[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für mindestens zwei Feuerwerksraketen,
wobei die Feuerwerksraketen einen Leitstab und einen Kopf umfassen, als auch eine
Verpackungseinheit umfassend mindestens eine solche Haltevorrichtung und deren Verwendung.
[0002] Feuerwerksraketen, welche insbesondere zu Silvester, aber auch zu sonstigen festlichen
Angelegenheiten zum Einsatz kommen, werden üblicherweise in einer Umverpackung dem
Käufer angeboten, in welchem mehrere solcher Feuerwerksraketen angeordnet sind. Aus
DE 42 26 991 A1 sind Feuerwerksraketen in einer Umverpackung aus Karton bekannt. Aus
DE 94 01 187 U1 sind Feuerwerksraketen in einer Umverpackung aus Kunststoff bekannt.
Durch nationale oder zwischenstaatliche Rechtsvorschriften ist die Art und Weise des
in Verkehrbringens solcher Feuerwerksraketen geregelt. Zusätzlich existieren Vorschriften
in Hinblick auf den Transport und die Lagerung, beispielsweise in Deutschland die
ADR beziehungsweise RID. Im Hinblick auf die Lagerung und den Transport von Feuerwerksraketen
existieren dabei Vorschriften, welche beispielsweise auch einen unkontrollierten Abbrand
von Raketen betreffen. Fängt eine gelagerte oder transportierte Feuerwerksrakete Feuer
und wird gezündet, tritt diese aus der Verpackungseinheit aus, da die Umverpackung,
welche üblicherweise aus einer Kunststofffolie, beispielsweise aus Polyethylen, besteht,
nicht geeignet ist, die gezündete Feuerwerksrakete am Austreten aus der Verpackungseinheit
zu hindern. Durch die dann aus der Verpackungseinheit austretende Feuerwerksrakete
können wiederum andere gelagerte oder transportierte Materialien insbesondere weitere
pyrotechnische Gegenstände wie Feuerwerksraketen, gezündet, beziehungsweise ein Brand
ausgelöst werden. Daher sind in nationalen oder zwischenstaatlichen Vorschriften betreffend
den Transport und die Lagerung von pyrotechnischen Gegenständen wie Feuerwerksraketen
Regelungen vorgesehen, wie beispielsweise eine Vorschrift betreffend die sogenannte
"Wurfweite" des pyrotechnischen Gegenstandes, die für Feuerwerksraketen, welche insbesondere
an Endverbraucher abgegeben werden können, so die nationalen Vorschriften insbesondere
im Hinblick auf die Masse des Effektsatzes dies zulassen, maximal 15 Meter (Stand
1. Dezember 2013) beträgt.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Verfügung zustellen,
mittels welcher eine Wurfweite von Raketen bei einem unkontrollierten Abbrand (Außenbrandtest)
von weniger als 15 Meter sichergestellt ist.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung für mindestens
zwei Feuerwerksraketen, wobei die Feuerwerksraketen einen Leitstab und einen Kopf
umfassen, wobei beabstandet vom Kopf die mindestens zwei Leitstäbe zueinander gehalten
sind derart, dass bei einem Abbrand mindestens einer der Raketen sämtliche Raketen
am Flug gehindert sind. Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung umfasst ein Oberteil
und ein Unterteil. Das Oberteil und das Unterteil sind gelenkig miteinander verbunden.
Das Unterteil und das Oberteil weisen jeweils zumindest ein Aufnahmeteil auf, wobei
die Aufnahmeteile in der Schließstellung von Unter-und Oberteil zumindest eine Aufnahme
für die Leitstäbe erzeugen, wobei die Aufnahme in der Schließstellung eine Fixierung
der Leitstäbe durch Eindringen von mindestens einer Überschneidung und/oder von mindestens
einem Fixierelement der Aufnahmeteile in die Leitstäbe erzeugt. Bevorzugt verbleiben
die Raketen in der Umverpackung oder aber treten gegebenenfalls gemeinsam aus dieser
aus, behindern sich jedoch gegenseitig am Flug. Durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung
wird vorteilhafterweise verhindert, dass eine Wurfweite von kleiner Metern erzielbar
ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung ist als Halteelement aufzufassen. Das Halteelement
ist selbst keine Verpackung. Das Halteelement umschließt die mindestens zwei Feuerwerksraketen
im Wesentlichen nicht vollständig, sondern nur teilweise. Bevorzugt werden nur die
Leitstäbe der mit zwei Feuerwerksraketen durch die Haltevorrichtung in einem Teilbereich
abgedeckt.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst die Haltevorrichtung im Sinne eines Halteelements für mindestens
zwei Feuerwerksraketen ein Oberteil und ein Unterteil und mindestens eine Aufnahme
für mindestens einen Leitstab, wobei die Feuerwerksraketen einen Leitstab und einen
Kopf umfassen, wobei beabstandet vom Kopf die mindestens zwei Leitstäbe durch die
Aufnahme des Halteelements derart zueinander gehalten sind, dass bei einem Abbrand
mindestens einer der Raketen sämtliche Raketen am Flug gehindert sind.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Haltevorrichtung
mindestens zwei Aufnahmen für zwei Leitstäbe, noch weiter bevorzugt drei Aufnahmen
für drei Leitstäbe beziehungsweise vier Aufnahmen für vier Leitstäbe. Bevorzugt ist
jeweils eine Aufnahme einem Leitstab zugeordnet. In einer alternativen Ausführungsform
kann jedoch auch nur eine Aufnahme vorgesehen sein, welche mehrere Leitstäbe aufnimmt.
