[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Montieren oder Demontieren eines Krans.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Kranen, insbesondere von Turmdrehkranen,
bekannt. Zum Klettern von Turmdrehkranen ist es bekannt, dass an die zu kletternden
Turmstücke eine Traverse angebracht wird. Das Einhängen der Traverse in den Montagehaken
eines am Erdboden befindlichen Turmstücks erfolgt durch einen Monteur, der in das
zu kletternde Turmstück steigt und den Montagehaken derart führt, dass das zu kletternde
Turmstück sicher in dem Montagehaken aufgenommen wird.
[0003] Die mit dem Montagehaken aufgenommene Traverse wird in eine Einbauposition an eine
Montagelaufkatze übergeben, die an einem Montageturm angebracht ist. Das Übergeben
des zu kletternden Turmstücks an die Montagelaufkatze erfolgt durch Absetzen der Traverse
in die Montagelaufkatze. Da in den bekannten Montagehaken keine Sicherung vorgesehen
ist, besteht die Gefahr, dass bei unbeabsichtigten Absetzen oder Verkanten die Traverse
mit dem zu kletternden Turmstück aus dem Montagehaken gedrückt wird und das Turmstück
abstürzt.
[0004] Für den Klettervorgang muss der Kran, insbesondere der Turmdrehkran, mit einem Ausgleichsgewicht
an einem Lasthaken ausgeglichen werden, so dass der Schwerpunkt des Turmdrehkrans
in einer Längsachse des Turmdrehkrans liegt. Dies ist notwendig, um ein Kippen des
Krans und im schlimmsten Fall ein Umstürzen beim Klettervorgang zu vermeiden. In der
Regel wird hierzu ein weiteres Turmstück mit einer Anschlagkette oder einem Schlupf
am Lasthaken befestigt. Für das Befestigen muss der Lasthaken erneut nach unten fahren
und ein Monteur hängt das Ausgleichsgewicht in den Lasthaken ein. Zum Klettern wird
das Ausgleichsgewicht auf die Höhe des Führungsstücks angehoben und in die Ausgleichsposition
gefahren. Nach dem Klettervorgang wird das Ausgleichsgewicht abgelassen und ausgehängt.
Eine Unterflasche mit dem Montagehaken wird erneut nach oben gefahren.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Vorrichtung zum
Montieren und/oder Demontieren eines Krans vorzusehen, die wenigstens die zuvor genannten
Nachteile nicht aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand der Ansprüche 1 und 8 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Erfindungsgemäß weist eine Vorrichtung zum Montieren oder Demontieren eines Krans,
insbesondere eines Turmdrehkrans, eine Koppeleinheit zum Koppeln der Vorrichtung mit
einem Träger eines Turmstücks auf. Die Koppeleinheit ist derart ausgebildet und angeordnet,
dass diese in eine Verriegelungsstellung zum Vermeiden eines Lösens einer Kopplung
der Koppeleinheit mit dem Träger des Turmstücks oder eine Entriegelungsstellung zum
Koppeln oder Entkoppeln der Koppeleinheit mit dem Träger des Turmstücks überführt
werden kann.
[0008] Das Vorsehen einer Koppeleinheit mit einer Verriegelungsstellung bietet den Vorteil,
dass ein Lösen der Kopplung des Trägers des Turmstücks mit der Koppeleinheit durch
unbeabsichtigtes Absetzen oder Verkanten des Trägers sicher und einfach verhindert
werden kann. Ein Lösen des Trägers von der Koppeleinheit kann nur dann erfolgen, wenn
sich die Koppeleinheit in einer Entriegelungsstellung befindet. Foglich wird die Gefahr
eines Absturz eines Turmstücks, beispielsweise bei einem fehlerhaften Aufsetzen auf
die Montagelaufkatze, vermieden.
