Stand der Technik
[0001] DE 10 2009 042 385 A1 bezieht sich auf eine Steckervorrichtung zum elektrischen Verbinden eines Leiters
mit einer Leiterplatte mittels direktem Einsteckens der Steckvorrichtung in ein Kontaktloch
der Leiterplatte in eine Kontaktöffnung der Leiterplatte. Hierzu weist die Steckervorrichtung
einen Befestigungsbereich auf und einen Übertragungsbereich zum Übertragen eines Stromes
von dem Leiter auf die Leiterplatte. Der Übertragungsbereich oder die gesamte Steckervorrichtung
kann aus Aluminium hergestellt sein. Als Einsatzzweck für die Steckervorrichtung werden
Automobilanwendungen genannt, wobei beispielsweise hohe mechanische Belastungen vorliegen
und starke Ströme übertragen werden.
[0002] DE 10 2005 018 780 A1 offenbart einen Platinenverbindungsanschluss mit einem stabilen elektrischen Kontakt
bei starker Haltekraft des Anschlusses. Der Anschluss kann ein Presspassanschluss
oder ein Einpressanschluss sein, welcher in einer Busleiste für gedruckte Schaltungen
oder eine gedruckte Leiterplatte eingesetzt beziehungsweise geklemmt und mit einer
Platine elektrisch verbunden wird. Dadurch wird Strom aus einer Batterie übertragen
oder elektrische Signale werden ohne Lötstelle übertragen. Der Anschluss ist aus einem
leitfähigen Material, so z.B. aus einer Aluminiumlegierung hergestellt und wird durch
Stanzen und Pressen des leitfähigen Materials geformt. Der Anschluss stellt die elektrische
Energie für die Busleiste eines Schaltkreises in einem elektrischen Verbinderkasten,
z.B. eine Anschlussdose oder ein Sicherungskasten bereit und steuert elektronische
Elemente, wie z.B. eine Sicherung oder ein Relais. Die Busleiste kann in einem elektrischen
Verbindungskasten vorgesehen sein, der in einem Maschinenraum oder unter einer Fahrzeuginnenausstattung
angeordnet ist.
[0003] DE 10 2009 008 118 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kontakts auf einer Leiterplatte,
wobei der Kontakt über eine kraftschlüssige Verbindung zwischen einem Einpressstift,
der eine Einpresszone und einem Kontaktbereich aufweist und einer metallisierten Leiterplattenöffnung
hergestellt wird. Der gesamte Einpressstift oder lediglich die Einpresszone können
mit Aluminium beschichtet ausgebildet sein.
[0004] Bei derzeit auf dem Markt erhältlichen Steuergeräten für Automobilanwendungen werden
häufig Peripherie und Schaltungsträger mittels Einpress- oder Schneidklemmverbindungen,
der sogenannten kalten Kontaktiertechnik (KKT) verbunden. Die kalte Kontaktiertechnik
mittels Einpressverbindungen stellt eine kostengünstige und robuste Alternative zur
Löttechnik beispielsweise dem THT-Verfahren (Through-Hole Technology) dar. Beim Einsatz
von Einpressverbindungen kann ferner ein blindes Fügen ermöglicht werden, wie dies
z.B. bei der Kontaktierung von im Deckel befindlichen Komponenten erforderlich ist.
Derzeit werden im Rahmen von Einpressverbindungen im Wege der kalten Kontaktiertechnik
Kupfer und verschiedene Kupferlegierungen wie beispielsweise CuNiSi und CuSn6 mit
einer entsprechenden Endoberfläche zum Beispiel galvanisches Zinn eingesetzt.
[0005] Aus der Offenlegungsschrift
US2007/259540 A1 ist ein Einpresspin offenbart, welcher als ganzer aus verschiedenen Materialien vorgesehen
sein kann.
[0006] Die Offenlegungsschrift
DE102006031839 A1 zeigt ein Kontaktelement, bei welchen Flachteile aus unterschiedlichem Material stoffschlüssig
miteinander verbunden sind.
