| (19) |
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(11) |
EP 2 885 212 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.10.2017 Patentblatt 2017/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.08.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/002283 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/029462 (27.02.2014 Gazette 2014/09) |
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| (54) |
GEBINDE UND VERFAHREN ZUR BILDUNG VON GEBINDEN
CLUSTER PACK AND METHOD FOR FORMING CLUSTER PACKS
PACK ET PROCÉDÉ DE FORMATION DE PACKS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.08.2012 DE 102012016340
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.06.2015 Patentblatt 2015/26 |
| (73) |
Patentinhaber: KHS GmbH |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- STUHLMANN, Christopher
34497 Korbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 096 039 WO-A1-2013/104534 DE-A1- 2 331 193 DE-A1-102006 037 105 DE-A1-102009 044 271
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WO-A1-01/74668 DE-A1- 2 019 948 DE-A1- 4 126 212 DE-A1-102009 025 824 US-B2- 7 726 464
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verfahren zur Herstellung von Gebinden gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, umfassend eine ein- oder mehrbahnige Behälterzuführung
oder ein- oder mehrbahnige Behälterströme, in welchen die Behälter beispielsweise
bezüglich ihrer Behälter - und/oder Ausstattungsmerkmale eine willkürliche Orientierung
aufweisen, und mit mindestens einer Abteil- und/oder Verdichtereinheit oder Abteil-
und/oder Verdichterstrecke zum Abteilen und Verdichten einer vorbestimmten Anzahl
an Behältern, verdichtete oder formierte Behältergruppen bzw. Teilgebinde gebildet
und nachfolgend jeweils zu einem späteren Gebinde zusammengefasst werden.
[0002] Behälter im Sinne der Erfindung sind beispielsweise Flaschen, Dosen, Tuben, Pouches,
jeweils aus Metall, Glas und/oder Kunststoff, also zum Beispiel auch PET-Flaschen,
aber auch andere Packmittel, insbesondere solche, die zum Abfüllen von flüssigen oder
viskosen Produkten geeignet sind, aber auch bereits zu Gruppen (Mehrfachpack) zusammen
gefasste Behälter. Derartige Behälter, z.B. PET-Flaschen weisen einen Kontaktbereich
auf, welcher sphärisch gewölbt ausgeführt ist, so dass die Behälter quasi aneinander
um eine Umfangsbahn, also an einem "Abrollring" abrollen können. Bei Glasflaschen
ist dies bei mehrmaligem Gebrauch der Flasche zum Beispiel mittels des meistens in
heller Hervorhebung erkennbaren Abnutzungsringes erkennbar. Derartige "Abrollringe"
können bei PET-Flaschen nicht nur im Kopfbereich, sondern auch im Fußbereich angeordnet
sein.
[0003] Im Detail erfolgt die Herstellung der Gebinde z.B. in der Weise, dass die Behälter
auf einer Transportebene eines Transporteurs aufstehend und mit ihrer Behälterachse
in vertikaler Richtung oder im Wesentlichen vertikaler Richtung orientiert in einem
Massentransport bzw. in einem breiten Behälterstrom zugeführt werden, in dem die Behälter
hinsichtlich markanter Behälter und/oder Ausstattungsmerkmale eine willkürliche Orientierung
aufweisen. Dieser breite Behälterstrom wird dann durch Gasseneinteilung in mehrere
einspurige Behälterströme umgewandelt. In weiteren Verfahrensschritten erfolgt das
Abteilen der die späteren Gebinde bzw. deren Behältergruppen bildenden Behälter aus
den einspurigen Behälterströmen, das Zusammenführen der notwendigen Anzahl von Behältern
jeweils zu einer verdichteten Behältergruppe, in der die Behälter mit mehreren Mantel-
oder Umfangsflächen, also mit den Kontakt- oder Berührflächen gegeneinander anliegen,
und dass Verbinden der Behälter jeder Behältergruppe zu dem kompakten und festen bzw.
stabilen Gebinde.
