[0001] Die Erfindung betrifft einen Stecker für ein Datenkabel mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruches 1 und ein Verfahren zu dessen Herstellung mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruches 15.
[0002] Stecker, mit und ohne Schutzeinheit, werden beispielsweise in Datenschränken von
Telekommunikationsanlagen verwendet, in denen zahlreiche Datenkabel in Steckleisten
gesteckt werden müssen für eine dauerhafte, aber lösbare Steckverbindung. Solche Stecker
sind beispielsweise in der US-amerikanischen Telekommunikationsnorm FCC 68.500 beschrieben.
[0003] In der
DE 20 2004 019 870 U1 ist ein Stecker mit Schutzeinheit beschrieben, welcher als Schutzeinheit eine Umspritzung
aufweist, die den Grundkörper übergreift, das freie Ende der Rastzunge schützt und
einen Knickschutz am Übergang zum Kabelstrang aufweist. Die Umspritzung wird hergestellt,
nachdem der Stecker angebracht ist.
[0004] Es sind auch verschiedenen Stecker mit einem Schirmblech bekannt, welches zwischen
dem Kabelschirm des Kabelstrangs und der Steckleiste eine elektrisch leitende Verbindung
schafft. In der
DE 10 2004 046 259 B3 ist ein Stecker der eingangs genannten Art offenbart, dessen Schirmblech am hinteren
offenen Ende durch einen Riegel übergriffen wird. Am hinteren Ende des Riegels (und
des Schirmblechs) ist eine rechteckförmige Haltelasche herausgebogen, an welcher ein
Ring eingehängt ist, der wiederum den Kabelschirm kontaktiert.
[0005] Aus der
US 6,699,075 B1 ist ein weiterer Stecker mit Schirmblech bekannt, welches seitlich offen ist und
durch einen eingeführten Riegel geschlossen wird. Am Schirmblech ist an einer Verlängerung
ein Ring ausgebildet, welcher den Kabelschirm kontaktiert. Der Riegel weist eine halbrunde
Öffnung zum Durchstecken des Rings auf, wobei aus der halbrunden Öffnung zwei rechteckförmige
Laschen gebogen sind, die ebenfalls den Kabelschirm kontaktieren und den Kabelstrang
seitlich stützen.
[0006] Die
US 2005/0054230 A1 zeigt einen Stecker mit einem schwenkbaren Rastzungenschutz, der an einem Schutzkörper
der Schutzeinheit angelenkt ist.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Stecker der eingangs genannten
Art zu verbessern und ein Verfahren zu dessen Herstellung zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Stecker mit den Merkmalen des
Anspruches 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 15. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Für bestimmte Anwendungen des Steckers, insbesondere im höheren Frequenzbereich,
wird eine solche Schirmung gegen elektromagnetische Felder notwendig, welche mit dem
Kabelschirm des Datenkabels verbunden ist. Das hierfür vorgesehen Schirmblech wird
vom Riegel abgeschlossen. Der Riegel bildet mit dem Schirmblech eine gemeinsame Abschirmung
und/oder dichtet das Schirmblech wenigstens weitgehend ab. Der Riegel bietet also
in elektrischer Hinsicht und/oder in mechanischer Hinsicht Vorteile.
[0009] In elektrischer Hinsicht verbessert der Riegel aus Metall (zusammen mit dem Schirmblech)
die Abschirmung des Grundkörpers und der darin endenden Adern des Datenkabels gegen
elektromagnetische Felder. Im Idealfall wird eine Vollschirmung erreicht, d.h. der
Stecker (genauer gesagt der außerhalb der Steckleiste angeordnete Teil des Steckers)
ist rundum abgeschirmt. Der durch Schirmblech und Riegel gebildete Vollschirm ist
an den Kabelschirm angeschlossen. Etwaige Spalte und Öffnungen zwischen Schirm, Riegel
und Kabelschirm sind geschlossen.
[0010] In mechanischer Hinsicht verbessert der Riegel, im Falle einer nachträglichen Herstellung
der Schutzeinheit als Umspritzung, den Schutz des Grundkörpers (genauer gesagt des
Inneren des Grundkörpers und insbesondere der dünnen Ummantelungen der freiliegenden
Adern) vor eindringendem Kunststoff. Mit der weitgehenden Abdichtung wird zumindest
die Menge und der Druck von etwa eindringendem Kunststoff erheblich reduziert. In
gleichem Maße reduzieren sich etwaige Beschädigungen, beispielsweise der dünnen Ummantelungen
der freiliegenden Adern im Inneren des Grundkörpers, aufgrund des Druckes und der
Temperatur des eindringenden Kunststoffes.
[0011] Zur mechanischen Verbindung des Riegels mit dem Schirmblech sind vorzugsweise Befestigungslaschen
am Schirmblech ausgebildet, welche vorzugsweise eine Rastverbindung mit dem Riegel
herstellen, beispielsweise mittels Rastnasen an den Befestigungslaschen und Rastöffnungen
am Riegel oder umgekehrt. Es sind aber auch andere mechanische Verbindungen möglich.
Mit der mechanischen Verbindung wird vorzugsweise zugleich die elektrisch leitende
Verbindung hergestellt. Je nach verwendetem Grundkörper sind verschiedenen Verbindungstechniken
zwischen dem Grundkörper und dem Schirmblech und zwischen dem Grundkörper und dem
Kabelstrang und seinen Adern möglich, was entsprechend eines oder mehrere Werkzeuge
notwendig macht. Auch für die Fertigstellung der Schutzeinheit können verschiedene
Techniken verwendet werden, was entsprechend die Anzahl der benötigten Werkzeuge bestimmt.
[0012] Der Riegel weist vorzugsweise, bis auf einen Übergangsbereich zum Schirmblech, eine
geringere Breite als das Schirmblech auf, d.h. auf den beiden gegenüberliegenden Seiten,
welche frei von Kontaktelementen für die Adern und Rastzungen sind. Der entstehende
Versatz bildet den Bauraum für die Schutzeinheit, genauer gesagt den kastenförmigen
Schutzkörper, welcher am Übergang zwischen dem vom Schirmblech ummantelten Grundkörper
und dem Knickschutz am Kabelstrang angeordnet ist. Dadurch kann die Breite der Schutzeinheit
so gewählt werden, dass sie höchstens so groß wie die Breite des Schirmblechs ist.
Für die seitlich nebeneinander angeordneten Stecker ergibt sich damit eine maximale
Packungsdichte.
