[0001] Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit einem Hubgerüst, einem Lastaufnahmemittel
zur Aufnahme einer Last und einer Bewegungsvorrichtung für das Lastaufnahmemittel,
wobei die Bewegungsvorrichtung gemeinsam mit dem Lastaufnahmemittel an dem Hubgerüst
anhebbar und absenkbar ist und das Lastaufnahmemittel mittels der Bewegungsvorrichtung
relativ zu dem Hubgerüst bewegbar ist, wobei eine von der Bewegungsvorrichtung erzeugte
Bewegung des Lastaufnahmemittels relativ zu dem Hubgerüst mittels eines Stellglieds
erzeugbar ist, wobei die Bewegungsvorrichtung aufweist:
- eine Schubvorrichtung, mit der als Bewegung das Lastaufnahmemittel in im Wesentlichen
horizontaler Fahrzeugquerrichtung des Flurförderzeugs verschiebbar ist, und/oder
- eine Schwenkvorrichtung, mit der als Bewegung das Lastaufnahmemittel um eine im Wesentlichen
vertikale Achse schwenkbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Dämpfung oder Vermeidung von seitlichen
Schwingungen eines Hubgerüstes eines Flurförderzeugs in Fahrzeugquerrichtung, wobei
an dem Hubgerüst ein Lastaufnahmemittel zur Aufnahme einer Last angeordnet ist, das
mittels einer Bewegungsvorrichtung relativ zu dem Hubgerüst bewegbar ist, wobei die
Bewegungsvorrichtung als Bewegung das Lastaufnahmemittel eine in im Wesentlichen horizontaler
Fahrzeugquerrichtung des Flurförderzeugs gerichtete Schubbewegung und/oder eine Schwenkbewegung
des Lastaufnahmemittel um eine im Wesentlichen vertikale Achse erzeugt.
[0003] Aus der
EP 2 368 832 A1 ist ein gattungsgemäßes Flurförderzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1 und ein gattungsgemäßes Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
9 bekannt.
[0004] Flurförderzeuge der genannten Art sind häufig als Hochregalstapler oder Hochregalkommissionierer
ausgeführt. Das in der Regel als Lastgabel ausgeführte Lastaufnahmemittel kann hierbei
mittels einer Bewegungsvorrichtung in Fahrzeugquerrichtung relativ zu dem Hubgerüst
bewegt werden. Als Bewegungsvorrichtung können eine Schubvorrichtung zum horizontalen
Verschieben des Lastaufnahmemittels in Fahrzeugquerrichtung, eine Schwenkvorrichtung,
mit der die Lastgabel um eine vertikale Schwenkachse um 180
0 Grad verschwenkt werden kann, oder eine kombinierte Schwenkschubvorrichtung verwendet
werden, mit der die horizontale Schubbewegung in Fahrzeugquerrichtung und die Schwenkbewegung
um die vertikale Achse gleichzeitig ausgeführt werden können. Derartige Flurförderzeuge
weisen in der Regel einen am Hubgerüst anhebbaren und absenkbaren anhebbaren Fahrerstand
auf, an dem die Bewegungsvorrichtung und das Lastaufnahmemittel angeordnet sind. In
der Regel ist bei derartigen Flurförderzeugen an dem Fahrerstand eine Zusatzhubvorrichtung
für das Lastaufnahmemittel vorgesehen, mit welcher das Lastaufnahmemittel relativ
zu dem Fahrerstand und dem Hubgerüst anhebbar bzw. absenkbar ist.
[0005] Derartige Flurförderzeuge werden in Regalanlagen, beispielsweise Hochregalanlagen,
für das Ein- und Auslagern von Paletten und Lasten in Regalfächern eingesetzt. Das
Flurförderzeug bewegt sich im Betrieb längs einer Regalzeile in einem entsprechenden
Arbeitsgangs einer Regalanlage. Zum Einstapeln einer Palette mit einer darauf befindlichen
Last wird mittels der Schubvorrichtung, beispielsweise einer Teleskopgabel, oder der
Schwenkschubvorrichtung, beispielsweise einer Schwenkschubgabel, die Palette mit der
darauf befindlichen Last in horizontaler Fahrzeugquerrichtung und somit seitlich in
ein Regalfach des Regals ausgeschoben. Das Ausstapeln einer Palette mit einer darauf
befindlichen Last erfolgt entsprechend, indem mittels der Schwenkschubgabel bzw. der
Teleskopgabel eine Palette in Fahrzeugquerrichtung und somit seitlich aus dem Regalfach
des Regals herausgezogen wird. Derartige Hochregalstapler oder Hochregalkommissionierer
werden mit Hubgerüsten eingesetzt, die im vollständig nach oben ausgefahrenen Zustand
eine Höhe von mehr als 15 Metern aufweisen.
[0006] Das Lastaufnahmemittel des Flurförderzeugs wird gemeinsam mit der mindestens einen
Bewegungsvorrichtung und einem gegebenenfalls vorhandenen anhebbaren Fahrerstand mittels
des Hubgerüsts angehoben. Insbesondere bei weit ausgefahrenem Hubgerüst können bei
einem Bewegen der Last in Fahrzeugquerrichtung während eines Einlagerungsvorgangs
oder eines Auslagerungsvorgangs einer Last in dem Regal seitliche Schwingungen des
Hubgerüsts in Fahrzeugquerrichtung auftreten.
