[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag für ein Sitzmöbelstück und ein Sitzmöbelstück
mit einem solchen Beschlag.
[0002] Solche Beschläge sind zum Beispiel aus der
EP2356922A1 bekannt.
[0003] Ein gattungsgemäßer Beschlag für ein Sitzmöbelstück weist die folgenden Komponenten
auf: Er verfügt über eine Basis zur ortsfesten oder um eine Vertikalachse drehbeweglichen
Anordnung auf einem Untergrund. Er verfügt über einen Tragteil, an welchem bestimmungsgemäß
die Sitzfläche des Sitzmöbelstücks angebracht wird, wobei dieses Tragteil gegenüber
der genannten Basis zwischen einer bezogen auf eine Möbellängsachse vorderen Endrelativlage
und einer hinteren Endrelativlage beweglich ist. Er verfügt zum Zwecke dieser Relativbeweglichkeit
des Tragteils weiterhin über eine vordere und eine hintere starre Lasche, wobei die
vordere Lasche um eine zur Basis und zur vorderen Lasche ortsfeste erste Achse gegenüber
der Basis verschwenkbar ist und um eine zum Tragteil und zur vorderen Lasche ortsfeste
zweite Achse gegenüber dem Tragteil verschwenkbar ist. Die hintere Lasche ist um eine
zur Basis und zur hinteren Lasche ortsfeste dritte Achse gegenüber der Basis verschwenkbar
und um eine zum Tragteil und zur hinteren Lasche ortsfeste vierte Achse gegenüber
dem Tragteil verschwenkbar. Weiterhin verfügt der Beschlag über einen Beinauflagenteil
zur Anbringung einer Beinauflage, welches zwischen einer Staustellung unter der Basis
und einer Funktionsstellung vor der Basis veschwenkbar ist und dessen Relativstellung
zur Basis mit der Relativstellung des Tragteils gegenüber der Basis derart zwangsgekoppelt
ist, dass das Beinauflageteil die Funktionsstellung einnimmt, wenn das Tragteil in
seiner hinteren Endrelativlage angeordnet ist, und die Staustellung einnimmt, wenn
das Tragteil in seiner vorderen Endrelativlage angeordnet ist.
[0004] Weiterhin weist ein gattungsgemäßer Beschlag auch eine erste Feder zwischen einem
ersten und einem zweiten Anlenkpunkt am Tragteil und am Basisteil auf, die eine Kraftbeaufschlagung
des Tragteils in Richtung seiner vorderen Endlage bewirkt.
[0005] Gattungsgemäße Sitzmöbelstücke sind zumindest aus internem Stand der Technik bekannt.
Die Basis ist jenes Teil, welches vorzugsweise ortsfest und allenfalls drehbar auf
einem Untergrund, also einer Bodenfläche, angeordnet ist. Es wird bestimmungsgemäß
mit einem Möbelfuß verbunden oder weist diesen auf. Das Tragteil, welches im verbauten
Zustand des Beschlages die Sitzfläche trägt, ist gegenüber der Basis beweglich, wobei
dies über die genannte vordere und hintere Lasche erfolgt. Dabei sind üblicherweise
jeweils mehrere vordere und hintere Laschen vorgesehen, die um identische Schwenkachse
schwenkbar sind. Soweit im Zusammenhang mit diesem Dokument von der vorderen bzw.
der hinteren Lasche gesprochen wird, so meint dies auch die Mehrzahl solcher Laschen.
[0006] Durch das Tragteil, die Basis und die vordere und die hintere Lasche wird ein System
aus vier Segmenten gebildet, welche kettenartig geschlossen durch die vier zueinander
parallelen Achsen gegeneinander beweglich sind. Diese Beweglichkeit dient dem Zweck,
dass Tragteil der Sitzfläche nach hinten zu verlagern, wenn eine Person sich auf das
betreffende Sitzmöbelstück setzt. Mit dieser Verlagerung des Tragteils nach hinten
ist eine Verlagerung des genannten Beinauflagenteils verbunden, welches hierdurch
aus einer Staustellung in die Funktionsstellung schwenkt. Die genannte Kette aus vier
Segmenten führt dazu, dass das Tragteil sich nur entlang eines definierten Pfades
gegenüber der Basis bewegen kann. Jeder Position des Tragteils ist ein durch die Länge
der Laschen bestimmter Schwenkwinkel des Tragteils zugeordnet.
[0007] Die bei gattungsgemäßen Möbelstücken üblicherweise vorhandene erste Feder, die vorzugsweise
auch bei einem erfindungsgemäßen Sitzmöbelstück und dessen Beschlag vorgesehen ist,
drückt das Tragteil in Richtung seiner vorderen Endrelativlage, was aufgrund der Zwangskopplung
mit dem Beinauflageteil dieses in Richtung seiner Staustellung drückt. Diese Feder
dient dem Zweck, die Verlagerung des Tragteils aus seiner vorderen Endrelativlage
in seine hintere Endrelativlage zu dämpfen, wenn sich eine insbesondere schwere Person
auf das betreffende Sitzmöbelstück setzt. Diese bei gattungsgemäßen Möbelstücken üblicherweise
vorgesehene Feder ist in der Regel vergleichsweise weich ausgelegt.
[0008] Obwohl diese Feder grundsätzlich dahingehend wirkt, dass das Tragteil in Richtung
seiner vorderen Endrelativlage gedrückt wird und dadurch das Beinauflageteil in Richtung
seiner Staustellung, reicht diese Feder nicht aus, um zuverlässig das Beinauflageteil
in seiner Staustellung zu halten. Gerade wenn dies mit einer massereichen Polsterung
versehen ist, kann die erste Feder kein zuverlässiges Erreichen der Staustellung gewährleisten.
