[0001] Die Erfindung betrifft eine wasserlösliche Verpackung, die ein Mittel und eine wasserlösliche
Umhüllung umfasst. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung.
[0002] Wasch- oder Reinigungsmittel sind heute für den Verbraucher in vielfältigen Angebotsformen
erhältlich. Neben Pulvern und Granulaten umfasst dieses Angebot beispielsweise auch
Flüssigkeiten, Gele oder Portionspackungen (Tabletten oder gefüllte Beutel).
[0003] Insbesondere Portionspackungen in Form von wasserlöslichen Verpackungen mit flüssigen
Wasch- oder Reinigungsmitteln werden immer beliebter, erfüllen sie einerseits den
Wunsch des Verbrauchers nach vereinfachter Dosierung und andererseits bevorzugen immer
mehr Verbraucher flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0004] Ein solcher wasserlöslicher Beutel enthält ein Mittel und eine transparente, wasserlösliche
Umhüllung.
[0005] Die internationale Patentveröffentlichung
WO 96/08555 A1 offenbart ein in einer wasserlöslichen Folie verpacktes Reinigungsmittel zum Geschirrspülen,
wobei die wasserlösliche Folie mit dem Bittermittel Bitrex® (Denatoniumbenzoat) beschichtet
sein kann, um zu verhindern, dass Kinder das verpackte Reinigungsmittel versehentlich
verschlucken.
[0006] Denatoniumbenzoat gilt als die bitterste bekannte Substanz und besitzt einen Bitterwert
größer 100.000.000.
[0007] Ein Nachteil bei der Beschichtung einer wasserlöslichen Verpackung mit Bitrex® liegt
darin, dass die Anwender der wasserlöslichen Verpackung die Verpackung zum Dosieren
in die Hand nehmen und so auch in Kontakt mit dem Bitrex® kommen. Führt ein Anwender
nach dem Berühren der wasserlöslichen Verpackung seine Hand in Richtung Mund, reichen
schon geringe, an der Hand verbliebene Mengen Bitrex®, um den Geschmackssinn für ein
paar Stunden negativ zu beeinträchtigen.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, wasserlösliche Verpackungen mit höher Kindersicherheit,
aber ohne negative Effekte bei normaler Anwendung bereit zu stellen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine wasserlösliche Verpackung, die ein Mittel und eine
wasserlösliche Umhüllung enthält, bei dem die wasserlösliche Umhüllung zumindest teilweise
einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweist, gelöst.
[0010] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass Bitterstoffe mit diesen Bitterwerten
einen ausreichend hohen Bittergeschmack aufweisen, um zu verhindern dass Kinder eine
wasserlösliche Verpackung mit diesem Bitterstoff weiter im oder am Mund behalten,
aber bei regulärer Verwendung der wasserlöslichen Verpackung nicht so bitter sind,
dass ein auf der Hand verbliebener Rest eines Bitterstoffes bei versehentlichem Kontakt
der Hand mit dem Mund die Geschmacksknospen des Verwenders stark und unangenehm über
einen längeren Zeitraum reizen.
Wasserlösliche Verpackung
[0011] Gegenstand der Erfindung ist eine wasserlösliche Verpackung, die ein Mittel und eine
wasserlösliche Umhüllung enthält. Die wasserlösliche Umhüllung weist zumindest teilweise
einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 auf.
[0012] Eine wasserlösliche Verpackung enthält eine wasserlösliche Umhüllung, welche eine
geschlossene Struktur ausbildet, die in ihrem Inneren eine oder mehrere Kammern zur
Aufnahme eines oder mehrerer Mittel aufweist. Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise
durch ein wasserlösliches Folienmaterial gebildet.
[0013] Die wasserlösliche Verpackung kann formstabil oder verformbar ausgebildet sein.
[0014] Die wasserlösliche Verpackung kann als formstabiler Behälter, beispielsweise in Form
einer Kapsel, Box, Dose oder eines Containers ausgebildet sein.
[0015] Es ist grundsätzlich jedoch auch möglich und bevorzugt, die wasserlösliche Verpackung
als einen nicht formstabilen Behälter, beispielsweise als Beutel auszuformen. Die
Form einer derartigen wasserlöslichen Verpackung kann den Gebrauchsgegebenheiten weitgehend
angepasst werden. Es kommen beispielsweise verschiedenste Formen wie beispielsweise
Schläuche, Kissen, Zylinder, Flaschen oder Scheiben in Frage.
[0016] Die wasserlösliche Verpackung kann eine oder mehrere Kammern zur Bevorratung eines
oder mehrerer Mittel aufweisen. Bevorzugt weist die wasserlösliche Verpackung, zwischen
zwei und fünf Kammern auf.
Wasserlösliche Umhüllung
[0017] Die wasserlösliche Umhüllung wird vorzugsweise aus einem wasserlöslichen Folienmaterial,
welches ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Polymeren oder Polymergemischen,
gebildet. Die Umhüllung kann aus einer oder aus zwei oder mehr Lagen aus dem wasserlöslichen
Folienmaterial gebildet werden. Das wasserlösliche Folienmaterial der ersten Lage
und der weiteren Lagen, falls vorhanden, kann gleich oder unterschiedlich sein. Besonders
bevorzugt sind Folien, die beispielsweise zu Verpackungen wie Schläuchen oder Kissen
verklebt und/oder versiegelt werden können, nachdem sie mit einem Mittel befüllt wurden.