[0009] Als eine Koppeleinheit, die sich in einer Verriegelungsstellung befindet, wird im
Sinne der Erfindung beispielsweise jegliches Bauteil oder Bauteile verstanden, das
sicherstellt, dass sich der Träger des Turmstücks nicht von selbst von der Kopplung
mit der Koppeleinheit lösen kann. Eine Lösung bzw. Entkopplung soll demnach nur möglich
sein, wenn die Koppeleinheit in eine Entriegelungsstellung überführt wird. Als Entriegelungsstellung
wird jeder Zustand der Koppeleinheit verstanden, bei der wenigstens ein Teil des Trägers
und damit das Turmstück zum Koppeln mit der Koppeleinheit aufgenommen werden oder
zum Entkoppeln mit der Koppeleinheit freigegeben wird.
[0010] In einer bevorzugten Ausführung kann die Koppeleinheit einen, insbesondere drehfesten,
Führungsabschnitt zum Führen von wenigstens einem Teil des Trägers, insbesondere eines
Querbolzens des Trägers, des Turmstücks während eines Koppelvorgangs aufweisen. Der
Führungsabschnitt kann eine Einlaufschräge aufweisen. Zudem kann die Koppeleinheit
einen drehbaren Haken aufweisen. Der Haken und der Führungsabschnitt können mit einem
Befestigungsabschnitt verbunden sein bzw. der Haken kann an dem Befestigungsabschnitt
gelagert sein.
[0011] Durch das Vorsehen des Führungsabschnitts, insbesondere des Führungsabschnitts mit
der Einlaufschräge, kann sichergestellt werden, dass eine die Koppeleinheit, insbesondere
der Führungsabschnitt, wenigstens einen Teil des Trägers kontaktiert. Foglich ist
kein Monteur mehr notwendig, der die Koppeleinheit am Boden entsprechend führt.
[0012] Aufgrund des Vorsehens des Führungsabschnitts, insbesondere mit Einlaufschräge, wird
wenigstens ein Teil des Trägers bei einem Absenken der Koppeleinheit mit dem Führungsabschnitt
und dem Haken in Kontakt kommen. Bei einem weiteren Absenken der Koppeleinheit und/oder
aufgrund des Eigengewichts des Hakens und/oder des Eigengewichts von weiteren an der
Koppeleinheit vorgesehener Ausgleichsgewichte wird wenigstens ein Teil des Trägers,
insbesondere ein Querbolzen, gegen den Haken gedrückt. Infolge der von dem Querbolzen
auf den Träger ausgeübten Kraft dreht sich der Haken derart, dass sich die Koppeleinheit
in einer Entriegelungsstellung befindet.
[0013] Der Träger, insbesondere der Querbolzen des Trägers, kann in einen Aufnahmeraum der
Koppeleinheit eindringen. Nach einem Eindringen von wenigstens einem Teil des Trägers
dreht sich der Haken wieder in die Verriegelungsstellung, wobei die Koppeleinheit
mit dem Träger gekoppelt ist. Das Koppeln des Trägers mit der Koppeleinheit kann weiter
vereinfacht werden, wenn an dem Haken eine entsprechende Führung für den Träger, insbesondere
den Querbolzen, vorgesehen ist. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass das Koppeln
des Trägers und damit des Turmstücks mit der Koppeleinheit automatisch durch ein Absenken
der Koppeleinheit erfolgt. Somit ist kein Monteur mehr für die Kopplung der Koppeleinheit
mit dem auf dem Boden befindlichen Turmstück notwendig. Der Kranführer kann die Koppeleinheit
einfach in Richtung zu dem Träger absenken.
[0014] Der Haken kann mit einer Spanneinheit, wie beispielsweise einer Federeinrichtung,
insbesondere einer Gasdruckfeder, gekoppelt sein. Die Spanneinheit kann für den Fall,
dass der Träger und damit das Turmstück, insbesondere in eine Einbauposition, bewegt
werden auf den Haken eine derartige Kraft ausüben, dass der Haken in der Verriegelungsstellung
gehalten wird. Foglich wird durch das Vorsehen der Spanneinheit ein Lösen der Kopplung
der Koppeleinheit mit dem Träger des Turmstücks wirksam verhindert.
