[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug, bei dem zwei Radsätze eines Drehgestells
über eine Primärfederung an einem Drehgestellrahmen befestigt sind und bei dem zumindest
ein Wagen eine Vorrichtung mit einer Diagnoseeinrichtung aufweist,
- wobei die Diagnoseeinrichtung ein an dem Drehgestell angeordnetes elektronisches Diagnosegerät
und an dem Drehgestell angeordnete Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose,
welche Beschleunigungssignale an das elektronische Diagnosegerät ausgeben, aufweist,
- wobei das Diagnosegerät geeignet ausgebildet ist, die Beschleunigungssignale der Beschleunigungssensoren
einem Diagnoseverfahren zu unterziehen und im Ergebnis des Diagnoseverfahrens Diagnosedaten
zu generieren, und
- wobei an einem der Außenseite eines Rades eines der beiden Radsätze gegenüberliegenden
ersten Endabschnitt eines sich in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs erstreckenden
ersten Langträgers des Drehgestellrahmens ein erster der Beschleunigungssensoren zur
Fahrwerksdiagnose angeordnet ist.
[0002] Eine Vorrichtung für ein Schienenfahrzeug mit einer Diagnoseeinrichtung, die ein
elektronisches Diagnosegerät und an einem Drehgestell des Schienenfahrzeugs angeordnete
Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose aufweist, wobei die Beschleunigungssensoren
zur Fahrwerksdiagnose Beschleunigungssignale an das elektronische Diagnosegerät ausgeben,
ist beispielsweise aus der Druckschrift
EP 2 050 639 B1 bekannt.
[0003] Aus der Druckschrift
DE 2010 052 667 A1 ist eine Vorrichtung für ein Schienenfahrzeug bekannt, bei der eine Auswerteeinheit
an dem Drehgestell des Schienenfahrzeugs angeordnet ist.
[0004] Aus der Druckschrift
DE 10 2007 051 126 A1 ist ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches
1 bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde die Diagnose des Fahrwerkes weiter zu verbessern.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruches
1, bei dem es möglich ist, mit geringem Verkabelungsaufwand eine große Anzahl von
Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose an das elektronische Diagnosegerät anzuschließen
und deren Beschleunigungssignale dann bei der Fahrwerksdiagnose (Diagnose) auszuwerten,
wobei erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass
- der erste der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose derart angeordnet ist,
dass seine Detektionsrichtung in Hochrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft,
- an einem dem ersten Endabschnitt des ersten Langträgers bezogen auf die Mittelachse
des Drehgestellrahmens diagonal gegenüber liegenden zweiten Endabschnitt eines sich
in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs erstreckenden zweiten Langträgers des Drehgestellrahmens
ein zweiter der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose derart angeordnet ist,
dass seine Detektionsrichtung in Hochrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft, und
- das Diagnosegerät geeignet ausgebildet ist, die Diagnosedaten zu speichern.
[0007] Hinsichtlich einer sicheren Diagnose wird es als vorteilhaft angesehen, wenn zumindest
einer der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose an einem ersten Radsatzlager
eines ersten Radsatzes des Drehgestells angeordnet ist, insbesondere derart, dass
seine Detektionsrichtung in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0008] Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn an jedem Radsatzlager des Drehgestells jeweils
einer der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose angeordnet ist, insbesondere
derart, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0009] Von am Drehgestellrahmen angeordneten der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose
kann zumindest einer mittig an dem ersten Langträger derart angeordnet sein, dass
seine Detektionsrichtung in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft und/oder
zumindest einer mittig an dem zweiten Langträger derart angeordnet sein, dass seine
Detektionsrichtung in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, wenn zumindest einer der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose
an einem Motor des Drehgestells angeordnet ist, insbesondere derart, dass seine Detektionsrichtung
in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft bzw. wenn zumindest einer der Beschleunigungssensoren
zur Fahrwerksdiagnose an einem Getriebe des Drehgestells angeordnet ist, insbesondere
derart, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0011] Dabei ist es vorteilhaft, wenn das elektronische Diagnosegerät insbesondere zur Übertragung
der Diagnosedaten, mittels eines Datenbusses an einen Zugbus des Schienenfahrzeugs
angeschlossen ist. Dabei kann ein an den Datenbus oder den Zugbus angeschlossenes
weiteres Gerät geeignet ausgebildet sein, die Diagnosedaten zu speichern.
[0012] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die Vorrichtung mit einer Überwachungseinrichtung
versehen ist, die ein elektronisches Überwachungsgerät sowie zumindest einen Beschleunigungssensor
zur Fahrwerksüberwachung, der ein Beschleunigungssignal an das Überwachungsgerät ausgibt,
und/oder zumindest einen Temperatursensor zur Fahrwerksüberwachung der ein Temperatursignal
an das Überwachungsgerät ausgibt, und/oder zumindest einen Drehgeschwindigkeitssensor
zur Fahrwerksüberwachung, der ein Drehgeschwindigkeitssignal an das Überwachungsgerät
ausgibt, aufweist. Vorzugsweise sind dabei das eine elektronischen Diagnosegerät und
das eine elektronische Überwachungsgerät zu einer baulichen Einheit zusammengefasst,
die ein kombiniertes Diagnose- und Überwachungsgerät bildet, das dem einen Drehgestell
des Schienenfahrzeugs zugeordnet ist.
[0013] Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren 1 bis 10 näher erläutert. Dabei
zeigen die
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug mit Wagen, die jeweils zwei Drehgestelle, einen
von den zwei Drehgestellen getragenen Wagenkasten sowie eine erfindungsgemäße Vorrichtung
aufweisen, die
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Wagens aus Figur 1 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die
- Figur 3
- einen ersten Ausschnitt aus Figur 2, der die Funktion einer Steuereinrichtung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung näher zeigt, die
- Figur 4
- einen zweiten Ausschnitt aus Figur 2, der eine erste Überwachungsfunktion in Form
einer Rollüberwachung einer Überwachungseinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
näher zeigt, die
- Figur 5
- einen dritten Ausschnitt aus Figur 2, der einen ersten Teil einer zweiten Überwachungsfunktion
in Form einer Heißläuferüberwachungsfunktion der Überwachungseinrichtung näher zeigt,
die
- Figur 6
- einen vierten Ausschnitt aus Figur 2, der einen zweiten Teil der Heißläuferüberwachungsfunktion
zeigt, die
- Figur 7
- einen fünften Ausschnitt aus Figur 2, der eine dritte Überwachungsfunktion in Form
einer Laufstabilitätsüberwachung der Überwachungseinrichtung näher zeigt, die
- Figur 8
- eine gegenüber der Figur 7 modifizierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die
- Figur 9
- einen sechsten Ausschnitt aus Figur 2, der eine Diagnosefunktion einer Diagnoseeinrichtung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher zeigt, und die
- Figur 10
- eine gegenüber der Figur 9 modifizierte Ausführungsform der Vorrichtung.
[0014] Die Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug 1 mit mehreren Wagen 2,
3, 4. Jeder Wagen weist ein aus zwei Drehgestellen 5, 6 gebildetes Fahrwerk und einen
Wagenkasten 7 auf. Die Drehgestelle 5 und 6 weisen jeweils zwei Radsätze 8, 9 bzw.
10, 11 auf, die über eine Primärfederung 12, 13 bzw. 14, 15 an einem Drehgestellrahmen
16 bzw. 17 befestigt sind. Der Wagenkasten 7 ist über eine Sekundärfederung 18, 19
von den Drehgestellrahmen 16, 17 getragen.