[0009] Bei dem genannten zumindest intern bekannten Stand der Technik ist vorgesehen, außenseitig
des Beschlages, also außenseitig von linken und rechten Wangen des Basisteils, weitere
Federn vorzusehen, die zwischen Basis und Beinauflageteil wirken und das Beinauflageteil
kontinuierlich in Richtung seiner Staustellung ziehen, wobei im Zuge der Überführung
des Beinauflageteils in seiner Funktionsstellung eine Todpunktlage überschritten wird,
so dass diese Federn auch geeignet sind, die Funktionsstellung des Beinauflageteils
zu sichern. Problematisch an diesen bekannten Federn ist jedoch, dass sie bei großen
Schwenkwinkeln des Beinauflageteils sehr stark gedehnt würden, so dass Dehnungskräfte
erforderlich wären, um die gewünschte Funktionsweise zu gewährleisten, die gleichzeitig
eine Schwergängigkeit bei der Überführung des Beinauflagenteils in seine Funktionsstellung
mit sich brächten. Des Weiteren sind die genannten üblicherweise außenseitig der Wangen
vorgesehenen Federn deswegen problematisch, da sie wie auch die erste Feder in etwa
horizontal ausgerichtet sind und daher gezielt auf die erste Feder abgestimmt werden
müssen. Bei einer Veränderung von einzelnen Komponenten des Beschlages oder des den
Beschlag umfassenden Möbelstücks würde es erheblichen Anpassungen bedürfen. So kann
beispielsweise bereits eine Änderung der Polsterung und der Masse der Polsterung dazu
führen, dass die erste Feder oder die bekannten an der Beinauflage angreifenden zusätzlichen
Federn neu ausgelegt werden müssen.
Aufgabe und Lösung
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen gattungsgemäßen Möbelbeschlag gemäss dem
Oberbegriff von Anspruch 1 dahingehend weiterzubilden, dass dieser in der Lage ist,
das Beinauflagesegment in seiner Staustellung sicher zu halten.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies, wie im Kennzeichen von Anspruch 1 definiert, dadurch erreicht,
dass eine zweite Feder vorgesehen ist, die einerseits an einem dritten Anlenkpunkt,
der gegenüber dem ersten Anlenkpunkt und dem zweiten Anlenkpunkt beabstandet ist,
am Tragteil und andererseits an einem vierten Anlenkpunkt am Basisteil angelenkt ist
und die bei Annäherung des Beinauflagenteils an seine Staustellung derart zwischen
dem Tragteil und dem Basisteil wirkt, dass das Beinauflageteil in Richtung seiner
Staustellung kraftbeaufschlagt wird.
[0012] Es ist erfindungsgemäß somit neben der ersten Feder, die die oben beschriebene Dämpfungswirkung
erzielen soll, vorgesehen, eine speziell hierfür vorgesehene zweite Feder am Beschlag
anzubringen, die zur Sicherung der Staustellung des Beinauflageteils dient. Diese
Feder ist an von den Anlenkpunkten der ersten Feder abweichenden Anlenkpunkten anzubringen
und wirkt somit geometrisch anders. Anders als bekannte Gestaltungen greift sie nicht
direkt an dem Beinauflageteil an, sondern wirkt zwischen dem Basisteil und dem Tragteil
und nutzt die Zwangskopplung von deren Relativstellung mit der Stellung des Beinauflageteils.
Durch eine solche spezielle zweite Feder, die durch nachfolgend noch erläuterte Maßnahmen
dahingehend angeordnet werden kann, dass sie relevante Wirkung nur im Bereich der
Staustellung des Beinauflageteils entfaltet, lässt sich die Staustellung des Beinauflageteils
zuverlässig sichern.
[0013] Die zweite Feder ist vorzugsweise in einem vorderen Bereich des Beschlages, also
im Bereich der vorderen Lasche vorgesehen. An diesem vorderen Teil ist auch das Beinauflageteil
vorgesehen, welches vorzugsweise derart angebunden ist, dass es stets in gemeinsamer
Richtung mit der vorderen Lasche verschwenkt.
[0014] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die zweite Feder derart angeordnet ist, dass
sie dann, wenn das Beinauflageteil sich der Staustellung nähert, die gewünschte Wirkung
entfaltet, bei größerer Beabstandung des Beinauflageteils von seiner Staustellung
jedoch keine nachteilige Wirkung entfaltet und insbesondere vorzugsweise sich energetisch
nahezu neutral verhält.
[0015] Es hat sich gezeigt, dass dies zu erreichen ist, wenn die Beabstandung der Anlenkpunkte
der zweiten Feder gegenüber der ersten und der zweiten Achse bestimmten Prinzipien
folgen.
[0016] So ist es von besonderem Vorteil, wenn der dritte Anlenkpunkt der zweiten Feder,
also der Anlenkpunkt am Tragteil, gegenüber der zweiten Achse, also der Schwenkachse
der vorderen Lasche am Tragteil, beabstandet ist. Vorzugsweise liegt diese Beabstandung
zwischen 5 mm und 50 mm. Analog hierzu ist es hinsichtlich des vierten Anlenkpunkts
der zweiten Feder, also des Anlenkpunkts an der Basis, und der ersten Achse, also
der basisseitigen Achse der vorderen Lasche, vorgesehen, dass hier eine Beabstandung
vorgesehen ist, die vorzugsweise zwischen 5 mm und 40 mm beträgt.
[0017] In Zusammenhang mit diesen geometrischen Angaben ist folgendes für das Verständnis
von Relevanz: Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind anhand der Darlegung des Beschlages
als zweidimensionaler Beschlag gut erklärbar. Soweit keine anderweitigen Angaben im
Weiteren erfolgen, beziehen sich die jeweiligen Angaben zur Beabstandung von Achsen
und Anlenkpunkten auf eine Projektion des Beschlages auf eine Ebene, die durch die
Möbelhochrichtung und die Möbellängsrichtung aufgespannt wird. Die genannten Achsen
erstrecken sich in Möbelquerrichtung, also orthogonal zu dieser Projektionsebene.
