| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 884 091 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
11.01.2017 Patentblatt 2017/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.11.2014 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Brennstoffeinspritzventil
Fuel injector valve
Soupape d'injection de combustible
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.12.2013 DE 102013225840
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
17.06.2015 Patentblatt 2015/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Duru, Buenyamin
70839 Gerlingen (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 589 790 WO-A1-2008/148709 US-A1- 2002 179 747
|
WO-A1-2005/001279 DE-A1-102009 000 183 US-B1- 6 328 232
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der
DE 40 03 228 A1 ist ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, bei dem ein Brennstofffilter am zulaufseitigen
Ende des Brennstoffeinspritzventils in den Brennstoffeinlassstutzen eingepresst ist.
Dieser Brennstofffilter ist am Umfang beispielsweise mit einem Messingring versehen,
der mit der Wandung des Brennstoffeinlassstutzens die Paarung beim Einpressen des
Brennstofffilters bildet. Der Messingring umgibt einen ringförmigen Kunststoffmassivabschnitt
des Grundkörpers des Brennstofffilters, von dem aus z.B. drei Stege in Längsrichtung
bis zu einem gemeinsamen Bodenabschnitt verlaufen, von denen das eigentliche Siebgewebe
in diesen Teilbereichen umspritzt ist. Eine Einstellhülse stromabwärts des Brennstofffilters
dient zur Einstellung der Federvorspannung einer an der Einstellhülse anliegenden
Rückstellfeder.
[0003] Bekannt sind desweiteren bereits Brennstoffeinspritzventile, bei denen die Einstellhülse
und der Brennstofffilter als ein so genanntes Kombibauteil vorliegen, also die beiden
Funktionen der Einstellung der Federvorspannung einer an der Einstellhülse anliegenden
Rückstellfeder und die Filterung des einströmenden Brennstoffs in einem Bauteil integriert
sind (
US 5,335,863 A,
US 6,434,822 B1,
EP 1 296 057 B1,
EP 2 426 351 A1,
EP 1 377 747 A1). Alle bekannten Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass ein Pressbereich im Bereich
der Einstellhülse vorgesehen ist, der mit der Wandung des sie umgebenden Anschlussstutzens
eine Presspassung eingeht, die so eng gewählt ist, dass über die Lebensdauer des Brennstoffeinspritzventils
die Federspannung konstant gehalten bleibt, also ein Verrutschen der Einstellhülse
ausgeschlossen ist.
Vorteile der Erfindung
[0004] Aus der
WO 2008/148709 A1 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine,
bekannt. Das Brennstoffeinspritzventil weist einen Aktuator auf, durch dessen Erregung
eine Hubbewegung einer Ventilnadel erzielbar ist, wodurch eine Betätigung eines Ventilschließkörpers,
der zusammen mit einer Ventilsitzfläche einen Dichtsitz bildet, ermöglicht ist. Außerdem
umfasst das Einspritzventil eine zulaufseitige Brennstoffzufuhr, wobei in dem Brennstoffzulauf
ein Einstellelement zur Einstellung der Federkraft einer Rückstellfeder angeordnet
ist. Das Einstellelement umfasst dabei an seinem ablaufseitigen Ende einen Zapfen
auf, der ausschließlich als Führungselement für die Rückstellfeder fungiert. Die Durchmesser
des Zapfens und der Innendurchmesser der als Schraubenfeder ausgeführten Rückstellfeder
sind weitgehend gleich groß ausgelegt, so dass die Rückstellfeder gleitend auf dem
Zapfen positioniert und eine Radialbewegung der Rückstellfeder im Ventilinneren weitgehend
ausgeschlossen werden kann.
