[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum registerhaltigen Anordnen zumindest zweier
Druckplatten und ein System zur Registerregelung in Abhängigkeit von zumindest einem
auf einen Bedruckstoff aufgedruckten Druckbild.
[0002] In Druckmaschinen kommen häufig Formzylinder zum Einsatz, die als Plattenzylinder
ausgebildet sind und Druckformen in Form von Druckplatten tragen. Diese Druckplatten
können ausgewechselt werden. Dazu ist eine Vorrichtung notwendig, die die Druckplatte
lösbar an dem Formzylinder fixiert. Mit steigenden Anforderungen an die Präzision
der mit der Druckmaschine hergestellten Druckprodukte steigen auch die Anforderungen
an die Präzision, mit der die Druckplatte auf dem Formzylinder angeordnet ist. Beispielsweise
im Wertdruck werden Anforderungen gestellt, die eine Präzision der Lage der Druckplatten
zumindest relativ zueinander im Bereich von Mikrometern erfordert. Solche Genauigkeiten
sind mit Plattenklemmungen herkömmlicher Bogendruckmaschinen nicht erreichbar. Durch
die
DE 41 29 831 A1 und die
DE 10 2004 052 826 A1 und die
DE 199 24 784 A1 ist jeweils ein Plattenzylinder bekannt, wobei der Plattenzylinder einen Kanal aufweist,
in dem eine Klemmvorrichtung angeordnet ist, die ein radial äußeres Klemmelement aufweist,
das relativ zu einem Grundkörper der Klemmvorrichtung unbeweglich angeordnet ist und
wobei die Klemmvorrichtung ein Anpresselement aufweist, das radial weiter innen angeordnet
ist, als das radial äußere Klemmelement und wobei die Klemmvorrichtung ein Stellelement
aufweist, mittels dem das Anpresselements zumindest teilweise relativ zu dem radial
äußeren Klemmelement zumindest in und/oder entgegen einer Klemmrichtung bewegbar ist.
[0003] Durch die
DE 195 11 956 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, dessen Klemmvorrichtung ein radial inneres Klemmelement
aufweist, das immer mittels zumindest eines vorderen Andrückelements bezüglich einer
Umfangsrichtung in einer definierten Lage gehalten ist.
[0004] Durch die
DE 42 26 565 A1 ist eine Einrichtung zum Spannen und Justieren von biegsamen Druckplatten auf Plattenzylindern
von Rotationsdruckmaschinen bekannt.
[0005] Durch die
DE 37 31 039 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in dem eine hintere Klemmvorrichtung
angeordnet ist, die ein radial äußeres Klemmelement aufweist, wobei die Klemmvorrichtung
zumindest ein Anpresselement aufweist, das teilweise radial weiter innen angeordnet
ist, als das zumindest eine radial äußere Klemmelement und wobei die Klemmvorrichtung
zumindest ein Stellelement aufweist, mittels dem das zumindest eine Anpresselement
und das radial äußere Klemmelement zumindest teilweise relativ zueinander zumindest
in und/oder entgegen einer Klemmrichtung bewegbar sind.
[0006] Durch die
DE 43 41 431 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in dem zwei Klemmvorrichtungen
angeordnet sind, die jeweils einen Grundkörper aufweisen, relativ zu dem jeweils zumindest
ein Klemmelement unbeweglich angeordnet ist und relativ zu dem jeweils zumindest ein
weiteres Klemmelement bewegbar angeordnet ist. Eine der Klemmvorrichtungen ist über
Schrauben gegen eine Kanalwand abgestützt. Die andere Klemmvorrichtung ist über Stützbolzen
gegen eine andere Kanalwand abgestützt.
[0007] Durch die
DE 298 15 085 U1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in dem zwei Klemmvorrichtungen
angeordnet sind. Zumindest eine der Klemmvorrichtungen weist einen Grundkörper auf,
relativ zu dem zumindest ein Klemmelement unbeweglich angeordnet ist und relativ zu
dem zumindest ein weiteres Klemmelement bewegbar angeordnet ist. Diese Klemmvorrichtung
ist über Schrauben und Druckfedern gegen eine Kanalwand abgestützt.
[0008] Durch die
DE 296 08 124 U1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in zumindest eine Klemmvorrichtung
angeordnet ist, die zumindest einen Grundkörper aufweist, relativ zu dem zumindest
ein Klemmelement unbeweglich angeordnet ist und relativ zu dem zumindest ein weiteres
Klemmelement bewegbar angeordnet ist. Die zumindest eine Klemmvorrichtung ist über
zumindest drei Abstützstellen in Umfangsrichtung gegen einen Zylinderballen des Plattenzylinders
abgestützt. Es sind keine Angaben darüber entnehmbar, ob eine zur Verbindung von Grundkörper
und Zylinderballen dienende Welle starr zu dem Grundkörper oder starr zu dem Ballen
oder zugleich beweglich relativ zu dem Ballen und beweglich relativ zu dem Grundkörper
angeordnet ist.
[0009] Durch die
DE 41 29 831 A1 ist weiterhin bekannt, dass die Klemmvorrichtung ein radial inneres Klemmelement
aufweist, das immer mittels zumindest eines vorderen Andrückelements bezüglich einer
Umfangsrichtung in einer definierten Lage gehalten ist.
[0010] Durch die
WO 93/03925 A1 ist ein Plattenzylinder bekannt, der einen Kanal aufweist, in dem eine Spannvorrichtung
angeordnet ist, die eine auf einem Schlitten innerhalb des Kanals bewegbare Klemmvorrichtung
aufweist.
[0011] Durch die
DE 42 39 089 A1, die
EP 0 579 017 A1 und die
EP 0 711 664 A1 sind Verfahren und Vorrichtungen zum Spannen und zur Registerkorrektur von Druckplatten
bekannt. Die
EP 0 579 017 A1 zeigt weiterhin einen Plattenzylinders einer Druckmaschine, wobei der Plattenzylinder
zumindest eine in einem Kanal des Plattenzylinders angeordnete Spannvorrichtung aufweist.
[0012] Durch die
DE 42 35 393 A1 ist eine Registereinstellvorrichtung und ein Verfahren zur Registerverstellung bekannt,
wobei Registermarken zum Einsatz kommen.
[0013] Durch die
DE 10 2007 057 455 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der eine Druckplatte auf einem Plattenzylinder
liegend verformt werden kann. Für Einstellung der Druckplatte in Umfangsrichtung werden
bereits durchgeführte Einstellungen der Druckplatte in axialer Richtung zunächst wieder
rückgängig gemacht.
[0014] Durch die
US 2006/0174792 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem ein Tintenstrahl-Druckkopf durch thermische Expansion
verformt wird, um auf eine Änderung einer Breite eines bahnförmigen Kunststoffbedruckstoffs
zu reagieren.
[0015] Durch die
DE 101 37 166 A1 ist ein Verfahren zum registerhaltigen Drucken bekannt, wobei zum registerhaltigen
Drucken im Fall von auftretendem Enger-/Breiterdrucken Einstellungen für zumindest
eine Temperatur zumindest einer auf dem zumindest einen Plattenzylinder angeordneten
Druckplatte und/oder zumindest eines Zylinderballens des zumindest einen Plattenzylinders
und/oder zumindest eines mit dieser Druckplatte und/oder diesem zumindest einen Plattenzylinder
zusammenwirkenden Temperiermittels vorgenommen werden, so dass eine temperaturabhängige
Verformung der Druckplatte an eine durch zumindest einen vorhergehenden Druckvorgang
hervorgerufene trapezförmige Verformung des Bedruckstoffs angepasst wird. Dies geschieht
unabhängig von in dem vorhergehenden Druckvorgang eingesetzten Druckformen.
[0016] Durch die
DE 43 35 351 A1 ist ein Verfahren zum registerhaltigen Drucken bekannt, wobei ein Bedruckstoff zumindest
ein Registermuster aufweist, das jeweils zumindest zwei Referenzelemente aufweist,
die von unterschiedlichen Druckplatten stammen und wobei in einem Inspektionsvorgang
Ist-Lagen gegenüber Soll-Lagen aller Referenzelemente des zumindest einen Registermusters
erfasst werden.
[0017] Durch die
DE 10 2005 012 913 A1 ist ein Verfahren zum registerhaltigen Anordnen jeweils zumindest einer Druckplatte
auf zumindest zwei Plattenzylindern einer Druckmaschine bekannt. Es ist offenbart,
dass ein Bedruckstoff zumindest ein Registermuster aufweist, das jeweils zumindest
zwei Referenzelemente aufweist, die von unterschiedlichen Druckplatten stammen und
dass in einem Inspektionsvorgang Ist-Lagen gegenüber Soll-Lagen von Referenzelementen
erfasst werden.
[0018] Durch die
WO 2005/007406 A1 ist ein Verfahren zur Beeinflussung eines Fan-Out-Effekts in einer Druckmaschine
bekannt. Die Druckmaschine weist zumindest eine Druckeinheit mit mindestens einem
Druckwerk und mindestens einem Farbwerk auf, wobei ein Bedruckstoff zumindest ein
Registermuster aufweist, das jeweils zumindest zwei Referenzelemente aufweist, die
von unterschiedlichen Druckplatten stammen und wobei in einem Inspektionsvorgang Ist-Lagen
gegenüber Soll-Lagen aller Referenzelemente des zumindest einen Registermusters erfasst
werden.
[0019] Durch die
DE 42 39 089 A1 ist ein Verfahren zur Registerkorrektur von Druckplatten bekannt. Druckplatten werden
geklemmt und gespannt. Die Druckplatte wird vermessen und bei Abweichungen von tatsächlichen
Positionen von Register-Ausstanzungen zu Soll-Positionen von Register-Ausstanzungen
werden Einstellungen bezüglich Seitenregister, Umfangsregister und/oder Diagonalregister
durch Einstellung des Plattenzylinders selbst oder von Klemmvorrichtungen relativ
zum Plattenzylinder vorgenommen.
[0020] Durch die
WO 2005/072967 A1 ist ein Verfahren und eine Druckmaschine bekannt, bei dem bzw. bei der Druckbilder
definierende Teile von Druckplatten von vornherein derart auf Plattenzylindern angeordnet
werden, dass durch diese Anordnung zumindest teilweise eine zwischen einzelnen Druckstellen
einzelner Druckwerke stattfindende Verformung eines Bedruckstoffs ausgeglichen werden
kann.
[0021] Durch die
WO 2004/014654 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, die einen gemeinsamen Übertragungszylinder aufweist,
der mit mehreren Formzylindern in Kontakt steht. Es ist entnehmbar, dass dadurch Nachteile
vermieden werden, die bei mehreren Druckspalten durch Verformungen des Bedruckstoffs
zwischen Druckspalten erfolgen könnten.
[0023] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum registerhaltigen Anordnen
zumindest zweier Druckplatten und ein System zur Registerregelung in Abhängigkeit
von zumindest einem auf einen Bedruckstoff aufgedruckten Druckbild zu schaffen.
[0024] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 und die Merkmale
des Anspruches 13 gelöst.
[0025] Die auf Seite 6, zweiter Absatz bis Seite 13, erster Absatz; Seite 13, dritter Absatz
bis Seite 17, erster Absatz; Seite 22, letzter Absatz bis Seite 28, dritter Absatz
sowie auf Seite 29, letzter Absatz bis Seite 34, zweiter Absatz beschriebenen Gegenstände
fallen nicht unter den Schutzbereich der unabhängigen Ansprüche 1 und 13. Ihre Beschreibung
dient lediglich dem Verständnis der Erfindung.
[0026] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein
registerhaltiges Auflegen und/oder Anordnen von Druckplatten auf als Plattenzylinder
ausgebildeten Formzylindern einfach und mit hoher Präzision durchführbar ist. Insbesondere
ist auch die entsprechende Vorrichtung einfach aufgebaut und enthält möglichst wenige
bewegliche Bauteile. Auch eine bevorzugte hohe Reproduzierbarkeit der Lage der Druckplatten
auf den Plattenzylindern ist von Vorteil. Hohe Klemmkräfte erhöhen ebenfalls die Präzision
der Lage der Druckplatten. Insbesondere in bevorzugten Druckmaschinen, bei denen mehrere
Formzylinder mit einem gemeinsamen Übertragungszylinder zusammenwirken, ergibt sich
dadurch der Vorteil einer besonders hohen Präzision, da hier nur eine Stelle vorhanden
ist, an der der Bedruckstoff mit Druckfarbe versehen wird und daher die Präzision
des Druckbildes ausschließlich von der Präzision der Lage der Druckfarben auf dem
gemeinsamen Übertragungszylinder abhängt und damit letztlich von der Präzision, mit
der die Druckplatten auf den Formzylindern angeordnet sind und mit der die Formzylinder
zueinander angeordnet sind.
[0027] Bevorzugt weist ein Plattenzylinder, insbesondere ein Plattenzylinder einer Druckmaschine,
der bevorzugt zumindest einen Kanal aufweist, in dem bevorzugt zumindest eine Klemmvorrichtung
angeordnet ist, wobei die zumindest eine Klemmvorrichtung bevorzugt zumindest ein
radial äußeres Klemmelement, insbesondere zumindest eine radial äußere Klemmleiste,
aufweist, das oder die bevorzugt relativ zu einem Grundkörper der zumindest einen
Klemmvorrichtung unbeweglich angeordnet ist oder sind, wobei bevorzugt die zumindest
eine Klemmvorrichtung zumindest ein Anpresselement aufweist, das radial weiter innen
angeordnet ist, als das zumindest eine radial äußere Klemmelement und wobei bevorzugt
die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest ein Stellelement aufweist, mittels dem
das zumindest eine Anpresselement zumindest teilweise relativ zu dem zumindest einen
radial äußeren Klemmelement und weiter bevorzugt relativ zu einem Zylinderballen des
Plattenzylinders zumindest in und/oder entgegen einer Klemmrichtung bewegbar ist,
eines oder mehrere der nachfolgend beschriebenen Merkmale auf. Das zumindest eine
Stellelement ist beispielsweise bevorzugt als Klemmlöseantrieb, insbesondere Klemmlöseschlauch
ausgebildet.
[0028] Bevorzugt weist die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest zwei Anpresselemente
auf und ist in Umfangsrichtung bezüglich des Plattenzylinders das zumindest eine Stellelement
zwischen den zumindest zwei Anpresselementen angeordnet. Dann ist eine Klemmkraft
dieser Klemmvorrichtung im Gegensatz zu nur einem Anpresselement gleicher Federhärte
verdoppelt. Eine von dem Stellelement aufzuwendende Kraft ist jedoch genauso groß,
weil stattdessen ein Stellweg des zumindest einen Stellelements verdoppelt wird, denn
das zumindest eine zwischen den zumindest zwei Anpresselementen angeordnete Stellelement
kann sich jeweils auf beide Anpresselemente zu bewegen. Wenn als Stellelement ein
Löseschlauch, insbesondere Klemmlöseschlauch eingesetzt wird, muss demnach für eine
verdoppelte Stellkraft in dem Klemmlöseschlauch kein höherer Druck erreichbar sein
oder erreicht werden, als mit nur einem Anpresselement.
[0029] Bevorzugt schneidet zumindest eine geradlinige Verbindungslinie zwischen den zumindest
zwei Anpresselementen der zumindest einen Klemmvorrichtung das zumindest eine Stellelement
dieser zumindest einen Klemmvorrichtung. Bevorzugt ist das zumindest eine Anpresselements
mittels des zumindest einen Stellelements zumindest teilweise relativ zu dem Zylinderballen
des Plattenzylinders zumindest in und/oder entgegen der Klemmrichtung bewegbar.
[0030] Bevorzugt weist die zumindest eine Klemmvorrichtung zumindest ein radial inneres
Klemmelement auf und weiter bevorzugt ist das zumindest eine radial innere Klemmelement
mittels des zumindest einen oder der bevorzugt zumindest zwei Anpresselemente in der
Klemmrichtung auf das zumindest eine radial äußere Klemmelement zu mit einer Kraft
beaufschlagbar und/oder beaufschlagt und bevorzugt gemeinsam mit dem zumindest einen
radial äußeren Klemmelement einen Klemmspalt bildend angeordnet. Dann ist in vorteilhafter
Weise ein Klemmspalt in seiner Form und/oder Positionierung durch zumindest zwei Klemmelemente
festgelegt und reproduzierbar und bevorzugt ohne ungewollte Bewegungen einer Druckplatte
bei deren Klemmung betätigbar. Dies gilt insbesondere, wenn wie bevorzugt, das zumindest
eine radial innere Klemmelement ausschließlich linear bewegbar angeordnet ist.
[0031] Bevorzugt ist das zumindest eine radial äußere Klemmelement zumindest eine radial
äußere Klemmleiste, die sich in axialer Richtung bezüglich einer Rotationsachse des
Plattenzylinder über zumindest 75 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals erstreckt
und/oder ist das zumindest eine radial innere Klemmelement zumindest eine radial innere
Klemmleiste, die sich in axialer Richtung bezüglich der Rotationsachse des Plattenzylinder
über zumindest 75 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals erstreckt. Bevorzugt
sind die zumindest zwei Anpresselemente jeweils als zumindest eine Blattfeder ausgebildet.
Die axiale Richtung ist dabei bevorzugt parallel zu der Rotationsachse des Plattenzylinders
orientiert.
[0032] Bevorzugt ist das zumindest eine Stellelement als zumindest ein Klemmlöseschlauch
ausgebildet, der weiter bevorzugt zur Lösung einer Klemmung mit einem Druck beaufschlagbar
ist. Dann besteht ein Vorteil darin, dass dieser Klemmlöseschlauch einfach ausgebildet
und kostengünstig herstellbar und betreibbar ist. Außerdem lässt sich so eine Klemmung
bei deaktiviertem Stellelement erreichen.
[0033] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere Klemmelement mittels zumindest eines
Verbindungselements mit den zumindest zwei Anpresselementen verbunden.
[0034] Bevorzugt ist in dem zumindest einen Kanal zumindest eine derart ausgebildete vordere
Klemmvorrichtung und zumindest eine derart ausgebildete hintere Klemmvorrichtung angeordnet.
Dann werden die genannten Vorteile bevorzugt doppelt ausgenutzt. Bevorzugt ist die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung zur Aufnahme eines im Druckbetrieb vorlaufenden
Endes einer Druckplatte ausgebildet.
[0035] Bevorzugt ist zumindest eine Klemmvorrichtung als zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
ausgebildet und Teil zumindest eines Schlittens zumindest einer Spannvorrichtung und
ist der zumindest eine Schlitten mittels zumindest eines Spannantriebs innerhalb des
zumindest einen Kanals entlang eines Spannwegs auf die zumindest einen vordere Klemmvorrichtung
zu bewegbar angeordnet. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg orthogonal zu einer
Rotationsachse des Plattenzylinders. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg innerhalb
einer Ebene, deren Flächennormale parallel zu der Rotationsachse des Plattenzylinders
orientiert ist. Dann kann dieser Schlitten bevorzugt sowohl für eine Plattenspannung
als auch zur Erleichterung eines Auflegens der Druckplatte eingesetzt werden.
[0036] Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg zumindest teilweise in und/oder entgegen der
Umfangsrichtung oder in und/oder entgegen einer zu der Umfangsrichtung tangentialen
Spannrichtung. Bevorzugt ist der zumindest eine Spannantrieb als zumindest ein Spannsschlauch
ausgebildet. Dann ergeben sich bevorzugt die gleichen Vorteile wie bei dem Klemmlöseschlauch,
insbesondere, dass er einfach ausgebildet und kostengünstig herstellbar und betreibbar
ist.
[0037] Bevorzugt ist ein maximaler Verstellweg des zumindest einen Schlittens relativ zu
dem Zylinderballen des Plattenzylinders in und/oder entgegen der Spannrichtung zumindest
so groß, wie eine in der Spannrichtung gemessene Ausdehnung einer vorgesehenen oder
weiter bevorzugt tatsächlichen Kontaktfläche einer in der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung geklemmten Druckplatte mit dem zumindest einen radial äußeren Klemmelement
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung.
[0038] Bevorzugt erstreckt sich die zumindest eine Spannvorrichtung und weiter bevorzugt
genau eine Spannvorrichtung in der axialen Richtung bezüglich der Rotationsachse des
Plattenzylinder über zumindest 75 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals.
[0039] Bevorzugt ist in dem zumindest einen Kanal zumindest eine Spannvorrichtung angeordnet,
die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
aufweist und bevorzugt weist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung zumindest
ein vorderes Stellelement, insbesondere zumindest einen vorderen Klemmlöseantrieb
zum Öffnen und Schließen zumindest eines vorderen Klemmspalts sowie zumindest zwei
Vorspannantriebe zum Einstellen jeweils eines, auf eine erste Kanalwand ausgerichteten
vorderen Kontaktkörpers auf und bevorzugt weist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
zumindest ein hinteres Stellelement, insbesondere zumindest einen hinteren Klemmlöseantrieb
zum Öffnen und Schließen zumindest eines hinteren Klemmspalts und zumindest einen
Axialantrieb zur Einstellung einer Lage der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
bezüglich der axialen Richtung parallel zu einer Rotationsachse des Plattenzylinders
auf. Dann ist eine reproduzierbare und schnelle Einstellung der Spannvorrichtung möglich.
[0040] Bevorzugt sind der zumindest eine vordere Klemmlöseantrieb und die zumindest zwei
Vorspannantriebe und der zumindest eine hintere Klemmlöseantrieb und der zumindest
eine Axialantrieb mittels einer Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder
regelbar und/oder geregelt ausgebildet. Bevorzugt weist zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
zumindest zwei Abstandsantriebe jeweils eines hinteren Abstandshalters oder zumindest
zwei hintere Anschlagantriebe jeweils eines hinteren Anschlagstellelements zur Einstellung
zumindest eines Abstands der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung von einer zweiten
Kanalwand auf und bevorzugt sind der zumindest eine vordere Klemmlöseantrieb und die
zumindest zwei Vorspannantriebe und der zumindest eine hintere Klemmlöseantrieb und
der zumindest eine Axialantrieb und die zumindest zwei Abstandsantriebe oder hinteren
Anschlagantriebe mittels der Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder
regelbar und/oder geregelt ausgebildet. Bevorzugt weist die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung zumindest einen Schlitten auf, der bevorzugt mittels zumindest eines
Spannantriebs in zumindest einer Richtung orthogonal zu der Rotationsachse des Plattenzylinders
bewegbar ist und bevorzugt ist der zumindest eine Spannantrieb ebenfalls mittels der
Maschinensteuerung steuerbar und/oder gesteuert und/oder regelbar und/oder geregelt
ausgebildet. Durch die Maschinensteuerung ist eine hohe Präzision und eine Ferneinstellung
der Spannvorrichtung und/oder der zumindest einen Klemmvorrichtung möglich.
[0041] Bevorzugt ist die zumindest eine Klemmvorrichtung über zumindest drei Abstützstellen
in Umfangsrichtung gegen einen Zylinderballen des Plattenzylinders abgestützt und
bevorzugt steht an einer ersten Abstützstelle der zumindest eine Grundkörper der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung oder ein zu dem zumindest eine Grundkörper starr angeordnetes
Bauteil der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung direkt mit der ersten Kanalwand
oder einem starr zu dem Zylinderballen des Plattenzylinders angeordneten Bauteil in
Verbindung und bevorzugt steht an zumindest zwei zweiten Abstützstellen jeweils ein
relativ zu dem zumindest einen Grundkörper in seiner Lage einstellbarer und zusammen
mit dem zumindest einen Grundkörper bewegbarer Kontaktkörper der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung mit der ersten Kanalwand oder einem starr zu dem Zylinderballen des
Plattenzylinders angeordneten Bauteil in Verbindung. Dann lassen sich Lagekorrekturen
und Verspannungskorrekturen der Druckplatte besonders präzise und reproduzierbar einstellen.
[0042] Im Folgenden wird ein Verfahren zum Anordnen zumindest einer Druckplatte auf zumindest
einen Plattenzylinder beschrieben, der bevorzugt zumindest einen Kanal aufweist, in
dem bevorzugt zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und bevorzugt zumindest eine
hintere Klemmvorrichtung angeordnet sind, wobei die hintere Klemmvorrichtung bevorzugt
Teil zumindest eines Schlittens ist. Das Verfahren weist bevorzugt einen oder mehrere
der nachfolgend beschriebenen Verfahrensvorgänge auf.
[0043] Das Verfahren ist bevorzugt ein Verfahren zum bevorzugt registerhaltigen Anordnen
zumindest zweier Druckplatten auf zumindest zwei Plattenzylindern der Druckmaschine,
insbesondere Bogendruckmaschine, wobei die zumindest zwei Plattenzylinder bevorzugt
jeweils zumindest einen Kanal aufweisen, in dem bevorzugt jeweils zumindest eine Spannvorrichtung
angeordnet ist, die jeweils bevorzugt zumindest eine vordere Klemmvorrichtung aufweist,
in die ein vorderes Ende einer jeweiligen Druckplatte geklemmt ist und jeweils bevorzugt
zumindest eine hintere Klemmvorrichtung aufweist, in die ein hinteres Ende dieser
jeweiligen Druckplatte geklemmt ist und wobei bevorzugt in einem Inspektionsvorgang
bevorzugt zumindest ein Registermuster eines bevorzugt bogenförmigen Bedruckstoffs
bevorzugt mittels zumindest eines Registersensors erfasst wird und in Abhängigkeit
davon bevorzugt in einem Auswertevorgang bevorzugt neue Einstellungen für zumindest
ein Einstellelement, weiter bevorzugt zumindest ein in Umfangsrichtung vorderes Einstellelement
und/oder zumindest ein in Umfangsrichtung hinteres Einstellelement zumindest einer
der Spannvorrichtungen ermittelt und bevorzugt berechnet werden und bevorzugt in einem
ersten Anpassvorgang bevorzugt zumindest eine beispielsweise fehlerhaft gespannte
Druckplatte zumindest bezüglich einer Umfangsrichtung zumindest teilweise und weiter
bevorzugt vollständig entspannt wird und dabei in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
und der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung geklemmt bleibt und bevorzugt im
Anschluss entsprechend der neu ermittelten und bevorzugt berechneten Einstellungen
für das zumindest eine Einstellelement, insbesondere das zumindest eine vordere Einstellelement
und das zumindest eine hintere Einstellelement verändert in Umfangsrichtung auf dem
jeweiligen Plattenzylinder gespannt wird. Bevorzugt wird bei dem zumindest teilweisen
Entspannen der zumindest einen Druckplatte eine auf diese Druckplatte einwirkende
Spannkraft um bevorzugt zumindest 50 %, weiter bevorzugt zumindest 75 % und noch weiter
bevorzugt zumindest 90 % reduziert. Bevorzugt wird bei einem vollständigen Entspannen
der zumindest einen Druckplatte eine auf diese Druckplatte einwirkende Spannkraft
um 100 % reduziert.
[0044] Bevorzugt werden die neuen Einstellungen für das zumindest eine Einstellelement mittels
eines Rechners, weiter bevorzugt der Maschinensteuerung oder eines mit der Maschinensteuerung
schaltungstechnisch verbundenen Rechners ermittelt und weiter bevorzugt berechnet.
Bevorzugt ist der zumindest eine Registersensor als zumindest ein optischer Registersensor
ausgebildet, beispielsweise eine Flächenkamera. Bevorzugt ist der zumindest eine Registersensor
schaltungstechnisch mit der Maschinensteuerung verbunden.
[0045] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass der Bedruckstoff zumindest
ein Registermuster aufweist, das jeweils zumindest zwei Referenzelemente, insbesondere
Registermarken aufweist, die von unterschiedlichen Druckplatten stammen und bevorzugt
mit unterschiedlichen Druckfarben gedruckt sind und dass bevorzugt bezüglich jedes
Registermusters ein Referenzelement, insbesondere eine Registermarke, als Basisreferenzelement,
insbesondere Basisregistermarke festgelegt wird oder ist und dass in dem Inspektionsvorgang
Ist-Lagen aller Referenzelemente des zumindest einen Registermusters erfasst werden,
insbesondere gegenüber Soll-Lagen aller Referenzelemente des zumindest einen Registermusters.
Bevorzugt werden Registermarken des zumindest einen Registermusters bevorzugt relativ
zu dem Basisreferenzelement, insbesondere der Basisregistermarke des jeweiligen zumindest
einen Registermusters weiter bevorzugt von dem zumindest einem Registersensor erfasst.
Das bedeutet insbesondere, dass die Ist-Lagen der Referenzelemente des zumindest einen
Registermusters mit den Soll-Lagen der Referenzelemente des zumindest einen Registermusters
verglichen werden.
[0046] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass im Fall von zumindest einer
in Umfangsrichtung auftretenden, einen Toleranzbereich überschreitenden Abweichung
einer Ist-Lage gegenüber einer Soll-Lage in dem Auswertevorgang und bevorzugt unter
Berücksichtigung weiterer erfasster Registermuster neue Einstellungen für zumindest
ein Einstellelement derjenigen zumindest einen Spannvorrichtung ermittelt und bevorzugt
berechnet werden, in der die zumindest eine Druckplatte beispielsweise fehlerhaft
gespannt ist oder war, die die zumindest eine in Umfangsrichtung abweichende Registermarke
verursacht hat und in einem ersten Anpassvorgang zumindest diese zumindest eine beispielsweise
fehlerhaft gespannte Druckplatte zumindest bezüglich der Umfangsrichtung zumindest
teilweise und weiter bevorzugt vollständig entspannt und im Anschluss verändert in
Umfangsrichtung auf dem jeweiligen Plattenzylinder gespannt wird.
[0047] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem Auswertevorgang neue
Einstellungen für jeweils zumindest ein Einstellelement zumindest zweier und weiter
bevorzugt aller Spannvorrichtungen ermittelt und weiter bevorzugt berechnet werden,
in denen jeweils zumindest eine Druckplatte beispielsweise fehlerhaft gespannt ist
oder war und in dem ersten Anpassvorgang zumindest diese zumindest zwei und bevorzugt
alle beispielsweise fehlerhaft gespannten Druckplatten zumindest bezüglich der jeweiligen
Umfangsrichtung zumindest teilweise und weiter bevorzugt vollständig entspannt werden
und dabei in der jeweiligen zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung und der jeweiligen
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung insbesondere der jeweiligen zumindest einen
Spannvorrichtung geklemmt bleiben und im Anschluss bevorzugt mittels der jeweiligen
zumindest einen Spannvorrichtung entsprechend der neu ermittelten, bevorzugt berechneten
Einstellungen für das jeweilige zumindest eine Einstellelement verändert in Umfangsrichtung
auf dem jeweiligen Plattenzylinder gespannt werden.
[0048] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem Auswertevorgang die
neuen Einstellungen für mehrere Einstellelemente einer oder mehrerer Spannvorrichtungen
zugleich und/oder unter Berücksichtigung gegenseitiger Einflüsse der mehreren Einstellelemente
ermittelt und bevorzugt berechnet werden.
[0049] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass der erste Anpassvorgang zumindest
zweier beispielsweise fehlerhaft gespannter Druckplatten zumindest zeitweise gleichzeitig
stattfindet.
[0050] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in zumindest einem dem Inspektionsvorgang
vorangehenden Probedruckvorgang zumindest zwei Registermuster auf den Bedruckstoff
gedruckt werden, die aus jeweils zumindest zwei von zumindest zwei unterschiedlichen
Druckplatten stammenden Referenzelementen und insbesondere Registermarken zusammengesetzt
sind. Insbesondere wurde deren Druckfarbe also von unterschiedlichen Druckplatten
ausgehend direkt oder bevorzugt indirekt auf den Bedruckstoff übertragen. Die zumindest
zwei Registermuster sind bevorzugt parallel zu einer Transportrichtung des Bedruckstoffs
und/oder orthogonal zu einer Transportrichtung des Bedruckstoffs voneinander beabstandet
angeordnet.
[0051] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem ersten Anpassvorgang
eine Spannung innerhalb der zumindest einen Druckplatte bezüglich der axialen Richtung
unverändert bleibt.
[0052] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass zumindest ein Einstellelement
der zumindest einen Spannvorrichtung als zumindest ein vorderer Kontaktkörper ausgebildet
ist, mittels dem ein Abstand der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung von der
ersten Kanalwand des zumindest einen Kanals einstellbar ist und/oder dass zumindest
ein Einstellelement der zumindest einen Spannvorrichtung als zumindest ein hinterer
Abstandshalter ausgebildet ist, mittels dem ein Abstand der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung von der zweiten Kanalwand des zumindest einen Kanals einstellbar
ist und/oder dass zumindest ein Einstellelement der zumindest einen Spannvorrichtung
als zumindest ein Axialantrieb ausgebildet ist, mittels dem eine Lage der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung bezüglich der axialen Richtung parallel zu einer Rotationsachse
des jeweiligen Plattenzylinders einstellbar ist.
[0053] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass zumindest zwei quer zu einer
Transportrichtung des Bedruckstoffs und/oder in axialer Richtung bezogen auf den zumindest
einen Plattenzylinder voneinander beabstandete Registermuster und/oder zumindest zwei
längs der Transportrichtung des Bedruckstoffs und/der in Umfangsrichtung bezogen auf
den zumindest einen Plattenzylinder voneinander beabstandete Registermuster in dem
Inspektionsvorgang erfasst und in dem Auswertevorgang verarbeitet werden.
[0054] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass zumindest zwei auf gegenüberliegenden
Flächen des Bedruckstoffs angeordnete Registermuster in dem Inspektionsvorgang bevorzugt
von miteinander mechanisch und/oder schaltungstechnisch gekoppelten Sensoren, insbesondere
Registersensoren und/oder gleichzeitig erfasst und in dem Auswertevorgang gemeinsam
verarbeitet werden. Das gleichzeitige Erfassen bietet den Vorteil, dass dadurch sichergestellt
ist, dass der Bedruckstoff zwischen einem Erfassen einer Vorderseite und einem Erfassen
einer Rückseite nicht bewegt worden sein kann. Da bevorzugt auch die Lage der zumindest
zwei Sensoren zueinander bekannt und/oder konstant ist, können daraus präzise Daten
über das Register von Vorderseite und Rückseite zueinander gewonnen werden. Bevorzugt
weisen Erfassungsbereiche der zumindest zwei Registersensoren aufeinander zu. Weiter
bevorzugt ist der Bedruckstoff beim Erfassen der zumindest zwei gleichzeitig erfassten
Registermarken zwischen den zumindest zwei Registersensoren angeordnet. Die gemeinsame
Verarbeitung bietet den Vorteil, dass gegenseitige Einflüsse berücksichtigt werden
können. Beispielsweise kann eine geänderte Einstellung eines vorderen Einstellelements
eine veränderte Einstellung eines zunächst bereits perfekt eingestellt erscheinenden
hinteren Einstellelements erfordern. Dies betrifft sowohl ein Druckbild auf der Vorderseite
des Bedruckstoffs relativ zu einem Druckbild auf der Rückseite des Bedruckstoffs,
als auch unterschiedliche Teildruckbilder auf einer gemeinsamen Seite des Bedruckstoffs.
[0055] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass eine Anzahl erfasster und
unter gegenseitiger Berücksichtigung ausgewerteter Registermuster zumindest so groß
ist, wie eine Summe von als vorderen Kontaktkörpern und/oder hinteren Abstandshaltern
ausgebildeten Einstellelementen eines der zumindest zwei Plattenzylinder. Weiter bevorzugt
ist diese Zahl zumindest acht je Druckplatte, noch weiter bevorzugt zumindest vierzehn
je Druckplatte. Insbesondere werden bevorzugt Registermuster sowohl einer Vorderseite
als auch einer Rückseite des Bedruckstoffs erfasst und ausgewertet.