[0013] Ein aufgeclipster Rastzungenschutz, welcher mittels des Clipabschnitts anzubringend
ist, wird als separates, insbesondere vorgefertigtes Bauteil hergestellt. Dadurch
vereinfacht sich die Herstellung der Spritzgussteile, da die Spritzkanäle keine riesigen
Querschnittsunterschiede mehr aufweisen. Die Anbringung des Rastzungenschutzes mittels
Clipsens reicht für die Erfüllung seiner Aufgabe auf. Das Material des Rastzungenschutzes,
insbesondere im Zungenabschnitt ist so weich, dass die Rastzungen gedrückt werden
kann, ohne dass sich der Clipabschnitt öffnet. Hierbei kann auch die seitliche Begrenzung
des Halses helfen, welcher vorzugsweise als Ringnut, Einschnürung oder sonstige Vertiefung
ausgebildet ist, so dass seine seitliche Begrenzung dem Öffnen des Clipabschnittes
entgegenwirkt.
[0014] Die Anbringung des Rastzungenschutzes erfolgt vorzugsweise mittels einer Drehung,
indem der Rastzungenschutz zunächst verdreht (vorzugsweise um 90°) am Hals angesetzt
wird und dann in seine Endposition gedreht wird. Der Rastzungenschutz ist ein austauschbares
Bauteil und kann nachträglich auf den Hals der Schutzeinrichtung des Steckers geclipst
werden. Insbesondere kann beim Verbauen der Datenkabel vor Ort der Rastzungenschutz
aus mehreren verschiedenfarbigen Ausführungen ausgewählt und dann am Stecker angebracht
werden.
[0015] Der Clipabschnitt weist vorzugsweise zwei Arme auf, welche beim Aufclipsen wegen
unterschiedlichem Querschnitt relativ zum Hals leicht aufgebogen werden, so dass dann
später ein Kraftschluss entsteht, vorzugsweise zusätzlich zu einem Formschluss.
[0016] Ein ovaler Querschnitt des Halses und eines daran angepassten Clipabschnitts erlauben
sowohl ein sanftes Aufbiegen des Clipabschnitts mittels der Drehung als auch eine
Grobpositierung. Vorzugsweise weisen der Hals und der Clipabschnitt Rastverbindungselemente
auf, welche in der Endposition des Rastzungenschutzes zusammenwirken. Damit wird die
Feinpositionierung des Rastzungenschutzes erreicht.
[0017] Im Folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
mit abgewandelten Ausführungen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht des Schirmblechs und des Riegels vor dem Verbinden,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Schirmblechs und des Riegels nach dem Verbinden,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf Schirmblech und damit verbundenem Riegel,
- Fig. 4
- eine hintere Stirnansicht von Fig. 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische, explosionsartige Ansicht von Bestandteilen des Steckers,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht von Bestandteilen des Steckers nach dem Verbinden des
Grundkörpers mit dem Kabelstrang und dem Schirmblech und vor der Herstellung des Schutzkörpers,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht des Steckers in der Ausführung mit angeformtem Rastzungenschutz,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht des Steckers in der Ausführung mit aufgeclipstem Rastzungenschutz,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht des Steckers von Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf den Stecker von Fig. 8,
- Fig. 11
- eine Fig. 8 entsprechende, perspektivische Ansicht des Steckers vor der Anbringung
des Rastzungenschutzes,
- Fig. 12
- eine Fig. 11 entsprechende Seitenansicht des Steckers,
- Fig. 13
- eine Fig. 8 und 11 entsprechende, perspektivische Ansicht des Steckers mit angesetztem
und noch ungedrehtem Rastzungenschutz,
- Fig. 14
- eine perspektivische Ansicht eines Steckers in der Ausführung mit einer einstückig
ausgebildeten Schutzeinheit.
[0018] Ein als Ganzes mit 1 bezeichneter Stecker ist am Ende eines konfektionierten Datenkabels
3 angebracht. Das konfektionierte Datenkabel 3 ("Patch Cord" oder kurz "Cord"), welches
vorzugsweise der Datenübertragung dient, weist außer zwei Steckern 1 einen Kabelstrang
3a auf, welcher zunächst unkonfektioniert ist und dann auf die gewünschte Länge abgelängt
wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist der Kabelstrang 3a acht Adern aus
Kupfer, welche paarweise verdrillt sind (Twisted-Pair), und wenigstens einen gemeinsamen
Kabelschirm 3b auf (CAT5 und höher). Das kabelseitige Ende des Steckers 1 ist im folgenden
mit "hinten" bezeichnet, das freie Ende mit "vorne", wodurch zugleich die Längsrichtung
des Datenkabels 3 und damit auch des Steckers 1 definiert ist.
[0019] Der Stecker 1 weist als Kern einen im wesentlichen quaderförmigen Grundkörper 5 aus
Kunststoff auf, welcher vorzugsweise in der Bauart RJ45 oder ähnlich hergestellt ist.
Wie in der
DE 20 2004 019 870 U1 beschrieben ist, deren Offenbarungsgehalt ausdrücklich einbezogen wird, ist jede
Ader des Kabelstrangs 3a durch den Grundkörper 5 bis zu dessen vorderen Ende hindurchgeführt
und dort auf der im folgenden mit "unten" bezeichneten Seite des Grundkörpers 5 an
Kontaktelementen elektrisch kontaktierbar. Entsprechend ist der Kabelschirm 3b elektrisch
leitend mit einem metallischen Schirmblech 6 verbunden, welches den Grundkörper 5
teilweise umschließt und in Richtung auf das vordere Ende des Steckers 1 wenigstens
teilweise freiliegt. Die mechanische Verbindung der Adern des Kabelstrangs 3a mit
dem Grundkörper 5 erfolgt beispielsweise mittels Crimpen, wofür eine Vertiefung auf
der Unterseite des Grundkörpers 5 vorgesehen sein kann.