[0015] Jeder der Radsätze 8, 9, 10, 11 weist eine über zwei Radsatzlager 20 und 21, 22 und
23, 24 und 25, 26 und 27 drehbar gelagerte Welle 28, 29, 30, 31 auf, an der zwei Räder
32 und 33, 34 und 35, 36 und 37, 38 und 39 und zwei Bremsscheiben 40 und 41, 42 und
43, 44 und 45, 46 und 47 befestigt sind (vgl. auch Figur 2).
[0016] Jeder der Wagen 2, 3, 4 ist mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 48 ausgestattet.
[0017] Jede der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 umfasst zwei kombinierte elektronische
Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 und zwei elektronische Diagnosegeräte
DG.1, DG.2.
[0018] Gemäß Figur 2 umfasst jede der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 weiterhin vier
Beschleunigungssensoren 49 bis 52 zur Fahrwerksüberwachung, die gemäß Figur 7 über
Beschleunigungssignalleitungen 53 bis 56 an elektronische Laufstabilitätsüberwachungen
LSÜ.1, LSÜ.2 der kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 Beschleunigungssignale
a
y.Ü1.1, a
y.Ü2.1, a
y.Ü1.2, a
y.Ü2.2 zur Fahrwerksüberwachung ausgeben.
[0019] Ferner umfasst jede der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 acht Drehzahlsensoren
57 bis 64, die gemäß Figur 4 über Drehzahlsignalleitungen 65 bis 72 an elektronische
Rollüberwachungen RÜ.1, RÜ.2 der kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1,
SG/ÜG.2 Drehzahlsignale n.1.1, n.2.1, n.3.1, n.4.1, n.1.2, n.2.2, n.3.2, n.4.2 zur
Fahrwerksüberwachung ausgeben. Da aus den Drehzahlen jedoch Drehgeschwindigkeiten
berechnet werden, sind im Weiteren die Drehzahlsensoren 57 bis 64 als Drehgeschwindigkeitssensoren,
die Drehzahlsignalleitungen 65 bis 72 als Drehgeschwindigkeitssignalleitungen und
die Drehzahlsignale als Drehgeschwindigkeitssignale bezeichnet.
[0020] Außerdem umfasst jede der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 sechzehn Temperatursensoren
73 bis 88 zur Fahrwerksüberwachung, die gemäß den Figuren 5 und 6 über Temperatursignalleitungen
89 bis 104 an elektronische Heißläuferüberwachungen HLÜ.1, HLÜ.2 der kombinierten
Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 Temperatursignale T.1a.1, T.2a.1,
T.3a.1, T.4a.1, T.1a.2, T.2a.2, T.3a.3, T.4a.2, T.1b.1, T.2b.1, T.3b.1, T.4b.1, T.1b.2,
T.2b.2, T.3b.3, T.4b.2 zur Fahrwerksüberwachung ausgeben.
[0021] Zusätzlich umfasst jede der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 vierundzwanzig Beschleunigungssensoren
105 bis 128 zur Fahrwerksdiagnose, die gemäß Figur 9 über Beschleunigungssignalleitungen
129 bis 152 an die Diagnosegeräte DG.1, Dg.2 Beschleunigungssignale a
x.D1.1, a
x.D2.1, a
x.D3.1, a
x.D4.1, a
x.D5.1, a
x.D6.1, a
x.D7.1, a
x.D8.1, a
x.D9.1, a
x.D10.1, a
z.D11.1, a
z.D12.1, a
x.D1.2, a
x.D2.2, a
x.D3.2, a
x.D4.2, a
x.D5.2, a
x.D6.2, a
x.D7.2, a
x.D8.2, a
x.D9.2, a
x.D10.2, a
z.D11.2, a
z.D12.2 zur Fahrwerksdiagnose ausgeben.
[0022] Dabei sind die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2
der erfindungsgemäßen Vorrichtung 48 eines Wagens im Wagenkasten 7 angeordnet. Die
Sensoren 49 bis 52, 57 bis 64, 73 bis 88 und 105 bis 128 hingegen sind auf die Drehgestelle
5, 6 des jeweiligen Wagens verteilt. Im Zuge der Signalleitungen 53 bis 56, 65 bis
72, 89 bis 104 und 129 bis 152, die die Sensoren der Drehgestelle mit den kombinierten
Steuer- und Überwachungsgeräten der Wagenkästen verbinden, sind Steckverbindungen
153, 154, 155, 156 vorgesehen.
[0023] Die Steckverbindungen 153, 154, 155, 156 bestehen aus wagenkastenseitigen Steckverbindern
und zugeordneten drehgestellseitigen Steckverbindern.
[0024] Bei jedem der Drehgestelle 5 bzw. 6 umfasst der Drehgestellrahmen 16 bzw. 17 zwei
Langträger 157, 158 bzw. 159, 160, die sich in Längsrichtung (Fahrtrichtung) x des
Schienenfahrzeugs 1 erstrecken und zumindest einen Querträger 161 bzw. 162 der sich
in Querrichtung y des Schienenfahrzeugs 1 erstreckt.
[0025] Bei jeder der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 umfasst das eine SG/ÜG.1 der kombinierten
Steuer- und Überwachungsgeräte ein elektronisches Steuergerät SG.1 in Form eines Bremssteuergerätes
und ein elektronisches Überwachungsgerät ÜG.1, wobei das elektronische Steuergerät
SG.1 und das elektronische Überwachungsgerät ÜG.1 zu einer baulichen Einheit zusammengefasst
sind.
[0026] Das elektronische Steuergerät SG.1 umfasst neben einer elektronischen Bremssteuerung
BS.1 auch eine elektronische Gleitschutzsteuerung GS.1. Das elektronische Überwachungsgerät
ÜG.1 umfasst eine RÜ.1 der elektronischen Rollüberwachungen, eine HLÜ.1 der elektronischen
Heißläuferüberwachungen und eine LSÜ.1 der elektronischen Laufstabilitätsüberwachungen.
[0027] Die eine elektronische Gleitschutzsteuerung GS.1 und die eine elektronische Rollüberwachung
RÜ.1 sind außerdem zu einer elektronischen Einheit kombiniert, so dass die Drehgeschwindigkeitssignale
auch von der elektronischen Gleitschutzsteuerung GS.1 verarbeitet werden. Über diese
elektronische Einheit gelangen die Drehgeschwindigkeitssignale auch zur Bremssteuerung
BS.1.
[0028] Daneben umfasst das weitere SG/ÜG.2 der kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte
bei jeder der erfindungsgemäßen Vorrichtungen 48 ein weiteres elektronisches Steuergerät
SG.2 in Form eines Bremssteuergerätes und ein weiteres elektronisches Überwachungsgerät
ÜG.2, wobei das weitere elektronische Steuergerät SG.2 und das weitere elektronische
Überwachungsgerät ÜG.2 zu einer weiteren baulichen Einheit zusammengefasst sind.
[0029] Das weitere elektronische Steuergerät SG.2 umfasst eine weitere elektronische Bremssteuerung
BS.2. Das weitere elektronische Überwachungsgerät ÜG.2 umfasst eine weitere RÜ.2 der
elektronischen Rollüberwachungen, eine weitere HLÜ.2 der elektronischen Heißläuferüberwachungen
und eine weitere LSÜ.2 der elektronischen Laufstabilitätsüberwachungen.
[0030] Hier gelangen die Drehgeschwindigkeitssignale über die weitere elektronische Rollüberwachung
RÜ.2 zu der weiteren elektronischen Bremssteuerung BS.2.