[0015] Der Haken kann derart ausgebildet sein, dass aufgrund der Eigengewichtskraft des
Hakens und/oder der Gewichtskraft des mit dem Haken gekoppelten Trägers und damit
des Turmstücks auf den Haken ein Drehmoment wirkt. Dieses Drehmoment ist derart gerichtet,
dass es den Haken in der Verriegelungsstellung hält. Dadurch kann auf einfache Weise
ein sicheres Transportieren des Trägers und der Turmstücke, beispielsweise in die
Einbauposition, erzielt werden.
[0016] In einer bevorzugten Ausführung kann die Koppeleinheit ein Übertragungsmittel aufweisen.
Das Übertragungsmittel kann boomerangförmig ausgebildet sein und drehbar an dem Befestigungsabschnitt
der Koppeleinheit angeordnet sein. Dabei können die Drehachsen des Hakens und des
Übertragungsmittels koinzident sein. Ferner kann das Übertragungsmittel mit der Spanneinheit,
insbesondere einer Gasdruckfeder, insbesondere unmittelbar, gekoppelt sein. Zudem
kann das Übertragungsmittel mit dem Haken gekoppelt sein. Die Kopplung des Übertragungsmittels
mit dem Haken kann durch ein auf dem Haken angeordnetes Koppelmittel, wie beispielsweise
einen Zapfen, erfolgen.
[0017] Dabei ist ein Anlenkpunkt der Spanneinheit mit dem Übertragungsmittel derart vorgesehen,
dass bei einer Bewegung des Turmstücks in die Einbauposition die Spanneinheit eine
derartige Kraft auf das Übertragungsmittel ausübt, dass ein erster Schenkel mit dem
Koppelmittel des Hakens unmittelbar in Kontakt ist. Infolge der Kopplung der ersten
Schenkel mit dem Koppelmittel des Hakens wirkt auf diesen ein Drehmoment, dass den
Haken und damit die Koppeleinheit in einer Verriegelungsstellung hält. Folglich kann
ein einfacher Aufbau der Koppeleinheit zum Halten des Hakens in einer Verriegelungsstellung
vorgesehen werden.
[0018] Das Übertragungsmittel kann an einem Ende, insbesondere an einem Ende eines zweiten
Schenkels, ein Verbindungsmittel aufweisen, das mit einer Betätigungsstange koppelbar
ist. Durch ein Koppeln der Betätigungsstange mit dem Verbindungsmittel beispielsweise
durch einen Benutzer kann das Übertragungsmittel gedreht werden. Die Betätigung mit
der Betätigungsstange kann erfolgen, wenn sich das Turstück in der Einbaupostion befindet
und dient zum Überführen der Koppeleinheit in die Entriegelungsstellung. Die Drehung
des Übertragungsmittels erfolgt dabei derart, dass der zweite Schenkel in Richtung
zum Koppelmittel des Hakens gedreht wird. Bei einem Anstoßen des zweiten Schenkels
gegen das Koppelmittels und einem weiter Drehen des Übertragungsmittels in die gleiche
Richtung wird der Haken in eine Entriegelungsstellung gedreht. Vor einem Anstoßen
des zweiten Schenkels gegen das Koppelmittel wird der Haken nicht gedreht.
[0019] Bei einer Betätigung des Übertragungsmittel mittels der Betätigungsstange kann der
Haken soweit gedreht werden, dass er in der Entriegelungsstellung gehalten wird. Dies
ist, weil das Übertragungsmittel und somit der Anlenkpunkt zwischen Übertragungsmittel
und Spanneinheit, insbesondere der Federeinrichtung, soweit gedreht werden, dass auf
das Übertragungsmittel und damit auf den Haken ein Drehmoment wirkt, das den Haken
und damit die Koppeleinheit in der Entriegelungsstellung hält. Hingegen dreht sich
beim zuvor beschriebenen Koppeln des wenigstens einen Teils des Trägers mit der Koppeleinheit
aufgrund des Absenkens der Koppeleinheit und/oder des Eigengewichts der Koppeleinheit
der Anlenkpunkt zwischen dem Übertragungsmittel und der Spanneinheit nur soweit, dass
durch die Spanneinheit auf das Übertragungsmittel und damit den Haken ein Drehmoment
bewirkt wird, das den Haken in die Verriegelungsstellung drängt.
