[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Palette für Transportgut mit einem Palettenkörper,
an dem mindestens ein Gegenstand mit einem Befestigungsmittel festlegbar ist und mindestens
eine Ecksäule und ein Boden angeordnet sind, wobei der Palettenkörper zumindest fußseitig
aus einem umfangsseitigen Rohrahmen gebildet ist, dessen längs- und stirnseitige Rahmenteile
teleskopierbar sind, und an dem Boden Fixiermittel für das Transportgut austauschbar
angeordnet sind.
[0003] Paletten zum Transport und zur Lagerung verschiedener Gegenstände finden im Transport-
und Lagerwesen eine häufige Verwendung. Beispielsweise sind standardisierte Europaletten
aus Holz bekannt, die mit einem Flurförderfahrzeug wie einem Gabelstapler oder einem
Hubwagen bewegbar sind. Auf diese Paletten kann ein an sich beliebiger Gegenstand
abgelegt und vorzugsweise mit Spanngurten fixiert werden, um ein Verrutschen des Gegenstands
relativ zur Palette während des Transports zu vermeiden. Weiterhin sind Paletten bekannt,
die speziell an einen zu transportierenden Gegenstand angepasst sind.
[0005] Mit derartigen speziell ausgebildeten Paletten kann aber praktisch nur ein bestimmter
Gegenstand sicher transportiert werden, sodass für verschiedene Gegenstände eine aufwendige
Lagerhaltung verschiedener Paletten notwendig ist.
[0006] Die
FR 2 624 097 A1 und die
EP 1 834 898 A1 schlagen deshalb verstellbare Ablagen von, die mittels verstellbarer Streben an unterschiedliche
Durchmesser des Transportguts angepasst werden können. Spezielle Paletten werden auch
als Leergut transportiert, da das Transportgut, an das die Palette angepasst ist,
in der Regel nur an einen Bestimmungsort geliefert wird. Im Weiteren ist es üblich,
das Transportgut an seinem Bestimmungsort einer Palette zu entnehmen und auf einer
weiteren speziellen Aufnahme zum innerbetrieblichen Transport, beispielsweise für
eine maschinelle Bearbeitung des Transportgutes, zu befestigen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Palette der eingangs genannten Art
zu schaffen, die es ermöglicht, in einfacher Weise unterschiedliches Transportgut
zu befördern und zu lagern, wobei das Transportgut sicher an der Palette befestigbar
und die Palette selbst platzsparend lager- und transportierbar ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst.
[0009] Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung dar.
[0010] Eine Palette zum Transport von Gegenständen umfasst einen Palettenkörper, an dem
mindestens ein Gegenstand mit einem Befestigungsmittel festlegbar ist und mindestens
eine Ecksäule und ein Boden angeordnet sind, wobei der Palettenkörper zumindest fußseitig
aus einem umfangsseitigen Rohrahmen gebildet ist, dessen längs- und/oder stirnseitige
Rahmenteile teleskopierbar sind und an dem Boden Fixiermittel für das Transportgut
austauschbar angeordnet sind. Die Fixiermittel umfassen eine V-förmige verstellbare
Ablage zur Fixierung unterschiedlicher Durchmesser des Transportguts, wobei Schenkel
der V-förmigen Ablage T-Nuten für weitere Fixiermittel aufweisen und gegenüber dem
Boden mittels verstellbar befestigter Streben gestützt sind.
[0011] Mit dem optionalen Palettensystem ist es nunmehr möglich, eine Grundpalette im modularen
und standardisierten Baukastenprinzip dem jeweiligen Transportgut variabel in Bezug
auf Gewicht, Größe und Form anzupassen.