[0018] Durch die vorgeschlagene Beabstandung der ersten Achse zum vierten Anlenkpunkt und
der zweiten Achse zum dritten Anlenkpunkt wird erreicht, dass die mittelbare Wirkung
der zweiten Feder auf das Beinauflagenteil über die Schwenkstrecke zwischen Staustellung
und Funktionsstellung sich verändern kann. Durch die jedoch nur geringe Beabstandung
wird erreicht, dass die zweite Feder während des genannten Übergangs von der Staustellung
des Beinauflagenteils zur Funktionsstellung nur geringfügig gedehnt wird, was im Hinblick
auf eine einfache Anordenbarkeit der zweiten Feder von Vorteil ist.
[0019] Um in besonders vorteilhafter Art und Weise die Wirksamkeit der Feder zu bewirken,
wenn das Beinauflageteil nah seiner Staustellung ist, und die Neutralisierung der
zweiten Feder zu bewirken, wenn die Beabstandung des Beinauflageteils von seiner Staustellung
vergleichsweise groß ist, können die Relativanordnung des dritten und des vierten
Anlenkpunktes sowie der ersten und der zweiten Achse vorteilhafterweise wie folgt
gestaltet sein.
[0020] Zunächst ist es von Vorteil, wenn eine erste Verbindungsgerade auf der genannte Projektionsebene,
die zwischen der ersten Achse und der zweiten Achse verläuft, mit einer zweiten Verbindungsgeraden,
die zwischen dem dritten und dem vierten Anlenkpunkt verläuft, in der vorderen Endrelativstellung
des Tragteils und somit der Staustellung des Beinauflageteils einen größeren Winkel
einschließt als in der hinteren Relativstellung des Tragteils und somit in der Funktionsstellung
des Beinauflageteils. Dieser größere Winkel führt dazu, dass in der Staustellung des
Beinauflageteils die Wirkung der zweiten Feder, die sich in Richtung der zweiten Verbindungsgraden
erstreckt, besonders groß ist, da der betreffende Kraftvektor in orthogonaler Richtung
zur ersten Verbindungsgerade vergleichsweise groß wird. Durch den geringeren eingeschlossenen
Winkel in der Funktionsstellung des Beinauflageteils ist in der Funktionsstellung
der betreffende Kraftvektor wesentlich kleiner und somit die Wirkung der zweiten Feder
deutlich reduziert.
[0021] Die genannten Verbindungsgeraden schießen in der vorderen Endrelativstellung des
Tragteils und somit in der Staustellung des Beinauflageteils vorzugsweise einen Winkel
von > 10, insbesondere > 15° ein. In der gegenüberliegenden hinteren Endrelativlage
des Tragteils und somit der Funktionsstellung des Beinauflageteils beträgt dieser
Winkel vorzugsweise weniger als 10°, insbesondere vorzugsweise weniger als 5°.
[0022] Bezogen auf die Schwenkbewegung des Beinauflageteils ist es von besonderem Vorteil,
wenn ausgehend von der Staustellung des Beinauflageteils die Schwenkbewegung des Beinauflageteils
in Richtung seiner Funktionsstellung zumindest während der ersten 30° dieser Bewegung,
vor allem innerhalb der ersten 15°, zu einer kontinuierlichen Abnahme des Winkels
zwischen den beiden Verbindungsgeraden führt.
[0023] Bezogen auf die Staustellung des Beinauflageteils ist es von besonderem Vorteil,
wenn die zweite Feder derart ausgebildet und auf die Position des dritten und des
vierten Anlenkpunktes abgestimmt ist, dass die Federkraft der zweiten Feder mindestens
20 N beträgt. Hierdurch lässt sich die Staustellung des Beinauflagenteils gut gewährleisten.
[0024] Wenngleich mehrere zweite Federn vorgesehen sein können, die bezogen auf die genannte
Projektionsebene identische Anlenkpunkte aufweisen, so ist es von Vorteil, dass nur
eine solche Feder vorgesehen ist, die insbesondere vorzugsweise zwischen zwei außenliegenden
Wangenteilen der Basis angeordnet ist. Somit lässt sich die Feder im eingebauten Zustand
des Beschlages kaum von außen erkennen, so dass der ästhetische Eindruck des betreffenden
Möbelstücks nicht gestört ist.
[0025] Vorzugsweise handelt es sich bei der Feder um eine Schraubenfeder, wobei insbesondere
vorzugsweise die Länge dieser Schraubenfeder im entspannten Zustand 200 mm, insbesondere
vorzugsweise 150 mm, nicht übersteigt.
[0026] Neben dem Beschlag selbst betrifft die Erfindung auch ein Sitzmöbelstück, welches
mit einem solchen Beschlag ausgerüstet ist.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0027] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
welches anhand Darstellungen erläutert ist. Dabei zeigen:
- Fig. 1 und 2
- einen erfindungsgemäßen Möbelbeschlag in einer Staustellung und einer Funktionsstellung,
- Fig. 3a bis 3d
- den Beschlag der Fig. 1 und 2 jeweils in einer perspektivischen Ansicht und einer
geschnittenen Seitenansicht beim Übergang von der Funktionsstellung der Fig. 3a in
die Staustellung der Fig. 3d.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0028] Zunächst werden anhand der Fig. 1 und 2 die wesentlichen Elemente des Beschlags und
die beiden dargestellten Stellungen erläutert.
[0029] Der dargestellte Beschlag 10 verfügt über eine Basis 20 an dieser Basis sind vordere
Laschen 30 sowie hintere Laschen 40 um eine erste Achse 1 bzw. eine dritte Achse 3
schwenkbar angelenkt. Die jeweils gegenüberliegenden Enden der Lasche 30, 40 sind
um eine zweite Achse 2 bzw. eine vierte Achse 4 schwenkbar an einem Tragteil 50 angelenkt.