[0020] Dabei kann eine Betätigung des Übertragungsmittels nur dann erfolgen, wenn auf den
Haken keine Last wirkt. Dies kann dann der Fall sein, wenn der Träger fehlerfrei beispielsweise
auf die Montagelaufkatze aufgesetzt wird. Somit kann durch das Betätigen des Übertragungsmittels
auf einfache Weise ermittelt werden, ob der Träger fehlerfrei aufgesetzt ist.
[0021] Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung weist eine Vorrichtung zum Montieren oder
Demontieren eines Krans, insbesondere eines Turmkrans, eine Koppeleinheit zum Koppeln
der Vorrichtung mit einem Turmstück auf. Die Vorrichtung kann alle zuvor genannten
Merkmale aufweisen. Die Koppeleinheit weist wenigstens ein Ausgleichsgewicht zum Einstellen
eines Schwerpunkts des Krans auf. Das Ausgleichsgewicht kann in eine Ausgleichsposition,
insbesonder beim Klettern des Krans, bewegbar sein. Dies kann beispielsweise durch
eine horizontale und/oder vertikale Bewegung des Ausgleichsgewichts erfolgen.
[0022] Der Vorteil in dem Vorsehen eines Ausgleichsgewichts in der Koppeleinheit besteht
darin, dass es nicht mehr, wie im Stand der Technik, notwendig ist, die Koppeleinheit
zum Koppeln mit dem Ausgleichsgewicht abzusenken, um das auf dem Erdboden befindliche
Ausgleichsgewicht aufzunehmen. Vielmehr kann das Ausgleichsgewicht ohne Absenken der
Koppeleinheit gleich in eine Ausgleichsposition bewegt werden. Der Ausgleich erfolgt
durch das integrierte Ausgleichsgewicht an dem Haken. Dies führt zu einer erheblichen
Zeiteinsparung.
[0023] Der Haken kann mit dem Ausgleichsgewicht gekoppelt sein. Insbesondere kann der Befestigungsabschnitt
mit dem Ausgleichsgewicht verbunden sein.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann zum Montieren oder Demontieren eines Turmdrehkrans
eingesetzt werden. Natürlich können auch weitere Krane mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
montiert bzw. demontiert werden.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
[0026] Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung zum Montieren und Demontieren eines
Krans,
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung eines Teils einer Koppeleinheit und eines Trägers zum
Tragen eines Turmstücks,
- Figur 3A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und des Trägers, wobei sich die
Koppeleinheit in einer Verriegelungsstellung befindet
- Fig 3B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 3A,
- Figur 4A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger, wobei sich die
Koppeleinheit in einer Entriegelungsstellung befindet,
- Figur 4B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 4A,
- Figur 5A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und dem Träger, wenn die Koppeleinheit
und der Träger gekoppelt sind,
- Figur 5B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 5A,
- Figur 6A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger, wenn die Koppeleinheit
in eine Richtung weg von einem Erdboden bewegt wird,
- Figur 6B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 6A,
- Figur 7A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger beim Koppeln der
Koppeln der Koppeleinheit mit einer Betätigungsstange,
- Figur 7B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 7A,
- Figur 8A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger bei einem Koppeln
der Koppeleinheit mit der Betätigungsstange, wobei sich die Koppeleinheit in einer
Verriegelungsstellung befindet,
