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(11) |
EP 2 883 526 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.03.2020 Patentblatt 2020/12 |
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Anmeldetag: 11.12.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verarbeitungssystem für Pulver und Verfahren zur Verarbeitung von Pulver
Processing system for powder and method for processing of powder
Système de traitement pour poudre et procédé de traitement de poudre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.06.2015 Patentblatt 2015/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH |
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71573 Allmersbach im Tal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Steffen Gall
71573 Allmersbach im Tal (DE)
- Oliver Rau
71573 Allmersbach im Tal (DE)
- Rainer Wieland
71573 Allmersbach im Tal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zurhorst, Stefan et al |
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Patentanwälte
Dipl.Ing. W. Jackisch & Partner mbB
Menzelstraße 40 70192 Stuttgart 70192 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 4 013 405 DE-C1- 4 332 686 US-A1- 2007 028 560
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DE-C1- 4 322 628 FR-A1- 2 758 098
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verarbeitungssystem für insbesondere pharmazeutische Pulver
der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung sowie ein Verfahren zur Verarbeitung
solcher Pulver und zur Dekontamination des Verarbeitungssystems.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verarbeitungssystem mit mehreren zyklisch zum Einsatz kommenden
Bearbeitungsstationen ist beispielsweise aus
US 2007/0028560 A1 bekannt. In der pharmazeutischen Industrie werden mit derartigen Verarbeitungssystemen
zum Teil hochwirksame Pulver verarbeitet, indem sie beispielsweise in Hartgelatinekapseln
abgefüllt oder zu Tabletten gepresst werden. Solche hochwirksamen Pulver können in
entsprechender Konzentration eine toxische Wirkung ausüben. Bei der Verarbeitung solcher
Pulver muss deshalb sichergestellt werden, dass der Maschinenbediener und die Umwelt
nicht übermäßig belastet oder gar gefährdet werden.
[0003] Nach dem Stand der Technik werden solche Pulver entweder in isolierten Räumen und/oder
durch mit spezieller Schutzausrüstung ausgestattete Maschinenbediener verarbeitet.
Der Aufwand für den Personenschutz beispielsweise in Form einer Vollschutzkleidung
sowie für die Maschinenisolierung beispielsweise in Form eines dicht geschlossenen
Gehäuses zur Aufnahme der Verarbeitungsvorrichtung ist groß und kostenintensiv. Die
Bewegungsfreiheit des Maschinenbedieners und der Zugriff auf die Verarbeitungsvorrichtung
sind erheblich beschränkt.
[0004] Problematisch ist insbesondere die Kontamination des Innenraums vom geschlossenen
Gehäuse und der darin angeordneten Maschinenteile mit unvermeidlichen Pulverrückständen.
Nach Abschluss eines Produktionszyklus und vor Zugriff auf den Innenraum des Gehäuses
ist eine intensive Reinigung zur Entfernung von Pulverrückständen erforderlich. Hierzu
sieht der Stand der Technik eine intensive Spülung mit Wasser ggf. unter Zusatz von
Reinigungsmitteln vor. Das abfließende Spülwasser wird auf Pulverbestandteile untersucht.
Erst wenn eine hinreichend geringe Konzentration festgestellt wird, darf die Gehäusetür
für den Zugriff auf die im Innenraum des Gehäuses angeordnete Verarbeitungsvorrichtung
geöffnet werden. Ein solcher Prozess wird als "Washing in Place" (WiP) bezeichnet.
Ergänzend zur intensiven Wasserspülung beim WiP-Verfahren kann auch aufgesprühter
Schaum zum Einsatz kommen, der in schlecht erreichbare Ecken kriecht und dadurch die
Lösung und Fortspülung von Pulverrückständen erleichtert.
[0005] Das WiP-Verfahren erfordert speziell ausgestaltete Maschinen mit entsprechenden geschlossenen
Gehäusen. Maschine und Gehäuse müssen absolut dicht insbesondere gegen das zum Einsatz
kommende Spülwasser sein, damit kein kontaminiertes Spülwasser austreten kann. Bei
der Vielzahl der beweglichen Teile ist dies schwierig zu realisieren, da nicht nur
das Gehäuse einschließlich seiner Tür, sondern auch die beweglichen Teile der Verarbeitungsvorrichtung
wie Wellenlager, Betätigungsdurchführungen oder dergleichen zuverlässig abgedichtet
werden müssen. Der Einsatz von Standardmaschinen verbietet sich deshalb. Eine Anpassung
der Verarbeitungsvorrichtung an sich ändernde Produktionsanforderungen ist schwierig
und aufwendig. Die Produktion ist unflexibel bei hohen Betriebskosten. Neben den hohen
Investitionskosten entstehen auch hohe Entsorgungskosten für das Spülwasser.
[0006] Problematisch ist insbesondere, dass innerhalb einer Verarbeitungsvorrichtung einzelne
Bearbeitungsstationen eine erhöhte Störungshäufigkeit haben. Beispielsweise tritt
bei Kapselfüllmaschinen an derjenigen Station, an der Leerkapseln zugeführt werden,
gehäuft ein Verklemmen oder dgl. auf, was unter anderem auf Maßschwankungen und/oder
Schadhaftigkeit der zugeführten Leerkapseln zurückzuführen ist. Eine solche oder ähnliche,
im Grunde sehr einfach zu behebende Funktionsstörung ist allerdings unter den beengenden
Einsatzbedingungen eines Handschuheingriffs oder anderer Schutzmaßnahmen nur unzureichend
handhabbar. Für eine schnelle Störungsbeseitigung besteht der Bedarf an einer einfachen
und unkomplizierten Zugriffsmöglichkeit unter Beachtung des erforderlichen Bedienerschutzes.
