[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zur Befestigung von wenigstens einer
Leuchteneinheit in einer länglichen, gebogenen Einbauöffnung.
[0002] Ein derartiges Befestigungssystem ist aus der
EP 2 243 998 A1 bekannt. Dieses bekannte Befestigungssystem umfasst mehrere Segmente, die im Querschnitt
U-förmig gestaltet sind und die in einer Reihe hintereinander angeordnet sind, so
dass sie einen Aufnahmebereich für die wenigstens eine Leuchteneinheit bilden. Zwischen
den freien Enden der U-Schenkel ist ein Lichtaustrittsbereich zur Abgabe eines von
der wenigstens einen Leuchteneinheit abgestrahlten Lichts gebildet. Die Segmente sind
untereinander in einem gewissen Maß beweglich, so dass sich das Befestigungssystem
insbesondere für einen Einbau in eine insgesamt längliche, gebogene Einbauöffnung
eignet. Zur Abdeckung des Lichtaustrittsbereichs ist eine lichtdurchlässige Platte
oder alternativ ein lichtdurchlässiges, textiles Gewebe vorgesehen, das zwischen den
freien Enden der U-Schenkel mittels Keder-Elementen gespannt gehalten ist. Grundsätzlich
lässt sich ein textiles Gewebe leichter in seiner Form der länglichen, gebogenen Einbauöffnung
anpassen als eine Platte, die aus einem formstabileren Material besteht.
[0003] Im Allgemeinen ist bei einem derartigen Befestigungssystem erwünscht, den Lichtaustrittsbereich
so zu gestalten, dass dessen Breite, also die Abmessung quer zu der insgesamt länglichen
Erstreckung, möglichst gleichmäßig erscheint. Die Praxis hat gezeigt, dass das menschliche
Auge hier bereits sehr kleine Unregelmäßigkeiten in den Breitenabmessungen registriert
und diese als störend empfunden werden können. Die Zielstellung einer möglichst gleichmäßigen
Breite führt zu einer besonderen Herausforderung bei der Montage des Befestigungssystems
in der Einbauöffnung. Bei dem bekannten Befestigungssystem ist zur Montage als eine
Möglichkeit vorgesehen, das Befestigungssystem zunächst an wand- bzw. deckenseitig
fixierten Schienenelementen zu befestigen und anschließend das Wand- oder Deckenelement
zu montieren. Dies erfordert zunächst eine besonders präzise Fixierung der genannten
Schienenelemente und eignet sich darüber hinaus nicht in einem Fall, in dem das Befestigungssystem
nach Einbau des Wand- oder Deckenelements montiert werden soll.
[0004] Gemäß einer Alternative sind zur Halterung in der Einbauöffnung Rast- oder Befestigungselemente
vorgesehen, die von der Einbauseite her das Wand- oder Deckenelement kontaktieren.
Diese Rast- oder Befestigungselemente sind seitlich an den U-Schenkeln einiger Segmente
angebracht. Diese Ausführungsform hat sich allerdings in der Praxis als besonders
herstellungsintensiv und aufwändig mit Bezug auf die Montage erwiesen. Zudem ist in
diesem Fall eine doppelwandige Ausführung des Wand- oder Deckenelements vorgesehen,
wodurch die Gestaltung der Anordnung insgesamt besonders aufwändig ist. Darüber hinaus
eignet sich diese Form weniger gut zur Abdeckung des Lichtaustrittsbereichs durch
ein gespanntes Gewebe, weil die Fixierung der Segmente vergleichsweise weit weg von
den freien Endbereichen der U-Schenkel angreift und Letztere daher tendenziell einen
gewissen Bewegungsspielraum aufweisen.
[0005] Aus der
US 2006/0117685 A1 ist ist ein Formgebungselement bekannt, das sich zur Befestigung einer Leuchteneinheit
eignet. Das Formgebungselement weist zwei Flansche zur Aufnahme von Deckenplatten
auf.
[0006] Aus der
US 2008/0245018 A1 ist ein balkenartiges Halteelement zum Abhängen von Deckenplatten bekannt. Das Halteelement
weist einen Flanschbereich als Angriffselement für Schrauben zur Halterung der Deckenplatten
auf.
