| (19) |
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(11) |
EP 2 887 327 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.07.2018 Patentblatt 2018/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.12.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Aufnahme- und Abgabevorrichtung
Collecting and dispensing device
Dispositif de réception et de restitution
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.06.2015 Patentblatt 2015/26 |
| (73) |
Patentinhaber: Paul Hartmann AG |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Schiler, Carsten Dietrich
08394 San Vicente de Montalt (ES)
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| (74) |
Vertreter: DREISS Patentanwälte PartG mbB |
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Friedrichstraße 6 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 570 361 WO-A1-2013/056744 FR-A1- 2 821 579 US-A1- 2004 099 678 US-A1- 2006 185 993 US-A1- 2008 093 233 US-A1- 2011 297 692 US-A1- 2013 026 057
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EP-A2- 2 662 299 WO-A2-2008/044152 GB-A- 2 492 195 US-A1- 2006 175 222 US-A1- 2007 135 283 US-A1- 2011 240 670 US-A1- 2012 091 191 US-B1- 6 371 296
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufnahme- und Abgabevorrichtung für stapelbare oder stapelbar
verpackte Produkte zur Verwendung im medizinischen Bereich, insbesondere OP-Produkte,
wobei die Produkte innerhalb der Aufnahme- und Abgabevorrichtung stapelförmig anordenbar
sind und wobei die Aufnahme- und Abgabevorrichtung ein gehäusebildendes, einen Innenraum
zur Aufnahme von stapelförmig angeordneten Produkten umfassendes Behältnis mit einer
stirnseitigen Abgabeöffnung für den manuellen Zugriff auf die Produkte und mit Seitenwänden
und einer bodenseitigen Basis und einem basisabgewandten oberen Ende aufweist, und
wobei ein Sensor vorgesehen ist, mittels dessen eine Stapelhöhe der Produkte und hieraus
die Anzahl der Produkte innerhalb der Aufnahme- und Abgabevorrichtung ermittelbar
ist.
[0002] Eine Aufnahme- und Abgabevorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1, jedoch für Papierhandtücher, Gesichts-, Hand- oder Wischtücher und dergleichen
Artikel, ist bekannt aus
WO 2013/056744 A1. Die Verwendung von Ultraschallsensortechnik zur Erfassung und Auswertung der Höhe
eines Warenstapels innerhalb eines Waren- oder Lagerkontrollsystems ist außerdem bekannt
aus
DE 198 22 456 A1,
JP 9208018 A und aus
EP 0 247 785 A2. Es wird hierbei eine rechnerimplementierte Abstandsmessung zwischen einem Sensor
und einem zuoberst liegenden Produkt eines Produktstapels durchgeführt und daraus
eine Stapelhöhe der übereinander gestapelten Produkte ermittelt und hieraus auf den
aktuellen Bestand der Produkte geschlossen. Hierfür kommen bislang aufwändig konstruierte
Aufnahme- und Abgabevorrichtungen zum Einsatz.
[0003] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine speziell
den Anforderungen im medizinischen Bereich gerecht werdende Aufnahme- und Abgabevorrichtung
zu schaffen, die auf einfache und damit wirtschaftliche Weise herstellbar und gegebenenfalls
ersetzbar ist und die dennoch eine automatische Bestandskontrolle von Produkten zur
Verwendung im medizinischen Bereich, insbesondere von OP-Produkten, wie z. B. flächenhafte
oder flächenhaft zusammenfaltbare Einweg- oder Mehrwegprodukte, wie OP-Abdecktücher,
OP-Bekleidung oder dergleichen, gestattet.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Aufnahme- und Abgabevorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Es wird also erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Aufnahmeund Abgabevorrichtung aus
zwei voneinander separaten Komponenten zu fertigen, die beide eine sehr einfache und
wenig komplex gehaltene Struktur aufweisen. Es handelt sich hierbei zum einen um ein
äußeres gehäusebildendes Behältnis, in dessen Innenraum das Portalelement, vorzugsweise
von oben, eingesetzt wird. Hierfür ist das äußere gehäusebildende Behältnis nach oben
vorzugsweise offen ausgebildet. Im einfachsten Fall kann das äußere gehäusebildende
Behältnis von einer nach oben offenen Box mit einer stirnseitigen Eingriffsöffnung
gebildet sein. Das Portalelement kann im einfachsten Fall aus einem rechteckförmigen
Flachmaterial mit zwei parallel zueinander erstreckten Falzlinien ausgebildet sein
und derart gefaltet sein, dass eine auf dem Kopf stehende U-Form resultiert, wobei
die obere Portalwandung vorzugsweise eben ist und vorzugsweise rechtwinklig zu den
seitlichen Portalwandungen oder Portalstreben verläuft. Die Begriffe Falzung, Faltung,
Falzlinie oder Faltlinie werden im Folgenden synonym verwendet. Bei der erfindungsgemäßen
Aufnahme- und Abgabevorrichtung ist also das Portalelement in das äußere gehäusebildende
Behältnis eingestellt und stützt sich an dessen bodenseitiger Basis ab. Auf diese
Weise begrenzen die Seitenwände und die bodenseitige Basis des gehäusebildenden Behältnisses
und die seitlichen Portalwandungen oder Portalstreben und die obere Portalwandung
des Portalelements einen Aufnahmeraum für die Produkte.
[0006] Dadurch, dass die obere Portalwandung einen Abstand von dem oberen Ende des gehäusebildenden
Behältnisses aufweist, kann der Sensor auf der von den vorzuhaltenden Produkten abgewandten
Seite der oberen Portalwandung angebracht sein. Er ist dann vor äußeren Einflüssen
geschützt und von den Produkten getrennt und gewolltermaßen insoweit unzugänglich.
In vorteilhafter Weise kann ein Sensorsignal, also insbesondere ein Ultraschallsignal,
durch die erwähnte Öffnung in der oberen Portalwandung hindurch in Richtung auf eine
Oberseite eines zuoberst liegenden Produkts eines Produktestapels ausgesandt und wieder
empfangen werden. Es können hierfür aber auch weitere Öffnungen in der oberen Portalwandung
vorgesehen sein.
[0007] Es wurde vorausgehend darauf hingewiesen, dass das äußere gehäusebildende Behältnis
an sich lediglich eine gehäusebildende Funktion und vorzugsweise eine hinreichende
Formstabilität haben muss, um die vorzuhaltenden Produkte sicher aufnehmen zu können
und um einen dauerhaften Einsatz der Vorrichtung insgesamt zu gewährleisten. Dies
kann in mannigfacher Weise realisiert werden. Im Hinblick auf eine besonders einfache
und wirtschaftliche Ausbildung des Behältnisses erweist es sich als vorteilhaft, wenn
das Behältnis ebenfalls aus einem Zuschnitt aus einem Flachmaterial durch eine Anzahl
von Falzungen des Zuschnitts gebildet ist. Es kann insbesondere am basisabgewandten
oberen Ende offen ausgebildet sein, was das Einsetzen des Portalelements in den Innenraum
des Gehäuses sehr einfach gestaltet.
[0008] Das Flachmaterial zur Bildung des Behältnisses oder des Portalelements ist vorzugsweise
abwischbar, feuchtigkeitsstabil und flüssigkeitsstabil sowie inert gegen Reinigungsmittel,
wie z.B. Tenside. Es handelt sich vorzugsweise nicht um ein Material, das selbst Partikel
abgeben, insbesondere stauben kann. Insofern sind Pappe- oder Papiermaterialien weniger
bevorzugt. Polymere Materialien, wie beispielsweise Polyolefine, insbesondere PP oder
PE oder Mischungen hieraus, sind vorteilhaft. Das Flachmaterial kann einlagig oder
mehrlagig sein.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung von besonderer Bedeutung wird vorgeschlagen, dass
das Flachmaterial für das äußere gehäusebildende Behältnis und/oder für das Portalelement
ein Hohlkammerflachmaterial mit vorzugsweise parallel zueinander erstreckten Hohlkammern
ist, die insbesondere zwei jeweils eine äußere Sichtseite bildende Flachseiten mit
zwischen diesen erstreckten Kammerwänden umfassen. Sie können insbesondere und vorzugweise
aus Polypropylen hergestellt sein. Es würden solchenfalls nur recyclingfähige Materialien
verwendet werden, die im Unterschied zu grundsätzlich in Frage kommenden Kartonmaterialien
nicht zu Staubbildung neigen und weitestgehend unempfindlich gegen Luftfeuchtigkeit
und somit alterungsbeständig sind. Aus Kunststoffmaterialien gebildete Flachmaterialien
lassen sich auch noch formstabiler und dauerfester ausbilden als aus Kartonmaterialien
gebildete Flachmaterialien. Bei vollständiger Verbrennung wird nur Kohlendioxid und
Wasser freigesetzt. Flachmaterialien mit parallel zueinander erstreckten Hohlkammern
lassen sich hervorragend falzen, insbesondere wenn die Falzlinie parallel zu den lang
gestreckten Hohlkammern verläuft. Sie bieten auch einen hohen Widerstand gegen Stauchdruck.