[0007] Im Dokument
DE 40 13 405 C1 ist noch eine Presswalze für die Herstellung von Pastillen oder dergleichen gezeigt.
Auf der Oberseite der Presswalze ist ein Heizmantel angeordnet, der seinerseits außenseitig
von einem weiteren Mantel umgriffen ist. Zwischen beiden Mänteln ist eine als Abgasschacht
bezeichnete Absaugung ausgebildet.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verarbeitungssystem für insbesondere
pharmazeutische Pulver anzugeben, welches kostengünstig, flexibel im Produktionsprozess
und ohne Gefährdung von Mensch und Umwelt leicht zu handhaben ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verarbeitungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0010] Der Erfindung liegt des Weiteren die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verarbeitung
von insbesondere pharmazeutischen Pulvern mittels eines Verarbeitungssystems anzugeben,
welches unter Einhaltung des Schutzes von Mensch und Umwelt leicht und mit geringem
Aufwand durchführbar ist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0012] Die Erfindung basiert zunächst auf der Erkenntnis, dass sich Verarbeitungssysteme,
in denen die Verarbeitungsvorrichtung mehrere zyklisch zum Einsatz kommende Bearbeitungsstationen
aufweist, in verschiedene Zonen mit unterschiedlicher Staub- bzw. Kontaminationsbelastung
aufteilen lassen. Das Verarbeitungssystem weist mindestens eine erste Zone und eine
zweite Zone auf, wobei jeder Zone mindestens je eine Bearbeitungsstation der Verarbeitungsvorrichtung
zugeordnet ist. Als erste Zone ist hier diejenige Zone mit dem für sich genommen geringsten
betriebsbedingten Staub- bzw. Kontaminationsaufkommen gemeint, auf die ein Bedienerzugriff
auch ohne besondere Schutzmaßnahmen möglich ist, sofern ein Staub- bzw. Kontaminationseintrag
aus der benachbarten, höher belasteten zweiten Zone vermieden werden kann.
[0013] Hierauf aufbauend ist nach der Erfindung vorgesehen, dass in der zweiten Zone mit
betriebsbedingt höherem Staub- bzw. Kontaminationsaufkommen ein Reinigungstunnel angeordnet
ist, der mindestens eine Bearbeitungsstation der zweiten Zone übergreift. Ein erstes
Ende des Reinigungstunnels grenzt an die erste Zone an, wobei im Bereich eines gegenüberliegenden
zweiten Endes des Reinigungstunnels eine Absaugeinrichtung angeordnet ist. In einem
entsprechenden Betriebsverfahren wird im Reinigungstunnel mittels der Absaugeinrichtung
ein Reinigungsgasstrom erzeugt. Für den Reinigungsgasstrom kann ein technisches Gas
eingesetzt werden. Bevorzugt ist der Reinigungsgasstrom ein Reinigungsluftstrom.
[0014] Der sich im Reinigungstunnel ausbildende Reinigungsluftstrom wirbelt Staub und andere
Verunreinigungen im Bereich der dort angeordneten Bearbeitungsstationen auf, wobei
sie sich jedoch infolge der Schutzwirkung des Reinigungstunnels nicht im gesamten
Verarbeitungssystem verteilen können. Vielmehr verbleiben die aufgewirbelten Partikel
zunächst innerhalb des Reinigungstunnels, werden durch den Reinigungsluftstrom fortgetragen
und werden am Ende des Reinigungstunnels mittels der Absaugeinrichtung entfernt. Durch
die Kanalwirkung des Reinigungstunnels ist eine wirkungsvolle Partikelentfernung derart
möglich, dass unter Umständen sogar auf intensivere Reinigungsmaßnahmen wie "Washing
in Place" (WiP) verzichtet werden kann.
[0015] Insbesondere wird aber eine Partikelverschleppung von der höher belasteten zweiten
Zone in die gering belastete erste Zone vermieden. Dies wird insbesondere dadurch
unterstützt, dass die Absaugeinrichtung an demjenigen Ende des Reinigungstunnels angeordnet
ist, welches dem an die erste Zone angrenzenden Ende gegenüberliegt. Der Reinigungsgas-
bzw. Reinigungsluftstrom weist damit von der ersten, gering belasteten Zone fort,
wobei Partikel nicht gegen diesen Gasstrom zur ersten Zone gelangen können. Insbesondere
bei laufender Absaugeinrichtung ist damit ein Zugriff auf die für sich genommene gering
belastete erste Zone seitens des Bedienpersonals ohne weitere Schutzmaßnahmen möglich.
