[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen einer Waffe, insbesondere einer
Maschinenwaffe, mit einem axial bewegbaren Betätigungselement, das zum Spannen der
Waffe mit einem waffenseitigen Spannelement koppelbar ist und wobei die Steuerungsvorrichtung
ein gemeinsam mit dem Betätigungselement bewegbares Steuerelement und ein waffenseitig
angeordnetes Steuerelement aufweist. Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet
eine Waffenstation mit einer Waffe, insbesondere einer Maschinenwaffe, und einer Spannvorrichtung
mit einem axial bewegbaren Betätigungselement, das zum Spannen der Waffe mit einem
waffenseitigen Spannelement gekoppelt ist und wobei die Steuerungsvorrichtung ein
gemeinsam mit dem Betätigungselement bewegbares Steuerelement und ein waffenseitig
angeordnetes Steuerelement aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum
Betrieb einer über eine Spannvorrichtung spannbaren Waffe, insbesondere einer Maschinenwaffe,
bei welchem zum Spannen der Waffe ein axial bewegbares, mit einem waffenseitigen Spannelement
gekoppeltes Betätigungselement der Spannvorrichtung in Spannrichtung der Waffe bewegt
wird und wobei die Steuerungsvorrichtung ein gemeinsam mit dem Betätigungselement
bewegbares Steuerelement und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement aufweist.
Insbesondere aus dem Bereich der Maschinenwaffen sind verschiedene Arten von Waffen
bekannt, die jeweils vor der ersten Schussabgabe über ein Spannelement gespannt werden
müssen. Über das Spannelement wird der rücklaufende Teil der Waffe zumeist entgegen
der Kraft einer sich spannenden Feder in eine Spannstellung verbracht. Bei Betätigung
der Waffe wird der rücklaufende Teil der Waffe getrieben über die Kraft der Feder
dann in Richtung der zu verschießenden Munition beschleunigt und anschließend, nach
erfolgter Schussabgabe, aufgrund des sich ergebenden Rückstoßes wieder in Richtung
der Spannstellung bewegt. Dieser Vorgang wiederholt sich dann für jeden weiteren abgegebenen
Schuss, wodurch sich eine Art Pendelbewegung des rücklaufenden Teils der Waffe ergibt
und eine große Anzahl an Schüssen innerhalb kurzer Zeiträume abgegeben werden kann.
Um eine unbeabsichtigte Schussabgabe zu verhindern, ist zudem oftmals vorgesehen,
dass die Waffe von einem entsicherten in einen gesicherten Zustand überführbar ist,
in welchem beispielsweise der rücklaufende Teil der Waffe blockiert ist, so dass eine
Schussabgabe nicht möglich ist. Hierzu ist oftmals ein von Hand betätigbares Sicherungselement
vorgesehen, beispielsweise in Form eines zwischen zwei Positionen hin und her bewegbaren
Bolzens, über welchen sich die Waffe von einem entsicherten in einen gesicherten Zustand
und umgekehrt überführen lässt.
[0002] Bei der manuellen Betätigung der Waffe bereiten das Spannen und das Sichern bzw.
Entsichern keine größeren Schwierigkeiten, da die entsprechenden Schritte durch den
Schützen ohne Weiteres von Hand durchgeführt werden können.
[0003] Besondere Anforderungen ergeben sich bei solchen Waffen, die über eine etwa auf dem
Dach eines militärischen Fahrzeugs angeordnete Waffenstation von dem Schützen beispielsweise
aus einem gegen ballistische Bedrohungen geschützten Fahrzeuginnern betätigt werden
können. Denn bei solchen Waffen erfolgt das Spannen und das Sichern bzw. Entsichern
der Waffe nicht von Hand sondern automatisiert. Herkömmlicherweise werden sowohl das
Spannelement als auch das Sicherungselement hierzu jeweils über einen gesonderten
Antrieb betätigt, was sich jedoch sowohl in apparativer als auch steuerungstechnischer
Hinsicht als aufwändig erwiesen hat.
[0004] Aus der
EP 1 499 844 B1 ist eine Waffenstation bekannt, bei welcher die in der Waffenstation angeordnete
Waffe mit einem einzigen motorischen Antrieb sowohl gespannt als auch ge- bzw. entsichert
werden kann, wodurch der apparative wie auch steuerungstechnische Aufwand vergleichsweise
gering gehalten werden kann. Die Waffenstation verfügt hierzu über ein Betätigungselement,
das nach Art einer Spindelmutter über einen motorischen Antrieb axial bewegt werden
kann, wobei das Betätigungselement mit einem waffenseitigen Spannbolzen koppelbar
ist, der sich im Verfahrweg des Betätigungselements befindet und von diesem zum Spannen
der Waffe axial mitgenommen werden kann. Über das Betätigungselement wird gleichzeitig
ein federbelasteter Sperrhebel bedient, über welchen die Waffe gesichert bzw. entsichert
wird. Der Sperrhebel wird durch die Bewegungen des Betätigungselements zwischen einer
Freigabe- und einer Sperrstellung hin und her bewegt, wobei der Sperrhebel in dessen
Sperrstellung die Bewegungen des waffenseitigen Spannelements blockiert, wodurch auch
eine Bewegung des rücklaufenden Teils der Waffe blockiert und damit eine unbeabsichtigte
Schussabgabe verhindert wird.
Als nachteilig hat sich bei einer solchen Vorrichtung erwiesen, dass der an der Waffenstation
angeordnete Sperrhebel nicht mit dem eigentlichen Sicherungselement der Waffe zusammenwirkt,
sondern die Sicherung der Waffe lediglich durch ein Blockieren des Spannelements erfolgt,
was in ungünstigen Situationen, etwa bei der Entnahme der Waffe aus der Waffenstation,
die Gefahr einer ungewollten Schussauslösung birgt.
Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung, eine Waffenstation wie auch ein Verfahren zum Spannen
einer Waffe zu schaffen, bei welchen sich die Waffe auf einfache und zuverlässige
Art und Weise nicht nur Spannen sondern auch Sichern bzw. Entsichern lässt.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung bzw. einer Waffenstation der eingangs genannten
Artgeöst durch eine Steuervorrichtung, über welche das Betätigungselement zum Sichern und
Entsichern der Waffe mit einem waffenseitigen Sicherungselement koppelbar bzw. gekoppelt
ist und wobei die Steuerungsvorrichtung ein gemeinsam mit dem Betätigungselement bewegbares
Steuerelement und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement aufweist. Durch die
Koppelbarkeit bzw. Kopplung des Betätigungselements über eine Steuervorrichtung mit
dem waffenseitigen Sicherungselement lässt sich die Waffe auf einfache Art und Weise
Spannen und gleichzeitig auch Sichern bzw. Entsichern. Für die Sicherungs- bzw. Entsicherungsfunktion
ist aufgrund der Kopplung mit dem Betätigungselement kein zusätzlicher Antrieb erforderlich.
