[0001] Die Erfindung betrifft eine Zylinder-Kolben-Einheit, deren Kolben mit einer an einer
Stirnseite des Zylinders herausragenden Kolbenstange verbunden ist, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruch 1.
[0002] Im Stand der Technik besteht Bedarf an präzise wirkenden Antriebseinheiten, deren
Bewegungen zuverlässig kontrollierbar und exakt definiert sind. Insbesondere bei der
exakten Ausrichtung von Werkzeugen, die abwechselnd in zwei unterschiedlichen Positionen
eingesetzt werden, z.B. bei einem Unterwerkzeug das an einer Biegemaschine sowohl
zum Falzen als auch zum Zudrücken verwendet wird und dazu in Richtung der sogenannten
I-Achse verstellbar ist, kommen derartige Antriebseinheiten zum Einsatz. Diese bestehen
aus einer Zylinder-Kolben-Einheit, deren an einer Stirnseite des Zylinders herausragende
Kolbenstange das Werkzeug antreibt. Im Zusammenhang mit derartigen Zylinder-Kolben-Einheiten
gibt es bislang keine Lösung den Hub der Kolbenstange auf zuverlässige, platzsparende
und kostengünstige Weise zu begrenzen.
[0003] Die JPS58207508A offenbart eine Zylinder-Kolben-Einheit mit einer an beiden Stirnseiten
des Zylinders herausragenden Kolbenstange. Während an einem Ende der Kolbenstage (in
den Fig. jeweils rechterhand) die Ankopplung eines relativ zu bewegenden Teils erfolgen
kann, befindet sich am gegenüberliegenden Ende des Zylinders (linkerhand) eine Hubbegrenzung.
Diese umfasst zwei Einstellblöcke und einen Steuerblock, der an der Kolbenstange befestigt
ist und sich mit dieser mitbewegt. Die Hubbewegung der Kolbenstange wird nach beiden
Richtungen durch die Einstellblöcke begrenzt, die jeweils einen Anschlag für den Steuerblock
bilden.
[0004] Die JPS61116111A offenbart eine Zylinder-Kolbeneinheit mit einer Hubbegrenzung. An
dem aus dem Zylinder herausragenden Ende der Kolbenstange befindet sich ein radial
nach außen ragender Zapfen, der ein Anschlagstück bildet. Ein zylinderförmiger Aufsatz
weist auf seiner dem Zapfen zugewandten Seite, entlang seines Umfanges verteilte,
unterschiedlich tiefe Einschnitte auf. Die Einschnitte bilden zusammen mit dem Zapfen
unterschiedliche Anschlagpaarungen.
[0005] Die nicht gattungsgemäße
EP0346504A1 offenbart eine kolbenstangenlose Kolben- Zylinder-Anordnung mit einer Vorrichtung
zur Hubbegrenzung. Die Hubbegrenzung umfasst eine neben dem Zylinder drehbar gelagerte
Trommel, von der entlang ihres Umfangs verschieden lange Begrenzungsanschläge parallel
zur Zylinderlängsachse abragen. Ein entlang des Zylinders verfahrbarer Antriebsteil,
der über Magnetanordnungen mit dem Kolben berührungslos gekoppelt ist, bildet einen
Anschlagteil aus, der mit dem jeweils in Position gebrachten Begrenzungsanschlag der
Trommel zusammenwirkt. Die in der
EP0346504A1 offenbarte Hubbegrenzung ist nicht auf Zylinder mit Kolbenstangen übertragbar. Nachteilig
bei dieser Anordnung ist auch, dass der Antriebsteil beim Anschlag unsymmetrisch belastet
wird. Außerdem kann die Bewegung des Antriebsteils mit der Vorrichtung zur Hubbegrenzung
nur in einer Richtung begrenzt werden.
[0006] Die
FR988036A offenbart eine Drehbank mit einer Vorschubwelle mit einem einstellbaren Anschlag.
Ein um die Wellenachse drehbarer Drehteil umschließt die Welle und definiert je nach
Drehposition einen bestimmten Begrenzungsanschlag, mit dem ein an den beweglichen
Teil der Vorschubwelle angebundener Anschlagteil zusammenwirkt. Diese Druckschrift
liegt weit vom Erfindungsgegenstand ab, da sie keine Zylinder-Kolben-Einheit betrifft.
Wie bei der
EP0346504A1 ist auch hier ist eine Begrenzung des beweglichen Teils nur in einer Richtung möglich.
[0007] Die
US76732A offenbart eine hydraulische Presse insbesondere zum Pressen von Tabak mit einem Zylinder
und einem oberhalb des Zylinders angeordneten und an seiner Oberseite Abstufungen
aufweisenden Ring, der in Bezug auf den Zylinder verdrehbar ist und als Halteeinrichtung
für den auf der Kolbenstange sitzenden Presskopf fungiert. Der Presskopf ist über
vertikal verlaufende Stangen mit dem Boden des Pressrahmens verbunden. Die Halteeinrichtung
erlaubt das Halten des Pressrahmens in verschiedenen Höhenpositionen.
[0008] Die
US3177980A offenbart eine hydraulische Verriegelungseinrichtung für das Steuern der Relativbewegung
zweier Teile. Eine sich über den Zylinder hinaus erstreckende Stop-Hülse weist in
ihrer Wand axial verlaufende Schlitze aus, die an einem ihrer Enden Abstufungen aufweisen.
Ein mit der Kolbenstange verbundener und diametral orientierter Pin greift in diesen
Schlitz ein, wodurch sein Weg durch das abgestufte Ende des Schlitzes begrenzt ist.
Die Hülse ist drehbar, wodurch die gewünschte Abstufung als Hubbegrenzung ausgewählt
werden kann.
[0009] Die
DE1964126A1 offenbart eine Verriegelungsvorrichtung zur Steuerung der Relativbewegung zwischen
zwei Teilen mit einem Hydraulikzylinder, der mit einem der zwei Teile verbunden ist.
Eine Anschlageinrichtung besteht aus einem ersten Anschlag, der antriebsmäßig mit
dem Zylinder verbunden ist, und einem zweiten Anschlag, der antriebsmäßig mit der
Kolbenstange verbunden ist. An der rohrförmigen Kolbenstange ist. Erster und zweiter
Anschlag wirken zusammen, um den Bereich des Kolbenhubes zu begrenzen. Der mit der
Kolbenstange verbundene Anschlag besteht aus einer axial an den Zylinder angrenzenden
Anschlaghülse, in der in Umfangsrichtung mehrere Abstufungen ausgebildet sind und
die um die Zylinderachse drehbar ist. Mit den Abstufungen wirken radial verlaufende
Anschlagfinger des mit dem Zylinder verbundenen Anschlages zusammen.
[0010] Die
FR1596551A offenbart eine Hubbegrenzung für einen Zylinder mit Stangen, entlang derer Anschläge
linear verstellbar sind. Diese Stangen sind an einer radialen Erweiterung am Zylinderkopf
geführt und mit der Kolbenstange über ein Gestell verbunden.