[0030] Die Basis ist dafür vorgesehen, mit einem Möbelfuß versehen zu werden, der die ortsfeste
Anordnung der Basis gegenüber einem Untergrund oder die drehbare Anordnung der Basis
gegenüber einem Untergrund gestattet. Das Tragteil 50 dient der Festlegung der Sitzfläche.
Die Basis 20, das Tragteil 50, sowie die vorderen Laschen 30 und die hinteren Laschen
40 bilden gemeinsam eine geschlossene Kette aus vier Segmenten, die über die genannten
Achse 1, 2, 3, 4 miteinander verbunden sind. Durch die vorderen und hinteren Laschen
30, 40 ist eine Beweglichkeit des Tragteils 50 gegeben, die anhand der beiden Stellungen
der Fig. 1 und 2 deutlich wird.
[0031] Das Tragteil kann eine hinsichtlich einer Möbellängsachse 100 vordere Endlage einnehmen,
die in Fig. 1 dargestellt ist, und eine hintere Relativendlage, die in Fig. 2 dargestellt
ist. Hierbei verschwenkt aufgrund der unterschiedlichen Längen der vorderen und hinteren
Laschen 30, 40 das Tragteil. In seiner hinteren Relativendlage der Fig. 2 ist es um
ca. 12° gegenüber seiner Ausrichtung in der vorderen Endrelativlage der Fig. 1 verkippt.
[0032] Am vorderen Ende der Basis 20 schließt sich an dieser ein um eine Schwenkachse 5
schwenkbar angelenktes Beinauflageteil 70 an. Wie den Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist,
ist dieses Beinauflageteil 70 in einer Staulage, die in Fig. 1 dargestellt ist, wenn
das Tragteil 50 in seiner vorderen Endlage ist. Ist das Tragteil 50 in seiner hinteren
Endlage, wie in Fig. 2 dargestellt ist, so befindet sich das Beinauflageteil in einer
Funktionsstellung. Es kann in gepolsterter Form als Auflage für die Beine eines auf
dem Möbelstück sitzenden dienen.
[0033] Die Bewegung des Beinauflageteils 70 ist mit der Bewegung des Tragteils 50 gegenüber
der Basis 20 zwangsgekoppelt. Dies wird dadurch erreicht, dass das Beinauflageteil
70 nicht nur um die Schwenkachse 5 schwenkbar an der Basis 20 angelenkt ist, sondern
mittels einer Zusatzlasche 60 auch am Tragteil 50.
[0034] Der Beschlag 10 verfügt über eine erste Feder 80, deren hinterer erster Anlenkpunkt
81 am Tragteil 50 vorgesehen ist und deren vorderer zweiter Anlenkpunkt 82 an einer
der Basis 20 zugehörigen Traverse 22 vorgesehen ist. Es ist in diesem Zusammenhang
zu erwähnen, dass aufgrund von Limitationen des Grafikprogramms, mit welchem die Figuren
erstellt wurden, die Figuren den Anschein erwecken, als sei die erste Feder 80 an
ihrem hinteren Anlenkpunkt nicht eingehängt. Im montierten Zustand des Beschlages
ist dies jedoch gegeben.
[0035] Die erste Feder 80 wird in der den Fig. 1 und 2 entnehmbaren Weise gedehnt, wenn
das Tragteil 50 in seine hintere Endrelativlage verlagert wird. Diese Feder dient
dem Zweck, die Kraftbeaufschlagung des Tragteils 50 dadurch, dass sich eine Person
auf die Sitzfläche setzt, nicht zu einem sofortigen und schlagartigen Übergang des
Beschlages vom Zustand der Fig. 1 in den Zustand der Fig. 2 zu bewirken. Stattdessen
soll dieser Übergang gedämpft werden. Hierfür ist die erste Feder 80 ausgelegt. Obwohl
die erste Feder 80 dahingehend wirkt, dass das Tragteil 50 in Richtung seiner vorderen
Relativendlage der Fig. 1 kraftbeaufschlagt wird und dies aufgrund der Zwangskopplung
auch das Verschwenken des Beinauflageteils 70 in die Staustellung der Fig. 1 bewirken
soll, reicht die Federkraft der ersten Feder 80 nicht aus, um das Beinauflageteil
70 in der Stellung der Fig. 1 zu halten. Eine stärkere erste Feder 80 würde jedoch
die Funktionsweise des Beschlages als Ganzes verhindern.
[0036] Es ist daher eine zweite Feder 90 vorgesehen, die sich zwischen einem dritten Anlenkpunkt
93 am Tragteil 50 und einem vierten Anlenkpunkt 94 an der Traverse 22 des Basisteils
20 erstreckt. Diese zweite Feder 90 ist mittig bezogen auf eine Möbelquerachse 102
angeordnet, so dass sie nicht zu sehen ist, wenn der Beschlag 10 in ein Möbelstück
integriert ist. Die genannte zweite Feder 90 dient dem Zweck, das Beinauflageteil
70 in die Staustellung der Fig. 1 zu ziehen. Um dies zu ermöglichen, ohne hierdurch
auch den ungewünschten Effekt zu erzielen, dass die zweite Feder 90 die Überführung
des Beschlags 10 und insbesondere Beinauflageteils 70 in dessen Funktionsstellung
der Fig. 2 erschwert, ist eine Gestaltung der hierfür maßgeblichen geometrischen Verhältnisse
vorgesehen, die anhand der unteren Seitendarstellung der Fig. 3a erläutert wird.
[0037] Diese untere Darstellung stellt die oben bereits erwähnte Projektionsebene dar, die
durch die Möbelhochachse 104 und die Möbellängsachse 100 definiert wird. In Fig. 3a
sind die erste und die zweite Achse 1, 2 sowie der dritte Anlenkpunkt 93 und der vierte
Anlenkpunkt 94 der zweiten Feder 90 eingetragen. Die zweite Feder 90 ist ebenso wie
in den Figuren 3b bis 3d zur besseren Erfassbarkeit ausgeblendet.
