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(11) |
EP 2 888 052 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2016 Patentblatt 2016/42 |
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Anmeldetag: 21.08.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/067393 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/029809 (27.02.2014 Gazette 2014/09) |
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VERFAHREN ZUM MAHLEN
GRINDING METHOD
PROCÉDÉ DE BROYAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.08.2012 DE 102012107740
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.07.2015 Patentblatt 2015/27 |
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Patentinhaber: GBF Gesellschaft für Bemessungsforschung MbH |
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52070 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- HAASE, Ralf
52070 Aachen (DE)
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Vertreter: Bauer, Dirk |
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Bauer Wagner Priesmeyer
Patent- und Rechtsanwälte
Grüner Weg 1 52070 Aachen 52070 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2010/113119 DE-A1-102009 031 429
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DE-A1-102007 062 820
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mahlen eines Mahlguts in einer Mühle mit
einem Mahlkörper, und mit mindestens einer Rolle, die unter einem Mahldruck auf dem
Mahlkörper abrollt, wobei das Mahlgut in einem Mahlgutstrom als Mahlbett zwischen
den Mahlkörper und die Rolle gebracht und im Mahlbett von der Rolle zermahlen wird,
beim Mahlen kontinuierlich eine Mahlbetthöhe des Mahlbetts zwischen dem Mahlkörper
und der Rolle gemessen wird, und die Mühle anhand von Stellgrößen auf einen vorgegebenen
Sollzustand geregelt wird, wobei die Stellgrößen mindestens den Mahldruck und den
Mahlgutstrom umfassen und der Sollzustand mindestens einen Sollwert für die Mahlbetthöhe
umfasst.
[0002] Ein solches Verfahren ist bekannt aus
DE 10 2007 062 820 A1. Ein weiteres Verfahren der vorgenannten Art wird beispielsweise realisiert durch
die Steuerungssoftware LMmaster der Loesche GmbH, Düsseldorf.
[0003] Eine in ein einem solchen Verfahren steuerbare Vertikalmühle offenbart beispielsweise
DE 1 507 579 B. Solche Vertikalmühlen dienen insbesondere in der Zementindustrie und in Kohlekraftwerken
zum Mahlen von sprödem Mahlgut, beispielsweise Rohmehl (als Vormaterial der Zementherstellung),
Zementklinker, Kalkstein allgemein, Kohle, Ton, Gips oder Hüttensand (Schlacke).
[0004] Eine Vertikalmühle besteht im Wesentlichen aus einer oder mehreren Mühlen mit einem
rotierenden Mahlteller als gemeinsamen Mahlkörper und je einer auf diesem Mahlkörper
abrollenden Rolle. Die Rollen können geometrisch Kugeln oder zylindrische, kegelige
oder ballige Walzen sein. Die verschleißenden Oberflächen des Mahlkörpers und der
Rollen können mit hoch verschleißfesten Auflagen beispielsweise aus Hartguss versehen
sein.
[0005] Im Betrieb solcher Vertikalmühlen wird das Mahlgut in der Regel von oben auf die
Mitte des Mahlkörpers aufgegeben, bewegt sich von dort unter seinem Eigengewicht und
durch Fliehkräfte radial nach Außen und wird von den Rollen vermahlen. Hierbei bildet
sich auf dem Mahlkörper ein Schicht aus teilweise vermahlenem Mahlgut in verschiedenen
Körnungen, das sog. "Mahlbett", das sich kontinuierlich zum Rand des Mahlkörpers und
darüber hinaus bewegt. Je nach Mahlgut und Anwendungszweck wird zusätzlich Wasser
auf den Mahlkörper aufgegeben.
[0006] Am Rand des Mahlkörpers fallen Partikel des Mahlguts in die darunter befindliche
Mahlschüssel der Vertikalmühle. Je nach Anwendungszweck werden die Partikel aus der
Mahlschüssel nach Korngrößen gesiebt, wobei besonders grobe Partikel erneut auf den
Mahlkörper geführt werden. Häufig werden zudem mittels eines vertikal aufsteigenden
Luftstroms staubförmige Partikel aus dem Mahlbett nach oben in einen oberhalb des
Mahlkörpers angeordneten Sichter ausgetragen.