[0031] Das weitere kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.2 kann aber auch so
wie das eine kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1 ausgebildet sein
- also auch eine elektronische Gleitschutzsteuerung aufweisen.
[0032] Die Steuergeräte SG.1 und SG.2, die Drehgeschwindigkeitssensoren 57 bis 64 und die
Drehgeschwindigkeitssignalleitungen 65 bis 72 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 48
eines Wagens bilden zusammen eine Steuereinrichtung SE zur Steuerung einer Bremseinrichtung
BE des jeweiligen Wagen.
[0033] Dabei steuert die Bremssteuerung BS.1 über Bremssteuersignalleitungen 163 bis 166
Bremssteuersignale bs.1.1, bs.2.1, bs.3.1, bs.4.1 an Ventilvorrichtungen 167 bis 170
der Bremseinrichtung BE aus. An diese Ventilvorrichtungen 167 bis 170 sind über Versorgungsleitungen
171 bis 174 hier nicht gezeigte pneumatische Versorgungseinrichtungen angeschlossen.
[0034] Weiterhin steuert die Gleitschutzsteuerung GS.1 über Gleitschutzsignalleitungen 175
bis 178 Gleitschutzsteuersignale gs.1.1 gs.2.1, gs.3.1, gs.4.1 an die Ventilvorrichtungen
167 bis 170 aus.
[0035] Die Ventilvorrichtungen 167 bis 170 regeln anhand der Bremssteuer- und Gleitschutzsignale
den Druck in Bremszylindern 179 bis 186 der Bremseinrichtung BE, mittels derer bei
einer Bremsanforderung mit Bremsbelägen versehene Bremsbacken in Reibschluss mit den
Bremsscheiben 40 bis 47 gelangen. Hierzu sind die Bremszylinder 179 bis 186 über pneumatische
Leitungen 187 bis 194 mit den Ventilvorrichtungen 167 bis 170 verbunden.
[0036] Außerdem kann die weitere Bremssteuerung BS.2 über weitere Bremssteuersignalleitungen
195 bis 198 redundant weitere Bremssteuersignale bs.1.2, bs.2.2, bs.3.2, bs.4.2 an
die Ventilvorrichtungen 167 bis 170 aussteuern.
[0037] Die Überwachungsgeräte ÜG.1 und ÜG.2, die Drehgeschwindigkeitssensoren 57 bis 64,
die Temperatursensoren 73 bis 88 und die Beschleunigungssensoren 49 bis 52 sowie die
entsprechenden Signalleitungen 65 bis 72, 89 bis 104 und 53 bis 56 der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 48 eines Wagens bilden zusammen eine Überwachungseinrichtung ÜE des hier
aus den zwei Drehgestellen 5, 6 gebildeten Fahrwerkes des jeweiligen Wagens.
[0038] Die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 sind zum
Einen dem einen Drehgestell 5 zugeordnet.
[0039] Hierzu ist einerseits ein erster 57 der Drehgeschwindigkeitssensoren an einem ersten
20 der Radsatzlager des Radsatzes 8 des einen Drehgestells 5 angeordnet. Dieser erste
Drehgeschwindigkeitssensor 57 gibt sein erstes Drehgeschwindigkeitssignal n.1.1 an
die Gleitschutzsteuerung GS.1 und die Bremssteuerung BS.1 des einen elektronischen
Steuergerätes SG.1 aus. Ein erster 73 der Temperatursensoren ist ebenfalls an dem
ersten Radsatzlager 20 angeordnet und gibt sein erstes Temperatursignal T.1a.1 an
das eine elektronische Überwachungsgerät ÜG.1 aus. Ein erster 49 der Beschleunigungssensoren,
der an dem Drehgestellrahmen 16 des einen Drehgestells 5 angeordnet ist, gibt sein
erstes Beschleunigungssignal a
y.Ü1.1 an das eine elektronische Überwachungsgerät ÜG.1 aus.
[0040] Andererseits ist ein zweiter 58 der Drehgeschwindigkeitssensoren an einem zweiten
23 der Radsatzlager des Radsatzes 9 des einen Drehgestells 5 angeordnet und gibt sein
zweites Drehgeschwindigkeitssignal n.2.1 an das weitere elektronische Steuergerät
SG.2 aus. Ein zweiter 82 der Temperatursensoren ist ebenfalls an dem zweiten Radsatzlager
23 angeordnet und gibt sein zweites Temperatursignal T.2b.1 an das weitere elektronische
Überwachungsgerät ÜG.1 aus. Ein zweiter der Beschleunigungssensoren 50 ist ebenfalls
an dem Drehgestellrahmen 16 angeordnet und gibt sein zweites Beschleunigungssignal
a
y.Ü2.1 an das weitere elektronische Überwachungsgerät ÜG.2 aus.
[0041] In gleicher Weise sind die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1,
SG/ÜG.2 dem weiteren Drehgestell 6 des Schienenfahrzeugs zugeordnet.
[0042] Hierzu ist ein weiterer erster 61 der Drehgeschwindigkeitssensoren an einem ersten
24 der Radsatzlager des Radsatzes 10 des zweiten Drehgestells 6 angeordnet und gibt
sein weiteres erstes n.1.2 Drehgeschwindigkeitssignal an das eine elektronische Steuergerät
SG.1 aus. Ein weiterer erster 85 der Temperatursensoren ist ebenfalls an dem ersten
Radsatzlager 24 des weiteren Drehgestells 6 angeordnet und gibt sein weiteres erstes
Temperatursignal T.1b.2 an das eine elektronische Überwachungsgerät ÜG.1 aus. Ein
weiterer erster 51 der Beschleunigungssensor ist an dem Drehgestellrahmen 17 des weiteren
Drehgestells 6 angeordnet und gibt sein weiteres erstes Beschleunigungssignal a
y.Ü1.2 an das eine elektronische Überwachungsgerät ÜG.1 aus.
[0043] Außerdem ist ein weiterer zweiter 62 der Drehgeschwindigkeitssensoren an einem zweiten
27 der Radsatzlager des Radsatzes 11 des zweiten Drehgestells 6 angeordnet und gibt
sein weiteres zweites Drehgeschwindigkeitssignal n.2.2 an das weitere elektronische
Steuergerät SG.2 aus. Ein weiterer zweiter 78 der Temperatursensoren ist an dem zweiten
Radsatzlager 27 des weiteren Drehgestells 6 angeordnet und gibt sein weiteres zweites
Temperatursignal T.2a.2 an das weitere elektronische Überwachungsgerät ÜG.2 aus. Ein
weiterer zweiter der Beschleunigungssensoren 52 ist an dem Drehgestellrahmen 17 des
weiteren Drehgestells 6 angeordnet und gibt sein weiteres zweites Beschleunigungssignal
a
y.Ü2.2 an das weitere elektronische Überwachungsgerät ÜG.2 aus.
[0044] Die beiden kombinierte Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 sind über
einen Datenbus in Form eines Gerätebusses GBUS.Ü verbunden.
[0045] Das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.1 übermittelt die ersten
Signale n.1.1, T.1a.1, a
y.Ü1.1 und die weiteren ersten Signale n.1.2, T.1b.2, a
y.Ü1.2 über den Gerätebus GBUS.Ü an das weitere kombinierte Steuer- und Überwachungsgeräte
SG/ÜG.2. Außerdem übermittelt das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.1
auch die Signale n.3.1, T.2a.1, T.3a.1, T.4a.1, n.3.2, T.2b.2, T.3b.2, T.4b.2 über
den Gerätebus GBUS.Ü an das weitere kombinierte Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.2.
