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(11) |
EP 2 884 035 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2016 Patentblatt 2016/28 |
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Anmeldetag: 28.10.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Lösbare halterung für eine brandschutzscheibe
Removable holder for a fire protection pane
Support amovible pour une vitre de protection contre l'incendie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
30.10.2013 DE 202013104854 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.06.2015 Patentblatt 2015/25 |
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Patentinhaber: PROMAT GmbH |
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40878 Ratingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Wiedemann, Günter Dr.
40629 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ring & Weisbrodt |
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Patentanwaltsgesellschaft mbH
Hohe Strasse 33 40213 Düsseldorf 40213 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U1- 9 207 155
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DE-U1-202009 002 800
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung mit zwei parallel zueinander beabstandeten,
mittels mindestens zwei Verankerungslaschen an einer raumbegrenzenden Struktur anbringbaren
Halteprofilen für eine Brandschutzscheibe, wobei die Verankerungslaschen mit dem einen
Halteprofil verschraubt oder verschweißt sind und als Positioniermittel das zweite
Halteprofil erfassen. Die Erfindung betrifft ferner eine Brandschutzverglasung zur
Vermeidung des Durchtritts von Feuer und Rauch im Brandfall von einem Raum zu einem
anderen mit zumindest einer Brandschutzscheibe, die in einer solchen Halterung fixiert
ist.
[0002] Zur Halterung von Brandschutzscheiben in einer Brandschutzverglasung ist es bekannt,
jede Brandschutzscheibe auf zwei Verglasungsklötze zu stellen und oben und unten durch
je zwei Stahlhohlprofile zu halten, die beidseitig der Brandschutzscheibe angeordnet
werden. Für den Anschluss der Stahlhohlprofile an Massivbauteile gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten. So ist die direkte Befestigung der Profile mittels Schrauben und Metalldübeln
an der raumbegrenzenden Struktur bekannt. Als nachteilig wird ferner die Sichtbarkeit
der Verschraubung angesehen, die darüber hinaus wegen der die Stahlhohlprofile senkrecht
durchgreifenden Verschraubung schwierig zu montieren ist und breite Profile erfordert,
um überhaupt ein Werkzeug ansetzen zu können. Dabei ist auch die Positionierung und
gleichmäßige Ausrichtung der Stahlhohlprofile in den Fällen schwierig, in denen die
raumbegrenzende Struktur uneben ist, so dass aufwendige Justierarbeiten erforderlich
sind. Zu berücksichtigen ist dabei, dass zur Herstellung einer raumtrennenden Brandschutzverglasung
unter Umständen Raumhöhen bis zu 3,50 Meter abgedeckt werden müssen und folglich die
Halterungen der Brandschutzscheiben am Boden und an der Decke hohe mechanische Belastungen
auf Grund des Gewichts der Brandschutzscheiben und gegebenenfalls eine hohe mechanische
horizontale Stoßbelastung aufnehmen müssen und darüber hinaus den Anforderungen des
Brandschutzes genügen müssen.
Alternativ zu der beschriebenen Halterung ist eine verbesserte Halterung für eine
Brandschutzscheibe bekannt, bei der die zwei parallel zueinander beabstandeten Halteprofile
mittels mindestens zwei Querlaschen in Form von Verankerungslaschen an der raumbegrenzenden
Struktur anbringbar sind. Dabei sind die Verankerungslaschen mit dem einem Halteprofil
verschraubt oder verschweißt und die Befestigung erfolgt am Massivbauteil durch die
Verankerungslaschen mit Metalldübeln und Stahlschrauben.
Um die Aufstellung der Brandschutzscheibe zu ermöglichen, erfolgt die Montage des
zweiten Stahlhohlprofils erst nach der Positionierung der Brandschutzscheibe auf den
Querlaschen, indem zunächst eine Gewindehülse mit Schraubansatz mit jeder Lasche verschraubt
wird. Sodann wird das Stahlhohlprofil auf die Gewindehülsen aufgesetzt, wozu entsprechend
große Löcher in dem Stahlhohlprofil ausgebildet sind. Schließlich wird das Stahlhohlprofil
mittels einer in jede Gewindehülse einschraubbaren Schraube auf jeder Lasche fixiert.