[0010] Es erweist sich weiter als vorteilhaft, wenn das gehäusebildende Behältnis verrundete,
insbesondere eingeschlagene Schnittkanten und Randkanten aufweist. Zumindest diejenigen
im Bereich des Zugriffs liegenden Ränder und Kanten des Behältnisses sollten verrundet
ausgebildet werden, indem sie einen nach innen eingeschlagenen Randbereich aufweisen.
Hierfür kommen insbesondere diejenigen Randbereiche in Frage, welche die stirnseitige
Abgabeöffnung des Behältnisses begrenzen, aber auch alle anderen Randbereiche, insbesondere
diejenigen, die im manuellen Zugriffsbereich liegen. Somit werden offene Schnittkanten
vermieden und die Verletzungsgefahr reduziert. Bei Verwendung mehrlagiger Verbundmaterialien
mit Hohlkammern wird auch einem Eindringen und Ansammeln von Staub entgegengewirkt.
[0011] So wird in Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens vorgeschlagen, dass das gehäusebildende
Behältnis am basisabgewandten oberen Ende wenigstens einen, vorzugsweise zwei, drei
oder vier ausgehend von einer Seitenwand oder Stirnwand um etwa 90° nach innen gefaltete
Randabschnitte aufweist, die so eine Stapelfläche für ein darüber anordenbares weiteres
gehäusebildendes Behältnis oder für eine Abdeckplatte bilden. Diese Randabschnitte
verlaufen dann also im Wesentlichen parallel, d.h. beim bestimmungsgemäßen Gebrauch
der Aufnahme- und Abgabevorrichtung in horizontaler Ebene. Im Anschluss an den zuvor
erläuterten Erfindungsgedanken können diese um etwa 90° nach innen gefalteten Randabschnitte
zudem zur Bildung eines verrundeten Rands nochmals nach innen, also in Richtung auf
den Innenraum des Behältnisses, eingeschlagen sein.
[0012] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn aneinander angrenzende um etwa 90° nach
innen gefaltete Randabschnitte miteinander in vorzugsweise flächenbündiger Anordnung
gefügt sind. Auf diese Weise lassen sich die Randabschnitte und damit deren 90°-Falzung
fixieren, und eine Trennfuge, typischerweise in einem Gehrungsbereich von nebeneinander
angeordneten gefalteten Randabschnitten kann geschlossen werden. Dies kann beispielsweise
durch ein Klebeband erreicht werden.
[0013] Nach einem weiteren Erfindungsgedanken von besonderer Bedeutung erweist es sich als
vorteilhaft, wenn ein um etwa 90° nach innen gefalteter Randabschnitt wenigstens eine
herausfalzbare Lasche aufweist, die dann ungefähr parallel zu einer Seitenwand oder
Stirnwand nach oben verläuft und über das basisabgewandte Ende des gehäusebildenden
Behältnisses nach oben vorsteht und in Eingriff bringbar ist mit einer schlitzförmigen
Öffnung in der bodenseitigen Basis eines darauf gestapelten weiteren gehäusebildenden
Behältnisses. Diese herausfaltbare Lasche dient somit als Stapelhilfe, aber auch als
Befestigungsmittel oder Stabilisierungsmittel zwischen mehreren übereinander gestapelten
gehäusebildenden Behältnissen. Die erwähnte herausfaltbare Lasche kann beispielsweise
im Zuge der Herstellung des Zuschnitts durch Schneiden oder Stanzen oder Perforieren
des Flachmaterials angelegt werden. Insofern erweist es sich als vorteilhaft, wenn
in der bodenseitigen Basis eines gehäusebildenden Behältnisses eine schlitzförmige
Öffnung an einer der Position der herausfalzbaren Lasche entsprechenden Position vorgesehen
oder angelegt ist. Die Innenabmessung der schlitzförmigen Öffnung sollte dabei der
Außenabmessung der Lasche in deren finaler Montageposition entsprechen, so dass vorzugsweise
zusätzlich die Lasche und die schlitzförmige Öffnung auch reibschlüssig zusammenwirken,
wenn sie miteinander in Eingriff gebracht sind, wodurch die Stabilität aufeinander
gestapelter gehäusebildender Behältnisse erhöht ist.
[0014] Bei der Ausbildung der herausfalzbaren Lasche erweist es sich als vorteilhaft, wenn
eine Falzkante der wenigstens einen herausfalzbaren Lasche um einen Abstand d von
einer Falzkante des um etwa 90° nach innen gefalteten Randabschnitts beanstandet ist,
der wenigstens einer Materialstärke einer betreffenden Wand des Behältnisses entspricht
und vorzugsweise höchstens dem Dreifachen dieser Materialstärke entspricht. Auf diese
Weise kann die Lasche im Bereich der Innenseite in das darüber gestapelte Behältnis
einragen, so wie dies in Figur 3 dargestellt ist.
[0015] Wie bereits erwähnt, erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Portalelement U-förmig
ausgebildet ist. Es kann im einfachsten Fall nur zwei zueinander parallele Längsfalzungen
aufweisen. Auch eine Bodenwandung ist bei dem Portalelement entbehrlich. Es ist auch
möglich und für gewisse Anwendungen vorteilhaft, wenn das Portalelement auf seiner
der oberen Portalwandung in Stapelrichtung gegenüberliegenden Seite eine Wandung oder
Wandungsabschnitte aufweist. Beispielsweise könnten dort nach innen eingeschlagene
Basisabschnitte oder Basislappen nach Art des Bodens eines gefalteten Kartons vorgesehen
sein, wie beispielhaft in Figur 2 dargestellt. Dies würde das Portalelement weiter
verstärken und für Formstabilität und Belastbarkeit sorgen. Das Portalelement kann
ohne hintere und/oder vordere Stirnwandung ausgebildet werden und ist in Tiefenrichtung,
also in Richtung orthogonal auf die stirnseitige Abgabeöffnung des gehäusebildenden
Behältnisses gesehen, vorzugsweise offen und durchgängig, also im weitesten Sinne
tunnelförmig ausgebildet. Die obere Portalwandung, die seitlichen Portalwandungen
oder Portalstreben und die gegebenenfalls vorgesehenen bodenseitigen Wandungsabschnitte
des Portalelements können in Tiefenrichtung hinten und/oder vorn abfalzbare Randabschnitte
aufweisen, welche die Verwindungssteifigkeit des Portalelements erhöhen.
[0016] In weiterer Ausbildung der Erfindung erweist es sich als vorteilhaft, wenn in der
oberen Portalwandung mehrere Öffnungen oder Öffnungen bildende Schwächungen, die manuell
ausdrückbar sind, vorgesehen sind, und dass diese Öffnungen oder Öffnungen bildende
Schwächungen mehreren voneinander verschiedenen Positionen zur Anordnung des Sensors
an der oberen Portalwandung entsprechen. Dies eröffnet die Möglichkeit, einen Innenraum
des gehäusebildenden Behältnisses beispielsweise durch ein zusätzliches Trennwandelement
zu partitionieren, um dort mehrere Produktestapel vorzusehen. Solchenfalls lassen
sich auch mehrere Sensoren an jeweils durch die Öffnungen vorgegebener Stelle positionieren
und vorzugsweise fixieren. Es können in der oberen Portalwandung und/oder in gegebenenfalls
vorgesehenen bodenseitigen Wandungsabschnitten des Portalelements Öffnungen oder Öffnungen
bildende Schwächungen, die manuell ausdrückbar sind, oder Schnitte oder Schlitze vorgesehen
sein, um darin Trennwandelemente zu fixieren. Es wird also auch Schutz in Anspruch
genommen für durch wenigstens ein Trennwandelement partitionierte Portalelemente.