[0007] Der mechanische Zustand des Mahlbetts beim Überrollen - seine Festigkeit und seine
Mahlbetthöhe auf dem Mahlkörper - bestimmt wesentlich die Effektivität des Mahlvorgangs.
Das bekannte Verfahren überwacht die Mahlbetthöhe sowie Feinheit und Menge der ausgetragenen
Partikel und passt bei Abweichung von einem für die gemessenen Parameter definierten
Sollzustand der Vertikalmühle automatisch deren Stellgrößen an.
[0008] Die typischen Stellgrößen einer Vertikalmühle - der Mahlgutstrom und je nach Anwendung
ein einstellbarer Mahldruck auf die Rollen, ein Maß des auf den Mahlkörper aufgebrachten
Wassers oder des Luftstroms und eine Sichterdrehzahl - sind nur sehr mittelbar und
in hohem Maße nichtlinear mit den gemessenen Regelgrößen der Feinheit und der Menge
der ausgetragenen Partikel verknüpft. Die richtige Anpassung der Stellgrößen ist daher
sehr komplex und auch fehlerträchtig.
[0009] Die eingangs genannte
DE 10 2007 062 820 A1 schlägt vor, beim Mahlen von Kohle mithilfe nicht näher genannter Fuzzy-Regeln die
Mahlbetthöhe derart zu regeln, dass ein "Rumpeln" der Mühle vermieden wird. Als Mess-
und Stellgrößen werden Sichterluftstrom, -temperatur, -trennkorngrösse und -drehzahl,
Mahlgutmassenstrom (die sogenannte "Mühlenlast"), Mahldruck, Mahlbetthöhe, Mahlgut-Mahleigenschaften
(z. B. Hardgrovezahl) und Speichervolumen sowie NO
x-Emission oder das Flammenbild eines der Mühle nachgeschalteten Brenners und die Druckdifferenz
zwischen Mühlenein- und austritt der durch die Mühle strömenden heißen Trocknungsluft
einschließlich der mitgerissenen feinen getrockneten Kohlenstaubteilchen und dem aus
der Kohle ausgedampften Wasser vorgeschlagen.
Aufgabe
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein anderes Verfahren zur Anpassung der
Stellgrößen vorzuschlagen.
Lösung
[0011] Ausgehend von dem bekannten Verfahren wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass beim
Mahlen kontinuierlich ein mechanischer Zustand der Rolle und daraus eine Festigkeit
des Mahlbetts bestimmt wird, und der Sollzustand mindestens einen Sollwert für die
Festigkeit des Mahlbetts umfasst.
[0012] Die bekannten Verfahren beschränken sich auf die Messung der Mahlbetthöhe, weil die
darüber hinaus die Effektivität des Mahlvorgangs wesentlich bestimmende Festigkeit
des Mahlbetts nicht unmittelbar messbar ist. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis,
dass die Festigkeit des Mahlbetts unter einer Rolle über die Bewegungsgleichungen
mit deren mechanischem Zustand korreliert und sich aus diesem berechnen lässt. Der
mechanische Zustand der Rolle - Bewegungszustand, angreifende Kräfte und auftretende
Verformungen - ist über allgemein bekannte Verfahren messbar.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren stellt für die Regelung des Mahlvorgangs mit dem vollständigen
mechanischen Zustand des Mahlbetts eine Regelgröße zur Verfügung, die mit den Stellgrößen
der Vertikalmühle in einem wesentlich direkteren Zusammenhang steht. Die automatische
Anpassung der Stellgrößen wird damit erst möglich.
[0014] Bevorzugt umfasst in einem erfindungsgemäßen Verfahren der mechanische Zustand der
Rolle eine aus dem Mahlbett auf die Rolle wirkende Kraft und einen Ort und/oder einen
Drehwinkel der Rolle um eine Drehachse der Rolle. Vorzugsweise wird in einem erfindungsgemäßen
Verfahren die Kraft und ggf. der Ort mindestens in radialer Richtung der Rolle bestimmt.