[0011] Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Zylinder-Kolben-Einheit bereitzustellen,
mit der die Bewegung der Kolbenstange zuverlässig und einstellbar definiert werden
kann. Vorzugsweise soll der Weg der Kolbenstange in beide Richtungen begrenzbar und
variabel einstellbar sein. Die Lösung soll platzsparend und kostengünstig sein. Insbesondere
soll die Zylinder-Kolben-Einheit kompakten Aufbau aufweisen und auch in gängige Werkzeugmaschinen
ohne aufwändige Adaptionen einbaubar sein.
[0012] Dieses Ziel wird mit einer Zylinder-Kolben-Einheit der eingangs genannten Art dadurch
erreicht, dass das Gegenanschlagteil in zwei Bereichen, die in Bezug auf die Zylinderlängsachse
axial voneinander beabstandet sind, jeweils unterschiedliche Begrenzungsanschläge
ausbildet, sodass der Weg der Kolbenstange in beiden Richtungen unterschiedlich stark
begrenzbar ist. Die beiden axial voneinander beabstandeten Bereiche des Gegenanschlagteils
können z.B. seine Stirnseiten oder seitlich abragende Abschnitte des Gegenanschlagteils
oder einander zugewandte Abschnitte oder Flächen sein.
[0013] Eine derartige Lösung ermöglicht nicht nur eine zuverlässige und definiert einstellbare
Hubbegrenzung, sondern auch einen platzsparenden, kompakten Aufbau. Letzteres ermöglicht
den Einsatz erfindungsgemäßer Zylinder-Kolben-Einheiten in gängigen (Werkzeug)Maschinen
ohne aufwändige Adaptionen. Die Wegbegrenzung für die Verschiebung von Werkzeugen
ist somit bereits im Antrieb integriert und bedarf keiner zusätzlicher Maßnahmen,
wodurch auch die Kosten für die Aufrüstung einer Maschine mit einer variablen Wegbegrenzung
gering gehalten werden.
[0014] Der zweite Abschnitt kann außen entlang des Zylinders sowohl an diesem anliegend
als auch von diesem beabstandet verlaufen.
[0015] Die den unterschiedlichen Anschlagpaarungen zugeordneten Begrenzungsanschläge besitzen
in axialer Richtung unterschiedliche Höhe oder Ausdehnung und begrenzen daher den
axialen Weg unterschiedlich stark. Bevorzugt sind die Begrenzungsanschläge integral
im Gegenanschlagstück ausgebildet. Zumindest jene Begrenzungsanschläge, die den Weg
des Anschlagteils in einer axialen Richtung begrenzen, sind vorzugsweise jeweils einstückig
mit dem Gegenanschlagsteil ausgebildet.
[0016] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil relativ zum Zylinder drehbar und/oder bildet
unterschiedliche Begrenzungsanschläge aus, die jeweils den unterschiedlichen Anschlagspaarungen
zugeordnet sind. Das axial fixierte und somit in seiner axialen Position klar definierte
Gegenanschlagteil ermöglicht die Realisierung exakt reproduzierbarer Begrenzungsanschläge
und kann darüber hinaus als kompaktes Bauteil ausgebildet werden.
[0017] Bevorzugt bildet das Gegenanschlagteil auf beiden seiner Stirnseiten, die in Bezug
auf die Zylinderlängsachse axial voneinander beabstandet sind, jeweils unterschiedliche
Begrenzungsanschläge aus, sodass der Weg der Kolbenstange in beiden Richtungen unterschiedlich
stark begrenzbar ist. Dadurch ergeben sich nicht nur in einer Wegrichtung der Kolbenstange
verschieden einstellbare Anschlagpaarungen, sondern auch in der entgegengesetzten
Richtung. Dies erhöht die Flexibilität und die Einsatzmöglichkeiten einer Zylinder-Kolben-Einheit.
[0018] Bevorzugt wird das Gegenanschlagteil aus zwei gegeneinander verdrehbaren Abschnitten
gebildet, wobei eine der beiden Stirnseiten des Gegenanschlagteils auf dem einen der
beiden Abschnitte ausgebildet ist und die andere Stirnseite des Gegenanschlagteils
auf dem anderen Abschnitt ausgebildet ist. Dadurch können in Bezug auf beide Bewegungsrichtungen
der Kolbenstange beliebige Kombinationen von Anschlagpaarungen eingestellt werden
und die Endanschläge sowohl für das Ausfahren als auch das Einfahren der Kolbenstange
je nach Bedarf eingestellt werden.
[0019] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird das Gegenanschlagteil aus zwei
gegeneinander verdrehbaren Abschnitten gebildet, wobei der eine Bereich des Gegenanschlagteils,
der unterschiedliche Begrenzungsanschläge ausbildet, auf dem einen der beiden Abschnitte
ausgebildet ist und der andere Bereich des Gegenanschlagteils, der unterschiedliche
Begrenzungsanschläge ausbildet, auf dem anderen Abschnitt ausgebildet ist.
[0020] In Bezug auf die letzten beiden Ausführungsformen und wie bereits erwähnt sind die
beiden Bereiche, die in Bezug auf die Zylinderlängsachse axial voneinander beabstandet
sind und an denen jeweils unterschiedliche Begrenzungsanschläge ausgebildet sind,
vorzugsweise die beiden Stirnseiten des Gegenanschlagteils.
[0021] Bevorzugt wird der zweite Abschnitt des Anschlagteils durch zumindest einen länglichen
Arm gebildet, der sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Zylinders erstreckt.
Ein derart verlaufender Arm beansprucht kaum Raum, wodurch die Zylinder-Kolben-Einheit
besonders platzsparend ausgebildet werden kann.
[0022] Bevorzugt wird der zweite Abschnitt des Anschlagteils durch zumindest zwei im Wesentlichen
parallel zueinander verlaufende Arme gebildet, die entlang einander gegenüberliegender
Seiten des Zylinders verlaufen. Dies ermöglicht eine symmetrische Beaufschlagung des
Anschlagteils und des Gegenanschlagteils während des Anschlagens, wodurch Verschleiß
oder Verklemmungen der beweglichen Teile verhindert wird.
[0023] Bevorzugt weist der zweite Abschnitt des Anschlagteils zwei in Bezug zur Zylinderlängsachse
axial voneinander beabstandete, mit dem Gegenanschlagteil zusammenwirkende Anschlagstrukturen
auf und ragt das Gegenanschlagteil zumindest teilweise in den Bereich zwisehen den
Anschlagstrukturen, sodass der Weg der Kolbenstange in beiden Richtungen begrenzbar
ist. Mit nur einem Anschlagteil kann somit der Weg in beide Kolbenrichtungen begrenzt
werden, wodurch die Einsatzmöglichkeiten der Zylinder-Kolben-Einheit erhöht werden.