[0004] Es ist bekannt, mehrere Artikel jeweils zu einer Artikelgruppe zusammen zu fassen
oder zu formieren und aus den Artikelgruppen unter Verwendung von Schrumpffolien (z.B.
US 7 726 464 A1) feste bzw. transportfähige Lager- und Transporteinheiten oder Gebinde herzustellen.
[0005] Vorgeschlagen wurde auch bereits, transportfähige Gebinde dadurch herzustellen, dass
die jeweils zu einer Behältergruppe formierten Behälter durch eine die Behältergruppe
schlaufenartig umgreifende Umreifung (
DE 10 2009 025 824 A1,
DE 10 2009 044 271 A1,
DE 41 26 212 A1) verpackt, d.h. miteinander zu einem Gebinde verbunden werden, was eine besonders
kostengünstige und einfache Möglichkeit zur Herstellung von Gebinden bzw. Transport-
und Lagereinheiten darstellt. Die Umreifung kann auch mit den Behältern verklebt werden.
Nachteilig bei der Umreifung ist allerdings, dass beim ersten Entnehmen eines Behälters
aus einem solchen Gebinde die in dem Gebinde verbliebenen Behälter durch die Umreifung
nicht mehr zusammengehalten werden. Dies gilt nicht nur dann, wenn die Umreifung getrennt
oder zerschnitten wird, sondern auch dann, wenn es möglich ist, ohne Durchtrennen
der Umreifung einen Behälter aus dem Gebinde zu entnehmen.
[0006] Weiterhin besteht beim Transport derartiger Gebinde auf einem Bandfördermittel immer
die Gefahr, dass sich zylindrische oder weitgehend zylindrische Artikel, wie Dosen,
Flaschen oder Behälter durch Vibration, Stöße etc. eine nestende Position einnehmen,
also in die Lücke der Nachbarreihe rutschen. Um dies zu verhindern muss bei bekannten
Gebinden eine sehr große Spannung auf die Umreifung gebracht werden.
[0007] Die
DE 10 2006 037 105 A1 dagegen befasst sich mit einem Verfahren zum Zusammenstellen von Flaschenpaketen,
bei welchem auf beiden Seiten einer Bahn ein Drehstern vorgesehen wird, welcher Flaschenhälse
in Klammern an Flachträgern hineindrückt. Das Flaschenpaket wird noch mit einem Band
oder einer Umhüllung (Folie) umfasst.
[0008] Gemäß der
DE 23 31 193 wird an Behälter ein Klebemittel in schmalen Flächen oder Reihen angebracht, wobei
jeweils benachbarte Flächen, welche nicht mit Klebemittel versehen sind, ein Greifen
der Packung zum Zwecke des Tragens ermöglichen soll. An den Klebestellen kleben die
Behälter aneinander. Die
EP 2 096 039 A1 offenbart ebenfalls Behälter mit einem Klebemittel zu versehen, wobei aber zudem
noch eine Schrumpffolie um das Flaschenpaket angeordnet wird.
[0009] Insbesondere bei hohen, langen Behältern wird eine große überlappende Folienlänge
benötigt, um das Schrumpfloch noch einigermaßen zu schließen, was nachteiliger Weise
zu hohem Materialverbrauch und somit erheblichen Folienkosten führt. Ein hoher Folienverbrauch
ist aber auch aus Gründen der noch vorhandenen, sehr begrenzten Ressourcen sehr nachteilig.
Da die langen, seitlichen Folienenden sehr schlecht miteinander laminieren und im
Schrumpftunnel durch die gegenseitige Abschattung ungleichmäßig einschrumpfen, entsteht
ein sehr faltiges Erscheinungsbild, was sich nachteilig auf den Verkauf auswirkt,
wobei so quasi ein Produkt minderwertiger Güte suggeriert wird.
