[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktierungseinrichtung für elektrische Leiter und
Stiftkontakte nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] Derartige Kontaktierungseinrichtungen werden benötigt, um elektrische Leiter reversibel
zu Kontaktieren und eine Weiterleitung eines elektrischen Signals oder elektrischer
Energie zu ermöglichen. So kann eine derartige Kontaktierungseinrichtung beispielsweise
- auf einer Leiterplatte angebracht - einen elektrischen Leiter mit dieser Leiterplatte
elektrisch verbinden.
[0003] Auch werden derartige Kontaktierungseinrichtungen in Steckverbindern vorgesehen,
um elektrische Leiter an einem Steckverbinder zu befestigen und mit diesem zu kontaktieren.
[0004] Neben elektrischen Leitern ist auch eine Kontaktierung von Kontakten - sogenannten
Stiftkontakten - mit einer derartigen Kontaktierungseinrichtung vorgesehen. Dafür
ist eine, oder eine Mehrzahl von Kontaktierungseinrichtung in einem Steckverbindergehäuse
angeordnet, um dort eingeführte Stiftkontakte aus einem entsprechenden Gegensteckverbinder
zu kontaktieren.
Stand der Technik
[0005] Aus der
US 4 973 271 A ist eine Anschlussklemme mit geringer Einführungskraft bekannt. Die Anschlussklemme
dient dazu, die Kraft, die zur Einführung und Kontaktierung eines elektrischen Leiters
benötigt wird, zu verringern und folglich die Verbindungsherstellung zu erleichtern.
Dieses wird durch ein bewegliches Halteglied realisiert, welches auf das kontaktierende
Federelement einwirkt und dessen Federkraft definiert.
[0006] In der
DE 20 2009 002239 U1 wird eine elektrische Anschlussklemme mit Federkraftelement zum Anklemmen eines elektrischen
Leiters vorgestellt. Das Federkraftelement besitzt einen Kontaktschenkel für die Fixierung
und Kontaktierung des Leiters. Des Weiteren besitzt das Federkraftelement einen Federkraftschenkel,
welcher die Klemmkraft für die Fixierung aufbringt. Die Klemmkraft wird dabei durch
eine Schraube definiert. Zusätzlich weist die Anschlussklemme eine Öffnung auf, über
die ein eingeführter elektrischer Leiter mit einem Strombalken kontaktiert wird.
[0007] Die
EP 2 325 947 A1 stellt eine Anschlussklemme zum Anschluss von elektrischen Leitern vor. Die Anschlussklemme
weist ein Gehäuse auf und eine Klemmeinrichtung. Die Klemmeinrichtung wiederum weist
einen Kontaktbereich und einen mit der Klemmeinrichtung zusammenwirkenden Betätiger
auf. Der Betätiger wirkt durch Hebelbewegung auf ein Federkontaktelement ein. Dadurch
wird ein eingeführter elektrischer Leiter am Federkontaktelement fixiert und kontaktiert.
[0008] Die
DE 20 2009 007573 U1 beschreibt eine Verbindungsklemme für elektrische Leiter mit einem Gehäuse, einem
Klemmelement und einem linear verschiebbaren Betätigungselement. Diese wird durch
eine Stromschiene begrenzt. Das Betätigungselement drückt in einer ersten Position
auf den Kontaktpunkt des Klemmelements um einen elektrischen Leiter gegen die Stromschiene
zu drücken und somit zu kontaktieren.
[0009] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Kontaktierungseinrichtungen bekannt.
Meist bestehen diese Einrichtungen im Wesentlichen aus einem Federelement, welches
einen einzuführenden Leiter oder ein einzuführenden Kontakt mechanisch verklemmen.
[0010] Die elektrische Kontaktierung des Leiters oder Kontaktes wird über das Federelement
selber, oder über einen metallischen Bereich in der Einrichtung, an welchen das Federelement
den Leiter oder Kontakt presst, bezweckt.
[0011] Die erzeugte Klemmkraft, mit welcher der elektrische Leiter oder Kontakt verklemmt
und somit kontaktiert wird, wird in aller Regel durch die Geometrie und Materialeigenschaften
des Federelements definiert. Je nachdem welche Materialstärke das Federelement aufweist
und wie dieses geformt ist wird ein eingeführter elektrischer Leiter oder Kontakt
verschieden stark verklemmt.