So können beispielsweise in einer Aufnahme zwei Leitstäbe, drei Leitstäbe, vier Leitstäbe
oder mehr Leitstäbe aufgenommen sein, entweder unmittelbar benachbart zueinander oder
beabstandet. Die mindestens eine Aufnahme kann dabei einteilig oder mehrteilig ausgebildet
sein, was bedeutet, dass die Aufnahme beispielsweise aus einem Bauelement, zwei Bauelementen
oder mehreren Bauelementen gebildet ist.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Haltelement wenigstens einen Stab
auf, wobei der wenigstens eine Stab durch wenigstens eine entsprechende Bohrungen
in wenigstens einem Leitstab, bevorzugt in wenigstens zwei, drei, vier oder mehr Leitstäben
geführt ist.
[0009] Die Aufnahme umfasst vorteilhafterweise mindestens ein Fixierelement. Bevorzugt umfasst
die Aufnahme mindestens zwei Fixierelemente, besonders bevorzugt sind die Fixierelemente
gegenüberliegend in der Aufnahme angeordnet. Die Anordnung in der Aufnahme erfolgt
vorteilhafterweise derart, dass die Fixierelemente in gegenüberliegende Oberflächen
des Leitstabes und damit in dessen Material zumindest teilweise eingreifen. Ist der
Leitstab vierkantig und im Querschnitt insbesondere quadratisch ausgebildet, fixieren
die vorzugsweise zwei Fixierelemente den Leitstab über die parallelen sich gegenüberliegenden
Seitenflächen desselben. Ist der Leitstab beispielsweise im Querschnitt rund ausgebildet,
erfolgt eine Fixierung durch vorzugsweise zwei Fixierelemente, die in etwa gegenüberliegend
zumindest teilweise in einen solchen Leitstab hineinragen. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass die Aufnahme beispielsweise nur ein Fixierelement aufweist, welches beispielsweise
bei einer viereckigen, insbesondere quadratischen Ausgestaltung des Leitstabes im
Querschnitt über eine Außenfläche desselben zumindest teilweise in diesen hineingreift.
[0010] Bevorzugt ist das Fixierelement dorn- und/oder zahnartig ausgebildet ist. Dabei kann
das Fixierelement ein-, zwei oder mehr Dorne beziehungsweise Zähne aufweisen, beispielsweise
kann das Fixierelement auch in einer Art einer Sägezahnreihe beziehungsweise - kette
ausgestaltet sein. Auch können beispielsweise in einer Aufnahme auf einem Grund derselben
ein, zwei, drei oder mehr Dornen oder Zähne, auch beabstandet voneinander, angeordnet
sein, gegebenenfalls dann auch auf der gegenüberliegenden Seite der Aufnahme und/oder
an deren Seitenwänden.
[0011] Erfindungsgemäße umfasst die Haltevorrichtung eine gelenkige Verbindung. Das Oberteil
und das Unterteil sind miteinander gelenkig verbunden. Im Zusammenhang mit der Erfindung
bedeutet das Merkmal "gelenkig verbunden" bevorzugt, dass Ober- und Unterteil durch
wenigstens ein Gelenk verbunden sind. Der Ausdruck "gelenkig verbunden" ist allerdings
nicht auf das vorliegen eines Gelenks beschränkt. So ist auch z.B. eine Materialverdünnung
in Form einer Falz von dem Ausdruck "gelenkig verbunden" umfasst.
[0012] Das Oberteil und das Unterteil können dabei mit Ihren jeweiligen Oberflächen einander
zugewandt zugeordnet sein. So kann die Oberseite des Unterteils und die Unterseite
des Oberteils aufeinander zu liegen kommen oder aber diese beabstandet zueinander
zur Bildung einer der Aufnahme, zumindest in Teilbereichen, gegebenenfalls auch zu
Bildung mehrerer Aufnahmen, zugeordnet sein. Vorteilhafterweise sind einander zugewandte
Oberflächen des Oberteils und des Unterteils zumindest teilweise gegenüberliegend
angeordnet. In eine alternative Ausführungsform, die bevorzugt ist, sind Seitenflächen
des Oberteils und des Unterteils zumindest teilweise gegenüberliegend angeordnet.
Eine derartige Ausbildung ist insbesondere dann bevorzugt, wenn in einer Ausführungsform
das Oberteil und das Unterteil gelenkig miteinander verbunden sind.
[0013] Bei einer gelenkigen Verbindung kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Seitenflächen
des Oberteils und des Unterteils nicht zumindest teilweise gegenüberliegend angeordnet
sind, was bevorzugt dann der Fall ist, wenn das Gelenk außerhalb des Oberteils oder
Unterteils angeordnet ist. Zur Erzeugung einer möglichst einfachen Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Haltevorrichtung ist das Gelenk innerhalb des Oberteils und des
Unterteils angeordnet, so dass eine zumindest teilweise gegenüberliegende Anordnung
der Seitenflächen, die einander zugewandt sind, des Oberteils und Unterteils erfolgt.
Das Gelenk kann beispielsweise stiftartig ausgebildet sein, dabei ist vorzugsweise
ein Stift durch eine Bohrung im Oberteil und Unterteil geführt und beispielsweise
durch Vernietung oder ähnliches dort befestigt, so dass ein Herausfallen des Stiftes
verhindert ist. Es kann jedoch auch beispielsweise ein scharnierartig oder sonst wie
ausgebildetes Gelenk vorgesehen sein, welches beispielsweise auch außerhalb des Oberteils
und des Unterteils, jedoch gleichwohl diesen zugeordnet sein kann. Das Gelenk kann
auch einfach durch Vorsehung einer Materialverdünnung, insbesondere in Form einer
Falz, durch eine Überwurfhalterung, die ein Ende des Ober- und Unterteils umfassen,
oder auf jede andere Art gebildet sein.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Leitstab in einem Presssitz in der Aufnahme
aufgenommen. Dabei kann ein solcher Presssitz zusätzlich zu der Vorsehung von mindestens
einem Fixierelement vorgesehen sein, oder aber auch alternativ zu der Vorsehung eines
Fixierelementes. Der Presssitz zeichnet sich dadurch aus, dass dieser die mindestens
zwei in der erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen gehaltenen Feuerwerksraketen derart
hinreichend hält, dass bei einem insbesondere unkontrolliertem Abbrand mindestens
einer der Raketen sämtliche Raketen einander zugeordnet bleiben und deren Flug gehindert
ist. Das Vorstehende ist auch die Funktion, die der erfindungsgemäßen Vorsehung mindestens
eines Fixierelementes zukommt.
