[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebetürverschlusssystem eines Möbels gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Verschlusssysteme für Schiebetürmöbel sind in zahlreichen Ausführungsvarianten aus
dem Stand der Technik bekannt. So ist beispielsweise aus der
DE 20 2006 902 808 A1 ein Klappriegelverschluss bekannt, bei dem durch Drehen eines Drehzylinders ein Flachschieber
linear bewegt wird, der wiederum einen Klappriegel von einer eingeklappten in eine
ausgestellte, eine Verschiebung der Schiebetüren des Schiebetürmöbels sperrende Position
bewegt.
[0003] Aus der
US 1 719 203 A ist ein Klappriegelverschluss mit einem an einer Stirnseite einer der Schiebetüren
angebrachten Drehzylinder bekannt, wobei an dem Drehzylinder ein sich radial zur Drehachse
des Drehzylinders sich erstreckender Verschlussbolzen angebracht ist, der in einer
Verriegelungsposition in einen t-förmigen Schlitz einer an der Frontfläche der zweiten
Schiebetür befestigten Halteplatte eingreift.
[0004] Solche Klappriegelverschlüsse haben sich an sich bewährt, insbesondere bei Schiebetürmöbeln
mit relativ geringer Wandstärke.
[0005] Problematisch bei solchen Schiebetürverschlusssystemen ist, dass durch ein Durchbiegen
bzw. Eindrücken der Schiebetüren senkrecht zur Ebene der Schiebtüren der Schiebetürriegel
bzw. Klappriegel an der Außenseite der inneren Schiebetür vorbeigeführt werden kann,
so dass ein sicheres Verschließen des Schiebetürmöbels nicht mehr gewährleistet ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schiebetürverschlusssystem eines Möbels
mit mindestens zwei auf zumindest teilweise parallel zueinander verlaufenden Laufbahnen
verschiebbaren Schiebetüren bereitzustellen, das eine verbesserte Verriegelung bewirkt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Schiebetürverschlusssystem mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Das erfindungsgemäße Schiebetürverschlusssystem gemäß Anspruch 1 weist einen an einer
äußeren Schiebetür angeordneten Schließzylinder mit einem Drehgriff, einem Zylindergehäuse
und einem darin um eine erste Drehachse integrierten, mit dem Drehgriff drehbaren
Zylinderkern auf sowie einen an einem Schlossgehäuse durch Drehen des Zylinderkerns
um eine zur ersten Drehachse senkrechten zweiten Drehachse verschwenkbar angeordneten
Klappriegel, wobei der Klappriegel in einer Schließposition mit einer Anschlagkante
an einem an einer inneren Schiebetür befestigbaren Anschlag anliegt. Der Anschlag
erstreckt sich von einer senkrecht zur Verschieberichtung verlaufenden Stirnseite
der inneren Schiebetür zu einer der äußeren Schiebetür zugewandten Frontseite der
inneren Schiebetür. Die Dicke des Anschlags im Bereich der äußeren Schiebetür zugewandten
Frontseite der inneren Schiebetür ist zumindest abschnittsweise derart bemessen, dass
ein Spalt zwischen den voreinander stehenden Schiebetüren zumindest abschnittsweise
verdeckt ist.
[0009] Durch das zumindest teilweise Verdecken des Spalts zwischen den beiden Schiebetüren
ist zum Einen ein manipulativer Eingriff in den Spalt erschwert, zum Zweiten ist die
innere Schiebetür im Bereich des Anschlags durch den Anschlag zusätzlich stabilisiert
und erschwert somit ein Durchbiegen der inneren Schiebetür senkrecht zur Verschieberichtung
und zur Stirnseite der inneren Schiebetür.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante sind auf der der äußeren Schiebetür
zugewandten Seite des Anschlags ein oder mehrere den Spalt zwischen den voreinander
stehenden Schiebetüren zumindest abschnittsweise verdeckender Steg bzw. verdeckende
Stege angeformt, welche beispielsweise als ein einziger parallel zur Längserstreckung
des Anschlags sich erstreckender Steg ausgebildet sein kann oder beispielsweise in
Form mehrerer parallel zur Verschieberichtung der Tür ausgerichteter Stege.