[0020] Am vorderen Ende des Grundkörpers 5 mittig und mit diesem einstückig ausgebildet
ist das eine Ende einer länglichen Rastzunge 7 vorgesehen, die mit ihrem freien Ende
entlang des Steckers 1 nach hinten weist und von der im folgenden mit "oben" bezeichneten
Seite des Grundkörpers 5 schräg nach oben absteht. Die Längsrichtung des Steckers
1 und die abstehende Rastzunge 7 definieren eine Ebene, zu welcher der Stecker 1 (wenigstens
näherungsweise) symmetrisch ausgebildet ist. Der Grundkörper 5 mit Rastzunge 7 wird
vorzugsweise als Spritzgussteil hergestellt. Aufgrund eines Bereichs mit geringer
Materialstärke kann die Rastzunge 7 in Richtung auf die Oberseite des Grundkörpers
5 zu gebogen werden und in Anlage mit dieser gebracht werden. Ohne äußere Kräfte wird
die Rastzunge 7 aufgrund der Elastizität des Materials wieder so nach außen gebogen,
dass sie wieder vom Grundkörper 5 absteht. Der Grundkörper 5 und die Rastzunge 7 stellen
beim Zusammenstecken des Steckers 1 mit einer Steckleiste oder Steckbuchse die mechanische
Verbindung her. Vorzugsweise greift dabei die Rastzunge 7 teilweise in eine Nut der
Steckleiste ein, so dass nur ein zu ihrem freien Ende hin gelegener Abschnitt zum
Lösen der Steckverbindung zugänglich bleibt. Mit der mechanischen Verbindung wird
auch die elektrische Verbindung über die Kontaktelemente und die Kontaktfläche hergestellt.
[0021] Der Stecker 1 weist eine Schutzeinheit 11 auf, welche aus einem Schutzkörper 13,
einem die Oberseite des Schutzkörpers 13 teilweise überragenden Rastzungenschutz 15
und einem am hinteren Ende des Schutzkörpers 13 angeordneten Knickschutz 17 besteht.
Der Knickschutz 17 umschließt und bedeckt den Kabelstrang 3a, bevor der Kabelstrang
3a in der Grundkörper 5 hineingeführt ist. Dabei wirkt der Knickschutz 17 aufgrund
von in Umfangsrichtung verlaufenden Schlitzen nachgiebig auf seitliche Kräfte. Der
Rastzungenschutz 15 weist einen Zungenabschnitt 15a auf. Der Zungenabschnitt 15a steht
vom Schutzkörper 13 schräg nach oben ab und ist in Richtung auf die Rastzunge 7 zu
zungenförmig ausgebildet, um dessen freies Ende von oben her und von der Seite her
abzudecken und dadurch vor Beschädigungen zu schützen.
[0022] Die Schutzeinheit 11 ist vorzugsweise ein aus wenigstens zwei Teilen zusammengefügtes
Bauteils.Beispielsweise kann der Knickschutz 17 ein vorgefertigtes (insbesondere gespritztes)
Teil sein, während der Schutzkörper 13 (und optional ein angeformter Rastzungenschutz
15) eine (nachträgliche) Teilumspritzung sein kann. Ebenso kann beispielsweise der
Rastzungenschutz 15 ein vorgefertigtes (insbesondere gespritztes) Teil sein, das auf
den Schutzkörper 13 oder den Knickschutz 17 aufgeclipst wird. Schließlich kann die
Schutzeinheit 11 einstückig ausgebildet sein, nämlich als Ganzes eine nachträgliche
Umspritzung oder als Ganzes ein vorgefertigtes Bauteil sein, welches aufgeschoben
wird.
[0023] In der Ausführung mit dem aufgeclipsten Rastzungenschutz 15 weist dieser den Zungenabschnitt
15a und einen Clipabschnitt 15c auf, die einstückig miteinander ausgebildet sind.
Beim fertig hergestellten Stecker 1 sind der Zungenabschnitt 15a und der Clipabschnitt
15c auf der Oberseite der Schutzeinrichtung 1 miteinander verbunden, d.h. sie gehen
an dieser Verbindungsstelle ineinander über. Der Zungenabschnitt 15a steht von dieser
Verbindungsstelle schräg nach oben ab.
[0024] Der Clipabschnitt 15c besteht im wesentlichen aus zwei gekrümmten Armen, welche von
dieser Verbindungsstelle seitlich abstehen. Mittels der Arme ist der Clipabschnitt
15c auf einen Hals 11h der Schutzeinrichtung 11 geclipst. Der Hals 11h ist vorzugsweise
am vorderen Ende des Knickschutzes 17 oder alternativ am hinteren Ende des Schutzkörpers
13 ausgebildet. Der Hals 11h ist ein Abschnitt der Schutzeinrichtung 11 entlang der
Längsrichtung, welcher gegenüber den in Längsrichtung davor und dahinter liegenden
Abschnitten einen reduzierten Querschnitt aufweist. Dieser Querschnitt ist - abweichend
von einem Kreis - oval ausgebildet, vorliegend elliptisch. Der Clipabschnitt 15c umschließt
mit seinen Armen einen entsprechend ovalen Bereich. Vorzugsweise hat dieser Bereich
vor der Herstellung des Steckers 1 einen etwas kleineren Querschnitt als der Hals
11h, und das Material des Ratszungenschutzes 15 hat eine gewisse Elastizität, so dass
der Clipabschnitt 15c mit einer gewissen Vorspannung auf dem Hals 11In sitzt, also
nicht nur formschlüssig, sondern auch kraftschlüssig.
[0025] Für eine eindeutige Positionierung des Clipabschnitts 15c auf dem Hals 11h sind vorzugsweise
Rastverbindungselemente 11r vorgesehen, die beim fertig hergestellten Stecker 1 zusammenwirken.
Bevorzugt sind eine oder mehrere Vertiefungen am Hals 11h, beispielsweise Rillen (vorzugsweise
in Längsrichtung oder quer dazu) oder Dellen, und dazu passende Erhöhungen am Clipabschnitt
15c, beispielsweise Rippen oder Noppen, beispielsweise an den Enden der Arme des Clipabschnitts
15c. Die Ausbildung von Vertiefungen und Erhöhungen am Hals 11h und am Clipabschnitt
15c kann auch vertauscht sein.
[0026] In allen Ausführungen ist das Schirmblech 6 beispielsweise aus einem Edelstahlblech
oder einem anderen Metallblech hergestellt (vorzugsweise ausgestanzt) und vorzugsweise
beschichtet, beispielsweise mit Nickel. Es schirmt somit die im Grundkörper 5 verlaufenden
Adern des Kabelstrangs 3a gegen Störeinflüsse von außen ab, insbesondere gegen elektromagnetische
Felder, und bewirkt auch nach außen einen Schutz vor möglichen hochfrequenten Abstrahlungen
(oder Elektrosmog) aus dem Grundkörper 5.