[0007] Aus der
EP 1 912 302 A2 ist eine Einrichtung zum Anschließen von Arbeitsplätzen an ein Energie-, Daten- und/oder
Kommunikationsnetz sowie ein Träger- und Montagekanal für eine solche Einrichtung
bekannt. Der Träger- und Montagekanal weist ein H-förmiges Querschnittsprofil auf,
wobei ein hierdurch gebildeter unterer Teilkanal zur Aufnahme von Einbaugeräten dient.
Der Träger- und Montagekanal weist zwei Stützschenkel auf, wobei einer der beiden
Stützschenkel zusammen mit einer Klemmleiste zum Anschließen eines Deckenelements
dient. Hierbei ist vorgesehen, dass eine Schraube den Stützschenkel durchgreift und
mit ihrem Schraubenschaft in einer Gewindebohrung der Klemmleiste festgesetzt ist.
[0008] Die
DE 10 2009 056 279 A1 zeigt ein Deckensystem zur Beleuchtung. Das System weist einen segmentierten Profilkörper
mit einem U-förmigen Querschnitt auf. Zur Befestigung des Profilkörpers können Auflagewinkel
oder dergleichen dienen.
[0009] Aus der
US 2,614,785 A ist eine Halteeinrichtung zur Befestigung von Einbauleuchten in einer Einbauöffnung
einer Decke bekannt. Die Halteeinrichtung umgreift mit einem Flanschbereich von unten
die Decke und zur einbauseitigen Anlage dient ein profilartiges Element. Eine Schraube
ist durch den Flanschbereich und das profilartige Element geführt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Befestigungssystem anzugeben.
Insbesondere soll das Befestigungssystem bei niedrigem Herstellungsaufwand eine einfachere
Montage ermöglichen; dabei soll ein besonders ebenmäßig erscheinender Breitenverlauf
des Lichtabgabebereichs erzielbar sein.
[0011] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten
Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0012] Gemäß der Erfindung ist ein Befestigungssystem zur Befestigung von wenigstens einer
Leuchteneinheit in einer länglichen, gebogenen Einbauöffnung eines Wand- oder Deckenelements,
das eine Raumseite von einer Einbauseite trennt, vorgesehen. Das Befestigungssystem
weist mehrere, im Querschnitt U-förmige Segmente zur Bildung eines Aufnahmebereichs
für die wenigstens eine Leuchteneinheit auf, wobei jedes der Segmente an den beiden
freien Enden der beiden betreffenden U-Schenkel jeweils einen mit Bezug auf die U-Form
nach außen weisenden Flanschbereich zur raumseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement
aufweist. Der Flanschbereich ist dabei als Angriffselement für ein Verbindungsmittel
zur Fixierung des betreffenden Segments an dem Wand- oder Deckenelement ausgestaltet
und das Befestigungssystem weist weiterhin ein Profilelement zur einbauseitigen Anlage
an das Wand- oder Deckenelement auf, das als Widerlager für das Verbindungsmittel
ausgestaltet ist.
[0013] Durch das Profilelement wird erzielt, dass zur Montage des Befestigungssystems an
dem Wand- oder Deckenelement kein Rast- oder Befestigungselement seitlich an einem
U-Schenkel eines Segments erforderlich ist. Hierdurch ist eine besonders unmittelbare
und sichere Fixierung der freien Endbereiche der U-Schenkel am Randbereich der Einbauöffnung
ermöglicht. Durch die besonders unmittelbare Fixierung der freien Enden der U-Schenkel
lässt sich erzielen, dass die Breite des Lichtaustrittsbereichs besonders gut fixiert
werden kann. Auch lässt sich durch eine besonders unmittelbare Fixierung der freien
Endbereiche der U-Schenkel erzielen, dass sich das Befestigungssystem besonders gut
für eine lichtdurchlässige Abdeckung aus einem Gewebe bzw. einem Textilmaterial eignet,
die unter Spannung zwischen den Endbereichen gehaltert ist.
[0014] Dabei ist durch die Verwendung der Flanschbereiche ermöglicht, dass bei der Herstellung
der Einbauöffnung die Toleranzen vergleichsweise groß gewählt werden können.
[0015] Insgesamt lässt sich auf diese Weise der Montagekomfort erhöhen und es lassen sich
auch die Herstellungskosten verringern. Ferner eignet sich das Befestigungssystem
auch zur Montage an einem lediglich einlagig gestalteten Wand- oder Deckenelement.
[0016] Vorzugsweise weist das Profilelement im Querschnitt eine L-Form auf, wobei es mit
einem der beiden L-Schenkel zur einbauseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement
ausgestaltet ist. Hierdurch ist die Anlage des Profilelements zur Montage am Randbereich
der Einbauöffnung erleichtert.