[0007] Diese seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes sind durch die Elastizitäten der Bauteile
des Hubgerüstes bedingt. Bei Staplertätigkeiten des Flurförderzeugs in der Regalanlage
während eines Einlagervorgangs oder eines Auslagervorgangs einer Last im Regal treten
insbesondere bei hohen Hubhöhen seitliche Schwingungen des Hubgerüstes in Regalrichtung
auf, die durch das Ausschieben der Last in das Regal bzw. das Herausziehen der Last
aus dem Regal verursacht werden. Eine weitere Ursache für die seitlichen Schwingungen
des Hubgerüstes ist das Anheben bzw. Absenken der Last im Regal. Bei vollständig nach
oben ausgefahrenem Hubgerüst können hierbei derart hohe Schwingungsamplituden der
seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes auftreten, dass ein vorgeschriebener Mindestabstand
zu dem Regal unterschritten wird. Solange das Lastaufnahmemittel bei einem Einlager-
bzw. Auslagervorgang einer Last im Regal aufgrund der seitlichen Schwingungen des
Hubgerüstes hin- und herschwingt, können keine Lasten aufgenommen bzw. abgelegt werden
und eine Bedienungsperson des Flurförderzeugs hat Wartezeiten in Kauf zu nehmen, bis
die seitlichen Schwingungen im Hubgerüst gedämpft sind und abklingen. Erst nach dem
Abklingen der seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes kann eine weitere Bewegung am
Flurförderzug durchgeführt werden, beispielsweise ein Heben-oder Senkenvorgang des
Lastaufnahmemittels oder eine Fahrbewegung des Flurförderzeugs. Diese Wartezeiten
führen zu einer Verringerung der Umschlagsleistung des Flurförderzeugs bei Einlager-
bzw. Auslagervorgängen einer Last in einem Regal.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, bei dem mit geringem Bauaufwand die Umschlagsleistung
des Flurförderzeugs bei Einlager- bzw. Auslagervorgängen einer Last in einem Regal
erhöht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine elektronische Regelungsvorrichtung
vorgesehen ist, die mit einer Sensoreinrichtung in Wirkverbindung steht, mit der die
seitlichen Schwingungen und/oder die seitlichen Beschleunigungen des Hubgerüstes in
Fahrzeugquerrichtung erfasst werden, und die elektronische Regelungsvorrichtung das
die Bewegung des Lastaufnahmemittels erzeugende Stellglied in Abhängigkeit von den
mittels der Sensoreinrichtung erfassten seitlichen Schwingungen und/oder seitlichen
Beschleunigungen des Hubgerüstes derart ansteuert, dass eine aktive Schwingungsdämpfung
der seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes bei einer Betätigung des Stellglieds und
einer entsprechenden Bewegung des Lastaufnahmemittels während eines Einlager- oder
Auslagervorgangs der Last in einem Regal erzielt wird. Hierdurch wird bei der Betätigung
des Stellglieds und somit während der von der Bewegungsvorrichtung erzeugten Bewegung
des Lastaufnahmemittels eine aktive Schwingungsdämpfung der seitlichen Schwingungen
des Hubgerüstes in Fahrzeugquerrichtung möglich, so dass bei Einlager- bzw. Auslagervorgängen
einer Last in einem Regal keine unnötigen Wartezeiten abzuwarten sind und sich dadurch
die Umschlagsleistung des Flurförderzeugs bei Einlager- bzw. Auslagervorgängen einer
Last in einem Regal erhöht. Die elektronische Regelungsvorrichtung wirkt zur Schwingungsdämpfung
unmittelbar und direkt auf das Stellglied der Bewegungsvorrichtung ein, das die Bewegung
des Lastaufnahmemittels in Fahrzeugquerrichtung oder die Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels
um die vertikale Achse erzeugt, so dass mit geringem Bauaufwand eine aktive Schwingungsdämpfung
der seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes bei einer Betätigung des Stellglieds und
einer entsprechenden Bewegung des Lastaufnahmemittels während eines Einlager- bzw.
Auslagervorgangs einer Last in einem Regal erzielt wird.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung steuert die elektronische
Regelungsvorrichtung das die Bewegung des Lastaufnahmemittels erzeugende Stellglied
derart an, dass während der durch die Bewegungsvorrichtung erzeugten Bewegung des
Lastaufnahmemittels die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes minimiert werden und
am Ende der von der Bewegungsvorrichtung erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes im Wesentlichen abgeklungen sind. Mit
der elektronische Regelungsvorrichtung wird somit durch entsprechende Ansteuerung
des Stellglieds die von dem Stellglied erzeugte Bewegung des Lastaufnahmemittels in
Abhängigkeit von dem mittels der Sensoreinrichtung erfassten Signal derart geregelt,
dass möglichst geringe seitliche Schwingungen des Hubgerüstes bei der Bewegung des
Lastaufnahmemittels in Fahrzeugquerrichtung oder einer Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels
um die vertikale Achse entstehen und die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes am
Ende des Schubvorgangs bzw. Schwenkvorgangs des Lastaufnahmemittels im Wesentlichen
abgeklungen sind. Bei Einlager- bzw. Auslagervorgängen einer Last in einem Regal entfallen
somit Wartezeiten und nach Beenden des Schubvorgangs bzw. des Schwenkvorgangs des
Lastaufnahmemittels kann zeitlich unmittelbar anschließend eine weitere Bewegung des
Lastaufnahmemittels eingeleitet werden, beispielsweise ein Heben- oder Senkenvorgang
zum Auslagern bzw. Einlagern der Last in dem Regal oder eine Fahrbewegung des Flurförderzeugs.
[0011] Das Schwingungsverhalten des Hubgerüstes wird weiterhin von dem Lastgewicht einer
mit dem Lastaufnahmemittel aufgenommenen Last beeinflusst. Gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung ist vorgesehen, dass die elektronische Regelungsvorrichtung mit einer
das Lastgewicht einer auf dem Lastaufnahmemittel befindlichen Last erfassenden weiteren
Sensoreinrichtung in Verbindung steht und die elektronische Regelungsvorrichtung das
die Bewegung des Lastaufnahmemittels erzeugende Stellglied in Abhängigkeit von dem
mittels der weiteren Sensoreinrichtung erfassten Lastgewicht der aufgenommenen Last
ansteuert. Hierdurch wird eine effektive aktive Schwingungsdämpfung des Hubgerüstes
bei einer seitlichen Schubbewegung bzw. einer Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels
erzielt.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung steuert die elektronische
Regelungsvorrichtung das Stellglied derart an, dass bei einem mittels der Sensoreinrichtung
erkannten seitlichen Schwingen des Hubgerüstes durch eine aktive Ausgleichsbewegung
des Lastaufnahmemittels dem Schwingen des Hubgerüsts entgegen gewirkt wird. In der
elektronischen Regelungsvorrichtung ist somit ein Regelalgorithmus implementiert,
mit dem bei einer seitlichen Schwingung des Hubgerüstes eine aktive Ausgleichsbewegung
des Lastaufnahmemittels mit der darauf befindlichen Last ermittelt wird, mit welcher
das Stellglied dem seitlichen Schwingen des Hubgerüstes entgegenwirkt, so dass eine
aktive Schwingungsdämpfung des Hubgerüstes erzielt wird.
