[0001] Die Erfindung betrifft einen Läufer für ein Sicherungssystem mit einem Führungselement.
[0002] Derartige Sicherungssysteme werden beispielsweise in Leitern integriert, die an Wänden
von Gebäuden oder an anderen hoch aufragenden Strukturen, wie z.B. Hochspannungs-
oder sonstige Masten, befestigt sind und einen gesicherten Aufstieg von Wartungspersonal
ermöglichen. Die Sicherungssysteme sollen dabei einen Absturz des Wartungspersonals
verhindern.
[0003] Das Führungselement eines solchen Sicherungssystems, das beispielsweise in Form einer
Führungsschiene oder eines Seils ausgebildet sein kann, verläuft entlang der Leiter.
Ein Läufer des Sicherungssystems ist beweglich entlang des Führungselements geführt.
Im Fall eines Absturzes der mit dem Läufer über ein Tragegeschirr verbundenen Person
soll der Läufer eine Relativbewegung zu dem Führungselement verhindern und den Fall
der Person dadurch beenden oder zumindest abbremsen.
[0004] Es sind verschiedene Möglichkeiten zur Ausgestaltung solcher Läufer bekannt geworden,
durch die im Normalfall die Relativbewegung zwischen Führungselement und Läufer ermöglicht,
im Falle eines Absturzes jedoch verhindert wird.
[0005] Aus der
DE 20 2009 014 714 U1 ist beispielsweise ein gattungsgemäßes Sicherungssystem bekannt geworden, bei dem
die Sperrwirkung zur Verhinderung der Relativbewegung durch zwei auf einer gemeinsamen
Achse angeordnete Bremskörper erreicht wird, die verschwenkbar in einem Gehäuse des
Läufers gelagert und bezüglich der Schwenkachse asymmetrisch ausgebildet sind. In
einer Freigabestellung der Bremskörper berühren diese eine Führungsschiene nicht,
so dass eine Bewegung des Läufers relativ zu der Führungsschiene in beide Richtungen
möglich ist. In einer Bremsstellung wird dagegen jeweils ein Abschnitt der Bremskörper
gegen die Führungsschiene gedrückt, wodurch kraftschlüssig die Relativbewegung zwischen
Läufer und Führungsschiene verhindert oder abgebremst wird.
[0006] Zum Andrücken der Bremskörper an die Führungsschiene sind zwei voneinander unabhängige
Auslösemechanismen vorgesehen. Zum einen ist das Anschlagelement, an dem sich die
zu sichernde Person mit dem Tragegeschirr sichern kann, in einen Betätigungshebel
integriert, der bei einer hohen Belastung in Fallrichtung, wie diese durch einen Absturz
der Person hervorgerufen wird, verschwenkt, wobei diese Schwenkbewegung auf die Bremskörper
übertragen wird. Zusätzlich ist noch ein Rad vorgesehen, das permanent an der Führungsschiene
abrollt und mit einer Fliehkraftkupplung verbunden ist. Beim Überschreiten einer Grenzwinkelgeschwindigkeit
des Rads kuppelt die Fliehkraftkupplung ein und überträgt die Drehbewegung des Rads
über Hebel auf die Bremskörper, die dadurch in die Bremsstellung verschwenkt werden.
[0007] Die Betätigung der Bremskörper mittels der Fliehkraftkupplung erfolgt unabhängig
von dem Betätigungshebel. Dieser ist somit derart in dem Gehäuse gelagert, dass dieser
die Bremskörper zwar in die Verriegelungsstellung bewegen kann, gleichzeitig jedoch
ein durch die Fliehkraftkupplung initiiertes Verschwenken der Bremskörper nicht auf
den Betätigungshebel übertragen wird.
[0008] Aus der
EP 1 488 828 B1 ist zudem noch ein gattungsgemäßes Sicherungssystem bekannt, bei dem das Gehäuse
quer zur Längsrichtung der Führungsschiene auseinanderschiebbar ist, wodurch dieses
an beliebiger Stelle an einer Führungsschiene befestigt werden kann und nicht an dem
unteren oder oberen Ende auf die Führungsschiene aufgeschoben werden muss. Bei dem
dortigen Läufer ist auch vorgesehen, eine Verdrehsicherung zu realisieren, durch die
sichergestellt werden soll, dass der Läufer in nur einer, der richtigen Ausrichtung
an der Führungsschiene befestigt werden kann. Die Verdrehsicherung umfasst zum einen
ein Sperrelement, das bei einer falschen Ausrichtung des Läufers in eine Ausnehmung
eines Führungsbolzens fällt und dadurch ein Schließen des Gehäuses verhindert. Da
dies kein falsches Ansetzen des (geschlossenen) Läufers an den Enden der Führungsschiene
verhindern kann, ist zudem vorgesehen, die beiden die Führungsschiene teilweise umgreifenden
Backen des Gehäuses asymmetrisch auszubilden, so dass der Läufer nur in der richtigen
Ausrichtung auf die entsprechend angepasste Führungsschiene aufschiebbar ist.
[0009] Die doppelte Verdrehsicherung des aus der
EP 1 488 828 B1 bekannten Sicherungssystems ist konstruktiv aufwändig.