[0056] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass insbesondere im Fall von
zumindest einer bezüglich einer Rotationsachse des zumindest einen Formzylinders in
axialer Richtung auftretenden, einen Toleranzbereich überschreitenden Abweichung einer
Ist-Lage gegenüber einer Soll-Lage in dem Auswertevorgang bevorzugt unter Berücksichtigung
weiterer erfasster Registermuster Einstellungen, insbesondere neue Einstellungen für
zumindest eine Temperatur zumindest einer beispielsweise in ihrer axialen Ausdehnung
fehlerhaften, auf dem zumindest einen Plattenzylinder angeordneten Druckplatte und/oder
zumindest eines Zylinderballens des zumindest einen Plattenzylinders und/oder zumindest
eines mit dieser Druckplatte und/oder diesem zumindest einen Plattenzylinder zusammenwirkenden
Temperiermittels, insbesondere Temperierfluids ermittelt und bevorzugt berechnet werden
und in einem gegebenenfalls zweiten Anpassvorgang die zumindest eine Temperatur dieser
zumindest einen Druckplatte und/oder dieses zumindest eines Zylinderballens und/oder
dieses Temperiermittels, insbesondere Temperierfluids gemäß den Einstellungen, insbesondere
neuen Einstellungen verändert wird. Dies beruht darauf, dass in Fällen, in denen man
mehrere Druckbilder und/oder Teildruckbilder und/oder Registermuster vergleicht, die
an unterschiedlichen axialen Positionen angeordnet sind und in denen eine bestimmte
Druckfarbe axial unterschiedlich relativ zu den anderen Druckfarben angeordnet ist,
dieser Fehler mit der Temperatur ausgeglichen werden kann, wenn es sich nicht um einen
mittels üblicher Seitenregistervorrichtungen behebbaren Fehler handelt, beispielsweise
eine konstante axiale Verschiebung der Druckplatte und/oder des Plattenzylinders.
Ein Vorteil besteht insbesondere darin, dass dadurch eine gleichmäßige Änderung einer
Breite des entsprechenden Druckbildes oder zumindest Teildruckbildes zumindest der
entsprechenden Druckfarbe erzielt werden kann, insbesondere unabhängig von einer Lage
der Druckform in Umfangsrichtung und insbesondere über eine gesamte Druckbildlänge
und insbesondere unabhängig von den Druckbildern oder Teildruckbildern der restlichen
Druckfarben. Bevorzugt ist das zumindest eine Temperierfluid zumindest eine Temperierflüssigkeit,
beispielsweise im Wesentlichen Wasser, gegebenenfalls mit Zusätzen wie Rostschutzmittel.
[0057] Es ergibt sich insbesondere bevorzugt unabhängig von Einstellungen von Klemmvorrichtungen
und/oder Spannvorrichtungen ein bevorzugtes Verfahren zum registerhaltigen Anordnen
zumindest zweier Druckplatten auf zumindest zwei, bevorzugt mit einem gemeinsamen
Übertragungszylinder zusammenwirkenden Plattenzylindern einer Druckmaschine zueinander,
wobei bevorzugt in Abhängigkeit von zumindest einem Druckbild und weiter bevorzugt
zumindest einem Registermuster eines Bedruckstoffs bevorzugt neue Einstellungen für
zumindest eine Temperatur zumindest einer auf zumindest einem insbesondere ersten
der zumindest zwei Plattenzylinder angeordneten insbesondere ersten Druckplatte und/oder
zumindest eines Zylinderballens des zumindest einen insbesondere ersten Plattenzylinders
und/oder zumindest eines mit dieser insbesondere ersten Druckplatte und/oder diesem
zumindest einen insbesondere ersten Plattenzylinder zusammenwirkenden Temperiermittels
ermittelt werden und bevorzugt die zumindest eine Temperatur dieser zumindest einen
insbesondere ersten Druckplatte und/oder dieses zumindest einen Zylinderballens und/oder
dieses zumindest einen Temperiermittels gemäß den neuen Einstellungen verändert wird.
[0058] Bevorzugt wird die zumindest eine Temperatur dieser zumindest einen insbesondere
ersten Druckplatte und/oder dieses zumindest einen Zylinderballens und/oder dieses
zumindest einen Temperiermittels gemäß den neuen Einstellungen derart verändert, dass
sich bevorzugt danach und insbesondere erst danach zumindest ein auf der zumindest
einen insbesondere ersten Druckplatte angeordnetes Bildformelement, insbesondere Registerformelement
und weiter bevorzugt zumindest zwei auf der zumindest einen insbesondere ersten Druckplatte
angeordnete Bildformelemente, insbesondere Registerformelemente einerseits und zumindest
ein auf einer anderen, insbesondere zweiten der zumindest zwei Druckplatten angeordnetes
Bildformelement, insbesondere Registerformelement und bevorzugt zumindest zwei auf
der anderen, insbesondere zweiten der zumindest zwei Druckplatten angeordnete Bildformelemente,
insbesondere Registerformelemente andererseits zumindest bezüglich einer auf zumindest
einen insbesondere ersten Plattenzylinder bezogen axialen Richtung in einer bevorzugt
unabhängig von einem Erfassen und weiter bevorzugt vor dem Erfassen des zumindest
einen Registermusters vorgegebenen relativen Lage zueinander befinden. Bevorzugt ist
diese andere, insbesondere zweite der zumindest zwei Druckplatten auf einem anderen,
insbesondere zweiten der zumindest zwei Plattenzylinder angeordnet. Insbesondere wird
mit dem Verfahren bevorzugt auf zumindest zwei Plattenzylindern jeweils zumindest
eine Druckplatte angeordnet.
[0059] Daraus ergibt sich insbesondere der Vorteil, dass relativ zueinander nicht exakt
registerhaltige Druckplatten dennoch für einen qualitativ hochwertigen Druck eingesetzt
werden können. Fehler in der Registerhaltigkeit der Druckplatten zueinander können
beispielsweise aus unterschiedlichen Temperaturen der entsprechenden Druckplatten
in einer Belichtungsvorrichtung und/oder unterschiedlichen Temperaturen von optischen
Apparaturen der Belichtungsvorrichtung zum Zeitpunkt der Belichtung resultieren. Bevorzugt
wird durch die Veränderung der zumindest einen Temperatur dieser zumindest einen Druckplatte
und/oder dieses zumindest einen Zylinderballens und/oder dieses zumindest einen Temperiermittels
gemäß den neuen Einstellungen die Temperatur der Druckplatte in Umfangsrichtung betrachtet
gleichmäßig, insbesondere um einen im Wesentlichen konstanten und weiter bevorzugt
konstanten Betrag verändert.
[0060] Insbesondere ergibt sich dieser Vorteil dann, wenn die Druckmaschine zumindest eine
Druckeinheit aufweist, die zumindest einen Übertragungszylinder aufweist, in dessen
Kontaktbereich mit einem weiteren Zylinder ein Druckspalt festgelegt ist, wobei der
zumindest eine Übertragungszylinder mit mehreren Plattenzylindern, insbesondere zumindest
dem ersten und dem zweiten Plattenzylinder in Kontakt steht. Durch den Kontakt des
Übertragungszylinders mit mehreren Plattenzylindern werden von diesen Plattenzylindern
übertragene Teilbilder zunächst auf dem Übertragungszylinder gesammelt und gemeinsam
auf den Bedruckstoff übertragen. Dadurch erleidet der Bedruckstoff keine Verformung
zwischen dem Auftragen einer ersten Druckfarbe und dem Auftragen weiterer Druckfarben.
[0061] Unter einem Druckbild ist im Folgenden und im Vorangegangenen ein durch übertragene
Druckfarbe auf einem Bedruckstoff abgebildetes Motiv zu verstehen. Dabei handelt es
sich bevorzugt um zumindest einen Schriftsatz und/oder zumindest ein Abbildung und/oder
insbesondere um zumindest eine Registermarke. Teile des Druckbildes, die bevorzugt
dazu dienen, eine Registerhaltigkeit von Teilbildern zu überprüfen, die von unterschiedlichen
Druckformen stammen, werden bevorzugt als Referenzelemente bezeichnet, weiter bevorzugt
als Registermarken. Als Referenzelemente oder Registermarken werden beispielsweise
Bestandteile eines ohnehin erwünschten Druckbildes verwendet. Bevorzugt werden die
Referenzelemente oder Registermarken aber ausschließlich zur Bestimmung des Registers
genutzt und extra für diesen Zweck gedruckt und sind jeweils Bestandteil zumindest
eines Registermusters. Unter einem Bildformelement ist allgemein ein solcher Bereich
einer Druckplatte zu verstehen, der Druckfarbe beabsichtigt überträgt oder zumindest
dazu in der Lage ist und somit zur Erstellung eines Druckbildes oder zumindest Teildruckbildes
beiträgt. Eine besondere Form eines Bildformelements ist ein Registerformelement.
Ein Registerformelement ist ein Bereich der Druckplatte und überträgt Druckfarbe beabsichtigt
und trägt somit zur Erstellung eines als Referenzelement oder Registermarke ausgebildeten
Druckbildes oder Teildruckbildes bei.
[0062] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass danach und insbesondere erst
danach zumindest ein in der axialen Richtung gemessener Abstand zwischen Mittelpunkten
zumindest zweier auf der zumindest einen Druckplatte angeordneter Registerformelemente
gleich einem in der axialen Richtung gemessenem Abstand zwischen Mittelpunkten zumindest
zweier auf einer anderen der zumindest zwei Druckplatten angeordneter Registerformelemente
ist.
[0063] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem Auswertevorgang zumindest
eine Temperatur zumindest einer weiteren Druckplatte und/oder zumindest eine Temperatur
eines Zylinderballens zumindest eines weiteren Plattenzylinders und/oder zumindest
eine Temperatur zumindest eines Temperiermittels, beispielsweise Temperierfluids eines
anderen Plattenzylinders und/oder eine Umgebungstemperatur der Druckmaschine und/oder
eine Temperatur des Bedruckstoffs in die Ermittlung und bevorzugt Berechnung der neuen
Einstellungen für die zumindest eine Temperatur der zumindest einen beispielsweise
in ihrer axialen Ausdehnung fehlerhaften Druckplatte und/oder des zumindest einen
Zylinderballens und/oder des Temperiermittels einfließt.
[0064] Bevorzugt werden die neuen Einstellungen für die zumindest eine Temperatur mittels
eines Rechners, weiter bevorzugt der Maschinensteuerung oder eines mit der Maschinensteuerung
schaltungstechnisch verbundenen Rechners ermittelt, insbesondere berechnet. Es ist
aber prinzipiell auch möglich, dass diese neuen Einstellungen von einer Bedienperson
ermittelt werden, beispielsweise durch Rechnung und/oder unter Zuhilfenahme von vorgegebenen
Einstellungskonstellationen, beispielsweise Wertetabellen.
[0065] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass nach dem Anpassvorgang ein
Temperaturunterschied zwischen zwei verschiedenen Druckplatten, die auf verschiedenen
Plattenzylindern angeordnet sind, größer oder kleiner ist, als vor dem Anpassvorgang.
[0066] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem Inspektionsvorgang
zumindest zwei Registermuster erfasst werden, die jeweils zumindest ein von einer
gleichen Druckplatte stammendes Referenzelement, insbesondere zumindest eine von einer
gleichen Druckplatte stammende Registermarke aufweisen.
[0067] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem Auswertevorgang bevorzugt
unter Berücksichtigung weiterer erfasster Registermuster neue Einstellungen für zumindest
eine Temperatur zumindest zweier, weiter bevorzugt aller beispielsweise in ihrer axialen
Ausdehnung fehlerhaften Druckplatten ermittelt und bevorzugt berechnet werden und
in dem zweiten Anpassvorgang die zumindest eine Temperatur dieser Druckplatten und/oder
jeweiligen Zylinderballen der jeweiligen Plattenzylinder und/oder Temperiermittel
gemäß den neuen Einstellungen verändert werden.
[0068] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass in dem zweiten Anpassvorgang
eine Spannung innerhalb der zumindest einen Druckplatte bezüglich einer Umfangsrichtung
unverändert aufrechterhalten wird. Da eine Winkellage von Bildpunkten, insbesondere
bei einer temperaturbedingten Änderung von Ausdehnungen der entsprechenden Druckform
nicht von der Temperatur abhängt, ist es nicht notwendig, nach der Temperaturänderung
noch Anpassungen vorzunehmen, die die Winkellage und/oder Umfangsrichtung D betreffen.
[0069] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die Einstellung des zumindest
einen Einstellelements und weiter bevorzugt aller neu eingestellten Einstellelemente
maschinengesteuert und mittels zumindest eines entsprechenden Antriebs vorgenommen
wird. Insbesondere in Kombination mit dem Erfassen des zumindest einen Registermusters
mittels des zumindest einen Sensors, insbesondere Registersensors ergibt sich damit
bevorzugt ein automatisiertes und selbstständig abzulaufen fähiges Verfahren zum Anordnen
der zumindest einen Druckplatte auf dem zumindest einen Plattenzylinder.
[0070] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die zumindest eine Druckplatte
zumindest bezüglich der Umfangsrichtung zumindest teilweise und weiter bevorzugt vollständig
entspannt wird, indem zumindest ein die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung tragender
Schlitten entlang eines Spannwegs von der zumindest einen, in dem gleichen Kanal angeordneten
vorderen Klemmvorrichtung entfernt wird und/oder dass die zumindest eine Druckplatte
verändert gespannt wird, indem zumindest ein die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
tragender Schlitten entlang eines Spannwegs auf die zumindest eine, in dem gleichen
Kanal angeordnete vordere Klemmvorrichtung zu bewegt wird, nachdem das zumindest eine
Einstellelement neu eingestellt wurde.
[0071] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die zumindest eine Druckplatte
verändert gespannt wird, indem zunächst der zumindest eine Schlitten zusammen mit
dem in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung eingespannten hinteren Ende der
Druckplatte auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und die erste Kanalwand
zu bewegt wird und dass danach zumindest ein hinterer Abstandshalter auf eine Position
relativ zu dem zumindest einen Schlitten und/oder relativ zu einem Zylinderballen
des zumindest einen Plattenzylinders eingestellt wird, die zumindest in einem Bereich
dieses zumindest einen hinteren Abstandshalters einen bestimmten Abstand der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung von der zweiten Kanalwand unabhängig einem Spannantrieb
festlegt und dass im Anschluss der Spannantrieb deaktiviert wird und der zumindest
eine Schlitten zusammen mit der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung dadurch
in seiner Position entlang des Spannwegs gehalten wird, dass eine von der gespannten
Druckplatte ausgeübte Kraft den zumindest einen Schlitten über den zumindest einen
hinteren Abstandshalter gegen die zweite Kanalwand presst. In einer möglichen Betriebsweise
werden zumindest zwei hintere Einstellelemente in ihrer Lage relativ zu dem zumindest
einen Schlitten und/oder relativ zu der zweiten Kanalwand unterschiedlich stark verändert.
Dadurch wird die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung und insbesondere deren zumindest
eines radial inneres und/oder deren zumindest eines radial äußeres Klemmelement bevorzugt
in sich elastisch verformt, bevorzugt in Umfangsrichtung. Dadurch wird die Druckform
entlang ihrer axialen Ausdehnung gesehen unterschiedlich stark in Umfangsrichtung
gespannt und dementsprechend verformt. Damit können beispielsweise konvexe und/oder
konkave Fehler in der Anordnung von Druckbildern auf Druckplatten angepasst werden.
Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass jedem Einstellelement genau
ein, in seiner Lage bezüglich der axialen Richtung mit diesem jeweiligen Einstellelement
zumindest teilweise übereinstimmendes Registermuster zugeordnet ist. Dann ist es möglich,
relativ einfach und direkt aus den Registermustern notwendige neue Einstellungen der
Einstellelemente abzuleiten. Alternativ, beispielsweise bei zu schmalem Bedruckstoff
in Druckmaschinen mit variabler Bedruckstoffbreite, werden Einstellungen der Einstellelemente
aus Lagen jeweils mehrerer Registermuster ermittelt, bevorzugt berechnet. Insbesondere
ist dies notwendig, wenn wie bevorzugt Bedruckstoffe mit stark unterschiedlichen Breiten,
beispielsweise mit Breiten zwischen 400 mm und 900 mm zum Einsatz kommen.
[0072] Bevorzugt wird in einem vorderen Öffnungsvorgang die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
geöffnet. Bevorzugt wird in einem vorderen Einlegevorgang ein vorderes Ende der Druckplatte
in einen vorderen Klemmspalt der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung eingelegt.
Bevorzugt wird in einem vorderen Klemmvorgang die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
geschlossen und wird dabei das vordere Ende der Druckplatte in der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung eingeklemmt. Bevorzugt wird danach in einem Auflagevorgang
die Druckplatte auf eine Mantelfläche des Plattenzylinders aufgelegt.
[0073] Bevorzugt wird in einem hinteren Öffnungsvorgang die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
geöffnet und zuvor und/oder zugleich und/oder danach der zumindest eine Schlitten
entlang des Spannwegs aus einer Randlage oder beabstandeten Randlage um eine Einlegestrecke
auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und die erste Kanalwand zu in eine
zentrale oder innere Lage bewegt. Die beabstandete Randlage ist bevorzugt eine Lage,
in der der zumindest eine Schlitten um eine definierte Reservestrecke, beispielsweise
zwischen 4 mm und 6 mm von der zweiten Kanalwand beabstandet angeordnet ist. Diese
Reservestrecke dient einer Erhöhung eines potentiellen Spannwegs. Der Begriff der
zentralen Lage dient dabei zur Unterscheidung gegenüber der Randlage und/oder der
beabstandeten Randlage und besagt insbesondere nicht, dass die Lage genau in einer
Mitte liegen muss. Bevorzugt wird in einem hinteren Einlegevorgang ein hinteres Ende
der Druckplatte, die mittlerweile um den Plattenzylinder gelegt wurde, derart auf
den Plattenzylinder gelegt, dass es zumindest mit einer Komponente in Umfangsrichtung
über eine eine zweite Kanalwand mit der Mantelfläche des Plattenzylinders verbindende
Kante herausragt und wird dann der zumindest eine Schlitten entlang des Spannwegs
aus seiner zentralen oder inneren Lage um die Einlegestrecke auf die zweite Kanalwand
zu in seine Randlage oder bevorzugt seine beabstandete Randlage bewegt. Bevorzugt
wird das hintere Ende der Druckplatte zumindest teilweise von zumindest einem hinteren
Klemmspalt der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung umschlossen, während der
zumindest eine Schlitten entlang des Spannwegs aus seiner zentralen oder inneren Lage
auf die zweite Kanalwand zu in seine Randlage oder seine beabstandete Randlage bewegt
wird. Unter umschließen ist dabei zu verstehen, dass danach zumindest eine geradlinige
Verbindung zumindest eines radial inneren Klemmelements der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung mit zumindest einem radial äußeren Klemmelement der zumindest einen
hinteren Klemmvorrichtung das hintere Ende der Druckplatte schneidet. Bevorzugt wird
in einem hinteren Klemmvorgang die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung geschlossen
und dabei das hintere Ende der Druckplatte in der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
eingeklemmt.
[0074] Bevorzugt wird in einem Spannvorgang der zumindest eine Schlitten entlang des Spannwegs
auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und die erste Kanalwand zu bewegt
und wird die Druckplatte dabei gespannt. Bevorzugt wird in einem ersten Abschnitt
eines Spannvorgangs der zumindest eine Schlitten entlang des Spannwegs auf die zumindest
eine vordere Klemmvorrichtung und die erste Kanalwand zu bewegt. Bevorzugt wird die
Druckplatte dabei mit einer ersten Kraft gespannt. Bevorzugt wird die Druckplatte
dabei mit stärker gespannt, als es für einen Druckbetrieb mit dieser Druckplatte vorgesehen
ist. Bevorzugt wird in einem zweiten Abschnitt des Spannvorgangs die Druckplatte wieder
entlastet, indem der zumindest eine Schlitten wieder auf die zweite Kanalwand zu bewegt
wird. Bevorzugt wird in einem dritten Abschnitt des Spannvorgangs erneut der zumindest
eine Schlitten auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung und die erste Kanalwand
zu bewegt. Bevorzugt wird die Druckplatte dabei mit einer zweiten Kraft gespannt.
Bevorzugt ist die erste Kraft genauso groß, wie die zweite Kraft. Bevorzugt bleibt
die Druckplatte zumindest vom Anfang des ersten Abschnitts des Spannvorgangs bis zum
Ende des dritten Abschnitts des Spannvorgangs in der hinteren Klemmvorrichtung geklemmt.
Je nach Ausführungsform der bevorzugt eingesetzten zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
wird bevorzugt eine der beiden im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen des Spannvorgangs
eingesetzt.
[0075] In einer ersten Ausführungsform des Spannvorgangs und insbesondere des dritten Abschnitts
des Spannvorgangs wird bevorzugt zunächst der zumindest eine Schlitten mittels des
zumindest einen Spannantriebs zusammen mit dem in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
eingespannten hinteren Ende der Druckplatte auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
und die erste Kanalwand zu bewegt und wird danach bevorzugt zumindest ein hinterer
Abstandshalter, der bevorzugt Teil des zumindest einen Schlittens ist, auf eine Position
relativ zu dem zumindest eine Schlitten eingestellt, die einen bestimmten Abstand
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung von der zweiten Kanalwand unabhängig
von dem zumindest einen Spannantrieb festlegt, und wird im Anschluss der zumindest
eine Spannantrieb deaktiviert und wird der zumindest eine Schlitten zusammen mit der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung dadurch in seiner Position entlang des Spannwegs
gehalten, dass eine von der gespannten Druckplatte ausgeübte Kraft den zumindest einen
Schlitten über dessen zumindest einen hinteren Abstandshalter gegen die zweite Kanalwand
presst. Bevorzugt steht spätestens nach Deaktivierung des zumindest einen Spannantriebs
der zumindest eine hintere Abstandshalter mit der zweiten Kanalwand und zugleich mit
dem zumindest einen Schlitten in Kontakt und ist dadurch der Abstand der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung von der zweiten Kanalwand unabhängig von dem zumindest
einen Spannantrieb festlegt.
[0076] In einer zweiten Ausführungsform des Spannvorgangs wird bevorzugt zunächst zumindest
ein, bevorzugt in einem relativ zu dem Zylinderballen ortsfest angeordneten Lager
gelagertes, hinteres Anschlagstellelement relativ zu dem Zylinderballen in eine Anschlagsolllage
bewegt und wird dann bevorzugt der zumindest eine Schlitten mittels des zumindest
einen Spannantriebs zusammen mit dem in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
eingespannten hinteren Ende der Druckplatte auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
und die erste Kanalwand zu bewegt, bis das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
zumindest einen Anschlagkörper berührt und wird dann bevorzugt zumindest eine Fixiereinrichtung
geklemmt und hält diese zumindest eine Fixiereinrichtung bevorzugt den zumindest einen
Schlitten in seiner Lage wird, beispielsweise indem ein Druck in einem als Schlittenlöseschlauch
ausgebildeten Schlittenfreisteller reduziert wird und bevorzugt soweit, dass sich
Schlittenfederpakete entspannen und dadurch bevorzugt zumindest ein Schlittenklemmelement
gegen eine erste Schlittenklemmfläche gepresst wird und wird dann bevorzugt der zumindest
eine Spannantrieb deaktiviert, beispielsweise indem ein Druck in einem als Spannschlauch
ausgebildeten Spannantrieb reduziert wird, beispielsweise auf Umgebungsdruck.
[0077] Vorteile dieses Plattenzylinders und/oder dieses Verfahrens bestehen beispielsweise
darin, dass bevorzugt ein Spannantrieb auch dazu verwendet werden kann, eine hintere
Klemmvorrichtung in ein derartige Lage zu bringen, dass ein Auflegen des hinteren
Endes der Druckplatte erleichtert und insbesondere in im Wesentlichen radialer Richtung
und ohne manuelles Einfädeln der Druckplatte in die hintere Klemmvorrichtung ermöglicht
wird, da bevorzugt die hintere Klemmvorrichtung so bewegt wird, dass sie das hintere
Ende der Druckplatte umschließt, wobei dennoch das radial äußere Klemmelement relativ
zu dem Schlitten unbeweglich ist und somit eine besonders stabile Klemmung erreichbar
ist.
[0078] Ein weiterer Vorteil einer bevorzugten Ausführungsform des Plattenzylinders und/oder
des Verfahrens besteht beispielsweise darin, dass im einem geklemmten und/oder gespannten
Zustand der Druckplatte kein Antrieb einer Klemmvorrichtung oder Spannvorrichtung
aktiviert sein muss.
[0079] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei wiederholter Anwendung des Verfahrens
mit derselben oder einer anderen Druckplatte sehr präzise reproduzierbare Ergebnisse
der Lage und Spannung der Druckplatte erzielbar sind.
[0080] Ein bevorzugtes System zur Registerregelung insbesondere in der Druckmaschine weist
bevorzugt zumindest die Druckmaschine, die Maschinensteuerung der Druckmaschine und
zumindest einen Dateneingang der Maschinensteuerung zum Erfassen von Registerdaten
zumindest einer Druckplatte der Druckmaschine auf. Das System zur Registerreglung
weist zumindest ein mit der Maschinensteuerung schaltungstechnisch, beispielsweise
über zumindest eine Datenleitung verbundenes Temperiersystem auf, mittels dem die
zumindest eine Temperatur der zumindest einen auf zumindest einem Plattenzylinder
der Druckmaschine angeordneten Druckplatte und/oder zumindest eines Zylinderballens
des zumindest einen Plattenzylinders und/oder zumindest eines mit der zumindest einen
Druckplatte und/oder diesem zumindest einen Plattenzylinder zusammenwirkenden Temperiermittels,
insbesondere Temperierfluids in Abhängigkeit von den erfassten Registerdaten steuerbar
und/oder regelbar ist. Die zumindest eine Datenleitung kann als körperlich vorhandene
Leitung und/oder als kabellose, zumindest zeitweise bestehende Leitung ausgebildet
sein, beispielsweise als durch elektromagnetische Wellen gebildete Leitung, insbesondere
Funkleitung. Der zumindest eine Dateneingang ist bevorzugt mit dem zumindest einen
Registersensor schaltungstechnisch verbunden. Der zumindest eine Registersensor ist
bevorzugt als zumindest eine Flächenkamera ausgebildet.
[0081] Bevorzugt liegt dem Verfahren und/oder dem System zur Registerregelung und/oder der
Spannvorrichtung das Prinzip zu Grunde, dass die entsprechende Druckform zunächst
auf den Formzylinder geklemmt und vorbereitet wird, indem sie einmal gespannt und
wieder entspannt wird und dass danach die Druckform mittels des zumindest einen Schlittens
mit einer ersten Spannkraft beaufschlagt wird, die eine Dehnung der Druckform und
damit des Druckbildes verursacht und dass dann eine minimale Verringerung der Spannkraft
auf eine zweite Spannkraft erfolgt, bei der die Druckplatte zunächst gespannt bleibt,
um einen Probedruck auszuführen. Stellt sich heraus, dass Veränderungen vorgenommen
werden sollen, so wird die Druckplatte zunächst zumindest teilweise und bevorzugt
vollständig entspannt und dann mittels des zumindest einen Schlittens mit einer neu
ermittelten dritten Spannkraft beaufschlagt, die eine veränderte Dehnung der Druckform
und des Druckbildes verursacht. Im Anschluss erfolgt wiederum eine minimale Verringerung
der Spannkraft auf eine vierte Spannkraft, bei der bevorzugt ein Druckbetrieb durchgeführt
wird. Bevorzugt ist ein Unterschied zwischen der ersten Spannkraft und der zweiten
Spannkraft deutlich kleiner, als ein Unterschied zwischen der ersten Spannkraft und
der dritten Spannkraft. Bevorzugt ist ein Unterschied zwischen der dritten Spannkraft
und der vierten Spannkraft deutlich kleiner, al ein Unterschied zwischen der ersten
Spannkraft und der dritten Spannkraft.
[0082] Vorteile einer bevorzugten Sicherheitseinrichtung eines Plattenzylinders einer Druckmaschine
und ein Verfahren zur Sicherung eines Plattenzylinders einer Druckmaschine bestehen
bevorzugt darin, dass Bedienpersonen vor Verletzungen geschützt werden, die ansonsten
durch ein Versagen eines Spannantriebs einer Spannvorrichtung eines Plattenzylinders
drohen würden. Bei Einsatz des Spannantriebs treten teils sehr hohe Kräfte auf, insbesondere
weil die entsprechenden Vorrichtungen zum Spannen und/oder Ausrichten von Druckplatten
hohe Kräfte aufzubringen haben. Befindet sich ein Schlitten beispielsweise in einer
Lage, in der ein Abstand zwischen Schlitten und einer Kanalwand vorhanden ist und
ist beispielsweise zeitgleich noch keine Druckplatte oder keine Druckplatte mehr auf
dem Plattenzylinder angeordnet, so ist ein Spalt für beispielsweise Finger von Bedienpersonen
zugänglich. Dieser stellt eine Gefahr dar, weil bei einem Versagen desjenigen Antriebs,
der den Schlitten in diese Lage bewegt hat und dort hält, der Schlitten gegebenenfalls
mit großer Kraft und/oder Geschwindigkeit auf die Kanalwand zu bewegt wird. Diese
Gefahr ergibt sich insbesondere durch den großen Stellweg und/oder die Bewegung des
Schlittens ohne geklemmte Druckplatte.
[0083] Zu diesem Zweck dient bevorzugt eine Sicherheitseinrichtung eines Plattenzylinders
einer Druckmaschine, wobei der Plattenzylinder zumindest eine in einem Kanal des Plattenzylinders
angeordnete Spannvorrichtung aufweist, die zumindest einen in und/oder entgegen einer
Spannrichtung bewegbaren Schlitten aufweist und wobei die Sicherheitseinrichtung zumindest
einen Sicherungsanschlag und zumindest einen in und/oder entgegen einer von der Spannrichtung
verschiedenen Sicherungsrichtung bewegbaren Sicherungskörper aufweist und wobei der
zumindest eine Sicherungskörper zwischen einer Sicherungsposition und einer Freigabeposition
bewegbar angeordnet ist.
[0084] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass bei in der Sicherungsposition
angeordnetem Sicherungskörper eine Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers
in der Spannrichtung und eine Projektion des zumindest einen Sicherungsanschlags in
der Spannrichtung zumindest teilweise überlappen. Dann besteht ein Vorteil insbesondere
darin, dass in diesem Zustand der zumindest eine Sicherungskörper und der zumindest
eine Sicherungsanschlag durch eine relative Bewegung in der Spannrichtung zueinander
in Kontakt gebracht werden können. Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung
dadurch aus, dass bei in der Freigabeposition angeordnetem Sicherungskörper eine Projektion
des zumindest einen Sicherungskörpers in der Spannrichtung und eine Projektion des
zumindest einen Sicherungsanschlags in der Spannrichtung nicht überlappen. Dann besteht
ein Vorteil insbesondere darin, dass der zumindest eine Schlitten ungehindert in der
Spannrichtung bewegt werden kann.
[0085] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Sicherungskörper in der Sicherungsposition nicht mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag
in Kontakt steht und/oder dass der zumindest eine Sicherungskörper in der Sicherungsposition
durch Bewegung des zumindest einen Schlittens entgegen der Spannrichtung mit dem zumindest
einen Sicherungsanschlag in Kontakt bringbar ist. Dann besteht ein Vorteil insbesondere
darin, dass der zumindest eine Schlitten in seiner Bewegung in und/oder entgegen der
Spannrichtung gehindert und somit gesichert ist.
[0086] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Schlitten zumindest eine Klemmvorrichtung für zumindest eine Druckplatte aufweist.
Dann besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass eine Bewegung des zumindest einen
Schlittens ein Einlegen einer Druckplatte in diese Klemmvorrichtung erleichtert. Dieser
Vorteil ergibt sich auch und insbesondere, dann wenn sich die Sicherheitseinrichtung
wie bevorzugt dadurch auszeichnet, dass der zumindest eine Schlitten in und/oder entgegen
der Spannrichtung auf den Kanal bezogen zwischen einer Randlage und einer inneren
Lage bewegbar angeordnet ist und dass die Randlage eine Lage des zumindest einen Schlittens
ist, in der der zumindest eine Schlitten eine Kanalwand berührt und dass die innere
Lage eine Lage des zumindest einen Schlittens ist, in der der zumindest eine Schlitten
von der Kanalwand einen Abstand aufweist.
[0087] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Schlitten mittels zumindest eines Spannantriebs in und/oder entgegen der Spannrichtung
bewegbar ist. Dann besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass Bewegungen des zumindest
einen Schlittens automatisiert vorgenommen werden können.
[0088] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Sicherungskörper mittels zumindest eines Sicherheitsantriebs und/oder zumindest
einer Sicherungsfeder in und/oder entgegen der Sicherungsrichtung bewegbar ist. Dann
besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass Bewegungen des zumindest einen Sicherungskörpers
einerseits automatisiert und andererseits besonders fehlersicher durchführbar sind.
Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass die zumindest
eine Sicherungsfeder dauerhaft eine in der Sicherungsrichtung wirkende Kraft auf den
zumindest einen Sicherungskörper ausübend angeordnet ist. Dann besteht ein Vorteil
insbesondere darin, dass ein Versagen des Sicherheitsantriebs nicht zu einer Gefährdung
von Bedienpersonen führen kann.
[0089] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Sicherungsanschlag ortsfest relativ zu dem zumindest einen Schlitten und/oder
mit dem zumindest einen Schlitten fest verbunden angeordnet ist und/oder dass zumindest
ein Sicherheitsantrieb des zumindest einen Sicherungskörpers ortsfest relativ zu einem
Zylinderballen des Plattenzylinders und/oder mit dem zumindest einen Zylinderballen
fest verbunden angeordnet ist. Dann besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass Versorgungsleitungen
der Sicherheitseinrichtung nicht an den zumindest einen bewegbaren Schlitten angeschlossen
werden müssen.
[0090] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Sicherheitsantrieb als zumindest ein pneumatischer Sicherheitsantrieb ausgebildet
ist. Dann besteht ein Vorteil insbesondere darin, dass der Sicherheitsantrieb einfach
und zuverlässig aufgebaut ist.
[0091] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass ein Baukörper,
an dem der zumindest eine Sicherungsanschlag angeordnet ist, als eine Abdeckung des
zumindest einen Sicherungskörpers und/oder des zumindest einen Sicherheitsantriebs
wirkt, insbesondere zumindest solange und/oder sofern der zumindest eine Schlitten
sich in der zumindest einen Randlage oder der zumindest einen inneren Randlage befindet.
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass weniger oder kein Schmutz in den Bewegungsbereich
des zumindest einen Sicherungskörpers und/oder des zumindest einen
[0092] Sicherheitsantriebs eingetragen wird.
[0093] Bevorzugt zeichnet sich die Sicherheitseinrichtung dadurch aus, dass der zumindest
eine Sicherungsanschlag in einer axialen Richtung breiter ausgebildet ist, als der
zumindest eine Sicherungskörper. Dadurch ergibt sich bevorzugt der Vorteil, dass der
zumindest eine Schlitten auch dann bezüglich der axialen Richtung bewegbar ist, wenn
der zumindest eine Sicherungskörper sich in der Sicherungsposition befindet. Bevorzugt
ist diese Bewegbarkeit auch dann gewährleistet, wenn sowohl zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung als auch zumindest eine hintere Klemmvorrichtung geschlossen sind.
Insbesondere ist der zumindest eine Schlitten bevorzugt auch dann um zumindest 4 mm
und weiter bevorzugt um zumindest 8 mm in der axialen Richtung bewegbar angeordnet,
wenn der zumindest eine Sicherungskörper sich in der Sicherungsposition befindet.
Dies dient beispielsweise dazu, eine Lage der zumindest einen Druckplatte anzupassen.
Der zumindest eine Sicherungsanschlag kann beispielsweise als zumindest eine Begrenzungsfläche
zumindest eines sich in der axialen Richtung erstreckenden Langlochs ausgebildet sein.
[0094] Das Verfahren ist bevorzugt erweitert und/oder erweiterbar zu und/oder kombiniert
und/oder kombinierbar mit einem vorteilhaften Verfahren zur Sicherung eines Plattenzylinders
einer Druckmaschine, wobei zumindest ein Schlitten einer Spannvorrichtung des Plattenzylinders
in einer Spannrichtung bewegt wird und wobei zunächst zumindest ein Sicherungskörper
einer Sicherheitseinrichtung des Plattenzylinders in einer Freigabeposition angeordnet
ist, in der eine Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers in der Spannrichtung
und eine Projektion zumindest eines Sicherungsanschlags in der Spannrichtung nicht
überlappen und wobei im Anschluss der zumindest eine Sicherungskörper aus der Freigabeposition
in eine Sicherungsposition bewegt wird, in der die Projektion des zumindest einen
Sicherungskörpers in der Spannrichtung und die Projektion des zumindest eines Sicherungsanschlags
in der Spannrichtung zumindest teilweise überlappen. Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren
dadurch aus, dass in der Sicherungsposition der zumindest eine Sicherungsanschlag
weiter in der Spannrichtung angeordnet ist, als der zumindest eine Sicherungskörper.