[0015] Der Presssitz kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass bei einer zweiteiligen Aufnahme,
wobei das eine Teil durch das Unterteil und das andere Teil durch das Oberteil der
erfindungsgemäßen Haltervorrichtung gebildet ist, diese Aufnahme derart definiert
ist, dass die Gesamthöhe der Aufnahme im geschlossenen Zustand etwas geringer als
eine Querschnittshöhe eines beispielsweise quadratischen Leitstabes ist. Ebenso kann
die Dimensionierung der Breite der Aufnahme im geschlossenen Zustand der erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung etwas geringer definiert werden, als die eigentliche Breite des einzulegenden
Leitstabes.
[0016] Vorteilhafterweise weist die erfindungsgemäße Haltevorrichtung zur Erzeugung eines
Presssitzes im Ober- und/oder Unterteil mindestens eine Überschneidung auf. Die Überschneidung
ist dabei bezogen auf einen virtuellen in der Aufnahme aufgenommenen Leitstab, mit
welchem die Überschneidung sich überlagert definiert. Die Überschneidung erfolgt dabei
vorzugsweise im Bereich mindestens einer Seitenwand des Leitstabes. In Bezug auf einen
tatsächlichen in einer Aufnahme aufgenommenen Leitstab erfolgt dabei ein Eindringen
dieses Überschneidungsteiles der Aufnahme in die Seitenwand des Leitstabes, wodurch
eine Quetschung beziehungsweise Pressung erfolgt und der Leitstab sicher in der Aufnahme
gehalten ist.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weist eine zweiteilige Aufnahme in deren oberen
Teil, welcher im Oberteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen ist, einen
Überschneidungsbereich auf, der letztendlich zu einer Quetschung beziehungsweise Pressung
über eine Seitenwand beziehungsweise seitliche Wandung eines in der Aufnahme aufgenommen
Leitstabes führt. Der Überschneidungsbereich ist daher vorteilhafterweise in einer
Seitenwand des oberen Aufnahmeteiles vorgesehen. Dabei kann beispielsweise die Aufnahme
im Bereich dieser Seitenwand derart ausgebildet sein, dass die betreffende Seitenwandung
des oberen Aufnahmeteiles und der Grund der Aufnahme in einem spitzen Winkel zueinander
ausgebildet sind. Im Verhältnis zu einem unteren Aufnahmeteil überragt vorteilhafterweise
die dem unteren Aufnahmeteil zugewandte Seitenwand des oberen Aufnahmeteils in ihrem
Endbereich eine entsprechende Seitenwand des unteren Aufnahmeteils, steht mithin etwas
in den von dem unteren Aufnahmeteil gebildeten Raum hinein. Vorteilhafterweise ist
mindestens ein Überschneidungsbereich in einem oberen Aufnahmeteil des Oberteils des
erfindungsgemäßen Haltevorrichtung angeordnet. Die einer Seitenwand mit dem Überschneidungsteil
gegenüberliegende Seitenwand weist vorteilhafterweise zumindest einen Bereich auf,
der einen rechten Winkel oder nahezu rechten Winkel mit dem Grund des oberen Aufnahmeteils
bildet.
[0018] Grundsätzlich kann die Aufnahme, sei es eine solche mit einem unteren Aufnahmeteil
und mit einem oberen Aufnahmeteil, oder beispielsweise auch nur eine einteilige Aufnahme,
eine Aufweitung aufweisen, die die Aufnahme des Leitstabes erleichtert. Die Aufweitung
kann dabei beispielsweise derart ausgebildet sein, dass zumindest ein Teilbereich
einer Seitenwand der Aufnahme beziehungweise des oberen oder unteren Aufnahmeteiles,
bezogen auf eine Aufnahme(teil)grund, in einem stumpfen Winkel verläuft. Vorzugsweise
ist mindestens eine Aufweitung, bevorzugt zwei Aufweitungen, in einem oberen Aufnahmeteil
und damit in einem Oberteil der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung vorgesehen. Weist
die erfindungsgemäße Haltevorrichtung bevorzugt im oberen Aufnahmeteil einen
[0019] Überschneidungsbereich auf, so ist vorzugweise in der diesem gegenüberliegenden Seitenwand
eine Aufweitung vorgesehen, wobei sich der Aufweitungsbereich an einen Teil dieser
Seitenwand anschließt, die mit dem Aufnahmegrund einen rechten oder etwa rechten Winkel
bildet. Ist beispielsweise ein Überschneidungsbereich in einem oberen Aufnahmeteil
der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung vorgesehen, weist vorzugsweise der untere Aufnahmeteil
keine solche Überschneidung auf. Jedoch kann vorgesehen sein, dass auch der untere
Aufnahmeteil eine solche Überschneidung aufweist. Der untere Aufnahmeteil kann dann
beispielsweise keine Aufweitung aufweisen, weist jedoch bevorzugt im Bereich beider
Seitenwände einen Aufweitungsbereich auf. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass
nur der obere Aufnahmeteil der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung eine oder zwei Aufweitungen
beziehungsweise Aufweitungsbereiche aufweist, wohingegen der untere Aufnahmeteil keine
solche Aufweitung aufweist.