[0046] Ferner übermittelt das weitere kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.2
die zweiten Signale n.2.1, T.2b.1, a
y.Ü2.1 und die weiteren zweiten Signale n.2.2, T.2a.2, a
y.Ü2.2 über den Gerätebus GBUS.Ü an das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgeräte
SG/ÜG.1. Außerdem übermittelt das weitere kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät
SG/ÜG.2 auch die Signale n.4.1, T.1b.1, T.3b.1, T.4b.1, n.4.2, T.1a.2, T.3a.2, T.4a.2
über den Gerätebus GBUS.Ü an das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1.
[0047] Jeder der Beschleunigungssensoren 49 bis 52 ist derart an dem ihm zugeordneten Drehgestellrahmen
16 bzw. 17 angeordnet, dass seine Detektionsrichtung in Querrichtung y des Schienenfahrzeugs
verläuft.
[0048] Dabei sind die ersten Beschleunigungssensoren 49 bzw. 51 jeweils an einem ersten
157 bzw. 159 der sich in Fahrtrichtung x des Schienenfahrzeugs erstreckenden Langträger
des jeweiligen Drehgestellrahmen, insbesondere an einem der Außenseite des ersten
Rades 32 bzw. 36 des jeweiligen Drehgestells gegenüberliegenden Endabschnitt 199 bzw.
203 dieses ersten Langträgers, angeordnet.
[0049] Die zweiten Beschleunigungssensoren 50 bzw. 52 sind jeweils an dem zweiten 158 bzw.
160 der sich in Fahrtrichtung x des Schienenfahrzeugs erstreckenden Langträger des
jeweiligen Drehgestellrahmen, insbesondere an einem zweiten Endabschnitt 200 bzw.
204 dieses zweiten Langträgers, der dem ersten Endabschnitt des ersten Langträgers
bezogen auf die Mittelachse A.1 bzw. A.2 des Drehgestellrahmens 16 bzw. 17 diagonal
gegenüberliegt, angeordnet.
[0050] Wie bereits erwähnt, umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung 48 Drehgeschwindigkeitssignalleitungen,
Temperatursignalleitungen und Beschleunigungssignalleitungen. Außerdem umfasst die
erfindungsgemäße Vorrichtung 48 Klemmkästen 207 bis 214, die an den Endabschnitten
199 bis 206 der Langträger angeordnet sind.
[0051] Dabei ist der erste Drehgeschwindigkeitssensor 57 mittels einer ersten 65 der Drehgeschwindigkeitssignalleitungen,
der erste Temperatursensor 73 mittels einer ersten 89 der Temperatursignalleitungen
und der erste 49 der Beschleunigungssensoren mittels einer ersten 53 der Beschleunigungssignalleitungen
an das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.1 angeschlossen. Im Zuge
der drei ersten Signalleitungen 65, 73 und 89 ist ein erster 207 der Klemmkästen angeordnet.
Die drei ersten Signalleitungen 65, 73 und 89 sind gemeinsam als ein erster Kabelstrang
vom ersten Klemmkasten 207 bis zu dem einen kombinierten Steuer- und Überwachungsgerät
SG/ÜG.1 verlegt.
[0052] In gleicher Weise sind der weitere erste Drehgeschwindigkeitssensor 61 mittels einer
weiteren ersten 69 der Drehgeschwindigkeitssignalleitungen, der weitere erste Temperatursensor
85 mittels einer weiteren ersten 101 der Temperatursignalleitungen und der weitere
erste 51 der Beschleunigungssensoren mittels einer weiteren ersten 55 der Beschleunigungssignalleitungen
an das eine kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.1 angeschlossen. Im Zuge
der drei weiteren ersten Signalleitungen 69, 101 und 55 ist ein weiterer erster 211
der Klemmkästen angeordnet. Die drei weiteren ersten Signalleitungen 69, 101 und 55
sind gemeinsam als ein weiterer erster Kabelstrang vom weiteren ersten Klemmkasten
211 bis zu dem einen kombinierten Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.1 verlegt
[0053] Außerdem sind der zweite Drehgeschwindigkeitssensor 58 mittels einer zweiten 66 der
Drehgeschwindigkeitssignalleitungen, der zweite Temperatursensor 82 mittels einer
zweiten 98 der Temperatursignalleitungen und der zweite Beschleunigungssensor 50 mittels
einer zweiten 54 der Beschleunigungssignalleitungen an das weitere kombinierte Steuer-
und Überwachungsgerät SG/ÜG.2 angeschlossen. Im Zuge der drei zweiten Signalleitungen
58, 98 und 54 ist wiederum ein zweiter 208 der Klemmkästen angeordnet. Die drei zweiten
Signalleitungen sind gemeinsam als ein zweiter Kabelstrang vom zweiten Klemmkasten
208 bis zu dem weiteren kombinierten Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.2 verlegt.
[0054] In gleicher Weise sind der weitere zweite Drehgeschwindigkeitssensor 62 mittels einer
weiteren zweiten 70 der Drehgeschwindigkeitssignalleitungen, der weitere zweite Temperatursensor
78 mittels einer weiteren zweiten 94 der Temperatursignalleitungen und der weitere
zweite Beschleunigungssensor 52 mittels einer weiteren zweiten 56 der Beschleunigungssignalleitungen
an das weitere kombinierte Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.2 angeschlossen. Im
Zuge der drei zweiten Signalleitungen 70, 94 und 56 ist wiederum ein weiterer zweiter
212 der Klemmkästen angeordnet. Die drei weiteren zweiten Signalleitungen 70, 94 und
56 sind gemeinsam als ein weiterer zweiter Kabelstrang vom zweiten Klemmkasten 208
bis zu dem weiteren kombinierten Steuer- und Überwachungsgerät SG/ÜG.2 verlegt.
[0055] Der erste Klemmkasten 207 ist an dem ersten Langträger 157 des Drehgestellrahmens
16 befestigt und der zweite Klemmkasten 208 ist an dem zweiten Langträger 158 des
Drehgestellrahmens 16 befestigt.
[0056] In gleicher Weise ist der weitere erste Klemmkasten 211 an dem ersten Langträger
159 des Drehgestellrahmens 17 befestigt und der weitere zweite Klemmkasten 212 ist
an dem zweiten Langträger 160 des Drehgestellrahmens 17 befestigt.
[0057] Während gemäß Figur 7 bei der Ausführungsform 48 der erfindungsgemäßen Vorrichtung
die Beschleunigungssensoren 49 bis 52 unmittelbar an den Langträgern 157 bis 160 befestigt
sind, sind die Beschleunigungssensoren 49' bis 52' bei der in der Figur 8 gezeigten
modifizierten Ausführungsform 48' der erfindungsgemäßen Vorrichtung in den Klemmkästen
207, 208, 211, 212 angeordnet. Der erste Beschleunigungssensor 49' ist also in dem
ersten Klemmkasten 207 angeordnet und der zweite Beschleunigungssensor 50' ist in
dem zweiten Klemmkasten 208 angeordnet. Außerdem ist der weitere erste Beschleunigungssensor
51' in dem Klemmkasten 211 angeordnet und der weitere zweite Beschleunigungssensor
52' ist in dem Klemmkasten 212 angeordnet.