[0095] Die Sicherheit von Bedienpersonen wird bevorzugt dadurch weiter erhöht, dass ausgewertet
wird, ob zumindest ein Lagesensor den zumindest einen Sicherungskörper innerhalb einer
vorgegebenen Zeitspanne von beispielsweise weniger als 10 s (zehn Sekunden) nach einer
Aktivierung zumindest eines Spannantriebs erfasst hat. Sollte dies nicht der Fall
sein, so deutet dies auf eine Fehlfunktion hin. Dies wird dann bevorzugt der Bedienperson
beispielsweise mittels zumindest eines optischen und/oder zumindest eines akustischen
Signals mitgeteilt. Bevorzugt wird das Verfahren dann an dieser Stelle abgebrochen
und/oder der zumindest eine Spannantrieb deaktiviert.
[0096] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0097] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhafter Druckmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit geöffneten Klemmvorrichtungen und einer
ersten Fixiereinrichtung;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit geöffneten Klemmvorrichtungen;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit einer zweiten Fixiereinrichtung;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 6 dargestellten Plattenzylinders;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 6 dargestellten Plattenzylinders;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Plattenzylinders einer Druckmaschine;
- Fig. 10a
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten;
- Fig. 10b
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten und aufgelegter Druckplatte;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Spannvorrichtung des in der
Fig. 2 dargestellten Plattenzylinders mit verschobenen Schlitten;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer vorderen Klemmeinrichtung in einer Ansicht orthogonal
zu einer Rotationsachse des Plattenzylinders;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts des Plattenzylinders;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines Registermusters;
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung einer Druckplatte mit mehreren Registermustern;
- Fig. 16
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Sicherheitseinrichtung mit
in einer Freigabeposition befindlichem Sicherungskörper;
- Fig. 17
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Sicherheitseinrichtung mit
in einer Sicherungsposition befindlichem Sicherungskörper.
[0098] Eine als Rotations-Druckmaschine 01, beispielsweise als Bogen-Rotationsdruckmaschine
01 ausgebildete Druckmaschine 01 wird beispielhaft im Folgenden beschrieben. Die Druckmaschine
01 ist beispielsweise eine im Wertdruck verwendete Druckmaschine 01. Die Druckmaschine
01 ist als eine einen vorzugsweise bogenförmigen Bedruckstoff 09 bedruckende Druckmaschine
01 ausgebildet, also als Bogendruckmaschine 01. Die Druckmaschine 01 weist bevorzugt
zumindest eine Druckeinheit 02 auf, die bevorzugt zumindest ein Druckwerk 08 und bevorzugt
zumindest ein Farbwerk aufweist, wobei das zumindest eine Druckwerk 08 bevorzugt zumindest
einen Formzylinder 07 aufweist. Der zumindest eine Formzylinder 07 ist bevorzugt als
zumindest ein Plattenzylinder 07 ausgebildet. Vorzugsweise sind in der zumindest einen
Druckeinheit 02 mehrere Druckwerke 08 und mehrere Farbwerke vorgesehen, um in einer
selben Produktion verschiedene Druckfarben auf denselben Bedruckstoff 09 zu drucken,
beispielsweise entsprechend der Anzahl dieser Farbwerke. In einer Ausführungsform
sind in derselben Druckeinheit 02 Druckwerke 08 angeordnet, die bevorzugt nach unterschiedlichen
Druckprinzipien arbeiten. Beispielsweise ist zumindest ein Druckwerk 08 als ein Flachdruckwerk
08, beispielsweise ein Offsetdruckwerk 08 ausgebildet und/oder ist zumindest ein anderes
Druckwerk 08 als ein Hochdruckwerk 08, insbesondere ein indirektes Hochdruckwerk 08
ausgebildet. Diese unterschiedlichen Druckwerke 08 bedrucken dann beispielsweise in
einer selben Produktion einen selben Bedruckstoff 09, weiter bevorzugt mittels zumindest
eines gemeinsamen Übertragungszylinders 06. In einer Ausführungsform ist bevorzugt
zumindest ein Druckwerk als zumindest ein Stahlstichdruckwerk 08 ausgebildet.
[0099] Die Druckmaschine 02 weist bevorzugt zumindest eine Bedruckstoffquelle 03 in Form
eines Bogenanlegers 03 auf. Die Druckmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Bogenablage
04 auf, die bevorzugt zumindest einen und weiter bevorzugt zumindest drei Ablagestapel
aufweist. Bevorzugt ist zumindest ein Trockner entlang eines Transportwegs des Bedruckstoffs
09 vor dem zumindest einen Ablagestapel angeordnet, beispielsweise ein Infrarotstrahlungstrockner
und/oder ein Ultraviolettstrahlungstrockner. Beispielsweise weist die Druckmaschine
01 zehn Formzylinder 07, insbesondere Plattenzylinder 07 auf. Eine Bogen-Rotationsdruckmaschine
01 mit einer Druckeinheit 02 mit mehreren Druckwerken 08 ist auch beispielhaft in
Fig. 1 gezeigt. Beispielsweise weist die Druckmaschine 01 zumindest ein Druckwerk
08 und zumindest einen Trockner auf, die jeweils auf den Bedruckstoff 09 einwirkend
entlang eines Transportwegs des Bedruckstoffs 09 vor im Folgenden beschriebenen Übertragungszylindern
06 angeordnet sind.
[0100] Bevorzugt weist die zumindest eine Druckeinheit 02 zumindest einen bevorzugt als
Gummituchzylinder 06 ausgebildeten Übertragungszylinder 06 auf, in dessen Kontaktbereich
mit einem weiteren Zylinder bevorzugt ein Druckspalt 16 festgelegt ist und der bevorzugt
mit mehreren Plattenzylindern 07 in Kontakt steht. Weiter bevorzugt weist die zumindest
eine Druckeinheit 02 zumindest ein Paar von bevorzugt als Gummituchzylindern 06 ausgebildeten
Übertragungszylindern 06 auf. Es sind also bevorzugt zumindest zwei Übertragungszylinder
06 angeordnet. Bevorzugt ist durch einen gemeinsamen Kontaktbereich dieses zumindest
einen Paars von Übertragungszylindern 06 ein Druckspalt 16 festgelegt. Bevorzugt steht
zumindest einer und weiter bevorzugt jeder der zumindest zwei Übertragungszylinder
06 mit zumindest einem Plattenzylinder 07 und weiter bevorzugt mit mehreren, beispielsweise
vier Plattenzylindern 07 in bevorzugt rollendem Kontakt. Bevorzugt ist die Druckeinheit
02 als Mehrfarbendruckeinheit 02 ausgebildet. Jedem dieser Plattenzylinder 07 ist
bevorzugt zumindest ein Farbwerk zugeordnet. Bevorzugt ist auf den zumindest einen
Plattenzylinder 07 zumindest eine Druckform 73 in Form zumindest einer und bevorzugt
genau einer Druckplatte 73 angeordnet. Bevorzugt ist auf jedem Plattenzylinder 07
genau eine Druckplatte 73 angeordnet oder vorgesehen, deren Ausdehnung in einer axialen
Richtung A des Plattenzylinders 07 bevorzugt zumindest 75 % und weiter bevorzugt zumindest
90 % einer Ausdehnung eines Zylinderballens 12 des zumindest einen Plattenzylinders
07 in dieser axialen Richtung A entspricht. Bevorzugt weist der zumindest eine Übertragungszylinder
06 einen Umfang auf, der einem ganzzahligen Vielfachen des Umfangs des zumindest einen
Plattenzylinders 07 entspricht, beispielsweise das Dreifache.
[0101] Bevorzugt ist jedes mit einem Plattenzylinder 07 zusammenwirkende Farbwerk von diesem
jeweiligen Plattenzylinder 07 weg bewegbar angeordnet. Dadurch ist der entsprechende
Plattenzylinder 07 für Wartungsarbeiten und insbesondere für einen Druckplattenwechsel
zugänglich. Weiter bevorzugt sind die Farbwerke aller mit einem gemeinsamen Übertragungszylinder
06 zusammenwirkender Plattenzylinder 07 gemeinsam von diesen Plattenzylindern 07 weg
bewegbar angeordnet und dazu weiter bevorzugt in einem gemeinsamen Teilgestell gelagert.
Beispielsweise wird bei entsprechender Anordnung des zumindest einen Plattenzylinders
07 und des zugeordneten Farbwerks zumindest ein Druckplattenspeicher an den zumindest
einen Plattenzylinder 07 heranbewegt. Dieser zumindest eine Druckplattenspeicher enthält
zumindest eine auf den zumindest einen Plattenzylinder 07 aufzulegende Druckplatte
73. Der zumindest eine Druckplattenspeicher enthält bevorzugt mehrere Druckplatten
73, die mehreren Plattenzylindern 07 zugeordnet sind und/oder werden. Der zumindest
eine Druckplattenspeicher dient neben einer kontrollierten Positionierung der Druckplatte
73 relativ zu dem entsprechenden Plattenzylinder 07 auch einem Schutz der aufzulegenden
Druckplatte 73. Bevorzugt ist zumindest ein Drückmittel, beispielsweise eine Drückrolle
angeordnet, das und/oder die dazu dient, beim Auflegen der Druckplatte 73 auf den
Plattenzylinder 07 diese Druckplatte 73 an den Plattenzylinder 07 anzupressen.
[0102] Die Druckplatte 73 weist bevorzugt eine formstabile Trägerplatte und zumindest eine
Plattenbeschichtung auf. Die formstabile Trägerplatte besteht beispielsweise aus einem
Metall oder einer Legierung, beispielsweise Aluminium oder Stahl. In zumindest einem
indirekten Offset-Druckwerk kommt bevorzugt zumindest eine Trägerplatte aus Stahl
zum Einsatz. In zumindest einem Naßoffset-Druckwerk und/oder zumindest einem wasserlosen
Offset-Druckwerk kommt bevorzugt zumindest eine Trägerplatte aus Aluminium zum Einsatz.
Bevorzugt weist die Trägerplatte eine Dicke, also eine kleinste Abmessung von 0,25
mm bis 0,3 mm auf. Die zumindest eine Plattenbeschichtung definiert ein Druckbild
der Druckplatte 73. Das Druckbild kann beispielsweise dadurch festgelegt sein, dass
Teile einer Oberfläche der Druckplatte 73 hydrophobe Eigenschaften aufweisen, während
andere Teile der Oberfläche der Druckplatte 73 hydrophile Eigenschaften aufweisen.
Je nach Eigenschaften einer eingesetzten Druckfarbe übertragen dann nur ausgewählte
Bereiche der Druckplatte 73 diese Druckfarbe. Eine solche Druckplatte 73 überträgt
Druckfarbe nach einem Flachdruckverfahren, insbesondere Offset-Druckverfahren. Dabei
kann ein wasserloses Offsetdruckverfahren eingesetzt werden oder kann ein so genanntes
Nassoffsetdruckverfahren eingesetzt werden, für das das Druckwerk dann zumindest ein
Feuchtwerk aufweist.
[0103] Das Druckbild ist alternativ dazu dadurch festgelegt, dass die Plattenbeschichtung
zunächst vollflächig aufgetragen ist und in einem Belichtungsvorgang selektiv gehärtet
wird, während die ungehärteten Bereiche ausgewaschen werden, beispielsweise mit Wasser.
Alternativ wird eine Beschichtung nur selektiv aufgebracht oder auf andere Art selektiv
entfernt, beispielsweise durch ätzen oder mechanisch durch gravieren. Dadurch ergeben
sich Bereiche, beispielsweise nicht ausgewaschene Bereiche, die relativ zu der Trägerplatte
erhöht angeordnet sind und Bereiche, beispielsweise ausgewaschene Bereiche, die niedriger
liegen und beispielsweise durch die freiliegende Trägerplatte gebildet sind. Eine
solche Druckplatte 73 überträgt Druckfarbe nach einem Hochdruckverfahren, bevorzugt
auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06, von wo aus sie auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird. Da das Druckbild erst vom Übertragungszylinder 06 auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird, ist dies ein indirektes Hochdruckverfahren.
[0104] Die Druckplatte 73 ist alternativ als Schablonendruckplatte 73 ausgebildet. Eine
solche Schablonendruckplatte 73 weist beispielsweise relativ grobe erhöhte Flächen
auf, die komplett eingefärbt werden und von denen aus Druckfarbe direkt oder indirekt
über einen Sammelzylinder auf einen Stahlstichzylinder übertragen wird. Ein solcher
Stahlstichzylinder weist feine Gravuren auf, in denen die Druckfarbe gespeichert wird,
während sie außerhalb der Gravuren entfernt, beispielsweise abgewischt wird. Bevorzugt
werden unterschiedliche Druckfarben von mehreren Druckplatten 73 auf dem Stahlstichzylinder
gesammelt, wobei weiter bevorzugt die Bereiche unterschiedlicher Farben auf dem Stahlstichzylinder
höchstens minimal überlappen. Durch rollenden Kontakt und beispielsweise durch Pressung
wird die Druckfarbe aus den Gravuren auf einen Bedruckstoff 09 übertragen. Die Druckplatte
73 ist alternativ als Flexodruckplatte 73 für einen direkten oder indirekten Flexodruck
ausgebildet. Unabhängig von der Ausbildung der Druckplatte 73 dient die Druckplatte
73 einer bevorzugt gezielten Übertragung von Druckfarbe und/oder Lack. Entsprechend
ist im Vorangegangenen und im Folgenden immer dann, wenn von Druckfarbe die Rede ist,
alternativ auch ein Lack gemeint, insbesondere im Fall der Flexodruckplatte 73.
[0105] Unabhängig vom verwendeten Material weist die Druckplatte 73 bevorzugt ein vorderes
Ende 74 und ein hinteres Ende 76 auf. Das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 ist bevorzugt
ein in einem Druckbetrieb vorlaufendes Ende 74 der Druckplatte 73. Das hintere Ende
76 der Druckplatte 73 ist bevorzugt ein in dem Druckbetrieb nachlaufendes Ende 76
der Druckplatte 73. Das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 weist bevorzugt einen vorderen
Kontaktbereich 74 auf, der einer Klemmung der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder
07 dient. Bevorzugt weist dieser Kontaktbereich 74 keine Druckfarbe übertragende Plattenbeschichtung
auf. Das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 weist bevorzugt einen hinteren Kontaktbereich
76 auf, der einer Klemmung der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 dient. Bevorzugt
weist dieser Kontaktbereich 76 keine Druckfarbe übertragende Plattenbeschichtung auf.
Bevorzugt besteht die Druckplatte 73 in den Kontaktbereichen 74; 76 ausschließlich
aus der formstabilen Trägerplatte. Durch die Kontaktbereiche 74; 76 ist eine hohe
Reproduzierbarkeit und eine hohe Zuverlässigkeit zumindest eines klemmenden Kontakts
der Druckplatte 73 mit Bestandteilen des Plattenzylinders 07 gewährleistet. Das vordere
Ende 74 und/oder das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 ist oder sind bevorzugt als
von einem Mittelteil der Druckplatte 73 abweichend gebogene Klemmbereiche 74; 76 ausgebildet.
Die Klemmbereiche 74; 76 sind bevorzugt jeweils zwischen 15° und 40° gegenüber dem
Mittelteil der Druckplatte 73 abgewinkelt, weiter bevorzugt zwischen 17° und 22° an
dem vorderen Ende 74 und zwischen 35° und 40° an dem hinteren Ende 76. Bevorzugt weisen
das vordere Ende 74 und das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 jeweils eine Ausdehnung
in Umfangsrichtung D auf, die zwischen 10 mm und 30 mm beträgt, weiter bevorzugt zumindest
15 mm und noch weiter bevorzugt zwischen 15 mm und 20 mm. Ein Auflegen der Druckplatte
73 auf den Plattenzylinder 07 erfolgt bevorzugt zumindest teilweise mittels einer
Auflegevorrichtung, beispielsweise einer automatischen Plattenzuführung.
[0106] In einem Druckbetrieb der Druckmaschine 01 wird zumindest ein von einem Bogenanleger
03 abgegriffener Bogen 09, vorzugsweise eine Sequenz von mehreren Bogen 09, der Druckeinheit
02 zugeführt. Die Druckeinheit 02 arbeitet bevorzugt im Schön- und Widerdruck, wobei
beide Seiten des Bedruckstoffs 09 in dem Druckspalt 16 gleichzeitig eingefärbt werden.
Weiter bevorzugt werden in dem Druckspalt 16 mehrfarbige Druckbilder in einem einzigen
Druckschritt auf den Bedruckstoff 09 übertragen. Diese mehrfarbigen Druckbilder setzen
sich bevorzugt aus einzelnen farbigen Teildruckbildern zusammen, die zuvor von mehreren
Plattenzylindern 07 auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06 übertragen und
dort gesammelt wurden. Die Druckeinheit 02 besteht bevorzugt aus zwei im Wesentlichen
gleich aufgebauten Hälften. Jede der Hälften weist einen bevorzugt als Gummituchzylinder
06 ausgebildeten Übertragungszylinder 06 auf. Die Plattenzylinder 07 und insbesondere
darauf angeordnete Druckplatten 73 werden bevorzugt durch je ein Farbwerk mit jeweils
einer anderen Druckfarbe eingefärbt. Die Plattenzylinder 07 übertragen bevorzugt jeweils
zumindest ein Druckbild auf den entsprechenden Übertragungszylinder 06, an den sie
angestellt sind. Dadurch wird bevorzugt ein mehrfarbiges Druckbild auf jedem Übertragungszylinder
06 geschaffen, das weiter bevorzugt in einem einzigen Schritt auf den Bedruckstoff
09 übertragen wird.
[0107] Wie beschrieben sind beispielsweise jedem Übertragungszylinder 06 jeweils mehrere,
bevorzugt vier Plattenzylinder 07 zugeordnet, wobei an jeden dieser Plattenzylinder
07 jeweils ein Farbwerk angestellt oder zumindest anstellbar ist, so dass bevorzugt
die beiden Übertragungszylinder 06 gemeinsam beispielsweise bis zu acht Druckfarben
verdrucken können. Bevorzugt sind zumindest jeweils ein gemeinsamer Gegendruckzylinder
06 und die daran angestellten und/oder damit zusammenwirkenden Plattenzylinder 07
über zumindest ein Zahnradgetriebe miteinander und mit zumindest einem gemeinsamen
Antriebsmotor gekoppelt. Die Farbwerke sind bevorzugt daran gekoppelt oder koppelbar,
können aber prinzipiell auch jeweils eigene Antriebmotoren aufweisen.
[0108] Der zumindest eine Plattenzylinder 07 der Druckmaschine 01 wird nachfolgend näher
erläutert. Zumindest die mit den Übertragungszylindern 06 zusammenwirkenden Plattenzylinder
07 sind bevorzugt im Wesentlichen baugleich ausgebildet. Jeder Plattenzylinder 07
weist bevorzugt den Zylinderballen 12 und zwei Zylinderzapfen 17 auf. Der Zylinderballen
12 weist bevorzugt zumindest einen Kanal 13 auf, der sich in axialer Richtung A bezüglich
einer Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 erstreckt und der in radialer Richtung
bezüglich der Rotationsachse 11 des Plattenzylinder 07 geöffnet ist. Der Kanal 13
weist bevorzugt eine erste Kanalwand 18 und eine zweite Kanalwand 19 auf, die den
Kanal 13 in Umfangsrichtung D zumindest teilweise begrenzen. Die erste Kanalwand 18
ist bevorzugt eine im Druckbetrieb nachlaufende Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals
13. Die zweite Kanalwand 19 ist bevorzugt eine im Druckbetrieb vorlaufende Kanalwand
19 des zumindest einen Kanals 13. Die Zylinderzapfen 17 des betreffenden Plattenzylinders
07 sind bevorzugt jeweils zumindest in einem bevorzugt als Radiallager ausgebildeten
Lager gelagert, wobei das jeweilige Lager in oder an einer Gestellwand der Druckeinheit
02 angeordnet ist. Ein erstes auf die axiale Richtung A bezogenes Ende des Plattenzylinders
07 wird als Seite I bezeichnet, ein zweites auf die axiale Richtung A bezogenes Ende
des Plattenzylinders 07 wird als Seite II bezeichnet. An der Seite I des Plattenzylinders
07 ist an einer Stirnseite des betreffenden Zylinderballens 12 bevorzugt ein Ventilblock
14 angeordnet. Der der Seite II des Plattenzylinders 17 zugeordnete Zylinderzapfen
17 ist bevorzugt mit einem Rotationsantrieb verbunden oder zumindest verbindbar, mittels
dem der betreffende Plattenzylinder 07 zu einer Rotationsbewegung um die Rotationsachse
11 des Plattenzylinders 07 antreibbar und/oder angetrieben ist. Eine Verbindung des
der Seite II zugeordneten Zylinderzapfens 17 mit dem dem betreffenden Plattenzylinder
07 zugeordneten Rotationsantrieb weist bevorzugt zumindest ein schräg verzahntes Zahnrad
auf. Dadurch wird in bekannter Weise eine Einstellung eines Umfangsregisters des betreffenden
Plattenzylinders 07 ermöglicht. Alternativ weist der zumindest einen Plattenzylinder
07 zumindest einen eigenen Einzelantrieb auf. Bevorzugt weist der Plattenzylinder
07 zumindest eine bevorzugt axiale Bohrung 126 auf, die zur Temperierung von einem
Temperierfluid, beispielsweise einer Temperierflüssigkeit durchströmbar und/oder durchströmt
ist.
[0109] In dem zumindest einen Kanal 13 des Plattenzylinders 07 ist zumindest eine Spannvorrichtung
101 des Plattenzylinders 07 angeordnet. Die zumindest eine Spannvorrichtung 101 weist
zumindest eine Klemmvorrichtung 21; 61 auf, bevorzugt zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 ist bevorzugt der ersten Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals 13 näher angeordnet
als der zweiten Kanalwand 19 des zumindest einen Kanals 13. Die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt der zweiten Kanalwand 19 des zumindest einen Kanals
13 näher angeordnet als der ersten Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals 13. Die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 dient einer Klemmung eines vorderen Endes
74 einer Druckplatte 73, die auf eine Mantelfläche 124 des Zylinderballens 12 des
Plattenzylinders 07 aufgerollt und/oder aufrollbar und/oder aufgelegt und/oder auflegbar
ist. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 dient einer Klemmung eines hinteren
Endes 76 einer Druckplatte 73 und bevorzugt derselben Druckplatte 73. Insbesondere
handelt es sich um dieselbe Druckplatte 73, wenn, wie bevorzugt, der Plattenzylinder
07 genau einen Kanal 13 aufweist, der sowohl eine vordere Klemmvorrichtung 21 als
auch eine hintere Klemmvorrichtung 61 aufweist. Das vordere Ende 74 der Druckplatte
73 ist bevorzugt ein in einem Druckbetrieb vorlaufendes Ende 74 der Druckplatte 73.
Das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 ist bevorzugt ein in einem Druckbetrieb nachlaufendes
Ende 76 der Druckplatte 73. Zum Anordnen der zumindest einen Druckplatte 73 auf dem
zumindest einen Plattenzylinder 07 wird bevorzugt zunächst das vordere Ende 74 der
Druckplatte 73 in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 fixiert und im
Anschluss dieser Plattenzylinder 07 um seine Rotationsachse 11 geschwenkt, um die
Druckplatte 73 auf der Mantelfläche 124 des Plattenzylinders 07 aufzurollen oder aufzulegen,
und dann das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in der hinteren Klemmvorrichtung 61
fixiert. Im Anschluss erfolgt bevorzugt ein Spannen der zumindest einen Druckplatte
73.
[0110] Zunächst wird die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 beschrieben. Die zumindest
eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein radial äußeres vorderes Klemmelement
22 auf, das relativ zu einem vorderen Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 unbeweglich angeordnet ist. Dieser vordere Grundkörper 37 ist
an dem Zylinderballen 12 befestigt, jedoch bevorzugt zu Korrekturzwecken zumindest
minimal relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar angeordnet. Das zumindest eine radial
äußere vordere Klemmelement 22 ist bevorzugt als eine radial äußere vordere Klemmleiste
22 ausgebildet, die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest
75 % und weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des zumindest einen Kanals
13. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Klemmung und/oder Spannung der Druckplatte
73. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein vorderes Anpresselement
23 auf, das radial weiter innen angeordnet ist, als das zumindest eine radial äußere
vordere Klemmelement 22. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 ist bevorzugt
als zumindest eine vordere Blattfeder 23 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest
ein vorderes Federpaket 23, das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 23 besteht. Die zumindest eine Klemmvorrichtung 21 weist zumindest ein
vorderes Stellelement 24 auf, mittels dem eine relative Bewegung des zumindest einen
vorderen Anpresselements 23 relativ zu dem zumindest einen radial äußeren vorderen
Klemmelement 22 und dadurch bevorzugt zugleich relativ zu dem Zylinderballen 12 des
Plattenzylinders 07 bewirkbar ist. Bevorzugt ist das zumindest eine vordere Anpresselement
23 mittels des zumindest einen vorderen Stellelements 24 in sich verformbar. Bevorzugt
ist das zumindest eine vordere Anpresselement 23 mittels des zumindest einen vorderen
Stellelements 24 bezüglich einer im Wesentlichen radialen Richtung verkürzbar. Bevorzugt
erstreckt sich das zumindest eine vordere Anpresselement 23 über zumindest 75 % und
weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des Zylinderballens 12.
[0111] Bevorzugt weist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zumindest zwei vordere
Anpresselemente 23 und/oder zumindest ein radial inneres vorderes Klemmelement 26
auf. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind wiederum bevorzugt jeweils
als zumindest eine Blattfeder 23 und weiter bevorzugt jeweils als zumindest ein Federpaket
23 ausgebildet, die jeweils aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 23 bestehen. Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26
ist bevorzugt als zumindest eine radial innere vordere Klemmleiste 26 ausgebildet,
die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75 % und weiter
bevorzugt zumindest 90 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals 13. Das zumindest
eine radial innere vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt in und/oder entgegen einer
vorderen Klemmrichtung B bewegbar angeordnet, insbesondere auf das zumindest eine
radial äußere vordere Klemmelement 22 zu und/oder von dem zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 weg. Die vordere Klemmrichtung B weist bevorzugt im Wesentlichen
in radialer Richtung. Das bedeutet, die vordere Klemmrichtung B weist bevorzugt zumindest
eine Komponente in radialer Richtung auf, die größer ist, als eine gegebenenfalls
vorhandene Komponente in Umfangsrichtung D. Die vordere Klemmrichtung B ist bevorzugt
orthogonal zu der axialen Richtung A ausgerichtet. Das zumindest eine radial innere
vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt bezüglich der axialen Richtung A unbeweglich
angeordnet. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 und bevorzugt die zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 steht oder stehen bevorzugt mit dem zumindest einen
radial inneren vorderen Klemmelement 26 in Kontakt. Radiale Richtungen B; C, die axiale
Richtung A und die Umfangsrichtung D beziehen sich auf den Zylinderballen 12 und/oder
die Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07.
[0112] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 mittels des
zumindest einen vorderen Anpresselements 23 und weiter bevorzugt mittels der zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 in der vorderen Klemmrichtung B auf das zumindest
eine radial äußere vordere Klemmelement 22 zu mit einer Kraft beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine vordere Stellelement 24 steht bevorzugt mit dem zumindest
einen vorderen Anpresselement 23 in direktem Kontakt. Bevorzugt ist in Umfangsrichtung
D bezüglich des Plattenzylinders 07 das zumindest eine vordere Stellelement 24 zwischen
den zumindest zwei radial inneren vorderen Anpresselementen 23 angeordnet. Das zumindest
eine vordere Stellelement 24 ist bevorzugt als zumindest ein vorderer Klemmlöseantrieb
24, weiter bevorzugt als zumindest ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder
beaufschlagter vorderer Lösekörper 24 und noch weiter bevorzugt als zumindest ein
vorderer Löseschlauch 24, insbesondere vorderer Klemmlöseschlauch 24 ausgebildet,
der weiter bevorzugt mit einem Fluid befüllt und/oder befüllbar ist, beispielsweise
mit Druckluft. Wenn im Folgenden von dem vorderen Klemmlöseschlauch 24 die Rede ist,
so ist damit auch allgemein ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
vorderer Lösekörper 24 gemeint. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des zumindest
einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 mit einem Druck von bis zu 8 bar oder mehr beaufschlagbar
und/oder beaufschlagt. Das zumindest eine vordere Stellelement 24 kann aber auch als
zumindest ein Hydraulikzylinder 24 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder 24 und/oder
zumindest ein Elektromotor 24 ausgebildet sein. Die Einfachheit der Konstruktion im
Fall eines Klemmlöseschlauchs 24 ist jedoch vorteilhaft.
[0113] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 und bevorzugt der zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 in zumindest der vorderen Klemmrichtung B, weiter bevorzugt zumindest
durch eine Ausdehnung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 in einer Richtung
orthogonal zu der axialen Richtung A und orthogonal zu der vorderen Klemmrichtung
B. Dies geschieht beispielsweise in Form einer Durchbiegung des zumindest einen vorderen
Anpresselements 23 und bevorzugt mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen
der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 von dem zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 weg und damit ein Öffnen eines vorderen Klemmspalts 27. Der
vordere Klemmspalt 27 wird bevorzugt durch das zumindest eine radial äußere vordere
Klemmelement 22 einerseits und das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 andererseits gebildet. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt
mit dem vorderen Grundkörper 37 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass
sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar
sind, insbesondere während ihrer Verformung. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 sind bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelement 26
flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden
können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung.
Insbesondere ist also bevorzugt das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 mit den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 derart flexibel verbunden,
so dass eine Verkürzung des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 zwangsläufig
eine Bewegung des zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 entgegen
der vorderen Klemmrichtung B bewirkt.
[0114] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 im Wesentlichen, insbesondere abgesehen von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel
zueinander angeordnet und erstrecken sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen
auch in einer dazu orthogonalen zweiten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest
eine radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die zweite Erstreckungsrichtung jedoch
leicht gekrümmt und jedes vordere Anpresselement 23 leicht gewölbt, da die zumindest
zwei vorderen Anpresselemente 23 ständig unter einer mehr oder weniger großen Vorspannung
stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des vorderen Klemmlöseschlauchs
24 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass ein Bauraum so bemessen ist, dass
den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 nie, insbesondere auch nicht bei komplett
entleertem vorderem Klemmlöseschlauch 24, genügend Platz zur Verfügung steht, um komplett
entspannt zu sein. Der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 ist bevorzugt zwischen
den zumindest zwei vorderen Anpresselementen 23 angeordnet und erstreckt sich bevorzugt
ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23
sind mittels zumindest zweier vorderer Verbindungselemente beweglich, insbesondere
schwenkbar miteinander und/oder mit dem Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 und/oder mit dem zumindest einen vorderen Klemmelement 26 verbunden.
Der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 ist zumindest aus einer bevorzugt
axialen Richtung A betrachtet zwischen den zumindest zwei vorderen Verbindungselementen
angeordnet.
[0115] Zumindest eines der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 und bevorzugt beide
vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar an
dem Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 befestigt, weiter
bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei vorderen Verbindungselemente.
Die zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem zumindest einen radial inneren vorderen Klemmelement 26 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils
beidseits des zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 ist zumindest ein Klammerelement
eine Entfernung von Enden der zumindest zwei vorderen Anpresselemente 23 voneinander
über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd angeordnet. Dies bewirkt, dass bei
einem Aufblasen des zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauchs 24 die zumindest zwei
vorderen Anpresselemente 23 nicht lediglich voneinander wegschwenken, sondern sich
von dem zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauch 24 weg nach außen wölben, da ihre
Enden sich jeweils nicht von den Enden der benachbarten Anpresselemente 23 entfernen
können. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine radial
innere vordere Klemmelement 26 gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement
durch den Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 gebildet.
[0116] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei vorderen Anpresselemente
23 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauch 24 zu einem anderen Verbindungselement,
insbesondere bezüglich der vorderen Klemmrichtung B. Insbesondere wird ein geradliniger
Abstand zweier Enden ein und desselben vorderen Anpresselements 23 verkürzt. Dadurch
bewegt sich das zumindest eine radial innere vorderen Klemmelement 26 relativ zu dem
Grundkörper 37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und insbesondere auf
diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei Verbindungselemente
als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils mit dem Grundkörper
37 der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 oder mit dem zumindest einen radial
inneren vorderen Klemmelement 26 verbunden sind.
[0117] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen vorderen Anpresselements 23 eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren vorderen Klemmelements 26 auf das zumindest einen radial äußeren
vorderen Klemmelement 22 zu und damit ein Schließen des vorderen Klemmspalts 27. Eine
solche Deaktivierung des zumindest einen vorderen Stellelements 24 besteht beispielsweise
in einer Absenkung des Drucks im Inneren des vorderen Klemmlöseschlauchs 24, beispielsweise
bis auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine vordere Anpresselement 23 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei vorderen
Anpresselemente 23 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig
davon, ob die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 geöffnet oder geschlossen
ist und unabhängig davon, ob sich eine Druckplatte 73 in dem vorderen Klemmspalt 27
befindet oder nicht. Insbesondere sind die vorderen Blattfedern 23, weiter bevorzugt
das zumindest eine vordere Federpaket 23 jederzeit leicht durchgebogen und vorgespannt.
[0118] Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 ist bevorzugt immer bevorzugt
mittels zumindest eines vorderen Andrückelements 28, beispielsweise zumindest einer
vorderen Andrückfeder 28 bezüglich der Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten, beispielsweise gegen eine vordere Ausrichtfläche 29 gedrückt. Die vordere
Ausrichtfläche 29 ist bevorzugt zwischen dem zumindest einen vorderen Andrückelement
28 und der ersten Kanalwand 18 angeordnet. Die vordere Ausrichtfläche 29 ist bevorzugt
eine Fläche 29 des zumindest einen vorderen Grundkörpers 37. Insbesondere wirkt eine
von dem zumindest einen vorderen Andrückelement 28 auf das zumindest eine radial innere
vordere Klemmelement 22 ausgeübte Kraft in einer Richtung auf die erste Kanalwand
18 zu. Die von dem zumindest einen vorderen Andrückelement 28 ausgeübte Kraft ist
bevorzugt kleiner als die von dem zumindest einen vorderen Anpresselement 23 ausgeübte
Kraft im geklemmten Zustand. Dadurch ist gewährleistet, dass das zumindest eine radial
innere vordere Klemmelement 26 zwar in Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten ist, aber bezüglich Bewegungen in der vorderen Klemmrichtung B von dem zumindest
einen vorderen Andrückelement 28 nicht beeinträchtigt wird. Die in Umfangsrichtung
D definierte Lage gewährleistet, dass die Druckplatte 73 bei dem Klemmvorgang nicht
ungewollt bewegt wird. Dadurch wird eine hohe Präzision der Lage der Druckplatte 73
in ihrem geklemmten Zustand und insbesondere während des Klemmvorgangs aufrechterhalten.
[0119] Das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement 26 und/oder das zumindest eine
radial äußere vordere Klemmelement 22 weist oder weisen bevorzugt zumindest eine Oberfläche
aus einem gehärteten Werkstoff, beispielsweise gehärtetem Stahl auf, die bevorzugt
zusätzlich oder alternativ mit einer Struktur aus regelmäßigen und/oder unregelmäßen
Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, beispielsweise sich kreuzenden geradlinigen
Kerben. Dies verbessert im Fall einer geklemmten Druckplatte 73 einen Kraftschluss
zwischen der Druckplatte 73 einerseits und dem zumindest einen radial inneren vorderen
Klemmelement 26 und/oder dem zumindest einen radial äußeren vorderen Klemmelement
22 andererseits.
