[0001] Die Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung zum Lagern einer Containereinheit, ein
System mit solcher Lagervorrichtung und eine Anlage mit einem Satz von solchen Lagervorrichtungen.
Eine auf einem Flughafengelände angeordnete Lagervorrichtung ist aus dem Dokument
JP-5-61 110 610 U bekannt.
[0002] Eine bekannte Lagerung von Containereinheiten besteht in der Benutzung von Hochregallagern
und Transferfahrzeugen, die die Lagerplätze des Regals bedienen. Für die Lagerung
wird eine Containereinheit über Rollenbahnen aufgenommen, mit einem Transferfahrzeug
zu einem Lagerplatz gebracht und dort über Rollenbahnen in einem Lagerfach eingelagert.
Diese Lösung kann vorteilhaft für die Lagerung von nicht stapelbaren Containereinheiten
eingesetzt werden.
[0003] Die Lagerrollenbahnen in einer typischen Anlage dieser Art sind im stationären Stahlbau
montiert und weisen meist drei bis fünf Lagerebenen auf, die übereinander angeordnet
sind. Typischerweise werden die Lagerfäche jeweils beidseitig bedient. Zwischen Regalen
sind Gassen gebildet, die lediglich für die Transferfahrzeuge dienen. Diese Gassen
nehmen einen erheblichen Teil der gesamten Anlagefläche in Anspruch (typischerweise
ca. 30% dieser Fläche), der nicht anderweitig genutzt werden kann.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lagervorrichtung bereitzustellen,
durch welche der Platzbedarf einer Lagerungsanlage signifikant reduziert werden kann.
[0005] Hierzu wird vorgeschlagen, dass die Lagervorrichtung eine Rahmeneinheit umfasst,
die einen Aufnahmeraum zur Aufnahme der Containereinheit bildet und eine Handhabungsstruktur,
die dazu ausgebildet ist, von einer Hebevorrichtung gehandhabt zu werden, und eine
Stapelstruktur aufweist, die dazu ausgebildet ist, mit einer korrespondierenden Stapelstruktur
zur Bildung eines Stapels zusammenzuwirken, von welchem die Rahmeneinheit Bestandteil
ist. Durch eine mittels Stapeln realisierte Lagerung von Containereinheiten können
eine aufwendige Regalstruktur und eine Bedieneinrichtung zum Bedienen der Regalfäche
eingespart werden. Hiermit kann eine Lagerungsanlage besonders platzsparend und kostengünstig
gebaut werden. Die vorgeschlagene Lagervorrichtung eignet sich insbesondere als Hilfsvorrichtung
für die Lagerung von Containereinheiten, die aufgrund eines Beschaffenheitsmerkmals
bzw. von Vorschriften, nicht gestapelt werden können bzw. dürfen.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Rahmeneinheit eine quaderförmige,
zumindest teilweise offene Rahmenstruktur auf, wobei der Aufnahmeraum von zumindest
drei Seiten be- und entladbar ist. Hierdurch kann eine konstruktiv einfache und leichte
Ausbildung der Lagervorrichtung erreicht werden, die bezüglich der Be- bzw. Entladung
des Aufnahmeraums flexibel eingesetzt werden kann.
[0007] Die Rahmeneinheit kann auf deren Bodenseite mit einem Fahrwerk ausgestattet sein,
durch welches die Lagervorrichtung auf dem Boden gefahren werden kann. Die Rahmeneinheit
in dieser Ausführung kann durch eine Fixiereinrichtung in einer bestimmten Position
gegen eine unerwünschte Bewegung blockiert werden.
[0008] Erfindungsgemäß weist die Rahmeneinheit eine Tragstruktur auf, die dazu ausgebildet
ist, mit einer Fördereinheit zum Be- und Entladen des Aufnahmeraums zu korrespondieren.
Durch die Ausbildung der Tragstruktur kann vorteilhaft eine Schnittstelle zu einer
konventionellen Fördertechnik bereitgestellt werden, besonders vorteilhaft ohne dass
die bestehende Fördertechnik an die Lagervorrichtung angepasst werden muss.