[0017] Der Aufnahmeraum für den Sensor zwischen der oberen Portalwandung und dem basisabgewandten
Ende des gehäusebildenden Behältnisses weist eine bevorzugte Höhe von wenigstens 1
cm, von insbesondere wenigstens 2 cmund von höchstens 10 cm, insbesondere von höchstens
8 cm, insbesondere von höchstens 6 cm auf.
[0018] Weiter kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn innerhalb des Portalelements ein
Schlitten vorgesehen ist, auf dem ein Stapel übereinander gestapelter Produkte lagert,
und der Schlitten innerhalb des Portalelements mit den darauf gelagerten Produkten
verschiebbar ist. Auf diese Weise können mehrere Produktestapel im Innenraum des Behältnisses
angeordnet werden und nacheinander in eine Zugriffsposition nahe der Abgabeöffnung
gebracht werden. Ein solcher Schlitten kann vorteilhafterweise ebenfalls aus einem
Zuschnitt eines Flachmaterials gefertigt sein, und insbesondere weitere der vorstehend
im Zusammenhang mit dem Behältnis und dem Portalelement erläuterte Merkmale aufweisen.
[0019] Das Portalelement ist in vorteilhafter Weise spielbehaftet in dem gehäusebildenden
Behältnis aufgenommen, was bedeutet, dass keine enge Presspassung vorgesehen ist und
insbesondere keine Klemm- oder Reibungskräfte beim Einsetzen des Portalelements überwunden
werden müssen. Dies gestattet zum einen ein unaufwändiges Einsetzen und Herausnehmen
des Portalelements in das bzw. aus dem gehäusebildende(n) Behältnis. Zum anderen ist
es beispielsweise möglich, dass solchenfalls durch manuellen Zugriff durch die stirnseitige
Abgabeöffnung hindurch eine seitliche Portalwandung des Portalelements nach innen
geschwenkt und eine obere Portalwandung dann nach unten geschwenkt oder geklappt werden
kann, so dass auf diese Weise Zugang zu dem Sensor genommen werden kann, ohne eine
gestapelte Anordnung von gehäusebildenden Behältnissen demontieren zu müssen.
[0020] Weiterhin erweist es sich als vorteilhaft, wenn zwischen einer Außenseite einer seitlichen
Portalwandung oder Portalstrebe und einer Innenseite einer Seitenwand des gehäusebildenden
Behältnisses ein Abstand von 1 - 10 mm, insbesondere von 1 - 8 mm, insbesondere 2
- 6 mm ausgebildet ist, der zur Verkabelung des Sensors nutzbar ist. Sofern Kabelzuführungen
und Kabelableitungen verwendet werden, so können sie in vorteilhafter Weise in dem
genannten Abstandsbereich geführt werden. Zusätzlich können Öffnungen für Kabel in
Seitenwänden oder in der bodenseitigen Basis des gehäusebildenden Behältnisses oder
in Wandungen des Portalelements vorgesehen sein. Es ist auch denkbar, dass Kabelzuführungen
oder Kabelableitungen in Tiefenrichtung zwischen einer hinteren oder vorderen Stirnwand
des äußeren Behältnisses und dem Portalelement geführt werden.
[0021] In weiterer Ausbildung der Erfindung erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Sensor
mittels einer Vernietung, insbesondere unter Durchgriff des Niets durch eine zuvor
ausgebildete Öffnung oder durch eine Verschraubung oder durch miteinander kooperierende
Druckbefestigungsmittel, an der oberen Portalwandung befestigt ist. Auf diese Weise
ist eine verliersichere Montage des Sensors an der oberen Portalwandung realisiert.
Es wäre demgegenüber aber auch denkbar, dass der Sensor lediglich durch in horizontaler
Ebene wirkenden Eingriff in eine oder mehrere Öffnungen positioniert und gehalten
ist, was die Austauschbarkeit des Sensors im Schadens- oder Wartungsfall vereinfachen
würde. Ein Sensorwechsel kann aber in einfacher Weise auch mit einem Austausch des
Portalelements einhergehen. Sofern Befestigungsmittel für den Sensor verwendet werden,
so sind diese vorzugsweise aus polymeren Kunststoffmaterialien.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufnahme- und Abgabevorrichtung
ist vorgesehen, dass der Sensor, insbesondere ein Ultraschallsensor oder ein Infrarotsensor
zur Ausführung einer Abstandsmessung, eine Steuerelektronik , insbesondere mit einem
Speichermittel und einer Datenschnittstelle, umfasst oder mit einer solchen Steuerelektronik
zusammenwirkt. Die Steuerelektronik ist ausgebildet und eingerichtet, um Daten oder
Signale des Sensors aufzunehmen und an einen Server weiterzuleiten, und/oder gegebenenfalls
zu speichern. Insbesondere kann der Steuerelektronik und/oder bei dem Server eine
Identifizierungskennzeichnung des gehäusebildenden Behältnisses und der darin angeordneten
Produkte, und insbesondere die Anzahl der eingelagerten Produkte oder deren Dicke
eingegeben werden.
[0023] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, dass der Sensor auf einer Montageplatte oder
einem Montagerahmen oder in einem Sensorgehäuse angeordnet ist, die bzw. das von oben
gegen die basisabgewandte Seite der oberen Portalwandung angeordnet und insbesondere
gegen die obere Portalwandung festgelegt ist.
[0024] Gegenstand der Erfindung ist auch ein System aus einer Mehrzahl von erfindungsgemäß
ausgebildeten Aufnahme- und Abgabevorrichtungen, welches System weiter dadurch gekennzeichnet
ist, dass eine Mehrzahl von gehäusebildenden Behältnissen und darin eingesetzten Portalelementen
und Sensoren vorgesehen ist, die stapelförmig übereinander und/oder horizontal nebeneinander
angeordnet sind und so eine matrixartige Anordnung bilden, wobei die matrixartige
Anordnung auf einem Basisgestell angeordnet sein kann.
[0025] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Aufnahme- und Abgabevorrichtung.
[0026] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahme-
und Abgabevorrichtung (unten); sowie darüber deren äußeres gehäusebildendes Behältnis
(oben) und deren darin eingesetztes Portalelement (Mitte), jeweils ohne Sensor und
Produkte;
- Figur 2
- perspektivische Ansichten des Portalelements in drei Faltzuständen mit angedeuteter
Öffnung für einen Sensor;
- Figuren 3a,b
- eine perspektivische Darstellung des gehäusebildenden Behältnisses einer weiteren
erfindungsgemäßen Aufnahme- und Abgabevorrichtung mit herausfalzbaren Laschen als
Stapelhilfsmittel;
- Figur 3c
- eine schematische Detaildarstellung zweier aufeinander gestapelter gehäusebildender
Behältnisse;
- Figuren 4a-c
- eine Ansicht eines Produkts zur Verwendung im medizinischen Bereich im ausgefalteten
und eines anderen Produkts im flächenhaft zusammengefalteten Zustand sowie im stapelbar
verpackten Zustand;
- Figur 5
- eine Ansicht einer Aufnahme- und Abgabevorrichtung mit darin angeordneten Produkten
- Figuren 6a,b
- eine Draufsicht auf je einen Zuschnitt aus einem Flachmaterial zur Bildung des Portalelements
für eine erfindungsgemäße Aufnahme- und Abgabevorrichtung;
- Figur 7
- eine perspektivische Darstellung eines Portalelements mit einer Partitionierung;
- Figuren 8a,b,c
- schematische Ansichten eines weiteren Portalelements;
- Figuren 9a,b
- eine Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Bildung eines äußeren gehäusebildenden Behältnisses
der erfindungsgemäßen Aufnahme- und Abgabevorrichtung sowie letzteres von unten;
- Figur 10
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Systems aus einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen
Aufnahme- und Abgabevorrichtungen, wobei nur deren jeweiliges äußere gehäusebildendes
Behältnis dargestellt ist.