Über die Radialkomponenten der Kraft und des Orts der Rolle lässt sich die Steifigkeit
des Mahlbetts senkrecht zum Mahlkörper, über die Tangentialkomponente der Kraft und
den Drehwinkel in Bewegungsrichtung des Mahlbetts ermitteln.
[0015] Besonders bevorzugt wird in einem erfindungsgemäßen Verfahren mindestens eines aus
Geschwindigkeit, Beschleunigung, Winkelgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung der
Rolle bestimmt.
[0016] In einer vorteilhaften Ausprägung eines erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst die
Festigkeit des Mahlbetts mindestens eine Dämpfung des Mahlbetts und/oder eine Steifigkeit
des Mahlbetts. Durch die Bestimmung der Bewegungskomponenten und der Kraft in den
drei Raumrichtungen und um die drei Raumachsen sind alle möglicher Weise linear unabhängigen
Komponenten zur Bestimmung der Festigkeit erfasst.
[0017] Je nach Anwendungsfall können in einem Mahlprozess verschiedene Komponenten dieser
Parameter des mechanischen Zustands der Rolle weniger relevant sein. In einem erfindungsgemäßen
Verfahren kann entsprechend die Bestimmung der weniger relevanten Komponenten entfallen.
[0018] Bevorzugt werden in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Kalibrierung zunächst anhand
von Messwerten durch multidimensionale nichtlineare Regression Proportionalitätskonstanten
zur Bestimmung der Stellgrößen aus der Festigkeit des Mahlbetts ermittelt. Die Kalibrierung
der Proportionalitätskonstanten anhand von Messwerten erlaubt insbesondere die Anpassung
des erfindungsgemäßen Verfahrens an verschiedene Vertikalmühlen.
[0019] Besonders bevorzugt werden in einem solchen erfindungsgemäßen Verfahren beim Mahlen
die Proportionalitätskonstanten kontinuierlich ermittelt. Da sich die Proportionalitätskonstanten
im Regelbetrieb einer Mühle nicht - oder nur sehr langsam - ändern sollten, gewährt
ihre fortlaufende Überwachung einen guten Einblick in den Verschleißzustand insbesondere
der Rolle. Eine sprunghafte Änderung der Proportionalitätskonstanten kann auf eine
Störung im Betrieb hinweisen und als Kriterium für eine automatische Notabschaltung
dienen.
[0020] Im Rahmen eines erfindungsgemäßen Verfahrens kann mit dem Mahlgut Wasser zwischen
den Mahlkörper und die Rolle gebracht werden, wobei die Stellgrößen eine Menge des
aufgebrachten Wassers umfassen. Weiterhin kann das gemahlene Mahlgut von im Wesentlichen
vertikal strömender Luft in einen Sichter gefördert und dort nach Kriterien mindestens
aus Partikelgröße, Dichte, Trägheit und Schwebe- oder Schichtungsverhalten klassifiziert
werden, wobei die Stellgrößen eine Menge der strömenden Luft und eine Sichterdrehzahl
des Sichters umfassen.
Ausführungsbeispiel
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
- Fig. 1
- eine Vertikalmühle,
- Fig. 2
- ein Detail der Vertikalmühle und
- Fig. 3
- eine Prinzipskizze zu den Bewegungsgleichungen.
[0022] Die in Figur 1 gezeigte Vertikalmühle 1 weist vier Mühlen 2 mit einem Mahlteller
als gemeinsamen Mahlkörper 3 auf. Die vier Mühlen 2 und der Mahlkörper 3 sind auf
einem gemeinsamen Fundament 4 verankert. Eine Grundplatte 5 des Mahlkörpers 3 ist
fest mit dem Fundament 4 verbunden. Der Mahlkörper 3 ist um eine vertikale Achse 6
rotierbar gelagert und wird im Betrieb der Vertikalmühle 1 angetrieben. Figur 2 zeigt
im Detail eine einzelne Mühle 2 der Vertikalmühle 1. Jede Mühle 2 weist eine Rolle
7 auf, die um eine horizontale Achse 8 rotiert und auf dem Mahlkörper 3 abrollt.