[0009] In diesem Zusammenhang wird eine platzsparende Anordnung der Fördertechnik und der
Lagervorrichtung in einer Be- bzw. Entladeposition derselben erreicht, da die Tragstruktur
Aufliegeprofile aufweist, die Zwischenräume zum Eingreifen von Förderelementen der
Fördereinheit bilden. Für einen Be- bzw. Entladeprozess kann die Lagervorrichtung
durch die Hebevorrichtung von oben auf die Fördertechnik gesenkt werden, bis die Förderelemente
der Fördereinheit in die Zwischenräume eingreifen. Hierdurch greifen diese Förderelemente
in den Aufnahmeraum nach oben ein. Bei einem Entladeprozess mit einer beladenen Lagervorrichtung
kann beim Senken der Lagervorrichtung ein Kontakt zwischen der Containereinheit und
der Fördertechnik von unten hergestellt werden, und zwar vorteilhafterweise innerhalb
des Aufnahmeraums.
[0010] Die Lagervorrichtung kann an eine weit verbreitete, gängige Fördertechnik angepasst
werden, wenn die Tragstruktur zum Eingreifen von Förderelementen eines Rollenförderers
ausgebildet ist.
[0011] Eine erhöhte Flexibilität im Einsatz der Lagervorrichtung im Hinblick auf eine Be-
bzw. Entladerichtung kann erreicht werden, wenn die Tragstruktur zum Eingreifen von
Förderelementen einer Anordnung von multidirektionalen Wälzkörpern ausgebildet ist.
Unter einer derartigen Anordnung soll insbesondere eine Anordnung von Wälzkörpern
verstanden werden, die um mehr als zwei Rotationsachsen drehbar sind. Vorzugweise
sind die Wälzkörper als Kugeln ausgebildet, die derart gelagert sind, dass Rotationsbewegungen
bezüglich der möglichen Drehachsen uneingeschränkt sind. Hierdurch kann eine Containereinheit
vor deren Entladung aus dem Aufnahmeraum innerhalb dieses um eine vertikale Achse
gedreht werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Aufnahmeraum
zur Aufnahme einer als Einheitslastcontainer des Luftfrachtverkehrs ausgebildeten
Containereinheit vorgesehen ist. Die Erfindung eignet sich hierbei insbesondere für
eine Anlage, in welcher Einheitslastcontainer des Luftfrachtverkehrs behandelt werden.
Solche Containereinheiten sind nicht stapelbar, so dass der Einsatz von Lagervorrichtungen
als Stapelhilfsvorrichtungen eine erhebliche Platzeinsparung zur Lagerung der Containereinheiten
auf einem Flughafengelände ermöglicht.
[0013] Unter einem "Einheitslastcontainer" soll insbesondere eine Containereinheit verstanden
werden, die speziell zur Ladung von Gütern auf Flugzeuge ausgebildet ist. Solche Containereinheiten
weichen von einer quaderförmigen Ausgestaltung ab, bzw. weisen abgeschrägte Flächen
auf, die an die typische Form eines Frachtraums eines Flugzeugs angepasst sind. Insbesondere
ist die Bodenfläche eines.Einheitslastcontainers kleiner als die Fläche der gegenüberliegenden
Oberseite oder umgekehrt. Aufgrund dieser Beschaffenheit können bzw. dürfen solche
Containereinheiten, im Gegensatz zu quaderförmigen Containereinheiten des intermodalen
Verkehrs, nicht gestapelt und durch für solche quaderförmige Containereinheiten vorgesehe
Hebevorrichtungen nicht gehandhabt werden.
[0014] Die Höhe, die Tiefe und die Breiten (große Breite und kleine Breite) der Einheitslastcontainer
sind durch die IATA (International Air Transport Association) festgelegt. Derzeitig
sind die Höhe, Tiefe und kleine Breite größer als 150 cm. Insbesondere sind die Höhe
auf einen Wert von 163 cm und die Tiefe auf einen Wert von 153 cm festgelegt. Es werden
mehrere Typen von Einheitslastcontainern zugelassen, die sich durch die kleine und/oder
die große Breite unterscheiden.
