[0001] Die Erfindung betrifft ein Wertdokument, insbesondere eine Banknote, mit einem visuell
und maschinell lesbaren individualisierenden Kennzeichen, das aus alphanumerischen
Zeichen gebildet wird und mit einem maschinell lesbaren Prüfelement. Die Erfindung
betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Wertdokuments sowie ein
Verfahren zur Verifikation der Echtheit eines derartigen Wertdokuments.
[0002] Wertdokumente, wie z. B. Banknoten, aber auch Pässe, Kreditkarten und andere Datenträger
weisen häufig ein individualisierendes Kennzeichen auf, das aus alphanumerischen Zeichen
gebildet wird. Das individualisierende Kennzeichen ist in der Regel visuell und maschinell
lesbar. Das Kennzeichen kann daher von einem Betrachter als das Wertdokument individualisierendes
und die Echtheit des Wertdokuments sicherndes Zeichen erfasst werden. Darüber hinaus
kann das Kennzeichen auch maschinell gelesen und die Echtheit des damit gekennzeichneten
Wertdokuments überprüft werden. Zur weiteren Absicherung des Wertdokuments gegen Fälschung
ist es bekannt, zusätzlich ein maschinell lesbares Prüfelement auf dem Wertdokument
vorzusehen, das in einer bestimmten Form mit dem individualisierenden Kennzeichen
korreliert.
[0003] Nachteilig an den bekannten Wertdokumenten mit einem solchen individualisierenden
Kennzeichen und einem maschinell lesbaren Prüfelement ist die Tatsache, dass sowohl
das Kennzeichen als auch das Prüfelement in der Regel durch bekannte Druckverfahren
mit verhältnismäßig wenig Aufwand nachgeahmt werden können, und daher das Wertdokument
nicht ausreichend gegen Fälschung und Nachahmung abgesichert ist.
[0004] Dokument
DE 10 2006 017 764 offenbart ein Wertdokument nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Wertdokument
der eingangs genannten Art anzugeben, welches insbesondere durch einen verbesserten
Schutz gegen Fälschung und Nachahmung gekennzeichnet ist. Diese Aufgabe wird durch
die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0006] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Gemäß der Erfindung ist bei einem Wertdokument, insbesondere einer Banknote, mit
einem visuell und maschinell lesbaren individualisierenden Kennzeichen, das aus alphanumerischen
Zeichen gebildet wird, und mit einem maschinell lesbaren Prüfelement vorgesehen, dass
das individualisierende Kennzeichen eine maschinell lesbare Codierung aufweist und
das Prüfelement die Art der Codierung zur Verifikation der Echtheit des individualisierenden
Kennzeichens in einer codierten Form enthält.
[0008] Die Erfindung beruht demnach insbesondere auf dem Gedanken, dass der Fälschungsschutz
durch ein individualisierendes Kennzeichen wesentlich verbessert wird, wenn das Kennzeichen
eine maschinell lesbare Codierung aufweist und das Prüfelement die Art der Codierung
des individualisierenden Kennzeichens wiederum in einer codierten Form enthält. Denn
dadurch ist das Wertdokument nicht nur durch die zusätzliche Codierung des individualisierenden
Kennzeichens besser gegen Fälschung geschützt, sondern es ist maschinell ohne weiteres
möglich zu überprüfen, ob die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens
echt ist oder eine bloße Nachahmung bzw. Fälschung. Enthält das individualisierende
Kennzeichen z. B. alphanumerische Zeichen mit einer magnetischen Codierung, so ist
es einem Fälscher möglicherweise noch möglich zu erkennen, dass eine magnetische Codierung
im Kennzeichen vorliegt, keinesfalls aber kann er eine komplizierte magnetische Codierung,
wie sie auf einem echten Wertdokument vorgesehen ist und wie sie in dem Prüfelement
des Wertdokuments wiederum in codierter Form enthalten ist, nachstellen. Die maschinelle
Detektion des gefälschten individualisierenden Kennzeichens mit einer solchen gefälschten
Codierung und die maschinelle Detektion der Codierungsart, wie sie in dem Prüfelement
des Wertdokuments enthalten ist, lässt über einen Vergleich der gefälschten Art der
Codierung des individualisierenden Kennzeichens und der im Prüfelement enthaltenen
authentischen Art der Codierung einen Schluss über die Echtheit des Wertdokuments
zu. Denn die Art der Codierung ist in dem Prüfelement von dem Hersteller des Wertdokuments
in nur ihm bekannter codierter Form enthalten, so dass ein Fälscher, selbst für den
Fall, dass er das Prüfelement auf dem Wertdokument auslesen kann, keinen Rückschluss
auf die exakte Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens ziehen kann
bzw. eventuelle Rückschlüsse mit einem erheblichen experimentellen und technischen
Aufwand verbunden sind. In vorteilhafter Weise wird damit der Fälschungsschutz des
Wertdokuments erheblich gesteigert, so dass mit entsprechend ausgerüsteten Banknoten-Bearbeitungsmaschinen
echte und gefälschte Wertdokumente sicher voneinander unterschieden werden können.
[0009] Besonders bevorzugt ist ein Wertdokument, das eine Seriennummer als individualisierendes
Kennzeichen enthält. Wenngleich es für die Erfindung grundsätzlich keine Rolle spielt,
ob das aus alphanumerischen Zeichen gebildete individualisierende Kennzeichen nur
eine bestimmte Anordnung von alphanumerischen Zeichen oder aber eine nach einer bestimmten
Bildungsvorschrift gebildete Seriennummer ist, ist die Ausbildung des individualisierenden
Kennzeichens als Seriennummer vorteilhaft, da der Benutzer des Wertdokuments diese
üblicherweise mit einem Wertdokument eher in Verbindung bringt als lediglich eine
bestimmte Anordnung von alphanumerischen Zeichen und daher der Fälschungsschutz wegen
des größeren Wiedererkennungswert eines solchen Wertdokuments mit Seriennummer höher
ist. Des Weiteren lassen sich Seriennummern extrem zuverlässig maschinell auslesen,
was eine schnellere und zuverlässigere maschinelle Banknotenbearbeitung ermöglicht.
Der Begriff Seriennummer umfasst erfindungsgemäß neben Ziffern auch Buchstaben.
[0010] Es ist vorgesehen, dass die maschinell lesbare Codierung des Wertdokuments durch
mindestens zwei alphanumerische Zeichen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
gebildet wird. Eine weitere Verbesserung des Fälschungsschutzes durch das individualisierende
Kennzeichen wird dadurch erreicht, dass eine große Zahl oder sogar alle alphanumerischen
Zeichen des individualisierenden Kennzeichens unterschiedliche physikalische Eigenschaften
aufweisen. Grundsätzlich müssen sich aber nicht alle Zeichen jeweils in ihren physikalischen
Eigenschaften unterscheiden, sondern es reicht z.B. aus, wenn es z. B. zwei Gruppen
von Zeichen gibt, wobei die erste Gruppe eine erste physikalische Eigenschaft und
die zweite Gruppe eine zweite physikalische Eigenschaft aufweist und die erste und
zweite Gruppe z. B. alternierend bzw. in Form einer vorgegebenen Codierung angeordnet
sind. Bei einer Seriennummer mit z. B. acht bis zwölf Zeichen ergibt sich für die
Anordnung der Zeichen der ersten und der zweiten Gruppe in einer festgelegten Art
der Codierung bereits eine große Zahl an Möglichkeiten, so dass dem Fälscher eine
hohe Hürde bei der Nachahmung des codierten individualisierenden Kennzeichens vorgegeben
wird.
[0011] Es handelt sich bei den unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften um unterschiedliche
magnetische Eigenschaften.