[0027] Figur 1 zeigt unten eine erfindungsgemäße Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 (jedoch
ohne einen noch zu erläuternden Sensor). In Figur 1 oben ist ein äußeres gehäusebildendes
Behältnis 4 und in der Mitte ein in den Innenraum 6 des gehäusebildenden Behältnisses
4 einsetzbares Portalelement 8 dargestellt. Das gehäusebildende Behältnis 4 umfasst
eine bodenseitige Basis 10, die im beispielhaft dargestellten Fall aus einer eine
gesamte Stellebene bildenden Bodenwandung gebildet ist, sowie zwei Seitenwände 12
und eine vordere und hintere Stirnwand 14. In der vorderen Stirnwand 14 ist eine stirnseitige
Abgabeöffnung 16 für den manuellen Zugriff auf im Innenraum 6 des Behältnisses 4 gestapelte
Produkte zur Verwendung im medizinischen Bereich ausgebildet. Im beispielhaft dargestellten
Fall ist das gehäusebildende Behältnis 4 nach oben offen; es ist also keine im bestimmungsgemäßen
Gebrauch obere geschlossene Wand vorgesehen. Es sind lediglich um etwa 90° nach innen
gefaltete Randabschnitte 18 der Seitenwände 12 und der Stirnwände 14 am jeweiligen
basisabgewandten oberen Ende 20 der Seitenwände 12, 14 vorgesehen.
[0028] Das Portalelement 8 umfasst (s. Figur 2) eine beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der
Aufnahme- und Abgabevorrichtung bezüglich einer vertikalen Richtung 22 obere Portalwandung
24 sowie zwei seitliche Portalwandungen 26, die ausgehend von einem noch zu erläuternden
Zuschnitt aus einem Flachmaterial durch eine Anzahl an Falzungen entlang von Faltlinien,
die alle mit dem Bezugszeichen 28 in Figur 2 bezeichnet sind, gebildet sind. Man erkennt
aus Figur 2, dass das Portalelement 8 im beispielhaft und bevorzugt dargestellten
Fall gegenüberliegend der oberen Portalwandung 24 ebenfalls Wandungsabschnitte 30
aufweist, die als eingefaltete Klappen über eine Falzlinie 28 an eine angrenzende
seitliche Portalwandung 26 anschließen. Die beiden Wandungsabschnitte 30 sind so ausgebildet,
dass sie in ihrer bestimmungsgemäßen Montageposition vorzugsweise auf Stoß aneinander
anliegen oder einige Millimeter voneinander beabstandet sind. Einer insgesamt spielbehafteten
Anordnung des Portalelements 8 innerhalb des äußeren gehäusebildenden Behältnisses
4 wird der Vorzug gegeben, da solchenfalls das Portalelement leicht in das Behältnis
4 einsetzbar und hieraus entnehmbar ist. Bei spielbehafteter Anordnung ist es bei
geeigneter Ausbildung des Portalelements (8) auch leichter möglich, durch manuellen
Eingriff durch die Abgabeöffnung 16 hindurch in den Innenraum 6 wie in Figur 2 angedeutet
einen bodenseitigen Wandungsabschnitt 30 und eine seitliche Portalwandung 26 einzuklappen
und dann zu Inspektionszwecken die obere Portalwandung 24 in Richtung des Pfeils 32
herabzuschwenken. Hierdurch kann Zugang zur Oberseite 34 der oberen Portalwandung
24 genommen werden. Dort ist nämlich ein noch näher zu beschreibender Sensor 36 (s.
Figur 5) vorgesehen, der in oder bezüglich einer durchgehenden Öffnung 38 in der oberen
Portalwandung 24 positionierbar ist. Er ist dann in einem Aufnahmeraum 40 zwischen
der oberen Portalwandung 24 und dem basisabgewandten oberen Ende 10 des Behältnisses
4 angeordnet. Im beispielhaft dargestellten Fall ist das Portalelement 8 in Tiefenrichtung
41 durchgehend, also im weitesten Sinne tunnelartig, ausgebildet.
[0029] Figuren 3a,b,c zeigen eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform des äußeren gehäusebildenden
Behältnisses 4, derart, dass zwei einander entsprechend ausgebildete Behältnisse 4
übereinander stapelbar sind und in gestapelter Konfiguration miteinander stabilisierend
verbindbar sind. Hierfür sind in beispielhaft zwei gegenüberliegenden nach innen gefalteten
Randabschnitten 18, die eine Stapelfläche 42 bilden, herausfalzbare Laschen 44 vorgesehen.
Diese Laschen 44 können in die in Figur 3b dargestellte ungefähr vertikale Orientierung
gefaltet werden. An der Positionierung der Laschen 44 entsprechenden Stelle sind in
der bodenseitigen Basis 10 des Behältnisses 4 schlitzförmige Öffnungen, Einschnitte
oder Ausstanzungen 46 ausgebildet, in die eine entsprechend herausgefalzte Lasche
44 eines darunter angeordneten Behältnisses eingreifen kann. Dabei ist eine Falzkante
oder Falzlinie 48 einer solchen Lasche 44 um wenigstens eine Materialstärke d der
Seitenwand 12 nach innen versetzt, so wie dies in Figur 3c schematisch dargestellt
ist. Auf diese Weise kommt es nicht zu Verwindungen der Seitenwände 12, der bodenseitigen
Basis 10 oder der nach innen eingeschlagenen Randabschnitte 18 der Behältnisse 4.
Dennoch kann eine in horizontaler Ebene 50 formschlüssig wirkende mechanische Verbindung
übereinander gestapelter Behältnisse 4 realisiert werden. Die herausfalzbaren Laschen
44 können vorgeschnitten, vorgestanzt oder von einer durch Perforation oder Einschnitten
gebildeten Schwächungslinie begrenzt sein, so dass sie sich manuell verhältnismäßig
leicht in die in Figur 3b,c dargestellte vertikale Erstreckung herausfalten lassen.
[0030] Figuren 4a, b und c zeigen beispielhafte Produkte 52 zur Verwendung im medizinischen
Bereich, die in der erfindungsgemäßen Aufnahme- und Abgabevorrichtung stapelbar aufgenommen
und bis zur Entnahme vorgehalten werden können. Figur 4a zeigt einen OP-Mantel 53,
welcher in eine flächenhaft zusammengefaltete Konfiguration bringbar ist. Figur 4b
zeigt eine flächenhaft zusammengefaltete OP-Abdeckung 54. Figur 4c zeigt noch schematisch
ein solches steril umverpacktes OP-Produkt 56, welches für eine gestapelte Anordnung
in einer Aufnahme- und Abgabevorrichtung der hier in Rede stehenden Art geeignet ist.
[0031] Figur 5 zeigt eine Ansicht auf eine Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 mit Blickrichtung
auf die Abgabeöffnung 16 und mit darin stapelförmig übereinander angeordneten Produkten
52. Über ein ausgesandtes und nach Reflexion wieder empfangenes Sensorsignal 58 wird
eine Abstandsmessung zwischen dem Sensor 36 und dem im Stapel zuoberst liegenden Produkt
52 ausgeführt. Anhand dessen kann auf die Stapelhöhe 59 und die Anzahl der in der
Aufnahme- und Abgabevorrichtung vorgehaltenen Produkte geschlossen werden. Es besteht
die Möglichkeit, dass beispielsweise ein Lieferservice-Mitarbeiter eine erfindungsgemäße
Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 mit stapelbaren Produkten befüllt, vorzugsweise
bis zu einer maximalen Füllstandhöhe. Es kann beispielsweise eine Identifizierungskennung
(ID) der Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 und der darin eingegebenen Produkte, insbesondere
in Form deren Artikelnummer, in einer Steuerelektronik oder einem Server eingegeben
sein. Die aktuelle Füllstandhöhe oder Stapelhöhe 59 der übereinander gestapelten Produkte
52 wird durch Abstandsmessung über den Sensor 36 ermittelt. Hierfür werden Daten oder
Signale des Sensors von einer Steuerelektronik abgefragt; sie können an einen Server
weitergeleitet werden, wo sie ausgewertet werden können. Von dort aus können dann
logistische Maßnahmen zu Wiederbefüllung der Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 ergriffen
werden können.