[0020] Vorteilhafterweise ist das Oberteil und das Unterteil aus einem Metallblech gefertigt,
die weiter bevorzugt gelenkig miteinander verbunden sind. Das Oberteil und/oder das
Unterteil können jedoch beispielsweise auch aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere
aus einem hochtemperaturbeständigen, insbesondere auch brandfestem Kunststoffmaterial,
gebildet sein, oder aber auch aus einem sonstigen schwer oder nicht brennbaren Material.
Ebenso ist vorteilhafterweise auch die gelenkige Verbindung, die insbesondere als
Gelenk ausgebildet ist, aus einem metallischem Material gebildet, beispielsweise bei
Vorsehung eines sehr einfachen Gelenkes, gebildet durch Vorsehung eines Gelenkstiftes,
durch Einsatz eines eben solchen Gelenkstiftes aus einem metallischem Material. Aber
auch andere Materialen sind für das Gelenk denkbar, wie diese auch für das Oberteil
und/oder das Unterteil vorstehend beschrieben sind.
[0021] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Verpackungseinheit umfassend eine
Umverpackung und mindestens zwei in dieser angeordnete Feuerwerksraketen, die durch
mindestens eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung zueinander gehalten sind. In einer
besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Raketen Kopf an Kopf, dass heißt parallel
zueinander, oder aber in Bezug auf die Köpfe entgegensetzt zueinander in der Verpackungseinheit
angeordnet.
[0022] Die Umverpackung ist vorteilhafterweise aus einer Kunststofffolie gebildet, bevorzugt
aus einer hochfesten Kunststofffolie, beispielsweise hergestellt aus High density-Polyethylen
(HDPE) oder ähnlichen Materialen. Ansonsten kann die Verpackungseinheit auch noch
eine Kartonage, eine Bedienungsanleitung etc. umfassen. In der Kartonage können beispielsweise
zur Anordnung der Leitstäbe der Raketen zueinander durch entsprechende Mittel, beispielsweise
Kunststoffschlaufen oder ähnliches, letztere gehalten sein. Eine entsprechende Halterung
ist jedoch nicht ausreichend, um bei einem insbesondere unkontrolliertem Abbrand die
Feuerwerksraktete am Austreten aus der Verpackungseinheit zu hindern, und insbesondere
eine Wurfweite von unter 15 Metern sicher zustellen.
[0023] Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung auch eine Verwendung der erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung für mindestens zwei Feuerwerksraketen.
[0024] Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden an Hand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- drei parallel zueinander angeordnete Feuerwerksraketen, fixiert mit einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung in einer ersten Ausführungsform in einer Seitenansicht;
- Fig. 2:
- die Haltevorrichtung gemäß Fig.1 in einem geöffneten Zustand mit eingelegten Leitstäben,
in einer Seitenansicht;
- Fig. 3:
- eine Einzelheit A der Fig.2 mit der dortigen Haltevorrichtung im geschlossenen Zustand;
- Fig. 4:
- drei parallel zueinander ausgerichtete Feuerwerksraketen mit einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform;
- Fig. 5:
- die Haltevorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform gemäß Fig.4 in einem geöffneten
Zustand mit eingelegten Leitstäben in einer Seitenansicht;
- Fig. 6:
- eine Einzelheit A der zweiten Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig. 5 im
geschlossenen Zustand;
- Fig. 7:
- vier gefächert und parallel zueinander angeordnete Feuerwerksraketen mit einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung mit einer dritten Ausführungsform;
- Fig. 8:
- die dritte Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig.7 in einer Offenstellung
mit eingelegten Leitstäben in einer Seitenansicht;
- Fig. 9:
- eine Einzelheit A gemäß Fig.8 mit der Haltevorrichtung in der dritten Ausführungsform
im geschlossenen Zustand;
- Fig. 10:
- vier abwechselnd zueinander zugeordnete Feuerwerksraketen mit einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung einer vierten Ausführungsform;
- Fig. 11:
- die vierte Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig.10 mit eingelegten Leitstäben
in Offenstellung in einer Seitenansicht;
- Fig. 12:
- eine Einzelheit A gemäß Fig. 11 mit der vierten Ausführungsform der Haltevorrichtung
im geschlossenen Zustand;
- Fig. 13:
- drei parallel zueinander ausgerichtete Feuerwerksraketen mit einer erfindungsgemäßen
Haltevorrichtung in einer fünften Ausführungsform;
- Fig. 14:
- die vierte Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig. 13 in geschlossenen Zustand
in einer Seitenansicht;
- Fig. 15:
- die Einzelheit A der vierten Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig. 14 in
geschlossenen Zustand;
- Fig. 16:
- drei parallel zueinander angeordneter Feuerwerksraketen mit einer Haltevorrichtung
einer nicht beanspruchten sechsten Ausführungsform;
- Fig. 17:
- die sechste Ausführungsform der Haltevorrichtung gemäß Fig.16 in einer Seitenansicht.
[0025] Zunächst sei vorausgeschickt, dass die Erfindung nicht die auf den in den Figuren
gezeigten Merkmalskombination beschränkt ist. Vielmehr sind die jeweils in der Beschreibung
einschließlich Figurenbeschreibung offenbarten Merkmale mit denjenigen in den Figuren
angegebenen Merkmalen kombinierbar. Insbesondere ist die Ausbildung der in den Figuren
gezeigten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung mit drei oder vier
Raketen, parallel zueinander, gefächert beziehungsweise entgegengesetzt zueinander,
nur eine der möglichen Ausgestaltungsformen der Anordnung der Feuerwerksraketen zueinander.