[0015] Ein Einheitslastcontainer ist außerdem auch unter dem Begriff "ULD" (oder "Unit Load
Device") bekannt.
[0016] Es wird ferner ein System vorgeschlagen, welches zumindest eine Lagervorrichtung
gemäß einer der oben beschriebenen Ausbildungen und eine Hebevorrichtung aufweist,
die dazu dient, die Handhabungsstruktur der Rahmeneinheit zu handhaben.
[0017] Es können hierbei bereits bestehende, gängige Hebevorrichtungen für die Handhabung
der Lagervorrichtung eingesetzt werden, wenn die Hebevorrichtung eine Greifvorrichtung
mit zumindest einem Greifelement aufweist, welches die Handhabungsstruktur der Rahmeneinheit
von oben greift.
[0018] Vorzugsweise ist die Greifvorrichtung in einer horizontalen Ebene verfahrbar, welche
sich zumindest oberhalb eines Lagerareals erstreckt, in welchem die Rahmeneinheiten
mittels der Hebevorrichtung aufeinander gestapelt werden. Die Hebevorrichtung kann
insbesondere als Portalkran ausgebildet sein, mit einer entlang eines Portals bewegbaren
Greifvorrichtung, welche die Rahmeneinheit der Lagervorrichtungen von oben greift.
Es kann hierdurch insbesondere eine Technik eingesetzt werden, die bei der Handhabung
von Containereinheiten des intermodalen Frachtverkehrs bekannt ist.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann als Hebe- und/oder Stapelvorrichtung ein gängiger
Gabelstapler eingesetzt werden. Dies eignet sich insbesondere für kleine Anlagen,
bei welchen eine kostengünstige Ausführung eines Lagerareals einzuhalten ist.
[0020] Des Weiteren wird eine Anlage zur Behandlung von Containereinheiten vorgeschlagen,
mit einem Satz von Lagervorrichtungen in einer der oben beschriebenen Ausbildungen,
zumindest einer Fördereinheit, die die zum Be- und Entladen des Aufnahmeraums der
Rahmeneinheiten vorgesehen ist, zumindest einer Hebevorrichtung, die dazu dient, die
Handhabungsstruktur der Rahmeneinheiten zu handhaben und einem Lagerareal, in welchem
die Rahmeneinheiten mittels der Hebevorrichtung aufeinander gestapelt werden. Durch
die Stapelung von Lagervorrichtungen kann insbesondere eine verbesserte Ausnutzung
eines für die Lagerung vorgesehenen Raums erreicht werden, wobei auf eine aufwendige
Lager- und Transporttechnik, wie insbesondere eine Regalstruktur und dazu gehörige
Transferfahrzeuge verzichtet werden kann. Gegenüber einer herkömmlichen Anlage mit
gleicher Lagerkapazität kann mit der vorgeschlagenen Anlage eine Einsparung von bis
zu 30% der Gesamtfläche erreicht werden.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der
Aufnahmeraum der Rahmeneinheiten zur Aufnahme einer als Einheitslastcontainer des
Luftfrachtverkehrs ausgebildeten Containereinheit vorgesehen ist.
[0022] In diesem Zusammenhang ist die Anlage zweckmäßigerweise zwischen einer Landverkehrsseite
und einer Luftverkehrseite angeordnet. Unter einem "Landverkehr" kann insbesondere
ein Straßen-, Schienen- oder Binnenschiffsverkehr verstanden werden. Durch die vorgeschlagene
Ausgestaltung der Anlage kann zwischen Landverkehrseite und Luftverkehrseite vorteilhaft
ein geringer Platz zur Lagerung der Containereinheiten in Anspruch genommen werden.
[0023] Vorzugsweise weist die Anlage auf der Landverkehrseite eine Umladestation auf, in
welcher eine Fracht von einem Transportmittel des Landverkehrs auf eine Fördertechnik
der Anlage umgeladen wird.