[0012] Zur Abdämpfung eines Aufpralls der inneren Schiebetür an einer Möbelwand ist es gemäß
einer bevorzugten Ausführungsvariante vorgesehen, auf der an der Stirnseite anzubringenden
Seite des Anschlags mindestens ein dämpfendes Federelement anzubringen.
[0013] Zur Ansteuerung des Klappriegels ist der Schließzylinder bevorzugt drehfest mit einer
dem Klappriegel antreibenden Antriebsvorrichtung gekoppelt, welche bevorzugt als koaxial
mit dem Schließzylinder gekoppeltes Zylinderelement mit einer in den Zylindermantel
eingelassenen Steuerkurve ausgebildet ist, in die ein an dem Klappriegel befestigter
Führungsarm eingreift. Dadurch ist ein funktionssicheres Ein- und Ausschwenken des
Klappriegels aus einer Freigabeposition in die Verriegelungsposition und zurück gewährleistet.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist der Schließzylinder als
Wechselschließzylinder mit auswechselbarem Zylinderkern ausgebildet. Dadurch ist bei
installiertem Schiebetürverschlusssystem ein einfacher Austausch des Zylinderkerns
möglich, beispielsweise im Zuge eines Benutzerwechsels eines Schiebetürmöbels, bei
dem der Nutzer einen anderen Schlüssel zum Öffnen und Schließen des Schiebetürverschlusssystems
erhalten soll.
[0015] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist der Schließzylinder sowohl
durch einen in einen Schlüsselkanal des Zylinderkerns einsteckbaren Schlüssel als
auch durch ein Zahlenschloss ver- bzw. entriegelbar. Dadurch ist ermöglicht, dass
das Verschlusssystem vorzugsweise über das Zahlenschloss ver- bzw. entriegelt und
nur im Notfall durch den in den Schlüsselkanal einsteckbaren Schlüssel betätigt wird.
[0016] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht von Ausschnitten einer äußeren und einer inneren Schiebetür
mit darin bzw. daran angeordneter Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Schiebetürverschlusssystems
in einer Öffnungsposition;
- Figur 2
- eine Ansicht auf die Rückseite der Schiebetür und dem daran angeordneten Schiebetürverschlusssystem
gemäß der Figur 1;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf die Schiebetüren und das daran angeordnete Verschiebetürverschlusssystem
der Figur 1;
- Figuren 4 und 5
- stirnseitige Ansichten auf die Schiebetüren und das daran angeordnete Schiebetürverschlusssystem
in der Öffnungsposition;
- Figuren 6 bis 10
- den Figuren 1 bis 5 entsprechende Darstellungen der Schiebetüren und des darin angeordneten
Schiebetürverschlusssystems in einer Schließposition des Schiebetürverschlusssystems;
- Figuren 11 bis 14
- unterschiedliche Ansichten des in einem Schlossgehäuse untergebrachten Teils des Schiebetürverschlusssystems
und
- Figuren 15 bis 18
- verschiedene Ausführungsvarianten eines erfindungsgemäßen Anschlags des Schiebetürverschlusssystems.
[0017] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten,
links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren
gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Schiebetürverschlusssystems, des
Klappriegels, des Anschlags und dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend
zu verstehen, d.h. durch verschiedene Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische
Auslegung oder dergleichen können sich diese Bezüge ändern.
[0018] Die Figuren 1 bis 5 zeigen eine bevorzugte Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
Schiebetürverschlusssystems, das im Wesentlichen ein von einem Schlossgehäuse 3 umfasstes
Schloss und einen Anschlag 8 aufweist.
[0019] Das ein- oder mehrteilig ausgebildete Schlossgehäuse 3 ist dabei in einer abgestuften
Ausnehmung 11 einer äußeren Schiebetür 1 eingebaut, während der Anschlag 8 an einer
relativ zum Möbel betrachtet inneren Schiebetür befestigt, vorzugsweise mit Schrauben
81 verschraubt ist.