[0120] Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 weist bevorzugt zumindest zwei Registeranschläge
31; 32 auf. Die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 dienen als Referenzpunkte
bei einem Einlegen einer Druckplatte 73 in die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21. Die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 wirken mit bevorzugt als Ausnehmungen
ausgebildeten entsprechenden Gegenstücken der Druckplatte 73 zusammen. Bevorzugt weisen
die zumindest zwei Registeranschläge 31; 32 jeweils eine Sensoreinrichtung auf, um
eine korrekte Lage der Druckplatte 73 relativ zu den zumindest zwei Registeranschlägen
31; 32 maschinell überprüfen zu können. Diese Sensoreinrichtungen sind in einer bevorzugten
Ausführungsform als elektrische Kontakte ausgebildet, wobei weiter bevorzugt zumindest
ein Stromkreis über die Druckplatte 73 geschlossen wird, sobald diese mit beiden Registeranschlägen
31; 32 korrekt in Kontakt steht. Bevorzugt sind diese Sensoreinrichtungen mit einer
Maschinensteuerung verbunden. Weiter bevorzugt hängt ein Schließen der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 von einem positiven Signal seitens dieser Sensoreinrichtungen
ab.
[0121] Die bevorzugt als Ausnehmungen ausgebildeten Gegenstücke der Druckplatte 73 werden
bevorzugt nach einer Bebilderung und/oder Belichtung der Druckplatte 73 an der Druckplatte
73 angebracht und zwar mit hoher Präzision bezüglich einer Lage der als Ausnehmungen
ausgebildeten Gegenstücke relativ zu jeweiligen Druckbildern der Druckplatte 73. Die
Genauigkeit einer Lage der als Ausnehmungen ausgebildeten Gegenstücke relativ zu jeweiligen
Druckbildern liegt bevorzugt im Bereich weniger Mikrometer.
[0122] Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 ist bevorzugt mittels zumindest einer
Verankerung, beispielsweise zumindest einer sich entlang einer ersten Bodenfläche
42 des Kanals 13 bevorzugt im Wesentlichen in einer Richtung parallel zu der Rotationsachse
11 erstreckenden Schiene gelagert. Dadurch ist die gesamte vordere Klemmvorrichtung
21 relativ zu dem Zylinderballen 12 zumindest minimal bewegbar, insbesondere schwenkbar.
Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 ist bevorzugt parallel zu der ersten
Bodenfläche 42 des Kanals 13 um eine zu der ersten Bodenfläche 42 orthogonale Ausgleichsachse
schwenkbar. Bevorzugt ist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 in der axialen
Richtung A gesehen mittels eines axialen Anpressmittels gegen eine seitliche Anschlagswand
gepresst und daher bezüglich dieser axialen Richtung A in einer definierten Lage gehalten.
Die seitliche Anschlagswand begrenzt bevorzugt den zumindest einen Kanal 13 in der
axialen Richtung A. Insbesondere ist die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21
bezüglich der axialen Richtung A bevorzugt unbeweglich relativ zu dem Zylinderballen
12 des Plattenzylinders 07 angeordnet. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 weist bevorzugt zumindest eine erste Abstützstelle 33 oder erste Berührstelle 33
und zumindest zwei zweite Abstützstellen 34; 36 oder zweite Berührstellen 34; 36 auf,
an denen, zumindest in einem gespannten Zustand einer Druckplatte 73 und bevorzugt
immer, die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 mit der ersten Kanalwand 18
in Kontakt steht. Die erste Abstützstelle 33 ist bevorzugt eine unveränderliche Auswölbung
der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und/oder der ersten Kanalwand 18.
Das bedeutet, dass bevorzugt die erste Kanalwand 18 eine der vorderen Klemmvorrichtung
21 zugewandte Auswölbung aufweist, mit der die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 in Kontakt steht und/oder dass weiter bevorzugt die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 eine der ersten Kanalwand 18 zugewandte Auswölbung aufweist, die mit der ersten
Kanalwand 18 in Kontakt steht. Durch die Auswölbung entsteht bevorzugt ein im Wesentlichen
linienförmiger oder punktförmiger Kontakt zwischen vorderer Klemmvorrichtung 21 und
erster Kanalwand 18 und insbesondere bevorzugt kein flächiger Kontakt zwischen vorderer
Klemmvorrichtung 21 und erster Kanalwand 18. Dies garantiert eine besonders präzise
und reproduzierbare Lage der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 relativ
zu dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders 07.
[0123] Die zumindest zwei zweiten Abstützstellen 34; 36 sind bevorzugt einstellbar und weiter
bevorzugt durch zumindest zwei bevorzugt als vordere Stellschrauben 39; 41 ausgebildete
vordere Einstellelemente 39; 41 oder Kontaktkörper 39; 41 festgelegt. Bevorzugt sind
die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 Bestandteile der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21. Die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 sind
bevorzugt in ihrer Lage relativ zu dem zumindest einen Grundkörper 37 der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 einstellbar angeordnet. Bevorzugt sind die zumindest
zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 durch Gewinde mit der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 verbunden und durch Drehung um eine Gewindeachse dieses Gewindes
relativ zu der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 bewegbar angeordnet. In
einer bevorzugten Ausführungsform sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39;
41 mittels zumindest eines und bevorzugt jeweils zumindest eines als vorderer Vorspannantrieb
43; 44 ausgebildeten Antriebs 43; 44 in ihrer Lage relativ zu der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 einstellbar angeordnet. Der zumindest eine Vorspannantrieb
43; 44 ist bevorzugt als zumindest ein Elektromotor 43; 44, beispielsweise Schrittmotor
43; 44 ausgebildet, der weiter bevorzugt ein Getriebe, beispielsweise ein Getriebe
mit besonders hoher Übersetzung aufweist. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44
kann auch als pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 43; 44 oder als piezoelektrischer
Antrieb 43; 44 ausgebildet sein. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 und/oder
die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 weist oder weisen weiter bevorzugt
zumindest einen Vorspannsensor auf, der eine Lage des zumindest einen Vorspannantriebs
43; 44, beispielsweise eine Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors 43; 44
erfasst und/oder der eine Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 erfasst.
Bevorzugt ist der zumindest eine Vorspannsensor mit der Maschinensteuerung verbunden
und/oder ist der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 mit der Maschinensteuerung
verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41 manuell einstellbar.
[0124] Alternativ oder zusätzlich sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41
an dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders 07 gelagert. Die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 sind dann bevorzugt in ihrer Lage relativ zu dem Zylinderballen
12 einstellbar angeordnet. Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41 durch Gewinde mit dem zumindest einen Zylinderballen 12 verbunden und durch
Drehung um eine Gewindeachse dieses Gewindes relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar
angeordnet. Die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 stehen dann bevorzugt
zumindest zeitweise und weiter bevorzugt dauerhaft mit der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 in Verbindung, insbesondere an jeweiligen vorderen Kontaktstellen.
Bevorzugt sind die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 wiederum mittels zumindest
eines und bevorzugt jeweils zumindest eines als vorderer Vorspannantrieb 43; 44 ausgebildeten
Antriebs 43; 44 in ihrer Lage relativ zu dem Zylinderballen 12 einstellbar angeordnet.
Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 ist wie beschrieben bevorzugt als zumindest
ein Elektromotor 43; 44, beispielsweise Schrittmotor 43; 44 ausgebildet, der weiter
bevorzugt ein Getriebe aufweist. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 kann wie
beschrieben auch als pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 43; 44 ausgebildet
sein. Der zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 und/oder die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 weist oder weisen wiederum weiter bevorzugt zumindest einen Vorspannsensor
auf, der eine Lage des zumindest einen Vorspannantriebs 43; 44, beispielsweise eine
Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors 43; 44 erfasst und/oder der eine
Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest
eine Vorspannsensor wiederum mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder ist der
zumindest eine Vorspannantrieb 43; 44 mit der Maschinensteuerung verbunden. Alternativ
oder zusätzlich ist wiederum die Lage der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39;
41 manuell einstellbar.
[0125] Die ersten und zweiten Abstützstellen 39; 41 dienen insbesondere der Abstützung der
zumindest einen Klemmvorrichtung 21; 61, insbesondere der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 in einer gemeinsamen Richtung, die bevorzugt die Umfangsrichtung
D ist. Die ersten und zweiten Abstützstellen 33; 34; 36 sind bevorzugt in axialer
Richtung A entlang der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 verteilt, weiter
bevorzugt entlang einer geraden Linie. Das bedeutet insbesondere, dass die ersten
und zweiten Abstützstellen 33; 34; 36 in der axialen Richtung A gesehen bevorzugt
an jeweils eigenen, voneinander unterschiedlichen Positionen angeordnet sind. Bevorzugt
ist die erste Abstützstelle 33 zumindest bezüglich der axialen Richtung A zwischen
den zumindest zwei zweiten Abstützstellen 34; 36 angeordnet. Bevorzugt stehen jederzeit
an allen Abstützstellen 33; 34; 36 die erste Kanalwand 18 und die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21, insbesondere in Form der Auswölbung und der zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 miteinander in Kontakt.
[0126] Weiter bevorzugt weist die Spannvorrichtung 101 zumindest einen, beispielsweise als
Feder 107 ausgebildeten Stützkörper 107 auf, der sich sowohl an der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch an der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 abstützt und mittels dem die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 gegen die
erste Kanalwand 18 gedrückt wird und mittels dem die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 gegen die zweite Kanalwand 19 gedrückt wird. Bevorzugt sind vier solche als Federn
107 ausgebildete Stützkörper 107 angeordnet, die insgesamt eine Kraft von 600 N bis
1000 N (sechshundert Newton bis eintausend Newton) ausüben. Durch Einstellung der
zumindest zwei zweiten Abstützstellen 33; 34 wird gegebenenfalls eine Durchbiegung
der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 beeinflusst.
[0127] Je nach Lage der vorderen Kontaktkörper 39; 41 relativ zu der vorderen Klemmvorrichtung
21 und/oder dem Zylinderballen 12 und somit der Abstützstellen 33; 34; 36 zueinander
ist das zumindest eine radial äußere vordere Klemmelement 22 und das zumindest ein
radial innere vordere Klemmelement 26 entweder gleichmäßig mit Kräften beaufschlagt
und geradlinig ausgebildet oder ungleichmäßig mit Kräften beaufschlagt und daher konvex
oder konkav gebogen, wenn zumindest eine Kraft die vordere Klemmvorrichtung 21 gegen
die erste Kanalwand 18 presst. Diese zumindest eine Kraft ist bevorzugt wie oben beschrieben
zumindest eine von dem zumindest einen, beispielsweise als Feder 107 ausgebildeten
Stützkörper 107 ausgeübte Kraft und/oder zumindest eine durch Spannung der Druckplatte
73 ausgeübte Zugkraft. Durch entsprechende gezielte Einstellung der Lage der vorderen
Kontaktkörper 39; 41 relativ zu der vorderen Klemmvorrichtung 21 oder dem Zylinderballen
12 und damit der Abstützstellen 33; 34; 36 zueinander kann damit eine gezielte Verspannung
der Druckplatte 73 erreicht werden, beispielsweise zur Korrektur einer konvexen oder
konkaven Verzerrung eines übertragenen Druckbilds. Zusätzlich oder alternativ kann
beispielsweise durch in sich geradlinige, aber zur zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 insgesamt schräg stehende Lage der Abstützstellen 33; 34; 36 eine Schrägstellung
der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 erreicht werden, beispielsweise zur
Korrektur einer Schräglage des übertragenen Druckbilds auf der Druckplatte 73.
[0128] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist entlang einer zweiten Bodenfläche
108 des Kanals 13 in und/oder entgegen der axialen Richtung A bewegbar und um zumindest
eine zu der zweiten Bodenfläche 108 orthogonale Ausgleichsachse schwenkbar. Die Anordnung
bezüglich der axialen Richtung A geschieht bevorzugt mittels eines als Axialantrieb
141 ausgebildeten Antriebs 141. Näheres dazu wird weiter unten beschrieben. Vor einem
ersten Spannen der Druckplatte 73 werden bevorzugt die vorderen Kontaktkörper 39;
41 so eingestellt, dass an allen Abstützstellen 33; 34; 36 gleiche Kräfte zwischen
der ersten Kanalwand 18 und der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 herrschen.
[0129] Im Folgenden wird die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 beschrieben. Die
zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest ein radial äußeres hinteres
Klemmelement 62 auf, das relativ zu einem hinteren Grundkörper 71 der zumindest einen
hinteren Klemmvorrichtung 61 unbeweglich angeordnet ist. Dieser hintere Grundkörper
71 ist an dem Zylinderballen 12 befestigt, jedoch bevorzugt zu Korrekturzwecken minimal
relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar angeordnet. Das zumindest eine radial äußere
hintere Klemmelement 62 ist bevorzugt als eine radial äußere hintere Klemmleiste 62
ausgebildet, die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75
% und weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des zumindest einen Kanals
13. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest ein hinteres Anpresselement
63 auf, das radial weiter innen angeordnet ist, als das zumindest eine radial äußere
hintere Klemmelement 62. Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 ist bevorzugt
als zumindest eine hintere Blattfeder 63 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest
ein hinteres Federpaket 63, das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 63 besteht. Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 weist zumindest
ein hinteres Stellelement 64 auf, mittels dem eine relative Bewegung des zumindest
einen hinteren Anpresselements 63 relativ zu dem zumindest einen radial äußeren hinteren
Klemmelement 62 und dadurch bevorzugt zugleich relativ zu dem Zylinderballen 12 des
Plattenzylinders 07 bewirkbar ist. Bevorzugt ist das zumindest eine hintere Anpresselement
63 mittels des zumindest einen hinteren Stellelements 64 in sich verformbar. Bevorzugt
ist das zumindest eine hintere Anpresselement 63 mittels des zumindest einen hinteren
Stellelements 64 bezüglich einer im Wesentlichen radialen Richtung verkürzbar. Bevorzugt
erstreckt sich das zumindest eine hintere Anpresselement 63 über zumindest 75 % und
weiter bevorzugt zumindest 90 % einer axialen Länge des Zylinderballens 12.
[0130] Bevorzugt weist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 zumindest zwei hintere
Anpresselemente 63 und/oder zumindest ein radial inneres hinteres Klemmelement 66
auf. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind wiederum bevorzugt jeweils
als zumindest eine Blattfeder 63 und weiter bevorzugt jeweils als zumindest ein Federpaket
63 ausgebildet, die jeweils aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden
Blattfedern 63 bestehen. Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66
ist bevorzugt als zumindest eine radial innere hintere Klemmleiste 66 ausgebildet,
die sich in axialer Richtung A erstreckt, bevorzugt über zumindest 75 % und weiter
bevorzugt zumindest 90 % der axialen Länge des zumindest einen Kanals 13. Das zumindest
eine radial innere hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt in und/oder entgegen einer
hinteren Klemmrichtung C bewegbar angeordnet, insbesondere auf das zumindest eine
radial äußere hintere Klemmelement 62 zu und/oder von dem zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 weg. Die hintere Klemmrichtung C weist bevorzugt im Wesentlichen
in radialer Richtung. Das bedeutet, die hintere Klemmrichtung C weist bevorzugt zumindest
eine Komponente in radialer Richtung auf, die größer ist, als eine gegebenenfalls
vorhandene Komponente in Umfangsrichtung D. Die hintere Klemmrichtung C ist bevorzugt
orthogonal zu der axialen Richtung A ausgerichtet. Das zumindest eine radial innere
hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt bezüglich der axialen Richtung A beweglich angeordnet.
Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 und bevorzugt die zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 steht oder stehen bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren
hinteren Klemmelement 66 in Kontakt.
[0131] Bevorzugt ist das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 mittels des
zumindest einen hinteren Anpresselements 63 und weiter bevorzugt mittels der zumindest
zwei hinteren Anpresselemente 63 in der hinteren Klemmrichtung C auf das zumindest
eine radial äußere hintere Klemmelement 62 zu mit einer Kraft beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine hintere Stellelement 64 steht bevorzugt mit dem zumindest
einen hinteren Anpresselement 63 in direktem Kontakt. Bevorzugt ist in Umfangsrichtung
D bezüglich des Plattenzylinders 07 das zumindest eine hintere Stellelement 64 zwischen
den zumindest zwei radial inneren hinteren Anpresselementen 63 angeordnet. Das zumindest
eine hintere Stellelement 64 ist bevorzugt als zumindest ein hinterer Klemmlöseantrieb
64, weiter bevorzugt als mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
hinterer Lösekörper 64 und noch weiter bevorzugt als zumindest ein hinterer Löseschlauch
64, insbesondere hinterer Klemmlöseschlauch 64 ausgebildet, der weiter bevorzugt mit
einem Fluid befüllt und/oder befüllbar ist, beispielsweise mit Druckluft. Wenn im
Folgenden von dem hinteren Klemmlöseschlauch 64 die Rede ist, so ist damit auch allgemein
ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter hinterer Lösekörper
64 gemeint. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des zumindest einen hinteren
Klemmlöseschlauchs 64 mit einem Druck von bis zu 8 bar oder mehr beaufschlagbar und/oder
beaufschlagt. Das zumindest eine hintere Stellelement 64 kann aber auch als zumindest
ein Hydraulikzylinder 64 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder 64 und/oder zumindest
ein Elektromotor 64 ausgebildet sein. Die Einfachheit der Konstruktion im Fall eines
Klemmlöseschlauchs 64 ist jedoch vorteilhaft.
[0132] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 und bevorzugt der zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 in zumindest der hinteren Klemmrichtung C, weiter bevorzugt zumindest
durch eine Ausdehnung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 in einer Richtung
orthogonal zu der axialen Richtung A und orthogonal zu der hinteren Klemmrichtung
C. Dies geschieht beispielsweise in Form einer Durchbiegung des zumindest einen hinteren
Anpresselements 63 und bevorzugt mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen
der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 von dem zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 weg und damit ein Öffnen eines hinteren Klemmspalts 67. Der
hintere Klemmspalt 67 wird bevorzugt durch das zumindest eine radial äußere hintere
Klemmelement 62 einerseits und das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement
66 andererseits gebildet. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt
mit dem hinteren Grundkörper 71 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass
sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar
sind, insbesondere während ihrer Verformung. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 sind bevorzugt mit dem zumindest einen radial inneren hinteren Klemmelement 66
flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden
können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung.
Insbesondere ist also bevorzugt das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement
66 mit den zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 derart flexibel verbunden,
so dass eine Verkürzung des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 das zumindest
eine radial innere hintere Klemmelement 66 zwangsläufig eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 entgegen der hinteren Klemmrichtung
C bewirkt.
[0133] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 im Wesentlichen, insbesondere abgesehen von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel
zueinander angeordnet und erstrecken sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen
auch in einer dazu orthogonalen zweiten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest
eine radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die zweite Erstreckungsrichtung jedoch
leicht gekrümmt und jedes hintere Anpresselement 63 leicht gewölbt, da die zumindest
zwei hinteren Anpresselemente 63 ständig unter einer mehr oder weniger großen Vorspannung
stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des hinteren Klemmlöseschlauchs
64 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass ein Bauraum so bemessen ist, dass
den zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 nie, insbesondere auch nicht bei komplett
entleertem hinterem Klemmlöseschlauch 64, genügend Platz zur Verfügung steht, um komplett
entspannt zu sein. Der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 ist zwischen den
zumindest zwei hinteren Anpresselementen 63 angeordnet und erstreckt sich bevorzugt
ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63
sind mittels zumindest zweier hinterer Verbindungselemente beweglich, insbesondere
schwenkbar miteinander und/oder mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung 61 und/oder mit dem zumindest einen hinteren Klemmelement 62 verbunden.
Der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 ist zumindest aus einer bevorzugt
axialen Richtung A betrachtet zwischen den zumindest zwei hinteren Verbindungselementen
angeordnet.
[0134] Zumindest eines der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 und bevorzugt beide
hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar an
dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 befestigt, weiter
bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei hinteren Verbindungselemente.
Die zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem zumindest einen radial inneren hinteren Klemmelement 66 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils
beidseits des zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauchs 64 ist zumindest ein Klammerelement
eine Entfernung von Enden der zumindest zwei hinteren Anpresselemente 63 voneinander
über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd angeordnet. Dies bewirkt, dass bei
einem Aufblasen des zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauchs 64 die zumindest zwei
hinteren Anpresselemente 63 nicht lediglich voneinander wegschwenken, sondern sich
von dem zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauch 64 weg nach außen wölben, da ihre
Enden sich jeweils nicht von den Enden der benachbarten Anpresselemente 63 entfernen
können. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine radial
innere hintere Klemmelement 66 gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement
durch den Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 gebildet.
[0135] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei hinteren Anpresselemente
63 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauch 64 zu einem anderen Verbindungselement,
insbesondere bezüglich der hinteren Klemmrichtung C. Insbesondere wird ein geradliniger
Abstand zweier Enden ein und desselben hinteren Anpresselements 63 verkürzt. Dadurch
bewegt sich das zumindest eine radial innere hinteren Klemmelement 66 relativ zu dem
Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere auf
diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei Verbindungselemente
als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils mit dem Grundkörper
71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 oder mit dem zumindest einen radial
inneren hinteren Klemmelement 66 verbunden sind.
[0136] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen hinteren Anpresselements 63 eine Bewegung des zumindest
einen radial inneren hinteren Klemmelements 66 auf das zumindest einen radial äußeren
hinteren Klemmelement 62 zu und damit ein Schließen des hinteren Klemmspalts 67. Eine
solche Deaktivierung des zumindest einen hinteren Stellelements 64 besteht beispielsweise
in einer Absenkung des Drucks im Inneren des hinteren Klemmlöseschlauchs 64, beispielsweise
bis auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine hintere Anpresselement 63 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei hinteren
Anpresselemente 63 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig
davon, ob die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 geöffnet oder geschlossen
ist und unabhängig davon, ob sich eine Druckplatte 73 in dem hinteren Klemmspalt 67
befindet oder nicht. Insbesondere sind die hinteren Blattfedern 63, weiter bevorzugt
das zumindest eine hintere Federpaket 63 bevorzugt jederzeit leicht durchgebogen und
vorgespannt.
[0137] Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 ist bevorzugt immer bevorzugt
mittels zumindest eines hinteren Andrückelements 68, beispielsweise zumindest einer
hinteren Andrückfeder 68 bezüglich der Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten, beispielsweise gegen eine hintere Ausrichtfläche 69 gedrückt. Die hintere
Ausrichtfläche 69 ist bevorzugt zwischen dem zumindest einen hinteren Andrückelement
68 und der zweiten Kanalwand 19 angeordnet. Die hintere Ausrichtfläche 69 ist bevorzugt
eine Fläche 69 des zumindest einen hinteren Grundkörpers 71. Insbesondere wirkt eine
von dem zumindest einen hinteren Andrückelement 68 auf das zumindest eine radial innere
hintere Klemmelement 66 ausgeübte Kraft in einer Richtung auf die zweite Kanalwand
19 zu. Die von dem zumindest einen hinteren Andrückelement 68 ausgeübte Kraft ist
bevorzugt kleiner als die von dem zumindest einen hinteren Anpresselement 63 ausgeübte
Kraft im geklemmten Zustand. Dadurch ist gewährleistet, dass das zumindest eine radial
innere hintere Klemmelement 66 zwar in Umfangsrichtung D in einer definierten Lage
gehalten ist, aber bezüglich Bewegungen in der hinteren Klemmrichtung C von dem zumindest
einen hinteren Andrückelement 68 nicht beeinträchtigt wird. Die in Umfangsrichtung
D definierte Lage gewährleistet, dass die Druckplatte 73 bei dem Klemmvorgang nicht
ungewollt bewegt wird. Dadurch wird eine hohe Präzision der Lage der Druckplatte 73
in ihrem geklemmten Zustand und insbesondere während des Klemmvorgangs aufrechterhalten.
[0138] Das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement 66 und/oder das zumindest eine
radial äußere hintere Klemmelement 62 weist oder weisen bevorzugt zumindest eine Oberfläche
aus einem gehärteten Werkstoff, beispielsweise gehärtetem Stahl auf, die bevorzugt
zusätzlich oder alternativ mit einer Struktur aus regelmäßigen und/oder unregelmäßen
Erhebungen und/oder Vertiefungen versehen ist, beispielsweise sich kreuzenden geradlinigen
Kerben. Dies verbessert im Fall einer geklemmten Druckplatte 73 einen Kraftschluss
zwischen der Druckplatte 73 einerseits und dem zumindest einen radial inneren hinteren
Klemmelement 66 und/oder dem zumindest einen radial äußeren hinteren Klemmelement
62 andererseits.
[0139] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt Teil zumindest eines
Schlittens 102 der zumindest einen Spannvorrichtung 101. Der zumindest eine Schlitten
102 und damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt zumindest
teilweise entlang eines Spannwegs und/oder in einer Spannrichtung E bewegbar angeordnet.
Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg orthogonal zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders
07. Bevorzugt erstreckt sich der Spannweg innerhalb einer Ebene, deren Flächennormale
parallel zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 orientiert ist. Bevorzugt
erstreckt sich der Spannweg im Wesentlichen in und/oder entgegen der Umfangsrichtung
D oder weiter bevorzugt in und/oder entgegen einer zu der Umfangsrichtung D bevorzugt
tangentialen Spannrichtung E. Bevorzugt ist der zumindest eine Schlitten 102 innerhalb
des zumindest einen Kanals 13 entlang des Spannwegs auf die zumindest einen vordere
Klemmvorrichtung 21 zu bewegbar angeordnet. Bevorzugt ist zumindest eine Führung angeordnet,
die die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 entlang ihres Spannwegs führt.
Ein maximaler Spannweg, also ein maximaler Verstellweg des zumindest einen Schlittens
102 in und/oder entgegen der Spannrichtung E beträgt bevorzugt zwischen 10 mm und
35 mm, weiter bevorzugt zumindest 15 mm und noch weiter bevorzugt zwischen 15 mm und
20 mm. Eine zum Spannen zurückgelegte Länge des Spannwegs ist bevorzugt zwischen 0,1
mm und 2 mm lang, weiter bevorzugt zwischen 0,5 mm und 1,2 mm. Die Spannrichtung E
ist bevorzugt parallel zu der zweiten Bodenfläche 108 des Kanals 13 im Bereich der
hinteren Klemmvorrichtung 61 ausgerichtet. Der maximale Verstellweg des zumindest
einen Schlittens 102 ist bevorzugt relativ zu dem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders
07 in und/oder entgegen der Spannrichtung E zumindest so groß, wie eine in der Spannrichtung
E gemessene Ausdehnung einer vorgesehenen oder tatsächlichen Kontaktfläche einer in
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmten Druckplatte 73 mit dem
zumindest einen radial äußeren Klemmelement 62 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61, weiter bevorzugt zumindest 2 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 5 mm größer.
Wenn der maximale Verstellweg größer ist, als die vorgesehene oder tatsächliche Ausdehnung
der Kontaktfläche, so kann die Druckplatte 73 insbesondere besonders einfach weiter
in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 eingeführt werden, als es der Ausdehnung
der Kontaktfläche entspricht. Dadurch sind Reserven bezüglich auftretender Lagefehler
möglich. Außerdem muss dadurch die Druckplatte 73 nicht an ihrem äußersten Rand geklemmt
werden.
[0140] Die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt mittels zumindest einer
Verankerung, beispielsweise zumindest einer, sich beispielsweise entlang dieser zweiten
Bodenfläche 108 des Kanals 13 bevorzugt im Wesentlichen in einer Richtung orthogonal
zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 erstreckenden Schiene gelagert. Dadurch
ist die gesamte hintere Klemmvorrichtung 61 relativ zu dem Zylinderballen 12 bevorzugt
zumindest linear bewegbar. Dies dient einerseits einer vereinfachten Einführung des
hinteren Endes 76 der Druckplatte 73 in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 und andererseits einer Spannung und/oder einer Ausrichtung der sowohl in der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 geklemmten Druckplatte 73.
[0141] Zumindest ein als Spannantrieb 104 ausgebildeter Antrieb 104 ist mit der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung 61 in Verbindung stehend angeordnet. Mittels des zumindest
einen Spannantriebs 104 ist zumindest eine bevorzugt einstellbare Kraft auf den zumindest
einen Schlitten 102 ausübbar und/oder ausgeübt, die in einer Richtung von der zweiten
Kanalwand 19 auf den zumindest einen Schlitten 102 zu weist. Bevorzugt ist der zumindest
eine Spannantrieb 104 zwischen einer ersten Stützfläche 103 des zumindest einen Schlittens
102 und der zweiten Kanalwand 19 angeordnet. Der zumindest eine Spannantrieb 104 ist
bevorzugt als zumindest ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter
Stellkörper 104 ausgebildet. Ein solches Druckmittel ist beispielsweise ein Hydraulikmedium
oder ein Pneumatikmedium, insbesondere Luft. Der zumindest eine Spannantrieb 104 ist
weiter bevorzugt als zumindest ein Spannschlauch 104 ausgebildet. Der zumindest eine
Stellkörper 104 und bevorzugt der zumindest eine Spannschlauch 104 ist bevorzugt mit
Drücken von bis 10 bar und mehr beaufschlagbar. Der zumindest eine Spannantrieb 104
kann aber auch als zumindest ein Hydraulikzylinder 104 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder
104 und/oder zumindest ein Elektromotor 104 ausgebildet sein. Der zumindest eine Spannantrieb
104 ist bevorzugt gegen ein relativ zu dem Plattenzylinder 07 starr angeordnetes Bauteil
oder einen Bestandteil des Plattenzylinders 07 selbst abgestützt, beispielsweise die
zweite Kanalwand 19. Wenn im Vorangegangenen oder im Folgenden von dem zumindest einen
Spannschlauch 104 die Rede ist, so ist damit ebenfalls allgemein der zumindest eine
mit einem Druckmittel beaufschlagbare und/oder beaufschlagte Stellkörper 104 gemeint.
[0142] Bevorzugt ist zumindest ein Rückstellelement 106 angeordnet, beispielsweise zumindest
eine als Rückstellfeder 106 ausgebildete Feder 106; 107. Das zumindest eine Rückstellelement
106 bewirkt eine Rückstellkraft auf den zumindest einen Schlitten 102, die entgegen
der Spannrichtung E orientiert ist. Das zumindest eine Rückstellelement 106 ist in
einer Ausführungsform gegen ein relativ zu dem Plattenzylinder 07 starr angeordnetes
Bauteil oder einen Bestandteil des Plattenzylinders 07 selbst abgestützt. Bevorzugt
ist jedoch das zumindest eine Rückstellelement 106 mit dem als Feder 107 ausgebildeten
Stützkörper 107 identisch, der sich sowohl an der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 als auch an der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 abstützt und mittels
dem die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 gegen die erste Kanalwand 18 gedrückt
wird. Solange der zumindest eine Spannantrieb 104 deaktiviert ist, ist der zumindest
eine Schlitten 102 in einer ersten, auch Randlage genannten, der zweiten Kanalwand
19 näheren Position des zumindest einen Schlittens 102 angeordnet, insbesondere wegen
der von dem zumindest einen Rückstellelement 106 auf den zumindest einen Schlitten
102 ausgeübten Rückstellkraft. Solange der zumindest eine Spannantrieb 104 deaktiviert
ist und zumindest ein entsprechendes hinteres Einstellelement 131 und/oder hinterer
Abstandshalter 131 entsprechend eingestellt ist, ist der zumindest eine Schlitten
102 in einer beabstandete Randlage genannten, gegenüber der Randlage von der zweiten
Kanalwand 19 um eine Reservestrecke weiter entfernten Position des zumindest einen
Schlittens 102 angeordnet, insbesondere wegen der von dem zumindest einen Rückstellelement
106 auf den zumindest einen Schlitten 102 ausgeübten Rückstellkraft einerseits und
der Wirkung des zumindest einen hinteren Einstellelements 131 andererseits. Die Reservestrecke
ist bevorzugt zwischen 4 mm und 6 mm lang.
[0143] Die Randlage des zumindest einen Schlittens 102 ist eine Position oder Lage des zumindest
einen Schlittens 102, in der der zumindest eine Schlitten 102 die zweite Kanalwand
19 berührt. Die beabstandete Randlage des zumindest einen Schlittens 102 ist eine
Position oder Lage des zumindest einen Schlittens 102 in der der zumindest eine Schlitten
102 von der zweiten Kanalwand 19 einen Abstand aufweist, der bevorzugt mehr als 0
mm und weniger als 7 mm und weiter bevorzugt zwischen 4 mm und 6 mm beträgt. Eine
zentrale oder innere Lage des zumindest einen Schlittens 102 ist eine Position oder
Lage des zumindest einen Schlittens 102 in der der zumindest eine Schlitten 102 von
der zweiten Kanalwand 19 einen Abstand aufweist, der bevorzugt zwischen 9 mm und 31
mm und weiter bevorzugt zwischen 14 mm und 26 mm beträgt.
[0144] Die zumindest eine Spannvorrichtung 101 weist bevorzugt zumindest eine Fixiereinrichtung
109 auf, mittels der die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 in ihrer Lage
und insbesondere unter Aufrechterhaltung einer Spannung der Druckplatte 73 fixierbar
ist, insbesondere zumindest bezüglich Bewegungen des zumindest einen Schlittens 102
auf die zweite Kanalwand 19 zu. Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Ausführungsformen
der Fixiereinrichtung 109 beschrieben.
[0145] Eine erste Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 wird im Folgenden beschrieben.
In der ersten Ausführungsform weist die Fixiereinrichtung 109 zumindest ein bevorzugt
einstellbares hinteres Einstellelement 131, insbesondere einen bevorzugt einstellbaren
hinteren Abstandshalter 131 auf, der bevorzugt als zumindest eine hintere Stellschraube
131 ausgebildet ist. Der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 ist mittels eines
Lagers, das bevorzugt zumindest ein Gewinde aufweist oder als Gewinde ausgebildet
ist, bevorzugt in dem zumindest einen Schlitten 102 und in der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung 61 gelagert, insbesondere in dem hinteren Grundkörper 71. Es ist
aber auch möglich, den zumindest einen hinteren Abstandshalter 131 mittels eines Lagers
in einem Bestandteil des Zylinderballens 12 oder einem relativ zu dem Zylinderballen
12 starr angeordneten Bauteil zu lagern. Der zumindest eine hintere Abstandshalter
131 ist relativ zu dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar, insbesondere in seiner
relativen Position zu dem zumindest einen Schlitten 102 einstellbar, beispielsweise
durch eine Schraubbewegung in dem zumindest einen Gewinde. Der zumindest eine hintere
Abstandshalter 131 ist bevorzugt gemeinsam mit dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar.
Der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 ist insbesondere in zumindest einer
eingefahrenen Position und in zumindest einer und bevorzugt mehreren ausgefahrenen
Positionen relativ zu dem zumindest einen Schlitten 102 anordenbar. In der zumindest
einen ausgefahrenen Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ragt
der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 bevorzugt weiter in einer auf die zweite
Kanalwand 19 zu weisenden Richtung über eine der zweiten Kanalwand 19 zugewandte hintere
Randfläche 132 des zumindest einen Schlittens 102 hinaus, als in der eingefahrenen
Position.
[0146] Ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mittels eines Lager in einem Bestandteil
des Zylinderballens 12 oder einem relativ zu dem Zylinderballen 12 starr angeordneten
Bauteil gelagert, so ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 insbesondere
in zumindest einer eingefahrenen Position und in zumindest einer und bevorzugt mehreren
ausgefahrenen Positionen relativ zu dem Zylinderballen 12 anordenbar. In der zumindest
einen ausgefahrenen Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ragt
der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 dann bevorzugt weiter in einer auf den
zumindest einen Schlitten 102 zu weisenden Richtung über die dem zumindest einen Schlitten
102 zugewandte zweite Kanalwand 19 hinaus, als in der eingefahrenen Position.
[0147] Das zumindest eine Rückstellelement 106 bewirkt, wie bereits beschrieben, eine Rückstellkraft
auf den zumindest einen Schlitten 102, die entgegen der Spannrichtung E orientiert
ist. Sofern keine entgegen gesetzten Kräfte wirken, wird der zumindest eine Schlitten
102 also gegen die zweite Kanalwand 19 gepresst. Je nach Position des zumindest einen
hinteren Abstandshalters 131 wird der zumindest eine Schlitten 102 jedoch daran gehindert,
der zweiten Kanalwand 19 maximal nahe und insbesondere in seine Randlage zu kommen.
