[0001] Die Erfindung betrifft einen Belag aus mechanisch miteinander verbindbaren Elementen.
[0002] Wand-, Decken- und Bodenbeläge, wie z.B. Fertigparkett, Holzböden oder Laminatfußböden,
bestehen aus mehreren Reihen von in ihrer Konfiguration zumeist rechteckigen, teilweise
auch aus quadratischen Paneelen. Konventionell besitzen die Paneele auf einer Längsseite
und auf einer Kopfseite durchgehende Nuten und auf der jeweils gegenüberliegenden
Längsseite bzw. Kopfseite durchgehende Federn, die an die Nut formschlüssig angepasst
sind. Durch die Verbindung von Nut und Feder werden die Paneele verlegt.
[0003] Es ist bekannt, an den Nuten und Federn mechanische Verriegelungsmittel auszubilden,
welche bei benachbarten Paneelen miteinander in rastenden Eingriff gelangen. Hierdurch
soll eine Fugenbildung durch Dehnungs- oder Schrumpfvorgänge vermieden werden. An
die Nut und Feder der Paneele sind einander angepasste Verriegelungselemente in Form
von Vertiefungen, Ausnehmungen oder Vorsprüngen ausgebildet, um verbundene Paneele
in der zusammengefügten Lage leimlos miteinander zu verbinden und zu halten. In der
Regel werden die Paneele entlang ihrer Längsseiten ineinander gedreht oder geklickt
und anschließend seitlich verschoben, so dass Verriegelungsleisten an den Kopfseiten
in Eingriff gelangen. Um diese Verlegeart zu erleichtern, können von der gegenüberliegenden
Kopfseite her leichte Hammerschläge ausgeübt werden. Hierbei muss man sehr vorsichtig
vorgehen, um Schäden an den Fußbodenpaneelen zu vermeiden.
[0004] Es gibt aber auch Lösungen, bei denen die aneinanderstoßenden Kopfseiten nicht durch
Hammerschläge miteinander verriegelt werden, sondern durch verschiebbare Federelemente.
Ein Beispiel hierfür ist ein Bodenbelag, wie er in der
DE 20 2007 018 662 U1 beschrieben wird. Identisch ausgebildete Paneele werden durch eine im Wesentlichen
vertikale Fügebewegung in horizontaler und vertikaler Richtung miteinander verriegelt.
Die Verriegelung in vertikaler Richtung ist durch zumindest ein in horizontaler Richtung
bewegbares, einstückig aus dem Kern herausgebildetes Federelement bewirkbar, das bei
der Fügebewegung hinter eine sich im Wesentlichen in horizontaler Richtung erstreckende
Verriegelungskante einschnappt. Das mindestens eine Federelement ist in Richtung der
Oberseite und in Richtung der gegenüberliegenden Seitenkante gegenüber dem Kern frei
und in seiner Seitenkante an mindestens einem der beiden Enden mit dem Kern verbunden.
Das Federelement muss zum Verriegeln zunächst mit einer horizontal wirkenden Kraft
beaufschlagt werden um es zurückzudrücken, bevor sich die aufgebaute Federspannung
entlädt und das Federelement hinter die Verrieglungsleiste schnappt.
[0005] Eine Weiterentwicklung ist Gegenstand der
DE 10 2009 048 050 B3, mit welcher ein Belag aufgezeigt wird, welcher sich mit geringerem Kraftaufwand
sicher verriegeln lässt. Es wird vorgeschlagen, dass das Federelement zum einen bereichsweise
über einen elastischen Werkstoff mit dem Kern des Paneels verbunden ist und zum anderen
vor der Fügebewegung einstückiger Bestandteil dieses Paneels ist. Die Verbindung wird
beim Fügen zerstört, da sie als Sollbruchstelle konfiguriert ist. Die Feder wird dabei
dennoch über den elastischen Werkstoff gehalten. Ein solcher Belag hat den Vorteil,
dass die Federn zunächst einfacher herstellbar sind, dass sie beim Fügen nicht entgegen
der Federrichtung zurückgedrückt werden müssen und dass sie auch nach dem Fügen über
den elastischen Werkstoff sicher gehalten sind.
[0006] Aus der
DE 20 2010 017 748 U1 ist zudem ein Belag aus mechanisch verbindbaren Elementen bekannt, bei welchen das
Federelement einstückiger Bestandteil des Elements ist und eine Quetschfuge aufweist.
In der Quetschfuge ist ein elastischer Werkstoff angeordnet, der eine größere Elastizität
besitzt als das Federelement. Die Quetschfuge besitzt einander gegenüberliegende Wände,
die zumindest teilweise, insbesondere vollflächig mit dem elastischen Werkstoff beschichtet
sind, wobei die Beschichtungen im unverriegelten Zustand im Abstand zueinander angeordnet
sind und im verriegelten Zustand in Kontakt miteinander stehen, um miteinander zu
verkleben. Durch diese Verklebung wird eine noch festere Verbindung zwischen den benachbarten
Paneelen erreicht, da die Feder nicht so leicht zurückschwenkt.
[0007] Der Erfindung liegt hiervon die Aufgabe zugrunde, einen Belag aus mechanischen miteinander
verbindbaren Elementen aufzuzeigen, bei welchen die Koppelung des Federelements mit
dem dazugehörigen Element im eingeschwenkten Zustand noch sicherer ist, so dass die
Verbindung zwischen den beiden Elementen noch stabiler wird.
[0008] Diese Aufgabe ist bei einem Belag mit den Merkmalen des Patentanspruch 1 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Der erfindungsgemäße Belag umfasst mechanisch miteinander verbindbare Elemente, die
folgende Merkmale besitzen:
- a. Die Elemente weisen eine korrespondierende Profilierung auf, über welche benachbarte
Elemente beim Zusammenfügen miteinander verriegelbar sind;
- b. Die Verriegelung wird durch mindestens ein Federelement bewirkt, welches an einem
der Elemente angelenkt ist und welches bei der Fügebewegung hinter eine Verriegelungskante
einer Nut des benachbarten Elements verschwenkbar ist;
- c. Das Federelement ist vor der Fügebewegung einstückiger Bestandteil des Elements,
wobei die einstückige Verbindung zwischen dem Federelement und dem Element als Sollbruchstelle
konfiguriert ist, welche dafür vorgesehen ist, beim Verschwenken des Federelements
zu brechen;
- d. Das Federelement ist zusätzlich bereichsweise über einen elastischen Werkstoff
mit dem Element verbunden.
- e. Das Federelement besitzt Mittel zum form- und/oder kraftschlüssigen Verrasten des
Federelements in seiner Endstellung, wobei die Verrastung gegenüber dem Element erfolgt,
an dem das Federelement befestigt ist,
- f. wobei die Mittel zum Verrasten zumindest teilweise als Vaterstück zum Eingriff
in eine als Mutterstück ausgebildete Aufnahme am Element und/oder zumindest teilweise
als Mutterstück zur Aufnahme eines als Vaterstück ausgebildeten Vorsprungs an dem
Element ausgebildet sind.
[0011] Unter einer form- und/oder kraftschlüssigen Verrastung sind insbesondere Schnappverbindungen
zu verstehen, bei welchen zwei Bauteile ineinander fassen und entweder so ineinander
gedrückt werden, dass durch Haftreibung ein Kraftschluss entsteht und dadurch ein
selbsttätiges Abgleiten der miteinander in Kontakt stehenden Flächen verhindert wird.
Zusätzlich tritt ein Formschluss ein, d. h. es greifen Geometrien ineinander, die
ein selbsttätiges Zurückverlagern der miteinander in Eingriff stehenden Bauteile verhindern.
[0012] Es werden Mittel vorgesehen, um den Form- oder Kraftschluss zu verbessern, sei es,
indem die miteinander in Eingriff stehenden Oberflächen zumindest teilweise mit einer
Beschichtung mit einem hohen Reibungskoeffizienten versehen werden und/oder indem
die miteinander in Eingriff stehenden Oberflächen in einer Art und Weise profiliert
werden, dass ein Abgleiten behindert wird. Durch das Verrasten des Federelements in
seiner Endstellung, d. h. in seiner eingeschwenkten Stellung kann der mit dem Federelement
versehene Belag sicher in der Raststellung verharren.