[0010] Ein Sicherungssystem mit verschiedenen einfacheren Verdrehsicherungen ist aus
WO 2010/026201 bekannt.
[0011] Ausgehend von diesem Stand der Technik lag der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde,
eine konstruktiv einfache Verdrehsicherung für ein gattungsgemäßes Sicherungssystem
anzugeben.
[0012] Diese Aufgabe wird durch einen Läufer und ein Sicherungssystem gemäß den unabhängigen
Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Läufers sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der Erfindung.
[0013] Ein gattungsgemäßer Läufer für ein Sicherungssystem mit (mindestens) einem Führungselement
(insbesondere eine Führungsschiene und/oder ein (Stahl-)Seil), der zumindest
- (mindestens) ein eine Führung für das Führungselement ausbildendes Gehäuse,
- (mindestens) einen Bremskörper, wobei der Bremskörper mittels eines Betätigungsmechanismus
von einer Freigabestellung, in der der Läufer entlang des Führungselements bewegbar
ist, in eine Bremsstellung, in der der Bremskörper durch einen (kraft- und/oder formschlüssigen)
Kontakt mit dem Führungselement eine Relativbewegung zwischen dem Läufer und dem Führungselement
in einer Sperrrichtung verhindert oder abbremst, bewegbar ist,
- (mindestens) ein Anschlagelement zur Fixierung eines mit einer zu sichernden Person
verbundenen Sicherungselements und
- (mindestens) eine Sicherungsvorrichtung, die ein Befestigen des Läufers an dem Führungselement
in lediglich einer Ausrichtung ermöglicht,
umfasst, so dass als Verdrehsicherung (mindestens) ein Sicherungselement zum Einsatz
kommt, das zwischen einer Freigabestellung und einer Sicherungsstellung bewegbar ist,
wobei dieses in der Sicherungsstellung durch eine Kollision mit dem Führungselement
ein Befestigen des Läufers an dem Führungselement verhindert.
[0014] Ein gattungsgemäßes Sicherungssystem umfasst neben (mindestens) einem erfindungsgemäßen
Läufer (mindestens) ein Führungselement (insbesondere in Form einer Führungsschiene
und/oder eines (Stahl-)Seils).
[0015] Die gattungsgemäße Ausgestaltung kann in vorteilhafter Weise ermöglichen, mit lediglich
einem Sicherungselement sämtliche Möglichkeiten, den Läufer in falscher Ausrichtung
an der Führungsschiene zu befestigen, zu verhindern. Durch das in die Führung des
Gehäuses ragende Sicherungselement kann nicht nur eine Kollision des Läufers bei einem
Aufschieben in falscher Ausrichtung auf eines der beiden Enden des Führungselements
erreicht werden, sondern auch eine Kollision beim versuchten Zusammenschieben eines
geöffneten Gehäuses, wie dies grundsätzlich aus der
EP 1 488 828 B1 bekannt ist.
[0016] Dabei ist vorgesehen, dass das Sicherungselement bei einer falschen Ausrichtung des
Läufers schwerkraftbedingt in die Sicherungsstellung bewegt wird, wie dies grundsätzlich
aus der
WO 2010/026201 bekannt ist. Dadurch kann eine konstruktiv einfache und handhabungssichere Ausgestaltung
der Sicherungsvorrichtung erzielt werden.
[0017] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Sicherungselement mindestens zwei zueinander
(vorzugsweise um 90°) abgewinkelte Schenkel aufweist, wobei in der Sicherungsstellung
einer der Schenkel in die Führung des Gehäuses ragt. Hierbei handelt es sich um eine
besonders einfache Ausgestaltung, durch die sämtliche Möglichkeiten, den Läufer in
falscher Ausrichtung an dem Führungselement zu befestigen, vermieden werden können.
[0018] Vorzugsweise ist das Gehäuse des Läufers zu öffnen, um ein Aufsetzen des Läufers
an beliebiger Stelle des Führungselements zu ermöglichen. Hierzu kann das Gehäuse
einen Grundkörper und (mindestens) ein das Führungselement teilweise umgreifendes
Seitenteil umfassen, das quer zur Längsrichtung der Führung relativ zu dem Grundkörper
verschiebbar ist, um in einer geöffneten Stellung ein Aufsetzen des Gehäuses auf das
Führungselement zu ermöglichen.
[0019] Dabei kann weiter bevorzugt vorgesehen sein, dass das (oder ein anderes) Seitenteil
an (mindestens) einem Führungsbolzen geführt verschiebbar ist, wobei (mindestens)
ein weiteres Sicherungselement vorgesehen ist, das bei einer falschen Ausrichtung
des Läufers in einem Zwischenraum, der in der geöffneten Stellung des Gehäuses zwischen
dem Führungsbolzens und dem Seitenteil oder einem damit fest verbundenen Teil ausgebildet
ist, angeordnet ist und dadurch ein Zusammenschieben von Seitenteil und Grundkörper
verhindert. Dadurch kann eine Redundanz der Verdrehsicherung erreicht werden, die
die Handhabungssicherheit weiter erhöhen kann.