Nachteilig ist dabei, dass die Halterung unterschiedlich ausgebildete Stahlhohlprofile
aufweist, dass die Befestigungskonstruktion kompliziert ist, die Montage schwierig
ist und Fingerspitzengefühl erfordert. Schließlich ist nachteilig, dass die Fixierschrauben
für das zweite Stahlhohlprofil sichtbar sind und damit den ästhetischen Gesamteindruck
der Verglasung beeinträchtigen.
[0003] Die
DE 92 07 155 U1 (PROMAT GMBH [DE]; 20. August 1992) offenbart eine Halterung gemäß den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Meidung oben genannter Nachteile eine
Halterung zu entwickeln, die konstruktiv einfach aufgebaut ist, leicht zu montieren
und zu demontieren ist und die Nutzung von im Wesentlichen identischen Halteprofilen
ermöglicht, die darüber hinaus sehr schmal ausgebildet sind und eine nach der Montage
nicht sichtbare Querverbindung miteinander aufweisen.
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens zwei weitere als Verriegelungslaschen
ausgebildete, verschwenkbar an einem der beiden Halteprofile angeordnete Laschen vorgesehen
sind, die mit dem anderen Halteprofil verriegel- und entriegelbar sind.
[0004] In Abhängigkeit von den Abmessungen der Brandschutzscheibe befinden sich über die
Länge der Halterung in abwechselnder Anordnung verteilt mehrere Verankerungslaschen
und mehrere Verriegelungslaschen, um eine sichere Fixierung der Brandschutzscheibe
in der Halterung sowie am Boden bzw. der Decke des Raumes sicherzustellen, in welchem
die Brandschutzverglasung eingesetzt wird.
[0005] Vorzugsweise sind die Verriegelungslaschen und Verankerungslaschen an dem gleichen
Halteprofil befestigt und befinden sich die Verriegelungslaschen in einem Abstand
zu den Verankerungslaschen, der größer ist als der äußere Abstand zwischen den Halteprofilen,
um ein Verschwenken der Verriegelungslaschen zur Verriegelung oder Entriegelung mit
dem anderen Halteprofil zu ermöglichen. Die Halteprofile selbst sind als schmale Metallhohlprofile
rechteckigen Querschnitts, insbesondere aus Stahl, ausgestaltet, wobei die Laschen
breiter als die jeweils zugehörige Schmalseite der Halteprofile sind. Hierdurch ist
es leicht möglich, jede Verriegelungslasche mit einem Werkzeug zu erfassen und in
ihre Verriegelungsstellung zu verschwenken oder eine Entriegelung vorzunehmen.
[0006] Die Laschen sind durch in der Verriegelungsstellung im Wesentlichen rechtwinklig
an den Halteprofilen angeordnete Metallbleche gebildet, wobei zur Erleichterung der
Schwenkbewegung die Stärke der Verriegelungslaschen vorteilhafterweise geringer als
die der Verankerungslaschen ist. Die Verriegelung zwischen jeder Verriegelungslasche
und dem anderen Halteprofil ist selbsthemmend formschlüssig vorgenommen, wozu vorzugsweise
jede Verriegelungslasche mit einer in Schließrichtung offenen Ausnehmung versehen
ist, die mit einem an dem anderen Halteprofil angeordneten Vorsprung durch Haftreibung
zur Verriegelung zusammenwirkt. Die Ausnehmung kann eine Einlaufschräge aufweisen.
Vorzugsweise ist der Vorsprung am anderen Halteprofil in Form einer Stufenschraube
ausgebildet, die unter dem Schraubenkopf einen Klemmschaft aufweist, der über eine
Abstufung in einen Gewindeansatz geringeren Durchmessers übergeht, welcher mit dem
Halteprofil verschraubt ist. In der Verriegelungsstellung der Verriegelungslasche
umgreift deren Ausnehmung formschlüssig den Klemmschaft und sichert die Verriegelung
über die vorhandene Reibkraft.