[0058] Gemäß Figur 4 weist die erfindungsgemäße Vorrichtung 48 einen dritten Geschwindigkeitssensor
59 auf, der an einem ersten Radsatzlager 22 des zweiten Radsatzes angeordnet ist und
ein drittes Drehgeschwindigkeitssignal n.3.1 an das eine elektronische Steuergerät
SG.1 ausgibt. Außerdem weist die Vorrichtung einen vierten Drehgeschwindigkeitssensor
60 auf, der an einem zweiten Radsatzlager 21 des ersten Radsatzes angeordnet ist und
ein viertes Drehgeschwindigkeitssignal n.4.1 an das weitere elektronische Steuergerät
SG.2 ausgibt.
[0059] In gleicher Weise ist ein weiterer dritter Drehgeschwindigkeitssensor 63 vorgesehen,
der an einem ersten Radsatzlager 26 des zweiten Radsatzes des weiteren Drehgestells
angeordnet ist und ein weiteres drittes Drehgeschwindigkeitssignal n.3.2 an das eine
elektronische Steuergerät SG.1 ausgibt. Ein weiterer vierter Drehgeschwindigkeitssensor
64 ist an dem zweiten Radsatzlager 25 des ersten Radsatzes des weiteren Drehgestells
angeordnet und gibt ein weiteres viertes Drehgeschwindigkeitssignal n.4.2 an das weitere
elektronische Steuergerät SG.2 aus.
[0060] Von den sechzehn Temperatursensoren 73 bis 88 sind an jedem der Radsatzlager der
Radsätze jeweils zwei angeordnet, wobei jeweils einer der beiden Temperatursensoren,
die einem Radsatz zugeordnet sind, sein Temperatursignal an das eine elektronische
Überwachungsgerät ÜG.1 ausgibt und der jeweils zweite Temperatursensor sein Temperatursignal
an das zweite elektronische Überwachungsgerät ÜG.2 ausgibt.
[0061] Wie bereits erwähnt, sind die dritten und vierten Drehgeschwindigkeitssensoren mittels
Drehgeschwindigkeitssignalleitungen 67, 68 bzw. 71, 72 mit den ihnen zugeordneten
Überwachungsgeräten verbunden.
[0062] Die zusätzlichen Temperatursensoren 73 bis 88 sind entsprechend über die Temperatursignalleitungen
89 bis 104 mit den ihnen zugeordneten Überwachungsgeräten verbunden.
[0063] Das eine elektronische Steuergeräte SG.1 gibt seine Steuersignale in Abhängigkeit
eines Sollwertes aus, der von einer zentralen Steuereinheit SPCS ausgegeben wird.
Dabei wird mittels der Steuersignale ein aus den ermittelten Drehgeschwindigkeitssignalen
ermittelter Istwert auf den vorgegebenen Sollwert geregelt.
[0064] Die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1 und SG/ÜG.2 sind über
einen Datenbus in Form eines Zugbusses ZBUS, der PN-Schnittstellen 220, 221 der beiden
kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1 und SG/ÜG.2 mit einer PN-Schnittstelle
223 der zentrale Steuereinheit SPCS verbindet, an die zentrale Steuereinheit SPCS
angeschlossen. An den Zugbus ZBUS sind außerdem auch noch ein Anzeigegerät (Display)
224 und ein Sprachausgabegerät 225 angeschlossen. Weiterhin sind die beiden kombinierten
Steuer- und Überwachungsgeräte über Stromanschlüsse 226, 227 an ein Bordenergienetz
228 angeschlossen.
[0065] Wie die Figur 1 zeigt, weisen die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte
SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 jeweils eine I/O-Schnittstelle 229 bzw. 230, eine Kanal-Auswertungseinheit
231 bzw. 232 und eine Kanal-Zustandsbewertungseinheit 233 bzw. 234 auf.
[0066] Die Abschnitte der Signalleitungen, die jeweils eine der Steckverbindungen 153 bis
156 mit einer der I/O-Schnittstellen 229 und 230 verbinden, bilden jeweils einen der
hier mit den Bezugszeichen 235 bis 242 versehenen Stränge. So bilden beispielsweise
die Abschnitte der Signalleitungen, die die Steckverbindung 153 mit der I/O-Schnittstelle
229 verbinden, einen erster 235 der Stränge, über den die Signale der Sensoren 49,
57, 73 und 76 zu der I/O-Schnittstelle 229 gelangen.
[0067] Wie die Figur 1 weiterhin zeigt, weisen die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte
SG/ÜG.1, SG/ÜG.2 ferner jeweils eine Gerätebus-Schnittstelle 243 bzw. 244 auf, über
die sie mit dem GBUS.Ü verbunden sind.
[0068] Von der I/O-Schnittstelle 229 gelangen die dort eingehenden Signale über die Kanal-Auswertungseinheit
231 und die Kanal-Zustandsbewertungseinheit 233 zum Überwachungsgerät ÜG.1.
[0069] Von der I/O-Schnittstelle 230 gelangen die dort eingehenden Signale über die Kanal-Auswertungseinheit
232 und die Kanal-Zustandsbewertungseinheit 234 zum Überwachungsgerät ÜG.2.
[0070] Von der I/O-Schnittstelle 229 gelangen die dort eingehenden Signale außerdem über
die Kanal-Auswertungseinheit 231 zur Gerätebus-Schnittstelle 243 und von dort über
den Gerätebus GBUS.Ü zur Gerätebus-Schnittstelle 244.
[0071] Von der I/O-Schnittstelle 230 gelangen die dort eingehenden Signale über die Kanal-Auswertungseinheit
232 zur Gerätebus-Schnittstelle 244 und von dort über den Gerätebus GBUS.Ü zur Gerätebus-Schnittstelle
243.
[0072] Von der Gerätebus-Schnittstelle 243 gelangen die dort eingehenden Signale über die
Kanal-Zustandsbewertungseinheit 233 zum Überwachungsgerät ÜG.1.
[0073] Von der Gerätebus-Schnittstelle 244 gelangen die dort eingehenden Signale über die
Kanal-Zustandsbewertungseinheit 234 zum Überwachungsgerät ÜG.2.
[0074] Die Überwachungsgeräte ÜG.1 und ÜG.2 erzeugen auf der Basis der dort jeweils eingehenden
Signale Warn- und/oder Alarmsignale, die in einer Auswerteeinheit 245 der zentralen
Steuereinheit SPCS ausgewertet werden, wobei die zentrale Steuereinheit SPCS im Ergebnis
der Auswertung beispielsweise eine Reduzierung der maximalen Geschwindigkeit des Schienenfahrtzeugs
(Zuges) und/oder die Ausgabe von Meldungen über das Anzeigegerät 224 und/oder das
Sprachausgabegerät 225 veranlassen kann.
[0075] Wie die Figur 9 beispielhaft anhand des Wagens 3 zeigt, sind bei den einzelnen Wagen
die elektronischen Diagnosegeräte DG.1 und DG.2 am Fahrwerk angeordnet. Dabei ist
das eine elektronische Diagnosegerät DG.1 jeweils an dem einen Drehgestell 16 angeordnet.
Das weitere elektronische Diagnosegerät DG.2 ist jeweils an dem zweiten Drehgestell
17 angeordnet.
[0076] Die Diagnosegeräte weisen jeweils einen separaten Stromanschluss 246 bzw. 247 auf
und sind über Verbindungsleitungen 248, 249 und einen Stromwandler 250 an das Bordenergienetz
228 angeschlossen.
[0077] Die Diagnosegeräte weisen weiterhin jeweils eine Gerätebus-Schnittstelle 251 bzw.