[0017] Vorzugsweise weist das Profilelement mehrere Löcher zur Führung des Verbindungsmittels
auf, wobei die Löcher in unterschiedlichen Abständen von einem seitlichen Randbereich
des Profilelements angeordnet sind. Hierdurch lässt sich erzielen, dass für eine zuverlässige
Fixierung des Befestigungssystems in der Einbauöffnung bei der Herstellung der Einbauöffnung
die Anforderungen an die Genauigkeit der Breitenabmessung besonders gering gehalten
werden können.
[0018] Erfindungsgemäß weist das Profilelement Einschnitte auf, die derart gestaltet sind,
dass durch sie eine Biegung des Profilelements erleichtert ist. Hierdurch lässt sich
das Profilelement besonders gut an einen gebogenen Abschnitt des Randbereichs der
Einbauöffnung in seiner Form anpassen.
[0019] Vorzugsweise besteht das Profilelement aus Blech besteht, insbesondere aus Weißblech.
[0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Skizze zu einem erfindungsgemäßen Befestigungssystem,
- Fig. 2
- ein Detail aus Fig. 1,
- Fig. 3
- einen, der Fig. 1 entsprechenden Querschnitt und
- Fig. 4
- eine perspektivische Skizze auf einen Abschnitt eines Profilelements.
[0021] In Fig. 1 ist eine perspektivische Skizze zu einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Befestigungssystems gezeigt, in Fig. 3 ist ein entsprechender Querschnitt skizziert.
Das Befestigungssystem ist zur Befestigung wenigstens einer (in den Figuren nicht
gezeigten) Leuchteneinheit gestaltet. Bei der Leuchteneinheit kann es sich beispielsweise
um eine LED-Lichtquelle mit einer Platine und mehreren darauf angeordneten LEDs handeln.
[0022] Das Befestigungssystem ist zur Befestigung der Leuchteneinheit in einer länglichen,
gebogenen Einbauöffnung eines Wand- oder Deckenelements 2 ausgestaltet, das eine Raumseite
R von einer Einbauseite
E trennt. Die Einbauöffnung kann dabei insgesamt mehrere Meter lang sein und sich gebogen
bzw. geschwungen, dabei auch mehrfach und in unterschiedliche Richtungen gekrümmt
verlaufend gestaltet sein.
[0023] Das Befestigungssystem ist dementsprechend derart gestaltet, dass es sich biegen
bzw. krümmen lässt, so dass es in seiner Form der Form der Einbauöffnung angepasst
wird.
[0024] Dementsprechend erstreckt sich auch das Befestigungssystem entlang einer Haupterstreckung
L, die entsprechend gekrümmt ist. Beispielsweise können dabei Krümmungsradien von ∞
bis zu ca. 2 Metern vorgesehen sein.
[0025] Das Befestigungssystem umfasst hierzu mehrere Segmente 3, die in einem Querschnitt
normal zu der Haupterstreckung
L eine U-Form aufweisen. Dementsprechend weist im Querschnitt betrachtet ein Segment
3 zwei U-Schenkel 6, 6' auf, sowie einen, die beiden U-Schenkel 6, 6' miteinander
verbindenden Verbindungsschenkel 6". An einer dem Verbindungsschenkel 6" gegenüberliegenden
Seite weisen die U-Schenkel 6, 6' dementsprechend freie Enden 5, 5' auf.
[0026] Die Segmente 3 können als Spritzgussteile gestaltet sein.
[0027] Zum Einbau ist vorgesehen, dass das Befestigungssystem derart ausgerichtet in die
Einbauöffnung eingebaut wird, dass die U-Schenkel 6, 6' mit ihren freien Enden 5,5'
zur Raumseite
R hin weisen. Eine Abgabe des von der wenigstens einen Leuchteneinheit abgestrahlten
Lichts ist zwischen den beiden freien Enden 5, 5' hindurch in den Raum hinein vorgesehen.
[0028] Die Segmente 3 sind vorzugsweise derart ausgerichtet, dass sie zusammen eine Art
"Raupe" bilden, wobei sich die Ausrichtung der Segmente 3 kontinuierlich von einem
zum nächsten Segment 3 fortsetzt.