[0023] Der mechanische Zustand der Rolle 7 lässt sich durch die Bewegungsgleichung der Strukturdynamik
F = c f(x) + k f(v) + m f(a) mathematisch beschreiben, die in Figur 3 veranschaulicht
ist: An der Rolle 7 greift die Kraft F an, die Rolle 7 weist einen Radius R, eine
Masse m und zu jedem Zeitpunkt einen Abstand x zu einem (nicht dargestellten) Nullpunkt,
eine Geschwindigkeit v und eine Beschleunigung a auf. Die Konstanten k und c der Bewegungsgleichung
entsprechen der Steifigkeit und der Dämpfung des Mahlbetts 9. Alle Größen sind Vektorgrößen.
In der Geschwindigkeit v und der Beschleunigung a im (idealisierten) Kontaktpunkt
mit dem Mahlbett 9 sind in tangentialer Richtung Anteile aus den Ableitungen des Winkels
ϕ enthalten.
[0024] In der Vertikalmühle wird ein Grundstoff für die Zementherstellung gemahlen, der
zu etwa 90 vH aus Kalkstein besteht. Weitere Zuschlagstoffe sind insbesondere Mergel,
Kohlenstaub und Aluminium, wobei die letzteren bereits in feinkörniger Form in die
Vertikalmühle gegeben werden. Das Mahlgut wird vor dem Aufgeben auf etwa 200 °C geheizt,
um ein frühzeitiges Zusammenbacken zu vermeiden.
[0025] An den Mühlen 2 werden zunächst Messwertaufnehmer zum fortlaufenden Bestimmen des
mechanischen Zustands der Rollen 7 angebracht und die Bewegung und die Kräfte sowie
die Regelgrößen Mahlbetthöhe, Antriebsleistung, Differenzdruck, Sichtertemperatur
und Heizleistung und die dazu gehörenden Werte von Mahldruck, Mahlgutstrom, Sichterdrehzahl
und Wasser- und Luftmenge als Stellgrößen über mehrere Wochen aufgenommen. Aus dem
mechanischen Zustand wird über die Bewegungsgleichung fortlaufend die Festigkeit des
Mahlbetts 9 berechnet.
[0026] Zum Kalibrieren der Regelung werden durch multidimensionale nichtlineare Regression
die Proportionalitätskonstanten bestimmt, die den Zusammenhang zwischen der Festigkeit
des Mahlbetts 9 und den Stellgrößen der Mühlen 2 beschreiben.
[0027] Für den Betrieb der Vertikalmühle 1 ist ein Sollzustand des Mahlbetts 9 vorgegeben,
bei dem das Mahlverfahren nach den Erfahrungen der vorherigen Messung mit optimaler
Effektivität aufbereitet. Weicht im Betrieb der aus den Messwerten bestimmte mechanische
Zustand des Mahlbetts 9 von dem Sollzustand ab, wird mit dem nun bekannten mathematischen
Zusammenhang eine entsprechende Anpassung der Stellgrößen ermittelt und in einer Leitwarte
der Vertikalmühle 1 als Sollwert vorgegeben, die den Sollzustand wiederherstellt.
[0028] Im Betrieb der Vertikalmühle 1 ist der Winkel α der Kraft F ein wichtiges Maß für
die Energieeffizienz des Verfahrens.
[0029] Ein weiterer Mühlentyp, zu dessen Regelung sich das erfindungsgemäße Verfahren gleichfalls
eignet, ist die Gutbett-Walzenmühle (auch: "Rollenpresse"), bei der die Rolle auf
einer zweiten, gleich großen oder mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit rotierenden
Rolle als Mahlkörper 3 abrollt. Das Mahlgut wird im Wesentlichen von oben in den Zwickel
zwischen den beiden Rollen aufgegeben, zermahlen und fällt nach unten in die Mahlschüssel.