Auch können beispielsweise statt im Querschnitt gesehen quadratischen Leitstäben runde
Leitstäbe eingesetzt werden. Auch können die Fixierelemente, Überschneidungsbereiche
und Aufweitungsbereiche beziehungsweise Aufweitungen und Überschneidungen auch anders
und in jedweder Form zueinander ausgebildet werden, ebenso wie die Ausgestaltung des
Oberteiles und des Unterteiles der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung nur eine beispielhafte
ist. Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen aufgenommenen
Bezugszeichen in keiner Weise den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung beschränken
sollen, sondern lediglich die in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele verweisen.
[0026] Fig.1 zeigt nun eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
10, die drei parallel zueinander angeordnete Feuerwerksraketen 12 mit jeweils einem
Leitstab 14 und jeweils einem Kopf 16 hält. In der Draufsicht der Fig.1 ist erkennbar,
dass die Haltevorrichtung 10 zweiteilig mit einem Oberteil 22 und einem Unterteil
20 ausgebildet ist, die mit einem Gelenk 24 verbunden sind. Das Gelenk 24 ist dabei
durch einen Stift, der durch entsprechende Bohrungen im Oberteil 22 und Unterteil
20 geführt ist, gebildet, wobei der Gelenkstift zur Bildung des Gelenkes 24 eine kopfartige
Verbreiterung aufweist, um ein Herausfallen des Gelenkstiftes aus dem Gelenk 24 zu
verhindern.
[0027] Fig.2 zeigt nun in einer Offenstellung die zweiteilige Haltevorrichtung 10 mit dem
Unterteil 20 und dem Oberteil 22. Das Unterteil 20 weist eine Seitenfläche 21 auf,
welche einen Teil einer entsprechend gegenüberliegenden Seitenfläche 23 des Oberteils
22 zugeordnet ist. In Teilbereichen der Seitenflächen 21 und 23 erfolgt eine Zuordnung
derselben zueinander. Das obere Teil 22 ist über einen Befestigungsbereich 25 mit
dem Gelenk 24 verbunden. Die Bohrung für das Gelenk 24 im unteren Teil 20 ist in etwa
mittig in Bezug auf dessen Höhe ausgeführt. Dies bedingt, dass die Leitststäbe 14
in einem unteren Aufnahmeteil 18.2 etwa zur Hälfte aufgenommen sind, wohingegen ein
oberer Aufnahmeteil 18.1 des Oberteils 22 einen Aufnahmeraum für den über eine Oberfläche
beziehungsweise Oberkante 27 des Unterteils 20 hervorstehenden Teil der jeweiligen
Leitstäbe 14 zur Verfügung stellt. Sowohl der untere Aufnahmeteil 18.2 als auch der
obere Aufnahmeteil 18.1 weisen einen Grund 17 auf. Im unteren Aufnahmeteil 18.2 sind
die Leitstäbe 14 jeweils unmittelbar am Grund 17 angeordnet. Der untere Aufnahmeteil
weist im Übrigen ausgehend vom Grund 17 rechtwinklig angeordnete Seitenwände auf,
welche keinerlei Aufweitungen zu der Oberkante 27 des unteren Teiles 20 hin aufweisen.
[0028] Das obere Aufnahmeteil 18.1 im Oberteil 22 ist hingegen anders ausgebildet als das
untere Aufnahmeteil 18.2 des Unterteils 20. Ausgehend vom Aufnahmegrund 17 ist eine
Seitenwand derart ausgebildet, dass diese über einen Teilbereich in etwa rechtwinklig
ausgehend vom Grund verläuft, und anschließend ein Aufweitungsbereich zur Verfügung
stellt, in dem ein weiterer Teil der Seitenwand in Bezug auf den Aufnahmegrund 17
in einem stumpfen Winkel ausgebildet ist. Letztendlich kann man die Ausbildung dieser
Seitenwand des oberen Aufnahmeteiles 18.1 auch dadurch beschreiben, dass die einer
Oberkante 29 zugewandte Ecke symmetrisch entfernt wurde. Die gegenüberliegende Seitenwand
jedoch bildet mit dem Grund 17 einen stumpfen Winkel über deren gesamte Länge. Dadurch
wird ein Überschneidungsbereich beziehungsweise eine Überschneidung 32 (siehe Fig.3)
gebildet im Verhältnis zu dem unteren Teil 18.2 und dessen entsprechender Seitenwand
in sofern, als dass der Überschneidungsbereich 32 etwas in einen durch den unteren
Aufnahmeteil 18.2 gebildeten und in Richtung auf das obere Aufnahmeteil 18.2 erweitert
gedachten Raum hineinragt.
[0029] Aufgrund dieser spezifischen Ausbildung des oberen Aufnahmeteiles 18.1 erfolgt eine
Quetschung beziehungsweise Pressung des eingelegten Leitstabes 14 bei Überführung
des Oberteiles 22 in eine Schließstellung auf das Unterteil 20 zu, wie in Fig. 3 gezeigt.
Fig.3 ist dabei zunächst auch ein Überlappungsbereich 46 des Unterteils 20 und des
Oberteils 22 zu entnehmen, in welchem die sich gegenüberliegenden Oberflächen der
Seitenwände 21 und 23 des Unterteils 20 und des Oberteils 22 überdecken und zur Anlage
kommen können. Aufgrund der Überschneidung 32 des oberen Aufnahmeteiles 18.1 kann
letztendlich dieser Bereich in den Leitstab 14 eindringen und eine Quetschung bzw.
eine Pressung des Leitstabes 14 innerhalb der durch den unteren Aufnahmeteil 18.1
und den oberen Aufnahmeteil 18.2 gebildeten Aufnahme 18 erzeugen.