Unter Verzicht auf Handschuheingriffe oder andere Schutzmaßnahmen sind eine Störungsbeseitigung
oder andere Eingriffe an den Bearbeitungsstationen der ersten Zone ohne weiteres möglich.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Verarbeitungsvorrichtung ein Transportmittel
mit einer Bewegungsrichtung auf. Ein solches Transportmittel ist insbesondere ein
Drehteller, kann aber auch ein Ovalläufer oder ein umlaufendes Förderband sein, mit
dem beispielsweise Kapselhalter oder andere Zielbehälter wie Blister oder dergl. für
einen Dosier- und Abfüllvorgang von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation zyklisch
verfahren werden. Vorteilhaft ist hier die Absaugeinrichtung an dem entgegen der Bewegungsrichtung
liegenden zweiten Ende des Reinigungstunnels angeordnet. Im Betrieb verläuft hierbei
der Reinigungsgasstrom entgegen der Bewegungsrichtung des Transportmittels. Durch
die genannte Gegenläufigkeit wird sichergestellt, dass die durch das Transportmittel
bewegten Elemente wie Behälter- bzw. Kapselaufnahmen oder dergl. im Reinigungstunnel
gereinigt werden und anschließend ihren gereinigten Zustand auch so lange beibehalten,
bis sie in die gering belastete erste Zone gelangen. Eine Partikelverschleppung aus
der zweiten Zone in die erste Zone ist damit zuverlässig vermieden.
[0017] In zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung ist mindestens eine in den Reinigungstunnel
und zur Absaugeinrichtung hin gerichtete Blasdüse vorgesehen. Mittels dieser mindestens
einen Blasdüse wird ein gerichteter Blasstrom mit einer Richtungskomponente in Richtung
des Reinigungsgasstromes erzeugt. Es kann zweckmäßig sein, eine oder mehrere solcher
Blasdüsen beispielsweise außerhalb des Reinigungstunnels anzuordnen und dabei in das
bezogen auf die Durchströmungsrichtung eingangsseitige Ende des Reinigungstunnels
hinein zu richten. Insbesondere kommt aber eine Anordnung der Blasdüsen innerhalb
des Reinigungstunnels in Betracht. Zweckmäßig sind mehrere in Längsrichtung und/oder
in Umfangsrichtung des Reinigungstunnels verteilte Blasdüsen vorgesehen. Durch geeignete
Ausrichtung der Blasdüsen lassen sich gezielt besondere geeignete Stellen der jeweiligen
Bearbeitungsstation ausblasen. Darüber hinaus unterstützt die genannte Richtungskomponente
die Ausbildung des Reinigungsgasstromes in der vorgesehenen, von der ersten Zone fort
weisenden Richtung.
[0018] Gemäß der Erfindung ist zumindest die zweite Zone von einem Gehäuse umschlossen,
wobei erste Mittel zur Erzeugung einer Druckdifferenz zwischen der zweiten Zone und
der ersten Zone vorgesehen und derart ausgebildet sind, dass im Betrieb im Gehäuse
der zweiten Zone ein zweiter Innendruck herrscht, der kleiner ist als ein Druck der
ersten Zone. In Fortführung dieses erfindungsgemäßen Gedankens kann das Verarbeitungssystem
optional auch eine zusätzliche dritte Zone mit mindestens einer zugeordneten Bearbeitungsstation
aufweisen, wobei die dritte Zone von einem Gehäuse umschlossen ist. Es sind dann zweite
Mittel zur Erzeugung einer Druckdifferenz zwischen der dritten Zone und der zweiten
Zone vorgesehen und derart ausgebildet, dass im Betrieb im Gehäuse der dritten Zone
ein dritter Innendruck herrscht, der kleiner ist als der zweite Innendruck im Gehäuse
der zweiten Zone.
[0019] In jedem Falle entsteht ein kaskadenartiges Druckgefälle zwischen den verschiedenen
Zonen, wobei der höchste Druck im Umgebungsbereich der ersten Zone herrscht, und wobei
dem gegenüber der zweite Innendruck kleiner ist. Noch kleiner ist dann der dritte
Innendruck der dritten Zone, sofern eine solche vorhanden ist. Auf eine vollständige
Abdichtung der entsprechenden Gehäuse kann hierbei verzichtet werden, da Luft aus
der Umgebung dem kaskadenförmigen Druckgefälle folgt und durch unvermeidliche Undichtigkeiten,
Spalte oder dergleichen immer von der geringstbelasteten ersten Zone zur höher belasteten
zweiten Zone und von dort zur noch höher belasteten dritten Zone strebt. Staubpartikel
oder andere Verunreinigungen können sich nicht gegen diese Druckdifferenz und die
daraus folgenden Spalt- und Undichtigkeitsströmungen ausbreiten und folglich nicht
in die erste Zone gelangen. Diese bleibt von der hohen Kontaminationsbelastung der
zweiten bzw. dritten Zone unbeeinträchtigt, und kann deshalb ohne besondere Schutzmaßnahmen
auskommen. Natürlich ist es möglich, auch die erste Zone mit einem eigenen Gehäuse
zu versehen, wobei auch hier ein Druckgefälle gegenüber dem atmosphärischen Außendruck
mit einem verringerten ersten Innendruck hergestellt wird. Insbesondere aber ist der
Druck im Umgebungsbereich der ersten Zone gleich dem atmosphärischen Außendruck, wobei
dann ggf. sogar auf ein Gehäuse für die erste Zone verzichtet werden kann. In jedem
Fall ist aber ist ein leichter Zugriff von außen auf die Bearbeitungsstationen der
ersten Zone möglich.
