 18
- ein drittes Ausführungsbeispiel;
- Figuren 19 bis 24
- ein viertes Ausführungsbeispiel.
[0040] Bei allen vier Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils um eine Schlosseinrichtung
für eine Tür. Die Tür weist einen in einem ortsfesten Rahmen 100 schwenkbar gelagerten
aktiven Flügel 10 auf, der im Folgenden kurz als Flügel 10 bezeichnet ist. In dem
Flügel 10 ist flügelseitig ein Schloss 1 montiert. Das Schloss 1 weist einen Schlosskasten
1a auf, der in dem Flügel 10 verdeckt eingebaut ist, und zwar in eine in dem Flügel
10 ausgebildete Aufnahmetasche eingesteckt. In dem Schlosskasten 1a ist die Schlossmechanik
gelagert. Sie weist einen ein- und ausfahrbaren Fallenriegel 11 auf. Zur Betätigung
ist eine Nuss 17 zum Anschluss einer nicht näher dargestellten Handhabe vorgesehen.
Bei der Handhabe kann es sich um einen Drücker oder eine Druckstange handeln. Zusätzlich
ist ein Zylinderschloss 20 in dem Schlosskasten 1a vorgesehen, welches über einen
Schlüssel betätigbar ist. Zwischen der Nuss 17 und dem Fallenriegel 11 ist ein Schlossgetriebe
mit einem Hebel 18 in dem Schlosskasten gelagert. Das Zylinderschloss 20 ist mit dem
Hebel 18 über einen Schlossschieber 19 verbunden. Ferner ist eine aus dem Schlosskasten
ein- und ausfahrbare Hilfsfalle 12 vorgesehen. Sie ist unterhalb des Fallenriegels
11 angeordnet und mit diesem über ein nicht näher dargestelltes Getriebe verbunden.
[0041] Die Schlosseinrichtung ist als Panikschlosseinrichtung ausgebildet. Hierfür ist der
Fallenriegel 11 als selbstverriegelnder Fallenriegel ausgebildet, der drei Positionen
einnehmen kann, nämlich eine in dem Schlosskasten 1a eingefahrene erste Position,
eine ausgefahrene zweite Position und eine noch weiter ausgefahrene dritte Position.
Was die Ausfahrweiten des Fallenriegels betrifft, ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
vorgesehen, dass der Fallenriegel 11 in der ausgefahrenen zweiten Position um 13 mm
aus dem Schlosskasten ausgefahren und in der weiter ausgefahrenen dritten Position
um 20 mm aus dem Schlosskasten ausgefahren ist. In dieser weit ausgefahrenen dritten
Position ist der Fallenriegel 11 verriegelt, d.h. gegen ein Zurückschieben blockiert.
Die Verriegelung ist aufhebbar durch eine nicht dargestellte, rahmenseitig, - d.h.
an oder in einem ortsfesten Rahmen im Falle einer einflügeligen Tür und an oder in
einem Passivflügel im Falle einer zweiflügeligen Tür - angeordnete Ausschalteinrichtung.
Diese Ausschalteinrichtung kann als Entriegelungs- und Einfahreinrichtung ausgebildet
sein. Sie ist im Folgenden als Aushebeeinrichtung bezeichnet. Diese Aushebeeinrichtung
wirkt zunächst in einer ersten Phase auf den in dem Fallenriegel 11 gelagerten Auslösepin
15 einwirkt, und zwar auf das freie Ende des Auslösepins 15, um durch Einfahren des
Pins 15 die Verriegelung aufzuheben. Der Auslösepin 15 wird daher auch als Entriegelungspin
bezeichnet. Die Aushebeeinrichtung wirkt im Weiteren, wenn der Pin 15 weit genug eingefahren
und also der Fallenriegel entriegelt ist, auf den Fallenriegel 11 unmittelbar ein,
um den nach Aufhebung der Verriegelung freigegebenen Fallenriegel 11 einzufahren.
Diese Funktionalität ist bei allen vier in den Figuren dargestellten Beispielen vorhanden.
Die dargestellten Schlosseinrichtungen sind jeweils als sogenannte Panikschlösser
ausgebildet, d. h. für den Einsatz in Flucht- und Rettungswegtüren.
[0042] Bei den in den Figuren 1 bis 18 dargestellten drei Ausführungsbeispielen ist übereinstimmend
vorgesehen, dass das Auslöseglied 15 über eine Getriebeeinrichtung 16 in dem Fallenriegel
11 gelagert ist, wobei die Getriebeeinrichtung 16 so ausgeführt ist, dass beim Einfahren
das Fallenriegels 11 das Auslöseglied 15 unter Relativbewegung zum Fallenriegel 11
zwangsweise einfährt, wobei das Auslöseglied 15 und der Fallenriegel 11 bezüglich
des Schlosskastens 1a in die Einfahrrichtung bewegt werden. Wesentlich ist hierbei,
dass das Auslöseglied 15 eine höhere Bewegungsgeschwindigkeit als der Fallenriegel
11 aufweist, sodass das Auslöseglied 15 in die Einlaufschräge 11a des Fallenriegels
11 mit seinem freien Ende vollständig eingefahren ist, sobald der Fallenriegel seine
zweite ausgefahrene Position, die in Figur 2 dargestellt ist, erreicht hat.
[0043] Die in den Figuren 1 bis 18 dargestellten ersten drei Ausführungsbeispiele unterscheiden
sich in der konstruktiven Ausführung, insbesondere was das Getriebe 16 betrifft, welches
zwischen dem Auslösestift 15 und dem Fallenriegel 11 einwirkt, und was die Verriegelungseinrichtung
13 betrifft, über die der Fallenriegel 11 in der weit ausgefahrenen dritten Position
verriegelbar, d.h. blockierbar ist, wobei diese Blockierung durch Einfahren des Auslösepins
15 freigebbar ist.