Durch die Kopplung mit dem waffenseitigen Sicherungselement wird zudem eine besonders
zuverlässige Sicherung der Waffe erreicht, bei welcher selbst bei Entnahme der Waffe
aus der Waffenstation eine erhöhte Gefahr ungewollter Schussauslösungen nicht besteht.
In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Betätigungselement zum
Spannen der Waffe wie auch zum Sichern und Entsichern der Waffe über einen insbesondere
elektromotorischen Antrieb verfahrbar ist. Durch die Verwendung eines elektromotorischen
Antriebs ergibt sich eine steuerungstechnisch wie auch unter Kostenaspekten vorteilhafte
Konstruktion. Bevorzugt ist der Antrieb als Linearantrieb ausgebildet, beispielsweise
als Spindelantrieb oder als Zahnstangenantrieb. Die Erfindung sieht vor, dass die
Steuerungsvorrichtung ein gemeinsam mit dem Betätigungselement bewegbares Steuerelement
und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement aufweist. Während das eine Steuerungselement
mit dem Betätigungselement der Spannvorrichtung gekoppelt ist, ist das waffenseitige
Steuerungselement mit dem waffenseitigen Sicherungselement gekoppelt. Die beiden Steuerelemente
dienen zur Überführung der Bewegungen des Betätigungselements in eine definierte Bewegung
des waffenseitigen Sicherungselements. Besonders bevorzugt wandeln die Steuerelemente
eine lineare Bewegung des Betätigungselements in eine orthogonal zu dieser Bewegung
gerichtete lineare Bewegung oder eine Dreh- bzw. Schwenkbewegung des waffenseitigen
Sicherungselements um. Durch Bewegen des Betätigungselements kann auf dieses Weise
die Waffe gesichert oder entsichert werden und zwar über das an der Waffe vorgesehene
Sicherungselement.
Bevorzugt ist das waffenseitige Sicherungselement als Schiebe- oder Drehsicherung
ausgebildet. Das waffenseitige Sicherungselement kann an der Oberseite, der Unterseite
oder auch einer Seitenfläche, bevorzugt an der in Richtung der Spannvorrichtung weisenden
Seitenfläche der Waffe angeordnet sein.
[0005] In konstruktiver Hinsicht hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die
Steuerelemente derart zusammenwirken, dass Bewegungen des Betätigungselements in und/oder
entgegen der Spannrichtung der Waffe in eine Bewegung des Sicherungselements quer
zur Spannrichtung der Waffe überführt werden.
[0006] In konstruktiver Weiterbildung ist das gemeinsam mit dem Betätigungselement bewegbare
Steuerelement nach Art einer Steuerkurve ausgebildet. Durch die Steuerkurve kann die
axial in Spannrichtung der Waffe weisende Bewegung des am Betätigungselement angeordneten
Steuerelements auf einfache Weise in eine Quer- oder Schwenkbewegung des waffenseitig
angeordneten Steuerelements überführt werden.
[0007] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Steuerkurve Steuerabschnitte
aufweist, welche sich in einer gegenüber der Spannrichtung der Waffe abgewinkelten
Richtung erstrecken. Auf den Steuerabschnitten erfolgt die Übertragung der Bewegung
des am Betätigungselement angeordneten Steuerelements auf das waffenseitig angeordnete
Steuerelement. Zwischen den Steuerabschnitten liegende Abschnitte, die parallel zur
Spannrichtung der Waffe ausgerichtet sind, dienen nicht zur Übertragung von Bewegungen
auf das waffenseitige Steuerelement.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuerkurve einen Bypass zur Umgehung
der Steuerabschnitte auf. Diese Ausgestaltung ist insbesondere bei solchen Waffen
vorteilhaft, die nur im ungesicherten Zustand gespannt werden können. Bei solchen
Waffen kann zum Spannen der Waffe zunächst der sich parallel zur Spannrichtung der
Waffe erstreckende Bypass der Steuerkurve genutzt werden und anschließend die Waffe
durch Anfahren der Steuerabschnitte gesichert werden. In den Steuerabschnitten wird
das waffenseitige Sicherungselement umgelegt bzw. geschaltet, wodurch der rücklaufende
Teil der Waffe waffenseitig blockiert wird. Bevorzugt bilden die Enden der Steuerkurve
gemeinsam mit dem Bypass einen geraden Abschnitt über die gesamte Länge der Steuerkurve.
Von diesem geraden Abschnitt zweigen insbesondere zwei Steuerabschnitte ab, welche
bevorzugt über einen zum geraden Abschnitt parallel verlaufenden Abschnitt miteinander
verbunden sind. Der Bypass erstreckt sich auf dem ersten geraden Abschnitt zwischen
den beiden Steuerabschnitten.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Bypass ein- und/oder ausgangsseitig
mit Weichen versehen ist. Mit den Weichen kann entweder der Steuerabschnitt oder der
Bypass freigegeben bzw. gesperrt werden. Bevorzugt sind die Weichen derart eingerichtet,
dass sie beim Spannen der Waffe den Bypass freigeben und beim Zurückbewegen oder zum
Sichern die Steuerabschnitte freigeben.
[0010] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das waffenseitig angeordnete
Steuerelement nach Art eines Ausrückhebels ausgebildet ist. Dieser dient dem Betätigen
der waffenseitigen Sicherung. Bevorzugt weist das waffenseitig angeordnete Steuerelement
Mittel zum Koppeln mit dem waffenseitigen Sicherungselement auf, insbesondere ein
Klemmelement.
[0011] Als konstruktiv vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, wenn die Steuerelemente
über ein Zwischenelement miteinander gekoppelt sind. Das Zwischenelement kann an dem
betätigungselementseitig angeordneten Steuerelement, insbesondere der Steuerkurve,
geführt sein und auf diese Weise eine Bewegung dieses Steuerelements auf das waffenseitig
angeordnete Steuerelement übertragen. Mit dem waffenseitig angeordneten Steuerelement
kann das Zwischenelement fest verbunden sein.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Steuerelemente über das
Zwischenelement derart miteinander gekoppelt, dass Axialbewegungen des Steuerelements
über die Steuerabschnitte in Querbewegungen des waffenseitigen Steuerelements überführt
werden. Durch die Querbewegungen des waffenseitigen Steuerelements wird aufgrund der
Kopplung mit dem waffenseitigen Sicherungselement die Waffe ge- bzw. entsichert.
[0013] In Weiterbildung der Vorrichtung bzw. Waffenstation bilden die Steuerabschnitte einen
quer zur Spannrichtung weisenden Steuerweg, der größer ist, als der Sicherungsweg
des Sicherungselements. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Sicherung
der Waffe zuverlässig betätigt wird. Fertigungs- und/oder Montagetoleranzen werden
zuverlässig ausgeglichen.
[0014] In konstruktiver Hinsicht hat sich zudem als vorteilhaft erwiesen, wenn das Zwischenelement
zum Ausgleich von Differenzen zwischen dem Steuerweg und dem Sicherungsweg federnd
ausgebildet ist. Eine federnde Ausbildung des Zwischenelements erlaubt zum Einen den
Ausgleich von Toleranzen und zum Anderen ist es möglich, auch Waffen mit unterschiedlichem
Sicherungsweg mit der Vorrichtung zu sichern und zu entsichern. Bevorzugt weist das
Zwischenelement eine Blattfeder auf.