[0024] Es können bereits bestehende, gängige Hebevorrichtungen für die Handhabung der Lagervorrichtung
eingesetzt werden, wenn die Hebevorrichtung eine Greifvorrichtung mit zumindest einem
Greifelement aufweist, welches die Handhabungsstruktur der Rahmeneinheit von oben
greift.
[0025] Vorzugsweise ist die Greifvorrichtung in einer horizontalen Ebene verfahrbar, welche
sich zumindest oberhalb des Lagerareals erstreckt. Die Hebevorrichtung kann insbesondere
als Portalkran ausgebildet sein, mit einer entlang eines Portals bewegbaren Greifvorrichtung,
welche die Rahmeneinheit der Lagervorrichtungen von oben greift. Es kann hierdurch
insbesondere eine Technik eingesetzt werden, die bei der Handhabung von Containereinheiten
des intermodalen Frachtverkehrs bekannt ist.
[0026] Es wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Anlage zur Behandlung von Containereinheiten des Luftfrachtverkehrs in einer
Ansicht von oben,
- Figur 2:
- die Anlage aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 3:
- einen Stapelplatz der Anlage aus Figur 1 mit gestapelten Rahmeneinheiten und
- Figur 4:
- die Anordnung einer Rahmeneinheit und einer Fördereinheit der Anlage in einer Be-
oder Enladeposition in einer Ansicht von oben.
[0027] Figur 1 zeigt eine Anlage 10 zur Behandlung von Containereinheiten 12 in einer schematischen
Ansicht von oben. Diese Anlage 10 ist außerdem in einer dreidimensionalen Ansicht
in Figur 2 zu sehen.
[0028] Die Anlage 10 befindet sich insbesondere auf einem Flughafengelände und ist - bezogen
auf den durch die Anlage 10 abgewickelten Behandlungsfluss von Containereinheiten
12 - zwischen einer Landverkehrsseite 14 (oder "Landside") und einer Flugverkehrsseite
16 (oder "Airside") bzw. einem Flugfeld angeordnet.
[0029] Die Containereinheiten 12 sind in der gezeigten Ausführung als normierte Einheitslastcontainer
(oder "Unit Load Device" oder "ULD") des Luftfrachtverkehrs ausgebildet (siehe auch
Figur 3). Die Anlage 10 weist eine erste, landverkehrsseitige Umladeschnittstelle
18 und eine zweite, flugverkehrsseitige Umladeschnittstelle 20 auf. Die Schnittstelle
18 ist als intermodale Umladestation ausgebildet, an welcher eine von einem Transportmittel
21 des Landverkehrs, wie z.B. von einem LkW oder einem Güterzug transportierte Fracht
auf eine Fördertechnik der Anlage 10 umgeladen wird.
[0030] An der Umladeschnittstelle 20 werden mit Fracht geladene Containereinheiten 12 von
der Fördertechnik der Anlage 10 auf eine Transporteinheit 22 des Flughafens geladen,
welche die Containereinheiten 12 zu einem zugeordneten Flugzeug (nicht gezeigt) transportieren.
[0031] Die Anlage 10 weist ein Handhabungsareal 24, welches zwischen Landside und Airside
angeordnet ist und in welchem die Containereinheiten 12 zwischen den Schnittstellen
18 und 20 behandelt werden, und ein Lagerareal 26 auf, in welchem die Containereinheiten
12 gelagert werden. Die Lagerung erfolgt sowohl für Containereinheiten 12, die von
einem Flugzeug kommend vor deren Abfertigung an der Schnittstelle 18 bzw. vor der
Umladung der Fracht auf ein Transportmittel des Landverkehrs gelagert werden, als
auch für Containereinheiten 12, deren Fracht mit einem Transportmittel des Landverkehrs
zur Anlage 10 transportiert wurde und vor deren Abfertigung an der Schnittstelle 20
bzw. deren Beladen auf die Transporteinheit 22 zum Weitertransport zu einem zugeordneten
Flugzeug gelagert werden.
[0032] Das Lagerareal 26 ist als Stapelplatz ausgebildet, an welchem die Containereinheiten
12 mit Hilfe von Lagervorrichtungen 28 aufeinander gestapelt werden.