[0029] In dem von den U-Schenkeln 6, 6' der Segmente 3 und den Verbindungsschenkeln 6" der
Segmente 3 umfassten Raum ist auf diese Weise ein Aufnahmebereich 4 gebildet, der
zur Aufnahme der wenigstens einen Leuchteneinheit vorgesehen bzw. ausgestaltet ist.
[0030] Jedes Segment 3 weist an seinen beiden freien Enden 5, 5' der beiden betreffenden
U-Schenkel 6, 6' jeweils einen, mit Bezug auf die U-Form nach außen weisenden Flanschbereich
7, 7' auf, der zur raumseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement 2 vorgesehen
ist.
[0031] Der Flanschbereich 7, 7' ist dabei als Angriffselement für ein Verbindungsmittel
V, insbesondere eine Schraube, zur Fixierung des betreffenden Segments 3 an dem Wand-
oder Deckenelement 2 ausgestaltet. Beispielsweise kann der Flanschbereich 7, 7' hierfür
wenigstens ein Durchführungsloch 71 aufweisen, das zur Durchführung des Verbindungsmittels
V ausgestaltet ist. Beispielsweise kann es sich hierbei um ein Senkloch, insbesondere
für eine Senkkopfschraube handeln.
[0032] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Flanschbereich 7, 7' wenigstens zwei, beispielsweise
wenigstens drei entsprechende Durchführungslöcher 71 aufweist.
[0033] Weiterhin umfasst das Befestigungssystem ein Profilelement 8, das zur einbauseitigen
Anlage an das Wand- oder Deckenelement 2 vorgesehen und dabei als Widerlager für das
Verbindungsmittel
V ausgestaltet ist. In Fig. 4 ist ein Abschnitt des Profilelements 8 perspektivisch
skizziert. Zum Einbau kann vorgesehen sein, dass in einem ersten Schritt das Profilelement
8 wie vorgesehen mit seiner Hauptachse entlang eines Randbereichs der Einbauöffnung
angeordnet, insbesondere fixiert wird und in einem weiteren, Schritt die Segmente
3 in ihre vorgesehene Position gebracht werden und schließlich das Verbindungselement
V angebracht wird. Zur Fixierung muss das Profilelement 8 lediglich an einigen Stellen
bzw. partiell fixiert werden.
[0034] Auf diese Weise lässt sich bewirken, dass sich der Flanschbereich 7, 7', der sich
unmittelbar am freien Ende 5, 5' des betreffenden U-Schenkels 6, 6' befindet, von
der Raumseite
R her fest und zuverlässig am Randbereich der Einbauöffnung fixieren lässt.
[0035] Dementsprechend ist die Gestaltung des Befestigungssystems vorzugsweise derart, dass
das Profilelement 8 zu den Segmenten 3 keine strukturelle Verbindung hat, solange
das Befestigungssystem nicht in die Einbauöffnung eingebaut ist. In diesem Sinne stellt
das Profilelement 8 also ein separates Bauteil dar, das unabhängig von dem restlichen
Befestigungssystem gehandhabt werden kann.
[0036] Vorteilhaft ist das Profilelement 8 so lang gestaltet, dass es sich im eingebauten
Zustand - entlang der Haupterstreckung
L betrachtet - über mehrere benachbarte Flanschbereiche 7 hin erstreckt und dabei für
alle diese Flanschbereiche 7 analog als Widerlager gestaltet ist. Hierdurch ist die
Anzahl der Bauteile insgesamt reduziert und die Montage weiterhin erleichtert.
[0037] Vorzugsweise weist das Profilelement 8 im Querschnitt eine L-Form auf, so dass es
zwei Schenkel 81, 82 umfasst. Einer der beiden Schenkel - im gezeigten Beispiel der
mit 81 bezeichnete Schenkel - ist dabei zur einbauseitigen Anlage an das Wand- oder
Deckenelement 2 ausgestaltet. Der andere Schenkel 82 kann zur Anlage an einen zum
Zentrum der Einbauöffnung hin weisenden Randbereich der Einbauöffnung vorgesehen sein.
Vorzugsweise ist im Querschnitt betrachtet der zur einbauseitigen Anlage an das Wand-
oder Deckenelement 2 ausgestalte Schenkel 81 breiter als der andere Schenkel 82.
[0038] Um das Profilelement 8 besonders gut so biegen zu können, dass es sich dem Verlauf
der Einbauöffnung anpasst, weist es vorzugsweise Einschnitte 86, 87 auf, insbesondere
seitliche Einschnitte. Die Einschnitte 86, 87 sind vorzugsweise an beiden Schenkeln
81, 82 ausgebildet, insbesondere dabei jeweils zueinander versetzt, so wie in Fig.