[0010] Üblicherweise weisen die Behälter des Gebindes einen Barcode oder auch einen QR-Code
auf, welcher von entsprechenden Lesegeräten gelesen werden kann. Der Code enthält
Informationen z.B. über den Kaufpreis des Behälters bzw. seines Füllgutes bei einem
Einzelhändler. Sinnvoll ist, dass jeder Behälter einen solchen Code hat, da Einzelbehälter
aus dem Gebinde entnommen werden können, so dass auch nur der Einzelpreis des Behälters
für den vereinzelten Behälter entrichtet werden muss. Möglich ist, dass die Schrumpffolie,
welche um das Gebinde angeordnet ist, ebenfalls einen Code gleicher Art aufweist,
so dass das Lesegerät den Gebindepreis erkennen kann. Dabei wurde beobachtet, dass
trotz des üblicherweise auf den klaren, also auf den durchsichtigen Folien aufgedruckten
Codes dieser nicht korrekt von dem Lesegerät erfasst wurde, sondern der Code eines
der Behälter. So kann es passieren, dass das Gesamtgebinde für den Einzelpreis eines
der in dem Gebinde aufgenommen Behälter verkauft wird, was einen erheblichen Nachteil
für den Einzelhändler darstellt.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen von Gebinden der Eingangs
genannten Art, sowie ein Gebinde anzugeben, bei dem die vorgenannten Nachteile vermeidbar
sind, wobei auch der Materialverbrauch der Schrumpffolie reduziert werden soll und
das faltige Erscheinungsbild vermeidbar, und wobei sichergestellt ist, dass ein Gebindecode
lesbar ist, ohne dass ein Einzelbehältercode von dem entsprechenden Lesegerät erkannt
wird, wenn ein Gesamtgebinde dem Lesegerät zugeführt wird.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verfahren zur Herstellung von Gebinden entsprechend
dem Patentanspruch 1 vorgesehen, wobei vor dem Anbringen einer Schrumpffolie eine
Banderole an dem späteren Gebinde angeordnet wird, und wobei die Schrumpffolie zumindest
bereichsweise im Stirnbereich verklebt wird. Dabei ist als Stirnseite die seitliche
Fläche des Gebindes zu verstehen ist, an welcher auch das Schrumpfloch angeordnet
ist.
[0013] Dabei ist es nicht wesentlich, dass die Bereiche des Haft- oder Klebemittelauftrages
so scharf abgegrenzt sind. Entscheidend ist, dass die Folie ausreichend Fläche zum
Schrumpfen und der damit erforderlichen Bewegung behält, gleichzeitig aber im Bereich
der freien Folienenden hinsichtlich der Bewegung beim Schrumpfen verlangsamt oder
gestoppt wird.
[0014] Behälter im Sinne der Erfindung sind, z.B. PET-Flaschen, d.h. u.a. Flaschen, Dosen
Tuben, Pouches, jeweils aus Metall, Glas und/oder Kunststoff, aber auch andere Packmittel,
insbesondere solche, die zum Abfüllen von flüssigen oder viskosen Produkten geeignet
sind, aber auch bereits zu Gruppen (Mehrfachpack) zusammen gefasste Behälter. Die
Behälter des Gebindes sind in nicht-nestender Position angeordnet.
[0015] "Haft- oder Klebemittel" in Sinne der Erfindung sind u.a. alle Materialien oder Massen,
mit denen eine Klebeverbindung zwischen den Komponenten des Gebindes möglich ist.
[0016] Zweckmäßig ist, wenn die Banderole so um das spätere Gebinde herum angelegt und solche
Dimensionen hat, dass zumindest ein auf den Behältern des späteren Gebindes angeordneter
Code, also z.B. ein Barcode oder ein QR-Code abgedeckt ist. In bevorzugter Ausgestaltung
wird die Banderole um einen Bauchbereich der jeweiligen Behälter des späteren Gebindes
angeordnet.