[0007] Die Offenlegungsschrift
DE4242837 A1 offenbart das Einpressen eines Einpressstiftes bzw. einer Einpressfeder in eine Leiterplatte
mittels eines Einpresswerkzeuges in Form einer Sonotrode, durch welche die Krafteinleitung
beim Einpressvorgang unter einer Schwingungsbeaufschlagung des Einpressstiftes bzw.
der Einpressfeder erfolgt.
[0008] Aus der Offenlegungsschrift
DE102006017587 A1 ist ein federnd nachgiebiger Stift bekannt. Der federnd nachgiebige Stift beinhaltet
einen Presspassungsbereich mit Elastizität, welcher in einem Presssitz innerhalb einer
Durchgangsöffnung in einer Leiterplatte aufgrund einer elastischen Verformung des
Presspassungsbereiches gegen ein Herausziehen gesichert ist.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Erfindungsgemäß wird ein Einpresspin für einen Schaltungsträger, und sein Herstellungsverfahren
vorgeschlagen. Der Schaltungsträger hat mindestens eine Einpresszone an der Leiterbahnen
kontaktierbar sind. Ein anderer Einpresspin als der erfindungsgemäß vorgeschlagene
Einpresspin kann aus Aluminiumvollmaterial gefertigt seinoder auch als ein aus Aluminiumvollmaterial
gefertigter Einpresspin ausgebildet sein, der mit einer Beschichtung, insbesondere
einer walzplattierten Kupfermantelbeschichtung versehen ist. In einer Ausführungsvariante
dieses Einpresspins, der im Wege der kalten Kontaktiertechnik mit dem Schaltungsträger
verbunden wird, kann das Aluminiumvollmaterial mit einer galvanischen Beschichtung
überzogen sein. Bei dieser galvanischen Beschichtung kann es sich beispielsweise um
NiAu oder Sn handeln.
[0010] Erfindungsgemäß enthält der Einpresspin Aluminiummaterialabschnitte. So wird in der
erfindungsgemäßen Ausführung des Einpresspins dieser als "Sandwich"-Bauteil gefertigt
und umfasst in sequentieller Abfolge beispielsweise einen aus Kupfer-Material gefertigten
federnden Bereich, der im Schaltungsträger in die entsprechende Einpresszone hinein
gedrückt wird. An diesen ersten Abschnitt des Einpresspins schließt sich ein Aluminium-Abschnitt
an, innerhalb dessen eine Umlenkzone des Einpresspins liegt. Mit Umlenkzone ist eine
solche Zone des Einpresspins gemeint, innerhalb der der Einpresspin beispielsweise
eine 90°-Umlenkung erfährt und von einem vertikalen Verlauf beispielsweise in einen
horizontalen Verlauf übergeht. Anstelle der erwähnten 90°-Umlenkung kann die Umlenkung
des Einpresspins je nach Erfordernissen und Anwendungsfall auch andere Winkelverläufe
annehmen.
[0011] An diesen die Umlenkung des Einpresspins verwirklichenden AI-Abschnitt kann sich
wiederum ein Leitungsabschnitt anschließen, der aus Cu oder aus einer Cu-Legierung
gefertigt ist. Somit stellt der Einpresspin in dieser Ausführungsvariante ein Hybrid-Bauteil
dar.
[0012] In einer Ausführungsvariante eines nicht erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins,
kann dieser aus Al-Vollmaterial gefertigt sein. Auf die äußere Oberfläche dieses Al-Materials
kann dann eine Cu-Mantelbeschichtung aufgebracht werden. Das Aufbringen dieser Cu-Mantelbeschichtung
erfolgt bevorzugt im Wege des Walzplattierens. Erhalten wird gemäß dieser Ausführungsvariante
ein Einpresspin, dessen mechanische Eigenschaften im Wesentlichen durch das Al-Material
zu charakterisieren sind.