- Figur 8B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 8A,
- Figur 9A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger bei einem Koppeln
der Koppeleinheit mit der Betätigungsstange, wobei sich die Koppeleinheit in einer
Entriegelungsstellung befindet,
- Figur 9B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 9A,
- Figur 10A:
- eine Hinteransicht auf einen Teil der Koppeleinheit und den Träger, wobei sich die
Koppeleinheit in einer Entriegelungsstellung befindet,
- Figur 10B:
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 10A,
[0027] Die in Figur 1 gezeigte Vorrichtung zum Montieren und Demontieren eines in den Figuren
nicht gezeigten Krans, insbesondere eines Turmdrehkrans. Die Vorrichtung weist einen
Montageturm 10 und eine mit dem Montageturm 10 verbundene Koppeleinheit 11 auf. Die
Koppeleinheit 11 ist mit dem Träger 2 gekoppelt, wobei der Träger 2 ein zu kletterndes
Turmstück 3 trägt. Zum Montieren kann das Turmstück 3 über eine in dem Montageturm
10 vorgesehene Öffnung 12 in diesen eingebracht und mit einem in den Figuren nicht
dargestellten Turm verbunden werden. Das Einführen des Turmstücks in die Öffnung kann
durch eine Montagelaufkatze 13 erfolgen, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Ein Demontieren
des Turms kann in umgekehrter Reihenfolge wie das Montieren erfolgen, so dass sich
die nachfolgenden Aussagen nur auf das Montieren des Turms beziehen.
[0028] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, weist der Träger 2 einen Längsrahmen 24 auf, an
desen Ende sich jeweils erste Vorsprünge 26 erstrecken. Die Vorsprünge 26 definieren
einen Aufnahmeraum 23, in das ein in der Figur 2 nicht dargestellter Teil des Turmstücks
3 eindringt. Der Aufnahmeraum 23 wird durch einen Bolzen 22 begrenzt. Ferner weist
der Träger 2 einen zweiten Vorsprung 20 auf, der sich von dem Längsrahmen 24 in die
entgegengesetzte Richtung wie die Vorsprünge 26 erstrecken. In einem von dem Längsrahmen
21 entfernten Ende des Vorsprungs 20 ist ein Querbolzen 21 vorgesehen.
[0029] Ferner wird in Figur 2 ein Teil der Koppeleinheit 11 dargestellt. So weist die Koppeleinheit
11 ein Ausgleichsgewicht 110 auf. Ferner weist die Koppeleinheit 11 einen schwenkbaren
Haken 112 und einen Führungsabschnitt 114 mit einer Einlaufschräge auf. Der Führungsabschnitt
114 weist an einem Ende der Einlaufschräge eine Aufnahmenut 113 auf. Der Führungsabschnitt
114 und der Haken 112 sind mit dem Befestigungsabschnitt 111 befestigt. Dabei ist
der Haken 112 drehbar mit dem Befestigungsabschnitt 111 und der Führungsabschnitt
114 drehfest mit dem Befestigungsabschnitt 111 verbunden. Der Befestigungsabschnitt
111 wiederum kann mit dem Ausgleichsgewicht 110 verbunden sein.
[0030] Wie aus der Figur 3A ersichtlich ist, weist die Koppeleinheit 11 an zwei sich gegenüber
einer Mittelachse M der Koppeleinheit 11 gegenüberliegenden Seiten jeweils einen Haken
auf. An jeder Seite der Koppeleinheit 11 können meherere Ausgleichsgewichte 110 angeordnet
sein. Die Querbolzen 21 ragen in einen Raum, der sich zwischen den Vorsprüngen 20
des Trägers 2 ausbildet. Dabei wird der Träger 2 über den nach innen ragenden Teil
der Querbolzen 21 bei einem Aufsetzen des Trägers 2 an die Montagelaufkatze 13 mit
dieser unmittelbar gekoppelt.
[0031] In Figur 3B ist der Zustand dargestellt, bei dem der Querbolzen 21 des Trägers 2
mit der Einlaufschräge des Führungsabschnitts 114 und dem Haken 112 in Kontakt ist.
