[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere für einen Lenkflugkörper, mit einem
Spulensystem umfassend eine Unterwasserspule, die für einen Abzug bei einer Unterwasserfahrt
des Fahrzeugs vorbereitet ist, eine Luftspule, die für einen nachfolgenden Abzug in
der Luft bis zu einem Ziel und für einen Verbleib am Fahrzeug bis dahin vorbereitet
ist, und einen auf beiden Spulen aufgewickelten, durchgehenden Datenleiter.
[0002] Bei zu einer Mission ausgeschickten Fahrzeugen kann es vorkommen, dass die Notwendigkeit
besteht, dass das Fahrzeug während der gesamten Missionszeit mit einer Lenk- beziehungsweise
Leitstelle verbunden bleiben muss, um Bild,- Zustands- oder Navigationsdaten austauschen
zu können. Dies kann durch einen Datenleiter realisiert werden, der als Daten- oder
Signalübertragungsleitung für die Übertragung von Signalen vorbereitet ist. Wegen
der hohen Übertragungsbandbreite und gleichzeitig geringer Signaldämpfung werden solche
Datenleiter üblicherweise als Lichtwellenleiter ausgeführt. Der Datenleiter ist in
einer Spule aufgewickelt und mit einer Spindel verbunden, die das Wickelpaket trägt.
Während der Fahrt oder während des Flugs des Fahrzeugs wird der Datenleiter von der
Spule abgewickelt, sodass die Datenverbindung zwischen einer Sende- beziehungsweise
Empfangsstation der Leitstelle und dem bewegten Fahrzeug erhalten bleibt. Hierbei
ist die abwickelnde Spule üblicherweise am oder im Fahrzeug angeordnet, damit der
abgewickelte Datenleiter möglichst stationär im Luft- oder Wasserraum verbleiben kann.
[0003] Aus der
DE 10 2004 024 858 A1 ist ein solches Spulensystem bekannt. Das Fahrzeug ist ein Lenkflugkörper, das einen
ersten Teil seiner Mission unter Wasser und einen zweiten Teil seiner Mission in der
Luft verbringt. Entsprechend umfasst das Spulensystem eine Unterwasserspule, die am
Lenkflugkörper während der Unterwasserfahrt verbunden bleibt und den Datenleiter abwickelt.
Nach dem Auftauchen des Lenkflugkörpers aus dem Wasser wird die Unterwasserspule mit
einer Boje abgeworfen und der Datenleiter wird von einer Luftspule abgewickelt, der
während des Luftflugs am Lenkflugkörper verbleibt. Die den Übergang zwischen einem
Unterwasserdatenleiter und einem Überwasserdatenleiter bildende Boje sinkt an einem
Fallschirm auf die Wasseroberfläche, während der Lenkflugkörper auf sein Ziel zufliegt.
[0004] Aus der
FR 2 703 863 A1 ist eine spezielle Ausgestaltung einer Spule bekannt, die es erlaubt, möglichst viele
Faserwindungen auf der Spule anzuordnen.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Fahrzeug mit einem hinsichtlich
seiner Handhabbarkeit verbesserten Spulensystem anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Fahrzeug mit einem Spulensystem gemäß den Merkmalen
von Patentanspruch 1 gelöst, bei dem die Unterwasserspule abwurffest an der Luftspule
befestigt ist.
[0007] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass der Abwurf der Unterwasserspule an
der Boje problembehaftet ist. So sollte der Datenleiter auch während des Sinkflugs
der Boje zum Flugkörper hin abgewickelt werden, um den Sinkflug auszugleichen. Dies
führt nicht selten zu einem Verheddern im Fallschirm oder der Boje und damit einem
Knicken des Datenleiters, sodass die Signalübertragung gestört oder sogar unterbrochen
ist. Hat die Boje die Wasseroberfläche erreicht, so sinkt der in der Luft abgewickelte
Datenleiter auf die Boje an der Wasseroberfläche herab, verheddert sich an der Boje
und wird durch Wellengang ebenfalls geknickt oder gerissen. Gleiche oder ähnliche
Probleme treten auf, wenn versucht wird, die Boje unterhalb der Wasseroberfläche zu
halten, um deren Entdeckung zu erschweren.
[0008] Durch die abwurffeste Anordnung der Unterwasserspule an der Luftspule werden diese
Probleme umgangen. Beide Spulen verbleiben am Fahrzeug und auf eine Boje kann verzichtet
werden. Der Datenleiter wird zunächst von der Unterwasserspule und dann von der Luftspule
abgewickelt, wobei der Leitungsübergang vom Wickelpaket der Unterwasserspule zum Wickelpaket
der Luftspule zweckmäßigerweise kanisterfrei beziehungsweise bojenfrei ausgeführt
ist. Ein Verheddern in der Boje oder einer abgetrennten Unterwasserspule kann verhindert
werden.
[0009] Das Fahrzeug ist dazu vorbereitet, sowohl im Wasser als auch in der Luft fahren zu
können, wobei unter Fahren auch Fliegen und/oder Tauchen verstanden werden kann. Das
Fahrzeug kann ein bemannter oder unbemannter Flugkörper sein und ist zweckmäßigerweise
mit einem Unterwasserantrieb und/oder einem Luftantrieb versehen oder einem Antrieb,
der sowohl unter als auch über Wasser das Fahrzeug antreibt, beispielsweise einem
Raketenantrieb.
[0010] Die Luftspule und die Unterwasserspule sind zwei Spulen mit jeweils zumindest einem
eigenen Wickelpaket, die vorzugsweise voneinander beabstandet sind. Die Wickelpakete
sind vorzugsweise so ausgeführt, dass bei einem Abzug zunächst das Wickelpaket der
Unterwasserspule - insbesondere vollständig - abgewickelt wird und danach das Wickelpaket
der Luftspule - insbesondere vollständig - abgewickelt wird - wenn die Abwicklung
des Spulensystems vollständig erfolgt.
[0011] Die Unterwasserspule ist für einen Abzug bei einer Unterwasserfahrt des Fahrzeugs
vorbereitet, insbesondere bei einem von einem Raketentriebwerk angetriebenen Unterwasserflug.
Eine solche Vorbereitung beinhaltet, dass die Abwicklung von der Unterwasserspule,
also der Abzug der Unterwasserspule, bei dieser Geschwindigkeit ohne ein Knicken des
Datenleiters - und damit ohne Datenverlust bei üblicher Signalübertragung - und erst
recht ohne einen Abriss des Datenleiters vonstatten geht, sodass die Signalübertragung
fehlerfrei aufrechterhalten werden kann.
[0012] Die Luftspule ist für einen Abzug in der Luft bis zu einem Ziel vorbereitet. Sie
ist also beim Abzug in der Luft angeordnet, fest an einem Bauteil des Fahrzeugs befestigt.
Ist das Fahrzeug ein Lenkflugkörper, so sollte der Abzug bis zu einer für den Lenkflugkörper
typischen Höchstgeschwindigkeit reibungslos und zuverlässig vonstatten gehen, also
beispielsweise bis zu einer Geschwindigkeit von 250 m/s. Die Länge des Datenleiters
sollte hierbei zumindest fünf Kilometer, insbesondere zumindest 20 Kilometer betragen.
[0013] Die Unterwasserspule ist abwurffest an der Luftspule befestigt. Dies beinhaltet,
dass ein Lösen der Unterwasserspule von der Luftspule im regulären Betrieb nicht vorgesehen
ist und im fehlerfreien Betrieb auch nicht möglich ist. Die Unterwasserspule ist hierbei
zweckmäßigerweise so an der Luftspule fixiert, dass sie nur am Boden und insbesondere
nur mit Werkzeug von der Luftspule getrennt werden kann. Ein Abwurfmechanismus für
einen automatisierten oder manuellen Abwurf ist nicht vorhanden. Die Unterwasserspule
wird also bei der Fahrt des Fahrzeugs, insbesondere bei dem Flug des Lenkflugkörpers,
bis zum Ziel mitgeführt. Oder anders ausgedrückt: Die Unterwasserspule bleibt auch
dann an der Luftspule befestigt, wenn die Luftspule bereits im Flug abgewickelt wird,
insbesondere zumindest zur Hälfte bereits abgewickelt ist.
[0014] Die Unterwasserspule ist zweckmäßigerweise zumindest teilweise hinter der Luftspule
befestigt. Eine solche Anordnung ist günstig, da der Datenleiter zweckmäßigerweise
generell zuerst von der Unterwasserspule und erst dann von der Luftspule abgewickelt
wird, während das Fahrzeug seine Mission erfüllt. Die Richtung bezieht sich hierbei
auf die Fahrtrichtung des Fahrzeugs beziehungsweise dessen Konstruktion, sodass das
Heck hinter der Spitze des Fahrzeugs angeordnet ist.
[0015] Eine Spule besteht zumindest aus einer Spindel und zumindest einem Wickelpaket und
kann optional ein Gehäuse aufweisen, das das Wickelpaket nach außen zumindest teilweise
abschirmt. Das Wickelpaket beinhaltet den aufgewickelten Datenleiter in einer Vielzahl
von Windungen. Die Spindel kann eine Außenabzugsspindel oder eine Innenabzugsspindel
sein, wobei das Wickelpaket bei einer Außenabzugsspindel radial außerhalb der Spindel
angeordnet ist, der Datenleiter also auf die Spindel aufgewickelt ist, und das Wickelpaket
bei einer Innenabzugsspindel radial innerhalb der Spindel angeordnet ist. Hierbei
wird der Datenleiter in der Regel zunächst als Wickelpaket gewickelt und dieses wird
dann in die Innenabzugsspindel eingesetzt, die das Wickelpaket radial außerhalb umgibt
und somit auch eine Gehäusefunktion erfüllen kann. Innenabzugsspindel und Außenabzugsspindel
werden im Folgenden vereinfacht auch als Innenspindel und Außenspindel bezeichnet.
[0016] Der Datenleiter umfasst zweckmäßigerweise einen Datenleitungskörper, insbesondere
einen Lichtleitungskörper, wie einen Glaskörper. Der Datenleitungskörper kann von
einem Abschirmkörper umgeben sein, beispielsweise ein weiterer Glaskörper mit einem
anderen Brechungsindex, sodass eine reflektierende Ebene entsteht, innerhalb derer
die datentragende Strahlung verbleibt. Bei einem elektrischen Signal ist auch ein
metallischer Abschirmkörper möglich. Der Datenleiter umfasst außerdem zweckmäßigerweise
eine nach außen schützende Hülle, beispielsweise in Form eines Kunststoffüberzugs,
einer Textilummantelung oder einer Ummantelung mit faserförmigem Gewebe. Innerhalb
der Hülle kann ein Stabilisationselement angeordnet sein, beispielsweise ein stabiler
Faden, das den Datenleiter hinsichtlich seiner Reißfestigkeit verbessert.
[0017] Der Datenleiter ist ein durchgehender Leiter, er geht also vom Anfang der Unterwasserspule
bis zum Ende der Luftspule durch, ohne in eine Empfangsstation, wie einen Verstärker
oder ein anderes elektronisches Bauteil, zu münden. Er kann hierbei einen Spleiß haben,
z.B. zwischen den Wickelpaketen der beiden Spulen, also eine Verbindungsstelle, an
der zwei zuvor getrennte Datenleiterteile signalübertragungsfähig miteinander verbunden
sind. Zweckmäßigerweise geht der Datenleiter jedoch spleißlos von einem Wickelpaket
in das andere über, insbesondere ist der Datenleiter vom Beginn der Unterwasserspule
bis zum Ende der Luftspule spleißlos ausgeführt, sodass also auch die Wickelpakete
spleißlos sind.
[0018] Der Datenleiter kann in einen Unterwasserleiter und einen Luftleiter aufgeteilt sein,
wobei der Unterwasserleiter zweckmäßigerweise dicker ausgeführt, beispielsweise dicker
ummantelt, ist. Hierdurch kann einem größeren Abzugswiderstand unter Wasser Rechnung
getragen werden. Eine strikte Trennung der Leiterarten auf die Wickelpakete ist jedoch
nicht zwingend notwendig, sodass beispielsweise der dickere Unterwasserdatenleiter
noch bis in das Wickelpaket der Luftspule eingeführt werden kann und beispielsweise
noch mehrere Lagen der Luftspule bilden kann. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig,
wenn die Möglichkeit besteht, dass der Datenleiter auch noch während einer Unterwasserfahrt
von der Luftspule abgewickelt wird und hierdurch einem erhöhten Reibungs- beziehungsweise
Abzugswiderstand ausgesetzt ist.
[0019] Die beiden Spulen können ein System bilden, bei dem beispielsweise die Spindeln der
beiden Spulen unmittelbar aneinander angrenzen und zum Beispiel nur durch einen Absatz
voneinander getrennt sind. Auch eine gemeinsame, einstückige Spindel für beide Spulen
ist möglich. Generell ist die Unterwasserspindel zweckmäßigerweise mit dem Gehäuse
beziehungsweise der Spindel der Luftspule verschraubt oder verschweißt, sodass ein
fester Zusammenhalt gewährleistet ist.
[0020] Beide Spulen können einen inneren Hohlraum bilden, durch den ein Triebwerksstrahl
während des Flugs des Lenkflugkörpers geführt ist. Insbesondere bei der Ausführung
der Unterwasserspindel als Außenspindel kann eine Triebwerksstrahlführung übergangslos
durch die beiden Spindeln geführt sein. Es ist jedoch auch möglich, dass die Spindel
der Unterwasserspule an einem Gehäuse der Luftspule befestigt ist. Die Unterwasserspindel
kann hierbei Innenspindel oder Außenspindel sein, je nach Bauart der Unterwasserspule.
[0021] Die Unterwasserspule kann aus einem Gehäuse der Luftspule herausragen und insbesondere
auch aus einem Gehäuse des Lenkflugkörpers herausragen. Es ist jedoch auch möglich,
dass ein Gehäuse der Luftspule auch die Unterwasserspule gehäuseartig zumindest teilweise
umgibt und somit schützt. Das Gehäuse muss hierbei nicht einstückig ausgeführt sein,
wobei jedoch eine Außenfläche des Gehäuses zweckmäßigerweise auch eine Außenfläche
des Fahrzeugs beziehungsweise des Lenkflugkörpers bildet.