[0020] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Läufers kann eine
Verriegelungseinrichtung vorgesehen sein, die in einer Verriegelungsstellung die Verschiebbarkeit
des Seitenteils zu dem Grundkörper, insbesondere aus der geschlossenen Stellung heraus,
verhindert.
[0021] Die Verriegelungseinrichtung kann vorzugsweise einen in dem Seitenteil gelagerten
Verriegelungsbolzen umfassen, der in der Verriegelungsstellung in eine Vertiefung
des Führungsbolzens eingreift.
[0022] Dabei kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die Verriegelungseinrichtung
mittels eines Federelements in die Verriegelungsstellung beaufschlagt ist.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1:
- einen erfindungsgemäßen Läufer in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 2:
- eine Führungsschiene für den Läufer gemäß Fig. 1 in einem Querschnitt;
- Fig. 3:
- den Läufer mit Karabinerhaken in einer Vorderansicht;
- Fig. 4:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene IV - IV in Fig. 3;
- Fig. 5:
- den Läufer ohne Frontdeckel in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 6:
- den Läufer in einer Aufsicht mit geöffnetem Gehäuse;
- Fig. 7:
- den Läufer in einer Seitenansicht in richtiger Ausrichtung;
- Fig. 8:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene VIII - VIII in Fig. 7;
- Fig. 9:
- den Läufer in einer Seitenansicht in falscher Ausrichtung;
- Fig. 10:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene X - X in Fig. 9;
- Fig. 11:
- den Läufer in einer Seitenansicht in richtiger Ausrichtung;
- Fig. 12:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene XII-XII in Fig. 11;
- Fig. 13:
- den Läufer in einer Seitenansicht in falscher Ausrichtung;
- Fig. 14:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene XIV - XIV in Fig. 13;
- Fig. 15:
- Teile des Läufers in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 16:
- den Läufer in einem Schnitt entlang der Ebene XVI - XVI in Fig. 3;
[0024] In der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Sicherungssystems beziehen sich die Bezeichnungen "unten" und "oben" auf die entsprechende
Ausrichtung bezüglich der Schwerkraft bei einer richtigen, d.h. funktionsfähigen Ausrichtung
des Läufers.
[0025] Der dargestellte Läufer 1 umfasst ein Gehäuse 2 mit einem Grundkörper 3 sowie zwei
mit dem Grundkörper 3 verbundenen Seitenteilen 4.
[0026] Die Seitenteile 4 weisen jeweils eine Führungsnut 5 auf, die zusammen eine Führung
für eine in der Fig. 2 im Querschnitt dargestellte Führungsschiene 6 ausbilden. Die
Führungsschiene 6 weist im Querschnitt einen U-förmigen Grundabschnitt mit einem zentralen
Schenkel 7 und zwei im rechten Winkel dazu angeordneten, äußeren Schenkeln 8 auf.
An die äußeren Schenkel 8 schließt sich jeweils im rechten Winkel nach außen ein Seitenabschnitt
9 an ("Hut-Profil"). Die freien Längskanten der Seitenabschnitte 9 sind in den Führungsnuten
5 der Seitenteile 4 des Gehäuses 2 geführt, so dass grundsätzlich eine Bewegung des
Läufers 1 in beiden Richtungen entlang der Führungsschiene 6 möglich ist.
[0027] Die Führungsschiene 6 kann beispielsweise an einer Gebäudewand befestigt werden,
wozu in dem zentralen Schenkel 7 in regelmäßigen Abständen Durchgangsöffnungen vorgesehen
sind, durch die sich Verschraubungen erstrecken können.
[0028] Der Grundkörper 3 bildet einen Aufnahmeraum aus, innerhalb dessen Funktionsteile
des Läufers 1 angeordnet sind.
[0029] Diese umfassen einen Betätigungshebel 10, der durch eine Führungsöffnung in einer
Frontplatte des Grundkörpers 3 ragt und eine Öse ausbildet. An dieser Öse ist ein
Karabinerhaken 11 (in den Fig. 1, 5 und 6 nicht dargestellt) befestigt, in den wiederum
ein Sicherungsgurt einer persönlichen Schutzausrüstung einer Person eingehakt werden
kann, die mittels des von dem Läufer 1 und der Führungsschiene 6 ausgebildeten Sicherungssystems
gesichert werden soll. Der Betätigungshebel 10 ist drehbar auf einer ersten Achse
12 gelagert. Diese Achse 12 nimmt zudem zwei Bremskörper 13 drehbar auf, die bezüglich
dieser Achse 12 asymmetrisch ausgebildet sind. In einem Betätigungsabschnitt weisen
die beiden Bremskörper 13 eine Durchgangsöffnung auf, durch die sich ein Betätigungsbolzen
14 erstreckt.
[0030] Dieser verbindet die beiden Bremskörper 13 miteinander. Dabei erstreckt sich der
Betätigungsbolzen 14 zudem durch ein teilkreisförmiges Langloch 15 des Betätigungshebels
10 sowie durch Durchgangsöffnungen an den unteren Enden von zwei Betätigungsstangen
16, die an ihren oberen Enden über eine zweite Achse 17 mit dem Gehäuse 18 einer Fliehkraftkupplung
verbunden sind.