[0030] Fig.4 zeigt eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung einer zweiten Ausführungsform,
beispielhaft wiederum dargestellt bezogen auf die Anordnung dreier Raketen 12 mit
ihren Leitstäben 14 und Köpfen 16, entsprechend der Vorsehung insgesamt dreier Aufnahmen
18 in der Haltevorrichtung 10. Diese zweite Ausführungsform der Haltevorrichtung 10
weist ebenfalls ein Unterteil 20 und ein Oberteil 22, verbunden über ein Gelenk 24,
auf, wobei Unterteil 20 und Oberteil 22 parallel zueinander in einer Draufsicht angeordnet
sind, wie Fig. 4 zu entnehmen.
[0031] Fig.5 zeigt die zweite Ausführungsform der Haltevorrichtung 10 in einer Offenstellung
im Detail. Das Gelenk 24 ist hier im Vergleich zu demjenigen der ersten Ausführungsform
gemäß insbesondere Fig.2 anders ausgebildet, in dem in einer einer Oberkante 27 des
Unterteils 20 nahen Ecke desselben eine Bohrung zur Ausbildung des Gelenkes 24 vorgesehen
ist. Entsprechend ist eine Bohrung in einer einer Oberkante 29 des Oberteils 22 nahen
Ecke des Oberteiles 22 vorgesehen. Durch diese Ausbildung des Gelenkes, welches ohne
einen Befestigungsbereich 25 gemäß der ersten Ausführungsform des Oberteiles 22 auskommt,
ist letztendlich bedingt, dass jeder Leitstab 14 nahezu vollständig in einer jeden
der unteren Aufnahmeteile 18.2 aufgenommen ist. Dabei kann jedoch beispielsweise vorgesehen
sein, dass ein jeder Leitstab 14 noch etwas über die Oberkante 27 des Unterteils 20
hervorragt.
[0032] Ansonsten ist der untere Aufnahmeteil 18.2 derart ausgebildet, dass die Seitenwand
bezogen auf einen Aufnahmegrund 17 rechtwinklig ausgebildet sind. Am Aufnahmegrund
17 sowohl des unteren Aufnahmeteils 18.2 als auch eines oberen Aufnahmeteils 18.1
ist jeweils ein im Querschnitt gesehen als Zahn 28.1 beziehungsweise 28.2 ausgebildetes
Fixiermittel vorgesehen, welches in etwa mittig am Aufnahmegrund 17 des unteren beziehungsweise
oberen Aufnahmeteiles 18.1, 18.2 angeordnet ist.
[0033] Das obere Aufnahmeteil 18.1 weist an beiden Seitenwänden einen Teilbereich auf mit
jeweils einer Aufweitung 19, wie dies im Hinblick auf eine Seitenwand bereits betreffend
die erste Ausführungsform gemäß Fig.2 der Haltevorrichtung 10 beschrieben ist. Der
weitere Teil der Seitenwand des oberen Aufnahmeteils 18.1 ist in einem rechten Winkel
im Bezug auf den Aufnahmegrund 17 des oberen Aufnahmeteils 18.1 ausgebildet.
[0034] Fig.6 zeigt nun die Haltevorrichtung 10 gemäß der zweiten Ausführungsform in einer
Einzelheit in einer Schließstellung, aus welcher ersichtlich ist, dass der Zahn 18.1
des oberen Aufnahmeteils 18.1 und der Zahn 18.2 des unteren Aufnahmeteils 18.2 in
das Material des Leitstabes 14 hineinragen und dadurch eine Fixierung desselben in
der Aufnahme 18 erfolgt.
[0035] Fig.7 bis Fig. 9 zeigen in einer dritten Ausführungsform eine Haltevorrichtung 10,
die insgesamt vier Kopf an Kopf, jedoch gefächert ausgerichtete Feuerwerksraketen
12 mit Ihren Leitstäben 14 und Köpfen 16 hält. Dementsprechend weist die Vorrichtung
10 auch vier Aufnahmen 18 auf. Die Aufnahmen 18 sind dabei mit einem oberen Aufnahmeteil
18.1 und einem unteren Aufnahmeteil 18.2 identisch zu denjenigen der zweiten Ausführungsform
gemäß den Fig. 4 bis Fig. 6 ausgebildet. Lediglich die Dimensionierung eines Unterteils
20 und eines Oberteils 22 der vierten Ausführungsform der Haltevorrichtung 10, insbesondere
betreffend die Anordnung der Aufnahmen 18 zueinander, ist unterschiedlich im Vergleich
zu der zweiten Ausführungsform gemäß den Fig. 4 bis Fig. 6, was seinen Grund in der
unterschiedlichen Ausrichtungen der vier Feuerwerksraketen 12 hat.
[0036] Fig.10 zeigt eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen
10 zur Aufnahme von vier in Bezug auf Köpfe 16 entgegengesetzt zueinander angeordneten
Feuerwerksraketen 12 mit den jeweiligen Leitstäben 14. Ansonsten sind die Aufnahmen
18 mit ihrem oberen Aufnahmeteil 18.2 in einem Oberteil 22 und einem unteren Aufnahmeteil
18.2 in einem Unterteil 20 identisch ausgebildet wie bei der zweiten und dritten Ausführungsform
gemäß den Fig. 4 bis Fig.6. Im Unterschied zur dritten Ausführungsform ist die Dimensionierung
des Unterteils 20 und des Oberteiles 22 in Hinblick auf die Anordnung der vier Aufnahmen
18 unterschiedlich zu derjenigen insbesondere in der dritten Ausführungsform gemäß
den Fig. 7 bis Fig.9 gezeigten, was seinen Grund in der in Bezug auf die Köpfe 16
entgegen gesetzt zueinander erfolgten Anordnung der vier Feuerwerksraketen 12 hat.