[0005] Aus der
EP 2 589 790 A1 ist ein Druckregelventil für eine Brennstoffverteilerleitung, insbesondere für ein
Common Rail einer Hochdruckeinspritzanlage für Dieselmotoren, bekannt. Dieses Druckregelventil
besitzt ebenfalls einen Elektromagneten als Aktuator, mit dem ein Anker zusammen mit
einer an ihm befestigten Nadel bei Erregung axial bewegt werden kann. Das Anziehen
des Ankers erfolgt gegen die Federkraft einer Rückstellfeder, die auf der Rückseite
des Ankers angeordnet ist und sich gegen eine Verschlusskappe abstützt. Die Verschlusskappe
ist dabei fest mit dem Gehäusekörper verbunden. Zum vereinfachten Handling bei der
Montage der Verschlusskappe am Gehäusekörper ist die Verschlusskappe derart an einem
stutzenartigen Basisabschnitt ausgeführt, dass die erste Windung der Rückstellfeder
festgehalten wird, da der Durchmesser des stutzenartigen Basisabschnitts geringfügig
größer gewählt ist als der Innendurchmesser der Rückstellfeder. Auf diese Weise kann
eine vormontierte Baugruppe aus Verschlusskappe und Rückstellfeder zur Montage am
Gehäusekörper bereitgestellt werden.
[0006] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den Merkmalen des Hauptanspruchs
hat den Vorteil, dass ein Einstellelement als Kombibauteil im Brennstoffzulauf eingesetzt
ist, dass eine hohe Funktionsintegration (Einstellung der Federkraft der Rückstellfeder,
Federführung und -zentrierung, Filterung des Brennstoffs, Dämpfung von Druckpulsationen)
in sich vereint, wobei das Einstellelement derart mit einem Sicherungsmittel für die
Rückstellfeder versehen ist, dass die Rückstellfeder an dem Einstellelement vor dessen
Montage im Brennstoffeinspritzventil verliersicher vormontierbar ist. In vorteilhafter
Weise kann so eine Baueinheit zur Montage im Brennstoffeinspritzventil vorgelegt werden,
bei der bereits die Rückstellfeder beinhaltet ist. Insofern kann der separate Montagevorgang
des Einbringens der Rückstellfeder hier entfallen, was die Fertigung des Brennstoffeinspritzventils
vereinfacht und kostengünstiger macht.
[0007] Das Sicherungsmittel am der Rückstellfeder zugewandten Ende des Einstellelements
kann dabei sehr vielfältig ausgestaltet sein, erfindungsgemäß ist das Sicherungsmittel
an einer dünnwandigen Hülse vorgesehen, die das Einstellelement nach außen hin begrenzt
und die im Bereich der Verrastung zudem noch für eine Führung und Zentrierung der
Rückstellfeder sorgt, da eine Verlängerung der Hülse in axialer Richtung eine gewisse
notwendige Führungslänge hat.
[0008] Die Federführung und -sicherung kann hier insofern besonders einfach und kostengünstig
bei der Herstellung der Hülse des Einstellelements direkt mit integriert werden, ohne
dass zusätzliche Bauteile erforderlich wären. Die Kosten der Herstellung des Einstellelements
können auf diese Weise niedrig gehalten werden. Die Innengeometrien des Innenpols
und der Anschlusshülse können vereinfacht gefertigt werden; die Toleranzanforderungen
können gesenkt werden. Die am Einstellelement erfindungsgemäß integrierte Federführung
hat zudem den Vorteil, dass in der Innenpolbohrung der Verschleiß gegenüber direkt
im Innenpol angeordneter Federführungen deutlich herabgesetzt ist.
[0009] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0010] Mit sehr geringen Zusatzkosten und zudem einfach herstellbar ist durch das Einbringen
einer Drosselbohrung in dem Einstellelement eine erhebliche Geräuschreduzierung gegenüber
Brennstoffeinspritzventilen ähnlicher Bauart und vergleichbarer konstruktiver Ausgestaltung
erzielbar.
[0011] In idealer Weise ist in dem Einstellelement zudem noch ein Filterelement angeordnet,
so dass die höchste denkbare Funktionsintegration an dem erfindungsgemäßen Einstellelement
vorgenommen ist.