[0038] Da sowohl die zweite Achse 2 als auch der dritte Anlenkpunkt 93 am Tragteil 50 vorgesehen
sind, sind sie zueinander in der Projektionsebene der Fig. 3a, unten, unveränderlich
beabstandet, vorliegend um knapp 40 mm. Da auch die erste Schwenkachse 1 und der vierte
Anlenkpunkt 94 an einem gemeinsamen Bauteil, nämlich der Basis 20, vorgesehen sind,
sind auch diese fest voneinander beabstandet, vorliegend um etwa 25 mm.
[0039] In der Ausgangsstellung der Fig. 3a, in der das Beinauflageteil 70 in seiner Funktionsstellung
ist und das Tragteil 50 sich in seiner hinteren Relativendlage relativ zum Basisteil
20 befindet, ist eine erste Verbindungsgrade 111, die die erste und zweite Achse 1,
2 schneidet und somit die Ausrichtung der vorderen Lasche 30 repräsentiert, nahezu
parallel zu einer zweiten Verbindungsgrade 112 ausgerichtet, die die Anlenkpunkt 93,
94 schneidet und somit die Erstreckung der zweiten Feder 90 repräsentiert. Der eingeschlossene
Winkel zwischen den beiden Geraden 111, 112 beträgt deutlich unter 10°.
[0040] Dieser geringe Winkel führt dazu, dass die Federkraft nahezu keine Wirkung entfaltet,
denn ihr zur ersten Verbindungsgeraden 111 paralleler Kraftvektor entspricht nahezu
ihrem resultierenden Kraftvektor. Der dazu orthogonale Kraftvektor, der tatsächlich
zu einer wirksamen Kraftbeaufschlagung des Tragteils 50 gegenüber der Basis 20 führt,
ist demgegenüber sehr klein.
[0041] Wenn ausgehend von dieser Ausgangslage der Fig. 3a eine Überführung in den Endzustand
der Fig. 3g durchgeführt wird, so verschwenkt hierbei gleichzeitig das Beinauflageteil
70 bezogen auf Fig. 3a unten, gegen den Uhrzeigersinn, während das Tragteil 50 bezogen
auf die Möbellängsachse 100 nach vorne verlagert wird.
[0042] Wie die Fig. 3b und 3c zeigen, führt dies über den überwiegenden Teil der Schwenkstrecke
des Beinauflageteils 70 nicht zu einer Vergrößerung des zwischen den Verbindungsgeraden
111, 112 eingeschlossenen Winkeln. Tatsächlich wird der eingeschlossene Winkel zunächst
kleiner. Wenn aber die Bewegung des Beinauflagesegments in Richtung seiner Staustellung
der Fig. 3d fortgesetzt wird, so vergrößert sich dieser Winkel wieder bis er im Stauzustand
des Beinauflageteils 70 der Fig. 3d sein Maximum erreicht. In diesem Zustand beträgt
der Winkel 17°, so dass ein relevanter Teil der Federkraft, die durch die zweite Feder
90 zur Verfügung gestellt wird, in Form eines zur ersten Verbindungsgerade 111 orthogonalen
Kraftvektors zur Verfügung steht. Dieser wirksame Teil der Federkraft der Feder 90
zieht im Zustand der Fig. 3d das Tragteil 50 im Bereich seines vorderen Endes nach
unten, wodurch aufgrund der beschriebenen Zwangskopplung das Beinauflageteil 70 in
Richtung der Staustellung der Fig. 3d gedrückt wird und so in dieser Staustellung
zuverlässig gesichert wird.
[0043] Wenn in entgegengesetzter Richtung der Übergang von der Staustellung der Fig. 3d
in die Funktionsstellung des Beinauflageteils 70 der Fig. 3a gewünscht ist, so entfaltet
die zweite Feder 90 nur über einen sehr geringen Schwenkwinkel des Beinauflageteils
70 von etwa 15° eine signifikante Wirkung. Sobald dieser Schwenkbereich verlassen
wurde, was etwa dem Zustand der Fig. 3c entspricht, verhält sich die Feder 90 aufgrund
der nahezu gegebenen Parallelität der Verbindungsgeraden 111, 112 energetisch nahezu
neutral und stört die Überführung des Beinauflageteils in den Funktionszustand der
Fig. 3a somit nicht.
1. Beschlag (10) für ein Sitzmöbelstück, umfassend:
- eine Basis (20) zur ortsfesten oder um eine Vertikalachse drehbar beweglichen Anordnung
auf einem Untergrund,
- eine Tragteil (50) für eine Sitzfläche, welches gegenüber der Basis (20) zwischen
einer vorderen Endrelativlage und einer hinter Endrelativlage beweglich ist,
- eine vorderen und eine hinteren Lasche (30, 40), wobei
- die vordere Lasche (30) um eine zur Basis und zur vorderen Lasche (30) ortsfeste
erste Achse (1) gegenüber der Basis (20) verschwenkbar ist und um eine zum Tragteil
(50) und zur vorderen Lasche (30) ortsfeste zweite Achse (2) gegenüber dem Tragteil
(50) verschwenkbar ist, und
- die hintere Lasche (40) um eine zur Basis und zur hinteren Lasche (40) ortsfeste
dritte Achse (3) gegenüber der Basis (20) verschwenkbar ist und um eine zum Tragteil
(50) und zur hinteren Lasche (40) ortsfeste vierte Achse (4) gegenüber dem Tragteil
(50) verschwenkbar ist,
und
- ein Beinauflageteil (70), welches zwischen einer Staustellung unter der Basis (20)
und einer Funktionsstellung vor der Basis (20) verschwenkbar ist und dessen Relativstellung
zur Basis (20) mit der Relativstellung des Tragteils (50) gegenüber der Basis (20)
derart zwangsgekoppelt ist, dass das Beinauflageteil (70) seine Funktionsstellung
einnimmt, wenn das Tragteil (50) in seiner hinteren Endrelativlage angeordnet ist,
und seine Staustellung einnimmt, wenn das Tragteil (50) in seiner vorderen Endrelativlage
angeordnet ist.