[0012] Da der Palettenkörper zumindest fußseitig aus einem umfangsseitigen Rohrahmen gebildet
ist, dessen längs- und stirnseitige Rahmenteile teleskopierbar sind, kann der Palettenkörper
in seinen Abmaßen derart vergrößert bzw. verkleinert werden, dass er Normmaßen entspricht,
an ein Verriegelungs- oder Arretiersystem anpassbar ist, in einem Transportcontainer
oder auf einem Fahrgestell, insbesondere demgegenüber verriegelt, zu transportieren
ist oder auf einem Maschinentisch oder dergleichen zu platzieren ist. Zur Größenverstellung
können die Rahmenteile zwei-, drei- oder mehrteilig ausgebildet sein, wobei selbstverständlich
die einzelnen Abschnitte arretierbar sind, beispielsweise ein Rasterlochbild für Einsteckbolzen
oder Schraubverbindungen aufweisen.
[0013] Der teleskopierbare Rohrrahmen der Palette ist speziell für den sogenannten Kombi-Transport-Verkehr
entwickelt, speziell zur Anpassung beim Wechsel von Zoll-Systemen und metrischen Systemen.
Das heißt, eine Ladung auf einem Lastkraftwagen muss ein Stückgutmaß von 2400 mm in
der Breite aufweisen, bei einem Container/See-Container ist eine Breite von 2285 mm
erforderlich, bei einem Bahnwagon eine Breite von mindestens 2850 mm. Zum Ausgleich
werden nach dem Stand der Technik zusätzliche Ladungssicherungen, beispielsweise Kanthölzer,
Luftsäcke oder dergleichen verwendet. Mit der Erfindung ist durch die Teleskopierbarkeit
eine einfache und schnelle Anpassung, gegebenenfalls unter Verwendung von Zwischenstücken
oder dergleichen, an die unterschiedlichen Transportsysteme möglich.
[0014] Ein weiterer Gedanke der Erfindung besteht darin, dass die Palette aus einem üblicherweise
flachen und/oder rechteckigen bzw. rahmenförmigen Palettenkörper besteht, an dem die
unterschiedlichen Gegenstände, wie Ecksäulen, Platte, Seitenwandungen und/oder Böden,
auswechselbar zu befestigen sind, um die Palette stets an das Transportgut anzupassen.
Damit ist zum einen ein sicherer Transport des Transportgutes, wie beispielsweise
ein Blech-Coil, Schüttgut, oder dergleichen sichergestellt und ein Transport von leeren
Paletten vermieden, da die Paletten durch einen Umbau an andersartiges Transportgut
anpassbar sind. Beispielsweise ist es möglich, mehrere, auch mit Transportgut bestückte,
Böden und/oder Platten übereinander anzuordnen oder einen Boden bzw. eine Platte mit
dem darauf befestigten Transportgut dem Palettenkörper zu entnehmen und beispielsweise
einem innerbetrieblichen Logistiksystem zuzuführen. Es ist auch denkbar, den Palettenkörper
bzw. den Boden bzw. die Platte mit dem Transportgut auf einer Bearbeitungsmaschine
zu befestigen, beispielsweise einem Schleif-, Fräs- oder Bohrwerk.
[0015] Der Palettenkörper weist Füße auf, damit er, beispielsweise mit einem Transportfahrzeug,
unterfahrbar ist und ist zumindest an seinen vier Ecken mit jeweils einer Ecksäule
versehen. Diese Ecksäulen sind entweder lösbar befestigbar am Palettenkörper angeordnet,
beispielsweise in rohrförmigen Aufnahmen oder dergleichen, oder sie sind fest mit
dem Palettenkörper verbunden. An den Ecksäulen wiederum und/oder am Palettenkörper
können mit an sich bekannten Befestigungsmitteln, wie Spanngurten, ein oder mehrere
Gegenstände als Transportgut oder Platten bzw. Böden oder dergleichen an der Palette
befestigt werden. Vorzugsweise sind aber noch weitere Einrichtungen vorgesehen, um
an sich beliebige Gegenstände zu lagern und zu transportieren. Diese weiteren Einrichtungen,
also die Platten, Seitenwandungen, Zwischenböden und/oder Böden, sind jeweils im Wesentlichen
an das Transportgut angepasst, um dieses sicher an der Palette, insbesondere form-
und/oder kraftschlüssig, zu befestigen und werden vorzugsweise wie im Folgenden beschrieben
ausgebildet.