Zeichnung
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 einen axialen
Schnitt durch ein Brennstoffeinspritzventil gemäß dem Stand der Technik, Figur 2 einen
vergrößerten Ausschnitt aus dem in Figur 1 dargestellten Brennstoffeinspritzventil
im Bereich II in Figur 1 mit einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Einstellelements,
Figur 3 das Einstellelement in einer Schnittdarstellung und Figur 4 ein Einstellelement
mit einer vormontierten Rückstellfeder in einer Schnittdarstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0013] Bevor anhand der Figuren 2 bis 4 Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
näher beschrieben werden, soll zum besseren Verständnis der Erfindung zunächst anhand
von Figur 1 ein bereits bekanntes Brennstoffeinspritzventil bezüglich seiner wesentlichen
Bauteile kurz erläutert werden.
[0014] Das in Figur 1 dargestellte Brennstoffeinspritzventil 1 ist in der Form eines Brennstoffeinspritzventils
1 für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen
ausgeführt. Das Brennstoffeinspritzventil 1 eignet sich insbesondere zum direkten
Einspritzen von Brennstoff in einen nicht dargestellten Brennraum einer Brennkraftmaschine.
[0015] Das Brennstoffeinspritzventil 1 besteht aus einem Düsenkörper 2, in welchem eine
Ventilnadel 3 angeordnet ist. Die Ventilnadel 3 steht mit einem Ventilschließkörper
4 in Wirkverbindung, der mit einer auf einem Ventilsitzkörper 5 angeordneten Ventilsitzfläche
6 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Bei dem Brennstoffeinspritzventil 1 handelt es
sich im Ausführungsbeispiel um ein nach innen öffnendes Brennstoffeinspritzventil
1, welches über wenigstens eine Abspritzöffnung 7 verfügt. Der Düsenkörper 2 ist durch
eine Dichtung 8 gegen einen Außenpol 9 einer Magnetspule 10 abgedichtet. Die Magnetspule
10 ist in einem Spulengehäuse 11 gekapselt und auf einen Spulenträger 12 gewickelt,
welcher an einem Innenpol 13 der Magnetspule 10 anliegt. Der Innenpol 13 und der Außenpol
9 sind durch eine Verengung 26 voneinander getrennt und miteinander durch ein nicht
ferromagnetisches Verbindungsbauteil 29 verbunden. Die Magnetspule 10 wird über eine
Leitung 19 von einem über einen elektrischen Steckkontakt 17 zuführbaren elektrischen
Strom erregt. Der Steckkontakt 17 ist von einer Kunststoffummantelung 18 umgeben,
die am Innenpol 13 angespritzt sein kann.
[0016] Die Ventilnadel 3 ist in einer Ventilnadelführung 14 geführt, welche scheibenförmig
ausgeführt ist. Zur Hubeinstellung dient eine zugepaarte Einstellscheibe 15. Stromaufwärts
der Einstellscheibe 15 befindet sich ein Anker 20. Dieser steht über einen ersten
Flansch 21 kraftschlüssig mit der Ventilnadel 3 in Verbindung, welche durch eine Schweißnaht
22 mit dem ersten Flansch 21 verbunden ist. Auf dem ersten Flansch 21 stützt sich
eine Rückstellfeder 23 ab, welche in der vorliegenden Bauform des Brennstoffeinspritzventils
1 durch eine Einstellhülse 24 auf Vorspannung gebracht wird.
[0017] In der oberen Ventilnadelführung 14, im Anker 20 und an einem unteren Führungselement
36 verlaufen Brennstoffkanäle 30, 31 und 32. Der Brennstoff wird über eine zentrale
Brennstoffzufuhr 16 zugeführt und durch ein Filterelement 25 gefiltert. Das Brennstoffeinspritzventil
1 ist durch eine Dichtung 28 gegen eine nicht weiter dargestellte Brennstoffverteilerleitung
und durch eine weitere Dichtung 37 gegen einen nicht weiter dargestellten Zylinderkopf
abgedichtet. Zwischen dem ersten Flansch 21 und dem Anker 20 ist eine Vorhubfeder
38 angeordnet, welche den Anker 20 im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1
in Anlage an dem zweiten Flansch 34 hält. Die Federkonstante der Vorhubfeder 38 ist
dabei wesentlich kleiner als die Federkonstante der Rückstellfeder 23.