[0012] Nachteilig wirkt sich bei allen im Stand der Technik bekannten Lösungen aus, dass
die Kontaktierungseinrichtungen jeweils nur eine, definierte Kontaktierungskraft aufweisen.
Dies ist vor allem nachteilig, wenn eine Vielzahl von Kontaktierungseinrichtungen,
die zu einem Steckverbinder zusammengefasst sind, gleichzeitig kontaktiert werden
müssen. Zudem ändert sich die Kontaktierungskraft, je nachdem welchen Querschnitt
ein kontaktierter, elektrischer Leiter aufweist.
[0013] Mit Kontaktierungskraft der Kontaktierungseinrichtung ist jeweils sowohl die Steckkraft
- die benötigte Kraft zum Einführen eines elektrischen Leiters oder Stiftkontakts
- als auch die Haltekraft - die Kraft die benötigt wird um einen kontaktierten elektrischen
Leiter oder Stiftkontakt aus der Kontaktierungseinrichtung zu ziehen - zu verstehen.
[0014] Daher ist zudem am Stand der Technik als nachteilig zu erachten, dass Einzelleiter,
die in einer entsprechenden Vorrichtung kontaktiert sind, nur mit einem hohen Kraftaufwand
aus der Kontaktierung gelöst werden können.
Aufgabenstellung
[0015] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kontaktierungseinrichtung vorzustellen,
welche eine einstellbare Kontaktierungskraft ermöglicht. Es soll ermöglicht werden
die Steckkräfte für die Kontaktierung eines elektrischen Leiters oder Kontaktes zu
reduzieren und nachträglich - nach dem Kontaktierungsvorgang - die Haltekräfte zu
erhöhen, um eine sichere elektrische Kontaktierung zu gewährleisten. Des Weiteren
sollen die Kontaktierungskräfte für verschiedene Querschnitte von elektrischen Leitern
variabel angepasst werden können. Zudem ist eine Reduzierung der Haltekräfte zur Lösung
der Kontaktierung wünschenswert.
[0016] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1
gelöst.
[0017] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0018] Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine Kontaktierungseinrichtung
für elektrische Leiter und Stiftkontakte. Die Kontaktierungseinrichtung besteht aus
einem als Federkontakt ausgebildeten Kontaktelement, welches in einer Kontaktkammer
angeordnet ist.
[0019] Die Kontaktkammer ist vorzugsweise in einem Isolierkörper vorgesehen. Der Isolierkörper
kann dabei nur eine einzelne Kontaktkammer mit Federkontaktelement aufweisen, oder
mit einer Vielzahl vorgesehener Kontaktkammern und darin angeordneten Federkontaktelementen,
eine so genannte Reihenklemme oder einen Steckverbinder bildend.
[0020] Der Isolierkörper weist neben besagter Kontaktkammer eine Einführöffnung auf, welche
zur Aufnahme eines zu kontaktierenden elektrischen Leiters oder Kontaktes dient. Durch
die Einführöffnung kann dieser in die Kontaktkammer eingeführt werden und mit dem
dort angenommenen Federkontaktelement kontaktiert werden.
[0021] Das Federkontaktelement der Kontaktierungseinrichtung wird aus einem fixierten und
einem freien Ende gebildet. Das fixierte Ende ist zur Fixierung des Federkontaktelements
in der Kontaktkammer vorgesehen. Das freie Ende des Federkontaktelements dient zur
Fixierung und Kontaktierung eines elektrischen Leiters oder Kontaktes.
[0022] Das aus vorzugsweise zwei Schenkeln bestehende Federkontaktelement verspannt sich
zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen der Kontaktkammer. Dabei wird ein eingeführter
Leiter oder Kontakt zwischen einem der Schenkel - dem Kontaktschenkel - und einer
Seitenfläche der Kontaktkammer verklemmt.