Befindet sich der zumindest eine hinteren Abstandshalters 131 in der eingefahrenen
Position und steht der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 und/oder der zumindest
eine Schlitten 102 selbst mit der zweiten Kanalwand 19 in Kontakt, so ist der zumindest
eine Schlitten 102 weiter von der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 entfernt
angeordnet, als wenn der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 sich in einer ausgefahrenen
Position und in Kontakt mit der zweiten Kanalwand 19 befindet. Entsprechend verhalten
sich auch kleinste Abstände zwischen des zumindest einen vorderen Klammspalt 27 und
des zumindest einen hinteren Klammspalt 67. Eine in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 und in der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte und um den Zylinderballen
12 gelegte Druckplatte 73 ist also bei deaktiviertem Spannantrieb 104 je nach Position
des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 mehr oder weniger gespannt. Die Fixiereinrichtung
109 in der ersten Ausführungsform wirkt also der Spannkraft der Druckplatte 73 und/oder
der Rückstellkraft des zumindest einen Rückstellelements 106 entgegen und fixiert
so den zumindest einen Schlitten 102 und damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61.
[0148] Die Fixiereinrichtung 109 in der ersten Ausführungsform wird bevorzugt derart betrieben,
dass eine sowohl in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch in der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte Druckplatte 73 zunächst gespannt
wird, indem der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert wird, beispielsweise indem
der mit einem Druckmittel beaufschlagbare und/oder beaufschlagte Stellkörper 104,
insbesondere der Spannschlauch 104 mit einem Druck beaufschlagt wird und sich so ausdehnt,
dass er den zumindest einen Schlitten 102 bewegt. Dabei ist der zumindest ein hintere
Abstandshalter 131 zunächst in der eingefahrenen Position relativ zu dem zumindest
einen Schlitten 102 angeordnet. Der zumindest eine Schlitten 102 und damit die gesamte
zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 bewegt sich auf die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21 zu. Dadurch wird die um den Plattenzylinder 07 gewickelte Druckplatte
73 gespannt. Der zumindest eine Schlitten 102 bewegt sich bevorzugt so weit, dass
eine gewünschte Spannung der Druckplatte 73 erreicht oder weiter bevorzugt zumindest
leicht überschritten wird. Im Anschluss wird der zumindest eine hintere Abstandshalter
131 von der eingefahrenen Position in eine definierte ausgefahrene Position bewegt.
Im Anschluss wird der Spannantrieb 104 deaktiviert, beispielsweise indem der Druck
im Spannschlauch 104 reduziert wird, beispielsweise auf Umgebungsdruck, insbesondere
Atmosphärendruck. Gegebenenfalls bewegt sich der zumindest eine Schlitten 102 wieder
auf die zweite Kanalwand 19 zu, bis der zumindest eine hintere Abstandshalter 131
die zweite Kanalwand 19 an jeweils zumindest einer und bevorzugt genau einer Abstandskontaktstelle
133 berührt und dadurch der zumindest eine Schlitten 102 gestoppt wird. Alternativ
berührt der zumindest eine Schlitten 102 den zumindest einen in dem Zylinderballen
12 gelagerten Abstandshalter 131, um den zumindest einen Schlitten 102 zu stoppen.
[0149] Die hintere Klemmvorrichtung 61 wird in diesem Zustand, wie bereits beschrieben,
dadurch in ihrer Position gehalten, dass die Rückstellkraft des zumindest einen Rückstellelement
106 und/oder die Spannung der Druckplatte 73 den zumindest einen Schlitten 102 und
damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 gegen die zweite Kanalwand 19
presst, allerdings in einem durch die Position des zumindest einen hinteren Abstandshalter
131 festgelegten Abstand. Dazu muss kein Antrieb dauerhaft aktiviert bleiben und insbesondere
muss kein Schlauch dauerhaft mit Druck beaufschlagt bleiben. Der zumindest eine Spannantrieb
104, der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 und das zumindest eine hintere
Stellelement 64 sind bevorzugt gegen ein gleiches Bauteil des Schlittens 102 und der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 62 abgestützt, weiter bevorzugt gegen den
hinteren Grundkörper 71. Betätigungen des zumindest einen Spannantriebs 104, des zumindest
einen hinteren Abstandshalters 131 und des zumindest einen hinteren Stellelements
64 sind bevorzugt unabhängig voneinander ausführbar.
[0150] Die genaue Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 definiert den
minimalen Abstand des zumindest einen Schlittens 102 von der zweiten Kanalwand 19.
Durch die genaue Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 ist somit
eine maximale auf die gespannte Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft festgelegt.
Bevorzugt sind mehrere, weiter bevorzugt zumindest vier der beschriebenen hinteren
Abstandshalter 131 in axialer Richtung A voneinander beabstandet angeordnet. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mittels
zumindest eines als Abstandsantrieb 134 ausgebildeten Antriebs 134 in seiner Position
einstellbar. Der zumindest eine Abstandsantrieb 134 ist bevorzugt als zumindest ein
Elektromotor 134 ausgebildet. Der zumindest eine Abstandsantrieb 134 kann auch als
pneumatischer und/oder hydraulischer Antrieb 134 ausgebildet sein. Der zumindest eine
Abstandsantrieb 134 und/oder der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 weist weiter
bevorzugt zumindest einen Abstandssensor auf, der eine Position des zumindest einen
Abstandsantriebs 134, beispielsweise eine Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors
erfasst und/oder der eine Position des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131
erfasst. Bevorzugt ist der zumindest eine Abstandssensor mit der Maschinensteuerung
verbunden und/oder ist der zumindest eine Abstandsantrieb 134 mit der Maschinensteuerung
verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Position des zumindest einen Abstandshalters
131 manuell einstellbar.
[0151] Eine zweite Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 weist zumindest einen Anschlagkörper
111 und zumindest ein bevorzugt in seiner Lage relativ zu dem Zylinderballen 12 und/oder
dem zumindest einen Schlitten 102 gezielt veränderbares hinteres Anschlagstellelement
112, beispielsweise zumindest eine hintere Anschlagschraube 112 auf. Das zumindest
eine hintere Anschlagstellelement 112 weist bevorzugt zumindest ein Anschlaggetriebe
113 auf, beispielsweise um eine feinere Einstellung der Lage des zumindest einen hinteren
Anschlagstellelements 112 zu ermöglichen. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 ist bevorzugt in zumindest einem Lager 122 gelagert, das beispielsweise als Lagerblock
122 ausgebildet ist. Bevorzugt steht das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 über zumindest ein Gewinde mit dem zumindest einen Lager 122 in Verbindung. Das
zumindest eine Lager 122 ist bevorzugt ortsfest relativ zu dem Zylinderballen 12 angeordnet,
beispielsweise als Teil des Zylinderballens 12 ausgebildet. Der zumindest eine Anschlagkörper
111 ist bevorzugt an dem zumindest einen Schlitten 102 angeordnet und mit diesem zusammen
bewegbar. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 ist bevorzugt den maximalen
Stellweg des zumindest einen Schlittens 102 begrenzend angeordnet. Der maximale Stellweg
des zumindest einen Schlittens 102 ist dann bevorzugt an einem Ende durch das zumindest
eine hintere Anschlagstellelement 112 und an einem anderen Ende durch die zweite Kanalwand
19 begrenzt. Durch Veränderung der Lage des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements
112 bezüglich der Spannrichtung E ist der maximale Stellweg des zumindest einen Schlittens
102 einstellbar, insbesondere verlängerbar und/oder verkürzbar.
[0152] Bevorzugt ist zumindest ein Schlittenklemmelement 114 an dem zumindest einen Schlitten
102 angeordnet. Das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 ist bevorzugt mittels
zumindest eines als Schlittenlöseantrieb 116 ausgebildeten Antriebs 116 relativ zu
dem zumindest einen Schlitten 102 bewegbar angeordnet. Mittels des zumindest einen
Schlittenlöseantriebs 116 ist das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 mit einer
ersten Schlittenklemmfläche 117 des zumindest einen Kanals 13 in und/oder außer Kontakt
bringbar. In einer fixierten Stellung des zumindest einen Schlittens 102 stützt sich
der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 einerseits an dem zumindest einen Schlitten
102 und damit an der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 ab und stützt sich
der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 andererseits über das zumindest eine Schlittenklemmelement
114 an der ersten Schlittenklemmfläche 117 des Kanals 13 ab. Der zumindest eine Schlitten
102 und damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 stützt sich bevorzugt
wiederum an einer der ersten Schlittenklemmfläche 117 des Kanals 13 gegenüberliegenden
zweiten Schlittenklemmfläche 118 des Kanals 13 ab. Dadurch ist der zumindest eine
Schlitten 102 in dem Kanal 13 fixiert. Bevorzugt ist der zumindest eine Schlittenlöseantrieb
116 analog zu dem Prinzip der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und/oder
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 aufgebaut.
[0153] Dazu weist der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 bevorzugt zumindest ein und
weiter bevorzugt zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 auf. Das zumindest eine
Schlittenanpresselement 119 ist bevorzugt als zumindest eine Schlittenblattfeder 119
ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest ein vorderes Schlittenfederpaket 119,
das aus mehreren, insbesondere flächig aneinander anliegenden Blattfedern 119 besteht.
Der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 weist bevorzugt zumindest einen Schlittenfreisteller
121 auf. Der zumindest eine Schlittenfreisteller 121 ist bevorzugt als zumindest ein
Schlittenlöseschlauch 121 ausgebildet, der mit einem Fluid befüllt und/oder befüllbar
ist, beispielsweise mit Druckluft. Bevorzugt ist die Druckluft in einem Inneren des
zumindest einen Schlittenlöseschlauchs 121 mit einem Druck von bis zu 10 bar oder
mehr beaufschlagbar und/oder beaufschlagt. Der zumindest eine Schlittenfreisteller
121 kann auch als zumindest ein Hydraulikzylinder 121 und/oder zumindest ein Pneumatikzylinder
121 und/oder zumindest ein Elektromotor 121 ausgebildet sein.
[0154] Unabhängig von der Ausbildung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bewirkt
eine Aktivierung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bevorzugt eine Verkürzung
des zumindest einen Schlittenanpresselements 119 und bevorzugt der zumindest zwei
Schlittenanpresselemente 119 in zumindest einer Schlittenklemmrichtung F, die weiter
bevorzugt parallel zu der hinteren Klemmrichtung C orientiert ist. Dies geschieht
beispielsweise mittels einer Durchbiegung des zumindest einen Schlittenanpresselements
119 und bevorzugt mittels zueinander entgegen gesetzten Durchbiegungen der zumindest
zwei Schlittenanpresselemente 119. Dies bewirkt eine Bewegung des zumindest einen
Schlittenklemmelements 114 von der ersten Schlittenklemmfläche 117 weg und damit ein
Lösen des zumindest einen Schlittens 102. Das zumindest eine und bevorzugt die zumindest
zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt mit dem zumindest einen Schlitten
102 flexibel verbunden, weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt
werden können, aber dennoch relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer
Verformung. Das zumindest eine und bevorzugt die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 sind bevorzugt mit dem zumindest einen Schlittenklemmelement 114 flexibel verbunden,
weiter bevorzugt derart, dass sie nicht von diesem entfernt werden können, aber dennoch
relativ zu ihm bewegbar sind, insbesondere während ihrer Verformung. Insbesondere
ist also bevorzugt das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 mit dem zumindest
einen Schlittenanpresselement 119 derart flexibel verbunden, so dass eine Verkürzung
des zumindest einen Schlittenanpresselements 119 das zumindest eine Schlittenklemmelement
114 zwangsläufig eine Bewegung des zumindest einen Schlittenklemmelements 114 entgegen
der Schlittenklemmrichtung F und damit ein Lösen des zumindest einen Schlittens 102
und damit der zumindest einen Fixiereinrichtung 109 bewirkt.
[0155] Die zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt, insbesondere abgesehen
von einer Durchbiegung oder Wölbung, parallel zueinander angeordnet und erstrecken
sich in der axialen Richtung A und im Wesentlichen auch in einer dazu orthogonalen
weiteren, beispielsweise dritten Erstreckungsrichtung, die bevorzugt zumindest eine
radiale Komponente aufweist. Bevorzugt ist die weitere, beispielsweise dritte Erstreckungsrichtung
jedoch leicht gekrümmt und jedes Schlittenanpresselement 119 leicht gewölbt, da die
zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 ständig unter einer mehr oder weniger
großen Vorspannung stehen. Dies ist bevorzugt auch unabhängig von einem Zustand des
Schlittenlöseschlauchs 121 der Fall und insbesondere dadurch bedingt, dass der Bauraum
so bemessen ist, dass den zumindest zwei Schlittenanpresselementen 119 nie, insbesondere
auch nicht bei komplett entleertem Schlittenlöseschlauch 121, genügend Platz zur Verfügung
steht, um komplett entspannt zu sein. Der zumindest eine Schlittenlöseschlauch 121
ist zwischen den zumindest zwei Schlittenanpresselementen 119 angeordnet und erstreckt
sich bevorzugt ebenfalls in der axialen Richtung A. Die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 sind mittels zumindest zweier Verbindungselemente beweglich, insbesondere schwenkbar
miteinander und/oder mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 und/oder mit dem zumindest einen Schlittenklemmelement 114 verbunden. Der zumindest
eine Schlittenlöseschlauch 121 ist zumindest aus einer bevorzugt axialen Richtung
A betrachtet zwischen den zumindest zwei Verbindungselementen angeordnet.
[0156] Zumindest eines der zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 und bevorzugt beide
Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt schwenkbar
an dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 befestigt,
weiter bevorzugt mittels zumindest eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Die
zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 sind bevorzugt bewegbar, weiter bevorzugt
schwenkbar an dem Schlittenklemmelement 114 befestigt, weiter bevorzugt mittels zumindest
eines der zumindest zwei Verbindungselemente. Jeweils beidseits des Schlittenlöseschlauchs
121 ist zumindest ein Klammerelement eine Entfernung von Enden der zumindest zwei
Schlittenanpresselemente 119 voneinander über eine maximale Entfernung hinaus verhindernd
angeordnet. Dies bewirkt, dass bei einem Aufblasen des Schlittenlöseschlauchs 121
die zumindest zwei Schlittenanpresselemente 119 nicht lediglich voneinander wegschwenken,
sondern sich von dem Schlauch weg nach außen wölben, da ihre Enden sich jeweils nicht
von den Enden der benachbarten Schlittenanpresselemente 119 entfernen können. Bevorzugt
ist zumindest ein Klammerelement durch das zumindest eine Schlittenklemmelement 114
gebildet. Bevorzugt ist zumindest ein Klammerelement durch den Grundkörper 71 der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 gebildet.
[0157] Durch die ausgebildete Wölbung verkürzen sich die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 jedoch beispielsweise bezüglich einer Richtung von einem Verbindungselement durch
den Schlittenlöseschlauch 121 zu einem anderen Verbindungselement. Insbesondere wird
ein geradliniger Abstand zweier Enden ein und desselben Schlittenanpresselements 119
verkürzt. Dadurch bewegt sich das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 relativ
zu dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere
auf diesen zu und die Klemmung wird gelöst. Beispielsweise sind die zumindest zwei
Verbindungselemente als Verbindungsstifte ausgebildete, die durch Langlöcher der zumindest
zwei Schlittenanpresselemente 119 hindurchragen und an ihren beiden Enden jeweils
mit dem Grundkörper 71 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 71 oder mit dem
zumindest einen Schlittenklemmelement 114 verbunden sind.
[0158] Bei einer Deaktivierung des zumindest einen Schlittenfreistellers 121 bewirkt eine
Rückstellkraft des zumindest einen vorderen Schlittenanpresselements 119 eine Bewegung
des zumindest einen Schlittenklemmelements 114 auf die erste Schlittenklemmfläche
117 zu und damit ein Klemmen des zumindest einen Schlittens 102 und des hinteren Grundkörpers
71 und damit der zumindest einen Fixiereinrichtung 109. Eine solche Deaktivierung
des zumindest einen vorderen Schlittenfreistellers 121 besteht beispielsweise in einer
Absenkung des Drucks im Inneren des Schlittenlöseschlauchs 121, beispielsweise bis
auf einen Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Bevorzugt steht das zumindest
eine Schlittenanpresselement 119 und weiter bevorzugt stehen die zumindest zwei Schlittenanpresselemente
119 jederzeit unter einer zumindest minimalen Vorspannung, unabhängig davon, ob die
zumindest eine Fixiereinrichtung 109 gelöst oder geklemmt ist und unabhängig davon,
wo sich der zumindest eine Schlitten 102 befindet. Insbesondere sind die Schlittenblattfedern
119, weiter bevorzugt das zumindest eine Schlittenfederpaket 119 jederzeit leicht
durchgebogen und vorgespannt.
[0159] Die Fixiereinrichtung 109 in der zweiten Ausführungsform wird bevorzugt derart betrieben,
dass eine sowohl in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 als auch in der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmte Druckplatte 73 zunächst gespannt
wird, indem der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert wird, beispielsweise indem
der Spannschlauch 104 mit einem Druck beaufschlagt wird und sich so ausdehnt, dass
er den zumindest einen Schlitten 102 bewegt. Dabei ist die Fixiereinrichtung 109 zunächst
gelöst, beispielsweise indem der Schlittenlöseschlauch 121 mit Druck beaufschlagt
ist und dadurch die beiden Schlittenfederpakete 119 derart verformt, dass das zumindest
einen Schlittenklemmelement 114 zurückgezogen ist. Der zumindest eine Schlitten 102
und damit die gesamte zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 bewegt sich auf die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zu. Dadurch wird die um den Plattenzylinder
07 gewickelte Druckplatte 73 gespannt. Der zumindest eine Schlitten 102 bewegt sich
bevorzugt so weit, bis sich ein Gleichgewicht zwischen der durch den zumindest einen
Spannantrieb 104 aufgebrachten Kraft und dieser entgegenwirkender Kräfte einstellt.
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein bestimmter Druck im Inneren des Spannschlauchs
104 herrscht. Dann wird bevorzugt das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 soweit auf den zumindest einen Schlitten 102 zu bewegt, bis das zumindest eine
hintere Anschlagstellelement 112 den zumindest einen Anschlagkörper 111 an einem Anschlagkontakt
123 berührt. Das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 ist dann bevorzugt
bereits in einer Lage angeordnet, die eine optimale Position des zumindest einen Schlittens
102 gewährleistet, sobald der zumindest eine Anschlagkörper 111 das zumindest eine
hintere Anschlagstellelement 112 berührt. Dann wird die Fixiereinrichtung 109 geklemmt,
beispielsweise indem der Druck im Schlittenlöseschlauch 121 soweit reduziert wird,
dass die Schlittenfederpakete 119 sich entspannen und dadurch das zumindest eine Schlittenklemmelement
114 gegen die erste Schlittenklemmfläche 117 pressen. Sobald die Fixiereinrichtung
109 geklemmt ist, wird der Spannantrieb 104 deaktiviert, beispielsweise indem der
Druck im Spannschlauch 104 reduziert wird, beispielsweise auf Umgebungsdruck, insbesondere
Atmosphärendruck.
[0160] Die hintere Klemmvorrichtung 61 wird in diesem Zustand dadurch in ihrer Position
gehalten, dass die Fixiereinrichtung 109 den zumindest einen Schlitten 102 und damit
die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 in ihrer Lage im Kanal 13 festklemmt.
Dazu muss kein Antrieb dauerhaft aktiviert bleiben und insbesondere muss kein Schlauch
dauerhaft mit Druck beaufschlagt bleiben. Der zumindest eine Spannantrieb 104, der
zumindest eine Schlittenfreisteller 121 und das zumindest eine hintere Stellelement
64 sind bevorzugt gegen ein gleiches Bauteil 71 des Schlittens 102 und der zumindest
einen hinteren Klemmvorrichtung 61 abgestützt, weiter bevorzugt gegen den hinteren
Grundkörper 71. Betätigungen des zumindest einen Spannantriebs 104, des zumindest
einen Schlittenfreistellers 121 und des zumindest einen hinteren Stellelements 64
sind bevorzugt unabhängig voneinander ausführbar.
[0161] Die genaue Lage des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 definiert
den maximalen Stellweg des zumindest einen Schlittens 102. Durch die genaue Lage des
zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 ist somit eine maximale auf die
gespannte Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft festgelegt. Bevorzugt sind mehrere,
weiter bevorzugt zumindest zwei und noch weitere bevorzugt zumindest vier der beschriebenen
hinteren Anschlagstellelemente 112 in axialer Richtung A voneinander beabstandet angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 mittels zumindest eines als Anschlagantrieb ausgebildeten Antriebs in seiner Lage
einstellbar. Der zumindest eine Anschlagantrieb ist bevorzugt als zumindest ein Elektromotor
ausgebildet. Der zumindest eine Anschlagantrieb kann auch als pneumatischer und/oder
hydraulischer Antrieb ausgebildet sein. Der zumindest eine Anschlagantrieb und/oder
das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 weist weiter bevorzugt zumindest
einen Sensor auf, der eine Lage des zumindest einen Anschlagantriebs, beispielsweise
eine Drehwinkellage des zumindest einen Elektromotors erfasst und/oder der eine Lage
des zumindest einen hinteren Anschlagelements 112 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest
eine Sensor mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder ist der zumindest eine Anschlagantrieb
mit der Maschinensteuerung verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist eine Lage des
zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 manuell einstellbar.
[0162] Bevorzugt ist der zumindest eine Anschlagkörper 111 zwischen einer Anschlagposition
und einer Passierposition bewegbar angeordnet, bevorzugt in einer Richtung orthogonal
zu der Spannrichtung E, beispielsweise in der axialen Richtung A. In der Anschlagposition
befindet sich der zumindest eine Anschlagkörper 111 bezüglich der Spannrichtung E
gegenüber des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112. Das Zusammenwirken
geschieht dann wie oben beschrieben. In der Passierposition befindet sich der zumindest
eine Anschlagkörper 111 außerhalb einer Verlängerung des zumindest einen hinteren
Anschlagstellelements 112 in der Spannrichtung E. Solange der zumindest eine Anschlagkörper
111 sich in der Passierposition befindet, begrenzt der zumindest eine Anschlagkörper
111 also insbesondere nicht den Stellweg des zumindest einen Schlittens 102. Dies
erlaubt einen größeren Stellweg als den für Spannvorgänge festgelegten maximalen Stellweg
des zumindest einen Schlittens 102, ohne dass das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 dazu anders eingestellt werden müsste. Dies erleichtert ein Auflegen der Druckplatte
73 auf den Plattenzylinder 07 und erlaubt damit eine besonders effektive Einführung
der Druckplatte 73 in die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61.
[0163] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der zumindest eine Anschlagkörper 111 mittels
zumindest eines als Positionierantrieb ausgebildeten Antriebs in seiner Position einstellbar,
insbesondere zwischen der Anschlagposition und der Passierposition bewegbar. Der zumindest
eine Positionierantrieb ist bevorzugt als zumindest ein Elektromotor ausgebildet.
Der zumindest eine Positionierantrieb kann auch als pneumatischer und/oder hydraulischer
Antrieb ausgebildet sein. Der zumindest eine Positionierantrieb und/oder der zumindest
eine Anschlagkörper 111 weist weiter bevorzugt zumindest einen Sensor auf, der eine
Lage des zumindest einen Positionierantriebs, beispielsweise eine Drehwinkellage des
zumindest einen Elektromotors erfasst und/oder der eine Lage des zumindest einen Anschlagkörpers
111 erfasst. Bevorzugt ist der zumindest eine Sensor mit der Maschinensteuerung verbunden
und/oder ist der zumindest eine Positionierantrieb mit der Maschinensteuerung verbunden.
Alternativ oder zusätzlich ist die Position des zumindest einen Anschlagkörpers 111
manuell einstellbar.
[0164] Unabhängig von der Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 ist bevorzugt die zumindest
eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt der zumindest eine Schlitten
102 in und/oder entgegen der axialen Richtung A relativ zu dem Zylinderballen 12 bewegbar
angeordnet. Mittels zumindest eines Einstellelements 144, insbesondere zumindest einer
Seiteneinstellvorrichtung 144, beispielsweise einer Seiteneinstellschraube 144, ist
die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt der zumindest
eine Schlitten 102 in der axialen Richtung A in seiner Position einstellbar. Bevorzugt
ist die Seiteneinstellvorrichtung 144 mittels zumindest eines als Axialantrieb 141
ausgebildeten Antriebs 141 antreibbar und/oder angetrieben. In einer Ausführungsform
ist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt der zumindest
eine Schlitten 102 bereits durch die zumindest eine Seiteneinstellvorrichtung 144
in ihrer axialen Lage festgelegt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zumindest
eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt der zumindest eine Schlitten
102 in der axialen Richtung A auf einer Seite, beispielsweise der Seite I, mittels
eines seitlichen Andrückelements 142, beispielsweise einer seitlichen Feder 142 und/oder
eines seitlichen Pneumatikkolbens 142 und/oder Hydraulikkolbens 142 gegen einen bevorzugt
einstellbaren Seitenanschlag 143 gedrückt. Der einstellbare Seitenanschlag 143 ist
bevorzugt auf der gegenüberliegenden Seite, beispielsweise auf der Seite II angeordnet.
Der einstellbare Seitenanschlag 143 kann beispielsweise als die zumindest eine zuvor
beschrieben Seiteneinstellvorrichtung 144 insbesondere Seiteneinstellschraube 144
ausgebildet sein. Der zumindest eine Axialantrieb 141 ist bevorzugt in einer Vertiefung
innerhalb des Kanals 13 angeordnet, beispielsweise zwischen der zumindest einen Spanneinrichtung
101 und der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07.
[0165] Der zumindest eine Plattenzylinder 07 weist bevorzugt zumindest eine Zuführeinrichtung,
beispielsweise zumindest eine Dreheinführung auf. Die zumindest eine Zuführeinrichtung
ist bevorzugt als Luftzuführung und/oder Luftabführung und/oder Stromdurchführung
und/oder Flüssigkeitszuführung und/oder Flüssigkeitsabführung ausgebildet. Die zumindest
eine Zuführeinrichtung dient bevorzugt einer Zufuhr und/oder Abfuhr von Druckluft
und/oder Strom und/oder elektrischen Steuersignalen und/oder zumindest einer Temperierflüssigkeit.
Bevorzugt ist die zumindest eine Zuführeinrichtung als zumindest eine Drehzuführung
ausgebildet. Bevorzugt weist die zumindest eine Zuführeinrichtung zumindest zwei Druckluftzuführungen
auf, von denen beispielsweise eine erste Druckluftzuführung der Zuführung von Druckluft
zur Beaufschlagung des bevorzugt als Spannschlauch 104 ausgebildeten Spannantriebs
104 dient und/oder von denen beispielsweise eine zweite Druckluftzuführung der Zufuhr
von Druckluft zur Beaufschlagung des bevorzugt als vorderer Klemmlöseschlauch 24 ausgebildeten
vorderen Stellelements 24 und/oder des bevorzugt als hinterer Klemmlöseschlauch 64
ausgebildeten hinteren Stellelements 64 und/oder des bevorzugt als Schlittenlöseschlauch
121 ausgebildeten Schlittenfreistellers 121 und/oder des zumindest einen Positionierantriebs
des zumindest einen Anschlagkörpers 111 dient. Bevorzugt ist zumindest eine Sendeeinheit
und eine drahtlos damit verbundene oder verbindbare Empfangseinheit angeordnet, mittels
denen elektrische Steuersignale und/oder Messsignale und/oder elektrische Leistung
über elektromagnetische Signale und/oder Felder zwischen dem rotierenden und/oder
rotierbaren Plattenzylinder 07 einerseits und einem ortsfesten Maschinenbestandteil,
beispielsweise dem Gestell der Druckeinheit 02 und insbesondere der Maschinensteuerung
andererseits übertragen werden und/oder übertragbar sind. Die zumindest eine Zuführung
ist bevorzugt einem Zylinderzapfen 17 des Plattenzylinders 07 zugeordnet, der auf
einer anderen Seite des Zylinderballens 12 angeordnet ist, als ein den Plattenzylinder
07 antreibender Antrieb. Ein solcher den Plattenzylinder 07 antreibender Antrieb kann
beispielsweise in Form eines Motors oder eines bevorzugt schräg verzahnten Zahnrads
vorliegen.
[0166] Bevorzugt weist der Plattenzylinder 07 zumindest eine Pneumatiksteuerung 127 auf,
die bevorzugt zumindest ein Ventil aufweist. Bevorzugt weist der Plattenzylinder 07
zumindest eine Steuerelektronik 128 auf. Bevorzugt ist oder sind die zumindest eine
Pneumatiksteuerung 127 und/oder die zumindest eine Steuerelektronik 128 in zumindest
einem und weiter bevorzugt genau einem Steuerungsbehälter 129 angeordnet, der weiter
bevorzugt Bestandteil des Plattenzylinders 07 ist. Bevorzugt ist der zumindest eine
Steuerungsbehälter 129 bezüglich der axialen Richtung A seitlich an dem Zylinderballen
12 im Bereich eines Zylinderzapfens 17 angeordnet.
[0167] Im Folgenden wird ein Verfahren zum Anordnen, insbesondere zum Klemmen und/oder Spannen
der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 beschrieben.
[0168] In einem auch als Ausgangszustand bezeichneten ersten Betriebszustand des Plattenzylinders
07 befindet sich bevorzugt keine Druckplatte 73 in Kontakt mit der zumindest einen
Spannvorrichtung 101. Die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und insbesondere
der vordere Klemmspalt 27 ist bevorzugt geschlossen. Das zumindest eine vordere Stellelement
24 ist bevorzugt deaktiviert. Weiter bevorzugt steht der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch
24 unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung 61 ist bevorzugt geschlossen. Das zumindest eine hintere Stellelement
64 ist bevorzugt deaktiviert. Weiter bevorzugt steht der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch
64 unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Der zumindest eine Schlitten
102 steht bevorzugt mit der zweiten Kanalwand 19 in Kontakt, insbesondere in seiner
Randlage. Bevorzugt befindet sich der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 in
der eingefahrenen Position. Weiter bevorzugt befindet sich der zumindest eine hintere
Abstandshalter 131 in einer insbesondere um die Reservestrecke ausgefahrenen Position
und befindet sich der zumindest eine Schlitten 102 in seiner beabstandeten Randlage.
[0169] In einem ersten Verfahrensvorgang, der auch als vorderer Öffnungsvorgang bezeichnet
wird, wird die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 geöffnet. Dazu wird bevorzugt
das zumindest eine vordere Stellelement 24 aktiviert. Weiter bevorzugt wird der zumindest
eine vordere Klemmlöseschlauch 24 mit Druckluft beaufschlagt, die unter einem Druck
von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar, weiter bevorzugt zwischen 5 bar und 7 bar
steht. Dadurch dehnt sich der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 aus und
stützt sich an dem zumindest einen und bevorzugt an den beiden vorderen Anpresselementen
23 ab. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 biegt sich bevorzugt durch und
bevorzugt biegen sich die beiden vorderen Anpresselemente 23 in entgegen gesetzter
Richtung durch. Bevorzugt dadurch wird das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 von dem zumindest einen radial äußeren vorderen Klemmelement 22 entfernt, bevorzugt
um 0,9 mm bis 1,5 mm, und der vordere Klemmspalt 27 wird geöffnet. Zuvor und/oder
währenddessen und/oder danach wird bevorzugt der Plattenzylinder 07 bezüglich seiner
Rotationsachse 11 in eine für ein Einlegen der Druckplatte 73 vorgesehene Winkellage
gebracht. Bevorzugt befindet sich in dieser vorgesehenen Winkellage der vordere Klemmspalt
27 in unmittelbarer Nähe zu der Druckplatte 73, die weiter bevorzugt zumindest teilweise
innerhalb des zumindest einen Druckplattenspeichers angeordnet ist. Bevorzugt ist
die Druckplatte 73 in dem zumindest einen Druckplattenspeicher im Wesentlichen entlang
einer Tangenten an den Plattenzylinder 07 angeordnet.
[0170] Ein zweiter Betriebszustand, der auch vorne geöffneter Betriebszustand des Plattenzylinders
07 genannt wird, unterscheidet sich von dem ersten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und insbesondere der
vordere Klemmspalt 27 geöffnet ist und das zumindest eine vordere Stellelement 24
aktiviert ist und weiter bevorzugt dass der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch
24 unter einem erhöhten Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar, weiter bevorzugt
zwischen 5 bar und 7 bar steht und dass das zumindest eine vordere Anpresselement
23 stärker durchgebogen ist.
[0171] In einem zweiten Verfahrensvorgang, der auch vorderer Einlegevorgang genannt wird,
wird ein vorderes Ende 74 der Druckplatte 73 in den die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und insbesondere in den vorderen Klemmspalt 27 eingelegt. Zuvor wird die Druckplatte
73 bevorzugt in eine dafür vorgesehene Bereitschaftslage gebracht, in der weiter bevorzugt
eine Lage und Orientierung relativ zu dem vorderen Klemmspalt 27 der Druckplatte 73
auf das nachfolgende Einlegen in den vorderen Klemmspalt 27 hin optimiert ist, beispielsweise
mittels des zumindest einen Druckplattenspeichers.
[0172] Ein dritter Betriebszustand, der auch vorderer Einlagezustand des Plattenzylinders
07 genannt wird, unterscheidet sich von dem zweiten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 in die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21 und insbesondere in den vorderen Klemmspalt 27 eingelegt ist.
[0173] In einem dritten Verfahrensvorgang, der auch vorderer Klemmvorgang genannt wird,
wird die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und insbesondere der vordere Klemmspalt
27 geschlossen und dabei das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 in der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 und insbesondere in dem vorderen Klemmspalt 27 eingeklemmt.
Dazu wird bevorzugt das zumindest eine vordere Stellelement 24 deaktiviert. Weiter
bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen vorderen Klemmlöseschlauch 24 reduziert,
insbesondere bis der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch 24 unter einem Umgebungsdruck,
insbesondere Atmosphärendruck steht. Dadurch schrumpft bevorzugt der zumindest eine
vordere Klemmlöseschlauch 24. Das zumindest eine vordere Anpresselement 23 nutzt bevorzugt
den frei werdenden Raum und streckt sich und bevorzugt strecken sich die beiden vorderen
Anpresselemente 23 und bewegen sich teilweise in entgegen gesetzter Richtung aufeinander
zu. Bevorzugt dadurch bewegt das zumindest eine radial innere vordere Klemmelement
26 auf das zumindest eine radial äußere vordere Klemmelement 22 zu und der vordere
Klemmspalt 27 wird geschlossen. In einem Auflagevorgang, der beispielsweise Teil des
dritten Verfahrensvorgangs ist, wird bevorzugt die Druckplatte 73 auf die Mantelfläche
124 des Plattenzylinders 07 aufgelegt. Dies geschieht beispielsweise indem der Plattenzylinder
07 um seine Rotationsachse 11 geschwenkt wird und dabei, bevorzugt mittels einer Auflageeinrichtung,
beispielsweise einer Anpressrolle, die Druckplatte 73 an die Mantelfläche 124 des
Plattenzylinders 07 angepresst wird. Optional kann zumindest eine Unterlage zwischen
der Mantelfläche 124 des Plattenzylinders 07 und der Druckplatte 73 angeordnet werden,
beispielsweise um Abweichungen des Durchmessers von einem idealen Durchmesser auszugleichen.
Bevorzugt wird der dritte Verfahrensvorgang nur ausgeführt, wenn sichergestellt ist,
dass die Druckplatte 73 korrekt mit den zumindest zwei Registeranschlägen 31; 32 in
Kontakt steht.
[0174] Ein vierter Betriebszustand des Plattenzylinders 07, der auch vorderer Klemmzustand
genannt wird, unterscheidet sich von dem dritten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und insbesondere der
vordere Klemmspalt 27 geschlossen ist und dass das vordere Ende 74 der Druckplatte
73 in der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und insbesondere in dem vorderen
Klemmspalt 27 eingeklemmt ist und dass das zumindest eine vordere Stellelement 24
deaktiviert ist und weiter bevorzugt dass der zumindest eine vordere Klemmlöseschlauch
24 unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck steht und dass das zumindest
eine vordere Anpresselement 23 weniger stark durchgebogen ist und weiter bevorzugt
dass die Druckplatte 73 an die Mantelfläche 124 des Plattenzylinders 07 angepresst
ist.