Das erste Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 bis 5
[0044] In dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 5 ist die Getriebeeinrichtung
16, die zwischen dem Auslöseglied 15 und dem Fallenriegel 11 einwirkt, als zweiarmiger
Hebel 16a ausgebildet. Dieser zweiarmige Hebel 16a ist auf dem Fallenriegel 11, d.h.
auf dem Fallenriegelschwanz, drehbar gelagert und wirkt mit einer am Schlosskasten
1a festen Lippe 16p zusammen. Wesentlich hierbei ist, dass der zweiarmige Hebel 16a
mit seinem einen Ende mit dem Auslöseglied 15 verbunden ist (im dargestellten Fall
über eine Langlochverbindung 11v, s. Fig. 2 bis 4) und mit seinem anderen Hebelarm
mit der Lippe 16p zusammenwirkt. Beim Auslösen des Auslöseglieds 15 aus einer ausgefahrenen
Position in Figur 1 wird damit der zweiarmige Hebel 16a in Figur 1 entgegen dem Uhrzeigersinn
bewegt und die in den Figuren 1 bis 5 nicht näher dargestellte Verriegelungseinrichtung
ausgeschaltet, sodass der Fallenriegel über die Aushebeeinrichtung weiter eingefahren
werden kann. Hierbei wird durch den mit der Lippe 16p zusammenwirkenden zweiarmigen
Hebel 16a eine erhöhte Einfahrgeschwindigkeit des Auslöseglieds 15 relativ zu der
Einfahrgeschwindigkeit des Fallenriegels 11 erreicht, sodass das freie Ende des Auslöseglieds
15 in die Öffnung in der Einlaufschräge 11a des Fallenriegels 11 vollständig eingefahren
wird.
Das zweite Ausführungsbeispiel in den Figuren 6 bis 10
[0045] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel der Figuren 6 bis 10 ist im Unterschied zu dem
ersten Ausführungsbeispiel anstelle der schlossgehäusefesten Lippe 16p ein am Schlossgehäuse
federnd gelagerter Schieber 16c vorgesehen. Dieser Schieber 16c weist eine Führungsaufnahme
auf, in die das freie Ende des zweiarmigen Hebels 16a eingreift. Über die den Schieber
16c beaufschlagende Feder wird das Auslöseglied 15 in die in Figur 6 dargestellte
ausgefahrene Position beaufschlagt. Die den Schieber 16c beaufschlagende Druckfeder
übernimmt damit die Funktion, die bei dem ersten Ausführungsbeispiel über eine Schenkelfeder
erfolgt, wie in der Detaildarstellung in Figur 2a dargestellt ist.
In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6 bis 10 ist die
[0046] Verriegelungseinrichtung 13 für den Fallenriegel dargestellt. Sie weist ein keilförmiges
Riegelelement 13 auf, welches in seiner Verriegelungsposition in Figur 6 mit einer
Anschlagkante des Fallenriegels 11 zusammenwirkt. Wie in den Figuren 7 bis 8 erkennbar
ist, erfolgt mit der während des Einfahrens des Auslöseglieds 15 erfolgenden Verlagerung
des Schiebers 16c über eine entsprechende Führungseinrichtung die Verschiebung des
Riegelelements 13a nach oben, sodass die Anschlagkante des Fallenriegels 11 freikommt
und so die Verriegelung des Fallenriegels aufgehoben wird. Die Führungseinrichtung
des Riegelelements 13 kann als eine im Schlosskasten 1a abgestützte Kulissenführung
ausgebildet sein, in die das in einem vertikalen Schlitz des Schiebers 16c verschiebbar
aufgenommene Riegelelement 13a eingreift.
Das dritte Ausführungsbeispiel in den Figuren 11 bis 18
[0047] Bei dem in den Figuren 11 bis 18 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel wirkt
der auf dem Fallenriegel 11 gelagerte zweiarmige Hebel 16a mit einem zweiarmigen Hebel
16b zusammen, der auf den Schieber 16c federbeaufschlagt gelagert ist. Die Federbeaufschlagung
des zweiarmigen Hebels 16b bewirkt, dass das Auslöseglied 15 in seine ausgefahrene
Position beaufschlagt wird, wenn der Fallenriegel 11 in seiner weit ausgefahrenen
Position wie in Figur 11 steht. Für das Ausführungsbeispiel ist in den Figuren 13
und 14 eine spezielle Ausführung der Verriegelungseinrichtung 13 im Einzelnen dargestellt.
Wie erkennbar, weist sie einen Schwenkriegel 13a auf, der auf einem Drehlager auf
dem Fallenriegel 11 drehbar gelagert ist. Der Schwenkriegel 13a wird durch ein Druckglied
betätigt, welches auf dem Auslöseglied 15 fest angeordnet ist. Das freie Ende des
Schwenkriegels 13a wirkt mit einem vertikalen Schubriegel 13b zusammen, der in der
Verriegelungsstellung in eine schlitzförmige Riegelaufnahme 13c, die mit dem Schlossgehäuse
1a fest ist, eingreift. Die Eingriffsposition ist in Figur 13 gezeigt. Figur 14 zeigt,
wie der Schubriegel 13b aus dem Aufnahmeschlitz 13c freikommt dadurch, dass der Schwenkriegel
13a durch die Beaufschlagung des am Auslöseglied 15 festen Druckstücks entgegen dem
Uhrzeigersinn gedreht wird.
Das vierte Ausführungsbeispiel in den Figuren 19 bis 24
[0048] Das Schloss 1 weist einen Schlosskasten 1a mit einer Schlosskastendecke, einem Schlosskastenboden
und einem Schlossstulp auf. Das Schloss weist folgende wesentliche miteinander zusammenwirkende
Bauteile auf: einen Fallenriegel 11, einen im Fallenriegel 11 beweglich gelagerten
Entriegelungspin 15, eine Hilfsfalle 12, einen Nusshebel 18, eine Rückschlusssperre
13, eine Nuss 17 und einen Schließzylinder 20.