[0018] Es ist bevorzugt, dass die wasserlösliche Umhüllung Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält. Wasserlösliche Umhüllungen, die Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthalten, weisen eine gute Stabilität bei einer ausreichend hohen Wasserlöslichkeit,
insbesondere Kaltwasserlöslichkeit, auf.
[0019] Geeignete wasserlösliche Folien zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung basieren
bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen
Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 1.000.000 gmol
-1, vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol
-1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmol
-1 liegt.
[0020] Die Herstellung von Polyvinylalkohol geschieht üblicherweise durch Hydrolyse von
Polyvinylacetat, da der direkte Syntheseweg nicht möglich ist. Ähnliches gilt für
Polyvinylalkoholcopolymere, die aus entsprechend aus Polyvinylacetatcopolymeren hergestellt
werden. Bevorzugt ist, wenn wenigstens eine Lage der wasserlöslichen Umhüllung einen
Polyvinylalkohol umfasst, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis
90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0021] Einem zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung geeignetem Polyvinylalkohol-enthaltendem
Folienmaterial kann zusätzlich ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend (Meth)Acrylsäure-haltige
(Co)Polymere, Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane,
Polyester, Polyether, Polymilchsäure oder Mischungen der vorstehenden Polymere zugesetzt
sein. Ein bevorzugtes zusätzliches Polymer sind Polymilchsäuren.
[0022] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol Dicarbonsäuren
als weitere Monomere. Geeignete Dicarbonsäure sind Itaconsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
und Mischungen daraus, wobei Itaconsäure bevorzugt ist.
[0023] Ebenfalls bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine
ethylenisch ungesättige Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt
enthalten solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Acrylsäure, Methacrylsäure,
Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder Mischungen daraus.
[0024] Es kann bevorzugt sein, dass das Folienmaterial weitere Zusatzstoffe enthält. Das
Folienmaterial kann beispielsweise Weichmacher wie Dipropylenglycol, Ethylenglycol,
Diethylenglycol, Propylenglycol, Glycerin, Sorbitol, Mannitol oder Mischungen daraus
enthalten. Weitere Zusatzstoffe umfassen beispielsweise Freisetzungshilfen, Füllmittel,
Vernetzungsmittel, Tenside, Antioxidationsmittel, UV-Absorber, Antiblockmittel, Antiklebemittel
oder Mischungen daraus.
[0025] Geeignete wasserlösliche Folien zum Einsatz in den wasserlöslichen Umhüllungen der
wasserlöslichen Verpackungen gemäß der Erfindung sind Folien, die von der Firma MonoSol
LLC beispielsweise unter der Bezeichnung M8630, C8400 oder M8900 vertrieben werden.
Andere geeignete Folien umfassen Folien mit der Bezeichnung Solublon® PT, Solublon®
GA, Solublon® KC oder Solublon® KL von der Aicello Chemical Europe GmbH oder die Folien
VF-HP von Kuraray.
[0026] Die wasserlösliche Umhüllung weist zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem
Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 auf.
[0027] Der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 kann beispielsweise
auf die äußere Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung aufgebracht oder in der wasserlöslichen
Umhüllung enthalten sein.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die äußere Oberfläche der
wasserlöslichen Umhüllung zumindest teilweise mit einem Bitterstoff mit einem Bitterwert
zwischen 1.000 und 200.000 beschichtet. In diesem Zusammenhang ist es insbesondere
zu bevorzugen, dass die wasserlösliche Umhüllung zu mindestens 50 %, vorzugsweise
zu mindestens 75 % und ganz besonders bevorzugt mindestens 90 % mit dem Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 beschichtet ist.
[0029] Das Aufbringen des Bitterstoffs mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 kann
beispielsweise mittels Bedruckung, Besprühens oder Bestreichung erfolgen.
[0030] Grundsätzlich kann jede Form des Bedruckens zur Bedruckung der wasserlöslichen Umhüllung
verwendet werden, wie beispielsweise Tiefdruck, Offsetdruck, Siebdruck, Flexodruck,
Airbrush, Tintenstrahldruck oder Tampondruck oder beliebige Kombinationen dieser Drucktechnologien.
Vorzugsweise erfolgt die Bedruckung mittels Tintenstrahldrucks, da bei dieser Drucktechnologie
kein mechanischer Kontakt mit und somit keine mechanische Belastung der wasserlöslichen
Umhüllung auftritt. Dasselbe gilt für den Direktdruck mit Piezotechnologie, da dieser
auch berührungslos stattfindet.
[0031] Grundsätzlich kann das Druckmedium, welches auf die wasserlösliche Umhüllung aufgebracht
wird, weitere Inhaltsstoffe, wie beispielsweise eine farbgebende Substanz, enthalten.
[0032] Alternativ kann der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 mittels
Pinsel, Rollen oder ähnlichem auf die äußere Umhüllung gestrichen werden.
[0033] In einer weiteren Alternative wird der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 mittels eines Zerstäubers aufgesprüht.