[0031] Mittels des Betätigungsbolzens 14 können die Bremskörper 13 um die erste Achse 12
(nach unten) aus der in den Zeichnungen dargestellten Freigabestellung in eine Bremsstellung
verschwenkt werden, in der die Bremskörper 13 in einen kraftschlüssig bremsenden Eingriff
mit den beiden Seitenabschnitten 9 der Führungsschiene 6 gebracht sind.
[0032] Der Betätigungsbolzen 14 und damit die Bremskörper 13 können zum einen mittels des
Betätigungshebels 10 verschwenkt werden. Dies erfolgt insbesondere, wenn die an dem
Sicherungssystem gesicherte Person abstürzt und dadurch den Betätigungshebel ausgehend
von der in den Zeichnungen dargestellten ersten Stellung, der Ausgangsstellung, mit
einer erheblichen Kraft(komponente) nach unten belastet. In der ersten Stellung des
Betätigungshebels 10 und in der Freigabestellung der Bremskörper 13 schlägt der Betätigungsbolzen
14 an das obere Ende des Langlochs 15 an. Eine Bewegung des Betätigungshebels 10 nach
unten wird somit direkt auf den Betätigungsbolzen 14 und damit die Bremskörper 13
übertragen, so dass diese in Richtung ihrer Bremsstellung verschwenkt werden. Die
beim Erreichen der Bremsstellung vorliegende Stellung des Betätigungshebels 10 wird
als dessen zweite Stellung bezeichnet.
[0033] Der Betätigungsbolzen 14 beziehungsweise die Bremskörper 13 können weiterhin mittels
einer Fliehkraftbetätigungseinrichtung verschwenkt werden. Diese umfasst neben den
Betätigungsstangen 16 und der Fliehkraftkupplung noch zwei Räder 19, die seitlich
neben der Fliehkraftkupplung angeordnet sind und an den Seitenabschnitten 9 der Führungsschiene
6 abrollen. Die Räder 19 sind über eine Welle 20 drehfest mit einem Rotor der Fliehkraftkupplung
verbunden, der zwei Kupplungsbacken 21 umfasst. Die Kupplungsbacken 21 werden infolge
die Rotation der Räder 19 durch die auf diese wirkenden Zentrifugalkräfte nach außen
gedrückt. Dabei werden Federn gespannt, die die Kupplungsbacken 21 bei nachlassender
Winkelgeschwindigkeit wieder zurückziehen. Mit wachsender Winkelgeschwindigkeit werden
die Kupplungsbacken 21 dann mit zunehmendem Druck gegen die Innenseite des Kupplungsgehäuses
18 gedrückt. Dadurch wird ab einer definierten Grenzwinkelgeschwindigkeit das Kupplungsgehäuse
18 von den Rädern 19 ein Stück weit mitgedreht. Diese Drehung wird über die mit dem
Kupplungsgehäuse 18 verbundenen Betätigungsstangen 16 auf den Betätigungsbolzen 14
übertragen, der zusammen mit den Bremskörpern 13 nach unten gedrückt wird, wodurch
die Bremskörper 13 in den bremsenden Eingriff mit der Führungsschiene 6 gelangen.
[0034] Die Bremskörper 13 können demnach unabhängig voneinander durch sowohl den Betätigungshebel
10 als auch die Fliehkraftbetätigungseinrichtung betätigt werden, wobei im Falle eines
Absturzes der gesicherten Person in der Regel beide Betätigungseinrichtungen gemeinsam
auf den Betätigungsbolzen 14 und damit die Bremskörper 13 einwirken werden, da sowohl
der Betätigungshebel 10 durch den beginnenden Fall der gesicherten Person nach unten
gezogen wird, als auch eine beginnende Beschleunigung des Läufers 1 zu einer Aktivierung
der Fliehkraftbremse führen wird.
[0035] Die Anordnung und Ausgestaltung der Bremskörper 13 ist derart, dass diese nach einem
beginnenden Eingriff mit der Führungsschiene 6 selbstverstärkend wirken, die dabei
entstehenden Reibungskräfte somit das Andrücken der Bremskörper 3 an die Führungsschiene
6 unterstützen. Dies kann dazu führen, dass sich die Bremskörper 13 nach der Aktivierung
des Läufers 1 relativ fest mit der Führungsschiene 6 verklemmen und dadurch nur schwierig
wieder gelöst werden können.
[0036] Um dies zu vereinfachen ist vorgesehen, den Betätigungshebel 10 ausgehend von der
zweiten Stellung über die erste Stellung hinaus nach oben verschwenken zu können.
Sofern sich die Bremskörper 13 in der Bremsstellung befinden, kann der Betätigungshebel
10 infolge der Führung des Betätigungsbolzens 14 in dem Langloch 15 zwischen der zweiten
und der ersten Stellung bewegt werden, ohne dass dieser den Betätigungsbolzen 14 mitnimmt.