[0020] Der vorzugsweise aus einem Metallblech mit rechtwinklig zueinander angeordneten Schenkeln
bestehende Anschlag 8 erstreckt sich dabei in einem an der inneren Schiebetür 2 montierten
Zustand von einer senkrecht zu einer Verschieberichtung x verlaufenden Stirnseite
21 der inneren Schiebetür 2 zu einer der äußeren Schiebetür 1 zugewandten Frontseite
22 der inneren Schiebetür 2 und dient als Anschlag für einen an dem Schlossgehäuse
3 angeordneten Klappriegel 5, der in der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Öffnungsstellung
vollständig in der Ausnehmung 11 der äußeren Schiebetür 1 einliegt und in einer Verriegelungs-
oder Schließstellung des Schiebetürverschlusssystems, wie es in den Figuren 6 bis
10 dargestellt ist, mit einer Anschlagkante 53 an dem Anschlag 8 anliegt und dadurch
eine Verschiebung der inneren Schiebetür 2 in Richtung der äußeren Schiebetür 1 bzw.
eine Verschiebung der äußeren Schiebetür 1 in Richtung der inneren Schiebetür 2 verhindert.
[0021] Wie in Figur 3 und insbesondere in Figur 12 zu erkennen ist, weist der in dem Schlossgehäuse
3 untergebrachte Teil des Schiebetürverschlusssystems einen Schließzylinder mit Drehgriff
7 mit einem Zylindergehäuse 71 und einem darin um eine erste Drehachse A drehbaren
Zylinderkern 72 auf, wobei der Schließzylinder in einer bevorzugten Ausführungsvariante
als Wechselschließzylinder ausgebildet ist, bei dem der Zylinderkern 72 in einfacher
Weise, ohne das Zylindergehäuse 71 ausbauen zu müssen, austauschbar ist. Ein fest
in den Schließzylinder integrierter Zylinderkern ist ebenfalls denkbar.
[0022] Zum Verschwenken des Klappriegels 5 aus seiner in Figur 1 gezeigten Öffnungsstellung
in die in Figur 6 gezeigte Verriegelungsstellung ist der Schließzylinder mit Drehgriff
7 mit dem integrierten Zylinderkern 72 drehfest mit einer dem Klappriegel 5 antreibenden
Antriebsvorrichtung 4 gekoppelt. Diese Antriebsvorrichtung 4 ist dabei bevorzugt als
koaxial mit dem Drehgriff 7 gekoppeltes Zylinderelement mit einer in dessen Zylindermantel
eingelassenen Steuerkurve 41 ausgebildet, in die ein an dem Klappriegel 5 befestigter
Führungsarm 52, wie es beispielsweise in Figur 6 gut zu erkennen ist, eingreift.
[0023] Zur schwenkbaren Anordnung des Klappriegels 5 an dem Schlossgehäuse 3 ist zumindest
ein weiterer Führungsarm 54 an dem Klappriegel 5 vorgesehen, der zusammen mit einer
an einem Befestigungssteg des Schlossgehäuses 3 angeformten Aufnahme 33 ein Drehgelenk
bildet. Wie in Figur 11 gezeigt ist, ist zur weiteren Stabilisierung bevorzugt ein
weiterer Führungsarm 54 und eine weitere Aufnahme 33 an dem Schlossgehäuse 3 vorgesehen,
um die Schwenkbewegung des Klappriegels 5 um eine zur ersten Drehachse A, um die der
Drehgriff 7 drehbar ist, senkrechten zweiten Drehachse B (dargestellt in Figur 2)
zu ermöglichen. Wie beispielsweise in Figur 6 gezeigt ist, ist im Bereich der unteren,
in der Schließposition der Schiebetüren 1, 2 der inneren Schiebetür nahen Ecke des
Klappriegels 5 ein Kratzschutzelement 55 befestigt, um ein Verkratzen der inneren
Schiebetür 2 bei einem Versuch, trotz geringfügig ausgeschwenktem Klappriegel 5 die
Schiebetüren gegeneinander zu verschieben, zu vermeiden. Das Kratzschutzelement 55
ragt dabei geringfügig, insbesondere im Millimeterbereich, über die Ecke des Klappriegels
5 hinaus und ist zumindest im Berührungsbereich mit der inneren Schiebetür 2 aus einem
Material gefertigt, das weicher ist als die Oberfläche der inneren Schiebetür 2. Beispielsweise
ist das Kratzschutzelement 55 als drehbar auf dem Klappriegel 5 gelagertes Rad ausgebildet,
das zumindest umfänglich aus Kunststoff oder Gummi gefertigt ist.