[0013] Es ist vorgesehen, dass die Mittel zum Verrasten zumindest teilweise als Vaterstück
zum Eingriff in eine als Mutterstück ausgebildete Aufnahme am Element ausgebildet
sind. Alternativ ist auch die umgekehrte Variante möglich, bei welcher die Mittel
zum Verrasten zumindest teilweise als Mutterstück ausgebildet sind, zur Aufnahme eines
als Vaterstück ausgebildeten Vorsprungs am Element. Da an dem Element in der Regel
mehr Material zur Ausbildung eines Mutterstücks, d. h. zur Ausbildung einer Nut bzw.
einer konkaven Ausnehmung zur Verfügung steht, befindet sich vorzugsweise eine als
Mutterstück ausgebildete Aufnahme am Element. Es ist aber auch denkbar, dass an der
Feder sowie dem Element beides ausgebildet sind, d. h. es befinden sich an dem Element
sowohl eine als Mutterstück ausgebildete Aufnahme, wie auch ein als Vaterstück dienendes
Teil für den Eingriff in ein Mutterstück an dem Federelement, welches gleichwohl als
Mittel zum Verrasten zusätzlich ein Vaterelement aufweist. Aufgrund der engen Nachbarschaft
der beiden Bauteile ergibt sich dadurch eine S- oder auch Z-förmige Kontur, welche
die für einen formschlüssigen Eingriff notwendigen Hinterschneidungen bzw. Nutflächen
besitzen.
[0014] Das Federelement kann zudem wieder zurückgeschwenkt werden, da auch in der Raststellung
der elastische Werkstoff nicht von dem Federelement getrennt wird, sondern weil er
das Federelement nach wie vor an dem Element hält. Das Federelement kann sogar mehrfach
aus der Endstellung gelöst werden, d. h. freigegeben werden, und anschließend wieder
verrastet werden. Der einzige Unterschied beim zweiten und nachfolgendem Verschwenken
gegenüber dem ersten Verschwenken ist, dass das Federelement in der Ausgangsstellung
nicht mehr einstückiger Bestandteil des Elements ist, sondern nach dem erstmaligen
Verschwenken und dem Bruch der Sollbruchstelle zwischen der Ausgangs- und der Endstellung
frei verschwenkbar ist.
[0015] Mit den erfindungsgemäßen Elementen ist es mithin möglich, die Elemente mittels einer
im Wesentlichen vertikalen oder schwenkenden Fügebewegung in horizontaler Richtung
und vertikaler Richtung miteinander zu verriegeln. Wenn beispielsweise ein verlegtes
erstes Element längsseitig mit einem anzulegenden Element verbunden wird, muss das
anzulegende Element zur Verbindung mit einem dritten Element abgeklappt werden. Bei
diesem Abklappen kann strinseitig des zu verlegenden Elements das besagte Federelement
zum Einsatz kommen. Das Federelement wird dann in das stirnseitige, bereits verlegte
Element eingeschwenkt. Das Federelement bricht an der Sollbruchstelle, wird über den
elastischen Werkstoff gehalten und wird beim weiteren Abklappen des zu verlegenden
Elementes in die Endstellung geschwenkt, wo das Federelement mit dem nun herunter
geschwenkten Element verrastet und in dieser Raststellung verharrt.
[0016] Diese Federelemente können, wie vorstehend erläutert, insbesondere an den Kopfseiten
der Elemente vorgesehen sein. Als Kopfseiten werden die kurzen Elementseiten bezeichnet.
Die Profilierung kann prinzipiell an allen Seiten, also an den Kopfseiten und den
Längsseiten, der vorzugsweise rechteckigen Elemente vorgesehen sein.
[0017] Es ist zumindest ein Federelement an einer Seite eines Elements vorgesehen. Denkbar
ist es, bei Kopfseiten, die nicht parallel zu bereits verlegten Paneelen heruntergedrückt
werden können, sondern heruntergeklappt werden, das Federelement mehrstückig auszubilden.
Das heißt, an einem der Elemente sind an einer Seite mehrere Federelemente angeordnet,
die beabstandet zueinander ausgebildet sein können oder aber auch unmittelbar benachbart
sein können. Benachbarte Federelemente können über einen elastischen Werkstoff miteinander
gekoppelt werden. Die getrennten Federelemente werden nach und nach hinter eine Verriegelungskante
einer Nut des benachbarten Elements verschwenkt. Die Verriegelungskante erstreckt
sich im Wesentlichen in horizontale Richtung, so dass die beiden miteinander verriegelbaren
Elemente gegen Verlagerung in vertikaler Richtung, d. h. senkrecht zur Verlegeebene,
gesichert sind. An den Elementen können zusätzliche Verriegelungsleisten vorgesehen
sein, um zusätzlich zu der Verriegelung in vertikaler Richtung auch die Verriegelung
in der Verlegeebene, d. h. in horizontaler Richtung, zu bewirken.
[0018] Bevorzugt sind die Mittel zum Verrasten des Federelements zumindest teilweise materialeinheitlich
einstückiger Bestandteil des Federelements. Das heißt, sie bestehen aus demselben
Material wie das Federelement, welches wiederum aus demselben Material besteht wie
zumindest der Kern des Elements. Das Element selbst kann mehrschichtig aufgebaut sein,
wie es für Bodenbeläge typisch ist. Fertigungstechnisch ist es am einfachsten, dass
die Mittel zum Verrasten zumindest teilweise materialeinheitlich einstückig mit den
Federelementen ausgebildet sind. Wenn es möglich ist, können derartige Mittel zum
Verrasten durch Fräsprozesse im Durchlaufverfahren einfach und schnell hergestellt
werden.
[0019] Mit der Erfindung ist es aber auch möglich, Mittel zum Verrasten vorzusehen, die
mit dem Federelement verbunden sind. In diesem Fall handelt es sich um separate Bauteile,
wie beispielsweise eine vorstehende Leiste aus Kunststoff, die aufgrund ihrer gegebenenfalls
besser zum Verrasten geeigneten Materialeigenschaften auf das Federelement appliziert
wird.
[0020] Zur Abstützung des Federelements in der eingeschwenkten Position ist es möglich,
dass an dem Element neben der Aufnahme bzw. neben einem Vorsprung, d. h. den Kopplungsmitteln,
die mit den Mitteln zum Verrasten der Federelemente ein Eingriff gelangen, eine Anlageschulter
ausgebildet ist. Die Anlageschulter erstreckt sich im Wesentlichen horizontal, das
heißt in der Verlegeebene.
[0021] In der Eingriffsposition, in welcher das Federelement vollständig verschwenkt ist
und gegenüber dem Element verriegelt ist, greift das Federelement mit maximaler Tiefe
in die korrespondierende Nut des benachbarten Elements. Die der Oberseite des Elements
näherliegende Nutwand der Nut, welche die Verriegelungskante trägt, ist in der Einbaulage
vorzugsweise fluchtend mit der Anlageschulter ausgebildet. Die Anlageschulter und
die oberseitige Nutwand bilden die obere Grenze für das Federelement. Wird von dem
Element, das das Federelement trägt, eine Kraft von oben in die Anlageschulter und
mithin in das Federelement eingeleitet, wird die Kraft über die der Verriegelungskante
gegenüberliegende Nutwand der Nut des benachbarten Elements in das benachbarte Element
eingeleitet, so dass beide Elemente im Koppelungsbereich gleichmäßig heruntergedrückt
werden.
[0022] Zusätzlich kann in der Nut des benachbarten Elements, d. h. in der Nut, an welcher
auch die Verriegelungskante ausgebildet ist und in welche das Federelement eingreift,
eine Hinterschneidung ausgebildet sein. Eine solche Hinterschneidung ist eine Besonderheit,
da das Federelement für eine Verriegelung in Vertikalrichtung nicht in eine Hinterschneidung
greifen muss. Zusätzlich kann das Federelement jedoch in diese Hinterschneidung greifen,
mit der Folge, dass durch das Federelement auch eine weitere Verrieglung in der Verlegeebene
bewirkt werden kann. Dieses Hintergreifen der Hinterschneidung führt zusätzlich zu
einem verbesserten Formschluss.