[0034] Das Aufbringen des Bitterstoffes mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
kann in Form von Flächen erfolgen, so dass die wasserlösliche Umhüllung zumindest
teilweise flächendeckend mit einem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000
und 200.000 bedeckt ist. Alternativ kann das Aufbringen des Bitterstoffes mit einem
Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 in Form von Buchstaben, Zahlen, Symbolen, Ornamenten
oder ähnlichem erfolgen. Letzteres ist insbesondere bevorzugt, wenn der Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 mittels Druckens aufgebracht wird
und das Druckmedium neben dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und
200.000 eine farbgebende Substanz enthält.
[0035] Alternativ zum Aufbringen auf die äußere Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung
kann der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 in das Folienmaterial
der wasserlöslichen Umhüllung eingebracht werden.
[0036] Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die einen bitteren
Geschmack aufweisen.
[0037] Der Bitterstoff weist einen Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 auf. Der Bitterwert
ist der Kehrwert jener Verdünnung eines Stoffes, einer Flüssigkeit oder eines Extraktes,
die eben noch bitter schmeckt.
[0038] Zur Bestimmung des Bitterwertes wird das im Europäischen Arzneibuch (5. Ausgabe Grundwerk,
Stuttgart 2005, Band 1 Allgemeiner Teil Monografiegruppen, 2.8.15 Bitterwert S. 278)
beschriebene standardisierte Verfahren verwendet.
[0039] Als Vergleich dient eine wässrige Lösung von Chininhydrochlorid, dessen Bitterwert
mit 200.000 festgelegt ist. Dies bedeutet, dass 1 Gramm Chininhydrochlorid 200 Liter
Wasser bitter macht. Die interindividuellen Geschmacksunterschiede bei der organoleptischen
Prüfung der Bitterkeit werden bei diesem Verfahren durch einen Korrekturfaktor ausgeglichen.
[0040] Geeignete Bitterstoffe mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000, welche in
dem Folienmaterial zur Herstellung der wasserlöslichen Umhüllung enthalten oder auf
der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung aufgebracht sein können, sind
vorzugsweise natürliche Bitterstoffe mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000.
Insbesondere bevorzugt sind die natürlichen Bitterstoffe mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Glycosiden, Isoprenoiden,
Alkaloiden, Aminosäuren und Mischungen daraus.
[0041] Glycoside sind organische Verbindungen der allgemeinen Struktur R-O-Z, bei denen
ein Alkohol (R-OH) über eine glycosidische Bindung mit einem Zuckerteil (Z) verbunden
ist.
[0042] Geeignete Glycoside sind beispielsweise Flavonoide wie Quercetin oder Naringin oder
Iridoidglycoside wie Aucubin und insbesondere Secoiridoidglycoside wie Amarogentin,
Dihydrofoliamentin, Gentiopikrosid, Gentiopikrin, Swertiamarin, Swerosid, Gentioflavosid,
Centaurosid, Methiafolin, Harpagosid und Centapikrin, Sailicin oder Kondurangin.
[0043] Isoprenoide sind Verbindungen, die sich formal von Isopren ableiten. Beispiele sind
insbesondere Terpene und Terpenoide.
[0044] Geeignete Isoprenoide umfassen beispielsweise Sequiterpenlactone wie Absinthin, Artabsin,
Cnicin, Lactucin, Lactucopikrin oder Salonitenolid, Monoterpen-Ketone (Thujone) wie
beispielsweise α-Thujon oder β-Thujon, Tetranortriterpene (Limonoide) wie Desoxylimonen,
Desoxylimonensäure, Limonin, Ichangin, Iso-Obacunonsäure, Obacunon, Obacunonsäure,
Nomilin oder Nomilinsäure, Terpene wie Marrubin, Prämarrubin, Carnosol, Carnosolsäure
oder Quassin.
[0045] Alkaloide bezeichnen natürlich vorkommende, chemisch heterogene, meist alkalische,
stickstoffhaltige organische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den tierischen
oder menschlichen Organismus wirken.
[0046] Geeignete Alkaloide sind beispielsweise Chininhydrochlorid, Chininhydrogensulfat,
Chinindihydrochlorid, Chininsulfat, Columbin und Coffein.
[0047] Geeignete Aminosäuren umfassen beispielsweise Threonin, Methionin, Phenylalanin,
Tryptophan, Arginin, Histidin, Valin und Asparaginsäure.
[0048] Besonders bevorzugte Bitterstoffe mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
sind Chininsulfat (Bitterwert = 10.000), Naringin (Bitterwert = 10.000), Saccharoseoctaacetat
(Bitterwert = 100.000), Chininhydrochlorid und Mischungen daraus.
[0049] Die Verwendung einer Mischung von Bitterstoffen kann vorteilhaft sein, da Menschen
eine unterschiedliche Anzahl von Geschmackszellen auf der Zunge aufweisen. Neben sogenannten
Superschmeckern und Normalschmeckern gibt es auch so genannte Nichtschmecker, die
einzelne Bitterstoffe gar nicht oder geringfügig schmecken. Durch Verwendung einer
Mischung aus mindestens zwei Bitterstoffen mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und
200.000 kann das Risiko, dass der abschreckend wirken sollende Bitterstoff gar nicht
geschmeckt wird, reduziert werden. Die Menge an Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 hängt insbesondere von der gewünschten Intensität des Bittergeschmacks
ab. Ist der Bitterstoff in der wasserlöslichen Umhüllung enthalten, beträgt die Menge
an Bitterstoff zwischen 1 und 30 g pro m
2 Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung. Ist der Bitterstoff auf der äußeren Oberfläche
der wasserlöslichen Umhüllung aufgebracht, beträgt die Menge an Bitterstoff zwischen
1 und 30 g pro m
2 beschichteter Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung.