[0013] Erfindungsgemäß wird der federnde Bereich, d.h. der Einpressbereich des Einpresspins
in den Schaltungsträger durch zwei Wangen gebildet, die durch eine Öffnung voneinander
getrennt sind. Aufgrund der Elastizität der Wangen, lassen sich diese beispielsweise
durch Ultraschallunterstützung in die entsprechenden Einpresszonen des Schaltungsträgers
montieren, so dass Oxide besser vom Aluminiummaterial abgetrennt werden können.
Vorteile der Erfindung
[0014] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
dass durch die Verwendung von Aluminium statt Kupfer, beziehungsweise Kupferlegierungen
der Aluminiumwerkstoff ein geringeres E-Modul und somit eine geringere Steifigkeit
als Cu aufweist. Bei gleicher Geometrie stellen sich somit bessere Werte hinsichtlich
des E-Moduls und der Steifigkeit verglichen mit Kupfermaterial ein. Dies wiederum
führt dazu, dass thermomechanisch induzierte Spannungen infolge von Temperaturwechseln
besser abgebaut werden können. In vorteilhafter Weise kann der erfindungsgemäß vorgeschlagene
Einpresspin nach wie vor aus bandförmigem Material hergestellt werden, was mit dem
Vorteil einhergeht, dass Werkzeuge, beziehungsweises bewährte Fertigungsprozesse nicht
verändert werden müssen. Um Oxide zuverlässig zu entfernen, kann der erfindungsgemäß
vorgeschlagene Einpresspin in seinen oben stehend skizzierten drei Ausführungsvarianten
mit Ultraschallunterstützung in die entsprechenden Einpresszonen des Schaltungsträgers
montiert werden.
[0015] Hinsichtlich der Herstellbarkeit des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins,
ist hervorzuheben, dass eine elektrische Kontaktierung beziehungsweise eine Steckverbindung
eine reibkorrosionsbeständige Oberfläche benötigen kann. Eine derartige Oberfläche
kann beispielsweise fertigungstechnisch dadurch erreicht werden, dass die kompletten
Bänder, d.h. das Rohmaterial beziehungsweise teilweise bereits ausgestanzte Einpresspins
mittels einer galvanisch aufgebrachten Beschichtung veredelt werden können. Bei der
galvanischen Beschichtung kann es sich beispielsweise um NiAu, Sn, NiPdAu und dergleichen
handeln.
[0016] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann die Robustheit beziehungsweise
die Dauerhaltbarkeit einer im Wege der Kaltkontaktierung hergestellten elektrischen
Verbindung gegeben durch eine Steckverbindung zwischen Peripherie, Bauelement und
einem Schaltungsträger erheblich verbessert werden. Durch die Ausführungsvarianten
gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein bestehendes Einpresspin-Portfolio bei elektronischen
Steuerungen ersetzt beziehungsweise ausgebaut werden.
[0017] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann als medienbeständige Einpresstechnik
wie z.B. beim Einsatz in Fahrzeuggetrieben erforderlich, Verwendung finden, es kann
ein Kostenvorteil dadurch erreicht werden, dass statt Kupfer der Ersatzwerkstoff Aluminium
eingesetzt werden kann.
[0018] Durch die hybride Ausformung der Einpresspins lässt sich ein optimales Verhältnis
zwischen der mechanisch notwendigen Stabilität einerseits und der anwendungsspezifisch
erforderlichen elektrischen Leitfähigkeit erzielen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0020] Es zeigt:
Figur 1 eine Ausführungsvariante eines nicht erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins
hergestellt aus Aluminiumvollmaterial,
Figur 2 eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins,
hier als ausgebildet als Hybrid- oder Sandwich-Bauteil und
Figur 3 eine Ausführungsvariante eines nicht erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins,
bei dem Aluminiumvollmaterial mit einer galvanischen Beschichtung versehen ist.