[0024] Bevorzugt sind die Anschlagstrukturen in Form von Nasen ausgebildet, die in Bezug
zum Zylinder radial nach außen ragen. Dies stellt eine besonders einfache Möglichkeit
dar, ohne vermehrten Raumbedarf Begrenzungen für die entgegengesetzten Wegrichtungen
zu schaffen.
[0025] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil auf Höhe des Zylinders angeordnet. Dabei kann
das Gegenanschlagteil den Zylinder umschließen oder neben dem Zylinder angeordnet
sein, wodurch eine besonders kompakte Bauweise erzielt wird.
[0026] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil um die Längsachse des Zylinders drehbar. Dies
stellt eine besonders platzsparende und leicht zu handhabende Ausführung dar.
[0027] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil in Form einer den Zylinder umschließenden Hülse
ausgebildet. Da die Dicke der Hülsenwand gering gehalten werden kann, wird durch diese
Ausführung der Platzbedarf noch weiter verringert. Außerdem ergibt sich dadurch eine
kompakte Konstruktion.
[0028] Bevorzugt werden die unterschiedlichen Begrenzungsanschläge durch eine stufenförmig
ausgebildete Wand der Hülse gebildet. Das Gegenanschlagteil kann somit kompakt und
einfach hergestellt werden. Die Stufen in der Wand können z.B. in einer Wandausnehmung
ausgebildet sein, die sich in axialer Richtung öffnet. Alternativ könnte es sich bei
den Stufen um axiale Vorsprünge handeln.
[0029] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil in Form der Hülse samt den intergierten Begrenzungsanschlägen
aus einem Stück gefertigt.
[0030] Bevorzugt ist zum axialen Halten des Gegenanschlagteils eine auf dem Zylinder sitzende
Halterung vorgesehen. Hier übernimmt der Zylinder die zusätzliche Funktion des Haltens
des Gegenanschlagteils. Die Halterung kann unmittelbar oder mittelbar am Zylinder
befestigt sein.
[0031] Bevorzugt wird die Halterung aus zumindest zwei axial voneinander beabstandeten,
radial nach außen ragenden Vorsprüngen gebildet, zwischen denen das Gegenanschlagteil
eingesetzt ist, wodurch sich eine zuverlässige axiale Fixierung ergibt.
[0032] Bevorzugt laufen die Vorsprünge zumindest abschnittsweise um den Zylinder. Neben
einer einfachen Herstellung wird dadurch die Fixierung des Gegenanschlagteils sichergestellt.
Seine drehbare Lagerung relativ zum Zylinder wird durch die Vorsprünge positiv beeinflusst.
[0033] Bevorzugt ist der zweite Abschnitt des Anschlagteils durch die Vorsprünge in axialer
Richtung geführt. Die Vorsprünge übernehmen damit eine weitere Funktion, wodurch ein
besonders kompakter und vor Verschleiß geschützter Aufbau entsteht.
[0034] Bevorzugt ist die Halterung auf einer zwischen dem Gegenanschlagteil und dem Zylinder
angeordneten Zwischenhülse ausgebildet, an der das Gegenanschlagteil drehbar gelagert
ist. Eine herkömmliche Zylinder-Kolben-Einheit kann auf diese Weise einfach nachgerüstet
werden, in dem die an den Zylinder angepasst Zwischenhülse samt Gegenanschlagteil
und Anschlagteil auf den Zylinder aufgesetzt werden.
[0035] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil um eine Drehachse drehbar, die seitlich vom Zylinder
beabstandet angeordnet und im Wesentlichen parallel zur Zylinderlängsachse ist. In
dieser Ausführung ist das Gegenanschlagteil gesondert und vom Zylinder beabstandet
zugänglich.
[0036] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil als Trommel ausgebildet ist, deren Längsachse
im Wesentlichen mit ihrer Drehachse zusammenfällt. Eine Trommel ist leicht handhabbar
und mit verschiedenen Begrenzungsanschlägen zu versehen.
[0037] Bevorzugt sind die Begrenzungsanschläge an einer Stirnseite der Trommel als sektorweise
Abstufungen ausgebildet. Die Begrenzungsanschläge sind somit integral im Gegenanschlagteil
geformt.
[0038] Bevorzugt ist ein unterer Abschnitt des Zylinders mit einem unteren Abschnitt der
Drehachse über ein erstes Verbindungselement verbunden und ein oberer Abschnitt des
Zylinders mit einem oberen Abschnitt der Drehachse über ein zweites Verbindungselement
verbunden. Dies ergibt eine stabile Konstruktion, die eine relative Verschiebung zwischen
Zylinder und Gegenanschlagteil verhindert.
[0039] Bevorzugt ist in einem der Verbindungselemente eine Durchführung vorgesehen, durch
die der Anschlagteil hindurchgeführt ist. Durch diese Konstruktion ist der Anschlagteil
vor äußeren mechanischen Einflüssen besser geschützt und die Durchführung kann sogar
als axiale Führung für den Anschlagteil dienen.
[0040] Bevorzugt verläuft der zweite Abschnitt des Anschlagteils zwischen Zylinder und Gegenanschlagteil.
Der Anschlagteil kann zur Gänze oder nur abschnittsweise zwischen Zylinder und Anschlagteil
verlaufen. Neben einer kompakten Bauweise kann dadurch das Anschlagteil geführt und/oder
besser vor mechanischen Einflüssen geschützt werden.
[0041] Bevorzugt ist das Gegenanschlagteil manuell verdrehbar, sodass eine einfache Einstellung
eines bestimmten Begrenzungsanschlages in den Weg des Anschlagteils erfolgen kann.
Die Anschlagpaarung kann per Hand relativ flott und wiederholgenau eingestellt werden.
[0042] Bevorzugt wirkt das Gegenanschlagteil mit einer Einrasteinrichtung zusammen, mit
der die den jeweiligen Anschlagspaarungen zugeordneten Drehpositionen des Gegenanschlagteils
arretierbar sind. Dies verhindert, dass ein bereits eingestellter Begrenzungsanschlag
z.B. durch Erschütterungen aus seiner Position gelangt.
[0043] Bevorzugt umfasst die Einrasteinrichtung ein vorzugsweise federbeaufschlagtes Kugeldruckstück.
Dies stellt eine einfache und zuverlässige Variante dar. Die Einrasteinrichtung lässt
das Gegenanschlagstück bei jeder Position (z.B. bei einer Trommel oder Hülse bei jedem
Sektor) kraftschlüssig einrasten.
[0044] Bevorzugt umfasst das die Zylinder-Kolben-Einheit eine Einrichtung zum Messen des
zurückgelegten Kolbenweges (Wegmesssystem für Zylinderposition). Neben der Hubbegrenzungseinrichtung
kann dadurch der eingestellte Kolbenweg überprüft werden.