[0020] Als Verarbeitungssystem für Pulver im Sinne der Erfindung kommen jedwede Bauformen
wie Tablettenpressen oder dergl. in Betracht. Insbesondere ist die Verarbeitungsvorrichtung
eine Kapselfülleinrichtung, wobei mindestens eine Bearbeitungsstation der ersten Zone
eine Leerkapselzufuhrstation ist, wobei mindestens eine Bearbeitungsstation der zweiten
Zone eine Kapselschließstation und/oder eine Kapselauswurfstation ist, und wobei insbesondere
eine Bearbeitungsstation der dritten Zone eine Pulverdosierstation und/oder eine Pulverfüllstation
ist. Hierbei kommen die Vorteile der Erfindung besonders zum Tragen. In der Pulverdosierstation
und/oder in der Pulverfüllstation herrscht naturgemäß der höchste Kontaminationsgrad,
der von dem geringeren Kontaminationsgrad im Bereich der Kapselschließstation bzw.
der Kapselauswurfstation der zweiten Zone ferngehalten werden kann. Die Leerkapselzufuhrstation
der ersten Zone weist einerseits für sich genommen das geringste Kontaminationsaufkommen
auf, während andererseits hier der höchste Bedarf an einem gelegentlichen manuellen
Eingriff besteht. In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Reinigungstunnel und insbesondere
der vorgenannten Druckkaskade ist ein einfacher Eingriff ohne besondere Schutzmaßnahmen
möglich.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Draufsicht den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen
Verarbeitungssystems mit verschiedenen Zonen, Bearbeitungsstationen und mit einem
Reinigungstunnel, und
- Fig. 2
- in einer perspektivischen und vergrößerten Schnittdarstellung die Anordnung nach Fig.
1 im Bereich einer einzelnen Bearbeitungsstation mit Details des sie umgebenden Reinigungstunnels.
[0022] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Draufsicht den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen
Verarbeitungssystems 1 für insbesondere pharmazeutische Pulver. Der Begriff "Pulver"
im Sinne der Erfindung bedeutet nicht nur feinkörnige trockene Substanzen, sondern
umfasst auch granulatartige Stoffe und andere Stoffe, bei deren Verarbeitung pulverartiger
Staub freigesetzt werden kann. Das beispielhaft gezeigte Verarbeitungssystem 1 ist
für die Verarbeitung von hochwirksamem pharmazeutischem Pulver mit hoher Wirkstoffkonzentration
vorgesehen, wobei ein solches hochwirksames Pulver in entsprechender Dosierung unverträglich
oder gar toxisch sein kann. Zum Schutz des Bedieners des Bearbeitungssystems 1 und
der Umwelt vor solchen unerwünschten Wirkungen ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Verarbeitungssystems 1 und das in diesem Zusammenhang noch näher beschriebene
Verfahren vorgesehen.
[0023] Das Verarbeitungssystem 1 umfasst ein Gehäuse 2 und eine darin angeordnete Verarbeitungsvorrichtung
5 für das Pulver. Die Verarbeitungsvorrichtung 5 umfasst mehrere, mindestens jedoch
zwei zyklisch zum Einsatz kommende Bearbeitungsstationen 41, 42, wobei im gezeigten
Ausführungsbeispiel Raum für insgesamt neun Bearbeitungsstationen 41, 42, 43 geschaffen
ist. Das Verarbeitungssystem 1 ist in mindestens eine erste Zone I und eine zweite
Zone II, hier auch noch optional in eine dritte Zone III aufgeteilt. Der ersten Zone
I ist mindestens eine Bearbeitungsstation 41 zugeordnet, während der zweiten Zone
II mindestens eine weitere Bearbeitungsstation 42 zugeordnet ist. Auch der optionalen
dritten Zone III ist mindestens eine eigene Bearbeitungsstation 43 zugeordnet. Das
Gehäuse II ist innenseitig mit Trennwänden 58, 59, 60 versehen, so dass unter Bildung
von einzelnen Gehäusen 51, 52, 53 voneinander getrennte Innenräume entstehen. Das
nur optional vorgesehene Gehäuse 51 umschließt die erste Zone I, während das weitere,
zweite Gehäuse 52 die zweite Zone II umschließt. Schließlich ist auch die optionale
dritte Zone III von einem dritten Gehäuse 53 umschlossen.
[0024] Die gezeigte Verarbeitungsvorrichtung 5 kann eine Tablettenpresse, eine Füllstation
für Blisterverpackungen oder eine beliebige andere Verarbeitungsvorrichtung für Pulver
sein. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Verarbeitungsvorrichtung 5 eine Kapselfülleinrichtung,
bei der eine Bearbeitungsstation 41 der ersten Zone I eine Leerkapselzufuhrstation
ist. Eine der Bearbeitungsstationen 42 der zweiten Zone II ist eine Kapselschließstation,
während eine weitere Bearbeitungsstation 42 der zweiten Zone II entsprechend der schematischen
Darstellung nach Fig. 2 eine Kapselauswurfstation ist. Die Bearbeitungsstation 43
der dritten Zone III ist eine Pulverdosier- und Pulverfüllstation, in der leere Kapselunterteile
mit Pulver befüllt werden. Darüber hinaus können in allen Zonen I, II, III noch weitere,
hier nicht näher beschriebene Bearbeitungsstationen vorgesehen sein.