[0007] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Brandschutzverglasung
zur Vermeidung des Durchtritts von Feuer und Rauch im Brandfall von einem Raum in
einen anderen mit zumindest einer Brandschutzscheibe, die in einer erfindungsgemäßen
Halterung fixiert ist. Dabei können im Prinzip sämtliche Arten von Brandschutzscheiben
eingesetzt werden, wobei solche bevorzugt werden, die zwei mittels eines Randverbunds
parallel voneinander beabstandete Glasscheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas aufweisen,
bei denen der vom Randverbund eingeschlossene Raum zwischen den Glasscheiben mit einem
Brandschutzgel gefüllt ist. Diese zeichnen sich durch gute Brandresistenzen bei gleichzeitig
moderatem Gewicht der Verglasung aus.
[0008] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung. In der Zeichnung
zeigt:
- Fig. 1
- eine Brandschutzverglasung, schematisch,
- Fig. 2
- je eine am Boden und an der Decke verankerte erfindungsgemäße Halterung einer Brandschutzscheibe
in einer schematischen Seitenansicht, einem Schnitt A-A und einem Schnitt C-C,
- Fig. 3
- die Deckenhalterung der Fig. 2 perspektivisch in Verriegelungsposition und Entriegelungsposition
und
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch die Verriegelung
[0009] In Fig. 1 der Zeichnung ist eine Brandschutzverglasung schematisch dargestellt, mit
der Glaswände bis zu einer Höhe von rund 3,50 Metern mit unbegrenzter Länge im Innenbereich
von Gebäuden erstellbar sind. Die Brandschutzverglasung 1 ist aus drei nebeneinander
in gleicher Ebene angeordneten Brandschutzscheiben 2 aufgebaut, die jeweils aus zwei
mittels eines Randverbunds parallel voneinander beabstandeten Glasscheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas
bestehen, bei denen der vom Randverbund eingeschlossene Raum zwischen den Glasscheiben
mit einem Brandschutzgel gefüllt ist. Die Brandschutzscheiben 2 sind an ihren senkrecht
verlaufenden Stoßfugen mit Silikon profilfrei miteinander verbunden. Zur raumbegrenzenden
Struktur hin, das heißt mit dem Boden 3 und der Decke 4 des Raumes sind die Brandschutzscheiben
2 jeweils über eine erfindungsgemäße Halterung verankert, die im Detail in den Figuren
2 und 3 dargestellt ist. Auch der seitliche vertikale Wandanschluss kann erforderlichenfalls
mittels einer erfindungsgemäßen Halterung vorgenommen werden.
[0010] Fig. 2 der Zeichnung zeigt die erfindungsgemäße Halterung für eine Brandschutzscheibe
2 in drei Darstellungen, die sowohl den prinzipiellen Aufbau der Halterung konstruktiv
verdeutlichen als auch die Verankerung im Boden 3 und der Decke 4 der raumbegrenzenden
Struktur. Die beiden Halterungen sind identisch aufgebaut, so dass nachfolgend aus
Gründen der Vereinfachung nur die Halterung an der Decke 4 als Beispiel beschrieben
wird, die aber identisch auf die Halterung am Boden übertragbar ist.