[0045] Bevorzugt umfasst die Zylinder-Kolben-Einheit eine Einrichtung zum Messen der relativen
Drehposition des Gegenanschlagteils, insbesondere in Form einer Winkelmesseinrichtung
(Wegmesssystem für Trommel- oder Hülsenwinkel). Dadurch kann kontrolliert werden,
ob die gewünschte Anschlagspaarung ordnungsgemäß eingestellt wurde.
[0046] Bevorzugt ist die Zylinder-Kolben-Einheit pneumatisch betätigbar und stellt somit
einen Pneumatikantrieb mit mehreren Endanschlägen dar. Gerade bei pneumatisch betätigten
Zylindern stellt die erfindungsgemäße Hubbegrenzungseinrichtung eine besondere Ergänzung
Ihrer Einsatzmöglichkeiten dar.
[0047] Ein bevorzugtes Einsatzgebiet einer erfindungsgemäßen Zylinder-Kolben-Einheit ist
eine Biegemaschine zum Biegen insbesondere flächiger Werkstücke mit einem Unterwerkzeug
(oder auch Gesenk) und einem Oberwerkzeug, die durch einen ersten Antrieb aufeinander
zu bewegbar sind, um den Biegevorgang zu bewirken. Ein zweiter Antrieb ist dazu gedacht,
um das Unterwerkzeug zu als solches zu bewegen, z.B. zu justieren oder an verschiedene
Werkstückgrößen anzupassen. Für diese Verschiebung könnte nun als zweiter Antrieb
eine Zylinder-Kolben-Einheit gemäß Erfindung zum Einsatz kommen. Die durch den zweiten
Antrieb definierte Achse wird üblicherweise auch als I-Achse bezeichnet. Eine erfindungsgemäße
Zylinder-Kolben-Einheit ist wesentlich kostengünstiger als ein CNC gesteuerter Antrieb
und wesentlich einfacher zu bedienen als bisherige Pneumatik-I-Achsen.
[0048] Der Zylinderantrieb kann somit effizient und sicher für die I-Achsen-Bewegung einer
Biegemaschine verwendet werden.
[0049] Abschließend ist hervorzuheben, dass die Ausführungsformen ohne lose oder lose abragende
Teile verwirklicht werden können mit positivem Einfluss auf Lebensdauer und Handhabung.
[0050] Eine besondere Ausführungsform beinhaltet, dass an einem pneumatischen Zylinder ein
Mechanismus angebracht wird, der teilweise an das bewegliche System bzw. teilweise
an das Fixsystem gebunden ist. Fixe und bewegliche Teile haben miteinander verschiedene
Endanschläge. Es kann der Mechanismus so verstellt werden, dass sich die Endanschläge
(in Hubrichtung gemessen) digital verändern.
[0051] In einem Umsetzungsbeispiel gibt es eine Trommel (Gegenanschlagteil), welche in ihren
Sektoren je zwei zueinander passende, vordefinierte Endanschläge hat. Die Trommel
ist im Fixsystem. Eine Gabel (Anschlagteil), welche zwei Anschlagflächen/-strukturen
aufweist, ist mit dem beweglichen System gekoppelt. Die Trommel kann per Hand rotiert
werden und somit werden die verschiedenen Anschlagpaarungen eingestellt.
[0052] Man kann diese Trommel in der Länge 2-teilen, um doppelte Anschlag-Kombinationen
zu erhalten.
[0053] In einem weiteren Umsetzungsbeispiel handelt es sich um einen (Kompakt)Zylinder mit
nebenliegendem Anschlagmechanismus.
[0054] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0055] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Zylinder-Kolben-Einheit;
- Fig. 2
- die Zylinder-Kolben-Einheit aus Fig. 1 mit unterschiedlich stark ausgefahrener Kolbenstange;
- Fig. 3
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zylinder-Kolben-Einheit;
- Fig. 4
- die Zylinder-Kolben-Einheit aus Fig. 3 mit unterschiedlich stark ausgefahrener Kolbenstange;
- Fig. 5
- die Zylinder-Kolben-Einheit aus Fig. 3 mit teilweise aufgeschnittenem Anschlagmechanismus
;
- Fig. 6
- die Zylinder-Kolben-Einheit aus Fig. 3 mit teilweise aufgeschnittenem Anschlagmechanismus,
wobei die Schnittebene in Bezug zur Schnittebene der Fig. 5 um 90° geneigt ist;
- Fig. 7
- eine Zylinder-Kolben-Einheit im Schnitt entlang der Zylinderlängsachse.
[0056] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0057] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Zylinder-Kolben-Einheit,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Es sind also auch sämtliche
denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten
und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.
[0058] Fig. 1 und 2 zeigen eine Zylinder-Kolben-Einheit 1. Ein im Inneren des Zylinders
2 verschieblich angeordneter Kolben ist mit der an der Stirnseite des Zylinders 2
herausragenden Kolbenstange 3 verbunden (ähnlich wie anhand der Fig. 7 dargestellt).
Der Zylinder 2 definiert eine Zylinderlängsachse 20. Fig. 1 zeigt eine ausgefahrene
Stellung der Kolbenstange 3 und Fig. 1 eine eingefahrene Stellung der Kolbenstange
3. Die Zylinder-Kolben-Einheit 1 weist eine variabel einstellbare Hubbegrenzungseinrichtung
in Form eines Anschlagmechanismus 5 auf, der ein Anschlagteil 6 und ein Gegenanschlagteil
11 umfasst.
[0059] Das Anschlagteil 6 ist mit einem ersten Abschnitt 7 an einem aus dem Zylinder 2 ragenden
Teil der Kolbenstange 3 befestigt und wirkt mit einem zweiten Abschnitt 8, der außen
entlang des Zylinders 2 verläuft, in der jeweiligen Anschlagstellung mit dem Gegenanschlagteil
11 zusammen.
[0060] Das Gegenanschlagteil 11 ist - in axialer Richtung gesehen - auf Höhe des Zylinders
2 angeordnet und in Bezug auf den Zylinder 2 axial fixiert. Das Gegenanschlagteil
11 ist relativ zum Anschlagteil 6 drehbar, wobei Anschlagteil 6 und Gegenanschlagteil
11 in Abhängigkeit der relativen Drehposition unterschiedliche Anschlagpaarungen ausbilden,
durch die der Weg der Kolbenstange 3 unterschiedlich stark begrenzbar ist.
[0061] Das Gegenanschlagteil 11 ist relativ zum Zylinder 2 drehbar und bildet unterschiedliche
Begrenzungsanschläge 12 aus, die jeweils den unterschiedlichen Anschlagspaarungen
zugeordnet sind. Das Gegenanschlagteil 11 kann auf beiden seiner Stirnseiten, die
in Bezug auf die Zylinderlängsachse 20 axial voneinander beabstandet sind, jeweils
unterschiedliche Begrenzungsanschläge ausbilden, sodass der Weg der Kolbenstange 3
in beiden Richtungen unterschiedlich stark begrenzbar ist.