[0018] Im Ruhezustand des Brennstoffeinspritzventils 1 wird der Anker 20 von der Rückstellfeder
23 und der Vorhubfeder 38 entgegen seiner Hubrichtung so beaufschlagt, dass der Ventilschließkörper
4 an der Ventilsitzfläche 6 in dichtender Anlage gehalten wird. Bei Erregung der Magnetspule
10 baut diese ein Magnetfeld auf, welches den Anker 20 zunächst entgegen der Federkraft
der Vorhubfeder 38 in Hubrichtung bewegt, wobei ein Ankerfreiweg durch den Abstand
zwischen dem ersten Flansch 21 und dem Anker 20 vorgegeben ist. Nach Durchlaufen des
Ankerfreiwegs nimmt der Anker 20 den ersten Flansch 21, welcher mit der Ventilnadel
3 verschweißt ist, entgegen der Federkraft der Rückstellfeder 23 ebenfalls in Hubrichtung
mit. Der Anker 20 durchläuft dabei einen Gesamthub, der der Höhe des Arbeitsspaltes
27 zwischen dem Anker 20 und dem Innenpol 13 entspricht. Der mit der Ventilnadel 3
in Verbindung stehende Ventilschließkörper 4 hebt von der Ventilsitzfläche 6 ab, und
der über die Brennstoffkanäle 30 bis 32 geführte Brennstoff wird durch die Abspritzöffnung
7 abgespritzt.
[0019] Wird der Spulenstrom abgeschaltet, fällt der Anker 20 nach genügendem Abbau des Magnetfeldes
durch den Druck der Rückstellfeder 23 vom Innenpol 13 ab, wodurch sich der mit der
Ventilnadel 3 in Verbindung stehende erste Flansch 21 entgegen der Hubrichtung bewegt.
Die Ventilnadel 3 wird dadurch in die gleiche Richtung bewegt, wodurch der Ventilschließkörper
4 auf der Ventilsitzfläche 6 aufsetzt und das Brennstoffeinspritzventil 1 geschlossen
wird. Die Vorhubfeder 38 beaufschlagt den Anker 20 dann wiederum so, dass dieser nicht
von dem zweiten Flansch 34 zurückprellt, sondern ohne Anschlagspreller in den Ruhezustand
zurückkehrt.
[0020] Der Innenpol 13 ist zum Zulaufende des Brennstoffeinspritzventils 1 hin hülsenförmig
ausgeführt und bildet insofern in diesem Bereich eine Anschlusshülse 40. Die Anschlusshülse
40 kann auch als separates Bauteil unabhängig vom Innenpol 13 ausgeformt sein, in
die dann z.B. der Innenpol 13 eingepasst ist. Im Bereich der Anschlusshülse 40 ist
das Filterelement 25 eingebracht, das der Herausfiltrierung solcher Partikel im Brennstoff
dient, die ansonsten zu Funktionsbeeinträchtigungen an den relevanten Ventilbauteilen
wie dem Dichtsitz führen könnten.
[0021] Der elektromagnetische Kreis kann z.B. auch durch einen Piezoaktor oder einen magnetostriktiven
Aktor als Aktuator ersetzt werden.