[0013] Die Sensoreinrichtung kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung
von einem an dem Hubgerüst angeordneten Dehnmessstreifen gebildet sein. Mit einem
oder mehreren Dehnmessstreifen an dem Hubgerüst können mit geringem Bauaufwand die
seitlichen Beschleunigungen bzw. die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes erfasst
werden.
[0014] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung ist die Sensoreinrichtung
von einem im Bereich des anhebbaren und absenkbaren Lastaufnahmemittels angeordneten
Beschleunigungssensor gebildet. Mit einem die Beschleunigungen des Hubgerüstes in
Fahrzeugquerrichtung erfassenden Beschleunigungssensor kann eine besonders effektive
Schwingungsdämpfung erzielt werden, da bereits die das Hubgerüst zum seitlichen Schwingen
anregenden Beschleunigungen erfasst werden und zur Ansteuerung des die Bewegung des
Lastaufnahmemittel erzeugenden Stellglieds ausgewertet werden können.
[0015] Besondere Vorteile sind erzielbar, wenn das Flurförderzeug gemäß einer Weiterbildung
einen an dem Hubgerüst anhebbaren und absenkbaren Fahrerstand aufweist, an dem die
Bewegungsvorrichtung und das Lastaufnahmemittel angeordnet ist, und die Sensoreinrichtung
an dem Fahrerstand angeordnet ist. Mit der Anordnung der Sensoreinrichtung an dem
anhebbaren bzw. absenkbaren Fahrerstand wird mit geringem Bauaufwand eine Anordnung
der Sensoreinrichtung im Bereich des Lastaufnahmemittels erzielt. Die erfindungsgemäße
aktive Schwingungsdämpfung der seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes führt bei einem
derartigen Flurförderzeug mit einem anhebbaren bzw. absenkbaren Fahrerstand weiterhin
zu einer Verbesserung des Fahrkomforts, da von der in dem angehobenen Fahrerstand
befindlichen Bedienperson des Flurförderzeugs seitliche Schwingungen des Hubgerüstes
und somit des Fahrerstandes als unangenehm und störend empfunden werden.
[0016] Hinsichtlich eines geringen Bauaufwand ergeben sich besondere Vorteile, wenn das
Stellglied als hydraulischer Antrieb ausgebildet ist, der mittels eines elektrisch
ansteuerbaren Steuerventils betätigbar ist, wobei die elektronische Regelungsvorrichtung
das Steuerventil derart in Abhängigkeit von den mittels der Sensoreinrichtung erfassten
seitlichen Schwingungen und/oder seitlichen Beschleunigungen des Hubgerüstes und/oder
in Abhängigkeit von dem mittels der weiteren Sensoreinrichtung erfassten Lastgewicht
der aufgenommenen Last ansteuert, dass die seitliche Schwingungen des Hubgerüstes
bei betätigtem Antrieb gedämpft werden. Das den hydraulischen Antrieb ansteuernde
Steuerventil wird somit weiterhin zu der aktiven Schwingungsdämpfung der seitlichen
Schwingungen des Hubgerüstes verwendet, so dass die erfindungsgemäße aktive Schwingungsdämpfung
des Hubgerüstes mit geringem Bauaufwand umsetzbar ist.
[0017] Die oben genannte Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass bei Ein- und Auslagerungsvorgängen einer Last in einem Regal in Abhängigkeit
von den seitlichen Beschleunigungen oder seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes in
Fahrzeugquerrichtung die von der Bewegungsvorrichtung erzeugte Bewegung des Lastaufnahmemittels
derart geregelt wird, dass die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes minimiert werden
und am Ende der von der Bewegungsvorrichtung erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes im Wesentlichen abgeklungen sind. Mit
einem derartigen Verfahren kann mit geringem Bauaufwand eine aktive Schwingungsdämpfung
des Hubgerüstes erzielt werden, bei dem während der Betätigung der Bewegungsvorrichtung
und somit während der von der Bewegungsvorrichtung erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes in Fahrzeugquerrichtung gedämpft bzw.
vermieden werden. Hierdurch entfallen bei Einlager- bzw. Auslagervorgängen einer Last
in einem Regal Wartezeiten und nach Beenden des Schubvorgangs bzw. des Schwenkvorgangs
des Lastaufnahmemittels kann zeitlich unmittelbar anschließend eine weitere Bewegung
des Lastaufnahmemittels eingeleitet werden, beispielsweise ein Heben- oder Senkenvorgang
zum Auslagern bzw. Einlagern der Last in dem Regal oder eine Fahrbewegung des Flurförderzeugs.
Hierdurch wird die Umschlagsleitung des Flurförderzeugs erhöht.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird bei der Regelung der von der Bewegungsvorrichtung
erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels die Masse einer mit dem Lastaufnahmemittel
aufgenommenen Last berücksichtigt. Sofern bei einem seitlichen Schwingen des Hubgerüstes
eine aktive Ausgleichsbewegung des Lastaufnahmemittels zur Schwingungsdämpfung des
Hubgerüstes durchgeführt wird, mit welcher dem seitlichen Schwingen des Hubgerüstes
entgegenwirkt wird, kann unter Berücksichtigung der Masse der von der Lastaufnahmevorrichtung
aufgenommenen Last eine effektive Schwingungsdämpfung der seitlichen Schwingungen
des Hubgerüstes erzielt werden.
[0019] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigt
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Flurförderzeug in einer Seitenansicht,
- Figur 2
- das Flurförderzeug der Figur 1 in einer perspektivischen Darstellung mit nach oben
ausgefahrenem Hubgerüst,
- Figur 3
- einen Ausschnitt der Figur 2 in einer vergrößerten Darstellung und
- Figur 4
- einen schematischen Schaltplan der Erfindung.