[0025] Die Verarbeitungsvorrichtung 5 weist ein Transportmittel beispielsweise für mit dem
Pulver zu befüllende Zielbehälter auf, mit dem die einzelnen Bearbeitungsstationen
41, 42, 43 in einer durch einen Pfeil angegebenen Bewegungsrichtung 49 zyklisch angefahren
werden. Das Transportmittel ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Drehteller 48,
kann aber auch ein Ovalläufer oder ein umlaufendes Förderband bzw. eine umlaufende
Förderkette sein. Korrespondierend zur maximal möglichen Anzahl von hier beispielhaft
neun Bearbeitungsstationen 41, 42, 43 sind hier insgesamt neun Haltevorrichtungen
für die Zielbehälter, beispielhaft neun Segmentträger 57 für Kapseln am Drehteller
48 befestigt und werden gemeinsam mit diesem in einer durch einen Pfeil angegebenen
Bewegungsrichtung 49 mitbewegt.
[0026] Entsprechend der Darstellung nach Fig. 1 ist in der zweiten Zone II ein Reinigungstunnel
44 mit einem ersten Ende 45 und einem zweiten Ende 46 angeordnet. Das erste Ende 45
des Reinigungstunnels 44 grenzt an die erste Zone I an, während das gegenüberliegende
zweite Ende 46 bezogen auf die Längsrichtung des Reinigungstunnels 44 von der ersten
Zone I fortweist. Im Bereich des zweiten Endes 46 ist eine Absaugeinrichtung 6 angeordnet,
mittels derer im Betrieb der Innenraum des Reinigungstunnels 44 abgesaugt wird. Der
Reinigungstunnel 44 übergreift mindestens eine Bearbeitungsstation 42 der zweiten
Zone II, hier sämtliche Bearbeitungsstationen 42, die entgegen der Bewegungsrichtung
49 des Drehtellers 48 zwischen der ersten Zone I und der dritten Zone III liegen.
Im Betrieb wird im Reinigungstunnel 44 mittels der Absaugeinrichtung 6 ein Reinigungsgasstrom
56, hier ein Reinigungsluftstrom erzeugt, indem gering oder gar nicht belastete Luft
aus der ersten Zone I durch das erste Ende 45 angesaugt, innenseitig des Reinigungstunnels
44 geführt und im Bereich des zweiten Endes 46 abgesaugt wird. Der Darstellung nach
Fig. 1 ist noch entnehmbar, dass das zweite Ende 46 mit der dort angeordneten Absaugeinrichtung
6 in Durchströmungsrichtung des Reinigungstunnels 44 entgegen der Bewegungsrichtung
49 des Drehtellers 48 liegt, in dessen Folge der Reinigungsgasstrom 56 entgegen der
Bewegungsrichtung 49 des Transportmittels bzw. des Drehtellers 48 verläuft.
[0027] Der Darstellung nach Fig. 1 ist außerdem entnehmbar, dass erste Mittel 54 zur Erzeugung
einer ersten Druckdifferenz zwischen der zweiten Zone II und der ersten Zone I als
Teil des Verarbeitungssystems 1 vorgesehen sind, wobei diese Mittel im gezeigten Ausführungsbeispiel
als Pumpe ausgeführt sind. Analog dazu sind auch optional zweite Mittel 55 zur Erzeugung
einer zweiten Druckdifferenz zwischen der dritten Zone III und der zweiten Zone II
vorgesehen. Die ersten Mittel 54 zur Erzeugung der Druckdifferenz sind derart ausgebildet
und werden im Betrieb auch so genutzt, dass sich im Gehäuse 52 der zweiten Zone II
ein Innendruck p
2 einstellt, der kleiner ist als ein Druck p
1 in der ersten Zone I. Der Druck p
1 wiederum kann durch geeignete Mittel kleiner sein als der atmosphärische Außendruck
p
a. Bevorzugt ist der Druck p
1 im Umgebungsbereich der ersten Zone I gleich dem atmosphärischen Außendruck p
a. Die zweiten Mittel 55 zur Erzeugung der Druckdifferenz sind derart ausgebildet und
werden im Betrieb auch so eingesetzt, dass sich im Gehäuse 53 der dritten Zone III
ein dritter Innendruck p
3 einstellt, der kleiner ist als der zweite Innendruck p
2 im Gehäuse 52 der zweiten Zone II. Insgesamt kann damit eine abfallende Druckkaskade
mit p
3< p
2<p
1<p
a eingestellt werden.
[0028] Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen und vergrößerten Schnittdarstellung die Anordnung
nach Fig. 1 im Bereich einer ihrer zweiten Bearbeitungsstationen 42 der zweiten Zone
II mit Details des sie umgebenden Reinigungstunnels 44. Der Reinigungstunnel 44 weist
einen im Wesentlichen geschlossenen Querschnitt auf, der durch den Boden des Verarbeitungssystems
1, durch Seitenwände sowie durch einen Deckel gebildet ist. Der geschlossene Querschnitt
ist lediglich dort geringfügig unterbrochen, wo der Drehteller 48 in den Innenraum
des Reinigungstunnels 44 hineinreicht. Solche und andere kleinere Unterbrechungen
des ansonsten geschlossenen Tunnelquerschnitts sind nach der Erfindung aber in einem
solchen Rahmen zu halten, dass sich innerhalb des Reinigungstunnels 44 der vorgenannte
Reinigungsstrom 56 mit für die Reinigungswirkung vernachlässigbarem Gasaustausch gegenüber
der Außenseite des Reinigungstunnels 44 einstellt.