[0023] Der zweite Schenkel des Federkontaktelements - der Federkraftschenkel - liegt an
der gegenüberliegenden Seitenfläche der Kontaktkammer an. Dadurch erzeugen die zwei
Schenkel des Federkontaktelements die nötige Kontaktierungskraft um einen eingeführten
elektrischen Leiter oder Kontakt zu kontaktieren.
[0024] Erfindungsgemäß ist zwischen dem Federkraftschenkel und der Seitenfläche, an welcher
der Federkraftschenkel anliegt, ein Schiebeelement vorgesehen. Das Schiebeelement
dient dabei der Einstellung der Federkraft, mit welcher das freie Ende des Federkontaktelements
in der Kontaktkammer wirkt.
[0025] Dabei liegt erfindungsgemäß der Federkraftschenkel nicht direkt an der Seitenfläche
der Kontaktkammer an, sondern an besagtem Schiebelement. Durch verschieben des Schiebeelements
entlang des Federkraftschenkels, kann die Länge des freien Endes des Federkontaktelements
und somit die Kontaktierungskraft der Kontaktierungseinrichtung variiert werden.
[0026] Bei verkürztem, freiem Ende des Federkontaktelements ist die Federkraft mit welcher
sich das freie Ende in der Kontaktkammer verspannt höher als die Federkraft des freien
Endes wenn dessen Länge nicht verkürzt ist.
[0027] Weitere Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen zu finden.
Ausführungsbeispiel
[0028] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Federkontaktelement;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine Kontaktierungseinrichtung;
- Fig. 3
- einen weiteren Querschnitt durch eine Kontaktierungseinrichtung;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine Kontaktierungseinrichtung mit kontaktiertem elektrischen
Leiter;
- Fig. 5
- einen weiteren Querschnitt durch eine Kontaktierungseinrichtung mit kontaktiertem
elektrischen Leiter; und
- Fig. 6
- eine Reihenklemme mit erfindungsgemäßen Kontaktierungseinrichtungen.
[0029] Die Fig.1 zeigt ein Federkontaktelement 11 zur Nutzung in einer erfindungsgemäßen
Kontaktierungseinrichtung 1. Das Federkontaktelement 11 besteht im Wesentlichen aus
zwei Bereichen: einem fixierten Ende 13 und einem freien Ende 12.
[0030] Das fixierte Ende 13 des Federkontaktelements 11 dient zur Befestigung und Fixierung
des Federkontaktelements 11 in einer Kontaktkammer 3, sowie zur elektrischen Kontaktierung
des Federkontaktelementes 11 an weiteren Bauteilen, Leiterplatten oder ähnlichem.
[0031] Das freie Ende 12 des Federkontaktelements 11 ist als federnder Kontaktbereich vorgesehen.
Dafür ist das freie Ende 12 zweckmäßig aus zwei Schenkeln gebildet. Einem Kontaktschenkel
15 zur Kontaktierung eines elektrischen Leiters oder Stiftkontakts 8. Und einem Federkraftschenkel
14, welcher zur Einstellung der Federkraft dient.
[0032] In diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Schenkel 14, 15 in einem Winkel von
ca. 45° zueinander - ein V bildend - angeordnet. Selbstverständlich sind auch andere
Winkel zur Anordnung der Schenkel zueinander denkbar, dass dieser nicht auf 45° eingeschränkt
ist. Zweckmäßig sollte der Winkel jedoch in einem Bereich zwischen 0° und 180° liegen.
[0033] Die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Kontaktierungseinrichtung
1. Dargestellt ist ein Isolierkörper 2, der das Gehäuse der Kontaktierungseinrichtung
1 bildet. Im Isolierkörper 2 ist eine Kontaktkammer 3 vorgesehen, welche ein Federkontaktelement
11, eine Kontaktaufnahme 16 und ein Schiebeelement 20 aufnimmt.
[0034] Der Isolierkörper 2 weist neben der Kontaktkammer 3 eine erste Öffnung 6 und eine
zweite Öffnung 7 auf. Die zweite Öffnung 7 ist als Einführöffnung zum Einführen eines
zu kontaktierenden elektrischen Leiters oder Stiftkontakts 8 vorgesehen. Die erste
Öffnung 6 dient als Entriegelungsöffnung. In diese kann ein länglicher Gegenstand
(z.B. ein Schraubendreher) eingeführt werden um die Kontaktierung eines angeschlossenen
elektrischen Leiters oder Stiftkontakts 8 zu lösen.