[0017] Damit die Banderole ortstabil gehalten werden kann, kann vorteilhaft vorgesehen sein,
diese kraftschlüssig um die Behälter herum anzuordnen. Dabei kann die Banderole unter
Vorspannung die Behälter des Gebindes umgreifen, wobei die Vorspannkraft nur so bemessen
sein muss, dass die Banderole bei der weiteren Bearbeitung des späteren Gebindes nicht
verrutscht. Möglich ist, dass die Banderole dem späteren Gebinde als Streifen zugeführt
wird, wobei die Streifenenden bevorzugt überlappend miteinander verbunden werden,
wobei als die Streifenenden miteinander verklebt werden könnten. In weiter bevorzugter
Ausgestaltung kann die Banderole zumindest an Eckbehältern des späteren Gebindes befestigt
werden, wobei eine Klebverbindung an den Eckbehältern mittels Haft- oder Klebemittel
zielführend ist.
[0018] Ist die Banderole um das Gebindes herum angeordnet, wird die Schrumpffolie um das
Gebinde und die Banderole umschließend herum angeordnet, wobei das Gebinde anschließend
einer Schrumpfvorrichtung zugeführt wird, in welcher die Schrumpffolie auf das Gebinde
aufgeschrumpft wird.
[0019] Zuvor ist zweckmäßiger vorgesehen, dass die Schrumpffolie jeweils stirnseitig des
Gebindes mit der Banderole verklebt wird. Ist keine Banderole vorhanden, kann die
Schrumpffolie natürlich auch jeweils stirnseitig des Gebindes mit dem Eckbehältern
des Gebindes verklebt werden.
[0020] Mittels des Verklebens der Schrumpffolie mit den Stirnseiten des Gebindes ist die
Schrumpffolie auch bei dem anschließenden Schrumpfvorgang ortstabil gehalten, wobei
eine große überlappende Folienlänge dort vermeidbar ist. Auch ein stirnseitig, faltiges
Erscheinungsbild ist vermieden, da ein Überlappen von seitlichen Folienenden ausgeschlossen
ist. Denn die seitlichen Folienenden sind stirnseitig mit der Banderole, oder bei
deren Fehlen mit Eckbehältern des Gebindes verklebt.
[0021] Möglich ist noch, das Gebinde mit einem Tragelement zu versehen. Dies kann zum Beispiel
ein Tragestreifen aus Kunststoff sein, welcher an dem jeweiligen Gebinde befestigt
wird.
[0022] Mit der Erfindung wird ein Gebinde zur Verfügung gestellt, welches zwischen der Schrumpffolie
und den Behältern des Gebindes eine Banderole aufweist. Die Folie ist stirnseitig
des Gebindes befestigt. Mittels der Banderole können so zumindest die Codes der einzelnen
Behälter abgedeckt werden, so dass ein Einlesen eines einzelnen Behältercodes durch
entsprechende Lesegeräte vermieden ist. In günstiger Ausgestaltung trägt die Banderole
selbst einen Code, welcher Daten betreffend des Gebindes aufweisen kann. So können
z.B. Preisinformationen für das Gesamtgebinde auslesbar sein.
[0023] Die Banderole ist in besonders zielführender Ausgestaltung bedruckbar, und zweckmäßiger
Weise aus einem Karton, bzw. aus dünner Pappe oder aus Papier oder aus einer Pappe/Papierkombination
gebildet. Die Banderole könnte so nicht nur mit dem Code sondern auch mit anderen
Informationen bedruckt werden, wobei die Schrumpffolie durchsichtig ist.
[0024] Das Gebinde ist jeweils stirnseitig zumindest bereichsweise folienfrei, bzw. geöffnet,
da die Folienenden nicht überlappen und auch nicht aneinander stoßen. Die Banderole
kann in diesem Bereich Sollreißstellen aufweisen, an welchen die Banderole besonders
leicht zerstörbar ist. Somit kann auch das Entfernen der Schrumpffolie erleichtert
werden. Die Sollreißstellen können in günstiger Ausgestaltung als kerbartige Ausnehmungen
an Rändern der Banderole ausgeführt sein, welche mit ihrem pfeilartigen Kerbgrund
aufeinander zu orientiert sind, so dass die zu bevorzugende Einreißstelle unmittelbar
erkennbar ist. Selbstverständlich kann zwischen den Kerbgründen noch eine Schwächung
der Banderole zum Beispiel in der Ausgestaltung als Perforation vorgesehen sein.