4 beispielhaft gezeigt.
[0039] Wie weiterhin in Fig. 4 beispielhaft gezeigt, weist das Profilelement 8 vorzugsweise
mehrere Löcher 85 auf, die zur Führung des Verbindungsmittels
V bei der Montage vorgesehen sind. Dabei sind die Löcher 85 vorzugsweise in unterschiedlichen
Abständen von einem seitlichen Randbereich 83 ausgebildet, insbesondere in unterschiedlichen
Abständen zu einem Randbereich parallel zu der Hauptachse des Profilelements 8. Die
Löcher 85 sind dementsprechend zweckmäßig in demjenigen Schenkel 81 ausgebildet, der
zur einbauseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement 2 ausgestaltet ist.
[0040] Vorzugsweise sind die Löcher 85 mit einheitlichem Durchmesser und dabei mit geringen
gegenseitigen Abständen ausgebildet. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die
Löcher 85 gruppenweise ausgebildet sind und innerhalb einer Gruppe der gegenseitige
Abstand zwischen den Löchern 85 maximal doppelt so groß ist wie der Durchmesser der
Löcher 85, vorzugsweise maximal dem Durchmesser der Löcher 85 entspricht. Hierdurch
lässt sich erzielen, dass die Genauigkeit bei der Fixierung des Profilelements 8 reduziert
werden kann und dennoch ein zuverlässiges Widerlager für das Verbindungsmittel
V gebildet ist; eine entsprechende Schraube zieht sich hierbei beim Einschrauben selbstzentrierend
in eines der Löcher 85. Bei dem in Fig. 4 skizzierten Beispiel sind die Löcher 85
in Gruppen zu jeweils 149 Löchern zusammengefasst. Zwischen den Gruppen ist lediglich
jeweils einer der Einschnitte 86 ausgebildet.
[0041] Das Profilelement 8 besteht vorzugsweise aus Blech, insbesondere aus Weißblech.
[0042] Weiterhin vorzugsweise weist jedes der Segmente 3 ein, insbesondere stegförmiges
Aussteifungselement 9 auf, das zwischen den beiden betreffenden U-Schenkeln 6, 6'
angeordnet ist. Vorteilhaft ist das Aussteifungselement 9 ein Bestandteil des Segments
3, das bei der Herstellung des Segments 3 mitgespritzt wird. Bei der Montage werden
die beiden U-Schenkel 6, 6' durch das Aussteifungselement 9 in einem bestimmten, definierten
Abstand gehalten, so dass sich das Befestigungssystem besonders einfach so in der
Einbauöffnung fixieren lässt, dass es eine besonders geleichmäßige Breite aufweist.
[0043] Wenn das Aussteifungselement 9 an seinen beiden Kontaktstellen zu den U-Schenkeln
6, 6'jeweils eine Sollbruchstelle 91, 92 aufweist, lässt es sich nach Einbau des Befestigungssystems
durch einfaches Herausbrechen besonders leicht lösen.
[0044] Weiterhin weist das Befestigungssystem vorteilhaft ein Keder-Halteprofil 10 zur Halterung
eines Keders 11 an wenigstens einem der beiden freien Enden 5, 5' der beiden betreffenden
U-Schenkel 6, 6' auf. Vorzugsweise ist an beiden freien Enden 5, 5'jeweils ein derartiges
Keder-Halteprofil 10 angeordnet. Das Keder-Halteprofil 10 ist vorzugweise so lang
gestaltet, dass es sich in Haupterstreckung
L betrachtet über mehrere Segmente 3 hin erstreckt.
[0045] Wie in den Figuren beispielhaft skizziert, dient der Keder 11 dabei zur Halterung
einer lichtdurchlässigen Abdeckung 15, die als Lichtaustrittselement zwischen den
beiden freien Enden 5,5' gespannt gehalten ist. Die Abdeckung 15 kann beispielsweise
aus einem flexiblen Kunststoff bestehen, beispielsweise kann die Abdeckung 15 durch
eine PVC-Folie gebildet sein, welche einerseits die gewünschten optischen Eigenschaften
aufweist und andererseits die mit Bezug auf die Krümmung der Einbauöffnung erforderliche
Flexibilität. Der Keder 11 kann beispielsweise aus Silikon bestehen. Der Keder 11
kann mit der Abdeckung 15 durch Vernähen verbunden sein.