[0035] Im unteren gezeigten Bereich weist der Isolierkörper 2 eine weitere, breite Öffnung
zur Kontaktkammer 3 auf. Diese dient lediglich zur Montage der einzelnen Elemente
im Isolierkörper 2 und hat keine erfinderische Aufgabe.
[0036] Zur Verrastung des Federkontaktelements 11 und der Kontaktaufnahme 16 im Isolierkörper
2 kennt der Fachmann aus dem Stand der Technik verschiedenste Möglichkeiten. In diesem
Ausführungsbeispiel wird die Kontaktaufnahme 16 mittels einer Rastzunge in einer Aussparung
im Isolierkörper 2 gehalten. Auf die Verrastung wird nicht weiter eingegangen.
[0037] Das in der Kontaktkammer 2 aufgenommene Federkontaktelement 11 ist im unten gezeigten
Bereich des fixierten Endes 13 in der Kontaktkammer 2 gehalten. Dabei ist das Federkontaktelement
11 in diesem Ausführungsbeispiel in der Kontaktaufnahme 16 aufgenommen und mit dieser
verschweißt.
[0038] Das Federkontaktelement 11 dann jedoch auch direkt - ohne die Kontaktaufnahme 16
- im Isolierkörper 2 gehalten werden.
[0039] Das im oberen Bereich dargestellte freie Ende 12 des Federkontaktelements 11 ist
für die Kontaktierung und Klemmung eines einzuführenden elektrischen Leiters oder
Stiftkontakts 8 vorgesehen.
[0040] Dabei verspannt sich das freie Ende 12, welches aus vorzugsweise zwei Schenkeln gebildet
ist, in der Kontaktkammer 2. Zwischen dem Kontaktschenkel 15 und einer Seitenfläche
5 der Kontaktkammer 2 kann ein elektrischer Leiter oder Stiftkontakt 8 eingeführt
und über die Federkraft des Federkontaktelements 11 mechanisch fixiert und elektrisch
kontaktiert werden.
[0041] Der zweite Schenkel - der Federkraftschenkel 14 - dient dazu die Federkraft, die
der Kontaktschenkel 15 überträgt, aufzunehmen. Dafür liegt der Federkraftschenkel
14 an der Seitenfläche 4 an, die der Seitenfläche 5 gegenüberliegt.
[0042] In dieser Ausführungsform ist das Federkontaktelement 11 - wie vorstehend bereits
beschrieben - nicht direkt in der Kontaktkammer 2 aufgenommen, sondern wird zumindest
bereichsweise von der Kontaktaufnahme 16 umgeben.
[0043] Die Kontaktaufnahme 16 bildet einen Kontaktbereich 17, welcher an der Seitenfläche
5 der Kontaktkammer 3 anliegt, an welcher ein anzuschließender elektrischer Leiter
oder Stiftkontakt 8 kontaktiert wird. Dadurch wird der Leiter oder Stiftkontakt 8
vorteilhaft von zwei Seiten - vom Kontaktbereich 17 und vom Federkontaktelement 11
- elektrisch kontaktiert.
[0044] Am in Fig. 2 unteren Bereich gezeigt, verfügt die Kontaktaufnahme 16 zudem über einen
Anschlussbereich 18. Dieser ist zur Weitergabe elektrischer Signale vorgesehen, die
über die Kontaktierungseinrichtung 1 übertragen werden. Der Anschlussbereich 18 kann
dabei reversibel als Schraubanschluss, per Lötverbindung oder andern dem Fachmann
bekannten Kontaktierungsmöglichkeiten angeschlossen werden.
[0045] In einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Kontaktierungseinrichtung 1 ohne Kontaktaufnahme
16 ist ein Anschlussbereich 18 direkt am Federkontaktelement 11 denkbar.
[0046] Auf der dem Kontaktschenkel 15 abgewandten Seite der Kontaktkammer 3 ist erfindungsgemäß
zwischen dem Federkraftschenkel 14 und der Seitenfläche 4 ein Schiebeelement 20 angeordnet.