Dieser Zustand der Koppeleinheit stellt sich bei einem Absenken der Koppeleinheit
11 ein, um dieses mit einem auf dem Boden befindlichen Turmstück 3 bzw. Träger 2 zu
koppeln. Die Koppeleinheit 11 befindet sich dabei noch immer in der Verriegelungsstellung.
Dabei ist eine Federeinrichtung 117, insbesondere eine Gasdruckfeder vorgesehen, die
den Haken 112 in der Verriegelungsstellung hält.
[0032] Diesbezüglich weist die Koppeleinheit 11 ein an dem Befestigungsabschnitt 111 drehbar
angeordnetes Übertragungsmittel 116 auf, das mit der Federeinrichtung 117, in einem
Anlenkpunkt, insbesondere unmittelbar, gekoppelt ist. Ferner ist das Übertragungsmittel116
über einen ersten Schenkel 116' mit einem ersten Koppelmittel 118, wie beispielsweise
einem Zapfen, des Hakens 112, insbesondere unmittelbar, gekoppelt. Dabei wirkt die
Federeinrichtung 117 derart auf das Übertragungsmittel, dass der Haken 112 in der
Verriegelungsstellung gehalten wird. Genauer gesagt bewirkt die über den Anlenkpunkt
115 eingeleitete Kraft de R Federeinrichtung eine Drehmoment und damit eine Drehung
des Übertragungsmittels in Richtung U. Die Drehung ist derart gerichtet, dass durch
den ersten Schenkel 116' des Übertragungsmittels und das Koppelmittel 118 der Haken
112 in der Verriegelungsstellung gehalten wird.
[0033] Bei einem Aufsetzen der Koppeleinheit 11, insbesondere des Hakens 112 auf den Querbolzen
21 wird infolge des Eigengewichts der Ausgleichsgewichte 110 der Haken 112 gedreht,
insbesondere aufgedrückt, wie aus Figur 4B ersichtlich ist. Dabei zeigt Figur 4B den
Haken 112 und damit die Koppeleinheit in einer Entriegelungsstellung. Der in Figur
4B dargestellte Zustand bildet sich dann aus, wenn die Koppeleinheit ausgehend von
dem in Figur 3B dargestellten Zustand weiter abgesenkt wird, so dass die Gewichtskraft
der Ausgleichsgewichte nicht mehr durch die Vorrichtung, insbesondere Seile der Vorrichtung,
aufgenommen wird. Der Haken 112 dreht sich in Richtung H und die Drehbewegung des
Hakens 112 wird über die Koppelstelle 118 auf das Übertragungsmittel 116 übertragen,
wodurch sich dieses ebenfalls in die gleiche Richtung dreht. Im Ergebnist dringt der
Querbolzen 21 in einen Raum zwischen dem Haken 112 und der Einlaufschräge des Führungsabschnitts
114 ein. Das Eindringen wird dabei durch eine am Haken 112 vorgesehene Führung und
die Einlaufschräge des Führungsabschnitts 114 begünstigt.
[0034] Nach einem in Figur 5B vollständigen Eindringen des Querbolzens 21 in die Koppeleinheit
11 aufgrund des weiteren Absenkens der Koppeleinheit 11 und/oder aufgrund des Eigengewichts
der Ausgleichsgewichte 112 schnappt der Haken 112 zurück und die Koppeleinheit 11
befindet sich wieder in der Verriegelungsstellung. Dabei befindet sich der Querbolzen
21 in der Aufnahmenut 113 des Führungsabschnitts 114. Das Zurückschnappen des Hakens
wird dadurch bewirkt, dass durch die Federeinrichtung 117 über den Anlenkpunkt 115
ein Kraft auf das Übertragungsmittel 116 wirkt. Diese Kraft bewirkt eine Drehmoment
und damit eine Drehung des Übertragungsmittels 116 in Richtung U. Die Drehung des
Übertragungsmittels 116 wird über das Koppelmittel 118 auf den Haken 112 übertragen,
wobei die Drehung derart gerichtet ist, dass der Haken 112 in die Verriegelungsstellung
gedrückt wird.