[0062] Der zweite Abschnitt 8 des Anschlagteils 6 wird durch einen länglichen Arm gebildet,
der sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse 20 des Zylinders 2 erstreckt, und
weist zwei in Bezug zur Zylinderlängsachse 20 axial voneinander beabstandete, mit
dem Gegenanschlagteil 11 zusammenwirkende Anschlagstrukturen 9, 10 auf. Das Gegenanschlagteil
11 ragt mit einem peripheren Teil in den Bereich zwischen den Anschlagstrukturen 9,
10, sodass der Weg der Kolbenstange 3 in beiden Richtungen begrenzbar ist. Die Anschlagstrukturen
9, 10 sind in Form von Nasen ausgebildet, die in Bezug zum Zylinder 2 radial nach
außen ragen.
[0063] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gegenanschlagteil 11 um eine Drehachse
19 drehbar, die seitlich vom Zylinder 2 beabstandet angeordnet ist und im Wesentlichen
parallel zur Zylinderlängsachse 20 steht.
[0064] Das Gegenanschlagteil 11 ist in Form einer Trommel ausgebildet, deren Längsachse
im Wesentlichen mit ihrer Drehachse 19 zusammenfällt. Die unterschiedlichen Begrenzungsanschläge
12 sind an einer Stirnseite der Trommel als sektorweise Abstufungen ausgebildet. Zu
sehen sind in den Fig. 1 und 2 nur die oberen Begrenzungsanschläge 12, jedoch können
auch an der unteren Stirnseite der Trommel entsprechend ausgebildete Begrenzungsanschläge
(für die untere Anschlagstruktur 9) vorgesehen sein. Die Trommel kann entlang ihrer
Länge auch 2-geteilt ausgebildet sein, um doppelte Anschlag-Kombinationen zu erhalten.
In dieser Ausführungsform wird das Gegenanschlagteil 11 aus zwei gegeneinander verdrehbaren
Abschnitten gebildet, wobei eine der beiden Stirnseiten des Gegenanschlagteils 11
auf dem einen der beiden Abschnitte ausgebildet ist und die andere Stirnseite des
Gegenanschlagteils 11 auf dem anderen Abschnitt ausgebildet ist. In den Fig. 1 und
2 ist der obere Abschnitt gegen den unteren Abschnitt verdrehbar (durch eine Trennlinie
angedeutet).
[0065] Ein unterer Abschnitt des Zylinders 2 ist mit einem unteren Abschnitt der Drehachse
19 über ein erstes Verbindungselement 21 verbunden und ein oberer Abschnitt des Zylinders
2 ist mit einem oberen Abschnitt der Drehachse 19 über ein zweites Verbindungselement
22 verbunden. Als Vermittlungselement kann z.B. wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt
eine Stange dienen, die sich zwischen erstem und zweitem Verbindungselement erstreckt
und deren Längsachse vorzugsweise mit der Drehachse 19 zusammenfällt.
[0066] Im oberen Verbindungselement 22 ist eine Durchführung 23 vorgesehen, durch die der
Anschlagteil 6 hindurchgeführt ist. Aus Fig. 1 und Fig. 2 ist ersichtlich, dass der
längliche zweite Abschnitt 8 des Anschlagteils 6 zwischen Zylinder 2 und Gegenanschlagteil
11 verläuft.
[0067] In den Fig. 3 bis 6 ist eine weitere für sich eigenständige Ausführungsform einer
Zylinder-Kolben-Einheit 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auch auf die detaillierte Beschreibung
in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen. Dabei ist die
Kolbenstange in Fig. 3 eingefahren und in Fig. 4 ausgefahren, während in den Fig.
5 und 6 der Anschlagmechanismus zum Teil 'aufgeschnitten' dargestellt ist. Als Ergänzung
zeigt Fig. 7 einen Schnitt entlang der Zylinderlängsachse 20 und den im Zylinder 2
beweglichen Kolben 4.
[0068] In der Ausführungsform der Fig. 3 bis 6 ist das Gegenanschlagteil 11 um die Längsachse
20 des Zylinders 2 drehbar und bildet ebenfalls unterschiedliche Begrenzungsanschläge
12, 13 aus, die jeweils den unterschiedlichen Anschlagspaarungen zugeordnet sind.
[0069] Das Gegenanschlagteil 11 bildet auf beiden seiner Stirnseiten, die in Bezug auf die
Zylinderlängsachse 20 axial voneinander beabstandet sind, jeweils unterschiedliche
Begrenzungsanschläge 12, 13 aus, sodass der Weg der Kolbenstange 3 in beiden Richtungen
unterschiedlich stark begrenzbar ist.
[0070] Der erste Abschnitt 7 des Anschlagteils 6 ist im dargestellten Beispiel eine Scheibe,
die mit ihrer zentralen Öffnung über die Kolbenstange 3 geschoben und mittels Muttern
dort fixiert wird.
[0071] Der zweite Abschnitt 8 des Anschlagteils 6 wird durch zwei im Wesentlichen parallel
zueinander verlaufende Arme gebildet, die entlang einander gegenüberliegender Seiten
des Zylinders 2 verlaufen und sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse 20 des
Zylinders 2 erstrecken. Das Anschlagteil 6 besitzt hier die Form einer Gabel.
[0072] Auch bei dieser Ausführungsform weist der zweite Abschnitt 8 des Anschlagteils 6
zwei in Bezug zur Zylinderlängsachse 20 axial voneinander beabstandete, mit dem Gegenanschlagteil
11 zusammenwirkende Anschlagstrukturen 9, 10 auf (z.B. in Form von radial nach außen
ragenden Nasen), wobei das Gegenanschlagteil 11 teilweise in den Bereich zwischen
den Anschlagstrukturen 9, 10 ragt, sodass der Weg der Kolbenstange 3 in beiden Richtungen
begrenzbar ist.
[0073] Das Gegenanschlagteil 11 ist in Form einer den Zylinder 2 umschließenden und um den
Zylinder drehbaren Hülse 14 ausgebildet. Die unterschiedlichen Begrenzungsanschläge
12, 13 an der oberen und an der unteren Stirnseite der Hülse 14 werden durch eine
stufenförmig ausgebildete Wand der Hülse 14 gebildet.
[0074] Auch bei dieser Ausführungsform könnte das Gegenanschlagteil 11 aus zwei gegeneinander
verdrehbaren Abschnitten gebildet werden, sodass die oberen Begrenzungsanschläge 12
und die unteren Begrenzungsanschläge 13 noch zusätzlich gegeneinander (um die Zylinderlängsachse)
verdrehbar sind.