[0012] Bei den unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften handelt es sich um Stoffe mit
unterschiedlicher Remanenz und/oder Koerzitivfeldstärke. Beispielsweise kann ein alphanumerisches
Zeichen einen hochkoerzitiven Stoff enthalten, während ein anderes Zeichen einen Stoff
mit anderer, insbesonderer geringerer Koerzitivität aufweist. Stoffe mit im Wesentlichen
keiner Koerzitivität sind insbesondere verschiedene Eisenmodifikationen. Bei den Stoffen
mit mittlerer Koerzitivität kann insbesondere Eisenoxid, bevorzugt in der Modifikation
Fe
2O
3 oder Fe
3O
4 angegeben werden. Zur Kennzeichnung der magnetischen Stoffe wird häufig auch von
harten, mittelharten und weichmagnetischen Stoffen gesprochen, wobei die Übergänge
teilweise fließend sind. Typischerweise beträgt die Koerzitivfeldstärke von für die
erfindungsgemäße magnetische Codierung eingesetzten weichmagnetischen Stoffen weniger
als ca. 3 kA/m, während die Koerzitivfeldstärke von mittelharten magnetischen Stoffen
ca. 10 kA/m bis 30 kA/m und von harten magnetischen Stoffen ca. 150 kA/m bis 400 kA/m
beträgt. Für die magnetische Codierung eines individualisierenden Kennzeichens können
als magnetische Stoffe insbesondere magnetisierbare Pigmente eingesetzt werden.
[0013] Beispielsweise kann ein unter der Bezeichnung 025 BASF von der BASF SE erhältliches
Pigment eingesetzt werden. Das Pigment 025 BASF weist eine Koerzitivfeldstärke von
weniger als 1 kA/m auf und wird durch reines Eisen gebildet.
[0014] Ferner einsetzbar sind die ebenfalls von der BASF SE erhältlichen magnetischen Eisenoxidpigmente
340 BASF, 345 BASF und 346 BASF. Die Koerzitivfeldstärke beträgt für die Pigmente
340 BASF, 345 BASF und 346 BASF 18 kA/m, 21 kA/m bzw. 28 kA/m. Weitere Einzelheiten
zu den vorstehend genannten Pigmenten können dem Datenblatt EVP 003304 e, Rev. 0,
July 2004 entnommen werden, welches unter dem Link http://www.basf.pl/ecpl/Poland/pl/function/conversions:/publish/uplo
ad/02_Products_Industries/04_Business_Segments/Pigmenty/Pigmenty_m agnetyczne_.pdf
verfügbar ist.
[0015] Die vorstehend genannten Pigmente der BASF SE können in Druckfarben eingesetzt werden,
mit denen individualisierende Kennzeichen mit magnetischen Eigenschaften, insbesondere
Seriennummern mit magnetischer Codierung, hergestellt werden. Der Farbton des Pigments
025 BASF ist in dem Produktdatenblatt als Grau spezifiziert, während der Farbton der
Pigmente 340 BASF, 345 BASF und 346 BASF mit Schwarz angegeben wird. Grundsätzlich
ist es denkbar, den in der Regel dunklen Farbton der diese Pigmente enthaltenden Druckfarben
durch entsprechende Zusätze aufzuhellen bzw. Pigmente einzusetzen, die eine helle
Beschichtung, insbesondere eine Titandioxidbeschichtung (TiO
2) enthalten. Magnetische Pigmente mit einer Titandioxidbeschichtung weisen in der
Regel einen hellen bis weißen Farbton auf.
[0016] Die vorstehend genannten Pigmente der BASF SE eignen sich insbesondere für die Aufbringung
mit Offset-, Sieb-, Flexo-, Tiefdruckverfahren, insbesondere Stichtiefdruckverfahren.
Wird hingegen ein Inkjet-Druckverfahren zur Aufbringung der magnetischen Farben eingesetzt,
eignen sich in der Regel Nanopigmente mit einer Teilchengröße im Bereich zwischen
50 nm und 100 nm. Ferner geeignet sind des Weiteren für das Inkjet-Druckverfahren
Tinten, die keramische Magnetpigmente enthalten. Da die keramischen Magnetpigmente
in der Regel größer als die vorstehend genannten Nanopigmente sind, erfordert der
Einsatz solcher keramischer Pigmente einen spezielle Druckkopfaufbau der Inkjet-Druckvorrichtung.
Aufgrund der Tatsache, dass solche speziellen Druckkopfaufbauten in der Regel wesentlich
robuster als Druckköpfe für konventionelle Inkjet-Druckverfahren sind, sollte des
Weiteren auch die Verarbeitung von Partikeln mit einer Teilchengröße von bis zu 5
µm möglich sein.
[0017] Ferner können für die magnetische Codierung im Zusammenhang mit Inkjet-Druckverfahren
auch Nanomagnetpigmente enthaltende Tinten eingesetzt werden, welche für den Druck
eines MICR-Codes zertifiziert sind. Dabei bezeichnet MICR (Magnetic Ink Character
Recognition) eine spezielle Variante der Erkennung von Zeichen, wie sie vor allem
in den USA zur Verarbeitung von Schecks verwendet wird. Dabei werden einerseits die
Ziffern in einem speziellen Zeichensatz namens E-13B gedruckt und darüber hinaus sind
der für den Druck verwendeten Tinte magnetisierbare Eisenoxid-Partikel beigemengt.
Solche Nanomagnetpigmente enthaltenden Tinten, die für den Druck des MICR-Codes zertifiziert
sind, sind z.B. die magnetischen Tinten mit der Bezeichnung "Versalnk nano™" der VersaCheck.com
(USA) und vergleichbare Tinten.
[0018] Wird anstelle des berührungslosen Inkjet-Druckverfahrens ein Laserdruckverfahren
eingesetzt, können MICR-Codes beispielsweise mit einem Toner der Bezeichnung "VersaToner
Ferro Titanium Series" der VersaCheck.com (USA) gedruckt werden. Bei den vorstehend
genannten Tinten bzw. Tonern mit der Produktbezeichnung "VersaInk nano™" bzw. "VersaToner
Ferro Titanium Series" ist davon auszugehen, dass diese relativ geringe Koerzitivfeldstärken
aufweisen. Daher ist es bevorzugt, solche magnetische Pigmente enthaltenden Tinten
bzw. Toner in Kombination mit magnetischen Stoffen einzusetzen, die eine sehr viel
größer Koerzitivfeldstärke aufweisen, insbesondere Stoffe, die als mittelharte bzw.
harte magnetische Stoffe gemäß der weiter oben gegebenen Definition gelten. Denkbar
ist beispielsweise die Erzeugung von Teilen des individualisierenden Kennzeichens
mit den genannten Tonern bzw. Tinten mit Nanomagnetpigmenten in Kombination mit der
Erzeugung anderer Teile des individualisierenden Kennzeichens mittels eines klassischen
Druckverfahrens unter Einsatz von mittelharten oder harten magnetischen Stoffen/Druckfarben.
In jedem Fall lässt sich durch die Kombination der vorstehend genannten berührungslosen
Verfahren und zugehörigen Tinten/Tonern und konventioneller Druckverfahren mit mittelharten
oder harten magnetischen Pigmenten ein individualisierendes Kennzeichen mit magnetischer
Codierung erzeugen, das außerordentlich komplex ist und daher einen sehr guten Schutz
für das mit dem Kennzeichen gesicherte Wertdokument bietet.
[0019] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfasst der Begriff "optische Eigenschaften"
insbesondere die vom Menschen als grundlegend empfundenen Eigenschaften einer Farbe,
nämlich Farbton, Helligkeit und Farbsättigung. Die Qualität der Farbwirkung eines
Farbbereichs, insbesondere individualisierenden Kennzeichens, auf einen Betrachter
kann ferner durch Wertigkeiten, wie Buntheit, Farbigkeit (Farbintensität), Chromatizität,
Farbtiefe, Brillanz und Graustich beschrieben werden. Ferner können die optischen
Eigenschaften der individualisierenden Kennzeichen auch durch weitere Eigenschaften,
wie z. B. das Reflektionsvermögen z.B. glänzend/nicht glänzend, charakterisiert werden.
Auch ist noch anzumerken, dass die alphanumerischen Zeichen unterschiedliche optische
Eigenschaften nicht über den gesamten sichtbaren Wellenlängenbereich von ca. 380 nm
bis ca. 780 nm bzw. nicht sichtbaren Wellenlängenbereich von kleiner 380 nm oder größer
780 nm aufweisen müssen. Vielmehr können sich die optischen Eigenschaften bei einer
ersten Wellenlänge bezüglich einer ersten optischen Eigenschaft und bei einer zweiten,
von der ersten Wellenlänge verschiedenen Wellenlänge bezüglich einer zweiten, von
der ersten optischen Eigenschaft verschiedenen optischen Eigenschaft unterscheiden.