[0025] Figur 1 zeigt ein Gebinde nach dem Stand der Technik. Die Erfindung wird im Folgenden
anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 2
- ein Gebinde in einer perspektivischen Ansicht, und
- Fig. 3
- das Gebinde aus Figur 2 mit einem vergrößerten Stirnseitenbereich.
[0026] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0027] Figur 1 zeigt ein Gebinde 1 nach dem Stand der Technik, welches beispielhaft sechs
Behälter 2 aufweist. Das Gebinde 1 ist von einer Schrumpffolie 3 eingehüllt. Stirnseitig
des Gebindes ist die Schrumpffolie 3 ungleichmäßig eingeschrumpft. Auch Schrumpflöcher
4 sind erkennbar. An dem Gebinde 1 ist ein Tragelement 5, in der beispielhaften Ausgestaltung
als Tragestreifen 5 angeordnet. Der Tragstreifen 5 kann außenseitig mit der Schrumpffolie
3 verklebt sein.
[0028] Figur 2 zeigt ein Gebinde 1 gemäß der Erfindung. Das Gebinde 1 weist eine Banderole
6 auf, welche um Bauchbereiche 7 der Behälter 2 des Gebindes 1 herum angeordnet ist.
Die Banderole 6 kann bedruckt sein, und zum Beispiel stirnseitig einen Code 8, also
einen Barcode oder beispielhaft einen QR-Code 8 aufweisen. Selbstverständlich kann
anstelle des Barcodes oder QR-Codes auch jede andere Informationsquelle vorgesehen
sein.
[0029] Die Folienenden 9 der Schrumpffolie 3 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel stirnseitig
an der Banderole 6 angeklebt, wie insbesondere der Figur 3 entnehmbar ist. Dabei wurde
ein schmaler vertikaler Haftmittelstreifen im Stirnbereich aufgegeben. Stirnseitig
ist das Gebinde 1 weitestgehend folienfrei, wobei die Folienenden 9 nicht überlappen,
und auch nicht aneinander stoßen.
[0030] In Figur 3 ist auch eine Sollreißstelle 10 in dem folienfreien Stirnseitenbereich
erkennbar, welche an der Banderole 6 stirnseitig angeordnet ist. Die Sollreißstelle
10 ist durch jeweils eine Einkerbung 11 des oberen Randes 12 und des unteren Randes
13 für den Verbraucher leicht ersichtlich. Zwischen den pfeilartigen Einkerbungen
11 kann eine Perforation oder jede andere Materialschwächung in der Banderole 6 vorgesehen
sein.
[0031] Die Behälter 2 des Gebindes 1 können untereinander an Kontakt- oder Berührflächen
miteinander verbunden, beispielsweise verklebt sein. Zum Auftragen von Haft- und Klebemittel
können entsprechende Auftragsstationen vorgesehen sein. Zudem können die Behälter
2 in dem Gebinde 1 jeweils identisch ausgerichtet sein, so dass auch ein Auftragen
von Haft- oder Klebemittel auf den entsprechenden Stirnseitenbereich des betreffenden,
bestimmten Eckbehälters 14 möglich ist, mit welchem die Schrumpffolie verklebt wird.