[0022] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Unterwasserspule eine
Innenabzugsspule. Mit dieser Ausgestaltung kann einem Verheddern bei der Abwicklung
der Unterwasserspule unter Wasser, also bei einem Unterwasserabzug, entgegengewirkt
werden. Dieser Aspekt der Erfindung geht von der Überlegung aus, dass bei einem Luftabzug
und auch bei einem Unterwasserabzug immer die Gefahr eines Mehrfachabzugs besteht,
also des gleichzeitigen Abziehens von mehreren Windungen, sodass ein freies Leitungsknäuel
entsteht. Dies führt leicht zu einem Abknicken des Leiters. Um bei einer Außenspule
einen Mehrfachabzug zu verhindern, ist das Wickelpaket zweckmäßigerweise nach hinten,
also zur Abzugsrichtung hin, verjüngt ausgestaltet, sodass eine scharfe Wicklungskante
nach hinten hin möglichst vermieden wird. Bei einem Luftabzug ist diese Formgebung
ausreichend, denn mit hoher Geschwindigkeit tritt der Effekt auf, dass der sich abwickelnde
Datenleiter durch die hohe Abwicklungsgeschwindigkeit und die damit verbundene hohe
Fliehkraft beim rotierenden Abwickeln nach außen geschleudert wird und sich somit
von den darunter liegenden Lagen abhebt. Hierdurch wird in der Luft einem Mehrfachabzug
entgegengewirkt. Bei einem Abwickeln unter Wasser hat sich jedoch gezeigt, dass diese
Fliehkraftwirkung nicht ausreichend ist, um den Datenleiter genügend von den darunter
liegenden Wicklungslagen abzuheben. Ein nach hinten gezogener Datenleiter wird daher
leicht mit einem zu geringen Radius abgewickelt, sodass er darunter liegende Lagen
mit abzieht. Außerdem führen geringe Radien dazu, dass die Signalübertragung behindert
oder verhindert wird. Diesen Problemen kann mit einem Innenabzug entgegengewirkt werden.
Ein nach radial innen abgezogener Datenleiter hat die viel größere Tendenz, sich von
den darunter liegenden beziehungsweise radial außerhalb liegenden Windungslagen abzuheben.
Der Abzugswiderstand ist geringer und dadurch auch der engste Radius des Datenleiters
an der Stelle des momentanen Ablösens des Datenleiters vom Wickelpaket nach innen.
Durch die Innenabzugsspule kann somit ein störungsfreier Datenübertragungsbetrieb
leichter gewährleistet werden.
[0023] Vorteilhafterweise ist ein Innendurchmesser einer Ausgabeöffnung der Unterwasserspule
größer als ein Außendurchmesser einer Ausgabeöffnung der Luftspule nach hinten. Hierdurch
kann einerseits ein größeres Paketvolumen des Wickelpakets und damit bei langer Leitung
auch eine axial kürzere Unterwasserwicklung erreicht werden. Außerdem kann der Datenleiter
- je nach Konstruktion des Fahrzeugs - radial leichter von einem inneren Triebwerksstrahl
beabstandet werden. Die Ausgabeöffnung der Luftspule nach hinten ist hierbei diejenige
Öffnung, durch die der Datenleiter bei einem Abwickeln von der Luftspule nach hinten
und aus dem Gehäuse der Luftspule heraus geführt wird.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass ein Leiterübergang
in Form eines Übergangsabschnittes von einem Wickelpaket der Unterwasserspule zu einem
Wickelpaket der Luftspule auf dem Wickelpaket der Luftspule fixiert ist. Die Fixierung
kann beispielsweise durch eine Verklebung oder eine Fixierung mithilfe eines Fadens
geschehen. Im Fall einer Verklebung ist eine andere, insbesondere festere Verklebung
sinnvoll, als eine solche, mit der die Windungen der Luftspule aneinander verklebt
sind. Mit diesem Aspekt der Erfindung kann folgendes Problem gelöst werden: Bei einer
Unterwasserfahrt des Fahrzeugs wird auch die Luftspule geflutet, da ein Gehäuse der
Luftspule nach hinten offen sein muss, um einen Abzug zu ermöglichen. Um eine Flutung
von hinten nach vorne zu vermeiden besteht die Möglichkeit, ein Gehäuse der Luftspule
mit vorderen Öffnungen zu versehen, durch die das Wasser vorne einströmen und nach
hinten fließen kann. Versuche haben gezeigt, dass das nach hinten aus der Luftspule
wieder herausströmende Wasser an dem Leiterübergang bzw. dem Übergangsabschnitt zerrt.
Dieser ist für das vorbeiströmende Wasser deshalb besonders exponiert, weil er von
der Luftspule abgehoben werden muss, um zur Unterwasserspule geführt zu werden. Insofern
greifen an diesem Leiterübergang größere Kräfte durch das vorbeiströmende Wasser an,
als an den übrigen Windungen der Luftspule. Löst sich nun dieser Leiterübergang ungewollterweise
von der Luftspule oder auch von der Unterwasserspule, so kann schnell ein Leitungsknäuel
unkontrolliert im Bereich der ein oder anderen Spule entstehen. Dieses Knäuel stört
das Abwickeln des Datenleiters, so dass sich der Datenleiter verheddert. Wird nun
dieser Leiterübergang auf der Luftspule verklebt, so kann einem Ablösen durch vorbeiströmendes
Wasser entgegengewirkt werden. Vorteilhafterweise wird zum Verkleben ein Kleber verwendet,
der sich bei einer höheren Ablösegeschwindigkeit leichter löst als bei einer niedrigeren
Ablösegeschwindigkeit. Unter leichter ist hierbei eine Kraft zu verstehen, mit der
der Leiterübergang von den darunter liegenden Windungen der Luftspule abgelöst werden
kann.
[0025] Weiter ist es vorteilhaft, wenn ein Leiterübergang von einem Wickelpaket der Unterwasserspule
zu einem Wickelpaket der Luftspule zumindest teilweise quer zu den Windungen des Wickelpakets
der Luftspule geführt ist. Hierdurch bietet der Leiterübergang dem vorbeiströmenden
Wasser einen geringeren Widerstand, sodass sich der Leiterübergang leichter fixieren
lässt. Unter quer ist hierbei ein Winkel von zumindest 70°, insbesondere ein rechter
Winkel zu den Windungen des Wickelpakets der Luftspule, zu verstehen. Zwar kann es
sein, dass der Leiterübergang an solchen Stellen, die nicht quer über den Windungen
verlaufen, immer noch einen relativ hohen Angriffswiderstand für das vorbeiströmende
Wasser bieten. Durch die quere Verlegung kann jedoch über eine verhältnismäßig große
Strecke eine feste Fixierung des Leiterübergangs auf der Luftspule gewährleistet werden,
sodass einem unbeabsichtigten Ablösen durch das vorbeiströmende Wasser entgegengewirkt
wird.
[0026] Das Abziehen des Datenleiters von einer Spule unter Wasser ist mit einer hohen Reibung
und dadurch mit der Gefahr des Verknickens des Datenleiters verbunden. Auch wenn diese
Gefahr mit einer Innenspule verringert werden kann, kann es vorteilhaft sein, als
Unterwasserspule eine Außenabzugsspule zu verwenden. Geeignete Maßnahmen können das
Verknicken oder einen unerwünschten Mehrfachabzug verhindern, wie beispielsweise ein
langsames Abziehen, eine an die Abzugsgeschwindigkeit gut angepasste Verklebung der
Windungen eines Wickelpakets untereinander und/oder eine konisch nach hinten zulaufende
Spindelgeometrie, wodurch das Abheben des Datenleiters von den darunter liegenden
Windungen eines Wickelpakets erleichtert wird.
[0027] Insbesondere bei einer Unterwasserspule, die als Außenabzugsspule gestaltet ist,
ist es vorteilhaft, wenn ein Wicklungsboden der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule
radial innerhalb eines Wicklungsbodens der zumindest einen Spindel der Luftspule liegt.
Beim Abzug der Luftspule kann der Datenleiter in einfacher Weise radial außerhalb
der Unterwasserspindel und zweckmäßigerweise berührungsfrei von ihr geführt werden,
sodass eine Beschädigung des Datenleiters auch bei sehr hohen Abzugsgeschwindigkeiten
vermieden wird.
[0028] Weiter ist es vorteilhaft, wenn ein Durchmesser einer Ablösehilfe beziehungsweise
eines Lenkmittels der Unterwasserspule kleiner ist als ein Durchmesser der innersten
Lage des zumindest einen Wickelpakets der Luftspule. Hierdurch kann der Datenleiter
der Unterwasserspule anstoßfrei von der Luftspule abgewickelt werden. Insbesondere
ist es vorteilhaft, wenn der Durchmesser der radial äußersten Lage des zumindest einen
Wickelpakets der Unterwasserspule kleiner ist als der Durchmesser der innersten Lage
des zumindest einen Wickelpakets der Luftspule. Mit dieser Ausgestaltung der Erfindung
kann ein Lenkmittel zum Lenken des von der Unterwasserspule abgezogenen Datenleiters
von den darunter liegenden Wicklungen weg radial nach außen über die äußerste Lage
eines Wickelpakets der Unterwasserspule herausragen, ohne den Luftabzug zu stören.
Der Datenleiter kann von der Luftspule auch in diesem Fall anstoßfrei abgewickelt
werden.
[0029] Um einen Mehrfachabzug der Unterwasserspule, also ein Abziehen von mehreren Windungen
des zumindest einen Wickelpakets der Unterwasserspule gleichzeitig zu verhindern und
außerdem einem Verknicken des Datenleiters entgegenzuwirken, ist es vorteilhaft, wenn
die Unterwasserspule ein Lenkmittel aufweist, das den sich abziehenden Datenleiter
nach radial außen von beispielsweise der darunter liegenden Lage von Windungen des
Wickelpakets oder dem Wicklungsboden abhebt. Ein ähnlicher Effekt kann zwar auch durch
ein konisches Auslaufen des Wickelpakets nach hinten erreicht werden, diese Ausführung
hat jedoch den Nachteil, dass sie axial länger baut. Durch das Lenkmittel kann also
eine kompakte axiale Bauform der Unterwasserspule mit einem zuverlässigen Unterwasserabzug
verbunden werden.
[0030] Als Lenkmittel sind solche Mittel geeignet, die dafür sorgen, dass der Datenleiter
an der Stelle, an der er sich von einem Wickelpaket löst, zumindest ein Stück weit
nach radial außen abgehoben wird. Besonders einfach ist eine Ausgestaltung des Lenkmittels
derart, dass es ein hinterer, radial abstehender Kragen ist. Dieser kann beispielsweise
direkt vom Wicklungsboden der zumindest einen Spindel abstehen oder von einem anderen
Element der Unterwasserspule oder einer anderen Einheit. Der Kragen kann eine hintere,
tangential umlaufende und nach radial auswärts gerichtete Ausformung sein und beispielsweise
Teil der Unterwasserspule sein. Möglich ist beispielsweise ein Flansch in der Art
des Stahlbaus. Zweckmäßigerweise ragt das Lenkmittel radial über die äußerste Windung
des zumindest einen Wickelpakets der Unterwasserspule hinaus.
[0031] Um eine Störung des Luftabzugs von der Luftspule zu vermeiden, ist es vorteilhaft,
wenn das Lenkmittel vollständig radial innerhalb eines Wicklungsbodens der zumindest
einen Spindel der Luftspule liegt, also radial nirgendwo über den Wicklungsboden der
Luftspule hinausragt. Die axiale Lage ist hiervon unabhängig. Auf diese Weise kann
gewährleistet werden, dass auch dann, wenn der Datenleiter von der untersten Lage
des zumindest einen Wickelpakets der Luftspule abgezogen wird, eine Berührung mit
dem Lenkmittel bei einem Luftabzug verhindert und somit eine störungsfreie Signalübertragung
durch den Datenleiter erhalten bleibt.
[0032] Um einem Abknicken des Datenleiters bei einem Unterwasserabzug entgegenzuwirken ist
es außerdem vorteilhaft, wenn das Lenkmittel zum Wickelpaket der Unterwasserspule
hin abgeschrägt ist. Zweckmäßigerweise ist die Schräge so ausgeführt, dass sie einen
Winkel zum Wicklungsboden der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule größer
120 ° bildet oder anders gesagt, ein Winkel zwischen Radialrichtung und Abschrägung
von größer 30 °gebildet wird. Die Abschrägung reicht zweckmäßigerweise bis an den
Wicklungsboden heran, wobei ein kleiner Absatz in der Höhe von maximal zwei Wicklungslagen
hierbei unschädlich ist. Die Abschrägung kann eine Kegelfläche sein, die zweckmäßigerweise
nach radial außen im Profil abgerundet ist. Der Datenleiter kann an der Abschrägung
und der Abrundung entlang schleifen, ohne mit einem zu geringen Radius gebogen beziehungsweise
geknickt zu werden.
[0033] Während der Unterwasserfahrt des Fahrzeugs werden beide Spulen in der Regel nass,
da auch sie in das Wasser eintauchen. Je nach Ausführung des Datenleiters saugt sich
die Hülle des Datenleiters, beispielsweise bei einer Textilumwicklung oder Umwicklung
mit faserförmigem Gewebe, mit Wasser voll. Dies kann dazu führen, dass sich die Dicke
des Datenleiters vergrößert und somit ein Wickelpaket einer Spule einen gewissen Druck
aufbaut. Während die Windungen einem solchen Druck ohne weiteres widerstehen, kann
der Druck für einen Übergangsteil bzw. einen Übergangsabschnitt des Datenleiters von
einem Wickelpaket der Unterwasserspule zu einem Wickelpaket der Luftspule problematisch
sein.
[0034] Um einer unerwünschten Beanspruchung des Datenleiters entgegenzuwirken, ist es vorteilhaft,
wenn der Übergang des Datenleiters von einem Wickelpaket der Unterwasserspule zu einem
Wickelpaket der Luftspule in eine Verlegenut eingelegt ist. Im empfindlichen Übergangsbereich
bzw. Übergangsabschnitt kann der Datenleiter durch die Verlegenut geschützt und vor
einem Knicken bewahrt werden. Die Verlegenut kann in der Unterwasserspule eingearbeitet
sein, beispielsweise in einem vorderen oder hinteren Flansch der Unterwasserspule.
Zweckmäßigerweise ist die Verlegenut dort angebracht, wo das Wickelpaket der Unterwasserspule
an eine axiale Begrenzungsfläche, beispielsweise einen Flansch, angrenzt. Vorteilhafterweise
ist die Verlegenut bis zum radial oberen Ende der Begrenzungsfläche, beispielsweise
des Flanschs, geführt. Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Verlegenut bis an den Wickelboden
reicht, sodass der Datenleiter von der untersten Lage direkt in die Verlegenut eingeführt
werden kann.
[0035] Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Richtung der Verlegenut eine tangentiale Komponente
aufweist, um einen glatten Richtungsübergang zur tangentialen Wickelrichtung des Datenleiters
auf dem Wickelboden zu ermöglichen. Zweckmäßigerweise ist die Ausrichtung der Verlegenut
um maximal 30°, insbesondere maximal 15°, zur Ausrichtung des Wickelbodens an dem
Ort geneigt, an dem die Verlegenut den Wickelboden erreicht. Hierbei kann die Verlegenut
vorteilhafterweise zumindest im Wesentlichen geradlinig oder gekrümmt ausgeführt sein.