Der Fallenriegel beim vierten Ausführungsbeispiel
[0049] Der Fallenriegel 11 ist linear beweglich im Schlosskasten 1a gelagert. Der Fallenriegel
11 weist einen Fallenriegelkopf und einen Fallenriegelschwanz auf. Der Fallenriegel
11 kann drei Positionen einnehmen: eine eingefahrene erste Position (Fig. 21), eine
ausgefahrene zweite Position (Fig.22) und eine weit ausgefahrene dritte Position (Fig.
19). In der eingefahrenen ersten Position ist der Fallenriegel 11 in den Schlosskasten
1a eingezogen. In der ausgefahrenen zweiten Position und auch in der weit ausgefahrenen
dritten Position ist der Fallenriegel 11 aus dem Schlosskasten 1a derart ausgefahren,
dass der Fallenriegel 11 mit seinem Fallenriegelkopf aus einer ihm zugeordneten Öffnung
im Schlossstulp herausragt. Im dargestellten vierten Ausführungsbeispiel ist diesbezüglich
vorgesehen, dass der Fallenriegel 11 in der ausgefahrenen zweiten Position um 12 mm
aus dem Schlosskasten 1a herausragt und dass der Fallenriegel 11 in der weit ausgefahrenen
dritten Position um 20 mm aus dem Schlosskasten 1a herausragt.
[0050] Der Fallenriegel 11 wird durch eine ihm zugeordnete Feder 11f, die im Folgenden Fallenriegelfeder
genannt wird, in Richtung der weit ausgefahrenen dritten Position beaufschlagt. Die
Fallenriegelfeder 11f ist so angeordnet, dass sie sich mit ihrem einen Ende schlosskastenfest
abstützt und mit ihrem anderen Ende am Fallenriegel 11 selbst abstützt. Im dargestellten
vierten Ausführungsbeispiel ist die Fallenriegelfeder 11f als Schenkelfeder ausgebildet.
[0051] Der Fallenriegelkopf ist mit einer Fallenschräge versehen. Die Fallenschräge dient
zur Wechselwirkung mit dem ortsfesten Türrahmen 100 oder dem Schließblech des Standflügels
110, beim Schließvorgang kurz bevor der Flügel 10 durch z.B. manuelles Zuziehen des
Flügels in die Schließlage gelangt. Bei dem Schließvorgang kommt es zum Anschlagen
der Fallenschräge an dem ortsfesten Türrahmen 100 bzw. an dem Schließblech des Standflügels
110. Der Fallenriegel 11 wird während dieses Anschlagvorgangs entgegen der Wirkung
der Fallenriegelfeder 11f in den Schlosskasten 1a hineingeschoben. Sobald der Flügel
die Schließstellung erreicht hat, fährt der Fallenriegel selbsttätig, d.h. automatisch,
in seine weit ausgefahrene Position.
[0052] Der Fallenriegelschwanz weist einen Anlagebereich 11a auf, der zum Zusammenwirken
mit dem noch zu beschreibenden Nusshebel 18 dient. Im dargestellten vierten Ausführungsbeispiel
ist der Anlagebereich 11a als eine Anlagekante ausgebildet.
Der Entriegelungspin beim vierten Ausführungsbeispiel
[0053] Der Entriegelungspin 15 ist in einer Aufnahme des Fallenriegels 11 beweglich gelagert.
Der Entriegelungspin 15 dient zum Zusammenwirken mit einem am ortsfesten Türrahmen
100 bzw. am Standflügel 110 gelagerten Ausheber. Die Aufnahme des Entriegelungspins
15 in dem Fallenriegel 11 ist so ausgebildet, dass die Bewegungsrichtung des Entriegelungspins
15 linear und parallel zur Bewegungsrichtung des Fallenriegels 11 ist. Die Aufnahme
weist eine Öffnung in der Fallenschräge auf. In der weit ausgefahrenen Position des
Fallenriegels 1 ragt der maximal ausgefahrene Entriegelungspin 15 aus der Öffnung
in der Fallenschräge hervor und überragt dabei die vordere Stirnfläche des Fallenriegels.
In der eingefahrenen ersten Position und in der ausgefahrenen zweiten Position des
Fallenriegels 11 ist der Entriegelungspin 15 vollständig in den Fallenriegel 11 eingefahren.
Der Entriegelungspin 15 steht aus der Öffnung in der Fallenschräge nicht heraus.
[0054] Der Entriegelungspin 15 weist an seinem schlosskastenseitigen Ende einen Zapfen 15z
auf, der senkrecht zur Bewegungsrichtung des Entriegelungspins 15 und des Fallenriegels
11 angeordnet ist. Der Zapfen 15z dient zum Zusammenwirken mit dem noch zu beschreibenden
Nusshebel 18.
[0055] Der Entriegelungspin 15 wird durch eine ihm zugeordnete Feder 15f in Einfahrrichtung
beaufschlagt. Die Feder 15f ist in den Figuren 23 und 24 erkennbar. Die Feder 15f
stützt sich mit ihrem einen Ende auf einer Fläche des Fallenriegels 11 und mit ihrem
anderen Ende auf einem Mitnehmer des Entriegelungspin 15 ab. Die Feder 15f ist im
dargestellten Ausführungsbeispiel als Schraubendruckfeder ausgebildet.
Die Rückschlusssperre beim vierten Ausführungsbeispiel
[0056] Die Rückschlusssperre 13 ist linear verschiebbar im Schlosskasten gelagert. Wenn
der Fallenriegel 11 sich in seiner weit ausgefahrenen dritten Position befindet, wie
sie in Fig. 19 gezeigt ist, liegt eine Kante der Rückschlusssperre 13 am Fallenriegelschwanz
an und stellt sicher, dass der Fallenriegel 11 in seiner weit ausgefahrenen dritten
Position nicht durch Krafteinwirkung von außen in den Schlosskasten 1a eingeschoben
werden kann. Die Rückschlusssperre 13 wirkt in dieser den Fallenriegel 11 blockierenden
Stellung als eine Blockiereinrichtung, d.h. Verriegelungseinrichtung, für den ausgefahrenen
Fallenriegel 11. Diese Blockierung bzw. Verriegelung in der ausgefahrenen Position
des Fallenriegels 11 stellt einen Manipulationsschutz dar, wenn sich das Schloss 1
in seiner den Türflügel 10 bzw. den Gangflügel verriegelnden Stellung befindet. Die
Rückschlusssperre 13 ist nur in dieser weit ausgefahrenen dritten Stellung des Fallenriegels
11 wirksam. Wenn sich der Fallenriegel 11 in seiner eingefahrenen ersten Position
(Fig. 21) bzw. in seiner ausgefahrenen zweiten Position (Fig. 22) befindet, ragt die
Rückschlusssperre 13 nicht in den Bewegungsbereich des Fallenriegels 11 hinein und
ist somit wirklos geschaltet.