[0016] Selbstverständlich ist es möglich, zum Beispiel zum Transport einer Metallrolle bzw.
eines gerollten Blechs, eines sogenannten Coils, oder einer Drahtrolle, am Palettenkörper
selbst und/oder dem auswechselbaren Boden Vorsprünge oder dergleichen auszubilden
beziehungsweise anzubringen, um das Coil dazwischen einzuklemmen und gegen Verrutschen
zu sichern. Auch muss die Palette nicht notwendigerweise rechteckig sein, sondern
könnte auch nur dreieckig mit drei Ecksäulen sein oder eine sonstige Geometrie aufweisen.
Ebenso ist die Palette nach wie vor mit einem herkömmlichen Flurförderfahrzeug bewegbar.
[0017] Dabei besteht der Vorteil, dass nur noch die weiteren Einrichtungen an einen beliebigen,
zu transportierenden Gegenstand anzupassen sind und somit die Vorratshaltung wesentlich
reduziert ist.
[0018] Durch die wechselbaren Einlagen der Palette, sogenannte Aufbauten, ist eine Wiederverwendung
der Palette für neues Stückgut als Ladungsträger möglich. In gleicher Weise ist die
Palette rückbaubar und wiederverwendbar.
[0019] Ein spezielles Transportgestell für ein Produkt, wie beispielsweise ein Armaturenbrett,
einen Kühler oder Kotflügel oder dergleichen wird nach dem Stand der Technik nur solange
verwendet, bis ein Modellwechsel stattfindet. Danach wird das Transportgestell durch
ein neues Transportgestell ersetzt.
[0020] Bei der erfindungsgemäßen Palette muss nur eine neue Aufnahme montiert werden.
[0021] Bevorzugt sind die Ecksäulen dem Palettenkörper verschwenkbar und/oder teleskopierbar
zugeordnet. Beispielsweise können die Ecksäulen zur platzsparenden Lagerung der Palette
derart verschwenkt werden, dass sie auf dem Palettenkörper aufliegen und wenn sie
zur Sicherung eines Transportgutes benötigt werden, erfolgt ein Verschwenken in eine
aufrechte Lage, im Wesentlichen senkrecht zu dem Palettenkörper. Dabei kann eine Ecksäule
entweder unmittelbar oder über ein zwischengeordnetes Scharnier am Palettenkörper
verschwenkbar sein und/oder zum Beispiel auf einem Drittel oder der Hälfte ihrer Höhe.
Zur Anpassung an unterschiedlich hohe Gegenstände sind die Ecksäulen teleskopierbar
ausgebildet, dementsprechend kann die Ecksäule zum Beispiel durch das Auseinanderziehen
oder Zusammenschieben rohrförmiger Segmente in ihrer Länge variiert werden. Gleichermaßen
können Verlängerungsstücke eingesetzt werden, um die Höhe der Ecksäule zu erhöhen.
Es versteht sich, dass Arretierungsmittel vorhanden sind, um die Ecksäule in ihrer
jeweiligen Position und/oder Länge zu arretieren.
[0022] Um den Palettenkörper auch an seiner Oberseite variabel in der Größe und dennoch
stabil zu gestalten, sind die Ecksäulen beabstandet zu der Fußseite längs- und/oder
stirnseitig mit teleskopierbaren und/oder herausnehmbaren Rahmenelementen verbunden.
Diese können vertikal und diagonal angebracht werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise
wie bei dem bodenseitigen Rohrrahmen, um zwei-, drei- oder mehrteilig ausgebildete
und arretierbare Rahmenelemente.
[0023] Weiterhin ist vorgeschlagen, dass am Palettenkörper, vorzugsweise an seinen in den
Eckbereichen angeordneten Füßen, standardisierte Verbindungsmittel angeordnet sind,
um entweder mehrere Paletten zu einer größeren Einheit zu verbinden oder die Palette
selbst an einem entsprechend ausgestatteten Untergrund zu fixieren, beispielsweise
einem Fahrgestell, in einem Transportcontainer, auf einem Maschinengestell der dergleichen.