Ausführungsformen der Erfindung
[0021] Der Darstellung gemäß Figur 1 ist eine Ausführungsvariante eines nicht erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Einpresspins aus Aluminiumvollmaterial zu entnehmen.
[0022] Figur 1 zeigt einen Schaltungsträger 10, wobei in das Trägersubstrat des Schaltungsträgers
10 Leiterbahnen 30 eingebettet sind. Die innerhalb des Schaltungsträgers 10 verlaufenden
Leiterbahnen 30 sind mit Kontaktflächen 32 verbunden. Die Kontaktflächen 32 ihrerseits
sind von Anlageflächen 28 umschlossen, welche eine Einpressöffnung 12 im Schaltungsträger
10 ergänzen. Aus der Schnittdarstellung gemäß Figur 1 geht hervor, dass sich die Einpressöffnung
12 durchgängig durch den Schaltungsträger 10 von dessen Oberseite zu dessen Unterseite
hin erstreckt. Die Einpressöffnung 12 stellt eine Einpresszone 14 dar, in welcher
ein Einpresspin 16 eingepresst wird. Bei dem Einpresspin 16 gemäß der Darstellung
in Figur 1 handelt es sich um einen solchen, welcher durchgängig aus Aluminiummaterial
36 gefertigt ist. Der aus Aluminiumvollmaterial gefertigte durchgängige Einpresspin
16 wird unter Ultraschallunterstützung in die Einpresszone 14 des Schaltungsträgers
10 eingepresst. Durch die Ultraschallunterstützung können in zuverlässiger Weise Oxide
vom Aluminiummaterial 36 des durchgängigen Einpresspins 34 entfernt werden. Das Einpressen
des Einpresspins 16 gemäß der ersten Ausführungsvariante erfolgt im Wege der kalten
Kontaktierungstechnik.
[0023] Aus der Darstellung gemäß Figur 1 geht hervor, dass der Einpresspin eine 90°-Umlenkung
18 aufweist. Diese ist, wie Figur 1 zu entnehmen ist, aus Aluminiumvollmaterial 36
des Einpresspins 16 ausgebildet. An dem Ende des Einpresspins 16, welches in die Einpressöffnung
12 der Einpresszone 14 hineinragt, weist der Einpresspin 16 einen federnden Bereich
20 auf. Der federnde Bereich 20 ist im Aluminiummaterial 36 durch eine erste Wange
22 sowie eine zweite Wange 24 definiert. Zwischen den Wangen 22 und 24 liegt eine
Öffnung 26. Die beiden Wangen 22 und 24 weisen elastische Eigenschaften auf und kontaktieren
die Kontaktflächen 32 nach Montage des Einpresspins 16 in der Einpressöffnung 12.
Der in der Figur 1 dargestellte aus Aluminiumvollmaterial 36 gefertigte Einpresspin
kann eine vollständige oder partielle Galvanik-Beschichtung aufweisen. Geeignete Oberflächen
sind zum Beispiel NiAu und Sn.
[0024] Figur 2 zeigt eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins,
der als Hybrid- oder Sandwich-Bauteil ausgebildet ist.
[0025] Wie der Darstellung gemäß Figur 2 entnommen werden kann, handelt es sich bei diesem
Einpresspin 16 um einen solchen, der einen Cu-Federbereich 38 aufweist, an den sich
ein aus Aluminiumvollmaterial gefertigter Umlenkbereich 40 anschließt, der wiederum
in einen Cu-Leitungsabschnitt 42 übergeht. Die Geometrie des Einpresspins gemäß der
Darstellung in Figur 2 nach der Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Lösung ist identisch zur Geometrie des Einpresspins 16 gemäß der Darstellung in Figur
1, der dort aus Aluminiumvollmaterial 36 gefertigt ist.