[0075] Zum axialen Halten bzw. Fixieren des Gegenanschlagteils 11 ist eine auf dem Zylinder
2 sitzende Halterung 15 vorgesehen. Die Halterung 15 wird aus zumindest zwei axial
voneinander beabstandeten, radial nach außen ragenden Vorsprüngen 16, 17 gebildet,
zwischen denen die Hülse 14 eingesetzt ist. Die Vorsprünge 16, 17 laufen zumindest
abschnittsweise um den Zylinder 2. Die beiden Arme des zweiten Abschnitts 8 des Anschlagteils
6 werden in den unterbrochenen Abschnitten der Vorsprünge 16, 17 in axialer Richtung
geführt. Die Halterung 15 mit den Vorsprüngen 16, 17 ist auf einer zwischen dem Gegenanschlagteil
11 und dem Zylinder 2 angeordneten Zwischenhülse 18 ausgebildet, an der das Gegenanschlagteil
11 auch drehbar gelagert ist.
[0076] Wie bei der ersten Ausführungsform verläuft auch hier der zweite Abschnitt 8 bzw.
die Arme des Anschlagteils 6 abschnittsweise zwischen Zylinder 2 und Gegenanschlagteil
11.
[0077] Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt und
sind weitere Ausführungen möglich. Z.B. kann das Gegenanschlagteil 11 manuell verdrehbar
sein. Auch kann das Gegenanschlagteil 11 mit einer Einrasteinrichtung zusammenwirken,
mit der die den jeweiligen Anschlagspaarungen zugeordneten Drehpositionen des Gegenanschlagteils
11 arretierbar sind. Eine solche Einrasteinrichtung kann z.B. ein vorzugsweise federbeaufschlagtes
Kugeldruckstück umfassen, das in entsprechende, den Anschlagpaarungen zugeordnete
Ausnehmungen im Gegenanschlagteil einrasten kann.
[0078] Die Zylinder-Kolben-Einheit 1 kann zusätzlich eine Einrichtung zum Messen des zurückgelegten
Kolbenweges und/oder eine Einrichtung zum Messen der relativen Drehposition des Gegenanschlagteils
11, insbesondere in Form einer Winkelmesseinrichtung, umfassen.
[0079] Besonders bewährt hat sich die erfindungsgemäße Lösung bei pneumatisch betätigbaren
Zylindern, jedoch sind auch alle anderen Zylindertypen durch die Erfindung mitumfasst.
[0080] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Zylinder-Kolben-Einheit diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
[0081] Die den eigenständigen erfinderischen Merkmalen und Lösungen zugrundeliegende Aufgabe
kann der Beschreibung entnommen werden.
[0082] Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2; 3, 4, 5, 6 und 7 dargestellten Merkmale
den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen,
erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind der Beschreibung und den Detailbeschreibungen
dieser Figuren zu entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
[0083]
- 1
- Zylinder-Kolben-Einheit
- 2
- Zylinder
- 3
- Kolbenstange
- 4
- Kolben
- 5
- Anschlagmechanismus
- 6
- Anschlagteil
- 7
- Abschnitt
- 8
- Abschnitt
- 9
- Anschlagstruktur
- 10
- Anschlagstruktur
- 11
- Gegenanschlag
- 12
- Begrenzungsanschlag
- 13
- Begrenzungsanschlag
- 14
- Hülse
- 15
- Halterung
- 16
- Vorsprung
- 17
- Vorsprung
- 18
- Zwischenhülse
- 19
- Drehachse
- 20
- Zylinderlängsachse
- 21
- Verbindungselement
- 22
- Verbindungselement
- 23
- Durchführung
1. Zylinder-Kolben-Einheit (1), deren Kolben (4) mit einer an einer Stirnseite des Zylinders
(2) herausragenden Kolbenstange (3) verbunden ist und die eine variabel einstellbare
Hubbegrenzungseinrichtung in Form eines Anschlagmechanismus (5) aufweist, der ein
Anschlagteil (6) und ein Gegenanschlagteil (11) umfasst, wobei das Anschlagteil (6)
mit einem ersten Abschnitt (7) an einem aus dem Zylinder (2) ragenden Teil der Kolbenstange
(3) befestigt ist und mit einem zweiten Abschnitt (8), der außen entlang des Zylinders
(2) verläuft, in einer Anschlagstellung mit dem Gegenanschlagteil (11) zusammenwirkt,
und wobei das Gegenanschlagteil (11) in Bezug auf den Zylinder (2) axial gehalten
ist, und wobei das Gegenanschlagteil (11) relativ zum Anschlagteil (6) drehbar ist,
wobei Anschlagteil (6) und Gegenanschlagteil (11) in Abhängigkeit der relativen Drehposition
unterschiedliche Anschlagpaarungen ausbilden, durch die der Weg der Kolbenstange (3)
unterschiedlich stark begrenzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) in zwei Bereichen, die in Bezug auf die Zylinderlängsachse
(20) axial voneinander beabstandet sind, jeweils unterschiedliche Begrenzungsanschläge
(12, 13) ausbildet, so dass der Weg der Kolbenstange (3) in beiden Richtungen unterschiedlich
stark begrenzbar ist.
2. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) relativ zum Zylinder (2) drehbar ist und/oder unterschiedliche
Begrenzungsanschläge (12, 13) ausbildet, die jeweils den unterschiedlichen Anschlagspaarungen
zugeordnet sind.
3. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bereiche, die in Bezug auf die Zylinderlängsachse (20) axial voneinander
beabstandet sind und an denen jeweils unterschiedliche Begrenzungsanschläge (12, 13)
ausgebildet sind, die beiden Stirnseiten des Gegenanschlagteils (11) sind.
4. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) aus zwei gegeneinander verdrehbaren Abschnitten gebildet
wird, wobei eine der beiden Stirnseiten des Gegenanschlagteils (11) auf dem einen
der beiden Abschnitte ausgebildet ist und die andere Stirnseite des Gegenanschlagteils
(11) auf dem anderen Abschnitt ausgebildet ist.
5. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (8) des Anschlagteils (6) durch zumindest einen länglichen Arm
gebildet wird, der sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse (20) des Zylinders
(2) erstreckt und/oder dass der zweite Abschnitt (8) des Anschlagteils (6) durch zumindest
zwei im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende Arme gebildet wird, die entlang
einander gegenüberliegender Seiten des Zylinders (2) verlaufen.
6. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (8) des Anschlagteils (6) zwei in Bezug zur Zylinderlängsachse
(20) axial voneinander beabstandete, mit dem Gegenanschlagteil (11) zusammenwirkende
Anschlagstrukturen (9, 10) aufweist und dass das Gegenanschlagteil (11) zumindest
teilweise in den Bereich zwischen den Anschlagstrukturen (9, 10) ragt, sodass der
Weg der Kolbenstange (3) in beiden Richtungen begrenzbar ist.
7. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) den Zylinder (2) umschließt oder neben dem Zylinder (2)
angeordnet ist.
8. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) in Form einer den Zylinder (2) umschließenden Hülse (14)
ausgebildet ist und um die Längsachse (20) des Zylinders (2) drehbar ist, wobei vorzugsweise
die unterschiedlichen Begrenzungsanschläge (12, 13) durch eine stufenförmig ausgebildete
Wand der Hülse (14) gebildet werden.
9. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum axialen Halten des Gegenanschlagteils (11) eine auf dem Zylinder (2) sitzende
Halterung (15) vorgesehen ist, wobei die Halterung (15) aus zumindest zwei axial voneinander
beabstandeten, radial nach außen ragenden Vorsprüngen (16, 17) gebildet wird, zwischen
denen das Gegenanschlagteil (11) eingesetzt ist.
10. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (8) des Anschlagteils (6) durch die Vorsprünge (16, 17) in axialer
Richtung geführt ist.
11. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum axialen Halten des Gegenanschlagteils (11) eine auf dem Zylinder (2) sitzende
Halterung (15) vorgesehen ist und dass die Halterung (15) auf einer zwischen dem Gegenanschlagteil
(11) und dem Zylinder (2) angeordneten Zwischenhülse (18) ausgebildet ist, an der
das Gegenanschlagteil (11) drehbar gelagert ist.
12. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) um eine Drehachse (19) drehbar ist, die seitlich vom Zylinder
(2) beabstandet angeordnet und im Wesentlichen parallel zur Zylinderlängsachse (20)
ist.
13. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) als Trommel ausgebildet ist, deren Längsachse im Wesentlichen
mit ihrer Drehachse (19) zusammenfällt, wobei vorzugsweise die Begrenzungsanschläge
(12) an einer Stirnseite der Trommel als sektorweise Abstufungen ausgebildet sind.
14. Zylinder-Kolben-Einheit nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein unterer Abschnitt des Zylinders (2) an einem unteren Abschnitt der Drehachse
(19) über ein erstes Verbindungselement (21) angebunden ist und ein oberer Abschnitt
des Zylinders (2) an einem oberen Abschnitt der Drehachse (19) über ein zweites Verbindungselement
(22) angebunden ist, wobei vorzugsweise in einem der Verbindungselemente (22) eine
Durchführung (23) vorgesehen ist, durch die der Anschlagteil (6) hindurchgeführt ist.
15. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) mit einer Einrasteinrichtung zusammenwirkt, mit der die
den jeweiligen Anschlagspaarungen zugeordneten Drehpositionen des Gegenanschlagteils
(11) arretierbar sind.
16. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-Kolben-Einheit (1) eine Einrichtung zum Messen der relativen Drehposition
des Gegenanschlagteils (11), insbesondere in Form einer Winkelmesseinrichtung, umfasst.
17. Zylinder-Kolben-Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenanschlagteil (11) aus zwei gegeneinander verdrehbaren Abschnitten gebildet
wird, wobei der eine Bereich des Gegenanschlagteils (11), der unterschiedliche Begrenzungsanschläge
(12) ausbildet, auf dem einen der beiden Abschnitte ausgebildet ist und der andere
Bereich des Gegenanschlagteils (11), der unterschiedliche Begrenzungsanschläge (13)
ausbildet, auf dem anderen Abschnitt ausgebildet ist.
1. A cylinder-piston unit (1), the piston (4) of which is connected to a piston rod (3)
which projects out at an end side of the cylinder (2) and has a variably adjustable
stroke limiting device in the form of an stop mechanism (5) which comprises a stop
part (6) and a counter stop part (11), wherein the stop part (6) is fastened by way
of a first section (7) to a part of the piston rod (3), which projects out of the
cylinder (2), and interacts by way of a second section (8), which runs along the outside
of the cylinder (2), in a stop position with the counter stop part (11), and wherein
the counter stop part (11) is held axially with respect to the cylinder (2), and wherein
the counter stop part (11) is rotatable relative to the stop part (6), wherein stop
part (6) and counter stop part (11), in dependence of the relative rotational position,
form different stop pairs by means of which the path of the piston rod (3) can be
limited to a varying extent, characterized in that the counter stop part (11), in two regions which are axially spaced apart from one
another with respect to the longitudinal cylinder axis (20), forms in each case different
limit stops (12, 13) such that the path of the piston rod (3) can be limited in both
directions to a varying extent.
2. The cylinder-piston unit according to claim 1, characterized in that the counter stop part (11) is rotatable relative to the cylinder (2) and/or forms
different limit stops (12, 13) which are in each case associated with the different
stop pairs.
3. The cylinder-piston unit according to claim 1 or 2, characterized in that the two regions, which are axially spaced apart from one another with respect to
the longitudinal cylinder axis (20) and on which in each case different limit stops
(12, 13) are formed, are the two end sides of the counter stop part (11).
4. The cylinder-piston unit according to claim 3, characterized in that the counter stop part (11) is formed from two sections which can be turned with respect
to one another, wherein one of the two end sides of the counter stop part (11) is
formed on the one of the two sections and the other end side of the counter stop part
(11) is formed on the other section.
5. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the second section (8) of the stop part (6) is formed by at least one elongated arm
which extends essentially parallel to the longitudinal axis (20) of the cylinder (2)
and/or that the second section (8) of the stop part (6) is formed by at least two
arms which extend essentially parallel to each other and which run along opposite
sides of the cylinder (2).
6. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the second section (8) of the stop part (6) has two abutment structures (9, 10) which
are axially spaced apart from each other with respect to the longitudinal cylinder
axis (20) and interact with the counter stop part (11), and that the counter stop
part (11) projects at least partially into the region between the abutment structures
(9, 10) such that the path of the piston rod (3) can be limited in both directions.
7. The cylinder-piston unit according to any one of the claims 2 to 6, characterized in that the counter stop part (11) encloses the cylinder (2) or is arranged beside the cylinder
(2).
8. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the counter stop part (11) is formed in the form of a sleeve (14) enclosing the cylinder
(2) and is rotatable about the longitudinal axis (20) of the cylinder (2), wherein
the different limit stops (12, 13) are preferably formed by a step-shaped wall of
the sleeve (14).
9. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that a holder (15) located on the cylinder (2) is provided for axially holding the counter
stop part (11), wherein the holder (15) is formed from at least two projections (16,
17) which are axially spaced apart from each other and project radially outwards and
between which the counter stop part (11) is inserted.
10. The cylinder-piston unit according to claim 9, characterized in that the second section (8) of the stop part (6) is guided by the projections (16, 17)
in the axial direction.
11. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that a holder (15) located on the cylinder (2) is provided for axially holding the counter
stop part (11) and that the holder (15) is formed on an intermediate sleeve (18) which
is arranged between the counter stop part (11) and the cylinder (2) and on which the
counter stop part (11) is mounted in a rotatable manner.
12. The cylinder-piston unit according to any one of claims 2 to 7, characterized in that the counter stop part (11) is rotatable about a rotation axis (19) which is arranged
laterally spaced apart from the cylinder (2) and is essentially parallel to the longitudinal
cylinder axis (20).
13. The cylinder-piston unit according to claim 12, characterized in that the counter stop part (11) is formed as a drum, the longitudinal axis of which essentially
coincides with its rotation axis (19), wherein the limit stops (12) are preferably
formed as sectoral steps on one end side of the drum.