Ebenso können derartige Verbindungsmittel oberseitig an den Ecksäulen angeordnet sein,
um gestapelte Paletten miteinander zu verbinden. Die Verbindungsmittel, beispielsweise
für sogenannte Twist-Locks, sind beispielsweise nach DIN ISO 1161 als Verriegelung
ausgebildet. Selbstverständlich ist es möglich, dass alternativ oder zusätzlich Laufrollen,
Räder oder dergleichen an der Palette angeordnet werden, insbesondere mittels der
Twist-Locks. Die standardisierten Verriegelungen sind in bestimmten Abständen anzuordnen
und zur Aufnahme definierter Lasten zugelassen. Bei dem an dem Palettenkörper angeordneten
Verbindungsmittel handelt es sich um Twist-Lock-Corner, auch als Containerecke oder
Eckbeschlag bezeichnet. Solche Twist-Lock-Corner sind dem Fachmann bekannt und beispielsweise
an Containerecken angeordnet.
[0024] Nach einer Weiterbildung ist die Platte und/oder Seitenwandung und/oder der Boden
an den senkrecht zu einer Grundfläche des Plattenkörpers ausgerichteten Ecksäulen
und/oder Rahmenteilen bzw. Rahmenelementen austauschbar zu befestigen. Dementsprechend
kann die Palette zu einer Art Box umgebaut werden, die selbstverständlich umfangsseitig
nicht komplett geschlossen sein muss. Es können auch unterschiedliche Elemente kombiniert
werden, um das Transportgut sicher zu fixieren.
[0025] Zweckmäßigerweise ist die Platte und/oder der Boden mit Nuten und/oder einem Lochraster
und/oder, insbesondere versenkbaren, Kugeln oder Rollen, ausgestattet, um beispielsweise
ein Spannmittel, wie einen Spanngurt oder Klemmschrauben oder Fixierbolzen oder Einlagen
zum formschlüssigen Haltern des Transportgutes, zu fixieren. Die Platten oder Böden
werden insbesondere entweder parallel zur Grundebene des Palettenkörpers an den Ecksäulen
oder dem Palettenkörper angeordnet, beispielsweise an diesen eingehängt oder verschraubt,
oder senkrecht dazu zwischen jeweils zwei Ecksäulen befestigt. Das Befestigungsmittel,
zum Beispiel ein Spanngurt, ist dann an einem Ende mit einem zur Nut korrespondierenden
Keil ausgestattet, der dann durch die vom Spanngurt aufgebrachte Zugkraft in seiner
Position in der Nut fixiert ist. In gleicher Weise können die Platten oder Böden beispielsweise
ein Lochraster aufweisen, um Spanngurte oder sonstige Befestigungsmittel einzuhaken
oder zu verschrauben. Ist vorzugsweise der Boden mit Rollen oder Kugeln ausgestattet,
dann kann das Transportgut einfach und unter einem verhältnismäßig geringen Kraftaufwand
auf die Palette verbracht werden. Nach einem Absenken der Rollen oder Kugeln liegt
das Transportgut aufgrund seines Eigengewichtes fest auf dem Boden auf. Das Absenken
und Anheben der Rollkörper kann pneumatisch, hydraulisch und/oder mechanisch erfolgen.
[0026] Vorzugsweise ist der Boden mittels an dem Palettenkörper befestigter Rohr- oder Schienenprofile
gebildet. In dieser gegenüber einem plattenförmigen Boden alternativen Ausgestaltung
des Bodens lassen sich Befestigungselemente variabel festlegen, wobei der Boden vorzugsweise
in solchen Bereichen des Plattenkörpers befestigt ist, die nicht zum Teleskopieren
verstellbar sind. Beispielsweise kann der Boden an Mittelteilen der längs- und/oder
stirnseitigen Rahmenteile befestigt sein, wobei die Mittelteile mit ausziehbaren Endteilen
bestückt sind, um die Palette in der Größe ihrer Grundfläche zu verändern.