[0050] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung bedeutet der Begriff "innere Oberfläche der
wasserlöslichen Umhüllung", die Oberfläche, die in Kontakt mit dem von der wasserlöslichen
Umhüllung umschlossenen Mittel ist. Entsprechend benennt der Begriff "äußere Oberfläche
der wasserlöslichen Umhüllung", die Oberfläche, die von dem von der wasserlöslichen
Umhüllung umschlossenen Mittel abgewandt ist.
Mittel, insbesondere flüssige, gelförmige oder feste Wasch- oder Reinigungsmittel
zur Bevorratung in der wasserlöslichen Verpackung
[0051] Neben der wasserlöslichen Umhüllung weist die wasserlösliche Verpackung ein Mittel
auf. Dieses Mittel kann beispielsweise ein festes Mittel sein und ein Pulver, ein
Granulat oder eine Tablette umfassen. Alternativ kann das Mittel ein flüssiges Mittel
sein und ein Gel oder eine Flüssigkeit umfassen. Insbesondere bevorzugt ist das Mittel
ein flüssiges oder festes Wasch- oder Reinigungsmittel, wobei flüssige Wasch- oder
Reinigungsmittel besonders bevorzugt sind.
[0052] In einer Ausführungsform weist die wasserlösliche Verpackung eine Kammer zur Aufnahme
des Mittels auf. Das Mittel kann in dieser Ausführungsform vorzugsweise ein Pulver,
ein Granulat, ein Gel oder eine Flüssigkeit umfassen.
[0053] In einer weiteren Ausführungsform weist die wasserlösliche Verpackung zwei Kammern
auf. In dieser Ausführungsform enthält die erste Kammer vorzugsweise ein flüssiges
Mittel und die zweite Kammer ein festes oder ein flüssiges Mittel. Alternativ können
beide Kammern ein festes Mittel enthalten.
[0054] Weist die wasserlösliche Verpackung drei Kammern auf, können diese alle jeweils ein
flüssiges oder ein festes Mittel enthalten. Möglich ist aber auch, dass eine Kammer
ein festes Mittel und zwei Kammern ein flüssiges Mittel enthalten. Außerdem ist es
möglich, dass in zwei Kammern ein festes Mittel und in einer Kammer ein flüssiges
Mittel enthalten ist.
[0055] Bei wasserlöslichen Verpackungen mit vier oder mehr Kammern bestehen entsprechend
noch mehr Kombinationsmöglichkeiten im Hinblick auf die Zahl der Kammern mit einem
festen oder einem flüssigen Mittel.
[0056] Die Mittel, die in den unterschiedlichen Kammern einer wasserlöslichen Verpackung
enthalten sind, können dieselbe Zusammensetzung aufweisen. Vorzugsweise weisen die
Mittel in einer wasserlöslichen Verpackung mit mindestens zwei Kammern Zusammensetzungen
auf, die sich mindestens in einem Inhaltsstoff oder sich mindestens im Gehalt eines
Inhaltsstoffes unterscheiden.
[0057] Das Mittel enthält Inhaltsstoffe, die die strukturelle Integrität der wasserlöslichen
Umhüllung nicht zerstören. Ist das eingesetzte Mittel ein flüssiges oder festes Wasch-
oder Reinigungsmittel kann es einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Tenside,
Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, Enzyme, Enzymstabilisatoren,
Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffe, nicht-wässrigen Lösungsmittel, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel,
Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel,
Trübungsmittel, Haut-pflegende Wirkstoffe, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden
Komponenten, Füllstoffe sowie UV-Absorber enthalten.
[0058] Die flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittel können Wasser enthalten, wobei der Gehalt
an Wasser weniger als 14 Gew.-% und mehr bevorzugt weniger als 9 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das gesamte flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel, beträgt.
Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung
[0059] Es existieren mehrere Möglichkeiten zur Herstellung der erfindungsgemäßen wasserlöslichen
Verpackung. Neben dem vertikalen Form-Füll-Siegel-Verfahren bietet sich insbesondere
auch der Einsatz eines horizontalen Form-Füll-Siegel-Verfahrens an.
[0060] Die Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung kann die folgenden Schritte umfassen:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Mittel und
- c) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn.
[0061] In einer ersten Ausführungsform kann der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 zumindest teilweise in der ersten wasserlöslichen Folie(nbahn) enthalten
sein. Alternativ kann der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
zumindest teilweise in der zweiten wasserlöslichen Folie(nbahn) enthalten sein. In
einer weiteren Alternative ist es auch möglich, dass in beiden wasserlöslichen Folien(bahnen)
der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 zumindest teilweise
enthalten ist. Ist in beiden wasserlöslichen Folien(bahnen) der Bitterstoff mit einem
Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthalten, kann der Bitterstoff mit einem Bitterwert
zwischen 1.000 und 200.000 in der ersten Folie(nbahn) gleich oder verschieden zu dem
Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 in der zweiten Folie(nbahn)
sein.