[0033] Die Lagervorrichtungen 28 sind in Figur 3 näher dargestellt. Diese zeigt einen durch
drei mit jeweils einer Containereinheit 12 beladene Lagervorrichtungen 28 gebildeten
Stapel 29 des Lagerareals 26 in einer perspektivischen Ansicht. Der Übersichtlichkeit
halber sind die Containereinheiten 12 gestrichelt dargestellt. Die Lagervorrichtungen
28 weisen jeweils eine Rahmeneinheit 30 auf, welche einen Aufnahmeraum 32 begrenzen
bzw. bilden, in welchem jeweils eine Containereinheit 12 aufgenommen ist. Die Rahmeneinheit
30 bildet durch deren quaderförmige Rahmenstruktur eine Stapelstruktur 34, die zur
Stapelbildung mit weiteren Containereinheiten 12 geeignet ist.
[0034] Der Aufnahmeraum 32 ist an einer von der Rahmeneinheit 30 gebildeten Tragseite nach
unten durch eine Tragstruktur 36 begrenzt, von welcher die Containereinheit 12 getragen
wird. Diese Tragstruktur 36 ist in Figur 4 näher dargestellt. Die Rahmeneinheit 30
bildet weitere Seiten der Lagervorrichtung 28, die nach außen offen sind und demnach
als Be- und Entladeseiten 38 genutzt werden können, durch welche der Aufnahmeraum
32 be- bzw. entladen werden kann. Insbesondere sind die vier senkrecht zur Tragseite
stehenden Seiten der Lagervorrichtung 28 zur Nutzung als Be- und Entladeseite 38 offen
ausgebildet.
[0035] Die Anlage 10 ist mit einem Satz von Lagervorrichtungen 28 ausgestattet. Zur Handhabung
der Lagervorrichtungen 28 weist die Anlage 10 eine Hebevorrichtung 40 auf. Diese ist
insbesondere mit einer Greifvorrichtung 41, einer mobilen Tragund Führungsvorrichtung
42 und einer festen Portalstruktur 43 mit zwei parallel zueinander ausgerichteten
Längsführungen versehen. Die Längsführungen definieren eine horizontale Ebene, die
sich oberhalb des Handhabungsareals 24 und des Lagerareals 26 erstreckt. Die Trag-
und Führungsvorrichtung 42 ist in dieser Ebene parallel zur Längsrichtung der Längsführungen
entlang dieser verfahrbar, wobei die Greifvorrichtung 41 entlang der Trag- und Führungsvorrichtung
42 senkrecht zur Längsrichtung der Längsführungen verfahrbar ist. Die Greifvorrichtung
41 kann demnach mit zwei Freiheitsgraden innerhalb der oben definierten Ebene entlang
eines beliebigen Pfads bewegt werden, insbesondere um Lagervorrichtungen 28 zwischen
dem Handhabungsareal 24 und dem Lagerareal 26 und umgekehrt zu bewegen.
[0036] Die Greifvorrichtung 41 ist mit Greifelementen versehen, die den oberen Teil der
Rahmeneinheit 30 von oben greift. Sie weist ferner eine Antriebseinheit auf, durch
welche die Greifelemente in vertikaler Richtung zum Heben bzw. Senken einer Lagervorrichtung
28 bewegt werden können. Der Teil der Rahmenstruktur, welcher die der Tragseite bzw.
der Tragstruktur 36 gegenüberliegenden Oberseite der Lagervorrichtung 28 bildet, dient
demnach als Handhabungsstruktur 44, die zu einer Handhabung durch die Greifvorrichtung
41 bzw. deren Greifelemente geeignet ist.