[0035] Beim in Figur 6B dargestellten Bewegen der Koppeleinheit 11 und damit des mit der
Koppeleinheit 11 verbundenen Trägers 2 in eine Richtung R weg von dem Erdboden befindet
sich der Querbolzen 21 in einem entsprechend ausgebildeten Aufnahmebereiech des Hakens
112. Dabei ist der Aufnahmebereich des Hakens 112 derart ausgebildet, dass die Gewichtskraft
des Trägers 2 und des damit getragenen Turmstücks ein Drehmoment um eine Drehachse
120 des Hakens 112 bewirken, das derart gerichtet ist, dass der Haken 112 in der Verriegelungsstellung
gehalten wird.
[0036] Bei der in den Figuren 7A und 7B dargestellten Stellung befindet sich die Koppeleinheit
11 und damit das Turmstück in der gewünschten Höhe über dem Erdboden. Ferner ist der
Träger 2 auf der Montagelaufkatze 13 abgesetzt und befindet sich daher in der Einbauposition.
In diesem Fall werden die Haken 112 nicht mehr mit Last beansprucht. Des Weiteren
befindet sich bei dieser Stellung der Koppeleinheit 11 der Querbolzen 21 in der Aufnahmenut
113 des Führungsabschnitts.
[0037] Ferner wird in in Figur 7B eine Betätigungsstange 4 gezeigt, die mit einem Verbindungsmittel
119 eines zweiten Schenkels 116" des Übertragungsmittels 116 gekoppelt ist. Das Verbindungsmittel
119 ist an dem Ende des zweiten Schenkels 116" angeordnet. Das Übertragungsmittel
116 wird bei einer Bewegung der Betätigungsstange in Richtung B derart in Richtung
U gedreht, dass sich das Verbindungsmittel 119 des zweiten Schenkels 116' in Richtung
zum Koppelmittel 118 des Hakens 112 bewegt.
[0038] In den Figuren 9A und 9b wird der Zustand des Übertragungsmittels 116 dargestellt,
bei dem das Ende 119 des zweiten Schenkels 116" in Kontakt mit dem Koppelmittel 118
steht. Bei einer Drehung des Übertragungsmittels 116 von dem in den Figuren 7A und
7B dargestellten Zustand in den in den Figuren 8A und 8B dargestellten Zustand dreht
sich der Haken 112 nicht.
[0039] Dieser dreht sich erst, wenn das Übertragungsmittel 116 ausgehend von der in den
Figuren 8A und 8B dargestellten Position weiter in Richtung U gedreht bzw. die Betätigungsstange
weiter in Richtung B betätigt wird. Bei der in den Figuren 9A und 9B dargestellten
Entriegelungsstellung der Koppeleinheit kann der Träger 2 von der Koppeleinheit 11
gelöst und beispielsweise über die Montagelaufkatze verfahren werden.
[0040] Bei der in Figur 10A und 10B dargestellten Stellung ist das Übertragungsmittel 116
und damit der Anlenkpunkt 115 soweit gedreht worden, dass die von der Federeinrichtung
117 in das Übertragungsmittel bewirkte Kraft ein Drehmoment und damit ein Drehung
des Übertragungsmittels 116 in Richtung U bewirkt, dass über den zweiten Schenkel
116" und das Koppelmittel 118 den Haken 112 in eine Entriegelungsstellung dreht und
hält. Der Haken 112 bleibt auch in der Entriegelungsstellung und dreht sich nicht
selbsttätig in die Verriegelungsstellung zurück.
[0041] Vor einem Aufnehmen eines nächsten Trägers 2 mittels der Koppeleinheit 11 muss der
Haken 112 durch den Benutzer in die in Figur 2 dargestellte Position zurückgestelllt
werden, in der die Federeinrichtung 117 den Haken in der Verriegelungsstellung hält.
Das Zurückstellen kann beispielsweise über die Betätigungsstange 4 erfolgen, wobei
diese in eine Richtung betätigt wird, die entgegengesetzt zur Richtung B ist.