[0062] Entsprechend ist ein Gegenstand der Anmeldung ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisende wasserlösliche Umhüllung
enthält, umfassend die Schritte:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt und
- c) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn,
bei dem der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 in der ersten
und/oder zweiten wasserlöslichen Folienbahn enthalten ist.
[0063] In einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung einer wasserlöslichen
Verpackung schließt sich an Schritt c) ein weiterer Verfahrenschritt d) an, der die
zumindest teilweise Beschichtung der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung
mit einem Medium, das einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
enthält, umfasst. Der Schritt d) kann beliebig oft wiederholt werden, so dass mehrere
gleich oder unterschiedliche beschichtete Bereiche auf der äußeren Oberfläche der
wasserlöslichen Umhüllung entstehen. Die Beschichtung kann beispielsweise mittels
Bedrucken, Besprühen oder Bestreichen erfolgen.
[0064] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisende wasserlösliche Umhüllung
enthält, umfassend die Schritte:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt,
- c) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn und
zumindest teilweise Beschichten der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung
mit einem Medium, das den Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
enthält.
[0065] Die eingesetzten Folien(bahnen) können in dieser Ausführungsform frei von Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 sein, aber auch einen oder mehr Bitterstoffe
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthalten.
[0066] In einer weiteren alternativen Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung erfolgt die Beschichtung der ersten wasserlöslichen Folie
mit dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 vor dem Ausbilden
der Kavität. In noch einer weiteren alternativen Ausführungsform des Verfahrens zur
Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung erfolgt die Beschichtung der zweiten
wasserlöslichen Folie mit der dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000
und 200.000 vor dem Verschließen der mit dem Mittel befüllten Kavität.
[0067] Ein weiterer Gegenstand der Anmeldung ist deshalb ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisende wasserlösliche Umhüllung
enthält, umfassend die Schritte:
- a) Bereitstellen einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Beschichten der ersten wasserlöslichen Folienbahn mit einem Medium, das den Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthält,
- c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt und
- e) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn.
[0068] Noch ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer
wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisende wasserlösliche Umhüllung
enthält, umfassend die Schritte:
- a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der ersten wasserlöslichen Folienbahn,
- b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt,
- c) Bereitstellen einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn,
- d) Beschichten der zweiten wasserlöslichen Folienbahn mit einem Medium, das den Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthält und
- e) Verschließen der Kavität mit der zweiten wasserlöslichen Folienbahn.
[0069] Die Beschichtung der wasserlöslichen Folienbahn während der Herstellung der wasserlöslichen
Verpackungen erfolgt derart, dass sich der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 auf der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung befindet.
[0070] Ein Vorteil der Beschichtung während oder nach der Herstellung der wasserlöslichen
Verpackungen ist, dass die Beschichtung individualisiert, dass heißt entsprechend
den Erfordernissen/Gegebenheiten, beispielsweise in Hinblick auf Form und Inhalt,
der jeweilig, aktuell hergestellten wasserlöslichen Verpackung erfolgen kann.
[0071] Dem Beschichtungsvorgang kann sich optional ein Trocknungsverfahren anschließen,
bei dem durch Auf- oder Überblasen von temperiertem Gas oder Bestrahlung mit Infrarotlicht
das in dem Medium, das den Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
enthält, enthaltene Lösungsmittel verdampft/entfernt.
[0072] Zur Herstellung einer wasserlöslichen Umhüllung, die zumindest teilweise einen Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthält, wird dem Folienmaterial der
Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 zugesetzt.
[0073] Dies kann beispielsweise geschehen, in dem (a) ein wasserlösliches Polymer, welches
vorzugsweise Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer enthält, alleine
oder in Kombination mit wenigstens einem weiteren wasserlöslichen Polymer, einem Lösungsmittel,
dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 und gegebenenfalls
weiteren Zusatzstoffen zu einer Matrix kombiniert wird, (b) ein Film aus der Matrix
gebildet wird und (c) der Film zu einer zumindest teilweise einen Bitterstoff mit
einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisenden wasserlöslichen Folie getrocknet
wird.
[0074] Die Bildung des Films kann beispielsweise mittels Gießen und Gegenlaufwalzenstreichens
erfolgen.
[0075] Alternativ kann eine zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen
1.000 und 200.000 aufweisende Folie erhalten werden, in dem (a) ein wasserlösliches
Polymer, welches vorzugsweise Polyvinylalkohol oder ein Polyvinylalkoholcopolymer
enthält, alleine oder in Kombination mit wenigstens einem weiteren wasserlöslichen
Polymer, einem Lösungsmittel, dem Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000
und 200.000 und gegebenenfalls weiteren Zusatzstoffen zu einer Matrix kombiniert wird
und (b) mittels Extrusion der Matrix eine zumindest teilweise einen Bitterstoff mit
einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 aufweisende wasserlösliche Folie erhalten
wird.