[0037] Die Hebevorrichtung 40 ist insbesondere gemäß einer herkömmlichen Hebevorrichtung
für Cargocontainer des intermodalen Verkehrs, insbesondere für ISO- oder Seecontainer,
ausgebildet, wobei sie an das typische Ausmaß eines Einheitslastcontainers bzw. an
die Dimensionierung der Lagervorrichtung 28 angepasst ist. Bei einer Anwendung mit
solchen Cargocontainern des intermodalen Verkehrs greift die Hebevorrichtung 40 bekannterweise
den Cargocontainer von oben. In der gezeigten Ausführung wird mit der Rahmeneinheit
30 der Lagervorrichtung 28 die Ausgestaltung eines Cargocontainers fingiert, wobei
die Greifvorrichtung 41 die Handhabungsstruktur 44 der Rahmeneinheit 30 wie die Außenstruktur
eines Cargocontainers behandelt.
[0038] Im Handhabungsareal 24 sind ferner Fördereinheiten 46 angeordnet, die zur Förderung
der Containereinheiten 12 dienen. Die Lagervorrichtungen 28, und zwar insbesondere
deren Tragstruktur 36 sind dazu ausgebildet, mit den Fördereinheiten 46 zu korrespondieren.
[0039] Figur 4 zeigt eine als Rollenförderer ausgebildete Fördereinheit 46 der Anlage 10
in einer Ansicht von oben. Die Tragstruktur 36 einer Lagervorrichtung 28 ist der Übersichtlichkeit
halber gestrichelt dargestellt. Diese weist parallel zueinander angeordnete, längliche
Aufliegeprofile 48 auf, die paarweise Zwischenräume 50 bilden. Um eine Lagervorrichtung
28 mit einer Containereinheit 12 zu beladen, wird mittels der Hebevorrichtung 40 die
Rahmeneinheit 30 über einer Fördereinheit 46 platziert und solange vertikal nach unten
bewegt, bis die Förderelemente 52 bzw. die Rollen des Rollenförderers in die Zwischenräume
50 eingreifen. Hierbei greift die von den Rollen gebildete Förderfläche der Fördereinheit
46 in den Aufnahmeraum 32 ein. In dieser Ladeposition der Lagervorrichtung 28 kann
mittels der Fördereinheit 46 eine Containereinheit 12 bis in den Aufnahmeraum 32 bewegt
werden. Anschließend wird mit der Hebevorrichtung 40 die Lagervorrichtung 28 vertikal
gehoben, so dass die Tragstruktur 36 von der Fördereinheit 46 getrennt wird. Von dort
kann die Lagervorrichtung 28 mittels der Hebevorrichtung 40 zum Lagerareal 26 getragen
werden und mit weiteren Lagervorrichtungen 28 gestapelt werden. Ein Entladen der Lagervorrichtung
28 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge und wird zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen
nicht explizit beschrieben.
[0040] In einer weiteren, nicht gezeigten Ausführung der Fördereinheit 46 der Anlage 10
weist diese eine Anordnung (auch "Kugeldeck" genannt) von als Wälzkörper, insbesondere
als Kugel ausgebildeten Förderelementen auf, die in einer Vielzahl von Richtungen
umgewälzt werden können. Für eine Be- bzw. Entladung des Aufnahmeraums 32 wird wie
oben beschrieben die Tragvorrichtung 28 vertikal nach unten bewegt, bis die verschiedenen
Zeilen der Anordnung von Wälzkörpern in die Zwischenräume 50 eingreifen. Eine Be-
bzw. Entladung kann in dieser Ausführung der Fördereinheit 46 von allen vier Be- und
Entladeseiten 38 erfolgen. Insbesondere kann vor einer Entladung die Containereinheit
12 innerhalb des Aufnahmeraums 32 um eine vertikale Achse in eine Position gedreht
werden, die zu einer Entladung durch eine gewünschte Entladeseite 38 entspricht.
1. Lagervorrichtung zum Lagern einer Containereinheit (12), mit einer Rahmeneinheit (30),
die einen Aufnahmeraum (32) zur Aufnahme der Containereinheit (12) bildet und eine
Handhabungsstruktur (44), die dazu ausgebildet ist, von einer Hebevorrichtung (40)
gehandhabt zu werden, eine Tragstruktur (36), die dazu ausgebildet ist, mit einer
Fördereinheit (46) zum Be- und Entladen des Aufnahmeraums (32) zu korrespondieren
und Aufliegeprofile (48) aufweist, die Zwischenräume (50) zum Eingreifen von Förderelementen
(52) der Fördereinheit (46) bilden, und eine Stapelstruktur (34) aufweist, die dazu
ausgebildet ist, mit einer korrespondierenden Stapelstruktur zur Bildung eines Stapels
(29) zusammenzuwirken, von welchem die Rahmeneinheit (30) Bestandteil ist.
2. Lagervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmeneinheit (30) eine quaderförmige, zumindest teilweise offene Rahmenstruktur
aufweist, und der Aufnahmeraum (32) von zumindest drei Seiten (38) be- und entladbar
ist.
3. Lagervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (46) zum Eingreifen von Förderelementen (52) eines Rollenförderers
ausgebildet ist.
4. Lagervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (46) zum Eingreifen von Förderelementen einer Anordnung von multidirektionalen
Wälzkörpern ausgebildet ist.
5. Lagervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (32) zur Aufnahme einer als Einheitslastcontainer des Luftfrachtverkehrs
ausgebildeten Containereinheit (12) vorgesehen ist.
6. System mit einer Lagervorrichtung (28) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
einer Hebevorrichtung (40), die dazu dient, die Handhabungsstruktur (44) der Rahmeneinheit
(30) zu handhaben.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (40) eine Greifvorrichtung (41) mit zumindest einem Greifelement
aufweist, welches die Handhabungsstruktur (44) der Rahmeneinheit (30) von oben greift.
8. Anlage zur Behandlung von Containereinheiten (12), mit einem Satz von Lagervorrichtungen
(38) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, zumindest einer Fördereinheit (46), die zum
Beund Entladen des Aufnahmeraums (32) der Rahmeneinheiten (30) vorgesehen ist, zumindest
einer Hebevorrichtung (40), die dazu dient, die Handhabungsstruktur (44) der Rahmeneinheiten
(30) zu handhaben und einem Lagerareal (26), in welchem die Rahmeneinheiten (30) mittels
der Hebevorrichtung (40) aufeinander gestapelt werden.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebevorrichtung (40) eine Greifvorrichtung (41) mit zumindest einem Greifelement
aufweist, welches die Handhabungsstruktur (44) der Rahmeneinheit (30) von oben greift.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifvorrichtung (41) in einer horizontalen Ebene verfahrbar ist, welche sich
zumindest oberhalb des Lagerareals (26) erstreckt.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 10 angeordnet zwischen einer Landverkehrsseite
(14) und einer Luftverkehrseite (16) eines Flughafengeländes und mit einer als Umladestation
ausgebildeten, auf der Landverkehrsseite (14) angeordneten Schnittstelle (18).
1. Storage device for storing a container unit (12), having a frame unit (30) which forms
a receiving space (32) for receiving the container unit (12), and a handling structure
(44) which is embodied to be handled by a lifting device (40), a carrying structure
(36) which is embodied to correspond with a conveying unit (46) for loading and unloading
the receiving space (32) and has support profiles (48) which form intermediate spaces
(50) for the engagement of conveying elements (52) of the conveying unit (46) and
a stacking structure (34) which is embodied to cooperate with a corresponding stacking
structure in order to form a stack (29), of which the frame unit (30) is an integral
part.
2. Storage device according to claim 1, characterised in that the frame unit (30) has a box-shaped, at least partially open frame structure, and
the receiving space (32) can be loaded and unloaded from at least three sides (38).
3. Storage device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the carrying structure (46) is embodied for the engagement of conveying elements
(52) of a roller conveyor.
4. Storage device according to claim 1 or claim 2, characterised in that the carrying structure (46) is embodied for the engagement of conveying elements
of an arrangement of multidirectional rolling elements.
5. Storage device according to one of the preceding claims, characterised in that the receiving space (32) is provided to receive a container unit (12) embodied as
a unit load container of the air freight traffic.
6. System with a storage device (28) according to one of the preceding claims and a lifting
device (40), which serves to handle the handling structure (44) of the frame unit
(30).