252 auf. Ferner weisen die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1,
SG/ÜG.2 jeweils eine Gerätebus-Schnittstelle 253 bzw. 254 auf, wobei die Diagnosegerät
DG.1 und DG.2 und die beiden kombinierten Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1,
SG/ÜG.2 mittels ihrer Schnittstellen 250 bis 254 an einen Datenbus in Form eines weiteren
Gerätebusses zur Diagnose GBUS.D angeschlossen sind.
[0078] An jedem der Radsatzlager 20 bis 27 der Drehgestelle 5, 6 ist jeweils einer der mit
den Bezugszeichen 105 bis 108 bzw. 117 bis 120 bezeichneten Beschleunigungssensoren
zur Fahrwerksdiagnose derart angeordnet, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung
x des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0079] Vier - hier mit den Bezugszeichen 113 bis 116 bezeichnete - der Beschleunigungssensoren
zur Fahrwerksdiagnose sind an dem Drehgestellrahmen 16 und weitere vier - hier mit
den Bezugszeichen 125 bis 128 bezeichnete - der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose
sind an dem Drehgestellrahmen 17 angeordnet.
[0080] Von den vier Beschleunigungssensoren 113 bis 116 ist ein erster 115 an dem sich in
Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs erstreckenden ersten Langträger 157 des Drehgestellrahmens
16 an dem Endabschnitt 201 angeordnet. Ein zweiter 116 ist an dem sich in Fahrtrichtung
des Schienenfahrzeugs erstreckenden zweiten Langträger 158 des Drehgestellrahmens
16 an dem Endabschnitt 202 angeordnet. Ein dritter 113 ist mittig an dem ersten Langträger
157 angeordnet ist und ein vierter 114 ist mittig an dem zweiten Langträger 158 angeordnet.
[0081] Von den vier Beschleunigungssensoren 125 bis 128 ist ein erster 127 an dem sich in
Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs erstreckenden ersten Langträger 159 des Drehgestellrahmens
17 an dem Endabschnitt 205 angeordnet. Ein zweiter 128 ist an dem sich in Fahrtrichtung
des Schienenfahrzeugs erstreckenden zweiten Langträger 160 des Drehgestellrahmens
17 an dem Endabschnitt 206 angeordnet. Ein dritter 125 ist mittig an dem ersten Langträger
159 angeordnet ist und ein vierter 126 ist mittig an dem zweiten Langträger 160 angeordnet.
[0082] An den Endabschnitten 201, 202, 205, 206 der Längträger sind die Beschleunigungssensoren
115, 116, 127, 128 derart angeordnet, dass ihre Detektionsrichtung in Hochrichtung
z des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0083] Mittig an den Längträgern sind die Beschleunigungssensoren 113, 114, 125, 126 derart
angeordnet, dass ihre Detektionsrichtung in Längsrichtung x des Schienenfahrzeugs
verläuft.
[0084] Jeder der Achsen 28 bis 31 eines Wagens ist ein Motor 257 bis 260 zugeordnet, der
über ein Getriebe 261 bis 264 die jeweilige Achse antreibt. An jedem dieser Motoren
257 bis 260 und an jedem dieser Getriebe 261 bis 264 ist von den hier mit den Bezugszeichen
109 bis 112, 121 bis 124 bezeichneten Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose
jeweils einer derart angeordnet, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung x
des Schienenfahrzeugs verläuft.
[0085] Die Diagnosegeräte DG.1 und DG.2 sind jeweils geeignet ausgebildet, die Beschleunigungssignale
einem Diagnoseverfahren zu unterziehen und im Ergebnis des Diagnoseverfahrens Diagnosedaten
zu generieren. Das Diagnoseverfahren umfasst eine Schwingungsanalyse der Beschleunigungssignale.
Die Schwingungsanalyse kann beispielsweise auf der Basis einer Fouriertransformation
erfolgen.
[0086] Die beiden elektronischen Diagnosegeräte DG.1 und DG.2 sind, insbesondere zur Übertragung
der Diagnosedaten, über den weiteren Gerätebus GBUS.D und über die beiden kombinierten
Steuer- und Überwachungsgeräte SG/ÜG.1, SG/ÜG.2, die dabei lediglich als Gateway dienen,
an den Zugbus ZBUS des Schienenfahrzeugs angeschlossen.
[0087] Die Diagnosegeräte DG.1 und DG.2 sind geeignet ausgebildet, die Diagnosedaten zu
speichern. Zur Speicherung der Diagnosedaten kann aber auch ein an den weiteren Gerätebus
GBUS.D oder den Zugbus ZBUS angeschlossenes weiteres Gerät vorgesehen sein.
[0088] Im Unterschied zur Figur 9 umfassen die Überwachungsgeräte ÜG".1 und ÜG".2 bei der
in Figur 10 dargestellten modifizieren Ausführungsform 48" der erfindungsgemäßen Vorrichtung
keine elektronische Laufstabilitätsüberwachung. Vielmehr sind das eine elektronischen
Diagnosegerät DG".1 und ein elektronisches Überwachungsgerät ÜG.3, das eine elektronische
Laufstabilitätsüberwachung LSÜ.3 umfasst, zu einer baulichen Einheit zusammengefasst.
Außerdem sind bei dieser Ausführungsform das weitere Diagnosegerät DG".2 und ein weiteres
elektronisches Überwachungsgerät ÜG.4, das eine weitere elektronische Laufstabilitätsüberwachung
LSÜ.4 umfasst, zu einer weiteren baulichen Einheit zusammengefasst. Die beiden Einheiten
bilden jeweils ein dem Drehgestell 5 bzw. 6 zugeordnetes kombiniertes Diagnose- und
Überwachungsgerät DG/ÜG".1 bzw. DG/ÜG".2.
[0089] Anstelle oder zusätzlich zu den Laufstabilitätsüberwachungen LSÜ.3 und LSÜ.4 könnten
aber auch die elektronischen Rollüberwachungen und/oder die elektronischen Heißläuferüberwachungen
nicht im Wagenkasten 7 vorgesehen, sondern - als Teil der kombinierten Diagnose- und
Überwachungsgeräte SG/ÜG".1, SG/ÜG".2 - in den Drehgestellen 5, 6 angeordnet werden.
1. Schienenfahrzeug (1), bei dem zwei Radsätze (8, 9; 10, 11) eines Drehgestells (5;
6) über eine Primärfederung (12, 13; 14, 15) an einem Drehgestellrahmen (16; 17) befestigt
sind und bei dem zumindest ein Wagen eine Vorrichtung (48; 48'; 48") mit einer Diagnoseeinrichtung
(DE; DE") aufweist,
- wobei die Diagnoseeinrichtung (DE; DE")ein an dem Drehgestell (5; 6) angeordnetes
elektronisches Diagnosegerät (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2) und an dem Drehgestell (5;
6) angeordnete Beschleunigungssensoren (105 bis 116; 117 bis 128) zur Fahrwerksdiagnose,
welche Beschleunigungssignale an das elektronische Diagnosegerät (DG.1; DG".1; DG.2;
DG".2) ausgeben, aufweist,
- wobei das Diagnosegerät (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2) geeignet ausgebildet ist, die
Beschleunigungssignale der Beschleunigungssensoren (105 bis 116; 117 bis 128) einem
Diagnoseverfahren zu unterziehen und im Ergebnis des Diagnoseverfahrens Diagnosedaten
zu generieren, und
- wobei an einem der Außenseite eines Rades (34; 38) eines der beiden Radsätze (8,
9; 10, 11) gegenüberliegenden ersten Endabschnitt (201; 205) eines sich in Fahrtrichtung
(x) des Schienenfahrzeugs erstreckenden ersten Langträgers (157; 159) des Drehgestellrahmens
(16; 17) ein erster (115; 127) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose angeordnet
ist,
dadurch gegekennzeichnet, dass
- der erste (115; 127) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose derart angeordnet
ist, dass seine Detektionsrichtung in Hochrichtung (z) des Schienenfahrzeugs verläuft,
- an einem dem ersten Endabschnitt (201; 205) des ersten Langträgers bezogen auf die
Mittelachse (A.1; A.2) des Drehgestellrahmens diagonal gegenüber liegenden zweiten
Endabschnitt (202; 206) eines sich in Fahrtrichtung (x) des Schienenfahrzeugs erstreckenden
zweiten Langträgers (158; 160) des Drehgestellrahmens (16; 17) ein zweiter (116; 128)
der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose derart angeordnet ist, dass seine
Detektionsrichtung in Hochrichtung (z) des Schienenfahrzeugs verläuft, und
- das Diagnosegerät (DG.1; DG".1 DG.2; DG''.2) geeignet ausgebildet ist, die Diagnosedaten
zu speichern.
2. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter (113; 125) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose mittig an
dem ersten Langträger (157; 159) derart angeordnet ist, dass seine Detektionsrichtung
in Längsrichtung (x) des Schienenfahrzeugs verläuft.
3. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein vierter (114; 126) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose mittig an
dem zweiten Langträger (158; 160) derart angeordnet ist, dass seine Detektionsrichtung
in Längsrichtung (x) des Schienenfahrzeugs verläuft.
4. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer (105; 117) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose an einem
ersten Radsatzlager (20; 24) eines ersten Radsatzes (8; 10) des Drehgestells (5; 6)
angeordnet ist, insbesondere derart, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung
(x) des Schienenfahrzeugs (1) verläuft.
5. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Radsatzlager (20, 21, 22, 23; 24, 25, 26, 27) des Drehgestells (5; 6) jeweils
einer (105, 108, 107, 106; 117, 120, 119, 118) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose
angeordnet ist, insbesondere derart, dass seine Detektionsrichtung in Längsrichtung
(x) des Schienenfahrzeugs (1) verläuft.
6. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer (111; 123) der Beschleunigungssensoren zur Fahrwerksdiagnose an einem
Getriebe (261; 263) des Drehgestells angeordnet ist, insbesondere derart, dass seine
Detektionsrichtung in Längsrichtung (x) des Schienenfahrzeugs verläuft.
7. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Diagnosegerät (DG.1; DG".1 DG.2; DG''.2), insbesondere zur Übertragung
der Diagnosedaten, mittels eines Datenbusses (GBUS.D) an einen Zugbus (ZBUS) des Schienenfahrzeugs
(1) angeschlossen ist.
8. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass ein an den Datenbus (GBUS.D) oder den Zugbus (ZBUS) angeschlossenes weiteres Gerät
geeignet ausgebildet ist, die Diagnosedaten zu speichern.
9. Schienenfahrzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet, durch
eine Überwachungseinrichtung (ÜE"), die ein elektronisches Überwachungsgerät (ÜG.3;
ÜG.4) sowie zumindest einen Beschleunigungssensor (49; 51) zur Fahrwerksüberwachung,
der ein Beschleunigungssignal an das Überwachungsgerät (ÜG.3; ÜG.4) ausgibt, und/oder
zumindest einen Temperatursensor zur Fahrwerksüberwachung der ein Temperatursignal
an das Überwachungsgerät ausgibt, und/oder zumindest einen Drehgeschwindigkeitssensor
zur Fahrwerksüberwachung, der ein Drehgeschwindigkeitssignal an das Überwachungsgerät
ausgibt, aufweist.
10. Schienenfahrzeug (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das eine elektronischen Diagnosegerät (DG".1; DG''.2) und das eine elektronische
Überwachungsgerät (ÜG.3; ÜG.4) zu einer baulichen Einheit zusammengefasst sind, die
ein kombiniertes Diagnose- und Überwachungsgerät (DG/ÜG".1; DG/ÜG".2) bildet, das
dem einen Drehgestell (16; 17) des Schienenfahrzeugs (1) zugeordnet ist.
1. Rail vehicle (1), in which two wheelsets (8, 9; 10, 11) of a bogie (5; 6) are fastened
to a bogie frame (16; 17) via a primary suspension (12, 13; 14, 15) and in which at
least one carriage has an apparatus (48; 48'; 48") with a diagnostic facility (DE;
DE"),
- wherein the diagnostic facility (DE; DE'') has an electronic diagnostic device (DG.1;
DG".1; DG.2; DG".2) arranged on the bogie (5; 6) and acceleration sensors (105 to
116; 117 to 128) arranged on the bogie (5; 6) for chassis diagnosis, which output
acceleration signals to the electronic diagnostic device (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2),
- wherein the diagnostic device (DG.1; DG".1; DG.2; DG" .2) is suitably embodied to
subject the acceleration signals of the acceleration sensors (105 to 116; 117 to 128)
to a diagnostic procedure and to generate diagnostic data as a result of the diagnostic
procedure, and
- wherein a first (115; 127) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is
arranged on a first end section (201; 205), opposite the outside of a wheel (34; 38)
of one of the two wheelsets (8, 9; 10, 11), of a first side-sill (157; 159) of the
bogie frame (16; 17) extending in the direction of travel (x) of the rail vehicle,
characterised in that
- the first (115; 127) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged
such that its direction of detection runs in the vertical direction (z) of the rail
vehicle,
- a second (116; 128) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged
on a second end section (202; 206) of a second side-sill (158; 160) of the bogie frame
(16; 17) extending in the direction of travel (x) of the rail vehicle, said second
end section (202; 206) lying diagonally opposite the first end section (201; 205)
of the first side-sill in relation to the centre axis (A.1; A.2) of the bogie frame,
such that its direction of detection runs in the vertical direction (z) of the rail
vehicle, and
- the diagnostic device (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2) is suitably embodied to store the
diagnostic data.
2. Rail vehicle (1) according to claim 1,
characterised in that
a third (113; 125) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged centrally
on the first side-sill (157; 159) such that its direction of detection runs in the
longitudinal direction (x) of the rail vehicle.
3. Rail vehicle (1) according to one of claims 1 or 2,
characterised in that
a fourth (114; 126) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged
centrally on the second side-sill (158; 160) such that its direction of detection
runs in the longitudinal direction (x) of the rail vehicle.
4. Rail vehicle (1) according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
at least one (105; 117) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged
on a first wheelset bearing (20; 24) of a first wheelset (8; 10) of the bogie (5;
6), in particular such that its direction of detection runs in the longitudinal direction
(x) of the rail vehicle (1).
5. Rail vehicle (1) according to claim 4,
characterised in that
one (105, 108, 107, 106; 117, 120, 119, 118) of the acceleration sensors for chassis
diagnosis is arranged in each case on each wheelset bearing (20, 21, 22, 23; 24, 25,
26, 27) of the bogie (5; 6), in particular such that its direction of detection runs
in the longitudinal direction (x) of the rail vehicle (1).
6. Rail vehicle (1) according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
at least one (111; 123) of the acceleration sensors for chassis diagnosis is arranged
on a gearbox (261; 263) of the bogie, in particular such that its direction of detection
runs in the longitudinal direction (x) of the rail vehicle (1).