[0032] Der Sensor 36 kann auch eine implementierte Steuerelektronik mit einem Speichermittel
und einer Datenschnittstelle umfassen, in der die vorstehend genannten Parameter ablegbar
sind. Über die Datenschnittstelle kann dann ein Datenaustausch drahtgebunden oder
drahtlos an eine weitere Steuerelektronik, insbesondere eines Rechners, gegeben werden.
Diese Steuerelektronik vermag dann über drahtgebundene oder drahtlose Kommunikationsnetzwerke
mit einem Server des Herstellers oder eines beauftragten Dienstleisters zu kommunizieren
und Daten auszutauschen, derart, dass eine Bestandsüberwachung des Produkts in der
Aufnahme- und Abgabevorrichtung ausführbar ist. Hierauf gestützt wird dann ein Nachlieferungsbedarf
ermittelt und gegebenenfalls eine Nachlieferung veranlasst.
[0033] Nachfolgend wird die Herstellung des Portalelements 8 anhand der Figur 6a beschrieben.
Figur 6a zeigt eine Draufsicht auf einen Zuschnitt 60 aus einem Flachmaterial. Der
Zuschnitt ist beispielhaft rechteckförmig, und es sind die schon eingangs erwähnten
Falzlinien 28 angedeutet. Bei entsprechender 90° Faltung um diese Falzlinien 28 lässt
sich das in den vorausgegangenen Figuren dargestellte Portalelement erhalten. In demjenigen
Bereich, der die spätere obere Portalwandung 24 bildet, sind eine Vielzahl von Öffnungen
38 und 40 ausgebildet. Diese Öffnungen 38 und 40 sind vorzugsweise noch nicht ausgeschnitten,
sondern sie sind in Form von Schwächungen derart vorgesehen, dass sie manuell ausdrückbar
sind. Die Schwächungen sind in Form von Perforationen oder Stanzschnitten ausgeführt.
Jede der Öffnungen 38 und der ihnen jeweils beigeordneten weiteren Öffnungen 40 entspricht
einer Montage- oder Anordnungsposition eines Sensors. Die Vorsehung einer Mehrzahl
von Sensorpositionen ist vorteilhaft, da solchenfalls verschiedene Partitionierungen
des Innenraums 6 der Aufnahme- und Abgabevorrichtung herstellbar sind und je nach
Partitionierung und stapelförmiger Anordnung von Produkten eine Position des Sensors
zur Abstandsmessung gewählt werden kann. Dies ist beispielhaft in Figur 7 angedeutet.
Dort ist eine beispielhafte Partitionierung durch ein Trennwandelement 62 dargestellt,
welches den Innenraum 6 in zwei voneinander getrennte Teilräume 64 innerhalb des Portalelements
8 teilt. Es sind schematisch Öffnungen 38 in der oberen Portalwandung 24 angedeutet,
die jeweils nur einem Teilraum 64 zur Anordnung eines Sensors zugeordnet sind. Zur
Anordnung von Trennwandelementen 62 sind in Figur 6a eine Anzahl von Einschnitten
oder Schnitten 63 in der oberen Portalwandung 24 und in den basisseitigen Wandungsabschnitten
30 dargestellt. Sie dienen zur Aufnahme von randseitigen Laschen der Trennwandelemente
62.
[0034] Figur 6b zeigt eine weitere Ausführungsform eines Zuschnitts 60 für die Bildung eines
Portalelements 8. Der Zuschnitt 60 umfasst an den seitlichen Portalwandungen 26 in
Tiefenrichtung 41 hinten Randabschnitte 65, die abfalzbar sind. Durch Abfalzen kann
die Verwindungssteifigkeit des Portalelements 8 erhöht werden. Beispielhaft bleiben
Randabschnitte 67 an der oberen Portalwandung 24 und/oder an bodenseitigen Wandungsabschnitten
30 ungefalzt; sie können so das Portalelement gegen die vordere und die hintere Stirnwand
14 des äußeren Behältnisses 4 in Tiefenrichtung 41 abstützen. Hierfür kann ein Randabschnitt
67 noch einen distalen abfalzbaren Randstreifen 67a aufweisen, der dann flächig gegen
eine Innenseite der Stirnwand 14 anliegen kann. Durch das Abfalzen der Randabschnitte
65 entsteht auch Raum für Kabelführungen zwischen Portalelement und hinterer Stirnwand,
wobei durch abgeschrägte Ecken im Bereich der Randabschnitte 65, 67 Kabeldurchführungen
geschaffen werden.
[0035] Figur 8 zeigt eine Variante der Ausgestaltung des Portalelements 8. In Tiefenrichtung
41, die auch der Richtung des manuellen Eingriffs oder Zugriffs durch die Abgabeöffnung
16 des äußeren gehäusebildenden Behältnisses 4 hindurch entspricht, sind zwei Stapelpositionen
hintereinander vorgesehen und in Figur 8b, c angedeutet. Entsprechend sind auch zwei
Sensoren 36 zur jeweiligen Abstandsmessung vorgesehen. Es ist ferner innerhalb des
Portalelements 8 ein gleitbar verschieblicher Schlitten 66 vorgesehen, der vorzugsweise
ebenfalls aus einem im einfachsten Fall rechtwinkligen Zuschnitt eines Flachmaterials
durch eine oder mehrere Falzungen gebildet ist. Dieser Schlitten 66 befindet sich
beim Befüllen der Aufnahme- und Abgabevorrichtung in der in Eingriffsrichtung hinteren
Stapelposition und trägt den hinteren Produktestapel. Nach Entnahme aller Produkte
des vorderen Produktestapels greift ein Benutzer durch die Abgabeöffnung 16 hindurch
und zieht den Schlitten 66 mit dem hinteren Produktestapel in die in Figur 8c dargestellte
vordere Stapelposition. Die sich hierdurch ergebenden Sensorsignale können rechnergesteuert
entsprechend erkannt und ausgewertet werden.
[0036] Figur 9a zeigt einen Zuschnitt 68 aus einem Flachmaterial zur Bildung des äußeren
gehäusebildenden Behältnisses 4. Bereiche des Zuschnitts 68 sind mit entsprechenden
Bezugszeichen des von ihnen gebildeten Behältnisses 4 bezeichnet. Man identifiziere
die in Figur 1 linke und rechte Seitenwand 12 sowie die vordere stirnseitige Seitenwand
14 und die hintere stirnseitige Seitenwand 14. Die mit Bezugszeichen 10 bezeichneten
Bereiche sind auf Stoß gegeneinander gefaltet und mit Klebeband fixiert; sie bilden
die bodenseitige Basis 10 des Behältnisses 4. In der vorderen Stirnseitenwand 14 erkennt
man noch nicht erörterte Randabschnitte 70, die um jeweils wenigstens eine Falzkante
oder -linie 72 nach innen eingefaltet sind und so einen die Abgabeöffnung 16 begrenzenden
Rand verrunden, so dass dort keine scharfen Kanten vorhanden sind. Der jeweilige innen
liegende freie Rand 74 eines jeweiligen Randabschnitts 70 kann nochmals nach innen
umgefaltet werden, so dass der Benutzer beim Entnehmen eines Produkts mit keiner scharfen
Kante, sondern nur mit verrundeten Kanten oder Rändern in Berührung kommt. Eine allenfalls
vorhandene scharfe Schnittkante wäre dann durch doppelte Umfalzung nach innen für
einen Benutzer nicht zugänglich. In entsprechender Weise können die die Randabschnitte
18 bildenden Randabschnitte jeweils um 90° um eine jeweilige Falzlinie nach innen
umgeschlagen werden. Auch bei diesen Bereichen kann ein Randkantenabschnitt 80 nochmals
um eine in Figur 9 rechts angedeutete Falzkante oder -linie 82 nochmals nach innen
umgefaltet werden, so dass auch hier beim Eingriff in den Innenraum 6 des Behältnisses
4 keine Verletzungsgefahr für den Benutzer gegeben ist.