7. System according to claim 6, characterised in that the lifting device (40) has a gripping device (41) with at least one gripping element,
which grips the handling structure (44) of the frame unit (30) from above.
8. Installation for handling container units (12), having a set of storage devices (38)
according to one of claims 1 to 5, at least one conveying unit (46), which is provided
to load and unload the receiving space (32) of the frame units (30), at least one
lifting device (40), which serves to handle the handling structure (44) of the frame
units (30) and a storage area (26), in which the frame units (30) are stacked one
on top of the other by means of the lifting device (40).
9. Installation according to claim 8, characterised in that the lifting device (40) has a gripping device (41) with at least one gripping element,
which grips the handling structure (44) of the frame unit (30) from above.
10. Installation according to claim 9, characterised in that the gripping device (41) can be moved in a horizontal plane, which extends at least
above the storage area (26).
11. Installation according to one of claims 8 to 10 arranged between a groundside (14)
and an airside (16) of an airport and having an interface (18) embodied as a transfer
station and arranged on the groundside (14).
1. Dispositif de stockage permettant de stocker une unité formant conteneur (12), comprenant
une unité formant châssis (30) qui forme un espace de réception (32) pour recevoir
l'unité formant conteneur (12) et une structure de manutention (44) qui est configurée
pour être manutentionnée par un dispositif de levage (40), une structure portante
(36) qui est configurée pour correspondre à une unité de transport (46) servant au
chargement et au déchargement de l'espace de réception (32), et qui comporte des profils
de support (48) qui forment des espacements (50) servant à l'introduction d'éléments
de transport (52) de l'unité de transport (46), et qui comporte une unité d'empilage
(34) configurée pour interagir avec une structure d'empilage correspondante en vue
de former un empilement (29) dont l'unité formant châssis (30) est constitutive.
2. Dispositif de stockage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité formant châssis (30) présente une structure de châssis parallélépipédique,
au moins partiellement ouverte, et en ce que l'espace de réception (32) peut être chargé et déchargé d'au moins trois côtés (38).
3. Dispositif de stockage selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la structure portante (46) est configurée en vue de l'introduction d'éléments de
transport (52) d'un transporteur à rouleaux.
4. Dispositif de stockage selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la structure portante (46) est configurée en vue de l'introduction d'éléments de
transport d'un agencement d'organes de roulement multidirectionnels.
5. Dispositif de stockage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace de réception (32) est prévu pour la réception d'une unité formant conteneur
(12) configurée sous la forme d'un conteneur à charge unitaire de transport de fret
aérien.
6. Système comprenant un dispositif de stockage (28) selon l'une des revendications précédentes
et un dispositif de levage (40) servant à manutentionner la structure de manutention
(44) de l'unité formant châssis (30).
7. Système selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de levage (40) comprend un dispositif de préhension (41) comportant
au moins un élément de préhension qui saisit la structure de manutention (44) de l'unité
formant châssis (30) par le haut.
8. Installation de manutention d'unités formant conteneurs (12), comprenant un ensemble
de dispositifs de stockage (38) selon l'une des revendications 1 à 5, au moins une
unité de transport (46) prévue pour le chargement et le déchargement de l'espace de
réception (32) des unités formant châssis (30), au moins un dispositif de levage (40)
servant à manutentionner la structure de manutention (44) des unités formant châssis
(30), et une aire de stockage (26) dans laquelle les unités formant châssis (30) sont
empilées les unes sur les autres au moyen du dispositif de levage (40).
9. Installation selon la revendication 8, caractérisée en ce que le dispositif de levage (40) comprend un dispositif de préhension (41) comportant
au moins un élément de préhension qui saisit la structure de manutention (44) de l'unité
formant châssis (30) par le haut.
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce que le dispositif de préhension (41) est mobile dans un plan horizontal qui s'étend au
moins au-dessus de l'aire de stockage (26).
11. Installation selon l'une des revendications 8 à 10 agencée entre un côté transport
terrestre (14) et un côté transport aérien (16) du terrain d'un aéroport, et comportant
une interface (18) configurée sous la forme d'un poste de transbordement et agencée
du côté transport terrestre (14).