[0023] Es handelt sich bei dem Eingriff mit der Hinterschneidung des benachbarten Elements
wiederum um Mittel zum formschlüssigen Verrasten des Federelements, zusätzlich zu
den entsprechenden Mitteln zum form- und/oder kraftschlüssigen Verrasten des Federelements
gegenüber dem eigenen Federelement. Bei dieser doppelten Verrastung des Federelements
wird eine noch weiter gesteigerte Verriegelungssicherheit des Federelements bewirkt.
[0024] Zur Verriegelung mit der benachbarten Nut kann im Bereich des freien Endes des Federelements
ein Mittel zum form- und/oder kraftschlüssigen Eingriff ausgebildet sein. Es handelt
sich insbesondere um einen Vorsprung, welcher beim Verschwenken des Federelements
während des Verriegelns hinter die Hinterschneidung fasst. Dadurch wird das Federelement
gegen Herausziehen in Richtung zur Mündung der Nut gesichert.
[0025] Das Mittel zum Verrasten gegenüber dem eigenen Federelement kann beispielsweise als
im Querschnitt gerundeter Wulst ausgeführt sein, der in einer als gerundeten Nut ausgebildete
Aufnahme einschwenkbar ist. Der Wulst und die Nut können im Querschnitt unterschiedlich
bemessen sein, so dass der Wulst, ähnlich wie bei einem Druckknopfprinzip, in die
Nut fasst. Der Wulst besitzt einen anderen Radius bzw. einen anderen Krümmungsgrad
an seiner Oberfläche als die Aufnahme für den Wulst. Dadurch kann in der Aufnahme
eine Hinterschneidung gebildet werden. Die Radien von Aufnahme und Wulst weichen im
Bereich der Kontaktflächen nur unwesentlich voneinander ab. Wesentlich ist, dass das
Federelement leicht in die Nut eingeschwenkt werden kann, beim Einschwenken einen
gewissen Widerstand überwindet und dann in die Nut eingeleitet, dort einschnappt und
selbsttätig verharrt.
[0026] Es kommt dabei weniger darauf an, dass die Aufnahme bzw. der Wulst im Querschnitt
komplett gerundet ist, als vielmehr die Tatsache, dass die Eingriffsflächen in der
vorbeschriebenen Art und Weise aufeinander abgestimmt sind. Daher kann das Mittel
zum Verrasten am Federelement auch als im Querschnitt im Wesentlichen rechteckiger
Wulst ausgeführt sein, der in eine im Wesentlichen rechteckige Nut als Aufnahme fasst.
Auch hierbei können die Abmessungen von Nut und Wulst geringfügig voneinander abweichen,
so dass der gewünschte Form- und/oder Kraftschluss erzielt wird.
[0027] Anzumerken ist auch, dass die Eindringtiefe des Wulstes in die Aufnahme dadurch begrenzt
sein kann, dass das Federelement seitlich der Aufnahme an dem Element zur Anlage gelangt.
Dadurch greift das Federelement nur mit begrenzter Tiefe in die jeweilige Aufnahme
ein. So wird nicht nur sichergestellt, dass das Federelement in der richtigen Lage
gegenüber der Aufnahme ist, sondern auch, dass das Federelement nicht zu weit schwenkt
und dass der elastische Werkstoff nicht zu stark gequetscht wird.
[0028] In vorteilhafter Weise wird das Federelement beiderseits der Aufnahme abgestützt,
nämlich einerseits durch die vorstehend erläuterte Anlageschulter und andererseits
durch eine auf der anderen Seite der Aufnahme angeordnete Anschlagfläche. Selbstverständlich
ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass das als Wulst ausgeführte Mittel
zum Verrasten am Nutgrund der Aufnahme anliegt, so dass eine weitere Begrenzung besteht.
[0029] Die Konfiguration der Aufnahme bzw. der Mittel zum Verrasten ist derart gewählt,
dass das Federelement beim Verschwenken in eine Endstellung mit dem Element, an dem
das Federelement befestigt ist, mittels einer Haltekraft verrastet ist, die größer
ist als eine Rückstellkraft des elastischen Werkstoffes. Dadurch kann das Federelement
nicht selbsttätig wieder in seine Ausgangsstellung zurückgezogen werden. Es muss von
außen manipuliert werden, d. h. aktiv aus der Verrastungsposition gelöst werden. Das
ist möglich, indem die einander benachbarten Elemente entgegen der Fügerichtung bewegt
werden. Das heißt, dass das Element mit dem Federelement angehoben werden muss. Das
Federelement wird dadurch stark gegen die Verriegelungskante gedrückt. Gleichzeitig
wird die Rückstellkraft des elastischen Werkstoffes so weit unterstützt, dass die
Haltekraft im Bereich der Mittel zum Verrasten nicht mehr ausreicht, das Federelement
in der Endstellung zu halten. Das Federelement beginnt nunmehr entlang der Verriegelungskante
aus der Nut heraus zugleiten, so dass das Element mit dem Federelement vollständig
angehoben werden kann und bei Bedarf auch wieder verlegt werden kann, was ausgesprochen
montagefreundlich ist.
[0030] Beim Fügen wird das freie Ende des Federelements wiederum in Kontakt mit dem benachbarten
Element gebracht. Das Federelement gelangt mit einer Stützfläche dieses Elements in
Kontakt, gleitet auf dieser Stützfläche ab und wird in Richtung zur Nut des benachbarten
Elements weisend verlagert.
[0031] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Stützfläche des benachbarten Elements konkav
gekrümmt ist, während das freie Ende des Federelements im Kontaktbereich mit der Stützfläche
zumindest bereichsweise konvex gekrümmt ist. Die konkave und konvexe Krümmung sind
nicht deckungsgleich, aber so aufeinander abgestimmt, dass das Federelement beim Einschwenken
im Wesentlichen spielfrei in die Nut des benachbarten Elements greift und hinter die
Verriegelungskante fasst. Vorzugsweise sind bei der erfindungsgemäßen Anordnung beide
Flächen geneigt. Das hat den Vorteil, dass das Federelement im Ausgangszustand im
Wesentlichen senkrecht zur Verlegegebene stehen kann. Das hat fertigungstechnische
Vorteile. Gleichzeitig bewirkt die konkav gekrümmte Stützfläche bzw. die zumindest
gegenüber der Verlegeebene geneigte Stützfläche, dass das Federelement leichter von
der Ausgangsstellung in die Endstellung gelangt, als bei einer Stützfläche, die horizontal
verläuft. Zudem kann durch konkave Stützflächen bzw. konvexe Kontaktbereiche die anfangs
notwendige Kraft für den Sollbruch des Federelements sehr leicht aufgebracht werden,
ohne dass der Verlegevorgang behindert wird. Etwaige Bruchstücke aus der Sollbruchstelle
fallen herunter und können sich in der konkav gekrümmten Stützfläche, die quasi als
Mulde ausgebildet ist, sammeln, ohne den Verriegelungsvorgang zu beeinträchtigen oder
zu stören.
[0032] Um das Verschwenken des Federelements zu vereinfachen, besitzt das Federelement eine
Quetschfuge, in welcher der elastische Werkstoff angeordnet ist. Ein elastischer Werkstoff
besitzt eine größere Elastizität als das Federelement, so dass er beim Biegen nicht
bricht. Die einander gegenüberliegenden Wände im Bereich der Quetschfuge können zumindest
teilweise, insbesondere vollflächig mit dem elastischen Werkstoff beschichtet sein,
wobei die Beschichtungen im unverriegelten Zustand im Abstand zueinander angeordnet
sind und im verriegelten Zustand in Kontakt miteinander stehen. Die miteinander in
Kontakt stehenden Beschichtungen können bei gegenseitigem Kontakt miteinander verkleben.