[0022] Figur 2 zeigt in einer auszugsweisen axialen Schnittdarstellung den in Figur 1 mit
II bezeichneten Ausschnitt als ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Einstellelements
50, das als Kombibauteil ausgeführt ist und zumindest die Funktionen der Einstellhülse
24 und des Filterelements 25 vereint. Das Einstellelement 50 besteht dabei nochmals
aus mehreren Einzelteilen. So bildet die äußere Ummantelung des Einstellelements 50
eine metallene Hülse 51, die z.B. mehrfach gestuft ausgeführt ist und mittels Tiefziehen
hergestellt ist. Die dünnwandige Hülse 51 weist dabei z.B. in einem zulaufseitigen
Abschnitt einen radial vergrößerten Bereich 61 auf, der den durchmessergrößten Bereich
des Einstellelements 50 darstellt. In axialer Richtung schließt sich daran ein durchmesserkleinerer
Bereich an, der als Pressbereich 55 dient. Der axial darauffolgende abströmseitige
Abschnitt ist der durchmesserkleinste Bereich 62 des Einstellelements 50, der aber
nur geringfügig kleiner im Außendurchmesser ist als der Pressbereich 55.
[0023] In der tiefgezogenen Hülse 51 befindet sich ein aus Kunststoff gespritzter Siebkorb
53, der den Grundkörper eines integrierten Filters bildet. Der Kunststoff des Siebkorbs
53 ist vorzugsweise ein organischer polymerer hochtemperaturfester Thermoplast, wie
z.B. Polyether Ether Ketone (PEEK) oder Polyphenylensulfid (PPS) oder Polyamide (PA)
bzw. Polyphtalamide (PPA). In idealer Weise wird der Siebkorb 53 mittels Kunststoffspritzgießen
hergestellt. Im Inneren des Kunststoff-Grundkörpers des Einstellelements 50 ist ein
Filtergewebe 52 als Filterelement eingebracht, das im Kunststoffspritzgussprozess
ebenfalls als Einlegeteil in das Werkzeug mit eingelegt werden kann. Dieses schlauchartige
Filtergewebe 52 kann aus PEEK bestehen oder bevorzugt aus einem metallischen Gewebewerkstoff,
was für eine zusätzliche Stützwirkung und eine erhöhte Robustheit des Siebkorbs 53
sorgt. Der Siebkorb 53 des Filters besitzt einen oberen durchmesservergrößerten Aufnahmebereich
58, der in geeigneter Weise formschlüssig in den radial vergrößerten Bereich 61 der
Hülse 51 eingesetzt werden kann, so dass ein Verrutschen des Siebkorbs 53 innerhalb
der Hülse 51 ausgeschlossen ist. Auch über die anderen Bereiche 55, 62 füllt der Siebkorb
53 das Innere der Hülse 51 weitgehend aus, wobei sich der Siebkorb 53 an seinem abströmseitigen
Ende an einem Bodenbereich 59 der Hülse 51 abstützen, jedoch auch, wie in Figur 2
gezeigt, frei hängen kann. Der Siebkorb 53 wird von mehreren, wenigstens zwei stegartigen
Stützteilen des Filter-Grundkörpers gebildet.
[0024] Insbesondere bei Hochdruckeinspritzventilen, die z.B. mit einem Brennstoffdruck von
> 100 bar versorgt werden, hat sich gezeigt, dass es im Betrieb zu einer erheblichen
Geräuschentwicklung kommt, die als z.T. störend empfunden werden kann. Eine wirksame
Geräuschreduzierung erfolgt dadurch, dass im Zulaufbereich des Einstellelements 50
eine Drosselbohrung 54 vorgesehen ist, die einen Öffnungsquerschnitt besitzt, der
um ein Vielfaches kleiner ist als der Öffnungsquerschnitt der Anschlusshülse 40 bzw.
des Innenpols 13. Die Drosselbohrung 54 besitzt dabei z.B. einen Durchmesser von 0,4
mm bis 1,5 mm je nach Öffnungsweite der Anschlusshülse 40. Mit Hilfe der Drosselbohrung
54 kann eine gezielte Dämpfung von Druckpulsationen im Inneren des Brennstoffeinspritzventils
erfolgen. Die Drosselbohrung 54 ist beispielsweise in einem eigenständigen Einlegeteil
eingebracht, das als scheibenförmiges Drosselelement 56 ausgeführt ist und auf den
Siebkorb 53 an dessen zulaufseitiger Stirnseite aufgelegt ist. Zur sicheren Aufnahme
des Drosselelements 56 ist die Hülse 51 oberhalb des Drosselelements 56 umgebördelt.