[0015] Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird die vorstehende Aufgabe dadurch
gelöst, dass das Betätigungselement über eine Steuervorrichtung mit einem waffenseitigen
Sicherungselement gekoppelt ist und zum Sichern und Entsichern der Waffe axial bewegt
wird und wobei die Steuerungsvorrichtung ein gemeinsam mit dem Betätigungselement
bewegbares Steuerelement und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement aufweist.
Durch die Kopplung des zum Spannen der Waffe bewegbaren Betätigungselements mit dem
waffenseitigen Sicherungselement über eine Steuervorrichtung lässt sich die Waffe
auf einfache Art und Weise Spannen und gleichzeitig auch Sichern bzw. Entsichern.
Für die Sicherungs- bzw. Entsicherungsfunktion ist aufgrund der Kopplung mit dem Betätigungselement
kein zusätzlicher Antrieb erforderlich. Durch die Kopplung mit dem waffenseitigen
Sicherungselement wird zudem eine besonders zuverlässige Sicherung der Waffe erreicht
werden, weil selbst bei der Entnahme der Waffe aus der Waffenstation eine erhöhte
Gefahr ungewollter Schussauslösungen nicht gegeben ist.
[0016] Zur Durchführung des Verfahrens kann die Spannvorrichtung sämtliche der zuvor im
Zusammenhang mit der Vorrichtung bzw. der Waffenstation beschriebenen Merkmale einzeln
oder in Kombination aufweisen.
Weitere Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wie auch einer erfindungsgemäßen
Waffenstation sowie eines erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend unter Zuhilfenahme
der beigefügten Zeichnungen von Ausführungsbeispielen erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer,
nicht alle Komponenten zeigender Ansicht,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer,
nicht alle Komponenten zeigender Ansicht,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Ansicht einer Vorrichtung gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 4 a - e
- schematische Ansichten einer Vorrichtung gemäß der Darstellung in Fig. 3 zur Veranschaulichung
der Vorgänge beim Spannen und Sichern bzw. Entsichern der Waffe,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ansicht einer Vorrichtung gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels
und
- Fig. 6 a - e
- schematische Ansichten einer Vorrichtung gemäß der Darstellung in Fig. 5 zur Veranschaulichung
der Vorgänge beim Spannen und Sichern bzw. Entsichern der Waffe,
[0017] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Waffe 11, bei welcher es sich um ein handelsübliches,
auch von Hand bedienbares Maschinengewehr handelt, welches in einer nur teilweise
dargestellten Waffenstation 10 aufgenommen ist.
[0018] Über die Waffenstation 10 kann die Waffe 11 von einem Schützen in Azimut und Elevation
auf ein zu bekämpfendes Ziel gerichtet werden. Der Schütze kann sich dabei in einiger
Entfernung zu der Waffe 11 in einem gegen militärische Bedrohungen geschützten Raum,
wie etwa einer ballistisch geschützten Fahrzeugkabine, aufhalten, so dass der Schütze
während der Schussabgabe vor feindlichen Bedrohungen geschützt ist.
[0019] Bevor die Waffe 11 jedoch betätigt werden kann, muss diese über ein an der Waffe
11 angeordnetes Spannelement 11.1 gespannt werden, wozu das Spannelement 11.1 entgegen
der Schussrichtung der Waffe 11 in eine Spannstellung bewegt wird. Dabei wird über
das Spannelement 11.1 ein in den Figuren nicht dargestellter rücklaufender Teil der
Waffe 11 entgegen der Kraft einer sich spannenden Feder in eine Spannstellung verbracht.
Beim Auslösen der Waffe 11 wird dann der rücklaufende Teil der Waffe 11 über die gespannte
Feder in Richtung der Munition beschleunigt und löst mit seinem Aufschlag auf die
Munition den Schuss aus. Nachdem der Schuss abgegeben wurde, wird der rücklaufende
Teil der Waffe 11 durch den sich ergebenden Rückstoß wieder in die Spannstellung bewegt.
Dabei ergibt sich bei mehrfacher Auslösung der Waffe 11 eine Pendelbewegung des rücklaufende
Teils der Waffe 11 und es können innerhalb kurzer Zeiträume eine Vielzahl von Schüssen
abgegeben werden.
[0020] Vor der ersten Schussabgabe ist es zudem erforderlich, die Waffe 11 zu entsichern.
Die Waffe 11 verfügt hierzu über ein an der Waffe 11 angeordnetes, nach Art eines
axial bewegbaren Bolzens gestaltetes Sicherungselement 11.2, welches in seiner gesicherten
Stellung den rücklaufenden Teil der Waffe 11 blockiert, so dass in der gesicherten
Stellung der Waffe 11 keine Schüsse abgegeben werden können. Das Schießen ist erst
möglich, wenn das Sicherungselement 11.2 in eine entsicherte Stellung überführt wurde.
[0021] Das Spannen, Sichern und Entsichern der Waffe 11 bereitet bei einer manuellen Betätigung
in der Regel keine Schwierigkeiten, da die entsprechenden Spann- und Sicherungselemente
unmittelbar an der Waffe 11 angeordnet sind und von geübten Schützen innerhalb kürzester
Zeit bedient werden können. Besondere Anforderungen ergeben sich beim Betrieb der
Waffe 11 innerhalb der fernbedienbaren Waffenstation 10, wozu eine Spannvorrichtung
1 vorgesehen ist, auf deren Einzelheiten nachfolgend eingegangen werden wird.
[0022] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Spannen und Sichern einer Waffe 11 mit einem
über einen Antrieb 7 in Spannrichtung der Waffe 11 axial bewegbaren Betätigungselement
2. Das Betätigungselement 2 wie auch der zugehörige Antrieb 7, bei dem es sich beispielsweise
um einen elektromotorischen Linearantrieb handeln kann, sind an der Waffenstation
10 angeordnet und wirken mit der in die Waffenstation 10 eingelegten Waffe 11 zusammen.
[0023] Das Betätigungselement 2 ist mit dem waffenseitigen Spannelement 11.1 derart gekoppelt,
dass das Spannelement 11.1 den axialen Bewegungen des Betätigungselements 2 folgt,
so dass die Waffe 11 durch Verfahren des Betätigungselements 2 gespannt werden kann.
[0024] Wie insbesondere die Darstellung in Fig. 2, in welcher das waffenseitige Spannelement
11.1 nicht eingezeichnet ist, zeigt, kommt dem Betätigungselement 2 eine Doppelfunktion
zu. Denn das Betätigungselement 2 dient nicht nur zum Spannen des Spannelements 2,
sondern gleichzeitig auch zur Betätigung des waffenseitigen Sicherungselements 11.2.
Hierzu ist das Betätigungselement 2 über eine Steuervorrichtung 3 mit dem Sicherungselement
11.2 gekoppelt, so dass durch entsprechende Bewegungen des Betätigungselements 2 die
Waffe 11 gesichert und entsichert werden kann.