[0026] Wie Figur 2 zeigt, liegt die Umlenkung 18 gemäß der Ausführungsvariante des Einpresspins
16 ebenfalls im aus Aluminium gefertigten Teilabschnitt 40 des Einpresspins 16. Der
Schaltungsträger 10 gemäß der Ausführungsvariante nach Figur 2 ist analog zum Schaltungsträger
10 gemäß Figur 1 aufgebaut. Im Trägersubstrat des Schaltungsträgers 10 verlaufen eingebettete
Leiterbahnen 30, die mit Kontaktflächen 32 verbunden sind, die von Anlageflächen 28
umschlossen sind. Die Anlageflächen 28 schließlich begrenzen die Einpressöffnung 12,
die innerhalb der Einpresszone 14 des Schaltungsträgers 10 liegt. Analog zur Darstellung
gemäß Figur 1 erstreckt sich die Einpressöffnung 12 vollständig durch den Schaltungsträger
10, d.h. von dessen Ober- zu dessen Unterseite.
[0027] Im Unterschied zur Darstellung gemäß Figur 1 ist beim Einpresspin 16 gemäß der erfindungsgemäßen
Ausführungsvariante, die in Figur 2 dargestellt ist, der Cu-Federbereich 38 nicht
aus Aluminium sondern aus Kupfer gefertigt. Der Aluminium-Umlenkbereich 40 gemäß der
Darstellung in Figur 2 hat den Vorteil, dass im Bereich der Umlenkung 18 ein geringeres
E-Modul und somit eine geringere Steifigkeit bei gleicher Geometrie verglichen mit
Kupferwerkstoff vorliegt. Dadurch können thermomechanisch induzierte Spannungen infolge
von Temperaturwechseln auch bei der Konfiguration des Einpresspins 16 gemäß der zweiten
Ausführungsvariante nach Figur 2 besser abgebaut werden.
[0028] Figur 3 zeigt eine weitere nicht erfindungsgemäß vorgeschlagenen Einpresspins aus
Aluminiumvollmaterial mit einer walzplattierten Beschichtung.
[0029] Figur 3 kann entnommen werden, dass der dort dargestellte Einpresspin 16 im Wesentlichen
ebenfalls aus Al-Grundmaterial 36 gefertigt ist, jedoch über seine gesamte Oberfläche
mit einer Mantelbeschichtung 48, die beispielsweise aus Kupfer walzplattiert sein
kann, versehen ist. Die mechanischen Eigenschaften des Einpresspins 16 gemäß der in
Figur 3 wiedergegebenen Ausführungsvariante werden im Wesentlichen durch das Aluminiummaterial
36, 46 definiert. Auch in der dieser Ausführungsvariante gemäß Figur 3 ist die Geometrie
des Einpresspins 16 im Wesentlichen identisch mit den Geometrien der Einpresspins
16 gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsvarianten nach Figur 1 und 2.
[0030] Analog zu diesen ist ein federnder Bereich 20 des Einpresspins 16 ausgebildet, der
im Bereich der Öffnung 26 an der Innenseite und an der Außenseite der ersten Wange
22 beziehungsweise der zweiten Wange 24 mit einer Mantelbeschichtung 48 beispielsweise
aus Kupfer versehen ist. Der Schaltungsträger 10 gemäß Figur 3 umfasst einzelne, in
dessen Inneres eingebettete, Leiterbahnen 30, die mit Kontaktflächen 32 elektrisch
verbunden sind, die ihrerseits von Anlageflächen 28 umschlossen werden, die die Einpressöffnung
12 der Einpresszone 14 im Schaltungsträger 10 begrenzen.
[0031] Auch im Zusammenhang mit den Ausführungsvarianten der Einpresspins 16 gemäß der Figuren
2 und 3 ist zu erwähnen, dass diese mit Ultraschallunterstützung in der Einpressöffnung
12 der Einpresszone 14 montiert werden. Durch den Einsatz von Ultraschall bei der
Kaltmontage der Einpresspins 16 können andernfalls am Aluminiummaterial verbleibende
Oxide zuverlässig entfernt werden.