[0036] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Unterwasserspule
so relativ zur Luftspule angeordnet ist, dass der Datenleiter bei einem regulären
Abzug von der Luftspule radial innerhalb einer als Außenspindel ausgeführten Spindel
der Unterwasserspule und durch diese hindurch abgezogen wird. Die Unterwasserspule
bildet also eine innere Öffnung, durch die der Datenleiter geführt wird. Eine solche
Anordnung hat den Vorteil, dass ein Wickelpaket der Unterwasserspule radial relativ
groß und damit axial kompakt ausgeführt werden kann und außerdem ein relativ großer
radialer Abstand des abgewickelten Datenleiters von einem Triebwerksstrahl hergestellt
werden kann.
[0037] Weiter ist es vorteilhaft, wenn das zumindest eine Wickelpaket der Unterwasserspule
teilweise hinter dem zumindest einen Wickelpaket der Luftspule angeordnet ist. Durch
eine axiale Überlappung der beiden Wickelpakete kann eine axial kompakte Anordnung
im System erreicht werden, sodass das Fahrzeug beziehungsweise der Lenkflugkörper
axial kompakt gestaltet werden kann.
[0038] Zweckmäßigerweise liegt der Wicklungsboden der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule
radial außerhalb des Wicklungsbodens der zumindest einen Spindel der Luftspule, der
Umfang des Wicklungsbodens der Unterwasserspule ist also größer als der Umfang des
Wicklungsbodens der Luftspule. Der Wicklungsboden der Unterwasserspule kann hier ganz
oder teilweise hinter dem Wicklungsboden der Luftspule angeordnet sein.
[0039] Eine kompakte und mechanisch stabile Bauform des Spulsystems kann erreicht werden,
wenn die zumindest eine Spindel der Unterwasserspule an einem Gehäuse der Luftspule
befestigt ist. Ein Haltekraftfluss zwischen den Spulen verläuft also durch das Gehäuse.
Hierbei kann zwischen der Luftspule und der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule
ein Luftraum sein, durch den der von der Luftspule abgezogene Datenleiter hindurchgeführt
ist. Ein solcher Abzugsluftraum trennt die beiden Spindeln der beiden Spulen.
[0040] Ebenfalls einer kompakten Bauform ist es förderlich, wenn die zumindest eine Spindel
der Unterwasserspule einen Gehäuseabschnitt der Luftspule bildet. Dieser Gehäuseabschnitt
ist zweckmäßigerweise nach hinten konisch zusammengeführt, sodass sich also der Innendurchmesser
des Gehäuses nach innen verringert, die Spindel also einen Teil des sich nach hinten
verjüngenden Gehäuses bildet. Die Spindel kann mehrschichtig ausgeführt sein, sodass
das Material des Gehäuses ein anderes ist als das Material des Wicklungsbodens der
Spindel der Unterwasserspule.
[0041] Vorteilhafterweise ist ein Übergangsabschnitt des Datenleiters vom zumindest einen
Wickelpaket der Unterwasserspule zum zumindest einen Wickelpaket der Luftspule von
der Unterwasserspule zunächst nach hinten und dann radial durch die zumindest eine
Spindel der Unterwasserspule hindurch nach vorne geführt. Diese Anordnung ist zweckmäßigerweise
auch dann gewahrt, wenn noch kein Stück Datenleiter von der Unterwasserspule, geschweige
denn von der Luftspule, abgewickelt ist.
[0042] Ein großes Wickelpaketvolumen und damit ein langer Datenleiter in der Unterwasserspule
kann erreicht werden, wenn der Wicklungsboden der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule
radial weiter außen liegt als zumindest innere Teile des zumindest einen Wickelpakets
der Luftspule.
[0043] Beim Abzug des Datenleiters von der Unterwasserspule und der Luftspule ist der Datenleiter
wegen der hohen Abzugsgeschwindigkeiten einer großen Belastung ausgesetzt. Insbesondere
beim Übergang des Abzugs von der Unterwasserspule zur Luftspule bildet der abgezogene
Datenleiter Wellen, die zu einer Erhöhung der Belastung beitragen. Um solche Wellen
gering zu halten, ist es vorteilhaft, wenn der Datenleiter in einem Übergangsbereich
oder Übergangsabschnitt von einem Wickelpaket der Unterwasserspule zu einem Wickelpaket
der Luftspule in einer Vertiefung, die beispielsweise in Form einer Nut ausgeführt
sein kann und im Folgenden als Verlegenut bezeichnet wird, geführt ist. Die Vertiefung
beziehungsweise Verlegenut kann am hinteren Ende der Unterwasserspule angeordnet sein,
beispielsweise in einem hinteren Lenkmittel der Unterwasserspule, das als Flansch
oder allgemein als radiale Erhebung über dem Wicklungsboden ausgeführt sein kann.
Die Verlegenut ist zweckmäßigerweise bis zu einem radial oberen Ende des Lenkmittels
geführt und liegt auf der zum Wicklungspaket weisenden Seite des Lenkmittels.
[0044] Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Verlegenut einen ersten zum Wicklungspaket weisenden
Nutabschnitt und einen zweiten nach hinten weisenden Nutabschnitt aufweist. Beide
Abschnitte können im Lenkmittel angeordnet sein. Der Datenleiter ist zweckmäßigerweise
in beiden Abschnitten verlegt.
[0045] Eine besonders starke Abzugsbelastung des Datenleiters kann vermieden werden, wenn
die Verlegenut ein Lenkmittel im hinteren Teil der Unterwasserspule im Bereich der
größten radialen Ausdehnung des Lenkmittels wie in ein Tal durchsticht. Der aus der
Verlegenut abgezogene Datenleiter bildet keine so große Welle, wie ohne die Verlegenut.
[0046] Um die Welle klein zu halten, sollte die Verlegenut tief in das Lenkmittel einschneiden.
Vorteilhaft ist es, wenn die radiale Erhebung des Talgrunds maximal 30% der Erhebung
des Lenkmittels über den Wicklungsbodens der zumindest einen Spindel der Unterwasserspule
über den Wicklungsboden hinausgeht. Der Talgrund kann jedoch auch radial tiefer liegen
als der Spindelboden bzw. Wicklungsboden der Unterwasserspule.
[0047] Beim Abzug von der Unterwasserspule kann es sein, dass der Datenleiter über den Rand
des Lenkmittels geschleift wird. Um Belastungen des Datenleiters gering zu halten,
sollte der Rand entlang des Umfangs daher möglichst gleichmäßig verlaufen. Das kann
erreicht werden, wenn ein kreisförmig verlaufender äußerer Rand des Lenkmittels durch
die Verlegenut - aus Sicht von hinten nach vorne auf das Lenkmittel - radial maximal
um 20% der Erhebung des Lenkmittels über den Spindelboden der Unterwasserspule eingekerbt
ist, zweckmäßigerweise maximal 5 mm, insbesondere maximal 2 mm.
[0048] Eine Unstetigkeit im Verlauf des Datenleiters, wie ein Knick im Datenleiter, kann
beim Abzug zu einer Welle und somit zu einer erhöhten Abzugsbelastung des Datenleiters
führen. Um diese gering zu halten, ist es vorteilhaft, wenn der Grund der Verlegenut
an seinem hinteren Ende in der Weise radial gekrümmt ist, dass der Datenleiter radial
knickfrei in der Verlegenut geführt ist und auch radial knickfrei aus ihr heraustritt.
[0049] Wenn der Abzugspunkts des Datenleiters das hintere Lenkmittel passiert und hinter
dem Lenkmittel nach radial innen läuft, wird der Datenleiter aufgrund der Richtungsänderung
des Abzugspunkts etwas in Tangentialrichtung ausschlagen. Um ein Anstoßen des Datenleiters
an einer Kante des hinteren Bereichs der Verlegenut zu vermeiden, ist es voreilhaft,
wenn der nach hinten weisende Nutabschnitt der Verlegenut in tangentialer Abzugsrichtung
des Datenleiters axial nach hinten ausläuft.
[0050] Ein gleichmäßiger Verlauf des Datenleiters verbunden mit einem glatten äußeren Rand
des Lenkmittels kann erreicht werden, wenn der zum Wicklungspaket der Unterwasserspule
weisende Nutabschnitt in einem Winkel von zumindest 75° zur Axialrichtung des Spulensystems
ausgerichtet ist, und zwar möglichst über den größten Teil seiner Gesamtlänge, insbesondere
über die gesamte Länge des vorderen Bereichs bzw. Nutabschnitts der Verlegenut.
[0051] Bei Ausführungen, in denen das hintere Ende der Luftspule in Axialrichtung vor dem
hinteren Ende der Unterwasserspule liegt, ist es vorteilhaft, wenn der Datenleiter
zwischen der Unterwasserspule und der Luftspule auf einer Zwischenspule aufgewickelt
ist. Die Zwischenspule kann eine Zwischenwicklung aufweisen, die nur aus einer Lage
besteht.
[0052] Um einen Abzug von der Luftspule nicht zu stören, ist die Zwischenwicklung auf der
Zwischenspule zweckmäßigerweise vollständig radial innerhalb des Wicklungsbodens der
zumindest einen Spindel der Luftspule angeordnet. Zweckmäßigerweise ist die Zwischenspule
an einem vorderen Flansch mit einer Verlegenut versehen, in der der Datenleiter verlegt
ist.
[0053] Die Erfindung ist gerichtet auf ein Fahrzeug, insbesondere einen Lenkflugkörper mit
einem Raketentriebwerk, mit einem am Heck angeordneten Spulensystem, wie vorhergehend
beschrieben. Es wird vorgeschlagen, dass eine für einen Abzug eines Datenleiters bei
einer Unterwasserfahrt des Fahrzeugs vorbereitete Unterwasserspule des Spulensystems
abwurffest am Heck befestigt ist. Zweckmäßigerweise ist das Spulensystem am Heck des
Fahrzeugs und insbesondere um einen Triebwerksstrahlraum angeordnet. Die Unterwasserspule
umfasst zweckmäßigerweise zumindest eine Spindel und zumindest ein Wickelpaket.
[0054] Ferner ist die Erfindung gerichtet auf ein Verfahren zum Halten einer Datenverbindung
zwischen einem bewegten Fahrzeug, insbesondere einem fliegenden Lenkflugkörper, und
einer Leitstelle, insbesondere einer Abschussstation, über einen Datenleiter, bei
dem der Datenleiter während einer Unterwasserfahrt des Fahrzeugs von einer Unterwasserspule
abgezogen wird, das Fahrzeug durch die Wasseroberfläche in die Luft eintritt und der
Datenleiter während einer Überwasserfahrt von einer Luftspule abgezogen wird. Die
Leitstelle kann in einem Gebäude oder einem Fahrzeug sein, beispielsweise in einem
U-Boot.
[0055] Es wird vorgeschlagen, dass die Unterwasserspule erfindungsgemäß während der Unter-
und Überwasserfahrt bis zu einem Ziel des Fahrzeugs fest mit der Luftspule verbunden
bleibt. Es kann auf das Abwerfen einer Schnittstelle, beispielsweise einer Boje, verzichtet
werden, wodurch ein Verheddern des Datenleiters verhindert werden kann.
[0056] Der Luftabzug erfolgt zweckmäßigerweise bis das Fahrzeug ein vorbestimmtes Ziel erreicht,
beispielsweise nach einer Flugphase. Vorteilhafterweise wird ein Teil der Unterwasserspule
noch in der Luft abgezogen.
[0057] Ferner ist die Erfindung gerichtet auf ein Verfahren zum Bewickeln eines Spulensystems
mit einem Datenleiter, der zum Halten einer Datenverbindung zwischen einem bewegten
Fahrzeug, insbesondere einem fliegenden Lenkflugkörper, und einer Leitstelle ausgeführt
ist, bei dem der Datenleiter zunächst auf eine Spindel einer Luftspule und anschließend
auf eine Spindel einer Unterwasserspule des Spulensystems gewickelt wird.
[0058] Um einem Abriss des Datenleiters bei einem Abwickeln entgegenzuwirken, ist es vorteilhaft,
wenn dieser einstückig auf der Unterwasserspule und der Luftspule aufgewickelt ist.
Hierzu müssen beide Spulen mit einem durchgehenden Datenleiter bewickelt werden. Um
dies zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass die Spindel der Unterwasserspule erfindungsgemäß
beim Bewickeln in einer Position gehalten ist, in der zwischen ihr und der Spindel
der Luftspule eine Ausgabeöffnung zum Ausgeben des Datenleiters bei einem Abzug von
der Luftspule vorhanden ist.
[0059] Vorteilhafterweise wird die Spindel der Unterwasserspule beim Bewickeln von einem
Hilfshalter in ihrer Wickelposition gehalten, wobei der Hilfshalter nach dem Wickeln
entfernt wird und die Spindel dann betriebsfertig an der Luftspule befestigt wird.
Die Spindel kann unmittelbar oder vorteilhafterweise mittelbar, insbesondere über
ein Gehäuse des Fahrzeugs an der Luftspule befestigt werden.
[0060] Zur Befestigung der Unterwasserspule an der Luftspule verbleiben die beiden Spulen
zweckmäßigerweise während der Befestigung unbeweglich zueinander. Zur Befestigung
wird ein drittes Element an der Unterwasserspule und der Luftspule befestigt zu deren
Befestigung aneinander. Zweckmäßigerweise ist dieses dritte Element ein Gehäuse des
Fahrzeugs. Zweckmäßigerweise ist die Luftspule unmittelbar am Gehäuse des Fahrzeugs
befestigt. Es ist aber auch möglich, die Luftspule zweckmäßigerweise mittelbar, also
über ein oder mehrere weitere Elemente an dem Gehäuse des Fahrzeugs zu befestigen.
[0061] Die bisher gegebene Beschreibung vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung enthält
zahlreiche Merkmale, die in den einzelnen Unteransprüchen teilweise zu mehreren zusammengefasst
wiedergegeben sind. Diese Merkmale können jedoch zweckmäßigerweise auch einzeln betrachtet
und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfasst werden. Insbesondere sind diese
Merkmale jeweils einzeln und in beliebiger geeigneter Kombination mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß den unabhängigen Ansprüchen
kombinierbar.
[0062] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung, sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Die Ausführungsbeispiele dienen der Erläuterung
der Erfindung und beschränken die Erfindung nicht auf die darin angegebene Kombination
von Merkmalen, auch nicht in Bezug auf funktionale Merkmale. Außerdem können dazu
geeignete Merkmale eines jeden Ausführungsbeispiels auch explizit isoliert betrachtet,
aus einem Ausführungsbeispiel entfernt, in ein anderes Ausführungsbeispiel zu dessen
Ergänzung eingebracht und/oder mit einem beliebigen der Ansprüche kombiniert werden.