[0076] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0077] Zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung, die eine Kammer aufweist, die mit
einem flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittel befüllt ist, wurde zunächst ein flüssiges
Wasch- oder Reinigungsmittel mittels üblicher und bekannter Methoden und Verfahren
hergestellt. In der folgenden Tabelle 1 ist die Zusammensetzung von einem flüssigen
Wasch- oder Reinigungsmittel E1 gezeigt.
Tabelle 1: Flüssiges Wasch- oder Reinigungsmittel E1 [alle Mengen sind in Gew.-% Aktivstoff,
bezogen auf die Zusammensetzung, angegeben]
| Inhaltsstoffe |
E1 |
| C10-C13-Alkylbenzolsulfonsäure |
21 |
| C13-C15-Oxo-Alkohol mit 8 EO |
22,5 |
| C12-18-Fettsäure |
17,5 |
| Glycerin |
13 |
| 1,2-Propandiol |
13,5 |
| Ethanol |
3,26 |
| Phosphonat |
0,3 |
| Monoethanolamin |
6,4 |
| Farbstoffe, Enzyme (Cellulase, Amylase & |
0,8 |
| Protease), optischer Aufheller, Parfüm |
|
| Wasser |
1, 74 |
Ausführungsbeispiel 1
[0078] Zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung mit dem flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittel
E1 wurde eine Folie vom Typ M 8630 (ex Monosol) mit einer Dicke von 76 µm zum Ausbilden
einer Ausbuchtung mittels Vakuum in eine Mulde gezogen. Anschließend wurde die Ausbuchtung
mit 30 ml des flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittels E1 befüllt. Nach Bedecken der
mit dem Mittel befüllten Ausbuchtungen mit einer zweiten Lage einer Folie, die Polyvinylalkohol,
Polymilchsäure,1,2-Propandiol und Glycerin enthält und eine Dicke von 76 µm aufweist,
wurden die erste und zweite Lage miteinander versiegelt. Die Siegelungstemperatur
betrug 150 °C und die Siegelungsdauer 1,1 Sekunden.
[0079] Anschließend wurde die gesamte äußere Oberfläche der wasserlöslichen Verpackung auf
beiden Seiten mittels eines Zerstäubers mit einem Saccharoseoctaacetat-haltigen, wäßrigen
Medium gleichmäßig besprüht. Die Menge an Saccharoseoctaacetat pro wasserlöslicher
Verpackung betrug 2000 ppm. Die Flüssigkeit wurde innerhalb von 5 Sekunden von der
wasserlöslichen Umhüllung absorbiert.
Ausführungsbeispiel 2
[0080] Zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung V2 mit dem flüssigen Wasch- oder
Reinigungsmittel E1 wurde eine erste Lage einer Folie, die Polyvinylalkohol, Polymilchsäure,
Saccharoseoctaactetat, 1,2-Propandiol und Glycerin enthält, mit einer Dicke von 76
µm zum Ausbilden einer Ausbuchtung mittels Vakuum in eine Mulde gezogen. Anschließend
wurde die Ausbuchtung mit 30 ml des flüssigen Wasch- oder Reinigungsmittels E1 befüllt.
Nach Bedecken der mit dem Mittel befüllten Ausbuchtungen mit einer zweiten Lage einer
Folie, die Polyvinylalkohol, Polymilchsäure, Saccharoseoctaactetat, 1,2-Propandiol
und Glycerin enthält und eine Dicke von 76 µm aufweist, wurden die erste und zweite
Lage miteinander versiegelt. Die Siegelungstemperatur betrug 150 °C und die Siegelungsdauer
1,1 Sekunden. Die erste und die zweite Folienbahn enthielten jeweils Saccharoseoctaactetat
in einer Menge von 2000 ppm.
[0081] In beiden Fällen wurde ein schnell wahrnehmbarer, unangenehm bitterer Geschmack der
wasserlöslichen Umhüllung durch ein Panel von 10 Personen bestätigt.
[0082] Nach 4, 8 und 12 Wochen Lagerzeit der wasserlöslichen Verpackungen V1 und V2 mit
dem Wasch- oder Reinigungsmittel E1 unter verschiedenen klimatischen Bedingungen konnte
keinerlei An- oder Auflösung der wasserlöslichen Umhüllung beobachtet werden. Zudem
konnten keine Poren oder Löcher, die ebenfalls zum Produktaustritt oder Leckagen führen
würden, festgestellt werden.
[0083] Wasserlösliche Verpackungen V1 und V2 mit dem Wasch- oder Reinigungsmitteln E1 lösten
sich in Waschgängen bei Temperaturen, die im Bereich von 20 bis 95 °C lagen, rückstandslos
auf.
[0084] Außerdem konnte bei Kontakt der wasserlöslichen Verpackung mit Haut, insbesondere
bei Kontakt mit trockenen oder leicht feuchten Händen, kein anhaltender und/oder störender
Übertrag der Bitterstoffe auf die Haut festgestellt werden.