[0032] Sämtlichen Ausführungsvarianten der Einpresspins 16 gemäß den Figuren 1 bis 3 ist
gemeinsam, dass die Herstellung der Einpresspins 16 wie bisher aus bandförmigem Material
erfolgen kann. Dies bietet den Vorteil, dass Werkzeuge und ein bewährter Fertigungsprozess
unverändert beibehalten werden können. Für den Fall, dass eine Steckverbindung eine
reibkorrosionsbeständige Oberfläche erfordert, kann das vorstehend erwähnte bandförmige
Material beziehungsweise bereits teilweise ausgestanzte Einpresspins mittels einer
galvanisch aufgebrachten Beschichtung veredelt werden. Derartige reibkorrosionsbeständige
Oberflächen sind z.B. NiAu, Sn, NiPdAu, um einige zu nennen. Durch die erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Einpresspins 16 gemäß der beschriebenen Ausführungsvarianter kann
die Robustheit und damit die Lebensdauer einer Verbindungsstelle erheblich erhöht
werden. Bei der Verbindungsstelle kann es sich um eine solche handeln, die eine Steckverbindung
darstellt zwischen einer Peripherie und einen Bauelement einerseits und andererseits
mit dem Schaltungsträger 10. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann
in vorteilhafter Weise ein bestehendes Einpresspin-Portfolio bei elektronischen Steuerungen
ergänzt werden. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung lässt sich insbesondere
im Rahmen einer medienbeständig ausgelegten Einpresstechnik einsetzen, wie diese beispielsweise
beim Einsatz in Getriebesteuerungen von Fahrzeugen erforderlich wird. Der Ersatzwerkstoff
Aluminium tritt an die Stelle des bisher eingesetzten Kupfers, wodurch sich Materialkosten
in nicht unerheblichem Umfang einsparen lassen, da Aluminium ein kostengünstigeres
Grundmaterial verglichen mit Kupfer ist. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene
Lösung lassen sich thermomechanisch induzierte Lasten dämpfen beziehungsweise reduzieren,
so dass eine elektrische Steckverbindung, die im Wege der Kaltkontaktiertechnik erzeugt
wird, hinsichtlich ihrer Dauerhaltbarkeit erheblich verbessert ist. Es wäre ebenfalls
denkbar, auch weitere Schichtfolgen, d.h. einen Schichtverbund aus Cu, AI, Cu und
Al zu verwirklichen. Anstelle von Cu und Al wären im vorliegenden Zusammenhang zur
Herstellung von Hybrideinpresspins auch andere Materialpaarungen denkbar, so zum Beispiel
Ni, Cu und Au.
1. Einpresspin (16) für einen Schaltungsträger (10) mit mindestens einer Einpresszone
(14), an der Leiterbahnen (30) kontaktierbar sind und mit einer Umlenkung (18), dadurch gekennzeichnet, dass der Einpresspin (16) in sequentieller Abfolge einen Cu-Federbereich (38), einen Al-Umlenkbereich
(40) und einen Cu-Leitungsabschnitt (42) umfasst, wobei die Umlenkung (18) in dem
Al-Umlenkbereich (40) liegt, innerhalb der der Einpresspin (16) eine 90°-Umlenkung
erfährt.
2. Einpresspin gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einpresspin (16) einen federnden Bereich (20) aufweist, der durch eine erste
Wange (22) und eine zweite Wange (24) gebildet ist.
3. Elektrische Kontaktierung, umfassend einen Einpresspin (16) gemäß einem der Ansprüche
1 oder 2 und einem Schaltungsträger (10) mit mindestens einer Einpresszone (14), wobei
der Einpresspin (16) in einer Einpressöffnung (12) des Schaltungsträgers (10) eingepresst
ist.
4. Elektrische Kontaktierung gemäß Anspruch 3, umfassend zumindest einen Einpresspin
gemäß Anspruch 1 oder 2 und einen Schaltungsträger (10) mit mindestens einer Einpresszone
(14), an der Leiterbahnen (30) kontaktierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass Einpresspins (16) ultraschallunterstützt in Einpressöffnungen (12) des Schaltungsträgers
(10) eingepresst werden.
5. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Kontaktierung, umfassend zumindest einen
Einpresspin gemäß der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Einpresspins (16) aus bandförmigem Material ausgestanzt werden.
6. Verfahren gemäß dem Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bandförmiges Material oder die ausgestanzten Einpresspins (16) durch eine galvanische
Beschichtung reibkorrosionsbeständig beschichtet werden.
1. Press-in pin (16) for a circuit carrier (10) having at least one press-in zone (14),
at which contact can be made with conductor tracks (30), and having a deflection (18),
characterized in that the press-in pin (16) comprises, in a sequential sequence, a Cu spring region (38),
an Al deflection region (40) and a Cu line section (42), wherein the deflection (18)
is in the Al deflection region (40), within which the press-in pin (16) experiences
a 90° deflection.
2. Press-in pin according to the preceding claim, characterized in that the press-in pin (16) has a resilient region (20) which is formed by a first cheek
(22) and a second cheek (24).
3. Electrical contact-making means comprising a press-in pin (16) according to either
of Claims 1 and 2 and a circuit carrier (10) having at least one press-in zone (14),
wherein the press-in pin (16) is pressed into a press-in opening (12) of the circuit
carrier (10).
4. Electrical contact-making means according to Claim 3 comprising at least one press-in
pin according to Claim 1 or 2 and a circuit carrier (10) having at least one press-in
zone (14), at which contact can be made with conductor tracks (30), characterized in that press-in pins (16) are pressed into press-in openings (12) of the circuit carrier
(10) in an ultrasonic-assisted manner.
5. Method for producing an electrical contact-making means comprising at least one press-in
pin according to Claim 1 or 2, characterized in that press-in pins (16) are punched out from strip-like material.
6. Method according to Claim 5, characterized in that strip-like material or the press-in pins (16) which have been punched out is/are
coated by a galvanic coating in a manner resistant to friction corrosion.
1. Broche à enfoncer (16) pour un porte-circuit (10) comprenant au moins une zone d'enfoncement
(14), au niveau de laquelle un contact peut être établi avec des pistes conductrices
(30) et comprenant un coudage (18), caractérisée en ce que la broche à enfoncer (16) comporte, dans un ordre séquentiel, une zone de ressort
en Cu (38), une zone de coudage en Al (40) et une portion de ligne en Cu (42), le
coudage (18) se trouvant dans la zone de coudage en Al (40) à l'intérieur de laquelle
la broche à enfoncer (16) subit un changement de direction de 90°.
2. Broche à enfoncer selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la broche à enfoncer (16) possède une zone flexible (20) qui est formée par une première
joue (22) et une deuxième joue (24).
3. Arrangement de contact électrique, comprenant une broche à enfoncer (16) selon l'une
des revendications 1 et 2 et un porte-circuit (10) comprenant au moins une zone d'enfoncement
(14), la broche à enfoncer (16) étant enfoncée dans une ouverture d'enfoncement (12)
du porte-circuit (10).
4. Arrangement de contact électrique selon la revendication 3, comprenant au moins une
broche à enfoncer selon l'une des revendications 1 et 2 et un porte-circuit (10) comprenant
au moins une zone d'enfoncement (14), au niveau de laquelle un contact peut être établi
avec des pistes conductrices (30), caractérisé en ce que des broches à enfoncer (16) sont enfoncées avec assistance par ultrasons dans des
ouvertures d'enfoncement (12) du porte-circuit (10).
5. Procédé de fabrication d'un arrangement de contact électrique, comprenant au moins
une broche à enfoncer selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que des broches à enfoncer (16) sont découpées à la matrice à partir d'un matériau en
forme de bande.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le matériau en forme de bande ou les broches à enfoncer (16) découpées à la matrice
sont pourvus d'un revêtement résistant à la corrosion de contact par une enduction
galvanique.