[0063] Es zeigen:
- FIG 1
- ein Fahrzeug, das über einen Datenleiter mit einer Abschussstation verbunden ist,
- FIG 2
- ein Spulensystem mit einer vorderen Luftspule und einer hinteren als Innenabzugsspule
ausgeführten Unterwasserspule,
- FIG 3
- ein weiteres Spulensystem mit einer als Außenabzugsspule ausgeführten Unterwasserspule,
- FIG 4
- die Spindel der Unterwasserspule aus FIG 3 in einer perspektivischen Darstellung,
- FIG 5
- die Spindel aus FIG 4 in einer Seitendarstellung,
- FIG 6
- ein weiteres Spulensystem mit einer radial äußeren Außenabzugsspule als Unterwasserspule,
- FIG 7
- das Hinterteil des Fahrzeugs mit der an dessen Heck angeordneten Unterwasserspule
aus Fig. 6 in einer perspektivischen Darstellung,
- FIG 8
- eine Draufsicht von hinten in Axialrichtung in Flugrichtung auf das Fahrzeug beziehungsweise
die Unterwasserspule,
- FIG 9
- die Spindel der Unterwasserspule in einer Seitenansicht,
- FIG 10
- das hintere Lenkmittel der Unterwasserspindel mit einer darin einschneidenden Verlegenut,
- FIG 11
- einen hinteren Nutabschnitt der Verlegenut und
- FIG 12
- die Spindel einer Zwischenspule zwischen der Unterwasserspule und der Luftspule.
[0064] FIG 1 zeigt ein Fahrzeug 2, das in diesem Ausführungsbeispiel als ein Lenkflugkörper
mit einem Raketentriebwerk ausgeführt ist. Der Lenkflugkörper ist über einen Datenleiter
4 mit einer Leitstelle 6, in diesem Ausführungsbeispiel ein U-Boot, verbunden. Der
Datenleiter 4 ist eine Leitung mit einem Glasfaserkern zum Übertragen optischer Signale,
der von einer Hülle aus Kunststoff überzogen ist.
[0065] Der Lenkflugkörper wurde aus einem Torpedorohr des U-Boots gestartet, das eine Abschussstation
8 für den Lenkflugkörper bildet. Der Lenkflugkörper hat unter einer Wasseroberfläche
10 eine missionsabhängige Strecke 12, beispielsweise 400 m, zurückgelegt. Nach Zurücklegen
der Unterwasserstrecke 12 hat der Lenkflugkörper seine Fahrtrichtung geändert, die
Wasseroberfläche 10 durchstoßen und setzt nun seine Fahrt oberhalb der Wasseroberfläche
10 in Richtung auf ein Ziel 14 fort. Das Ziel ist beispielsweise 25 km von der Leitstelle
6 entfernt, wobei der überwiegende Teil dieser Strecke vom Fahrzeug 2 in der Luft
zurückgelegt wird.
[0066] Der Datenleiter 4 ist im U-Boot an einer Schnittstelle 16 befestigt und über eine
weitere Datenverbindung signaltechnisch mit einer Steuereinheit 18 der Leitstelle
6 verbunden. Die Steuereinheit 18 steuert einen Flug des Fahrzeugs 2 sowohl unter
Wasser als auch über Wasser und verarbeitet von einem Suchkopf 20 des Fahrzeugs 2
erzeugte Bilddaten, die der Suchkopf 20 während des Flugs aufnimmt. Die Steuereinheit
18 ist über den Datenleiter 4 signaltechnisch mit einer Steuereinheit 22 verbunden,
die innerhalb des Fahrzeugs 2 angeordnet ist. Diese Steuereinheit 22 steuert den Flug
des Fahrzeugs 2 über Steuerruder 24, wobei die Steuerbefehle von der Leitstelle 6
über den Datenleiter 4 an die Steuereinheit 22 übertragen werden. Die Daten des Suchkopfs
20 werden wiederum über den Datenleiter 4 an die Leitstelle 6 übertragen, die daraus
die Steuerbefehle erzeugt.
[0067] Die Schnittstelle 16 weist eine nicht dargestellte Spule zur Ausgabe des Datenleiters
4 auf, um eine Bewegung der Leitstelle 6 relativ zum umgebenden Wasser ausgleichen
zu können, ohne dass der Datenleiter 4 durch das Wasser gezogen wird. Der größte Teil
des Datenleiters 4 wird jedoch durch ein Spulensystem 26 ausgegeben, das am Heck des
Fahrzeugs 2 angeordnet und in FIG 2 detaillierter dargestellt ist.
[0068] FIG 2 zeigt den hinteren Teil des Spulensystems 26 des Fahrzeugs 2 aus FIG 1 in einem
Längsschnitt. In FIG 2 ist das Spulensystem mit dem Bezugszeichen 26a versehen. In
den folgenden Ausführungsbeispielen sind gleichartige Bauteile mit der gleichen Bezugsziffer
aber je nach Ausführungsbeispiel mit anderen Bezugsbuchstaben gekennzeichnet, wenn
die Bauteile geringfügige Unterschiede aufweisen, z.B. in Abmessung, Position und/oder
Funktion. Wird die Bezugsziffer alleine ohne einen Bezugsbuchstaben erwähnt, so sind
die entsprechenden Bauteile aller Ausführungsbeispiele angesprochen.
[0069] Das Spulensystem 26a umfasst eine Luftspule 28a und eine Unterwasserspule 30a, die
in diesem Ausführungsbeispiel vollständig hinter der Luftspule 28a angeordnet ist.
Während die Luftspule 28a als Außenabzugsspule ausgeführt ist, ist die Unterwasserspule
30a als Innenabzugsspule ausgestaltet.
[0070] Der Datenleiter 4 ist sowohl auf der Luftspule 28a als auch auf der Unterwasserspule
30a aufgewickelt und ist unterbrechungslos, insbesondere spleißlos, auf beiden Spulen
28a, 30a durchgehend. Die Luftspule 28a umfasst eine Spindel 32a, auf der der Datenleiter
4 Lage für Lage aufgewickelt ist. Auch die Unterwasserspule 30 ist mit einer Spindel
34a ausgestattet, die jedoch in diesem Ausführungsbeispiel als Innenspindel ausgeführt
ist, also eine Spindel, die das - durch die Lagen bzw. Windungen des Datenleiters
4 gebildete - Wickelpaket 36a der Unterwasserspule 30a von außen radial umgibt. Demgegenüber
ist die Spindel 32a der Luftspule 28a radial innerhalb des Wickelpakets 38a der Luftspule
28a angeordnet.
[0071] Der Datenleiter 4 ist in drei Abschnitte aufgeteilt: Das Wickelpaket 36a bildet einen
Unterwasserabschnitt 40 des Datenleiters 4, der an der Schnittstelle 16 der Leitstelle
6 anfängt, bis zum Wickelpaket 36a reicht und dieses bildet. Ein Übergangsabschnitt
42a verbindet das Wickelpaket 36a mit dem Wickelpaket 38a der Luftspule 28a. Ein Luftabschnitt
44 des Datenleiters 4 bildet das Wickelpaket 38a und reicht bis zur Steuereinheit
22. Der Übergangsabschnitt 42a kann auch noch einige Windungen der Luftspule 28a bilden.
Alle drei Abschnitte 40, 42a, 44 sind von einem einzigen, durchgehenden Lichtwellenleiter
durchzogen, der spleißfrei durch die drei Abschnitte 40, 42a, 44 geführt ist. Lediglich
die Ummantelung des Datenleiters 4 variiert in den Abschnitten 40, 42a, 44. Die Ummantelung
ist in den Abschnitten 40, 42a dicker ausgeführt als im Luftabschnitt 44. Hierdurch
ist der Datenleiter 4 in diesen beiden hinteren Abschnitten 40, 42a reißfester als
im Luftabschnitt 44. Allerdings kann der Luftabschnitt 44 durch seine im Vergleich
dazu schlankere und leichtere Bauart schneller abgezogen werden, was insbesondere
für den Luftabzug von Vorteil ist.
[0072] Während der Lenkflugkörper während der Unterwasserfahrt mit einer gewissen Geschwindigkeit
durch das Wasser fährt und sich die Unterwasserspule 30a mit der entsprechenden Geschwindigkeit
abwickelt, wird der Abzug des Datenleiters 4 nach Durchstoßen der Wasseroberfläche
10 erheblich beschleunigt, da der Lenkflugkörper während seines Flugs zum Ziel 14
Geschwindigkeiten bis 250 m/s erreicht.
[0073] Während des gesamten Flugs, sowohl über Wasser als auch unter Wasser, verbleibt die
Unterwasserspule 30a mit ihrer Spindel 34a - bis auf den abgewickelten Teil des Datenleiters
4 - am Fahrzeug 2. Hierzu ist die Spindel 34a fest mit den übrigen Bauelementen des
Fahrzeugs 2 verbunden, in diesem Ausführungsbeispiel mit dem äußeren Gehäuse 48a des
Lenkflugkörpers 2, das auch zugleich das Gehäuse 48a der Luftspule 28a bildet. Die
Spindel 34 ist mit dem Gehäuse 48a fest verschraubt und somit während des Flugs des
Lenkflugkörpers nicht lösbar. Sie kann lediglich nach Entfernung des Wickelpakets
36a mit Hilfe von Werkzeug vom Rest des Fahrzeugs 2 getrennt werden, was jedoch im
regulären Betrieb nicht vorgesehen ist. Alternativ ist es auch denkbar, dass die Unterwasserspule
30a beziehungsweise deren Spindel 34 mit dem Fahrzeug 2 verschweißt ist.
[0074] Um einen unerwünschten Mehrfachabzug zu vermeiden und ein radiales Abheben des abzuziehenden
Datenleiters 4 von den darunterliegenden Windungen bzw. Lagen des Wickelpakets 36a
zu erleichtern, ist die Unterwasserspule 30 beziehungsweise deren Spindel 34a mit
einem Lenkmittel 50a in Form eines Flanschs ausgebildet, der einstückig mit dem Wicklungsboden
52a der Spindel 34a verbunden ist. Bei einem Unterwasserabzug schleift der Datenleiter
4 über den abgerundeten Rand 54a des Flanschs 50a und wird hierdurch schräg nach radial
innen von der darunterliegenden Wicklungslage abgehoben. Das Lenkmittel 50a ist in
diesem Falle als nach radial innen weisende Ausformung ausgeführt, die hierbei weiter
nach innen als die am weitest innen liegende Wicklungslage des Wickelpakets 36a der
Unterwasserspule 30a ragt, sodass auch die radial innerste Lage des Datenleiters 4
beim Abzug noch ein Stück weit nach innen gezogen wird. Allerdings sollte der Radius
des Lenkmittels 50a an der engsten Stelle, also am Rand 54a, größer als der Außenradius
der Ausgabeöffnung 60a sein, damit der sich von der Luftspule 28 abwickelnde Datenleiter
4 nicht an den Rand 54a anstößt. Besonders geeignet ist ein Radius, der zumindest
das 1,1-fache des Außenradius der Ausgabeöffnung 60a beträgt.
[0075] Außerdem bewirkt dieses Lenkmittel 50a, dass das Wickelpaket 36a nach hinten hin
nicht radial dünner werden muss, um Mehrfachabzüge zu vermeiden. Das Lenkmittel 50a
begrenzt das Wickelpaket 36a nach hinten so, dass ein unerwünschter Mehrfachabzug
hierdurch bereits von alleine vermieden wird. Dazu grenzt das Wickelpaket 36a zumindest
im Wesentlichen unverjüngt an das Lenkmittel 50a an.
[0076] Beim Eintauchen in das Wasser wird der Innenraum 56 um die Luftspule 28a beziehungsweise
innerhalb des Gehäuses 48a mit Wasser geflutet, das durch Öffnungen 58 in diesen Innenraum
56 einströmt. Das Wasser strömt nach hinten und durch eine Ausgabeöffnung 60a wieder
aus dem Gehäuse 48a der Luftspule 28a hinaus. Das strömende Wasser zieht an den Windungen
des Wickelpakets 38a der Luftspule 28a. Allerdings ist der Datenleiter 4 innerhalb
der Wickelpakete 36a, 38a verklebt, die einzelnen Windungen des Datenleiters 4 sind
also miteinander verklebt, sodass ein stabiles Wickelpaket 36a, 38a entsteht. Die
Verklebung ist hierbei so gewählt, dass der Datenleiter 4 bei einem Abzug nicht zu
stark geknickt wird, um die Datenübertragung nicht zu gefährden. Andererseits ist
die Verklebung so stark, dass das entsprechende Wickelpaket 36a, 38a auch unter Wasser
ausreichend zusammenhält und nicht ein Mehrfachabzug durch lose Windungen entsteht.
[0077] Allerdings ist der Übergangsabschnitt 42a ein Stück weit durch die Luft geführt,
so dass das strömende Wasser an diesem Abschnitt 42a stärker reißt. Um ein Mitreißen
des Übergangsabschnitts 42a des Datenleiters 4 mit dem bewegten Wasser zu vermeiden,
ist ein Teil des Übergangsabschnitts 42a mit den darunterliegenden Windungen 62 der
Luftspule 28a fester verklebt, als die Windungen 62 untereinander verklebt sind. Hierfür
wird ein Kleber verwendet, der ein Ablösen des verklebten Datenleiters 4 bei einer
schnellen Ablösegeschwindigkeit mit einer geringeren Kraft erlaubt als mit einer langsameren
Ablösegeschwindigkeit. Der Kleber kann ein Silikon sein, der zwischen Windungen 62
und Übergangsabschnitt 42a gefügt ist.
[0078] Außerdem ist ein Teil des Übergangsabschnitts 42a quer, nämlich senkrecht zur Wicklungsrichtung
der Windungen 62, geführt, um eine möglichst lange Verklebestrecke zu erreichen. Auch
wenn das durch den Innenraum 56 schießende Wasser sehr stark an dem hinteren Teil
des Übergangsabschnitts 42a zieht, so bleibt der quer ausgerichtete Teil des Übergangsabschnitts
42a doch fest mit den Windungen 62 verbunden, sodass der Datenleiter 4 durch das einschießende
Wasser nicht in unerwünschter Weise von den darunterliegenden Windungen 62 der Luftspule
28a abgelöst wird.
[0079] Der Übergangsabschnitt 42a erstreckt sich noch ein Stück weit in das Wickelpaket
38a der Luftspule 28a und bildet einen Teil der obersten Lage der Windungen der Luftspule
28a. Hierdurch wird ermöglicht, dass die Luftspule 28a so weit wie der Übergangsabschnitt
42a reicht unter Wasser abgezogen werden kann, ohne dass der Datenleiter 4 beeinträchtigt
wird. Das zum Übergangsabschnitt 42a Gesagte ist auch für die Übergangsabschnitte
42b und 42c zutreffend.