[0020] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes, als Hochregal-Kommissionierstapler ausgebildetes
Flurförderzeugs 1 dargestellt.
[0021] Das Flurförderzeug 1 weist einen Fahrzeugkörper mit einem Fahrzeugrahmen 2 auf, in
dem ein Batteriefach zur Aufnahme einer beispielsweise als Antriebsbatterie ausgebildeten
Energieversorgungseinheit 3 eines batterie-elektrischen Antriebssystems des Flurförderzeugs
ausgebildet ist. Das Flurförderzeug 1 weist ein von einem Hubgerüst 4 gebildetes Hubwerk
auf, an dem ein als Fahrkorb bzw. Fahrerkabine ausgebildeter Fahrerstand 5, der einen
Fahrerarbeitsplatz F für eine Bedienperson bildet, mittels eines nicht näher dargestellten
Hubantriebs auf- und abbewegbar angeordnet ist. Die mittels des Hubgerüsts 4 erzeugbare
Hubbewegung ist mit einem Pfeil H verdeutlicht.
[0022] Das Flurförderzeug 1 stützt sich mittels zwei nicht-gelenkten und nicht angetriebenen
Lasträdern 8, die an einem lastteilseitigen Ende des Fahrzeugrahmens 2 angeordnet
ist, und einem lenkbaren Antriebsrad 9, das an einem antriebsteilseitigen Ende des
Fahrzeugrahmens 2 angeordnet ist, auf einer Fahrbahn FB ab.
[0023] An dem anhebbaren und absenkbaren Fahrerstand 5 ist eine Bewegungsvorrichtung 15
mit einem Lastaufnahmemittel 6 befestigt. Das Lastaufnahmemittel 6 ist mittels der
Bewegungsvorrichtung 15 relativ zu dem Hubgerüst 4 bewegbar. Die Bewegungsvorrichtung
15 ist gemeinsam mit dem Lastaufnahmemittel 6 an dem Hubgerüst 4 anhebbar und absenkbar.
[0024] Die Bewegungsvorrichtung 15 umfasst eine Schubvorrichtung 16, beispielsweise eine
Seitenschubvorrichtung, mit der das Lastaufnahmemittel 6 in Fahrzeugquerrichtung Q
des Flurförderzeugs 1 horizontal verschoben werden kann. An die Schubvorrichtung 16
gekoppelt ist eine Schwenkvorrichtung 17, mit der das Lastaufnahmemittel 6 um eine
vertikale Achse V verschwenkt werden kann. An die Schwenkvorrichtung 17 ist wiederum
eine Zusatzhubvorrichtung 7 gekoppelt, mit der das Lastaufnahmemittel 6 relativ zu
dem Fahrerstand 5 und relativ zu dem Hubgerüst 4 angehoben bzw. abgesenkt werden kann.
[0025] Die Bewegungsvorrichtung 15 ist somit im dargestellten Ausführungsbeispiel als Schwenkschubgabel
ausgebildet, mit der als Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 eine horizontale Schubbewegung
in Fahrzeugquerrichtung Q und eine Schwenkbewegung um die vertikale Achse V erzeugbar
ist. Alternativ kann die Bewegungsvorrichtung 15 von einer in Fahrzeugquerrichtung
Q verschiebbar angeordneten Teleskopgabel gebildet werden, mit der als Bewegung des
Lastaufnahmemittels 6 nur eine horizontale Schubbewegung in Fahrzeugquerrichtung Q
erzeugbar ist.
[0026] In dem Fahrerstand 5 sind die für die Bedienung des Kommissionierflurförderzeugs
1 erforderlichen Steuer- und Bedienelemente angeordnet, beispielsweise in Form einer
als Bedienpult B ausgebildeten Bedieneinrichtung. Das Bedienpult B ist zur Steuerung
zur Steuerung des Fahrantriebs und der Lasthandhabungsfunktionen des Kommissionierflurförderzeugs
1 mit entsprechende Bedienelementen sowie einem Lenkbetätigungselement zur Steuerung
einer Lenkung versehen.
[0027] Im antriebsteilseitigen Ende des Fahrzeugrahmens 2 ist weiterhin ein nicht näher
dargestelltes elektrisches Antriebssystem angeordnet, das einen elektrischen Fahrmotor
und einen Lenkantrieb, beispielsweise einen elektrischen Lenkmotor, für das lenkbare
Antriebsrad 9 sowie ein elektrisch betriebenes Hydraulikpumpenaggregat umfasst, das
zur Versorgung der Arbeitshydraulik vorgesehen ist, die von dem Hubantrieb des Hubwerkes
4 sowie einem Hubantrieb des Zusatzhubvorrichtung 7 sowie hydraulischen Antrieben
für die im dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehene Schwenkschubgabel als Lastaufnahmemittel
6 gebildet sind.
[0028] Das Antriebsteil des Flurförderzeugs 1 befindet sich in Fahrzeugslängsrichtung vor
dem Batteriefach. Das Antriebsteil ist von einer Haube 10 abgedeckt. Das Laststeil
des Flurförderzeugs 1 befindet sich in Fahrzeuglängsrichtung hinter dem Batteriefach
und umfasst das Lastaufnahmemittel 6.
[0029] Das Hubgerüst 4 des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs 1 ist als mehrschüssiges Hubgerüst
ausgebildet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel und gemäß der Figur 2 ist das Hubgerüst
4 als sogenanntes Triplex-Hubgerüst ausgeführt mit einem an dem Fahrzeugrahmen 2 angeordneten
Standmast 4a, einem in dem Standmast 4a nach oben ausfahrbaren ersten Ausfahrmast
4b und einem in ersten Ausfahrmast 4b nach oben ausfahrbaren zweiten Ausfahrmast 4c,
in dem der Fahrerstand 5 nach oben ausfahrbar angeordnet ist. In der Figur 2 ist das
Flurförderzeug 1 mit vollständig nach oben ausgezogenem Hubgerüst 4 und vollständig
angehobenem Fahrerstand 5 dargestellt. Auf dem Lastaufnahmemittel 6 befindet sich
eine Palette mit einer Last 20. In der Figur 2 ist die Bewegungsvorrichtung 15 derart
angeordnet, dass sich die Last 20 mittig zur Fahrzeuglängsachse L befindet.