[0024] Bei der insbesondere in den Figuren 11 bis 14 gezeigten bevorzugten Ausführungsvariante
besteht das Schlossgehäuse 3 aus einem ersten Gehäuseteil 31 und einem zweiten Gehäuseteil
34, wobei der Schließzylinder 7 in dem ersten Gehäuseteil 31, das an einer der inneren
Schiebetür 2 abgewandten Seite der äußeren Schiebetür 1 angeordnet ist, aufgenommen
ist. Der Klappriegel 5 ist hier in dem zweiten Gehäuseteil 34, das an einer der inneren
Schiebetür 2 zugewandten Seite der äußeren Schiebetür 1 angeordnet ist, aufgenommen,
wobei die beiden Gehäuseteile 31, 34 aneinander befestigt, insbesondere miteinander
verschraubt oder verrastet sind. Die zweiteilige Bauweise ermöglicht ein einfaches
Verspannen des Schlossgehäuses 3 in Sandwich-Bauweise in der abgestuften Ausnehmung
11 der äußeren Schiebetür 1.
[0025] Die Steuerkurve 41 ist dabei vorzugsweise so ausgeformt, dass eine Drehung des Drehgriffes
7 mit dem integrierten Zylinderkern 72, vorzugsweise um 90° oder 180°, ein Verschwenken
des Klappriegels 5 aus einer in Figur 1 gezeigten senkrechten Position in eine in
Figur 6 gezeigte aus der Ausnehmung 11 hervorstehende, herausgeschwenkte Position
bewirkt. Der Schwenkwinkel des Klappriegels 5 ist abhängig von der gewählten Achsgeometrie
und beträgt dabei vorzugsweise zwischen 45° und 90°. In dieser ausgeschwenkten Sperrstellung
steht der Klappriegel 5 soweit in die Laufbahn der inneren Schiebetür 2 vor, dass
die Anschlagfläche 53 des Klappriegels 5 zumindest die halbe Breite der Stirnseite
21 der inneren Schiebetür 2 übergreift.
[0026] Um die Länge des Führungsarmes 52, der in die Steuerkurve 41 der Antriebsvorrichtung
4 eingreift, möglichst kurz und damit stabil zu halten, ist die dem Riegel 5 zugewandte
Stirnseite des als Antriebsvorrichtung 4 ausgebildeten Zylinderelements etwa bündig
mit der dem Anschlag 8 zugewandten Fläche des Klappriegels 5, wobei der Klappriegel
5 mit einer Öffnung 51 versehen ist, in die das als Antriebsvorrichtung 4 ausgebildete
Zylinderelement in der Öffnungsstellung des Klappriegels 5 hineinragt.
[0027] Wie in den Figuren 2, 7 und 14 gut zu erkennen ist, ist das geteilte Schlossgehäuse
3 bevorzugt innerhalb der abgestuften Ausnehmung 11 durch Schrauben 9 miteinander
an der äußeren Schiebetür 1 verschraubt.
[0028] Wie des Weiteren in Figur 2 gezeigt ist, ist das Schiebetürverschlusssystem vorzugsweise
zusätzlich mit einem Zahlenschloss 6 versehen, über das eine Betätigung des Schließzylinders
mit Drehgriff 7 mit dem integrierten Zylinderkern 72 durch Drehen nach Eingabe des
korrekten Zahlencodes über Zahlenschlossräder 6 betätigbar ist. Die Zahlenschlossräder
6 sind dabei bevorzugt in Ausnehmungen einer Deckplatte 32 des Schlossgehäuses 3 aufgenommen.