[0080] Die Luftspule 28a ist eine Außenspule, die eine Vielzahl von Wicklungslagen enthält,
die sich parallel zum Spindelboden oder Wicklungsboden 64a erstrecken. Sie bilden
das Wickelpaket 38a, das nach hinten verjüngend gewickelt ist, um einen unerwünschten
Mehrfachabzug hinterer Windungen zu vermeiden.
[0081] Bei der Fahrt des Fahrzeugs 2 wird dieses zunächst aus der Abschussstation verschossen,
wobei der Datenleiter im Wesentlichen von der Unterwasserspule 30a, aber auch etwas
von der Spule der Schnittstelle 16 abgewickelt wird. Das Abwickeln vollzieht sich
hierbei durch die Zugkraft, die das sich bewegende Fahrzeug 2 auf den Datenleiter
4 ausübt, so dass sich dieser von alleine abwickelt.
[0082] Die Länge des Unterwasserabschnitts 40 des Datenleiters 4 ist so bemessen, dass die
festgelegte Strecke 12 unter Wasser ±30 m länger bzw. kürzer als die Länge des Unterwasserabschnitts
40 ist. Beim Auftauchen des Fahrzeugs 2 aus dem Wasser ist also die Unterwasserspule
zumindest im Wesentlichen vollständig abgewickelt. Ist beim Auftauchen noch Datenleiter
4 auf der Unterwasserspule 30a, so wird diese in den längstens ersten 30 m über Wasser
abgewickelt, in denen das Fahrzeug 2 noch nicht so schnell ist, dass die Abwicklung
bzw. der Abzug von der Unterwasserspule 30a problematisch wäre. Ist andererseits die
Fahrt unter Wasser noch nicht beendet, wenn die Unterwasserspule 30a abgewickelt ist,
so kann noch die Strecke von einigen Metern Übergangsabschnitt 42a bzw. Übergangsdatenleiter
von der Luftspule 28a abgewickelt werden, die der hohen mechanischen Belastung des
Unterwasserabzugs standhält.
[0083] FIG 3 zeigt ein weiteres Spulensystem 26b mit einer Luftspule 28b und einer Unterwasserspule
30b. Die Beschreibung der nachfolgenden Ausführungsbeispiele beschränkt sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel in FIG 2, auf das bezüglich gleich bleibender
Merkmale und Funktionen verwiesen wird. Im Wesentlichen gleich bleibende Bauteile
sind grundsätzlich mit den gleichen Bezugszeichen beziffert und nicht erwähnte Merkmale
sind in den folgenden Ausführungsbeispielen übernommen, ohne dass sie erneut beschrieben
sind.
[0084] Während die Luftspule 28b im Wesentlichen gleich ausgeführt ist, wie die Luftspule
28a aus FIG 2, ist die Unterwasserspule 30b eine Außenabzugsspule. Sie ist im Wesentlichen
außerhalb des Gehäuses 48b angeordnet, das, wie auch die Öffnungen 58, gleich wie
im Ausführungsbeispiel aus FIG 2 gestaltet sein kann. Das Wickelpaket 36b der Unterwasserspule
30b ist wie das Wickelpaket 36a der Unterwasserspule 30a in einer Vielzahl von Lagen
gewickelt, jedoch in dem Ausführungsbeispiel aus FIG 3 von innen nach außen, sodass
der Datenleiter 4 von außen nach innen abgewickelt wird.
[0085] Im allgemeinen Fall ist die Spindel 34b der Unterwasserspule 30b mit der Spindel
32b der Luftspule 28b unmittelbar verbunden oder aber beide Spindeln 32b, 34b sind
einstückig miteinander verbunden, sodass zumindest deren Wicklungsböden 64b, 52b aus
einem Stück sind. Die Spindeln 32b, 34b können aus Metall oder für besondere Anwendungen
aus Kunststoff bestehen.
[0086] Beide Spulen 28b, 30b sind als Hohlspulen ausgeführt und bergen einen röhrenförmigen
Hohlraum 68 (FIG 4), sodass das Gasleitrohr des Lenkflugkörpers beziehungsweise seines
Raketentriebwerks in der Flugkörperachse liegen kann. Der Triebwerksstrahl ist also
durch die Spulen 28b, 30b hindurchgeführt.
[0087] Um einen unerwünschten Mehrfachabzug bei einem Wasserabzug zu vermeiden, ist die
Unterwasserspule 30b mit einem Lenkmittel 50b an ihrem hinteren Ende ausgeführt. Dieses
steht rundum radial über den gesamten Umfang über die äußerste Lage des Wickelpakets
36b heraus, wie in FIG 3, die das Wickelpaket 36b gestrichelt andeutet, gezeigt ist.
Beim Abzug wird der Datenleiter 4 über den äußeren abgerundeten Rand 54b des Lenkmittels
50b geschleift, sodass der radial überstehende Rand 54b ein Abheben des sich abwickelnden
Datenleiters 4 von der darunterliegenden Lage bewirkt. Hierdurch wird die Reibung
des Datenleiters 4 beim Abziehen gering gehalten, sodass der Datenleiter 4 nicht geknickt
wird und die Signalübertragung störungsfrei aufrechterhalten bleiben kann. Außerdem
bewirkt das Lenkmittel 50b, dass das Wickelpaket 36b auch nach hinten hin eingefasst
ist, sodass die hinteren Windungen nicht in einem unerwünschten Mehrfachabzug das
Wickelpaket 36b verlassen können und sich der Datenleiter 4 verheddert.
[0088] Um einen störungsfreien Luftabzug zu gewährleisten, ist das gesamte Wickelpaket 36b
der Unterwasserspule 30b radial innerhalb des Wickelpakets 38b der Luftspule 28b angeordnet.
Die radial äußerste Lage des Wickelpakets 36b ist also radial innerhalb der radial
innersten Lage des Wickelpakets 38b angeordnet. Weiter ist auch das Lenkmittel 50b
in seiner radialen Ausdehnung so bemessen, dass es radial nicht weiter herausragt
als der Wicklungsboden 64b der Luftspule 28b. Hierdurch ist gewährleistet, dass der
von der Luftspule 28b abgezogene Datenleiter 4 nicht an die Unterwasserspule 30b und
insbesondere an deren Lenkmittel 50b anstößt. Für einen anstoßfreien Abzug des Datenleiters
4 von der Luftspule 28b hat sich ein Außendurchmesser d des Lenkmittels 50b von d
= (0,8 ± 0,1) D bewährt, wobei D der Durchmesser des Wicklungsbodens 64b der Luftspule
28b ist.
[0089] Es ist jedoch auch möglich, dass das Lenkmittel 50b zwar ein Stück weit über den
Wicklungsboden 64 radial hinausragt, er jedoch überall zumindest 3 mm radial innerhalb
des äußeren Umfangs der Ausgabeöffnung 60b verbleibt. Denn beim Luftabzug wird der
Datenleiter 4 durch den drehenden Abzug und den dabei wirkenden Fliehkräften nach
außen gerissen und liegt im Bereich der Ausgabeöffnung 60b an der abgerundeten Innenkante
des Gehäuses 48 an. Ist diese Innenkante ausreichend weit von dem Wicklungsboden 64b
entfernt, wird der Datenleiter 4 also auch bei einem radial etwas über den Wicklungsboden
64b hinausragenden Rand 54b beziehungsweise das Lenkmittel 50b der Unterwasserspule
30b herumgeführt.
[0090] Die Spindel 34b der Unterwasserspule 30b ist in FIG 4 in einer perspektivischen Ansicht
dargestellt. FIG 5 zeigt die Spindel 34b in einer Seitenansicht. Der Wicklungsboden
52b ist zwischen einem vorderen Flansch 66b und dem hinteren als Flansch ausgeführten
Lenkmittel 50b angeordnet, sodass das Wickelpaket 36b zwischen diesen beiden Flanschen
50b, 66b gehalten ist. Eine nicht direkt abgezogene Windung des Wickelpakets 36b ist
also - auch wenn sie axial verrutschen sollte - zwischen den beiden Flanschen 50b,
66b gefangen. Ein Herunterfallen vom Wickelpaket 36b beziehungsweise Mehrfachabzug
ist dadurch nicht möglich.
[0091] Wie aus FIG 5 zu sehen ist, ist die zum Wickelpaket 36b weisende Flanschseite zur
Radialrichtung um den Winkel α geneigt. Dieser Winkel verringert den Biegeradius des
über den Rand 54b gezogenen Datenleiters, sodass die Datenübertragung auch bei einem
sehr beanspruchten Datenleiter 4 störungsfrei erfolgt. Je größer die Maximalgeschwindigkeit
des Fahrzeugs unter Wasser ist, desto größer sollte der Winkel α sein. Andererseits
nimmt ein größerer Winkel α bei gleicher axialer Baulänge der Unterwasserspule 30b
Bauraum für das Wickelpaket 36b weg, sodass verschiedene Spindeln beziehungsweise
Spulen für verschieden schnelle Unterwasserfahrten sinnvoll sind.
[0092] Insofern ist die Erfindung generell auch gerichtet auf ein System aus zumindest zwei
Wasserfahrzeugen, die eine unterschiedliche bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit unter
Wasser besitzen. Die Fahrzeuge sind jeweils mit einem erfindungsgemäßen Spulensystem
ausgerüstet, wobei der Winkel α der Neigung des hinteren Lenkmittels 50b zur Radialrichtung
bei dem Fahrzeug mit der höheren Höchstgeschwindigkeit größer ist als bei dem Fahrzeug
mit der niedrigeren Höchstgeschwindigkeit.
[0093] Um eine hohe Lagestabilität zu erreichen, ist das Wickelpaket 36b direkt nach vorne
an die hintere Wand des Flanschs 66b geführt, liegt also an diesem an. Die Hinterkante
des vorderen Flansches 66b kann senkrecht zum Wickelboden 52b verlaufen, sodass sich
ein großer Wickelraum ergibt. In diesem Bereich ist der Datenleiter 4 von der radial
innersten Lage des Wickelpakets 36b nach radial außen zur Luftspule 28b geführt, er
muss also zwischen Wickelpaket 36b und Flansch 66b hochgeführt werden. Quillt nun
das Wickelpaket 36b infolge der Benetzung mit Wasser auf, so übt es einen Druck auf
die Hinterwand des Flanschs 66b aus und quetscht so den Datenleiter 4 zwischen Wickelpaket
36b und Flansch 66b ein. Dies kann insbesondere im radial inneren Bereich zu einem
Verknicken des Datenleiters 4 führen.
[0094] Um dies zu verhindern, ist der das Wickelpaket 36b nach vorn hin begrenzende Flansch
66b mit einer Verlegenut 70b ausgestaltet. Diese ist als Vertiefung in die nach hinten
weisende Fläche des Flanschs 66b eingearbeitet und reicht nach radial innen bis zum
Wicklungsboden 52b. Die Verlegenut 70b ist in ihrer Ausrichtung mit einer tangentialen
Komponente versehen, sodass der Datenleiter 4 mit einem ausreichend großem Radius
straff vom Wicklungsboden 52b durch die Verlegenut 70b nach radial außen geführt werden
kann. Entsprechend mündet die Verlegenut 70b mit ihrer radial nach außen weisenden
Fläche kurz vor dem Wicklungsboden 52b in eine Rundung 72 und gibt die Krümmung des
an der Rundung 72 entlang geführten Datenleiters 4 vor.
[0095] Beim Abziehen der Unterwasserspule 30b wird also die letzte Lage des Wicklungspakets
36b von hinten nach vorne abgezogen und dann das Stück des Datenleiters 4 aus der
Verlegenut 70b gezogen, was unmittelbar das Abziehen des aufgeklebten Übergangsabschnitts
42a einleitet.
[0096] Die Verlegenut 70b hat die Tiefe von zumindest 0,8 des Durchmessers des Datenleiters
4 in Übergangsabschnitt 42a. Damit der quer zur Verlegenut 70b verlaufende Unterwasserabschnitt
40 des Datenleiters 4 im Wickelpaket 36b nicht über die Kanten der Verlegenut 70b
geknickt wird, sollte auch die Breite der Verlegenut 70b klein gewählt werden. Sie
sollte maximal das Fünffache des Durchmessers des Datenleiters 4 im Übergangsabschnitt
42a sein, insbesondere nur das maximal Zweifache. Besonders vorteilhaft ist ein Verhältnis
der Nutbreite zum Datenleitungsdurchmesser zwischen 1 und 2, insbesondere zwischen
1,2 und 1,6.
[0097] Zweckmäßigerweise ist auch die Unterwasserspule 30a des Spulensystems 26a mit einer
Verlegenut ausgestattet. Diese kann genau so ausgeführt sein, wie die Verlegenut 70b
aus FIG 4, wobei sie in den vorderen Flansch der Spindel 34a eingearbeitet sein kann
und je nach Ausführung auch in das Gehäuse 48a, wie es beim Ausführungsbeispiel aus
FIG 2 sinnvoll wäre. In jedem Fall wäre die Verlegenut im Bauteil eingearbeitet, das
unmittelbar an das Wickelpaket 36a anschließt und dieses nach vorne hin begrenzt.
[0098] Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Spulensystems 26c ist in FIG 6 dargestellt.
Das Spulensystem 26c hat wiederum eine Luftspule 28c und eine Unterwasserspule 30c.
Die Luftspule 28c kann - bis auf das Gehäuse 48c - wieder gleich ausgeführt sein wie
die vorhergehenden Luftspulen 28a, 28b. Die Unterwasserspule 30c ist als Außenspule
ausgeführt, jedoch radial außerhalb des Wicklungsbodens 64c der Luftspule 28c angeordnet.
Hierbei ist der Wicklungsboden 52c und damit auch das gesamte Wickelpaket 36c der
Unterwasserspule 30c radial außerhalb des Wicklungsbodens 64c der Luftspule 28c angeordnet.
[0099] Der sich bei einem Abzug abwickelnde Datenleiter 4 wird beim Abzug von der Luftspule
28c radial innen durch die Spindel 34c der Unterwasserspule 30c geführt und liegt
beim Abzug innen an der Spindel 34c an und zwar an der dem Wickelpaket 36c abgewandten
Seite der Spindel 34c.
[0100] Die Spindel 34c der Unterwasserspule 30c bildet einen Teil des Gehäuses 48c der Luftspule
28c, an dessen Innenfläche der sich abwickelnde Datenleiter 4 beim Abzug durch die
Ausgabeöffnung 60c hindurch entlang geführt wird. Das Gehäuse 48c ist ein Element,
das die Luftspule 28c radial nach außen umgibt und diese in Richtung nach radial außen
vollständig umschließt. Die Spindel 34c der Unterwasserspule 30c umgibt die Luftspule
28c an ihrem hinteren Ende und bildet so einen Teil des Gehäuses 48c. Durch das Zusammenlegen
der Spindelinnenfläche mit einem Teil der Gehäuseinnenfläche kann eine besonders kompakte
Bauform erreicht werden. Außerdem können Teile und Material und damit Gewicht eingespart
werden.