Dadurch kann zusätzlich zu dem form- und/oder kraftschlüssigen Verrasten noch eine
stoffschlüssige Verbindung durch Verklebung realisiert werden. Bei dem elastischen
Werkstoff kann es sich mithin um einen Klebstoff handeln.
[0033] Der erfindungsgemäße Belag ist nicht zwangsläufig ein Bodenbelag. Es kann sich auch
um einen Wand- oder Deckenbelag handeln. Wichtig im Zusammenhang mit oberflächlich
geschlossenen Belägen ist, dass die Verriegelung nicht nur vertikal zur Verlegeebene,
sondern auch in der Verlegeebene erfolgt. Hierzu besitzt ein die Verriegelungskante
aufweisendes Element eine unter das Federelement tragende Element greifende Verriegelungsleiste.
Die Verrieglungsleiste ist geeignet, die benachbarten Elemente gegen Zugbelastung
in einer Verlegeebene zu sichern. Durch die zusätzliche Verriegelungsleiste werden
primär horizontale Zugkräfte aufgenommen, also Zugbelastungen in der Verlegeebene.
Dadurch wird sichergestellt, dass an der Oberseite kein Fügespalt verbleibt. Das Eintreten
von Flüssigkeit und Verschmutzungen in etwaige Spalten wird verhindert.
[0034] Der Werkstoff für das Federelement bzw. der Anteil des Elements, aus dem das Federelement
hergestellt ist, kann sowohl ein Holzwerkstoff sein, d. h. es kann sich um Holz oder
um einen Holzfaser enthaltenen Werkstoff handeln, oder um einen Werkstoff, der aus
Holz als Basismaterial hergestellt ist, wie beispielsweise Flüssigholz. Bei dem Federelement
bzw. dem Anteil des Belags, aus welchem das Federelement hergestellt ist, kann es
sich auch um einen Verbundwerkstoff handeln. Der Einsatz von Mischkunststoffen ist
ebenso möglich, wie die Verwendung von Werkstoffen auf Basis thermoplastischer oder
duroplatischer Kunststoffe.
[0035] Der Erfindungsgedanke ist auf alle Bodensysteme und Wandsysteme anwendbar, bei denen
ein Oberbelag auf einen Träger, bei welchem es sich insbesondere um eine Holzwerkstoffplatte,
wie z.B. eine MDF- oder Spanplatte handelt, angeordnet ist, wie beispielsweise Echtholzbeläge,
Laminat, Träger mit lackierten Oberflächen als Oberbelag, Linoleum, Kork auf Trägerplatten
etc. Die Deckschicht kann insbesondere aus einem Dekorpapier mit Overlay bestehen,
welches die Optik der Elemente bestimmt. Bei einem Fußbodenbelag kann es sich somit
um einen Parkettboden, einen Fertigparkettboden, einen Echtholzboden oder um einen
Laminatfußboden handeln. Ebenso eignen sich Elemente aus massiven Materialien, wie
beispielsweise Holzdielen, Holzelemente, gegossene Formplatten aus Plastik, Kunststoffen,
Formteilen oder Gipsplatten. Der Erfindungsgedanke betrifft nicht nur das Verbinden
von identischen Elementen. Es ist auch denkbar, ein Element als Rahmenbauteil für
Rahmenböden oder Doppelböden auszuführen. Bei einer solchen Anwendung ist eines der
zu verbindenden Elemente als Paneel und ein zweites Element als Rahmenbauteil konfiguriert.
Das Paneel wird beim Zusammenbau in die aus einem oder mehreren Rahmenbauteilen bestehenden
Rahmenkonstruktionen abgelegt und mit seinem Kopf- und/oder Längsseiten eingerastet.
[0036] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von den in schematischen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen zur Verbindung zweier Elemente in Form von Paneelen näher erläutert.
Natürlich sind die gezeigten Verbindungen ohne weiteres auf die Verbindung zwischen
einem Rahmenbauteil und einem Paneel übertragbar.
[0037] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in einer
noch unverriegelten Position;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente mit verschiedenen
Positionen eines Federelements;
- Figur 3
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in der
Verriegelungsposition;
- Figur 4
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in der
Verrieglungsposition in einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 5
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente mit einer
feststehenden Nut- Feder-Verbindung;
- Figur 6
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in einer
weiteren Ausführungsform;
- Figur 7
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente mit unterschiedlichen
Positionen;
- Figur 8
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in der
Verriegelungsposition in einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 9
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich eines Elements in einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 10
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in der
Ausgangsposition;
- Figur 11
- den Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in der Verriegelungsposition;
- Figur 12
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente bei feststehenden
Nut- Feder-Verbindung;
- Figur 13
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in einer
weiteren Ausführungsform;
- Figur 14
- einen Querschnitt durch den Verbindungsbereich zweier benachbarter Elemente in einer
weiteren Ausführungsform.
[0038] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden bei den unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
im Wesentlichen identische Bauteile mit einheitlichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0039] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch zwei Elemente 1, 2 in Form von Paneelen. Die
Paneele sind viereckig, wobei viereckig in diesem Zusammenhang sowohl rechteckig als
auch quadratisch bedeuten kann. Bei rechteckigen Paneelen gibt es längere und schmalere
Seiten. Die längeren Seiten werden als Längsseiten und die kürzeren Seiten als Kopfseiten
bezeichnet. Bei quadratischen Paneelen spielt diese Unterscheidung keine Rolle.
[0040] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um die Darstellung zweier
identisch konfigurierter Paneele, die an ihren gegenüberliegenden Seiten so konfiguriert
sind, dass sie mit weiteren, identisch konfigurierten Paneelen in der dargestellten
Art und Weise verrastet und verriegelt werden können. Die dargestellten Elemente 1,
2 sind mithin identisch konfiguriert, so dass die Elemente 1, 2 zu einem Belag, insbesondere
zu einem Fußbodenbelag, zusammengesetzt werden können.
[0041] Figur 1 zeigt zwei benachbarte Elemente 1, 2 vor der Verriegelung. Hierbei zeigt
die Darstellung links ein erstes Element 1 und rechts ein zweites Element 2, welches
dafür vorgesehen ist, mit dem ersten Element 1 verbunden zu werden. Das erste Element
1 weist eine Verriegelungsleiste 3 auf und das zweite Element 2 einen nach unten offenen
Kuppelkanal 4 sowie einen sich hieran anschließenden, nach unten gerichteten endseitigen
Kuppelwulst 5. Die Verriegelungsleiste 3 des ersten Elements 1 steht gegenüber einer
Kopfseite, die bei diesem Ausführungsbeispiel nur als Seite 6 bezeichnet wird, vor.
Das Element 2 wird so gegenüber dem Element 1 angeordnet, dass beim Absenken in Pfeilrichtung
P der Kuppelwulst 5 des zweiten Elements 2 mit einem Kuppelkanal 7 der Verriegelungsleiste
3 und der Kuppelkanal 4 des zweiten Elements mit dem Kuppelwulst 8 der Verriegelungsleiste
3 in Eingriff gelangt. Dieser Bereich der Elemente 1, 2 dient im Wesentlichen zur
Lageorientierung in horizontaler Ebene, wobei horizontal im Kontext der Erfindung
der Verlegebene V entspricht, die mit den zueinander parallelen Oberseiten 9 und Unterseiten
10 der Elemente 1, 2 zusammenfällt.
[0042] Wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Profilierung ist ein Federelement
11. Das Federelement 11 ist eine im Wesentlichen nach unten, d. h. von der Oberseite
9 weg, gerichtete Zunge, die durch einen im Querschnitt rechteckig ausgebildeten Freiraum
12 zum Kern 15 des Elements 2 gebildet ist. Das Federelement 11 ist mit seinem oberen
Ende 13 mit dem Element 2 verbunden. Es ist zu erkennen, dass auf der dem Freiraum
12 abgewandten Seite eine Quetschfuge 14 als Einkerbung ausgebildet ist. Die Quetschfuge
14 ist eine die Dicke des Federelements 11 reduzierende Einschnürung.