[0030] In den Figuren sind
- 1
- Vertikalmühle
- 2
- Mühle
- 3
- Mahlkörper
- 4
- Fundament
- 5
- Grundplatte
- 6
- Achse
- 7
- Rolle
- 8
- Achse
- 9
- Mahlbett
1. Verfahren zum Mahlen eines Mahlguts in einer Mühle (2) mit einem Mahlkörper (3), und
mit mindestens einer Rolle (7), die unter einem Mahldruck auf dem Mahlkörper (3) abrollt,
wobei
a. das Mahlgut in einem Mahlgutstrom als Mahlbett (9) zwischen den Mahlkörper (3)
und die Rolle (7) gebracht und im Mahlbett (9) von der Rolle (7) zermahlen wird,
b. beim Mahlen kontinuierlich eine Mahlbetthöhe des Mahlbetts (9) zwischen dem Mahlkörper
(3) und der Rolle (7) gemessen wird, und
c. die Mühle (2) anhand von Stellgrößen auf einen vorgegebenen Sollzustand geregelt
wird, wobei die Stellgrößen mindestens den Mahldruck und den Mahlgutstrom umfassen
und der Sollzustand mindestens einen Sollwert für die Mahlbetthöhe umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
d. beim Mahlen kontinuierlich ein mechanischer Zustand der Rolle (7) und daraus eine
Festigkeit des Mahlbetts (9) bestimmt wird, und
e. der Sollzustand mindestens einen Sollwert für die Festigkeit des Mahlbetts (9)
umfasst.
2. Verfahren nach dem vorgenannten Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanische Zustand der Rolle (7) eine aus dem Mahlbett (9) auf die Rolle (7)
wirkende Kraft (F) und einen Ort (x1, x2) und/oder einen Drehwinkel (ϕ) der Rolle
(7) um eine Drehachse der Rolle (7) umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft (F) und ggf. der Ort (x1) mindestens in radialer Richtung der Rolle (7)
bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines aus Geschwindigkeit, Beschleunigung, Winkelgeschwindigkeit und Winkelbeschleunigung
der Rolle (7) bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Festigkeit des Mahlbetts (9) mindestens eine Dämpfung (cr, ct) des Mahlbetts
(9) und/oder eine Steifigkeit (kr, kt) des Mahlbetts (9) umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kalibrierung zunächst anhand von Messwerten durch multidimensionale nichtlineare
Regression Proportionalitätskonstanten zur Bestimmung der Stellgrößen aus der Festigkeit
des Mahlbetts (9) ermittelt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beim Mahlen die Proportionalitätskonstanten kontinuierlich ermittelt werden.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Mahlgut Wasser zwischen den Mahlkörper (3) und die Rolle (7) gebracht wird,
und dass die Stellgrößen eine Menge des aufgebrachten Wassers umfassen.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gemahlene Mahlgut von im Wesentlichen vertikal strömender Luft in einen Sichter
gefördert und dort klassifiziert wird, und dass die Stellgrößen eine Menge der strömenden
Luft und eine Sichterdrehzahl des Sichters umfassen.
1. A method for grinding a product to be ground in a mill (2) comprising a grinding body
(3) and at least one roller (7) that rolls on the grinding body (3) under a grinding
pressure, wherein
a. the product to be ground is supplied in the form of a product flow such that it
forms a grinding bed (9) between the grinding body (3) and the roller (7) and is crushed
by the roller (7) in the grinding bed (9),
b. a grinding bed height of the grinding bed (9) between the grinding body (3) and
the roller (7) is continuously measured during the grinding process, and
c. the mill (2) is controlled by means of manipulated variables such that a predefined
nominal state is achieved, wherein the manipulated variables comprise at least the
grinding pressure and the product flow and the nominal state at least comprises a
nominal value for the grinding bed height,
characterized in that
d. a mechanical state of the roller (7) is continuously determined during the grinding
process and a stability of the grinding bed (9) is determined thereof, and
e. the nominal state at least comprises a nominal value for the stability of the grinding
bed (9).