[0046] Zur Halterung des Keder-Halteprofils 10 ist vorteilhaft an dem Segment 3 an dem betreffenden
freien Ende 5, 5' eine Aufnahmenut 12 ausgebildet, insbesondere zur rastenden Halterung
des Keder-Halteprofils 10. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Befestigungssystem
hierzu eine Rastverbindung 13 auf, die zur rastenden Halterung des Keder-Halteprofils
10 in der Aufnahmenut 12 gestaltet ist. Beispielsweise kann die Rastverbindung hierzu
einen am freien Endbereich ausgebildeten Widerhaken umfassen, der in eine entsprechende
Ausnehmung am Keder-Halteprofil 10 eingreift. Die Ausgestaltung kann dafür vorgesehen
sein, dass das Keder-Halteprofil 10 nach Anbringung in der Aufnahmenut 12 nicht mehr
entfernt wird.
[0047] Falls erwünscht ist, das Befestigungssystem gemäß einer Variante ohne die Flanschbereiche
7, 7' herstellen zu können, also beispielsweise als Anbau- oder Pendelvariante, so
kann vorgesehen sein, dass ein Spritzgusswerk zur Herstellung der Segmente 3 an den
betreffenden Stellen einen Einschub aufweist, jedoch die Aufnahmenut 12 für das Keder-Halteprofil
10 enthält.
[0048] Das Keder-Halteprofil 10 kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen, insbesondere
aus einem schlagzähen, flexiblen Kunststoff, beispielsweise aus PC.
[0049] Das Keder-Halteprofil 10 kann noch eine zur Raumseite R hin weisende Spachtelkante
14 aufweisen. Hierdurch lässt sich nach Montage des Befestigungssystems der Randbereich
der Einbauöffnung raumseitig besonders gut verspachteln; es lässt sich also besonders
gut ein deckenbündiges Finish erzielen. Die Spachtelkante 14 kann beispielweise eine
Breite zwischen 1 mm und 3 mm aufweisen, insbesondere eine Breite von etwa 2 mm.
[0050] Das erfindungsgemäße Befestigungssystem bietet im Vergleich zu einer konventionellen
Rigips-Spanndecken-Lösung insbesondere mit Bezug auf die Montage einen erheblichen
Zeitvorteil und verbesserten Komfort. Zudem ermöglicht es ein reduzierteres Finish.
1. Befestigungssystem zur Befestigung von wenigstens einer Leuchteneinheit in einer länglichen,
gebogenen Einbauöffnung eines Wand- oder Deckenelements (2), das eine Raumseite (R)
von einer Einbauseite (E) trennt, aufweisend mehrere, im Querschnitt U-förmige Segmente
(3) zur Bildung eines Aufnahmebereichs (4) für die wenigstens eine Leuchteneinheit,
wobei jedes der Segmente (3) an den beiden freien Enden (5, 5') der beiden betreffenden
U-Schenkel (6, 6') jeweils einen mit Bezug auf die U-Form nach außen weisenden Flanschbereich
(7, 7') zur raumseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement (2) aufweist,
wobei der Flanschbereich (7, 7') als Angriffselement für ein Verbindungsmittel (V) zur Fixierung des betreffenden Segments (3) an dem Wand- oder Deckenelement (2)
ausgestaltet ist und das Befestigungssystem weiterhin ein Profilelement (8) zur einbauseitigen
Anlage an das Wand- oder Deckenelement (2) aufweist, das als Widerlager für das Verbindungsmittel
(V) ausgestaltet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Profilelement (8) Einschnitte (86, 87) aufweist, die derart gestaltet sind, dass
durch sie eine Biegung des Profilelements (8) erleichtert ist.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1,
bei dem das Profilelement (8) im Querschnitt eine L-Form aufweist und mit einem der
beiden L-Schenkel zur einbauseitigen Anlage an das Wand- oder Deckenelement (2) ausgestaltet
ist.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem das Profilelement (8) mehrere Löcher (85) zur Führung des Verbindungsmittels
(V) aufweist, wobei die Löcher (85) in unterschiedlichen Abständen von einem seitlichen
Randbereich (83) des Profilelements (8) angeordnet sind.
4. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei dem das Profilelement (8) aus Blech besteht, insbesondere aus Weißblech.