[0027] Das gefalzte Schirmblech 6 bedeckt den im wesentlichen quaderförmigen Grundkörper
5 über einen Teil seiner Länge und umschließt ihn von vier Seiten mit einem kastenförmigen
Bereich. Entsprechend weist das Schirmblech 6 im kastenförmigen Bereich vier Falze
(d.h. einen entlang jeder Kante des Grundkörpers 5) und einen Stoß 6a auf, welche
sich jeweils in Längsrichtung erstrecken. Die vordere und die hintere Stirnseite des
kastenförmigen Bereichs (des Schirmblechs 6) sind offen. Der Stoß 6a ist vorliegend
auf der nach oben weisenden Seite des Schirmblechs 6 angeordnet. Das Schirmblech 6
kann jedoch auch so gedreht sein, dass der Stoß 6a nach unten weist. Die beiden Längsränder
des Schirmbleches 6 sind am Stoß 6a vorzugsweise mittels zweier Schwalbenschwanzverbindungen
verbunden, jedoch sind auch andere bekannte und geeignete Verbindungstechniken möglich.
[0028] Das Schirmblech 6 kann beispielsweise mittels Crimpen oder mittels einer Rastverbindung
oder einer anderer Verbindungstechnik am Grundkörper 5 befestigt sein. Davon abhängig
kann das Schirmblech 6 auf der Unterseite des kastenförmigen Bereichs eine Aussparung,
welche die Zugänglichkeit der Vertiefung im Grundkörper 5 zum Crimpen der Adern ermöglicht,
oder eine Lasche, mittels welcher das Schirmblech 6 am Grundkörper 5 mittels Crimpen
befestigt wird, beispielsweise an besagter Vertiefung, oder einen Haken oder dergleichen
für eine Rastverbindung aufweisen.
[0029] Die Länge (Abmessung in Längsrichtung) des kastenförmigen Bereichs ist mit L
6a, seine Breite (senkrecht zur Längsrichtung und senkrecht zur Rastzunge 7 und damit
zugleich die Breite des gesamten Schirmblechs 6) mit B
6 und seine Höhe (senkrecht zur Länge und zur Breite und damit auch die Höhe des gesamten
Schirmblechs 6) mit H
6 bezeichnet. Die gesamte Länge des Schirmblechs 6 als Bauteils ist mit L
6 bezeichnet.
[0030] An seinem hinteren Ende ist der kastenförmige Bereich des Schirmblechs 6 auf der
nach unten weisenden seiner vier Seiten verlängert, wobei von diesem Verlängerungsbereich
seitlich zwei Befestigungslaschen 26 nach oben abstehen und sich ein Ring 28 als hinteres
Ende des Schirmblechs 6 anschließt. Quer zur Längsrichtung ist der Abstand der Befestigungslaschen
26 kleiner als der Abstand der benachbart endenden Falze, d.h. die Breite des Verlängerungsbereichs
ist kleiner als die Breite B
6 des kastenförmigen Bereichs. Außerdem weist der kastenförmige Bereich des Schirmblechs
6 an seinem hinteren Ende auch auf der nach oben weisenden Seite verlängert, indem
er auf beiden Seiten des Stoßes 6a je eine weitere Befestigungslasche 26 aufweist.
Die beiden Befestigungslaschen 26 stehen nach hinten ab. Jeder der vier Befestigungslaschen
26 weist eine nach außen ausgestellte Rastnase 26b auf.
[0031] Ausgehend von dem Verlängerungsbereich ist der Ring 28 aus zwei Hälften gebogen,
die sich oben treffen, beispielsweise an einem Stoß, und miteinander verbunden sind,
beispielsweise mit einer Schwalbenschwanzverbindung. Der Ring 28 umschließt einen
Abschnitt des Kabelstrangs 3a, welcher von der isolierenden Ummantelung befreit ist,
so dass der Kabelschirm 3b freiliegt. Der Ring 28 kontaktiert den Kabelschirm 3b,
so dass die gewünschte elektrisch leitende Verbindung hergestellt ist.
[0032] Am hinteren Ende des Schirmblechs 6, zwischen dem kastenförmigen Bereich und dem
Ring 28, ist ein Riegel 30 angeordnet, welcher vorzugsweise aus dem gleichen Material
wie das Schirmblech 6 hergestellt ist. Der Riegel 30 ist mit dem Schirmblech 6 verbunden.
Der Riegel 30 deckt - bis auf den Ring 28 - die offene, hintere Stirnseite des Schirmbleches
6 ab (genauer gesagt von dessen kastenförmigem Bereich), d.h. der Riegel 30 schließt
das Schirmblech 6 ab. Entsprechend weist der Riegel 30 drei rechteckförmige Abschnitte
auf, die nach oben und - mittels einer Kante verbunden - nach den beiden Seiten weisend
angeordnet sind. Diese rechteckförmigen Abschnitte bilden mit dem Verlängerungsbereich
des Schirmbleches 6 einen umlaufenden Flächenzug. Zur Befestigung am Schirmblech 6
weisen die beiden nach den Seiten weisenden Abschnitte je eine Rastöffnung 30b und
der nach oben weisende Abschnitt zwei weitere Rastöffnungen 30b auf. Diese Abschnitte
übergreifen die entsprechenden Abschnitte der Befestigungslaschen 26, wobei die Rastöffnungen
30b die Rastnasen 26b aufnehmen und dadurch eine sichere, unverlierbare Verbindung
mittels Formschluss schaffen.
[0033] Der nach oben weisende Abschnitt des Riegels 30 stößt vorliegend mit seiner unteren
Kante an den (oberen) Rand des (kastenförmigen Bereichs des) Schirmblechs 6 an, soweit
er nicht auf den dortigen Befestigungslaschen 26 aufliegt. Wenn diese beiden Befestigungslaschen
26 mit einer Stufe ausgebildet wären, könnte der Riegel 30 an dieser Seite bündig
am Schirmblech 6 anliegen. Entsprechend definiert der Riegel 30 die Höhe H
6 der aus Schirmblech 6 und Riegel 30 besteheenden Baugruppe, während die nach den
Seiten weisenden Abschnitte - aufgrund des (gegenüber der Breite B
6) geringeren Abstandes der Befestigungslaschen 26 zueinander - um einen Versatz ΔB
nach innen versetzt zu den seitlichen Rändern des (kastenförmigen Bereichs des) Schirmblechs
6 enden. Je ein nach außen abstehender Flanschabschnitt 30c schließt die durch den
Versatz ΔB entstehende Lücke, d.h. die beiden Flanschabschnitte 30c enden an den zugeordneten
seitlichen Rändern des (kastenförmigen Bereichs des) Schirmblechs 6, und zwar innerhalb
des kastenförmigen Bereichs. Als Breite B
30 des Riegels 30 sei die Abmessung ohne Flanschabschnitte 30c definiert, d.h. B
30 = B
6 - 2 × ΔB.