[0025] Nachfolgend sollen anhand der Darstellung in Fig. 3 zunächst konstruktive Einzelheiten
eines ersten Ausführungsbeispiels detailliert beschrieben werden, bevor dann anhand
der Darstellungen in den Fig. 4a bis 4e die entsprechenden Vorgänge beim Spannen und
Sichern der Waffe 11 mit der Vorrichtung 1 beschrieben werden.
[0026] Fig. 3 zeigt eine Spannvorrichtung 1, die sich im Wesentlichen parallel zu der in
die Waffenstation 10 eingesetzten Waffe 11 erstreckt. Zum Spannen der Waffe 11 ist
ein Linearantrieb 7 vorgesehen, über welchen sich ein Betätigungselement 2 in einer
Richtung parallel zur Schussrichtung der Waffe 11 hin und her bewegen lässt. Mit dem
Betätigungselement 2 sind sowohl das Spannelement 11.1 der Waffe 11 als auch das Sicherungselement
11.2 der Waffe 11 gekoppelt, so dass sich sowohl das Spannelement 11.1 als auch das
Sicherungselement 11.2 über das gemeinsame Betätigungselement 2 und damit mit nur
einem Antrieb 7 betätigen lassen.
[0027] Die Kopplung des Betätigungselements 2 mit dem Spannelement 11.1 der Waffe 11 ist
derart, dass das Spannelement 11.1 den Bewegungen des Betätigungselements 2 folgt.
Das Betätigungselement 2 bildet insoweit einen Mitnehmer für das Spannelement 11.1
der Waffe 1, über welchen sich das Spannelement 11.1 in dessen Spannstellung überführen
und die Waffe 11 spannen lässt. Beim Ausführungsbeispiel weist das Spannelement 11.1
der Waffe 11 einen bolzenförmigen Abschnitt 11.3 auf, welcher in eine U-förmige Öffnung
des Betätigungselements 2 eingreift. Über die beiden Schenkel 2.1, 2.2 der U-förmigen
Öffnung kann das Spannelement 11.1 in zwei Richtungen mitgenommen werden.
[0028] Die Kopplung des Betätigungselements 2 mit dem Sicherungselement 11.2 der Waffe 11
erfolgt über eine Steuervorrichtung 3. Während die Kopplung des Betätigungselements
2 mit dem Spannelement 11.1 derart ist, dass das Spannelement 11.1 den Bewegungen
des Betätigungselements 2 folgt, ist die Kopplung des Betätigungselements 2 mit dem
Sicherungselement 11.2 derart, dass die Bewegungen des Betätigungselements 2 über
die Steuervorrichtung 3 in eine anders gerichtete Bewegung des Sicherungselements
11.2 überführt werden.
[0029] Bei der im Ausführungsbeispiel vorgesehenen Waffe 11 erfolgt das Sichern bzw. Entsichern
durch lineares Verschieben des Sicherungselements 11.2 quer zur Richtung der Waffe
11. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Waffen 11 mit solchen Sicherungselementen 11.2
beschränkt. Beispielsweise kann das Sicherungselement 11.2 zum Sichern der Waffe 11
auch verschwenkt oder verdreht werden. Auch diese Bewegungen können bei einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 mittels einer geeigneten Steuervorrichtung 3 aus der linearen Bewegung
des Betätigungselements 2 erzeugt werden.
[0030] Die Steuervorrichtung 3 weist ein betätigungselementseitiges Steuerelement 4 und
ein waffenseitiges Steuerelement 5 auf, die über ein Zwischenelement 6 miteinander
verbunden sind.
[0031] Das betätigungselementseitige Steuerelement 4 ist mit dem Betätigungselement 2 derart
gekoppelt, dass es sich gemeinsam mit dem Betätigungselement 2 bewegt. Beim Spannen
der Waffe 11 folgt das Steuerelement 4 daher den Bewegungen des Betätigungselements
2.
[0032] Das Steuerelement 4 ist nach Art einer Steuerkurve ausgebildet, die verschiedene
Abschnitte aufweist. Die beiden Enden der Steuerkurve 4 werden von linearen Abschnitten
4.1, 4.2 gebildet, die sich parallel zur Spannrichtung der Waffe 1 und damit zur Bewegungsrichtung
des Betätigungselements 2 erstrecken. Beim Ausführungsbeispiel sind die endseitigen
Linearabschnitte 4.1, 4.2 der Steuerkurve 4 zueinander fluchtend angeordnet. An die
beiden endseitigen Abschnitte 4.1, 4.2 schließt sich Richtung der Mitte der Steuerkurve
4 je ein Steuerabschnitt 4.3, 4.4 an. Die Steuerabschnitte 4.3, 4.4 erstrecken sich
in einer gegenüber den endseitigen Abschnitten 4.1, 4.2 abgewinkelten Richtung. Bei
den Steuerabschnitten 4.3, 4.4 handelt es sich um abgewinkelte Linearabschnitte, es
können jedoch auch anders ausgebildete Steuerabschnitte 4.3, 4.4 verwendet werden,
insbesondere bogenförmige Steuerabschnitte. Die beiden Steuerabschnitte 4.3, 4.4 sind
bezüglich einer Mittelebene der Steuerkurve 4 symmetrisch angeordnet und schließen
zwischen sich einen mittleren linearen Abschnitt 4.5 ein, über welchen die Steuerabschnitte
4.3, 4.4 miteinander verbunden sind, so dass sich eine durchgehende Steuerkurve 4
ergibt. Der mittlere Linearabschnitt 4.5 ist parallel zu den endseitigen linearen
Abschnitten 4.1, 4.2 versetzt angeordnet, so dass sich eine Art Trapez ergibt.
[0033] Das waffenseitige Steuerelement 5 ist mit dem waffenseitigen Sicherungselement 11.2
gekoppelt und dient dazu, eine Bewegung des Betätigungselements 2 auf das waffenseitige
Sicherungselement 11.2 zu übertragen. Durch eine Bewegung des Steuerelements 5 kann
das Sicherungselement 11.2 geschaltet werden, also zwischen einer entsicherten und
einer gesicherten Stellung der Waffe 11 hin und her bewegt werden.
[0034] Zur Kopplung mit der waffenseitigen Sicherung 11.2 weist das Steuerelement 5 eine
Öffnung 5.5 auf, in welcher die waffenseitige Sicherung 11.2 gehalten wird. Die Öffnung
5.5 wird von zwei sich im Wesentlichen parallel erstreckenden Schenkeln 5.1, 5.2 begrenzt.
Die Schenkel 5.1, 5.2 klemmen das Sicherungselement 11.2 zwischen sich ein, wozu die
Öffnung 5.5 ein gewisses Untermaß gegenüber dem Sicherungselement 11.2 aufweisen kann.
Um gewisse Bewegungen des waffenseitigen Sicherungselements 11.2 gegenüber dem waffenseitigen
Steuerungselement 5 zu ermöglichen, weisen die Enden der Schenkel 5.1, 5.2 im Anlagebereich
mit dem waffenseitigen Sicherungselement 11.2 jeweils eine Erhebung 5.3, 5.4 auf.