[0030] Zum Einstapeln der Last 20 in ein nicht näher dargestelltes Regal wird die Last 20
mittels der Bewegungsvorrichtung 15 in horizontaler Fahrzeugquerrichtung Q verschoben.
In der Figur 3 ist die Bewegungsvorrichtung 15 in einer Position dargestellt, in der
sich die Last 20 in einer in das Regal seitlich ausgeschobenen Position befindet.
[0031] Erfindungsgemäß ist das Flurförderzeug 1 mit einer aktiven Schwingungsdämpfung versehen,
mit der bei der durch die Bewegungsvorrichtung 15 erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
6 mit der darauf befindlichen Last 20 in Fahrzeugquerrichtung Q bzw. um die vertikale
Achse V die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes 4 in Fahrzeugquerrichtung Q gedämpft
werden können.
[0032] Hierzu ist - wie in der Figur 4 dargestellt ist - eine elektronische Regelungsvorrichtung
30 vorgesehen, die mit einer Sensoreinrichtung 31 in Wirkverbindung steht, mit der
die seitlichen Schwingungen und/oder die seitlichen Beschleunigungen des Hubgerüstes
4 im Bereich des Lastaufnahmemittels 6 in Fahrzeugquerrichtung Q erfasst werden. Weiterhin
steht elektronische Regelungsvorrichtung 30 mit einer das Lastgewicht der auf dem
Lastaufnahmemittel 6 befindlichen Last 20 erfassenden weiteren Sensoreinrichtung 32
in Verbindung.
[0033] Die elektronische Regelungsvorrichtung 30 steuert ein Stellglied 35 der Bewegungsvorrichtung
15 an, mit der die Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 erzeugbar ist. Mit dem Stellglied
35 ist die von der Bewegungsvorrichtung 15 erzeugte Bewegung des Lastaufnahmemittels
6 in Fahrzeugquerrichtung Q und/oder die Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels 6
um die vertikale Achse V erzeugbar.
[0034] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Stellglied 35 als hydraulischer Antrieb
36 ausgebildet, der mittels eines elektrisch ansteuerbaren Steuerventils 37, bevorzugt
eines in Zwischenstellungen drosselnden Proportionalventils, steuerbar ist. Das Steuerventil
37 steht hierzu mit einer Förderleitung 38 einer Pumpe 39 und einer zu einem Behälter
40 geführten Behälterleitung 41 in Verbindung und ist mittels Verbraucherleitungen
42a, 42b mit dem hydraulischen Antrieb 36 verbunden. Die Pumpe 39 ist Bestandteil
des elektrisch betriebenen Hydraulikpumpenaggregats 45, das als weiteren Bestandteil
eine die Pumpe 39 antreibenden Elektromotor 46 aufweist. Das Steuerventil 37 steht
zur Ansteuerung mit der elektronische Regelungsvorrichtung 30 in Verbindung.
[0035] Weiterhin ist ein von der Bedienperson des Flurförderzeugs 1 betätigbares Bedienelement
33 vorgesehen, mit dem das Stellglied 35 und somit die Bewegungsvorrichtung 15 betätigbar
ist. Das Bedienelement 33 steht mit der elektronischen Regelungsvorrichtung 30 in
Verbindung.
[0036] Die Sensoreinrichtung 31 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Beschleunigungssensor
50 ausgebildet, der die Beschleunigungen des Hubgerüstes 4 in Fahrzeugquerrichtung
Q erfasst und bevorzugt in dem Fahrerstand 5 angeordnet ist. Der Beschleunigungssensor
50 ist bevorzugt in dem Fahrerstand 5 mittig zur Fahrzeuglängsachse L angeordnet.
Die weitere Sensoreinrichtung 32 kann von einem Sensor gebildet sein, der den Druck
in einem Hubzylinder der Zusatzhubvorrichtung 7 erfasst.
[0037] Die elektronische Regelungsvorrichtung 30 ist derart ausgebildet, dass in Abhängigkeit
von dem Signal des Beschleunigungssensors 50 und in Abhängigkeit von der mittels der
Sensoreinrichtung 32 erfassten Masse der aufgenommenen Last 20 das die Bewegung des
Lastaufnahmemittels 6 steuernde Stellglied 35 derart ansteuert wird, dass die von
der Bewegungsvorrichtung 15 erzeugte Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 derart geregelt
wird, dass während der durch die Bewegungsvorrichtung 15 erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
6, d.h. der Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 in Fahrzeugquerrichtung Q und/oder
der Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittels 6 um die vertikale Achse V, die seitlichen
Schwingungen des Hubgerüstes 4 in Fahrzeugquerrichtung Q minimiert werden und am Ende
der von der Bewegungsvorrichtung 15 erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 die
seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes 4 im Wesentlichen abgeklungen sind. Bevorzugt
wird hierzu das Steuerventil 37 derart angesteuert, dass durch eine aktive Ausgleichsbewegung
des Stellglieds 35 und somit des Lastaufnahmemittels 6 dem Schwingen des Hubgerüsts
4 in Fahrzeugquerrichtung entgegen gewirkt wird und somit das seitliche Schwingen
des Hubgerüstes 4 kompensiert wird.
[0038] Beim Ein- und Ausstapeln einer Last 20 in einem Regal können mit der erfindungsgemäßen
aktiven Schwingungsdämpfung des Hubgerüstes 4 Wartezeiten vermieden werden und unmittelbar
zeitlich anschließend an die Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 in Fahrzeugquerrichtung
Q ein Heben- oder Senkenvorgang des Lastaufnahmemittels bzw. ein Fahrvorgang des Flurförderzeugs
1 vorgenommen werden.