[0027] Erfindungsgemäß sind an dem Boden Fixiermittel für Transportgut austauschbar angeordnet.
Die Fixiermittel für das Transportgut können beispielsweise in den Rohr- oder Schienenprofilen
des Bodens gehalten sein, insbesondere verschiebbar, oder in einem Lochraster des
beispielsweise plattenförmigen Bodens befestigt sein.
[0028] Die Fixiermittel werden in Abhängigkeit von dem zu befördernden Transportgut gewählt.
Die Fixiermittel umfassen erfindungsgemäß eine V-förmige Ablage, die zur Fixierung
unterschiedlicher Durchmesser verstellbar ist. Weitehin können die Fixiermittel Spanngurte
oder Klemmschrauben oder dergleichen umfassen. Bei der V-förmigen Ablage handelt es
sich um eine CoilRollen-Impact-V-Einlage mit Rasterung.
[0029] Die Schenkel der V-förmigen Ablage weisen erfindungsgemäß T-Nuten für weitere Fixiermittel
auf und sind gegenüber dem Boden mittels verstellbar befestigter Streben gestützt.
Dementsprechend lässt sich die V-förmige Ablage sehr variabel an unterschiedliche
Durchmesser eines Transportgutes anpassen, das wiederum durch in den T-Nuten der Ablage
befestigte Fixiermittel, beispielsweise mit Nutensteinen versehene Spanngurte, Auflage-
bzw. Klemmkeile oder dergleichen, gehalten ist. Bevorzugt sind die Fixiermittel an
das Transportgut angepasst.
[0030] Zweckmäßigerweise sind Fixiermittel für mehrere Transportgüter, vorzugsweise unterschiedlicher
Durchmesser und/oder Breiten, angeordnet. Dementsprechend lassen sich Transportgüter
sehr unterschiedlicher Abmessungen mit einer Palette sicher transportieren.
[0031] Eine weitere Ausgestaltung der Einrichtungen besteht in Körben vorzugsweise aus Draht,
um Stückgut aufzunehmen. Die Körbe oder mindestens eine Gitterwand können am Palettenkörper
und/oder an den Ecksäulen befestigt werden.
[0032] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die zugehörige Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer nicht erfindungsgemäßen ersten Ausführungsform
einer Palette,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer nicht erfindungsgemäßen ersten alternativen
Ausführungsform der Palette nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung zweier gestapelter Paletten nach Fig. 1,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung zweier nebeneinander angeordneter Paletten nach Fig.
1,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer nicht erfindungsgemäßen zweiten alternativen
Ausführungsform der Palette nach Fig. 1,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer zusammengeklappten Palette in einer nicht erfindungsgemäßen
dritten alternativen Ausführungsform,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der zusammengeklappten Palette nach Fig. 1,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Palette,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht einer Einzelheit der Darstellung nach Fig. 8,
- Fig. 10
- eine erste perspektivische Darstellung der Palette nach Fig. 8 und
- Fig. 11
- eine zweite perspektivische Darstellung der Palette nach Fig. 8.
[0033] Die Palette 1 weist einen im Wesentlichen rechteckigen Palettenkörper 2, zum Beispiel
aus Metall, auf. An den vier Ecken des Palettenkörpers 2 ist jeweils eine Ecksäule
3 angeordnet, die gemäß den Fig. 1 bis 7 einen zweiteiligen Aufbau aufweist, und Segmente
3a, 3b umfasst, die, wie durch die Lochreihe 4 angedeutet, in verschiedenen Positionen
relativ zueinander fixierbar sind, um die Ecksäule 3 in ihrer Länge zu verändern.
Weiterhin sind die Ecksäulen 3 an Gelenken 5 relativ zum Palettenkörper 2 verschwenkbar,
um beispielsweise bei Nichtgebrauch ein kleineres Packmaß der Palette 1 zu erhalten.