[0043] Das Federelement 11 besitzt ein Mittel 16 zum form- und/oder kraftschlüssigen Verrasten
des Federelements 11. Die Mittel 16 zum Verrasten sind in diesem Ausführungsbespiel
materialeinheitlich einstückiger Bestandteil des Federelements 11. Es handelt sich
um einen Wulst. Dieser Wulst dient als Vaterstück, der dafür vorgesehen ist, in eine
als Mutterstück ausgebildete Aufnahme 17 am in der Bildebene 16 rechten Element 2
einzugreifen. Damit das möglich ist, muss das Federelement 11 in Richtung zu dem in
der Bildebene benachbarten Paneel 1 verschwenkt werden. Das erfolgt dadurch, dass
das freie Ende 18 bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils P, d. h. beim Absenken
des rechten Elements 2 nach unten auf eine Stützfläche 19 des benachbarten Elements
1 stößt.
[0044] Die Stützfläche 19 ist konkav gekrümmt. Das freie Ende 18 ist in seinem Kontaktbereich
20, mit welchem es mit der Stützfläche 19 in Kontakt gelangt, konvex gekrümmt. Die
Krümmungen sind aufeinander abgestimmt. Dadurch wird beim Absenken eine Kraft in Richtung
des Pfeils F ausgeübt, die dazu führt, dass das Federelement 11 am oberen Ende 13
im Bereich des Stegs 21 bricht. Der Steg ist für diesen Zweck vorgesehen. Es handelt
sich um eine Sollbruchstelle. Dennoch ist das Federelement 11 nicht völlig frei in
seiner Bewegung. Es wird über einen elastischen Werkstoff 22 gehalten. Der elastische
Werkstoff 22 ist zwischen dem oberen Ende 13 auf der dem benachbarten Element 1 zugewandten
Seite angeordnet. Der elastische Werkstoff 22 ist in der Ausgangsposition bogenförmig
gekrümmt. Dadurch ergibt sich zur Stirnseite eine V-förmige Einkerbung 23, die es
ermöglicht, das Federelement 11 in der Darstellung der Figur 1 im Uhrzeigersinn zu
verschwenken. Der Drehpunkt der Schwenkbewegung liegt etwa in der Mitte des elastischen
Werkstoffs 22, d. h. etwa im tiefsten der Einkerbung 23. Die dort eingezeichnete horizontale
Linie schneidet die Schwenkachse, um welche das Federelement 11 verschwenkbar ist.
[0045] Das freie Ende 18 des Federelements 11 wird beim Verschwenken in Richtung des benachbarten
Elements 1 verlagert. Hierzu ist an dem benachbarten Element eine Nut 24 zur Aufnahme
des Federelements 11 vorgesehen. Die Nut ist im Wesentlichen horizontal konfiguriert,
besitzt eine obere Nutflanke 25 sowie eine untere Nutflanke 26. Die untere Nutflanke
26 ist leicht geneigt, so dass sich die Nut 24 zu ihrer Mündung hin erweitert. Die
untere Nutflanke 26 geht in die konkave Stützfläche 19 über. Der Kontaktbereich 20
des Federelements 11 gleitet also über einen Übergangspunkt 27 zwischen der Stützfläche
19 und der sich anschließenden geraden Nutflanke 26.
[0046] Auch die obere Nutflanke 15 erweitert sich mündungsseitig der Nut 24. Etwa oberhalb
des Übergangspunkts 27 befindet sich eine Verriegelungskante 28, an welcher die horizontale
obere Nutflanke 25 in eine die Nutmündung erweiternde Fase 29 übergeht. Das Federelement
11 hat bei einer Verlagerung in Richtung des Pfeils P, d. h. beim Absenken des Elements
2 nur die Möglichkeit, entsprechend der Neigung der Stützfläche 19 auf dieser abzugleiten.
Figur 2 zeigt das Federelement 11 in verschiedenen Zwischenpositionen, bevor es die
in Figur 3 dargestellte Endposition erreicht. Es ist zu erkennen, dass beim Verschwenken
das Mittel zum Verrasten 16 in die Aufnahme 17 verschwenkt wird. Das Mittel zum Verrasten
16 steht in der Ausgangsposition nicht über die Stirnseite 31 des in der Bildebene
rechten Elements 2 vor. Eine Vorderseite 30 des Federelements 11 erstreckt sich mithin
in der in Figur 1 dargestellten Ausgangsposition senkrecht zur Verlegeebene.
[0047] In der Einrastposition, wie sie in Figur 3 dargestellt ist, wird diese Stirnseite
31 in eine horizontale Lage gebracht, d. h. um 90° verschwenkt. Während des Verschwenkens
wird der elastische Werkstoff 22 verformt. Er besitzt eine bestimmte Rückstellkraft,
die in der Darstellung der Figur 3 als Drehmoment gegen den Uhrzeigersinn auf das
Federelement 11 wirkt. Die form- und/oder kraftschlüssige Verrastung zwischen dem
Mittel zum Verrasten 16 und der Aufnahme 17 bewirkt jedoch eine Haltekraft. Die Haltekraft
ist größer als die Rückstellkraft, so dass das Federelement 11 in der Verriegelungsposition
auch dann verharren würde, wenn es nicht mit dem benachbarten Element 1 in Eingriff
stehen würde. Dadurch wird das Element 3 in der Verrastungsposition daran gehindert,
dass es durch die Rückstellkraft des elastischen Werkstoffs 22 wieder aus der Verrastungsposition
angehoben wird, d. h. entgegen des Pfeils P (Figur 1) verlagert wird.
[0048] In der Verriegelungsposition liegt das Federelement 11 an einer Anschlagfläche 32
an, die an dem Element 2 unmittelbar benachbart zum elastischen Werkstoff 22 ausgebildet
ist. Diese Anschlagsfläche 32 begrenzt die Schwenkbewegung bzw. den Schwenkwinkel.
[0049] Figur 3 zeigt darüber hinaus, dass in der eingerasteten Position die Vorderseite
30 des Federelements 11 in der horizontalen Lage an der oberen Nutflanke 25 anliegt.
Zugleich liegt der Kontaktbereich 20 des Federelements in der Nähe des Übergangspunktes
27 an der unteren Nutflanke 26 an. Die Oberseiten 9 der Elemente 1, 2 sind fluchtend
ausgerichtet und werden in der dargestellten Position gehalten. Das in der Bildebene
rechte Paneel 2 kann nicht weiter abgesenkt werden, da über das Mittel zum Verriegeln
16 eine Kraft die in Richtung des Pfeils P auf das obere Element 2 übertragen wird,
sich in der Nähe des Übergangspunktes 27 in die untere Nutflanke 26 des benachbarten
Elements 1 überträgt. Zudem befinden sich der Kuppelwulst 5 des in der Bildebene rechten
Elements 2 mit dem Kuppelkanal 7 des anderen Elements in Eingriff, so dass auch eine
Sicherung in Horizontalrichtung erfolgt.
[0050] Das besondere bei der form- und/oder kraftschlüssigen Verriegelung ist, dass das
Mittel zum Verrasten 16 mit einer Wulst ausgebildet ist, der einen etwas anderen Radius
aufweist, als die Aufnahme 17. Dadurch verkrallen sich diese beiden Bauteile 1, 2,
die als Vater- und Mutterstück ausgebildet sind, derart, dass sie sich nicht von alleine
oder unter dem Einfluss der Rückstellkraft des elastischen Werkstoffes 22 wieder voneinander
trennen können.
[0051] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform, die derjenigen der Figuren 1 bis 3 sehr ähnlich
ist. Der einzige Unterschied gegenüber der vorhergehenden Ausführungsform ist, dass
an dem Element 2, an welchem das Federelement angeordnet ist, benachbart der Aufnahme
17 eine Anlageschulter 33 ausgebildet ist. Die Anlageschulter 33 und die Anschlagfläche
22 begrenzen die Aufnahme 17 zwischen sich. Die Anlageschulter 33 ist horizontal orientiert.