Das Drosselelement 56 wird so straff sitzend in die Hülse 51 eingebracht, dass der
Randbereich so weit abgedichtet ist, dass ein Bypass zu der Drosselbohrung 54 verhindert
ist.
[0025] Erfindungsgemäß ist das Einstellelement 50 an seinem abströmseitigen Ende derart
mit einem Sicherungsmittel 65 für die Rückstellfeder 23 versehen, dass die Rückstellfeder
23 an dem Einstellelement 50 vor dessen Montage im Brennstoffeinspritzventil 1 verliersicher
vormontierbar ist. Der Bereich rund um das Sicherungsmittel 65 dient zudem auch als
Federführungsabschnitt für die Rückstellfeder 23.
[0026] Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Einstellelement 50, bei dem am abströmseitigen
Ende ein Sicherungsmittel 65 für die Rückstellfeder 23 angeformt ist. Das untere,
abströmseitige Ende des Einstellelements 50 wird von dem Bodenbereich 59 der tiefgezogenen
Hülse 51 gebildet. Der Bodenbereich 59 verläuft weitgehend im rechten Winkel zur Längserstreckung
des Einstellelements 50. Allerdings ist die Hülse 51 im radial inneren Abschnitt des
Bodenbereichs 59 mit einer zapfenartigen Verlängerung 60 in Richtung zur Rückstellfeder
23 hin versehen, die also axial über den ansonsten ebenen Bodenbereich 59 übersteht
und einen Federführungsabschnitt bildet. Die Verlängerung 60 verläuft dabei jedoch
nicht als zylindrische Hülse mit konstantem Durchmesser, sondern besitzt eine mittlere
Aufbauchung 66, über die wenigstens die obere Windung der Rückstellfeder 23 hinweg
zur Verrastung geschoben wird.
[0027] Figur 4 zeigt ein Einstellelement 50 mit einer vormontierten Rückstellfeder 23 in
einer Schnittdarstellung. Die Rückstellfeder 23 liegt dabei mit ihrem oberen Ende
an dem ebenen Bodenbereich 59 an und übergreift mit wenigstens ihrer oberen Windung
die Aufbauchung 66, wodurch eine Federführung bzw. Federzentrierung von innen und
eine verliersichere Anbringung der Rückstellfeder 23 am Einstellelement 50 zur Bereitstellung
einer vormontierten Baueinheit garantiert sind. Die Verlängerung 60 ist in axialer
Richtung so lang ausgeführt, dass die Rückstellfeder 23 radial innen über eine gewisse
Führungslänge durchgriffen ist.
[0028] In der Montage des Brennstoffeinspritzventils 1 wird das Einstellelement 50 als letztes
Bauteil in die zuströmseitige Baugruppe eingebaut. In vorteilhafter Weise wird dabei
die Rückstellfeder 23 aufgrund ihrer Fixiertheit unmittelbar zusammen mit dem Einstellelement
50 eingeschoben. Während des Montageprozesses wird das Einstellelement 50 in den Innenpol
13 geführt, wobei dann letztlich über den Pressbereich 55 die Rückstellfeder 23 auf
ein gewünschtes Voreinpressmaß eingestellt wird. Bei der Montage der Anschlusshülse
40 wird die Anschlusshülse 40 über das hinausstehende obere Ende des Einstellelements
50 gesteckt. Nach dieser Montage und der Verschweißung der Anschlusshülse 40 am Innenpol
13 können schlussendlich durch Verschieben des Einstellelements 50 die dynamische
Abspritzmenge und die Federkraft der Rückstellfeder 23 endgültig fest eingestellt
werden.