14. The cylinder-piston unit according to claim 12 or 13, characterized in that a lower section of the cylinder (2) is connected at a lower section of the rotation
axis (19) via a first connecting element (21), and an upper section of the cylinder
(2) is connected at an upper section of the rotation axis (19) via a second connecting
element (22), wherein preferably a passage (23), through which the stop part (6) is
passed through, is provided in one of the connecting elements (22).
15. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the counter stop part (11) interacts with a locking mechanism by means of which the
counter stop part's (11) rotational positions associated with the respective stop
pairs can be locked in place.
16. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the cylinder-piston unit (1) comprises a device for measuring the relative rotational
position of the counter stop part (11), in particular in the form of an angle measuring
device.
17. The cylinder-piston unit according to any one of the preceding claims, characterized in that the counter stop part (11) is formed from two sections which can be turned with respect
to each other, wherein the one region of the counter stop part (11), which forms different
limit stops (12), is formed on the one of the two sections, and the other region of
the counter stop part (11), which forms different limit stops (13), is formed on the
other section.
1. Unité cylindre-piston (1), dont le piston (4) est relié avec une tige de piston (3)
dépassant d'une face frontale du cylindre (2) et qui comprend un dispositif de limitation
de course sous la forme d'un mécanisme de butée (5), qui comprend une partie de butée
(6) et une partie de contre-butée (11), la partie de butée (6) étant fixée avec une
première portion (7) au niveau d'une partie de la tige de piston (3) dépassant du
cylindre (2) et interagit, avec une deuxième portion (8), qui s'étend à l'extérieur
le long du cylindre (2), dans une position de butée avec la partie de contre-butée
(11) et la partie de contre-butée (11) étant maintenu axialement par rapport au cylindre
(2) et la partie de contre-butée (11) étant rotative par rapport à la partie de butée
(6), la partie de butée (6) et la partie de contre-butée (11) formant des paires de
butées différentes en fonction de la position de rotation relative, grâce auxquelles
le trajet de la tige de piston (3) peut être limité dans une mesure différente, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) forme, dans deux zones, qui sont écartées l'une de
l'autre axialement par rapport à l'axe longitudinal du cylindre (20), des butées de
limitation (12, 13) différentes, de façon à ce que le trajet de la tige de piston
(3) puisse être limitée dans une mesure différente dans les deux directions.
2. Unité cylindre-piston selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est rotative par rapport au cylindre (2) et/ou forme
des butées de limitation (12, 13) différentes, qui correspondent aux différentes paires
de butées.
3. Unité cylindre-piston selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les deux zones, qui sont écartées l'une de l'autre axialement par rapport à l'axe
longitudinal du cylindre (20) et sur lesquelles sont formées différentes butées de
limitation (12, 13), sont les deux faces frontales de la partie de contre-butée (11).
4. Unité cylindre-piston selon la revendication 3, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est constituée de deux portions rotatives l'une par
rapport à l'autre, une des deux faces frontales de la partie de contre-butée (11)
étant formée sur une des deux portions et l'autre face frontale de la partie de contre-butée
(11) est formée sur l'autre portion.
5. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième portion (8) de la partie de butée (6) est formée par au moins un bras
longitudinal qui s'étend globalement parallèlement à l'axe longitudinal (20) du cylindre
(2) et/ou en ce que la deuxième portion (8) de la partie de butée (6) est constituée d'au moins deux
bras s'étendant globalement parallèlement entre eux, qui s'étendent le long de côtés
opposés du cylindre (2).
6. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la deuxième portion (8) de la partie de butée (6) comprend deux structures de butée
(9, 10) interagissant avec la partie de contre-butée (11), écartés l'une de l'autre
axialement par rapport à l'axe longitudinal du cylindre (20) et en ce que la partie de contre-butée (11) dépasse au moins partiellement dans la zone entre
les structures de butée (9, 10), de façon à ce que le trajet de la tige de piston
(3) puisse être limitée dans les deux directions.
7. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) entoure le cylindre (2) ou est disposée à proximité
du cylindre (2).
8. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est conçue sous la forme d'un manchon (14) entourant
le cylindre (2) et est rotative autour de l'axe longitudinal (20) du cylindre (2),
de préférence les différentes butées de limitation (12, 13) étant constituées par
une paroi échelonnée du manchon (14).
9. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, pour le maintien axial de la partie de contre-butée (11), un support (15) reposant
sur le cylindre (2) est prévu, le support (15) étant constitué d'au moins deux saillies
(16, 17) dépassant radialement vers l'extérieur, écartées axialement entre elles,
entre lesquelles la partie de contre-butée (11) est insérée.
10. Unité cylindre-piston selon la revendication 9, caractérisée en ce que la deuxième portion (8) de la partie de butée (6) est guidée par les saillies (16,
17) dans la direction axiale.
11. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, pour le maintien axial de la partie de contre-butée (11), un support (15) reposant
sur le cylindre (2) est prévu, et en ce que le support (15) est conçu sur un manchon intermédiaire (18) disposé entre la partie
de contre-butée (11) et le cylindre (2), au niveau duquel la partie de contre-butée
(11) est logée de manière rotative.
12. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications 2 à 7, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est rotative autour d'un axe de rotation (19), qui
est écarté latéralement du cylindre (2) et qui est globalement parallèle à l'axe longitudinal
du cylindre (20).
13. Unité cylindre-piston selon la revendication 12, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est conçue comme un tambour dont l'axe longitudinal
coïncide globalement avec son axe de rotation (19), de préférence les butées de limitation
(12) étant formées au niveau d'une face frontale du tambour en tant qu'épaulements
sectoriels.
14. Unité cylindre-piston selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce qu'une portion inférieure du cylindre (2) est reliée à une portion inférieure de l'axe
de rotation (19) par l'intermédiaire d'un premier élément de liaison (21) et une portion
supérieure du cylindre (2) est reliée à une portion supérieure de l'axe de rotation
(19) par l'intermédiaire d'un deuxième élément de liaison (22), de préférence dans
un des éléments de liaison (22), un passage (23) étant prévu, à travers lequel est
guidée la partie de butée (6).
15. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) interagit avec un dispositif d'encliquetage avec lequel
les paires de butées peuvent être bloquées dans les positions de rotation correspondantes
de la partie de contre-butée (11).
16. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité cylindre-piston (1) comprend un dispositif pour la mesure de la position
de rotation relative de la partie de contre-butée (11), plus particulièrement sous
la forme d'un dispositif de mesure d'angle.
17. Unité cylindre-piston selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie de contre-butée (11) est constituée de deux portions rotatives l'une par
rapport à l'autre, une zone de la partie de contre-butée (11), qui forme différentes
butées de limitation (12), sur laquelle une des deux portions est formée, et l'autre
zone de la partie de contre-butée (11), qui forme différentes butées de limitation
(13), est formée sur l'autre portion.