[0039] Eine als Schwenkschubgabel ausgebildete Bewegungsvorrichtung 15 dient neben der Funktion
zum Ein- und Ausstapeln der Last 20 in dem Regal auch dazu, außerhalb des Arbeitsganges
die aufgenommene Last 20 um die vertikale Achse V um 180
0 Grad zu einer gegenüberliegenden Regalseite zu drehen. Hierbei findet synchron eine
Bewegung des Lastaufnahmemittels 6 in Fahrzeugquerrichtung Q und eine Schwenkbewegung
des Lastaufnahmemittels 6 um die vertikale Achse V statt. Bei diesem Vorgang können
durch Beschleunigungsvorgänge seitliche Schwingungen in das Hubgerüst 4 eingeleitet
werden. Mit der erfindungsgemäßen aktiven Schwingungsdämpfung können auch bei diesem
Vorgang die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes 4 in Fahrzeugquerrichtung Q kompensiert
werden.
1. Flurförderzeug (1) mit einem Hubgerüst (4), einem Lastaufnahmemittel (6) zur Aufnahme
einer Last (20) und einer Bewegungsvorrichtung (15) für das Lastaufnahmemittel (6),
wobei die Bewegungsvorrichtung (15) gemeinsam mit dem Lastaufnahmemittel (6) an dem
Hubgerüst (4) anhebbar und absenkbar ist und das Lastaufnahmemittel (6) mittels der
Bewegungsvorrichtung (15) relativ zu dem Hubgerüst (4) bewegbar ist, wobei eine von
der Bewegungsvorrichtung (15) erzeugte Bewegung des Lastaufnahmemittels (6) relativ
zu dem Hubgerüst (4) mittels eines Stellglieds (35) erzeugbar ist, wobei die Bewegungsvorrichtung
(15) aufweist:
- eine Schubvorrichtung (16), mit der als Bewegung das Lastaufnahmemittel (6) in im
Wesentlichen horizontaler Fahrzeugquerrichtung (Q) des Flurförderzeugs (1) verschiebbar
ist, und/oder
- eine Schwenkvorrichtung (17), mit der als Bewegung das Lastaufnahmemittel (6) um
eine im Wesentlichen vertikale Achse (V) schwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Regelungsvorrichtung (30) vorgesehen ist, die mit einer Sensoreinrichtung
(31) in Wirkverbindung steht, mit der die seitlichen Schwingungen und/oder die seitlichen
Beschleunigungen des Hubgerüstes (4) in Fahrzeugquerrichtung (Q) erfasst werden, und
die elektronische Regelungsvorrichtung (30) das die Bewegung des Lastaufnahmemittels
(6) erzeugende Stellglied (35) in Abhängigkeit von den mittels der Sensoreinrichtung
(31) erfassten seitlichen Schwingungen und/oder seitlichen Beschleunigungen des Hubgerüstes
(4) derart ansteuert, dass eine aktive Schwingungsdämpfung der seitlichen Schwingungen
des Hubgerüstes (4) bei einer Betätigung des Stellglieds (35) und einer entsprechenden
Bewegung des Lastaufnahmemittels (6) während eines Einlager- oder Auslagervorgangs
der Last (20) in einem Regal erzielt wird.
2. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Regelungsvorrichtung (30) das die Bewegung des Lastaufnahmemittels
(6) erzeugende Stellglied (35) derart ansteuert, dass während der durch die Bewegungsvorrichtung
(15) erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels (6) die seitlichen Schwingungen des
Hubgerüstes (4) minimiert werden und am Ende der von der Bewegungsvorrichtung (15)
erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels (6) die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes
(4) im Wesentlichen abgeklungen sind.
3. Flurförderzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Regelungsvorrichtung (30) mit einer das Lastgewicht der auf dem
Lastaufnahmemittel (6) befindlichen Last (20) erfassenden weiteren Sensoreinrichtung
(32) in Verbindung steht und die elektronische Regelungsvorrichtung (30) das die Bewegung
des Lastaufnahmemittels (6) erzeugende Stellglied (35) in Abhängigkeit von dem mittels
der weiteren Sensoreinrichtung (32) erfassten Lastgewicht der aufgenommenen Last (20)
ansteuert.
4. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Regelungsvorrichtung (30) das Stellglied (35) derart ansteuert,
dass bei einem mittels der Sensoreinrichtung (31) erkannten seitlichen Schwingen des
Hubgerüstes (4) durch eine aktive Ausgleichsbewegung des Lastaufnahmemittels (6) dem
Schwingen des Hubgerüsts (4) entgegen gewirkt wird.
5. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (31) von einem an dem Hubgerüst (4) angeordneten Dehnmessstreifen
gebildet ist.
6. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (31) von einem im Bereich des anhebbaren und absenkbaren Lastaufnahmemittels
(6) angeordneten Beschleunigungssensor (50) gebildet ist.
7. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flurförderzeug (1) einen an dem Hubgerüst (4) anhebbaren und absenkbaren Fahrerstand
(5) aufweist, an dem die Bewegungsvorrichtung (15) und das Lastaufnahmemittel (6)
angeordnet ist, wobei die Sensoreinrichtung (31) an dem Fahrerstand (5) angeordnet
ist.
8. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (35) als hydraulischer Antrieb (36) ausgebildet ist, der mittels eines
elektrisch ansteuerbaren Steuerventils (37) betätigbar ist, wobei die elektronische
Regelungsvorrichtung (30) das Steuerventil (37) derart in Abhängigkeit von den mittels
der Sensoreinrichtung (31) erfassten seitlichen Schwingungen und/oder seitlichen Beschleunigungen
des Hubgerüsts (4) und/oder in Abhängigkeit von dem mittels der weiteren Sensoreinrichtung
(32) erfassten Lastgewicht der aufgenommenen Last (20) ansteuert, dass die seitlichen
Schwingungen des Hubgerüstes (4) bei betätigtem Antrieb (36) gedämpft werden.