[0037] Die Unterteile 20 und Oberteile 22 der ersten bis vierten Ausführungsform gemäß den
Fig. 1 bis Fig. 12 sind vorteilhafterweise aus Metallblechen hergestellt, bevorzugt
durch Stanzen. Das Gelenk 24 ist jeweils aus einem Gelenkstift 24, ebenfalls aus einem
metallischen Material, hergestellt, so dass insgesamt die vier Ausführungsformen gemäß
den Fig. 1 bis Fig.12 feuer- beziehungsweise brandfest ausgebildet sind. Zudem sind
diese Haltevorrichtungen 10, bezogen auf die Gesamtlänge der Leitstäbe 14, die die
Köpfe 16 der Feuerwerksraketen 12 überragen, relativ nahe an den Köpfen 16 angeordnet.
Bevorzugt sind die jeweiligen Haltevorrichtungen nicht mehr als 10 cm entfernt von
einer Unterkante der Köpfe, bevorzugt nicht mehr als 20 cm an den Leitstäben 14 der
Feuerwerksraketen 12 angeordnet. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung gemäß
der ersten und der vierten Ausführungsform. Bei der vierten Ausführungsform ist insbesondere
vorteilhaft, dass aufgrund der im Bezug auf die Köpfe entgegen gesetzten Anordnungen
der Feuerwerksraketen 12 zueinander sich bei einem möglichen gleichzeitigen Zünden
zweier Raketen sich deren Schubkräfte gegenseitig aufheben, wodurch eine weiter bevorzugt
deutliche Verringerung der Wurfweite erfolgt.
[0038] Fig. 13 zeigt eine fünfte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
10 im Bezug auf drei parallel zueinander angeordnete Feuerwerksraketen 12 mit ihren
jeweiligen Leitstäben 14 und Köpfen 16. Die Haltevorrichtung 10 ist aus einem unteren
Metallstreifen 20 und einem oberen Metallstreifen 22 gebildet, die biegsam sind. Diese
weisen in einem Mittelbereich 44 auf den einander zugewandten Oberflächen jeweils
eine Zahnreihe 30.1 beziehungsweise 30.2 zur Bildung je eines Fixiermittels 26 auf,
welches gleichzeitig mehrere Leitstäbe 14 in einer einzigen Aufnahme 18 fixiert. In
einem Endbereich 42.1 ist das Unterteil 20 und das Oberteil 22 miteinander biegsam
verbunden. Im Endbereich 42.1 kann auch im Ober- und/oder Unterteil 20 bzw. 22 eine
Materialverdünnung in Form einer Falz vorgesehen sein, um eine Gelenkigkeit herzustellen.
Auch könnte alternativ eine Überwurfhalterung den Endbereich 42.1 von seinem Ende
aus umfassen, so dass mechanisch eine Gelenkigkeit zur Verfügung gestellt ist. Über
einen Endbereich 42.2, welcher eine geringere Höhe zwischen den einander zugeordneten
Oberflächen des Unterteils 20 und des Oberteils 22 aufweist als im Bereich der Aufnahme
18, kann dann eine Aufweitung der Haltevorrichtung 10 erfolgen, und hierdurch Leitstäbe
14 von Feuerwerksraketen 12 eingelegt werden. Durch ein Schließen durch Zusammendrücken
des Unterteils 20 und des Oberteils 22 erfolgt dann eine Fixierung der drei Leitstäbe
14 der Feuerwerksraketen 12. Der Endbereich 42.1 kann daher auch als Gelenkbereich
im Sinne der vorliegenden Erfindung angesprochen werden. Es kann jedoch auch alternativ
vorgesehen sein, dass der Endbereich 42.1 genauso ausgebildet ist wie der Endbereich
42.2, mithin auf ein Gelenk verzichtet wird. Dann erfolgt einfach eine Pressung des
Unterteils 20 mit dem Oberteil 22, wobei dann aufgrund der Vorsehung der Zahnreihen
30.1 und 30.2 als Fixiermittel 26 eine hinreichende Fixierung der drei Leitstäbe 14
der Feuerwerksraketen 12 erzielbar ist. Fig. 15 zeigt dabei im Detail, dass die einzelnen
Zähne der Zahnreihen 30.1 und 30.2 in das Material des Leitstabes 14 eingreifen.
[0039] Fig. 16 zeigt eine sechste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
10, die sich von derjenigen der Fig. 1 bis Fig. 15 unterscheidet. Gemäß Fig. 16 sind
wiederum drei Feuerwerksraketen 12 Kopf an Kopf parallel zueinander mit ihren Leitstäben
14 und Köpfen 16 angeordnet und durch die Haltevorrichtung 10 gehalten. Die Haltevorrichtung
weist dabei einen Stab 38 auf, welcher durch entsprechende Bohrungen 40 in den Leitstäben
14 geführt ist. Im Bereich der Bohrungen kann dabei noch klebriges Material zu einer
gewissen Vorfixierung beziehungsweise Haltung der Leitstäbe 14 vorgesehen sein. Der
Stab 38 weist an seinen beiden Enden jeweils eine Endplatte 36.1 beziehungsweise 36.2
auf, welche jeweils an einer Seitenwand der äußeren Leitstäbe 14 anliegen. Auch hierdurch
kann durch einen unkontrollierten Abbrand einer Feuerwerksrakete 12 eine Verhinderung
sämtlicher Raketen am Flug erzielt werden.
[0040] Mit der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung wird damit einer Hilfsmittel zur Verfügung
gestellt, welches es insbesondere ermöglicht, Feuerwerksraketen frei verkäuflich zu
gestalten, da diese die Vorschriften und Regulierungen in Hinblick auf die Lagerung
den Transport insbesondere betreffend einen unkontrollierten Abbrand erfüllen.