[0057] Die Rückschlusssperre 13 wird durch eine ihr zugeordnete Feder 13f beaufschlagt.
Die Feder 13f drängt hierbei die Rückschlusssperre 13 in ihre den Fallenriegel 11
blockierenden Stellung.
Der Nusshebel beim vierten Ausführungsbeispiel
[0058] Der Nusshebel 18 ist im Schlosskasten um eine schlosskastenfeste Achse 18x schwenkbar
gelagert. Der Nusshebel 18 ist nicht federbeaufschlagt gelagert. Der Nusshebel 18
wird ausschließlich durch Mitnahme durch die anderen Bauteile des Schlosses, d.h.
durch den Fallenriegel 11, durch den Entriegelungspin 15, und/oder durch die Schlossnuss
17 bewegt. Das freie Ende des Nusshebels 18 dient zum Zusammenwirken mit der Rückschlusssperre
13. Der Nusshebel 18 weist weiter einen Abschnitt 18a auf, der zum Zusammenwirken
mit der Anlagekante 11a des Fallenriegels 11 dient. Weiter weist der Nusshebel 18
einen Abschnitt 18z auf, der zum Zusammenwirken mit dem Zapfen 15z des Entriegelungspins
15 dient.
Die Selbstverriegelung beim vierten Ausführungsbeispiel
[0059] Das Schloss 1 ist als ein selbstverriegelndes Schloss ausgebildet. Bei geöffnetem
Türflügel 10 befinden sich der Fallenriegel 11 in seiner ausgefahrenen zweiten Position
und die Hilfsfalle 12 in ihrer ausgefahrenen Position. In dieser Stellung wird der
Fallenriegel 11 durch ein Halteglied (in den Figuren nicht dargestellt), welches eine
mit dem Fallenriegel gekoppelten Schieber (in den Figuren nicht dargestellt) blockiert,
gehalten, solange bis der Türflügel 10 in seine Schließlage gelangt. Das Schloss weist
die Hilfsfalle 12 als Detektoreinrichtung zwecks Steuerung des Selbstverriegelungsmechanismus
auf. Die Hilfsfalle 12 ist beweglich im Schlosskasten gelagert und kann zwischen einer
ausgefahrenen Position, bei der die Hilfsfalle 12 aus einer ihr zugeordneten Öffnung
im Schlossstulp hervorragt und einer eingefahrenen Position, bei der die Hilfsfalle
12 in den Schlosskasten 1a eingezogen ist, bewegt werden.
[0060] Die Hilfsfalle 12 wird durch eine ihr zugeordnete Feder 12f, die im Folgenden Hilfsfallenfeder
12f genannt wird, in Richtung ihrer ausgefahrenen Position beaufschlagt.
[0061] Wenn das Schloss in die Schließlage gelangt, werden sowohl der Fallenriegel 11 als
auch die Hilfsfalle 12 in den Schlosskasten eingeschoben. Dies kann durch Anschlagen
des Türflügels 10 an den Türrahmen 100 geschehen oder durch manuelle Betätigung der
Handhabe durch einen Nutzer. Bei Anlage des Türflügels 10 am Türrahmen 100 in der
Schließlage verbleibt die Hilfsfalle in ihrer eingefahrenen Stellung und der Fallenriegel
11 wird durch den Selbstverriegelungsmechanismus von seiner ausgefahrenen zweiten
Position in seine weit ausgefahrene dritte Position überführt. Der Selbstverriegelungsmechanismus
sorgt dafür, dass die Bewegung des Fallenriegels 11 von der zweiten ausgefahrenen
Position in seine dritte weit ausgefahrene Position automatisch erfolgt, sobald der
Türflügel 10 seine Schließlage erreicht hat.
Der Entriegelungsvorgang bei vierten Ausführungsbeispiel
[0062] Das Schloss 1 kann auf verschiedenen Wegen entriegelt werden: zum einen durch Betätigung
des Entriegelungspins 15 und anschließendes Einschieben des Fallenriegels 11 durch
einen am Türrahmen 100 oder am Standflügel 110 gelagerten Ausheber, oder zum anderen
durch manuelle Betätigung einer mit der Nuss 17 verbundenen Handhabe oder durch Betätigen
des Schließzylinders 20.
[0063] Fig. 19 zeigt die Schließstellung. In der Schließstellung ist der Fallenriegel 11
in seiner weit ausgefahrenen dritten Position und auch der Entriegelungspin 15 ist
maximal weit ausgefahren. Die Hilfsfalle 12 steht am Falz der geschlossenen Tür an;
sie ist also entsprechend der Falzluft teilweise eingefahren. Der Fallenriegel 11
greift in ein nicht dargestelltes Schließblech ein, das an dem zugeordneten ortsfesten
Türrahmen 100 der einflügeligen Tür bzw. an einem Standflügel 110 im Falle einer zweiflügeligen
Tür ausgebildet ist. Der Entriegelungspin 15 des Fallenriegels 11 ist maximal ausgefahren.
[0064] Fig. 20 zeigt die Tür noch in Schließstellung. Der Entriegelungspin 15 ist jedoch
bereits durch den nicht dargestellten in oder an dem ortsfesten Rahmen bzw. dem Standflügel
gelagerten Ausheber in den Fallenriegel 11 hinein gefahren. Der Entriegelungspin 15
hat mit Erreichen dieser Stellung bereits den Nusshebel 18 im Uhrzeigersinn so weit
verschwenkt, dass das freie Ende des Nusshebels 18 die Rückschlusssperre 13 nicht
mehr in Blockiereingriff hat.