Auch ist es denkbar, dass durch die Änderung des Betrachtungswinkels zwischen einem
alphanumerischen Zeichen und dem Betrachter eine Veränderung der optischen Eigenschaften
dieses Zeichens erzeugt wird. Dies ist z. B. bei individualisierenden Kennzeichen
mit optisch variablen Eigenschaften der Fall. D. h., eine der vorstehend genannten
optischen Eigenschaften, insbesondere der Farbton, die Helligkeit, die Farbsättigung
oder das Reflektionsvermögen des betrachteten Farbbereichs, ändert sich mit dem Betrachtungswinkel.
Bei zwei visuell unterscheidbaren Zeichen ist es daher möglich, dass sie sich unter
einem ersten Betrachtungswinkel bezüglich einer ersten optischen Eigenschaft und unter
einem zweiten Betrachtungswinkel bezüglich einer zweiten optischen Eigenschaft unterscheiden.
[0020] Im Ergebnis weisen zwei alphanumerische Zeichen im Rahmen der vorliegenden Erfindung
also genau dann unterschiedliche optische Eigenschaften auf, wenn sie sich bei zumindest
einer Wellenlänge in zumindest einer optischen Eigenschaft unterscheiden. Dabei kann
die Wellenlänge mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften der alphanumerischen
Zeichen im sichtbaren (ca. 380 nm bis ca. 780 nm), aber auch im nicht sichtbaren Wellenlängenbereich
liegen.
[0021] Bei alphanumerischen Zeichen mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften im nicht
sichtbaren Wellenlängenbereich kann es sich z. B. um solche Zeichen handeln, die aus
Stoffen mit unterschiedlichen Lumineszenzeigenschaften gebildet werden. Denkbar sind
hier z. B. unterschiedliche Fluoreszenz- bzw. Phosphoreszenzstoffe. Bei den unterschiedlichen
Fluoreszenzstoffen kann es sich um solche organischen oder anorganischen Fluoreszenzstoffe
handeln, die bei Anregung bei einer beliebigen Wellenlänge Licht mit unterschiedlicher
Wellenlänge emittieren, d. h. die Emissionswellenlänge der unterschiedlichen Fluoreszenzstoffe
ist verschieden. In entsprechender Weise können sich phosphoreszierende Stoffe in
der Emissionswellenlänge des emittierten Lichts nach vorausgegangener Anregung unterscheiden.
Denkbar ist aber auch z. B. eine unterschiedliche Abklingzeit nach vorangegangener
Anregung, d. h. die Intensität der Phosphoreszenz klingt bei den unterschiedlichen
Phosphoreszenzstoffen unterschiedlich schnell ab. Insbesondere bevorzugt sind alphanumerische
Zeichen mit unterschiedlichen optischen Eigenschaften im ultravioletten bzw. infraroten
Wellenlängenbereich, da in diesen Fällen eine besonders zuverlässige maschinelle Detektion
möglich ist.
[0022] In bevorzugten Ausgestaltungen weisen mindestens zwei alphanumerische Zeichen unterschiedliche
elektrische Eigenschaften, insbesondere eine unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit,
auf. Denkbar sind ferner alphanumerische Zeichen mit unterschiedlichen thermischen,
mechanischen oder akustischen Eigenschaften, was beispielsweise durch Stoffe mit einer
unterschiedlichen und maschinell detektierbaren Wärmeleitfähigkeit, unterschiedlicher
Dichte bzw. mit unterschiedlichen Schwingungseigenschaften realisiert werden kann.
[0023] Grundsätzlich denkbar ist auch eine stückelungsspezifische Codierung. Z.B. kann die
Codierung die Denomination eines Wertdokuments, insbesondere einer Banknote, und eine
Angabe codieren, wie viele Denominationen die Banknotenserie umfasst.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Prüfelement die Art
der Codierung des individualisierenden Kennzeichens in Form eines Codes, bevorzugt
eines Strichcodes, insbesondere eines EAN-, UPC-, IAN- , JAN-Codes, oder eines 2D-Codes
enthält. Alle vorstehend genannten Codes lassen sich extrem zuverlässig maschinell
detektieren. Grundsätzlich ist es allerdings möglich, dass das Prüfelement die Art
der Codierung des individualisierenden Kennzeichens in Form eines Codes enthält, bei
dem es sich lediglich um ein alphanumerisches Zeichen handelt. Denn lediglich der
Hersteller und gegebenenfalls der Bearbeiter der erfindungsgemäßen Banknoten mit einem
die Art des individualisierenden Kennzeichens umfassenden Prüfelement kann aus der
Angabe eines bestimmten alphanumerischen Zeichens Rückschlüsse auf die Art der Codierung
des individualisierenden Kennzeichens ziehen. Dies wird mit Bezug auf die Figuren
weiter unten noch genauer erläutert.
[0025] Ferner ist es bevorzugt, dass das Prüfelement die Art der Codierung des individualisierenden
Kennzeichens in Form von Stoffen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
aufweist. Bei den Stoffen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften gelten
die Ausführungen zu den unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften, die hinsichtlich
der alphanumerischen Zeichen des individualisierenden Kennzeichens weiter oben gemacht
wurden.
[0026] In weiteren bevorzugten Ausgestaltungen ist vorgesehen, dass das Prüfelement die
Art der Codierung in Form eines auf dem Substrat des Wertdokuments aufgebrachten Aufdrucks,
insbesondere eines mittels einem Offset-, Sieb-, Flexo-, Tiefdruckverfahren aufgebrachten
Aufdrucks, aufweist. Besonders bevorzugt ist es des Weiteren, wenn das Prüfelement
die Art der Codierung in Form eines auf dem Substrat mittels eines berührungslosen
Inkjet- oder Laserdruckverfahrens aufgebrachten Aufdrucks aufweist. Die berührungslosen
Druckverfahren lassen eine präzise Fertigung der Prüfelemente, aber auch der individualisierenden
Kennzeichen zu, gleichzeitig ermöglichen sie aber auch, eine große Zahl an unterschiedlichen
Stoffen für die Aufbringung auf das Wertdokument einzusetzen, und damit sehr unterschiedliche
Ausgestaltungen des Prüfelements bzw. des individualisierenden Kennzeichens zu erzeugen.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass das Prüfelement ein
auf oder zumindest teilweise in dem Wertdokument angeordnetes Folienelement, insbesondere
ein Sicherheitsfaden, Sicherheitsstreifen oder Sicherheitspatch, ist. Dabei ist es
ferner bevorzugt, dass das Folienelement die Art der Codierung des individualisierenden
Kennzeichens bevorzugt in Form einer Feinstruktur, insbesondere einer Beugungsstruktur,
Mattstruktur oder Linsenanordnung, aufweist. Bei einer Mattstruktur handelt es sich
im Rahmen der vorliegenden Erfindung um eine achromatische Struktur. Die Vorsehung
eines als Folienelements ausgebildeten Prüfelementes hat den Vorteil, dass das Prüfelement
als separates Element gefertigt werden und auf oder zumindest teilweise in dafür vorgesehenen
Wertdokumenten angeordnet werden kann.
[0028] In anderen Gestaltungen ist es bevorzugt, dass das Prüfelement die Art der Codierung
in Form eines in dem Substrat des Wertdokuments angeordneten Wasserzeichens, insbesondere
eines hochaufgelösten, sogenannten multitonalen Wasserzeichens, aufweist. Multitonale
Wasserzeichen lassen in Durchsicht für den Betrachter eine große Zahl an Farbtönen
erkennen und werden daher auch als vielstufige Wasserzeichen bzw. Mehrton-Wasserzeichen
bezeichnet.
[0029] Anstelle eines in dem Substrat des Wertdokumentes angeordneten Wasserzeichens kann
auch ein drucktechnisch erzeugtes Wasserzeichen bzw. sogenannte Pseudo-Wasserzeichen
eingesetzt werden. Handelt es sich bei dem Substrat des Wertdokumentes beispielsweise
um ein polymeres Substrat, kann durch einen Farbauftrag mit bereichsweise unterschiedlicher
Farbschichtdicke und damit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit ein Pseudo-Wasserzeichen
erzeugt werden, welches einem in einem Papiersubstrat angeordneten Wasserzeichen nachgebildet
ist.
[0030] Bei dem für die Erzeugung des Pseudo-Wasserzeichens vorgesehenen Aufdruck kann es
sich auch um eine im Wesentlichen deckende, d.h. opake bzw. lichtundurchlässige Schicht
handeln, die lokale Aussparungen aufweist. Eine solche Ausführungsform wird mit Vorteil
auf einem transparenten Bereich einer Polymerbanknote erzeugt.
[0031] Weiterhin kann das Prüfelement auch in Form eines Substrates mit einer Anordnung
vollständiger Durchbrechungen, insbesondere in Form eines Balkencodes oder in Form
von Mikroperforationen (z. B. runde Durchbrechungen) ausgebildet sein.
[0032] Zur Erhöhung des Fälschungsschutzes, insbesondere eines als Wasserzeichen bzw. Pseudo-Wasserzeichen
ausgebildeten Prüfelementes kann im Bereich des Wasserzeichens bzw. Pseudo-Wasserzeichens
ein weiterer Merkmalsstoff, insbesondere einer der vorstehend genannten Lumineszenzstoffe
vorgesehen sein. Bevorzugt kann dabei im Bereich eines in einem papierbasierten Substrats
des Wertdokumentes eingebetteten Wasserzeichens ein erster Teilbereich Titandioxid
in einer ersten Modifikation und ein zweiter Teilbereich Titandioxid in einer zweiten
Modifikation enthalten. Beispielsweise kann der erste Teilbereich Titandioxid in der
Modifikation Anatas und kein Titandioxid in der Modifikation Rutil enthalten, während
der zweite Teilbereich Titandioxid in der Modifikation Rutil und kein Titandioxid
in der Modifikation Anatas enthält. Die Modifikationen Anatas und Rutil sind visuell
im Wesentlichen nicht unterscheidbar, unterscheiden sich aber in ihren Absorptions-
und Lumineszenzeigenschaften. Durch die Vorsehung dieser speziellen Anordnung von
Titandioxid in den Modifikationen Anatas und Rutil lässt sich ein modifiziertes Wasserzeichen
mit einem außerordentlich großen Fälschungsschutz herstellen, da zusätzlich auch noch
eine Absicherung durch die verschiedenen Absorptions- und Lumineszenzeigenschaften
der Modifikationen Rutil und Anatas insbesondere im ultravioletten Wellenlängenbereich
gegeben ist.
[0033] In einer weiteren Variante kann der Bereich eines Wasserzeichens einen ersten Teilbereich
aufweisen, der Hohlkügelchen und keine Mischung der Titandioxid-Modifikationen Rutil
und Anatas enthält, während ein zweiter Teilbereich Titandioxid in der Modifikation
Rutil und/oder der Modifikation Anatas, aber keine Hohlkügelchen aufweist. Dabei handelt
es sich bei den Hohlkügelchen um kunststoffbasierte Hohlkügelchen, die Licht streuen
und damit zur Ausbildung einer deckenden Beschichtung geeignet sind. Besonders geeignet
sind als Material für die Hohlkügelchen Polystyrol (PES) oder gesintertes Polytetrafluorethylen
(PTFE). Auch durch ein solches Sicherheitsmerkmal, umfassend Titandioxid in den Modifikationen
Rutil, Anatas, und Hohlkügelchen wird der Fälschungsschutz des damit gesicherten Wertdokuments
durch das beschriebene Sicherheitsmerkmal mit speziellen lumineszierenden Eigenschaften
erheblich gesteigert.
[0034] Es versteht sich, dass die oben beschriebenen Varianten, enthaltend Titandioxid,
auch selbstständig, d.h. ohne das Wasserzeichen oder Pseudo-Wasserzeichen als Prüfelement
ausgebildet sein können.
[0035] Bei einer noch weiteren Ausführungsform des Prüfelementes ist das Prüfelement in
Form einer optisch variablen Beschichtung, insbesondere eines optisch variablen Balkencodes
ausgebildet. Beispielsweise kann der optisch variable Balkencode einen Farbkippeffekt
von Grün (Aufsicht) nach Magenta (schräger Betrachtungswinkel) aufweisen, während
die den Balkencode umgebenden Bereiche einen Farbkippeffekt von Grün (Aufsicht) nach
Gold (schräger Betrachtungswinkel) aufweisen. In einem solchen Fall ist das Prüfelement
in Aufsicht für einen Betrachter im Wesentlichen nicht sichtbar, während bei einem
schrägen Betrachtungswinkel ein magentafarbener Prüfcode vor goldfarbenem Hintergrund
sichtbar ist. Ein solches Prüfelement ist insbesondere ein auf bzw. zumindest teilweise
in dem Wertdokument angeordnetes Folienelement, wie weiter oben bereits erläutert.
[0036] Auch die Vorsehung des Prüfelements in dem Substrat des Wertdokuments ermöglicht
grundsätzlich die Herstellung von Wertdokumenten mit unterschiedlichen Prüfelementen
und damit unterschiedlichen Codierungen des individualisierenden Kennzeichens. Dies
kann mit gewissem technischen Aufwand während der Herstellung des für das Wertdokument
benötigten papierbasierten Substrats erfolgen. Insbesondere bei der Ausbildung des
Prüfelementes als multitonales Wasserzeichen ergibt sich ein extrem hoher Fälschungsschutz,
da solche Wasserzeichen aufgrund des technischen Aufwandes für einen Fälscher eine
extrem hohe Hürde darstellen.
[0037] Ferner ist es bevorzugt, dass das Prüfelement die Art der Codierung in einer visuell
nicht lesbaren Form enthält. Wenngleich es grundsätzlich denkbar ist, das Prüfelement
visuell und maschinell lesbar auszubilden, hat die Ausgestaltung des Prüfelements
in einer nur maschinell lesbaren Form den Vorteil, dass ein Fälscher das Prüfelement
auf dem Wertdokument nicht oder nur mit erheblichem technischen Aufwand auffinden
kann. Der Fälschungsschutz solcher Wertdokumente mit visuell nicht erfassbaren Prüfelementen
ist somit besonders hoch. Bei den lediglich maschinell lesbaren Prüfelementen können
mit Vorteil wiederum Stoffe eingesetzt werden, wie sie bereits für visuell nicht erfassbare
alphanumerische Zeichen weiter oben im Text erwähnt wurden, also insbesondere lumineszierende
Stoffe, welche im sichtbaren Wellenlängenbereich nicht anregbar sind.
[0038] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist ferner vorgesehen, dass die maschinell
lesbare Codierung in wenigstens einem alphanumerischen Zeichen in Form einer bevorzugt
visuell nicht lesbaren Zusatzinformation, insbesondere einer Unterbrechung, eines
Musters oder eines Mikrotextes, enthalten ist. Solche Ausgestaltungen zeichnen sich
ebenfalls durch einen hohen Fälschungsschutz aus und lassen sich mit entsprechendem
technischen Aufwand auch mit hoher Präzision fertigen. Die Zusatzinformation in einem
oder mehreren alphanumerischen Zeichen kann von dem alphanumerischen Zeichen selbst,
also z. B. der Seriennummer abhängen, was den Fälschungsschutz mit solchen Varianten
gesicherter Wertdokumente weiter verbessert.
[0039] Die Erfindung umfasst ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Wertdokumentes,
insbesondere einer Banknote, bei dem
- ein Substrat mit zumindest einem visuell und maschinell lesbaren individualisierenden
Kennzeichen versehen wird, das aus alphanumerischen Zeichen gebildet wird und das
eine maschinell lesbare Codierung aufweist, und
- das Substrat mit einem Prüfelement versehen wird, das die Art der Codierung des Kennzeichens
zur Verifikation der Echtheit des Kennzeichens in codierter Form enthält.
[0040] Besonders bevorzugt ist dabei insbesondere, dass das individualisierende Kennzeichen
und/ oder das Prüfelement mittels eines Offset-, Sieb-, Flexo-, Tiefdruckverfahrens
oder mittels eines berührungslosen Verfahrens, bevorzugt eines Inkjet- oder Laserdruckverfahrens,
auf dem Substrat aufgebracht wird. Es versteht sich, dass die Aufbringung des individualisierenden
Kennzeichens und des Prüfelementes mit dem gleichen Verfahren oder aber mit verschiedenen
Verfahren erfolgen kann. Zwar ist die Aufbringung mit nur einem Verfahren wirtschaftlicher,
andererseits kann die Aufbringung mit unterschiedlichen Verfahren den Schutz gegen
Verfälschung und Nachahmung des Wertdokuments weiter verbessern, da einem Fälscher
in der Regel nicht alle für die Aufbringung von individualisierendem Kennzeichen und
Prüfelement denkbaren Verfahren und dazu erforderlichen Druckfarben bzw. Tinten oder
Toner zugänglich sind.
[0041] Insbesondere für das individualisierende Kennzeichen ist es grundsätzlich aber auch
denkbar, die alphanumerischen Zeichen, insbesondere eine Seriennummer, mit einem bekannten
mechanischen Nummerierwerk aufzubringen. Dabei kann in bevorzugten Ausgestaltungen
auch ein Teil der alphanumerischen Zeichen, insbesondere die Ziffern mit einem mechanischen
Nummerierwerk und ein anderer Teil der alphanumerischen Zeichen mittels eines Druckverfahrens,
insbesondere eines berührungslosen Druckverfahrens, z. B. Inkjet- oder Laserdruckverfahrens,
aufgebracht werden. Auch solche Ausführungsformen, die ein mit einem mechanischen
Nummerierwerk und einem anderen Druckverfahren, insbesondere berührungslosen Druckverfahren,
aufgebrachtes individualisierendes Kennzeichen aufweisen, sind besonders gut gegen
Fälschung und Nachahmung geschützt.
[0042] Alternativ zu den in dieser Anmeldung erwähnten berührungslosen Laserdruckverfahren
können auch Verfahren eingesetzt werden, bei denen das Substrat des Wertdokuments
durch Beaufschlagung mit Laserstrahlung und die dabei hervorgerufene farbliche Veränderung
des Substrats mit dem individualisierenden Kennzeichen und/oder dem Prüfelement versehen
wird. Selbstverständlich kann auch eine auf dem Substrat des Wertdokuments aufgebrachte
Schicht zur Erzeugung eines individualisierenden Kennzeichens oder eines Prüfelements
mit geeigneter Laserstrahlung beaufschlagt werden.
[0043] In einer bevorzugten Verfahrensvariante wird das Prüfelement als separates Folienelement,
insbesondere als Sicherheitsfaden, Sicherheitsstreifen oder Sicherheitspatch, erzeugt
und auf oder zumindest teilweise in dem Substrat des Wertdokuments angeordnet. Die
Erzeugung des Prüfelementes als separates Folienelement hat den Vorteil, dass z. B.
bei einer bestimmten Banknotenserie unterschiedliche Codierungen und damit unterschiedliche
Prüfelemente vorgesehen werden können. Z. B. können bei einem typischen Banknotenbogen,
der auch als Mehrnutzenbogen bezeichnet wird und der 64 noch zu vereinzelnde Banknoten
aufweist, bis zu 64 verschiedene Codierungen realisiert werden. Dazu wird jede der
64 Banknoten mit einem bestimmten individualisierenden Kennzeichen und einer bestimmten
Codierung des individualisierenden Kennzeichens versehen und jede der 64 Banknoten
mit dem die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens aufweisenden Prüfelement
versehen, was z. B. mittels eines sogenannten Sicherheitspatches, also eines z. B.
runden, eckigen oder anderweitig begrenzten Folienelementes, erfolgen kann. Wird hingegen
anstelle des nicht langgestreckten Sicherheitspatches ein langgestrecktes Folienelement,
insbesondere ein Sicherheitsfaden oder ein Sicherheitsstreifen, als Prüfelement auf
bzw. teilweise in das Wertdokument eingebracht, wird die Art der Codierung bevorzugt
in jeder Spalte eines die 64 noch zu vereinzelnden Banknoten aufweisenden Bogens die
gleiche Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens und damit das gleiche
Prüfelement aufweisen. Die Vorsehung gleicher Codierungen und Prüfelemente in einer
Spalte des Banknotenbogens resultiert aus der Art und Weise der Herstellung des Banknotenbogens.
In einer weiter bevorzugten Verfahrensvariante ist vorgesehen, dass das Prüfelement
während der Herstellung des Substrats als Wasserzeichen, insbesondere als multitonales
Wasserzeichen, erzeugt wird. Auch dadurch lässt sich ein Wertdokument erzeugen, das
aufgrund der Integration des Prüfelementes in das Wertdokument einen außerordentlich
hohen Fälschungsschutz aufweist.
[0044] Schließlich umfasst die Erfindung auch ein Verfahren zur Verifikation eines Wertdokuments,
insbesondere einer Banknote, wobei das Wertdokument ein visuell und maschinell lesbares
und aus alphanumerischen Zeichen gebildetes individualisierendes Kennzeichen und ein
maschinell lesbares Prüfelement aufweist, wobei das individualisierende Kennzeichen
eine maschinell lesbare Codierung aufweist und wobei das Prüfelement die Art der Codierung
des individualisierenden Kennzeichens in codierter Form enthält, dadurch gekennzeichnet,
dass die Codierung des individualisierenden Kennzeichens und die im Prüfelement enthaltene
Art der Codierung mittels eines Sensors ausgelesen und zur Verifikation der Echtheit
des individualisierenden Kennzeichens miteinander verglichen werden.
[0045] Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es somit maschinell möglich, die Echtheit
eines erfindungsgemäßen Wertdokumentes festzustellen bzw. eine Fälschung von einem
erfindungsgemäßen Wertdokument zu unterscheiden. Denn eine Fälschung wird sich entweder
in der Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens oder in der im Prüfelement
in codierter Form hinterlegten Art der Codierung von einem Wertdokument mit echtem
individualisierenden Kennzeichen bzw. echtem Prüfelement unterscheiden.
[0046] Bei dem Substrat des erfindungsgemäßen Wertdokumentes kann es sich insbesondere um
Papier, vorzugsweise Baumwollpapier, ein Polymer oder einen Folien-Papier-Verbund
handeln. Letzterer weist vorzugsweise eine Schichtenfolge Folie/Papier/Folie oder
Papier/Folie/Papier auf. Das Wertdokument kann auch eine Ausweiskarte darstellen,
insbesondere eine Kreditkarte, eine Bankkarte, eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte,
einen Personalausweis, einen Pass oder eine Pass-Personalisierungsseite.
[0047] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfasst der Begriff "Wertdokument" sowohl umlauffähige
Dokumente als auch Dokumente, die nicht umlauffähig sind, d.h., Dokumente, die vor
der In-Umlauf-Bringung bzw. der In-Verkehr-Bringung noch fertiggestellt werden, z.B.
noch mit bestimmten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet werden müssen.
[0048] In allen Ausführungsformen kann für das individualisierende Kennzeichen bzw. das
Prüfelement des Wertdokumentes eine optisch variable Schicht vorgesehen sein, die
erste optisch variable Effektpigmente zur Erzeugung eines betrachtungswinkelabhängigen
visuellen Eindrucks enthält, und die zweite, durch ein äußeres Magnetfeld reversibel
ausrichtbare Effektpigmente enthält, wobei der Grad der Ausprägung des betrachtungswinkelabhängigen
visuellen Eindrucks der optisch variablen Effektpigmente von der Orientierung der
magnetisch ausrichtbaren Effektpigmente relativ zur Ebene der Schicht abhängt. Die
Vorsehung einer solchen Schicht für das individualisierende Kennzeichen bzw. das Prüfelement
verleiht dem damit gesicherten Wertdokument einen weiter gesteigerten Fälschungsschutz,
da das individualisierende Kennzeichen bzw. das Prüfelement erst mittels eines äußeren
Magnetfeldes visuell und maschinell vollständig erfassbar wird, d.h., das Kennzeichen
bzw. Prüfelement ist interaktiv mittels eines äußeren Magnetfeldes visuell und maschinell
lesbar.
[0049] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0050] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Banknote mit individualisierendem
Kennzeichen und Prüfelement in Aufsicht, und
- Fig. 2
- in (a), das mit einem Sensor detektierte Signal des in Fig. 1 gezeigten individualisierenden
Kennzeichens mit einer magnetischen Codierung und in (b) das Signal eines individualisierenden
Kennzeichens mit gleicher Zahl an alphanumerischen Zeichen, aber ohne magnetische
Codierung.
[0051] Die Erfindung wird nun am Beispiel eines Wertdokuments in Form einer Banknote erläutert.
Fig. 1 zeigt dazu in Aufsicht eine schematische Darstellung einer Banknote 1, die
mit einem erfindungsgemäßen individualisierenden Kennzeichen 2 und einem Prüfelement
in drei verschiedenen Ausführungsformen versehen ist. Die verschiedenen Varianten
des Prüfelements sind mit dem Bezugszeichen 4, 5 und 6 versehen. In der Regel weist
die Banknote nur ein Prüfelement auf.
[0052] Bei dem individualisierenden Kennzeichen 2 handelt es sich um eine Folge von alphanumerischen
Zeichen in Form einer Seriennummer, wobei der erste Teil der Seriennummer durch die
Ziffernfolge "123456789" und der zweite Teil der Seriennummer durch die Folge der
Buchstaben "AB" realisiert ist. Die Ziffern "12" und "67" sind mit einer magnetischen
Farbe mittels eines berührungslosen Inkjet-Druckverfahrens aufgebracht worden und
sind in Fig.1 mit dem Bezugszeichen 3A bzw. 3B bezeichnet. Auch die Buchstabenfolge
"AB", welche mit dem Bezugszeichen 3C bezeichnet ist, stellt einen mittels eines berührungslosen
Druckverfahrens aufgebrachten magnetischen Aufdruck dar.
[0053] Die mit dem Bezugszeichen 3D bzw. 3E versehenen Ziffern "345" bzw. "89" stellen einen
nichtmagnetischen Aufdruck mit im Wesentlichen gleicher Farbe wie die Aufdrucke 3A,
3B und 3C, dar, sind aber z. B. mittels eines mechanischen Nummerierwerks aufgebracht
worden. Alternativ können die Ziffern 3D und 3E auch durch Beaufschlagen des Datenträgers
mit Laserstrahlung und die dabei hervorgerufene farbliche Veränderung des Wertdokumentsubstrats
erzeugt werden.
[0054] Im Ergebnis ist das individualisierende Kennzeichen 2 für den Benutzer der Banknote
visuell erfassbar, wobei durch die Vorsehung im Wesentlichen gleicher Farbtöne für
die Teile 3A bis 3E des individualisierenden Kennzeichens 2 der Betrachter die einzelnen
Teile des Kennzeichens 2 in der Regel nicht unterscheiden kann. Eine Unterscheidung
der Teile 3A bis 3E des individualisierenden Kennzeichens 2 ist aber maschinell ohne
Weiteres möglich, insbesondere ist die im Kennzeichen 2 vorgesehene Codierung maschinell
lesbar, wie nachfolgend anhand von Fig. 2 genauer erläutert wird.
[0055] In Fig. 2 (a) ist das Signal 22 eines Sensors wiedergegeben, der das Kennzeichen
2 aus der Banknote 1 gemäß Fig. 1 ausgelesen hat. Während die x-Achse zu der in Fig.
1 eingezeichneten Längsrichtung 11 des Kennzeichens 2 korreliert, die zugleich auch
die Bewegungsrichtung der Banknote 1 relativ zum Magnetsensor während des Auslesevorgangs
des Kennzeichens 2 darstellt, ist die Signalhöhe entlang der y-Achse dargestellt.
Sowohl die x-Achse als auch die y-Achse sind mit willkürlichen Einheiten (w. E.) gekennzeichnet.
In Fig. 2 (a) ist ferner die Folge der magnetischen Zeichen 3A, 3B und 3C mit der
Ziffernfolge "11" innerhalb der Codierung 20 gekennzeichnet, während die nichtmagnetischen
Teile 3D und 3E mit den Ziffern "0" in der Codierung 20 gekennzeichnet sind. Durch
die Folge von magnetischen Zeichen 3A, 3B und 3C und dazwischen angeordneten nichtmagnetischen
Zeichen 3D und 3E ist das Signal 22 des Magnetsensors insbesondere durch die zusätzliche
Modulation ZM gekennzeichnet. Die magnetische Codierung des Kennzeichens 2 lässt sich
jedenfalls eindeutig von einem entsprechenden Zeichen ohne magnetische Codierung unterscheiden,
wie dies in Fig. 2 (b) dargestellt ist. Dabei handelt es sich um das vom Magnetsensor
detektierte Signal für ein in Fig.1 nicht weiter dargestelltes Kennzeichen mit gleicher
Zahl und Folge an alphanumerischen Zeichen, wie dies bei dem Kennzeichen 2 der Fall
ist, wobei allerdings sämtliche Zeichen mit einer magnetischen Farbe, d.h. ohne Codierung,
auf dem Substrat des Wertdokuments aufgebracht wurden. Aus Fig. 2 (b) ist gut zu entnehmen,
dass die zusätzliche Modulation ZM gemäß Fig. 2 (a) im Wesentlichen fehlt. Die magnetische
Codierung des Kennzeichens 2 ist also maschinell sehr gut von einem visuell für den
Betrachter gleich erscheinenden Kennzeichen ohne magnetische Codierung zu unterscheiden.
Die zusätzliche Modulation ZM im Signal 22 resultiert also in erster Linie aus der
Abfolge von Zeichen mit und Zeichen ohne magnetische Eigenschaften. Dabei kann für
die Zeichen mit magnetischen Eigenschaften beispielsweise eine Farbe oder Tinte mit
magnetischen Pigmenten eingesetzt werden, wobei sämtliche weiter oben im Text genannten
Druckverfahren, Druckfarben, Tinten und magnetische Stoffe eingesetzt werden können.
[0056] Die Erfindung wird nun weiter anhand von Fig.1 erläutert. In Fig. 1 sind im rechten
Bereich der Banknote 1 drei Varianten eines erfindungsgemäßen Prüfelementes dargestellt.
Bei dem mit dem Bezugszeichen 4 versehenen Prüfelement handelt es sich um einen Balkencode,
der maschinell lesbar ist und die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens
2 enthält. Der Balkencode 4 kann vorteilhafterweise visuell nicht sichtbar sein, was
bei Verwendung von im sichtbaren Wellenlängenbereich nicht sichtbaren, aber bei Anregung
mit geeigneter elektromagnetischer Strahlung z. B. im nichtsichtbaren Wellenlängenbereich
emittierender Stoffe möglich ist. Beispielsweise können dazu im sichtbaren Wellenlängenbereich
nicht sichtbare Lumineszenzstoffe eingesetzt werden, die im infraroten (IR) bzw. ultravioletten
(UV) Wellenlängenbereich absorbieren und/ oder lumineszieren bzw. im IR- und UV-Wellenlängenbereich
absorbieren und im sichtbaren Wellenlängenbereich lumineszieren.
[0057] Der Balkencode 4 enthält die dem Hersteller der Banknote bekannte und anhand von
Fig.1 und Fig. 2 erläuterte Codierung des individualisierenden Kennzeichens 2. Mit
anderen Worten ist die Folge von magnetischen und nichtmagnetischen Zeichen 20 in
codierter Form in dem Balkencode des Prüfelementes 4 enthalten. Auch die Form der
Codierung des Prüfelementes 4 ist dem Hersteller der Banknote bekannt. Beispielsweise
könnte der Balkencode zu der Ziffer "202" korrespondieren, wobei die Ziffer "202"
eindeutig zu der vorliegend beschriebenen Art der Codierung mit der Ziffernfolge "11000110011"
korrespondiert. Da die Form der Codierung des Prüfelementes 4 nur dem Hersteller und
gegebenenfalls einem authorisierten Bearbeiter der Banknote bekannt ist, könnte anstelle
des in Fig. 1 dargestellten Balkencodes auch lediglich die Ziff. "202" z. B. mit visuell
nicht erfassbaren lumineszierenden Farben auf der Banknote 1 aufgebracht sein. In
jedem Fall ergibt die maschinelle Detektion des individualisierenden Kennzeichens
2 und des Prüfelementes 4 durch Vergleich der für das Kennzeichen 2 maschinell ausgelesenen
Art der Codierung und der für das Prüfelement über den Balkencode ausgelesenen Codierungsziffer
unmittelbar eine Aussage darüber, ob die Banknote echt ist oder ob es sich um eine
Fälschung handelt. Denn bei Vorsehung einer entsprechend komplexen Codierung für das
individualisierende Kennzeichen 2 bzw. für das Prüfelement 4 ist eine Nachahmung des
individualisierenden Kennzeichens bzw. Prüfelementes ohne Weiteres maschinell festzustellen.
[0058] Das in Fig.1 dargestellte Prüfelement 4 kann in entsprechender Weise auch als Wasserzeichen
im Substrat der Banknote 1 vorgesehen sein. Dazu wird der Balkencode während der Papierherstellung
als Wasserzeichen, insbesondere als sehr hoch aufgelöstes sogenanntes multitonales
Wasserzeichen erzeugt. Die Detektion eines solchen Wasserzeichens kann mittels eines
sogenannten Durchlicht- oder Transmissionssensors erfolgen. Hingegen wird das in Fig.
1 dargestellte, insbesondere aufgedruckte Prüfelement 4 mittels eines zur Auflicht-
bzw. Reflexionsmessung geeigneten Sensors detektiert.
[0059] Das Prüfelement 5 der Banknote 1 stellt eine alternative Ausführungsform dar, bei
der es sich um ein langgestrecktes Folienelement, insbesondere einen Folienstreifen
handelt, der entlang der kurzen Seite der Banknote verläuft. Das Folienelement 5 enthält
neben nicht weiter dargestellten Sicherheitsmerkmalen insbesondere eine Codierung,
die wiederum als Balkencode ausgeführt sein kann. Selbstverständlich ist auch jede
andere Form von Codierung auf dem Prüfelement 5 denkbar, insbesondere eine Abfolge
von Stoffen mit unterschiedlichen magnetischen, elektrischen, optischen etc. Eigenschaften.
Da ein solcher Folienstreifen 5 während der Herstellung des Wertdokumentes auf den
Substratbogen mit noch zu vereinzelnden Wertdokumenten aufgebracht wird, können alle
Banknoten in einer Spalte des sogenannten Mehrnutzenbogens das gleiche Prüfelement
aufweisen. In einer anderen Spalte des Mehrnutzenbogens könnte jedes Wertdokument
mit einem anderen Prüfelement versehen sein, das eine andere Art der Codierung aufweist,
die zu einem anders codierten individualisierenden Kennzeichen korreliert. Schließlich
ist in Fig.1 noch eine weitere Variante eines Prüfelementes mit dem Bezugszeichen
6 bezeichnet, bei der es sich um die Abfolge von drei Ringen unterschiedlicher Größe
handelt, die konzentrisch angeordnet sind. Bei dem Prüfelement 6 könnte es sich um
einen sogenannten Folienpatch, also ein nicht langgestrecktes Folienelement handeln,
welches insbesondere eine Beugungsstruktur oder eine Mattstruktur aufweist. Durch
die spezielle Ausbildung, insbesondere die Wahl der Durchmesser D1, D2, D3 bzw. die
Breite B der Ringe, kann wiederum die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens
2 in dem Prüfelement 6 in maschinenlesbarer Form hinterlegt werden. Alternativ zu
der vorstehend beschriebenen Variante könnte das Prüfelement 6 wiederum als Wasserzeichen
in Form dieser Ringe ausgebildet sein und mittelt eines geeigneten Durchlicht- oder
Transmissionssensors maschinell lesbar sein.
[0060] Insbesondere bei den mittels eines Druckverfahrens aufgebrachten Prüfelementen ist
es denkbar, dass das Wertdokument mit individualisierendem Kennzeichen 2 erst zu einem
späteren Zeitpunkt mit dem Prüfelement versehen wird. Auch mittels berührungsloser
Verfahren, insbesondere durch Beaufschlagung mit Laserstrahlung, kann das Prüfelement
zu einem späteren Zeitpunkt dem Wertdokument hinzugefügt werden, so dass das Wertdokument
erst ab Hinzufügung des Prüfelementes fertiggestellt und in Umlauf bzw. in Verkehr
gebracht werden kann.
[0061] Je nach verwendetem Verfahren zur Aufbringung von individualisierendem Kennzeichen
und Prüfelement ist es erfindungsgemäß möglich, bei einem Mehrnutzenbogen alle Banknoten
auf dem Bogen bzw. alle Banknoten auf dem Bogen in einer Spalte mit derselben Art
von Codierung und demselben Prüfelement auszustatten oder aber alle Banknoten auf
dem Bogen in einer Zeile mit derselben Art der Codierung und demselben Prüfelement
auszustatten. In einer sehr speziellen Ausführungsform ist es darüber hinaus möglich,
alle Banknoten auf dem Bogen mit jeweils unterschiedlich codierten individualisierenden
Kennzeichen und jeweils korrespondierenden Prüfelementen auszustatten.
1. Wertdokument (1), insbesondere Banknote, mit einem visuell und maschinell lesbaren
individualisierenden Kennzeichen (2), das aus alphanumerischen Zeichen gebildet wird,
und mit einem maschinell lesbaren Prüfelement (4,5,6), dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen eine maschinell lesbare Codierung aufweist und
dass das Prüfelement die Art der Codierung zur Verifikation der Echtheit des individualisierenden
Kennzeichens in einer codierten Form enthält, wobei die maschinell lesbare Codierung
durch mindestens zwei alphanumerische Zeichen mit unterschiedlichen physikalisehen
Eigenschaften gebildet wird und die mindestens zwei alphanumerischen Zeichen Stoffe
mit unterschiedlicher Remanenz und/ oder Koerzitivfeldstärke enthalten, und sich die
mindestens zwei alphanumerischen Zeichen durch diese Stoffe unterscheiden.
2. Wertdokument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen eine Seriennummer ist.
3. Wertdokument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die alphanumerischen Zeichen Stoffe mit unterschiedlichen Lumineszenzeigenschaften
enthalten.
4. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens in Form
eines Codes, bevorzugt eines Strichcodes, insbesondere eines EAN-, UPC-, IAN-, JAN-Codes,
oder eines 2D-Codes enthält.
5. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens in Form
von Stoffen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften aufweist.
6. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement die Art der Codierung in Form eines auf dem Substrat des Wertdokuments
aufgebrachten Aufdrucks, insbesondere eines mittels einem Offset-, Sieb-, Flexo-,
Tiefdruckverfahren oder mittels einem berührungslosen Verfahren, bevorzugt einem Inkjet-
oder Laserdruckverfahren, aufgebrachten Aufdrucks aufweist.
7. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement ein auf oder zumindest teilweise in dem Wertdokument angeordnetes
Folienelement, insbesondere einen Sicherheitsfaden, Sicherheitsstreifen oder Sicherheitspatch,
ist, und das Folienelement die Art der Codierung des individualisierenden Kennzeichens
bevorzugt in Form einer Feinstruktur, insbesondere einer Beugungsstruktur, Mattstruktur
oder Linsenanordnung, aufweist.
8. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement die Art der Codierung in Form eines in dem Substrat des Wertdokuments
angeordneten Wasserzeichens, insbesondere eines multitonalen Wasserzeichens aufweist.
9. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement die Art der Codierung in einer visuell nicht lesbaren Form enthält.
10. Wertdokument nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die maschinell lesbare Codierung in wenigstens einem alphanumerischen Zeichen in
Form einer bevorzugt visuell nicht lesbaren Zusatzinformation, insbesondere einer
Unterbrechung, eines Musters oder eines Mikrotextes enthalten ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Wertdokuments, insbesondere einer Banknote, nach einem
der Ansprüche 1 bis 10, bei dem
- ein Substrat mit zumindest einem visuell und maschinell lesbaren individualisierenden
Kennzeichen versehen wird, das aus alphanumerischen Zeichen gebildet wird und das
eine maschinell lesbare Codierung aufweist, und
- das Substrat mit einem Prüfelement versehen wird, das die Art der Codierung des
Kennzeichens zur Verifikation der Echtheit des Kennzeichens in codierter Form enthält.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das individualisierende Kennzeichen und/oder das Prüfelement mittels eines Offset-,
Sieb-, Flexo-, Tiefdruckverfahrens oder mittels eines berührungslosen Verfahrens,
bevorzugt eines Inkjet- oder Laserdruckverfahrens, auf dem Substrat aufgebracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement als separates Folienelement, insbesondere als Sicherheitsfaden, Sicherheitsstreifen
oder Sicherheitspatch erzeugt und auf oder zumindest teilweise in dem Substrat des
Wertdokuments angeordnet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfelement während der Herstellung des Substrats als Wasserzeichen, insbesondere
als multitonales Wasserzeichen erzeugt wird.
15. Verfahren zur Verifikation der Echtheit eines Wertdokuments nach einem der Ansprüche
1 bis 10, insbesondere einer Banknote, wobei das Wertdokument ein visuell und maschinell
lesbares und aus alphanumerischen Zeichen gebildetes individualisierendes Kennzeichen
und ein maschinell lesbares Prüfelement aufweist, wobei das individualisierende Kennzeichen
eine maschinell lesbare Codierung aufweist und wobei das Prüfelement die Art der Codierung
des individualisierendes Kennzeichen in codierter Form enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung des individualisierenden Kennzeichens und die im Prüfelement enthaltene
Art der Codierung mittels eines Sensors ausgelesen und zur Verifikation der Echtheit
des individualisierenden Kennzeichens miteinander verglichen werden.
1. A value document (1), in particular a banknote, with a visually and machine-readable
individualizing mark (2) formed by alphanumeric characters, and with a machine-readable
test element (4, 5, 6), characterized in that the individualizing mark has a machine-readable coding and that the test element
contains the type of coding for verification of authenticity of the individualizing
mark in a coded form, wherein the machine-readable coding is formed by at least two
alphanumeric characters with different physical properties and the at least two alphanumeric
characters contain substances with different remanence and/or coercive field strength,
and the at least two alphanumeric characters differ from each other by these substances.
2. The value document according to claim 1, characterized in that the individualizing mark is a serial number.
3. The value document according to claim 1 or 2, characterized in that the alphanumeric characters contain substances with different luminescent properties.
4. The value document according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the test element contains the type of coding of the individualizing mark in the form
of a code, preferably a bar code, in particular an EAN, UPC, IAN, JAN code or 2D code.
5. The value document according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the test element has the type of coding of the individualizing mark in the form of
substances with different physical properties.
6. The value document according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that the test element has the type of coding in the form of a print applied to the substrate
of the value document, in particular a print applied by means of an offset, screen,
flexographic, gravure printing method or by means of a contactless method, preferably
an ink jet or laser printing method.
7. The value document according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that the test element is a foil element, in particular a security thread, security strip
or security patch, arranged on or at least partially in the value document, and the
foil element has the type of coding of the individualizing mark preferably in the
form of a fine structure, in particular a diffractive structure, matt structure or
lens arrangement.
8. The value document according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that the test element has the type of coding in the form of a watermark arranged in the
substrate of the value document, in particular a multi-tonal watermark.
9. The value document according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the test element contains the type of coding in a visually non-readable form.
10. The value document according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the machine-readable coding is contained in at least one alphanumeric character in
the form of a preferably visually non-readable additional information item, in particular
an interruption, a pattern or a micro-text.
11. A method for manufacturing a value document, in particular a banknote, according to
any of the claims 1 to 10, wherein
- a substrate is equipped with at least one visually and machine-readable individualizing
mark formed by alphanumeric characters and having a machine-readable coding, and
- the substrate is equipped with a test element that contains the type of coding of
the mark for verification of authenticity in coded form.
12. The method according to claim 11, characterized in that the individualizing mark and/or the test element is applied to the substrate by means
of an offset, screen, flexographic, gravure printing method or by means of a contactless
method, preferably an ink jet or laser printing method.
13. The method according to claim 11, characterized in that the test element is produced as a separate foil element, in particular as a security
thread, security strip or security patch, and is arranged on or at least partially
in the substrate of the value document.
14. The method according to claim 11, characterized in that the test element is produced during the manufacture of the substrate as a watermark,
in particular as a multi-tonal watermark.
15. A method for verifying the authenticity of a value document according to any of the
claims 1 to 10, in particular a banknote, wherein the value document has an individualizing
mark that is visually and machine-readable and formed of alphanumeric characters and
a machine-readable test element, wherein the individualizing mark has a machine-readable
coding and wherein the test element contains the type of coding of the individualizing
mark in coded form, characterized in that the coding of the individualizing mark and the type of coding contained in the test
element are read out by means of a sensor and compared with each other for verifying
the authenticity of the individualizing mark.
1. Document de valeur (1), en particulier billet de banque, comportant un marquage (2)
individualisant lisible visuellement et à la machine qui est constitué de caractères
alphanumériques, et un élément de contrôle (4, 5, 6) lisible à la machine, caractérisé en ce que le marquage individualisant comporte une codification lisible à la machine et en ce que l'élément de contrôle contient sous une forme codée le type de la codification pour
la vérification de l'authenticité du marquage individualisant, la codification lisible
à la machine étant constituée par au moins deux caractères alphanumériques à propriétés
physiques différentes, et les au moins deux caractères alphanumériques contenant des
substances à rémanence différente et/ou à intensité de champ coercitif différente,
et les au moins deux caractères alphanumériques se différenciant par ces substances.
2. Document de valeur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le marquage individualisant est un numéro de série.
3. Document de valeur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les caractères alphanumériques contiennent des substances à propriétés de luminescence
différentes.
4. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de contrôle contient le type de la codification du marquage individualisant
sous forme d'un code, de préférence d'un code-barres, en particulier d'un code EAN,
UPC, IAN, JAN ou d'un code 2D.
5. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de contrôle comporte le type de la codification du marquage individualisant
sous forme de substances à propriétés physiques différentes.
6. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de contrôle comporte le type de la codification sous forme d'une impression
appliquée sur le substrat du document de valeur , en particulier d'une impression
appliquée au moyen d'un procédé d'impression offset, de sérigraphie, de flexographie,
d'impression en creux ou au moyen d'un procédé sans contact, de préférence un procédé
d'impression par jet d'encre ou laser.
7. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de contrôle est un élément en pellicule agencé sur ou au moins partiellement
dans le document de valeur, en particulier un fil de sécurité, ruban de sécurité ou
patch de sécurité, et en ce que l'élément en pellicule comporte le type de la codification du marquage individualisant
de préférence sous forme d'une structure fine, en particulier d'une structure de diffraction,
structure mate ou agencement lenticulaire.
8. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de contrôle comporte le type de la codification sous forme d'un filigrane
agencé dans le substrat du document de valeur, en particulier d'un filigrane multitonal.
9. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de contrôle contient le type de la codification sous une forme visuellement
non lisible.
10. Document de valeur selon au moins une des revendications de 1 à 9, caractérisé en ce que la codification lisible à la machine est contenue dans au moins un caractère alphanumérique
sous forme d'une information supplémentaire de préférence visuellement non lisible,
en particulier d'une interruption, d'un motif ou d'un microtexte.
11. Procédé de fabrication d'un document de valeur, en particulier d'un billet de banque,
selon une des revendications de 1 à 10, dans lequel
- un substrat est pourvu d'au moins un marquage (2) individualisant lisible visuellement
et à la machine qui est constitué de caractères alphanumériques et qui comporte une
codification lisible à la machine, et
- le substrat est pourvu d'un élément de contrôle qui contient sous forme codée le
type de la codification du marquage pour la vérification de l'authenticité du marquage.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le marquage individualisant et/ou l'élément de contrôle est appliqué sur le substrat
au moyen d'un procédé d'impression offset, de sérigraphie, de flexographie, d'impression
en creux ou au moyen d'un procédé sans contact, de préférence un procédé d'impression
par jet d'encre ou laser.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément de contrôle est généré sous forme d'élément en pellicule distinct, en particulier
en tant que fil de sécurité, ruban de sécurité ou patch de sécurité et est agencé
sur ou au moins partiellement dans le substrat du document de valeur.
14. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément de contrôle est généré pendant la fabrication du substrat sous forme de
filigrane, en particulier sous forme de filigrane multitonal.
15. Procédé de vérification de l'authenticité d'un document de valeur selon une des revendications
de 1 à 10, en particulier d'un billet de banque, le document de valeur comportant
un marquage individualisant lisible visuellement et à la machine et constitué de caractères
alphanumériques et un élément de contrôle lisible à la machine, le marquage individualisant
comportant une codification lisible à la machine et l'élément de contrôle contenant
sous une forme codée le type de la codification du marquage individualisant, caractérisé en ce que la codification du marquage individualisant et le type de la codification contenu
dans l'élément de contrôle sont lus au moyen d'un capteur et sont comparés entre eux
pour la vérification de l'authenticité du marquage individualisant.