[0085] Die Bestimmung, ob ein anhaltender und/oder störender Übertrag des Bitterstoffs vorliegt,
erfolgte mit Hilfe von 10 Probanden, die eine wasserlösliche Verpackung für 5 Sekunden
in der Hand fest hielten und anschließend die Hand für 5 Sekunden mit ihrer Zunge
in Kontakt brachten. Bei beiden wasserlöslichen Verpackungen V1 und V2 bemerkten alle
Probanden keinen oder nur maximal für 1 Minute einen leicht unangenehm bitteren Geschmack.
1. Wasserlösliche Verpackung, die ein Mittel und eine wasserlösliche Umhüllung enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlösliche Umhüllung zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert
zwischen 1.000 und 200.000 aufweist.
2. Wasserlösliche Verpackung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff einen Bitterwert zwischen 10.000 und 200.000 aufweist.
3. Wasserlösliche Verpackung gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und.200.000 ein natürlicher Bitterstoff
ist.
4. Wasserlösliche Verpackung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus Glycosiden, Isoprenoiden, Alkaloiden, Aminosäuren und Mischungen
daraus.
5. Wasserlösliche Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus Chininsulfat, Naringin, Saccharoseoctaacetat, Chininhydrochlorid
und Mischungen daraus.
6. Wasserlösliche Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung zumindest teilweise mit dem Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 beschichtet ist.
7. Wasserlösliche Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 zumindest teilweise
in der wasserlöslichen Umhüllung enthalten ist.
8. Wasserlösliche Verpackung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlösliche Verpackung zwischen zwei und fünf Kammern aufweist.
9. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine
zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
aufweisende wasserlösliche Umhüllung enthält, umfassend die Schritte:
a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt und
c) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn,
d) dadurch gekennzeichnet, dass der Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 in der ersten und/oder
zweiten wasserlöslichen Folienbahn enthalten ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine
zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
aufweisende wasserlösliche Umhüllung enthält, umfassend die Schritte:
a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Fölienbahn,
b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt,
c) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn und
d) zumindest teilweise Beschichten der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen Umhüllung
mit einem Medium, das den Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
enthält.
11. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine
zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
aufweisende wasserlösliche Umhüllung enthält, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
b) Beschichten der ersten wasserlöslichen Folienbahn mit einem Medium, das den Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthält,
c) Ausbilden wenigstens einer Kavität in der ersten wasserlöslichen Folienbahn,
d) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt und
e) Verschließen der Kavität mit einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn.
12. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung, die ein Mittel und eine
zumindest teilweise einen Bitterstoff mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000
aufweisende wasserlösliche Umhüllung enthält, umfassend die Schritte:
a) Ausbilden wenigstens einer Kavität in einer ersten wasserlöslichen Folienbahn,
b) Befüllen der wenigstens einen Kavität mit einem Produkt,
c) Bereitstellen einer zweiten wasserlöslichen Folienbahn,
d) Beschichten der zweiten asserlöslichen Folienbahn mit einem Medium, dasden Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 enthält und
e) Verschließen der Kavität mit der zweiten wasserlöslichen Folienbahn.
13. Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verpackung gemäß einem der Ansprüche
11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung der wasserlöslichen Folienbahn derart erfolgt, dass sich der Bitterstoff
mit einem Bitterwert zwischen 1.000 und 200.000 auf der äußeren Oberfläche der wasserlöslichen
Umhüllung befindet.
1. A water-soluble packaging which contains an agent and a water-soluble wrapping, characterized in that the water-soluble wrapping comprises, at least in part, a bittering substance having
a bittering value of between 1,000 and 200,000.
2. The water-soluble packaging according to claim 1, characterized in that the bittering substance has a bittering value of between 10,000 and 200,000.
3. The water-soluble packaging according to either claim 1 or claim 2, characterized in that the bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000 is
a natural bittering substance.
4. The water-soluble packaging according to claim 3, characterized in that the bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000 is
selected from the group consisting of glycosides, isoprenoids, alkaloids, amino acids
and mixtures thereof.
5. The water-soluble packaging according to one of claims 1 to 4, characterized in that the bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000 is
selected from the group consisting of quinine sulfate, naringin, sucrose octaacetate,
quinine hydrochloride and mixtures thereof.
6. The water-soluble packaging according to one of claims 1 to 5, characterized in that the outer surface of the water-soluble wrapping is coated at least in part with the
bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000.
7. The water-soluble packaging according to one of claims 1 to 6, characterized in that the bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000 is
contained at least in part in the water-soluble wrapping.
8. The water-soluble packaging according to one of claims 1 to 7, characterized in that the water-soluble packaging comprises between two and five chambers.
9. A method for producing a water-soluble packaging which contains an agent and a water-soluble
wrapping that comprises at least in part a bittering substance having a bittering
value of between 1,000 and 200,000, comprising the steps of:
a) forming at least one cavity in a first water-soluble film strip,
b) filling the at least one cavity with a product and
c) closing the cavity by means of a second water-soluble film strip,
d) characterized in that the bittering substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000 is
contained in the first and/or second water-soluble film strip.
10. The method for producing a water-soluble packaging which contains an agent and a water-soluble
wrapping that comprises at least in part a bittering substance having a bittering
value of between 1,000 and 200,000, comprising the steps of:
a) forming at least one cavity in a first water-soluble film strip,
b) filling the at least one cavity with a product,
c) closing the cavity by means of a second water-soluble film strip, and
d) coating the outer surface of the water-soluble wrapping at least in part with a
medium that contains the bittering substance having a bittering value of between 1,000
and 200,000.