1. Haltevorrichtung (10) für mindestens zwei Feuerwerksraketen (12), die einen Leitstab
(14) und einen Kopf (16) umfassen, wobei beabstandet von Kopf (12) die mindestens
zwei Leitstäbe (14) zueinander gehalten sind derart, dass bei einem Abbrand mindestens
einer der Raketen (12) sämtliche Raketen (12) am Flug gehindert sind, dass die Haltevorrichtung
(10) ein Oberteil (22) und ein Unterteil (20) umfasst, und dass das Oberteil (22)
und das Unterteil (20) gelenkig (24) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterteil (20) und das Oberteil (22) jeweils zumindest ein Aufnahmeteil (18.1,
18.2) aufweisen, wobei die Aufnahmeteile (18.1, 18.2) in der Schließstellung von Unter-
und Oberteil (20, 22) zumindest eine Aufnahme (18) für die Leitstäbe (14) erzeugen,
wobei die Aufnahme (18) in der Schließstellung eine Fixierung der Leitstäbe (14) durch
Eindringen von mindestens einer Überschneidung (32) und/oder von mindestens eines
Fixierelements (26, 28) der Aufnahmeteile (18.1, 18.2) in die Leitstäbe (14) erzeugt.
2. Haltevorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (26, 28) dorn- und/oder zahnartig ausgebildet ist.
3. Haltevorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil und/oder das Unterteil (20, 22) aus einem Metallblech gefertigt sind.
4. Verpackungseinheit umfassend eine Umverpackung und mindestens zwei in dieser angeordnete
Feuerwerksraketen (12), die durch mindestens eine Vorrichtung (10) gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 3 zueinander gehalten sind.
5. Verpackungseinheit gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Raketen (12) Kopf (16) an Kopf (16) oder in Bezug auf die Köpfe (16) entgegengesetzt
zueinander in der Verpackungseinheit angeordnet sind.
6. Verwendung einer Haltevorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 für mindestens
zwei Feuerwerksraketen (12).
1. Retaining device (10) for at least two firework rockets (12), comprising a guide rod
(14) and a head (16), wherein spaced from the head (12) the at least two guide rods
are retained towards each other in a way that in case of burning up of at least one
of the rockets (12), all rockets (12) are prevented from flying, the retaining device
(10) comprising an upper part (22) and a lower part (20), and the upper part (22)
and the lower part (20) being connected with each other by an articulated joint (24),
characterized in that the lower part (20) and the upper part (22) each include at least one receiving part
(18.1, 18.2), wherein in the closed position of lower and upper part (20, 22), the
receiving parts (18.1, 18.2) have at least one reception (18) for the guide rods (14),
wherein in closed position, the guide rods (14) are fixed in said reception (18) when
at least one intersection (32) and/or at least one fixation element (26, 28) of the
receiving parts (18.1, 18.2) engages in the guide rods (14).
2. Retaining device according to claim 1, characterized in that the fixation element (26, 28) is formed like a spike or tooth.
3. Retaining device according to one of the preceding claims, characterized in that the upper part and/or the lower part (20, 22) are made of a metal sheet.
4. Packaging unit comprising an outer packaging with at least two firework rockets (12)
arranged in it and being retained towards each other by at least one device (10) according
to one of the claims 1 to 3.
5. Packaging unit according to claim 4, characterized in that the rockets (12) are arranged head (16) to head (16) or with the heads (16) opposite
each other in the packaging unit.
6. Use of a retaining device (10) according to one of the claims 1 to 3 for at least
two firework rockets (12).
1. Dispositif de retenue (10) pour au moins deux feux d'artifice (12) qui comprennent
une tige de guidage (14) et une tête (16), à distance de la tête (12), au moins deux
tiges de guidage (14) étant maintenues l'une par rapport à l'autre de telle sorte
que lors d'une mise à feu d'au moins un des feux (12), il est évité que tous les feux
(12) décollent, que le dispositif de retenue (10) comprend une partie supérieure (22)
et une partie inférieure (20), et que la partie supérieure (22) et la partie inférieure
(20) sont reliées ensemble de manière articulée (24), caractérisé en ce que la partie inférieure (20) et la partie supérieure (22) comportent respectivement
au moins une partie de logement (18.1, 18.2), les parties de logement (18.1, 18.2)
créant, la partie inférieure et la partie supérieure (20, 22) en position fermée,
au moins un logement (18) pour les tiges de guidage (14), le logement (18) créant
en position fermée une fixation des tiges de guidage (14) par pénétration d'au moins
un chevauchement (32) et/ou d'au moins un élément de fixation (26, 28) des parties
de logement (18.1, 18.2) dans les tiges de guidage (14).
2. Dispositif de retenue selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de fixation (26, 28) est réalisé en forme de mandrin ou en forme de dent.
3. Dispositif de retenue selon l'une des précédentes revendications, caractérisé en ce que la partie supérieure et/ou la partie inférieure (20, 22) est/sont fabriquée(s) à
partir d'une tôle métallique.
4. Unité de conditionnement comprenant un conditionnement extérieur et au moins deux
feux d'artifice (12) disposés dans celle-ci, qui sont maintenus l'un par rapport à
l'autre par au moins un dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 3.
5. Unité de conditionnement selon la revendication 4, caractérisé en ce que les feux sont disposés dans l'unité de conditionnement, tête (16) vers tête (16),
ou opposés l'un à l'autre en ce qui concerne les têtes (16).
6. Utilisation d'un dispositif de retenue (10) selon l'une des revendications 1 à 3 pour
au moins deux feux d'artifice (12).