[0029] Die verliersichere Verrastung der Rückstellfeder 23 am Einstellelement 50 zur Vormontage
kann anstelle der Aufbauchung 66 auch mit anderen Sicherungsmitteln 65 am der
[0030] Rückstellfeder 23 zugewandten Ende des Einstellelements 50 realisiert werden. So
sind wulstartige Verdickungen, Rasthaken, Rastnasen oder widerhakenähnliche Geometrien
als Sicherungsmittel 65 ebenso am unteren Ende des Einstellelements 50 anformbar.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und
auch bei einer Vielzahl anderer Bauweisen von Brennstoffeinspritzventilen gemäß den
Ansprüchen im Vergleich zu der in Figur 1 gezeigten Bauform des Brennstoffeinspritzventils
realisierbar.
1. Brennstoffeinspritzventil (1) für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine,
mit einem Aktuator (9, 10, 13, 20), durch dessen Erregung eine Hubbewegung einer Ventilnadel
(3) erzielbar ist, wodurch eine Betätigung eines Ventilschließkörpers (4), der zusammen
mit einer Ventilsitzfläche (6) einen Dichtsitz bildet, ermöglicht ist, und mit einer
zulaufseitigen Brennstoffzufuhr (16), wobei in dem Brennstoffzulauf ein Einstellelement
(50) zur Einstellung der Federkraft einer Rückstellfeder (23) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einstellelement (50) derart mit einem Sicherungsmittel (65) für die Rückstellfeder
(23) versehen ist, dass die Rückstellfeder (23) an dem Einstellelement (50) vor dessen
Montage im Brennstoffeinspritzventil (1) verliersicher vormontierbar ist, wobei das
Sicherungsmittel (65) an einer das Einstellelement (50) nach außen abschließenden
Hülse (51) angeformt ist und die Hülse (51) ein dünnwandiges tiefgezogenes Bauteil
darstellt.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass von einem abströmseitigen Bodenbereich (59) der Hülse (51) ausgehend eine Verlängerung
(60) vorgesehen ist, über die die Rückstellfeder (23) aufschiebbar ist.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Verlängerung (60) der Hülse (51) das Sicherungsmittel (65) ausgeformt ist.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verlängerung (60) der Hülse (51) eine Aufbauchung (66) aufweist, die von der
Rückstellfeder (23) mit wenigstens ihrer oberen Windung übergriffen wird.
5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass wulstartige Verdickungen, Rasthaken, Rastnasen oder widerhakenähnliche Geometrien
als Sicherungsmittel (65) am der Rückstellfeder (23) zugewandten Ende des Einstellelements
(50) angeformt sind.
6. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülse (51) über ihre axiale Länge gesehen mehrere Bereiche (55, 61, 62) aufweist,
die einen unterschiedlichen Außendurchmesser haben.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Einstellelement (50) eine Strömungsdrossel in Form einer Drosselbohrung (54)
vorgesehen ist, die einen Öffnungsquerschnitt besitzt, der um ein Vielfaches kleiner
ist als der Öffnungsquerschnitt der Brennstoffzufuhr (16).
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Einstellelement (50) ein Filterelement (52, 53) vorgesehen ist.
1. Fuel injection valve (1) for fuel injection systems of internal combustion engines,
in particular for the direct injection of fuel into the combustion chamber of an internal
combustion engine, having an actuator (9, 10, 13, 20), by way of the excitation of
which a stroke movement of a valve needle (3) can be realized, thus permitting an
actuation of a valve closing body (4) which, together with a valve seat surface (6),
forms a sealing seat, and having an inflow-side fuel feed (16), wherein, in the fuel
inflow, there is arranged a setting element (50) for setting the spring force of a
restoring spring (23), characterized
in that the setting element (50) is equipped with a securing means (65) for the restoring
spring (23), such that the restoring spring (23) can be captively premounted on the
setting element (50) before the installation of said setting element in the fuel injection
valve (1), wherein the securing means (65) is integrally formed on a sleeve (51) which
closes off the setting element (50) to the outside, and the sleeve (51) is a thin-walled,
deep-drawn component.