[0034] Von den nach den Seiten weisenden Abschnitten steht jeweils - mittels einer Kante
verbunden - ein konkaver Abschnitt nach innen ab, welcher an den Ring 28 stößt. Entsprechend
weisen die konkaven Abschnitte einen Krümmungsradius in der Größenordnung von B
28/2 auf, gegebenenfalls auch einen Krümmungsradius in der Größenordnung des Kabelschirms
3b. Mittels dieser Ausbildung des Riegels 30 ist das Schirmblech 6 an seinem hinteren
Ende gegenüber dem Schutzkörper 13 (und damit der Schutzeinheit 11) abgeschlossen.
Insbesondere ist dadurch der Grundkörper 5 gegenüber der Schutzeinheit 11 - wenigstens
weitgehend - abgedichtet, so dass bei der Ausbildung des Schutzkörpers 13 unter Druck
allenfalls minimale Mengen an Kunststoff zum Grundkörper 5 vordringen.
[0035] Zwischen dem kastenförmigen Bereich des Schirmblechs 6 und dem Riegel 30 und zwischen
dem Riegel 30 und dem Ring 28 sowie zwischen dem Ring 28 und dem Kabelschirm 3b besteht
eine elektrisch leitenden Verbindung. Die Geometrien sind so aufeinander abgestimmt,
dass sämtliche Spalte und Öffnungen zwischen Schirmblech 6 samt Ring 28, Riegel 30
und Kabelschirm 3b geschlossen sind. Indem der Riegel 30 das hintere offene Ende des
Schirmblechs 6 bis hin zum Kabelschirm 3b vollständig abdeckt, bleiben keine Öffnungen
frei, so dass vollständig abgeschirmt wird. Insgesamt bilden Schirmblech 6 und Riegel
30 zusammen einen gemeinsamen Schirm oder "Vollschirm". Dieser Vollschirm ist an den
Kabelschirm 6b (elektrisch leitend) angeschlossen.Zumindest den außerhalb der Steckleiste
zu liegen kommenden Teil des Steckers 1 schirmt der Vollschirm ab.
[0036] In einer abgewandelten Ausführung ist das Schirmblech 6 am hinteren, oberen Rand
des kastenförmigen Bereichs (vorliegend der Oberseite) nach hinten verlängert, beispielsweise
mittels eines weiteren Verlängerungsbereichs. Gegebenenfalls ist hierfür der Stoß
6a versetzt. Dieser weitere Verlängerungsbereich, der die oberen Befestigungslaschen
26 tragen kann, ist vorzugsweise mit dem Riegel 30 und zusätzlich oder alternativ
mit dem Ring 28 verbunden, beispielsweise mittels einer weiteren Rastverbindung oder
eingehakt oder mit einer Schwalbenschwanzverbindung.
[0037] Die Schutzeinheit 11 (genauer gesagt der Schutzkörper 13) ist so ausgebildet, dass
sie wenigstens den vom Riegel 30, dem Ring 28 und dem vorderen Ende des Knickschutzes
17 freigelassenen Raum füllt. Dabei ist die Breite des Schutzkörpers 13 (und damit
der Schutzeinheit 11) höchstens so groß ist wie die Breite B
6 des kastenförmigen Bereichs des Schirmblechs 6 (und damit des gesamten Schirmblechs
6) oder allenfalls minimal größer, beispielsweise im Zehntel-Millimeter-Bereich. Vorzugsweise
die beiden Breiten - wenigstens näherungsweise - gleich, womit die Materialstärke
des Schutzkörpers 13 im Bereich der beiden zur Seite weisenden Abschnitte des Riegels
30 - wenigstens näherungsweise - gleich dem Versatz ΔB ist. Somit ist Schutzeinheit
11 seitlich (d.h. bezüglich der Breite) bündig mit dem Schutzblech 6, d.h. die Schutzeinheit
11 steht seitlich nicht über das Schutzblech 6 über. Dies ermöglicht eine maximale
Packungsdichte für mehrere nebeneinander angeordnete Stecker 1, nämlich im Extremfall
ein Kontakt von deren Schirmblechen 6 (und deren Schutzeinheiten 11).
[0038] Zur Herstellung des Steckers 1 (und damit zur Herstellung des konfektionierten Datenkabels
3) wird an einem Ende des Kabelstrangs 3a der hohle Knickschutz 17 und eine vormontierte
Baugruppe aus Schirmblech 6 (mit geschlossenem kastenförmigem Bereich und offenem
Ring 28) und Riegel 30 aufgeschoben (oder das besagte Ende des Kabelstrangs 3a durchgeschoben).
Dann werden die Adern des Kabelstrangs 3a in den Grundkörper 5 eingeführt. Nun werden
die Adern des Kabelstrangs 3a mit dem Grundkörper 5 mechanisch und elektrisch verbunden,
das Schirmblech 6 (mit Riegel 30) am Grundkörper 5 befestigt und der Ring 28 um den
zugeordneten Abschnitt des Kabelstrangs 3a geschlossen. Die drei letztgenannten Schritte
können gleichzeitig in einem Werkzeug erfolgen, beispielsweise mittels Crimpen.
[0039] Der Knickschutz 17 wird dann über den Ring 28 geschoben (oder mit dem Ring 28 in
Anschlag gebracht). Nun werden Schirmblech 6, Riegel 30 und Knickschutz 17, gegebenenfalls
auch ein Stück des Grundkörpers 5, gemeinsam teilweise umspritzt, wodurch der Schutzkörper
13 entsteht. In der Ausführung mit dem angeformten Rastzungenschutz 15 entsteht dieser
mit der Ausbildung des Schutzkörpers 13. Der Schutzkörper 13 ist also ein (als Teilumspritzung)
nachträglich hergestellter Teil der Schutzeinrichtung 11. Der Schutzkörper 13 ist
vorzugsweise in einem radial überlappenden Bereich fest mit dem Knickschutz 17 als
vorgefertigtem Teil der Schutzeinheit 11 verbunden, also am Übergang zwischen Schutzkörper
13 und Knickschutz 17. Durch eine oberflächliche Erwärmung beim Umspritzen vernetzt
sich das Material des Knickschutzes 17 mit dem warmen Material des Schutzkörpers 13,
so dass mit dem Abkühlen ein Stoffschluss entsteht, ähnlich wie beim Schweißen. In
einer alternativen Ausführung ist der Knickschutz 17 kein vorgefertigtes Bauteil,
sondern wird zusammen (und gleichzeitig) mit dem Schutzkörper 13 und gegebenenfalls
dem Rastzungenschutz 15 als Umspritzung hergestellt.