Das Schiebeelement 20 ist entlang des Federkraftschenkels 14 verschiebbar.
[0047] Zur Betätigung des Schiebeelements 20 ist in dieser Ausführungsform ein Betätiger
21 an der dem Federkraftschenkel 14 abgewandten Seite des Schiebeelements 20 angeformt.
Auf den Betätiger 21 kann von außerhalb des Isolierkörpers 2 zugegriffen werden. So
kann beispielsweise mit Hilfe eines Schraubendrehers oder ähnlichen Gegenstandes der
Betätiger 21 und so das Schiebeelement 20 verschoben werden.
[0048] In der in Fig. 2 dargestellten Position des Schiebeelements 20 ist eine hohe Federkraft
der Kontaktierungseinrichtung 1 eingestellt. Da sich das Schiebeelement 20 am dem
Kontaktschenkel 15 zugewandten Ende des Federkraftschenkels 14 befindet, kann sich
lediglich der Kontaktschenkel 15 elastisch verformen. Dieser kleine federnde Bereich
des Federkontaktelements 11 bewirkt eine hohe Federkraft und somit Kontaktierungskraft
der Kontaktierungseinrichtung 1.
[0049] Im Vergleich zu der in Fig. 2 dargestellten Position, befindet sich bei der Kontaktierungseinrichtung
1 in Fig. 3 das Schiebeelement 20 am dem Kontaktschenkel 15 abgewandten Ende des Federkraftschenkels
14. Dadurch ist der federnde Bereich des Federkontaktelements 11 länger als in Fig.
2. Durch den längeren federnden Bereich des Federkontaktelements 11 wird eine geringere
Federkraft als in Fig. 2 bewirkt.
[0050] Beim Einführen eines elektrischen Leiters oder Stiftkontaktes 8 in die Kontaktierungseinrichtung
11 wird nicht nur der Kontaktschenkel 15 elastisch verformt, sondern der Kontaktschenkel
15 und der Federkraftschenkel 14.
[0051] In den Fig. 4 und Fig. 5 sind die Kontaktierungseinrichtungen 1 der Fig. 2 und Fig.
3 noch einmal dargestellt. Jedoch mit einem jeweils eingeführten und kontaktieren
elektrischen Leiter 8.
[0052] Der elektrische Leiter 8 ist jeweils zwischen dem Kontaktschenkel 15 des Federkontaktelements
11 und dem Kontaktbereich 17 der Kontaktaufnahme 16 eingeklemmt. Durch die Klemmung
wird eine elektrische Kontaktierung und mechanische Fixierung des elektrischen Leiters
8 sichergestellt.
[0053] In Fig. 4 ist zu erkennen, dass auf Grund der Position des Schiebeelements 20 sich
das Federkontaktelement 11 erst ab dem Kontaktschenkel 15 elastisch verformt. Dieser
kleine, sich verformende Bereich des Federkontaktelements 11 erzeugt eine hohe Kontaktierungskraft,
die auf den elektrischen Leiter 8 wirkt.
[0054] In Fig. 5 verformt sich auf Grund der Position des Schiebelements 20 neben dem Kontaktschenkel
15 auch der Federkraftschenkel 14. Durch den längeren, federnden Bereich des Federkontaktelements
11 ist die erzeugte Kontaktierungskraft auf den elektrischen Leiter 8 geringer als
in Fig. 4.
[0055] Auch sind Positionen des Schiebeelements 20 zwischen den Maximalpositionen aus den
Fig. 4 und 5 denkbar. So kann die Federkraft Beispielsweise über eine Rastung des
Schiebeelements 20 weiter verfeinert werden.
[0056] Die Fig. 6 zeigt einen Steckverbinder 9 zum Auflöten auf einer Leiterplatte mit darin
vorgesehen Kontaktierungseinrichtungen 1 entsprechend der Fig. 1 bis 5. In diesem
Ausführungsbeispiel enthält der Isolierkörper 2 sechs Kontaktierungseinrichtungen
1. Auf der Oberseite ist für jede der Kontaktierungseinrichtungen 1 eine zweite Öffnung
7 vorgesehen, in welche ein anzuschließender elektrischer Leiter oder Stiftkontakt
8 in die Kontaktierungseinrichtung 1 gesteckt werden kann.
[0057] Neben den zweiten Öffnungen 7 ist noch jeweils eine erste Öffnung 6 vorgesehen. In
diese kann ein Schraubendreher oder ähnlicher, länglicher Gegenstand eingebracht werden,
um die Kontaktierung zu lösen.
[0058] Seitlich am Isolierkörper 2 sind Betätiger 21 zu Einstellung der Kontaktierungskraft
zu erkennen. Die fünf linken Betätiger sind auf eine geringe, der rechte auf eine
hohe Kontaktierungskraft eingestellt (vgl. Fig. 4 und Fig. 5).
Bezugszeichenliste
[0059]
- 1.
- Kontaktierungseinrichtung
- 2.
- Isolierkörper
- 3.
- Kontaktkammer
- 4.
- Seitenfläche
- 5.
- Seitenfläche
- 6.
- erste Öffnung
- 7.
- zweite Öffnung
- 8.
- elektr. Leiter / Kontakt
- 9.
- Steckverbinder
- 11.
- Federkontaktelement
- 12.
- freies Ende
- 13.
- fixiertes Ende
- 14.
- Federkraftschenkel
- 15.
- Kontaktschenkel
- 16.
- Kontaktaufnahme
- 17.
- Kontaktbereich
- 18.
- Anschlussbereich
- 20.
- Schiebeelement
- 21.
- Betätiger
1. Kontaktierungseinrichtung für elektrische Leiter und Stiftkontakte,
• bestehend aus einem Isolierkörper (2) in welchem eine Kontaktkammer (3) mit einem
in der Kontaktkammer (3) angeordnetem Federkontaktelement (11), ein Schiebeelement
(20) und eine Kontaktaufnahme (16) vorgesehen sind,
• wobei der Isolierkörper (2) das Gehäuse der Kontaktierungseinrichtung (1) bildet,
• wobei der Isolierkörper (2) eine erste Öffnung (6) und eine zweite Öffnung (7) aufweist,
• dadurch gekennzeichnet, dass die erste Öffnung (6) als Entriegelungsöffnung dient,
um die Kontaktierung eines angeschlossenen elektrischen Leiters oder Stiftkontakts
zu lösen,
wobei die zweite Öffnung (7) als Einführöffnung zum Einführen eines zu kontaktierenden
elektrischen Leiters oder Stiftkontakts dient,
• wobei das Federkontaktelement (11) über ein freies Ende (12) und ein fixiertes Ende
(13) verfügt,
• wobei das freie Ende (12) aus mindestens zwei Schenkeln gebildet ist,
• wobei ein erster Federkraftschenkel (14) an einer Seitenfläche (4) der Kontaktkammer
(3) anliegt,
• wobei ein zweiter Kontaktschenkel (15) an eine der Seitenfläche (4) gegenüberliegende
Seitenfläche (5) in der Kontaktkammer (3) ragt und eine freie, federnde Länge des
freien Endes (12) bildet,
• wobei der Kontaktschenkel (15) zur Kontaktierung eines zwischen dem Kontaktschenkel
(15) und der Seitenfläche (5) einzuführenden elektrischen Leiters oder Stiftkontakts
dient,
• wobei zwischen dem Federkraftschenkel (14) und der Seitenfläche (4) ein Schiebeelement
(20) angeordnet ist an welchem der Federkraftschenkel (14) anliegt, und
• wobei das Schiebeelement (20) entlang des Federkraftschenkels (14) verschiebbar
ist,
• wobei die Kontaktaufnahme (16) das Federkontaktelement (11) aufnimmt, mit diesem
mechanisch verbunden ist und mit diesem in der Kontaktkammer (3) angeordnet ist,
• wobei die Kontaktaufnahme (16) einen Kontaktbereich (17) aufweist, wobei dieser
zwischen dem Kontaktschenkel (15) und der Seitenfläche (5) der Kontaktkammer (3) vorgesehen
ist,
• wobei das Schiebeelement (20) in zwei Maximalpositionen, sowie dazwischen liegende
Positionen bringbar ist,
• so dass die freie, federnde Länge des freien Endes (12) des Federkontaktelements
(11) fein variierbar und vom Kontaktschenkel (15) auf den Federkraftschenkel (14)
verlängerbar ist, und
• dass der Kontaktschenkel (15) in jeder Position des Schiebeelements (20) einen eingeführten
elektrischen Leiter oder Stiftkontakt kontaktiert, und
• dass das Schiebeelement (20) einen Betätiger (21) aufweist, welcher von außerhalb
des Isolierkörpers (2) betätigt werden kann.
2. Kontaktierungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeelemente (20) mehrere nebeneinander angeordnete Kontaktierungseinrichtungen
(1) einen Gruppenbetätiger aufweisen, mittels welchem alle Schiebeelemente (20) gleichzeitig
betätigt werden können und welcher von außerhalb der Kontaktkammer (3) betätigt werden
kann
3. Kontaktierungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kontaktierungseinrichtung (1) in einem Isolierkörper (2) angeordnet,
als Steckverbinder oder Reihenklemme ausgebildet ist.
4. Kontaktierungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Schiebeelement (20) zumindest zwei, vorzugsweise mehr als zwei Rastungen aufweist,
um zwischen den beiden Maximalpositionen verrastet zu werden.
5. Steckverbinder zur lösbaren Kontaktierung mit einem Gegensteckverbinder, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder zur Kontaktierung eines anzuschließenden elektrischen Leiters
mindestens eine Kontaktierungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 aufweist.
1. Contact-making device for electrical conductors and pin contacts,
• comprising an insulating body (2) in which a contact chamber (3) with a spring contact
element (11) which is arranged in the contact chamber (3), a sliding element (20)
and a contact receptacle (16) are provided,
• wherein the insulating body (2) forms the housing of the contact-making device (1),
• wherein the insulating body (2) has a first opening (6) and a second opening (7),
characterized in that
the first opening (6) serves as an unlocking opening in order to release the contact-connection
of a connected electrical conductor or pin contact,
wherein the second opening (7) serves as an insertion opening for inserting an electrical
conductor or pin contact with which contact is to be made,
• wherein the spring contact element (11) has a free end (12) and a fixed end (13),
• wherein the free end (12) is formed from at least two limbs,
• wherein a first spring force limb (14) bears against a side face (4) of the contact
chamber (3),
• wherein a second contact limb (15) projects in the contact chamber (3) toward a
side face (5) which is situated opposite the side face (4), and forms a free, resilient
length of the free end (12),
• wherein the contact limb (15) serves to make contact with an electrical conductor
or pin contact which is to be inserted between the contact limb (15) and the side
face (5),
• wherein a sliding element (20) is arranged between the spring force limb (14) and
the side face (4), the spring force limb (14) bearing against the said sliding element,
and
• wherein the sliding element (20) can be displaced along the spring force limb (14),
• wherein the contact receptacle (16) receives the spring contact element (11), is
mechanically connected to the said spring contact element and, together with the said
spring contact element, is arranged in the contact chamber (3),
• wherein the contact receptacle (16) has, a contact region (17), wherein the said
contact region is provided between the contact limb (15) and the side face (5) of
the contact chamber (3),
• wherein the sliding element (20) can be moved to two maximum positions and also
positions which are situated between the said maximum positions,
• so that the free, resilient length of the free end (12) of the spring contact element
(11) can be finely varied and can be extended from the contact limb (15) to the spring
force limb (14), and
• that the contact limb (15) makes contact with an inserted electrical conductor or
pin contact in each position of the sliding element (20), and
• that the sliding element (20) has an operator (21) which can be operated from outside
the insulating body (2).
2. Contact-making device according to Claim 1, characterized in that the sliding elements (20) have a plurality of contact-making devices (1) which are
arranged next to one another a group operator by means of which all sliding elements
(20) can be operated at the same time and which can be operated from outside the contact
chamber (3).
3. Contact-making device according to either of the preceding claims, characterized in that
at least one contact-making device (1), arranged in an insulating body (2), is in
the form of a plug connector or terminal block.
4. Contact-making device according to one of the preceding claims, characterized in that
the sliding element (20) has at least two, preferably more than two, latching means
in order to be latched between the two.maximum positions.