Erst beim Erreichen der ersten Stellung schlägt der Betätigungsbolzen 14 an das untere
Ende des Langlochs 15 an. Eine weitere Bewegung des Betätigungshebels 10 nach oben
bewirkt dann, dass der Betätigungsbolzen 14 und damit die Bremskörper 13 nach oben
verschwenkt und somit aus dem bremsenden Eingriff mit der Führungsschiene 6 gebracht
werden können.
[0037] Im Normalzustand wird diese Bewegung des Betätigungshebels 10 über die erste Stellung
hinaus in eine dritte Stellung durch ein Sperrelement 22 verhindert, das um eine dritte
Achse 23, die senkrecht zu der ersten Achse 12 und zweiten Achse 17 angeordnet ist,
an dem Gehäuse 2 befestigt ist. Die Zeichnungen zeigen das Sperrelement 22 in seiner
verriegelnden Stellung, in der dieses zwischen der Oberseite des Betätigungshebels
10 und dem oberen Ende der Führungsöffnung abgestützt ist. Zum Lösen des Sperrelements
22 muss der Betätigungshebel 10 - sofern er sich in der ersten Stellung befindet -
aus dieser in Richtung der zweiten Stellung, d.h. nach unten bewegt werden. Der so
entstehende Platz zwischen der Oberseite des Betätigungshebels 10 und dem Sperrelement
22 ermöglicht, dieses um ca. 90° nach unten zu verschwenken. Dadurch gibt das Sperrelement
22 den oberen Teil der Führungsöffnung frei, so dass der Betätigungshebel 10 nunmehr
über die erste Stellung hinaus nach oben bewegt werden kann, um die verklemmten Bremskörper
13 von der Führungsschiene 6 zu lösen.
[0038] Sobald dies erfolgt ist, wird der Betätigungshebel 10 wieder ein Stück weit über
die erste Stellung hinaus in Richtung der zweiten Stellung bewegt, wodurch ermöglicht
wird, das Sperrelement 22 wieder in seine verriegelnde Stellung zu verschwenken. Diese
Bewegung des Betätigungshebels 10 wird von einer Feder 24 unterstützt, die bei der
Bewegung des Betätigungshebels 10 in Richtung der dritten Stellung vorgespannt wird.
Ebenso kann vorgesehen sein, dass auch das Verschwenken des Sperrelements 22 in seine
verriegelnde Stellung federunterstützt ist.
[0039] Das Gehäuse 2 des Läufers 1 kann geöffnet werden, um - neben dem Aufschieben auf
das obere oder untere Ende der Führungsschiene 6 - ein Ansetzen und Befestigen des
Läufers 1 an einer beliebigen Stelle der Führungsschiene 6 zu ermöglichen. Ein Öffnen
des Gehäuses 2 erfolgt durch ein Verschieben eines der Seitenteile 4 quer zur Bewegungsrichtung
bzw. der Längsrichtung der Führungsschiene 6. Dieses Seitenteil 4 ist dabei an insgesamt
sieben Führungsbolzen 25 geführt, die an dem Grundkörper 3 des Gehäuses 2 befestigt
sind und sich durch entsprechende Aufnahmeöffnungen des Seitenteils 4 sowie eines
seitlich an dem Seitenteil 4 befestigten Handgriffs 26 erstrecken. Die Fig. 6 zeigt
den Läufer 1 in einer Aufsicht mit geöffnetem Gehäuse 2.
[0040] Um das Gehäuse 2 öffnen zu können, muss zunächst eine Verriegelungseinrichtung manuell
gelöst werden. Diese umfasst einen um ca. 90° abgewinkelten Schiebegriff 27, der mit
dem oberen Ende eines Verriegelungsbolzens 28 verbunden (verschraubt) ist. Der Verriegelungsbolzen
28 besteht aus zwei Teilen 29, 30, die miteinander verschraubt sind (vgl. Fig. 14),
und ist innerhalb einer Durchgangsöffnung 31 des Seitenteils 4 verschiebbar angeordnet.
Die Durchgangsöffnung 31 bildet in ihrem oberen Abschnitt einen umlaufenden Vorsprung
32 aus. Innerhalb dieses Vorsprungs 32 ist der Durchmesser gegenüber den anderen Abschnitten
der Durchgangsöffnung 31 verringert. Innerhalb des Vorsprungs 32 ist ein Abschnitt
des oberen Teils 29 des Verriegelungsbolzens 28 beweglich geführt, der dazu einen
entsprechend kleinen Außendurchmesser aufweist. Dieser Abschnitt des oberen Teils
29 des Verriegelungsbolzens 28 endet nach oben in einem Absatz, der als Anschlag für
die Bewegung des Verriegelungsbolzens 28 nach unten dient. Weiterhin weist der obere
Abschnitt 29 des unteren Teils 30 des Verriegelungsbolzens 28 einen Außendurchmesser
auf, der den Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 31 im Wesentlichen vollständig
ausfüllt. In Verbindung mit dem oberen Teil 29 des Verriegelungsbolzens 28 wird somit
ein weiterer Absatz gebildet. Zwischen diesem Absatz und der Unterseite des Vorsprungs
32 ist eine Feder 33 unter (Druck-)Vorspannung gehalten, die dadurch den Verriegelungsbolzen
28 in seiner Verriegelungsstellung hält.