[0040] In der Ausführung mit dem aufgeclipsten Rastzungenschutz 15 wird dieser nach der
Ausbildung des Schutzkörpers 13 angebracht. Hierzu wird der Rastzungenschutz 15 mit
seinem Clipabschnitt 15c am Hals 11h angesetzt, und zwar seitlich, also um 90° verdreht
zur Oberseite des Schutzkörpers. 13 mit der Längsrichtung als Drehachse. Der Clipabschnitt
15c umgreift den ovalen Hals 11h an seiner schmalsten Stelle, in der Regel auch mit
etwas Spiel. Dann wird der Rastzungenschutz 15 um 90° um diese Drehachse in seine
Endposition gedreht. Der Durchmesser des ovalen Halses 11h nimmt dabei zu, so dass
der Clipabschnitt 15c sich schließlich weitet (d.h. die Anne aufgebogen werden) und
den Kraftschluss aufbaut. Wenn die Zungenabschnitt 15a die Rastzunge 7 übergreift
(und die Rastverbindungselemente 11r eine Rastverbindung eingehen), ist die Endposition
des Rastzungenschutzes 15 erreicht. Die (elastisch) aufgebogenen Arme des Clipabschnitts
15c federn zurück. Der Clipabschnitt 15c liegt flächig (insbesondere formschlüssig)
und mit Vorspannung am Hals 11h an. Die Rastverbindungselemente 11r greifen (formschlüssig)
ineinander. Der Stecker 1 kann nun verwendet werden.
[0041] Es verschiedene Abwandlungen dieses Verfahrens zur Herstellung des Steckers 1 möglich.
Beispielsweise kann das Schirmblech 6 um den bereits am Kabelstrang 3a befestigten
Grundkörper 6 geschlossen werden. Der Riegel 30 kann beispielsweise mit dem Schirmblech
6 verbunden werden, nachdem diese bereits am Grundkörper 5 befestigt ist. Ferner können
die Verbindung der Adern des Kabelstrangs 3a mit dem Grundkörper, die Befestigung
des Schirmblechs 6 am Grundkörper 5 und das Schließen des Ringes 28 nacheinander und
dabei wiederum in anderer Reihenfolge erfolgen. Der Ring 28 kann nach dem Schließen
zunächst einen größeren Durchmesser haben als der Kabelschirm 3b, um dann auf den
Kabelschirm 3b verformt zu werden.
[0042] In der Regel sind das Kunststoffmaterial, aus welchem der Grundkörper 5 besteht,
und das Metall, aus dem das Schirmblech 6 besteht, deutlich härter als die Kunststoffmaterialien,
aus welchen die Teilumspritzung und der Knickschutz 17 bestehen. Dabei können die
Teilumspritzung und der Knickschutz 17 alternativ aus unterschiedlichen Materialien,
aus dem gleichen Material mit unterschiedlicher (Shore)Härte oder aus dem gleichen
Material mit gleicher Härte bestehen. Zusätzlich können unterschiedliche Farben oder
die gleiche Farbe vorgesehen sein. Bevorzugt verwendete Materialien sind Polyvinylchloride,
Polypropylene und thermoplastische Elastomere.
[0043] Zusätzlich können unterschiedliche Farben oder die gleiche Farbe vorgesehen sein.
Insbesondere kann in der Ausführung mit dem aufgeclipsten Rastzungenschutz 15 eine
zusätzliche Farbkodierung bereitgestellt werden. Es ist denkbar, dass erst kurz vor
der Herstellung der Steckverbindung der Rastzungenschutz 15 aus mehreren verschiedenfarbigen
Ausführungen ausgewählt und dann (vor Ort) angebracht wird. Der Montagetrupp kann
so die Unterscheidbarkeit der Datenkabel 3 bis zur endgültigen Herstellung der Steckverbindung
beeinflussen.
[0044] Zur Herstellung der Steckverbindung wird der Stecker 1 mit Daumen und Zeigefinger
ergriffen, wobei der Daumen den Rastzungenschutz 15 und gleichzeitig die Rastzunge
7 herunter drückt, wobei sich der Rastzungenschutz 15 über die Rastzunge 7 legt. Eine
vorzugsweise aufgerauhte oder anderweitig strukturierte Unterseite des Schutzkörpers
13 verhindert ein Abrutschen des Zeigefingers. Dann wird der Stecker 1 in die Steckleiste
oder Steckbuchse eingeführt, bis die Kontaktelemente und Kontaktflächen mit ihren
entsprechenden Gegenstücken zusammenwirken. Die nunmehr freigegebene Rastzunge 7 und
der Formschluss des Grundkörpers 5 sichern durch Zusammenwirken mit den entsprechenden
Gegenstücken der Steckleiste oder der Steckbuchse den Stecker 1 gegen ein Herausrutschen.