Dadurch ist ermöglicht, dass das Schiebetürverschlusssystem im Normalfall über die
Zahlenschlossräder 6 des Zahlenschlosses gesichert ist und nur im Bedarfsfall über
einen in einen Schlüsselkanal 73 des Zylinderkerns 72 einsteckbaren Schlüssel mit
passender Kodierung durch Drehung geöffnet werden kann.
[0029] Schließlich sind in den Figuren 15 bis 18 unterschiedliche Ausführungsvarianten des
Anschlags 8 gezeigt. Der Anschlag 8 kann dabei wahlweise, wie es in Figur 15 gezeigt
ist, an der Außenseite 22 der inneren Schiebetür 2 festgelegt sein. Dazu sind an der
an die Außenseite 22 anzulegende Frontseite 84 des Anschlags 8 Bohrungen 86 vorgesehen,
in die Schrauben 81 einsteckbar sind, mit denen der Anschlag 8 an der Schiebetür 2
verschraubt werden kann.
[0030] Alternativ kann der Anschlag 8 auch an der Stirnseite 21 der inneren Schiebetür 2
festgelegt sein, wobei entsprechende Bohrungen 86 dann in der Stirnseite 83 des Anschlags
8 eingebracht sind.
[0031] Wie des Weiteren in den Figuren 15 bis 18 gezeigt ist, sind auf der der äußeren Schiebetür
1 zugewandten Seite 84 des Anschlags 8 ein oder mehrere den Spalt S zwischen den voreinander
stehenden Schiebetüren 1, 2 zumindest abschnittsweise verdeckender Steg 85 bzw. verdeckende
Stege 85 angeformt. Diese Stege 85 können beispielsweise als kreisausschnittsförmige
Erhebung ausgebildet sein, wie es in Figur 15 gezeigt ist, oder wie in Figur 16 und
17 zu erkennen ist, mit zu der Stirnseite 83 hin ansteigenden Schrägen versehen sein,
die in zur Frontseite 84 des Anschlags 8 parallele Abflachungen übergehen.
[0032] In einer nochmals alternativen Ausführungsvariante sind anstelle der parallel zur
Verschieberichtung der Schiebetüren 1, 2 ausgerichteten mehreren, hier drei Stegen
85 ein einziger Steg 85 vorgesehen, der parallel zur Längserstreckung des Anschlags
8 ausgerichtet ist und somit eine durchgehende Verdickung der Frontseite 84 des Anschlags
8 darstellt.
[0033] Wie außerdem in den Figuren 17 und 18 gezeigt, ist in einer bevorzugten Ausführungsvariante
der Anschläge 8 auf der an der Stirnseite 21 anzubringenden Seite des Anschlags 8
mindestens ein einen Aufprall des Anschlags 8 an einer Möbelwand dämpfendes Federelement
82 angeordnet. Bei den in Figuren 17 und 18 angezeigten Ausführungsvarianten sind
jeweils zwei solcher Federelemente 82 am oberen und unteren Ende des Anschlags 8 vorgesehen,
die insbesondere als federnde Zungen ausgebildet sind, wobei im Bereich des freien
Zungenendes Dämpfer 821, bevorzugt aus einem elastischen Werkstoff wie Gummi oder
einem Schaumstoff, integriert oder auf den Zungen angeordnet sind, um einerseits eine
mechanische Beschädigung und andererseits eine zu starke Geräuschentwicklung abzufedern
bzw. abzudämpfen. Denkbar ist auch, den Anschlag 8 mit integriertem Federelement 82
aus einem Material mit entsprechendem Rückstellverhalten anzufertigen.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Schiebetür
- 11
- Ausnehmung
- 2
- Schiebetür
- 21
- Stirnseite
- 22
- Frontseite
- 23
- Rückseite
- 24
- Ausfräsung
- 3
- Schlossgehäuse
- 31
- erstes Gehäuseteil
- 32
- Deckplatte
- 33
- Aufnahme
- 34
- zweites Gehäuseteil
- 4
- Antriebsvorrichtung
- 41
- Steuerkurve
- 5
- Klappriegel
- 51
- Öffnung
- 52
- Führungsarm
- 53
- Anschlagfläche
- 54
- Führungsarm