[0101] Die Spindel 34c ist unmittelbar an einem Gehäusekörper des Gehäuses 48c befestigt,
wobei das Gehäuse 48c außerdem radial über die Unterwasserspule 30c geführt ist zu
deren Schutz gegen äußere Einflüsse. Das Gehäuse 48c ist also im Bereich der Spindel
34c in zwei parallel geführte Abschnitte aufgeteilt, die sich radial überdecken: Der
innere parallele Teil bildet die Gehäuseinnenwandung im Bereich der Ausgabeöffnung
60c und der Spindel 34c. Der äußere Bereich bildet das Fahrzeuggehäuse und eine radiale
Überdeckung der Unterwasserspule 30c zum Schutz nach außen.
[0102] Der Wicklungsboden 52c der Unterwasserspule 30c liegt entlang seiner gesamten Fläche
radial außerhalb des Wicklungsbodens 64c der Luftspule 28c, sodass der Durchmesser
des Wickelpakets 36c der Unterwasserspule 30c größer ist als zumindest die inneren
Windungen des Wickelpakets 38c der Luftspule 28c. Hierdurch kann auf verhältnismäßig
geringem axialem Bauraum ein großes Wickelvolumen und damit eine große Länge Datenleiter
4 untergebracht werden. Außerdem kann der sich aus der Ausgabeöffnung 74 herausbewegende
Datenleiter 4 radial weit von einem Hohlraum 68c beabstandet gehalten werden, durch
den ein Triebwerksstrahl zum Vortrieb des Fahrzeugs 2 während der Fahrt des Fahrzeugs
2 geführt wird.
[0103] Die Unterwasserspule 30c ist in Bezug auf die Ausgabeöffnung 60c so angeordnet, dass
ihre Spindel 34c axial im Bereich der engsten Stelle der Ausgabeöffnung 60c liegt.
Hierdurch ist die Gesamtbauform besonders kompakt. Insbesondere bildet die Spindelinnenfläche
die äußere Wand der Ausgabeöffnung 60c an deren engstem Querschnitt.
[0104] Die Unterwasserspule 30c ist teilweise axial hinter der Luftspule 28c angeordnet,
zumindest Bereiche der Unterwasserspule 30c sind also axial hinter der Luftspule 28c
angeordnet. Prinzipiell ist es auch möglich, die Unterwasserspule 30c vollständig
axial hinter der Luftspule 28c anzuordnen, oder alternativ nach hinten vor der Luftspule
28 abschließen zu lassen, so dass die Luftspule 28c axial weiter nach hinten reicht,
als die Unterwasserspule 30c.
[0105] FIG 7 zeigt das Hinterteil des Fahrzeugs 2, wobei auf die Darstellung der Steuerruder
24 aus FIG 1 der Übersichtlichkeit halber verzichtet wurde. Zu sehen ist der hintere
Teil des Gehäuses 48c mit der darin angeordneten Unterwasserspule 30c. Deren Ausgabeöffnung
74 bildet den radial äußersten Bereich innerhalb des Gehäuses 48c des Hecks des Fahrzeugs
2. Aus FIG 7 ist anschaulich gut zu sehen, dass der große Radius der Unterwasserspule
30c eine lange Datenleitung 4 auf der Unterwasserspule 30c erlaubt bei verhältnismäßig
flachem Aufbau des Wickelpakets 36c der Unterwasserspule 30c.
[0106] Innerhalb der Ausgabeöffnung 74 ist in FIG 7 die Rückseite der Spindel 34c der Unterwasserspule
30c und eine Spindel 76 einer Zwischenspule 78 zu sehen, die radial innerhalb der
Unterwasserspule 30c angeordnet ist. Nicht dargestellt ist das Wickelpaket 36c der
Unterwasserspule 30c und eine Zwischenwicklung 80, die in FIG 6 gestrichelt angedeutet
ist. Der radial innerhalb der Zwischenspule 78 liegende Hohlraum 68c bildet den Durchgang
für den Triebwerksstrahl des Fahrzeugs während dessen Flugs.
[0107] FIG 8 zeigt eine perspektivische Ansicht auf das Fahrzeug 2 von hinten mit Blickrichtung
nach vorne in Flugrichtung des Fahrzeugs 2, wobei wiederum auf die Darstellung der
Steuerruder 24 verzichtet wurde. Sichtbar - von außen nach innen - ist das Gehäuse
48c, die Spindel 34c der Unterwasserspule 30c, die Ausgabeöffnung 60c, das Wickelpaket
38c der Luftspule 28c vor der Spindel 76 der Zwischenspule 78 und den Hohlraum 68,
durch den der Triebwerksstrahl während des Flugs des Fahrzeugs 2 austritt. Ebenfalls
dargestellt ist der Übergangsabschnitt 42c des Datenleiters 4, im Übergangsbereich
von der Unterwasserspule 30c zur Zwischenspule 78.
[0108] Die Spindel 34c der Unterwasserspule 30c ist in FIG 9 in einer perspektivischen Seitendarstellung
ohne das Gehäuse 48c dargestellt. Zu sehen ist der Wicklungsboden 52c, der vordere
Flansch 66c, der das nur angedeutete Wickelpaket 36c der Unterwasserspule 30c nach
vorne begrenzt, und das hintere Lenkmittel 50c, das das Wickelpaket 36c nach hinten
hin begrenzt. Wie zu FIG 5 beschrieben, weitet sich das Lenkmittel 50c auf seiner
zum Wickelpaket 36c zugewandten Seite konisch nach hinten auf mit dem Konuswinkel
α.
[0109] In diese Konusfläche ist eine Verlegenut 70c eingebracht, die einen vorderen Nutabschnitt
82 und einen hinteren Nutabschnitt 84 aufweist. Der vordere Nutabschnitt 82 ist in
die konische und nach vorne weisende Schrägfläche des Lenkmittels 50c eingeschnitten,
wohingegen der hintere Nutabschnitt 84 in die nach hinten weisende Fläche des Lenkmittels
50c eingearbeitet ist. Im Gegensatz zu den Ausführungsbeispielen aus den Figuren 2
bis 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel die Verlegenut 70c also am hinteren Ende des
Wickelpakets 36c angeordnet, also im Lenkmittel 50c.
[0110] Der Datenleiter 4 ist vom Wicklungsboden 52c durch den vorderen Nutabschnitt 82 der
Verlegenut 70c und von dort in den hinteren Nutabschnitt 84 der Verlegenut 70c geführt,
um anschließend in gerader Linie zur Zwischenwicklung 80 zu verlaufen, wie in FIG
8 dargestellt ist. Er taucht hierbei durch das Lenkmittel 50c, ohne durch dieses besonders
weit nach radial außen geführt zu werden, wodurch eine Wellenbildung des Datenleiters
4 bei seinem Abzug und damit ein Schlagen des Datenleiters 4 und seine Belastung beim
Abzug gering gehalten werden kann. In FIG 9 ist angedeutet, wie der Datenleiter FIG
4 gerade aus dem vorderen Nutabschnitt 82 der Verlegenut 70c herausgezogen wird während
eines Überwasserabzugs.
[0111] Der Einschnitt des vorderen Nutabschnitts 82 in das Lenkmittel 50c ist in FIG 10
besonders gut zu sehen. Der Talgrund 86 liegt tief eingeschnitten im Lenkmittel 50c
und ragt im Bereich seiner maximalen radialen Ausdehnung nur wenig über die radiale
Ausdehnung beziehungsweise den Radius R
1 des Wicklungsbodens 52c hinaus. Die maximale radiale Erhebung des Talgrunds 86 beziehungsweise
dessen maximaler Radius R
2 ragt weniger als 50 % der Erhebung des Lenkmittels 50c, insbesondere weniger als
1/3 der Erhebung des Lenkmittels 50c über den Wicklungsboden 52c heraus, wobei beide
Radien R
1, R
2 von der Symmetrieachse des Spulensystems 26c beziehungsweise der Spindel 34c gemessen
sind. Auf diese Weise kann eine Verlängerung des Datenleiters 4, der durch das Überwinden
des Lenkmittels 50c eventuell vorhanden ist, gering gehalten werden, wodurch eine
Wellenbildung beim Abzug vermindert wird.
[0112] FIG 11 zeigt einen Ausschnitt der Spindel 34c der Unterwasserspule 30c von hinten
auf das Lenkmittel 50c. Der in FIG 11 verdeckte Talgrund 86 ist in einer eng gestrichelten
Linie dargestellt. Weit gestrichelt ist der Wicklungsboden 52c dargestellt. Wie durch
die Radien R
2, R
1 zu sehen ist, ragt der Talgrund 86 nur wenig radial über den Spindelgrund 52c heraus.
Der Talgrund 86 ist außerdem an seinem ausgangsseitigen beziehungsweise hinteren Ende
in der Weise radial gekrümmt, dass der Datenleiter 4 radial knickfrei sowohl im vorderen
Nutabschnitt 82 als auch im hinteren Nutabschnitt 84 der Verlegenut 70c, als auch
aus der Verlegenut 70c heraus geführt ist, wie in FIG 11 dargestellt ist. Auch auf
diese Weise kann eine Wellenbildung und eine Belastung des Datenleiters 4 in einem
zu vermeidenden Knick vermindert werden.
[0113] Wie aus FIG 9 ersichtlich ist, schleift der Datenleiter 4 während seines Abzugs über
den radial äußersten Rand 54c des Lenkmittels 50c beziehungsweise der Unterwasserspule
30c. Dieser Rand 54c ist im Bereich der Verlegenut 70c eingekerbt und behindert somit
einen Abzug des Datenleiters 4, da dieser bei jeder Umdrehung über diese Kerbe schleift.
Um eine solche Behinderung möglichst gering zu halten, ist der kreisförmig verlaufende
äußere Rand 54c des Lenkmittels 50c durch die Verlegenut 70c - aus Sicht von hinten
nach vorne auf das Lenkmittel 50c - nur äußerst geringfügig eingekerbt, wie in FIG
11 dargestellt ist. Eine kleine Kerbe 88 verbleibt dennoch und ist in FIG 11 dargestellt.
Ihre Tiefe beträgt jedoch weniger als 2 mm und sie ist außerdem beidseitig tangential
abgerundet und beidseitig sehr flach - weniger als 30 ° auf jeder Seite - ausgeführt.
Auf diese Weise wird das Schleifen des Datenleiters 4 über die Kerbe 88 nur zu einer
sehr geringen Mehrbelastung des Datenleiters 4 beim Abzug führen. Die Tiefe der Kerbe
88 beträgt weniger als 10 % der Erhebung des Lenkmittels 50c über den Wicklungsboden
52c der Unterwasserspule 30c hinaus.
[0114] Wie aus den Figuren 9, 10 und 11 zu sehen ist, läuft der hintere Nutabschnitt 84
der Verlegenut 70c in tangentialer Abzugsrichtung des Datenleiters 4 axial nach hinten
aus. Er ist also kantenfrei nach hinten geführt, sodass die Verlegenut 70c in ihrem
hinteren Nutabschnitt 84 im Prinzip ihre Nutform verliert und zu einer keilförmigen
Vertiefung ausgestaltet ist mit der Keilspitze in Abzugsrichtung weisend. Der aus
der Verlegenut 70c abgezogene Datenleiter 4 kann hierdurch frei aus dem hinteren Nutabschnitt
84 heraus schwingen ohne gegen eine Kante zu stoßen. Um den Datenleiter 4 beim schnellen
Abzug nicht zu beschädigen, ist der nach hinten weisende Nutabschnitt 84 mit einer
deutlich größeren tangentialen Breite ausgeführt, als der nach vorne weisende Nutabschnitt
82 eine axiale Breite aufweist. Die tangentiale Breite der Verlegenut 70c im hinteren
Bereich 84 beträgt hierbei zumindest das Zehnfache des Durchmessers der Datenleitung
4 im Bereich des Übergangsabschnitts 42.
[0115] Da der Datenleiter 4 beim Unterwasserabzug am Lenkmittel 50c entlang schleift, und
damit auch über die Verlegenut 70c, sollte die Ausrichtung des vorderen Nutabschnitts
82 eine Tangentialkomponente aufweisen. Die Tangentialkomponente kann hierbei verstanden
werden als Richtungskomponente des vorderen Nutabschnitts 82 in Tangentialrichtung
bei einer Seitenansicht auf das Lenkmittel 50c senkrecht von oben, wie in FIG 9 dargestellt.
Zweckmäßigerweise ist der Winkel β zwischen der Axialrichtung des Spulensystems 26c
und der Ausrichtung des vorderen Nutabschnitts 82 zumindest 45 °, insbesondere zumindest
60 °, wobei sich zumindest 75 ° als besonders vorteilhaft erwiesen haben.
[0116] Um den über die Verlegenut 70c schleifenden, sich abwickelnden Datenleiter 4 zu schützen,
ist es außerdem vorteilhaft, wenn die Verlegenut 70c zumindest teilweise, insbesondere
im vorderen Nutabschnitt 82, abgedeckt wird. Dies kann durch eine Abreißfolie oder
ein anderes Element geschehen. Es ist zusätzlich oder alternativ möglich, die Verlegenut
70c beziehungsweise den vorderen Nutabschnitt 82 von ihr mit einem Silikon oder anderem
Stoff zumindest teilweise zu füllen.
[0117] In seinem weiteren Verlauf wird der Datenleiter 4 innen durch die Unterwasserspule
30c nach vorne zur Luftspule 28c geführt. Er verläuft also mit seinem Übergangsabschnitt
42c im unabgewickelten Zustand vom Wickelpaket 36c der Unterwasserspule 30c nach hinten
und durch den hinteren Rand 54c hindurch nach radial innen. Im weiteren Verlauf ist
er wieder nach vorne geführt, um durch die Ausgabeöffnung 60c hindurch das Wickelpaket
36c der Luftspule 28c zu erreichen. Um den Abzugsübergang von der Unterwasserspule
30c zur Luftspule 28c zu verbessern, kann der Übergangsabschnitt 42c auf der Zwischenspule
78 aufgewickelt sein. Die Zwischenspule 78 enthält beispielsweise nur eine einzige
Lage, sodass der Datenleiter 4 im Übergangsabschnitt nur einmal von hinten nach vorne
durch die Zwischenwicklung 80 abgezogen wird. Im weiteren Verlauf ist der Datenleiter
4 dann zur Luftspule 28c geführt.