Der Rastzungenschutz 15 begibt sich aufgrund der Elastizität des Materials wieder
in seine Ausgangsstellung. Zum Lösen der Steckverbindung wird der Stecker 1 in gleicher
Weise ergriffen und herausgezogen bei gleicher Wirkungsweise der einzelnen Teile.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Stecker
- 3
- Datenkabel
- 3a
- Kabelstrang
- 3b
- Kabelschirm
- 5
- Grundkörper
- 6
- Schirmblech
- 6a
- Stoß
- 7
- Rastzunge
- 11
- Schutzeinheit
- 11h
- Hals
- 11r
- Rastverbindungselement
- 13
- Schutzkörper
- 15
- Rastzungenschutz
- 15a
- Zungenabschnitt
- 15c
- Clipabschnitt
- 17
- Knickschutz
- 26
- Befestigungslasche
- 26b
- Rastnase
- 28
- Ring
- 30
- Riegel
- 30b
- Rastöffnung
- 30c
- Flanschabschnitt
- L6
- gesamte Länge des Schirmblechs
- L6a
- Länge des kastenförmigen Bereichs
- B6
- Breite des kastenförmigen Bereichs (und des Schirmblechs)
- H6
- Höhe des des Schirmblechs samt Riegel
- B28
- (Außen)Durchmesser des Rings
- B30
- Breite des Riegels
- ΔB
- Versatz
1. Stecker (1) für Datenkabel (3), mit
a) einem Grundkörper (5), welcher an einem Kabelstrang (3a) des Datenkabels (3) angebracht
ist, wobei das kabelseitige Ende des Steckers (1) hinten und das freie Ende des Steckers
(1) vorne ist,
b) einem Schirmblech (6), welches am Grundkörper (5) angebracht ist, und
c) einer Schutzeinheit (11), welche wenigstens teilweise das Schirmblech (6) und/oder
den Kabelstrang (3a) bedeckt,
d) einem Riegel (30), welcher am Schirmblech (6) hinten angeordnet ist und welcher
das Schirmblech (6) an seiner offenen, hinteren Stirnseite gegenüber der Schutzeinheit
(11) abschließt,
e) einem Ring (28) als hinterem Ende des Schirmblechs (6), welcher einen von der isolierenden
Ummantelung befreiten Abschnitt des Kabelstrangs (3a) umschließt und einen freiliegenden
Kabelschirm (3b) des Kabelstrangs (3a) kontaktiert,
dadurch gekennzeichnet, dass
f) der Riegel (30) mittels nach innen abstehender, konkaver Abschnitte an den Ring
(28) stößt und die offene, hintere Stirnseite des Schirmbleches (6) bis hin zum Kabelschirm
(3b) vollständig abdeckt.
2. Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (30) mit dem Schirmblech (6) mechanisch und/oder elektrisch leitend verbunden
ist, und/oder dass der Riegel (30) aus Metall, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt
ist.
3. Stecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmblech (6), der Riegel (30) und ein Kabelschirm (3b) des Kabelstrangs (3a)
elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
4. Stecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmblech (6) Befestigungslaschen (26) aufweist, welche mit dem Riegel (30)
verbunden sind, insbesondere mittels Rastnasen (26b) und Rastöffnungen (30b).
5. Stecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Schutzeinheit (11) höchstens so groß ist wie die Breite (B6) des Schirmblechs (6).
6. Stecker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schutzkörper (13) der Schutzeinheit (11) den vom Riegel (30), dem Ring (28) und
dem vorderen Ende eines den Kabelstrang (3a) umschließenden Knickschutzes (17) der
Schutzeinheit (11) freigelassenen Raum füllt.
7. Stecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Riegels (30) an zwei gegenüberliegenden Seiten um jeweils einen Versatz
(ΔB) geringer ist als die Breite (B6) des Schirmblechs (6).
8. Stecker nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialstärke der Schutzeinheit (11) an den zwei gegenüberliegenden Seiten gleich
dem Versatz (ΔB) ist.
9. Stecker nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (30) zwei Flanschabschnitte (30c) aufweist, welche die durch den Versatz
(ΔB) entstehende Lücke zu den seitlichen Rändern des Schirmblechs (6) schließen.
10. Stecker nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (30) an wenigstens einer weiteren Seite mit dem Schirmblech (6) verbunden
ist und/oder bündig am Schirmblech (6) anliegt.
11. Stecker nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinheit (11) einen Rastzungenschutz (15) mit einem Zungenabschnitt (15a)
zum teilweise Bedecken oder Übergreifen der Rastzunge (7) und mit einem Clipabschnitt
(15c) aufweist, mittels dessen der Rastzungenschutz (15) auf einen in Längsrichtung
verlaufenden Hals (11h) der Schutzeinheit (11) geclipst ist.
12. Stecker nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Clipabschnitt (15c) mittels zweier Arme den Hals (11h) wenigstens teilweise umschließt,
wobei die Arme vorzugsweise federnd biegbar sind, und/oder dass der Hals (11h) und
der Clipabschnitt (15c) zusammenwirkende Rastverbindungselemente (11r) aufweisen.
13. Stecker nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Clipabschnitt (15c) vor dem Aufclipsen einen gegenüber dem Querschnitt des Halses
(11h) kleineren Querschnitt umschließt, und/oder dass der Hals (11h) einen ovalen
Querschnitt aufweist.
14. Konfektioniertes Datenkabel mit einem Kabelstrang (3a) und wenigstens einem Stecker
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Verfahren zur Herstellung eines Steckers nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder eines
konfektionierten Datenkabels nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (5) am Kabelstrang (3a) angebracht wird, das Schirmblech (6) am Grundkörper
(5) angebracht wird, der Riegel (30) am Schirmblech (6) angebracht wird, und die Schutzeinheit
(11) ausgebildet wird, wobei der Riegel (30) den Grundkörper (5) gegenüber der auszubildenden
Schutzeinheit (11) abschließt.
1. Connector (1) for a data cable (3), with
a) a base body (5), which is applied to a cable harness (3a) of the data cable (3),
in which the cable side end of the connector (1) is in the rear and the free end of
the connector (1) in front,
b) a shield sheet (6), which is applied to the base body (5), and
c) a protecting unit (11), which covers at least partially the shield sheet (6) and/or
the cable harness (3a),
d) a catch (30), which is arranged at the shield sheet (6) in the rear and which closes
the shield sheet (6) at its open rear front side as to the protecting unit (11),
e) a ring (28) as a rear end of the shield sheet (6), surrounding a section of the
cable harness (3a) freed from the insulating jacket and contacting an exposed cable
shield (3b) of the cable harness (3a),
characterised in that
f) the catch (30) by means of concave sections protruding inwards hits the ring (28)
and completely covers the open rear front side of the shield sheet (6) until the cable
shield (3b).
2. Connector according to claim 1, characterised in that the catch (30) is connected with the shield sheet (6) in a mechanical and/or electrically
conductive way, and/or that the catch (30) is made of metal, especially of stainless
steel.
3. Connector according to any of the previous claims, characterised in that the shield sheet (6), the catch (30), and a cable shield (3b) of the cable harness
(3a) are connected to each other in an electrically conductive way.
4. Connector according to any of the previous claims, characterised in that the shield sheet (6) presents fixing flaps (26), which are connected with the catch
(30), especially by means of retainer tabs (26b) and retainer openings (30b).
5. Connector according to any of the previous claims, characterised in that the width of the protecting unit (11) is at most as large as the width (B6) of the shield sheet (6).
6. Connector according to claim 5, characterised in that a protecting body (13) of the protecting unit (11) fills the space left free by the
catch (30), the ring (28), and the front end of a bend protection (17) of the protecting
unit (11) enclosing the cable harness (3a).