[0175] In einem vierten Verfahrensvorgang, der auch hinterer Öffnungsvorgang genannt wird,
wird bevorzugt die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 geöffnet. Dazu wird
bevorzugt das zumindest eine hintere Stellelement 64 aktiviert. Weiter bevorzugt wird
der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 mit Druckluft beaufschlagt, die unter
einem Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar, weiter bevorzugt zwischen 5 bar
und 7 bar steht. Bevorzugt dadurch dehnt sich der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch
64 aus und stützt sich an dem zumindest einen und bevorzugt an den beiden hinteren
Anpresselementen 63 ab. Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 biegt sich durch
und bevorzugt biegen sich die beiden hinteren Anpresselemente 63 in entgegen gesetzter
Richtung durch. Bevorzugt dadurch wird das zumindest eine radial innere hintere Klemmelement
66 von den zumindest einen radial äußeren hinteren Klemmelement 62 entfernt und der
hintere Klemmspalt 67 wird geöffnet. Zuvor und/oder zugleich und/oder danach wird
bevorzugt der zumindest eine Schlitten 102 aus seiner Randlage oder beabstandeten
Randlage entlang des Spannwegs um eine Einlegestrecke auf die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21 und die erste Kanalwand 18 zu in eine zentrale oder innere Lage
bewegt. Die Einlegestrecke ist bevorzugt zwischen 10 mm und 30 mm, weiter bevorzugt
zumindest 15 mm und noch weiter bevorzugt zwischen 15 mm und 25 mm lang. Dazu wird
der zumindest eine als Spannantrieb 104 ausgebildete Antrieb 104 aktiviert. Weiter
bevorzugt wird der zumindest eine Spannschlauch 104 mit Druckluft beaufschlagt, die
unter einem Druck von bevorzugt zwischen 1 bar und 10 bar, weiter bevorzugt zwischen
4 bar und 6 bar steht. Da sich bevorzugt der zumindest eine Spannschlauch 104 sowohl
an der zweiten Kanalwand 19 als auch an dem zumindest einen Schlitten 102 abstützt,
wird somit bevorzugt der zumindest eine Schlitten 102 bewegt. Bevorzugt im Anschluss
wird bevorzugt der Plattenzylinder 07 um seine Rotationsachse 11 gedreht und dabei
die Druckplatte 73 auf dessen Mantelfläche aufgelegt. Bevorzugt wird sie dabei mittels
zumindest eines Drückmittels, beispielsweise einer Drückrolle, gegen diese Mantelfläche
des zumindest einen Plattenzylinders 07 gepresst.
[0176] Ein fünfter Betriebszustand, der auch hinten geöffneter Betriebszustand des Plattenzylinders
07 genannt wird, unterscheidet sich von dem vierten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und insbesondere der
hintere Klemmspalt 67 geöffnet ist und das zumindest eine hintere Stellelement 64
aktiviert ist und weiter bevorzugt dass der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch
64 unter einem erhöhten Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar, weiter bevorzugt
zwischen 5 bar und 7 bar steht und dass das zumindest eine hintere Anpresselement
63 stärker durchgebogen ist und dass der zumindest eine Schlitten 102 sich in der
zentralen oder inneren Lage befindet.
[0177] In einem fünften Verfahrensvorgang, der auch hinterer Einlegevorgang genannt wird,
wird bevorzugt ein hinteres Ende 76 der Druckplatte 73, die mittlerweile um den Plattenzylinder
07 gelegt, insbesondere mittels der Drückrolle gepresst wurde, derart auf den Plattenzylinder
07 gelegt, dass das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 über eine die zweiten Kanalwand
19 mit der Mantelfläche 124 des Plattenzylinders 07 verbindende Kante 72 herausragt.
Anders ausgedrückt wird das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in einen Wirkbereich
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 in deren Randlage oder beabstandeten
Randlage gebracht. Im Anschluss wird bevorzugt der zumindest eine Schlitten 102 aus
seiner zentralen oder inneren Lage entlang des Spannwegs um die Einlegestrecke auf
die zweite Kanalwand 19 zu in seine Randlage oder bevorzugt in seine beabstandete
Randlage bewegt. Dazu wird bevorzugt der zumindest eine Spannantrieb 104 deaktiviert.
Weiter bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen Spannschlauch 104 reduziert,
insbesondere bis der zumindest eine vordere Spannschlauch 104 unter einem Umgebungsdruck,
insbesondere Atmosphärendruck steht. Bevorzugt umschließen dabei das zumindest eine
radial äußere hintere Klemmelement 62 und das zumindest eine radial innere hintere
Klemmelement 66 das hintere Ende 76 der Druckplatte 73, wobei weiter bevorzugt höchstens
das zumindest eine radial äußere hintere Klemmelement 62 oder das zumindest eine radial
innere hintere Klemmelement 66 das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 berührt. Bevorzugt
wird das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 zumindest teilweise von dem zumindest
einen hinteren Klemmspalt 67 der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 umschlossen,
während der zumindest eine Schlitten 102 entlang des Spannwegs aus seiner inneren
Lage auf die zweite Kanalwand 19 zu in seine Randlage oder seine beabstandete Randlage
bewegt wird. Es ist genauso gut möglich, die Reihenfolge des vierten Verfahrensvorgangs
und der Teile des fünften Verfahrensvorgangs zu ändern, beispielsweise das zumindest
ein hintere Klemmelement 61 erst dann zu öffnen, wenn der Schlitten 102 sich bereits
in seiner zentralen oder inneren Lage befindet.
[0178] Ein sechster Betriebszustand, der auch hinterer Einlagezustand des Plattenzylinders
07 genannt wird, unterscheidet sich von dem fünften Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung 61 und insbesondere in den hinteren Klemmspalt 67 eingelegt ist und
dass der zumindest eine Schlitten 102 sich in der Randlage oder der beabstandeten
Randlage befindet.
[0179] In einem sechsten Verfahrensvorgang, der auch hinterer Klemmvorgang genannt wird,
wird die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und insbesondere der hintere Klemmspalt
67 geschlossen und dabei das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in der zumindest einen
hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere in dem hinteren Klemmspalt 67 eingeklemmt.
Dazu wird bevorzugt das zumindest eine hintere Stellelement 64 deaktiviert. Weiter
bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen hinteren Klemmlöseschlauch 64 reduziert,
insbesondere bis der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch 64 unter einem Umgebungsdruck,
insbesondere Atmosphärendruck steht. Dadurch schrumpft bevorzugt der zumindest eine
hintere Klemmlöseschlauch 64. Das zumindest eine hintere Anpresselement 63 nutzt bevorzugt
den frei werdenden Raum und streckt sich und bevorzugt strecken sich die beiden hinteren
Anpresselemente 63 und bewegen sich zumindest teilweise in entgegen gesetzter Richtung
aufeinander zu. Bevorzugt dadurch bewegt das zumindest eine radial innere hintere
Klemmelement 66 auf das zumindest eine radial äußere hintere Klemmelement 62 zu und
der hintere Klemmspalt 67 wird geschlossen.
[0180] Ein siebter Betriebszustand des Plattenzylinders 07, der auch hinterer Klemmzustand
genannt wird, unterscheidet sich von dem sechsten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und insbesondere der
hintere Klemmspalt 67 geschlossen ist und dass das hintere Ende 76 der Druckplatte
73 in der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 und insbesondere in dem hinteren
Klemmspalt 67 eingeklemmt ist und dass das zumindest eine hintere Stellelement 64
deaktiviert ist und weiter bevorzugt dass der zumindest eine hintere Klemmlöseschlauch
64 unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck steht und dass das zumindest
eine hintere Anpresselement 63 weniger stark durchgebogen ist.
[0181] Ein siebter Verfahrensvorgang, der auch Spannvorgang genannt wird, hängt von der
Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 ab. Der siebte Verfahrensvorgang wird im
Zusammenhang mit der Fixiereinrichtung 109 in der ersten Ausführungsform bevorzugt
wie im Folgenden beschrieben durchgeführt. Zunächst wird in einem ersten Abschnitt
des Spannvorgangs bevorzugt die Druckplatte 73 vorbereitet. Bevorzugt wird zunächst
das zumindest eine hintere Einstellelement 131 in eine eingefahrene Position gebracht
und wird bevorzugt zur Ausnutzung der Reservestrecke der zumindest eine Schlitten
102 auf die zweite Kanalwand 19 zu bewegt. Bevorzugt wird dann der zumindest eine
Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und die erste Kanalwand
18 zu bewegt, weiter bevorzugt minimal weiter, als es für einen Druckbetrieb mit dieser
Druckplatte 73 vorgesehen ist. Insbesondere wird dabei der zumindest eine Schlitten
102 von der zweiten Kanalwand 19 weg bewegt. Bevorzugt wird die Druckplatte 73 dabei
mit einer ersten Kraft gespannt. Bevorzugt wird die Druckplatte 73 dabei zumindest
minimal stärker gespannt, als es für einen Druckbetrieb mit dieser Druckplatte 73
vorgesehen ist, beispielsweise mit einem um 0,5 bar höheren Druck in dem zumindest
einen Spannschlauch 104. Dazu wird der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert.
Weiter bevorzugt wird der zumindest eine Spannschlauch 104 mit Druckluft beaufschlagt,
die unter einem Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar steht, weiter bevorzugt
zwischen 6 bar und 8 bar. Da sich der zumindest eine Spannschlauch 104 bevorzugt sowohl
an der zweiten Kanalwand 19 als auch an dem zumindest einen Schlitten 102 abstützt,
wird somit der zumindest eine Schlitten 102 bewegt. Der Druck ist bevorzugt höher
gewählt, als in dem hinteren Einlegevorgang vorgesehen, weil gegen die sich in der
Druckplatte 73 aufbauende Spannung gearbeitet werden muss. Alternativ kann der zumindest
eine erste Schlitten 102 allerdings mit einem Anschlag zusammenwirken, so dass in
dem hinteren Einlegevorgang und in dem Spannvorgang mit einem gleichen Druck gearbeitet
werden kann. Im Anschluss wird in einem zweiten Abschnitt des Spannvorgangs die Druckplatte
73 wieder entlastet, indem der zumindest eine Schlitten 102 wieder auf die zweite
Kanalwand 19 zu bewegt wird, weiter bevorzugt in seine Randlage. Dazu wird zumindest
eine Spannantrieb 104 deaktiviert. Weiter bevorzugt wird der Druck in dem zumindest
einen Spannschlauch 104 reduziert, insbesondere bis der zumindest eine vordere Spannschlauch
104 unter einem niedrigeren Druck steht, beispielsweise einem Umgebungsdruck.
[0182] Im Anschluss wird in einem dritten Abschnitt des Spannvorgangs bevorzugt erneut der
zumindest eine Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und
die erste Kanalwand 18 zu bewegt, weiter bevorzugt minimal weiter, als es für einen
Druckbetrieb vorgesehen ist. Bevorzugt wird die Druckplatte 73 dabei mit einer zweiten
Kraft gespannt. Bevorzugt ist die zweite Kraft genauso groß, wie die erste Kraft.
Das bevorzugt schnelle Spannen über das im Druckbetrieb vorgesehene Maß hinaus gewährleistet,
dass eine Spannkraft sich entlang des gesamten Umfangs der Druckplatte 73 auf die
Druckplatte 73 auswirken kann und nicht wegen statischer Reibung nur ein Randbereich
durch die Spannkraft beeinflusst, insbesondere gedehnt wird. Dazu wird wiederum der
zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert. Weiter bevorzugt wird der zumindest eine
Spannschlauch 104 mit Druckluft beaufschlagt, die unter einem Druck von bevorzugt
zwischen 2 bar und 8 bar steht, weiter bevorzugt zwischen 2 bar und 5 bar für eine
Druckplatte 73 mit einer Trägerplatte aus Aluminium und zwischen 3 bar und 7 bar für
eine Druckplatte 73 mit einer Trägerplatte aus Stahl.
[0183] Bevorzugt bleibt die Druckplatte 73 und insbesondere deren hinteres Ende 76 zumindest
vom Anfang des ersten Abschnitts des Spannvorgangs bis zum Ende des dritten Abschnitts
des Spannvorgangs in der hinteren Klemmvorrichtung 61 geklemmt. Der zumindest eine
Schlitten 102 ist zunächst in einem Zwischenzustand zumindest minimal, beispielsweise
weniger als 1 mm näher an der ersten Kanalwand 18 und der zumindest einen vorderen
Klemmvorrichtung 21 angeordnet, als in dem Druckbetrieb vorgesehen. Nun wird der zumindest
eine hintere Abstandshalter 131 auf eine Position relativ zu dem zumindest eine Schlitten
102 eingestellt, die einen bestimmten Abstand der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 von der zweiten Kanalwand 19 festlegt, der eine im Druckbetrieb vorgesehene Spannung
der Druckplatte 73 gewährleistet. Bevorzugt wird dazu die zumindest eine hintere Stellschraube
131 relativ zu dem zumindest einen Schlitten 102 und/oder relativ zu dem Zylinderballen
12 um ihre Gewindeachse gedreht, weiter bevorzugt mittels des zumindest einen als
Abstandsantrieb 134 ausgebildeten Antriebs 134, weiter bevorzugt bis der zumindest
eine hintere Abstandshalter 131 mit der zweiten Kanalwand 19 in Kontakt steht. Im
Anschluss wird die Druckplatte 73 wieder teilweise entlastet, indem die Spannkraft
reduziert wird und beispielsweise indem der zumindest eine Schlitten 102 zumindest
minimal wieder auf die zweite Kanalwand 19 zu bewegt wird, bevorzugt bis der zumindest
eine hintere Abstandshalter 131 mit der zweiten Kanalwand 19 an der zumindest einen
Abstandskontaktstelle 133 in Kontakt steht und sich bevorzugt vollständig dort abstützt.
Dazu wird der zumindest eine Spannantrieb 104 bevorzugt zumindest teilweise deaktiviert.
Weiter bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen Spannschlauch 104 reduziert,
insbesondere bis der zumindest eine Spannschlauch 104 unter einem niedrigeren Druck
steht als zuvor, beispielsweise unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck.
Die Druckplatte 73 ist jetzt gespannt und der Plattenzylinder 07 befindet sich in
einem achten Betriebszustand in einer ersten Ausführungsform. Insbesondere ist in
dem ersten Abschnitt des Spannvorgangs und in dem dritten Abschnitt des Spannvorgangs
zumindest zeitweise der Druck innerhalb des Spannschlauchs 104 jeweils größer, als
in dem zweiten Abschnitt des Spannvorgangs. Bevorzugt ist eine dritte Kraft, mit der
die Druckplatte 73 in dem achten Betriebszustand gespannt ist, zumindest minimal kleiner,
als die erste Kraft und/oder die zweite Kraft, mit der die Druckplatte 73 während
des ersten Abschnitts und/oder während des dritten Abschnitts des Spannvorgangs gespannt
wird.
[0184] Der achte Betriebszustand in der ersten Ausführungsform, der auch Spannzustand oder
Druckbetriebszustand genannt wird, unterscheidet sich bei Einsatz der Fixiereinrichtung
109 in der ersten Ausführungsform von dem siebten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass der zumindest eine Schlitten 102 von der zweiten Kanalwand 19 einen
größeren Abstand hat als in dem siebten Betriebszustand und dass der zumindest eine
Schlitten 102 von der ersten Kanalwand 18 einen kleineren Abstand hat als in dem siebten
Betriebszustand und dass der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 in seiner Position
relativ zu dem zumindest eine Schlitten 102 derart verändert ist, dass der zumindest
eine hintere Abstandshalter 131 bezüglich der Umfangsrichtung D relativ zu dem zumindest
einen Schlitten 102 weiter in Richtung auf die zweite Kanalwand 19 zu angeordnet ist
als in dem siebten Betriebszustand und dass die Druckplatte 73 auf der Mantelfläche
124 des Plattenzylinders 07 gespannt ist. In diesem achten Betriebszustand ist der
Plattenzylinder 07 bereit für einen Druckbetrieb und/oder befindet sich der Plattenzylinder
in dem Druckbetrieb.
[0185] Der siebte Verfahrensvorgang, der auch Spannvorgang genannt wird, wird dagegen im
Zusammenhang mit der Fixiereinrichtung 109 in der zweiten Ausführungsform bevorzugt
wie im Folgenden beschrieben durchgeführt. Zunächst wird in einem ersten Abschnitt
des Spannvorgangs bevorzugt die Druckplatte 73 vorbereitet, indem der zumindest eine
Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und die erste Kanalwand
18 zu bewegt wird, weiter bevorzugt weiter, als es für einen Druckbetrieb vorgesehen
ist. Insbesondere wird dabei der zumindest eine Schlitten 102 von der zweiten Kanalwand
19 weg bewegt. Dazu wird bevorzugt zunächst die Fixiereinrichtung 109 gelöst, indem
der zumindest eine, bevorzugt als Schlittenlöseantrieb 116 ausgebildete Antrieb 116
aktiviert wird. Dazu wird beispielsweise der Druck im Schlittenlöseschlauch 121 soweit
erhöht wird, dass die Schlittenfederpakete 119 sich verformen und dadurch sich das
zumindest eine Schlittenklemmelement 114 von der ersten Schlittenklemmfläche 117 löst.
Bevorzugt wird der zumindest eine Anschlagkörper 111 in seine Passierposition bewegt,
um die im Folgenden beschriebenen Bewegungen des zumindest einen Schlittens 102 zu
erleichtern, weiter bevorzugt mittels des als zumindest ein als Positionierantrieb
ausgebildeten Antriebs. Nun wird der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert. Weiter
bevorzugt wird der zumindest eine Spannschlauch 104 mit Druckluft beaufschlagt, die
unter einem Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar steht, weiter bevorzugt
zwischen 6 bar und 8 bar. Da sich der zumindest eine Spannschlauch 104 sowohl an der
zweiten Kanalwand 19 als auch an dem zumindest einen Schlitten 102 abstützt, wird
somit der zumindest eine Schlitten 102 bewegt. Der Druck ist bevorzugt höher gewählt,
als in dem hinteren Einlegevorgang vorgesehen, weil gegen die sich in der Druckplatte
73 aufbauende Spannung gearbeitet werden muss.
[0186] Im Anschluss wird in einem zweiten Abschnitt des Spannvorgangs die Druckplatte 73
wieder entlastet, indem der zumindest eine Schlitten 102 wieder auf die zweite Kanalwand
19 zu bewegt wird, weiter bevorzugt in seine Randlage. Dazu wird zumindest eine Spannantrieb
104 deaktiviert. Weiter bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen Spannschlauch
104 reduziert, insbesondere bis der zumindest eine vordere Spannschlauch 104 unter
einem niedrigeren Druck steht, beispielsweise einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck.
Dann wird bevorzugt zunächst das zumindest eine hintere Anschlagstellelement 112 bezüglich
der Spannrichtung E bevorzugt relativ zu dem Zylinderballen 12 in eine Anschlagsolllage
bewegt, weiter bevorzugt mittels des zumindest einen als Anschlagantrieb ausgebildeten
Antriebs.
[0187] Nun wird bevorzugt in einem dritten Abschnitt des Spannvorgangs erneut der zumindest
eine Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und die erste
Kanalwand 18 zu und insbesondere von der zweiten Kanalwand 19 weg bewegt, bis eine
gewünschte Spannkraft erreicht ist. Dazu wird wiederum der zumindest eine Spannantrieb
104 aktiviert. Weiter bevorzugt wird der zumindest eine Spannschlauch 104 mit Druckluft
beaufschlagt, die unter einem Druck von bevorzugt zwischen 2 bar und 8 bar steht,
weiter bevorzugt zwischen 2 bar und 5 bar für eine Druckplatte 73 mit einer Trägerplatte
aus Aluminium und zwischen 3 bar und 7 bar für eine Druckplatte 73 mit einer Trägerplatte
aus Stahl. Zuvor und/oder im Anschluss und/oder zugleich wird der zumindest eine Anschlagkörper
111 in die Anschlagposition bewegt, weiter bevorzugt mittels des als zumindest ein
als Positionierantrieb ausgebildeten Antriebs, bevorzugt bis das zumindest eine hintere
Anschlagstellelement 112 den zumindest einen Anschlagkörper 111 berührt. Weiter bevorzugt
wird dazu die zumindest eine hintere Anschlagschraube 112 um ihre Gewindeachse gedreht.
Dadurch wird, wie beschrieben, der maximale Stellweg des zumindest einen Schlittens
102 und damit die maximale auf die gespannte Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft
festgelegt. Eine Fortsetzung der Bewegung des zumindest einen Schlittens 102 ist dann
wegen des Kontakts des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 mit dem
zumindest einen Anschlagkörper 111 nicht möglich.
[0188] Im Anschluss wird die Fixiereinrichtung 109 geklemmt, beispielsweise indem der Druck
im Schlittenlöseschlauch 121 soweit reduziert wird, dass die Schlittenfederpakete
119 sich entspannen und dadurch das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 gegen
die erste Schlittenklemmfläche 117 pressen, beispielsweise auf Umgebungsdruck, insbesondere
Atmosphärendruck. Sobald die Fixiereinrichtung 109 geklemmt ist, wird der Spannantrieb
104 deaktiviert, beispielsweise indem der Druck im Spannschlauch 104 reduziert wird,
beispielsweise auf Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck. Die hintere Klemmvorrichtung
61 wird in diesem Zustand dadurch in ihrer Position gehalten, dass die Fixiereinrichtung
109 den zumindest einen Schlitten 102 und damit die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung
61 in ihrer Lage in dem zumindest einen Kanal 13 festklemmt. Die Druckplatte 73 ist
jetzt gespannt und der Plattenzylinder 07 befindet sich in einem achten Betriebszustand
in einer zweiten Ausführungsform.
[0189] Der achte Betriebszustand in der zweiten Ausführungsform, der auch Spannzustand oder
Druckbetriebszustand genannt wird, unterscheidet sich bei Einsatz der Fixiereinrichtung
109 in der zweiten Ausführungsform von dem siebten Betriebszustand bevorzugt lediglich
dadurch, dass der zumindest eine Schlitten 102 von der zweiten Kanalwand 19 einen
größeren Abstand hat als in dem siebten Betriebszustand und dass der zumindest eine
Schlitten 102 von der ersten Kanalwand 18 einen kleineren Abstand hat als in dem siebten
Betriebszustand und dass der zumindest eine Anschlagkörper 111 das zumindest eine
hintere Anschlagstellelement 112 berührt und dass die Druckplatte 73 auf der Mantelfläche
124 des Plattenzylinders 07 gespannt ist. In diesem achten Betriebszustand ist der
Plattenzylinder 07 bereit für einen Druckbetrieb und/oder befindet sich der Plattenzylinder
in dem Druckbetrieb.
[0190] Unabhängig von der Ausführungsform des Spannvorgangs bleibt die Druckplatte 73 und
insbesondere deren hinteres Ende 76 bevorzugt zumindest vom Anfang des ersten Abschnitts
des Spannvorgangs bis zum Ende des dritten Abschnitts des Spannvorgangs in der hinteren
Klemmvorrichtung 61 geklemmt. Unabhängig von der Ausführungsform des Spannvorgangs
wird bevorzugt in dem ersten Abschnitt des Spannvorgangs der zumindest eine Schlitten
102 mittels einer ersten Kraft auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21
und die erste Kanalwand 18 zu bewegt und dabei die Druckplatte 73 gespannt, die bevorzugt
genauso groß ist, wie eine zweite Kraft, mit der in dem dritten Abschnitt des Spannvorgangs
der zumindest eine Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21
und die erste Kanalwand 18 zu bewegt und dabei die Druckplatte 73 gespannt wird. Bevorzugt
ist dabei eine erste zentrale oder erste innere Lage, in der der zumindest eine Schlitten
102 in dem ersten Abschnitt des Spannvorgangs anhält, näher an der zweiten Kanalwand
19 als eine zweite zentrale oder zweite innere Lage, in der der zumindest eine Schlitten
102 in dem dritten Abschnitt des Spannvorgangs anhält. Dies beruht darauf, dass die
Druckplatte 73 sich in dem ersten Abschnitt des Spannvorgangs absetzt und dabei Verspannungen
gelöst und etwaige Hohlräume reduziert werden, sich die Druckplatte 73 also insgesamt
setzt.
[0191] Bevorzugt wird unabhängig von der Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 in zumindest
einem achten Verfahrensvorgang zumindest ein Probedruck ausgeführt. Ein Exemplar eines
Druckprodukts, beispielsweise eines Bogens 09, wird für diesen Probedruck bedruckt.
Anhand des entstandenen Druckbildes wird ausgewertet, ob und wie weit die Plattenspannung
verändert werden sollte und/oder ob und wie weit eine Schräglage der Druckplatte 73
auf dem Plattenzylinder 07 verändert werden sollte und/oder ob und wie weit eine konvexe
und/oder konkave Verformung des vorderen Endes 74 der Druckplatte 73 und/oder des
hinteren Endes 76 der Druckplatte 73 verändert werden sollte. Sollte das Druckbild
bereits einwandfrei sein, werden alle Einstellungen der Spannvorrichtung 101 beibehalten.
Dieser Vorgang wird bevorzugt so oft wie erforderlich wiederholt. Weiter bevorzugt
ist nicht mehr als dieser eine Probedruck notwendig, um eine vollständige und endgültige
Einstellung des Plattenzylinders 07 und noch weiter bevorzugt aller mit einem gemeinsamen
Übertragungszylinder 06 zusammenwirkender Plattenzylinder 07 festzulegen.
[0192] Bei Bedarf werden in zumindest einem neunten Verfahrensvorgang bevorzugt Anpassungen
der Einstellungen der Spannvorrichtung 101 entsprechend der Auswertung im achten Verfahrensvorgang
durchgeführt. Der neunte Verfahrensvorgang wird auch Anpassvorgang genannt. Unabhängig
von der Art der Anpassungen wird bevorzugt zunächst die Fixiereinrichtung 109 wieder
gelöst und die Druckplatte 73 zumindest teilweise entspannt.
[0193] Bei Verwendung der ersten Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 wird im neunten
Verfahrensvorgang oder Anpassvorgang zunächst der zumindest eine Schlitten 102 wieder
von der zweiten Kanalwand 19 entfernt und auf die erste Kanalwand 18 und/oder die
zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zu bewegt. Bevorzugt wird dazu der zumindest
eine Spannantrieb 104 aktiviert. Weiter bevorzugt wird der zumindest eine mit einem
Druckmittel beaufschlagbare und/oder beaufschlagte Stellkörper 104, insbesondere der
zumindest eine Spannschlauch 104 mit einem Druckmittel, insbesondere mit Druckluft
beaufschlagt, das oder die unter einem Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar
steht, bis der zumindest eine Schlitten 102 die genannte Bewegung auf die erste Kanalwand
18 und/oder die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 zu ausführt. Dann wird
der zumindest eine Schlitten 102 gestoppt, beispielsweise durch Kontakt mit zumindest
einem Anschlag und/oder durch ein Kräftegleichgewicht zwischen dem zumindest einen
Stellkörper 104 und dem zumindest einen Rückstellelement 106. Nun wird der zumindest
eine hintere Abstandshalter 131 auf eine Position relativ zu dem zumindest eine Schlitten
102 und/oder relativ zu dem Zylinderballen 12 eingestellt, die einen geringeren Abstand
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 von der zweiten Kanalwand 19 erlaubt.
Bevorzugt wird dazu die zumindest eine hintere Stellschraube 131 relativ zu dem zumindest
einen Schlitten 102 und/oder relativ zu dem Zylinderballen 12 um ihre Gewindeachse
gedreht, weiter bevorzugt mittels des zumindest einen Abstandsantriebs 134. Bevorzugt
wird der zumindest eine Abstandsantrieb 134 mittels der Maschinensteuerung angesteuert.
Im Anschluss wird die Druckplatte 73 wieder entlastet, indem der zumindest eine Schlitten
102 wieder auf die zweite Kanalwand 19 zu und von der ersten Kanalwand 18 und/oder
von der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 weg bewegt wird, bevorzugt bis
der zumindest eine Schlitten 102 sich wieder in seiner Randlage befindet und/oder
bis der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mit der zweiten Kanalwand 19 und
zugleich mit dem zumindest einen Schlitten 102 an der zumindest einen Abstandskontaktstelle
133 in Kontakt steht. Dazu wird der zumindest eine Spannantrieb 104 bevorzugt zumindest
teilweise deaktiviert. Weiter bevorzugt wird der Druck in dem zumindest einen mit
dem Druckmittel beaufschlagten Stellkörper 104, insbesondere Spannschlauch 104 reduziert,
insbesondere bis der zumindest eine Stellkörper 104, insbesondere Spannschlauch 104
unter einem niedrigeren Druck steht als zuvor, beispielsweise unter einem Umgebungsdruck,
insbesondere Atmosphärendruck.
[0194] Bei Verwendung der zweiten Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 wird im neunten
Verfahrensvorgang bevorzugt zunächst der zumindest eine Spannantrieb 104 aktiviert.
Weiter bevorzugt wird der zumindest eine Spannschlauch 104 mit Druckluft beaufschlagt,
die unter einem Druck von bevorzugt zwischen 3 bar und 10 bar steht. Der zumindest
eine Schlitten 102 und insbesondere das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 wird jetzt von dem zumindest einen Spannantrieb 104 mit ausreichend großer Kraft
gegen den zumindest eine Anschlagkörper 111 gepresst. Nun wird bevorzugt zunächst
die Fixiereinrichtung 109 gelöst, beispielsweise indem der Druck im Schlittenlöseschlauch
121 soweit erhöht wird, dass die Schlittenfederpakete 119 sich verformen und dadurch
sich das zumindest eine Schlittenklemmelement 114 von der ersten Schlittenklemmfläche
117 löst. Im Anschluss wird die Druckplatte 73 wieder entlastet, indem der zumindest
eine Schlitten 102 wieder auf die zweite Kanalwand 19 zu bewegt wird, bevorzugt bis
der zumindest eine Schlitten 102 sich wieder in seiner Randlage befindet und/oder
bis der zumindest eine hintere Abstandshalter 131 mit der zweiten Kanalwand 19 an
der zumindest einen Abstandskontaktstelle 133 in Kontakt kommt. Dazu wird zumindest
eine Spannantrieb 104 bevorzugt zumindest teilweise deaktiviert. Weiter bevorzugt
wird der Druck in dem zumindest einen Spannschlauch 104 reduziert, insbesondere bis
der zumindest eine Spannschlauch 104 unter einem niedrigeren Druck steht als zuvor,
beispielsweise unter einem Umgebungsdruck, insbesondere Atmosphärendruck.
[0195] Unabhängig von der Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 werden dann als Teil
oder Teile des Anpassvorgangs ein oder mehrere der folgenden Teilvorgänge durchgeführt.
[0196] In einem Teilvorgang des Anpassvorgangs zur Korrektur einer Schräglage der Druckplatte
73 und/oder in einem Teilvorgang des Anpassvorgangs zur Korrektur einer konvexen und/oder
konkaven Verformung des vorderen Endes 74 der Druckplatte 73 wird zumindest eine der
zumindest zwei und werden bevorzugt die zumindest zwei zweiten Abstützstellen 34;
36 bei Bedarf neu eingestellt. Dazu werden bevorzugt die zumindest zwei bevorzugt
als vordere Stellschrauben 39; 41 ausgebildeten vorderen Kontaktkörper 39; 41 in ihrer
Lage relativ zu der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21, insbesondere zu
dem zumindest einen radial äußeren vorderen Klemmelement 22 und/oder relativ zu dem
Zylinderballen 12 eingestellt. Weiter bevorzugt werden die zumindest zwei vorderen
Kontaktkörper 39; 41 in ihrer Lage mittels des zumindest einen als vorderer Vorspannantrieb
43; 44 ausgebildeten Antriebs 43; 44 neu eingestellt. Weiter bevorzugt wird zumindest
eine und werden insbesondere die zumindest zwei vorderen Stellschrauben 39; 41 um
ihre Gewindeachse relativ zu der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und/oder
relativ zu dem Zylinderballen 12 gedreht. Da bevorzugt jederzeit an allen Abstützstellen
33; 34; 36 die erste Kanalwand 18 und die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21, insbesondere das zumindest eine radial äußere vordere Klemmelement 22, insbesondere
in Form der Auswölbung und der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41 miteinander
in Kontakt stehen, wird durch Einstellung der zumindest zwei zweiten Abstützstellen
33; 34 eine bevorzugt elastische Durchbiegung und/oder eine Schräglage der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 relativ zu der ersten Kanalwand 18 beeinflusst.
Dadurch lassen sich entsprechende Fehllagen eines von einer bestimmten Druckplatte
73 stammenden Druckbilds relativ zu Lagen zumindest eines von zumindest einer anderen
Druckplatte 73 stammenden Druckbilds korrigieren.
[0197] Werden beispielsweise die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41, insbesondere
Stellschrauben 39; 41 bei deren Einstellung relativ zu der Auswölbung der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 von der ersten Kanalwand 18 weg bewegt, so bilden
der ersten Kanalwand 18 zugewandte Enden der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41, insbesondere Stellschrauben 39; 41 zusammen mit der bevorzugt bezüglich der
axialen Richtung A dazwischen angeordneten Auswölbung beispielsweise keine gerade
Linie und/oder eine anders als zuvor gekrümmte Linie. Durch einwirkende Kräfte, beispielsweise
aufgrund der als Feder 107 ausgebildeten Stützkörper 107 und/oder der gespannten Druckplatte
73, wird dann zumindest die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 derart bevorzugt
elastisch verformt, dass axial äußere Bereiche der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 und der aufgespannten Druckplatte 73 stärker zur ersten Kanalwand 18 bewegt und/oder
beispielsweise gezogen werden, als ein axial mittlerer Bereich der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 und der aufgespannten Druckplatte 73. Die aufgespannte
Druckplatte 73 wird also an ihrem vorderen Ende 74 konvex verformt. Eine solche konvexe
Verformung am vorderen Ende 74 der Druckplatte 73 kann sich zumindest teilweise durch
die gesamte Druckplatte 73 in Umfangsrichtung D fortpflanzen. Die konvexe Verformung
am vorderen Ende 74 der Druckplatte 73 wird bevorzugt so eingestellt, dass sie einer
konkaven Verformung des Druckbildes auf der Druckplatte 73 entgegenwirkt. Es ist gegebenenfalls
notwendig, auch am hinteren Ende 76 der Druckplatte 73 entsprechende Maßnahmen zu
ergreifen, beispielsweise zumindest ein hinteres Einstellelement 131 entsprechend
verändert einzustellen.
[0198] Werden beispielsweise die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41, insbesondere
Stellschrauben 39; 41 bei deren Einstellung relativ zu der Auswölbung der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 auf die erste Kanalwand 18 zu bewegt, so bilden
die der ersten Kanalwand 18 zugewandten Enden der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41, insbesondere Stellschrauben 39; 41 zusammen mit der bevorzugt bezüglich der
axialen Richtung A dazwischen angeordneten Auswölbung beispielsweise keine gerade
Linie und/oder eine anders als zuvor gekrümmte Linie. Durch einwirkende Kräfte, beispielsweise
aufgrund der als Feder 107 ausgebildeten Stützkörper 107 und/oder der gespannten Druckplatte
73, wird dann zumindest die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 derart bevorzugt
elastisch verformt, dass axial äußere Bereiche der zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und der aufgespannten Druckplatte 73 weniger stark zur ersten Kanalwand 18 bewegt
und/oder beispielsweise gezogen werden, als ein axial mittlerer Bereich der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 und der aufgespannten Druckplatte 73. Die aufgespannte
Druckplatte 73 wird also an ihrem vorderen Ende 74 konkav verformt. Eine solche konkave
Verformung am vorderen Ende 74 der Druckplatte 73 kann sich zumindest teilweise durch
die gesamte Druckplatte 73 in Umfangsrichtung D fortpflanzen. Die konkave Verformung
am vorderen Ende 74 der Druckplatte 73 wird bevorzugt so eingestellt, dass sie einer
konvexen Verformung des Druckbildes auf der Druckplatte 73 entgegenwirkt. Es ist wiederum
gegebenenfalls notwendig, auch am hinteren Ende 76 der Druckplatte 73 entsprechende
Maßnahmen zu ergreifen, beispielsweise zumindest ein hinteres Einstellelement 131
entsprechend verändert einzustellen.