[0029] Der Darstellung nach Fig. 2 ist auch entnehmbar, dass ergänzend zur Absaugeinrichtung
6 nach Fig. 1 mindestens eine Blasdüse 50, hier mehrere Blasdüsen 50 angeordnet sind.
Die Blasdüsen 50 sind mit ihrem Blasstrom einerseits auf freizublasende Stellen der
benachbarten Bearbeitungsstation 42 und andererseits in den Reinigungstunnel 44 und
zur Absaugeinrichtung 6 hin gerichtet. Im Betrieb entsteht jeweils ein Blasstrom 57
mit einer Richtungskomponente in Richtung des Reinigungsgasstroms 56, wodurch neben
dem Reinigungseffekt auch eine Unterstützung des Reinigungsgasstromes 56 eintritt.
[0030] Entsprechend der Darstellung nach Fig. 2 sind mehrere, hier beispielhaft sechs Blasdüsen
50 in Umfangsrichtung des Querschnitts vom Reinigungstunnel 44 verteilt. Alternativ
oder zusätzlich sind entsprechend der Darstellung nach Fig. 1 auch mehrere Blasdüsen
50 in Längsrichtung des Reinigungstunnels 44 verteilt und jeweils je einer Bearbeitungsstation
42 zugeordnet.
[0031] Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist der Reinigungstunnel 44 im Zusammenwirken
mit Trennwänden 58, 59, 60 und Mitteln 54, 55 zur Erzeugung von Druckdifferenzen bzw.
Druckkaskaden gezeigt und beschrieben. Der erfindungsgemäße Reinigungstunnel 44 kann
aber auch ohne solche unterstützenden Mittel in einem Verarbeitungssystem 1 eingesetzt
werden, in dessen Innenraum ein gleichmäßiger Druck ohne Druckdifferenzen herrscht,
wobei dieser Innendruck auch gleich dem atmosphärischen Umgebungsdruck p
a sein kann. In jedem Falle wird erreicht, dass die erste Zone I von kontaminierenden
Partikelverschleppungen aus der zweiten Zone II und/oder der dritten Zone III freigehalten
wird. Das Kontaminationsniveau in der ersten Zone I kann so gering gehalten werden,
dass bei Bedarf hierauf bzw. auf die dort angeordneten Bearbeitungsstationen 41 ohne
besondere Maßnahmen für den Bedienerschutz möglich ist.
1. Verarbeitungssystem (1) für insbesondere pharmazeutische Pulver mit einer Verarbeitungsvorrichtung
(5) für das Pulver, wobei die Verarbeitungsvorrichtung (5) mehrere zyklisch zum Einsatz
kommende Bearbeitungsstationen (41, 42) umfasst, wobei das Verarbeitungssystem (1)
mindestens eine erste Zone (I) und eine zweite Zone (II) aufweist, wobei jeder Zone
(I, II) mindestens je eine Bearbeitungsstation (41, 42) der Verarbeitungsvorrichtung
(5) zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Zone (II) ein Reinigungstunnel (44) angeordnet ist, der mindestens
eine Bearbeitungsstation (42) der zweiten Zone (II) übergreift, wobei ein erstes Ende
(45) des Reinigungstunnels (44) an die erste Zone (I) angrenzt, wobei im Bereich eines
gegenüberliegenden zweiten Endes (46) des Reinigungstunnels (44) eine Absaugeinrichtung
(6) angeordnet ist, wobei zumindest die zweite Zone (II) von einem Gehäuse (52) umschlossen
ist, und wobei erste Mittel (54) zur Erzeugung einer Druckdifferenz zwischen der zweiten
Zone (II) und der ersten Zone (I) vorgesehen und derart ausgebildet sind, dass im
Betrieb im Gehäuse (52) der zweiten Zone (II) ein zweiter Innendruck (p2) herrscht, der kleiner ist als ein Druck (p1) im Umgebungsbereich der ersten Zone (I).
2. Verarbeitungssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsvorrichtung (5) ein Transportmittel insbesondere in Form eines Drehtellers
(48) mit einer Bewegungsrichtung (49) aufweist, wobei die Absaugeinrichtung (6) an
dem entgegen der Bewegungsrichtung (49) liegenden zweiten Ende (46) angeordnet ist.
3. Verarbeitungssystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine in den Reinigungstunnel (44) und zur Absaugeinrichtung (6) hin gerichtete
Blasdüse (50) vorgesehen ist.
4. Verarbeitungssystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere in Längsrichtung und/oder in Umfangsrichtung des Reinigungstunnels (44) verteilte
Blasdüsen (50) vorgesehen sind.
5. Verarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verarbeitungssystem (1) zusätzlich eine dritte Zone (III) mit mindestens einer
zugeordneten Bearbeitungsstation (43) aufweist, wobei die dritte Zone von einem Gehäuse
(53) umschlossen ist, wobei zweite Mittel (55) zur Erzeugung einer Druckdifferenz
zwischen der dritten Zone (III) und der zweiten Zone (II) vorgesehen und derart ausgebildet
sind, dass im Betrieb im Gehäuse (53) der dritten Zone (III) ein dritter Innendruck
(p3) herrscht, der kleiner ist als der zweite Innendruck (p2) im Gehäuse (52) der zweiten Zone (II).
6. Verarbeitungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsvorrichtung (5) eine Kapselfülleinrichtung ist, dass mindestens
eine Bearbeitungsstation (41) der ersten Zone (I) eine Leerkapselzufuhrstation ist,
dass mindestens eine Bearbeitungsstation (42) der zweiten Zone (II) eine Kapselschließstation
und/oder eine Kapselauswurfstation ist, und dass insbesondere eine Bearbeitungsstation
(43) der dritten Zone (III) eine Pulverdosierstation und/oder eine Pulverfüllstation
ist.
7. Verfahren zur Verarbeitung von insbesondere pharmazeutischen Pulvern mittels eines
Verarbeitungssystems (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei im Reinigungstunnel
(44) mittels der Absaugeinrichtung (6) ein Reinigungsgasstrom (56) erzeugt wird, und
wobei im Betrieb eine Druckdifferenz zwischen der zweiten Zone (II) und der ersten
Zone (I) derart eingestellt und aufrecht erhalten wird, dass im Gehäuse (52) der zweiten
Zone (II) ein Innendruck (p2) herrscht, der kleiner ist als ein Druck (p1) im Umgebungsbereich der ersten Zone (I).
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsgasstrom (56) entgegen der Bewegungsrichtung (49) des Transportmittels
verläuft.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels der mindestens einen Blasdüse (50) ein gerichteter Blasstrom (57) mit einer
Richtungskomponente in Richtung des Reinigungsgasstromes (56) erzeugt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Ausführung des Verarbeitungssystems (1) mit einer dritten Zone (III) eine
Druckkaskade derart eingestellt und aufrecht erhalten wird, dass der dritte Innendruck
(p3) < dem zweiten Innendruck (p2) < dem Druck (p1) im Umgebungsbereich der ersten Zone (I) ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druck (p1) im Umgebungsbereich der ersten Zone (I) gleich einem atmosphärischen Außendruck
(pa) ist.
1. Processing system (1) for in particular pharmaceutical powders, having a processing
device (5) for the powder, wherein the processing device (5) comprises a plurality
of processing stations (41, 42) for cyclical deployment, wherein the processing system
(1) has at least one first zone (I) and at least one second zone (II), wherein each
zone (I, II) is assigned at least one processing station (41, 42) of the processing
device (5),
characterised in that a cleaning tunnel (44) overlapping at least one processing station (42) of the second
zone (II) is located in the second zone (II), wherein a first end (45) of the cleaning
tunnel (44) adjoins the first zone (I), wherein an extraction apparatus (6) is located
in the region of an opposite second end (46) of the cleaning tunnel (44), wherein
at least the second zone (II) is enclosed by a housing (52), and wherein first means
(54) for generating a pressure differential between the second zone (II) and the first
zone (I) are provided and designed such that in operation there prevails in the housing
(52) of the second zone (II) a second internal pressure (p2) which is lower than a pressure (p1) in the region surrounding the first zone (I).
2. Processing system according to claim 1,
characterised in that the processing device (5) has a conveying means, in particular in the form of a turntable
(48) with a movement direction (49), wherein the extraction apparatus (6) is located
at the second end (46) situated against the movement direction (49).
3. Processing system according to claim 1 or 2,
characterised in that at least one blowing nozzle (50) directed into the cleaning tunnel (44) and the extraction
apparatus (6) is provided.
4. Processing system according to claim 3,
characterised in that several blowing nozzles (50) distributed in the longitudinal and/or the circumferential
direction of the cleaning tunnel (44) are provided.
5. Processing system according to any of claims 1 to 4,
characterised in that the processing system (1) in addition has a third zone (III) with at least one assigned
processing station (43), wherein the third zone is enclosed by a housing (53), wherein
second means (55) for generating a pressure differential between the third zone (III)
and the second zone (II) are provided and designed such that in operation there prevails
in the housing (53) of the third zone (III) a third internal pressure (p3) which is lower than the second internal pressure (p2) in the housing (52) of the second zone (II).
6. Processing system according to any of claims 1 to 5,
characterised in that the processing device (5) is a capsule filling device, in that the at least one processing station (41) of the first zone (I) is an empty capsule
feed station, in that at least one processing station (42) of the second zone (II) is a capsule closing
station and/or a capsule ejection station, and in that in particular one processing station (43) of the third zone (III) is a powder metering
station and/or a powder filling station.
7. Method for processing in particular pharmaceutical powders by means of a processing
system (1) according to any of claims 1 to 6,
wherein a cleaning gas flow (56) is generated in the cleaning tunnel (44) by means
of the extraction apparatus (6), and wherein in operation a pressure differential
between the second zone (II) and the first zone (I) is set and maintained in such
a way that there prevails in the housing (52) of the second zone (II) an internal
pressure (p2) which is lower than a pressure (p1) in the region surrounding the first zone (I).