[0011] Die dargestellte Halterung für eine Brandschutzscheibe 2 weist zwei parallel zueinander
beabstandete Halteprofile 5, 6 in Form von Stahlhohlprofilen rechteckigen Querschnitts
auf. Zwischen den Halteprofilen 5 und 6 ist die Brandschutzscheibe 2 im Klemmsitz
gehalten. Zur Verankerung an der Decke 4 sind über die Länge der Halterung verteilt
mindestens zwei Verankerungslaschen 7 in ausreichendem Abstand zueinander vorgesehen,
die mit Hilfe von Befestigungsschrauben 8 und Rahmendübeln 9 in der Decke 4 verankert
sind. Wie insbesondere dem Schnitt C-C der Fig. 2 entnehmbar ist, trägt jede Verankerungslasche
7 eine Befestigungsschraube 8 und ist jede Verankerungslasche 7 mit der in der Zeichnung
oberen Schmalseite des Halteprofils 6 mittels einer Einnietmutter 10 und einer Senkschraube
11 befestigt. Die Verankerungslaschen 7 verlaufen quer zur Erstreckungsrichtung der
Halteprofile 5 und 6, übergreifen die Brandschutzscheibe 2 und bilden oberhalb des
Halteprofils 5 eine Positionierfläche für die Montage des Halteprofils 5, wie weiter
unten beschrieben wird. Die Stärke der Verankerungslasche 7 ist im beschriebenen Ausführungsbeispiel
mit 5 mm vorgesehen.
[0012] Um die beiden Halteprofile 5 und 6 miteinander sicher zu verbinden, sind mindestens
zwei weitere Laschen an einem der beiden Halteprofile 5 bzw. 6 angeordnet, die als
Verriegelungslaschen 12 ausgebildet und vorgesehen sind. Die Verriegelungslaschen
12 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel wie die Verankerungslaschen 7 am Halteprofil
6 an dessen oberer Schmalseite über Einnietmuttern 10 und Senkschrauben 11 verschwenkbar
befestigt. Die mittlere Zeichnung der Fig. 2 zeigt eine Verriegelungslasche 12 in
Verriegelungsstellung. Sie ist verschwenkbar befestigt, erstreckt sich in der Verriegelungsstellung
quer zum Verlauf der Halteprofile 5 und 6 und erfasst ein an dem Halteprofil 5 ausgebildetes
Verriegelungsgegenstück 13, mit dem die Verriegelungslasche 12 zur Verriegelung eine
formschlüssige und wieder lösbare Verbindung eingeht. Die Verriegelungslaschen 12
sind im Ausführungsbeispiel in einer Stärke von 3 mm vorgesehen, um ihre Verschwenkbarkeit
im montierten Zustand an der raumbegrenzenden Struktur zu gewährleisten. Aus dem gleichen
Grund ist die Breite der Verriegelungslasche 12 auch größer als die der jeweils zugehörigen
Schmalseite des Hohlprofils 5, um das Ansetzen eines Werkzeugs beispielsweise auch
dann zu ermöglichen, wenn sich die Verriegelungslasche in Öffnungsstellung am Halteprofil
6 befindet.
[0013] Fig. 3 der Zeichnung zeigt in perspektivischer Darstellung die erfindungsgemäße Halterung
in der linken Figur in Verriegelungsstellung und in der rechten Figur in der Öffnungsposition.
Insbesondere ist daraus erkennbar, dass die Verriegelungslasche 12 mit einer in Schließrichtung
offenen Ausnehmung 14 versehen ist, die mit einem am Halteprofil 5 vorgesehenen Vorsprung
15 als Verriegelungsgegenstück zur formschlüssigen, selbsthemmenden, aber wieder lösbaren
Verbindung der beiden Halteprofile 5 und 6 der Halterung miteinander zusammenwirkt.
Die Ausnehmung 14 weist zur Erleichterung des Betätigungsvorgangs eine Einlaufschräge
16 auf, die insbesondere Fig. 4 der Zeichnung entnehmbar ist. Fig. 4 der Zeichnung
zeigt einen Längsschnitt durch den Bereich des Halteprofils 5, der mit dem Vorsprung
15 des Verriegelungsgegenstücks versehen ist. In die obere Schmalseite des Halteprofils
5 ist gegenüberliegend zur Schraubverbindung jeder Verriegelungslasche 12 am Halteprofil
6 eine Einnietmutter 17 angebracht, in welche eine Stufenschraube 18 eingeschraubt
ist. Die Stufenschraube 18 weist unter ihrem Schraubenkopf einen Klemmschaft 19 auf,
der über eine Abstufung in einen Gewindeansatz 20 geringeren Durchmessers übergeht,
sodass nach der Verschraubung der Stufenschraube 18 in der Einnietmutter 17 der Klemmschaft
19 als Verriegelungsgegenstück hochsteht und zur Verriegelung von der Ausnehmung 14
der Verriegelungslasche 12 erfasst wird.