[0199] Werden beispielsweise die zumindest zwei vorderen Kontaktkörper 39; 41, insbesondere
Stellschrauben 39; 41 bei deren Einstellung relativ zu der Auswölbung der zumindest
einen vorderen Klemmvorrichtung 21 zueinander gegensätzlich bewegt, so bilden die
der ersten Kanalwand 18 zugewandte Enden der zumindest zwei vorderen Kontaktkörper
39; 41, insbesondere Stellschrauben 39; 41 zusammen mit der bevorzugt bezüglich der
axialen Richtung A dazwischen angeordneten Auswölbung bevorzugt weiterhin eine gerade
Linie oder eine genauso stark wie zuvor gekrümmte Linie, die allerdings relativ zu
dem vorderen Klemmspalt 27 und/oder der ersten Kanalwand 18 schräg ausgerichtet ist.
Durch einwirkende Kräfte, beispielsweise aufgrund der als Feder 107 ausgebildeten
Stützkörper 107 und/oder der gespannten Druckplatte 73, wird dann die zumindest eine
vordere Klemmvorrichtung 21 bevorzugt zusammen mit der aufgespannten Druckplatte 73
derart an die erste Kanalwand 18 gepresst, dass sich die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 bevorzugt zusammen mit der aufgespannten Druckplatte 73 relativ zu der ersten Kanalwand
18 bevorzugt um eine im Wesentlichen radiale Ausrichtachse dreht. Diese Ausrichtachse
verläuft bevorzugt durch die erste Abstützstelle 33. Dies geschieht insbesondere,
weil ein erster axial äußerer Bereich der zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und der aufgespannten Druckplatte 73 weiter zur ersten Kanalwand 18 gezogen werden,
als ein zweiter axial äußerer Bereich der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 und der aufgespannten Druckplatte 73, der sich auf einer anderen axialen Seite
der ersten Abstützstelle 33 befindet, als der erste axial äußerer Bereich. Beispielsweise
ist der erste axial äußere Bereich der Seite I zugeordnet und ist der zweite axial
äußere Bereich der Seite II zugeordnet. Die aufgespannte Druckplatte 73 wird also
an ihrem vorderen Ende 74 schräg auf den Plattenzylinder 07 aufgelegt. Eine solche
Schräglage der Druckplatte 73 pflanzt sich bevorzugt durch die gesamte Druckplatte
73 in Umfangsrichtung D fort und wird weiter bevorzugt so eingestellt, dass sie einer
Schräglage des Druckbildes auf der Druckplatte 73 entgegenwirkt.
[0200] Wenn notwendig, das heißt insbesondere bei entsprechend deformiertem Druckbild auf
der Druckplatte 73, werden die zumindest zwei vorderen Stellschrauben 39; 41 so eingestellt,
dass sich in Überlagerung der oben beschriebenen Effekte eine Mischung aus einer Schräglage
der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 einerseits und einer konvexen und/oder
konkaven Verformung der Druckplatte 73 in sich andererseits ergibt.
[0201] Eine Schrägstellung der Druckplatte 73 mittels der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 erfordert gegebenenfalls zugleich eine ausgleichende Schrägstellung und/oder eine
Bewegung in der axialen Richtung A des zumindest einen, durch die zumindest eine hintere
Klemmvorrichtung 61 mit der Druckplatte 73 verbundenen Schlittens 102 und/oder der
zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 selbst. Durch die flexible Lagerung und/oder
Verankerung des zumindest einen Schlittens 102 und/oder der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung 61 einerseits und durch die zumindest eine Seiteneinstellvorrichtung
144, insbesondere den zumindest einen als Axialantrieb 141 ausgebildeten Antrieb 141
andererseits, ist die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 und weiter bevorzugt
der zumindest eine Schlitten 102 in der axialen Richtung A in seiner Position einstellbar.
Ein maximaler Versatz des zumindest einen Schlittens 102 und der zumindest einen hinteren
Klemmvorrichtung 61 in der axialen Richtung A, insbesondere von Endlage bis Endlage,
beträgt bevorzugt zwischen 1 mm und 10 mm, weiter bevorzugt zwischen 3 mm und 6 mm.
[0202] Ein Teilvorgang des Anpassvorgangs zur Korrektur der Plattenspannung und damit der
Länge der Druckplatte 73 in Umgangsrichtung einerseits und der Korrektur von konvexen
und/oder konkaven Verformungen des hinteren Endes 76 der Druckform 73 andererseits,
wird je nach Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 bevorzugt analog zu dem jeweiligen
siebten Verfahrensvorgang durchgeführt. Dabei wird jedoch einerseits bevorzugt auf
das erste Spannen und anschließende Entlasten der Druckplatte 73 verzichtet und andererseits
je nach Ausführungsform der Fixiereinrichtung 109 das zumindest eine hintere Anschlagstellelement
112 oder der zumindest eine hinteren Abstandshalter 131 entsprechend der gewünschten
neuen Plattenspannung eingestellt. Sollte die Einstellungen des zumindest einen hinteren
Anschlagstellelements 112 oder des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 bereits
beim Probedruck im achten Verfahrensvorgang den idealen Wert angenommen haben, so
wird bevorzugt wie oben beschrieben der siebte Verfahrensvorgang zur Spannung der
Druckplatte 73 erneut vorgenommen, jedoch unter Verwendung der bereits zuvor verwendeten
Einstellungen des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements 112 oder des zumindest
einen hinteren Abstandshalters 131. Ein Vorteil des erneuten Spannens der Druckplatte
73 liegt beispielsweise darin, dass reproduzierbare Verhältnisse herrschen und die
Plattenspannung gleichmäßig über die gesamte Ausdehnung der Druckplatte 73 eingestellt
werden kann. Darum wird die Druckplatte 73 bei jeglicher Einstellung der zumindest
zwei vorderen Stellschrauben 39; 41 und/oder des zumindest einen hinteren Anschlagstellelements
112 oder des zumindest einen hinteren Abstandshalters 131 komplett neu gespannt.
[0203] Nachdem das Register für alle Druckfarben und/oder Druckplatten 73 gemessen und mit
einem Solldruckbild verglichen wurde werden bevorzugt in einem Inspektionsvorgang
und einem Auswertevorgang notwendige Korrekturen des Druckbildes ermittelt und in
Korrekturen der Einstellungen der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 umgewandelt.
Sollte ein von einer bestimmten Druckplatte 73 stammendes Teilbild zu kurz sein, so
wird daraus bevorzugt eine geänderte Einstellung des zumindest einen hinteren Abstandshalters
131 ermittelt und bevorzugt berechnet, die eine stärkere Dehnung der entsprechenden
Druckplatte 73 bewirken. Sollte ein von einer bestimmten Druckplatte 73 stammendes
Teilbild zu lang sein, so wird daraus bevorzugt eine geänderte Einstellung des zumindest
einen hinteren Abstandshalters 131 ermittelt und bevorzugt berechnet, die eine schwächere
Dehnung der entsprechenden Druckplatte 73 bewirken. In einer Ausführungsform werden
diese Korrekturen an unterschiedlichen, in axialer Richtung voneinander beabstandeten
hinteren Abstandshaltern 131 eines gleichen Plattenzylinders 07 unabhängig voneinander
und insbesondere untereinander unterschiedlich vorgenommen, weiter bevorzugt auf Grundlage
von unterschiedlichen Korrekturwerten, die für unterschiedliche axiale Positionen
ermittelt werden.
[0204] Im Folgenden werden insbesondere Inspektionsvorgang, Auswertevorgang und Anpassvorgang
näher beschrieben. Durch diese Vorgänge können beispielsweise Registerfehler erfasst
und besonders schnell und sicher ausgeglichen werden.
[0205] Bevorzugt ist zunächst das vorlaufende Ende 74 der jeweiligen Druckplatte 73 in der
jeweils zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung 21 geklemmt und ist das hintere
Ende 76 dieser jeweiligen Druckplatte 73 in der jeweils zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 geklemmt. Bevorzugt wird in dem Inspektionsvorgang zumindest ein auf den Bedruckstoff
09 aufgedrucktes Druckbild und weiter bevorzugt zumindest ein Registermuster 151 des
bevorzugt bogenförmigen Bedruckstoffs 09 erfasst, weiter bevorzugt mittels zumindest
eines Sensors, insbesondere Registersensors. Bevorzugt werden in Abhängigkeit davon,
also von dem zumindest einen erfassten Druckbild und weiter bevorzugt von dem zumindest
einen erfassten Registermuster 151 in dem Auswertevorgang neue Einstellungen für zumindest
ein Einstellelement 39; 41; 131; 144, insbesondere zumindest ein in Umfangsrichtung
D vorderes Einstellelement 39; 41 und/oder zumindest ein in Umfangsrichtung D hinteres
Einstellelement 131 zumindest einer der Spannvorrichtungen 101 ermittelt und bevorzugt
berechnet. Der zumindest eine Registersensor ist bevorzugt als zumindest ein optischer
Registersensor ausgebildet, beispielsweise als zumindest eine Flächenkamera. Bevorzugt
ist der zumindest eine Registersensor schaltungstechnisch mit der Maschinensteuerung
verbunden.
[0206] Wie bereits beschrieben, ist das zumindest eine Einstellelement 39; 41; 131; 144
der zumindest einen Spannvorrichtung 101 bevorzugt als zumindest ein vorderer Kontaktkörper
39; 41 ausgebildet, mittels dem der Abstand der zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 von der ersten Kanalwand 18 des zumindest einen Kanals 13 einstellbar ist und/oder
ist das zumindest eine Einstellelement 39; 41; 131; 144 der zumindest einen Spannvorrichtung
101 als zumindest ein hinterer Abstandshalter 131 ausgebildet, mittels dem der Abstand
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 von der zweiten Kanalwand 19 des
zumindest einen Kanals 13 einstellbar ist und/oder ist das zumindest eine Einstellelement
39; 41; 131; 144 der zumindest einen Spannvorrichtung 101 als der zumindest eine Axialantrieb
144 ausgebildet, mittels dem die Lage der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 bezüglich der axialen Richtung A parallel zu der Rotationsachse 11 des jeweiligen
Plattenzylinders 07 einstellbar ist.
[0207] Bevorzugt findet zunächst, also insbesondere vor dem Inspektionsvorgang, ein Probedruckvorgang
statt, in dem zumindest ein Druckbild und bevorzugt zumindest ein Registermuster 151
und weiter bevorzugt zumindest zwei Registermuster 151 auf den Bedruckstoff 09 gedruckt
werden, das oder die jeweils zumindest teilweise aus jeweils zumindest zwei von zumindest
zwei unterschiedlichen Druckplatten 73 stammenden Referenzelementen 152, beispielsweise
Registermarken 152 zusammengesetzt ist oder sind. Das bedeutet, dass die Druckfarbe
der entsprechenden Referenzelemente 152 ursprünglich von zwei unterschiedlichen Druckplatten
73 ausgeht, bevor sie schließlich auf dem Bedruckstoff 09 angeordnet wird. Bevorzugt
sind also die Referenzelemente 152 oder Registermarken 152 Bestandteile eines auf
den Bedruckstoff 09 aufgedruckten Druckbildes, weiter bevorzugt Bestandteile zumindest
eines Registermusters 151. Der Bedruckstoff 09 weist also bevorzugt zumindest ein
Druckbild auf, das jeweils zumindest zwei Referenzelemente 152, insbesondere Registermarken
152 aufweist, die von unterschiedlichen Druckplatten 73 stammen und bevorzugt mit
unterschiedlichen Druckfarben gedruckt sind. Der Bedruckstoff 09 weist weiter bevorzugt
zumindest ein Registermuster 151 auf, das jeweils zumindest zwei Referenzelemente
152, insbesondere Registermarken 152 aufweist, die von unterschiedlichen Druckplatten
73 stammen und bevorzugt mit unterschiedlichen Druckfarben gedruckt sind. Bevorzugt
ist oder wird bezüglich jedes Druckbildes und/oder bezüglich jedes Registermusters
151 ein Referenzelement 152, insbesondere eine Registermarke 152, als Basisreferenzelement
153, insbesondere Basisregistermarke 153 festgelegt. Registermarken 152 sind dabei
beispielsweise Bestandteile eines Druckbildes und weiter bevorzugt festgelegte Muster,
die zusätzlich zu einem nutzbaren Druckbild auf den Bedruckstoff 09 übertragen werden
und beispielsweise bestimmte geometrische Formen aufweisen. Das zumindest eine Referenzelement
152 kann jedoch auch ein Bestandteil des nutzbaren Druckbildes sein, das ohnehin auf
den Bedruckstoff 09 übertragen würde.
[0208] In einer Ausführungsform ist das zumindest eine Registermuster 151 bevorzugt folgendermaßen
ausgebildet. Eine erste Registermarke 152, die bevorzugt die Basisregistermarke 153
darstellt, ist als zumindest ein bevorzugt rechteckiger Rahmen ausgebildet. Darin
sind weitere Registermarken 152 enthalten, die beispielsweise als einfache Kreuze
ausgebildet sind. Andere geometrische Formen, wie beispielsweise Dreiecke oder Kreise
sind ebenfalls möglich. Die Basisregistermarke 153 und die weiteren Registermarken
152 sind bevorzugt alle mit jeweils unterschiedlichen Druckfarben gedruckt. Beispielsweise
ist ein vierfarbiges Registermuster 151 aus einem Rahmen und drei bevorzugt in einer
Reihe darin angeordneten Kreuzen gebildet. Beispielsweise ist ein sechsfarbiges Registermuster
151 aus einem Rahmen und fünf bevorzugt in einer Reihe darin angeordneten Kreuzen
gebildet. Bevorzugt weisen die Kreuze oder geometrischen Formen Abmessungen entlang
ihrer Linien von höchstens 4 mm, weiter bevorzugt höchstens 3 mm auf. Bevorzugt weist
der Rahmen eine Abmessung von höchstens 5 mm, weiter bevorzugt höchstens 4 mm in einer
ersten Richtung auf, bevorzugt parallel zu einer Transportrichtung des Bedruckstoffs
09. Eine Abmessung des Rahmens in einer dazu orthogonalen, beispielsweise parallel
zu der Rotationsachse 11 des Plattenzylinders 07 und/oder orthogonal zu der Transportrichtung
des Bedruckstoffs 09 orientierten Richtung A beträgt bevorzugt höchstens 16 mm, weiter
bevorzugt höchstens 13 mm im Fall eines vierfarbigen Registermusters 151 und bevorzugt
höchstens 26 mm, weiter bevorzugt höchstens 21 mm im Fall eines sechsfarbigen Registermusters
151. Bevorzugt sind alle auf einer ersten Seite des Bedruckstoffs 09 angeordneten
Registermuster 151 untereinander gleich aufgebaut, beispielsweise vierfarbig. Bevorzugt
sind alle auf einer zweiten Seite des Bedruckstoffs 09 angeordneten Registermuster
151 untereinander gleich aufgebaut, beispielsweise sechsfarbig. Durch die Abmessungen
der Registermuster 151 ist es möglich, besonders schmale Bereiche an einem Anfang
und an einem Ende eines jeweiligen Bedruckstoffs 09 mit den Registermustern 151 zu
versehenen und dadurch eine Menge an Makulatur gering zu halten. Eine Dicke der Linien
der Referenzelemente 152 beträgt bevorzugt höchstens 0,5 mm.
[0209] Bevorzugt weist zumindest eine Druckplatte 73 und weiter bevorzugt jede Druckplatte
73 jeweils zumindest ein Registerformelement und weiter bevorzugt mehrere Registerformelemente
auf, noch weiter bevorzugt jeweils ein Registerformelement je mit dieser Druckplatte
73 zu erzeugendem Referenzelement 152. Ein Registerformelement ist dabei ein Bereich
der Druckform 73, der durch bevorzugt gezielte Übertragung von Druckfarbe einer Erzeugung
zumindest eines jeweiligen Referenzelements 152, beispielsweise zumindest einer jeweiligen
Registermarke 152 dient. Eine relative Lage von Registerformelementen unterschiedlicher
Druckplatten 73 bestimmt somit eine relative Lage der Referenzelemente 152, insbesondere
der jeweiligen Referenzelemente 152 jedes Registermusters 151 zueinander und die relative
Lage mehrerer Referenzmuster 151 zueinander. In dem genannten Beispiel haben dann
Registerformelemente beispielsweise die Form von Rahmen und/oder Kreuzen und/oder
Dreiecken und/oder Kreisen.
[0210] In dem Inspektionsvorgang werden bevorzugt Ist-Lagen aller Referenzelemente 152 erfasst,
insbesondere gegenüber Soll-Lagen aller Referenzelemente 152 des zumindest einen Registermusters
151. Bevorzugt werden Registermarken 152 des zumindest einen Registermusters 151 bevorzugt
relativ zu dem Basisreferenzelement 153, insbesondere der Basisregistermarke 153 des
jeweiligen zumindest einen Registermusters 151 und/oder bevorzugt mittels des zumindest
einen Registersensors erfasst, insbesondere gegenüber Soll-Lagen aller Referenzelemente
152 des zumindest einen Registermusters 151. Das bedeutet insbesondere, dass die Ist-Lagen
der Referenzelemente 152 des zumindest einen Registermusters 151 mit den Soll-Lagen
der Referenzelemente 152 des zumindest einen Registermusters 151 verglichen werden.
[0211] Bevorzugt werden in dem Inspektionsvorgang zumindest zwei Registermuster 151 erfasst,
die jeweils zumindest ein von einer gleichen Druckplatte 73 stammendes Referenzelement
152, insbesondere zumindest eine von einer gleichen Druckplatte 73 stammende Registermarke
152 aufweisen. Der Einfachheit halber werden bevorzugt Registermuster 151, die auf
einer gleichen Seite des Bedruckstoffs 09 angeordnet sind und jeweils mehrere Druckfarben
aufweisen, nacheinander erfasst, während Registermuster 151, die auf unterschiedlichen
Seiten des Bedruckstoffs 09 angeordnet sind, gleichzeitig erfasst werden, um eine
Registergenauigkeit zu erhöhen. Die aufeinanderfolgende Erfassung mehrerer Registermuster
151 kann durch eine Bedienperson und/oder durch einen vorprogrammierten oder errechneten
Programmablauf einer entsprechenden Ausrichtvorrichtung erfolgen, die für passende
Ausrichtungen des Bedruckstoffs 09 und des zumindest einen Registersensors zueinander
sorgt. Der zumindest eine Registersensor ist bevorzugt als Flächenkamera ausgebildet
und weist beispielsweise zumindest einen CCD-Sensor auf. Bevorzugt wird der Bedruckstoff
09, der in dem Inspektionsvorgang untersucht wird, auf einem Messtisch fixiert, beispielsweise
mittels eines Unterdrucks.
[0212] Im Fall von zumindest einer in Umfangsrichtung D auftretenden, einen Toleranzbereich
überschreitenden Abweichung einer Ist-Lage gegenüber einer Soll-Lage in dem Auswertevorgang
werden bevorzugt und insbesondere unter Berücksichtigung weiterer erfasster Registermuster
151 neue Einstellungen für zumindest ein Einstellelement 39; 41; 131; 144 derjenigen
zumindest einen Spannvorrichtung 101 ermittelt und bevorzugt berechnet, in der die
zumindest eine Druckplatte 73 beispielsweise fehlerhaft gespannt ist oder war, die
die zumindest eine in Umfangsrichtung D abweichende Registermarke 151 verursacht hat.
Weiter bevorzugt werden in dem Auswertevorgang neue Einstellungen für jeweils zumindest
ein Einstellelement 39; 41; 131; 144 zumindest zweier, noch weiter bevorzugt aller
Spannvorrichtungen 101 ermittelt und bevorzugt berechnet, in denen jeweils zumindest
eine Druckplatte 73 beispielsweise fehlerhaft gespannt ist oder war. Weiter bevorzugt
werden in dem Auswertevorgang die neuen Einstellungen für mehrere Einstellelemente
39; 41; 131; 144 einer oder mehrerer Spannvorrichtungen 101 zugleich und/oder unter
Berücksichtigung gegenseitiger Einflüsse der mehreren Einstellelemente 39; 41; 131;
144 ermittelt und bevorzugt berechnet. Bevorzugt werden zumindest zwei quer zu einer
Transportrichtung bezüglich des Bedruckstoffs 09 voneinander beabstandete Registermuster
151 und/oder zumindest zwei längs der Transportrichtung voneinander beabstandete Registermuster
151 in dem Inspektionsvorgang erfasst und in dem Auswertevorgang verarbeitet. Bevorzugt
werden zumindest zwei auf gegenüberliegenden Flächen des Bedruckstoffs 09 angeordnete
Registermuster 151 in dem Inspektionsvorgang bevorzugt von miteinander mechanisch
und/oder schaltungstechnisch gekoppelten Registersensoren und weiter bevorzugt gleichzeitig
erfasst und in dem Auswertevorgang gemeinsam verarbeitet. Der Toleranzbereich liegt
bevorzugt unter 10 µm (zehn Mikrometer).
[0213] Insbesondere im Fall von zumindest einer bezüglich der Rotationsachse 11 des zumindest
einen Plattenzylinders 07 in axialer Richtung A auftretenden, den Toleranzbereich
überschreitenden Abweichung einer Ist-Lage gegenüber einer Soll-Lage werden bevorzugt
in dem Auswertevorgang neue Einstellungen für zumindest eine Temperatur zumindest
einer beispielsweise in ihrer axialen Ausdehnung fehlerhaften, auf dem zumindest einen
Plattenzylinder 07 angeordneten Druckplatte 73 und/oder zumindest eines Zylinderballens
12 des zumindest einen Plattenzylinders 07 und/oder zumindest eines mit dieser Druckplatte
73 und/oder diesem zumindest einen Plattenzylinder 07 zusammenwirkenden Temperiermittels,
insbesondere Temperierfluids ermittelt und bevorzugt berechnet. Dies geschieht wiederum
bevorzugt unter Berücksichtigung weiterer erfasster Registermuster 151. Eine Änderung
der Temperatur eines Zylinderballens 12 bedingt dabei bevorzugt auch eine Änderung
der Temperatur der darauf angeordneten Druckplatte 73 und umgekehrt. Dementsprechend
ist eine temperaturbedingte Änderung einer Ausdehnung des Zylinderballens 12 insbesondere
in der axialen Richtung A bevorzugt mit einer temperaturbedingten Änderung einer Ausdehnung
der Druckform 73 insbesondere in der axialen Richtung A gekoppelt.
[0214] Weiter bevorzugt fließt in dem Auswertevorgang zumindest eine Temperatur zumindest
einer weiteren Druckplatte 73 und/oder zumindest eine Temperatur zumindest eines Zylinderballens
12 eines weiteren Plattenzylinders 07 und/oder zumindest eine Temperatur zumindest
eines Temperiermittels, insbesondere Temperierfluids eines anderen Plattenzylinders
07 und/oder eine Umgebungstemperatur der Druckmaschine 01 und/oder eine Temperatur
des Bedruckstoffs 09 in die Ermittlung und bevorzugt Berechnung der neuen Einstellungen
für die zumindest eine Temperatur der zumindest einen, beispielsweise in ihrer axialen
Ausdehnung fehlerhaften Druckplatte 73 und/oder des zumindest einen Zylinderballens
12 und/oder des Temperiermittels ein. Bevorzugt werden in dem Auswertevorgang insbesondere
unter Berücksichtigung weiterer erfasster Registermuster 151 neue Einstellungen für
zumindest eine Temperatur zumindest zweier und bevorzugt aller beispielsweise in ihrer
axialen Ausdehnung fehlerhaften Druckplatten 73 und/oder jeweiligen Zylinderballen
12 der jeweiligen Plattenzylinder 07 und/oder Temperiermittel ermittelt und bevorzugt
berechnet.
[0215] Eine absolute Lage verschiedener, auf einer gleichen Seite des Bedruckstoffs 09 angeordneter
Registermuster 151 zueinander ist nicht unbedingt relevant, solange eine relative
Lage der Referenzelemente 152 innerhalb eines jeden Registermusters 151 zueinander
mit genügender Genauigkeit gegeben ist. Eine absolute Lage auf unterschiedlichen Seiten
des Bedruckstoffs 09 angeordneter, einander direkt gegenüberliegender Registermuster
151 ist insbesondere im Wertpapierdruck sehr relevant. Bevorzugt wird daher in dem
Auswertevorgang jeweils ein Referenzelement 152 eines ersten, auf der ersten Seite
des Bedruckstoffs 09 angeordneten Registermusters 151 als erstes Basisreferenzelement
153 festgelegt. Bevorzugt wird danach ein Referenzelement 152 eines dem ersten Registermuster
151 gegenüberliegend auf der zweiten Seite des Bedruckstoffs 09 angeordneten zweiten
Registermusters 151 als zweites Basisreferenzelement 153 festgelegt. Bevorzugt werden
dann Einstellungen für Plattenzylinder 07 ermittelt und bevorzugt berechnet, mittels
derer die weiteren Referenzelemente 152 des ersten Registermusters 151 zu dem ersten
Basisreferenzelement 153 ausgerichtet werden. Bevorzugt werden dann Einstellungen
für Plattenzylinder 07 ermittelt und bevorzugt berechnet, mittels derer die weiteren
Referenzelemente 152 des zweiten Registermusters 151 zu dem zweiten Basisreferenzelement
153 ausgerichtet werden.
[0216] Bevorzugt kann eine Bedienperson auf das Verfahren Einfluss nehmen, beispielsweise
indem nach dem Auswertevorgang von der Maschinensteuerung vorgeschlagene neue Einstellungen
bestätigt oder abgeändert werden können oder indem der Inspektionsvorgang und/oder
der Auswertevorgang erneut gestartet werden können, insbesondere unter manueller Auswahl
eines anderen Referenzelements 152 als Basisreferenzelement 153. Dies kann vorteilhaft
sein, wenn beispielsweise nur das bisherige Basisreferenzelement 153 von den anderen
Referenzelementen 152 stark abweicht.
[0217] In einem ersten Anpassvorgang wird bevorzugt zumindest eine beispielsweise fehlerhaft
gespannte Druckplatte 73 zumindest bezüglich der Umfangsrichtung D zumindest teilweise
und weiter bevorzugt vollständig entspannt und bleibt dabei in der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 und der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61
geklemmt und wird im Anschluss entsprechend der neu ermittelten und bevorzugt neu
berechneten Einstellungen für das zumindest eine Einstellelement 39; 41; 131; 144,
insbesondere das zumindest eine vordere Einstellelement 39; 41 und/oder das zumindest
eine hintere Einstellelement 131 verändert in Umfangsrichtung D auf dem jeweiligen
Plattenzylinder 07 gespannt. Unter einem zumindest teilweisen Entspannen der Druckplatte
73 wird dabei verstanden, dass eine auf diese Druckplatte 73 einwirkende Spannkraft
um bevorzugt zumindest 50 %, weiter bevorzugt zumindest 75 % und noch weiter bevorzugt
zumindest 90 % reduziert wird. Bevorzugt wird dazu ein Druck in dem bevorzugt als
zumindest ein mit einem Druckmittel beaufschlagbarer und/oder beaufschlagter Stellkörper
104 ausgebildeten Spannantrieb 104 um bevorzugt zumindest 50 %, weiter bevorzugt zumindest
75 % und noch weiter bevorzugt zumindest 90 % reduziert. Unter einem vollständigen
Entspannen der Druckplatte 73 wird dabei verstanden, dass die auf diese Druckplatte
73 einwirkende Spannkraft um 100 %, also auf Null reduziert wird, dass also im Anschluss
keine die Druckplatte 73 in der entsprechenden Richtung, hier der Umfangsrichtung
D spannende Kraft mehr auftritt.
[0218] Weiter bevorzugt werden in dem ersten Anpassvorgang zumindest zwei und noch weiter
bevorzugt alle beispielsweise fehlerhaft gespannten Druckplatten 73 zumindest bezüglich
der jeweiligen Umfangsrichtung D zumindest teilweise und weiter bevorzugt vollständig
entspannt und bleiben dabei bevorzugt in der jeweiligen zumindest einen vorderen Klemmvorrichtung
21 und der jeweiligen zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 der jeweiligen
zumindest einen Spannvorrichtung 101 geklemmt und werden im Anschluss bevorzugt mittels
der jeweiligen zumindest einen Spannvorrichtung 101 entsprechend der neu ermittelten
und bevorzugt neu berechneten Einstellungen für das jeweilige zumindest eine Einstellelement
39; 41; 131; 144 verändert in Umfangsrichtung D auf dem jeweiligen Plattenzylinder
07 gespannt. Bevorzugt findet der erste Anpassvorgang zumindest zweier beispielsweise
fehlerhaft gespannter Druckplatten 73 zumindest zeitweise gleichzeitig statt. Bevorzugt
bleibt in dem ersten Anpassvorgang eine Spannung innerhalb der zumindest einen Druckplatte
73 bezüglich der axialen Richtung A unverändert. Bevorzugt wird die Einstellung des
zumindest einen Einstellelements 39; 41; 131; 144 und weiter bevorzugt aller neu eingestellten
Einstellelemente 39; 41; 131; 144 maschinengesteuert und mittels zumindest eines entsprechenden
Antriebs 43; 44; 134; 141 vorgenommen. Bevorzugt wird die zumindest eine Druckplatte
73 nach dem erneuten Spannen der zumindest einen Druckplatte 73 zumindest minimal
entlastet, bis zumindest zwei hintere Einstellelemente 131 sowohl mit zumindest einem
die zumindest eine hintere Klemmvorrichtung 61 tragenden Schlitten 102 als auch mit
der zweiten Kanalwand 19 in Kontakt stehen.
[0219] In dem Anpassvorgang oder bevorzugt in einem zweiten Anpassvorgang wird bevorzugt
die zumindest eine Temperatur der zumindest einen Druckplatte 73 und/oder des zumindest
einen Zylinderballens 12 und/oder des Temperiermittels, insbesondere Temperierfluids
gemäß den neuen Einstellungen verändert. Insbesondere werden also bevorzugt in dem
Auswertevorgang neue Einstellungen für eine Temperatur eines als Temperierfluid ausgebildeten
Temperiermittels ermittelt und bevorzugt berechnet, das denjenigen Plattenzylinder
07 durchströmt, auf den die zumindest eine beispielsweise in ihrer axialen Ausdehnung
fehlerhafte Druckplatte 73 gespannt ist und wird in dem zweiten Anpassvorgang die
Temperatur dieses als Temperierfluid ausgebildeten Temperiermittels gemäß den neuen
Einstellungen verändert. Bevorzugt wird die Temperatur des Temperiermittels, insbesondere
Temperierfluids gemessen und geregelt. Beispielsweise kann zuvor empirisch oder rechnerisch
erfasst werden, welche Temperaturänderungen notwendig sind, um angestrebte Längenänderungen
im Druckbild zu erreichen. Das Temperierfluid wird bevorzugt mit einer Genauigkeit
von 0,3°C oder besser geregelt. Die Temperatur des Temperierfluids wird bevorzugt
innerhalb eines Temperaturbereichs von höchstens 20°C verändert. Das Temperiermittel
kann beispielsweise auch eine alternative oder zusätzliche Heizung aufweisen, die
beispielsweise als zumindest ein elektrischer Heizwiderstand und/oder zumindest eine
Strahlungsheizung ausgebildet ist.
[0220] Bevorzugt wird die zumindest eine Temperatur der zumindest einen Druckplatte 73 und/oder
des zumindest einen Zylinderballens 12 und/oder des Temperiermittels, insbesondere
Temperierfluids gemäß den neuen Einstellungen derart verändert, dass sich danach,
insbesondere erst danach zumindest ein auf der zumindest einen Druckplatte 73 angeordnetes
Bildformelente und weiter bevorzugt Registerformelement und zumindest ein auf einer
anderen der zumindest zwei Druckplatten 73 angeordnetes Bildformelement, weiter bevorzugt
Registerformelement zumindest bezüglich einer auf zumindest einen Plattenzylinder
07 bezogen axialen Richtung A in einer vorgegebenen relativen Lage zueinander befinden,
wobei weiter bevorzugt diese vorgegebene relative Lage zueinander unabhängig von einem
Erfassen und weiter bevorzugt vor dem Erfassen des zumindest einen Registermusters
151 vorgegeben ist. Weiter bevorzugt ist danach, also nach dem Verändern der Temperatur
und insbesondere erst danach zumindest ein in der axialen Richtung A gemessener Abstand
zwischen Mittelpunkten zumindest zweier auf der zumindest einen Druckplatte 73 angeordneter
Registerformelemente gleich einem in der axialen Richtung A gemessenem Abstand zwischen
Mittelpunkten zumindest zweier auf einer anderen der zumindest zwei Druckplatten 73
angeordneter Registerformelemente.
[0221] Bevorzugt ist ein Temperaturunterschied zwischen zwei verschiedenen Druckplatten
73, die auf verschiedenen Plattenzylindern 07 angeordnet sind, nach dem Anpassvorgang
größer oder kleiner als vor dem Anpassvorgang. Das schließt insbesondere solche Fälle
ein, in denen vor dem Anpassvorgang kein Temperaturunterschied herrscht, danach jedoch
ein Temperaturunterschied vorhanden ist und solche Fälle, in denen vor dem Anpassvorgang
ein Temperaturunterschied vorhanden ist, danach jedoch nicht mehr und solche Fälle,
in denen vor dem Anpassvorgang und nach dem Anpassvorgang Temperaturunterschiede vorhanden
sind, jedoch unterschiedliche. Bevorzugt werden in dem gegebenenfalls zweiten Anpassvorgang
die Temperaturen zweier und bevorzugt aller beispielsweise in ihrer axialen Ausdehnung
fehlerhaften Druckplatten 73 und/oder jeweiligen Zylinderballen 12 der jeweiligen
Plattenzylinder 07 und/oder Temperiermittel gemäß den neuen Einstellungen verändert.
Bevorzugt wird in dem gegebenenfalls zweiten Anpassvorgang eine Spannung innerhalb
der zumindest einen Druckplatte 73 bezüglich einer Umfangsrichtung D unverändert aufrechterhalten.
Da eine Winkellage von Bildpunkten, insbesondere bei einer temperaturbedingten Längenänderung
der Druckform 73 nicht von der Temperatur abhängt, sondern durch Ausdehnungen bedingt
höchstens eine radiale Lage der Bildpunkte verändert wird, ist es nicht notwendig,
nach der Temperaturänderung noch Anpassungen vorzunehmen, die die Winkellage und/oder
Umfangsrichtung D betreffen. Die Winkellage wird alleine durch den entsprechenden
Antrieb des Plattenzylinders 07 festgelegt. Radiale Änderungen der Lage der Druckform
73 haben höchstens derartige Auswirkungen, dass ein minimal geändertes Abrollverhalten
der Druckform 73 auf dem Übertragungszylinder 06 erzeugt wird. Die beeinträchtigt
jedoch eine Druckqualität bevorzugt zumindest nicht spürbar.
[0222] Bevorzugt ist eine Anzahl erfasster und unter gegenseitiger Berücksichtigung ausgewerteter
Registermuster 151 zumindest so groß, wie eine Summe von als vordere Kontaktkörper
39; 41 und/oder hintere Abstandshalter 131 ausgebildeten Einstellelementen 39; 41;
131 eines der zumindest zwei Plattenzylinder 07. Bevorzugt ist eine Anzahl erfasster
und unter gegenseitiger Berücksichtigung ausgewerteter Registermuster 151 zumindest
acht je Druckplatte 73, weiter bevorzugt vierzehn je Druckplatte 73. Eine bevorzugte
Anordnung der Registermuster 151 sieht vor, dass bezüglich der axialen Richtung A
jeweils zumindest ein Registermuster 151 eine gleiche axiale Lage aufweist, wie zumindest
ein Einstellelement 39; 41; 131. Eine andere Anordnung der Registermuster 151 sieht
vor, dass zumindest ein Einstellelement 39; 41; 131 in seiner Lage bezüglich der axialen
Richtung A nicht mit einem Registermuster 151 übereinstimmt. In diesem Fall werden
entsprechende Umrechungen notwendig. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein
besonders schmaler Bedruckstoff 09 eingesetzt wird, der schmaler ist, als ein größter
Abstand zweier Einstellelemente 39; 41; 131 in der axialen Richtung A.
[0223] Der Auswertevorgang kann sich auch mit dem Anpassvorgang überschneiden, beispielsweise
derart, dass erst die zumindest einen Druckplatte 73 beispielsweise teilweise oder
vollständig entspannt wird und dass dann der Auswertevorgang erfolgt und dass dann
die zumindest eine Druckplatte 73 erneut gespannt wird.