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized
in that, proceeding from an outflow-side base region (59) of the sleeve (51), there is provided
an elongation (60) over which the restoring spring (23) can be pushed on.
3. Fuel injection valve according to Claim 2,
characterized
in that the securing means (65) is formed on the elongation (60) of the sleeve (51).
4. Fuel injection valve according to Claim 3,
characterized
in that the elongation (60) of the sleeve (51) has a bulge (66) which the restoring spring
(23) engages over by way of at least the upper winding thereof.
5. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 3,
characterized
in that bead-like thickened portions, detent hooks, detent lugs or barb-like geometries are
integrally formed, as securing means (65), on that end of the setting element (50)
which faces toward the restoring spring (23).
6. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the sleeve (51) has, as viewed over its axial length, multiple regions (55, 61, 62)
which have a different outer diameter.
7. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized
in that, in the setting element (50), there is provided a flow throttle in the form of a
throttle bore (54) which has an opening cross section which is several times smaller
than the opening cross section of the fuel feed (16).
8. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that a filter element (52, 53) is provided in the setting element (50).
1. Soupape d'injection de carburant (1) pour des installations d'injection de carburant
de moteurs à combustion interne, en particulier pour l'injection directe de carburant
dans la chambre de combustion d'un moteur à combustion interne, comprenant un actionneur
(9, 10, 13, 20), dont l'excitation permet d'obtenir un mouvement de levée d'un pointeau
de soupape (3), de sorte qu'un actionnement d'un corps de fermeture de soupape (4),
qui forme un siège d'étanchéité conjointement avec une surface de siège de soupape
(6), soit possible, et comprenant une alimentation en carburant du côté de l'entrée
(16), un élément d'ajustement (50) étant disposé dans l'entrée de carburant pour ajuster
la force de ressort d'un ressort de rappel (23),
caractérisée en ce que
l'élément d'ajustement (50) est muni d'un moyen de fixation (65) pour le ressort de
rappel (23) de telle sorte que le ressort de rappel (23) puisse être prémonté de manière
imperdable sur l'élément d'ajustement (50) avant son montage dans la soupape d'injection
de carburant (1), le moyen de fixation (65) étant façonné au niveau d'une douille
(51) terminant vers l'extérieur l'élément d'ajustement (50), et la douille (51) constituant
un composant embouti profond à paroi mince.
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisée en ce
qu'il est prévu un prolongement (60) partant d'une région de fond (59) du côté de la
sortie de la douille (51), par-dessus lequel le ressort de rappel (23) peut être poussé.
3. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le moyen de fixation (65) est formé au niveau du prolongement (60) de la douille (51).
4. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
le prolongement (60) de la douille (51) présente un bombement (66) qui est saisi par
le dessus par le ressort de rappel (23) avec au moins son enroulement supérieur.
5. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
des épaississements de type bourrelet, des crochets d'encliquetage, des ergots d'encliquetage
ou des géométries similaires à des barbes sont façonnés en tant que moyen de fixation
(65) au niveau de l'extrémité de l'élément d'ajustement (50) tournée vers le ressort
de rappel (23).
6. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la douille (51) présente, vu sur sa longueur axiale, plusieurs régions (55, 61, 62)
qui présentent un diamètre extérieur différent.
7. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'un étranglement d'écoulement sous la forme d'un alésage d'étranglement (54) est prévu
dans l'élément d'ajustement (50), lequel possède une section transversale d'ouverture
qui est inférieure d'un multiple à la section transversale d'ouverture de l'alimentation
en carburant (16).
8. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'un élément de filtre (52, 53) est prévu dans l'élément d'ajustement (50).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente