Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Lager- und/oder Transporteinrichtung nach der Gattung
des Anspruchs 1.
[0002] Zum Austragen von pulverförmigen oder rieselfähigen Schüttgütern oder kleinstückigen
Bauteilen (z.B. Kunststoffdübel, Polystyrolelemente etc.) aus flexiblen Lagerbehältern
oder Speichern, aus Textil (z.B. Big-Bag), Kunststoff (Batch-Container) werden nach
Stand der Technik folgende Möglichkeiten angewendet:
Schwerkraftentleerung in unten konisch ausgebildeten Lagerbehältern unter Berücksichtigung
des natürlichen Schüttwinkels.
[0003] Schwerkraftentleerung mit mechanischer Unterstützung, die den unteren Teil des Lagerbehälters
verändert. Dabei werden pneumatische Elemente oder eine Hubmechanik mit Federn, Hydraulik
oder Pneumatik verwendet.
[0004] Schwerkraftentleerung unter Berücksichtigung des natürlichen Schüttwinkels, wo der
untere Teil des Lagerbehälters konisch ausgebildet ist.
[0005] Schwerkraftentleerung wo der untere Teil des Lagerbehälters konisch mit einer Neigung
von 10° bis 30° ausgebildet ist und mechanisch unterstützt wird. Dabei wird die mechanische
Einheit über einen flexiblen Stutzen angeschlossen und reduziert damit den Wirkungsgrad
nicht unerheblich.
[0006] Für die Austragung werden zur Dosierung mechanische Mittel, z.B. Schnecken oder Förderspiralen,
Pneumatik, Vibration oder Hydraulik direkt oder indirekt verwendet.
[0007] Es ist bekannt, pulverförmige oder rieselfähige Schüttgüter oder kleinstückige Bauteile
in hängenden Lagereinrichtungen, wie Silos oder Big-Bag oder ähnlichen Speichern mit
flexiblen Wandungen, zu lagern, um es von dort aus nach unten auszugeben und von einer
Fördereinrichtung der Weiterverwendung zuführen zu können.
[0008] Um ein selbsttätiges Ausgeben der Schüttgüter oder dergleichen zu ermöglichen, laufen
bekannte Lagereinrichtungen üblicherweise in einer oder in zwei Dimensionen nach unten
hin trichterförmig zu, so dass sich eine verjüngte Auslassöffnung ergibt. Durch diese
Verjüngung steht allerdings viel des insgesamt vom der Lagereinrichtung beanspruchten
Raums nicht als Lagerraum zur Verfügung. Lagervolumen geht so verloren.
[0009] Ebenfalls ist bekannt, dass gering geneigte Lagereinrichtungen sich nicht vollständig
entleeren lassen.
[0010] Lagereinrichtungen, die besser entleerbar sind, werden in den Druckschriften
CA 2 131 132 A1,
JP 2009 102051 A und
GB 1 268 990 A beschrieben. Nachteilig ist bei diesen Lösungen aber der konstruktiver Aufwand und/oder
eine Reduzierung des Lagervolumens zu sehen.
[0011] Für die Fördereinrichtungen aus derartigen Transport- und Lagereinrichtungen werden
beispielsweise Förderbänder oder Schnecken, aber auch direkt eingebrachte oder über
einen an einem flexiblen Stutzen angeflanschte Entnahmesonden verwendet, die das auf
sie herabfallende Gut quer weiterleiten. Derartige Fördereinrichtungen sind jedoch
teuer, so dass sich die Kosten für die Gesamtanlage deutlich erhöhen. Beispielsweise
ist für eine Förderschneckeneinheit ein zwei- bis dreifach höher Preis anzusetzen.
Überdies gewährleisten sie bei gering geneigten Böden keine vollständige Entleerung
und reduzieren damit das real nutzbare Lagervolumen stark.
[0012] Weiter werden in konischen Lagereinrichtungen mit Neigungen von 10° bis 30° an einem
flexiblen Stutzen angeflanschte Vibrationseinheiten genutzt, um eine Dosierung zu
ermöglichen. Diese Einheiten sind nicht in den horizontalen Boden integriert oder
mit demselben direkt verbunden und haben daher keine oder nur eine sehr geringe Auswirkung
auf das darüber lagernde Schüttgut. Sie übertragen daher keine bzw. kaum Bewegungsenergie
auf den Boden der Lager- oder Transporteinrichtung. Demzufolge ermöglichen sie keine
vollständige Austragung auf der horizontalen Fläche des Speichers.
[0013] Der Erfindung liegt weiter das Problem zugrunde, eine preiswerte Entnahmeeinrichtung
für Schüttgüter oder ähnliches zur Verfügung zu stellen, die zudem eine gute Raumausnutzung
erlaubt und eine nahezu vollständige Entleerung aus dem sehr gering geneigten Boden
ermöglicht.
Die Erfindung und ihre Vorteile
[0014] Die erfindungsgemäße Lager- und/oder Transporteinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1, die einen einen Boden aufweisenden Körper und eine am Boden angeordnete punktförmige
Entnahmeöffnung, durch die ein Inhalt aus dem Körper austragbar ist, aufweist, hat
demgegenüber den Vorteil, dass der Boden aufgrund seines flexiblen Materials einen
zur punktförmigen Entnahmeöffnung variierbaren Verjüngungswinkel aufweist, der bei
belasteten Boden nach unten hin weniger als 15° gegenüber der Horizontalen und bei
entleertem Behälter ca. 0° gegenüber der Horizontalen beträgt, und eine außerhalb
des Behälters an der punktförmigen Entnahmeöffnung angeordnete Entnahmeeinheit, die
im Zentrum eines Entnahmefeldes ohne einen Zwischenflansch unmittelbar mit dem Boden
verbunden ist, eine Vibrationseinheit aufweist, wodurch die Vibration in den Lagerkörper
einbringbar ist. (Abb. 1 und Abb. 2).
[0015] Die Erfindung betrifft insbesondere eine Transport- und/oder Lagereinrichtungen,
wobei die Einrichtung eine Austrag- Dosier- und Verteilungseinrichtung umfasst, die
das Material in eine Entnahmevorrichtung fördert sowie eine Transport oder Lagereinrichtung
aus mehreren Segmenten. Hinsichtlich weiterer Ausgestaltungen und Merkmale der Erfindung
wird auf die folgenden Unteransprüche verwiesen.
[0016] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder Transporteinrichtung
ist die Entnahmeeinheit vorzugsweise rund oder quadratisch ausgebildet.
[0017] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder
Transporteinrichtung wird die Entnahmesammeleinheit mit integrierter Vibration entgegengesetzt
zum oberen Zulauf horizontal oder vertikal entleert. Dabei ist die Zuführung in den
Zulauf gegen Überfüllung vom darüber befindlichen Lagergut mittels eine Abdeckung
gegen Auflast und Überfüllung geschützt.
[0018] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder
Transporteinrichtung wird die Ausbreitung der Schwingungen durch eine Versteifung
in der Bodengruppe des Lagerbehälters ermöglicht. Es können demzufolge Materialien
eingesetzt werden, in die zusätzlich ein Material eingelegt, eingeflochten oder eingewebt
ist, das einen wesentlich höheren E-Modul (demzufolge vorzugsweise metallische oder
vergleichbare Verbundwerkstoffe) als das Trägermaterial des Bodens des Lagerkörpers
aufweist. Es kann auch in einer Zwischenlage großflächig ein Gewebe, Gewirk oder eine
Struktur eingelegt oder eingebettet werden, die einen wesentlich höheren E-Modul (daher
vorzugsweise metallische oder vergleichbare Verbundwerkstoffe) als das Trägermaterial
des Lagerbodens (im Regelfall Textil oder Kunststoff) aufweist (Abb. 5 und Abb. 6).
[0019] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder
Transporteinrichtung ist an der Unterseite eine Struktur angebracht, die einen wesentlich
höheren E-Modul (vorzugsweise metallische oder vergleichbare Verbundwerkstoffe) als
das Trägermaterial des Bodens aufweist und durch die Bauart die Vibration auf die
Außenränder überträgt. (Abb. 6).
[0020] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder
Transporteinrichtung ist die Bodenfläche in mehrere Entnahmefelder gegliedert, die
jeweils für sich in eine im Zentrum gelegen Entnahmeöffnung entleeren. (Abb. 6).
[0021] Nach einer zusätzlichen vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäße Lager- und/oder
Transporteinrichtung ist der aus flexiblem Material gestaltete Boden vollflächig gespannt.
Die Spannung kann mechanisch durch Bauelemente oder durch Eigengewicht des Lagergutes
erfolgen.
[0022] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0023] Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Abb. 1
- eine kombinierte Transport- und Lagereinrichtung in schematischer, im Schnitt und Ansicht von schräg oben auf den
gespannten Boden,
- Abb. 2
- eine Ansicht der Entnahmeeinheit mit anmontiertem gering geneigten Erreger und Zwischenboden
mit Darstellung des Materialflusses,
- Abb. 3
- Schnitt durch die Entnahmeeinheit mit Bezeichnung der Einzelheiten,
- Abb. 4
- eine ähnliche Ansicht wie Abb. 2, jedoch mit einer herkömmlichen Lager und Transporteinrichtung
gemäß dem Stand der Technik,
- Abb. 5
- eine ähnliche Ansicht wie Abb. 2 jedoch mit Darstellung des unterschiedlichen Aufbaus
des Bodens vor allem mit Einsatz eines Gewebes oder Gewirks zur verbesserten Ausbreitung
der Vibration und
- Abb. 6
- eine ähnliche Ansicht wie Abb. 2 jedoch mit 2 hintereinandergeschalteten Elementen.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0024] Die Bedeutung der in den Abbildungen verwendeten Bezugszahlen ist der Bezugszahlenliste
entnehmbar.
[0025] Die in Abb.1 dargestellte Lager- und/oder Transporteinrichtung für pulverförmige
oder rieselfähige Schüttgüter oder kleinstückige Bauteile, umfasst eine Verteilungs-
oder Fördereinrichtung zum horizontalen oder schräg auf- oder abwärts gerichteten
Befördern von mit einer Abwärtskomponente auf die Bodenaustragsöffnung 5 (Entnahmeöffnung)
treffendem Material. Eine Entnahmeeinheit 8 umfasst einen Schwingungsanreger 6 (Vibrationseinheit),
welcher für gezielte, fördernde oder auch ungerichtete und/oder oszillierende Schwingungsamplituden
sorgen kann. Dadurch kann ein oberhalb in der Lagereinrichtung gelagertes Material
in die Entnahmeöffnung 5 befördert werden, von wo aus es in beliebiger Weise abgenommen
werden kann. Zudem umfasst die Entnahmeeinheit 8 eine Möglichkeit, Vibrationen eines
oberhalb der Entnahmeeinheit 8 halterbaren Silos oder Lagers 4 anzuregen.
[0026] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist eine Lager- und/oder Transporteinrichtung,
bei dem durch die Möglichkeit, mittels Vibration den Boden eines nahezu waagerechten
flexiblen Behälters anzuregen, das Entleeren unter Vermeidung der Gefahr eines Anhaftens
des Füllgutes erheblich zu vereinfachen und dadurch den Neigungswinkel des unten abschließenden
Bodens oder der Wandungen gegenüber horizontal ausgebildet. Bei herkömmlichen Lösungen
tendiert im Allgemein die Form zu einer auf den Kopf gestellten Pyramide. Bei der
erfindungsgemäßen Ausführung tendiert die Form zu einem Quader und verbessert so die
Raumausnutzung deutlich. Dadurch, dass die Entnahmeeinrichtung einen Vibrationserreger
und neben der Förderung im Boden auch durch unterschiedliche Intensität Dosierungsmöglichkeiten
umfasst, können die Kosten gegenüber bisher verwendeten Dosier- und Entnahmeeinrichtungen
z.B. einer Förderband- oder einer Schneckeneinheit oder einer prozessorgesteuerten
Pneumatikeinrichtung wesentlich gesenkt werden.
[0027] Trotz der horizontalen Ausbildung des Bodens., der unter Last ggf. eine geringe Steigung
aufweist, kann auf Roboter, mechanische Räumsysteme oder ähnliche Zusatzmaßnahmen
zum Entleeren des Lagerinhaltes verzichtet werden. Die Entleerung kann bei einsetzender
Vibration allein schwerkraftgetrieben über einen Abwurfschacht erfolgen und dosiert
in die eine pneumatische oder mechanische Fördereinrichtung das Lagergut abführen.
[0028] Ein begleitender Effekt ist die bekannte Anregung des Lagerbehälters mittels Vibration,
die ein hohes Grad an Reinigung von anhaftenden Partikeln an den Wandungen ermöglicht
und so den Wartungsaufwand erheblich reduziert. Demzufolge wird eine Mehrfachfunktion
mit der Beaufschlagung des Vibrationserregers gleichzeitig auch eine Anregung von
Wandungen in Sonderheit des Bodens verbunden ist, die sich insbesondere bei zunehmender
Entleerung des Speichers als fluidisierend auf das lagernde Medium auswirkt. Voraussetzung
ist die direkte starre Verbindung zwischen Erreger und Boden.
[0029] Oberhalb der Entnahmeeinrichtung befindet sich entgegengesetzt zum Ablauf eine Entlastungsabschirmung,
die konstruktiv durch die Bodenöffnung im Lagerbehälter gegeben ist. Insbesondere
besitzt die Abschirmung wiederum eine Doppelfunktion und bildet auch eine Kopplung
für eine Vibrationsanregung auf den Boden und die Wandungen der Lager- oder Transporteinrichtung
und schützt die Dosiereinheit gegen Überfüllung. Die Entlastungsabschirmung hat
zur darunterliegenden Entnahmeeinheit einen Abstand der abhängig ist von der Korngröße
oder Größe der Stückigkeit des lagernden Mediums. Das bedeutet einen Vertikalabstand
von typisch einigen Zentimetern zwischen dem Lagerboden und der darunter befindlichen
Entnahmeeinrichtung.
[0030] Konstruktiver Aufwand, Raumbedarf und Kosten können so minimiert werden.
[0031] Durch die Ausbildung mehrerer Felder in Verbindung mit der beschriebenen punktförmigen
Entnahme (Abb. 6) besteht die Möglichkeit auch mehrere Lagereinrichtungen oder Lagerparzellen
hintereinander in Reihe zu schalten, die eine Kompletteinheit ergeben.
[0032] Bei rechteckigen Lagerkörpern ist es günstig eine Mehrzahl von zueinander beabstandeten
Auslässen, die beispielsweise eine Reihe von drei bis acht Auslässen bilden und typisch
jeweils ein fest definiertes Lagerfeld, das ein Seitenverhältnis von 1 : 1 oder max.
2 : 3 aufweist.
[0033] Für eine optimierte Raumausnutzung beträgt der Verjüngungswinkel des Speichers bei
belastetem Boden aufgrund der Durchbiegung des Bodens nach unten hin weniger als 15°
gegenüber der Horizontalen, im entleerten Zustand ca. 0°. Damit können vertikale Wandungsbereiche
des Lagers viel weiter als bisher nach unten reichen, was zu einem erheblichen Raum-
und Volumengewinn der Lagereinrichtung führt.
[0034] Alle hier dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination
miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszahlenliste
Legende zu Abb. 1
[0035]
- 1
- Lagerkörperwand (Vertikal)
- 2
- Lagerwand (Lagerboden) horizontal
- 3
- Spannvorrichtung des Bodens
- 4
- Neigung des Bodens 0 bis 10°
- 5
- Bodenaustragsöffnung
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 7
- Befestigungsplatte zur Verbindung von Boden und Entnahmeeinheit
- 8
- Auffangbauteil der Entnahmeeinheit verbunden mit dem Lagerinhalt über den Einlaufschacht
- 9
- Eingesetzter Verbindungsring bzw. Adapter
- 10
- Lagergut
- 11
- Zwischenboden Bodenverstärkung und Abdeckung des Adapterrings
- 12
- Verstärkungsgewebe oder Gewirk
Legende zu Abb. 2
[0036]
- 1
- Lagerkörperwand (Vertikal)
- 2
- Lagerwand (Lagerboden) horizontal
- 3
- Spannvorrichtung des Bodens
- 4
- Neigung des Bodens 0 bis 10°
- 5
- Bodenaustragsöffnung
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 7
- Befestigungsplatte zur Verbindung von Boden und Entnahmeeinheit
- 8
- Auffangbauteil der Entnahmeeinheit verbunden mit dem Lagerinhalt über den Einlaufschacht
- 9
- Eingesetzter Verbindungsring bzw. Adapter
- 10
- Lagergut
- 11
- Zwischenboden Bodenverstärkung und Abdeckung des Adapterrings
- 12
- Auslauf aus der Entnahmeeinheit zum Weitertransport
Legende zu Abb. 3
[0037]
- 5
- Bodenaustragsöffnung
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 7
- Befestigungsplatte zur Verbindung von Boden und Entnahmeeinheit
- 8
- Auffangbauteil der Entnahmeeinheit verbunden mit dem Lagerinhalt über den Einlaufschacht
- 9
- Eingesetzter Verbindungsring bzw. Adapter
- 10
- Lagergut
- 12
- Auslauf aus der Entnahmeeinheit
Legende zu Abb. 4
[0038]
- 1
- Lagerkörperwand (Vertikal)
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 10
- Lagergut
- 14
- Geneigte Wand der Lagereinheit
- 15
- Anschlussstutzen
Legende zu Abb. 5
[0039]
- 2
- Lagerwand (Lagerboden) horizontal
- 3
- Spannvorrichtung des Bodens
- 4
- Neigung des Bodens 0 bis 10°
- 5
- Bodenaustragsöffnung
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 7
- Befestigungsplatte zur Verbindung von Boden und Entnahmeeinheit
- 8
- Auffangbauteil der Entnahmeeinheit verbunden mit dem Lagerinhalt über den Einlaufschacht
- 9
- Eingesetzter Verbindungsring bzw. Adapter
- 11
- Zwischenboden Bodenverstärkung und Abdeckung des Adapterrings
- 12
- Auslauf aus der Entnahmeeinheit
- 13
- Bewehrte oder armierte Zwischenlage zur Verstärkung der Vibration
- 16
- Fördereinheit mit Schnecke oder Pneumatik
- 17
- Struktur zur Übertragung der Vibration an den Lagerrand
Legende zu Abb. 6
[0040]
- 1
- Lagerkörperwand (Vertikal)
- 2
- Lagerwand (Lagerboden) horizontal
- 3
- Spannvorrichtung des Bodens
- 4
- Neigung des Bodens 0 bis 10°
- 5
- Bodenaustragsöffnung
- 6
- Erreger oder Vibrationseinheit
- 7
- Befestigungsplatte zur Verbindung von Boden und Entnahmeeinheit
- 8
- Auffangbauteil der Entnahmeeinheit verbunden mit dem Lagerinhalt über den Einlaufschacht
- 9
- Eingesetzter Verbindungsring bzw. Adapter
1. Lager- und/oder Transporteinrichtung für pulverförmige oder rieselfähige Schüttgüter
(10) oder kleinstückige Bauteile, die aus einem flexiblen Material hergestellt ist,
- mit einem einen Boden aufweisenden Körper und
- mit einer am Boden angeordneten punktförmigen Entnahmeöffnung (5), durch die ein
Inhalt aus dem Körper austragbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Boden aufgrund seines flexiblen Materials einen zur punktförmigen Entnahmeöffnung
(5) variierbaren Verjüngungswinkel aufweist, der bei belasteten Boden nach unten hin
weniger als 15° gegenüber der Horizontalen und bei entleertem Behälter ca. 0° gegenüber
der Horizontalen beträgt, und wobei eine außerhalb des Körpers an der punktförmigen
Entnahmeöffnung (5) angeordnete Entnahmeeinheit, die im Zentrum eines Entnahmefeldes
ohne einen Zwischenflansch unmittelbar mit dem Boden verbunden ist, eine Vibrationseinheit
(6) aufweist, wodurch die Vibration in den Körper einbringbar ist.
2. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Entnahmeeinheit rund oder quadratisch ausgebildet ist.
3. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden zur Ausbreitung von Schwingungen eine Versteifung aufweist.
4. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Versteifung ein im Boden eingelegtes, eingeflochtenes oder eingewebtes Material
ist, insbesondere ein metallischer oder vergleichbarer Verbundwerkstoff, oder die
Versteifung in einer Zwischenlage großflächig eingelegtes oder eingebettetes Gewebe,
Gewirk oder Struktur ist, oder die Versteifung eine an der Unterseite des Bodens angeordnete
Struktur ist, wobei das Material der Versteifung ein höheres E-Modul aufweist als
ein Trägermaterial des Bodens.
5. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägermaterial des Bodens Textil oder Kunststoff ist.
6. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenfläche in mehrere Entnahmefelder gegliedert ist, die jeweils für sich in
eine im Zentrum gelegene Entnahmeöffnung entleert werden können, wobei
die Lager- und/oder Transporteinrichtung mindestens eine zusätzliche Entnahmeeinheit,
die am Boden und im Zentrum eines zusätzlichen Entnahmefeldes angeordnet ist, aufweist.
7. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden im entleerten zustand vollflächig gespannt ist.
8. Lager- und/oder Transporteinrichtung, nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannung mechanisch durch Bauelemente erfolgt.
1. A storage and/or transport device for powdered or free flowing bulk materials (10)
or small-sized components, being made from a flexible material
- having a body with a bottom and
- having a point-like discharge opening (5) conformed in the bottom, through which
the content can be emptied,
characterized in that
owing to its flexible material, the bottom has a tapering angle that is variable with
respect to the point-like discharge opening (5), having a value of less than 15° downwards
relative to the horizontal when the bottom is under load, and a value of 0° relative
to the horizontal when the receptacle is empty,
and
wherein a discharge unit attached to the point-like discharge opening (5) outside
the body and connected directly to the bottom without an intermediate flange in the
centre of an extraction field is equipped with a vibration unit (6), so that the vibration
can be transmitted to the body.
2. The storage and/or transport device according to claim 1, characterized in that
the discharge unit is round or square in shape.
3. The storage and/or transport device according to claim 1 or 2, characterized in that
the bottom is furnished with a reinforcement for propagating vibrations.
4. The storage and/or transport device according to claim 3, characterized in that
that the reinforcement is a material inserted, woven or braided into the bottom, particularly
made from a metal or comparable composite material, or the reinforcement is a structure
is a woven or knitted structure inlaid or embedded extensively in an intermediate
layer, or the reinforcement is a structure arranged on the underside of the bottom,
wherein the reinforcement material has a higher modulus of elasticity than the carrier
material of the bottom.
5. The storage and/or transport device according to claim 4, characterized in that
carrier material of the bottom is textile or plastic.
6. The storage and/or transport device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the bottom surface is divided into multiple extraction fields, each of which can be
emptied into a discharge opening located in the centre, wherein the storage and/or
transport device is equipped with at least one additional discharge unit which is
arranged on the bottom and in the centre of an additional discharge field.
7. The storage and/or transport device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the entire area of the base is under tension in the emptied state.
8. The storage and/or transport device according to claim 7, characterized in that
the tension is induced mechanically by structural components.
1. Système de stockage et/ou de transport pour des produits en vrac (10) pulvérulents
ou coulants ou pour des éléments de construction en petites pièces, qui est fabriqué
en une matière souple
- avec un corps présentant un fond et
- avec un orifice de retrait (5) de forme ponctuelle à travers lequel un contenu peut
être retiré du corps,
caractérisé en ce que
du fait de sa matière souple, le fond présente un angle de rétrécissement variable
vers l'orifice de retrait (5) de forme ponctuelle, qui lorsque le fond est chargé,
est inférieur vers le bas à 15° par rapport à l'horizontale et qui lorsque le contenant
est vide, est d'environ 0° par rapport à l'horizontale
et
une unité de retrait placée à l'extérieur du corps, sur l'orifice de retrait (5) de
forme ponctuelle, qui au centre d'une zone de retrait est assemblée avec le fond comportant
une unité de vibration (6) par laquelle la vibration peut être introduite dans le
corps.
2. Système de stockage et/ou de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'unité de retrait est conçu sous forme ronde ou quadratique.
3. Système de stockage et/ou de transport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
pour déployer des oscillations, le fond comporte un renfort.
4. Système de stockage et/ou de transport selon la revendication 3, caractérisé en ce que
le renfort est une matière insérée, tressée ou tissée dans le fond, notamment un matériau
composite métallique ou comparable ou le renfort est un textile, un maillage ou une
structure inséré(e) ou incorporé(e) dans une couche intermédiaire ou le renfort est
une structure placée sur la face inférieure du fond, la matière du renfort présentant
un module d'élasticité plus élevé qu'une matière porteuse du fond.
5. Système de stockage et/ou de transport selon la revendication 4, caractérisé en ce que
la matière porteuse du fond est un textile ou une matière plastique.
6. Système de stockage et/ou de transport selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la surface du fond est divisée en plusieurs zones de retrait, qui chacune pour soi
peuvent être vidées dans un orifice de retrait situé au centre, le système de stockage
et/ou de transport comportant au moins une unité de retrait supplémentaire qui est
placée sur le fond et au centre d'une zone de retrait supplémentaire.
7. Système de stockage et/ou de transport selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'à l'état vidé, le fond est tendu à pleine surface.
8. Système de stockage et/ou de transport selon la revendication 7, caractérisé en ce que
la tension s'effectue mécaniquement par des éléments de construction.