[0041] In der Verriegelungsstellung des Verriegelungsbolzens 28 greift dieser mit Abschnitten,
die durch relativ große Außendurchmesser gekennzeichnet sind, in Nuten 34 mit teilkreisförmigem
Querschnitt ein, die an drei der Führungsbolzen 25 umlaufend ausgebildet sind. Dadurch
sperrt der Verriegelungsbolzen 28 gegen ein Verschieben des Seitenteils 4 entlang
der Führungsbolzen 25.
[0042] Soll das Gehäuses 2 dagegen geöffnet werden, wird der Verriegelungsbolzen 28 manuell
mittels des Schiebegriffs 27 und gegen die Kraft der Feder 33 ein Stück weit nach
oben geschoben, wodurch Abschnitte des Verriegelungsbolzens 28, die einen relativ
kleinen Außendurchmesser aufweisen, neben die Führungsbolzen 8 mit Nuten gebracht
werden. Der Führungsbolzen greift dadurch nicht mehr in die Nuten 34 ein, so dass
dann das Seitenteil 4 mit dem Verriegelungsbolzen 28 entlang der Führungsbolzen 25
verschoben werden kann.
[0043] Das geöffnete Gehäuse 2 kann dadurch an der Führungsschiene 6 angesetzt und durch
ein Schließen des Gehäuses 2 befestigt werden. Das Schließen des Gehäuses 2 wird durch
ein Zusammenschieben von Seitenteil 4 und Restgehäuse bewirkt. Dabei bewegt sich der
infolge eines Anschlags an den Führungsbolzen 25 in der geöffneten Stellung gehaltene
Verriegelungsbolzen 28 beim Erreichen der vollständig geschlossenen Stellung des Gehäuses
2 infolge der Beaufschlagung durch die Feder 33 wieder in seine verriegelnde Stellung.
[0044] Die Bremseinrichtung des Läufers 1 funktioniert lediglich in einer Bewegungsrichtung.
Um eine Person gegen Absturz zu sichern, ist daher erforderlich, den Läufer 1 in richtiger
Ausrichtung an der Führungsschiene 6 zu befestigen. Zur Vermeidung einer Befestigung
in falscher Ausrichtung sind zwei voneinander unabhängig funktionierende Verdrehsicherungen
vorgesehen.
[0045] Zum einen ist in einer Aufnahmeöffnung 35 des nicht verschiebbaren Seitenteils ein
T-förmiges Sicherungselement 36 vorgesehen, das um eine vierte Achse 37, die senkrecht
zur von der Führung aufgespannten Führungsebene verläuft, schwenkbar ist. Die vierte
Achse verläuft dabei in der Nähe des Endes eines ersten Schenkels des Sicherungselements
26. Wie dies in der Fig. 7 und 8 dargestellt ist, befindet sich das Sicherungselement
36 bei einer richtigen Ausrichtung des Läufers 1 schwerkraftbedingt vollständig innerhalb
der Aufnahmeöffnung 35, ist somit ohne Funktion.
[0046] Wird dagegen der Läufer 1 um 180° verdreht, in falscher Ausrichtung gehalten (vgl.
Fig. 9 und 10), so verschwenkt das Sicherungselement 36 schwerkraftbedingt und somit
selbsttätig um 90°, so dass ein zweiter der Schenkel weit in die Führungsnut 5 des
Seitenteils 4 hineinragt und dadurch die korrekte Aufnahme der dazugehörigen Längskante
der Führungsschiene 6 verhindert. Das Sicherungselement 36 verhindert dabei nicht
nur ein Schließen des Gehäuses 2 beim mittigen Ansetzen des Läufers 1 an der Führungsschiene
6 sondern auch beim Aufschieben auf deren unteres oder oberes Ende. Bei einem versuchten
Aufschieben auf das untere Ende kollidiert nämlich das untere Ende des dazugehörigen
Seitenabschnitts 9 der Führungsschiene 6 mit dem zweiten Schenkel des Sicherungselements
36 und versucht, diesen weiter zu verschwenken. Dies wird jedoch durch ein Anschlagen
des dritten der Schenkel an einem entsprechenden Abschnitt des Seitenteils 4 verhindert.
Bei einem versuchten Aufschieben auf das obere Ende kollidiert dagegen das obere Ende
des dazugehörigen Seitenabschnitts 9 der Führungsschiene 6 mit dem zweiten Schenkel
des Sicherungselements 36 und versucht, diesen zurück zu verschwenken. Dies wird jedoch
durch ein Anschlagen des dritten Schenkels an der Längskante der Führungsschiene 6
verhindert.
[0047] Als weitere Verdrehsicherung fungiert zudem noch ein weiteres Sicherungselement 38,
das verschiebbar in einer Aufnahmeöffnung 39 des Handgriffs 26 geführt ist. Das Sicherungselement
38 befindet sich bei der richtigen Ausrichtung des Läufers 1 schwerkraftbedingt in
einem Abschnitt der Aufnahmeöffnung 39, in der dieses ohne Funktion ist (vgl. Fig.