7. Rail vehicle (1) according to claim 1,
characterised in that
the electronic diagnostic device (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2), in particular for the
transmission of the diagnostic data, is connected to a train bus (ZBUS) of the rail
vehicle (1) by means of a data bus (GBUS.D).
8. Rail vehicle (1) according to claim 7,
characterised in that
a further device connected to the data bus (GBUS.D) or the train bus (ZBUS) is suitably
embodied to store the diagnostic data.
9. Rail vehicle (1) according to one of claims 1 to 8,
characterised by
a monitoring facility (UE'') which has an electronic monitoring device (ÜG.3; ÜG.4)
and at least one acceleration sensor (49; 51) for chassis monitoring which outputs
an acceleration signal to the monitoring device (ÜG.3; ÜG.4), and/or at least one
temperature sensor for chassis monitoring which outputs a temperature signal to the
monitoring device, and/or at least one rotation speed sensor for chassis monitoring
which outputs a rotation speed signal to the monitoring device.
10. Rail vehicle (1) according to claim 9,
characterised in that
the one electronic diagnostic device (DG".1; DG".2) and the one electronic monitoring
device (ÜG.3; ÜG.4) are combined to form a structural unit, which forms a combined
diagnostic and monitoring device (DG/ÜG".l; DG/ÜG".2), which is associated with the
one bogie (16; 17) of the rail vehicle (1).
1. Véhicule (1) ferroviaire, dans lequel deux essieux (8, 9 ; 10, 11) d'un boggie (5;
6) sont fixés à un châssis (16 ; 17) de boggie par une suspension (12, 13 ; 14, 15)
primaire et dans lequel au moins un wagon a un système (48; 48' ; 48") ayant un dispositif
(DE ; DE") de diagnostic,
- dans lequel le dispositif (DE ; DE") de diagnostic a un appareil (DG.1 ; DG".1 ;
DG.2 ; DG".2) électronique de diagnostic monté sur le boggie (5 ; 6) et des capteurs
(105 à 116 ; 117 à 128) d'accélération montés sur le boggie (5 ; 6) pour le diagnostic
du train de roulement, qui envoient des signaux d'accélération à l'appareil (DG.1;
DG".1; DG.2; DG".2) électronique de diagnostic,
- dans lequel l'appareil (DG.1 ; DG".1 ; DG.2 ; DG".2) électronique de diagnostic
est constitué de manière appropriée à soumettre les signaux d'accélération des capteurs
(105 à 116 ; 117 à 128) d'accélération à un procédé de diagnostic et à produire des
données de diagnostic en résultat du procédé de diagnostic,
- dans lequel, sur un premier tronçon (201; 205) d'extrémité, opposé à la face extérieure
d'une roue (34 ; 38) de l'un des deux essieux (8, 9 ; 10, 11), d'un premier longeron
(157 ; 159), s'étendant dans le sens (x) de marche du véhicule ferroviaire, du châssis
(16 ; 17) du boggie, est monté, pour le diagnostic du train de roulement, un premier
(115 ; 127) des capteurs d'accélération,
caractérisé
- en ce que le premier (115, 127) des capteurs d'accélération est monté de manière à ce que sa
direction de détection s'étende dans la direction (z) en hauteur du véhicule ferroviaire,
- sur un deuxième tronçon (202 ; 206) d'extrémité, opposé en diagonale au premier
tronçon (201 ; 205) d'extrémité du premier longeron par rapport à l'axe (A.1; A.2)
médian du châssis de boggie, d'un deuxième longeron (158 ; 160), s'étendant dans le
sens (x) de marche du véhicule ferroviaire, du châssis (16; 17) du boggie, est monté,
pour le diagnostic du train de roulement, un deuxième (116 ; 128) des capteurs d'accélération,
de manière à ce que sa direction de détection s'étende dans la direction (z) en hauteur
du véhicule ferroviaire,
- l'appareil (DG.1; DG".1; DG.2; DG".2) est constitué de manière appropriée à mettre
en mémoire les données de diagnostic.
2. Véhicule (1) ferroviaire suivant la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un troisième (113 ; 125) des capteurs d'accélération est, pour le diagnostic du train
de roulement, monté au milieu sur le premier longeron (157 ; 159), de manière à ce
que sa direction de détection s'étende dans la direction (x) longitudinale du véhicule
ferroviaire.
3. Véhicule (1) ferroviaire suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
un quatrième (114 ; 126) des capteurs d'accélération est, pour le diagnostic du train
de roulement, monté au milieu, sur le deuxième longeron ( 158 ; 160 ), de manière
à ce que sa direction de détection s'étende dans la direction (x) longitudinale du
véhicule ferroviaire.
4. Véhicule (1) ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'
au moins l'un (105 ; 117) des capteurs d'accélération est, pour le diagnostic du train
de roulement, monté sur un premier palier (20 ; 24) d'un premier essieu (8; 10) du
boggie (5; 6), notamment de manière à ce que sa direction de détection s'étende dans
la direction (x) longitudinale du véhicule (1) ferroviaire.
5. Véhicule (1) ferroviaire suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que
sur chaque palier (20, 21, 22, 23 ; 24, 25, 26, 27) d'essieu du boggie (5 ; 6) est
monté, pour le diagnostic du train de roulement, respectivement, l'un (105, 108, 107,
106 ; 117, 120, 119, 118) des capteurs d'accélération, notamment de manière à ce que
sa direction de détection s'étende dans la direction (x) longitudinale du véhicule
(1) ferroviaire.
6. Véhicule (1) ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce qu'
au moins l'un (111 ; 123) des capteurs d'accélération est monté, pour le diagnostic
du train de roulement, sur une transmission (261 ; 263) du boggie, notamment de manière
à ce que sa direction de détection s'étende dans la direction (x) longitudinale du
véhicule ferroviaire.
7. Véhicule (1) ferroviaire suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'appareil (DG.1 ; DG".1; DG.2; DG".2) électronique de diagnostic est raccordé, notamment
pour la transmission des données de diagnostic, à un bus (ZBUS) de train du véhicule
(1) ferroviaire au moyen d'un bus (GBUS.D) de données.
8. Véhicule (1) ferroviaire suivant la revendication 7, caractérisé en ce qu'un autre appareil, raccordé au bus (GBUS.D) de données ou au bus (ZBUS) de train,
est constitué de manière appropriée à mettre en mémoire les données de diagnostic.
9. Véhicule (1) ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par
un dispositif (ÜE") de contrôle, qui a un appareil (ÜG.3. ÜG.4) électronique de contrôle,
ainsi qu'au moins un capteur (49; 51) d'accélération pour le contrôle du train de
roulement, qui envoie un signal d'accélération à l'appareil (ÜG.3. ÜG.4) électronique
de contrôle, et/ou au moins une sonde de température pour le contrôle du train de
roulement, qui envoie un signal de température à l'appareil de contrôle et/ou au moins
un capteur de vitesse de rotation pour le contrôle du train de roulement, qui envoie
un signal de vitesse de rotation à l'appareil de contrôle.
10. Véhicule (1) ferroviaire suivant la revendication 9,
caractérisé en ce que
le un appareil (DG".1; DG".2) électronique de diagnostic et le un appareil (ÜG.3.
; ÜG.4) électronique de contrôle sont rassemblés en une unité de construction, qui
forme un appareil (DG/ÜG".1 ; DG/ÜG".2) combiné de diagnostic et de contrôle, associé
au un boggie (16 ; 17) du véhicule (1) ferroviaire.