Um ein das Einführen des Sicherungselements 11.2 in die Öffnung 5.5 zu erleichtern,
sind die Erhebungen 5.3, 5.4 jeweils mit Einführschrägen versehen. Insgesamt ist das
waffenseitige Steuerungselement 5 von zangenförmiger Geometrie und um eine Schwenkachse
A schwenkbar gelagert, vorzugsweise in einem in den Figuren nicht dargestellten Schwenklager
der Vorrichtung 1.
[0035] Die beiden Steuerelemente 4, 5 stehen über das Zwischenelement 6 miteinander in Wirkverbindung.
Das Zwischenelement 6 ist mit einem Ende fest mit dem waffenseitigen Steuerelement
5 verbunden, so dass eine Bewegung des Zwischenelements 6 zu einer Schwenkbewegung
des Steuerelements 5 um die Achse A führt. Mit dem anderen Ende ist das Zwischenelement
6 mit dem betätigungselementseitigen Steuerelement 4 gekoppelt. Das Zwischenelement
6 weist hierzu ein Gleitelement 6.1 auf, welches nach Art eines Gleitsteins in dem
als Steuerkurve ausgebildeten Steuerelement 4 geführt ist. Beim Bewegen des Steuerelements
4 gemeinsam mit dem Betätigungselement 2 bewegt sich das Gleitelement 6.1 in der Steuerkurve
4. Die resultierende Bewegung führt zu einer Bewegung des Zwischenelements 6 und damit
zu einer Schwenkbewegung des Steuerelements 5, wodurch das Sicherungselement 11.2
der Waffe 11 geschaltet werden kann.
[0036] Nachfolgend werden die Vorgänge beim Spannen und Sichern bzw. Entsichern der Waffe
11 anhand der Darstellungen in den Figuren 4a bis 4e im Einzelnen erläutert.
[0037] Figur 4a zeigt die Vorrichtung 1 mit einer nicht gespannten, entsicherten Waffe 11.
Zum Spannen der Waffe 11 verfährt das Betätigungselement 2 von der in Fig. 4a dargestellten
vorderen Position entgegen der Schussrichtung der Waffe 11 in die in Fig. 4c dargestellte
Spannstellung. Dabei nimmt das Betätigungselement 2 den Spannhebel 11.1 der Waffe
11 mit, wodurch auch der in den Figuren nicht dargestellte rücklaufende Teil der Waffe
11 in dessen Spannstellung überführt wird. In dieser Stellung ist die Waffe 11 gespannt
und insoweit für die Abgabe eines ersten Schusses vorbereitet.
[0038] Nachdem die Waffe 11 gespannt wurde, kann das Betätigungselement 2 gemeinsam mit
dem Spannelement 11.1 der Waffe 11 in Schussrichtung zurückgefahren werden.
[0039] Beim Verfahren des Betätigungselements 2 wird gleichzeitig auch das Sicherungselement
11.2 der Waffe 11 betätigt, da das Betätigungselement 2 über die Steuervorrichtung
3 mit dem Sicherungselement 11.2 gekoppelt ist. Da das Betätigungselement 2 mit dem
als Steuerkurve ausgebildeten Steuerelement 4 der Steuervorrichtung 3 fest verbunden
ist, nimmt das Betätigungselement 2 das Steuerelement 4 mit. Während dieser Bewegung
durchläuft das Gleitelement 6.1 des Zwischenelements 6 die Steuerkurve 4, so dass
das Steuerelement 5 um die Schwenkachse A verschwenkt.
[0040] In der Stellung gemäß Fig. 4a ist die Waffe 11 entsichert, was daran zu erkennen
ist, dass sich das Sicherungselement 11.2 in der in den Zeichnungen unteren Endstellung
befindet. Bei der Bewegung des Betätigungselements 2 bleibt die Waffe 1 nun solange
entsichert, bis das Zwischenelement 6 bzw. dessen Gleitelement 6.1 den Abschnitt 4.1
und in den Steuerabschnitt 4.3 eintritt. Der Steuerabschnitt 4.3 ist gegenüber dem
Abschnitt 4.1 angestellt, so dass das Zwischenelement 6 und mit diesem das drehbar
gelagerte Steuerelement 4 entsprechend der Steigung des Steuerabschnitts 4.3 bewegt
werden, bis das Sicherungselement 11.2 gemäß der Darstellung in Fig. 4b dessen gesicherte
Stellung erreicht hat, in welcher eine Schussabgabe auch bei gespannter Waffe 11 nicht
möglich ist. Beim weiteren Bewegen des Betätigungselements 2 durchläuft das Zwischenelement
6 den mittleren Abschnitt 4.5, der parallel zu den endseitigen Abschnitten 4.1, 4.2
jedoch gegenüber diesen versetzt ausgerichtet ist. Beim Durchlaufen des Abschnitts
4.5 bleibt die Waffe zunächst in deren gesichertem Zustand bis der nächste Steuerabschnitt
4.4 erreicht wird. Der Steuerabschnitt 4.4 ist gegenläufig zu dem Steuerabschnitt
4.3 ausgerichtet, so dass das Sicherungselement 11.2 nach Durchlaufen des zweiten
Steuerabschnitts 4.4 wieder entsichert ist. Sobald dann auch noch gemäß der Darstellung
in Fig. 4c der endseitige lineare Anschnitt 4.2 durchlaufen wurde, ist die Waffe 11
entsichert und gespannt ist.
[0041] Das Betätigungselement 2 wird nach dem Spannen der Waffe 11 zurück in dessen Ausgangsposition
verfahren, vgl. Fig. 4d und 4e. Dabei nimmt das Betätigungselement 2 das steuerkurvenförmige
Steuerelement 4 wieder mit zurück, wobei das waffenseitige Sicherungselement 11.2
in den Steuerabschnitten 4.4, 4.3 erneut geschaltet wird und sich die Waffe 11 in
der in Fig. 4e dargestellten Position in gespannten und entsicherten Zustand befindet.
[0042] Soll die Waffe 11 nun gesichert werden, kann das Betätigungselement 2 erneut verfahren.
Dabei wird zwar das Spannelement 11.1 wiederum mitgenommen, dies bleibt jedoch ohne
Einfluss auf den rücklaufenden Teil der Waffe 11, da sich dieser bereits in dessen
gespannter Stellung befindet. Das Betätigungselement 2 kann daher mit dem Ziel verfahren
werden, lediglich das waffenseitige Sicherungselement 11.2 zu schalten und die Waffe
damit zu Sichern bzw. zu entsichern.