8. Method according to claim 7,
characterised in that the cleaning gas flow (56) runs against the movement direction (49) of the conveying
means.
9. Method according to claim 7 or 8,
characterised in that a directed blowing flow (57) with a directional component towards the cleaning gas
flow (56) is generated by means of the at least one blowing nozzle (50).
10. Method according to claim 9,
characterised in that in an embodiment of the processing system (1) with a third zone (III) a pressure
cascade is set and maintained in such a way that the third internal pressure (p3) < the second internal pressure (p2) < the pressure (p1) in the region surrounding the first zone (I).
11. Method according to claim 9 or 10,
characterised in that the pressure (p1) in the region surrounding the first zone (I) is equal to an atmospheric external
pressure (pa).
1. Système de transformation (1) pour des poudres en particulier pharmaceutiques avec
un dispositif de transformation (5) pour la poudre, dans lequel le dispositif de transformation
(5) comprend plusieurs stations de traitement (41, 42) entrant en action cycliquement,
dans lequel le système de transformation (1) comporte au moins une première zone (I)
et une deuxième zone (II), dans lequel au moins une station de traitement (41, 42)
du dispositif de transformation (5) est associée respectivement à chaque zone (I,
II),
caractérisé en ce que dans la deuxième zone (II) est disposé un tunnel de nettoyage (44) qui couvre au
moins une station de traitement (42) de la deuxième zone (II), dans lequel une première
extrémité (45) du tunnel de nettoyage (44) est contigu à la première zone (I), dans
lequel un dispositif d'aspiration (6) est disposé dans la zone d'une deuxième extrémité
opposée (46) du tunnel de nettoyage (44), dans lequel au moins la deuxième zone (II)
est entourée par une enceinte (52), et dans lequel des premiers moyens (54) sont prévus
pour produire une différence de pression entre la deuxième zone (II) et la première
zone (I) et sont formés de telle sorte qu'en fonctionnement, il règne dans l'enceinte
(52) de la deuxième zone (II) une deuxième pression intérieure (p2) qui soit inférieure à une pression (p1) dans la zone environnante de la première zone (I).
2. Système de transformation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le dispositif de transformation (5) comporte un moyen de transport en particulier
en forme de plateau tournant (48) avec une direction de déplacement (49), dans lequel
le dispositif d'aspiration (6) est disposé sur la deuxième extrémité (46) située à
l'opposé par rapport à la direction de déplacement (49).
3. Système de transformation selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'il est prévu au moins une buse soufflante (50) dirigée dans le tunnel de nettoyage
(44) et vers le dispositif d'aspiration (6).
4. Système de transformation selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs buses soufflantes (50) réparties dans la direction longitudinale
et/ou dans la direction circonférentielle du tunnel de nettoyage (44).
5. Système de transformation selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le système de transformation (1) comporte en supplément une troisième zone (III)
avec au moins une station de traitement associée (43), dans lequel la troisième zone
est entourée par une enceinte (53), dans lequel des deuxièmes moyens (55) sont prévus
pour produire une différence de pression entre la troisième zone (III) et la deuxième
zone (II) et sont formés de telle sorte qu'en fonctionnement, il règne dans l'enceinte
(53) de la troisième zone (III) une troisième pression intérieure (p3) qui soit inférieure à la deuxième pression interne (p2) dans l'enceinte (52) de la deuxième zone (II).
6. Système de transformation selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le dispositif de transformation (5) est un dispositif de remplissage de capsules,
en ce qu'au moins une station de traitement (41) de la première zone (I) est une station d'alimentation
en capsules vides, en ce qu'au moins une station de traitement (42) de la deuxième zone (II) est une station de
fermeture de capsules et/ou une station d'éjection de capsules, et en ce qu'en particulier une station de traitement (43) de la troisième zone (III) est une station
de dosage de poudre et/ou une station de remplissage de poudre.
7. Procédé pour la transformation de poudres en particulier pharmaceutiques à l'aide
d'un système de transformation (1) selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel
un courant de gaz de nettoyage (56) est produit dans le tunnel de nettoyage (44) à
l'aide du dispositif d'aspiration (6), et dans lequel en fonctionnement une différence
de pression entre la deuxième zone (II) et la première zone (I) est établie et maintenue
de telle sorte qu'il règne dans l'enceinte (52) de la deuxième zone (II) une pression
intérieure (p2) qui soit inférieure à une pression (p1) dans la zone environnante de la première zone (I).
8. Procédé selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le courant de gaz de nettoyage (56) s'écoule en sens inverse par rapport à la direction
de déplacement (49) du moyen de transport.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce qu'à l'aide de la au moins une buse soufflante (50) est produit un courant de soufflage
orienté (57) avec une composante de direction dans la direction du courant de gaz
de nettoyage (56).
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que dans le cas d'une réalisation du système de transformation (1) avec une troisième
zone (III), une cascade de pression est établie et maintenue de telle sorte que la
troisième pression intérieure (p3) < à la deuxième pression (p2) < la pression (p1) dans la zone environnante de la première zone (I).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que la pression (p1) dans la zone environnante de la première zone (I) est égale à une pression extérieure
atmosphérique (pa).

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