Natürlich kann auch ein entsprechender Klebestreifen vorgesehen sein, welcher die
Schrumpffolienenden 9 mit den Eckbehältern 14 verbindet. Selbstverständlich kann auch
Haft- oder Klebemittel auf die Banderole 6 aufgebracht werden, um die Schrumpffolienenden
9 stirnseitig mit der Banderole 6 zu verbinden. Natürlich kann auch ein Klebestreifen
benutzt werden.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Gebinde
- 2
- Behälter
- 3
- Schrumpffolie
- 4
- Schrumpflöcher
- 5
- Tragelement
- 6
- Banderole
- 7
- Bauchbereich
- 8
- QR-Code
- 9
- Folienenden
- 10
- Sollreißstelle
- 11
- Einkerbung
- 12
- Oberer Rand von 6
- 13
- Unterer Rand von 6
- 14
- Eckbehälter
1. Verfahren zur Herstellung von Gebinden (1), umfassend eine ein- oder mehrbahnige Behälterzuführung
oder ein- oder mehrbahnige Behälterströme in welchen die Behälter beispielsweise bezüglich
ihrer Behälter (2) - und/oder Ausstattungsmerkmale eine willkürliche Orientierung
aufweisen, und mit mindestens einer Abteil und/oder Verdichtereinheit oder Abteil-und/oder
Verdichterstrecke zum Abteilen und Verdichten einer vorbestimmten Anzahl an Behältern
(2), verdichtete oder formierte Behältergruppen bzw. Teilgebinde gebildet und nachfolgend
jeweils zu einem späteren Gebinde (1) zusammengefasst werden, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anbringen einer Schrumpffolie (3) eine Banderole (6) an dem späteren Gebinde
(1) angeordnet wird und, dass die Schrumpffolie (3) zumindest bereichsweise an Stirnseiten
des Gebindes (1) mittels eines Haft- oder Klebemittelauftrages verklebt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpffolie (3) im Stirnbereich mit der Banderole (6) verklebt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Banderole (6) um einen Bauchbereich (7) der jeweiligen Behälter (3) des späteren
Gebindes (1) angeordnet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole (6) kraftschlüssig die Behälter (2) des Gebindes (1) umgreifend an
dem späteren Gebinde (1) angeordnet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole (6) dem späteren Gebinde (1) als Streifen zugeführt wird, dessen Enden
bevorzugt überlappend miteinander verbunden werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole (6) zumindest an Eckbehältern (14) des späteren Gebindes (1) befestigt
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole (6) mittels Haft- oder Klebemittel zumindest an Eckbehältern (14) des
späteren Gebindes (1) befestigt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpffolie (3) zumindest bereichsweise um das Gebinde (1) und die Banderole
(6) umschließend gelegt wird, wobei das Gebinde (1) anschließend einer Schrumpfvorrichtung
zugeführt wird, in welcher die Schrumpffolie (3) auf das Gebinde (1) aufgeschrumpft
wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpffolie (3) vor dem Aufschrumpfen an den Stirnseiten des späteren Gebindes
(1) mit der Banderole (6) verklebt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebinde (1) mit einem Tragelement (5) versehen wird.
11. Gebinde hergestellt insbesondere mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüchen, gekennzeichnet durch eine Banderole (6) welche zwischen einer Schrumpffolie (3) und den Behältern (2)
angeordnet ist, wobei die Schrumpffolie (3) zumindest bereichsweise an Stirnseiten
des Gebindes (1) mittels eines Haft- oder Klebemittelauftrages verklebt ist.
12. Gebinde nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpffolie (3) auf der Banderole (6) verklebt ist.
13. Gebinde nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Banderole (6) an zumindest einer Stirnseite des Gebindes (1) eine Sollreißstelle
(11) aufweist.
1. Method for producing cluster packs (1), comprising a container delivery system with
one or more tracks or one or multi-track container feeds, in which, for example, the
containers (2) exhibit a random orientation in respect of their container features
and/or fitting features, and with at least one grouping and/or packeting unit or grouping
and/or packeting section for grouping and packeting a predetermined number of containers
(2), compacted or formed container groups or part cluster packs are formed, and then
grouped together in each case to form a later cluster pack (1), characterised in that
before the application of a shrink film (3), a band (6) is arranged on the later cluster
pack (1), and that the shrink film (3) is adhesively bonded at least in sections to
face sides of the cluster pack (1) by means of the application of an adhesive agent
or glue.
2. Method according to claim 1, characterised in that the shrink film (3) is adhesively bonded to the band (6) in the face region.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the band (6) is arranged around a belly region (7) of the respective containers (2)
of the later cluster pack (1).
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the band (6) is arranged such as to engage in non-positive or frictional fit around
the containers (2) of the cluster pack (1), on the later cluster pack (1)
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the band (6) is conveyed to the later cluster pack (1) as a strip, the ends of which
are connected to one another preferably overlapping.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the band (6) is secured at least to corner containers (14) of the later cluster pack
(1).