An der Anlageschulter 33 liegt die Vorderseite 30 des Federelements 11 an. Über die
Anlageschulter 33 lässt sich eine Kraft, die von oben auf das rechte Element 2 einwirkt
noch besser in das Federelement 11 einleiten, ohne dass die Aufnahme 17 oder das Mittel
zum Verrasten 16 zu stark beansprucht werden. Zudem dient die Anlageschulter 33 ebenso
wie die Anschlagfläche 32 als Begrenzung für den Schwenkwinkel des Federelements 11.
Alle weiteren Komponenten sind im Wesentlichen identisch mit derjenigen der Figuren
1 bis 3, so dass auf die dortige Erläuterung Bezug genommen wird.
[0052] Figur 5 verdeutlicht, dass die Profilgeometrie des in der Bildebene linken Elements
1 nicht nur geeignet ist, mit einem Element 2 verrastet werden, welches mit einem
verlagerbarem Federelement 11 versehen ist. Vielmehr kann das Element 2 auch mit einer
feststehenden Feder 34 in Eingriff stehen. Diese Art der Nut- und Feder- Verbindung
ist beispielsweise an zwei von vier Seiten eines quadratischen oder auch rechteckigen
Elements 1, 2 möglich, während an zwei anderen Seiten die Verbindung mittels des verschwenkbaren
Federelements zum Einsatz kommt. Mithin ist es möglich, dass ein Element 1, 2 jeweils
eine feststehende Feder 34 und ein verschwenkbares Federelement 11 an einer anderen
Seite besitzt. Figur 5 zeigt darüber hinaus, dass die konkave Stützfläche 19 bei einer
Nut- Feder- Verbindung mit einer feststehenden Feder 34 nicht störend ist und keinen
Einfluss auf die Festigkeit dieser Verbindung hat.
[0053] Die Figuren 6 bis 8 zeigen analog zu dem Ausführungsbeispiel zu den Figuren 1 bis
3 eine Ausführungsform miteinander verriegelbarer Elemente 1, 2, bei welchen jedoch
das Mittel 16 zum Verrasten an dem Federelement 11 etwas anders aufgebaut ist. Es
wurden dieselben Bezugszeichen wie bei den Figuren 1 bis 3 verwendet, da die Funktion
sämtlicher Bauteile identisch ist, auch wenn diese in ihrer Geometrie teilweise voneinander
abweichen.
[0054] Der wesentliche Unterschied ist, dass das Federelement 11 weiter gegenüber der Stirnseite
31 zurückversetzt ist, was auf die Anlageschulter 33 zurückzuführen ist, wie sie in
Figur 4 erläutert worden ist. Darüber hinaus ist das als Vaterstück ausgebildete Mittel
zum Verrasten 16 nicht mehr als im Querschnitt halbzylindrischer Wulst ausgebildet.
Das Mittel zum Verrasten 16 besitzt vielmehr eine rechteckige Kontur mit abgerundeten
Ecken. Die Aufnahme 17 ist im weitesten Sinne gegengleich konfiguriert. Es zeigt sich
jedoch, dass in der Einrastposition (Figur 8) das Mittel zum Verrasten 16 nicht bis
zum Nutgrund 35 der Aufnahme 17 ragt. Die in Richtung des Pfeils F1 das Element 2
einwirkende Kraft wird mithin nicht über das Mittel zum Verrasten 16 in das benachbarte
Element 1 übertragen, sondern über die Anlageschulter 33 und die Stirnseite 31 des
Federelements 11.
[0055] Zudem ist bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6 bis 8 zu erkennen, dass die Nut
24 etwas anders gestaltet ist. Die untere Nutflanke 25 und die konkave Stützfläche
19 begrenzen eine horizontale Rastfläche 36, auf welcher eine Rückseite 37 des Federelements
11 in der Eingriffsposition aufliegt. Dadurch wird die Summe der horizontalen Stützflächen
zwischen der oberen und unteren Begrenzung der Nut 24 vergrößert. Im Übrigen erfolgt
das Verschwenken des Federelements 11 in gleicher Weise, wie es in Figur 2 dargestellt
ist. Bezüglich der Erläuterung der Figur 7 wird mithin auf die Erläuterung der Figur
2 Bezug genommen.
[0056] Eine weitere Variante von miteinander verbindbaren Elementen zeigen die Figuren 9
bis 11. Figur 9 zeigt das Element 1 mit dem Federelement 11. Das Federelement 11 ist
im Wesentlichen identisch konfiguriert zu der Ausführungsform der Figuren 6 bis 8.
Der Unterschied ist, dass das Federelement 11 an seinem freien Ende 18 einen Vorsprung
38 aufweist. Der Vorsprung 38 ist hakenförmig konfiguriert und steht an der Vorderseite
30 des Federelements 11 vor. Die Vorderseite 30 ist gewissermaßen gegenüber dem am
oberen Ende 13 angeordneten Mittel zum Verrasten 16 und dem Vorsprung 38 zurück versetzt.
Das Mittel zum Verrasten 16 ist wie bei der vorhergehenden Ausführungsform als im
Wesentlichen rechteckiger Wulst ausgebildet. Der Vorsprung 38 erhebt sich von der
Vorderseite 30 auf seiner dem Mittel zum Verrasten 16 zugewandten Seite senkrecht
aus der Vorderseite 30. Zum untersten Ende des Federelements 11 hin fällt der Vorsprung
38 keilförmig ab.
[0057] Ein weiterer Unterschied ist, dass das Federelement 11 nicht bei den vorherigen Ausführungsformen
senkrecht orientiert ist, sondern im Winkel zur Vertikalen steht. Das heißt, dass
das freie Ende 18 gegenüber dem oberen Ende 13 weiter von der Stirnseite 31 zurückversetzt
ist, so wie es in der Ausgangsstellung gemäß Figur 9 dargestellt ist. Dementsprechend
ist auch der rechteckig ausgebildete Freiraum 12, der parallel zur Rückseite 37 verläuft,
in einem Winkel zur Vertikalen angeordnet.
[0058] Figur 10 zeigt das Element 2 der Figur 9 kurz vor dem Zusammenfügen mit dem dazu
passenden Element 1. Es ist zu erkennen, dass die Nut 24 in dem benachbarten Element
1 etwas anders als bei den vorhergehenden Varianten ausgebildet ist. In der oberen
Nutflanke 25 befindet sich eine Hinterschneidung 39. Die Hinterschneidung ist dreieckförmig
konfiguriert, entsprechend der Kontur des Vorsprungs 38. Darüber hinaus ist zu erkennen,
dass die untere Nutflanke 26 leicht konkav gerundet ist und wiederum eine horizontale
Rastfläche 36 begrenzt, an welche sich ein Übergangspunkt 27 anschließt, wo die konkave
Stützfläche 19 beginnt. Auf der Stützfläche 19 stützt sich das untere Ende 18 des
Federelements beim Einschwenken ab.
[0059] Figur 11 zeigt die Verriegelungsposition. Es ist zu erkennen, dass das Federelement
11 im Bereich seiner Oberseite nunmehr nicht nur im Element 2, sondern auch mit dem
Element 1 in einer Weise in Verbindung steht, so dass eine zusätzliche Zugsicherung
in Verlegeebene V geschaffen wird. Dies wird dadurch erreicht, dass der Vorsprung
38 in die Hinterschneidung 39 fasst und gleichzeitig das Mittel zum Verrasten 16 in
die Aufnahme 17 des anderen Elements 2 greift. Das Federelement 11 bewirkt dadurch
nicht nur eine Verrastung in Vertikalrichtung sondern auch zusätzlich in horizontaler
Richtung d. h. in der Verlegeebene.
[0060] Figur 12 zeigt, dass auch ein derartig profiliertes Element 1 mit einer feststehenden
Nut- Feder- Verbindung verwendet werden kann. Die Feder 34 ist beispielhaft als feststehende
Feder ausgebildet, welche quasi das bewegliche Federelement ersetzt. Weder die Hinterschneidung
39, noch die konkave Stützfläche 19 sind störend. Es kann nach wie vor eine feststehende
Nut- Feder- Verbindung in herkömmlicher Bauart realisiert werden.