9. Verfahren zur Dämpfung oder Vermeidung von seitlichen Schwingungen eines Hubgerüstes
(4) eines Flurförderzeugs (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 in Fahrzeugquerrichtung
(Q), wobei an dem Hubgerüst (4) ein Lastaufnahmemittel (6) zur Aufnahme einer Last
(20) angeordnet ist, das mittels einer Bewegungsvorrichtung (15) relativ zu dem Hubgerüst
(4) bewegbar ist, wobei die Bewegungsvorrichtung (15) als Bewegung das Lastaufnahmemittel
(6) eine in im Wesentlichen horizontaler Fahrzeugquerrichtung (Q) des Flurförderzeugs
(1) gerichtete Schubbewegung und/oder eine Schwenkbewegung des Lastaufnahmemittel
(6) um eine im Wesentlichen vertikale Achse (V) erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ein- oder Auslagervorgängen einer Last (20) in einem Regal in Abhängigkeit von
den seitlichen Beschleunigungen oder seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes (4) in
Fahrzeugquerrichtung (Q) die von der Bewegungsvorrichtung (15) erzeugte Bewegung des
Lastaufnahmemittels (6) derart geregelt wird, dass die seitlichen Schwingungen des
Hubgerüstes (4) minimiert werden und am Ende der von der Bewegungsvorrichtung (15)
erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels (6) die seitlichen Schwingungen des Hubgerüstes
(4) im Wesentlichen abgeklungen sind.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Regelung der von der Bewegungsvorrichtung (15) erzeugten Bewegung des Lastaufnahmemittels
(6) die Masse einer mit dem Lastaufnahmemittel (6) aufgenommenen Last (20) berücksichtigt
wird.
1. Industrial truck (1) having a lifting frame (4), a load receiving means (6) for receiving
a load (20) and a movement device (15) for the load receiving means (6), wherein the
movement device (15) can be raised and lowered together with the load receiving means
(6) on the lifting frame (4), and the load receiving means (6) can be moved relative
to the lifting frame (4) by means of the movement device (15), wherein a movement
of the load receiving means (6), generated by the movement device (15) relative to
the lifting frame (4) can be generated by means of an actuator element (35), wherein
the movement device (15) has:
- a thrust device (16) with which the load receiving means (6) can be movable in an
essentially horizontal vehicle transverse direction (Q) of the industrial truck (1)
as a movement, and/or
- a pivoting device (17) with which the load receiving means (6) can be swivelled
about an essentially vertical axis (V) as a movement,
characterized in that an electronic control device (30) is provided which is operatively connected to a
sensor device (31) with which the lateral oscillations and/or the lateral accelerations
of the lifting frame (4) in the vehicle transverse direction (Q) are sensed, and the
electronic control device (30) actuates the actuating element (35), generating the
movement of the load receiving means (6), as function of lateral oscillations and/or
lateral accelerations of the lifting frame (4) which are sensed by means of the sensor
device (31), in such a way that active oscillation damping of the lateral oscillations
of the lifting frame (4) is brought about during activation of the actuating element
(35) and a corresponding movement of the load receiving means (6) during the process
of putting the load (20) into storage or removing it from storage in a rack.
2. Industrial truck according to Claim 1, characterized in that the electronic control device (30) actuates the actuating element (35) which generates
the movement of the load receiving means (6), in such a way that during the movement,
generated by the movement device (15), of the load receiving means (6) the lateral
oscillations of the lifting frame (4) are minimized, and at the end of the movement,
generated by the movement device (15), of the load receiving means (6) the lateral
accelerations of the lifting frame (4) have essentially died away.
3. Industrial truck according to Claim 1 or 2, characterized in that the electronic control device (30) is connected to a further sensor device (32) which
senses the load weight of the load (20) which is located on the load receiving means
(6), and the electronic control device (30) actuates the actuating element (35), which
generates the movement of the load receiving means (6), as a function of the load
weight, sensed by means of the further sensor device (32), of the received load (20).
4. Industrial truck according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the electronic control device (30) actuates the actuating element (35) in such a
way that in the case of lateral oscillations of the lifting frame (4) which are detected
by means of the sensor device (31), the oscillations of the lifting frame (4) are
counteracted by an active compensation movement of the load receiving means (6).
5. Industrial truck according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the sensor device (31) is formed by a strain gauge which is arranged on the lifting
frame (4).
6. Industrial truck according to one Claims 1 to 4, characterized in that the sensor device (31) is formed by an acceleration sensor (50) which is arranged
in the region of the raisable and lowerable load receiving means (6).
7. Industrial truck according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the industrial truck (1) has a driver's stand (5) which is raisable and lowerable
on the lifting frame (4) and on which the movement device (15) and the load receiving
means (6) are arranged, wherein the sensor device (31) is arranged on the driver's
stand (5).
8. Industrial truck according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the actuating element (35) is embodied as a hydraulic drive (36) which can be activated
by means of a control valve (37) which can be actuated electrically, wherein the electronic
control device (30) actuates the control valve (37) as a function of the lateral oscillations
and/or lateral accelerations of the lifting frame (4) which are sensed by means of
the sensor device (31) and/or as a function of the load weight sensed by means of
the further sensor device (32), of the received load (20) in such a way that the lateral
oscillations of the lifting frame (4) are damped when the drive (36) is activated.
9. Method for damping or avoiding lateral oscillations of a lifting frame (4) of an industrial
truck (1) according to one of Claims 1 to 8 in the vehicle transverse direction (Q),
wherein a load receiving means (6) for receiving a load (20) is arranged on the lifting
frame (4) which is movable relative to the lifting frame (4) by means of a movement
device (15), wherein the movement device (15) generates, as a movement the load receiving
means (6), a thrust movement which is directed in the essentially horizontal vehicle
transverse direction (Q) of the industrial truck (1) and/or a swivelling movement
of the load receiving means (6) about an essentially vertical axis (V), characterized in that during processes of putting a load (20) into storage or removing it therefrom in
a rack, the movement of the load receiving means (6) which is generated by the movement
device (15) is controlled as a function of the lateral accelerations or lateral oscillations
of the lifting frame (4) in the vehicle transverse direction (Q), in such a way that
the lateral oscillations of the lifting frame (4) are minimized, and at the end of
the movement of the load receiving means (6) which is generated by the movement device
(15) the lateral oscillations of the lifting frame (4) have essentially died away.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the mass of a load (20) which is received with the load receiving means (6) is taken
into account during the control of the movement, generated by the movement device
(15), of the load receiving means (6).