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the band (6) is secured by means of an adhesive agent or glue at least to corner
containers (14) of the later cluster pack (1).
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the shrink film (3) is laid such as to enclose at least in sections around the cluster
pack (1) and the band (6), wherein the cluster pack (1) is then conveyed to a shrink
wrap device, in which the shrink film (3) is shrunk onto the cluster pack (1).
9. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, before the shrinking onto the face sides of the later cluster pack (1), the shrink
film (3) is adhesively bonded to the band (6).
10. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the cluster pack (1) is provided with a carrier element (5).
11. Cluster pack produced in particular by a method according to any one of the preceding
claims, characterised by a band (6), which is arranged between a shrink film (3) and the containers (2), wherein
the shrink film (3) is adhesively bonded at least in sections to face surfaces of
the cluster pack (1) by means of an application of adhesive agent or glue.
12. Cluster pack according to claim 11, characterised in that the shrink film (3) is adhesively bonded on the band (6).
13. Cluster pack according to claim 11, characterised in that the band (6) exhibits a predetermined tear point (11) on at least one face side of
the cluster pack (1).
1. Procédé de fabrication d'emballages (1) comprenant une alimentation de récipient à
une ou plusieurs bandes ou des courants de récipient à une ou plusieurs bandes, dans
lesquels les récipients présentent une orientation arbitraire par exemple par rapport
à leurs récipients (2) et/ou des caractéristiques d'équipement, et des groupes de
récipients compressés ou formés ou un emballage partiel sont formés avec au moins
un compartiment et/ou une unité de compression ou voie de compartiment et/ou de compression
pour le compartimentage et la compression d'un nombre prédéterminé de récipients (2),
et sont ensuite réunis respectivement en un emballage ultérieur (1), caractérisé en ce que
avant le montage d'un film thermorétractable (3), une banderole (6) est agencée sur
l'emballage ultérieur (1) et en ce que le film thermorétractable (3) est collé au moins par endroits sur des côtés avant
de l'emballage (1) à l'aide d'une application d'agent adhésif ou collant.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film thermorétractable (3) est collé dans la zone avant à la banderole (6).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la banderole (6) est agencée autour d'une zone ventrale (7) des récipients respectifs
(2) de l'emballage ultérieur (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la banderole (6) est agencée de manière à entourer à force les récipients (2) de
l'emballage (1) sur l'emballage ultérieur (1).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la banderole (6) est fournie à l'emballage ultérieur (1) sous forme de bande, dont
les extrémités sont reliées entre elles de préférence par recouvrement.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la banderole (6) est fixée au moins sur des récipients de coin (14) de l'emballage
ultérieur (1).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la banderole (6) est fixée à l'aide de l'agent adhésif ou collant au moins sur des
récipients de coin (14) de l'emballage ultérieur (1).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film thermorétractable (3) est posé de manière à entourer au moins par sections
autour de l'emballage (1) et de la banderole (6), dans lequel l'emballage (1) est
ensuite fourni à un dispositif de rétraction, dans lequel le film thermorétractable
(3) est rétracté sur l'emballage (1).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film thermorétractable (3) est collé avant la rétraction sur les côtés avant de
l'emballage ultérieur (1) à la banderole (6).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'emballage (1) est pourvu d'un élément porteur (5).
11. Emballage fabriqué en particulier avec un procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par une banderole (6) qui est agencée entre un film thermorétractable (3) et les récipients
(2), dans lequel le film thermorétractable (3) est collé au moins par endroits sur
des côtés avant de l'emballage (1) à l'aide d'une application d'agent adhésif ou collant.
12. Emballage selon la revendication 11, caractérisé en ce que le film thermorétractable (3) est collé sur la banderole (6).
13. Emballage selon la revendication 11, caractérisé en ce que la banderole (6) présente sur au moins un côté avant de l'emballage (1) un point
destiné à la rupture (11).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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