2. The method according to the preceding claim, characterized in that the mechanical state of the roller (7) comprises a force (F), which acts upon the
roller (7) from the grinding bed (9), and a location (x1, x2) and/or an angle of rotation
(ϕ) of the roller (7) about a rotational axis of the roller (7).
3. The method according to claim 2, characterized in that the force (F) and, if applicable, the location (x1) is determined at least in the
radial direction of the roller (7).
4. The method according to one of claims 2 or 3, characterized in that at least one of the parameters speed, acceleration, angular velocity and angular
acceleration of the roller (7) is determined.
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the stability of the grinding bed (9) comprises at least a damping (cr, ct) of the
grinding bed (9) and/or a rigidity (kr, kt) of the grinding bed (9).
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that proportionality constants for determining the manipulated variables from the stability
of the grinding bed (9) are initially determined for calibration purposes based on
measured values by means of multidimensional non-linear regression.
7. The method according to claim 6, characterized in that the proportionality constants are continuously determined during the grinding process.
8. The method according to one of the preceding claims, characterized in that water is supplied between the grinding body (3) and the roller (7) with the product
to be ground, and in that the manipulated variables comprise a quantity of the supplied water.
9. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the ground product is conveyed into an air separator by means of an essentially vertical
air flow and classified in said air separator, and in that the manipulated variables comprise a quantity of the flowing air and a rotational
speed of the air separator.
1. Procédé destiné au broyage d'un produit à broyer dans un moulin (2), avec un organe
de broyage (3) et avec au moins un rouleau (7) qui sous une pression de broyage se
déroule sur l'organe de broyage (3),
a. le produit à broyer étant amené dans un flux de produit à broyer, sous la forme
d'un lit de broyage (9) entre l'organe de broyage (3) et le rouleau (7) et étant broyé
par le rouleau (7) dans le lit de broyage (9),
b. lors du broyage, une hauteur du lit de broyage (9) étant mesurée en continu entre
l'organe de broyage (3) et le rouleau (7) et
c. à l'aide de grandeurs de réglage, le moulin (2) étant réglé à un état de consigne
prédéfini, les grandeurs de réglage comprenant au moins la pression de broyage et
le flux de produit de broyage et l'état de consigne comprenant au moins une valeur
de consigne pour la hauteur du lit de broyage,
caractérisé en ce que
d. lors du broyage, un état mécanique du rouleau (7) et à partir de celui-ci une stabilité
du lit de broyage (9) étant déterminés en continu et
e. l'état de consigne comprenant au moins une valeur de consigne pour la stabilité
du lit de broyage (9).
2. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'état mécanique du rouleau (7) comprend un force (F) exercée à partir du lit de
broyage (9 sur le rouleau (7) et un lieu (x1, x2) et/ou un angle de rotation (ϕ) du
rouleau (7) autour d'un axe de rotation du rouleau (7).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la force (F) et le cas échéant, le lieu (x1) sont déterminés au moins dans la direction
radiale du rouleau (7).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que est déterminée à partir de la vitesse, de l'accélération, de la vitesse angulaire
et de l'accélération angulaire du rouleau (7).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la stabilité du lit de broyage (9) comprend au moins un amortissement (cr, ct) du
lit de broyage (9) et/ou une rigidité (kr, kt) du lit de broyage (9).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour le calibrage, d'abord à l'aide de valeurs mesurées, par une régression multidimensionnelle
non linéaire, des constantes de proportionnalité pour la détermination des grandeurs
de réglage sont déterminées à partir de la stabilité du lit de broyage(9).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que les constantes de proportionnalité sont déterminées en continu lors du broyage.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avec le produit à broyer, de l'eau est amenée entre l'organe de broyage (3) et le
rouleau (7) et en ce que les grandeurs de réglage comprennent une quantité de l'eau appliquée.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le produit à broyer broyé est convoyé par de l'air circulant sensiblement à la verticale
dans un séparateur et y est classifié et en ce que les grandeurs de réglage comprennent une quantité de l'air circulant et une vitesse
de rotation du séparateur ?


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