[0065] In Fig. 21 ist der Fallenriegel 11 vollständig durch den Ausheber eingefahren. Der
Entriegelungspin 15 ist weiterhin eingefahren. Über den Entriegelungspin 15 ist der
Nusshebel 18 weiter in Uhrzeigersinn verschwenkt. Der Fallenriegel 11 steht in seiner
maximal eingefahrenen Position, entgegen der Beaufschlagung der ihm zugeordneten Schenkelfder
11f. Die Hilfsfalle 12 ist durch den Fallenriegel 11 in ihre vollständig eingefahrene
Position mitgenommen. Die die Hilfsfalle 12 beaufschlagende Feder 12f ist komprimiert.
Die Stellung in Fig. 21 wird erhalten, wenn beim Öffnen und beim Schließen der Tür
der Türflügel 10 den Rahmen 100 passiert. Der vollständig eingefahrene Fallenriegel
11 mit vollständig eingefahrener Hilfsfalle 12 stellt den theoretischen Fall dar,
dass beim Passieren de Flügels 10 aus der Schließlage kein Spiel verbleibt. Die Stellung
in Fig. 21 wird alternativ durch Drehbetätigung der an der Nuss 17 angeschlossenen
Handhabe erreicht. in diesem Falle ist die vollständig eingefahrene Position des Fallenriegel
11 und der Hilfsfalle 12 praktisch realisiert.
[0066] Fig. 22 zeigt die Tür bei geöffnetem Flügel 10. Der Fallenriegel 11 ist in seine
mittlere ausgefahrene Position ausgefahren und die Hilfsfalle 12 ist in ihrer voll
ausgefahrenen Position.
[0067] Neu gegenüber dem Stand der Technik ist, dass der Fallenriegel 11 in seiner in Fig.
19 dargestellten weit ausgefahrenen Position in der Schließlage der Tür blockiert,
d.h. verriegelt ist. Dies ist bei herkömmlichen Fallenriegeln 11 wie auch bei herkömmlichen
Schlossfallen nicht bekannt. Eine Blockierung in der ausgefahrenen Position ist lediglich
für herkömmliche Riegel mit ebener Stirnfläche ohne Fallenschräge bekannt.
[0068] Neu ist auch, dass in dem Fallenriegel 11 ein Entriegelungspin 15 gelagert ist. Fallenriegel
mit Entriegelungspins sind bislang nicht bekannt. Entriegelungspins sind bislang lediglich
für herkömmliche Riegel bekannt. Eine Besonderheit bei der Anordnung des Entriegelungspins
15 in dem Fallenriegel 11 ist, dass der Entriegelungspin 15 in der Schräge angeordnet
ist. Dies ergibt eine besondere Situation beim Einfahren des Entriegelungspins 15
durch den Ausheber. Ein vollständiges Einfahren des Entriegelungspin 15 ist mit einem
herkömmlichen Ausheber nicht möglich, da herkömmliche Ausheber für das Einfahren eines
herkömmlichen Riegels mit ebener Stirnfläche ausgebildet sind, wobei der herkömmliche
Entriegelungspin der über die ebene Stirnfläche des Riegels vorsteht. Der Entriegelungspin
15 im vorliegenden Fall weist zum vollständigen Einfahren eine Federbeaufschlagung
auf. Die Federbeaufschlagung erfolgt durch eine Rückzugsfeder. Die Rückzugsfeder 15f
ist in der Schnitteinzeldarstellung in den Figuren 23 und 24 gezeigt. Die Feder 15f
stützt sich mit ihren einen Ende auf einer Fläche des Fallenriegels 11 und mit ihrem
anderen Ende auf einem Mitnehmer des Entriegelungspins 15 ab und beaufschlagt den
Entriegelungspin 15 in Einfahrrichtung. Die Feder 15f ist in dem dargestellten Fall
als Schraubendruckfeder ausgebildet. Diese Federbeaufschlagung durch die Rückzugsfeder
15f sorgt für ein vollständiges Einfahren des Entriegelungspins 15 in den Fallenriegelkopf,
sodass der Entriegelungspin 15 nicht mehr aus der Schräge des Fallenriegels 11 vorsteht.
Die Federbeaufschlagung wird wirksam, sobald der Entriegelungspin 15 über den Ausheber
soweit eingeschoben ist, dass die Rückschlusssperre 13 wirklos geschaltet ist und
der Nusshebel 18 frei ist. Ab diesem Zeitpunkt wird der Entriegelungspin 15 nicht
mehr durch den Ausheber, sondern durch die Federbeaufschlagung mittels der Feder 15f
eingefahren, und zwar soweit, dass er nicht mehr über die Schräge des Fallenriegels
11 vorsteht.