1. Chariot de manutention (1) avec un cadre de levage (4), un moyen de réception de charge
(6) pour la réception d'une charge (20) et un dispositif de déplacement (15) pour
le moyen de réception de charge (6), dans lequel le dispositif de déplacement (15)
peut être élevé et abaissé en même temps que le moyen de réception de charge (6) sur
le cadre de levage (4) et le moyen de réception de charge (6) est déplaçable au moyen
du dispositif de déplacement (15) par rapport au cadre de levage (4), dans lequel
un déplacement du moyen de réception de charge (6) produit par le dispositif de déplacement
(15) par rapport au cadre de levage (4) peut être produit au moyen d'un actionneur
(35), dans lequel le dispositif de déplacement (15) présente:
- un dispositif de poussée (16), avec lequel comme déplacement le moyen de réception
de charge (6) est déplaçable en direction essentiellement horizontale et transversale
au véhicule (Q) du chariot de manutention (1), et/ou
- un dispositif de pivotement (17), avec lequel comme déplacement le moyen de réception
de charge (6) peut pivoter autour d'un axe essentiellement vertical (V),
caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de régulation électronique (30), qui est en liaison active
avec un dispositif de capteur (31), avec lequel on détecte les oscillations latérales
et/ou les accélérations latérales du cadre de levage (4) dans la direction transversale
du véhicule (Q), et le dispositif de régulation électronique (30) commande l'actionneur
(35) produisant le déplacement du moyen de réception de charge (6) en fonction des
oscillations latérales et/ou des accélérations latérales du cadre de levage (4) détectées
au moyen du dispositif de capteur (31), de telle manière que l'on obtienne un amortissement
d'oscillations actif des oscillations latérales du cadre de levage (4) lors d'un actionnement
de l'actionneur (35) et d'un déplacement correspondant du moyen de réception de charge
(6) pendant une opération de dépôt ou de reprise de la charge (20) dans un rayonnage.
2. Chariot de manutention selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de régulation électronique (30) commande l'actionneur (35) produisant
le déplacement du moyen de réception de charge (6), de telle manière que pendant le
déplacement du moyen de réception de charge (6) produit par le dispositif de déplacement
(15) les oscillations latérales du cadre de levage (4) soient minimisées et qu'à la
fin du déplacement du moyen de réception de charge (6) produit par le dispositif de
déplacement (15) les oscillations latérales du cadre de levage (4) soient essentiellement
amorties.
3. Chariot de manutention selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de régulation électronique (30) est en liaison avec un autre dispositif
de capteur (32) détectant le poids de la charge (20) se trouvant sur le moyen de réception
de charge (6) et le dispositif de régulation électronique (30) commande l'actionneur
(35) produisant le déplacement du moyen de réception de charge (6) en fonction du
poids de la charge embarquée (20) détecté au moyen de l'autre dispositif de capteur
(32).
4. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de régulation électronique (30) commande l'actionneur (35), de telle
manière que lors d'une oscillation latérale du cadre de levage (4) détectée au moyen
du dispositif de capteur (31), on s'oppose à l'oscillation du cadre de levage (4)
par un déplacement de compensation actif du moyen de réception de charge (6).
5. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de capteur (31) est formé par une jauge de contrainte disposée sur
le cadre de levage (4).
6. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de capteur (31) est formé par un détecteur d'accélération (50) disposé
dans la région du moyen de réception de charge pouvant être élevé et abaissé (6).
7. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le chariot de manutention (1) présente un poste de conduite (5) pouvant être élevé
et abaissé sur le cadre de levage (4), sur lequel le dispositif de déplacement (15)
et le moyen de réception de charge (6) sont disposés, dans lequel le dispositif de
capteur (31) est disposé au poste de conduite (5).
8. Chariot de manutention selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'actionneur (35) est réalisé sous la forme d'un entraînement hydraulique (36), qui
peut être actionné au moyen d'un distributeur à commande électrique (37), dans lequel
le dispositif de régulation électronique (30) commande le distributeur (37) en fonction
des oscillations latérales détectées au moyen du dispositif de capteur (31) et/ou
des accélérations latérales du cadre de levage (4) et/ou en fonction du poids de la
charge embarquée (20) détecté au moyen de l'autre dispositif de capteur (32), de telle
manière que les oscillations latérales du cadre de levage (4) soient amorties lorsque
l'entraînement (36) est actionné.
9. Procédé pour amortir ou éviter des oscillations latérales d'un cadre de levage (4)
d'un chariot de manutention (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 dans
la direction transversale du véhicule (Q), dans lequel un moyen de réception de charge
(6) destiné à recevoir une charge (20) est disposé sur le cadre de levage (4) et est
déplaçable par rapport au cadre de levage (4) au moyen d'un dispositif de déplacement
(15), dans lequel le dispositif de déplacement (15) produit comme déplacement le moyen
de réception de charge (6) un déplacement de poussée orienté en direction essentiellement
horizontale et transversale du véhicule (Q) du chariot de manutention (1) et/ou un
mouvement de pivotement du moyen de réception de charge (6) autour d'un axe essentiellement
vertical (V), caractérisé en ce que lors d'opérations de dépôt ou de reprise d'une charge (20) dans un rayonnage, on
régule le déplacement du moyen de réception de charge (6) produit par le dispositif
de déplacement (15) en fonction des accélérations latérales ou des oscillations latérales
du cadre de levage (4) dans la direction transversale du véhicule (Q), de telle manière
que les oscillations latérales du cadre de levage (4) soient minimisées et qu'à la
fin du déplacement du moyen de réception de charge (6) produit par le dispositif de
déplacement (15) les oscillations latérales du cadre de levage (4) soient essentiellement
amorties.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'on tient compte de la masse d'une charge (20) embarquée sur le moyen de réception
de charge (6) lors de la régulation du déplacement du moyen de réception de charge
(6) produit par le dispositif de déplacement (15).