[0043] Zum Ausgleich von Toleranzen und um in einer Waffenstation 10 verschiedene Waffen
11 aufnehmen zu können, deren Sicherungselemente 11.2 unterschiedlich große Sicherungswege
aufweisen, ist das Zwischenelement 6 federnd ausgebildet. In der Figur 4c ist der
Sicherungsweg W
2, welchen das Sicherungselement 11.2 beim Überführen von der gesicherten in die entsicherte
Stellung zurücklegt, und der Steuerweg W
1, der sich aus dem Versatz der Abschnitte 4.1 und 4.2 gegenüber dem mittleren Abschnitt
4.5 ergibt, eingezeichnet. Der Steuerweg W
1 ist größer als der Sicherungsweg W
2. Hierdurch wird in Kombination mit dem als Blattfeder ausgebildeten Zwischenelement
6 sichergestellt, dass das waffenseitige Sicherungselement 11.2 auch unter Berücksichtigung
von Toleranzen stets wirksam betätigt wird, indem durch das Zwischenelement 6 das
waffenseitige Sicherungselement 11.2 über das Steuerelement 5 unter Federspannung
in Position gehalten wird. Die Kombination aus dem federnd ausgebildeten Zwischenelement
6 und dem Längenunterschied von Steuerweg W
1 und Sicherungsweg W
2 können verschiedene Waffen 11 sicher von der Spannvorrichtung 1 gespannt und gesichert
werden.
[0044] Beim Durchlaufen der Steuerabschnitte 4.3, 4.4 ändert sich das Vorzeichen der Biegespannung
des Zwischenelements 6, so dass dieses in dem mittleren Abschnitt 4.5 das waffenseitige
Sicherungselement 11.2 in Richtung dessen gesicherter Stellung drückt. In den beiden
anderen linearen Abschnitten 4.1, 4.2 wird das Sicherungselement 11.2 über das als
Blattfeder ausgebildete Zwischenelement 6 in Richtung dessen entsicherter Stellung
gezogen.
[0045] Nachfolgend soll anhand der Darstellungen in den Figuren 5 bis 6e ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben werden, welches sich hinsichtlich der Ausgestaltung des
als Steuerkurve ausgebildeten Steuerelements 4 von dem ersten Ausführungsbeispiel
unterscheidet, ansonsten jedoch mit diesem weitgehend übereinstimmt, weshalb insoweit
zur Vermeidung von Wiederholungen vor allem auf die Unterschiede dieser Ausführung
eingegangen werden wird.
[0046] Während bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 die Steuerkurve 4 nur einen
möglichen Pfad aufweist, der von dem Gleitelement 6.1 sowohl in der einen wie auch
der anderen Richtung durchlaufen wird, weist die Steuerkurve 4 beim zweiten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 5 zusätzlich einen Bypass 4.6 auf. Der Bypass 4.6 verbindet die Endabschnitte
4.1, 4.2 der Steuerkurve 4 auf direktem Weg und unter Umgehung der beiden Steuerabschnitte
4.3, 4.4 sowie des versetzten Abschnitts 4.5. Im Die endseitigen Abschnitte 4.1, 4.2
und der Bypass 4.6 liegen zueinander in Fluchtung.
[0047] Eingangs- und ausgangsseitig des Bypasses 4.6 sind Weichen 4.7, 4.8 angeordnet, die
derart ausgebildet sind, dass in der einen Bewegungsrichtung der Bypass 4.6 durchlaufen
wird und in der anderen Richtung der Weg über die Steuerabschnitt 4.3 und 4.4 genommen
wird. Beim Ausführungsbeispiel sind die Weichen 4.7, 4.8 ähnlich zu federbelasteten
Rückschlagklappen ausgebildet, wobei eine der Weichen 4.7 auch ansteuerbar ausgebildet
sein kann, was nachfolgend unter Zuhilfenahme der Darstellungen in den Figuren 6a
bis 6e näher erläutert wird.
[0048] Zunächst befindet sich das Betätigungselement 2 gemäß der Darstellung in Figur 6a
wiederum in einer Ausgangsstellung. Zum Spannen der Waffe 11 wird das Betätigungselement
2 dann entgegen der Schussrichtung der Waffe 11 bewegt, wobei das Spannelement 11.1
in dessen Spannstellung mitgenommen wird, welche in Figur 6c dargestellt ist. Im Gegensatz
zu den im ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Vorgängen durchläuft das als Gleitelement
6.1 ausgebildete Ende des Zwischenelements 6 dabei nicht die Steuerabschnitte 4.3,
4.4 des Steuerelements 4, sondern nimmt den direkten Weg von dem einen Ende 4.1 des
Steuerelements zum gegenüberliegenden Ende 4.2 über den dazwischen liegend angeordneten
Bypass 4.6. Dabei schwenkt die hintere Weiche 4.8 vorübergehend entgegen der Kraft
einer Feder nach oben aus. Beim Zurückbewegen des Betätigungselements 2 nimmt das
Gleitelement 6.1 dann jedoch einen anderen Weg über den Steuerabschnitt 4.4, den mittleren
Abschnitt 4.5 und den Steuerabschnitt 4.3 in den Endabschnitt 4.1, bis die in Figur
6e dargestellte Endstellung erreicht ist, in welcher die Waffe entsichert und gespannt
ist.
[0049] Zum Sichern der Waffe besteht nun die Möglichkeit, das Gleitelement 6.1 erneut entlang
des Bypasses 4.6 in den Endabschnitt 4.2 zu verfahren und anschließend in den mittleren
Abschnitt 4.5 zu bewegen, wobei das waffenseitige Sicherungselement 11.2 in die gesicherte
Stellung überführt wird.
[0050] Bei dieser Ausführung ist es aufgrund des Bypasses 4.6 und der zugehörigen Weichen
4.7, 4.8 möglich, dass das Gleitelement 6.1 bzw. das Zwischenelement 6 beim Bewegen
des Betätigungselements 2 in Spannrichtung bzw. entgegen der Spannrichtung jeweils
unterschiedliche Wege nimmt, was insbesondere bei solchen Waffen 11 von Vorteil ist,
die nur im entsicherten Zustand gespannt werden können bzw. nur gesichert werden können,
wenn diese auch gespannt sind.
[0051] Die vorstehend beschriebene Vorrichtung 1 wie auch die vorstehend beschriebene Waffenstation
10 und das vorstehend beschriebene Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass durch
die Kopplung eines waffenseitigen Sicherungselements 11.2 mit dem Betätigungselement
2 zum Spannen der Waffe 11 eine Waffe 11 mit dem Betätigungselement 2 gespannt und
gesichert werden kann und durch die Kopplung mit dem waffenseitigen Sicherungselement
11.2 selbst bei der Entnahme der Waffe 11 keine Gefahr für eine ungewollte Schussauslösung
besteht.