9 und 10). Wird der Läufer 1 bei geöffnetem Gehäuse 2 dagegen in falscher Ausrichtung
gehalten (vgl. Fig. 11 und 12), so fällt das Sicherungselement 38 schwerkraftbedingt
in einen Abschnitt der Aufnahmeöffnung 39, in dem dieses vor der Stirnseite eines
der Führungsbolzen 25 angeordnet ist. Ein Zusammenschieben des Gehäuses 2 ist dann
aufgrund einer Kollision dieses Führungsbolzens 25 mit dem Sicherungselement 38 nicht
möglich.
[0048] Ein Mittelteil des Grundkörpers 3 und die Seitenteile 4 des Gehäuses 2 bestehen aus
Leichtmetall und insbesondere Aluminium und können vorteilhaft als Druckgussbauteile
hergestellt sein. Dadurch können leichte und dennoch stabile Bauteile geschaffen werden.
Zur Verstärkung umfasst der Grundkörper 3 beidseitig des Mittelteils noch zwei Verstärkungsplatten
40 aus (Edel-)Stahl, an bzw. in denen auch viele der Funktionsteile befestigt bzw.
gelagert sind. Der Handgriff 26 ist aus Kosten- und Gewichtsgründen vorzugsweise aus
Kunststoff ausgebildet.
1. Läufer (1) für ein Sicherungssystem mit einem Führungselement, mit
- einem eine Führung für das Führungselement ausbildenden Gehäuse (2),
- einem Bremskörper (13),
- einem Anschlagelement zur Fixierung eines mit einer zu sichernden Person verbundenen
Sicherungselements,
wobei der Bremskörper (13) mittels eines Betätigungsmechanismus von einer Freigabestellung,
in der der Läufer (1) entlang des Führungselements bewegbar ist, in eine Verriegelungsstellung,
in der der Bremskörper (13) durch einen Kontakt mit dem Führungselement eine Relativbewegung
zwischen dem Läufer (1) und dem Führungselement in einer Sperrrichtung verhindert
oder abbremst, bewegbar ist, und
- einer Sicherungsvorrichtung, die ein Befestigen des Läufers (1) an dem Führungselement
in lediglich einer Ausrichtung ermöglicht, mit einem Sicherungselement (36), das zwischen
einer Freigabestellung und einer Sicherungsstellung bewegbar ist und in der Sicherungsstellung
durch eine Kollision mit dem Führungselement ein Befestigen des Läufers (1) verhindert,
wobei das Sicherungselement (36) bei einer falschen Ausrichtung des Läufers (1) schwerkraftbedingt
in die Sicherungsstellung bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (36) mit mindestens zwei zueinander abgewinkelten Schenkeln
ausgebildet ist, wobei in der Sicherungsstellung einer der Schenkel in die Führung
des Gehäuses (2) ragt, so dass ein Aufschieben des Läufers in falscher Ausrichtung
auf das untere Ende des Führungselements durch ein Anschlagen des weiteren Schenkels
des Sicherungselements an einem Abschnitt des Seitenteils (4) verhindert wird und
ein Aufschieben des Läufers in falscher Ausrichtung auf das obere Ende des Führungselements
durch ein Anschlagen des weiteren Schenkels an dem Führungselement verhindert wird.
2. Läufer (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) einen Grundkörper (3) und ein das Führungselement teilweise umgreifendes
Seitenteil (4) umfasst, das quer zur Längsrichtung der Führung relativ zu dem Grundkörper
(3) verschiebbar ist, um in einer geöffneten Stellung ein Aufsetzen des Gehäuses (2)
auf das Führungselement zu ermöglichen.
3. Läufer (1) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenteil (4) an einem Führungsbolzen (25) geführt verschiebbar ist, wobei ein
weiteres Sicherungselement (38) in einem Zwischenraum, der in der geöffneten Stellung
des Gehäuses (2) zwischen dem Führungsbolzen (25) und einem Abschnitt des Seitenteils
(4) ausgebildet ist, angeordnet ist und dadurch ein Zusammenschieben von Seitenteil
(4) und Grundkörper (3) verhindert.
4. Läufer (1) gemäß Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Verriegelungseinrichtung, die in einer Verriegelungsstellung die Verschiebbarkeit
verhindert.
5. Läufer (1) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung einen in dem Seitenteil (4) gelagerten Verriegelungsbolzen
(28) umfasst, der in seiner Verriegelungsstellung in eine Nut (24) des Führungsbolzens
(25) eingreift.
6. Läufer (1) gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung mittels eines Federelements in die Verriegelungsstellung
beaufschlagt ist.
7. Sicherungssystem mit einem Läufer (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche und
einem Führungselement.