[0034] Darüber hinaus verfügt die Palette 1 an ihren Ecken über standardisierte Verriegelungen
6, beispielsweise sogenannte Twist-Lock-Corner, um die Palette 1 mit gleichartigen
Paletten 1 bzw. mehrere Palettenkörper 2 zur Bereitstellung einer vergrößerten Grundfläche
nebeneinander stehend miteinander verbinden zu können. Die Twist-Lock-Corner dienen
auch zur Befestigung der Palette 1 auf einem Fahrgestell, beispielsweise eines Lastkraftwagens,
auf einem Maschinentisch zur Bearbeitung des Transportgutes oder innerhalb eines Transportcontainers,
wobei die Abstände der Twist-Lock-Corner bzw. Twist-Locks standardisiert sein können.
[0035] An den Ecksäulen 3 sind seitliche Platten 7 in vertikaler Ausrichtung befestigt,
die mit mehreren Nuten 8 ausgestattet sind. Weiterhin ist auf dem Palettenkörper 2
ein plattenförmiger Boden 9 angeordnet, der ebenfalls mit mehreren Nuten 8 ausgestattet
ist. In gleicher Weise können Platten 7 und Böden 9 ein Lochraster 12 aufweisen, um
ein Transportgut 15 formschlüssig und/oder kraftschlüssig zu befestigen oder einen
Spanngurt einzuhängen. In die beispielsweise T-förmigen Nuten 8 können jeweils korrespondierende
Keile, beispielsweise für einen Spanngurt oder eines Spanngurts, eingehängt werden.
Wird dieser Spanngurt dann unter Zugspannung gesetzt, kann ein an sich beliebiger
Gegenstand umschlungen und relativ zur Palette 1 festgezurrt werden. Je nach Form
und Größe sind natürlich mehrere Spanngurte möglich. Prinzipiell können auch mehrere
Böden 9 als Zwischenböden an den Ecksäulen 3 übereinander befestigt sein, die jeweils
mit Nuten 8 und/oder einem Lochraster 12 ausgestattet sind, um mehrere Gegenstände
übereinander transportieren zu können.
[0036] Bei der zweiten Ausführungsform, die in Fig. 2 dargestellt ist, ist zwischen die
Ecksäulen 3 der Palette 1, die ihrerseits am Palettenkörper 2 angeordnet sind, ein
Korb 10 vorzugsweise aus Draht eingesetzt und befestigt, bzw. ein umfangseitiges Drahtgitter
ausgebildet. Somit können Kleinteile, Stückgut und dergleichen gelagert und transportiert
werden oder wie hier beispielhaft dargestellt eine Rolle 11, bez. ein Coil 13. Um
die Paletten 1 stapeln zu können, sind auch oberseitig an den Ecksäulen 3 jeweils
Verriegelungen 6 angeordnet.
[0037] Ferner ist es möglich, in den Nuten 8 des Bodens 9 als Fixiermittel für das Coil
V-förmige Ablagen 14 gegenüberliegend, und vorzugsweise verstellbar für unterschiedliche
Durchmesser, anzuordnen.
[0038] Die Figuren 8 bis 11 zeigen eine erfindungsgemäße Palette. Der Palettenkörper 2 ist
fußeitig aus einem umfangsseitigen Rohrahmen 16 gebildet, dessen längs- und stirnseitige
Rahmenteile 17 aus mehreren teleskopierbaren Rahmenelementen 18 zusammengesetzt sind,
die zur Fixierung ein Lochraster aufweisen, wobei in Bohrungen des Lochrasters 19
Schrauben oder Bolzen einsetzbar sind. In mittlere Rahmenelemente 18 sind jeweils
zwei äußere Rahmenelemente 18, die mit Eckelementen 20 gekoppelt sind, eingesetzt,
wobei die jeweils mittleren Rahmenelemente 18 zu Halterung des Bodens 9 dienen, der
aus Schienenprofilen 21 gebildet ist.
[0039] Beabstandet zu der Fußseite sind die Ecksäulen 3 längs- und stirnseitig mit teleskopierbaren
Rahmenelementen 18 verbunden, wobei jeder Seite zwei Rahmenelemente 18 zugeordnet
sind.