[0061] Das Ausführungsbeispiel der Figur 13 zeigt zwei Elemente 1, 2 in der Verriegelungsposition.
Das Federelement 11 ist wiederum über einen elastischen Werkstoff 22 an dem rechten
Element 2 gehalten. Erkennbar ist jedoch, dass das Mittel zum Verrasten 16 an dem
Federelement 11 in diesem Fall kein vorstehender Wulst ist, sondern als im Querschnitt
dreieckförmige Nut ausgebildet sind, wohingegen an dem Element 1 ein Vorsprung 40
ausgebildet ist, der in die passende Nut greift. Es ist die umgekehrte Konfiguration
zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen. Das Vaterstück befindet sich nunmehr
an dem Element 2 während das dazugehörige Mutterstück an dem Federelement 11 ausgebildet
ist. Gleichzeitig befindet sich an dem Element 2 eine Anlageschulter 33, welche in
einem anderem Höhenniveau, d. h. in Vertikalrichtung höher oberhalb des Vorsprungs
40, angeordnet ist. Eine entsprechende Auflageleiste 41 dient als Gegenfläche für
die Anlageschulter 33. In diesem Bereich werden die benachbarten Elemente 1, 2 in
der Höhe zueinander ausgerichtet und gegeneinander abgestützt. Eine Zugsicherung in
Richtung der Verlegeebene erfolgt wiederum über eine Verriegelungsleiste 3 an dem
in der Bildebene linken Element 1 sowie einen entsprechenden Kuppelwulst 5 an dem
anderen Element 2.
[0062] Die Ausführungsform der Figur 14 unterscheidet sich von derjenigen der Figur 13 dadurch,
dass die Mittel zum Verrasten 16 an dem Federelement 11 sowohl als Vaterstück als
auch als Mutterstück ausgebildet sind. Es ergibt sich hierbei eine zick-zack-förmige
Verzahnung zwischen dem Mittel zum Verrasten 16 und entsprechenden Gegenstücken, d.
h. Aufnahmen 17 und Vorsprüngen 40 an dem Element 2. Ein weiterer Unterschied ist,
dass die besagten Mittel zum Verrasten 16 bzw. der Vorsprung 40 und die Aufnahme 17
in der Eingriffsposition zur Stirnseite 31 des in der Bildebene rechten Elements 2
angeordnet sind. Dadurch ergibt sich, dass das in der Bildebene rechte Element 2 auch
durch die Mittel zum Verrasten 16 nicht in der Höhe verlagerbar ist. Zusätzlich stützt
sich das freie Ende innerhalb der Nut 24 an einer oberen Nutflanke 25 ab, wobei die
Verriegelungskante 28 sehr nah an den Mitteln zum Verriegeln 16 angeordnet ist. Dadurch
ergibt sich ein sehr kurzer Weg zur Kraftübertragung von dem rechten Element 2 auf
das in der Bildebene linke Element 1. Das hat den Vorteil, dass wenige Biegemomente
in das Federelement 11 eingeleitet werden, so dass die Verbindung sehr stabil ist.
Bezugszeichen:
[0063]
- 1 -
- Element
- 2 -
- Element
- 3 -
- Verriegelungsleiste
- 4 -
- Kuppelkanal
- 5 -
- Kuppelwulst
- 6 -
- Seite
- 7 -
- Kuppelkanal
- 8 -
- Kuppelwulst
- 9 -
- Oberseite
- 10 -
- Unterseite
- 11 -
- Federelement
- 12 -
- Freiraum
- 13 -
- oberes Ende
- 14 -
- Quetschfuge
- 15 -
- Kern
- 16 -
- Mittel zum Verrasten
- 17 -
- Aufnahme
- 18 -
- freies Ende
- 19 -
- Stützfläche
- 20 -
- Kontaktbereich
- 21 -
- Steg
- 22 -
- elastischer Werkstoff
- 23 -
- Einkerbung
- 24 -
- Nut
- 25 -
- obere Nutflanke
- 26 -
- untere Nutflanke
- 27 -
- Übergangspunkt
- 28 -
- Verriegelungskante
- 29 -
- Fase
- 30 -
- Vorderseite
- 31 -
- Stirnseite
- 32 -
- Anschlagfläche
- 33 -
- Anlageschulter
- 34 -
- Feder
- 35 -
- Nutgrund
- 36 -
- Rastfläche
- 37 -
- Rückseite
- 38 -
- Vorsprung
- 39 -
- Hinterschneidung
- 40 -
- Vorsprung
- 41 -
- Auflagerleiste
- P -
- Pfeil
- F -
- Kraft
- F1 -
- Kraft
1. Belag aus mechanisch miteinander verbindbaren Elementen mit folgenden Merkmalen:
a. Die Elemente (1, 2) weisen an ihren miteinander zu verbindenden Seiten (6, 31)
eine korrespondierende Profilierung auf, über welche benachbarte Elemente (1, 2) beim
Zusammenfügen miteinander verriegelbar sind;
b. Die Verriegelung wird durch mindestens ein Federelement (11) bewirkt, welches an
einem der Elemente (2) angelenkt ist und welches bei der Fügebewegung hinter eine
Verriegelungskante (28) einer Nut (24) des benachbarten Elements (1) verschwenkbar
ist;
c. Das Federelement (11) ist vor der Fügebewegung einstückiger Bestandteil des Elements
(2), wobei die einstückige Verbindung zwischen dem Federelement (11) und dem Element
(2) als Sollbruchstelle konfiguriert ist, welche dafür vorgesehen ist, beim Verschwenken
des Federelements (11) zu brechen;
d. Das Federelement (11) ist zusätzlich bereichsweise über einen elastischen Werkstoff
(22) mit dem Element (2) verbunden, dadurch gekennzeichnet,
e. dass an dem Federelement (11) Mittel (16) zum form- und/oder kraftschlüssigen Verrasten
des Federelements (11) in seiner Endstellung angeordnet sind, wobei die Verrastung
gegenüber dem Element (2) erfolgt, an dem das Federelement (11) befestigt ist,
f. wobei die Mittel zum Verrasten (16) zumindest teilweise als Vaterstück zum Eingriff
in eine als Mutterstück ausgebildete Aufnahme (17) am Element (2) und/oder zumindest
teilweise als Mutterstück zur Aufnahme eines als Vaterstück ausgebildeten Vorsprungs
(40) an dem Element (2) ausgebildet sind.
2. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verrasten (16) zumindest teilweise materialeinheitlich einstückiger
Bestandteil des Federelements (11) sind.
3. Belag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verrasten (16) mit dem Federelement (11) verbunden sind.
4. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass neben der Aufnahme (17) eine Anlageschulter (32) an diesem Element (2) ausgebildet
ist, wobei das Federelement (11) im verriegelten Zustand an der Anlageschulter (32)
abgestützt ist.
5. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (24) des benachbarten Elements (1), in welche das Federelement (11) eingreift
eine Hinterschneidung (39) ausgebildet ist, mit welcher das Federelement (11) in der
Verriegelungsstellung in Eingriff steht.
6. Belag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des freien Endes (18) der Federelements (11) ein Vorsprung (38) ausgebildet
ist, welcher beim Verschwenken der Federelements (11) während des Verriegelns hinter
die Hinterschneidung (39) fasst, so dass das Federelement (11) gegen Herausziehen
in Richtung zur Mündung der Nut (24) gesichert ist.
7. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) zum Verrasten als im Querschnitt gerundeter Wulst ausgeführt ist,
der in eine als gerundete Nut ausgebildete Aufnahme (17) einschwenkbar ist.
8. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (16) zu Verrasten als im Querschnitt im wesentlichen rechteckiger Wulst
ausgeführt ist, der in eine als im wesentlichen rechteckige Nut ausgebildete Aufnahme
(17) fasst.
9. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (11) beim Verschwenken in einer Endstellung mit dem Element (2),
an dem das Federelement (11) befestigt ist, mittels einer Haltekraft verrastet ist,
die größer ist als eine Rückstellkraft des elastischen Werkstoffes (22), so dass das
Federelement (11) nicht selbsttätig wieder in seine Ausgangsstellung gelangen kann.