Bezugszeichen:
[0052]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Betätigungselement
- 2.1
- Schenkel
- 2.2
- Schenkel
- 3
- Steuervorrichtung
- 4
- Steuerelement
- 4.1
- linearer Abschnitt
- 4.2
- linearer Abschnitt
- 4.3
- Steuerabschnitt
- 4.4
- Steuerabschnitt
- 4.5
- versetzter Abschnitt
- 4.6
- Bypass
- 4.7
- Weiche
- 4.8
- Weiche
- 5
- Steuerelement
- 5.1
- Schenkel
- 5.2
- Schenkel
- 5.3
- Erhebung
- 5.4
- Erhebung
- 5.5
- Öffnung
- 6
- Zwischenelement
- 6.1
- Gleitelement
- 7
- Antrieb
- 10
- Waffenstation
- 11
- Waffe
- 11.1
- Spannelement
- 11.2
- Sicherungselement
- 11.3
- Bolzen
- A
- Schwenkachse
- S
- Spannrichtung
- W1
- Steuerweg
- W2
- Sicherungsweg
1. Vorrichtung zum Spannen einer Waffe (11), insbesondere einer Maschinenwaffe, mit einem
axial bewegbaren Betätigungselement (2), das zum Spannen der Waffe (11) mit einem
waffenseitigen Spannelement (11.1) koppelbar ist,
gekennzeichnet durch
eine Steuervorrichtung (3), über welche das Betätigungselement (2) zum Sichern und
Entsichern der Waffe (11) mit einem waffenseitigen Sicherungselement (11.2) koppelbar
ist, wobei die Steuerungsvorrichtung (3) ein gemeinsam mit dem Betätigungselement
(2) bewegbares Steuerelement (4) und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement (5)
aufweist.
2. Waffenstation mit einer Waffe (11), insbesondere einer Maschinenwaffe, und einer Spannvorrichtung
(1) mit einem axial bewegbaren Betätigungselement (2), das zum Spannen der Waffe (11)
mit einem waffenseitigen Spannelement (11.1) gekoppelt ist,
gekennzeichnet durch
eine Steuervorrichtung (3), über welche das Betätigungselement (2) zum Sichern und
Entsichern der Waffe (11) mit einem waffenseitigen Sicherungselement (11.2) gekoppelt
ist, wobei die Steuerungsvorrichtung (3) ein gemeinsam mit dem Betätigungselement
(2) bewegbares Steuerelement (4) und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement (5)
aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Waffenstation nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (2) zum Spannen der Waffe (11) wie auch zum Sichern und Entsichern
der Waffe (11) über einen insbesondere elektromotorischen Antrieb (7) verfahrbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Waffenstation nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente (4, 5) derart zusammenwirken, dass Bewegungen des Betätigungselements
(2) in und/oder entgegen der Spannrichtung (S) der Waffe (11) in eine Bewegung des
Sicherungselements (11.2) quer zur Spannrichtung (S) der Waffe (11) überführt werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 4 oder Waffenstation nach Anspruch 2 oder
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsam mit dem Betätigungselement (2) bewegbare Steuerelement (4) nach Art
einer Steuerkurve ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Waffenstation nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (4) Steuerabschnitte (4.3, 4.4) aufweist, welche sich in einer gegenüber
der Spannrichtung (S) der Waffe (11) abgewinkelten Richtung erstrecken.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder Waffenstation nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkurve (4) einen Bypass (4.6) zur Umgehung der Steuerabschnitte (4.1) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder Waffenstation nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (4.6) ein- und/oder ausgangsseitig mit Weichen (4.4) versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 oder Waffenstation nach einem der Ansprüche
2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das waffenseitig angeordnete Steuerelement (5) nach Art eines Ausrückhebels ausgebildet
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder Waffenstation nach einem der Ansprüche
2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, die Steuerelemente (4, 5) über ein Zwischenelement (6) miteinander gekoppelt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder Waffenstation nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente (4, 5) über das Zwischenelement (6) derart miteinander gekoppelt
sind, dass Axialbewegungen des Steuerelements (4) über die Steuerabschnitte (4.1)
in Querbewegungen des waffenseitigen Steuerelements (5) überführt werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11 oder Waffenstation nach einem der Ansprüche
6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerabschnitte (4.3, 4.4) einen quer zur Spannrichtung weisenden Steuerweg
(W1) bilden, der größer ist, als der Sicherungsweg (W2) des Sicherungselements (11.2).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder Waffenstation nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (6) zum Ausgleich von Differenzen zwischen dem Steuerweg (W1) und dem Sicherungsweg (W2) federnd ausgebildet ist.
14. Verfahren zum Betrieb einer über eine Spannvorrichtung (1) spannbaren Waffe (11),
insbesondere einer Maschinenwaffe, bei welchem zum Spannen der Waffe (11) ein axial
bewegbares, mit einem waffenseitigen Spannelement (11.1) gekoppeltes Betätigungselement
(2) der Spannvorrichtung (1) in Spannrichtung der Waffe (11) bewegt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (2) über eine Steuervorrichtung (3) mit einem waffenseitigen
Sicherungselement (11.2) gekoppelt ist und zum Sichern und Entsichern der Waffe (11)
axial bewegt wird, wobei die Steuerungsvorrichtung (3) ein gemeinsam mit dem Betätigungselement
(2) bewegbares Steuerelement (4) und ein waffenseitig angeordnetes Steuerelement (5)
aufweist.
1. A device for cocking a weapon (11), in particular an automatic weapon, having an axially
movable actuating element (2) which can be coupled to a cocking element (11.1) on
the weapon for the purpose of cocking the weapon (11),
characterized by
a control device (3) by means of which the actuating element (2) can be coupled to
a safety locking element (11.2) on the weapon for the purpose of making the weapon
(11) safe and arming the weapon (11), wherein the control device (3) has a control
element (4) which is movable jointly with the actuating element (2), and a control
element (5) which is arranged at the weapon side.
2. A weapon station having a weapon (11), in particular an automatic weapon, and having
a cocking device (1) with an axially movable actuating element (2) which is coupled
to a cocking element (11.1) on the weapon for the purpose of cocking the weapon (11),
characterized by
a control device (3) by means of which the actuating element (2) is coupled to a safety
locking element (11.2) on the weapon for the purpose of making the weapon (11) safe
and arming the weapon (11), wherein the control device (3) has a control element (4)
which is movable jointly with the actuating element (2), and a control element (5)
which is arranged at the weapon side.
3. The device as claimed in claim 1 or weapon station as claimed in claim 2, characterized in that the actuating element (2) can be moved by means of an in particular electromotive
drive (7) for the purpose of cocking the weapon (11) and also for the purpose of making
the weapon (11) safe and arming the weapon (11).
4. The device as claimed in claim 1 or weapon station as claimed in claim 2, characterized in that the control elements (4, 5) interact such that movements of the actuating element
(2) in and/or counter to the cocking direction (S) of the weapon (11) are converted
into a movement of the safety locking element (11.2) transversely with respect to
the cocking direction (S) of the weapon (11).
5. The device as claimed in claim 1 or claim 4 or weapon station as claimed in claim
2 or claim 4, characterized in that the control element (4) which is movable jointly with the actuating element (2) is
formed in the manner of a control track.
6. The device as claimed in claim 5 or weapon station as claimed in claim 5, characterized in that the control track (4) has control sections (4.3, 4.4) which extend in a direction
which is angled relative to the cocking direction (S) of the weapon (11).
7. The device as claimed in claim 6 or weapon station as claimed in claim 6, characterized in that the control track (4) has a bypass (4.6) for bypassing the control sections (4.1).