[0037] In Figur 9a ist des Weiteren die optionale und vorteilhafte Ausbildung der eingangs
erwähnten herausfalzbaren Laschen 44 dargestellt. Die den Laschen 44 entsprechenden
Bereiche sind auf drei Seiten (in Figur 9a gestrichelt angedeutet) geschnitten oder
mit Schwächungen (Perforationen oder Einschnitten) versehen, während die vierte nicht
geschwächte Seite eine Falzlinie bildet. An entsprechender Stelle sind in den die
bodenseitige Basis 10 bildenden Bereichen schlitzförmige Öffnungen 46 dargestellt.
Mit Bezugszeichen 84 ist eine Öffnung 40 für Verkabelung angedeutet.
[0038] Schließlich zeigt Figur 10 eine matrixartige Anordnung einer Mehrzahl von Aufnahme-
und Abgabevorrichtungen 2. Sie bilden ein Lagersystem für eine Mehrzahl von insbesondere
verschiedenen Produkten, wobei innerhalb einer Aufnahme- und Abgabevorrichtung 2 stets
nur Produkte derselben Art aufgenommen sind. Der Einfachheit halber sind die Aufnahme-
und Abgabevorrichtungen 2 ohne Portalelemente und Produkte dargestellt. Die nebeneinander
und übereinander angeordneten Aufnahme- und Abgabevorrichtungen 2 sind auf einem vorzugweise
wenigstens 35 cm hohen Untergestell 84 angeordnet. Zur Erhöhung der Stabilität und
zur Verbindung von horizontal nebeneinander angeordneten Aufnahme- und Abgabevorrichtungen
2 lässt sich in vorteilhafter Weise ein Klebeband verwenden, welches sich entlang
der vorderen und hinteren eingeschlagenen Randabschnitte 18 erstreckt. Die zuoberst
angeordneten Aufnahme- und Abgabevorrichtungen 2 können nach oben durch eine aufgelegte
Platte verschlossen werden.
1. Aufnahme- und Abgabevorrichtung (2) für stapelbare oder stapelbar verpackte Produkte
(52) zur Verwendung im medizinischen Bereich, insbesondere OP-Produkte, wobei die
Produkte (52) innerhalb der Aufnahme- und Abgabevorrichtung stapelförmig anordenbar
sind und wobei die Aufnahme- und Abgabevorrichtung ein gehäusebildendes, einen Innenraum
(6) zur Aufnahme von stapelförmig angeordneten Produkten (52) umfassendes Behältnis
(4) mit einer stirnseitigen Abgabeöffnung (16) für den manuellen Zugriff auf die Produkte
(52) und mit Seitenwänden (12) und einer bodenseitigen Basis (10) und einem basisabgewandten
oberen Ende (20) aufweist, und wobei ein Sensor (36) vorgesehen ist, mittels dessen
eine Stapelhöhe (59) der Produkte (52) und hieraus die Anzahl der Produkte innerhalb
der Aufnahme- und Abgabevorrichtung ermittelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Innenraum (6) des gehäusebildenden Behältnisses (4) ein Portalelement (8)
eingesetzt ist, welches aus einem Zuschnitt (60) aus einem Flachmaterial durch eine
Anzahl von Falzungen (28) des Zuschnitts (60) gebildet ist, und dass das Portalelement
(8) eine den Innenraum (6) des gehäusebildenden Behältnisses (4) nach oben zumindest
teilweise abdeckende obere Portalwandung (24) und zwei seitliche Portalwandungen (26)
oder Portalstreben aufweist, wobei die zwei seitlichen Portalwandungen (26) oder Portalstreben
die obere Portalwandung (24) tragen und sich gegen die bodenseitige Basis (10) des
gehäusebildenden Behältnisses (4) abstützen, und dass die obere Portalwandung (24)
einen Abstand von dem oberen Ende (20) des gehäusebildenden Behältnisses (4) aufweist
und hierdurch ein Aufnahmeraum (40) für den Sensor (36) gebildet ist, und dass in
der oberen Portalwandung (24) wenigstens eine Öffnung (38) oder eine eine Öffnung
(38) bildende Schwächung, die manuell ausdrückbar ist, vorgesehen ist, mittels derer
der Sensor (36) in dem Aufnahmeraum (40) an der oberen Portalwandung (24) positionierbar
ist, und dass der Sensor (36) an der oberen Portalwandung (24) angeordnet ist.
2. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch das gehäusebildende Behältnis (4) aus einem Zuschnitt (68) aus einem Flachmaterial
durch eine Anzahl von Falzungen (78) des Zuschnitts (68) gebildet ist und insbesondere
am basisabgewandten oberen Ende (20) offen ausgebildet ist.
3. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flachmaterial für das gehäusebildende Behältnis (4) und/oder für das Portalelement
(8) ein Hohlkammerflachmaterial mit parallel zueinander erstreckten Hohlkammern ist,
die insbesondere zwei jeweils eine äußere Sichtseite bildende Flachseiten mit zwischen
diesen erstreckten Kammerwänden umfassen und insbesondere aus Polypropylen gebildet
sind.
4. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das gehäusebildende Behältnis (4) verrundete, insbesondere eingeschlagene Schnittkanten
oder Randkanten aufweist.
5. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das gehäusebildende Behältnis (4) am basisabgewandten oberen Ende (20) wenigstens
einen, vorzugsweise zwei, drei oder vier ausgehend von einer Seitenwand (12) oder
Stirnwand (14) um etwa 90° nach innen gefaltete Randabschnitte (18) aufweist, die
so eine Stapelfläche für ein darüber anordenbares weiteres gehäusebildendes Behältnis
(4) oder für eine Abdeckplatte bilden.
6. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass aneinander angrenzende um etwa 90° nach innen gefaltete Randabschnitte (18) miteinander
in vorzugsweise flächenbündiger Anordnung gefügt sind.
7. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein um etwa 90° nach innen gefalteter Randabschnitt (18) wenigstens eine herausfalzbare
Lasche (44) aufweist, die dann ungefähr parallel zu einer Seitenwand (12) oder Stirnwand
(14) nach oben verläuft und über das basisabgewandte Ende (20) des gehäusebildenden
Behältnisses (4) nach oben vorsteht und in Eingriff bringbar ist mit einer schlitzförmigen
Öffnung (46) in der bodenseitigen Basis (10) eines darauf gestapelten weiteren gehäusebildenden
Behältnisses (4).
8. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der bodenseitigen Basis (10) eine schlitzförmige Öffnung (46) an einer der Position
der herausfalzbaren Lasche (44) entsprechenden Position vorgesehen ist.
9. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Falzkante der wenigstens einen herausfalzbaren Lasche (44) um einen Abstand
d von einer Falzkante des um etwa 90° nach innen gefalteten Randabschnitts (18) beanstandet
ist, der wenigstens einer Materialstärke einer betreffenden Wand des Behältnisses
entspricht und vorzugsweise höchstens dem Dreifachen dieser Materialstärke entspricht.
10. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Portalelement (8) auf seiner der oberen Portalwandung (24) in Stapelrichtung
gegenüberliegenden Seite eine Wandung oder Wandungsabschnitte (30) aufweist.
11. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in der oberen Portalwandung (24) mehrere Öffnungen (38) oder Öffnungen (38) bildende
Schwächungen, die manuell ausdrückbar sind, vorgesehen sind, und dass diese Öffnungen
(38) oder Öffnungen (38) bildende Schwächungen mehreren voneinander verschiedenen
Positionen zur Anordnung des Sensors (36) an der oberen Portalwandung (24) entsprechen.
12. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeraum (40) für den Sensor (36) zwischen der oberen Portalwandung (24)
und dem basisabgewandten Ende (10) des gehäusebildenden Behältnisses (4) eine Höhe
von wenigstens 1 cm, insbesondere von wenigstens 2 cm und von höchstens 10 cm, insbesondere
von höchstens 8 cm, insbesondere von höchstens 6 cm aufweist.
13. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Portalelements (8) ein Schlitten (66) vorgesehen ist, auf dem ein Stapel
übereinander gestapelter Produkte (52) lagert, und dass der Schlitten (66) innerhalb
des Portalelements (8) mit den darauf gelagerten Produkten (52) verschiebbar ist.
14. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Portalelement (8) spielbehaftet in dem gehäusebildenden Behältnis (4) aufgenommen
ist.
15. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Außenseite einer seitlichen Portalwandung (26) oder Portalstrebe und
einer Innenseite einer Seitenwand (12) des gehäusebildenden Behältnisses (4) ein Abstand
von 1 - 10 mm, insbesondere von 1 - 8 mm, insbesondere 2 - 6 mm ausgebildet ist, der
zur Verkabelung des Sensors (36) nutzbar ist.
16. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (36) mittels einer Vernietung, insbesondere unter Durchgriff des Niets
durch eine zuvor ausgebildete Öffnung (38), oder durch eine Verschraubung oder durch
miteinander kooperierende Druckbefestigungsmittel an der oberen Portalwandung (24)
befestigt ist.
17. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (36), insbesondere ein Ultraschallsensor oder ein Infrarotsensor zur Ausführung
einer Abstandsmessung, eine Steuerelektronik, insbesondere mit einem Speichermittel
und einer Datenschnittstelle, umfasst oder mit einer solchen Steuerelektronik zusammenwirkt.
18. Aufnahme- und Abgabevorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (36) auf einer Montageplatte oder einem Montagerahmen oder in einem Sensorgehäuse
angeordnet ist, die bzw. der bzw. das von oben gegen die basisabgewandte Seite der
oberen Portalwandung (24) angeordnet und insbesondere gegen die obere Portalwandung
(24) festgelegt ist.
19. System aus einer Mehrzahl von Aufnahme- und Abgabevorrichtungen (2) nach einem oder
mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von gehäusebildenden Behältnissen (4) und darin eingesetzten Portalelementen
(8) und Sensoren (36) vorgesehen ist, die stapelförmig übereinander und/oder horizontal
nebeneinander angeordnet sind und so eine matrixartige Anordnung bilden, wobei die
matrixartige Anordnung auf einem Basisgestell (84) angeordnet sein kann.
1. A collecting and dispensing device (2) for stackable or stackably packed products
(52) for use in the medical field, in particular operating room products, wherein
the products (52) can be located inside the collecting and dispensing device in stacked
fashion, wherein the collecting and dispensing device has a container (4), forming
a housing and including an interior (6) for collecting products (52) located in stacked
fashion, the container having a face-end dispensing opening (16) for manual access
to the products (52) and having side walls (12) and a base (10) on the bottom and
an upper end (20) facing away from the base, and wherein a sensor (36) is provided,
by means of which a stack height (59) of the products (52), and from that the number
of products inside the collecting and dispensing device, can be ascertained, characterized in that a portal element (8) is inserted into the interior (6) of the container (4) forming
a housing, which portal element is formed from a blank (60) of a flat material by
means of a number of folds (28) of the blank (60); and that the portal element (8)
has an upper portal wall (24), at least partially covering the interior (6) of the
container (4) forming a housing at the top, and two lateral portal walls (26) or portal
struts, wherein the two lateral portal walls (26) or portal struts bearing the upper
portal wall (24) and being braced against the base (10) at the bottom of the container
(4) forming a housing; and that the upper portal wall (24) has a spacing from the
upper end (20) of the container (4) forming a housing, and as a result a mounting
chamber (40) for the sensor (36) is formed; and that in the upper portal wall (24),
at least one opening (38) or a weakened area forming an opening (38), which can be
pressed out manually, is provided, by means of which the sensor (36) can be positioned
in the mounting chamber (40) on the upper portal wall (24); and that the sensor (36)
is located on the upper portal wall (24).
2. The collecting and dispensing device of claim 1, characterized in that the container (4) forming a housing is also formed from a blank (68) of a flat material
by means of a number of folds (78) of the blank (68) and in particular is embodied
in open form on the upper end (20) facing away from the base.
3. The collecting and dispensing device of claim 1 or 2, characterized in that the flat material for the container (4) forming a housing and/or for the portal element
(8) is a hollow-chamber flat material with hollow chambers extending parallel to one
another, which in particular include two flat sides, each forming an outer viewing
side, with chamber walls extending between the flat sides, and in particular are formed
from polypropylene.
4. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the container (4) forming a housing has rounded, in particular folded-over cut edges
or peripheral edges.
5. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the container (4) forming a housing, on the upper end (20) facing away from the base,
has at least one and preferably two, three or four peripheral portions (18) folded
inward by approximately 90°, beginning at a side wall (12) or end wall (14), which
peripheral portions thus form a stacking surface for a further container (4) forming
a housing located above it, or for a cover plate.
6. The collecting and dispensing device of claim 5, characterized in that peripheral portions (18) adjoining one another and folded inward by approximately
90° are joined together another in a preferably flush arrangement.
7. The collecting and dispensing device of claim 5 or 6, characterized in that a peripheral portion (18) folded inward by approximately 90° has at least one tab
(44) that can be folded outward and which then extends upward approximately parallel
to a side wall (12) or end wall (14) and protrudes past the end (20) facing away from
the base of the container (4) forming a housing and can be brought into engagement
with a slitlike opening (46) in the base (10) on the bottom of a further container
(4) forming a housing stacked on that base.
8. The collecting and dispensing device of claim 7, characterized in that in the base (10) on the bottom, a slitlike opening (46) is provided at a position
corresponding to the position of the tab (44) that can be folded outward.
9. The collecting and dispensing device of claim 7 or 8, characterized in that a fold edge of the at least one tab (44) that can be folded outward is spaced apart
by a spacing d from a fold edge of the peripheral portion (18) folded inward by approximately
90°, which spacing is equivalent to at least one material thickness of an applicable
wall of the container and is preferably equivalent to at most three times this material
thickness.
10. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the portal element (8), on its side opposite the upper portal wall (24) in the stacking
direction, has a wall or wall portions (30).
11. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that in the upper portal wall (24), a plurality of openings (38) or weakened areas forming
openings (38), which can be manually pressed out are provided; and that these openings
(38) or weakened areas forming openings (38) correspond to a plurality of positions,
different from one another, for locating the sensor (36) on the upper portal wall
(24).
12. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the mounting chamber (40) for the sensor (36) between the upper portal wall (24)
and the end (10) facing away from the base of the container (4) forming a housing
has a height of at least 1 cm, in particular of at least 2 cm and at most 10 cm, in
particular at most 8 cm, in particular at most 6 cm.
13. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that inside the portal element (8), a sled (66) is provided, on which a stack of products
(52) stacked one above the other is supported; and that the sled (66) is displaceable
inside the portal element (8) with the products (52) supported thereon.
14. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the portal element (8) is received with play in the container (4) forming a housing.
15. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that between an outer side of a lateral portal wall (26) or portal strut and an inner
side of a side wall (12) of the container (4) forming a housing, a spacing of 1 to
10 mm, in particular of 1 to 8 mm, in particular 2 to 6 mm, is embodied, which can
be used for wiring the sensor (36).
16. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the sensor (36) is secured to the upper portal wall (24) by means of riveting, in
particular with passage of the rivet through a previously embodied opening (38), or
by screwing, or by pressure fastening means cooperating with one another.
17. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the sensor (36), in particular an ultrasound sensor or an infrared sensor for performing
a spacing measurement, includes an electronic control system, in particular having
a storage means and a data interface, or cooperates with such an electronic control
system.
18. The collecting and dispensing device of one or more of the foregoing claims, characterized in that the sensor (36) is located on a mounting plate or mounting frame or in a sensor housing,
which plate or frame or housing is placed from above against the side of the upper
portal wall (24) facing away from the base and in particular is secured against the
upper portal wall (24).
19. A system comprising a plurality of collecting and dispensing devices (2) of one or
more of the foregoing claims, characterized in that a plurality of containers (4) forming a housing, with portal elements (8) and sensors
(36) inserted into them, is provided, the containers being placed in stacked fashion
one above the other and/or horizontally next to one another and thus form a matrixlike
arrangement, and wherein the matrixlike arrangement can be located on a base stand
(84).