[0069] Das Wiederausfahren des Entriegelungspins 15 erfolgt nach dem Ausheben des Fallenriegels
wie folgt: Ausgehend von der Stellung in Fig. 21 wird der Fallenriegel 11 durch die
zugeordnete Feder 11f in Richtung seiner halb ausgefahren Stellung verschoben. Der
Nusshebel 18 wird dabei in Gegenuhrzeigersinn über den Mitnehmer, der am Ende 11a
des Fallenriegelschwanzes ausgebildet ist, gedreht. Bei einem weiteren Ausfahren des
Fallenriegels 11 in Richtung Fig. 20 läuft der Nusshebel 18 mit seinem freien Ende
an der Unterkante der Rückschlusssperre 13 in Fig. 20 nach links und erreicht die
Betätigungsschräge der Rückschlusssperre 13. In dieser Stellung wird dann nach Ereichen
der Betätigungsschräge die Rückschlusssperre 13 durch die ihr zugeordnete Schenkelfeder
13f in die in Fig. 19 dargestellte Position verschoben. Hierbei wird der Nusshebel
18 weiter im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, wobei dieser den Entriegelungspin 15
entgegen der dem Entriegelungspin 15 zugeordneten Feder 15f in seine maximal ausgefahrene
Position in Fig. 19 ausfährt.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Schloss
- 1a
- Schlosskasten
- 11
- Fallenriegel
- 11a
- Einlaufschräge
- 11b
- Langlocheinrichtung
- 11v
- Langlochverbindung
- 12
- Detektoreinrichtung/Hilfsfalle
- 13
- Verriegelungseinrichtung des Fallenriegels
- 13a
- Riegelelement
- 13b
- Riegelelement
- 13c
- Riegelaufnahme
- 15
- Auslöseglied/Auslösestift
- 16
- Getriebeeinrichtung
- 16a
- Hebeleinrichtung am Fallenriegel 11 gelagert
- 16p
- schlosskastenfeste Lippe (Figuren 1 bis 5)
- 16b
- zweiarmiger Hebel am Schlosskasten gelagert (Figuren 11 bis 18)
- 16c
- Schieber am Schlosskasten 1a schiebbar gelagert (Figuren 6 bis 10, Figuren, 11 bis
18)
- 17
- Schlossnuss
- 17a
- Aufnahme für Drehhandhabe
- 18
- Schlosshebel
- 19
- Schlossschieber
- 29
- Zylinderschloss
- 10
- Flügel
- 110
- passiver Flügel
- 100
- ortsfester Rahmen
1. Schlosseinrichtung
für eine Tür, Fenster oder dergleichen mit einem ortsfest montierbaren Rahmen (100)
und mindestens einem an dem Rahmen (100) bewegbar gelagerten aktiven Flügel (10),
im Folgenden als "Flügel" bezeichnet, und gegebenenfalls einem an dem Rahmen (100)
gelagerten passiven Flügel (110),
mit einem Schlosskasten (1a) mit darin gelagerter Schlossmechanik mit einem Fallenriegel
(11),
wobei der Fallenriegel (11) eine Einlaufschräge aufweist und in dem Schlosskasten
(1a) ein- und ausfahrbar in Ausfahrrichtung, vorzugsweise federbelastet bewegbar gelagert
ist unter Ausbildung einer eingefahrenen Position und einer ausgefahrenen die Tür
verriegelnden Position, und vorzugsweise einer zwischen der eingefahrenen Position
und der die Tür verriegelnden ausgefahrenen Position liegenden Zwischenposition,
und vorzugsweise mit einer über eine Detektoreinrichtung (12) steuerbaren Selbstverriegelungseinrichtung
zum Selbstverriegeln des Fallenriegels (11),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossmechanik eine Blockiereinrichtung (13) aufweist, über die der Fallenriegel
(11) in seiner ausgefahrenen Position blockierbar ist, dass in und/oder an dem Fallenriegel
(11) ein Auslöseglied (15) ein- und ausfahrbar gelagert ist, und
dass das Auslöseglied (15) mit der Blockiereinrichtung (13) derart zusammenwirkt, dass
bei maximal ausgefahrener Position des Auslöseglieds (15) die Blockiereinrichtung
(13) wirksam geschaltet ist und bei zumindest zum Teil eingefahrener Position des
Auslöseglieds (15) die Blockiereinrichtung (13) wirklos geschaltet ist.
2. Schlosseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) in seiner maximal ausgefahrenen Position über die vordere Stirnfläche
des Fallenriegels (11) vorsteht.
3. Schlosseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) in oder an dem Fallenriegel (11) im Bereich der Einlaufschräge
des Fallenriegels (11) angeordnet ist.
4. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) in einer in dem Fallenriegel (11) ausgebildeten Lageraufnahme
bewegbar gelagert ist, wobei die Lageraufnahme eine in der Einlaufschräge des Fallenriegels
(11) ausgebildete Austrittsöffnung für das Auslöseglied (15) aufweist.
5. Schlosseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) als stiftförmiger Körper ausgebildet ist und die Lageraufnahme
als Linearführungseinrichtung des stiftförmigen Körpers ausgebildet ist.
6. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) unmittelbar oder mittelbar mit einem Kraftspeicher (15f) und/oder
einem Accelerator zusammenwirkt, der das Auslöseglied (15) in seine eingefahrene Stellung
beaufschlagt.
7. Schlosseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftspeicher (15f) als Feder ausgebildet ist, die sich mit ihrem einen Ende
an dem Auslöseglied (15) und mit ihrem anderen Ende am Fallenriegel (11) oder am Schlosskasten
(1a) abstützt.
8. Schlosseinrichtung nach Anspruch 6 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) mit einem mit dem Kraftspeicher (15f) zusammenwirkenden Accelerator-Getriebe
zusammenwirkt, welches beim Einfahren des Fallenriegels (11) das Auslöseglied (15)
unter Relativbewegung zum Fallenriegel (11) zwangsweise einfährt, wobei das Auslöseglied
(15) eine höhere Bewegungsgeschwindigkeit als der Fallenriegel (11) aufweist.
9. Schlosseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftspeicher (15f) und/oder das Accelerator-Getriebe bei eingeschalteter Blockiereinrichtung
(13) wirklos und bei ausgeschalteter Blockiereinrichtung (13) wirksam geschaltet ist.
10. Schlosseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslöseglied (15) mit der Blockiereinrichtung (13) derart zusammenwirkt, dass
bei einem Einfahren des Auslöseglieds (15) aus seiner maximal ausgefahrenen Position
mit Erreichen einer vorbestimmten eingefahrenen Position die Blockiereinrichtung (13)
zwangsweise wirklos geschaltet wird und dadurch der Kraftspeicher (15f) oder das Accelerator-Getriebe
in Einwirkung auf das Auslöseglied (15) kommt.
11. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockiereinrichtung (13) ein Blockierglied aufweist, welches im Schlosskasten
(1a) bewegbar gelagert ist und beaufschlagt durch eine im Schlosskasten (1a) abgestützte
Feder (13f) mit dem Fallenriegel (11) derart zusammenwirkt, dass einem Rückschluss
des ausgefahrenen Fallenriegels (11) entgegengewirkt wird.
12. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockiereinrichtung (13) ein Blockierglied (13) aufweist, welches im Schlosskasten
(1a) bewegbar gelagert ist und beaufschlagt durch eine im Schlosskasten (1a) abgestützte
Feder (13f) mit dem Auslöseglied (15) derart zusammenwirkt, dass das Auslöseglied
(15) in Ausfahrrichtung beaufschlagt wird.
13. Schlosseinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blockierglied der Blockiereinrichtung (13) als ein im Schlosskasten (1a) linear
geführter Schieber ausgebildet ist.
14. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mit dem Fallenriegel (11) zusammenwirkende Blockiereinrichtung (13) in dem Schlosskasten
(1a) abgestützt ist und bei eingeschalteter Blockiereinrichtung (13) den Fallenriegel
(11) mit dem Schlosskasten (1a) verriegelt und bei ausgeschalteter Blockiereinrichtung
(13) den Fallenriegel (11) mit dem Schlosskasten (1a) nicht verriegelt.
15. Schlosseinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blockiereinrichtung (13) mindestens ein Blockierelement (13a, 13b) aufweist und
dass der Fallenriegel (11) mit dem mindestens einen Blockierelement (13a) zusammenwirkt,
wobei das mindestens eine Blockierelement (13a) auf dem Fallenriegel (11) abgestützt
ist und die Blockierelementaufnahme (13c) am Schlosskasten (1a) abgestützt ist, oder
wobei das mindestens eine Blockierelement (13a) an dem Schlosskasten (1a) und die
Blockierelementaufnahme (13c) an dem Fallenriegel (13) abgestützt ist.
1. Lock device
for a door, window or the like, having a fixed attachable frame (100) and at least
one active leaf (10) mounted moveably on the frame (100), referred to as "leaf" in
the following, and, optionally, a passive leaf (110) mounted on the frame (100), having
a lock case (1a) having a lock mechanism mounted therein, having a latch bolt (11),
wherein the latch bolt (11) has an inlet bevel and is mounted in the lock case (1a)
retractably and extendably in the extension direction, preferably moveably in a springloaded
manner, to form a retracted position and an extended position which locks the door,
and preferably an intermediate position lying between the retracted position and the
extended position which locks the door,
and preferably having a self-locking device which is controllable via a detector device
(12) for self-locking of the latch bolt (11),
characterised in that
the lock mechanism has a blocking device (13), by means of which the latch bolt (11)
can be blocked in its extended position, a release member (15) is retractably and
extendably mounted in and/or on the latch bolt (11), and
the release member (15) cooperates with the blocking device (13) in such a manner
that the blocking device (13) is activated in a maximum extended position of the release
member (15), and the blocking device (13) is deactivated in an at least partially
retracted position of the release member (15).
2. Lock device according to claim 1,
characterised in that
the release member (15) projects beyond the front end face of the latch bolt (11)
in its maximum extended position.
3. Lock device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the release member (15) is arranged in or on the latch bolt (11) in the region of
the inlet bevel of the latch bolt (11).
4. Lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the release member (15) is moveably mounted in a bearing receptacle formed in the
latch bolt (11), wherein the bearing receptacle has an exit opening for the release
member (15), said exit opening being formed in the inlet bevel of the latch bolt (11).
5. Lock device according to claim 4,
characterised in that
the release member (15) is formed as a pin-shaped body, and the bearing receptacle
is formed as a linear guide device of the pin-shaped body.
6. Lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the release member (15) cooperates directly or indirectly with an energy accumulator
(15f) and/or an accelerator which biases the release member (15) into its retracted
position.
7. Lock device according to claim 6,
characterised in that
the energy accumulator (15f) is formed as a spring which is supported with its one
end on the release member (15) and with its other end on the latch bolt (11) or on
the lock case (1a).
8. Lock device according to claim 6 to 7,
characterised in that
the release member (15) cooperates with an accelerator-gear cooperating with the energy
accumulator (15f), said accelerator-gear forcibly retracting the release member (15)
during retraction of the latch bolt (11) with a relative movement towards the latch
bolt (11), wherein the release member (15) has a higher movement speed than the latch
bolt (11).
9. Lock device according to one of claims 6 to 8,
characterised in that
the energy accumulator (15f) and/or the accelerator-gear is deactivated when the blocking
device (13) is enabled and is activated when the blocking device (13) is disabled.
10. Lock device according to one of claims 6 to 9,
characterised in that
the release member (15) cooperates with the blocking device (13) in such a manner
that, during a retraction of the release member (15) from its maximum extended position
upon reaching a predetermined retracted position, the blocking device (13) is forcibly
deactivated and thus the energy accumulator (15f) or the accelerator-gear acts on
the release member (15).
11. Lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (13) has a blocking member which is moveably mounted in the lock
case (1a) and, biased by a spring (13f) supported in the lock case (1a), cooperates
with the latch bolt (11) in such a manner that a return of the extended latch bolt
(11) is counteracted.
12. Lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (13) has a blocking member (13) which is moveably mounted in the
lock case (1a) and, biased by a spring (13f) supported in the lock case (1a), cooperates
with the release member (15) in such a manner that the release member (15) is supplied
in the extension direction.
13. Lock device according to one of claims 11 to 12,
characterised in that
the blocking member of the blocking device (13) is formed as a slider which is linearly
guided in the lock case (1a).
14. Lock device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (13) cooperating with the latch bolt (11) is supported in the
lock case (1a) and, when the blocking device (13) is enabled, it locks the latch bolt
(11) with the lock case (1a) and, when the blocking device (13) is disabled, does
not lock the latch bolt (11) with the lock case (1a).
15. Locking device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the blocking device (13) has at least one blocking element (13a, 13b), and
the latch bolt (11) cooperates with the at least one blocking element (13a), wherein
the at least one blocking element (13a) is supported on the latch bolt (11) and the
blocking element receptacle (13c) is supported on the lock case (1a), or wherein the
at least one blocking element (13a) is supported on the lock case (1a), and the blocking
element receptacle (13c) is supported on the latch bolt (13).