- 55
- Kratzschutzelement
- 6
- Zahlenschlossräder
- 7
- Schließzylinder
- 71
- Zylindergehäuse
- 72
- Zylinderkern
- 73
- Schlüsselkanal
- 74
- Antriebsbolzen
- 8
- Anschlag
- 81
- Schraube
- 82
- Federelement
- 821
- Dämpfer
- 83
- Stirnseite
- 84
- Frontseite
- 85
- Steg
- 86
- Bohrung
- 9
- Schraube
- X
- Verschieberichtung
- A
- Drehachse
- B
- Drehachse
- L
- Länge der Anschlagfläche
- S
- Spalt
- d
- Stegdicke
1. Schiebetürverschlusssystem eines Möbels mit mindestens zwei auf zumindest teilweise
parallel zueinander verlaufenden Laufbahnen verschiebbaren Schiebetüren (1, 2), aufweisend
- einen an einer äußeren Schiebetür (1) angeordneten Schließzylinder (7) mit einem
Drehgriff, einem Zylindergehäuse (71) und einem darin um eine erste Drehachse (A)
integrierten, mit dem Drehgriff drehbaren Zylinderkern (72),
- einen an einem Schlossgehäuse (3) durch Drehen des Zylinderkerns (72) um eine zur
ersten Drehachse (A) senkrechten zweiten Drehachse (B) verschwenkbar angeordneten
Klappriegel (5),
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Klappriegel (5) in einer Schließposition mit einer Anschlagkante (53) an einem
an einer inneren Schiebetür (2) befestigbaren Anschlag (8) anliegt,
- wobei der Anschlag (8) sich von einer senkrecht zur Verschieberichtung (x) verlaufenden
Stirnseite (21) der inneren Schiebetür (2) zu einer der äußeren Schiebetür (1) zugewandten
Frontseite (22) der inneren Schiebetür (2) erstreckt,
- wobei die Dicke (d) des Anschlags (8) im Bereich der der äußeren Schiebetür (1)
zugewandten Frontseite (22) der inneren Schiebetür (2) zumindest abschnittsweise derart
bemessen ist, dass ein Spalt (S) zwischen den voreinander stehenden Schiebetüren (1,
2) zumindest abschnittsweise verdeckt ist.
2. Schiebetürverschlusssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der äußeren Schiebetür (1) zugewandten Seite des Anschlags (8) einer oder
mehrere den Spalt (S) zwischen den voreinander stehenden Schiebetüren (1, 2) zumindest
abschnittsweise verdeckende Stege (85) angeformt sind.
3. Schiebetürverschlusssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der an der Stirnseite (21) anzubringenden Seite des Anschlags (8) mindestens
ein einen Aufprall des Anschlags (8) an einer Möbelwand dämpfendes Federelement (82)
angeordnet ist.
4. Schiebetürverschlusssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkern (72) drehfest mit einer den Klappriegel (5) antreibenden Antriebsvorrichtung
(4) gekoppelt ist.
5. Schiebetürverschlusssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (4) als koaxial mit dem Zylinderkern (72) gekoppeltes Zylinderelement
mit einer in den Zylindermantel eingelassenen Steuerkurve (41) ausgebildet ist, in
die ein an dem Klappriegel (5) befestigter Führungsarm (52) eingreift.
6. Schiebetürverschlusssystem nach einem Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappriegel (5) mindestens einen weiteren Führungsarm (53) aufweist, der zusammen
mit einer an einem Schlossgehäuse (3) angeformten Aufnahme (33) ein Drehgelenk bildet.
7. Schiebetürverschlusssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließzylinder als Wechselschließzylinder mit auswechselbarem Zylinderkern (72)
oder mit einem fest in das Zylindergehäuse (71) integrierten Zylinderkern (72) ausgebildet
ist.
8. Schiebetürverschlusssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlossgehäuse (3) zweiteilig ausgebildet ist, wobei der Schließzylinder (7)
in einem ersten Gehäuseteil (31), das an einer der inneren Schiebetür (2) abgewandten
Seite der äußeren Schiebetür (1) angeordnet ist, aufgenommen ist und wobei der Klappriegel
(5) in einem zweiten Gehäuseteil (34), das an einer der inneren Schiebetür (2) zugewandten
Seite der äußeren Schiebetür (1) angeordnet ist, aufgenommen ist, wobei die beiden
Gehäuseteile (31, 34) aneinander befestigt sind.
9. Schiebetürverschlusssystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließzylinder (7) sowohl durch einen in einen Schlüsselkanal (73) des Zylinderkerns
(72) einsteckbaren Schlüssel als auch durch ein Zahlenschloss (6) ver- bzw. entriegelbar
ist.
1. A sliding door closure system of a piece of furniture comprising at least two sliding
doors (1, 2) displaceable on at least two runways extending at least partially in
parallel to one another, having
- a lock cylinder (7), which is arranged on an outer sliding door (1), comprising
a rotating handle, a cylinder housing (71), and a cylinder core (72), which is integrated
therein about a first axis of rotation (A) and is rotatable using the rotating handle,
- a folding hasp (5), which is arranged on a lock housing (3) so it is pivotable about
a second axis of rotation (B) perpendicular to the first axis of rotation (A) by rotating
the cylinder core (72),
characterized in that
- the folding hasp (5) bears in a closed position with a stop edge (53) on a stop
(8) fastenable on an inner sliding door (2),
- wherein the stop (8) extends from an end face (21) of the inner sliding door (2)
extending perpendicularly to the displacement direction (x) to a front side (22) of
the inner sliding door (2) facing toward the outer sliding door (1),
- wherein the thickness (d) of the stop (8) is dimensioned at least in sections in
the region of the front side (22) of the inner sliding door (2) facing toward the
outer sliding door (1) such that a gap (S) between the sliding doors (1, 2) standing
one in front of another is at least partially concealed.
2. The sliding door closure system according to Claim 1, characterized in that one or more webs (85), which conceal the gap (S) between the sliding doors (1, 2)
standing one in front of another at least in sections, are formed on the side of the
stop (8) facing toward the outer sliding door (1).
3. The sliding door closure system according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one spring element (82), which damps an impact of the stop (8) on a furniture
wall, is arranged on the side of the stop (8) to be attached on the end face (21).
4. The sliding door closure system according to any one of the preceding claims, characterized in that the cylinder core (72) is coupled in a rotationally-fixed manner to a drive device
(4) which drives the folding hasp (5).
5. The sliding door closure system according to Claim 4, characterized in that the drive device (4) is designed as a cylinder element, which is coupled coaxially
to the cylinder core (72), comprising a control curve (41) incorporated into the cylinder
casing, in which a guide arm (52) fastened on the folding hasp (5) engages.
6. The sliding door closure system according to any one of Claims 4 or 5, characterized in that the folding hasp (5) has at least one further guide arm (53), which forms a pivot
joint together with a receptacle (33) formed on a lock housing (3).
7. The sliding door closure system according to any one of the preceding claims, characterized in that the lock cylinder is designed as a replaceable lock cylinder comprising replaceable
cylinder core (72) or comprising a cylinder core (72) permanently integrated into
the cylinder housing (71).
8. The sliding door closure system according to any one of the preceding claims, characterized in that the lock housing (3) is formed in two parts, wherein the lock cylinder (7) is accommodated
in a first housing part (31), which is arranged on a side of the outer sliding door
(1) facing away from the inner sliding door (2), and wherein the folding hasp (5)
is accommodated in a second housing part (34), which is arranged on a side of the
outer sliding door (1) facing toward the inner sliding door (2), wherein the two housing
parts (31, 34) are fastened on one another.