5. Plug connector for making releasable contact with a mating plug connector, characterized in that the plug connector for making contact with an electrical conductor which is to be
connected has at least one contact-making device (1) according to one of Claims 1
to 4.
1. Dispositif de mise en contact destiné à des conducteurs électriques et à des broches
de contact,
- constitué d'un corps isolant (2) dans lequel il est prévu une chambre de contact
(3) comportant un élément de contact à ressort (11) disposé dans la chambre de contact
(3), un élément coulissant (20) et un logement pour contact (16),
- dans lequel le corps isolant (2) forme le boîtier du dispositif de mise en contact
(1),
- dans lequel le corps isolant (2) comporte une première ouverture (6) et une deuxième
ouverture (7), caractérisé en ce que la première ouverture (6) est utilisée en tant qu'ouverture de déverrouillage pour
interrompre la mise en contact d'un conducteur électrique ou d'une broche de contact
raccordé,
dans lequel la deuxième ouverture (7) est utilisée en tant qu'ouverture d'introduction
pour introduire un conducteur électrique ou d'une broche de contact avec lequel un
contact doit être établi,
- dans lequel l'élément de contact à ressort (11) comporte une extrémité libre (12)
et une extrémité fixée (13),
- dans lequel l'extrémité libre (12) est formée d'au moins deux branches,
- dans lequel une première branche à force de ressort (14) est adjacente à une surface
latérale (4) de la chambre de contact (3),
- dans lequel une deuxième branche de contact (15) fait saillie au niveau d'une surface
latérale (5) opposée à la surface latérale (4) dans la chambre de contact (3) et forme
une longueur élastique libre de l'extrémité libre (12),
- dans lequel la branche de contact (15) est utilisée pour la mise en contact d'un
conducteur électrique ou d'une broche de contact devant être introduit entre la branche
de contact (15) et la surface latérale (5),
- dans lequel un élément coulissant (20.) est disposé entre la branche à force de
ressort (14) et la surface latérale (4), duquel la branche à force de ressort (14)
est adjacente, et
- dans lequel l'élément coulissant (20) peut être déplacé le long de la branche à
force de ressort (14),
- dans lequel le logement pour contact (16) reçoit l'élément de contact à ressort
(11), est relié à celui-ci mécaniquement et est disposé avec celui-ci dans la chambre
de contact (3),
- dans lequel le logement pour contact (16) comporte une région de contact (17), qui
est prévue entre la branche de contact (15) et la surface latérale (5) de la chambre
de contact (3),
- dans lequel l'élément coulissant (20) peut être amené à deux positions maximales,
ainsi qu'à des positions situées entre celles-ci,
- de manière à ce que la longueur élastique libre de l'extrémité libre (12) de l'élément
de contact à ressort (11) avec précision puisse être amenée à varier et puisse être
allongée de la branche de contact (15) à la branche à force de ressort (14), et
- en ce que la branche de contact (15) à chaque position de l'élément coulissant (20) vient en
contact avec un conducteur électrique ou une broche de contact introduit et
- en ce que l'élément coulissant (20) comporte un actionneur (21) qui peut être actionné de l'extérieur
du corps isolant (2).
2. Dispositif de mise en contact selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments coulissants (20) comportent plusieurs dispositifs de mise en contact
(1) disposés côte à côte un actionneur de groupe au moyen duquel tous les éléments
coulissants (20) peuvent être actionnés simultanément et qui peut être actionné de
l'extérieur de la chambre de contact (3).
3. Dispositif de mise en contact selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de mise en contact (1) est disposé dans un corps isolant (2)
et est réalisé sous la forme d'un connecteur ou d'un bornier.
4. Dispositif de mise en contact selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément coulissant (20) comporte au moins deux crans, et de préférence plus de
deux crans, afin qu'il soit enclenché entre les deux positions maximales.
5. Connecteur pour la mise en contact amovible avec un connecteur antagoniste, caractérisé en ce que le connecteur comporte au moins un dispositif de mise en contact (1) selon l'une
quelconque des revendications 1 à 4 pour la mise en contact d'un conducteur électrique
à raccorder.