11. The method for producing a water-soluble packaging which contains an agent and a water-soluble
wrapping that comprises at least in part a bittering substance having a bittering
value of between 1,000 and 200,000, comprising the steps of:
a) providing a first water-soluble film strip,
b) coating the first water-soluble film strip with a medium that contains the bittering
substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000,
c) forming at least one cavity in the first water-soluble film strip,
d) filling the at least one cavity with a product, and
e) closing the cavity by means of a second water-soluble film strip.
12. The method for producing a water-soluble packaging which contains an agent and a water-soluble
wrapping that comprises at least in part a bittering substance having a bittering
value of between 1,000 and 200,000, comprising the steps of:
a) forming at least one cavity in a first water-soluble film strip,
b) filling the at least one cavity with a product,
c) providing a second water-soluble film strip,
d) coating the second water-soluble film strip with a medium that contains the bittering
substance having a bittering value of between 1,000 and 200,000, and
e) closing the cavity by means of the second water-soluble film strip.
13. The method for producing a water-soluble packaging according to either claim 11 or
claim 12, characterized in that the water-soluble film strip is coated such that the bittering substance having a
bittering value of between 1,000 and 200,000 is located on the outer surface of the
water-soluble wrapping.
1. Emballage soluble dans l'eau, contenant un produit et une enveloppe soluble dans l'eau,
caractérisé en ce que le l'enveloppe soluble dans l'eau présente au moins une substance amère avec une
valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000.
2. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la substance amère présente une valeur d'amertume entre 10 000 et 200 000.
3. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 est une substance
amère naturelle.
4. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 3, caractérisé en ce que la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 est choisie
dans le groupe constitué de glycosides, terpénoïdes, alcaloïdes, acides aminés et
leurs mélanges.
5. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1 à 4, caractérisé en ce que la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 est choisie
dans le groupe constitué du sulfate de quinine, de la naringine, de l'octoacétate
de saccharose, du chlorhydrate de quinine et de leurs mélanges.
6. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1 à 5, caractérisé en ce que la surface externe de l'enveloppe soluble dans l'eau est au moins partiellement recouverte
de la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000.
7. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1 à 6, caractérisé en ce que la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 est contenue
au moins partiellement dans l'enveloppe soluble dans l'eau.
8. Emballage soluble dans l'eau selon la revendication 1 à 7, caractérisé en ce que l'emballage soluble dans l'eau présente entre deux et cinq chambres.
9. Procédé de fabrication d'un emballage soluble dans l'eau contenant un produit et une
enveloppe soluble dans l'eau présentant au moins partiellement une substance amère
avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000, comprenant les étapes de :
a) formation d'au moins une cavité dans une première feuille soluble dans l'eau,
b) remplissage de l'au moins une cavité avec un produit, et
c) scellement de la cavité avec une deuxième feuille soluble dans l'eau,
d) caractérisé en ce que la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 est contenue
dans la première feuille soluble dans l'eau et/ou dans la deuxième feuille soluble
dans l'eau.
10. Procédé de fabrication d'un emballage soluble dans l'eau contenant un produit et une
enveloppe soluble dans l'eau présentant au moins partiellement une substance amère
avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000, comprenant les étapes de :
a) formation d'au moins une cavité dans une première feuille soluble dans l'eau,
b) remplissage de l'au moins une cavité avec un produit, et
c) scellement de la cavité avec une deuxième feuille soluble dans l'eau,
d) recouvrement au moins partiel de la surface externe de l'enveloppe soluble dans
l'eau avec un médium contenant la substance amère avec une valeur d'amertume entre
1 000 et 200 000.
11. Procédé de fabrication d'un emballage soluble dans l'eau contenant un produit et une
enveloppe soluble dans l'eau présentant au moins partiellement une substance amère
avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000, comprenant les étapes de :
a) préparation d'une première feuille soluble dans l'eau,
b) recouvrement de la première feuille soluble dans l'eau avec un produit contenant
la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000,
c) formation d'au moins une cavité dans la première feuille soluble dans l'eau,
d) remplissage de l'au moins une cavité avec un produit, et
e) scellement de la cavité avec une deuxième feuille soluble dans l'eau.
12. Procédé de fabrication d'un emballage soluble dans l'eau contenant un produit et une
enveloppe soluble dans l'eau présentant au moins partiellement une substance amère
avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000, comprenant les étapes de :
a) formation d'au moins une cavité dans une première feuille soluble dans l'eau,
b) remplissage de l'au moins une cavité avec un produit,
c) préparation d'une deuxième feuille soluble dans l'eau,
d) recouvrement de la deuxième feuille soluble dans l'eau avec un produit contenant
la substance amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000,
e) scellement de la cavité avec la deuxième feuille soluble dans l'eau.
13. Procédé de fabrication d'un emballage soluble dans l'eau selon une des revendications
11 ou 12, caractérisé en ce que le revêtement de la feuille soluble dans l'eau se fait de telle sorte que la substance
amère avec une valeur d'amertume entre 1 000 et 200 000 se trouve sur la surface externe
de l'enveloppe soluble dans l'eau.