9. The sliding door closure system according to any one of the preceding claims, characterized in that the lock cylinder (7) is lockable and unlockable both by a key insertable into a
key channel (73) of the cylinder core (72) and also by a combination lock (6).
1. Système de fermeture de porte coulissante pour un meuble avec au moins deux portes
coulissantes (1, 2) capables de translation sur des pistes au moins partiellement
parallèles l'une à l'autre, comprenant
- un cylindre de fermeture (7) disposé sur une porte coulissante extérieure (1) avec
une poignée pivotante, un stator de cylindre (71) et un rotor de cylindre (72) intégré
dans celui-ci pouvant être tourné autour d'un premier axe de rotation (A) à l'aide
de la poignée pivotante,
- un loquet basculant (5) disposé sur un boîtier de serrure (3) et pouvant être basculé
par la rotation du rotor de cylindre (72) autour d'un deuxième axe de rotation (B)
perpendiculaire au premier axe de rotation (B),
caractérisé en ce que
- le loquet basculant (5) repose par un bord de butée (53) sur une butée (8) pouvant
être fixée sur une porte coulissante intérieure (2) dans la position de fermeture,
- la butée (8) s'étendant d'une face d'extrémité (21) de la porte coulissante intérieure
(2) perpendiculaire au sens de translation (x) à une face frontale (22) de la porte
coulissante intérieure (2) tournée vers la porte coulissante extérieure (1),
- l'épaisseur (d) de la butée (5) étant dimensionnée au moins par zones, au niveau
de la face frontale (22) de la porte coulissante intérieure (2) tournée vers la porte
coulissante extérieure (1), de telle manière qu'un interstice (S) entre les portes
coulissantes (1, 2) situées l'une devant l'autre soit au moins partiellement couvert.
2. Système de fermeture de porte coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une ou plusieurs barrettes (85) couvrant au moins en partie l'interstice (S) entre
les portes coulissantes (1, 2) situées l'une devant l'autre sont formées sur le côté
de la butée (8) tournée vers la porte coulissante extérieure (1).
3. Système de fermeture de porte coulissante selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un élément de ressort (82) amortissant un impact de la butée (8) sur une
paroi de meuble est prévue sur le côté de la butée (8) à appliquer sur la face d'extrémité
(21).
4. Système de fermeture de porte coulissante selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le rotor de cylindre (72) est couplé de manière solidaire en rotation à un dispositif
d'entraînement (4) qui entraîne le loquet basculant (5).
5. Système de fermeture de porte coulissante selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (4) est conformé comme un élément de cylindre couplé
de façon coaxiale avec le rotor de cylindre (72) et muni d'une came de commande (41)
formée dans l'enveloppe du cylindre, dans laquelle se met en prise un bras de guidage
(52) fixé sur le loquet basculant (5).
6. Système de fermeture de porte coulissante selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que le loquet basculant (5) comporte au moins un autre bras de guidage (53) qui forme
une articulation pivotante avec un réceptacle (33) formé sur un boîtier de serrure
(3).
7. Système de fermeture de porte coulissante selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le cylindre de fermeture est conformé comme un cylindre de fermeture interchangeable
avec un rotor de cylindre (72) interchangeable ou avec un rotor de cylindre (72) intégré
à demeure dans le stator de cylindre (71).
8. Système de fermeture de porte coulissante selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le boîtier de serrure (3) est formé en deux parties, avec le cylindre de fermeture
(7) dans une première partie de boîtier (31) disposée sur un côté de la porte coulissante
extérieure (1) orienté à l'opposé de la porte coulissante intérieure (2) et le loquet
basculant (5) dans une deuxième partie de boîtier (34) disposée sur un côté de la
porte coulissante extérieure (1) orienté vers la porte coulissante intérieure (2),
et dans lequel les deux parties de boîtier (31, 34) sont fixées l'une à l'autre.
9. Système de fermeture de porte coulissante selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le cylindre de fermeture (7) peut être verrouillé et déverrouillé aussi bien par
une clé pouvant être insérée dans un canal de clé (73) du rotor de cylindre (72) que
par une serrure à combinaison (6).