[0014] Bei der Erstellung der erfindungsgemäßen Brandschutzverglasung wird so vorgegangen,
dass zunächst unten und oben mit Verankerungslaschen 7 fest verschraubte Halteprofile
6 in der gewünschten Position an der raumbegrenzenden Struktur am Boden 3 und an der
Decke 4 mit Dübeln 9 und Befestigungsschrauben 8 verankert werden. Die Verankerungslaschen
7 in rechtwinkliger Anordnung zum Hohlprofil bilden die untere Auflagefläche und obere
Begrenzungsfläche für die einzusetzende Brandschutzscheibe.
[0015] Im nächsten Montageschritt wird die Brandschutzscheibe 2 auf die unteren Verankerungslaschen
7 aufgesetzt und sodann oben und unten durch vorgesetzte Halteprofile 5 in ihrer Position
gehalten. Hierzu werden die Verriegelungslaschen 12 mittels eines einfachen Werkzeugs
in die Verriegelungsposition verschwenkt und werden die Ausnehmungen 14 der Verriegelungslaschen
12 in Eingriff mit den Klemmschäften 19 der korrespondierenden Stufenschrauben 18
gebracht, um die gewünschte formschlüssige Verbindung zwischen den Halteprofilen 6
und 5 herzustellen. Wird ein Ersatz der Brandschutzscheibe notwendig, kann die Verbindung
wieder gelöst werden, so dass die Halteprofile 5 entfernt werden können und die Brandschutzscheibe
ausgewechselt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0016]
- 1
- Brandschutzverglasung
- 2
- Brandschutzscheiben
- 3
- Boden
- 4
- Decke
- 5
- Halteprofil
- 6
- Halteprofil
- 7
- Verankerungslasche
- 8
- Befestigungsschraube
- 9
- Dübel
- 10
- Einnietmutter
- 11
- Senkschraube
- 12
- Verriegelungslasche
- 13
- Verriegelungsgegenstück
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Vorsprung
- 16
- Einlaufschräge
- 17
- Einnietmutter
- 18
- Stufenschraube
- 19
- Klemmschaft
- 20
- Gewindeansatz
1. Halterung mit zwei parallel zueinander beabstandeten, mittels mindestens zwei Verankerungslaschen
(7) an einer raumbegrenzenden Struktur (3, 4) anbringbaren Halteprofilen (5, 6) für
eine Brandschutzscheibe (2), wobei die Verankerungslaschen (7) mit dem einen Halteprofil
(6) verschraubt oder verschweißt sind und als Positioniermittel für das zweite Halteprofil
(5) dienen, gekennzeichnet durch mindestens zwei weitere als Verriegelungslaschen (12) ausgebildete, verschwenkbar
an einem der beiden Halteprofile (5, 6) angeordnete Laschen, die mit dem anderen Halteprofil
verriegel- und entriegelbar sind.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass über die Länge der Halterung in abwechselnder Anordnung verteilt mehrere Verankerungslaschen
(7) und mehrere Verriegelungslaschen (12) vorgesehen sind.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslaschen (12) und die Verankerungslaschen (7) an dem gleichen Halteprofil
(6) befestigt sind und dass sich die Verriegelungslaschen (12) in einem Abstand zu
den Verankerungslaschen (7) befinden, der größer ist als der äußere Abstand zwischen
den Halteprofilen (5, 6).
4. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteprofile (5, 6) als schmale Metallhohlprofile rechteckigen Querschnitts,
insbesondere aus Stahl, ausgestaltet sind, und dass die Laschen (7, 12) breiter als
die jeweils zugehörigen Schmalseiten der Halteprofile (5, 6) sind.
5. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (7, 12) durch in der Verriegelungsstellung im Wesentlichen rechtwinklig
an den Halteprofilen (5, 6) angeordnete Metallbleche gebildet sind, wobei die Stärke
der Verriegelungslaschen (12) geringer als die der Verankerungslaschen (7) ist.
6. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung zwischen jeder Verriegelungslasche (12) und dem anderen Halteprofil
(5) selbsthemmend formschlüssig vorgenommen ist.
7. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungslasche (12) mit einer in Schließrichtung offenen Ausnehmung (14)
versehen ist, die mit einem am anderen Halteprofil (5) angeordneten Vorsprung (15)
durch Haftreibung zur Verriegelung zusammenwirkt.
8. Halterung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) eine Einlaufschräge (16) aufweist.
9. Halterung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung am anderen Halteprofil (5) in Form einer Stufenschraube (18) ausgebildet
ist, die unter dem Schraubenkopf einen Klemmschaft (19) aufweist, der über eine Abstufung
in einen Gewindeansatz (20) geringeren Durchmessers übergeht, welcher mit dem Halteprofil
(5) verschraubt ist.
10. Brandschutzverglasung (1) zur Vermeidung des Durchtritts von Feuer und Rauch im Brandfall
von einem Raum in einen anderen mit zumindest einer Brandschutzscheibe (2) und mit
einer Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Brandschutzscheibe (2)
in der Halterung fixiert ist.
11. Brandschutzverglasung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandschutzscheibe (2) eine intumeszierende Brandschutzscheibe ist.
12. Brandschutzverglasung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandschutzscheibe (2) zwei mittels eines Randverbunds parallel voneinander beabstandete
Scheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas aufweist und der vom Randverbund eingeschlossene
Raum zwischen den Scheiben mit einem Brandschutzgel gefüllt ist.
1. A holder comprising two parallel holding profiles (5, 6) spaced from each other which
can be mounted on a space limiting structure (3, 4) by means of at least two anchoring
brackets (7) and which serve for holding a fire protection pane (2), wherein the anchoring
brackets (7) are screwed or welded to the one holding profile (6) and serve as positioning
means for the second holding profile (5), characterized by at least two other brackets designed as locking brackets (12) and arranged on one
of the two holding profiles (5, 6) in a pivoting manner, which brackets can be locked
with and unlocked from the other holding profile.
2. A holder according to claim 1, characterized in that several anchoring brackets (7) and several locking brackets (12) are provided over
the length of the holder and distributed in an alternate arrangement.
3. A holder according to claim 1 or 2, characterized in that the locking brackets (12) and the anchoring brackets (7) are fastened to the same
holding profile (6) and that the locking brackets (12) are arranged at a distance
from the anchoring brackets (7), which distance is greater than the outer distance
between the holding profiles (5, 6).
4. A holder according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the holding profiles (5, 6) are designed as small metal hollow profiles having a
rectangular cross section and are in particular made of steel, and that the brackets
(7, 12) are larger than the respectively associated narrow sides of the holding profiles
(5, 6).
5. A holder according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the brackets (7, 12) are formed by metal sheets which are arranged essentially at
right angles on the holding profiles (5, 6) in the locking position, wherein the thickness
of the locking brackets (12) is less than the one of the anchoring brackets (7).
6. A holder according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the locking between each locking bracket (12) and the other holding profile (5) is
realized in a positive self-locking manner.
7. A holder according to one of the claims 1 to 6, characterized in that the locking bracket (12) is provided with a recess (14) which is open in the closing
direction and which cooperates with a projection (15) arranged on the other holding
profile (5) by static friction for the locking operation.
8. A holder according to claim 7, characterized in that the recess (14) comprises a slanted entry (16).
9. A holder according to claim 7 or 8, characterized in that the projection on the other holding profile (5) is designed in form of a stepped
screw (18) which comprises a clamping shank (19) under the screw head, which clamping
shank which merges over a gradation into a threaded extension (20) having a smaller
diameter, which extension is screwed with the holding profile (5).