[0224] Im Fall einer neuen Einstellung zumindest einer Temperatur, beispielsweise eines
Temperiermittels, insbesondere Temperierfluids, wird bevorzugt mittels eines Übersteuerns
der Temperatursteuerung eine besonders schnelle Anpassung erzielt. Das Temperierfluid
ist bevorzugt zumindest teilweise innerhalb der zumindest einen Bohrung 126 angeordnet
und weiter bevorzugt in der Lage, diese zu durchströmen. Bevorzugt weist der Plattenzylinder
07 die zumindest eine Bohrung 126 auf, in der ein Temperierfluid, beispielsweise Wasser
mit einem Rostschutzmittel, angeordnet und/oder anordenbar ist und/oder die von einem
Temperierfluid durchströmbar und/oder durchströmt ist. Weiter bevorzugt weist der
Plattenzylinder 07 mehrere Bohrungen 126 auf, die sich weiter bevorzugt jeweils über
zumindest 90 % der axialen Länge des Zylinderballens 12 des Plattenzylinders 07 erstrecken.
Dadurch wird eine Kontaktfläche des Zylinderballens 12 mit dem Temperierfluid vergrößert.
Weiter bevorzugt ist in zumindest einer Bohrung 126 zumindest ein Strömungskörper
136; 137 und/oder Ausgleichskörper 136; 137 angeordnet. Ein Strömungskörper 136; 137
dient dazu, einen relativ großen Querschnitt der zumindest einen Bohrung 126 zu verringern
und dadurch zum einen eine Strömungsgeschwindigkeit des Temperierfluids in der zumindest
einen Bohrung 126 zu vergrößern und zum anderen für eine turbulente Strömung und damit
eine bessere Wärmeübertragung zwischen Zylinderballen 12 und Temperierfluid zu schaffen.
Dadurch wird der Zylinderballen 12 und damit auch die darauf angeordnete Druckplatte
73 effektiver temperiert. Ein Ausgleichskörper 136; 137 dient dazu, Unwuchten des
Plattenzylinders 07 auszugleichen. Bevorzugt ist zumindest ein erster Strömungskörper
136; 137 rohrförmig ausgebildet, so dass ein daran außen vorbei fließendes Temperiermittel
davon unbeeinflusst bleibt, ob noch ein zweiter Ausgleichskörper 137 im Inneren des
ersten Ausgleichskörpers 136 angeordnet ist, um Unwuchten auszugleichen oder nicht.
[0225] Bevorzugt läuft der Anpassvorgang an mehreren Plattenzylindern 07 der Druckmaschine
01 und weiter bevorzugt an allen Plattenzylindern 07 der Druckmaschine 01 zumindest
zeitweise gleichzeitig ab.
[0226] Für eine Korrektur eines Umfangsregisterfehlers und/oder eines Seitenregisterfehlers
wird bevorzugt eine an einem Zylinderzapfen 17 des Plattenzylinders 07 angeordnete
Umfangsregisterverstellung und/oder Seitenregisterverstellung verwendet. Die Druckplatte
73 selbst bleibt bei derartigen Einstellungen des Umfangsregisters und/oder des Seitenregisters
unverändert auf dem Plattenzylinder 07 aufgespannt.
[0227] Bevorzugt läuft das Verfahren zum Anordnen, insbesondere zum registergerechten Anordnen
und/oder Klemmen und/oder Spannen der Druckplatte 73 auf dem Plattenzylinder 07 maschinengesteuert
ab. Dazu sind bevorzugt sämtliche Antriebe 43; 44; 104; 116; 134; 141, insbesondere
der zumindest eine vordere Vorspannantrieb 43; 44 und/oder der zumindest eine Spannantrieb
104 und/oder der zumindest eine Schlittenlöseantrieb 116 und/oder der zumindest eine
Abstandsantrieb 134 und/oder der zumindest eine Axialantrieb 141 und/oder der zumindest
eine Anschlagantrieb mit der Maschinensteuerung verbunden und/oder von der Maschinensteuerung
gesteuert und/oder steuerbar und weiter bevorzugt von der Maschinensteuerung geregelt
und/oder regelbar. Bevorzugt sind auch das zumindest eine vordere Stellelement 24
und/oder das zumindest eine hintere Stellelement 64 mit der Maschinensteuerung verbunden
und/oder von der Maschinensteuerung gesteuert und/oder steuerbar und weiter bevorzugt
von der Maschinensteuerung geregelt und/oder regelbar. Im Fall von als Schläuchen
ausgebildeten Spannantrieben 104 und/oder Stellelementen 24; 64 und/oder Schlittenlöseschläuchen
121 besteht eine Steuerung und/oder Regelung mittels der Maschinensteuerung bevorzugt
in einer Steuerung und/oder Regelung des darin herrschenden Drucks mittels der Maschinensteuerung.
[0228] Insbesondere erfolgt bevorzugt eine Einstellung sämtlicher Einstellelemente 39; 41;
131; 144, insbesondere der als vordere Kontaktkörper 39; 41 ausgebildeten vorderen
Einstellelemente 39; 41 und der als hintere Abstandshalter 131 ausgebildeten hinteren
Einstellelemente 131 motorisch angetrieben und/oder maschinengesteuert, weiter bevorzugt
mittels der Maschinensteuerung geregelt.
[0229] Eine Präzision des Druckergebnisses kann noch weiter erhöht werden, wenn für jeden
Plattenzylinder 07 ein Profil erstellt wird, das Abweichungen der Form dieses Plattenzylinders
07 von einer idealen Zylinderform darstellt und wenn dann beim Bebildern und/oder
Belichten der Druckplatten 73 jeweils dieses jeweilige Profil berücksichtigt wird.
Auf diese Art können beispielsweise Fehler im Druckbild vermieden werden, die dadurch
zustande kämen, dass eine Umfangsgeschwindigkeit der Druckplatte 73 aufgrund der Form
des Plattenzylinders 07 schwankt, obwohl eine Winkelgeschwindigkeit des Plattenzylinders
07 konstant bleibt. Die Druckplatte 73 kann solche regelmäßigen, geometrisch bedingten
Schwankungen ausgleichen, beispielsweise durch zumindest teilweise gestreckte und/oder
gestauchte Abschnitte des zu druckenden Druckbildes.
[0230] Das Verfahren zum Anordnen, insbesondere zum Klemmen und/oder Spannen der Druckplatte
73 auf dem Plattenzylinder 07 umfasst also bevorzugt zumindest, dass in einem Verfahrensvorgang
die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und insbesondere der vordere Klemmspalt
27 geschlossen und dabei das vordere Ende 74 der Druckplatte 73 in der zumindest einen
vorderen Klemmvorrichtung 21 und insbesondere in dem vorderen Klemmspalt 27 eingeklemmt
wird, dass in einem Verfahrensvorgang der Plattenzylinder 07 um seine Rotationsachse
11 gedreht und dabei die Druckplatte 73 auf dessen Mantelfläche 124 aufgelegt wird,
dass in einem Verfahrensvorgang das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in den Wirkbereich
der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung 61 in deren Randlage gebracht auf den
Plattenzylinder 07 gelegt wird, dass in einem Verfahrensvorgang die zumindest eine
hintere Klemmvorrichtung 61 und insbesondere der hintere Klemmspalt 67 geschlossen
und dabei das hintere Ende 76 der Druckplatte 73 in der zumindest einen hinteren Klemmvorrichtung
61 und insbesondere in dem hinteren Klemmspalt 67 eingeklemmt wird, dass in einem
Verfahrensvorgang der zumindest eine Schlitten 102 auf die zumindest eine vordere
Klemmvorrichtung 21 und die erste Kanalwand 18 zu in eine zentrale oder innere Lage
bewegt wird, dass diese zentrale oder innere Lage als Referenzlage des zumindest einen
Schlittens 102 festgelegt wird, dass ein Probedruckausgeführt wird und dabei insbesondere
eine Registerhaltigkeit der Druckfarben unterschiedlicher Plattenzylinder 07 zueinander
verglichen wird und dabei eine korrigierte zentrale oder innere Lage des Schlittens
102 ermittelt wird, danach die Druckplatte 73 wieder entlastet wird, bevorzugt indem
der zumindest eine Schlitten 102 wieder auf die zweite Kanalwand 19 zu bewegt wird,
weiter bevorzugt in seine Randlage, dass danach erneut der zumindest eine Schlitten
102 auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 und die erste Kanalwand 18
zu bewegt wird und zwar bis in die korrigierte zentrale oder innere Lage, die einer
angestrebten Spannung der Druckplatte 73 entspricht und dass die Vorgänge ab dem Ausführen
des Probedrucks gegebenenfalls mehrfach wiederholt werden, bis die Registerhaltigkeit
zufrieden stellend ausfällt.
[0231] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich, dass der zumindest eine Schlitten
102 festgeklemmt wird, sobald er sich in der jeweiligen entsprechenden zentralen oder
inneren Lage befindet und gelöst wird, bevor er aus der zentralen oder inneren Lage
auf die zweite Kanalwand 19 zu bewegt wird.
[0232] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass die Referenzlage
des zumindest einen Schlittens 102 mittels entsprechender Einstellung des zumindest
einen hinteren Abstandshalters 131 oder Anschlagstellelements 112 festgelegt ist oder
wird.
[0233] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass der zumindest
eine Schlitten 102 jeweils pneumatisch auf die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 und die erste Kanalwand 18 zu in eine zentrale oder innere Lage bewegt wird.
[0234] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass bei einem
Einlegen des vorderen Endes 74 der Druckplatte 73 in die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung
21 Ausnehmungen der Druckplatte 73 mit den zumindest zwei Registeranschlägen 31; 32
in Kontakt gebracht werden und die zumindest eine vordere Klemmvorrichtung 21 geschlossen
wird, wenn Sensoreinrichtungen eine korrekte Lage der Druckplatte 73 relativ zu den
zumindest zwei Registeranschlägen 31; 32 signalisieren.
[0235] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass die Druckplatte
73 aus einem Druckplattenspeicher heraus um die Mantelfläche 124 des Plattenzylinders
07 gelegt wird und/oder dass die Druckplatte 73, während sie um die Mantelfläche 124
des Plattenzylinders 07 gelegt wird, mittels zumindest eines Drückmittels gegen diese
Mantelfläche 124 gepresst wird.
[0236] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass die Ausnehmungen
der Druckplatte 73 registerhaltig relativ zu einem Druckbild an der Druckplatte 73
angebracht werden, nachdem die Druckplatte 73 mit dem Druckbild versehen wurde. Weiter
bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass die Klemmbereiche
der Druckplatte 73 jeweils vor dem Auflegen der Druckplatte 73 auf den Plattenzylinder
07 jeweils zwischen 15° und 40° gegenüber dem Mittelteil der Druckplatte 73 abgewinkelt
werden.
[0237] Weiter bevorzugt umfasst das Verfahren zusätzlich oder alternativ, dass an mehreren
Plattenzylindern 07 jeweils zumindest eine und bevorzugt genau eine Druckplatte 73
derart auf den jeweiligen Plattenzylinder 07 aufgelegt wird.
[0238] Weiter bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass die hinteren Einstellelemente
131, insbesondere die hinteren Abstandshalter 131 nur dann neu eingestellt werden,
wenn der zumindest eine Schlitten 102 sich in seiner inneren Lage befindet.
[0239] Zumindest wenn der zumindest eine Schlitten 102 sich in seiner inneren Lage befindet
und keine Druckplatte 73 in dem hinteren Klemmspalt 67 angeordnet ist, könnte es vorkommen,
dass eine Bedienperson beispielsweise einen Finger in einen sich ergebenden Spalt
zwischen den zumindest einen Schlitten 102 und der zweiten Kanalwand 19 steckt. Sollte
in dieser Situation der zumindest eine Spannantrieb 104 versagen, beispielsweise indem
der zumindest eine Spannschlauch 104 platzt, so bestünde eine Verletzungsgefahr für
diese Bedienperson. Deshalb weist der Plattenzylinder 07 bevorzugt zumindest eine
Sicherheitseinrichtung 161 auf. Diese zumindest eine Sicherheitseinrichtung 161 verringert
die Verletzungsgefahr bevorzugt, indem sie verhindert, dass in dieser Situation der
Spalt zwischen Schlitten 102 und zweiter Kanalwand 19 unkontrolliert geschlossen werden
kann. Der Plattenzylinder 07 der Druckmaschine 01 weist die zumindest eine in dem
Kanal 13 des Plattenzylinders 07 angeordnete Spannvorrichtung 101 auf, die bevorzugt
den zumindest einen in und/oder entgegen der Spannrichtung E bewegbaren Schlitten
102 aufweist. Der zumindest eine Schlitten 102 ist bevorzugt mittels des zumindest
einen Spannantriebs 104 bewegbar und/oder ist bevorzugt zwischen der Randlage und
der inneren Lage bewegbar.
[0240] Die Sicherheitseinrichtung 161 weist bevorzugt zumindest einen Sicherungsanschlag
162 auf, beispielsweise in Form zumindest einer Sicherungsfläche 162. Die Sicherheitseinrichtung
161 weist bevorzugt zumindest einen in und/oder entgegen einer von der Spannrichtung
E verschiedenen Sicherungsrichtung G bewegbaren Sicherungskörper 166 auf. Der zumindest
eine Sicherungskörper 166 ist bevorzugt mittels zumindest eines Sicherheitsantriebs
163 und/oder zumindest einer Sicherungsfeder 164 bewegbar. Bevorzugt ist der zumindest
eine Sicherungskörper 166 mittels des zumindest einen Sicherheitsantriebs 163 zumindest
entgegen der Sicherungsrichtung G bewegbar. Bevorzugt ist der zumindest eine Sicherungskörper
166 mittels der zumindest einen Sicherungsfeder 164 in der Sicherungsrichtung G bewegbar.
Die zumindest eine Sicherungsfeder 164 ist bevorzugt derart angeordnet, dass sie dauerhaft
eine in der Sicherungsrichtung G wirkende Kraft auf den zumindest einen Sicherungskörper
166 ausübt.
[0241] Der zumindest ein Sicherungskörper 166 ist bevorzugt mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag
162 in Kontakt bringbar und/oder steht zumindest zeitweise, insbesondere im Fall eines
Versagens des zumindest einen Spannantriebs 104, mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag
162 in Kontakt. Der zumindest eine Sicherungskörper 166 ist bevorzugt als zumindest
ein Sicherungsstift 166 ausgebildet. Der zumindest eine Sicherungskörper 166 ist bevorzugt
zwischen der Sicherungsposition und der Freigabeposition bewegbar angeordnet. Der
zumindest eine Sicherungskörper 166 ist bevorzugt zumindest bei in der inneren Lage
angeordnetem Schlitten 102 zwischen einer Sicherungsposition und einer Freigabeposition
bewegbar angeordnet.
[0242] Bevorzugt überlappen bei in der Sicherungsposition angeordnetem Sicherungskörper
166 eine Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in der Spannrichtung
E und eine Projektion des zumindest einen Sicherungsanschlags 162 in der Spannrichtung
E zumindest teilweise. Dadurch ist sichergestellt, dass eine Bewegung des zumindest
einen Schlittens 102 entgegen der Spannrichtung E nicht oder höchstens bis zu einem
Kontakt des zumindest einen Sicherungskörpers 166 mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag
162 möglich ist. Bevorzugt überlappen bei in der Freigabeposition angeordnetem Sicherungskörper
166 die Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in der Spannrichtung
E und die Projektion des zumindest einen Sicherungsanschlags 162 in der Spannrichtung
E nicht. Dadurch ist sichergestellt, dass kein Kontakt zwischen dem zumindest einen
Sicherungskörper 166 und dem zumindest einen Sicherungsanschlag 162 möglich ist und
somit eine Bewegung des zumindest einen Schlittens 102 in und/oder entgegen der Spannrichtung
E möglich ist.
[0243] Bevorzugt steht der zumindest eine Sicherungskörper 166 in der Sicherungsposition
nicht mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag 162 in Kontakt. Dadurch ist insbesondere
eine reibungsärmere Bewegung des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in und/oder
entgegen der Sicherungsrichtung G gewährleistet, als möglich wäre, wenn der zumindest
eine Sicherungskörper 166 mit dem zumindest einen Sicherungsanschlag 162 in Kontakt
stünde. Bevorzugt ist jedoch der zumindest eine Sicherungskörper 166 in der Sicherungsposition
durch Bewegung des zumindest einen Schlittens 102 entgegen der Spannrichtung E mit
dem zumindest einen Sicherungsanschlag 162 in Kontakt bringbar. Dies ist jedoch bevorzugt
nur dann der Fall, wenn der Spannantrieb 104 des zumindest einen Schlittens 102 versagt
und die Sicherheitseinrichtung 161 ein Zurückschnellen des zumindest einen Schlittens
102 entgegen der Spannrichtung E verhindert. Ein solcher Fall kann beispielsweise
eintreten, wenn ein als Spannschlauch 104 ausgebildeter Spannantrieb 104 platzt.
[0244] Bevorzugt ist der zumindest eine Sicherungsanschlag 162 ortsfest relativ zu dem zumindest
einen Schlitten 102 und/oder mit dem zumindest einen Schlitten 102 fest verbunden
angeordnet. Bevorzugt ist der zumindest eine Sicherheitsantrieb 163 des zumindest
einen Sicherungskörpers 166 ortsfest relativ zu einem Zylinderballen 12 des Plattenzylinders
07 und/oder mit dem zumindest einen Zylinderballen 12 fest verbunden angeordnet ist.
Dann ist es nicht notwendig, Versorgungsleitungen, beispielsweise Druckluftleitungen
und/oder elektrische Leitungen mit dem bewegbaren Schlitten 102 zu verbinden. Bevorzugt
ist der zumindest eine Sicherungsanschlag 162 in der axialen Richtung A breiter ausgebildet,
als der zumindest eine Sicherungskörper 166. Dadurch ist gewährleistet, dass der zumindest
eine Schlitten 102 auch dann bezüglich der axialen Richtung A bewegbar ist, wenn der
zumindest eine Sicherungskörper 166 sich in der Sicherungsposition befindet, beispielsweise
um wie beschrieben eine Lage der zumindest einen Druckplatte 73 anzupassen. Der zumindest
eine Sicherungsanschlag 162 kann beispielsweise als zumindest eine Begrenzungsfläche
zumindest eines sich in der axialen Richtung A erstreckenden Langlochs ausgebildet
sein.
[0245] Bevorzugt ist der zumindest eine Sicherheitsantrieb 163 als elektrischer und/oder
als hydraulischer und/oder als manueller und/oder weiter bevorzugt als pneumatischer
Sicherheitsantrieb 163 ausgebildet. Weiter bevorzugt ist der zumindest eine Sicherheitsantrieb
163 des zumindest einen Sicherungskörpers 166 als zumindest ein pneumatischer Sicherheitsantrieb
163 ausgebildet. Beispielsweise ist zumindest ein Hubkolben 163, der zumindest als
Teil des zumindest einen Sicherheitsantriebs 163 ausgebildet ist, mit dem zumindest
einen Sicherungskörper 166 fest verbunden und/oder als ein gemeinsames Bauteil ausgebildet.
Bevorzugt ist zumindest ein den zumindest einen Hubkolben 163 führender Pneumatikzylinder
167 ortsfest relativ zu dem Zylinderballen 12 angeordnet. Bevorzugt ist die zumindest
eine Sicherungsfeder 164 derart angeordnet, dass sie den zumindest einen Sicherungskörper
166 zusammen mit dem zumindest einen Hubkolben 163 in der Sicherungsrichtung G mit
einer Kraft beaufschlagt, weiter bevorzugt dauerhaft. Bevorzugt wird der zumindest
eine Sicherungskörper 166 mittels der zumindest einen Sicherungsfeder 164 in der Sicherungsrichtung
G gegen einen Bestandteil des zumindest einen Schlittens 102 gedrückt, solange sich
der zumindest eine Schlitten 102 nicht in der inneren Lage befindet. Bevorzugt erstreckt
sich zumindest ein Führungsbolzen 169 durch die zumindest eine Sicherungsfeder 164,
um diese zumindest im Wesentlichen in ihrer Form aufrecht zu erhalten. Beispielhaft
ist ein solcher Führungsbolzen in den Figuren gezeigt, wobei zu dessen besserer Sichtbarkeit
die zumindest eine Sicherungsfeder 164 unterbrochen dargestellt ist.
[0246] Bevorzugt stehen der zumindest eine Pneumatikzylinder 167 und der zumindest eine
Hubkolben 163 mit zumindest einem und bevorzugt zwei gemeinsamen Dichtungsringen 171
in Kontakt. Durch die Dichtungsringe 171, den zumindest einen Hubkolben 163 und den
zumindest einen Pneumatikzylinder 167 ist bevorzugt zumindest eine Druckkammer 172
festgelegt. An den zumindest einen Pneumatikzylinder 167 ist bevorzugt zumindest ein
Entsicherungsventil 168, insbesondere Pneumatikventil 168 angeordnet. Beispielsweise
um den zumindest einen Schlitten 102 aus einem gesicherten Zustand in der inneren
Lage in die Randlage zu überführen, wird bevorzugt bei entsprechender Stellung des
zumindest einen Entsicherungsventils 168 dem zumindest einen Pneumatikzylinder 167
und insbesondere der zumindest einen Druckkammer 172 Druckluft zugeführt, so dass
der zumindest eine Hubkolben 163 zusammen mit dem zumindest einen Sicherungskörper
166 entgegen der Sicherungsrichtung G und bevorzugt entgegen der Federkraft der zumindest
einen Sicherungsfeder 164 bewegt wird. Dabei wird der zumindest eine Sicherungskörper
166 aus der Sicherungsposition in die Freigabeposition bewegt. Dadurch wird der zumindest
eine Schlitten 102 für Bewegungen in und/oder entgegen der Spannrichtung E freigegeben.
Wie bereits beschrieben ist der zumindest eine Schlitten 102 dann in und/oder entgegen
der Spannrichtung E auf den Kanal 13 bezogen zwischen der Randlage und der inneren
Lage bewegbar angeordnet, wobei die Randlage eine Lage des zumindest einen Schlittens
102 ist, in der der zumindest eine Schlitten 102 die zweite Kanalwand 19 berührt und
wobei die innere Lage eine Lage des zumindest einen Schlittens 102 ist, in der der
zumindest eine Schlitten 102 von der zweiten Kanalwand 19 einen Abstand aufweist,
der bevorzugt zumindest 9 mm und höchstens 31 mm beträgt.
[0247] Bevorzugt ist zumindest ein Dämpfungselement 176 angeordnet. Das zumindest eine Dämpfungselement
176 ist bevorzugt an dem zumindest einen Sicherungskörper 166 und/oder an einer den
Stellweg des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in und/oder entgegen der Sicherungsrichtung
G begrenzenden Stelle angeordnet. Durch das zumindest eine Dämpfungselement 176 wird
verhindert, dass der zumindest eine Sicherungskörper 166 beschädigt oder ungewollt
festgeklemmt wird. Bevorzugt ist zumindest eine als Belüftungsöffnung 174 und/oder
als Entlüftungsöffnung 174 dienende Öffnung 174 angeordnet, die verhindert, dass sich
im Bewegungsbereich des zumindest einen Sicherungskörpers 166 abgesehen von der zumindest
einen Druckkammer 172 ein weiteres abgeschlossenes Volumen ausbildet, dessen innerer
Druck ansonsten beispielsweise Bewegungen des zumindest einen Sicherungskörpers 166
beeinträchtigen könnte. Bevorzugt wirkt zumindest ein Baukörper, an dem der zumindest
eine Sicherungsanschlag 162 angeordnet ist, als eine Abdeckung des zumindest einen
Sicherungskörpers 166 und/oder des zumindest einen Sicherheitsantriebs 163, zumindest
solange der zumindest eine Schlitten 102 sich in der zumindest einen Randlage oder
der zumindest einen inneren Randlage befindet. Dadurch wird weniger oder kein Schmutz
in den Bewegungsbereich des zumindest einen Sicherungskörpers 166 und/oder des zumindest
einen Sicherheitsantriebs 163 eingetragen.
[0248] Bevorzugt ist zumindest ein Lagesensor 173 angeordnet, mittels dem eine Lage des
zumindest einen Sicherungskörpers 166 erfassbar ist. Beispielsweise ist der zumindest
eine Lagesensor 173 als zumindest ein Annäherungsschalter 173 ausgebildet und bevorzugt
in der Lage, Bereiche des zumindest einen Sicherungskörpers 166 mit unterschiedlichen
Ausdehnungen zu erfassen. Daraus kann dann auf die Lage des zumindest einen Sicherungskörpers
166 geschlossen werden.
[0249] Im Folgenden wird ein Verfahren oder Verfahrensvorgang zur Sicherung des Plattenzylinders
07 der Druckmaschine 01 beschrieben. Dabei wird bevorzugt der zumindest eine Schlitten
102 der Spannvorrichtung 101 des Plattenzylinders 07 in der Spannrichtung E bewegt,
bevorzugt aus der Randlage in die innere Lage, wobei zunächst der zumindest eine Sicherungskörper
166 der Sicherheitseinrichtung 161 des Plattenzylinders 07 in der Freigabeposition
angeordnet ist, in der die Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in
der Spannrichtung E und die Projektion zumindest eines Sicherungsanschlags 162 in
der Spannrichtung E nicht überlappen und wobei im Anschluss der zumindest eine Sicherungskörper
166 bevorzugt in der Sicherungsrichtung G aus der Freigabeposition in die Sicherungsposition
bewegt wird, in der die Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in der
Spannrichtung E und die Projektion des zumindest eines Sicherungsanschlags 162 in
der Spannrichtung E zumindest teilweise überlappen und in der bevorzugt der zumindest
eine Sicherungsanschlag 162 weiter in der Spannrichtung E angeordnet ist, als der
zumindest eine Sicherungskörper 166. Bevorzugt wird der zumindest eine Sicherheitskörper
166 mittels der zumindest einen Sicherungsfeder 164 in der Sicherungsrichtung G bewegt.
Alternativ oder zusätzlich wird der zumindest eine Sicherungskörper 166 mittels des
zumindest einen Sicherheitsantrieb 163 in der Sicherungsrichtung G bewegt. Bevorzugt
wird beispielsweise mittels der Maschinensteuerung ausgewertet, ob der zumindest eine
Lagesensor 173 den zumindest einen Sicherungskörper 166 innerhalb einer vorgegebenen
Zeitspanne von beispielsweise weniger als 10 s (zehn Sekunden) nach einer Aktivierung
des zumindest einen Spannantriebs 104 erfasst hat. Sollte dies nicht der Fall sein,
so deutet dies auf eine Fehlfunktion hin und wird der Bedienperson beispielsweise
mittels zumindest eines optischen und/oder zumindest eines akustischen Signals mitgeteilt.
Ein solches optisches Signal kann beispielsweise eine Warnleuchte und/oder eine Anzeige
auf einem Anzeigegerät der Druckmaschine sein. Bevorzugt wird das Verfahren dann an
dieser Stelle abgebrochen und/oder der zumindest eine Spannantrieb 104 deaktiviert.
[0250] Bevorzugt zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass der zumindest eine Schlitten
102 in der Spannrichtung E aus einer Randlage in eine innere Lage bewegt wird und
dass die Randlage eine Lage des zumindest einen Schlittens 102 ist, in der der zumindest
eine Schlitten 102 eine Kanalwand 19 berührt und dass die innere Lage eine Lage des
zumindest einen Schlittens 102 ist, in der der zumindest eine Schlitten 102 von der
der Kanalwand 19 einen Abstand aufweist.
[0251] Bevorzugt wird der Verfahrensvorgang zur Sicherung des Plattenzylinders 07 zwischen
dem vierten Verfahrensvorgang, der auch hinterer Öffnungsvorgang genannt wird, und
dem fünften Verfahrensvorgang, der auch hinterer Einlegevorgang genannt wird, durchgeführt.
[0252] In einem Verfahrensvorgang zum Aufheben einer Sicherung des Plattenzylinders 07 der
Druckmaschine 01 wird bevorzugt zunächst der zumindest eine Sicherheitskörper 166
bevorzugt entgegen der Sicherungsrichtung G aus der Sicherungsposition, in der die
Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers 166 in der Spannrichtung E und die
Projektion des zumindest eines Sicherungsanschlags 162 in der Spannrichtung E zumindest
teilweise überlappen und in der bevorzugt der zumindest eine Sicherungsanschlag 162
weiter in der Spannrichtung E angeordnet ist, als der zumindest eine Sicherungskörper
166, in die Freigabeposition bewegt, in der die Projektion des zumindest einen Sicherungskörpers
166 in der Spannrichtung E und die Projektion zumindest eines Sicherungsanschlags
162 in der Spannrichtung E nicht überlappen und wird bevorzugt im Anschluss der zumindest
eine Schlitten 102 der Spannvorrichtung 101 des Plattenzylinders 07 entgegen der Spannrichtung
E bewegt, bevorzugt aus der inneren Lage in die Randlage.
[0253] Bevorzugt wird dabei der zumindest eine Sicherheitskörper 166 mittels des zumindest
einen Sicherheitsantrieb 163 entgegen der Sicherungsrichtung G bewegt, weiter bevorzugt
entgegen einer von der zumindest einen Sicherungsfeder 164 auf den zumindest einen
Sicherungskörper 166 in der Sicherungsrichtung G ausgeübten Kraft.
[0254] Bevorzugt wird der Verfahrensvorgang zum Aufheben der Sicherung des Plattenzylinders
07 zwischen dem fünften Verfahrensvorgang, der auch hinterer Einlegevorgang genannt
wird, und dem sechsten Verfahrensvorgang, der auch hinterer Klemmvorgang genannt wird,
durchgeführt.
Bezugszeichenliste
[0255]
- 01
- Druckmaschine, Rotations-Druckmaschine, Bogen-Rotationsdruckmaschine, Bogendruckmaschine
- 02
- Druckeinheit, Mehrfarbendruckeinheit
- 03
- Bedruckstoffquelle, Bogenanleger
- 04
- Bogenablage
- 05
- -
- 06
- Übertragungszylinder, Gummituchzylinder
- 07
- Formzylinder, Plattenzylinder
- 08
- Druckwerk, Flachdruckwerk, Offsetdruckwerk, Hochdruckwerk, Stahlstichdruckwerk
- 09
- Bedruckstoff, Bogen
- 10
- -
- 11
- Rotationsachse (07)
- 12
- Zylinderballen (07)
- 13
- Kanal
- 14
- Ventilblock
- 15
- -
- 16
- Druckspalt
- 17
- Zylinderzapfen (07)
- 18
- Kanalwand, erste (13)
- 19
- Kanalwand, zweite (13)
- 20
- -
- 21
- Klemmvorrichtung, vordere
- 22
- Klemmelement, Klemmleiste, radial äußeres, vorderes
- 23
- Anpresselement, Blattfeder, Federpaket, vorderes
- 24
- Stellelement, Klemmlöseantrieb, Lösekörper, Löseschlauch, Klemmlöseschlauch, Hydraulikzylinder,
Pneumatikzylinder, Elektromotor, vorderes
- 25
- -
- 26
- Klemmelement, radial inneres, vorderes
- 27
- Klemmspalt, vorderer
- 28
- Andrückelement, Andrückfeder, vordere
- 29
- Ausrichtfläche, Fläche, vordere
- 30
- -
- 31
- Registeranschlag
- 32
- Registeranschlag
- 33
- Abstützstelle, Berührstelle, erste (37)
- 34
- Abstützstelle, Berührstelle, zweite (37)
- 35
- -
- 36
- Abstützstelle, Berührstelle, zweite (37)
- 37
- Grundkörper, vorderer (21)
- 38
- -
- 39
- Kontaktkörper, Einstellelement, Stellschraube, vordere
- 40
- -
- 41
- Kontaktkörper, Einstellelement, Stellschraube, vordere
- 42
- Bodenfläche, erste (13)
- 43
- Antrieb, Vorspannantrieb, Elektromotor, Schrittmotor, pneumatischer, hydraulischer,
piezoelektrischer, vorderer
- 44
- Antrieb, Vorspannantrieb, Elektromotor, Schrittmotor, pneumatischer, hydraulischer
piezoelektrischer, vorderer
- 61
- Klemmvorrichtung, hintere
- 62
- Klemmelement, Klemmleiste, radial äußeres, hinteres
- 63
- Anpresselement, Blattfeder, Federpaket, hinteres
- 64
- Stellelement, Klemmlöseantrieb, Lösekörper, Löseschlauch, Klemmlöseschlauch, Hydraulikzylinder,
Pneumatikzylinder, Elektromotor, hinteres
- 65
- -
- 66
- Klemmelement, Klemmleiste, radial inneres, hinteres
- 67
- Klemmspalt, hinterer
- 68
- Andrückelement, Andrückfeder, hintere
- 69
- Ausrichtfläche, Fläche, hintere
- 70
- -
- 71
- Bauteil, Grundkörper, hinterer (102)
- 72
- Kante
- 73
- Druckform, Druckplatte, Schablonendruckplatte, Flexodruckplatte
- 74
- Ende, Kontaktbereich, Klemmbereich, vorderes, vorlaufend
- 75
- -
- 76
- Ende, Kontaktbereich, Klemmbereich, hinteres, nachlaufend
- 101
- Spannvorrichtung
- 102
- Schlitten
- 103
- Stützfläche, erste (102)
- 104
- Antrieb, Spannantrieb, Stellkörper, Spannschlauch, Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder,
Elektromotor
- 105
- -
- 106
- Rückstellelement, Rückstellfeder, Feder
- 107
- Stützkörper, Feder
- 108
- Bodenfläche, zweite (13)
- 109
- Fixiereinrichtung
- 110
- -
- 111
- Anschlagkörper
- 112
- Anschlagstellelement, Anschlagsschraube, hintere
- 113
- Anschlaggetriebe
- 114
- Schlittenklemmelement
- 115
- -
- 116
- Antrieb, Schlittenlöseantrieb
- 117
- Schlittenklemmfläche, erste
- 118
- Schlittenklemmfläche, zweite
- 119
- Schlittenanpresselement, Schlittenblattfeder, Schlittenfederpaket, Blattfeder (116)
- 120
- -
- 121
- Schlittenfreisteller, Schlittenlöseschlauch, Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder
Elektromotor, hinteres
- 122
- Lager, Lagerblock (112)
- 123
- Anschlagkontakt
- 124
- Mantelfläche (07; 12)
- 125
- -
- 126
- Bohrung, axial
- 127
- Pneumatiksteuerung
- 128
- Steuerelektronik
- 129
- Steuerungsbehälter
- 130
- -
- 131
- Einstellelement, Abstandshalter; Stellschraube, hintere
- 132
- Randfläche, hintere
- 133
- Abstandskontaktstelle
- 134
- Antrieb, Abstandsantrieb, Elektromotor, pneumatisch, hydraulisch
- 135
- -
- 136
- Strömungskörper, Ausgleichskörper
- 137
- Strömungskörper, Ausgleichskörper
- 141
- Antrieb, Axialantrieb
- 142
- Andrückelement, Feder, Pneumatikkolben, Hydraulikkolben, seitliches
- 143
- Seitenanschlag
- 144
- Einstellelement, Seiteneinstellvorrichtung, Seiteneinstellschraube
- 151
- Registermuster
- 152
- Referenzelement, Registermarke
- 153
- Basisreferenzelement, Basisregistermarke
- 161
- Sicherheitseinrichtung
- 162
- Sicherungsanschlag, Sicherungsfläche
- 163
- Sicherheitsantrieb, Hubkolben, pneumatisch, elektrisch, hydraulisch, manuell
- 164
- Sicherungsfeder
- 165
- -
- 166
- Sicherungskörper, Sicherungsstift
- 167
- Pneumatikzylinder
- 168
- Entsicherungsventil, Pneumatikventil
- 169
- Sicherungsbolzen
- 170
- -
- 171
- Dichtungsring
- 172
- Druckkammer
- 173
- Lagesensor, Annäherungsschalter
- 174
- Öffnung, Belüftungsöffnung, Entlüftungsöffnung
- 175
- -
- 176
- Dämpfungselement
- A
- Richtung, axial
- B
- Klemmrichtung, vordere
- C
- Klemmrichtung, hintere
- D
- Umfangsrichtung
- E
- Spannrichtung
- F
- Schlittenklemmrichtung
- G
- Sicherungsrichtung