1. Dispositif de réception et de distribution (2) pour des produits (52) empilables ou
emballés de manière empilable pour l'utilisation dans le domaine médical, en particulier
produits chirurgicaux, dans lequel les produits (52) peuvent être disposés en forme
de pile à l'intérieur du dispositif de réception et de distribution et dans lequel
ledit dispositif de réception et de distribution présente un récipient (4) formant
boîtier comprenant un espace intérieur (6) destiné à loger des produits (52) disposés
en forme de pile et ayant une ouverture de distribution (16) frontale pour l'accès
manuel aux produits (52) et des parois latérales (12) et une base (10) côté fond ainsi
qu'une extrémité supérieure (20) montrant dans la direction opposée à la base, et
dans lequel un capteur (36) est prévu au moyen duquel on peut déterminer une hauteur
d'empilement (59) des produits (52) et, à partir de celle-ci, le nombre des produits
à l'intérieur du dispositif de réception et de distribution, caractérisé par le fait que dans ledit espace intérieur (6) du récipient (4) formant boîtier est inséré un élément
portique (8) qui est réalisé à partir d'une découpe (60) en un matériau plat par un
nombre de languettes de pliage (28) de la découpe (60), et que ledit élément portique
(8) comprend une paroi de portique supérieure (24) recouvrant vers le haut, au moins
en partie, l'espace intérieur (6) du récipient (4) formant boîtier ainsi que deux
parois latérales de portique (26) ou entretoises de portique, dans lequel les deux
parois latérales de portique (26) ou entretoises de portique supportent la paroi de
portique supérieure (24) et prennent appui contre la base (10) côté fond du récipient
(4) formant boîtier, et que la paroi de portique supérieure (24) présente une distance
de l'extrémité supérieure (20) du récipient (4) formant boîtier, formant ainsi un
espace de logement (40) pour ledit capteur (36), et que dans la paroi de portique
supérieure (24) est prévu(e) au moins une ouverture (38) ou un affaiblissement formant
une ouverture (38), ouvrable manuellement en poussant, au moyen de laquelle le capteur
(36) peut être positionné à l'intérieur de l'espace de logement (40) sur la paroi
de portique supérieure (24), et que le capteur (36) est disposé sur la paroi de portique
supérieure (24).
2. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le récipient (4) formant boîtier est formé, lui aussi, à partir d'une découpe (68)
en un matériau plat par un nombre de languettes de pliage (78) de la découpe (68)
et, en particulier, est réalisé de manière à être ouvert à l'extrémité supérieure
(20) montrant dans la direction opposée à la base.
3. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le matériau plat pour le récipient (4) formant boîtier et/ou pour l'élément portique
(8) est un matériau plat à chambres creuses ayant des chambres creuses s'étendant
parallèlement les unes aux autres qui comprennent en particulier deux faces plates
formant chacune une face visible extérieure, avec des parois de chambre s'étendant
entre elles, et qui sont réalisées en particulier en polypropylène.
4. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que ledit récipient (4) formant boîtier présente des arêtes de coupe ou arêtes de bord
arrondies, en particulier repliées.
5. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que, à l'extrémité supérieure (20) montrant dans la direction opposée à la base, le récipient
(4) formant boîtier présente au moins une, de préférence deux, trois ou quatre sections
de bord (18) qui sont pliées vers l'intérieur de 90° à peu près, à partir d'une paroi
latérale (12) ou paroi frontale (14), et qui forment ainsi une surface d'empilement
pour un autre récipient (4) formant boîtier apte à être superposé ou pour une plaque
de couverture.
6. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 5, caractérisé par le fait que des sections de bord (18) contiguës, pliées vers l'intérieur de 90° à peu près sont
jointes les unes aux autres en un agencement de préférence à faces affleurées.
7. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 5 ou 6, caractérisé par le fait qu'une section de bord (18) pliée vers l'intérieur de 90° à peu près présente au moins
une languette (44) pliable vers l'extérieur qui s'étend alors vers le haut à peu près
parallèlement à une paroi latérale (12) ou paroi frontale (14) et dépasse vers le
haut l'extrémité (20) opposée à la base, du récipient (4) formant boîtier et peut
être mise en prise avec une ouverture (46) en forme de fente dans la base (10) côté
fond d'un autre récipient (4) formant boîtier qui est empilé là-dessus.
8. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 7, caractérisé par le fait qu'une ouverture (46) en forme de fente est prévue dans la base (10) côté fond sur une
position qui correspond à la position de la languette (44) pliable vers l'extérieur.
9. Dispositif de réception et de distribution selon la revendication 7 ou 8, caractérisé par le fait qu'une arête de pliage de ladite au moins une languette (44) pliable vers l'extérieur
est espacée d'une distance d d'une arête de pliage de ladite section de bord (18)
pliée vers l'intérieur de 90° à peu près qui correspond au moins à une épaisseur de
matière d'une paroi respective du récipient et correspond de préférence tout au plus
à trois fois cette épaisseur de matière.
10. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que ledit élément portique (8) présente une paroi ou des sections de paroi (30) sur son
côté opposé à la paroi de portique supérieure (24) dans la direction d'empilement.
11. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que dans la paroi de portique supérieure (24) sont prévu(e)s plusieurs ouvertures (38)
ou affaiblissements formant des ouvertures (38) qui peuvent être ouverts manuellement
en poussant, et que ces ouvertures (38) ou affaiblissements formant des ouvertures
(38) correspondent à une pluralité de positions différentes les unes des autres pour
disposer le capteur (36) sur la paroi de portique supérieure (24).
12. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que l'espace de logement (40) pour le capteur (36) entre la paroi de portique supérieure
(24) et l'extrémité (10) opposée à la base, du récipient (4) formant boîtier présente
une hauteur d'au moins 1 cm, en particulier d'au moins 2 cm et de 10 cm tout au plus,
en particulier de 8 cm tout au plus, en particulier de 6 cm tout au plus.
13. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait qu'un chariot (66) est prévu à l'intérieur de l'élément portique (8), sur lequel repose
une pile de produits (52) empilés les uns sur les autres, et que ledit chariot (66)
avec les produits (52) reposant sur celui-ci est déplaçable à l'intérieur de l'élément
portique (8).
14. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que ledit élément portique (8) est reçu avec jeu à l'intérieur du récipient (4) formant
boîtier.
15. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait qu'une distance comprise entre 1 et 10 mm, en particulier entre 1 et 8 mm, en particulier
entre 2 et 6 mm est réalisée entre une face extérieure d'une paroi de portique latérale
(26) ou entretoise de portique et une face intérieure d'une paroi latérale (12) du
récipient (4) formant boîtier et peut être utilisée pour le câblage du capteur (36).
16. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que le capteur (36) est fixé sur la paroi de portique supérieure (24) au moyen d'un rivetage,
en particulier en faisant passer le rivet à travers une ouverture (38) ménagée auparavant,
ou par l'intermédiaire d'un vissage ou par le biais de moyens de fixation par pression
coopérant les uns avec les autres.
17. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que le capteur (36), en particulier un capteur aux ultrasons ou un capteur à l'infrarouge
pour la mise en oeuvre d'une mesure de distance, comprend une électronique de commande,
en particulier avec un moyen de stockage et une interface de données, ou agit de concert
avec une telle électronique de commande.
18. Dispositif de réception et de distribution selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes, caractérisé par le fait que ledit capteur (36) est disposé sur une plaque de montage ou un cadre de montage ou
dans un boîtier de capteur laquelle ou bien lequel est agencé(e) d'en haut contre
la face de la paroi de portique supérieure (24), qui montre dans la direction opposée
à la base, et, en particulier, est immobilisé(e) contre la paroi de portique supérieure
(24).
19. Système composé d'une pluralité de dispositifs de réception et de distribution (2)
selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'une pluralité de récipients (4) formant boîtier ainsi que d'éléments portiques (8)
et de capteurs (36) y placés est prévue qui sont disposés en pile les uns sur les
autres et/ou horizontalement les uns à côté des autres et forment ainsi un agencement
de type matrice, ledit agencement de type matrice pouvant être disposé sur un châssis
de base (84).
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