wobei
- eine erste Feder (80) zwischen einem ersten und einem zweiten Anlenkpunkt (81, 82)
am Tragteil (50) und am Basisteil (20) vorgesehen ist, die eine Kraftbeaufschlagung
des Tragteils (50) in Richtung seiner vorderen Endrelativlage bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine zweite Feder (90) vorgesehen ist, die einerseits an einem dritten Anlenkpunkt
(93), der gegenüber dem ersten Anlenkpunkt (81) und dem zweiten Anlenkpunkt (82) beabstandet
ist, am Tragteil (50) und andererseits an einem vierten Anlenkpunkt (94) am Basisteil
(20) befestigt ist und die bei Annäherung des Beinauflagenteils (70) an seine Staustellung
derart zwischen dem Tragteil (50) und dem Basisteil (20) wirkt, dass das Beinauflageteil
(70) in Richtung seiner Staustellung kraftbeaufschlagt wird.
2. Beschlag (10) für ein Sitzmöbelstück nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
Beinauflageteil (70) derart mit der vorderen Lasche (30) wirkgekoppelt ist, dass es
in identischer Richtung wie die vordere Lasche (30) gegenüber der Basis (20) verschwenkbar
ist.
3. Beschlag (10) für ein Sitzmöbelstück nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anlenkpunkte (93, 94) der zweiten Feder (90) derart angeordnet sind, dass die
zweite Feder (90) in der vorderen Endrelativlage des Tragteils (50) gegenüber der
hinteren Endrelativlage verkürzt ist.
4. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Anlenkpunkt (93) der zweiten Feder (90) gegenüber der zweiten Achse (2)
beabstandet ist, vorzugsweise um mindestens 5mm und/oder um maximal 50mm.
5. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der vierte Anlenkpunkt (94) der zweiten Feder (90) gegenüber der ersten Achse (1)
beabstandet ist, vorzugsweise um mindestens 5mm und/oder um maximal 40mm.
6. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Anlenkpunkt (93) derart relativ zur zweiten Achse (2) und der vierte Anlenkpunkt
(94) derart relativ zur ersten Achse (1) angeordnet ist, dass in der vorderen Endrelativlage
des Tragteils (50) gegenüber dem Basisteil (20) eine erste Verbindungsgerade (111)
zwischen der ersten und der zweiten Achse (1, 2) mit einer zweiten Verbindungsgeraden
(112) zwischen dem dritten und dem vierten Anlenkpunkt (93, 94) einen Winkel > 10°
einschließt, vorzugweise einen Winkel > 15°.
7. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Anlenkpunkt (93) derart relativ zur zweiten Achse (2) und der vierte Anlenkpunkt
(94) derart relativ zur ersten Achse (1) angeordnet ist, dass in der hinteren Endrelativlage
des Tragteils (50) gegenüber dem Basisteil (20) eine erste Verbindungsgerade (111)
zwischen der ersten und der zweiten Achse (1, 2) mit einer zweiten Verbindungsgeraden
(112) zwischen dem dritten und dem vierten Anlenkpunkt (93, 94) einen Winkel < 10°
einschließt, vorzugweise einen Winkel < 5°.
8. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Anlenkpunkt (93) derart relativ zur zweiten Achse (2) und der vierte Anlenkpunkt
(94) derart relativ zur ersten Achse (1) angeordnet ist, dass eine erste Verbindungsgerade
(111) zwischen der ersten und der zweiten Achse (1, 2) mit einer zweiten Verbindungsgeraden
(112) zwischen dem dritten und dem vierten Anlenkpunkt (93, 94) in der vorderen Endrelativstellung
des Tragteils (50) einen größeren Winkel einnimmt als in der hinteren Relativstellung
des Tragteils (50).
9. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte Anlenkpunkt (93) derart relativ zur zweiten Achse (2) und der vierte Anlenkpunkt
(94) derart relativ zur ersten Achse (1) angeordnet ist, dass ausgehend von der vorderen
Endrelativlage des Tragteils (50) eine Verlagerung in des Tragteils (50) in Richtung
seiner hinteren Endlage dazu führt, dass der eingeschlossene Winkel zwischen einer
ersten Verbindungsgerade (111) zwischen der ersten und der zweiten Achse (1, 2) und
einer zweiten Verbindungsgeraden (112) zwischen dem dritten und dem vierten Anlenkpunkt
(93, 94) zumindest über einen Schwenkwinkel von 30° kontinuierlich abnimmt.
10. Beschlag (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der dritte und der vierte Anlenkpunkt (93, 94) der zweiten Feder (90) derart angeordnet
sind und derart auf die zweite Feder (90) abgestimmt sind, dass die Federkraft der
zweiten Feder (90) in der vorderen Endrelativlage des Tragteils mindestens 20 Newton
beträgt.
11. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Feder (90) bezogen auf eine Querrichtung (102) des Beschlags (10) in Richtung
der Achsen (1, 2, 3, 4) zwischen zwei außenliegenden Wangenteilen (24) der Basis (20)
angeordnet ist.
12. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Feder (90) als Schraubenfeder ausgebildet ist.
13. Sitzmöbelstück mit einem Beschlag,
wobei der Beschlag (10)
- ein Basisteil (20),
- ein Tragteil (50), an dem eine Sitzfläche befestigt ist, und
- eine Beinauflageteil (70), an dem eine Beinauflage befestigt ist,
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Beschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet ist.