10. A fire-resistant glazing (1) for preventing fire and smoke from passing from one room
into another in case of fire, comprising at least one fire protection pane (2) and
a holder according to one of the claims 1 to 9, wherein the fire protection pane (2)
is fixed in the holder.
11. A fire-resistant glazing (1) according to claim 10, characterized in that the fire protection pane (2) is an intumescent fire protection pane.
12. A fire-resistant glazing (1) according to claim 10, characterized in that the fire protection pane (2) comprises two panes made of single-pane safety glass
and spaced in parallel from each other by means of an edge seal and the space between
the panes which is enclosed by the edge seal is filled with a fire protection gel.
1. Support comprenant deux profilés de support parallèlement espacés l'un de l'autre,
qui sont susceptibles d'être montés sur une structure limitant de l'espace (3, 4)
par moyen d'au moins deux pattes d'ancrage (7) et qui sont destinés à retenir une
vitre pare-feu (2), les pattes d'ancrage (7) étant vissées ou soudées avec l'un des
profilés de support (6) et servant de moyens de positionnement du deuxième profilé
de support (5), caractérisé par au moins deux autres pattes configurées comme des pattes de verrouillage (12) et
disposées de manière pivotante sur l'un des deux profilés de support (5, 6), lesquelles
pattes peuvent être verrouillées et déverrouillées par rapport à l'autre profilé de
support.
2. Support selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs pattes d'ancrage (7) et plusieurs pattes de verrouillage (12) sont prévues
sur la longueur du support et distribuées de façon alternante.
3. Support selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que les pattes de verrouillage (12) et les pattes d'ancrage (7) sont fixées sur le même
profilé de support (6) et que les pattes de verrouillage (12) sont disposées à une
distance des pattes d'ancrage (7), laquelle distance est plus grande que la distance
extérieure entre les profilés de support (5, 6).
4. Support selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les profilés de support (5, 6) sont configurés comme des profilés creux et minces
en métal ayant une section transversale rectangulaire et étant notamment fabriqués
en acier, et que les pattes (7, 12) sont plus larges que les petits côtés respectivement
associés des profilés de support (5, 6).
5. Support selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les pattes (7, 12) sont formées par des feuilles métalliques qui sont disposées de
façon essentiellement perpendiculaire sur les profilés de support dans la position
de verrouillage, l'épaisseur des pattes de verrouillage (12) étant plus faible que
celle des pattes d'ancrage (7).7
6. Support selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le verrouillage entre chaque patte de verrouillage (12) et l'autre profilé de support
(5) est réalisé de manière autobloquante par engagement positif.
7. Support selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la patte de verrouillage (12) est munie d'un évidement (14) qui est ouvert dans la
direction de fermeture et qui coopère avec une saillie (15) disposée sur l'autre profilé
de support (5) par frottement par adhérence pour le verrouillage.
8. Support selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'évidement (14) comprend une pente d'introduction (16).
9. Support selon la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisé en ce que la saillie sur l'autre profilé de support (5) est configurée sous forme d'une vis
à gradins (18) qui comprend une tige de serrage (19) au-dessous de la tête de vis,
laquelle tige de serrage passe par une gradation dans un embout fileté (20) ayant
un diamètre plus faible, lequel embout fileté est vissé avec le profilé de support
(5).
10. Vitrage coupe-feu (1) pour éviter la pénétration du feu et de la fumée d'une pièce
dans une autre en cas d'incendie, comprenant au moins une vitre pare-feu (2) et un
support selon l'une des revendications 1 à 9, la vitre pare-feu (2) étant fixée dans
le support.
11. Vitrage coupe-feu (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la vitre pare-feu (2) est une vitre pare-feu intumescente.
12. Vitrage coupe-feu (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la vitre pare-feu (2) comprend deux vitres en verre de sécurité en feuille simple
qui sont espacées parallèlement l'une de l'autre par moyen d'un joint périphérique
et l'espace enfermé entre les vitres par le joint périphérique est rempli par un gel
coupe-feu.
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