7. Connector according to any of the previous claims, characterised in that the width of the catch (30) at two opposing sides is each time smaller by an offset
(ΔB) than the width (B6) of the shield sheet (6).
8. Connector according to claim 6 and 7, characterised in that the thickness of the material of the protecting unit (11) at the two opposing sides
is equal to the offset (ΔB).
9. Connector according to claim 7 or 8, characterised in that the catch (30) presents two flange sections (30c), which close the gap resulting
from the offset (ΔB) as to the side edges of the shield sheet (6).
10. Connector according to one of the claims 7 to 9, characterised in that the catch (30) is connected on at least one further side with the shield sheet (6)
and/or adheres flush to the shield sheet (6).
11. Connector according to any of the previous claims, characterised in that the protecting unit (11) presents a retainer tongue protection (15) with a tongue
section (15a) for partially covering or overlapping the retainer tongue (7) and with
a clip section (15c), by means of which the retainer tongue protection (15) is clipped
on a neck extending in longitudinal direction (11h) of the protecting unit (11).
12. Connector according to claim 11, characterised in that the clip section (15c) by means of two arms at least partially includes the neck
(11h), wherein the arms are preferably flexibly bendable, and/or in that the neck (11h) and the clip section (15c) presents cooperative retainer connection
elements (11r).
13. Connector according to claim 11 or 12, characterised in that the clip section (15c) before clipping-on includes a smaller cross-section than the
cross-section of the neck (11h), and/or in that the neck (11h) presents an oval cross-section.
14. Assembled data cable with a cable harness (3a) and at least one connector (1) according
to any of the previous claims.
15. Method for producing a connector according to one of the claims 1 to 13 or an assembled
data cable according to claim 14, characterised in that the base body (5) is applied to the cable harness (3a), that the shield sheet (6)
is applied to the base body (5), that the catch (30) is applied to the shield sheet
(6), and that the protecting unit (11) is formed, the catch (30) closes the base body
(5) as to the protecting unit to be formed (11).
1. Prise (1) pour un câble de données (3), avec
a) un corps de base (5), qui est appliqué à un faisceau de câbles (3a) du câble de
données (3), l'extrémité du côté du câble de la prise (1) étant dans la partie postérieure
et l'extrémité libre de la prise (1) étant dans la partie antérieure,
b) une tôle de protection (6), qui est appliquée au corps de base (5), et
c) une unité de protection (11), qui couvre au moins partiellement la tôle de protection
(6) et/ou le faisceau de câbles (3a),
d) un verrou (30), qui est placé sur la tôle de protection (6) dans la partie postérieure
et qui termine la tôle de protection (6) à son côté frontal postérieur ouvert par
rapport à l'unité de protection (11),
e) un anneau (28) comme extrémité postérieure de la tôle de protection (6), qui entoure
une section du faisceau de câbles (3a) libérée du revêtement isolant et contacte un
blindage ouvert (3b) du faisceau de câbles (3a),
caractérisée en ce que
f) le verrou (30) heurte l'anneau (28) moyennant des sections concaves saillant vers
l'intérieur et couvre complètement le côté frontal postérieur ouvert de la tôle de
protection (6) jusqu'au blindage (3b).
2. Prise selon la revendication 1, caractérisée en ce que le verrou (30) est connecté à la tôle de protection (6) de manière mécanique et/ou
électro-conductrice, et/ou que le verrou (30) est en métal, en particulier en acier
inoxydable.
3. Prise selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la tôle de protection (6), le verrou (30) et un blindage (3b) du faisceau de câbles
(3a) sont connectés entre eux de manière électro-conductrice.
4. Prise selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la tôle de protection (6) comprend des pattes de fixation (26), qui sont connectées
au verrou (30), en particulier par des nez de retenue (26b) et des ouvertures de retenue
(30b).
5. Prise selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la largeur de l'unité de protection (11) au plus est grande comme la largeur (B6) de la tôle de protection (6).
6. Prise selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'un corps de protection (13) de l'unité de protection (11) remplit l'espace libéré
par le verrou (30), l'anneau (28) et l'extrémité antérieure d'une protection anticoque
(17) qui entoure le faisceau de câbles (3a) de l'unité de protection (11).
7. Prise selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la largeur du verrou (30) sur deux côtés opposés est chaque fois inférieure d'un
décalage (ΔB) à la largeur (B6) de la tôle de protection (6).
8. Prise selon la revendication 6 et 7, caractérisée en ce que l'épaisseur du matériel de l'unité de protection (11) aux deux côtés opposés est
égale au décalage (ΔB).
9. Prise selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que le verrou (30) comprend deux sections de flasques (30c), qui comblent la lacune qui
se forme par le décalage (ΔB) par rapport aux bords latéraux de la tôle de protection
(6).
10. Prise selon une des revendications 7 jusqu'à 9, caractérisée en ce que le verrou (30) est connecté sur au moins un autre côté à la tôle de protection (6)
et/ou adhère au niveau à la tôle de protection (6).
11. Prise selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de protection (11) comprend une protection de la languette de retenue (15)
avec une section de languette (15a) pour couvrir ou chevaucher partiellement la languette
de retenue (7) et avec une section de serrage (15c), moyennant laquelle la protection
de la languette de retenue (15) est serrée sur un col (11h) qui s'étend en direction
longitudinale de l'unité de protection (11).
12. Prise selon la revendication 11, caractérisée en ce que la section de serrage (15c) moyennant deux bras entoure le col (11h) au moins partiellement,
où les bras sont préférablement pliables élastiquement, et/ou que le col (11h) et
la section de serrage (15c) présentent des éléments de connexion de retenue (11r)
qui interagissent entre eux.
13. Prise selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que la section de serrage (15c) avant le serrage entoure une section transversale plus
petite que la section transversale du col (11h), et/ou que le col (11h) comprend une
section transversale ovale.
14. Câble de données assemblé avec un faisceau de câbles (3a) et au moins une prise (1)
selon une des revendications précédentes.
15. Procédé de fabrication d'une prise selon une des revendications 1 jusqu'à 13 ou d'un
câble de données assemblé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le corps de base (5) est appliqué au faisceau de câbles (3a), la tôle de protection
(6) est appliquée au corps de base (5), le verrou (30) est appliqué à la tôle de protection
(6) et l'unité de protection (11) est formée, le verrou (30) terminant le corps de
base (5) par rapport à l'unité de protection à former (11).