[0040] An den Schienenprofilen 21 des Bodens 9 sind Schenkel 22 der V-förmigen Ablage 14
in ihrer Neigung verstellbar angeordnet. Die Schenkel 22 sind mittels Streben 23 gegenüber
dem Boden 9 abgestützt und weisen auf ihrer dem Transportgut 15 zugewandten Fläche
T-Nuten 24 für Fixiermittel 25 auf. Die Schenkel 22 und die Fixiermittel 25 sind derart
verstellbar, dass auf einer Palette 1 mehrere Coils 13 mit unterschiedlicher Breite
und Durchmesser zuverlässig befestigt werden können. Die Schenkel 22 sind vertikal
eigenständig verstellbar und mittels ebenso eigenständiger horizontal verstellbarer
Streben 23 gegenüber dem Boden 9 abgestützt.
[0041] Durch die Teleskopierbarkeit der Rahmenelemente 18 ist die Palette 1 in ihrer Breite
und Länge an unterschiedliche Anforderungen, insbesondere an unterschiedliche Abstände
von sogenannten Twist-Locks für die Verriegelungen 6 in Form von Twist-Lock-Cornern,
anpassbar.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Palette
- 2
- Palettenkörper
- 3
- Ecksäule mit Segmenten 3a, 3b
- 4
- Lochreihe
- 5
- Gelenk
- 6
- Verriegelung
- 7
- Platte
- 8
- Nut
- 9
- Boden
- 10
- Korb
- 11
- Rolle
- 12
- Lochraster
- 13
- Coil
- 14
- Ablage
- 15
- Transportgut
- 16
- Rohrahmen
- 17
- Rahmenteile
- 18
- Rahmenelemente
- 19
- Lochraster
- 20
- Eckelement
- 21
- Schienenprofil
- 22
- Schenkel von 14
- 23
- Strebe
- 24
- T-Nut
- 25
- Fixiermittel
1. Palette für Transportgut (15) mit einem Palettenkörper (2), an dem mindestens ein
Gegenstand mit einem Befestigungsmittel festlegbar ist und mindestens eine Ecksäule
(3) und ein Boden (9) angeordnet sind, wobei der Palettenkörper (2) zumindest fußseitig
aus einem umfangsseitigen Rohrahmen (16) gebildet ist, dessen längs- und stirnseitige
Rahmenteile (17) teleskopierbar sind, und an dem Boden (9) Fixiermittel für das Transportgut
(15) austauschbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel eine V-förmige verstellbare Ablage (14) zur Fixierung unterschiedlicher
Durchmesser des Transportguts (15) umfassen, wobei Schenkel (22) der V-förmigen Ablage
(14) T-Nuten für weitere Fixiermittel (25) aufweisen und gegenüber dem Boden (9) mittels
verstellbar befestigter Streben (23) gestützt sind.
2. Palette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecksäulen (3) mit der Fußseite dem Palettenkörper (2) verschwenkbar zugeordnet
sind.
3. Palette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecksäulen (3) beabstandet zu der Fußseite längs- und stirnseitig mit teleskopierbaren
und entfernbaren Rahmenelementen (18) verbunden sind.
4. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ecksäulen (3) Verriegelungen (6) angeordnet sind.
5. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (9) an den senkrecht zu einer Grundfläche des Palettenkörpers (2) ausgerichteten
Ecksäulen (3) austauschbar befestigt ist.
6. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (9) mit Nuten (8) oder einem Lochraster (12) oder versenkbaren Kugeln oder
Rollen ausgestattet ist.
7. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (9) mittels an dem Palettenkörper (2) befestigter Rohr- oder Schienenprofile
(21) gebildet ist.
8. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel an das Transportgut (15) angepasst sind.
9. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixiermittel für mehrere Transportgüter (15) unterschiedlicher Durchmesser und
Breiten angeordnet sind.
10. Palette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ecksäulen (3) und/oder dem Palettenkörper (2) ein Korb (10) oder mindestens
eine Gitterwand lösbar angeordnet ist.