1. Fitting (10) for a piece of seating furniture, comprising:
- a base (20) for arranging on an underlying surface in a fixed position or such that
it can be rotated about a vertical axis,
- a carrying part (50) for a seat surface, it being possible for said carrying part
to be moved in relation to the base (20) between a front relative end position and
a rear relative end position,
- a front and a rear link plate (30, 40), wherein
- the front link plate (30) can be pivoted in relation to the base (20) about a first
axis (1), which is fixed in position in relation to the base and the front link plate
(30), and can be pivoted in relation to the carrying part (50) about a second axis
(2), which is fixed in position in relation to the carrying part (50) and the front
link plate (30), and
- the rear link plate (40) can be pivoted in relation to the base (20) about a third
axis (3), which is fixed in position in relation to the base and to the rear link
plate (40), and can be pivoted in relation to the carrying part (50) about a fourth
axis (4), which is fixed in position in relation to the carrying part (50) and to
the rear link plate (40),
and
- a leg-rest part (70), which can be pivoted between a stowage position beneath the
base (20) and a functional position in front of the base (20) and of which the position
relative to the base (20) is positively coupled to the position of the carrying part
(50) relative to the base (20) such that the leg-rest part (70) assumes its functional
position when the carrying part (50) is arranged in its rear relative end position
and assumes its stowage position when the carrying part (50) is arranged in its front
relative end position,
wherein
- a first spring (80) is provided between a first and a second point of articulation
(81, 82) on the carrying part (50) and on the base part (20), said spring causing
the carrying part (50) to be forced in the direction of its front relative end position,
characterized in that
- a second spring (90) is provided, and this second spring, on the one hand, is fastened
on the carrying part (50) at a third point of articulation (93), which is spaced apart
from the first point of articulation (81) and the second point of articulation (82),
and, on the other hand, is fastened on the base part (20) at a fourth point of articulation
(94) and, as the leg-rest part (70) approaches its stowage position, acts between
the carrying part (50) and the base part (20) such that the leg-rest part (70) is
forced in the direction of its stowage position.
2. Fitting (10) for a piece of seating furniture according to Claim 1,
characterized in that
the leg-rest part (70) is operatively coupled to the front link plate (30) such that
it can be pivoted in relation to the base (20) in an identical direction to the front
link plate (30).
3. Fitting (10) for a piece of seating furniture according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the points of articulation (93, 94) of the second spring (90) are arranged such that
the second spring (90) is shorter in the front relative end position of the carrying
part (50) than in the rear relative end position.
4. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third point of articulation (93) of the second spring (90) is spaced apart from
the second axis (2), preferably by at least 5 mm and/or by at most 50 mm.
5. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the fourth point of articulation (94) of the second spring (90) is spaced apart from
the first axis (1), preferably by at least 5 mm and/or by at most 40 mm.
6. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third point of articulation (93) is arranged relative to the second axis (2),
and the fourth point of articulation (94) is arranged relative to the first axis (1),
such that, in the front relative end position of the carrying part (50) in relation
to the base part (20), a first straight connecting line (111) between the first and
the second axes (1, 2) encloses an angle > 10°, preferably an angle > 15°, with a
second straight connecting line (112) between the third and the fourth points or articulation
(93, 94).
7. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third point of articulation (93) is arranged relative to the second axis (2),
and the fourth point of articulation (94) is arranged relative to the first axis (1),
such that, in the rear relative end position of the carrying part (50) in relation
to the base part (20), a first straight connecting line (111) between the first and
the second axes (1, 2) encloses an angle < 10°, preferably an angle < 5°, with a second
straight connecting line (112) between the third and the fourth points of articulation
(93, 94).
8. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third point of articulation (93) is arranged relative to the second axis (2),
and the fourth point of articulation (94) is arranged relative to the first axis (1),
such that a first straight connecting line (111) between the first and the second
axes (1, 2) and a second straight connecting line (112) between the third and the
fourth points of articulation (93, 94) enclose a greater angle in the front relative
end position of the carrying part (50) than in the rear relative position of the carrying
part (50).
9. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third point of articulation (93) is arranged relative to the second axis (2),
and the fourth point of articulation (94) is arranged relative to the first axis (1),
such that, starting from the front relative end position of the carrying part (50),
displacement of the carrying part (50) in the direction of its rear end position results
in an angle enclosed between a first straight connecting line (111) between the first
and the second axes (1, 2) and a second straight connecting line (112) between the
third and the fourth points of articulation (93, 94) decreasing continuously at least
over a pivoting angle of 30°.
10. Fitting (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the third and the fourth points of articulation (93, 94) of the second spring (90)
are arranged, and are coordinated with the second spring (90), such that the force
of the second spring (90) in the front relative end position of the carrying part
is at least 20 Newtons.
11. Fitting according to one of the preceding claims,
characterized in that,
as seen in relation to a transverse direction (102) of the fitting (10) in the direction
of the axes (1, 2, 3, 4), the second spring (90) is arranged between two outer lateral
parts (24) of the base (20).
12. Fitting according to one of the preceding claims,
characterized in that
the second spring (90) is designed in the form of a helical spring.
13. Piece of seating furniture having a fitting, wherein the fitting (10) has
- a base part (20),
- a carrying part (50), on which a seat surface is fastened, and
- a leg-rest part (70), on which a leg rest is fastened,
characterized in that
the fitting (10) is designed according to one of Claims 1 to 12.