8. The device as claimed in claim 7 or weapon station as claimed in claim 7, characterized in that the bypass (4.6) is equipped, at the entry and/or exit side(s), with switches (4.4).
9. The device as claimed in one of claims 1 to 8 or weapon station as claimed in one
of claims 2 to 8, characterized in that the control element (5) which is arranged at the weapon side is formed in the manner
of a disengagement lever.
10. The device as claimed in one of claims 1 to 9 or weapon station as claimed in one
of claims 2 to 9, characterized in that the control elements (4, 5) are coupled to one another by means of an intermediate
element (6).
11. The device as claimed in claim 10 or weapon station as claimed in claim 10, characterized in that the control elements (4, 5) are coupled to one another by means of the intermediate
element (6) such that axial movements of the control element (4) are converted, via
the control sections (4.1), into transverse movements of the control element (5) at
the weapon side.
12. The device as claimed in one of claims 6 to 11 or weapon station as claimed in one
of claims 6 to 11, characterized in that the control sections (4.3, 4.4) form a control travel (W1), directed transversely with respect to the cocking direction, greater than the safety
locking travel (W2) of the safety locking element (11.2).
13. The device as claimed in claim 12 or weapon station as claimed in claim 12, characterized in that the intermediate element (6) is of resilient design for the compensation of differences
between the control travel (W1) and the safety locking travel (W2).
14. A method for operating a weapon (11) which can be cocked by means of a cocking device
(1), in particular an automatic weapon, in which method, for the purpose of cocking
the weapon (11), an axially movable actuating element (2), which is coupled to a cocking
element (11.1) on the weapon, of the cocking device (1) is moved in the cocking direction
of the weapon (11),
characterized
in that the actuating element (2) is coupled by means of a control device (3) to a safety
locking element (11.2) on the weapon, and is moved axially for the purpose of making
the weapon (11) safe and arming the weapon (11), wherein the control device (3) has
a control element (4) which is movable jointly with the actuating element (2), and
a control element (5) which is arranged at the weapon side.
1. Dispositif pour armer une arme (11), notamment une arme automatique, comprenant un
élément d'actionnement (2) mobile dans le sens axial qui peut être accouplé à un élément
d'armement (11.1) côté arme pour l'armement de l'arme (11),
caractérisé par
un dispositif de commande (3) par le biais duquel l'élément d'actionnement (2) peut
être accouplé à un élément de sécurisation (11.2) côté arme en vue du sécurisation
et du désécurisation de l'arme (11), le dispositif de commande (3) possédant un élément
de commande (4) pouvant être déplacé conjointement avec l'élément d'actionnement (2)
et un élément de commande (5) disposé du côté de l'arme.
2. Tourelle équipée d'une arme (11), notamment d'une arme automatique, et d'un dispositif
d'armement (1) comprenant un élément d'actionnement (2) mobile dans le sens axial
qui est accouplé à un élément d'armement (11.1) côté arme pour l'armement de l'arme
(11),
caractérisé par
un dispositif de commande (3) par le biais duquel l'élément d'actionnement (2) est
accouplé à un élément de sécurisation (11.2) côté arme en vue du sécurisation et du
désécurisation de l'arme (11), le dispositif de commande (3) possédant un élément
de commande (4) pouvant être déplacé conjointement avec l'élément d'actionnement (2)
et un élément de commande (5) disposé du côté de l'arme.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou tourelle selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (2) peut être déplacé par le biais d'un mécanisme d'entraînement
(7), notamment électromotorisé, pour l'armement de l'arme (11) ainsi que pour la sécurisation
et la désécurisation de l'arme (11).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou tourelle selon la revendication 2, caractérisé en ce que les éléments de commande (4, 5) coopèrent de telle sorte que les mouvements de l'élément
d'actionnement (2) dans et/ou contre le sens d'armement (S) de l'arme (11) sont transformés
en un mouvement de l'élément de sécurisation (11.2) transversalement au sens d'armement
(S) de l'arme (11).
5. Dispositif selon la revendication 1 ou la revendication 4 ou tourelle selon la revendication
2 ou la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de commande (4) pouvant être déplacé conjointement avec l'élément d'actionnement
(2) est réalisé à la manière d'une came de commande.
6. Dispositif selon la revendication 5 ou tourelle selon la revendication 5, caractérisé en ce que la came de commande (4) possède des portions de commande (4.3, 4.4) qui s'étendent
dans une direction angulaire par rapport au sens d'armement (S) de l'arme (11).
7. Dispositif selon la revendication 6 ou tourelle selon la revendication 6, caractérisé en ce que la came de commande (4) possède une dérivation (4.6) destinée à contourner les portions
de commande (4.1).
8. Dispositif selon la revendication 7 ou tourelle selon la revendication 7, caractérisé en ce que la dérivation (4.6) est pourvue d'aiguillages (4.4) du côté de l'entrée et/ou de
la sortie.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8 ou tourelle selon l'une des revendications
2 à 8, caractérisé en ce que l'élément de commande (5) disposé du côté de l'arme est réalisé à la manière d'un
levier de déverrouillage.
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9 ou tourelle selon l'une des revendications
2 à 9, caractérisé en ce que les éléments de commande (4, 5) sont accouplés l'un à l'autre par le biais d'un élément
intermédiaire (6).
11. Dispositif selon la revendication 10 ou tourelle selon la revendication 10, caractérisé en ce que les éléments de commande (4, 5) sont accouplés l'un à l'autre par le biais de l'élément
intermédiaire (6) de telle sorte que les mouvements axiaux de l'élément de commande
(4) sont convertis par le biais des portions de commande (4.1) en des mouvements transversaux
de l'élément de commande (5) côté arme.
12. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 11 ou tourelle selon l'une des revendications
6 à 11, caractérisé en ce que les portions de commande (4.3, 4.4) forment une course de commande (W1) orientée transversalement par rapport au sens d'armement, laquelle est plus grande
que la course de sécurisation (W2) de l'élément de sécurisation (11.2).
13. Dispositif selon la revendication 12 ou tourelle selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'élément intermédiaire (6) est réalisé flexible en vue de compenser les différences
entre la course de commande (W1) et la course de sécurisation (W2).
14. Procédé pour faire fonctionner une arme (11), notamment une arme automatique, pouvant
être armée par le biais d'un dispositif d'armement (1), selon lequel, pour l'armement
de l'arme (11), un élément d'actionnement (2) du dispositif d'armement (1), accouplé
à un élément d'armement (11.1) du côté de l'arme et mobile dans le sens axial, est
déplacé dans le sens de l'armement de l'arme (11),
caractérisé en ce
que l'élément d'actionnement (2) est accouplé par le biais d'un dispositif de commande
(3) avec un élément de sécurisation (11.2) du côté de l'arme et est déplacé dans le
sens axial pour la sécurisation et la désécurisation de l'arme (11), le dispositif
de commande (3) possédant un élément de commande (4) pouvant être déplacé conjointement
avec l'élément d'actionnement (2) et un élément de commande (5) disposé du côté de
l'arme.