10. Belag nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein freies Ende (18) des Federelements (11) beim Fügen benachbarter Elemente (1,
2) auf einer Stützfläche (19) des benachbarten Elements (1) abgleitet, welche konkav
gekrümmt ist, während das freie Ende (18) in seinem Kontaktbereich (20) mit der Stützfläche
(19) zumindest bereichsweise konvex gekrümmt ist.
1. Coating made from elements which are able to be connected to one another mechanically,
having the following features:
a. the elements (1, 2) have corresponding profiling on their sides (6, 31) to be connected
to one another, via which profiling adjacent elements (1, 2) are able to be locked
to one another during assembly;
b. the locking is caused by at least one spring element (11), which is hinged on one
of the elements (2) and which is able to be swivelled behind a locking edge (28) of
a groove (24) of the adjacent element (1) during the joining movement;
c. before the joining movement, the spring element (11) is an integral component of
the element (2), wherein the integral connection between the spring element (11) and
the element (2) is configured as a predetermined breaking point which is provided
to break during swivelling of the spring element (11);
d. the spring element (11) is additionally connected to the element (2) in regions
via an elastic material (22),
characterised in that
e. means (16) for positive and/or frictional interlocking of the spring element (11)
in its end position are arranged on the spring element (11), wherein the interlocking
occurs opposite the element (2) to which the spring element (11) is fastened,
f. wherein the means for interlocking (16) are formed at least partially as a male
piece for engaging with a receiver (17) formed as a female piece on the element (2)
and/or at least partially as a female piece for receiving a protrusion (40) formed
as a male piece on the element (2).
2. Coating according to claim 1, characterised in that the means for interlocking (16) are an at least partially integral component of the
spring element (11) which is uniform in material.
3. Coating according to claim 1, characterised in that the means for interlocking (16) are connected to the spring element (11).
4. Coating according to any one of claims 1 to 3, characterised in that, in addition to the receiver (17), an abutment shoulder (32) is formed on this element
(2), wherein the spring element (11) is supported on the abutment shoulder (32) in
the locked state.
5. Coating according to any one of claims 1 to 4, characterised in that an undercut (39) is formed in the groove (24) of the adjacent element (1) with which
the spring element (11) engages, with which undercut the spring element (11) engages
in the locked position.
6. Coating according to claim 5, characterised in that a protrusion (38) is formed in the region of the free end (18) of the spring element
(11), said protrusion gripping behind the undercut (39) during swivelling of the spring
element (11) during locking such that the spring element (11) is secured against pulling
out in the direction towards the mouth of the groove (24).
7. Coating according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the means (16) for interlocking is executed as a bead which is rounded in cross-section
and which is able to be swivelled into a receiver (17) formed as a rounded groove.
8. Coating according to one of claims 1 to 7, characterised in that the means (16) for interlocking is executed as a bead which is substantially rectangular
in cross-section and which grips in a receiver (17) formed as a substantially rectangular
groove.
9. Coating according to any one of claims 1 to 8, characterised in that, during swivelling into an end position, the spring element (11) is interlocked with
the element (2) to which the spring element (11) is fastened by means of a holding
force which is greater than a restoring force of the elastic material (22), such that
the spring element (11) cannot autonomously reach its initial position again.
10. Coating according to any one of claims 1 to 9, characterised in that, during joining of adjacent elements (1, 2), a free end (18) of the spring element
(11) slides on a support surface (19) of the adjacent element (1) which is curved
in a concave manner, whilst the free end (18) is curved in convex manner at least
in regions in its contact region (20) with the support surface (19).
1. Garniture composée d'éléments pouvant être reliés les uns aux autres de manière mécanique,
comprenant les caractéristiques suivantes :
a. les éléments (1, 2) présentent, au niveau de leurs côtés (6, 31) à relier les uns
aux autres, un profilage correspondant, par l'intermédiaire duquel des éléments (1,
2) adjacents peuvent être verrouillés les uns aux autres lors du regroupement ;
b. le verrouillage est provoqué par au moins un élément de ressort (11), qui est articulé
au niveau de l'un des éléments (2) et qui peut être pivoté lors du déplacement d'assemblage
derrière une arête de verrouillage (28) d'une rainure (24) de l'élément (1) adjacent
;
c. l'élément de ressort (11) est, avant le déplacement d'assemblage, un constituant
d'un seul tenant de l'élément (2), dans laquelle la liaison d'un seul tenant entre
l'élément de ressort (11) et l'élément (2) est configurée sous la forme d'un emplacement
de rupture théorique, qui est prévu pour se rompre lors du pivotement de l'élément
de ressort (11) ;
d. l'élément de ressort (11) est en supplément relié à l'élément (2) par endroits
par l'intermédiaire d'un matériau (22) élastique,
caractérisée en ce
e. que des moyens (16) servant à enclencher l'élément de ressort (11) par complémentarité
de forme et/ou de force dans sa position de fin de course sont disposés au niveau
de l'élément de ressort (11), dans laquelle l'enclenchement a lieu par rapport à l'élément
(2), au niveau duquel l'élément de ressort (11) est fixé,
f. dans laquelle les moyens servant à l'enclenchement (16) sont réalisés au moins
en partie sous la forme d'une pièce mâle servant à venir en prise avec un logement
(17) réalisé sous la forme d'une pièce femelle au niveau de l'élément (2) et/ou au
moins en partie sous la forme d'une pièce femelle servant à recevoir une partie faisant
saillie (40), réalisée sous la forme d'une pièce mâle, au niveau de l'élément (2).
2. Garniture selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens servant à l'enclenchement (16) sont au moins en partie un constituant
d'un seul tenant, présentant une unité en matière de matériau, de l'élément de ressort
(11).
3. Garniture selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens servant à l'enclenchement (16) sont reliés à l'élément de ressort (11).
4. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'est réalisé, outre le logement (17), un épaulement d'appui (32) au niveau dudit élément
(2), dans laquelle l'élément de ressort (11) prend appui au niveau de l'épaulement
d'appui (32) dans l'état verrouillé.
5. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'est réalisée, dans la rainure (24) de l'élément (1) adjacent, avec laquelle l'élément
de ressort (11) vient en prise, une contre-dépouille (39), avec laquelle l'élément
de ressort (11) est en prise dans la position de verrouillage.
6. Garniture selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'est réalisée, dans la zone de l'extrémité (18) libre de l'élément de ressort (11),
une partie faisant saillie (38), qui saisit, lors du pivotement de l'élément de ressort
(11), au cours du verrouillage, par l'arrière la contre-dépouille (39) de sorte que
l'élément de ressort (11) soit bloqué empêchant ainsi toute sortie en direction de
l'embouchure de la rainure (24).
7. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les moyens (16) servant à l'enclenchement sont réalisés sous la forme d'un bourrelet
arrondi dans la section transversale, lequel peut être rentré par pivotement dans
un logement (17) réalisé sous la forme d'une rainure arrondie.
8. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le moyen (16) servant à l'enclenchement est réalisé sous la forme d'un bourrelet
sensiblement rectangulaire dans la section transversale, lequel saisit le logement
(17) réalisé sous la forme d'une rainure sensiblement rectangulaire.
9. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'élément de ressort (11) est enclenché, lors du pivotement dans une position de
fin de course avec l'élément (2), au niveau duquel l'élément de ressort (11) est fixé,
au moyen d'une force de maintien, qui est plus importante qu'une force de rappel du
matériau (22) élastique, de sorte que l'élément de ressort (11) ne puisse pas parvenir
de manière autonome à nouveau dans sa position de départ.
10. Garniture selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'une extrémité (18) libre de l'élément de ressort (11) glisse, lors de l'assemblage
des éléments (1, 2) adjacents, sur une surface de soutien (19) de l'élément (1) adjacent,
laquelle est courbée de manière concave, tandis que l'extrémité (18) libre est courbée
au moins par endroits de manière convexe dans sa zone de contact (20) avec la surface
de soutien (19).