1. Dispositif de serrure
pour une porte, une fenêtre ou autre avec un encadrement (100) pouvant être monté
de manière fixe et au moins un battant actif (10) logé de manière mobile sur le encadrement
(100), appelé dans la suite « battant », et le cas échéant un battant passif (110)
logé sur le encadrement (100),
avec un boîtier de serrure (1a) avec un mécanisme de serrure logé à l'intérieur avec
un pêne demi-tour (11),
le pêne demi-tour (11) présentant un chanfrein d'entrée et étant logé de manière mobile
dans le boîtier de serrure (1a) de façon à pouvoir entrer et sortir dans la direction
de sortie, de préférence à l'aide d'un ressort en adoptant une position rentrée et
une position sortie verrouillant la porte et de préférence un position intermédiaire
située entre la position rentrée et la position sortie verrouillant la porte,
et de préférence avec un dispositif d'auto-verrouillage contrôlable par l'intermédiaire
d'un dispositif de détection (12) pour l'auto-verrouillage du pêne demi-tour (11),
caractérisé en ce que
le mécanisme de serrure comprend un dispositif de blocage (13) par l'intermédiaire
duquel le pêne demi-tour (11) peut être bloqué dans sa position sortie, en ce que dans et/ou sur le pêne demi-tour (11), un organe de déclenchement (15) est logé de
façon à pouvoir entrer et sortir et
l'organe de déclenchement (15) interagit avec le dispositif de blocage (13) de façon
à ce que, dans le cas d'une position sortie maximale de l'organe de déclenchement
(15), le dispositif de blocage (13) soit activé et à ce que, dans le cas d'une position
au moins partiellement rentrée de l'organe de déclenchement (15), le dispositif de
blocage (13) soit désactivé.
2. Dispositif de serrure selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) dépasse, dans sa position sortie maximale, de la face
frontale du pêne demi-tour (11).
3. Dispositif de serrure selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) est disposé dans ou sur le pêne demi-tour (11) au niveau
du chanfrein d'entrée du pêne demi-tour (11).
4. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) est logé de manière mobile dans un logement d'appui
réalisé dans le pêne demi-tour (11), le logement d'appui comprenant une ouverture
de sortie pour l'organe de déclenchement (15), réalisée dans le chanfrein d'entrée
du pêne demi-tour (11).
5. Dispositif de serrure selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) est conçu comme un corps en forme de tige et le logement
d'appui est conçu comme un dispositif de guidage linéaire du corps en forme de tige.
6. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) interagit directement ou indirectement avec un accumulateur
de force (15f) et/ou un accélérateur qui sollicite l'organe de déclenchement (15)
vers sa position rentrée.
7. Dispositif de serrure selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'accumulateur de force (15f) est conçu comme un ressort qui s'appuie avec une de
ses extrémités contre l'organe de déclenchement (15) et avec son autre extrémité contre
le pêne demi-tour (11) ou contre le boîtier de serrure (1a).
8. Dispositif de serrure selon la revendication 6 à 7,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) avec une transmission à accélérateur interagissant
avec l'accumulateur de force (15f), qui rentre de force l'organe de déclenchement
(15) lors de la rentrée du pêne demi-tour (11), avec un mouvement relatif par rapport
au pêne demi-tour (11), l'organe de déclenchement (15) présentant une vitesse de déplacement
supérieur à celle du pêne demi-tour (11).
9. Dispositif de serrure selon l'une des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
l'accumulateur de force (15f) et/ou la transmission à accélérateur est désactivé lorsque
le dispositif de blocage (13) est activé et est activé lorsque le dispositif de blocage
(13) est désactivé.
10. Dispositif de serrure selon l'une des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
l'organe de déclenchement (15) interagit avec le dispositif de blocage (13) de façon
à ce que, lors d'une rentrée de l'organe de déclenchement (15) à partir de sa position
de sortie maximale avec atteinte d'une position rentrée prédéterminée, le dispositif
de blocage (13) est désactivé de manière forcée et l'accumulateur de force (15f) ou
la transmission à accélérateur agit sur l'organe de déclenchement (15).
11. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (13) comprend un organe de blocage qui est logé de manière
mobile dans le boîtier de serrure (1a) et qui, sollicité par un ressort (13f) appuyé
dans le boîtier de serrure (1a), interagit avec le pêne demi-tour (11) de façon à
empêcher un recul du pêne demi-tour (11) sorti.
12. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (13) comprend un organe de blocage (13) qui est logé de manière
mobile dans le boîtier de serrure (1a) et qui, sollicité par un ressort (13f) appuyé
dans le boîtier de serrure (1a), interagit avec l'organe de déclenchement (15) de
façon à ce que l'organe de déclenchement (15) soit sollicité dans 1a direction de
sortie.
13. Dispositif de serrure selon l'une des revendications 11 à 12,
caractérisé en ce que
l'organe de blocage du dispositif de blocage (13) est conçu comme un coulisseau guidé
de manière linéaire dans le boîtier de serrure (1a).
14. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (13) interagissant avec le pêne demi-tour (11) est appuyé
dans le boîtier de serrure (1a) et qui, lorsque le dispositif de blocage (13) est
activé, verrouille le pêne demi-tour (11) avec le boîtier de serrure (1a) et qui,
lorsque le dispositif de blocage (13) est désactivé, ne verrouille pas le pêne demi-tour
(11) avec le boîtier de serrure (1a).
15. Dispositif de serrure selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de blocage (13) comprend au moins un élément de blocage (13a, 13b) et
en ce que le pêne demi-tour (11) interagit avec l'au moins un élément de blocage (13a), l'au
moins un élément de blocage (13a) étant appuyé sur le pêne demi-tour (11) et le logement
d'élément de blocage (13c) est appuyé contre le boîtier de serrure (1a) et l'au moins
un élément de blocage (13a) étant appuyé contre le boîtier de serrure (1a) et le logement
d'élément de blocage (13c) étant appuyé contre le pêne demi-tour (13).