1. Ferrure (10) pour meuble d'assise, comprenant :
- une base (20) destinée à être disposée sur un subjectile de manière fixée en position
ou déplaçable en rotation autour d'un axe vertical,
- une partie de support (50) pour une surface de siège, qui peut être déplacée par
rapport à la base (20) entre une position relative d'extrémité avant et une position
relative d'extrémité arrière,
- une patte avant et une patte arrière (30, 40),
- la patte avant (30) pouvant pivoter par rapport à la base (20) autour d'un premier
axe (1) fixe par rapport à la base et à la patte avant (30) et pouvant pivoter par
rapport à la partie de support (50) autour d'un deuxième axe (2) fixe par rapport
à la partie de support (50) et par rapport à la patte avant (30), et
- la patte arrière (40) pouvant pivoter par rapport à la base (20) autour d'un troisième
axe (3) fixe par rapport à la base et à la patte arrière (40) et pouvant pivoter par
rapport à la partie de support (50) autour d'un quatrième axe (4) fixe par rapport
à la partie de support (50) et par rapport à la patte (40), et
- une partie d'appui pour les jambes (70) qui peut pivoter entre une position de rangement
sous la base (20) et une position fonctionnelle devant la base (20) et dont la position
relative par rapport à la base (20) est couplée de manière forcée à la position relative
de la partie de support (50) par rapport à la base (20), de telle sorte que la partie
d'appui pour les jambes (70) adopte sa position fonctionnelle lorsque la partie de
support (50) est disposée dans sa position relative d'extrémité arrière, et adopte
sa position de rangement lorsque la partie de support (50) est disposée dans sa position
relative d'extrémité avant,
- un premier ressort (80) étant prévu entre un premier et un deuxième point d'articulation
(81, 82) sur la partie de support (50) et sur la partie de base (20), lequel provoque
une sollicitation par force de la partie de support (50) dans la direction de sa position
relative d'extrémité avant,
caractérisée en ce
- qu'un deuxième ressort (90) est prévu, lequel est fixé d'une part au niveau d'un troisième
point d'articulation (93), qui est espacé par rapport au premier point d'articulation
(81) et au deuxième point d'articulation (82), sur la partie de support (50) et d'autre
part au niveau d'un quatrième point d'articulation (94), sur la partie de base (20),
et lequel, lors du rapprochement de la partie d'appui pour les jambes (70) de sa position
de rangement, agit entre la partie de support (50) et la partie de base (20) de telle
sorte que la partie d'appui pour les jambes (70) soit sollicitée dans la direction
de sa position de rangement.
2. Ferrure (10) pour meuble d'assise selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la partie d'appui pour les jambes (70) est accouplée fonctionnellement à la patte
avant (30) de telle sorte qu'elle puisse pivoter par rapport à la base (20) dans une
direction identique à celle de la patte avant (30).
3. Ferrure (10) pour un meuble d'assise selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
les points d'articulation (93, 94) du deuxième ressort (90) sont disposés de telle
sorte que le deuxième ressort (90) soit raccourci dans la position relative d'extrémité
avant de la partie de support (50) par rapport à la position relative d'extrémité
arrière.
4. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième point d'articulation (93) du deuxième ressort (90) est espacé par rapport
au deuxième axe (2), de préférence d'au moins 5 mm et/ou d'au plus 50 mm.
5. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le quatrième point d'articulation (94) du deuxième ressort (90) est espacé par rapport
au premier axe (1), de préférence d'au moins 5 mm et/ou d'au plus 40 mm.
6. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième point d'articulation (93) est disposé par rapport au deuxième axe (2)
et le quatrième point d'articulation (94) est disposé par rapport au premier axe (1)
de telle sorte que dans la position relative d'extrémité avant de la partie de support
(50) par rapport à la partie de base (20), une première droite de liaison (111) entre
le premier et le deuxième axe (1, 2) forme avec une deuxième droite de liaison (112)
entre le troisième et le quatrième point d'articulation (93, 94) un angle > 10°, de
préférence un angle > 15°.
7. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième point d'articulation (93) est disposé par rapport au deuxième axe (2)
et le quatrième point d'articulation (94) est disposé par rapport au premier axe (1)
de telle sorte que dans la position relative d'extrémité arrière de la partie de support
(50) par rapport à la partie de base (20), une première droite de liaison (111) entre
le premier et le deuxième axe (1, 2) forme avec une deuxième droite de liaison (112)
entre le troisième et le quatrième point d'articulation (93, 94) un angle < 10°, de
préférence un angle < 5°.
8. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième point d'articulation (93) est disposé par rapport au deuxième axe (2)
et le quatrième point d'articulation (94) est disposé par rapport au premier axe (1)
de telle sorte qu'une première droite de liaison (111) entre le premier et le deuxième
axe (1, 2) adopte avec une deuxième droite de liaison (112) entre le troisième et
le quatrième point d'articulation (93, 94), dans la position relative d'extrémité
avant de la partie de support (50), un plus grand angle que dans la position relative
arrière de la partie de support (50).
9. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième point d'articulation (93) est disposé par rapport au deuxième axe (2)
et le quatrième point d'articulation (94) est disposé par rapport au premier axe (1)
de telle sorte que, partant de la position relative d'extrémité avant de la partie
de support (50), un décalage de la partie de support (50) dans la direction de sa
position d'extrémité arrière entraîne que l'angle inclus entre une première droite
de liaison (111) entre le premier et le deuxième axe (1, 2) et une deuxième droite
de liaison (112) entre le troisième et le quatrième point d'articulation (93, 94)
diminue en continu au moins sur un angle de pivotement de 30°.
10. Ferrure (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le troisième et le quatrième point d'articulation (93, 94) du deuxième ressort (90)
sont disposés et sont ajustés au deuxième ressort (90) de telle sorte que la force
de ressort du deuxième ressort (90) dans la position relative d'extrémité avant de
la partie de support soit d'au moins 20 Newton.
11. Ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le deuxième ressort (90), par rapport à une direction transversale (102) de la ferrure
(10), est disposé dans la direction des axes (1, 2, 3, 4) entre deux parties de joues
(24) situées à l'extérieur de la base (20).
12. Ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le deuxième ressort (90) est réalisé sous forme de ressort à boudin.
13. Meuble d'assise comprenant une ferrure,
la ferrure (10) présentant
- une partie de base (20),
- une partie de support (50) sur laquelle est fixée une surface de siège, et
- une partie d'appui pour les jambes (70) sur laquelle est fixé un appui pour les
jambes,
caractérisé en ce que
la ferrure (10) est réalisée selon l'une quelconque des revendications 1 à 12.