1. Traveller (1) for a safety system with a guide element, with
- a housing (2) forming a guide for the guide element
- a braking body (13),
- an attachment element for the attachment of a securing element connected with a
person who is to be secured,
wherein, by means of an actuating mechanism , the braking body (13) can be moved from
a release position in which the traveller (1) can be moved along the guide element,
into a locking position in which the braking body (13) prevents or brakes a relative
movement between the traveller (1) and the guide element in a blocking direction through
a contact with the guide element, and
- a safety device, which only allows the traveller (1) to be attached to the guide
element in one orientation, with a safety element (36) which can be moved between
a release position and a safety position and, in the safety position, prevents the
traveller (1) from being attached through a collision with the guide element, wherein,
if the traveller (1) is oriented incorrectly, the safety element (36) is moved, under
the force of gravity, into the safety position, characterised in that the safety element (36) is designed with at least two arms arranged at an angle to
one another, wherein, in the safety position, one of the arms projects into the guide
of the housing (2), so that slotting the traveller onto the lower end of the guide
element in an incorrect orientation is prevented by the other arm of the safety element
coming to rest against a section of the side part (4), and slotting the traveller
onto the upper end of the guide element in an incorrect orientation is prevented by
the other arm of the safety element coming to rest against the guide element.
2. Traveller (1) according to claim 1, characterised in that the housing (2) comprises a base body (3) and a side part (4) partially embracing
the guide element which can be displaced relative to the base body (3), transversely
to the longitudinal direction of the guide, in order, in an opened position, to make
it possible to clip the housing (2) onto the guide element.
3. Traveller (1) according to claim 2, characterised in that the side part (4) can be displaced, guided on a guide bolt (25) wherein a further
safety element (38) is arranged in an intermediate space which, in the opened position
of the housing (2), is formed between the guide bolt (25) and a section of the side
part (4) and thereby prevents the side part (4) and base body (3) from being pushed
together.
4. Traveller (1) according to claim 2 or 3, characterised by a locking device which, in a locking position, prevents displacement.
5. Traveller (1) according to claim 4, characterised in that the locking device comprises a locking bolt (28) mounted in the side part (4) which,
in its locking position, engages in a groove (24) in the guide bolt (25).
6. Traveller (1) according to claim 4 or 5, characterised in that the locking device is biased into the locking position by means of a spring element.
7. Safety system with a traveller (1) according to one of the preceding claims and a
guide element.
1. Coulisseau (1) pour un système d'assurage comportant un élément de guidage, comprenant
- un boîtier (2) réalisant un guidage pour l'élément de guidage,
- un corps de freinage (13),
- un élément de butée pour fixer un élément d'assurage relié à une personne à sécuriser,
le corps de freinage (13) étant mobile au moyen d'un mécanisme d'actionnement depuis
une position de libération dans laquelle le coulisseau (1) est mobile le long de l'élément
de guidage, jusque dans une position de verrouillage dans laquelle le corps de freinage
(13) empêche ou freine dans une direction de blocage un mouvement relatif entre le
coulisseau (1) et l'élément de guidage par un contact avec l'élément de guidage, et
- un dispositif d'assurage qui permet une fixation du coulisseau (1) sur l'élément
de guidage dans une seule orientation, comportant un élément d'assurage (36) qui est
mobile entre une position de libération et une position d'assurage et qui, dans la
position d'assurage, empêche une fixation du coulisseau (1) par une collision avec
l'élément de guidage, l'élément d'assurage (36) étant déplacé vers la position d'assurage
par la pesanteur lors d'une orientation erronée du coulisseau (1),
caractérisé en ce que
l'élément d'assurage (36) est réalisé avec au moins deux branches coudées l'une par
rapport à l'autre, et dans la position d'assurage l'une des branches pénètre dans
le guidage du boîtier (2) de sorte qu'une insertion du coulisseau en orientation erronée
sur l'extrémité inférieure de l'élément de guidage est empêchée par une venue en butée
de l'autre branche de l'élément d'assurage contre une portion de la partie latérale
(4), et une insertion du coulisseau en orientation erronée sur l'extrémité supérieure
de l'élément de guidage est empêchée par une venue en butée de l'autre branche contre
l'élément de guidage.
2. Coulisseau (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le boîtier (2) comprend un corps de base (3) et une partie latérale (4) qui entoure
partiellement l'élément de guidage et qui est mobile par rapport au corps de base
(3) transversalement à la direction longitudinale du guidage, afin de permettre une
mise en place du boîtier (2) sur l'élément de guidage dans une position ouverte.
3. Coulisseau (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie latérale (4) est mobile en étant guidée sur un goujon de guidage (25),
et un autre élément d'assurage (38) est agencé dans un espace intermédiaire réalisé
dans la position ouverte du boîtier (2) entre le goujon de guidage (25) et une portion
de la partie latérale (4), et qui empêche ainsi un emboîtement de la partie latérale
(4) et du corps de base (3).
4. Coulisseau (1) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par un dispositif de verrouillage qui, dans une position de verrouillage, empêche la
mobilité.
5. Coulisseau (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage comprend un goujon de verrouillage (28) monté dans
la partie latérale (4), qui, dans sa position de verrouillage, vient s'engager dans
une gorge (24) du goujon de guidage (25).
6. Coulisseau (1) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage est sollicité vers la position de verrouillage au moyen
d'un élément élastique.
7. Système d'assurage comportant un coulisseau (1) selon l'une des revendications précédentes
et un élément de guidage.