[0118] FIG 12 zeigt die Zwischenspule 78 beziehungsweise deren Spindel 76 in einer perspektivischen
Darstellung. Der in FIG 12 nicht dargestellte Datenleiter 4 ist auf dem Wicklungsboden
90 der Zwischenspule 78 aufgewickelt und zwar in seinem Abschnitt von der Unterwasserspule
30c zur Luftspule 28c von hinten nach vorne. Wenn er den vorderen Flansch 92 der Spindel
76 erreicht, ist er in eine Verlegenut 70d geführt, die in den nach vorne weisenden
Flansch 92 eingearbeitet ist. Dieser kann analog zum Flansch 70b der Unterwasserspule
34b ausgeführt sein. Bei dem in FIG 12 dargestellten Ausführungsbeispiel läuft die
Verlegenut 70d an ihrem radial nach innen weisenden Ende axial flach aus, sodass der
Datenleiter 4 an ihrem keilförmigen Ende keine Kante passieren muss, um in die Verlegenut
70d zu gelangen. Auch an ihrem radial äußeren Ende kann die Verlegenut 70d axial abgerundet
sein, um im Übergang zur Luftspule 28c keine Kanten zu erzeugen.
[0119] Wie aus FIG 6 zu sehen ist, ist der Radius des Wicklungsbodens 90 der Zwischenspule
78 kleiner als der Radius des Wicklungsbodens 64c der Luftspule 28c. Dies gilt zweckmäßigerweise
auch analog für die radiale Ausdehnung des vorderen Flanschs 92 und des hinteren Flanschs
94 der Zwischenspule 78. Auf diese Weise wird ein Luftabzug der Luftspule 28c nicht
behindert.
[0120] Durch die Zwischenspule 78 werden Übergänge zwischen der Unterwasserspule 30c und
der Luftspule 28c ausgeglichen beziehungsweise verringert, sodass der Datenleiter
4 in diesem Übergang beim Abzug kleinere Wellen schlägt und damit weniger belastet
wird. Um den Datenleiter auch beim Zwischenabzug wenig zu belasten, kann eine Vorderseite
des Flanschs 94 nach vorne hin konisch ausgeführt sein, analog wie die Lenkmittel
50.
[0121] Der Datenleiter 4 sollte von der Luftspule 28c zur Unterwasserspule 30c übergangslos,
das heißt ohne Spleiß, verlaufen. Dies bedingt, dass der Datenleiter 4 in einem Stück
auf die Luftspule 28c und auf die Unterwasserspule 30c gewickelt wird. Um dies zu
erreichen, ist es vorteilhaft, wenn der Datenleiter 4 beim Wickeln des Spulensystems
26c zunächst auf die Luftspule 28c und dann auf die Zwischenspule 78 gewickelt wird.
Hierzu ist das Gehäuse 48c und die Spindel 34c entfernt.
[0122] Nun ist es vorteilhaft, wenn die Unterwasserspindel 34c losgelöst vom Gehäuse 48c
gewickelt wird. Hierzu wird vorgeschlagen, dass die Spindel 34c der Unterwasserspule
30c mit einem Hilfshalter in einer solchen Position gehalten wird, die ihrer endgültigen
Montageposition relativ zur Luftspule 28c zumindest im Wesentlichen entspricht. Kleinere
Positionsschwankungen im Bereich von wenigen Millimetern sind hierbei unter Umständen
tolerierbar. Nach dem Wickeln der Unterwasserspule 30c kann deren Spindel 34c am Gehäuse
48c befestigt werden, das hierbei an die Spindel 34c angenähert und so in seine endgültige
Position gebracht wird. Anschließend wird die Spindel 34c am Gehäuse 48c befestigt
und der Hilfshalter zum Halten der Spindel 34c kann entfernt werden.
Bezugszeichenliste
[0123]
- 2
- Fahrzeug
- 4
- Datenleiter
- 6
- Leitstelle
- 8
- Abschussstation
- 10
- Wasseroberfläche
- 12
- Strecke
- 14
- Ziel
- 16
- Schnittstelle von 6
- 18
- Steuereinheit von 6
- 20
- Suchkopf
- 22
- Steuereinheit von 2
- 24
- Steuerruder von 2
- 26a,b,c
- Spulensystem
- 28a,b,c
- Luftspule
- 30a,b,c
- Unterwasserspule
- 32a,b,c
- Spindel von 28a,b,c
- 34a,b,c
- Spindel von 30a,b,c
- 36a,b,c
- Wickelpaket von 34a,b,c
- 38a,b,c
- Wickelpaket von 32a,b,c
- 40
- Unterwasserabschnitt
- 42a,b,c
- Übergangsabschnitt
- 44
- Luftabschnitt
- 48a,b,c
- Gehäuse
- 50a,b,c
- Lenkmittel
- 52a,b,c
- Wicklungsboden
- 54a,b,c
- Rand
- 56
- Innenraum
- 58
- Öffnung
- 60a,b,c
- Ausgabeöffnung
- 62
- Windung
- 64a,b,c
- Wicklungsboden
- 66b,c
- Flansch
- 68
- Hohlraum
- 70b,c
- Verlegenut
- 72b,c
- Rundung
- 74
- Ausgabeöffnung
- 76
- Spindel
- 78
- Zwischenspule
- 80
- Zwischenwicklung
- 82
- Nutabschnitt
- 84
- Nutabschnitt
- 86
- Talgrund
- 88
- Kerbe
- 90
- Wicklungsboden
- 92
- Flansch
- 94
- Flansch
1. Fahrzeug (2), insbesondere Lenkflugkörper mit einem Raketentriebwerk, mit einem am
Heck angeordneten Spulensystem (26a, 26b, 26c) umfassend eine Unterwasserspule (30a,
30b, 30c) mit zumindest einer Spindel (34a, 34b, 34c) und zumindest einem Wickelpaket
(36a, 36b, 36c), die für einen Abzug bei einer Unterwasserfahrt des Fahrzeugs (2)
vorbereitet ist, eine Luftspule (28a, 28b, 28c) mit zumindest einer Spindel (34a,
34b, 34c) und zumindest einem Wickelpaket (38a, 38b, 38c), die für einen nachfolgenden
Abzug in der Luft bis zu einem Ziel (14) und für einen Verbleib am Fahrzeug (2) bis
dahin vorbereitet ist, und einen auf beiden Spulen (28a, 28b, 28c, 30a, 30b, 30c)
aufgewickelten, durchgehenden Datenleiter (4),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterwasserspule (30a, 30b, 30c) abwurffest am Heck, und an der Luftspule (28a,
28b, 28c), befestigt ist, so dass beide Spulen (28a, 28b, 28c, 30a, 30b, 30c) am Fahrzeug
verbleiben.
2. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26c) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Innendurchmesser einer Ausgabeöffnung der Unterwasserspule (30a, 30c) größer
als ein Außendurchmesser einer Ausgabeöffnung (60a, 60c) der Luftspule (28a, 28c)
nach hinten ist.
3. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26b, 26c) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Leiterübergang in Form eines Übergangsabschnittes (42) von einem Wickelpaket
(36a, 36b, 36c) der Unterwasserspule (30a, 30b, 30c) zu einem Wickelpaket (38a, 38b,
38c) der Luftspule (28a, 28b, 28c) auf dem Wickelpaket (38a, 38b, 38c) der Luftspule
(28a, 28b, 28c) fixiert ist.
4. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26b, 26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterwasserspule (30b, 30c) eine Außenabzugsspule ist.
5. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Durchmesser eines Lenkmittels (50b) der Unterwasserspule (30b) kleiner ist als
ein radialer Durchmesser der innersten Lage des zumindest einen Wickelpakets (38b)
der Luftspule (28b).
6. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26b, 26c) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterwasserspule (30a, 30b, 30c) ein Lenkmittel (50a, 50b, 50c) aufweist, das
den sich abziehenden Datenleiter (4) nach radial außen abhebt.
7. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26b, 26c) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lenkmittel (50b, 50c) ein hinterer, radial abstehender Kragen ist.
8. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26b) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lenkmittel (50b) vollständig radial innerhalb eines Wicklungsbodens (64b) der
zumindest einen Spindel (32b) der Luftspule (28b) liegt.
9. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26b, 26c) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lenkmittel (50b, 50c) zum Wickelpaket (36b, 36c) der Unterwasserspule (30b, 30c)
hin abgeschrägt ist, so dass ein Winkel (α) zwischen der Radialrichtung und der Abschrägung
größer 30° ist.
10. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26b, 26c) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Übergangsabschnitt (42) des Datenleiters (4) von einem Wickelpaket (36a, 36b,
36c) der Unterwasserspule (30a, 30b, 30c) zu einem Wickelpaket (38a, 38b, 38c) der
Luftspule (28a, 28b, 28c) in eine Verlegenut (70b, 70c) eingelegt ist.
11. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterwasserspule (30c) so relativ zur Luftspule (28c) angeordnet ist, dass der
Datenleiter (4) bei einem regulären Abzug von der Luftspule (28c) radial innerhalb
einer als Außenspindel ausgeführten Spindel (34c) der Unterwasserspule (30c) und durch
diese hindurch abgezogen wird.
12. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest eine Spindel (34a, 34c) der Unterwasserspule (30a, 30c) an einem Gehäuse
(48a, 48c) der Luftspule (28a, 28c) befestigt ist und zwischen der Luftspule (28a,
28c) und der Spindel (34a, 34c) der Unterwasserspule (30a, 30c) ein Luftraum angeordnet
ist, durch den der Datenleiter (4) von der Luftspule (28a, 28c) abgezogen wird.
13. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zumindest eine Spindel (34c) der Unterwasserspule (30c) einen Gehäuseabschnitt
der Luftspule (28c) bildet.
14. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Übergangsabschnitt (42c) des Datenleiters (4) vom Wickelpaket (36c) der Unterwasserspule
(30c) zum Wickelpaket der Luftspule (28c) von der Unterwasserspule (30c) zunächst
nach hinten und dann radial durch die zumindest eine Spindel (34c) der Unterwasserspule
(30c) hindurch geführt ist.
15. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26a, 26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Wicklungsboden (52a, 52c) der zumindest einen Spindel (34a, 34c) der Unterwasserspule
(30a, 30c) radial weiter außen liegt als zumindest Teile des Wicklungspakets (38a,
38c) der Luftspule (28a, 28c).
16. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterwasserspule (30c) an ihrem hinteren Ende eine Verlegenut (70c) mit einem
ersten zum Wicklungspaket (36c) weisenden Nutabschnitt (82) und einen zweiten nach
hinten weisenden Nutabschnitt (84) aufweist, in denen ein Übergangsabschnitt (42)
des Datenleiters (4) von der Unterwasserspule (30c) zur Luftspule (28c) eingelegt
ist.
17. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verlegenut (70c) ein Lenkmittel (50c) im hinteren Teil der Unterwasserspule (30c)
im Bereich der größten radialen Ausdehnung des Lenkmittels (50c) wie ein Tal durchsticht.
18. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die radiale Erhebung des Talgrunds maximal 50% der Erhebung des Lenkmittels (50c)
über den Wicklungsboden (52c) der zumindest einen Spindel (34c) der Unterwasserspule
(30c) über den Wicklungsboden (52c) hinausgeht.
19. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass ein kreisförmig verlaufender äußerer Rand des Lenkmittels (50c) durch die Verlegenut
(70c) - aus Sicht von hinten nach vorne auf das Lenkmittel (50c) - radial maximal
um 20% der Erhebung des Lenkmittels (50c) über den Wicklungsboden (52c) der zumindest
einen Spindel (34c) der Unterwasserspule (30c) eingekerbt ist.
20. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass der Talgrund (86) der Verlegenut (70c) an seinem hinteren Ende in der Weise radial
gekrümmt ist, dass der Datenleiter (4) radial knickfrei in der Verlegenut (70c) geführt
ist und auch radial knickfrei aus ihr heraustritt.
21. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass der nach hinten weisende Nutabschnitt (84) der Verlegenut (70c) in tangentialer Abzugsrichtung
des Datenleiters (4) axial nach hinten ausläuft.
22. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass der zum Wicklungspaket (36c) der Unterwasserspule (30c) weisende Nutabschnitt (82)
in einem Winkel (β) von zumindest 75° zur Axialrichtung des Spulensystems (26c) ausgerichtet
ist.
23. Fahrzeug (2) mit einem Spulensystem (26c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Datenleiter (4) zwischen der Unterwasserspule (30a, 30b, 30c) und der Luftspule
(28a, 28b, 28c) auf eine Zwischenspule (80) aufgewickelt ist, die radial innerhalb
des Wicklungsbodens der zumindest einen Spindel (34a, 34b, 34c) der Luftspule (28a,
28b, 28c) angeordnet ist.
24. Verfahren zum Bewickeln eines Spulensystems (26c) mit einem Datenleiter (4), der zum
Halten einer Datenverbindung zwischen einem bewegten Fahrzeug (2), insbesondere einem
fliegenden Lenkflugkörper, und einer Leitstelle (6) ausgeführt ist, bei dem der Datenleiter
(4) zunächst auf eine Spindel (32c) einer Luftspule (28c) und anschließend auf eine
Spindel (34c) einer Unterwasserspule (30c) des Spulensystems (26c) gewickelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spindel (34c) der Unterwasserspule (30c) beim Bewickeln in einer Position gehalten
ist, in der zwischen ihr und der Spindel (32c) der Luftspule (28c) eine Ausgabeöffnung
(60c) zum Ausgeben des Datenleiters (4) bei einem Abzug von der Luftspule (28c) vorhanden
ist.
25. Verfahren zum Bewickeln eines Spulensystems (26c) nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spindel (34c) der Unterwasserspule (30c) beim Bewickeln von einem Hilfshalter
in ihrer Wickelposition gehalten wird, der nach dem Wickeln entfernt wird und die
Spindel (34c) dann betriebsfertig an der Luftspule (28c) befestigt wird.
1. Vehicle (2), especially a guided missile with a rocket engine, with a reel system
(26a, 26b, 26c) disposed at the rear, comprising an underwater reel (30a, 30b, 30c)
with at least one spindle (34a, 34b, 34c) and at least one winding package (36a, 36b,
36c), which is provided for withdrawal during underwater travel of the vehicle (2),
an air reel (28a, 28b, 28c) with at least one spindle (34a, 34b, 34c) and at least
one winding package (38a, 38b, 38c), which is provided for a subsequent airborne withdrawal
up to a target (14) and for remaining on the vehicle (2) until then, and a continuous
data line (4) that is wound on both reels (28a, 28b, 28c, 30a, 30b, 30c), characterized in that
the underwater reel (30a, 30b, 30c) is attached at the rear, and to the air reel (28a,
28b, 28c), so as to be secure against being dropped, so that both reels (28a, 28b,
28c, 30a, 30b, 30c) remain on the vehicle.
2. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26c) according to Claim 1,
c h a r a c t e r i z e d i n t h a t
an inner diameter of an output opening of the underwater reel (30a, 30c) is larger
than an outer diameter of an output opening (60a, 60c) of the air reel (28a, 28c)
towards the rear.
3. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26b, 26c) according to Claim 1 or 2,
characterized in that
a line transition in the form of a transition segment (42) from a winding package
(36a, 36b, 36c) of the underwater reel (30a, 30b, 30c) to a winding package (38a,
38b, 38c) of the air reel (28a, 28b, 28c) is fixed onto the winding package (38a,
38b, 38c) of the air reel (28a, 28b, 28c).
4. Vehicle (2) with a reel system (26b, 26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the underwater reel (30b, 30c) is an outer withdrawal reel.
5. Vehicle (2) with a reel system (26b) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a diameter of a guidance means (50b) of the underwater reel (30b) is smaller than
a radial diameter of the innermost layer of the at least one winding package (38b)
of the air reel (28b).
6. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26b, 26c) according to any one of the preceding
claims, characterized in that
the underwater reel (30a, 30b, 30c) comprises a guidance means (50a, 50b, 50c) that
lifts the data line (4) that is being withdrawn radially outwards.
7. Vehicle (2) with a reel system (26b, 26c) according to Claim 6,
characterized in that
the guidance means (50b, 50c) is a rear, radially protruding collar.
8. Vehicle (2) with a reel system (26b) according to Claim 6 or 7,
characterized in that
the guidance means (50b) lies fully radially within a bottom of a winding (64b) of
the at least one spindle (32b) of the air reel (28b).
9. Vehicle (2) with a reel system (26b, 26c) according to any one of Claims 6 to 8, characterized in that
the guidance means (50b, 50c) is slanted towards the winding package (36b, 36c) of
the underwater reel (30b, 30c), such that an angle (α) between the radial direction
and the slope is greater than 30°.
10. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26b, 26c) according to any one of the preceding
claims, characterized in that
a transition segment (42) of the data line (4) from a winding package (36a, 36b, 36c)
of the underwater reel (30a, 30b, 30c) to a winding package (38a, 38b, 38c) of the
air reel (28a, 28b, 28c) is laid in a laying groove (70b, 70c).
11. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the underwater reel (30c) is disposed relative to the air reel (28c) such that during
a normal withdrawal from the air reel (28c) the data line (4) is withdrawn radially
within and through a spindle (34c) of the underwater reel (30c) that is implemented
as an outer spindle.
12. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the at least one spindle (34a, 34c) of the underwater reel (30a, 30c) is attached
to a housing (48a, 48c) of the air reel (28a, 28c) and an air space through which
the data line (4) is withdrawn from the air reel (28a, 28c) is disposed between the
air reel (28a, 28c) and the spindle (34a, 34c) of the underwater reel (30a, 30c).
13. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the at least one spindle (34c) of the underwater reel (30c) forms a housing segment
of the air reel (28c).
14. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of the preceding claims,
c h a r a c t e r i z e d i n t h a t a transition segment (42c) of the data line
(4) from the winding package (36c) of the underwater reel (30c) to the winding package
of the air reel (28c) is led from the underwater reel (30c) initially rearwards and
then radially through the at least one spindle,(34c) of the underwater reel (30c).
15. Vehicle (2) with a reel system (26a, 26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a bottom of a winding (52a, 52c) of the at least one spindle (34a, 34c) of the underwater
reel (30a, 30c) lies radially further out than at least some of the winding packages
(38a, 38c) of the air reel (28a, 28c).
16. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the underwater reel (30c) comprises on its rear end a laying groove (70c) with a first
groove segment (82) facing towards the winding package (36c) and a second groove segment
(84) facing rearwards, in which a transition segment (42) of the data line (4) from
the underwater reel (30c) to the air reel (28c) is laid.
17. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to Claim 16,
characterized in that the laying groove (70c) cuts through a guidance means (50c) in the rear part of the
underwater reel (30c) in the manner of a valley in the region of the greatest radial
extent of the guidance means (50c).
18. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to Claim 17,
characterized in that
the radial elevation of the valley floor protrudes above the bottom of the winding
(52c) by a maximum of 50% of the elevation of the guidance means (50c) above the bottom
of the winding (52c) of the at least one spindle (34c) of the underwater reel (30c).
19. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of Claims 16 to 18,
characterized in that
a circularly-extending outer edge of the guidance means (50c) is radially notched
by the laying groove (70c) - when viewed forwards from behind towards the guidance
means (50c) - by a maximum of 20% of the elevation of the guidance means (50c) above
the bottom of the winding (52c) of the at least one spindle (34c) of the underwater
reel (30c).
20. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of Claims 16 to 19,
characterized in that the valley floor (86) of the laying groove (70c) is radially curved at its rear end
in such a way that the data line (4) is led in the laying groove (70c) radially without
kinks and also emerges radially from it without kinks.
21. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of Claims 16 to 20,
characterized in that
the rearward-facing groove segment (84) of the laying groove (70c) emerges axially
rearwards in the tangential withdrawal direction of the data line (4).
22. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of Claims 16 to 20,
characterized in that
the groove segment (82) facing towards the winding package (36c) of the underwater
reel (30c) is oriented at an angle (ß) of at least 75° to the axial direction of the
reel system (26c).
23. Vehicle (2) with a reel system (26c) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the data line (4) between the underwater reel (30a, 30b, 30c) and the air reel (28a,
28b, 28c) is wound on an intermediate reel (80), which is disposed radially within
the bottom of the winding of the at least one spindle (34a, 34b, 34c) of the air reel
(28a, 28b, 28c).
24. Method for winding a reel system (26c) with a data line (4), which is implemented
for maintaining a data link between a moving vehicle (2), especially a guided missile
in flight, and a control centre (6), with which the data line (4) is initially wound
on a spindle (32c) of an air reel (28c) and then on a spindle (34c) of an underwater
reel (30c) of the reel system (26c),
characterized in that
the spindle (34c) of the underwater reel (30c) is retained during winding in a position
in which there is an output opening (60c) between said spindle (34c) and the spindle
(32c) of the air reel (28c) for outputting the data line (4) during withdrawal from
the air reel (28c).
25. Method for winding a reel system (26c) according to Claim 24,
characterized in that
the spindle (34c) of the underwater reel (30c) is retained in its winding position
during winding by an auxiliary retainer, which is removed after winding and the spindle
(34c) is then attached to the air reel (28c) so as to be operationally ready.
1. Véhicule (2), notamment missile guidé doté d'un groupe propulseur à fusée, muni d'un
système de bobines (26a, 26b, 26c) disposé sur la partie arrière du fuselage, comprenant
une bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) pourvue d'au moins une broche (34a, 34b, 34c)
et d'au moins un bloc d'enroulement (36a, 36b, 36c) qui est préparé pour un retrait
lors d'un trajet sous-marin du véhicule (2), une bobine à air (28a, 28b, 28c) pourvue
d'au moins une broche (34a, 34b, 34c) et d'au moins un bloc d'enroulement (38a, 38b,
38c) qui est préparé pour un retrait suivant dans l'air jusqu'à une cible (14) et
pour demeurer sur le véhicule (2) jusque là, et un conducteur de données (4) continu
enroulé sur les deux bobines (28a, 28b, 28c, 30a, 30b, 30c), caractérisé en ce que la bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) est fixée de manière inlargable sur la partie
arrière du fuselage et sur la bobine à air (28a, 28b, 28c), de sorte que les deux
bobines (28a, 28b, 28c, 30a, 30b, 30c) demeurent sur le véhicule.
2. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26c) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un diamètre intérieur d'une ouverture de sortie de la bobine sous-marine (30a, 30c)
est plus grand qu'un diamètre extérieur d'une ouverture de sortie (60a, 60c) de la
bobine à air (28a, 28c) vers l'arrière.
3. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26b, 26c) selon la revendication 1
ou 2, caractérisé en ce qu'une transition de conducteur sous la forme d'une portion de transition (42) d'un bloc
d'enroulement (36a, 36b, 36c) de la bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) vers un bloc
d'enroulement (38a, 38b, 38c) de la bobine à air (28a, 28b, 28c) est fixée sur le
bloc d'enroulement (38a, 38b, 38c) de la bobine à air (28a, 28b, 28c).
4. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26b, 26c) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la bobine sous-marine (30b, 30c) est une bobine de retrait extérieure.
5. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un diamètre d'un moyen de guidage (50b) de la bobine sous-marine (30b) est plus petit
qu'un diamètre radial de la couche la plus à l'intérieur de l'au moins un bloc d'enroulement
(38b) de la bobine à air (28b).
6. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26b, 26c) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) possède un moyen de guidage (50a, 50b, 50c)
qui soulève dans le sens radial vers l'extérieur le conducteur de données (4) qui
se retire.
7. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26b, 26c) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moyen de guidage (50b, 50c) est une collerette arrière qui fait saillie dans le
sens radial.
8. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26b) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le moyen de guidage (50b) se trouve entièrement à l'intérieur, dans le sens radial,
d'un fond d'enroulement (64b) de l'au moins une broche (32b) de la bobine à air (28b).
9. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26b, 26c) selon l'une des revendications
6 à 8, caractérisé en ce que le moyen de guidage (50b, 50c) est biseauté en direction du bloc d'enroulement (36b,
36c) de la bobine sous-marine (30b, 30c), de sorte qu'un angle (α) entre la direction
radiale et le biseau est supérieur à 30°.
10. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26b, 26c) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'une portion de transition (42) du conducteur de données (4) d'un bloc d'enroulement
(36a, 36b, 36c) de la bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) vers un bloc d'enroulement
(38a, 38b, 38c) de la bobine à air (28a, 28b, 28c) est insérée dans une rainure de
pose (70b, 70c).
11. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la bobine sous-marine (30c) est disposée par rapport à la bobine à air (28c) de telle
sorte que le conducteur de données (4), lors d'un retrait régulier, est retiré par
la bobine à air (28c) dans le sens radial à l'intérieur d'une broche (34c) de la bobine
sous-marine (30c) réalisée sous la forme d'une broche extérieure et retirée à travers
celle-ci.
12. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26c) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une broche (34a, 34c) de la bobine sous-marine (30a, 30c) est fixée à
un boîtier (48a, 48c) de la bobine à air (28a, 28c) et un espace d'air est disposé
entre la bobine à air (28a, 28c) et la broche (34a, 34c) de la bobine sous-marine
(30a, 30c), à travers lequel le conducteur de données (4) est retiré de la bobine
à air (28a, 28c).
13. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'au moins une broche (34c) de la bobine sous-marine (30c) forme une portion de boîtier
de la bobine à air (28c).
14. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une portion de transition (42c) du conducteur de données (4) du bloc d'enroulement
(36c) de la bobine sous-marine (30c) vers le bloc d'enroulement de la bobine à air
(28c) est acheminé de la bobine sous-marine (30c) tout d'abord vers l'arrière et ensuite
dans le sens radial à travers l'au moins une broche (34c) de la bobine sous-marine
(30c).
15. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26a, 26c) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce qu'un fond d'enroulement (52a, 52c) de l'au moins une broche (34a, 34c) de la bobine
sous-marine (30a, 30c) se trouve plus lin vers l'extérieur dans le sens radial qu'au
moins des parties du bloc d'enroulement (38a, 38c) de la bobine à air (28a, 28c).
16. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la bobine sous-marine (30c) possède à son extrémité arrière une rainure de pose (70c)
avec une première portion de rainure (82) dirigée vers le bloc d'enroulement (36c)
et une deuxième portion de rainure (84) dirigée vers l'arrière, dans laquelle est
insérée une portion de transition (42) du conducteur de données (4) de la bobine sous-marine
(30c) vers la bobine à air (28c).
17. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon la revendication 16, caractérisé en ce que la rainure de pose (70c) transperce à la manière d'une vallée un moyen de guidage
(50c) dans la partie arrière de la bobine sous-marine (30c) dans la zone de l'extension
radiale la plus grande du moyen de guidage (50c).
18. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'élévation radiale du fond de la vallée dépasse au maximum de 50 % au-dessus du
fond d'enroulement (52c) l'élévation du moyen de guidage (50c) au-dessus du fond d'enroulement
(52c) de l'au moins une broche (34c) de la bobine sous-marine (30c).
19. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications 16
à 18, caractérisé en ce qu'un bord extérieur qui s'étend de manière circulaire du moyen de guidage (50c) à travers
la rainure de pose (70c), vu de l'arrière vers l'avant sur le moyen de guidage (50c),
est entaillé dans le sens radial au maximum de 20 % de l'élévation du moyen de guidage
(50c) au-dessus du fond d'enroulement (52c) de l'au moins une broche (34c) de la bobine
sous-marine (30c).
20. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications 16
à 19, caractérisé en ce que le fond de vallée (86) de la rainure de pose (70c) est courbé dans le sens radial
au niveau de sa première extrémité de telle sorte que le conducteur de données (4)
est guidé dans la rainure de pose (70c) en étant exempt de coude dans le sens radial
et en sort également en étant exempt de coude dans le sens radial.
21. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications 16
à 20, caractérisé en ce que la portion de rainure (84) dirigée vers l'arrière de la rainure de pose (70c) se
termine dans le sens axial vers l'arrière dans la direction tangentielle du retrait
du conducteur de données (4).
22. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications 16
à 20, caractérisé en ce que la portion de rainure (82) dirigée vers le bloc d'enroulement (36c) de la bobine
sous-marine (30c) est orientée selon un angle (β) d'au moins 75° par rapport à la
direction axiale du système de bobines (26c).
23. Véhicule (2) muni d'un système de bobines (26c) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le conducteur de données (4) entre la bobine sous-marine (30a, 30b, 30c) et la bobine
à air (28a, 28b, 28c) est enroulé sur une bobine intermédiaire (80) qui est disposée
dans le sens radial à l'intérieur du fond d'enroulement de l'au moins une broche (34a,
34b, 34c) de la bobine à air (28a, 28b, 28c).
24. Procédé pour enrouler un système de bobines (26c) comprenant un conducteur de données
(4), lequel est réalisé pour maintenir une liaison de données entre un véhicule (2)
qui se déplace, notamment un missile guidé en vol, et un poste de commande (6), avec
lequel le conducteur de données (4) est tout d'abord enroulé sur une broche (32c)
d'une bobine à air (28c) et ensuite sur une broche (34c) d'une bobine sous-marine
(30c) du système de bobines (26c),
caractérisé en ce
que la broche (34c) de la bobine sous-marine (30c), lors de l'enroulement, est maintenue
dans une position dans laquelle il existe entre elle et la broche (32c) de la bobine
à air (28c) une ouverture de sortie (60c) destinée à faire sortir le conducteur de
données (4) lors d'un retrait de la bobine à air (28c).
25. Procédé pour enrouler un système de bobines (26c) selon la revendication 24, caractérisé en ce que la broche (34c) de la bobine sous-marine (30c), lors de l'enroulement, est maintenue
dans sa position d'enroulement par une élément de maintien auxiliaire qui est retiré
après l'enroulement et la broche (34c) est alors fixée prête à l'emploi à la bobine
à air (28c).