1. Pallet for transported goods (15), said pallet having a pallet body (2) on which at
least one item is fixable by way of a fastening means, and at least one corner column
(3) and a base (9) are disposed, wherein the pallet body (2) at least at the base
is formed by a circumferential tubular frame (16) of which the longitudinal and end-side
frame parts (17) are telescopic, and fixing means for the transported goods (15) are
replaceably disposed on the base (9), characterized in that the fixing means comprise an adjustable V-shaped rest (14) for fixing dissimilar
diameters of the transported goods (15), wherein legs (22) of the V-shaped rest (14)
have T-shaped grooves for further fixing means (25) and in relation to the base (9)
are supported by means of adjustably fastened stays (23).
2. Pallet according to Claim 1, characterized in that the corner columns (3) by way of the feet end thereof are assigned in a pivotable
manner to the pallet body (2).
3. Pallet according to Claim 1 or 2, characterized in that the corner columns (3) in a manner spaced-apart from the feet end on the longitudinal
and end sides are connected to telescopic and removable frame elements (18).
4. Pallet according to one of Claims 1 to 3, characterized in that locking mechanisms (6) are disposed on the corner columns (3).
5. Pallet according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the base (9) is replaceably fastened to corner columns (3) which are aligned so as
to be perpendicular to a base area of the pallet body (2).
6. Pallet according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the base (9) is equipped with grooves (8) or a perforated grid (12) or retractable
balls or rollers.
7. Pallet according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the base (9) is formed by means of tubular or rail-type profiles (21) which are fastened
to the pallet body (2).
8. Pallet according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the fixing means are adapted to the transported goods (15).
9. Pallet according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the fixing means are disposed for a plurality of transported goods (15) of dissimilar
diameters and widths.
10. Pallet according to one of Claims 1 to 9, characterized in that a basket (10) or at least one mesh wall is releasably disposed to the corner columns
(3) and/or to the pallet body (2).
1. Palette pour un produit à transporter (15), comprenant un corps de palette (2) sur
lequel au moins un objet peut être fixé avec un moyen de fixation et sur lequel sont
disposés au moins une colonne d'angle (3) et un fond (9), le corps de palette (2)
étant formé, au moins du côté des pieds, d'un cadre tubulaire du côté de la périphérie
(16), dont les parties de cadre du côté longitudinal et frontal (17) peuvent être
télescopées, et des moyens de fixation pour le produit à transporter (15) étant disposés
de manière remplaçable sur le fond (9), caractérisée en ce que les moyens de fixation comprennent un support réglable en forme de V (14) pour la
fixation de différents diamètres du produit à transporter (15), des branches (22)
du support en forme de V (14) présentant des rainures en T pour des moyens de fixation
supplémentaires (25) et étant supportées par rapport au fond (9) au moyen de renforts
(23) fixés de manière réglable.
2. Palette selon la revendication 1, caractérisée en ce que les colonnes d'angle (3) sont associées de manière pivotante au côté des pieds du
corps de palette (2).
3. Palette selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les colonnes d'angle (3) sont connectées, à distance du côté des pieds, du côté longitudinal
et frontal, à des éléments de cadre télescopables et pouvant être enlevés (18).
4. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que des verrouillages (6) sont disposés au niveau des colonnes d'angle (3).
5. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le fond (9) est fixé de manière remplaçable aux colonnes d'angle (3) orientées perpendiculairement
à une surface de base du corps de palette (2).
6. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le fond (9) est muni de rainures (8) ou d'un motif de trous (12) ou de billes ou
de rouleaux escamotables.
7. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le fond (9) est formé au moyen de profilés tubulaires ou de profilés de rails (21)
fixés au corps de palette (2).
8. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les moyens de fixation sont adaptés au produit à transporter (15).
9. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que les moyens de fixation sont disposés pour plusieurs produits à transporter (15) de
diamètres et de largeurs différents.
10. Palette selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce qu'un panier (10) ou au moins une paroi grillagée est disposé(e) de manière amovible
au niveau des colonnes d'angle (3) et/ou au niveau du corps de palette (2).